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Außenwirtschaft aktuell - Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar

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Außenwirtschaft
Der monatliche Informationsdienst für Unternehmen im Auslandsgeschäft
Neue EU-Kommission:
Ausgabe 11/2014
Das Europäische Parlament
der Unternehmen Seite 4
Mission Europa muss gelingen
samt-Exporte von 5 Prozent.
deshalb für 2015 mit einem Anstieg der Gefür die deutsche Wirtschaft. Der DIHK rechnet
schaft steigen auch wieder die Exportaussichten
2015 wieder an. Mit der stärkeren Weltwirtdelskammern (AHKs) zieht die Weltwirtschaft
Nach Schätzungen der deutschen Auslandshan-
Neue Strukturen, neue Arbeitsweisen
Noch bevor die Kommission die Arbeit aufnahm, hatte Juncker neue Maßstäbe gesetzt.
Nicht jedes Mitglied der Kommission übernahm
ein Fachressort. Vielmehr leiten die Vize-Präsidenten und die Hohe Vertreterin für die
Außen- und Sicherheitspolitik Projektteams
aus mehreren Kommissaren. Sie koordinieren
übergreifende europapolitische Themen wie
die Energie-Union, den digitalen Binnenmarkt
oder Wachstum und Beschäftigung. Ziel ist es,
die Arbeitsweise der Kommission effizient und
transparent zu gestalten. Ein eigener Kommissar für das Thema „bessere Rechtsetzung“
soll bei den Gesetzesinitiativen zudem besonders auf die Subsidiarität achten. Unabgestimmte Alleingänge innerhalb der Kommission
sollen damit der Vergangenheit angehören.
Aus Sicht der Wirtschaft ist dies gerade beim
Querschnittsthema Industrie von Bedeutung.
Download dieser Ausgabe unter: www.rhein-neckar.ihk24.de/AWA
Fortsetzung auf Seite 3
Foto: Röchling
Röchling auf Wachstumskurs in
China Seite 5
werden...
lich profitieren. Sowohl 2014 als auch 2015
deutsche Unternehmen überdurchschnitt2,5 Prozent im Jahr 2015 aus. Davon werden
US-Wirtschaft von 2 Prozent in diesem Jahr und
AHK USA geht von einem Wachstum der
Ein positiver Taktgeber bleiben die USA. Die
USA – wichtiger Wachstumstreiber
Foto: European Union, 2014
in der Infrastruktur.
zintechnik, moderner Verarbeitungstechnik und
z. B. wegen des immensen Bedarfs an Meditrotz aller Rückschläge ein Markt mit Potential,
denschaft. Langfristig bleibt Russland jedoch
Besonders der Maschinenbau gerät in Mitleiwirkt sich die Krise teilweise noch stärker aus.
Prozent für dieses Jahr wahrscheinlich. Sektoral
weiteres Minus von noch einmal rund 15 bis 20
nach Russland von ca. 5 Prozent in 2013 ist ein
Nach einem Rückgang der deutschen Exporte
Gegensanktionen der russischen Regierung.
tionen der EU gegenüber Russland und den
besondere aus den Auswirkungen der SankDie Anpassung der Prognose resultiert ins-
Foto: Witness Images
(DIHK) Das Europäische Parlament hat die neue EU-Kommission unter
Leitung von Jean-Claude Juncker in Anhörungen auf Herz und Nieren
geprüft. Nicht alle der 27 nominierten EU-Kommissare fanden ungeteilte Zustimmung des Parlamentes, einige mussten ihre Antworten
nachbessern. Am 22. Oktober bestätigte das Europäische Parlament
letztlich die neue Kommission. Diese ging am 1. November an den
Start. Was ändert sich?
Gesundheitswirtschaft Algerien
Seite 6
Foto: Fotolia
Rhein-Neckar
aktuell
Außenwirtschaft
Ausgabeaktuell
5/2014
s
Übersicht
Länder und Märkte
EUROPA/ZENTRALASIEN
EU-28 Steuerreformen; EU-Erweiterungspakt
07
Armenien Maschinenimporte
07
Belgien Kleinunternehmerregelung
07
Dänemark Arbeitnehmerüberlassung; Bauarbeiterausweis
07
EU-28 Forderungsmanagement
08
Frankreich Geschäftslage
08
Israel Agrochemie; Metalle und Metallwaren
08
Italien Energieeffizienz
08
Kroatien Abfallwirtschaft; Energieeffienz
08
Niederlande Verpackungsindustrie
08
Polen Messegeschäft; Vertrieb; Ökologische Lebensmittel
09
Portugal Import
10
Serbien Abfallwirtschaft
10
Schweiz Baugewerbe
10
Spanien Kfz- und Maschinenindustrie
10
Tschechien Kfz-Industrie
10
Turkmenistan Öl- und Gasverarbeitung
10
Russland Konjunktur; Deutscher Export; Konjunkturszenario;
11
Japan Flugzeugindustrie; Baumaterial
15
Myanmar Gesundheitssystem; Pharmabranche; Energiesektor;
Internetstabilität und Roaming
15
Philippinen Pharmamarkt; Wasserversorgung
16
Taiwan Gummi- und Kunststoffmaschinen; Softwarebranche;
Textilindustrie
16
Indien BASF Indien; Kfz-Branche; Lebensmittelindustrie;
Kosmetikindustrie; Erneuerbare Energien
17
MENA/AFRIKA
Kenia Mobiler Geldtransfer
18
Kuwait Investitionsprojekte
18
Marokko Logistikstandort
18
Mosambik Agrarwirtschaft
18
Nigeria Landwirtschaft
18
Südafrika Wasseraufbereitung; Neuregelung BBBEE
18
Industrie; Einzelhandel; Produktionsausrüstung;
Werkzeugmaschinen
ZITAT DES MONATS
AMERIKAS
Brasilien Chemiesektor; Luftfahrtindustrie; Kreativwirtschaft
12
Chile Klinikbau; Umwelttechnik
12
Kanada Kfz-Umweltvorschriften; ÖPVN-Infrastruktur;
Luftfahrtsektor; Medizintechnik; Wassersektor
12
Mexiko Automobilindustrie; Energiereform; Chemische Industrie; 13
Wassersektor; Infrastrukturbau; Wirtschaftstag
Peru Gesundheitsbranche; Wasserversorgung
14
USA Nanotechnologie; Pharmasektor; Kosmetikmarkt;
Nahrungsmittelindustrie; Einzelhandel
14
„Das Rückgrat des
Erfolgs als Firma bilden die
Mitarbeiter. Röchling
Automotive bildet seine
chinesischen Mitarbeiter
nicht nur aus, sondern bringt
ihnen bei, international
zu denken.“
ASIEN-PAZIFIK
Australien Lebensmittelverarbeitung
15
China Elektronikbranche; Industriekesselmarkt; Arzneimittelmarkt; 15
Lebensmittelbranche
Hongkong Bahnprojekte
02 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
Gerhard Neidinger, Vorstandsmitglied
bei Röchling Automotive
15
Das ganze Interview finden Sie auf Seite 5.
s
Übersicht
Außenwirtschaft-Spezial
Zoll- und Außenwirtschaftsrecht
Das Europäische Parlament der Unternehmen
4
Röchling auf Wachstumskurs in China
5
Gesundheitswirtschaft Algerien: Ein Markt in Bewegung 6
Förderung und Finanzierung
Auslandsmesseprogramm 2015
21
develoPPP.de-Praxisbeispiel
21
Unternehmerreise Weltbank und IDB
22
Delegationsreise Indien
22
Türkei: Messebeteiligung expoMED Eurasia
22
Messebeteiligung Hannover Messe
22
Neue Hotline des BAFA
19
Ausfuhrverfahren Niederlande
19
Merkblatt Genehmigungscodierungen
19
Zollgebühren
19
Assoziierungsabkommen EU-Ukraine
19
Singapur: Carnet ATA
19
APS-Staaten
19
Beitritt zum UN-Kaufrecht
19
Kleine einzige Anlaufstelle
20
Zollstrukturreform
20
Zoll ABC
20
Änderungen Zoll- und Außenwirtschaftsrecht 2014/15
20
Impressum
22
Kurz vor Schluss: Time Warp goes USA
23
IHK-Veranstaltungen International
24
Fortsetzung von Seite 1
Deutschland erhält Schlüsselressort
. . . Der deutsche Kommissar Günther
Oettinger übernimmt das Ressort „Digitale
Wirtschaft und Gesellschaft“ und ist damit
für eines der Schlüsselressorts in der EU
verantwortlich. Die Digitalisierung ist seit
Jahren einer der Wachstumstreiber. Sie wird
auch eine entscheidende Rolle für die globale
Wettbewerbsfähigkeit Europas spielen. Voraussetzung dafür ist eine gute und verlässliche Rahmensetzung. Auf Basis digitaler Tools
entstehen ständig neue Geschäftsmodelle. Sie
lösen rechtliche Fragestellungen aus, auf die
es noch keine Antworten gibt. Es entsteht also
Handlungsbedarf, z. B. bei der Datensicherheit,
aber auch beim Breitbandausbau im ländlichen Raum.
Mission Wachstum für Europa
Europa will mehr Wachstum erreichen.
Juncker hat dafür ein 300 Milliarden Euro
schweres Investitionsprogramm angekündigt.
Der Europäischen Investitionsbank kommt
dabei voraussichtlich eine Hauptrolle zu. Derweil schwärmen in Europa die Spürhunde aus
und suchen nach wachstumsstarken Projekten. Unklar ist allerdings, wie das Programm
finanziert wird. Die Mittel aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) dürfen
hierfür jedenfalls nicht angetastet werden.
Nicht zu vergessen: Es stehen Mittel aus den
Strukturfonds, EU-Förderprogrammen und der
Jugendgarantie zur Verfügung, die Wachstum
und Beschäftigung fördern sollen. Das wäre
zumindest ein Anfang.
dabei sein, die globale Wettbewerbsfähigkeit
der europäischen Wirtschaft zu erhöhen.
Juncker hat in seinen politischen Leitlinien
dafür viele richtige Schwerpunkte gesetzt.
Aus Sicht der Wirtschaft sollten die folgenden
Themen Priorität haben:
EU-Kommission muss die Prioritäten
richtig setzen
s %NERGIE"INNENMARKTFàRBEZAHLBARE0REISE
und eine hohe Versorgungsicherheit
s $IGITALER"INNENMARKTMITVERLËSSLICHEN
Rahmenbedingungen
s &ACHKRËFTESICHERUNGFàREINEWETTBE
werbsfähige Industrie
s "àROKRATIEABBAUFàRMEHR&REIRAUMFàR
Innovationen
s 4 4)0FàREINuGOINGINTERNATIONALhDEREURO
päischen Unternehmen
Geld alleine wird es aber nicht richten. Die
Kommission braucht die Unterstützung der
Mitgliedstaaten durch investitionsfreundliche
Reformen in den Ländern, um eine erfolgreiche Wachstumspolitik zu verfolgen. Ziel muss
Die Autorin Alexandra Böhne vertritt als
DIHK-Referatsleiterin für Europapolitik in
Brüssel die Interessen der deutschen Wirtschaft.
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 03
AußenwirtschaftSpezial
Interessenvertretung der deutschen Wirtschaft
in Brüssel lohnt sich
IHK: Frau Abt, was ist das Europäische Parlament der Unternehmen?
Abt: Das Europäische Parlament der Unternehmen wird von EUROCHAMBERS, dem Verband
der Europäischen Industrie- und Handelskammern, alle zwei Jahre veranstaltet. 2014 war
es das dritte Mal. Sinn und Zweck der Veranstaltung ist es, die Institutionen der EU mit
den Hauptakteuren des Wirtschaftswachstums,
den Unternehmen, zusammen zu bringen und
hier am beiderseitigen Verständnis zu arbeiten
und eine Brücke zwischen Theorie der EU-Abgeordneten und der Praxis der Klein- und
Mittelständischen Unternehmen zu schlagen.
Es ist ein Sprachrohr für Unternehmen aus allen
EU-Mitgliedsstaaten und ermöglicht den Interessenaustausch von Firmen und Institutionen
und folgt dabei den gleichen Regeln (Anzahl der
Vertreter der einzelnen Länder) wie das Europäische Parlament. Diese Veranstaltung erlaubt
es den Teilnehmern, in direkter Diskussion mit
hochrangigen EU- Vertretern, wie z.B. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, die Forderungen
und Wünsche der Wirtschaft auf den Punkt zu
bringen und über aktuelle Themen abzustimmen. Es nahmen noch 24 Firmen aus Nicht-EULändern teil, die jedoch kein Stimmrecht hatten.
IHK: Was hat Sie dazu veranlasst, am Europäischen Unternehmerparlament teilzunehmen?
Abt: Ich bin ein sehr neugieriger Mensch
und kritisiere auch gerne den „Europäischen
Wasserkopf“. Deshalb war es für mich eine willkommene Gelegenheit, einmal einen näheren,
direkteren Einblick vor Ort zu bekommen.
IHK: Welche Themen standen im Vordergrund?
Abt: Abgestimmt wurden über die Themen
Internationalisierung, Bildung, Finanzierung und
Energie. Zu jedem dieser Themen wurde dann
über vier bis fünf Punkte abgestimmt. Auch die
Themen Bürokratieabbau und Wachstum der
Wirtschaft und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der EU als Stabilitätsfaktor wurden
angesprochen.
IHK: Wie verläuft der Abstimmungsprozess?
Abt: Der Prozess läuft in vier Stufen ab:
1. Es wird ein 90-Sekunden Videofilm gezeigt,
der das Thema einleitet.
2. Ein Experte referiert 5 Minuten zu dem Thema.
3. Jetzt können sich Personen zu Wortmeldungen der Abstimmungsfragen melden. Die
Personen werden mit der Kamera aufgenommen und anhand ihrer Sitznummern
dann aufgerufen und um Wortmeldung
gebeten. Die Wortmeldung wird per Kamera
aufgezeichnet und auf zwei Bildschirmen
gezeigt. Jeder hat 60 Sekunden Zeit für seinen
Diskussionsbeitrag bzw. seine Wortmeldung.
Wenn zu lange gesprochen wird, wird einfach
das Mikrofon abgestellt. Das war eine sehr
Foto: Irmgard Abt
Am 16. Oktober fand das Europäische
Parlament der Unternehmen zum dritten
Mal in Brüssel statt. Mehr als 750 Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz
Europa nahmen einen Nachmittag lang im
Plenarsaal des Europäischen Parlaments die
Plätze der EU-Abgeordneten ein. Irmgard Abt,
Geschäftsführerin der ABT Print und Medien
GmbH aus Weinheim, war eine von ihnen.
Irmgard Abt bei der Sitzung des Europäischen
Parlaments der Unternehmen
gute Sache, sonst hätte so mancher gnadenlos
überzogen und ellenlange „Referate“ gehalten.
4. Abstimmung per „Knopfdruck“ mit „JA“,
„NEIN“ oder „ENTHALTUNG“.
Die Beiträge wurden jeweils in die gängigen
Sprachen übersetzt (nicht in alle Sprachen der
EU-Länder).
Danach wurde sofort ermittelt, wie viele
Personen an der Abstimmung teilgenommen
haben und wie viele jeweils mit JA, NEIN oder
STIMMENTHALTUNG gestimmt haben.
IHK: Was geschieht jetzt mit den Beschlüssen?
Abt: Es waren ja keine Beschlüsse, sondern
Abstimmungsergebnisse, die die Meinung der
anwesenden Firmen bzw. Unternehmer zu den
jeweiligen Abstimmungsthemen dokumentiert
haben. Diese Ergebnisse werden als „Stimme
der Wirtschaft“ den entsprechenden politischen
Institutionen und Kommissionen in der EU als
Empfehlung zur Kenntnisnahme gegeben. Ob
sich daraus konkrete Handlungen ergeben, entzieht sich meiner Kenntnis, wäre aber möglich,
ist jedoch nicht zwingend.
IHK: Wie fällt Ihr Fazit aus?
Abt: Es war sehr interessant und ich bereue
den Aufwand nicht. Ich würde in zwei Jahren
gerne wieder daran teilnehmen und dann besser
vorbereitet und mit Diskussionsbeiträgen noch
aktiver mitwirken.
Foto: Witness Images
Die Fragen stellte Heide Schmidt, Mitarbeiterin im
Geschäftsbereich International/Enterprise Europe
Network der IHK Rhein-Neckar.
Die Abstimmungsergebnisse können im
Internet auf der Website des Europäischen
Parlaments der Unternehmen eingesehen
werden unter:
www.parliament-of-enterprises.eu
ÎButton „Results of the vote“
Das Europäische Parlament der Unternehmen tagte dieses Jahr erneut in Brüssel.
04 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
AußenwirtschaftSpezial
Foto: Röchling
Foto: Röchling
Röchling auf Wachstumskurs in China
Gerhard Neidinger auf der Eröffnungsveranstaltung des neuen Werks der
Röchling Automotive in Kunshan
Die Mannheimer Röchling-Gruppe verstärkt
ihr China-Geschäft durch eine neue Produktion vor Ort. Das neue Werk in Kunshan ersetzt
die bisherige Produktion im nahen Suzhou.
Röchling Automotive investierte rund 10 Mio.
EUR in die neue Produktionsstätte zur Fertigung von Kfz-Kunststoffteilen. Gerhard Neidinger, im Vorstand von Röchling Automotive
für den Neubau verantwortlich, berichtet im
Interview mit IHK-Geschäftsführer Matthias
Kruse über Gründe für und Erfahrungen beim
Werksbau.
IHK: Glückwunsch! Vor wenigen Wochen
konnte Röchling Automotive sein neues
Werk in Kunshan offiziell eröffnen. Was hat
Röchling zum Neubau bewogen?
Neidinger: Eine Vergrößerung der Produktionsfläche war dringend nötig, um das weitere
Wachstum von Röchling Automotive in China
zu ermöglichen. Das bisherige Werk in Suzhou
war an der Grenze seiner Kapazität angelangt
und zudem nur angemietet. Das neue Röchling
Automotive-Werk bietet mit einer 30.000
qm großen Grundstücksfläche und einer im
Vergleich zu Suzhou doppelt so großen Produktionsfläche auch sehr viel Platz und beste
Arbeitsbedingungen für unsere Entwicklungsabteilung. Die Büroflächen bieten zudem Raum für
weitere Expansion.
Röchling Automotive eröffnet ein neues Werk in Kunshan.
die örtlichen Behörden waren die Schlüsselfaktoren im Projekt. Der Umzug von Suzhou nach
Kunshan gestaltete sich reibungslos und ging
schnell vonstatten.
IHK: Welche Vorteile bringt ein Umzug vom
nur 7 km entfernten Suzhou nach Kunshan?
Wie viele bisherige Mitarbeiter kann Röchling
wegen der kurzen Entfernung zum alten
Standort halten?
Neidinger: Zum Ende des Jahres 2014 wird sich
die Mitarbeiterzahl wie geplant um 70 erhöht
haben. Wir konnten nahezu alle Mitarbeiter
dazu bewegen, am neuen Standort weiter für
Röchling zu arbeiten, was als absolut gutes
Zeichen gewertet werden darf.
In Kunshan laufen alle Fäden zusammen.
Effizienz muss auch in Asien gesteigert und
Emissionen gesenkt werden. Hierfür sind wir mit
unseren Luftklappensystemen, Ansaugsystemen,
Fluidsystemen und Unterbodenmodulen sehr
gut aufgestellt, ständige Weiterentwicklungen
sind aber ein Muss. Dafür ist unser neuer Standort jetzt bestens ausgestattet.
IHK: Röchling schafft am Standort Kunshan
Ausbildungsplätze nach deutschem Standard.
In welchen Berufsbildern? Mit welchen Maßnahmen planen Sie, ein späteres Abwandern
der so qualifizierten Fachkräfte zu anderen
Arbeitgebern in der Region zu verhindern?
Neidinger: Das Rückgrat des Erfolgs als Firma
bilden die Mitarbeiter. Röchling Automotive
bildet seine chinesischen Mitarbeiter nicht nur
aus, sondern bringt ihnen bei, international
zu denken. Sie arbeiten an Projekten, die über
die Ländergrenzen hinaus dimensioniert sind.
Der Ausbau der Kompetenz und die Sicherstellung des Röchling-Qualitätsstandards gehen
einher mit den Investitionen in neue Verarbeitungstechnologien und dem Ausbau der
EDV-Systeme. Die Mitarbeiter entwickeln ihre
sprachlichen und kulturellen Fähigkeiten und
haben die Möglichkeit, andere Standorte der
Gruppe kennenzulernen. Sie sind nach Abschluss
der Prüfung in den verschiedensten Bereichen in
unserem Unternehmen einsetzbar.
Das Gespräch führte Matthias Kruse, Geschäftsführer International der IHK Rhein-Neckar.
Neidinger: Wir haben zunächst am Standort Suzhou nach Flächen für einen Neubau
gesucht. Geeignete Flächen waren allerdings
Mangelware. Im nahegelegenen Industriegebiet
Kunshan fanden wir dann eine sehr attraktive
Lösung. Die örtlichen Firmen wurden von einem
in Suzhou ansässigen, von uns beauftragten
Ingenieurbüro koordiniert. Die Unterstützung
durch ein regionales Planungsbüro sowie durch
Foto: Fotolia
Foto: Röchling
IHK: Was waren die größten Herausforderungen bei der Planung des Werks, beim Bau
und beim Umzug und wie hat Röchling diese
Herausforderungen gemeistert?
Das neue Werk der Röchling-Gruppe in Kunshan
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 05
AußenwirtschaftSpezial
(AHK) Der algerische Gesundheitssektor bietet der deutschen Wirtschaft großes Potenzial für lukrative Projekte und ist insbesondere
von drei Faktoren geprägt: Einer stetig wachsenden Bevölkerung
(derzeit: 38,7 Millionen Einwohner), einem Anstieg von nicht-übertragbaren Krankheiten sowie einem extremen Nachholbedarf hinsichtlich der Investitionen. Algerien produziert selbst zu wenig Medikamente, Verbrauchsmaterial sowie Medizintechnik, und muss daher
den größten Teil seines Bedarfs importieren.
Bei einer Gesamtfläche von über zwei Millionen
qkm – Algerien ist flächenmäßig über sechsmal so groß wie Deutschland – befindet sich
die Mehrheit aller Krankenhäuser im Norden
des Landes. Dies soll sich durch ambitionierte
Ausbaupläne von Seiten des algerischen Staates
ändern. Geplant ist der Bau von 172 neuen
Krankenhäusern, 45 Gesundheitszentren und 70
Einrichtungen für Behinderte. Zudem befindet
sich ein telemedizinisches Pilotprojekt in Planung, das dazu beitragen soll, die Krankenhäuser
im Süden des Landes besser auszubilden und zu
unterstützen.
Deutsche Unternehmen haben vor diesem
Hintergrund gute Chancen im Bereich Medizintechnik, Arzneimittel, sowie bei Konzepten
und Lösungen im Bereich des Krankenhausmanagements (einschließlich Entsorgung von
Abfällen), medizinischen Informationstechnologien, Ausbildung, Zertifizierungen und Planungsleistungen (Entwurf und Bauausführung) für den
Krankenhausbau.
Den Bedarf an Medizintechnik, einschließlich Verbrauchsgüter wie Spritzen, Schläuche
und Verbandsmaterial muss Algerien nahezu
ausschließlich aus dem Ausland einführen, da
es selbst über keine nennenswerte Produktion
verfügt. Insbesondere Apparate für Radiologie,
Echografie, Mammografie, Scanner, sowie Geräte
für ambulante Behandlungen werden derzeit
stark nachgefragt.
Es fehlt an ausreichenden Behandlungsmöglichkeiten und Krankenhausplätzen; auch
durch langwierige Ausschreibungsverfahren
im öffentlichen Sektor. Hier wird dringend die
Unterstützung des Privatsektors benötigt, und
von algerischer Seite ausdrücklich gewünscht.
Der staatlich dominierte Bankensektor hat aus
diesem Grund die Konditionen für private Kreditnehmer in der Branche erheblich verbessert.
Bis 2025 hat sich die Regierung zum Ziel gesetzt,
der algerischen Bevölkerung 34 Krankenhausplätze pro 10.000 Einwohner zur Verfügung zu
stellen, sowie eine neue Gesundheitsinfrastruktur
Foto: AHK
Gesundheitswirtschaft Algerien:
Ein Markt in Bewegung
Rebekka Hilz, Deutsch-Algerische
Industrie- und Handelskammer
aufzubauen und die Krankenhäuser zu modernisieren. Das dafür angesetzte Investitionsvolumen
beträgt 20 Mrd. Euro. Ausschreibungen werden
veröffentlicht vom „Bulletin Officiel des Marchés
de l’Opérateur Public“.
Algerien importiert mehr als 70% seines Bedarfs
an Arzneimitteln. Die deutschen Exporte nach
Algerien sind dabei über die vergangenen Jahre
stetig angestiegen, auf zuletzt über 55 Mio.
Euro. Für solche Produkte, die lokal hergestellt
werden (können), ergreift die algerische Regierung zwar oft Maßnahmen, um die heimische
Produktion vor der Konkurrenz durch die importierten Produkte zu schützen, nichtsdestoweniger bleibt der Importanteil an Medikamenten
weiter hoch.
Die gezielte Flankierung von Projekten durch
Entscheidungsträger des Markts kann ein erfolgreiches und nachhaltiges Engagement vor Ort
entscheidend befördern, daher veranstaltet das
Bundesgesundheitsministerium in Kooperation
mit dem algerischen Gesundheitsministerium
und der Deutsch-Algerischen Industrie- und
Handelskammer (AHK Algerien) am 26. und
27. November 2014 ein Gesundheitsforum in
Algier. Die Schwerpunkte des Forums liegen in
den Bereichen Medizintechnik sowie Aus- und
Weiterbildung.
Foto: Fotolia
Foto: Kadmy – Fotolia.com
von Rebekka Hilz
Moderne Medizintechnik im Einsatz
06 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
Ihre Ansprechpartnerin:
Deutsch-Algerische Industrieund Handelskammer
Rebekka Hilz
Export- und KMU-Förderung
Messeabteilung – Aussteller
Tel. +213 21791965 / +21321921779
r.hilz@ahk-algerie.org
http://algerien.ahk.de
Länder und
Märkte
Frankreich:
Deutsche
Unternehmen
zuversichtlich
Seite 8
USA:
Markt für
Werkzeugmaschinen
expandiert
Seite 14
Myanmar:
Tipps zu
Internetstabilität
und Roaming
Seite 16
Südafrika:
BBBEE wird 2015
neu geregelt
Seite 18
Gegliedert nach Kontinenten finden Sie auf den nächsten Seiten Neuigkeiten,
Berichte und interessante Informationen. Ausführliche Langfassungen zahlreicher
Themen und Kontaktanschriften erhalten Sie unter Telefon 0621 1709-228.
Oder schreiben Sie uns eine E-Mail an awa@rhein-neckar.ihk24.de
EUROPA/ZENTRALASIEN
EU-28
Steuern auf Arbeit
immer noch hoch
(EU Kommission) Noch immer ist die steuerliche Belastung der Arbeit in der EU hoch.
Eine Verlagerung dieser Steuern auf andere
Steuerbasen kann positive Auswirkungen
auf Wachstum und Beschäftigung haben.
Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht
„Steuerreformen in den EU-Mitgliedstaaten
2014 – Herausforderungen der Steuerpolitik
für Wirtschaftswachstum und fiskalische
Nachhaltigkeit“.
Die Studie gewährt auch einen tiefen Einblick
in die Größe der Steuerbemessungsgrundlagen, Anreize für die Fremdfinanzierung in
der Unternehmensbesteuerung, Steuervergünstigungen bei den direkten Steuern sowie
die Mehrwertsteuer-Basis. Darüber hinaus
untersucht der Bericht speziell Umweltsteuern, Steuerehrlichkeit und Steuerverwaltung
sowie die Wirkung der Steuersysteme auf die
Einkommensverteilung.
Die Studie kann in englischer Sprache auf
der Webseite der Generaldirektion Wirtschaft
und Finanzen abgerufen werden unter: http://
ec.europa.eu/economy_finance/publications/
european_economy/2014/ee6_en.htm
Die gtai bietet Ihnen zahlreiche
weitere Informationen
40 gtai-Korrespondenten weltweit
und Länderexperten bereiten regionale
Informationen über ausländische Märkte,
Ausschreibungen, ausländisches Recht
und Zollthemen auf: www.gtai.de.
Vorläufig keinen weiteren
EU-Mitglieder in Sicht
(EU-Kommission) In ihrer neuen Erweiterungsstrategie setzt die Europäische Kommission
stärker auf Rechtsstaatlichkeit, wirtschaftspolitische Steuerung und die Reform der
öffentlichen Verwaltung. Die EU-Kommission
verabschiedet jedes Jahr ein EU-Erweiterungspaket. Dieses erläutert ihre
Politik im Bereich der EU-Erweiterung
und wertet die Fortschritte der einzelnen
Kandidatenländer und potenziellen Kandidatenländer in den vergangenen zwölf Monaten
aus. Der Fortschrittsbericht der Kommission
zeigt, dass die Reformbemühungen der Kandidatenländer (Island, Montenegro, Serbien,
Türkei, Albanien, Mazedonien) und potentiellen Kandidatenländer (Bosnien und Herzegowina, Kosovo) unterschiedlich vorankommen,
eine Erweiterung der Europäischen Union
durch einen der Beitrittskandidaten allerdings
vorerst nicht absehbar ist.
Eine Übersicht über die Situation in den
einzelnen Kandidatenländer und potentielle
Kandidatenländer finden Sie unter
www.rhein-neckar.ihk24.de,
Dokument-Nummer 176233.
Armenien
Wirtschaft ist auf Maschinenimporte angewiesen
(gtai) Armenien muss seinen Bedarf an
Maschinen, Ausrüstungen und Geräten
fast ausnahmslos durch Importe decken,
da der Maschinenbau nach der Auflösung
der ehemaligen Sowjetunion zusammengebrochen ist. Obwohl das Absatzpotenzial
beschränkt ist, geht es in einigen Sektoren
wieder aufwärts. Das gilt in erster Linie für
die Lebensmittel- und Getränkeindustrie.
(Langfassung auf Anfrage)
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 07
Länder und
Märkte
Belgien
Neuer Schwellenwert für
Kleinunternehmerregelung
Dänemark
Lockerung bei Arbeitnehmerüberlassung
(AHK) Die Regeln für die Besteuerung der
Überlassung ausländischer Mitarbeiter wurden
gelockert. Wenn ein ausländisches Unternehmen 1.) die komplette Arbeit und Leistung in
Dänemark selbstständig übernimmt und 2.)
die Verantwortung und das wirtschaftliche
Risiko für die Arbeit trägt, fällt für das dänische
Unternehmen beim Engagement ausländischer
Arbeitskräfte keine Lohnsteuer an.
Obligatorischer Ausweis für
Bauarbeiter
(AHK) Ab Mitte 2015 müssen alle Arbeiter auf
dänischen Baustellen einen neuen „Bauausweis“
bei sich führen, der die Kontrolle der Arbeitsverhältnisse erleichtern soll. Der Ausweis beinhaltet
voraussichtlich Informationen über den einzelnen Arbeiter, den Arbeitgeber, Sozialversicherung
und obligatorische Arbeitsunfallversicherung.
Außerdem wird klar daraus hervorgehen, wer
für den Arbeiter auf der Baustelle zuständig ist.
Bisher steht noch nicht fest, welche Strafmaßnahmen erhoben werden, wenn Arbeiter den
Ausweis nicht vorweisen können.
Israel
Nachfrage nach agrochemischen
Produkten steigt
(gtai) Israel ist ein wichtiger Hersteller agrochemischer Produkte. Dennoch expandiert auch
die Einfuhr, da die einheimische Branche ihre
Wachstumschancen im Export sucht. Die israelische Landwirtschaft macht intensiven Gebrauch
von Düngemitteln wie von Pflanzenschutzmitteln. Dabei wird es auch künftig bleiben, doch
nimmt das Bewusstsein für ökologische und
gesundheitliche Aspekte zu. Deutschland gehört
zu den führenden Lieferländern. Im Jahr 2013
lag der deutsche Importmarktanteil bei 12,9%.
(Langfassung auf Anfrage)
08 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
Foto: Fotolia
(gtai) Kleinunternehmen, deren Jahresumsatz in
Belgien 15.000 Euro (bisher: 5.580 Euro) nicht
übersteigt, müssen bei der Lieferung von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen
keine Umsatzsteuer an den Fiskus abführen. Im
Gegenzug dürfen sie die Umsatzsteuer auch
nicht auf der Rechnung ausweisen. Vielmehr
müssen sie dort auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung mit hinweisen.
Die deutschen Unternehmen in Frankreich bleiben trotz der Krise
zuversichtlich
(AHK) Deutschland bleibt der zweitwichtigste arbeitsplatzschaffende ausländische Investor in
Frankreich hinter den USA. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Deutsch-Französische
Industrie- und Handelskammer in Zusammenarbeit mit Ernst & Young alle zwei Jahre durchführt.
Die Umfrage umfasst die Aussagen von deutschen Unternehmen in Frankreich und deren Einschätzung des Landes als Markt und Investitionsstandort für die Jahre 2014-2017.
Für die deutschen Unternehmen in Frankreich hat sich die Wirtschaftslage in den letzten zwei
Jahren verschlechtert, aber sie sind zuversichtlich für die Zukunft und die eigene Wirtschaftsbranche. In 2014 beurteilen 73% der befragten Unternehmen die wirtschaftliche Situation auf
dem französischen Markt als schlecht, 9% sogar als sehr schlecht, während es vor zwei Jahren
lediglich 57% und 6% waren. Dagegen sind die Erwartungen für 2015 weniger pessimistisch und
nur 33% der befragten Unternehmen antizipieren hier eine „schlechte“ Wirtschaftslage; für die
Periode 2016-2017 sind es nur 22%.
Frankreich, ein Exportstandort für die deutschen Unternehmen?
47% der befragten Unternehmen gaben an, von Frankreich aus ins Ausland zu exportieren.
Für ungefähr 70% dieser exportierenden Firmen bildet der Export bis zu 20% des Umsatzes.
Die meisten Antworten tendieren zu der Aussicht auf eine gleichbleibende bzw. verbesserte
Situation der Exportaktivitäten in den kommenden Jahren. Diese Daten deuten darauf hin, dass
Frankreich einen interessanten Standort für den Export darstellen kann; der Verkauf von Produkten „made in Germany“ ins Ausland kann einen Teil der Schwierigkeiten auf dem französischen
Markt kompensieren.
Download der Studie unter: www.francoallemand.com/medien-presse/publikationen
Weiterhin interessanter Markt
für Metalle und Metallwaren
(gtai) Die israelische Einfuhr von Metallen und
Metallwaren konnte sich 2013 stabilisieren.
Im 1. Halbjahr 2014 beschleunigte sich das
Importwachstum auf 4,0%. Rund 61% der
Importe entfielen auf Eisen und Stahl sowie
daraus hergestellten Waren. Längerfristig
betrachtet weisen die Metallimporte einen
Wachstumstrend auf, zeichnen sich aber auch
durch starke Schwankungen aus. Der deutsche
Importmarktanteil lag 2013 bei 8,1%.
(Kontaktanschrift auf Anfrage)
Italien
Energieeffizienz im Bauwesen
gewinnt an Boden
(gtai) Trotz der langen Talfahrt in der italienischen Hochbaubranche verzeichnet die
energetische Gebäudesanierung eine steigende
Nachfrage. Die großzügigen Steueranreize in
diesem Bereich sind der Hauptwachstumstreiber
des italienischen Bausektors. Gute Marktchancen haben deutsche Technologieanbieter unter
Einbeziehung italienischer Marktakteure. Eine
Gesamtliste der italienischen Förderprogramme
zur Verbesserung der Energieeffizienz kann auf
der Internetseite der Internationalen Energieagentur abgerufen werden: www.iea.org
Länder und
Märkte
SEMINAR
Forderungsmanagement
in Europa
am 20. November 2014 in Mannheim
Forderungen gegen säumige Kunden im
Ausland durchzusetzen, stellt Unternehmen
häufig vor große Hürden: mangelnde Kenntnis
der jeweiligen nationalen Rechtssysteme und
Landessprachen, höhere und oft intransparente
Anwaltskosten und schließlich langwierige und
unabsehbare Verfahren. Daher schrecken viele
Unternehmen vor gerichtlichen Schritten im
Ausland zurück und schreiben ihre Forderungen lieber ab.
Das Seminar der IHK Rhein-Neckar zeigt Ihnen,
wie Sie Zahlungsausfällen durch richtige Vertragsgestaltung vorbeugen können und welche
außergerichtlichen Möglichkeiten Sie haben,
Ihre Außenstände einzufordern, ohne das Verhältnis mit ihrem Geschäftspartner dauerhaft
zu schädigen. Darüber hinaus erfahren Sie, was
zu tun ist, wenn alle Versuche fehlschlagen
und Sie gegen Ihren ausländischen Geschäftspartner vor Gericht ziehen müssen.
Termin und Ort:
Donnerstag, 20. November 2014,
13:30 – 16:45 Uhr
IHK Rhein-Neckar, L 1, 2, 68161 Mannheim
Teilnahmeentgelt:
110 EUR für Mitglieder IHK und
HWK Mitglieder
165 EUR für Nicht-Mitglieder (freie Berufe und
Organisationen)
Einladung, Programm und Anmeldung:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokument-Nr. 15370986
Ihre Ansprechpartnerin:
IHK Rhein-Neckar
Heide Schmidt
Tel. 0621 1709-147
heide.schmidt@rhein-neckar.ihk24.de
Kroatien
Land muss Bau von Abfallzentren
beschleunigen
Niederlande
Die Verpackungsindustrie hat die
Krise überwunden
(gtai) Kroatien hat seine Pläne zum
Bau von Abfallwirtschaftszentren stark
gestrafft. Statt 21 regionaler Anlagen soll
es nur noch 13 geben. Brüssel stellt dafür
Kofinanzierungen von 425 Mio. Euro zur
Verfügung. Zum Einsatz kommen soll Spitzentechnologie, was deutschen Anbietern
gute Beteiligungschancen gibt. In den
nächsten sechs Monaten werden die Projektanträge in Brüssel für Piskornica, Bikarac
(Phase II), Biljane Donje, Lucino Razdolje,
Babina Gora und Lecevica eingereicht. Die
restlichen fünf sollen bis Ende 2015 folgen.
EU-Gelder fließen auch in die Sanierung von
rund 100 Deponien.
(gtai) Die Niederlande gehören innerhalb
Europas zu den führenden Konsumenten für
Verpackungen, und die Nachfrage dürfte
mittelfristig zunehmen. Die bedeutendste
Abnehmerbranche, die Lebensmittelindustrie, setzt zunehmend auf Convenience-Verpackungen und Nachhaltigkeit.
)
eeresgrenze für die Öl- und Gasexploration freigegeng im Jahr 2013 wieder ein Teilgebiet in der Barentssee
sen nur auf Gasvorkommen schließen. Erstmals seit
kommen entdeckt. Die anderen beiden im letzten Jahr
d in der Nähe des Johan-Castberg-Gebiets in der
rn Eni Norge AS und Petoro AS hat der norwegische
der norwegischen Arktis wird
Unternehmen sollen in Energieeffizienz investieren
(gtai) Seit Mitte 2014 gibt es in Kroatien
ein Investitionsprogramm für energetische
Sanierungen von gewerblichen Gebäuden.
Es sieht bis 2020 Investitionen von ca. 500
Mio. Euro vor. Der Großteil entfällt auf die
Dämmung der Fassaden von Industrie- und
Handelsgebäuden. Im Tourismussektor geht
es um den Einbau von zentralen Kühlsystemen und Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung. Erst ab 2021 soll der Niedrigstenergiegebäudestandard (NZEB) durchgängig
umgesetzt werden.
(Kontaktanschrift auf Anfrage)
Bei Getränkeverpackungen ist der Bedarf
an Kartonverpackungen zurückgegangen.
Zunehmend gefragt sind nachhaltige, biologisch abbaubare Verpackungen und solche
aus hochwertigen Materialien. Durch den
Einsatz „intelligenter“ Verpackungsmaschinen soll die Produktivität weiter gesteigert
werden. (Langfassung auf Anfrage).
Polen
Messen in Polen sind wichtige
Handelsplätze
((gtai) Die zahlreichen Messen in Polen sind
wichtige Kontaktbörsen zur Belieferung
des wachsenden polnischen Marktes. Eine
Auswahlhilfe bietet die jährliche Analyse des
Messewesens der Branchenkammer PIPT. Viele
Standorte, darunter der wichtigste Ort Poznan
(Posen), sind von Deutschland aus gut zu erreichen. Daher sollten Unternehmen Besuche von
oder Teilnahmen an Messen im Nachbarland in
Erwägung ziehen.
Gerade der Besuch der Baumesse „Budma“
kommt in Polen immer mehr Bedeutung zu.
Ausgestellt werden moderne Bautechnologien
Energiesparmaßnahmen, Ausrüstungen, Geräte,
Materialien und vieles mehr. Nach Messe - Angaben waren in diesem Jahr auf fast 60.000m²
über 1000 Austeller auf der Messe vertreten. Ein
Drittel davon waren ausländische Firmen aus
30 Ländern. Die Budma 2015 (10. bis 13. März)
steht unter dem Motto „Materialien, Systeme,
Technologien“. Nähere Informationen erhalten
Sie unter www.budma.pl.
Vertrieb in Polen
Welche rechtlichen und steuerlichen Fallstricke gibt es beim Vertrieb in Polen? Um diese Frage
ging es am 21. Oktober 2014 beim Seminar der IHK Rhein-Neckar. Der Leiter des Bereichs Recht
und Steuern der AHK Polen, Thomas Urbanczyk, erklärte, wie ein Vertrag möglichst wasserdicht
aufgesetzt wird, wie man sich gegen Zahlungsausfälle schützen kann und welche steuerlichen
Aspekte berücksichtigt werden müssen, um Probleme mit Behörden zu vermeiden.
Interessante praktische Einblicke boten die Erfahrungsberichte von Gert W. Schiermeister,
Geschäftsführer der Gmeinder Getriebe Gruppe in Mosbach, sowie von Wolfgang Fabian,
Geschäftsführer der Haug Chemie GmbH in Sinsheim. Auf die Frage nach Besonderheiten des
polnischen Marktes erläuterte Schiermeister, dass polnische Kunden in Punkto Qualität und
Servicebetreuung sehr fordernd seien. Fabian berichtete, dass es zu Anfang des Engagements
der Haug Chemie GmbH in Polen im Jahr 1992 einige Zeit gedauert habe, bis die richtigen Vertriebsmitarbeiter gefunden waren. Hierbei ging es vor allem darum, den Mitarbeitern verständlich zu machen, dass beim Verkauf deutscher Ware ein niedriger Preis nicht der ausschlaggebende Faktor ist, sondern vielmehr deren Qualität. Das hat sich in den letzten 20 Jahren geändert:
Heute sind hochwertige deutsche Produkte in Polen sehr geschätzt, sodass die Polen durchaus
bereit sind, einen höheren Preis dafür zu zahlen.
Insgesamt waren sich die Teilnehmer darin einig, dass Polen mit seinem bis jetzt krisenfesten
Wirtschaftswachstum ein Markt mit Potenzial ist und bleibt. Vor allem in den Branchen Automotiv, Haushaltsgeräte, Elektronik sowie Möbel- und Holzverarbeitung bestehen weiterhin gute
Chancen für deutsche Unternehmen. Ein langer Atem zahlt sich daher für Unternehmer aus.
Kontakt Länder und Märkte: awa@rhein-neckar.ihk24.de, Tel.: 0621 1709-228
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 09
Länder und
Märkte
Polen ernähren sich zunehmend
ökologisch
(gtai) Die Nachfrage nach ökologischen
Nahrungsmitteln steigt in Polen kräftig
an, jedoch von niedrigem Niveau aus. Da
Rohstoffe in starkem Maße exportiert
werden, beklagen inländische Hersteller eine
Knappheit. Immer mehr Agrarflächen werden
aber als ökologisch eingestuft. Marktführer
Bio Planet vergrößert seine Logistikbasis.
Da das im Inland hergestellte Sortiment an
Öko-Nahrungsmitteln schmal ist, können es
ausländische Anbieter noch stärker ergänzen.
(Kontaktanschriften auf Anfrage)
Portugal
Einfuhren ziehen 2014 an
(gtai) Nach einem weiteren Exportrekord
2013 haben die portugiesischen Warenausfuhren im 1. Halbjahr 2014 mit 0,5%
geringfügig zugenommen. Das lag auch an
wartungs- und modernisierungsbedingten
Produktionsstopps in wichtigen Exportunternehmen. Hingegen beflügelte die
auflebende Produktions- und Investitionsstimmung die Importe.
Die Bezüge von Straßenfahrzeugen, Spezialmaschinen, Kraftmaschinen sowie chemischen Erzeugnissen aus Deutschland stiegen
um ein Fünftel. Als zweitwichtigster Handelspartner hat Deutschland im 1. Halbjahr
seine Lieferungen nach Portugal wertmäßig
um 16% gegenüber dem Vorjahreszeitraum
steigern können.
Serbien
Spanien
Abfallwirtschaft hat hohen
Ausrüstungsbedarf
Kfz-Industrie sowie Maschinenund Anlagenbau im Aufwind
(gtai) Serbiens Abfallwirtschaft steht in den
nächsten Jahren vor großen Herausforderungen. Die entsprechenden EU-Standards
müssen weitestgehend flächendeckend
umgesetzt werden. Die nationale Abfallstrategie sieht bis 2018 die Einrichtung von
rund zwei Dutzend regionalen Abfallwirtschaftszentren vor. Rund die Hälfte befindet
sich bereits in der Umsetzung. Der daraus
resultierende Ausrüstungsbedarf verspricht
Anbietern entsprechender Technik mittelbis langfristig gute Geschäftschancen.
(Langfassung auf Anfrage)
(gtai) Als wichtiger Motor der wirtschaftlichen
Erholung läuft die Automobilindustrie Spaniens
wieder auf hohen Touren und will 2014 die
Produktion auf 2,4 Mio. Kfz steigern. Die Werke
konnten weitere Modelle hinzugewinnen und
investieren. Dank staatlicher Kaufanreize gab
es auch auf dem Markt für neue Pkw 2013
eine positive Trendwende, die sich 2014 weiter
ausprägt. Die Einfuhr von Kfz-Teilen wächst,
wobei Deutschland nach Frankreich wichtigstes
Bezugsland ist. Auch die spanische Nachfrage
nach Maschinen und Anlagen nimmt wieder zu.
Die Maschineneinfuhren zogen im 1. Halbjahr
2014 um 11,4% auf fast 9,1 Mrd. Euro an,
wobei Deutschland als wichtigster Lieferant
besonders profitiert. Der spanische Maschinenbau wiederum hat sich in der Krise intensiv auf
ausländische Märkte umgestellt und ist daher
ein interessanter Geschäftspartner.
Schweiz
Konsolidierung im Baugewerbe
erwartet
(gtai) Vorerst stehen die Zeichen auf eine
Fortsetzung des Schweizer Baubooms.
Das gesamte Investitionsvolumen im Hochbau dürfte 2014 um über 4% zunehmen.
Ausschlaggebend hierfür ist zum einen der
milde Winter 2013/14, welcher sich positiv
auf die Bauaktivität ausgewirkt hat.
Zum anderen sorgt der noch gute Auftragsbestand in den meisten Bausparten vorerst
für eine anhaltend positive Entwicklung.
In den Jahren 2015 und 2016 steht dem
Baugewerbe jedoch eine Konsolidierung
bevor. Vor allem im Umbau- und Renovierungssegment ist wegen der zuletzt
deutlich gesunkenen Zahl der Bauanträge
mit einem Rückgang der Bauaufwendungen
zu rechnen.
Tschechien
Kfz-Industrie setzt zu neuem
Höhenflug an
(gtai) Tschechiens Automobilindustrie ist wieder in der Spur. Nach einem kleinen Durchhänger zu Beginn des Vorjahres sind im 1. Halbjahr
2014 die Produktionszahlen stark nach oben
gegangen. Davon profitieren die Zulieferbetriebe überdurchschnittlich. Viele neue Investitionsprojekte für den Aus- und Aufbau von
Kapazitäten stehen an. Auch auf dem Inlandsmarkt für Fahrzeuge ist Belebung zu spüren.
Der Neuwagenabsatz wächst zweistellig.
Turkmenistan
Investitionen in die Öl- und
Gasverarbeitung
Die IHK Rhein-Neckar ist Partner im Enterprise Europe Network, einem EU-Beratungsnetzwerk
Die IHK Rhein-Neckar ist Partner im Enterprise
zur Förderung des Auslandsgeschäfts und der Innovationsfähigkeit kleiner und mittlerer UnterEurope Network, einem EU-Beratungsnetzwerk
nehmen. Enterprise Europe Network wird kofinanziert durch die Europäische Union:
zurwww.rhein-neckar.ihk24.de,
Förderung des Auslandsgeschäfts
und der
Dokumentnummer
432.
Innovationsfähigkeit kleiner und mittlerer
Unternehmen.
Enterprise Europe Network wird
Ihre Ansprechpartner:
kofi
nanziert
durchTel.
die 0621
Europäische
Union:heide.schmidt@rhein-neckar.ihk24.de,
Heide
Schmidt,
1709-147,
Bernhard Schuster, Tel. 0621 1709-227, bernhard.schuster@rhein-neckar.ihk24.de
www.rhein-neckar.ihk24.de,
Dokumentnummer 432.
10 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
(gtai) Die Gasindustrie und die Ölförderung
in Turkmenistan bleiben für ausländische
Unternehmer vielversprechende Geschäftsfelder. Bis 2016 plant die Regierung in
ihrem mittelfristigen staatlichen Entwicklungsprogramm die Fördermenge der fünf
Vorjahre um mehr als die Hälfte zu erhöhen.
In den kommenden fünf Jahren sollen mindestens 20 Mrd. US$ in die Branche fließen.
Daraus ergeben sich interessante Absatzchancen für ausländische Ausrüstungslieferanten. Hauptinvestoren sind vor allem
die staatlichen Konzerne Türkmengaz und
Türkmennebit. (Langfassung auf Anfrage)
Länder und
Märkte
Foto: Fotolia
Russland
Russische Wirtschaft stagniert
(www.owc.de/russlandaktuell) Nach der EBRD
hat auch die Weltbank in ihrem Halbjahresbericht Russlands Wachstumsprognose für das
Jahr 2015 auf 0,3 von bisher 1,5% und für das
Jahr 2016 auf 0,4 von bisher 2,2% gesenkt.
Selbst wenn die Sanktionen schnell aufgehoben
würden, werde die Wirtschaft nur in Trippelschritten vorankommen.
acht Monaten 2014 bei etwa 27% im
Vergleich zum Vorjahr. Die Industrieproduktion (Bergbau, verarbeitende Industrie,
Strom/Gas/Wasser) wuchs im 1. Halbjahr
um 1,5%, die verarbeitende Industrie legte
dabei mit 2,6% überdurchschnittlich zu.
Der BIP-Zuwachs betrug in diesem Zeitraum
0,8% gegenüber dem gleichen Zeitraum
des Vorjahres. Auf Jahressicht dürfte das
BIP-Wachstum nur bei etwa 0,5% liegen.
(Langfassung auf Anfrage)
Rückgang der Ausfuhren
(DIHK) Nach Schätzung des Deutschen Industrieund Handelskammertages (DIHK) werden sich
die deutschen Ausfuhren nach Russland im
laufenden Jahr insgesamt um etwa 20% verringern. Auch in Bezug auf künftige Entwicklungen
sind die Firmen sehr wachsam geworden, was
man bei Investitionen in den russischen Markt
beobachten kann. (Langfassung auf Anfrage)
Sanktionen bis 2016 wahrscheinlich
(www.rolandberger.de) Das kürzlich von der
Unternehmensberatung Roland Berger erstellte Konjunkturszenario zeigt, dass die meisten
befragten deutschen Unternehmen damit
rechnen, dass die Sanktionen bis 2016 anhalten
werden. Weder ein schnelleres Ende des Konflikts
bis Ende dieses Jahres noch den Worst Case mit
dauerhafter Ost-West-Blockierung hält man für
realistisch. (Langfassung auf Anfrage)
Industrie wächst dank
Staatsaufträgen
(gtai) Die Entwicklung der russischen
Industrie verläuft sehr uneinheitlich. Das
Produktionswachstum für Hersteller von
Schiffen, Flug- und Weltraumtechnik sowie
anderen Transportmitteln lag in den ersten
Verlangsamtes Wachstum im
Einzelhandel
(gtai) Russlands Einzelhandel leidet 2014
unter dem sich abschwächenden Konsum.
Die Umsätze stiegen in den ersten acht Monaten 2014 nur um 2,3%. Bereits 2013 war
die Wachstumsrate auf 4% zurückgegangen,
während sich die Einzelhändler im Jahr
2011 noch über ein Plus von 7% gefreut
hatten. Zu den Ursachen zählen das geringe
Wachstum der Realeinkommen (Januar bis
einschließlich August um 0,7%), steigende
Kreditzinsen und der Wertverlust des Rubels
gegenüber dem Euro und Dollar. Das führt
zum Anstieg der Importpreise, was an den
Endverbraucher weitergereicht wird oder
auf Kosten der Margen geht. Der Außenwert
des Rubels hatte seinen Zenit im Jahr 2011
überschritten. Seither gab der Wechselkurs im Vergleich zum Euro und Dollar um
jährlich 12% nach. Zu dieser Abwertung
führten unter anderem die Schwierigkeiten russischer Banken und Konzerne bei
der Refinanzierung infolge der verhängten
EU- und US-Sanktionen. Um dem Einzelhandel, wo jeder fünfte Arbeitnehmer in
Russland beschäftigt ist, unter die Arme zu
greifen, hat das russische Ministerium für
Industrie und Handel Anfang Oktober eine
„Strategie zur Entwicklung des Handels bis
2020“ ausgearbeitet. Künftig soll die Vielfalt
von Handelsformaten aller Größen in der
russischen Einzelhandelsbranche gefördert
werden. (Langfassung auf Anfrage)
Solides Geschäft bei Produktionsausrüstung für technische Gase
(www.owc.de/russlandaktuell) Der russische
Markt für technische Gase und für Ausrüstungen zu deren Erzeugung wächst stetig.
Allein bei technischen Gasen nimmt das
Marktvolumen der Menge nach jährlich bis
zu 7% zu. Experten gehen davon aus, dass
dies auch 2014 so bleibt. Für Technologie zur
Erzeugung technischer Gase gibt es vorerst
nur einen einzigen lokalen Hersteller, ein
zweiter steht in den Startlöchern. Vorerst
bleibt die Importabhängigkeit aber hoch.
Auftragsrückgang bei Werkzeugmaschinen
(www.owc.de/russlandaktuell) Russland
weist erwartungsgemäß mit einem Minus
von 40% einen deutlichen Auftragsrückgang
in der Werkzeugmaschinenindustrie aus.
Die Verteuerung der Importe infolge der
Rubelabwertung, die anhaltend schwierige Finanzierungslage und die von der EU
erschwerten Exporte von Dual-Use-Gütern
sind wesentliche Ursachen, so der Verein
Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken.
Dank der guten Inlandsnachfrage und einer
leicht ansteigenden europäischen Nachfrage
konnte die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie im ersten Halbjahr 2014 ihre
Produktion auf dem Vorjahresniveau von
rund 6,5 Mrd. EUR halten.
Kompetenzzentrum Russland
Wir beraten Sie und stellen aktuelle Informationen zum Russland-Geschäft
– darunter zu Zoll und Exportzertifizierung, praktische Tipps zur Vertragsgestaltung und Geschäftspartnersuche u. a. per Internet zur Verfügung:
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Länder und Märkte:
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Russland:
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0621 1709-282
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 011
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 11
Länder und
Märkte
AMERIKAS
(gtai) Der Absatz von Pharmazeutika in Brasilien wächst seit Jahren wesentlich deutlicher
als die Gesamtwirtschaft und bietet noch viel
zusätzliches Potenzial, insbesondere bei Generika. Deren Marktanteil liegt noch erheblich
unter dem Niveau in Industrieländern. Sogar im
insgesamt schwachen 1. Halbjahr 2014 setzte
die Pharmaindustrie 7,6% mehr Medikamente
ab. Auch Kosmetikprodukte halten der schwachen Wirtschaftslage stand. (Internetadressen
auf Anfrage)
Kreativwirtschaft ist eine Zukunftsbranche
(gtai) Das Wachstum der brasilianischen
Kreativwirtschaft lässt auch im ansonsten
schwierigen Marktumfeld nicht nach. Es
nährt die Hoffnung, dass sich der Sektor
langfristig zu einer Säule der Wirtschaft entwickeln kann. Produkte und Dienstleistungen
rund um Fernsehen, Internet, Radio und EDV-Lösungen legen teilweise im zweistelligen
Bereich zu. (Langfassung auf Anfrage)
Chile
Regierung baut neue Kliniken mit
öffentlichen Mitteln
(gtai) Wenn die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet ihr Versprechen hält, sind 2018 zum
Ende ihrer Regierungszeit 20 neue Krankenhäuser gebaut, 20 befinden sich im Bau und 20
in den Phasen des Ausschreibungsverfahrens
und der technischen Studien. Für die Erst- und
Notfallversorgung sollen 132 neue Einrichtungen entstehen, zudem 200 Gesundheitszentren
für Familien und Gemeinden. Die Ausgaben für
medizinische Infrastruktur will die Regierung
deutlich steigern.
(Kontaktanschriften auf Anfrage)
Neue Umweltprojekte
(gtai) In Chile benötigen zahlreiche Branchen
Lösungen für ihre Umweltprobleme, allen voran
der Bergbau- und Stromsektor, die Wasser- und
Abwasserwirtschaft sowie die Agroindustrie.
Neben Maßnahmen zur Verbesserung des bestehenden Kanalsystems sind Staudämme und
-becken in Planung.
(Kontaktanschriften auf Anfrage)
12 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
Foto: Fotolia
Brasilien
Chemiesektor profitiert von starker
Arzneimittelbranche
Erfolgsgeschichte der Luftfahrtindustrie soll fortgesetzt werden
(gtai) Brasilien will von der weltweit guten Geschäftsentwicklung der Fluglinien profitieren und
hofft auf mehr Aufträge für das heimische Vorzeigeunternehmen Embraer. Die Zulieferindustrie soll
mit Hilfe von Förderprogrammen ausgebaut werden. Von deutscher Seite sind ThyssenKrupp und
Liebherr in dem Sektor in Brasilien aktiv. (Internetadresse auf Anfrage)
Kanada
Regierung passt Umweltvorschriften für Straßenfahrzeuge an
(gtai) In Kanada gelten künftig strengere
Abgasvorschriften für Pkw und Nutzfahrzeuge.
Environment Canada orientiert sich bei den
Grenzwerten an den „Tier 3“-Standards der
US-Umweltbehörde. Die neuen Richtlinien
gelten für lokal produzierte sowie importierte
Fahrzeuge ab dem Baujahr 2017. Zudem sollen
Autos künftig mit On-board Diagnosegeräten
zur Emissionsmessung ausgerüstet werden.
Auch für den Schwefelgehalt von Kraftstoffen
gelten ab 2017 niedrigere Grenzwerte. (Langfassung auf Anfrage)
Großstädte wollen ÖPVN-Infrastruktur erweitern
(gtai) In Kanada beabsichtigen Großstädte, in
den kommenden Jahren zusätzliche U- und
S-Bahnlinien zu bauen. Allein in Toronto sollen
bis 2023 rund 60 km an neuen Strecken in
Betrieb genommen werden; darüber hinaus ist
eine Entlastung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPVN) in der Innenstadt im Gespräch.
Auch Ottawa und Vancouver arbeiten an der
Expansion der Schienenwege. Die Verkehrsinfrastruktur in den Ballungszentren wird vorerst
dem Bevölkerungswachstum nicht gerecht.
Wettbewerb im Luftfahrtsektor
wächst
(gtai) In Kanadas Luftfahrsektor kommt
Bewegung: Mit Jetlines und Naked Jet wagen
gleich zwei Billigairlines den Markteinstieg. Sie
wollen die Marktführer Air Canada und West Jet
zunächst auf Niedrigfrequenzstrecken innerhalb
Kanadas mit niedrigen Ticketpreisen attackieren.
Ob die Rechnung aufgeht, bleibt abzuwarten,
denn bislang sind sämtliche Billigfluglinien nach
kurzer Zeit wieder vom Markt verschwunden. Air
Canada und West Jet wollen derweil ihre Auslandsnetze erweitern. (Langfassung auf Anfrage)
Kolumbien
Wachsende Nachfrage nach
Medizintechnik
(gtai) Kolumbien hat eines der umfassendsten
Gesundheitssysteme Lateinamerikas, welches
einen Großteil der Bevölkerung abdeckt. Der
Medizintechnikmarkt profitierte in den letzten
Jahren von hohen Investitionen in moderne
Ausrüstung, die überwiegend importiert wird.
Das Gesundheitssystem steckt jedoch in einer
Krise, weshalb Krankenhäuser vor Finanzierungsengpässen stehen. Die Regierung plant
eine Reform des Systems, welche bei Erfolg den
Bedarf an Medizintechnik ankurbeln dürfte.
(Internetadressen auf Anfrage)
Investitionen in den Wassersektor
steigen
(gtai) Beim gut besuchten Umweltfachkongress Acodal in Kolumbien waren zahlreiche
deutsche Unternehmen vertreten, von denen
die meisten erst seit kurzem in dem Andenstaat tätig sind. Generell steigt die Anzahl der
Projekte im Wassersektor, da noch nicht alle
Teile der Bevölkerung an fließendes Wasser
und die Kanalisation angeschlossen sind. Hohe
Investitionen zieht der Bereich Abwasseraufbereitung an, insbesondere im Zuge der Projekte
zur Reinigung der Flüsse Medellín und Bogotá.
(Internetadressen auf Anfrage)
Länder und
Märkte
Mexiko
Deutsche Hersteller errichten drei
neue Kfz-Fabriken
Herausforderungen im Wassersektor eröffnen Chancen
WIRTSCHAFTSTAG
(gtai) Für Anbieter von Umwelttechnik wird
Mexiko immer interessanter. Im Wassersektor plant die öffentliche Hand die Erschließung neuer nachhaltiger Wasserquellen,
die Ausweitung der Wasseraufbereitung
sowie besseren Schutz der Bevölkerung vor
Überschwemmungen. Gleichzeitig sollen in
der Landwirtschaft mehr Flächen bewässert
werden. Im Abfallsektor könnte 2016 in
Mexiko-Stadt ein Biogasprojekt in Betrieb
gehen, das Signalwirkung entfalten dürfte.
(Internetadressen auf Anfrage)
Der Wirtschaftsstandort Mexiko
– Neue Stärke durch Wandel
Gute Aussichten für die chemische
Industrie
Regierung treibt Ausbau von Häfen
und Personenzugverkehr voran
(gtai) Mit Mexikos Energiereform eröffnen
sich der Privatwirtschaft neue Investitionsmöglichkeiten in der Chemieindustrie.
Kurzfristig hängt der Sektor aber weiter
von Vorprodukten des Staatsunternehmens
Pemex ab. Davon profitieren ausländische
Lieferanten. Gut entwickeln sich die Abnehmersektoren Landwirtschaft und Kfz-Industrie. Die Bauindustrie dürfte sich erst im
2. Halbjahr 2014 erholen. Bei Arzneimitteln
steigt der Preisdruck seitens staatlicher
Abnehmer und von Generika-Herstellern.
(gtai) Der Infrastrukturbau in Mexiko hat
nach einem starken Einbruch 2013 im 2.
Halbjahr 2014 wieder an Fahrt gewonnen.
Zu Großprojekten im Hafenbau und neuen
Bahnstrecken für den Personenzugverkehr
ist im September als Großprojekt ein neuer
Flughafen für Mexiko-Stadt hinzugekommen. Das Fehlen deutscher Bauunternehmen
hemmt deutsche Ingenieursfirmen und
Technologielieferanten. Technisch anspruchsvolle Vorhaben übersteigen aber vielfach das
Know-how lokaler Branchenriesen.
Die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas stellt traditionell einen der wichtigsten
Partner Deutschlands auf dem Kontinent dar.
Die enge Beziehung könnte sich dank der
nachhaltigen Reformen, die unter anderem
die Energiewirtschaft, das Arbeitsrecht und
das Steuersystem betreffen, weiter vertiefen.
Die mexikanische Botschafterin und weitere
hochrangige Referenten beleuchten auf dem
Wirtschafstag die mexikanische Reformagenda, die Potenziale ausgewählter Branchen, die
Suche nach geeigneten Geschäftspartnern
und interkulturelle Hürden. Zudem wird ein
vor Ort aktiver Unternehmer über seine Erfahrungen berichten.
(gtai) Die mexikanische Automobilindustrie zieht
ungebremst Investitionen an. Audi, Mercedes
und BMW haben im 1. Halbjahr 2014 angekündigt, in den kommenden Jahren neue Werke in
Mexiko errichten zu wollen. Zusätzliche Fertigungskapazitäten und eine kräftige Nachfrage in
den USA treiben die Produktion und den Export
an. Der Inlandsmarkt entwickelt sich hingegen
schwach und auch die Nutzfahrzeughersteller
leiden unter der schwachen Konjunkturentwicklung in Mexiko. (Internetadressen auf Anfrage)
am 20. November 2014 in Ludwigshafen
Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto hat eine Reihe von Reformen angestoßen,
die auch die Wirtschaft beflügeln sollen. Über
die damit einhergehenden Geschäftsmöglichkeiten können sich interessierte Unternehmen
am 20. November 2014 bei der IHK Pfalz in
Ludwigshafen informieren.
Nach der Mittagspause besteht die Möglichkeit, das Stammwerk der BASF SE in Ludwigshafen zu besuchen, einer der deutschen
Top-Investoren in Mexiko.
Veranstalter:
IHK Pfalz in Zusammenarbeit mit der
IHK Rhein-Neckar
Termin und Ort:
20. November 2014, 09:30 Uhr
IHK Pfalz, Ludwigsplatz 2 – 4,
67059 Ludwigshafen
Foto: Fotolia
Teilnahmeentgelt:
90 EUR inkl. Seminarunterlagen und
Verpflegung. Die Kosten für den Vorabend
tragen die Teilnehmer.
Mit Energiereform beginnt neue Ära im mexikanischen Ölsektor
(gtai) Die Energiereform vom Dezember 2013 hat in Mexikos Ölsektor eine neue Ära angestoßen.
Ab 2015 werden erste Förderkonzessionen an Privatunternehmen vergeben Dies dürfte in den
kommenden Jahren einen Investitionsschub auslösen. Auch in der Petrochemie eröffnen sich neue
Chancen. Der Bergbau leidet unter niedrigeren Rohstoffpreisen und einer am Jahresanfang erlassenen neuen Abgabe. (Internetadressen auf Anfrage)
Kontakt Länder und Märkte: awa@rhein-neckar.ihk24.de, Tel.: 0621 1709-228
Programm und Anmeldung:
www.pfalz.ihk24.de, Dokument-Nr. 7785
Ihr Ansprechpartner:
IHK Pfalz, Ludwigshafen
Kompetenzzentrum Lateinamerika
Frank Panizza, Tel. 0621 5904-1930
frank.panizza@pfalz.ihk24.de
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 13
Länder und
Märkte
Peru
Kfz-Branche erwartet 2015
Erholung
Regierung erhöht Ausgaben für
Gesundheitsbranche
(gtai) Peru baut die Gesundheitsinfrastruktur
aus. Präsident Humala kündigte den bisher
höchsten Anstieg im Haushalt des Gesundheitssektors an. Da sich die lokale Produktion von Medizintechnik in Peru auf eine
überschaubare Anzahl kleiner Unternehmen
beschränkt, setzt sich der Aufwärtstrend bei
Importen fort. Die peruanischen Importe von
medizinischen Geräten sind von September
2012 bis September 2013 um 14,0% gestiegen.
(Kontaktanschriften auf Anfrage)
Großprojekte in der
Wasserversorgung
(gtai) In Peru tragen der extensive Abbau von
Rohstoffen und die Landwirtschaft stark zur
Wasserverschmutzung bei. Vor allem im schmalen Wüstengürtel der Pazifikküste, wo 50% der
Bevölkerung leben, wird die Versorgung immer
schwieriger. Regierung und private Partner setzen Projekte um, die dringend Technologien zur
Wasser- und Abwasseraufbereitung benötigen.
Die deutsche GIZ ist an einem Projekt im Einzugsgebiet der Flüsse Chillón, Rímac und Lurín
beteiligt. (Kontaktanschriften auf Anfrage)
USA
Kfz-Markt bleibt auf Wachstumskurs
(gtai) Der Wachstumskurs beim Absatz von
Pkw und leichten Lkw in den USA konnte
im 1. Halbjahr 2014 beibehalten werden.
Prognosen von Analysten zufolge wird dieser
auch mittelfristig nicht verlassen. Vor allem
der Verkauf von leichten Lkw treibt den Markt
an. Zahlreiche Automobilhersteller investieren
in die Erweiterung von Produktionsstätten, um
mit der expandierenden Nachfrage Schritt zu
halten. (Langfassung auf Anfrage)
14 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
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(gtai) Die Aussichten für die Verkäufe von Pkw
sind in Peru 2014 verhalten, nachdem in den
vergangenen Jahren Wachstumsraten von 20%
bis 28% erreicht worden waren. Unternehmer und Experten gehen davon aus, dass der
Wendepunkt im Herbst 2014 erreicht ist und
der Absatz 2015 wieder Fahrt aufnimmt. Mit
Abwrackprämien für Taxiunternehmer will die
Regierung dazu beitragen, den Fuhrpark zu
erneuern. (Kontaktanschriften auf Anfrage)
US-Markt für Werkzeugmaschinen soll kräftig expandieren
(gtai) Der Eingang von Aufträgen im Werkzeugmaschinengeschäft weist 2015 in den USA
voraussichtlich ein zweistelliges Wachstum auf. Sowohl in der Automobil- als auch in der
Luftfahrtindustrie ist ein stark steigender Bedarf vorhanden. Dementsprechend werden sich die
Einfuhren nach einem Einbruch 2013/14 wieder erhöhen. Auf der Industriemesse „IMTS 2014“
gerieten unter anderem technologische Fortschritte bei der Verwendung datengesteuerter Methoden in den Fokus der Besucher. (Internetadressen auf Anfrage)
Regierung setzt weiter auf die
Nanotechnologie
(gtai) Der staatlichen National Nanotechnology
Initiative (NNI) sollen auch im Fiskaljahr 2015
Mittel in Höhe von 1,5 Mrd. US$ zur Verfügung
stehen. Die aktuellen Prioritäten sowie die
neuen Flaggschiffinitiativen gibt der Anfang
2014 vorgestellte strategische Plan der NNI vor.
Das National Nanotechnology Infrastructure
Network ist aus Firmensicht interessant. Die
FDA hat Mitte 2014 einen wichtigen Leitfaden
bezüglich des Einsatzes von Nanotechnologie
veröffentlicht. (Internetadressen auf Anfrage)
Pharmasektor legt kontinuierlich zu
(gtai) Im Jahr 2014 laufen zahlreiche Patente
für Medikamente aus. Umsatzverluste sind
jedoch nicht zu befürchten, da diese durch neu
zugelassene Produkte ausgeglichen werden
können. Darüber hinaus ist die Konkurrenz
durch Generika - zumindest bei biotechnologischen Medikamenten - gering. Wachstumsimpulse kommen von Arzneimitteln für seltene
Leiden sowie für Diabetiker. Es gibt weiterhin
eine hohe Dynamik bei Fusionen und Übernahmen. (Langfassung auf Anfrage)
Kosmetikmarkt wächst um
durchschnittlich 5,8%
(gtai) Bei Kosmetika erfreuen sich Produkte
mit natürlichen Inhaltsstoffen und biologisch
abbaubaren Verpackungen größerer Beliebtheit.
Eine wachsende Nachfrage ist außerdem bei
Multifunktions- und Anti-Aging-Produkten zu
verzeichnen. Dabei bieten sich für neue Player
bei innovativen Produktlinien in Nischensegmenten aussichtsreiche Einstiegsmöglichkeiten.
(Langfassung auf Anfrage)
Nahrungsmittelindustrie auf
moderatem Wachstumskurs
(gtai) US-Amerikaner bevorzugen frisch
zubereitete Nahrungsmittel, was die Tiefkühlsparte unter Druck setzt. Darüber hinaus
steigt die Nachfrage nach „ethnic food“, da
der Einwohneranteil mit hispanischen oder
asiatischen Wurzeln steigt. Snacks verdrängen
reguläre Mahlzeiten. Dabei liegen Milchprodukte - insbesondere Joghurt - voll im Trend. Bei
Getränken stehen Flaschenwasser, hochwertige
sowie kalorienarme Getränke hoch im Kurs.
Oft entscheiden innovative Verpackungen den
Wettbewerb. (Langfassung auf Anfrage)
Einzelhandel soll mittelfristig
moderat zulegen
(gtai) Der Umsatz im US- Einzelhandel legte in
den ersten sechs Monaten 2014 um 3,6% zu.
Aufgrund positiver makroökonomischer Rahmenbedingungen prognostizieren Analysten eine
Wachstumsbeschleunigung für das 2. Halbjahr
sowie für 2015. Zahlreiche ausländische Unternehmen investieren in den Sektor. Aldi plant
eine kräftige Expansion und Lidl den Markteinstieg. Auch der irische Textildiscounter Primark
sowie Tesco, die britische Supermarktkette,
nehmen den US-Markt ins Visier. (Kontaktanschriften auf Anfrage)
Länder und
Märkte
ASIEN-PAZIFIK
Australien
Ware“ steigt der Anteil der Mikroelektronik.
Die Bauelemente werden zunehmend kleiner
sowie anspruchsvoller, und automatisierte
Prozesse setzen sich durch.
Lebensmittelverarbeitung unter
Druck
Industriekesselmarkt steht unter
Dampf
(gtai) Die australische Lebensmittelindustrie
wird von zwei Seiten unter Druck gesetzt. Auf
der einen sind die sehr hohen Lohnkosten und
der starke australische Dollar, die sich negativ
auf Margen und Exporte auswirken. Auf der
anderen Seite ist die Verhandlungsmacht der
großen Supermarktketten, die versuchen, die
Erzeugerpreise zu drücken oder ihre Regale
direkt mit günstigeren Importen zu füllen.
Deutsche Lieferungen von Verpackungsmaschinen konnten 2013 um 31,3% zulegen.
(Langfassung auf Anfrage)
(gtai) Die VR China gilt als weltweit größter
Markt für Industrie- und Kraftwerkskessel.
Zwar werden manche Kaufentscheidungen im
staatlichen Bereich gegenwärtig verzögert,
doch ist mittelfristig wieder mit einer Normalisierung zu rechnen. Deutsche Firmen sehen
gute Wachstumschancen für Qualitätsprodukte.
Jedoch ist eine Fertigung vor Ort vorteilhaft,
um die Kostenunterschiede abzumildern. Mit
den strengeren Umweltauflagen geht der Trend
weg von der dominierenden Kohle- hin zur
Gasbefeuerung. (Langfassung auf Anfrage)
Lebensmittelbranche im Wandel
China
Elektronikbranche benötigt Komponenten und Fertigungstechnik
(gtai) China ist größter Produzent und
Exporteur von Elektronik. Vor allem die
Informations- und Kommunikationsbranche
benötigt Komponenten und Fertigungstechnik. Ein boomender Sektor ist die automotive
Elektronik, die zunehmend im Land gefertigt
wird und hochwertige Produktionsprozesse
und Teile benötigt. Auch im Bereich „weiße
(gtai) Der Umsatz der chinesischen Nahrungsmittelindustrie wuchs 2013 um 14,3% auf
rund 9,3 Billionen Renminbi Yuan (RMB). Der
Trend zu stärker verarbeiteten und verpackten
Produkten sowie zur Industrialisierung der
Erzeugung setzt sich fort. Daher steigen die
Anlageinvestitionen überproportional. Kühlkettensysteme und Kühlkettenlogistik bieten
gute Chancen. Die Süßwarenherstellung zählt
zu den wachstumsstärksten Einzelsegmenten.
(Langfassung auf Anfrage)
Hongkong
Neue Bahnprojekte
(gtai) Die Sonderverwaltungsregion (SVR)
Hongkong weist eine hervorragende Infrastruktur auf. Damit dies auch in Zukunft so
bleibt, werden Verkehrswege kontinuierlich
ausgebaut. Die Rail Development Strategy 2014
sieht für die nächsten 15 Jahre umfangreiche
Bahnprojekte vor, insbesondere in Form von
U-Bahnstrecken. Während sich die Schnellzugverbindung nach Guangzhou der Fertigstellung
nähert, ist die angedachte Schienenverbindung
vom Flughafen Hongkong an den Shenzhener
Airport vom Tisch. (Langfassung auf Anfrage)
Japan
Flugzeugindustrie steuert neue
Ziele an
(gtai) Die japanische Flugzeugindustrie schöpft
das vorhandene Potenzial noch bei Weitem
nicht aus, beklagen Industrievertreter. Die
großen Branchenunternehmen genießen international als Zulieferer einen guten Ruf und planen Erweiterungsinvestitionen. Mit Spannung
wird die Fertigstellung des „Mitsubishi Regional
Jet“ erwartet. In verschiedenen Bereichen
bietet der Sektor viel versprechende Kooperationschancen für ausländische Unternehmen.
Baustofflieferanten sind auf
Nischen angewiesen
(gtai) Der Markt für Baumaterialien bekommt
jetzt ebenfalls die Folgen der Verbrauchsteuererhöhung zu spüren. Im Jahr 2014 dürfte sich
die Zahl neuer Wohnungsbauprojekte reduzieren. Ebenfalls für 2015 sehen die Vorzeichen
nicht optimal aus. Ausländische Branchenunternehmen spekulieren weiter auf den
großen Nachholbedarf bei energieeffizienten
Erzeugnissen. Schließlich werden bei Neubauten mittlerweile verstärkt Öko-Standards
berücksichtigt. (Langfassung auf Anfrage)
Myanmar
Foto: Fotolia
Gesundheitssystem wird ausgebaut
Arzneimittelsektor wächst
(gtai) Der Arzneimittelmarkt in der VR China expandiert weiter. Der Produktionswert legte 2013 um
rund 20% gegenüber dem Vorjahr zu und soll auch 2014 insgesamt wachsen. Die Branchenunternehmen stocken ihre Kapazitäten kräftig auf, wenn auch weniger dynamisch als in der Vergangenheit. Marktwirtschaftliche Elemente gewinnen im chinesischen Gesundheitswesen an Bedeutung.
(Langfassung auf Anfrage)
Kontakt Länder und Märkte: awa@rhein-neckar.ihk24.de, Tel.: 0621 1709-228
(gtai) Myanmar möchte sein System der
Gesundheitsversorgung sukzessive stärker
ausbauen. Die Regierung erhöhte dafür ihr
Budget auf 530 Mio. US$, während der Markt
auf 1,2 Mrd. $ geschätzt wird. Der Nachholbedarf ist beträchtlich, was steigende
Importe an Medizintechnik erwarten lässt.
Die thailändische Thonburi Group will über
die nächsten fünf Jahre 165 Mio. $ in drei
Privatkliniken investieren. Auch die japanische
Firma Itabashi Medical Systems zeigt Interesse. (Internetadressen auf Anfrage)
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 15
Länder und
Märkte
Pharmaimporte wachsen
(gtai) Der Arzneimittelimport wird nach
Prognosen 2014 um rund 10% auf etwa 390
Mio. US$ steigen. Die Inlandsproduktion ist
bisher kaum entwickelt. Eine staatliche Fabrik soll in der Region Sagaing entstehen. Die
vietnamesische DHG erwägt, ein Joint Venture zu gründen, während das thailändische
Handelshaus Mega Lifesciences expandiert.
Plattform für Hersteller und Distributoren
von Arzneimitteln und Medizintechnik ist die
„Myanmar Medi-Pharm Expo“ im Mai 2015
in Yangon. (Kontaktanschriften auf Anfrage)
„Electric Master Plan“ soll Energieprobleme lösen
(gtai) Myanmar will sein System der Stromerzeugung und -verteilung zügig modernisieren
und ausbauen. Die langfristigen Ziele und
Projekte wurden in einem Masterplan bis 2030
verankert, für dessen Umsetzung ausländische
Investoren benötigt werden. Dominierten bisher
Unternehmen aus Thailand und der VR China,
dürften zukünftig auch US-amerikanische
und europäische Investoren stärker zum Zuge
kommen. Einen Meilenstein setzt das geplante
Solarkraftwerk von ACO Investment mit Kosten
von 480 Mio. US$.
Philippinen
Pharmamarkt im Expansionsmodus
(gtai) Eine wachsende Bevölkerung und
steigende Gesundheitsansprüche machen
die Philippinen zu einem attraktiven Markt
für Pharmaunternehmen. Dabei spielen ausländische Anbieter und vor allem
Importe aus Deutschland eine große Rolle.
Die Festsetzung der Preise ist bislang relativ
frei, jedoch wird künftig wohl eine stärkere
Kontrolle stattfinden. Durch regulatorische
Maßnahmen versucht die Regierung, die
Bedarfs- und Kostenentwicklung besser in
Einklang zu bringen.
Myanmar: Praktische Hinweise zu Internetstabilität und Roaming
(AHK) Die AHK Myanmar informiert über den noch immer instabilen Internetzugang in Myanmar.
Sind E-Mail-Anhänge von 6 MB an einem Tag kein Problem, so kann an anderen Tagen bereits
der Download eines 1 MB großen Anhangs zur Herausforderung werden. Es empfiehlt sich für die
Ansprache von Kunden und Distributoren daher, die Unternehmenspräsentation zu verschlanken und
auf das Wesentliche zu konzentrieren und dieses als reine Text-Mail zu verschicken. Beschreiben Sie
Ihre Produkte, mögliche Kunden und Sektoren, Anwendungsbereiche und deren Vorteil gegenüber
dem Wettbewerb. So kann die Zielgruppe wirkungsvoller erreicht werden.
Gute Nachrichten gibt es zum Ausbau der mobilen Telefonnetze, die sich dank der neu zugelassenen
Anbieter verbessert haben. Zudem wurde das Roaming-Angebot erweitert, aus Deutschland haben
Nutzer von EPlus und Telekom nun Zugang zum Netz des ehemaligen Monopolisten MTP. Weiterhin
keine Nutzung besteht für Vodafone-Kunden. Nutzer sollten zudem wissen, dass SMS-Nachrichten
aus dem MTP-Netz zwar empfangen, aber nicht beantworten können. Es erfolgt keine Fehlermeldung. Mehr Informationen zum Roaming unter: www.roaming-myanmar.com
Weitere Informationen und die Möglichkeit, den AHK-Newsletter mit Informationen zur Wirtschaftsentwicklung und zu Geschäftsmöglichkeiten zu abonnieren erhalten Sie bei: Dr. Monika Stärk,
Delegierten der deutschen Wirtschaft in Myanmar monika.staerk@myanmar.ahk.de.
Taiwan
Hersteller von Gummi- und Kunststoffmaschinen investieren
(gtai) Der Absatz von Gummi- und Kunststoffmaschinen in Taiwan geht zurück. Jedoch behaupten sich die lokalen Anbieter von Branchenausrüstung bislang im Export gut. Seit Jahren
wird mehr als 80% der Produktion ins Ausland
geliefert. Weltweit ist die Insel der viertgrößte
Exporteur von Kunststoff- und Gummimaschinen. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten,
investieren die Hersteller in die Verbesserung
der Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Dafür
setzen sie auch auf deutsche Komponenten.
Textilindustrie punktet mit
Innovationen
(gtai) Taiwan ist global der achtgrößte
Exporteur von Textilprodukten. Heutzutage produzieren Branchenfirmen in Taiwan
überwiegend synthetische Garne und Fasern
sowie funktionale textile Gewebe. Für deren
Herstellung wird auf importierte Spezialmaschinen zurückgegriffen. Während die
Erzeugung von Bekleidung überwiegend in
andere Länder verlagert worden ist, soll die
Produktion von Textilien auf der Insel in den
nächsten Jahren erhöht werden.
(Kontaktanschriften auf Anfrage)
(gtai) Das Geschäft mit Wasser für den Einsatz in der Energieversorgung und für den
Verbrauch expandiert in den Philippinen.
Unternehmen investieren in den Neubau
und die Modernisierung von Stromerzeugungskapazitäten und von Wasserversorgungssystemen. Für deutsche Anbieter von
Ausrüstungen und Dienstleistungen dürfte
dies einige Geschäftschancen eröffnen.
Denn das südostasiatische Land verfügt nur
über wenige eigene Anbieter mit dem erforderlichen Know-how und der notwendigen
Technologie.
16 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
Foto: Fotolia
Verstärkte Investitionen in die
Ressource Wasser
Der Inselstaat stärkt Entwicklung internet-basierter Software
(gtai) Taiwans Softwarebranche sieht sich einem großen Bedarf des boomenden Technologiesektors gegenüber. Bislang kann sie die Nachfrage nur bedingt decken, will jedoch in den nächsten
Jahren mit Software- und Dienstangeboten aufholen. Gelegenheit bietet der Investitionsschub in
neue Technologien, wie Wearables und in die steigende Vernetzung, wie sie das Internet of Things
umschreibt. (Kontaktanschriften auf Anfrage)
Indien
Großes Absatzpotenzial
im Kosmetikmarkt
Foto: BASF
(gtai) Das Marktwachstum für Kosmetik und
Hygieneartikel in Indien hat sich 2013 infolge
der schwächeren Konsumnachfrage insgesamt verlangsamt. Internationale Kosmetikmarken sind bestrebt, den indischen Markt
nun mit preiswerten Produkten zu erobern
und haben im Laufe des letzten Jahres Produkte auf den Markt gebracht, die um 20%
bis 30% unter dem bisherigen Preisniveau
vergleichbarer Artikel liegen. Bis 2016 soll
sich der Absatz dekorativer Kosmetik von 275
Mio. Euro im Jahr 2011 auf 575 Mio. Euro
verdoppeln.
BASF eröffnet Produktionsstandort im indischen Dahej
(basf.com) BASF India Limited hat im Oktober einen neuen Produktionsstandort in Dahej im indischen
Bundesstaat Gujarat eröffnet. Mit einer Investitionssumme von 150 Mio. Euro ist der Standort die bislang größte Einzelinvestition der BASF in Indien. Anlässlich der feierlichen Einweihung sagte Michael
Heinz, Mitglied des Vorstands der BASF SE: „Die Stärkung unserer Produktionsplattform in Indien ist
Teil unserer Investitionspläne für die Region Asien-Pazifik, in der wir zwischen 2013 und 2020 mehr als
10 Mrd. Euro investieren wollen. Mit dem neuen Standort in Dahej bauen wir unsere Position als lokal
produzierender Anbieter aus und können noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen.“
Mit den neuen Anlagen, darunter der erste MDI-Splitter in Südasien, soll die Wettbewerbsfähigkeit
auf diesem wichtigen Markt langfristig deutlich gesteigert werden. Was Produktqualität und Mengen
angeht, sollen Kunden in Asien-Pazifik noch besser beliefert werden können. Neben einem integrierten
Produktionskomplex für Polyurethanprodukte umfasst der Standort auch Anlagen zur Herstellung von
Inhaltsstoffen für Körperpflegeprodukte sowie für die Wasch- und Reinigungsmittelindustrie und zur
Produktion von Polymerdispersionen.
Derzeit sind am Standort Dahej rund 500 Mitarbeiter beschäftigt. Von hier aus sollen vor allem Kunden
in Nord- und Westindien beliefert werden.
Indiens Green Energy Corridors
in Ausschreibungsphase
Kfz-Branche durchlebt harte
Zeiten
(gtai) Um sein Energieproblem zu lösen, will
Indien verstärkt seine Kapazitäten bei erneuerbaren Energien ausbauen. Parallel muss
jedoch auch kräftig in die Übertragungsnetze
investiert werden. Mit finanzieller Unterstützung der KfW sowie anderer Geber sollen
innerhalb von vier Jahren in sechs Bundesstaaten sogenannte Green Energy Corridors
entstehen. Die ersten Ausschreibungen
wurden bereits veröffentlicht. Deutschland
finanziert über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit ihrem Geschäftsbereich KfW
Entwicklungsbank diverse Korridorprojekte
bis zu einer Höhe von 1 Mrd. Euro. Die Power
Grid Corporation of India, die State Electricity
Transmission Companies und andere Geber
wie die Asiatische Entwicklungsbank (ADB)
oder die Japan International Cooperation
Agency (JICA) tragen ebenso zur Finanzierung
der Vorhaben bei. Bis Mitte 2015 sollen insgesamt rund 60 von der KfW finanzierte Tender
veröffentlicht werden.
(gtai) Ein geringes Wirtschaftswachstum dämpft
zusammen mit der Inflation, anhaltend hohen
Zinsen, einem geringen Industrieoutput sowie
Verzögerungen bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten die Kfz-Nachfrage in Indien.
Der Inlandsabsatz von Pkw, inklusive Geländewagen und Vans, brach um 6,1% auf 2,5 Mio.
Fahrzeuge ein. Damit verzeichnete die Branche
erstmals seit einem Jahrzehnt wieder ein Minus.
Der Absatz von Lastkraftwagen und Bussen ging
mit 21% bzw. 14% noch deutlicher zurück.
Lebensmittelverarbeitung
wächst langsam
(gtai) Der Markt für verarbeitete Nahrungsmittel in Indien ist bislang sehr klein und
die Verarbeitungstiefe oft gering.
Die Lebensmittelverarbeitung ist stark
exportorientiert. Die Nachfrage aus dem
Ausland hat die Absatzrückgänge im Inland
etwas gemildert. Die Fertigung ist dennoch
leicht zurückgegangen. Nach Angaben des
zuständigen indischen Ministeriums
(Ministry of Food Processing Industries)
steht die Lebensmittelverarbeitung weiterhin oben auf der Prioritätenliste der
indischen Regierung. Der Sektor würde
jährlich um 7,2% wachsen und die Investitionen würden um 21% p.a. steigen.
Ausländische Direktinvestitionen (FDI) in
der Nahrungsmittelverarbeitung nähmen
zu und beliefen sich 2013/14 auf 2,1 Mrd.
US$. Hohe Wachstumsraten würden bei der
Getreideverarbeitung, Milch und Milchprodukten (nur 35% der Milch wird weiterverarbeitet), Früchten und Gemüse (rund 18%
Verschwendung), Meeresprodukten sowie
Fleisch und Geflügel verzeichnet und diese
Segmente böten auch ein hohes Potential.
Nahrungsmittel machen knapp 70% des
indischen Einzelhandelsmarktes aus, der auf
insgesamt 490 Mrd. US$ geschätzt wird.
Alle Artikel: Langfassung auf Anfragen
Kompetenzzentrum Indien
Wir unterstützen und begleiten
IHK-Mitglieds-Unternehmen
beim Auf- und Ausbau ihres
Indien-Geschäfts: bei Fragen
u.a. zum Export von Waren und
Dienstleistungen, zu Zertifizierungsvorschriften, zur Firmengründung
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Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 17
Länder und
Märkte
MENA/AFRIKA
Kenia
Der mobile Geldverkehr wurde
revolutioniert
Marokko
Land profiliert sich als Logistikstandort
(gtai) Der Tiefseehafen Tanger Med wurde zu
einer Drehscheibe des internationalen Handels
entwickelt. Auch die zunehmende Liberalisierung und Anbindung an den Weltmarkt sowie
die bisherige politische Stabilität machen das
Königreich für ausländische Unternehmen
interessant. Ein neuer Wirtschaftsführer bietet
deutschen Unternehmen einen Überblick. (Kontaktanschriften auf Anfrage)
Mosambik
Regierung will landwirtschaftliches
Potenzial besser nutzen
(gtai) Der Agrarsektor Mosambiks ist noch sehr
stark von der Subsistenzwirtschaft geprägt.
Schlechte Infrastruktur behindert den Marktzugang und erschwert auch die Weiterverarbeitung. Mit neuen Initiativen will die Regierung
eine Modernisierung der Anbaumethoden
einleiten. Vermehrt gibt es auch größere
Investitionsprojekte von Agrarunternehmen. Im
Norden des Landes ist mit ProSavana ein Großvorhaben nach brasilianischem Vorbild geplant.
(Kontaktanschriften auf Anfrage)
Nigeria
Konsumboom belebt auch die
Landwirtschaft
(gtai) Bei Wachstumsraten um die 7% für die
nigerianische Wirtschaft entwickelt sich der
private Verbrauch derzeit überdurchschnittlich.
Der Konsumboom im Land zieht zahlreiche Investitionen im Einzelhandel und in deren Folge
auch in der Landwirtschaft nach sich. Hinzu
kommt das Bestreben der Regierung, von den
immensen Importen von Grundnahrungsmitteln
18 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
Foto: Fotolia
(gtai) Das Bier wird per Handy bezahlt, Firmen
entlohnen darüber ihre Leute, - zwei Drittel
aller Kenianer nutzen mobile Geldtransferdienstleistungen. Laufend entwickeln sich
neue Geschäftsmodelle, so ließe sich auch die
Strom- und Wasserversorgung anders organisieren. Andere Länder sind dem Vorbild gefolgt, und internationale Unternehmen suchen
die Kooperation (Langfassung auf Anfrage).
Wiederbelebung milliardenschwerer Projekte in Kuwait geplant
(gtai) Die Schwäche des Ölsektors bremste Kuwaits Wirtschaftswachstum 2013 von nominal
15% auf nur noch 2,3% ab. Das Land verfehlte deutlich das Investitionsziel des jetzt endenden
Fünfjahresplans. Politische Spannungen hatten die Umsetzung von Megaprojekten und Wirtschaftsreformen behindert. Die Vorhaben sollen jetzt neuen Schwung bekommen, verspricht der
Anfang August vorgestellte neue Fünfjahresplan. Es sind Milliardeninvestitionen in Infrastruktur,
Ölförderung und Petrochemie geplant. (Langfassung auf Anfrage)
wegzukommen. Wenn höhere Zölle eingeführt
und auch durchgesetzt werden, stehen enorme
Investitionen bevor. (Langfassung auf Anfrage)
Südafrika
Lösung für vergiftetes Grubenwasser gesucht
mit Wasser, das, werden keine Gegenmaßnahmen ergriffen, hochgradig sauer und
mit Schwermetallen belastet ans Tageslicht
tritt. Flüsse und Dämme im Westen der
Stadt wurden bereits verseucht. Mit der
Umsetzung einer kurzfristigen Lösung für
das Problem wurde begonnen. Langfristig
sind große Entsalzungsanlagen geplant.
(Kontaktanschriften auf Anfrage)
(gtai) Eine Vielzahl stillgelegter Goldminen stellt eine tickende Zeitbombe für
die südafrikanische Millionenmetropole
Johannesburg dar. Die Schächte laufen voll
Informationsbroschüre: Neuregelung von BBBEE ab April 2015
(AHK) Wer in Südafrika Geschäfte machen möchte, kommt um Broad-Based Black Economic
Empowerment (BBBEE) nicht herum. Das staatliche Programm soll die nicht-weiße Bevölkerung
mit der weißen Bevölkerung gesellschaftlich gleichstellen und stärker in den Wirtschaftsprozess
einbinden. So müssen Unternehmen ein bestimmtes Ranking nachweisen, damit sie bei der
staatlichen Auftragsvergabe berücksichtigt werden können. Auch auf die Vergabe von Lizenzen,
die Erteilung von Genehmigungen und einen sehr weiten Bereich der Public Private Partnerships
dehnt der südafrikanische Staat seine Möglichkeit, Einfluss auf die Wirtschaft zu nehmen, aus.
Somit bestimmt BBBEE über den wirtschaftlichen Erfolg deutscher Unternehmen in Südafrika
mit. Die BBBEE-Regularien sind komplex und werden ab April 2015 nochmals verändert. Insbesondere für ausländische Unternehmer gestaltet es sich schwierig, die richtigen und aktuellen
Informationen zu BBBEE zu erhalten.
Die neue Broschüre der AHK Südafrika vermittelt deutschen Unternehmern einen Überblick über
die Entwicklung und Hintergründe von BBBEE und hilft, ein Verständnis für die Auswirkungen
von BBBEE im Wirtschaftsalltag zu bekommen.
Die Informationsbroschüre und eine Liste mit BBBEE-Consulting und -Rating Companies kann
über die AHK Südafrika bezogen werden:
Heidel Bekker, AHK Südafrika, hbekker@germanchamber.co.za
Zoll- und Außenwirtschaftsrecht
(BAFA) Das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle richtet eine Telefon-Hotline „Info-Stelle
Exportkontrolle Antragssachstand“ ein.
Antragstellende Unternehmen können sich hier
telefonisch nach dem Stand ihres Genehmigungsverfahrens erkundigen – und zwar nicht
nur für Dual-Use-Güter, sondern auch für
Rüstungsgüter. Sie können auch die mit ihrem
Antrag befasste Stelle und deren Bearbeiter in
Erfahrung bringen. Die entsprechende Hotline
steht ab sofort täglich in der Zeit von 9:00
Uhr bis 15:00 Uhr unter der Telefon-Nr. 06196
908-868 zur Verfügung. Das BAFA erweitert
mit diesem zusätzlichen Modul seine bisherigen Informationssysteme, die es schon heute
ermöglichen, elektronisch über das IT-Portal
ELAN-K2 Sachstandauskünfte zum Stand des
Antragsverfahrens abzufragen. Dieser elektronische Weg bleibt selbstverständlich erhalten
und ermöglicht eine jederzeitige Einsichtnahme
in den Bearbeitungsstand eines Antrages.
Beim Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie wird zudem eine neue Clearingstelle
eingerichtet. Dort werden die mit der Bearbeitung von Ausfuhrgenehmigungsanträgen
für Dual-Use-Güter befassten Ministerien und
Behörden regelmäßig zusammentreffen, um
gemeinsam zu beraten und möglichst schnell
zu entscheiden und langwierige schriftliche
Verfahren zu vermeiden.
Info unter www.rhein-neckar.ihk24.de,
Dokument-Nr. 176188.
Papierloses Ausfuhrverfahren
über die Niederlande
(zoll.de) Die niederländische Zollverwaltung hat
mitgeteilt, dass bei der Ausfuhr von Waren, die
in Deutschland zur Ausfuhr angemeldet werden
und in den Niederlanden die EU verlassen, auf
die Vorlage des Ausdrucks des Ausfuhrbegleitdokuments (ABD) bei niederländischen Ausgangszollstellen verzichtet wird (ausgenommen sind
Marktordnungswaren, für die eine Ausfuhrerstattung beantragt wird). Die elektronische
Ankunftsanzeige an der Ausgangszollstelle ist
ausreichend. Im Gegenzug wird für Waren, die
in den Niederlanden zur Ausfuhr angemeldet
werden und in Deutschland das Zollgebiet der
Gemeinschaft verlassen, auf die Vorlage des ABD
bei der deutschen Ausgangszollstelle verzichtet.
Merkblatt zu Genehmigungscodierungen
(zoll.de) Das Merkblatt des BMF zu den Genehmigungscodierungen und zur elektronischen
Anmeldung und Online-Abschreibung genehmigungspflichtiger Ausfuhren im IT-Verfahren
ATLAS-Ausfuhr wurde aktualisiert und ist auf
der Seite des Zolls abrufbar (Stand 02.10.2014).
Foto: Fotolia
Neue Hotline des BAFA zum
Stand des Antragsverfahren
Zollgebühren
(IHK Region Stuttgart) Nur wenige besondere Diensthandlungen der Zollverwaltung,
wie zum Beispiel die Beschau von Waren im
Unternehmen statt beim Zollamt (Gestellung
außerhalb des Amtsplatzes), sind gebührenpflichtig. Diese sind in der Zollkostenverordnung geregelt. Zum 01.6.2014 sind einige
Gebühren angehoben worden, dies betrifft
Untersuchungs- und Analysekosten durch die
Zolllabore und den generellen Stundensatz für
Zollbeamte bei besonderen Amtshandlungen.
Erstmals werden auch Gebühren im Zusammenhang mit dem gewerblichen Rechtsschutz
eingeführt. Dies betrifft das Zurückhalten von
Sendungen mit mutmaßlichen Plagiaten sowie
deren Vernichtung.
Näheres finden Sie unter www.stuttgart.ihk.de,
Dokument-Nr. 83846.
Assoziierungsabkommen
EU-Ukraine
(EU-Kommission) Nach der geplanten Ratifizierung des Assoziierungsabkommens im Europäischen Parlament und im Parlament der Ukraine
hat die EU-Kommission zugesagt, den Freihandelsteil des Abkommens bis 31.12.2015 flexibel
anzuwenden. Die EU baut demnach Zölle für
die Ukraine ab, während die Zollschranken der
Ukraine für Produkte und Dienstleistungen aus
der EU bis Ende 2015 fortbestehen.
Singapur verlängert Frist für
Carnet ATA
Seit 01.10.2014 gilt in Singapur eine neue
Frist für die Einfuhr von Waren per Carnet
ATA. Diese Waren müssen innerhalb eines
Zeitraums von sechs Monaten (bisher: drei
Monate) nach dem Einfuhrdatum wieder
Kontakt: Oliver Falk, Tel. 0621 1709-223, oliver.falk@rhein-neckar.ihk24.de
ausgeführt werden. Eine Verlängerung der
Aufenthaltsdauer der Ware ist bis zum Ende
der Gültigkeitsdauer des Carnets möglich.
Importbegünstigungen für einige
afrikanische Länder
(zoll.de) Mit Delegierter Veronung (EU)
Nr. 1016/2014 wurden die folgenden Länder
zum 01.10.2014 in den Anhang II der
Verordnung (EU) 978/2012 aufgenommen
und können somit bei der Einfuhr in die EU
Präferenzen in Anspruch nehmen: Botsuana, Kamerun, Côte d‘Ivoire, Fidschi, Ghana,
Kenia, Namibia, Swasiland. Kenia wurde mit
Verordnung (EU) Nr. 527/2013 aus Anhang
I der Verordnung (EG) Nr. 1528/2008
(MAR-Regelung) zum 01.10.2014 gestrichen
und kann somit nur noch am Schema der
allgemeinen Präferenzen (APS) teilnehmen.
Guyana und Madagaskar treten
UN-Kaufrecht bei
(gtai) Zwei weitere Staaten sind dem
UN-Kaufrechtsübereinkommen von 1980
beigetreten. Mit Wirkung zum 01.10.2015
werden Guyana und Madagaskar zu CISGMitgliedstaaten.
Im laufenden Jahr war das UN-Kaufrecht
bereits für Brasilien (zum 01.04.2014) in
Kraft getreten. Am 01.10.2014 tritt das CISG
ferner für Bahrain in Kraft. Das UN-Kaufrecht stellt ein einheitliches Regelwerk für
das Zustandekommen von grenzüberschreitenden Warenkaufverträgen dar und enthält
Regelungen hinsichtlich Rechten und Pflichten der Vertragsparteien. Dem CISG gehören
Länder aus unterschiedlichen Rechtskreisen
und mit einem unterschiedlichen Stand der
wirtschaftlichen Entwicklung an.
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 19
Zoll- und Außenwirtschaftsrecht
Das UN-Kaufrechtsübereinkommen findet
Anwendung, soweit sein Anwendungsbereich eröffnet ist (Art. 1 ff.) und bedarf keiner ausdrücklichen Vereinbarungen von den Parteien. Die
Vertragsparteien können jedoch die Geltung des
UN-Kaufrechts gemäß dessen Art. 6 ausschließen (opt-out), wenn nationale Vorschriften (wie
z.B. BGB/HGB oder das Zivilgesetzbuch eines
bestimmten Landes) Anwendung finden sollen.
Näheres finden Sie unter
www.rhein-neckar.ihk24,
Dokumenten-Nr. 3475.
Zollstrukturreform wird fortgesetzt
(BMF) Die Bundesfinanzverwaltung informiert, dass sich die Bundeszollverwaltung neu
aufstellt. Dazu wird in Bonn eine Generalzolldirektion eingerichtet, gleichzeitig werden die
örtlichen Dienststellen in Deutschland gestärkt.
Die neue Oberbehörde wird aus Teilen der Zollund Verbrauchsteuerabteilung des BMF sowie
den bisherigen Mittelbehörden bestehen. Die
Zollverwaltung soll künftig nur noch über eine
operative Ortsebene und die Generalzolldirektion verfügen. Die gewonnenen Personalressourcen werden vor allem für Aufgaben vor Ort
eingesetzt.
Elektronische Dienstleistungen
(gtai) Seit 01.10.2014 können sich in
Deutschland umsatzsteuerlich erfasste
Unternehmen, die Telekommunikations-,
Rundfunk-, Fernseh- und auf elektronischem
Wege Dienstleistungen an private Kunden
im EU-Ausland erbringen, beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) über das „BZStOnline-Portal“ für die Teilnahme an dem
Besteuerungsverfahren der kleinen einzigen
Anlaufstelle (KEA) (auch: Mini-One-StopShop, kurz: M1SS) registrieren.
Dies soll den Unternehmen die Erfüllung
ihrer umsatzsteuerlichen Verpflichtungen ab
01.01.2015 erleichtern. Denn ab 01.01.2015
werden die eingangs genannten Dienstleistungen einheitlich am (Wohn-)Sitz des
Kunden besteuert. Ab dann spielt es keine
Rolle mehr, ob der Kunde Unternehmer (d. h.
steuerpflichtig) ist oder nicht. Hat der Kunde
seinen Wohnsitz im EU-Ausland, muss sich
das Unternehmen in den EU-Mitgliedstaaten,
in denen seine Kunden ihren Wohnsitz haben, zur Umsatzsteuer registrieren. Alternativ
kann es sich bei der kleinen einzigen Anlaufstelle anmelden. Die Mehrwertsteuer, die das
Unternehmen für erbrachte Dienstleistungen
an die anderen EU-Mitgliedstaaten abführen
muss, kann er über die kleine einzige Anlaufstelle zentral erklären und entrichten. Diese
leitet die gezahlte Mehrwertsteuer entsprechend der Mehrwertsteuererklärung an die
betroffenen EU-Mitgliedstaaten weiter.
20 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
ZOLL
ABC
Wer mit Zoll und Exportkontrolle zu tun hat, muss mit einer Vielzahl von Fachbegriffen sicher umgehen können. Doch was verbirgt sich hinter all diesen Abkürzungen? In dieser Rubrik erklären wir Ihnen wichtige Begriffe aus Zollrecht, Exportkontrolle und Umsatzsteuer und stellen die zuständigen Behörden und Ministerien vor.
Dual-Use-Güter
Waren, die sowohl zu zivilen als auch zu militärischen Zwecken verwendet werden
können und somit bei der Ausfuhr ggf. einer Ausfuhrgenehmigung bedürfen.
Einfuhrabgaben
Bei der Einfuhr zu entrichtende Abgaben: Zölle, Einfuhrumsatzsteuer und (andere)
Verbrauchsteuern.
Einzige Bewilligung
Zollrechtliche Bewilligung, die von der Zollverwaltung eines Mitgliedstaats erteilt
wird und in mehreren EU-Mitgliedsstatten in Anspruch genommen werden kann.
INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN
Änderungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht 2014/2015
Zum Jahreswechsel 2014/2015 stehen wie
in jedem Jahr wieder zahlreiche Änderungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht
an. Dies macht es sehr schwierig, den
Überblick zu behalten.
Zudem haben diese Änderungen erhebliche
Auswirkungen auf die Außenhandelspraxis
der Unternehmen und bedürfen daher zu ihrer
Umsetzung einer gründlichen Aufarbeitung.
Die Veranstaltung, die an sechs alternativen Terminen angeboten wird, behandelt
die relevanten Neuerungen nach Sachgebieten geordnet. Schwerpunkte bilden die
elektronische Zollabwicklung, neue Präferenzregeln (Georgien, Moldawien, Singapur, USA, Japan), neue Embargoländer
(insbesondere Russland) und umsatzsteuerrechtliche Veränderungen. Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen
Fachgebieten werden erläutert.
Termine und Orte:
Donnerstag, 18. Dezember 2014,
13:30 – 17:15 Uhr oder
Donnerstag, 8. Januar 2015,
08:45 – 12:30 Uhr oder
13:30 – 17:15 Uhr,
IHK Rhein-Neckar, Standort Mannheim,
L 1, 2, 68161 Mannheim
Mittwoch, 14. Januar 2015,
08:45 – 12:30 Uhr
IHK Rhein-Neckar, Standort Heidelberg,
Hans-Böckler-Str. 4,
69115 Heidelberg
Donnerstag, 15. Januar 2015,
08:45 – 12:30 Uhr oder
13:30 – 17:15 Uhr
IHK Rhein-Neckar, Standort Mosbach,
Oberer Mühlenweg 1/1,
74821 Mosbach
Teilnahmeentgelt:
90 EUR für Mitglieder
120 EUR für Nichtmitglieder
Einladung, Programm und Anmeldung:
www.rhein-neckar.ihk24.de,
Dokument-Nr. 15362827
Ihr Ansprechpartner:
Ass. Oliver Falk
Tel. 0621 1709-223
oliver.falk@rhein-neckar.ihk24.de
Förderung und
Finanzierung
Auslandsmesseprogramm 2015 steht
Bund fördert Beteiligung von KMUs auf 255
Messen weltweit
(AUMA) Das Bundeswirtschaftsministerium
(BMWi) ermöglicht jährlich in Kooperation mit
dem AUMA vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen, sich auf Gemeinschaftsständen unter der Dachmarke „made
in Germany“ zu günstigen Konditionen an
Auslandsmessen zu beteiligen. Auf den German
Pavilions werden die Aussteller organisatorisch
und technisch durch eine deutsche Durchführungsgesellschaft unterstützt. Für die Realisierung der Beteiligungen des BMWi für das Jahr
2015 stehen voraussichtlich 42,2 Millionen
Euro zur Verfügung.
Im nächsten Jahr sind 255 Gemeinschaftsbeteiligungen für deutsche Unternehmen auf
Messen in 43 Ländern geplant. 110 Beteiligungen werden in Süd-Ost- und Zentralasien
organisiert, darunter 55 in China und Hongkong. Weitere wichtige Zielregionen sind die
europäischen Länder außerhalb der EU (59),
darunter 43 in Russland, sowie der Nahe und
Mittlere Osten (28) und Nordamerika (21).
Lateinamerika ist mit 18 und Afrika mit 12
Messebeteiligungen vertreten.
Der German Pavilion auf der Messe Taipei International Machine Tool Show (TIMTOS) in Taiwan.
Neue Ausschreibungsrunde
develoPPP.de-Ideenwettbewerbe
Vom 15. November bis 31. Dezember 2014 laufen wieder
die develoPPP.de-Ideenwettbewerbe für Unternehmen aus der
Wirtschaft, die an Kooperationen mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit interessiert sind.
Die konzeptionell besten und effizientesten
Ansätze können mit bis zu 200.000 EUR kofinanziert werden.
Kriterien:
Die wirtschaftlichen Verhältnisse des
Unternehmens müssen die Finanzierbarkeit
des Vorhabens gewährleisten und seine
Nachhaltigkeit sicherstellen (mind. 10
Mitarbeiter/-innen, drei Jahre am Markt,
Jahresumsatz mind. 1 Mio. Euro, langfristiges
unternehmerisches Engagement im Zielland).
Das Unternehmen übernimmt die Verantwortung für die Realisierung des Vorhabens
In develoPPP.de steht PPP für „Public Private
Partnerships“. So werden Entwicklungspartnerschaften bezeichnet, in denen Unternehmen
und entwicklungspolitische Organisationen
gemeinsame Projekte in Entwicklungs- und
Schwellenländern durchführen. Ausgestattet
mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) beteiligen sich die Durchführungsorganisationen Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), Deutsche Gesellschaft
Die Messen im Auslandsmesseprogramm 2015
sind in der AUMA-Messedatenbank veröffentlicht: www.auma.de (ÎMessedatenbank
ÎAuslandsmesseprogramme)
in finanzieller, personeller und inhaltlicher
Hinsicht. Eine Entwicklungspartnerschaft
muss innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein und wird danach vom Unternehmen
eigenständig weitergeführt.
Weitere Informationen und die Teilnahmeunterlagen (ab 15.11.2014): www.developpp.de/
de/content/bewerbung
Ansprechpartner bei der IHK Rhein-Neckar:
Oliver Wagener (EZ-Scout)
Tel. 0621-1709-134
oliver.wagener@rhein-neckar.ihk24.de
für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und
sequa gGmbH nicht nur finanziell an der Umsetzung vor Ort. Die Unterstützung beinhaltet
auch Beratungsleistung und durch langjährige
Erfahrung gewonnene Expertise, um so gemeinsam mit dem jeweiligen Unternehmen den
langfristigen Erfolg des Projekts zu realisieren.
Verantwortung, Kosten und Risiken werden
von den Beteiligten gleichermaßen getragen,
d. h. die Projekte werden gemeinsam geplant,
finanziert und umgesetzt.
Kontakt: Föderung und Finanzierung: awa@rhein-neckar.ihk24.de
Praxisbeispiel:
Nachhaltige Baustoffe „made in Ruanda“
Innovative und ökologisch nachhaltige Lösungen
für den Wohnungsbau in Ostafrika, das ist das
Ziel einer neuen Entwicklungspartnerschaft
in Ruanda, die im Rahmen des develoPPP.deProgramms gefördert wird. Darin kooperiert die
GIZ mit den deutschen Unternehmen Fischer Architekten aus Mannheim und Strawtec Building
Solutions aus Berlin, die gemeinsam seit 2012
den ruandischen Markt bearbeiten.
Die Firma Strawtec wird in Ruanda eine Produktionsstätte für Bausysteme aufbauen, die aus
hochverdichtetem Getreidestroh nachhaltige
und belastbare Baumodule herstellt. Im Zentrum
des zweieinhalbjährigen Projektes steht die
Markteinführung dieser CO2-armen Baumethode. Die Ausbildung von lokalen Bauern ist ein
wichtiger Bestandteil des Projektes: Sie erhalten
Trainings in Erntetechniken, Ballenpressen und
Aufbewahrung des Weizenstrohs, aus dem später
Baumodule gefertigt werden. In Zusammenarbeit
mit lokalen Berufsschulen wird ein von Fischer
Architekten geplantes Modellgebäude aus Strohmodulen errichtet, um sowohl Lehrer als auch
Absolventen und Handwerker im praktischen
Umgang mit den Strawtec-Paneelen zu schulen.
Weiterhin werden auch Architekten, Ingenieure
und Stadtplaner in den ganzheitlichen Ansatz
und den praktischen Umgang mit den neuartigen Baumethoden von Fischer Architekten
geschult, auch damit langfristig umweltfreundliche Bausysteme in Curricula an Universitäten
aufgenommen werden.
Weitere Projektbeispiele finden Sie unter
www.developpp.de/de/content/projekte.
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 21
Förderung und
Finanzierung
Unternehmerreise "Urban Development" zu Weltbank und IDB
Maximal 30 Unternehmen aus dem Bereich
"Urban Development" können vom 19. bis 22.
Januar 2015 in Washington D.C. Kontakte zu
relevanten Projektmanagern der Weltbank und
Interamerikanischer Entwicklungsbank (IDB)
knüpfen. Im Rahmen der Unternehmerreise
erhalten die Teilnehmer Informationen aus
erster Hand zu Themen wie „Finanzierungsinstrumente, Initiativen und thematische Prioritäten der Weltbankgruppe im Bereich Urban
Development" und "Emerging and Sustainable
Cities Initiative der IDB".
Im Haushalt 2014 der Weltbank sind 4,5 Mrd.
US$ in Projekte der Stadtentwicklung geflossen. Die Strategie der Bank für den Bereich
„Urban Development“ umfasst Themen wie
Klimaschutz/umweltverträgliches städtisches
Wachstum, Abfallwirtschaft, Wasserver-/
Abwasserentsorgung, Elektrizitätsversorgung/
Telekommunikation, ÖPNV und Planung
lebenswerter Städte. Die Reise wird durch das
Büro des Delegierten der Deutschen Wirtschaft in Washington D.C. organisiert. Das
Teilnehmerentgelt beträgt 620 Euro.
Anmeldeschluss: 2. Januar 2015
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.rhein-neckar.ihk24.de,
Dokument-Nr. 176236
Indien: Wirtschaftsdelegationsreise
nach Mumbai und Nashik
(bw-i) Unternehmen aus Baden-Württemberg
können ihre Geschäftschancen in Indien auf
einer branchenübergreifenden Unternehmerreise unter Leitung des Ministers für Europa,
Bundesrat und internationale Angelegenheiten, Peter Friedrich MDL, sondieren. Die Reise
findet vom 19. bis 24. Januar 2015 statt und
wird von Baden-Württemberg International
organisiert und begleitet.
Neben der etablierten Wirtschaftsmetropole
Mumbai steht die 150 km nördlich gelegene aufstrebende Stadt Nashik auf dem
Programm, die in dem von der indischen
Regierung vorangetriebenen Mumbai –
Delhi – Wirtschaftskorridor liegt. An beiden
Standorten sind u.a. Firmenbesichtigungen
deutscher oder indischer Unternehmen sowie
Kontakt- und Kooperationsbörsen mit individuell ausgewählten potentiellen indischen
Geschäftspartnern geplant.
Anmeldeschluss: 17. November 2014
Weitere Informationen und Unterlagen:
http://www.bw-i.de/event/570
22 | Außenwirtschaft aktuell 11/2014
Gemeinschaftsstände BadenWürttemberg auf der Hannover
Messe 2015
(bw-i) Technologieanbieter haben gleich bei
mehreren Gemeinschaftsständen des Landes
Baden-Württemberg eine kostengünstige
Möglichkeit, sich auf der Hannover Messe vom
13. bis 17. April 2015 einem ausgewählten
Fachpublikum zu präsentieren.
Die Gemeinschaftsstände, die von Baden-Württemberg International organisiert werden,
bieten ein Full-Service-Konzept, das folgende
Leistungen umfasst:
s+ONZEPTIONELLE0LANUNG/RGANISATIONUND
Durchführung der Messebeteiligung
s3CHLàSSELFERTIGER-ESSESTANDMITVARIABLEN
Standflächen und Präsentationsmöglichkeiten
s!TTRAKTIVE0LATZIERUNGAUFDER-ESSE
s"EWIRTUNGSSERVICEWËHRENDDER-ESSE
kum zu präsentieren. Der türkische Markt
für Medizintechnik bietet internationalen
Herstellern attraktive Chancen. Die wachsenden Investitionen des Privatsektors, der
steigende Lebensstandard und Verbesserungen im Krankenversicherungswesen lassen
den Markt um jährlich ca. 15% wachsen.
2013 lag das Volumen bei knapp 3 Mrd.
US$. Bis 2015 soll dies auf ca. 4 Mrd. US$
ansteigen. Die Türkei zählt heute bereits zu
den 20 größten Medizintechnikmärkten der
Welt. Etwa 85% des Bedarfs werden über
Importe gedeckt. Bei Hightech-Geräten wird
nahezu der gesamte Bedarf eingeführt. Die
Messe expoMED Eurasia mit der Parallelveranstaltung LABtech Eurasia ist mit
720 Ausstellern aus 44 Ländern und über
34.000 Fachbesuchern die größte Messe für
Medizintechnik in der Türkei. Der Gemeinschaftsstand wird von Baden-Württemberg
International organisiert.
Anmeldeschluss: 5. Dezember 2014
Weitere Informationen und Unterlagen:
www.bw-i.de/event/535
s3ERVICESWIE3TANDBEWACHUNGUND
Standreinigung
s0ROFESSIONELLE+OMMUNIKATIONSARBEITUND
attraktives Rahmenprogramm
s6ERMITTLUNGVON+OOPERATIONENMIT
internationalen Partnern
Gemeinschaftsstände werden auf folgenden
Leitmessen angeboten:
Industrial Supply, Internationale Leitmesse für
industrielle Zulieferlösungen
Anmeldeschluss: 27. November 2014
Weitere Informationen und Unterlagen:
www.bw-i.de/event/528
Industrial Supply, Themenschwerpunkt
Leichtbau
Anmeldeschluss: 27. November 2014
Weitere Informationen und Unterlagen:
www.bw-i.de/event/434
MobiliTec, internationale
Leitmesse für hybride & elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und
alternative Mobilitätstechnologien
Anmeldeschluss: 21. November 2014
Weitere Informationen und Unterlagen:
www.bw-i.de/event/544
Türkei: Messebeteiligung auf der
expoMED Eurasia 2015
(bw-i) Hersteller von medizintechnischen
Produkten bietet der Gemeinschaftsstand
Baden-Württemberg auf der expoMED
Eurasia vom 26. bis 29. März 2015 in
Istanbul eine kostengünstige Möglichkeit,
ihre Produkte einem fachkundigen Publi-
Impressum
Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar
Geschäftsbereich International L 1, 2
68161 Mannheim
www.rhein-neckar.ihk24.de
Verantwortlicher Redakteur:
Georg Müller
Tel. 0621 1709-228
Fax 0621 1709-229
awa@rhein-neckar.ihk24.de
Erscheinungsweise: monatlich
Redaktionsschluss:
jeweils am 20. des Vormonats
Außenwirtschaft aktuell wird unter anderem
in Zusammenarbeit mit Germany Trade and
Invest-Gesellschaft für Außenwirtschaft und
Standortmarketing mbH erstellt.
Die Informationen werden von uns mit größter
Sorgfalt zusammengetragen, recherchiert und
verarbeitet.
Eine Gewähr für die Richtigkeit kann jedoch
nicht übernommen werden. Dieser Informationsdienst wird den IHK-zugehörigen Unternehmen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft ohne
besondere Bezugsgebühr geliefert.
Time Warp goes USA
opop
Foto: cosm
Kurz vor Schluss
Am 28./29. November ist es so weit:
Der bedeutendste Exportschlager der Mannheimer Musikwirtschaft steigt zum ersten Mal im „Big
Apple“ – New York. In den 20 Jahren seines Bestehens hat sich Time Warp zu einem der beliebtesten
Events in Europa entwickelt. Und auch darüber hinaus:
Mehr als 20.000 Gäste strömten zur ersten Ausgabe in
Südamerika in Buenos Aires. Einer der Macher der Time
Warp, Robin Ebinger von der cosmopop GmbH,
berichtet, wie es dazu kam.
r diesjährigen
Das Team de
Time Warp.
IHK: Nach den großen Erfolgen in Monnem haben Sie
stark internationalisiert. Es gab die Time Warp schon
in Österreich, Tschechien, Italien und den Niederlanden
und jüngst Argentinien. Wie kam es zu der Internationalisierung?
Unsere Marke ist im internationalen Kontext sehr attraktiv und
besetzt die Spitze einer Nische, die wir auch gerne in anderen
Ländern bedienen wollen. Durch die vielen internationalen Gäste in
Mannheim, wir haben Reisegruppen aus Mexiko, Kanada, Japan und
vielen Ländern mehr, sind wir vor allem in den letzten 10 Jahren
als sehr internationales Festival wahrgenommen worden. Das hilft
natürlich auch bei der Expansion ins Ausland. Die elektronischen
Medien spielen dabei auch eine sehr große Rolle. Wir haben, was
viele gar nicht vermuten würden, die größte Facebook Fanseite im
deutschen Festivalmarkt – noch vor anderen Schwergewichten wie
dem Wacken Festival oder Rock am Ring.
IHK: Und nun New York. Ganz nach dem Motto
„If you can make it there“?
Ebinger: Die Stadt hat uns schon immer interessiert. Es gibt dort eine
sehr interessante und pulsierende Szene.
IHK: Wie viele Teilnehmer erwarten Sie in New York? Und was macht
die NY-Edition so besonders?
Ebinger: Wir erwarten über das Wochenende verteilt 10.000 Besucher. Das Spannende an der Ausgabe in New York ist der Gegenentwurf zur vorherrschenden EDM-Kultur, den wir mit der Time Warp
bieten. EDM steht für Electronic Dance Music, ein Sound, der die
USA in den letzten zwei bis drei Jahren erobert hat und von Kennern häufig als inszeniertes Spektakel abgetan wird. Die Time Warp
liefert hingegen mit ihrer 20-jährigen Geschichte, der Auswahl an
Musikern und stimmigen Show-Elementen einen authentischen
Appeal als Counterculture zum US-Mainstream.
Photo-company.nl
Ebinger: So, wie Musik nicht ausgrenzt, sondern Brücken zu schlagen versucht, haben wir die Time Warp auch immer als internationale Plattform begriffen, auf der sich die internationale Szene
austauschen und treffen kann. Bereits bei der ersten Veranstaltung
gab es schon einen Reisebus mit Gästen aus Italien und diese Tradition hat sich fortgesetzt. Wir haben seither unsere Kommunikation
internationalisiert und das Netzwerk im Ausland entsprechend professionalisiert. Waren es zuerst noch „Busveranstalter, die uns im
Ausland lokal beworben hatten, um ihre Busreisen zu vermarkten,
so haben wir nun Agenturen, Partner und Netzwerke, die unsere
Inhalte in alle relevanten Kanäle transportieren.
IHK: Welche Strategie verfolgen Sie bei der Internationalisierung
der Time Warp?
Ebinger: Wir prüfen zuerst die Marktchancen: Wie ist der Wettbewerb
in dem Land, ist unsere Nische besetzt, wie entwickelt sich dort die
elektronische Musik? Zudem gilt es zu prüfen, welche Eintrittspreise
wir realisieren können. Das ist ein wichtiger Entscheidungsfaktor,
denn eine Time Warp-Produktion ist sehr kostenintensiv. Dazu zählen
u. a. die Aspekte Qualität an Sound, Lichtinstallationen, Bühnen- und
Raumdesign und Sicherheit.
Danach stellt sich die Frage: Zahlt die neue Destination strategisch
auf die Marke ein, also lässt es die Marke global betrachtet wachsen
und macht sie stärker – auch gegen den Wettbewerb – oder ist es
eine Verwässerung des Markenkerns. Und natürlich müssen wir noch
betrachten, ob das Land unser gesamtes Festivalportfolio sinnvoll
ergänzt. Neben der Time Warp veranstalten wir das Destination Festival Sonus (Kroatien), das Open Air Love Family Park (Mainz) und den
Indoor Event SEMF (Stuttgart).
IHK: Und wo geht‘s als Nächstes hin?
Ebinger: Aktuell sind wir gut aufgestellt und auch gut ausgelastet
(lacht). Es gibt viele weitere Länder, die uns sowohl interessieren als auch
strategisch ins Portfolio passen könnten. Wir hatten 2014 zehn Festivals
veranstaltet, darunter vier Editionen der Time Warp. Jetzt müssen wir
erstmal durchschnaufen, für 2015 sind keine weiteren Editionen geplant.
Das Gespräch führte Stephanie Palm, Leitung Märkte International der
IHK Rhein-Neckar.
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 23
Diese und weitere Veranstaltungen sind abrufbar unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de/Veranstaltungen-International
IHK-Veranstaltungen
International
Ihre Ansprechpartnerinnen für IHK-Veranstaltungen:
Quelle: Fotolia
Helena Müller Tel. 0621 1709-221, helena.mueller@rhein-neckar.ihk24.de
Andrea Förster Tel. 0621 1709-164, andrea.foerster@rhein-neckar.ihk24.de
NEU: Veranstaltungs-Newsletter
Sie haben Interesse am Veranstaltungsangebot der IHK Rhein-Neckar? Ab sofort bieten wir Ihnen einen
neuen E-Mail-Newsletter speziell für IHK-Veranstaltungen an. Abonnenten erhalten einmal pro Woche per
E-Mail einen Überblick über aktuelle IHK-Veranstaltungen. Anmelden geht ganz einfach über die Homepage
der IHK Rhein-Neckar: www.rhein-neckar.ihk24.de/newsletter
LÄNDERVERANSTALTUNGEN
19. November 2014
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Recht und Steuern im Indien-Geschäft
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar/Kompetenzzentrum Indien
Ansprechpartnerin: Claudia Götz, Tel. 0621 1709-130
20. November 2014
Ort: IHK Pfalz, Ludwigshafen
Wirtschaftstag Mexiko
Veranstalter: IHK Pfalz/Kompetenzzentrum Lateinamerika
Ansprechpartner: Frank Panizza, Tel. 0621 5904-1930
3. Dezember 2014
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Russland-Exporte unter den Sanktionsbedingungen
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar/Kompetenzzentrum Russland
Ansprechpartnerin: Linda Sawada, Tel. 0621 1709-282
SEMINARE ZOLL- UND AUSSENWIRTSCHAFTSRECHT
13. November 2014
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Basiswissen Zoll
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster, Tel. 0621 1709-164
20. November 2014
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mosbach
Basiswissen Zoll
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster, Tel. 0621 1709-164
24. November 2014
Ort: VWA Rhein-Neckar, Mannheim
29. Mannheim Zollkurs „Warenursprung und Präferenzen“
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar, VWA Rhein-Neckar e. V.
Ansprechpartnerin: Andrea Förster, Tel. 0621 1709-164
18. Dezember 2014
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Änderungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht 2014/2015
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster, Tel. 0621 1709-164
8. Januar 2015 (vormittags)
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Änderungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht 2014/2015
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster, Tel. 0621 1709-164
8. Januar 2015 (nachmittags)
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Änderungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht 2014/2015
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster, Tel. 0621 1709-164
14. Januar 2015
Ort: IHK Rhein-Neckar, Heidelberg
Änderungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht 2014/2015
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster, Tel. 0621 1709-164
15. Januar 2015
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mosbach
Änderungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht 2014/2015
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster, Tel. 0621 1709-164
Außenwirtschaft aktuell 11/2014 | 24
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