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Download - Deutsche Evangelische Kirchengemeinde Lissabon

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52. Jahrgang Weihnachtsausgabe
Dezember - Januar
N°1 / 2014
Der Bote aus Lissabon
Lasst uns nun gehen nach Bethlehem
und die Geschichte sehen, die uns der Herr kundgetan hat.
Lukas 2,15
Zeitschrift für evangelische Christen
deutscher Sprache in Portugal
Lissabon * Porto * Madeira * Algarve
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3
Ich steh´ an deiner Krippen hier...
J
esus kommt zur Welt. Machen wir uns auf den Weg zu
ihm. Wie die Heiligen Könige, die Weisen aus dem Mor
genland, die Hirten und alle Welt auf unserem Titel.
Lassen wir uns einladen zum Fest der Weihnacht und die Lieder singen, die uns vielleicht erreichen mit ihrem Text, mit
ihrer Melodie.
Da kann man schon mal ins Schwärmen kommen.
Warum nicht?
Tun wir es mit Paul Gerhardt, einem der bekanntesten
evangelischen Liederdichter.
„O daß doch ein so lieber Stern
Sol in der Krippen liegen!
Vor edle Kinder grosser Herrn
Gehören güldne Wiegen.
Ach Heu und Stroh ist viel zu schlecht /
Sammt / Seyd' und Purpur wären recht
Dich Kindlein drauf zulegen.
Editorial
Nehmt weg das Stroh / nehmt weg das Heu /
Ich wil mir Blumen holen /
Das meines Heylands Lager sey
Auff Rosen und Violen /
Mit Tulpen / Nelcken / Roßmarien
Aus frischen Gärten / wil ich Jhn
Von oben her bestreuen.“
bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Psalm 90,1f
Lasst uns nun gehen nach Bethlehem
und die Geschichte sehen, die uns der Herr kundgetan hat.
Lukas 2,15
Was für eine törichte Schwärmerei an der Krippe! Und das
von einem Mittvierziger, der ganz anderes erlebt hat in seiner
Lebenszeit: die Verheerungen des 30jährigen Krieges, Leid
und Verzweiflung, Hunger, Not und Tod
allerorten. Paul Gerhardt dichtet, als wolle er sich fort singen aus den Zerstörungen des Krieges, in eine hoffnungsvolle,
friedliche, lebendige Zukunft. Garten,
Tulpe und Seide finden sich auch im Sommergesang – „Geh aus, mein Herz“ – der
im selben Jahr wie „Ich steh an deiner
Krippen hier“ im Druck erscheint.
Wie er schwärmt! Es fehlt das überwältigende Gloria der Engel, es fehlen lautes
Jauchzen und Frohlocken; kein Hirte,
kein König, Maria nicht und nicht Josef
– nur das Ich und das Kind. Nur das Ich
und das Kind – und eine stille, staunende
Freude, ein überwältigendes Glück, das
Raum greift.
Es ist die Torheit der Liebe, die Paul Gehardt begeht. Ein Liebeslied – wunderschön gedichtet, unter
Aufbietung aller barocker Dichtkunst, die Paul Gerhardt zur
Verfügung stand, innig, überschwänglich, trunken, grenzenlos selig, mit dem verliebten Wunsch der Verschmelzung:
„O das mein Sinn ein Abgrund wehr /
Und meine Seel / ein weites Meer /
Daß ich dich möchte fassen!“
Schön zu dichten ist für Paul Gerhardt Ausdruck der Liebe zu
Christus. Die Schönheit, die er aufbietet, ist nicht nur Dekor.
Es ist aber kein Kitsch, im Gegenteil: Anders als wir es gewohnt sind, wird das Bild des Kindes in der Krippe in diesen
Liedstrophen konkret leiblich. Wirklich einem lebendigen
Neugeborenen wendet sich Paul Gerhardt zu – das ist exakt das Gegenteil von dem verniedlichenden WeihnachtsKitsch, den wir nur zu gut kennen. Und in diesem konkreten,
leiblichen Bild, in diesem Kind begegnet ihm die Liebenswürdigkeit Gottes.
Alles, was der Blick, der sich nicht satt sehen kann, sieht, ist
also Gnade, Gnade im biblischen Sinn. Das entsprechende
griechische Wort „charis“ umfasst Liebenswürdigkeit und
Anmut, Gnade und Schönheit. Gnade geschieht nicht von
oben herab, geschieht nicht herablassend – Gnade geschieht
auf Augenhöhe, als Akt der Zärtlichkeit, der Liebe. Davon
lebt die Innigkeit des Liedes.
Dem Heiland gilt aller Überschwang – dem, der mein Leben
heil macht, indem der es mich annehmen lässt mit seinen
Brüchen, der mich aufrichtet, wenn ich in „tieffer TodesNacht“ liege.
Das möchte ich mir von Paul Gerhardt
abschauen: Nicht zu früh mir und anderen das Überschwängliche, Verrückte,
Törichte im Glauben zu zensieren, es zuzulassen, weil es Gott gut tut, weil es mir
gut tut, denn ich kann das ja schon nicht
singen ohne ein Lächeln.
Die Liebesgeschichte, die an der Krippe
beginnt, geht immer weiter. Sie bleibt lebendig. Er wird sich einladen lassen von
mir. Ich bin eingeladen bei ihm.
„Du bist meines Lebens Leben; nun kann
ich mich durch dich wohl zufrieden geben.“
Eine törichte Schwärmerei?
Nein: Weihnachten für alle Sinne, Weihnachten, das ankommt – in dem Kind, in
mir, in meinem Leben.
Jesus kommt zur Welt. Machen wir uns auf den Weg zu ihm.
Hin zu unseren Gotteshäusern am Heiligen Abend wie auf
dem Bild links. Aber auch sonst jeden Tag neu. Das ist weder
schwärmerisch noch töricht.
Das ist hoffnungsfroh für mein Leben und für das Leben
anderer.
Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Euer und Ihr Stefan Stalling
Das geistliche Wort
Ökumenische Gemeindereise nach
Andalusien im April 2013
Ehe denn die Berge wurden
und Erde und Welt geschaffen wurden,
Sie fließt aus dem Zentrum der Person, das hier angerührt
ist, angerührt vom Geheimnis der Weihnacht – angerührt
von Gott als dem Geheimnis der Weihnacht.
Nun trennen uns dreieinhalb Jahrhunderte von der barocken
Sprache Paul Gerhardts. Wir können kaum anders, als Idylle
und Kitsch aus seinen Worten zu hören, wo es ihm um Innigkeit und Zärtlichkeit ging. Statt „der Herr Christ unser
Gott“ – „O Jesulein mein Leben“, so jedenfalls im Originaltext; und in den Strophen, die wohl mit gutem Grund im
Gesangbuch ausgelassen wurden, auch noch Hertzelein und
Mündelein, Händlein und Auglein.
4
5
Liebe Leserinnen und Leser des Boten aus Lissabon,
Im Eingang des B oten haben wir einiges umgestellt. Die Seite 2 bringt nun auch ein großformatiges Foto – ein professioneller
Fotograf war bei uns zu Gast und hat uns einige Fotos überlassen. Das neue Inhaltsverzeichnis soll vor allem verdeutlichen, dass der
B ote die Mitglieder und Freunde unserer vier Gemeinden in Portugal im Lesen vereint. Für Lissabon möchte ich hinweisen auf das
nun groß anlaufende Spendenprojekt für ein neues Kirchendach. Hoffentlich wird das Dach auf der letzten Seite mit jeder Ausgabe
ein wenig mehr gedeckt. Die Gemeinde in Porto schafft es wie keine andere, viele Kinder anzuziehen – klasse.
Im Algarve findet sich ein Himmelstor – und Madeira blickt dankbar zurück und sieht zugleich weit nach vorne:
die Gemeindetagung im Oktober 2014 wirft ihre Schatten voraus. Platz gefunden haben auch vier lesenswerte
Themenseiten, darunter ein spannendes Interview mit dem Lyriker und Theologen Christian Lehnert.
Schließlich warten viele ältere Konfirmanden auf das Foto eines großes Tages: das findet sich mit Artikel am Ende
dieser Ausgabe.
Mir bleibt, Ihnen einen frohen Advent zu wünschen. Bleiben Sie gesund und feiern sie ein schönes Christfest.
Gehen Sie mit Vertrauen auf Gott und seine Botschaft in das neue Jahr.
Sonntag, 29. Dezember, 11h00
Gottesdienst
Silvester, 31. Dezember, 18h00
Gottesdienst zum Altjahresabend mit Sektempfang
Direcção Luís Almeida Órgão Flávia Almeida
Universidade de Lisboa
da
10 de Janeiro 2014
21h00
Entrada livre Eintritt frei
Lissabon
Lissabon
Abendmahlsgottesdienst
Coro de Câmara
Weihnachtsfeiertag, 25.Dez., 11h00
Igreja EvangélicaDeutsch-Evangelische
Alemã de Lisboa Kirchengemeinde
Lissabon
16h00 Familiengottesdienst mit Krippenspiel
Vormerken: Probe 21. Dezember, 15h30
18h00 Christvesper mit unserem Chor JubiLis
CONCERTO
In der Deutschen Evangelischen K irchengemeinde
L issabon
Heilig Abend, 24. Dezember
Schütz
Weihnachten
Charpentier
Das geistliche Wort
2-3
Neues aus L issabon4-9
Neues aus Porto10-11
Neues vom A lgarve 12
Neues aus M adeira 13
Themenseiten14-17
Gottesdienste & Veranstaltungen 18
Dabei sein ist alles
19
Kontakte21
Freude & Leid22
Unsere neuen Konfis
in Lissabon
du Mont
inhalt
Ihre und eure Pastorin Anke Stalling
Bouzignac
6
Vorbemerkung
In den zurückliegenden Jahren hat unsere Gemeinde es
geschafft, die Kirche und das Gemeindehaus auf hervorragende Weise zu renovieren und zu sanieren. Dies
war möglich:
• durch die Gewährung eines Kredites der EKD (in
2011 konnte die letzte Rate zurückgezahlt werden)
• durch zum Teil außergewöhnliches hohes Engage•
•
ment einiger Mitglieder, die sich mit Zeit, Kompetenz und nicht zuletzt finanziell eingebracht haben
durch die Unterstützung
Dritter, die gerne gespendet haben
durch eine gehörige Portion Gottvertrauen und
Zuversicht, dass wir diese Herkulesaufgabe auch
würden schultern können
Wir sind sehr dankbar, dass
wir diese Vorhaben umsetzen
konnten - und so Kirche, Haus
und Hof substanziell erhalten
konnten für die kommenden
Generationen.
Die neue Aufgabe:
Unser K irchendach
Unser Baubeauftragter im Gemeindekirchenrat Andreas Müller hat sich dieses Problems angenommen,
woraus mittlerweile ein umfangreiches Projekt geworden ist.
Ab 2011, gleich nach Bekanntwerden von undichten
Stellen im Dach hat er sich mit einem ihm bekannten
und für Dächer historischer Bauten kompetenten Zim-
mermann das Dach genauer angesehen. Bei einer ersten
Reparatur am Anschluss zum Kirchturm wurde klar,
dass auf der rechten Dachseite eingehendere Reparaturen notwendig sein würden. Anlässlich dieser Reparaturarbeiten im Sommer 2012, bei denen ein für Statik
zuständiger Ingenieur und ein Architekt herangezogen
wurden, wurden alle Möglichkeiten einer Teilsanierung
durchdacht. Der dabei fällige Aufwand wäre jedoch so
groß, dass der Gemeindekirchenrat nach verschiedenen
Sitzungen zu dem Schluss gekommen ist, sich für eine
Gesamtsanierung des Dachs als beste Lösung auf lange
Sicht zu entschließen.
Auch das Dach auf dem Kirchturm muss renoviert werden.
In das Leistungspaket, das
nun vorgelegt wird, ist darüber hinaus auch die Wiederinstandsetzung unserer Kirchenglocke vorgesehen. Die
Glocke wird zur Zeit nicht
geläutet.
Durch die im Kircheninneren am Dachansatz sichtbaren
Stützeisen, die von dem erwähnten Zimmermann nach Absprache mit Statiker und
Architekten angebracht wurden, ist eine Einsturzgefahr
abgewendet worden, um ausreichend Zeit für eine gute
Planung und die notwendige Finanzierung zu gewinnen.
Ende Oktober sind Andreas Müller und der Vorsitzende
des Gemeindekirchenrates Stephan Stieb zu einer 9-tägigen Reise nach Berlin, Hamburg sowie Oldenburg
aufgebrochen, um bei der Deutsch-Portugiesischen Gesellschaft, der Luso-Hanseatischen Gesellschaft, in der
Gemeinde unseres ehemaligen Pastors Stefan Welz und
der Kirchengemeinde Ellerau (Hamburg) sowie Firmen
und Privatleuten um Gelder für das Projekt zu werben.
Unsere Bitte
Da wir diese Renovierungsmaßnahme sowie alle anderen Aktivitäten zum Erhalt unserer Gemeinde in
Lissabon zu etwa 90% aus Mitgliedsbeiträgen und
Spenden betreiben, bitten wir Sie, liebe Leserin und
lieber Leser, an dieser Stelle um Ihre Mithilfe.
Der P lan
Der Gemeindekirchenrat strebt an, die Kirche in den
Monaten Juli, August und einen Teil des Septembers 2014 zu schließen – und die Reparatur an einem
Stück und nach detaillierter Vorbereitung durchzuführen. Die alten und noch gut erhaltenen Dachziegel
des Kirchendaches werden im Hof gesäubert gelagert
und privat verkauft.
Der finanzielle Status
Das gesamte Bauprojekt wird mit 195.000 €
Kosten veranschlagt. Die Verträge werden dabei
so mit Festpreisen abgeschlossen, dass eventuelle
Mehrkosten nicht von der Gemeinde übernommen
werden müssen.
Etwa 115.000 € will unsere Gemeinde selbst
aufbringen durch:
Entnahme aus den Rücklagen, Zuschuss der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),
Zuschuss des Gustav-Adolf-Werkes (GAW) Deutschland sowie durch die Aufnahme eines Kredits.
Etwa 80.000 € sollen durch Spendengelder aufgebracht werden.
Der Spendenstand
Zur Zeit sind etwa 5.000 € an Spenden eingegangen.
Auf der Rückseite des Boten können sie verfolgen,
„wieviel Dach finanziell schon gedeckt ist.“
Deutsche Evangelische Kirchengemeinde
Lissabon (Dekl)
Unsere Gemeinde muss das erste Dach ihrer
Kirche aus dem Jahr 1934 komplett erneuern.
Helfen Sie mit, dieses historische Gebäude in
der Hauptstadt Portugals zu erhalten.
Der Gemeindekirchenrat bittet Sie um eine
Spende für den Bau, die Sie auf eines der
folgenden Konten überweisen können:
In Deutschland
Bank für Kirche und Diakonie eG- KD-Bank
IBAN: DE0835.0601.9010.1209.6018
BIC/Swift: GENODED1DKD
Helfen Sie bitte Ihrer Gemeinde.
Jede Spende, auch eine kleine, hilft uns,
unser Gotteshaus zu erhalten.
In Portugal
BPI
IBAN: PT50 0010 0000 4076 47100 0125
BIC/Swift: BBPIPTPL
Es grüßt Sie herzlich
im Namen des
Gemeindekirchenrates
Ihr
Andreas Müller
Weitere Infos unter:
www.dekl.org
Auf Wunsch stellen wir gerne eine deutsche
oder portugiesische Spendenbescheinigung aus.
Im Namen der Gemeinde der D ekl danken wir
allen Spendern herzlich für ihre Unterstützung.
Der Gemeindekirchenrat
Lissabon
Lissabon
Unsere vor fast achtzig Jahren vom Architekten Prof.
Otto Bartning gebaute Kirche muss nun auch ein neues
Dach haben.
Nach dieser langen Zeit ist die in den dreißiger Jahren
mit den damals entwickelten Plänen und bestehenden
Mitteln gebaute Dachstruktur baufällig geworden. Hinzu kommt, dass durch unsachgemäß vorgenommene Arbeiten am Dach in den 90er Jahren die beiden Ringanker
(Längsbalken), auf denen unser Kirchendach ruht, weitgehend durch gemodert und befallen sind.
77
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Die Jakobsmuschel - Erlebnisse eines P ilgers
Strand, auf dem Weg nach Aveiro, sonnenüberflutete wunderbare
Brandung das Atlantiks, versunkenes Dahinschreiten gemessenen
Schrittes einen Fuß vor den anderen setzen. Zählen der Schritte
schon längst aufgegeben, erinnert
zu sehr an die noch zu laufende Stecke. Blick auf den Sand
gerichtet, es gibt immer wieder
Abschnitte voller gebrochener und angeschwemmter Muscheln, der beste Weg für einigermaßen festen Untergrund
ist kurz nach der Schwemmlinie. Man lernt dazu täglich,
auf diesen für mich so ungewöhnlich langen intensiven
Weg zu mir selbst.
In der Monotonie des Gehens und in Gedanken versunken
geschieht das für mich unfassbare. Nach über 50 Kilometern Strandmarsches, eine Jakobsmuschel, im ersten Moment glaube ich es noch nicht. Zu oft hatte ich schon ähnliches in der Hand um bei näherer Betrachtung festzustellen,
nicht das zu sein was ich mir erhoffte. Nun kam schlagartig
die Erkenntnis, die von mir so begehrte Muschel in den
Händen zu halten. Es erfüllte mich mit einer wunderbaren
aufregenden stillen Freude in mir, mit den Fingern an ihrer
so charakteristischen Außenlinie entlang zugleiten. Es war
schlicht wunderbar.
Ein so kleines Ding konnte so große Freude in mir verbreiten. Sie war nicht gekauft, groß wie ein Desserteller und
strahlend weiß. Nein sie war schlicht, in leicht verschiedenfarbigem Beige- und Grautönen mit abwechselnden breiten
und schmalen Linien in der Breite nach ihrer Form durchzogen. Sie war nicht sehr groß: etwa 6-7 cm im Durchmesser, doch sie war mein Geschenk der Natur an mich.
Bemerkenswerterweise befanden
sich ungefähr ein Drittel oberhalb
der Muschelspitze zwei winzige,
durch die Muschel reichende, Löcher links und rechts vom Rande
etwa 1,5 cm nach innen gelegen,
wie gemacht um sie an einer kleinen
Kette oder einer Halsschnur aufzufädeln. Doch sie waren so fein,
dass hier wohl nur ein ganz dünner
Zwirn passen würde, aber das war
in diesem Moment völlig egal. Es
würde sich schon eine Möglichkeit
finden.
Die Freude über so einen plötzlichen Fund dieser für mich so
schönen Kostbarkeit war so überwältigend, wie wenn ein Kind das
erste Mal vor einem prachtvoll
geschmücktem und leuchtenden
Christbaum steht und mit weit
aufgerissenen Augen die Eindrücke und den Duft der Kerzen aufnimmt.Ich vergrub sie nicht in
einer Tasche oder meinem Rucksack, ich behielt sie von Anfang an immer eingebettet in meiner rechten Innenhandfläche. Ein beruhigendes und zugleich erfüllendes Gefühl der
Dankbarkeit durchströmte mich dabei immer wieder.
Hartmut Gruber (München) ist als Pilger seit Monaten zu Fuß
unterwegs. Von Frankreich über Santiago de Compostela führte
ihn sein Weg im Oktober in unsere Gemeinde, wo er vier Nächte
blieb. Überwintern will er in Andalusien, sein Fernziel ist Rom.
„Viel L iebe
führt zu wenig G ehorsamkeit....?!“
Clarissa Lacerda Tavares (18) berichtet von ihrem Freiwilligendienst in Bolivien (Teil 2)
ich mich schon total wohl fühle, und schaue, dass die großen Kinder ihre Hausaufgaben machen und beaufsichtige
und beschäftige die Kleinen. Ansonsten führen wir regelmäßig Veranstaltungen durch, die allen Altersgruppen etwas Entspannung von dem anstrengenden Alltag bringen
sollen, wie Kaffee- und Kuchentreffen für die Tias, Kinoabende und eine wöchentliche Mal- und Vorlesegruppe
für die kleinsten Kinder, was sehr positiv von allen aufgenommen wird. Etwas schwieriger bisher ist es noch für
mich, mich an die bolivianische Erziehung zu gewöhnen,
die sich in Förderung der Kinder, Zuneigung zeigen und
Strenge deutlich unterscheidet. Es gilt die Devise „Viel
Liebe führt zu wenig Gehorsamkeit“. Danach zu handeln
fällt mir schwer, weil die Kinder die fehlende Zuneigung
hartnäckig und unglaublich liebenswert einfordern. Ich
bin gespannt, ob ich im Laufe des Jahres lerne, dem zu widerstehen oder für mich eine zweite Devise finden kann.
Eine ganz neue Erfahrung ist es ebenfalls, zusammen mit
meiner Mitfreiwilligen, bis auf eine Handvoll Mennoniten, die einzigen Hellhäutigen in der Stadt zu sein und
dadurch immer im Mittelpunkt zu stehen. Das ist noch
sehr befremdlich und meistens unangenehm, aber, wie so
vieles hier, eine Erfahrung von der ich mich freue, sie mit
nach Hause zu nehmen.
Ein sPANNENder Gemeindeausflug
Wie „alle Jahre wieder“ hatte Hannelore Correia einen Tagesausflug für die interessierten Gemeindemitglieder organisiert.
Am Samstag, dem 28. September, sollte es nach Aveiro, dem
„Venedig Portugals“ gehen.
Gegen acht Uhr stiegen 22 gut gelaunte Personen in einen kleinen Bus und schauten immer wieder besorgt gen Himmel: wird
das Wetter wohl mitspielen? Noch am Tag zuvor hatte es stark
geregnet und auch für diesen Samstag war Regen vorhergesagt,
wenn auch nicht mehr so intensiv.
So viel vorweg: das Wetter hielt - aber nicht unser Bus.
Auf der Autobahn machte uns ein freundlicher Kleinlastwagenfahrer auf ein Problem am Bus aufmerksam - auf einem Parkplatz musste ein defekter Reifen gewechselt werden. Dies geht aber in der Regel nur mit probatem Werkzeug, und das hatte der
Busfahrer nicht. Doch in Portugal gibt es so viele hilfsbereite Menschen – manche sogar mit gut sortiertem Werkzeugkoffer!
Nach erfolgreichem Reifenwechsel konnten wir mit ca. 2-stündiger Verspätung unsere Fahrt Richtung Norden fortsetzen.
Das Programm musste an die veränderte Lage angepasst werden (großes Lob an die örtliche Reiseführerin und Hannelore!).
Und wie bekommt man schwierige Situationen am besten in den Griff? Richtig – man geht erst mal essen und was trinken.
Mit gefüllten Mägen sahen wir dem Nachmittagsprogramm schon wieder viel gelassener entgegen.
Einen weiteren sPANNEnden Moment sollte es allerdings noch geben: der Bus sprang nach der Mittagspause nicht mehr an
und so musste ein zweiter netter Mensch (diesmal mit Überbrückungskabel) helfen, bevor wir das Museu Marítimo in Ílhavo
besichtigen konnten. Dieses moderne Museum gibt erstaunliche Einblicke in die Arbeit der Bacalhaufischer. Hauptattraktion
ist ein Fangschiff in Originalgröße mit Ausstattung und Gerätschaften, die das strapaziöse Leben der Männer, die oft monatelang von zuhause weg blieben, erahnen lassen. Ebenso hübsch anzusehen fanden wir die bunt gestreiften Häuser in Praia da
Costa Nova und den ältesten Leuchtturm Portugals in Praia da Barra.
Um 17 Uhr konnten wir glücklicherweise unsere Schiffstour auf einem der „Moliceiros“, den kleinen bunten Booten, die auf
den Kanälen in Aveiro fahren, nachholen und die malerische Kulisse der Stadt mit ihren zahlreichen Jugendstil-Gebäuden
bestaunen.
Wir verlebten einen wunderbaren Tag - und der Busfahrer lieferte eine müde, aber zufriedene Reisegruppe gegen 22 Uhr in
Lissabon ab. Vielen Dank an Hannelore für die gute Organisation dieses Ausfluges, an den Fahrer, der uns trotz Pannen und
Regen sicher chauffiert hat, an die lieben, unbekannten Helfer und an Petrus, der uns nicht wirklich hat nass werden lassen.
Gemeindereise
31 M ärz - 6 A pril 2014
nach
Im letzten Boten haben wir schon darauf hingewiesen:
Unsere Gemeindereise 2014, wie immer in bewährter Weise von Hannelore Correia geplant und organisiert, führt uns in die historischen Städte
rund um Madrid.
Die Reise wird knapp 700 € kosten, der genaue Preis ist noch nicht fix.
Das detaillierte Programm wird, sobald es fertig ist, auf die homepage
(www.dekl.org) gestellt - und wird auf Wunsch auch zugesandt. Diese
Einladung richtet sich an alle deutschsprachigen Gemeinden Portugals.
Anmeldungen bitte telefonisch oder per mail an das Pfarramt der
D ekl (dekl1@hotmail.com) oder an Hannelore Correia (hannelore.
correia@sapo.pt) - Anmeldeschluss ist der 1. Februar 2014
Ulla Kaun
K astilien
Lissabon
Lissabon
In den zwei Monaten, die fast seit meinem letzten Bericht
vergangen sind, hatte ich alle Hände voll damit zu tun,
mich in meiner Casa, im Kinderdorf und in der bolivianischen Mentalität einzuleben und bisher hat sich so etwas
wie ein Alltag eingestellt. Morgens bringen meine Projektpartnerin Frieda und ich die Kinder in den Kindergarten
und holen sie später wieder ab, was wohl das Anstrengendste des Tages ist, weil viele Kinder gar nicht daran
denken, brav mit uns zu laufen und uns ganz schön auf
Trab halten. Vormittags gebe ich dann Englischnachhilfe.
Nach der Siesta gehe ich um drei Uhr in meine Casa, wo
Am Samstag, 9. November, trafen sich auf Initiative unseres Kirchenrats
Claus Essling 13 Mitglieder unserer Gemeinde zu einer Aufräumaktion auf unserem Friedhof. Gemeinsam wurden etliche kleinere Bäume
und Sträucher, die drohten, mit ihrem Wurzelwerk Mauern und Gräber
zu beschädigen, beseitigt. Unser Gemeindegärtner Sr. Antonio und sein
Team fällten eine Palme, die nicht erhalten werden konnte. Bei einem
Café wurde besprochen, dass ein solcher Tag in jedem Fall wiederholt
werden sollte: es hat viel Spaß gemacht – und wir sind zufrieden nach
Hause gefahren. Danke allen, die gekommen sind.
10
11
K inder treffen Z achäus
im H aus der Begegnung
A dvent
und
Weihnachten
In der Deutschen Evangelischen
Gemeinde zu Porto
im „Haus der Begegnung“, Rua do Mirante 99,
Vila Nova de Gaia*
Weihnachtsbasar an der Deutschen Schule zu Porto
30. November / 1. Dezember
Ökumenische Adventsfeier
Geschichten, Lieder, Musik und Gespräche
bei Kaffee, Kuchen und Punsch
mit Kinderprogramm und Besuch vom Nikolaus
Samstag, 7. Dezember 15.30 Uhr
Gottesdienst zum 3. Advent
„Wir warten auf Weihnachten“
Sonntag, 15. Dezember 10.30 Uhr
Weihnachtsgottesdienst für Kinder und Erwachsene
24. Dezember Heilig Abend 16.00 Uhr
in der alten Cedofeita Kirche in Porto*
*Wegbeschreibungen unter http://weg-dekp.blogspot.com
M editative Tänze
Elke Grub
“Wie ein Licht in dunkler Nacht”
Meditatives Tanzen und
adventliche Texte & Lieder
Donnerstag, 19. Dezember 16.00 h
Der Erntedankgottesdienst ist nach wie vor einer unserer wichtigsten und am besten besuchten Gottesdienste. Auch in diesem Jahr trafen sich wieder zahlreich alle Generationen
im Haus der Begegnung und brachten viele Gaben und Spenden für wohltätige Zwecke mit.
Zwei besondere Höhepunkte des diesjährigen Gottesdienstes bedürfen einer besonderen Erwähnung. Zum einen hat der „Junge Chor“ aus Flensburg mit vielen schönen Liedern
einen ganz besonderen musikalischen Akzent gesetzt.
Ein zweites „Highlight“ beim Erntedankfest war eine gemeinsame Pf lanzaktion mit dem
Regenbogenteam. Verteilt auf 10 Kleingruppen konnten alle Gottesdienstbesucher Hyazinthen-, Freesien- und Narzissenknollen in eigens hierfür vorbereitete Blumentöpfe einpflanzen. Ergänzt mit einem besonderen Segen in Form eines „Wachstumsspruches“ dürfen die Samen nun auf der Fensterbank
im Haus der Begegnung wachsen und gedeihen.
Die Entwicklung der Samenknollen bzw. der späteren Blumen kann nun in den nächsten 4-5 Monaten intensiv bei allen
Veranstaltungen im Haus der Begegnung beobachtet werden. Am Ende erhoffen wir uns ein riesiges Blütenmeer!
Die zahlreichen Spenden und mitgebrachten Gaben werden wie jedes Jahr an Bedürftige in Porto weitergegeben.
Vielen Dank für jegliche Unterstützung – in welcher Form auch immer!
Gottesdienst &
Neujahrsempfang
12. Januar 2014 So 10.30 h
Musik:
Florian Pertzborn & Diogo Franco
Porto
Porto
mit
Alle lauschten aufmerksam, wie offen Jesus mit Menschen umgeht. Mehr als 80
fröhliche Kinderaugen verfolgten beim
diesjährigen Kinderbibeltag interessiert die Ausführungen von Pastor Udo
Grub, als er zu Beginn die Geschichte
des Zöllners Zachäus aus dem 19. Kapitel des Lukasevangeliums erzählte. Jesus
geht auf den von vielen Menschen gehassten Zachäus zu, isst und feiert mit
ihm und verwandelt ihn schließlich zu
einem guten Menschen. Diese aufmunternde Botschaft stellte den Rahmen
für insgesamt 5 Stationen dar, welche
die Kinder während des Nachmittages durchlaufen mussten. Ein gemeinsamer Tanz bei der Abschlussandacht
rundete den gelungenen Nachmittag ab.
12
Das Tor
13
zum
H immel
Die „Offene K irche“ in C arvoeiro
Vor vier Jahren haben wir im Algarve beschlossen, wenigstens an einem Tag der Woche die Kirche für anderthalb
Stunden zu öffnen, Besucher zu empfangen, auf Wunsch die
Besonderheiten der Kirche (und unserer deutschsprachigen
Gemeinde) zu erklären und auch zum stillen Gebet einzuladen.
Das war ein voller Erfolg. Die Touristen aus aller Herren
und Frauen Länder, die den sowieso spektakulären Aussichtspunkt auf den Klippen über Carvoeiro aufsuchen,
schneien dann oft auch in die Kirche herein, staunen über
die inzwischen renovierte und künstlerisch modernisierte
Kapelle und freuen sich über ein paar historische und theologische Erklärungen.
In der letzten Oktoberwoche war das Wetter schlecht; es
regnete, und dunkle Wolken hingen über den Klippen. Ich
fuhr zur Kapelle mit dem Gedanken: „Kannst du dir eigentlich sparen, heute kommt niemand“. Ich öffnete das Portal,
entzündete eine Kerze auf dem Altar, knipste das Licht an
und setzte mich mit einem Buch in die letzte Reihe. Es hatte aufgehört zu regnen. Und dann die Überraschung: Die
Besucher strömten unablässig herein. Mir wurde schlagartig
klar: Bei diesem Wetter, wenn man nicht am Strand liegen
kann, und das kann man normalerweise auch im Oktober
und November bei uns im Algarve, jedenfalls wenn die Sonne scheint, dann macht man einen Spaziergang auf die Klippen und durch den Ort. Ich hatte alle Hände voll zu tun,
die Besucher in Deutsch und Englisch zu begrüßen, auf die
biblischen Gestaltungen der Altarwand hinzuweisen und die
Skulptur des auferstehenden, von innen beleuchteten Christus, den Altar und die Kanzel zu erklären. Es waren noch nie
so viele Besucher wie an diesem grauen Oktobernachmittag.
Also beschlossen wir kurzerhand, anders als angekündigt,
die Kapelle bis auf weiteres dienstags zu öffnen.
Besonderes Interesse erregt naturgemäß „unsere“ neueste
Errungenschaft, das Portal der Kapelle. Sie trägt bekannt-
Er folg
lich den Namen „Nossa Senhora de Encarnação“, ist also
der Maria gewidmet. Und pünktlich zum Patronatsfest am
letzten Augustsonntag wurde das neue Portal eingebaut. Die
Künstlerin Lidia Rodrigues, die auch für die Gestaltung der
übrigen Prinzipalien (Altar, Lesepult, Tabernakel, Altarwand, Christusfigur) verantwortlich zeichnet, hat ihm den
Namen „Porta do Céu“, Tor zum Himmel, gegeben.
In zwanzig Kassetten hat die Künstlerin Szenen aus dem Leben Jesu und der Maria dargestellt, von der Ankündigung
der Geburt durch den Engel über Kreuzigung, Auferstehung
und Himmelfahrt Jesu Christi bis hin zur Krönung der Maria
als Himmelskönigin der Engel und Heiligen. Das ist natürlich ein Reflex auf die katholische Marienlehre, der wir Protestanten so nicht folgen können. Aber eindrucksvoll ist die
Gestaltung allemal.
Diese moderne künstlerische Ausgestaltung der Kapelle findet durchaus nicht bei allen Besuchern Gefallen. Groß ist
die Skepsis aber vor allem bei den portugiesischen Gemeindegliedern in Carvoeiro, die in der Kirche ehrenamtlich aktiv sind. Sie sind keineswegs damit einverstanden, monieren
auch die Kosten dafür, die sie gern anders verwendet sähen.
Dieses Schicksal teilt allerdings die Kapelle mit vielen Arbeiten moderner Kunst im öffentlichen Raum.
Vorankündigung
Gemeindetagung
auf
M adeira
Tagung der vier deutschssprachigen
evangelischen G emeinden in Portugal
M adeira , 17. - 19. Oktober 2014
mit R eferentin P rälatin M artina Natt aus K assel
Prälatin Natt kommt aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die Mutter von drei Töchtern war
viele Jahre lang Gemeindepfarrerin und dann in kirchenleitenden Funktionen tätig. Seit 2010 ist sie als Prälatin
der Landeskirche die theologische Stellvertreterin des Bischofs. Gleichzeitig ist sie für die Pastorinnen und Pastoren in Kurhessen-Waldeck zuständig sowie für das Ressort der Gemeindeentwicklung.
Die Gemeindetagung im Oktober auf Madeira wird Prälatin Natt mit ihrem Vortrag, aber auch im persönlichen
Gespräch und beim Gottesdienst begleiten. Die Gemeinde auf Madeira bittet schon jetzt alle Schwestern und
Brüder aus den Geschwistergemeinden in Portugal und alle Freunde und Interessierten in Deutschland, sich den
Termin 17. -19.10.2014 im Kalender vorzumerken. Ausführlichere Informationen folgen im nächsten „Boten“.
Ein besonderer Ernte-dank
In
unserem
Gottesdienst
zum
Erntedank wurde es in diesem Jahr sehr persönlich.
Wir hielten in Dankbarkeit und Freude Rückschau auf den 90.Geburtstag von Arnd Oelsner.
Detail Kreuzigung im Portal der Kapelle
Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Auch
wenn einem die Gestalt und das Material (Kunststoff ) der
Kunstwerke nicht gefällt – eine Auseinandersetzung mit ihren biblischen und theologischen Inhalten lohnt auf jeden
Fall.
Die Künstlerin hat ihr eigenes Werk mit einem Kommentar
versehen, den sie sich bei der italienischen glühenden Marienverehrerin und Gründerin der „Fokolarbewegung“ Chiara
Lubich (1920-2008) ausgeliehen hat:
„Tretet ein in diese Kirche mit vollem Herzen und Vertrauen
und fragt nach Gott. Singt und betet, öffnet eure Herzen
und eure Arme für die Mutter der
Menschlichkeit.“
Also besuchen Sie uns mal, treten
Sie ein, fragen Sie nach Gott, singen
und beten Sie…
Hans Uwe Hüllweg
Pfarrer in der DEK A
Seit 26 Jahren wird er nicht müde der Gemeinde Madeira immer wieder Mut zu machen zum christlichen
Dienst in Wort und Tat an Menschen von nah und fern.
Die Worte des Apostel Paulus aus dem 2.Kor.9,6: Wer
da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer
da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen, sind
Worte, die Arnd Oelsners beharrlichen und begeisterten Einsatz für die Gemeinde trefflich beschreiben.
Unser aller Dank gilt Gott für die Verbundenheit im Glauben, die
unsere Gemeinschaft in guten wie in schwierigen Zeiten trägt.
Einen von der Liebe Christi überzeugten Menschen wie Arnd Oelsner als „Steuermann“ in
der Gemeinde zu haben ist Gnade und Segen!
In ökumenischer Herzlichkeit sang Stephan Adams
von der Anglikanischen Kirche den wunderschönen Segen: A Clare Benediction von John Rutter.
Natürlich fehlte auch nicht die Geburtstagstorte mit
viel Gesang beim Kirchenkaffee für unseren Jubilar.
Ilse Everlien Berardo
Herzliche Einladung
G ottesdienste im Dezember
1.12. mit anschließender Adventsfeier
24.12. Heilig Abend
31.12 Silvester
Die Gottesdienste beginnen
um 16h00.
Madeira
Algarve
Eigentlich sollte Ende Oktober Schluss sein. Das Portal der
Kapelle von Carvoeiro, in der wir seit 21 Jahren zu Gast
sind, sollte wieder verschlossen bleiben, so wie immer, wenn
nicht gerade die Messe oder unser Gottesdienst stattfindet.
Anders als in Deutschland sind ja die meisten normalen Kirchen in Portugal unter der Woche geschlossen. Es sei denn,
die Kirche stellt eine gewisse touristische Sehenswürdigkeit dar, wie etwa die Sé in Lissabon oder die mit Azulejos
vollständig ausgekleidete Kirche São Lourenço in Almancil
bei uns im Algarve; dann aber muss man in der Regel einen
Obolus berappen, um eintreten zu können.
ist ein grosser
14
„Die K irche
ist kein
15
K ind
sie steht immer mit einem
Der Lyriker , Dichter und Theologe
der
Zeit,
Bein
christian
sondern
ausserhalb“
L ehnert
im
Gespr äch
Die FAZ zählt Christian Lehnert zu den besten deutschen Lyrikern der Gegenwart. Im Alltag leitet der Dichter und Theologe
ein Leipziger Institut, das den Gottesdienst erforscht. Im Interview mit evangelisch.de reflektiert Lehnert über die Postmoderne
und das „krasse Missverhältnis zwischen äußerlichen Aktivitäten und innerer Dürre“ in weiten Teilen seiner evangelischen Kirche.
Zugleich entwickelt er ungewöhnliche Gedanken zur heutigen Aufgabe von Kirche, Liturgie und religiöser Sprache angesichts des
unsagbaren „Abgrunds der Gotteserfahrung“.
H
err Lehnert, die Religion hat es – wie
die Poesie – in der postmodernen Gesellschaft schwer, sich zu artikulieren.
Woran liegt das?
Brauchen wir eine widerspenstigere Kirche?
Lehnert: Ich glaube, die Theologen und die religiös Wachen müssen vor allem einem Verständnis von Christentum als Weltanschauung entgegenarbeiten. Die Kirche ist
kein Kind der Zeit, sondern sie steht immer mit einem
Bein außerhalb. Das gehört seit dem Urchristentum zu ihrem Wesen. Und das macht heute ihre Stellung so problematisch. Es gibt in der Kirche heute leider oft die Tendenz
zur gefälligen Anpassung.
Lehnert: Zum Beispiel wenn sie sich so darstellt, als sei sie
eine Organisation – wie etwa eine Partei oder Gewerkschaft.
Eine Organisation, die effizient irgendwelche Eigeninteressen vertritt und sich mit Methoden des Qualitätsmanagements verbessern lässt. Das
erschwert es Außenstehenden
ungemein, wahrzunehmen, dass
es auf eine unsichtbare Kirche
ankommt. Dass Kirche eher ein
von Gott gestifteter Strömungsprozess ist, der immer ins Offene
führt und sich doch nach außen
in Form von Liebe zeigt. Eine
Strömung mit unabsehbaren Folgen – nichts ist beunruhigender!
Was wäre in der heutigen Situation die Aufgabe der Kirche?
Lehnert: Ich glaube, wir sollten
Kräfte sammeln, in Ruhe. Sollten
uns wieder stärker auf das „Herz“
der Kirche besinnen: nämlich auf
Gottesdienst, Gebet, Spiritualität. Das ist keine weltabgewandte
Selbstbespiegelung, denn es hat
immer auch eine diakonische und
politische Wirkung. Nur besteht
heute ein krasses Missverhältnis
zwischen den vielen äußerlichen
Aktivitäten unserer Kirche und
ihrer inneren Armut und Dürre.
Was kann man als Einzelner tun in dieser Situation?
Lehnert: Ihre Frage zeigt, dass da ein Missverständnis vorliegt. Es ist ja keine Frage des Tuns, sondern des Lassens,
des Geschehenlassens, des Sich-Öffnens für eine mögliche
Gotteserfahrung! Das geschieht dann individuell sehr unterschiedlich. Ich denke, die Kirchen haben in dieser Dürreperiode vor allem die Aufgabe, keine großen Innovationen
oder Wachstumsprojekte zu unternehmen, sondern die be-
Welche Rolle spielt da der Gottesdienst, die Liturgie?
Lehnert: Der Gottesdienst hat wesentlich eine Statthalterfunktion. Die Liturgie zeugt davon, dass etwas dagewesen
ist und Spuren hinterlassen hat... der unverfügbare Gott.
Wir als Christen leben in der Hoffnung, dass sich diese Spuren stets wieder in Stätten der Gotteserfahrung verwandeln
können, dass der Geist einströmt.
Das geschieht ja auch immer wieder in Gottesdiensten.
Lehnert: Ja, punktuell schon. Wir sollten uns nur vor der
Versuchung zu hüten, Gotteserfahrungen selbst fabrizieren zu wollen. Sie spiegelt sich in der häufigen Forderung,
Gottesdienste müssten Erlebnisqualität haben, müssten
umwerfend gut inszeniert sein.
Nein! Ich glaube, die Wahrheit
des Christentums wird heute
in den kleinen, ganz normalen,
traditionellen Gottesdiensten
gelebt und verantwortet. Ich
persönlich meide alle Arten von
besonderen Gottesdiensten wie
der Teufel das Weihwasser! Ich
bin äußerst skeptisch gegenüber einer in der EKD derzeit
maßgeblichen
Eventkultur.
Nehmen Sie das Lutherjubiläum 2017: Da wird mit großem finanziellen Aufwand der
Eindruck erzeugt, man könne
religiöse Erfahrungen medienwirksam darstellen, gar erzeugen mittels guter Organisation
und Musik, menschlichen Massen und einer an der Popkultur
orientierten Ästhetik. Und genau das funktioniert nicht!
Welche Gefäße sind es, die
die Kirche Ihrer Ansicht
nach heute polieren sollte? Die klassische lutherische
Messe zum Beispiel?
Lehnert: Ich meide jeden Positivismus, gerade im religiösen Feld. Was solche Gefäße sind, muss man immer in der
Situation erspüren und im Gespräch aushandeln. Auf jeden
Fall gilt: Die Verabschiedung von etwas, das sich über Jahrhunderte bewährt hat, ist begründungsbedürftig – und nicht
seine Beibehaltung. Das Neue ist nicht für sich schon ein
höherer Wert.
Ich besuche viele verschiedene evangelische Gottesdienste und erlebe dabei oft, wie die Liturgie durchmoderiert und zerredet wird. Sie als Liturgiewissenschaftler bilden künftige Pfarrer aus. Was raten Sie denen?
Lehnert: Wir erleben tatsächlich eine Verschulung des
Gottesdienstes. Er wird missverstanden als Lehrstunde
für christliche Weltanschauung. Nichts ist für einen Segen
tödlicher, als wenn vorher erklärt wird, was ein Segen sei.
Denn so zerstöre ich die Offenheit auf das ganz Andere
hin. Anders als die Predigt braucht die Liturgie eine heilsame Unverständlichkeit und Unverfügbarkeit.
Oft wird argumentiert, man schließe kirchenferne
Gottesdienstbesucher aus, wenn man ihnen die fremden Riten nicht erklärt.
Lehnert: Nach meiner Erfahrung ist genau das Gegenteil
richtig: Jemand, der nie in die Kirche geht, erwartet nicht,
dass er dort alles versteht. Er freut sich im günstigen Fall sogar daran, dass alles anders ist, als was er gemeinhin erlebt.
Dass der Gottesdienst eben etwa keine Talkshow ist, keine
Meinungsbildung. Der Gottesdienst braucht Elemente,
die die Feiernden übersteigen
– sprachlich und emotional.
Elemente, die Lücken reißen.
Nur so kann es gelingen, so
etwas wie Gottesfurcht wiederzuentdecken. Wichtig sind
da Momente der Stille – und
eine poetische Sprache in den
Gebeten. Sprachbilder, die
die Kraft haben, produktiv zu
verstören, die hineinführen in
den Abgrund der Gotteserfahrung.
Sie sprechen von „Abgrund“. Kann man den Kern
der christlichen Botschaft
auch positiver formulieren?
Lehnert: Das geht eben nicht!
Denn damit tappe ich schon
wieder in die Falle „christliche Weltanschauung“. Der
Kern unseres Glaubens ist
etwas Unsagbares, Bildloses,
Undarstellbares. Alle Worte und Formulierungen der Tradition umkreisen es nur
wie einen Kraterrand. Die eigentliche Botschaft ist nicht
sprachlicher Natur. Das ist wie bei Liebenden. Wenn der
Partner einen fragt: „Liebst du mich?“, dann ist die richtige
Antwort meist kein sprachlicher Ausdruck, sondern Zärtlichkeit, ein Blick... Und genau das gilt auch für den Glauben. Sein Wesen besteht nicht in der Kenntnis von Fakten.
Wichtig ist die Beziehung – das, was jenseits von Sprache
und Aussage geschieht. Daher kommt die Kraft! Deshalb
kann ich keine Aussagen über den Kern der christlichen
Botschaft formulieren. Das Bild vom Abgrund ist vielleicht
zu negativ, sprechen wir lieber von einem Sog, der mich
hineinzieht in etwas.
Quelle: evangelisch.de 12.8.2013
Themenseiten
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Christian Lehnert: Dafür gibt es verschiedene Gründe.
Etwa die verbreitete Angst
vor dem Fremden, gar ganz
Anderen, dem Unverfügbaren, das technisch-rational
nicht zugänglich ist. Diese Zeitstimmung macht
es jeder Reflexion über
Tod, Schönheit und Transzendenz schwer. Für viele
Zeitgenossen ist es absolut
plausibel, wenn man sagt:
„Religion macht gesund.
Macht
glücklich.
Hilft
das Leben zu bewältigen.
Schenkt Gemeinschaft. Liefert Werte.“ Aber das sind
rein innerweltliche Begründungen. So macht man das
Christentum zu einer Weltanschauung neben anderen.
Dass Religion vor allem verstört, mein Lebenskonzept
radikal in Frage stellt, das
ist für viele Zeitgenossen
unerträglich.
Wo passt sich die Kirche zu stark an?
währten, überlieferten Gefäße zu pflegen, in die dann eventuell wieder etwas einströmen kann.
16
17
missionarisch
...
...
darf
Kirche
sein?
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Wie
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G ottesdienste
L issabon
Evangelische Kirche
Av. Columbano Bordalo Pinheiro, 48
Sonntags um 11.00 Uhr
Pfarrerin Anke Stalling
Pfarrer Stefan Stalling
Prädikantinnen Hildegard Jusek,
Julia Oelrich-Campos, Ursula Caser,
Hannelore Correia, Susanne Burger,
Prädikant Andreas Müller
1.12. Gottesdienst zum 1. Advent
8.12. Gottesdienst und
Kindergottesdienst
15.12. 17h00 Gottesdienst
18h00 Abendessen
19h00 Adventskonzert
22.12. Gottesdienst zum 4. Advent
24.12. 16h00 Familiengottesdienst
mit Krippenspiel
18h00 Christvesper
25.12.Abendmahlsgottesdienst
29.12.Gottesdienst
31.12. 18h00 Gottesdienst zum
Altjahresabend, Sektempfang
5.1.
Abendmahlsgottesdienst
mit Neujahrsempfang
und Kindergottesdienst
12.1.Gottesdienst
19.1.Familiengottesdienst
26.1.Gottesdienst
2.2.
Abendmahlgottesdienst
M adeira
Termine
A lgarve
Kath. Kirche Nossa Senhora
da Encarnação, Carvoeiro
(Kirche auf den Klippen)
1. / 3. Sonntag mit Abendmahl
24.12. 16h00 Christvesper
Pfarrer Hans-Uwe Hüllweg
Prädikant Dietrich Klein
Prädikantin Ingrid Elisabeth Helsen
15.12.
24.12. 12.1. 26.1. Gottesdienst zum 3. Advent
mit RegenbogenTreff
16h00 Ökumenischer
Familiengottesdienst, Igreja Românica de Cedofeita, Porto
Gottesdienst mit anschlies-
sendem Neujahrs-Empfang
Gottesdienst Porto
Gemeindekirchenrat
nach Vereinbarung
Ökumenische Adventsfeier
mit Kinderprogramm
und Besuch des Nikolaus
7. Dezember, 15h30
Meditative Tänze
19. Dezember 16.00 h
Januar nach Vereinbarung
Bibelstudienrunde für Frauen
Di 14-tägig ab 14h30
Infos: Christa Eisele
Tel.: 226 101 261
Krabbelgruppe wöchentlich
Dienstags 16 h. Infos bei Anja Wiest,
Tel. 22 244 28 74
Ihre Evangelische K irche …
… ist für Sie und dich da in L issabon,
in Porto, auf M adeira und am A lgarve .
• Frohe Gottesdienste
• Wunderbare Kirchenmusik
• Konfirmandenkurse und andere schöne Sachen
Wir laden Sie und dich ein, Mitglied zu werden.
Informieren Sie sich unter www.dekl.org
Oder kommen Sie gerne auf Tasse Kaffee
nach dem Segen vorbei.
A lgarve
Infos zu Veranstaltungen und Kreisen
Tel 960 244 439
Veranstaltungen
Gespräche über Gott und die Welt
Kapelle Carvoeiro, 19h00
Chorproben jeden 1. und 3. Donnerstag jeweils um 20h00 in der Kapelle
L issabon
Gemeindekirchenrat
5. Dezember / Januar n.V.
Workshop Dachrenovierung 25.1.
Frühstückstreffen für Frauen
12.12. / 16.1. ab 10h00
Konfirmandentreffen
jeweils 16h00 mit Übernachtung
Sa 7.12. / Sa 1.2.
Ökumenischer Adventsbasar
So 1.12. ab 10h30
Chor JubiLis
Mittwochs 20h00
Adventskonzert
15. Dezember 19h00
Konzert „Coro de Câmara da
Universidade de Lisboa“
Fr 10.1. 21h00
Krippenspielprobe
Sa 21.12. 15h30
Kinderbibeltag mit Übernachtung
18 / 19 Januar
Iberischer Pfarrkonvent
8. - 12. Januar
BarthelsKinderKirche n.V.
Dabei sein ist alles
Schottische Kirche, Funchal
Sonntags um 16.00 Uhr
Pfarrerin Ilse Everlien Berardo
1.12. Gottesdienst, anschließend
Adventsfeier
24.12. Gottesdienst zum Christfest
31.12. Gottesdienst am
Altjahresabend
12.1. Gottesdienst
26.1. Gottesdienst
Porto
Haus der Begegnung
Rua do Mirante, 99
Sonntags um 10h30
Vila Nova de Gaia (Canidelo)
Pfarrer Dr. Udo Grub
Prädikant Johannes Rückert
19
20
21
L eitung: Dr . M anuel S ommer
www.clinicacapa .com
Fachbereiche
Ambulante Suchtpsychotherapie
•
Moderne Süchte
•
Suchtberatung und –Prävention
•
Familienberatung
•
Allgemeine klientenzentrierte Psychotherapie und Beratung
•
Telefon: 21 419 55 51/8 Rua Sacadura Cabral, 41A
1495-702 Cruz-Quebrada
Deutsche Evangelische
K irchengemeinde Porto
Deutsche Evangelische
K irche im A lgarve
Avenida Columbano Bordalo Pinheiro, 48
1070-064 Lisboa
)217 260 976
Fax: 217 274 839
E-Mail: dekl1@hotmail.com
www.dekl.org
Sekretariat: Petra Perzl
Di. -Fr. 9.00 bis 13.00 Uhr
Vorsitzender: Stephan Stieb ) 214685975
Stellv. Vorsitzende:
Julia Oelrich Campos ) 967142423
Pastorin:
Anke Stalling
Pastor:
Stefan Stalling
) 217 260 976 / 918 973 807
Bankverbindungen:
BPI: 0-4076471.000.001
NIB: 0010 0000 4076 4710 001 25
IBAN: PT50 0010 0000 4076 4710 001 25
Swift/BIC: BB PI PT PL
und:
Bank für Kirche und Diakonie Duisburg
Konto: 101 2096 018
BLZ: 350 601 90
Haus der Begegnung Rua do Mirante, 99
4400-525 Vila Nova de Gaia – Canidelo
Tel.: 227 722 216
www.dekporto.blogspot.com
Vorsitzende: Ulrike Busch Gradim
) 252 891 835 TM: 966 963 466
E-Mail: u.gradim@mail.tmn.pt
Pfarrer: Dr. Udo Grub
Tel.: 227 729 825 TM: 913 296 812
Nutzung des Begegnungshauses:
Info bei Frau Busch ( TM s. oben)
Bankverbindungen:
Banco Totta & Açores in Foz/Porto
NIB: 0018.0000.3918.7226.001.07
IBAN: PT50001800003918722600107
BIC: TOTAPTPL
Bank für Kirche und Diakonie Duisburg
Kto-Nr.: 101 3058 012, BLZ: 350 601 90
Regenbogentreff:
IBAN: PT50001800031814363602042
BIC: TOTAPTPL
Postanschrift: DEKA, Apt. 1024,
8401-908 Carvoeiro – Lagoa
www.deka-algarve.com
Deutscher Evangelischer Friedhof
Rua do Patrocínio 59, Lissabon
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag
9.00 - 13.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr
Sonntag 9.00 - 13.00 Uhr
Montag geschlossen
Friedhofswärterin:
Frau Dulce Gil ) 213 967 225
Friedhofsbeauftragte:
Ursi Caser ) 214 561 100
Estadio Nacional
Deutsche Evangelische
K irche auf M adeira
Informationen und Kontakte:
Pfarrerin Ilse Everlien Berardo
) 291 765 913 Fax: 291 775 189
E-Mail: everlien@gmail.com
Vorsitzende: Stefanie Seimetz
E-mail: casa-vital@sapo.pt
www.dekl.org
Vorsitzende: Ingrid Helsen
E-Mail: gem@deka-algarve.com
) 282 341 952 TM: 967 164 569
gem@deka-algarve.com
Pfarrer: Hans-Uwe Hüllweg
Bankverbindung: DEKA
Kto-Nr.: 256 207630035
NIB: 0032 0256 0020 7630 035 40
IBAN: PT50 0032 0256 0020 7630 035 40
BIC/SWIFT: BARCPTPL
Barclays Bank Plc.
Agência de Carvoeiro Estrada do Farol, 84
8400-505 Carvoeiro-Lagoa
I mpressum
Die Deutsche Evangelische Kirchengemeinde Lissabon ist eine eigenständige,
vertraglich mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verbundene Einrichtung.
Sie ist als eine nach portugiesischem Recht anerkannte Religionsgemeinschaft im Registro das
Pessoas Colectivas Religiosas unter der Nº 759/20080403 registriert. Sie trägt sich
überwiegend aus den Beiträgen und Spenden ihrer Mitglieder und Förderer.
Mitgliedsbeiträge und Spenden sind in Portugal und in Deutschland steuerlich
absetzbar. Der Bote aus Lissabon wird im Auftrag des Gemeindekirchenrates der
Deutschen Evangelischen Kirchengemeinde Lissabon herausgegeben.
Redaktion: Pastor Stefan Stalling. Erstellungspreis: 2,00 € Auflage: 600.
Propriedade da Igreja Evangélica Alemã de Lisboa
(RPCR Nº 759/20080307 e Nº 773/20080403; NIPC: 592 007 707)
Redacção e Administração: Av. Columbano Bordalo Pinheiro 48, ) 217 260 976.
Publica-se cinco vezes por ano sob ordens e responsibilidade do presbitério pelo Padre Stefan Stalling. Preço: 2,00 €. Composto e impresso nos Serviços de PAC-Artes
Gráficas, Lda., Depósito legal 7615/85.
Redaktionsschluss N° 2 / 2014 Februar / März 2014: 05.1.2013.
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Deutsche Evangelische
K irchengemeinde L issabon
werden in unseren
Gemeinden
Dezember
01. J. Gerolf Roth, Lissabon, 79 Jahre
03. Ingrid Sousa de Quade, Funchal, 74 Jahre
10. Marianne Wedel, Vila Nova de Gaia, 74 Jahre
13. Dr. Fritz Hoppe, Parede, 80 Jahre
13. Siegmar Jusek, Praia das Maçãs, 79 Jahre
20. Nuno Feodor Grossmann, Lissabon, 72 Jahre
22. Heidemarie Nascimento, Oeiras, 73 Jahre
28. Elisabeth Daehnhardt, Cascais, 75 Jahre
Januar
01. Else Anna de Almeida, Colares, 82 Jahre
08. Willibald Recktenwald, Caniço de Baixo, 77 Jahre
15. Hans Diether Zickermann, Lissabon, 78 Jahre
17. I. Gertraud C. Roth Pina, Lagoa, 72 Jahre
19. Marianne Winkelhane, Vila do Conde, 73 Jahre
20. Marianne Biermann, Buchholz, 81 Jahre
20. Dorothea Jerosch-Herold, São Pedro do Estoril, 78 Jahre
22. Klaus Schulz, Colares, 72 Jahre
25. Johanna Rodrigues Wippert, Parede, 73 Jahre
29. Gudrun Wittmer, Alfragide, 78 Jahre
Wer hier nicht genannt werden möchte,
melde sich bitte im Pfarramt der Dekl.
Es
wurde getauft
Vor G ott gaben
sich das Ja-Wort
Wir trauern um
Vera Steinmetz Silva, Porto, 88 Jahre
Helmut Golf, Sesimbra, 70 Jahre
1936 - 1963
und älter
Rückblick auf das Konfirmationsjubiläum:
ein wunderbarer Tag
„Unsere Stallings“ erweiterten den Kreis und luden zum
20. Oktober 2013 zu einem Festgottesdienst alle ein, die
vor 50 oder mehr Jahren als Konfirmanden ihren Glauben bestätigt haben. Und der Zuspruch war groß, weil
die Idee gut war. Es fanden sich über 30 „Ehemalige“
zu einem, von beiden Pastoren gestalteten, sehr festlichen Gottesdienst mit Chorbegleitung ( JubiLis – wie
schön!) und Abendmahl in der D ekl zusammen. Die
älteste Konfirmandin mit 93 Jahren wurde schon 1936,
also 2 Jahre nach der Weihung der Kirche, in Lissabon
konfirmiert, die jüngste feierte Goldene Konfirmation
(konfirmiert 1963). Viele der Anwesenden wurden in den
Jahren danach ebenfalls in der D ekl konfirmiert, aber
es gab auch zahlreiche Besucher, die an anderen Orten
in der Welt ihre Konfirmation gefeiert haben, in Hamburg, in Ostpreußen, in Chile und Brasilien … Für jeden
wurde der Konfirmationsspruch noch einmal verlesen,
Gottes Segen erteilt und eine Erinnerungsurkunde überreicht. Nach dem Segen wurde ein Foto aller Konfirmanden vor dem Altar gemacht (das sehen Sie rechts).
Anschließend war im Restaurant „Gondola“ an der
Praça de Espanha ein separater Raum für alle Teilnehmer mit ihrer Begleitung für ein Festessen reserviert
und in fröhlicher, lockerer Atmosphäre, bei gutem Essen,
wurden intensiv Erinnerungen ausgetauscht.
Zum Abschluss gab es in der Kirche noch einen besonderen Kunst- und Hörgenuss. Der Chor „vocapella“ aus Bielefeld, gerade zu Besuch in Lissabon,
erfreute uns mit ausgesucht schöner Chormusik, sakral und weltlich. Mit einem gemeinsam gesungenen Volkslied „Der Mond ist aufgegangen“ auf dem
Kirchenvorplatz ging ein sehr schöner Tag zu Ende.
Wir sagen Anke und Stefan ein herzliches Dankeschön
für Idee und gelungene Durchführung des „Konfirmationsjubiläums“.
Anne und Horst H. Meyer
Ehe denn die Berge wurden
und Erde und Welt geschaffen wurden,
Ökumenische Gemeindereise nach
Andalusien im April 2013
Freude & Leid
Schon die Idee war gut. Und die hat nicht jeder. Aber
unser Pastorenehepaar Anke und Stefan Stalling hatte
sie und setzte sie um. Eine Einladung zur Erinnerung
an die Konfirmation! Und wer erinnert sich nicht gern
an die eigene Konfirmation vor vielen, vielen Jahren
und kennt auch immer noch seinen Konfirmationsspruch... In vielen Gemeinden in Deutschland wird
ebenfalls zur „Goldenen Konfirmation“ eingeladen,
manchmal auch schon zur „Silbernen“ oder sogar zur
„Diamantenen“, aber jeweils nur ehemalige Konfirmanden, die in der jeweiligen Kirche konfirmiert wurden.
Christen erinnern sich ihrer Konfirmation
70 Jahre
23
Lissabon 20. Oktober 2013
22
bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Psalm 90,1f
Etwa 5.000 € sind an Spendengeldern schon eingegangen.
80.000 € sind unser Ziel. Somit sind bislang 6 % des Daches gedeckt.
Helfen Sie mit, unser Gotteshaus zu erhalten.
Spendenaktion für ein neues Kirchendach in Lissabon
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Seele and Geist
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