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Inhalt 82.indd - Gemeinde Niedergösgen

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s Dorfglüüt
Mitteilungsblatt der Einwohnergemeinde Niedergösgen
Nr. 82
Oktober 2014
inhalt
Was finde ich wo?
Editorial1
Aus der Gemeinde
2
6
7
Aus dem Schlosshof
Aufruf an alle Hobby-Fotografen!
Ich stelle mich vor
Aus den Kommissionen
8
Wasserversorgung Niedergösgen / Wasserkommission
Aus den Kirchen 10
13
14
KILADA 2014 vom 9. April bis 11. April
Pastoralraum Gösgen –
Ein halbes Jahr nach der Errichtung
Aus dem reformierten Pfarramt
Aus der Schule geplaudert 19
Sommerlager Lenk, 6. bis 13. Juli 2014
Aktuell 22
23
24
Begegnung zum Advent im BPZ Schlossgarten,
Samstag, 22. November 2014
Stundenhilfeverein (Haushalthilfe) Niedergösgen
Für Späteinsteiger beim Advents-Chor Niedergösgen/
Schönenwerd/Eppenberg/ Wöschnau 2014
Veranstaltungen
25
28
29
33
Das kleine Welttheater – Wenn Narren sich maskieren
10 Jahre Kita Sternschnuppe
Gelungener Ferienpass 2014
Was Kinder über den Ferienpass 2014 sagen
Aus den Vereinen 34
36
37
39
Die Samaritervereine Schönenwerd und Niedergösgen
vertiefen ihr Wissen.
Samariterausflug 2014
Interessantes von der Musikgesellschaft
Nijmwegen 2015: Erstes Treffen in Holland
Sport 42
INDIACA-Saison 2013/2014
Jugendseite 45
Pfadi Gösgen im KaLa 2014
Aus der Ferne 47
52
UNSER JAKOBSWEG – ein kurzer Erlebnisbericht
Ein Ausland-Gösger berichtet
Im Dienst am Nächsten 54
55
57
Oldtimerausfahrt mit Bewohnern des BPZ Schlossgarten
Feueralarm im BPZ Schlossgarten
Mitarbeitende des BPZ Schlossgarten
für einen Tag im Emmental
Garage Marti AG erweitert in Niedergösgen
Aus dem Gewerbe 59
Zivilstandsnachrichten 60 Wir gratulieren
61 Geburten
62 Trauungen
62 Todesfälle
Wann, wo, wer, was64 Veranstaltungen
Lasst hören aus alter Zeit66
editorial
«Freiwillige vor», hiess es anlässlich der letzten Redaktionssitzung, als es um das Schreiben des Editorials ging. Da ich mich schon
länger nicht mehr dafür gemeldet hatte, stellte ich mich also zur Verfügung. Nun sitze ich
an meinem Schreibtisch und überlege, über
was ich denn überhaupt schreiben könnte.
Richtig, da war doch das miese Wetter in diesem Sommer, welches uns die Laune trübte
und auch vielen Veranstaltungen einen Strich
durch die Rechnung machte. So wurde auch
aus dem Sommerlager der Schule eine ziemlich nasse Angelegenheit und die diesjährige
Theatersaison fand bei schon fast winterlichen Temperaturen statt. So waren wärmende Mäntel und Wolldecken angesagt, statt
Openairfeeling.
Immerhin fanden aber trotz schlechtem
Wetter auch in diesem Sommer zahlreiche
Anlässe in unserem Dorf statt und einige
davon auch bei tollem, sommerlichem Wetter. In unserer neuen Ausgabe berichten wir
über einige davon. Viele weitere fanden auch
noch statt, haben den Weg aber nicht in Berichtform zu uns gefunden. Dies ist denn
gleich auch als Aufruf zu verstehen: «Senden Sie uns Berichte über Ihre Anlässe, nur
so können wir das Dorfglüüt interessant und
abwechslungsreich gestalten».
Zwei gute Beispiele für eine Leserbeteiligung
finden Sie auch in dieser Ausgabe. So meldete sich ein Ausland-Gösger mit der Idee, im
Ausland lebende Niedergösger könnten doch
über ihr Leben und ihre Erfahrungen berichten. Diesen Ball haben wir natürlich gleich zurückgespielt und er wurde, erfreulicherweise,
aufgenommen. Zudem berichten in diesem
Heft Margrith und Hans Belser über ihre Erlebnisse und Eindrücke, die sie als Velopilger auf
dem Jakobsweg gesammelt haben.
Dass unser Dorfleben durch so zahlreiche Veranstaltungen attraktiv gestaltet wird, ist den
vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern zu
verdanken, welche sich für die entsprechenden Angebote engagieren. Helfende Hände,
die immer mehr gefragt und gesucht sind. So
weist die Wasserkommission in einem Bericht
in dieser Ausgabe auf die aktuelle Unterbesetzung der Kommission hin und ruft Interessierte auf, sich für die Mitarbeit in der Kommission zu melden. Auch die Redaktion des
Dorfglüüt würde sich über neue Kolleginnen
und Kollegen freuen. Einige der dienstälteren
Mitwirkenden würden gerne ihren Platz frei
machen. Lust auf mehr? Melden Sie sich bei
uns!
Nun schaue ich zum Fenster hinaus und
lass mich von der Herbstsonne noch etwas
wärmen. So mies wie der Sommer war, so
schön waren nun die ersten Septemberwochen. Die Hoffnung also ist da, dass auch die
vier Wochen bis zur Erscheinung der neusten
Dorfglüütausgabe noch zu einem goldenen
Herbst werden. Dies wäre dann doch ein
schöner Trost für die kalten Sommertage.
Anfang November sind dann die Tage bereits
wieder kurz und oft von Nebel geprägt und
schon bald sind es die Adventsanlässe und
Weihnachtsmärkte, die die Veranstaltungskalender prägen. In diesem Sinne wünsche
ich Ihnen schon jetzt besinnliche Tage und
alles Gute.
Beat Fuchs
1
aus der gemeinde
Aus dem Schlosshof
gehoben, dass durch das neue Konzept die
künftigen Investitionen gesenkt werden können. Der Gemeinderat unterstützt dies und
beauftragt die Feuerwehrkommission, ein
Pflichtenheft für die Beschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges auszuarbeiten.
Antonietta
Liloia-Cavaliere,
Gemeindeschreiberin
Gemeinderat
Fahrzeugkonzept der Feuerwehr
Vertreter der Feuerwehrkommission haben
dem Rat ihr neu erstelltes Fahrzeugkonzept
vorgestellt. Mit dem Konzept sollen heutige
und künftige Anforderungen erfüllt und die
Leistungsfähigkeit der Feuerwehr gewahrt
und verbessert werden. Es wurde hervor-
Feuerwehr hat Fahrzeugkonzept erstellt.
2
Bevölkerungsschutz Mittelgösgen
Die Zustimmung des Kantonsrates zur Umsetzung der Massnahmen bezüglich Teilrevision
des Einführungsgesetzes zur eidgenössischen
Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetzgebung
ist nach heutiger Einschätzung sehr wahrscheinlich. Demnach sollen Kreise in der Grös­
senordnung von 20‘000 Einwohnern gebildet werden. Nun wird ein Zusammenschluss
der Kreise Mittelgösgen und Schönenwerd
geprüft. Die Bevölkerungsschutzkommission
Mittelgösgen mit den Gemeinden Niedergösgen, Obergösgen, Lostorf, Stüsslingen und
Rohr funktioniert sehr gut. Der Gemeinderat
wurde um dessen Stellungnahme zum Zusammenschluss mit Schönenwerd gebeten.
Dieser ist grundsätzlich bereit, einen Zusammenschluss gutzuheissen. Derzeit werden die
Vereinbarung und das Budget geprüft. Die
Entscheide für oder gegen eine Fusion werden schliesslich an den Gemeindeversammlungen gefällt.
Komitee pro Neuer Finanzausgleich
(NFA)
Der Gemeindepräsident informierte die Ratsmitglieder über das neu gegründete Komitee
pro NFA. Beim neuen Finanzausgleich wird
auch die Steuerkraft der Gemeinden gewertet. Die neusten Berechnungen zeigen, dass
die meisten Gemeinden besser fahren, wenn
der NFA eingeführt wird. Ebenso ist das sogenannte Monitoring eingeschlossen. Das
heisst, der Kantonsrat muss nach vier Jahren
schauen, wie sich der NFA auf die Finanzen
der einzelnen Gemeinden ausgewirkt hat
und hat dann die Möglichkeit, diesen anzupassen. Niedergösgen fährt auf alle Fälle besser, wenn der NFA eingeführt wird.
Behörden- und Verwaltungsanalyse
Die Firma Res Publica, Bern, wurde mit der
Behörden- und Verwaltungsanalyse beauftragt. Es wurden verschiedene Gruppen wie
Projektleitung, Arbeitsgruppe Behörden und
Arbeitsgruppe Verwaltung gegründet. Die
Firma Res Publica hat ebenso Interviews mit
verschiedenen Mitarbeitenden und Behördenmitgliedern durchgeführt und kürzlich
fand die Klausurtagung mit dem gesamten
Gemeinderat und dem Kader statt. In einem
nächsten Schritt werden die Gemeindeordnung und die Dienst- und Gehaltsordnung
überarbeitet und zur Vorprüfung dem Kanton zugestellt. Ziel ist es, die neuen Reglemente der Budgetgemeindeversammlung
vorzulegen.
Gemeinderat lässt Verwaltung und Behörde analysieren.
3
Abschreibungen und Erlasse
Der Gemeinderat schrieb unlängst uneinbringliche Steuern im Umfang von
Fr. 90 217.35 ab. Ebenso wurden etliche
Erlassgesuche behandelt, die jedoch nur teilweise, zum Betrag von insgesamt Fr. 3902.–
gutgeheissen wurden.
Spitex
Die Spitex-Betriebsbewilligung des Kantons
läuft demnächst aus. Es ist bekannt, dass
die Spitex daran ist, eine neue Leistungsvereinbarung zu erarbeiten. Auf Antrag eines
Ratsmitglieds möchte der Gemeinderat sich
entsprechend vorbereiten, indem er sich mit
etlichen alten Unterlagen bedienen lässt.
Schule
Jokertage mit Ausnahmen
Gemäss Vollzugsverordnung zum Volksschulgesetz können Schülerinnen und Schüler
dem Unterricht während zweier Tage pro
Schuljahr ohne Angabe von Gründen fernbleiben. Der Gemeinderat hat auf Antrag der
Schulleitung folgende Termine für den Bezug
von Jokertagen ausgeschlossen:
• Schultag nach den Sommerferien
• Jugendfest
• Orientierungsarbeit 5. Klasse
• Vergleichsarbeit 6. Klasse
Bau und Planung
Ortsplanrevision
Der Rat hatte sich im Rahmen der Ortsplanrevision (OPR) mit dem Thema Ortsbildschutzzone und Zonenplanstrategie auseinanderzusetzen. Er wurde dabei von Frau Barbara
Wittmer vom Planteam S, Solothurn, kom-
4
petent begleitet. Sie erläuterte dem Rat die
nächsten Schritte in Sachen OPR und erklärte, dass das Plantema S das Zonenreglement
überarbeitet. Die Überarbeitung des Baureglements wird durch die Bau- und Planungskommission übernommen.
Der Rat stimmte der Umzonung von Reservezonen in Landwirtschaftszonen zu, legte
für bestimmte Gebiete eine Gestaltungsplanpflicht fest und brachte gewisse Regelungen
zur Ortsbildschutzzone an. Ende August fand
eine Begehung mit Fachleuten statt, welche
Grundlage für weitere Entscheidungen bot.
Ebenso besprach der Rat die Bereiche Erschlies­
sungsplan, Strassenklassierungen, Baulinien,
Langsamverkehr, Waldbaulinien, Erschlies­
sung Schachen und Inseli sowie das Gebiet
Kreuzacker-/Bözachstrasse.
Abschliessend erteilte der Rat dem Planteam
S den Auftrag für die Nutzungsplandigitalisierung. Hier darf mit einer Kostenbeteiligung des Kantons gerechnet werden.
An der Zilempstrasse ist der Bau eines Mehrfamilien- und Gewerbehauses geplant. Die
Strasse ist aktuell nur teilweise ausgebaut. Im
Zusammenhang mit dem geplanten Neubau
drängt sich der Ausbau der Zilempstrasse
auf. Der Rat beschloss folglich, dass die Stras­
se gemäss Erschliessungsplan ausgebaut
werden soll. Die Werkkommission wurde
damit beauftragt, das entsprechende Projekt
auszuarbeiten und zu berechnen.
Stand der aktuellen Situation Ausbau
Aarepapier
Die Herren Andreas Wermuth (CEO Aarepapier), und Daniel Frey (Architekt), orientierten den Rat zur aktuellen Situation und
erläuterten das weitere Vorgehen bezüglich
Gestaltungsplan Aarepapier AG. Das Amt
für Raumplanung hat inzwischen einen pro-
visorischen Bericht zur Vorprüfung des Gestaltungsplans übermittelt. Die Prüfung hat
immerhin sechs Monate in Anspruch genommen und enthält einige Auflagen, die nun
bereinigt werden müssen.
Aus Sicht der Aarepapier AG sind zwei «technische» Baugesuche pendent. Es werden
nun Abklärungen getroffen, ob diese bewilligungfähig sind, obwohl der Gestaltungsplan
noch nicht genehmigt ist.
de, weil diese angeblich die Erschliessung einer Parzelle an der Rebenstrasse verzögerte.
Gegen die Perimeterberechnungen sind Einsprachen eingegangen, die derzeit durch den
Gemeinderat behandelt werden.
Personelles
Prüfungserfolg für Feyza Nur Candan
Infrastrukturkommission
Die seit Ende Januar 2014 aktive Infrastrukturkommission hat sich ausführlich mit den
öffentlichen Bauten der Gemeinde befasst
und sich ein Bild über deren Zustand gemacht. Dabei wurde festgestellt, dass insbesondere die Schulhausanlagen ungenügend unterhalten sind und gewisse Mängel
behoben werden müssen. Der Präsident der
Kommission, Martin Kern, präsentierte dem
Rat die Bilder und einen Kostenvoranschlag
zu den auszuführenden Arbeiten. Die Kommission beantragte einen Nachtragskredit
über 60 000 Franken. Aus dem Plenum enstand eine rege Diskussion, und es folgten
für gewisse Arbeiten Vorschläge für andere
Ausführungs-Varianten, sodass das Geschäft
an die Kommission zurückgegeben wurde.
Feyza Nur Candan, Lernende der Gemeindeverwaltung, konnte Ende Juni ihr Diplom zur
Kauffrau Profil E in Empfang nehmen. Feyza
Nur Candan ist nun Absolventin der gesundheitlich-sozialen Berufsmaturität. Gemeinderat und Personal gratulierten der jungen
Kauffrau ganz herzlich zum Prüfungserfolg
und wünschten ihr alles Gute auf ihrem weiteren Weg.
Diverses von der Rebenstrasse
Das Bau- und Justizdepartement hat mit
Verfügung vom 23. Juni 2014 bekannt gegeben, dass der Beschwerdeführer in Sachen
Rebenstrasse seine Beschwerde gegen die
Bau- und Planungskommission und gegen
den Gemeinderat zurückgezogen hat.
Das Verwaltungsgericht verfügt eine Parteientschädigung sowie die Übernahme der
Verfahrenskosten von insgesamt 4000 Franken aufgrund einer Klage gegen die Gemein-
Feyza Nur Candan
5
Demissionen
Aufgrund des Wegzugs aus der Gemeinde
musste der Rat die Demissionen von Gabriella Eng-Müller und Max Eng entgegen nehmen.
Gabriella Eng war als Ersatzgemeinderätin
der SVP seit Beginn der letzten Amtsperiode
im Amt. Max Eng war als Aktuar der Infrastrukturkommission, als Ressortleiter Stras­
sen der Werkkommission, als Vorstandsmitglied der ARA Schönenwerd und als Mitglied
der Überwachungskommission KONI tätig.
Marcel Gygax, Ersatz-Gemeinderat der CVP
und Mitglied der Finanzkommission, trat per
Ende September wegen eines Wohnortswechsels von seinen Ämtern zurück.
Ebenso ist die Kündigung der SchützenhausAbwartin, Evelyn Meier-Amann, per Ende
Dezember 2014 eingegangen. Der Rat dankt
den austretenden Amtsinhabern ganz herzlich für ihr grosses Engagement.
Neuwahlen
Im Gegenzug konnten folgende Wahlen vorgenommen werden:
Bruno Portmann und Rolf Annaheim (beide
parteilos), wurden als Mitglieder der Infrastrukturkommission gewählt.
Giuseppina Gentile-Rotonda (parteilos) durfte als neues Ersatz-Mitglied für das Wahlbüro
willkommen geheissen werden.
René Nicol (CVP), wurde als Mitglied der
Wasserkommission gewählt.
Pia Fuhrer-Schüpbach (parteilos) wurde in
den Vorstand des Zweckverbandes Abwasserregion Schönenwerd gewählt.
Der Gemeinderat freut sich, dass diese Vakanzen besetzt werden können und wünscht
allen viel Freude in ihrem neuen Amt.
Aufruf an alle Hobby-Fotografen!
Wir erstellen wiederum einen Jahreskalender. Wie bereits angekündigt, wurde für das
Jahr 2015 das Thema «Unser Dorf» festgelegt. Hier sind alle Einwohner aufgerufen,
bis am Freitag, 31. Oktober 2014, ihre
Bilder an folgende Mail-Adresse zu senden:
antonietta.liloia@niedergoesgen.ch.
Selbstverständlich können Sie Ihre Fotos auch
auf einer CD oder einem USB-Stick einreichen: Antonietta Liloia, Gemeindeschreiberin, Schlosshof, 5013 Niedergösgen.
6
Wichtig:
Die Fotos müssen in unserem Dorf, im Querformat und in höchster Auflösung (dies ist
direkt an Ihrer Kamera einzustellen!) aufgenommen sein. Vergessen Sie nicht, den Datenträger mit Ihrem Namen und Ihre Adresse zu kennzeichnen. Wir freuen uns schon
jetzt auf eine grosse Auswahl spannender
Bilder unseres Dorfes. Vielen Dank für Ihre
Mitarbeit!
Ich stelle mich vor
und bezüglich meiner Berufswahl noch nicht
sicher war, beschloss ich, in die Sekundarschule E (ehemalige Bezirksschule) zu wechseln. Da mich der Beruf Kauffrau ebenfalls interessierte und man bessere Chancen aus der
Sekundarschule E hat, absolvierte ich mehrere Schnuppertage in verschiedenen Betrieben. Unter anderem auch bei der Gemeinde
in Niedergösgen. Schnell wurde mir klar, dies
ist der perfekte Beruf für mich.
Marina Neuenschwander
Mein Name ist Marina Neuenschwander, ich
bin 17 Jahre alt und wohne in Niedergösgen.
In meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit
meinen Freunden. Auch gehe ich ins Tae Bo
und liebe es zu tanzen.
Als wir in der ersten Sekundarklasse angefangen haben, uns mit dem Thema Berufswahl zu befassen, wusste ich noch nicht genau, welchen Beruf ich erlernen möchte. Ich
schnupperte in zahlreichen Berufen, wie zum
Beispiel Fotografin, Floristin oder Kleinkindererzieherin. Ich habe jedoch gemerkt, dass
mich diese Berufe nicht wirklich überzeugten.
Da ich sehr gute Noten in der Schule hatte,
Eine meiner ersten Bewerbungen schickte ich
an die Gemeinde Niedergösgen. Als ich zum
Bewerbungsgespräch eingeladen wurde und
ich einige Tage später die Zusage der Lehrstelle erhalten habe, war ich überglücklich.
Nun arbeite ich schon seit Anfang August
auf der Gemeinde in Niedergösgen, und es
gefällt mir noch wie am ersten Tag. Im ersten
Jahr bin ich in der Einwohnerkontrolle tätig.
Die Arbeit gefällt mir sehr gut, da sie äusserst
abwechslungsreich und spannend ist. Auch
das Team ist überaus nett und hat mich von
Anfang an gut aufgenommen. Ich habe in
dieser Zeit viel Neues gelernt. Neben den Arbeiten am Computer darf ich auch schon das
Telefon und die Kunden am Schalter bedienen. Ich besuche zwei Tage in der Woche die
Berufsschule in Olten und mache das E-Profil.
Ich bin glücklich, dass ich hier bei der Gemeinde Niedergösgen meine Lehre absolvieren darf. Ich freue mich auf drei spannende,
lehrreiche und schöne Jahre.
Marina Neuenschwander
7
aus den kommissionen
Wasserversorgung Niedergösgen /
Wasserkommission
Informationspflicht der
Trinkwasserverteiler
Um die Abgabe von einwandfreiem Trinkwasser sicherzustellen, wird die Wasserqualität monatlich mittels Proben in externen
Laboren kontrolliert. Diese werden abwechselnd in den beiden Pumpwerken Inseli und
Düberten sowie in den Reservoiren Dorf und
obere Zone entnommen.
Ausnahmslos alle mikrobiologischen Analysen sowie die zweimal jährlich durchgeführte
chemische Untersuchung über die Qualität
des Wassers und dessen Zusammensetzung
entsprachen den geltenden gesetzlichen Bestimmungen.
In den beiden Pumpwerken Inseli und Düberten wird das Niedergösger Trinkwasser gefördert. Dieses stammt zu 100% aus Grundwasser. Das Rohwasser des Pumpwerks Inseli
wird zudem mittels Ozon belüftet.
Die Härte des geförderten Wassers schwankt
zwischen 25 bis 44°fh, der Nitratgehalt zwischen 14 bis 32 mg/l. Im Verteilnetz schwankt
die Härte um 26.5°fh und der Nitratgehalt
um 16mg/l. Weitere und detailliertere Informationen finden Sie auf der Internetseite
«www.wasserqualitaet.ch» unter «5013 Niedergösgen».
Das Wasserleitungsnetz wird, entsprechend
den finanziellen Möglichkeiten, kontinuierlich erneuert und erweitert. Mittels regelmäs­
sigen Kontroll- und Unterhaltsarbeiten am
Leitungsnetz wird die hohe Verfügbarkeit des
Trinkwassers sichergestellt. Trotzdem kommt
es leider immer wieder zu unerfreulichen Leitungsbrüchen.
8
Bitte helfen Sie mit und melden Sie umgehend verdächtige Beobachtungen wie Wasserpfützen bei schönem Wetter, Rauschgeräusche (z.B. bei der Wasseruhr) und sonstige
Störungen im Leitungsnetz unserem Brunnenmeister unter 079 641 34 51.
Wasserkommission
Im Jahr 2013 wurden in zwölf Kommissionssitzungen die zahlreichen Geschäfte wie
Anschlussgesuche, Störungen / Reparaturen,
Projekte, Budget / Investitionsplan etc. behandelt.
Infolge zweier Vakanzen musste die Wasserkommission empfindlich dezimiert in die
neue Legislaturperiode starten. Dies hatte
zur Folge, dass kein Kommissionsmitglied an
einer Sitzung fehlen durfte. Die Kommission wäre nicht mehr beschlussfähig und gezwungen, die Sitzung abzusagen.
Erfreulicherweise hat sich kürzlich René Nicol
bereit erklärt, wieder in der Wasserkommission mitzuarbeiten. An der Kommissionssitzung vom September 2014 wurde das «Neumitglied» herzlich willkommen geheissen.
Doch bereits Anfang 2015 werden erneut
personelle Veränderungen in der Wasserkommission stattfinden. Die Suche nach neuen Mitgliedern bleibt brandaktuell!
Es ist uns ein Anliegen, neue Kommissionsmitglieder seriös und fachkundig in die neuen Aufgaben einzuarbeiten und dadurch
eine geordnete Nachfolgeregelung sicherzustellen.
Interessierte Einwohner und Einwohnerinnen,
welche sich mit Rat und Tat in der Kommis­
sionsarbeit einbringen möchten, sind herzlich
willkommen – Schweizer Staatsbürgerschaft
vorausgesetzt. Entgegen der vorherrschenden Meinung ist keine Qualifikation im Wasserfach erforderlich.
Für weitere Informationen wenden Sie sich
bitte an den Präsidenten der Wasserkommis-
sion, Herrn Benno Spielmann, Rebmattstras­
se 19, abends unter 062 849 79 63.
Wasserversorgung Niedergösgen /
Wasserkommission
Benno Spielmann & Marianne Lehmann
9
aus den kirchen
KILADA 2014 vom 9. April bis 11. April
LADA teilnahmen. Auch war uns das sonnige
und warme Wetter hold, und die Stimmung
war fröhlich und entspannt.
Fröhliches Miteinander war angesagt!
In diesem Jahr trafen sich 40 Kinder und eine
grosse Zahl von Helferinnen und Helfern im
reformierten Kirchgemeindehaus, um miteinander zu singen, zu basteln und biblischen
Geschichten zu lauschen. Nebst diesen Aktivitäten erfuhren die Kinder anhand verblüffender Experimente vieles über die vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft.
Im Vorfeld des KILADAs hat sich das Organisationskomitee einiges einfallen lassen,
um die Spannung an den drei Nachmittagen
hoch zu halten. Zur Freude aller ist das wunderbar gelungen!
Als es an die Planung für das diesjährige KILADA ging, gingen wir davon aus, dass es
wegen der Osterfeiertage inmitten der schulischen Frühlingsferien viel weniger teilnehmende Kinder als in den vergangenen Jahren
haben würde. Umso überraschter waren wir,
dass sich dennoch so viele Kinder angemeldet hatten! In diesem Jahr durften wir viele
Kinder begrüssen, die das erste Mal am KI-
10
Am ersten Nachmittag hörten die Kinder
die Geschichte von Noah und seiner Arche.
Danach erfuhren sie durch Experimente mit
Wasser und Erde allerhand Interessantes. In
drei Gruppen wurden wunderschöne Regenrohre gebastelt.
Auch die Kleinsten waren mit Eifer dabei!
Das Zvieri an diesem Nachmittag schmeckte äusserst gut! Wurde doch auch dort das
Thema des Wassers und der Erde nochmals
aufgenommen.
So ein Würmchen-Erde-Kuchen schmeckt doch
toll!
Am zweiten Nachmittag hörten die Kinder
die Geschichte von Moses und dem brennenden Dornbusch. Eine feurige Angelegenheit!
Auch die vorgeführten Feuerexperimente
trugen dazu bei, dass die Augen der Kinder
immer grösser wurden.
Da Feuer bekanntlich heiss ist, war die gegrillte Wurst natürlich ein Schlemmeressen
für die Kinder!
Mmh! Schmeckte vorzüglich!
Am letzen Nachmittag strömten alle, nach
der Begrüssung und dem Singen hinaus vor
das Kirchgemeindehaus. Für das Gruppenfoto strahlten die Kinder mit der Sonne um die
Wette.
Gespanntes Warten auf den fliegenden Feuer-Teebeutel
11
KILADA 2014: es fehlen Ilona V. und Lea M.
Danach hörten die Kinder die Geschichte
vom Propheten Elia auf dem Berg Horeb.
Damit waren die vier Elemente komplett und
mit der Bastelarbeit eines bunten Windrades
sowie der Demonstration eines in der Flasche
wirbelnden Tornados konnte das Thema Luft
spielerisch verarbeitet werden.
Ein tolles KILADA fand abends sein mittlerweile traditionelles Ende mit einem Apéro
für die Eltern. Es wurde gesungen und den
staunenden Eltern von den Kindern ein spannendes Experiment nach dem andern vorgeführt.
Nun bleibt als Letztes, nochmals allen Mithelferinnen und Mithelfern auf’s Herzlichste
Für die Vorführung beim Eltern-Apéro.
12
zu danken! Ohne eure ehrenamtliche, engagierte Mitarbeit wäre ein solches Lager nicht
auf die Beine zu stellen gewesen! Danke!
Danke! Danke! Ebenfalls geht ein grosser
Dank an die röm.-kath., christkath. und ref.
Kirchgemeinden für die grosszügige finanzielle Unterstützung! Nicht zu vergessen gilt,
dass wir jedes Jahr das Gastrecht im reformierten Kirchgemeindehaus geniessen dürfen!
Für das KILADA 2015 bleibt zu hoffen, dass
das grossartige Team uns weiterhin erhalten
bleibt und wir vielleicht Zuwachs von neuen
MithelferInnen erhalten? Darüber würden
wir uns sehr freuen!
Denise Haas
im Namen des Team KILADA 2014
Pastoralraum Gösgen – Ein halbes Jahr
nach der Errichtung
Als sehr entlastend erlebe ich das Ressort
Katechese. Eine Art Rektorat organisiert den
Religionsunterricht im ganzen Pastoralraum.
Hier werden die Stundenpläne gemacht, Katechetenrunden einberufen, Fördergespräche geführt und Schulbesuche gemacht. Das
Ressort Katechese ist auch zuständig, wenn
jemand ausfällt.
Pastoralraumpfarrer Jürg Schmid.
Die Errichtung ist vorbei, der Pastoralraum ist
Alltag geworden. Am deutlichsten begann ich
dies zu realisieren, als ich mit meinen Kollegen
die Balken im Pfarrblatt mit den Koordinaten
in den einzelnen Pfarreien formulierte.
Was bin ich nun?
Ich bin Pastoralraumpfarrer von sechs Pfarreien.
Was bin ich noch in der Pfarrei Niedergösgen, wo ich seit bald 10 Jahren im Einsatz
bin? Ich bin neben meiner Funktion als Pastoralraumpfarrer Bezugsperson der Pfarrei
Niedergösgen. Ich bin also in Niedergösgen
der zuständige Seelsorger vor Ort.
Dies war nicht immer so komfortabel. Oft
musste ich selber auf Katechetensuche gehen, damit alle Stunden abgedeckt werden
konnten. Das war sehr zeitraubend und oft
auch schwierig. Einmal rechnete ich in Los­
torf damit, dass ich nach den Sommerferien
selber in die Schulstube stehen müsste, da
sich niemand finden liess. Dies würde ich
eigentlich gerne tun, habe ich doch gerne
unterrichtet, doch aus zeitlichen Gründen ist
dies nicht möglich. Ab und zu übernehme ich
aber in Niedergösgen sporadisch eine Stellvertretung. Dabei lerne ich die Jungen kennen und bekomme als Bezugsperson wirklich
einen Bezug zu ihnen.
Vierzehntägig trifft sich das Pastoralraumteam, um zu planen und hängige Angelegenheiten zu besprechen. Zuvorderst steht
immer der Liturgieplan für die Wochenenden
und die Werktage. Darin sind wir schon geübt, planen wir doch schon seit zwei Jahren
gemeinsam. Seelsorgende können bis drei
Gottesdienste über ein Wochenende übernehmen. Auch wird die Ferienplanung vereinfacht. Fällt jemand aus, kann durch kleine
Änderungen unkompliziert reagiert werden.
In diesem Plan finden sich auch die Namen
13
der Organisten. Diese können durch diesen
übersichtlichen Plan effizienter eingesetzt
werden.
Was früher jeder, jede allein tun musste, lösen wir nun im Team. Oft müssen alte Gewohnheiten aufgegeben werden. Auch die
Pfarreien sollen realisieren, dass sie zu einem
Pastoralraum gehören und nun verschiedene
Seelsorgende in den Gottesdiensten anwesend sein werden. Die Bezugsperson wird
jedoch schwerpunktmässig in der Pfarrei eingesetzt, für die sie zuständig ist.
Momentan klären wir ab, was wir gemeinsam machen wollen und was in der einzelnen Pfarrei bleiben soll. So ist es ein Anliegen, dass sich die Mitarbeitenden, die Räte
und die Vereine kennen lernen und gemeinsame Aktivitäten organisierten. Dies vor allem in der Jugendarbeit, in der Kirchenmusik
und der Erwachsenenbildung. Im Ressort Diakonie existiert die «Wegbegleitung» (Freiwilligenarbeit). Dieses Ressort wird noch ausgebaut werden.
Wir Seelsorgende, die ReligionspädagogInnen, die Katechetinnen und die Sekretärinnen sind vom Zweckverband und nicht mehr
von einer einzelnen Pfarrei angestellt. Dieser
Zweckverband verabschiedet ein Budget und
genehmigt die Rechnung. Die Bildung des
Zweckverbandes war anspruchsvoll, ebenso
anspruchsvoll ist nun die Umsetzung in dem
Sinne, dass niemand finanziell übervorteilt
bzw. benachteiligt wird.
Wir sind in der glücklichen Lage, dass alle
Pfarreien eine Bezugsperson bzw. in einer
Pfarrei eine Ansprechperson (arbeitet ohne
bischöfliche Missio) haben.
Jürg Schmid, Pastoralraumpfarrer
Aus dem reformierten Pfarramt
Seit Juni des letzten Jahres werden die beiden reformierten Ortskirchgemeinden von
Niedergösgen und Schönenwerd-Eppenberg-Wöschnau bekanntlich vom gleichen
Pfarramt betreut. Durch die enge Zusammenarbeit ergaben sich viele Synergieeffekte, die auf beiden Seiten der Aare als interessant und bereichernd erfahren wurden.
Man besuchte einander bei Gemeindeveranstaltungen und feierte insbesondere die
Gottesdienste gemeinsam. Je nachdem, ob
sie im Kirchgemeindehaus Niedergösgen, im
Kirchgemeindehaus Schönenwerd oder in
der Stiftskirche stattfinden, haben sie einen
anderen Charakter.
14
Bei den Kirchgemeindeversammlungen im
ersten Halbjahr 2014 haben die beiden Ortskirchgemeinden beschlossen, ihre Leitungsgremien zusammenzulegen. Vieles musste
abgeklärt und organisiert werden, bis hin zu
neuen Formulierungen in der Kirchgemeindeordnung der reformierten Kirchgemeinde
Niederamt. Nach vielen Gesprächen, vorbereitenden Planungsarbeiten und gemeinsamen Sitzungen wird es ab Januar 2015 nun
eine gemeinsame Ortskirchenkommission
geben, in welcher die beiden früheren Einzelgemeinden paritätisch vertreten sind. Alle
sind gespannt auf die neuen Abläufe, die
anfangs ungewohnt sein werden und ein-
Cevi-Einsatz beim Sommerfest
geübt werden müssen, in denen aber sicher
viele neue Chancen liegen. Auf reformierter
Seite finden also ganz ähnliche Prozesse statt
wie auf römisch-katholischer mit den neuen Pastoralräumen. In Niedergösgen ist der
Pastoralraum ja schon eingeführt und etabliert, auf der Schönenwerder Seite wird fest
geplant. Das Besondere an der reformierten
Kirchgemeinde Schönenwerd-NiedergösgenEppenberg-Wöschnau wird sein, dass sie als
Gegenüber zwei römisch-katholische Pastoralräume hat. Bei den ökumenischen Veranstaltungen werden sich also Überschneidungen ergeben.
Waldgottesdienst
15
Der Sommer stand trotz kühlen Temperaturen und häufigem Regen unter dem Zeichen
von grossen Anlässen. Da war zunächst das
ökumenische Sommerfest am 15. Juni beim
Waldhaus in Schönenwerd. Der Gottesdienst
stand unter dem Thema «Dreifaltigkeit» und
wurde vom Gemischten Chor Schönenwerd
musikalisch gestaltet. Nach einem Apéro gab
es ein gemeinsames Mittagessen mit Kaffee
und Kuchen. Der reformierte Waldgottesdienst am 24. August in Niedergösgen sollte eigentlich beim Waldhaus Niedergösgen
stattfinden, wurde dann aber wegen der
ausgiebigen Regenfälle in der Nacht und den
sehr kühlen Temperaturen trotz sonnigem
Wetter ins Kirchgemeindehaus an der Rainstrasse verlegt, was vor allem wegen der im
Haus viel angenehmeren Temperaturen eine
kluge Entscheidung war. Die Juramusikan-
Juramusikanten
16
ten gestalteten den musikalischen Teil und
spielten nach dem Gottesdienst auf. Auch
hier wurde ein feines Mittagessen serviert.
Den Mitgliedern der Kirchenkommission und
allen Helferinnen und Helfern einen ganz
herzlichen Dank für die Organisation dieses
gemütlichen Anlasses!
Die Seniorenferien fanden vom 11. bis zum
16. August in der Lenk statt. Sie sind ein Angebot für die gesamte Kirchgemeinde Niederamt, und es ist seit 2001 Tradition, dass
daran immer auch Katholiken teilnehmen.
Das Berner Oberland und das vom Simmental aus über mehrere malerische Pässe zu erreichende Welschland gaben Gelegenheit zu
zwei schönen Carausflügen. Eine Kutschenfahrt führte zu den in diesem Jahr besonders
imposanten Simmenfällen. Da das Wetter
eher kühl war, bestand an den Vormittagen
für alle, die nicht nach draussen oder ins
Schwimmbad wollten, die Möglichkeit, einige interessante Spielfilme zu betrachten, die
der Pfarrer mitgebracht hatte. Abends gab
es amüsante Gedichte und spannende Geschichten zu hören. Auch das gemeinsame
Singen kam nicht zu kurz.
Der Stubeteausflug der Schönenwerder, an
dem auch Niedergösgerinnen teilnahmen,
führte am 16. September zuerst nach Altreu
in den «Grünen Affen» und dann – wie die
Seniorenreise der Niedergösger im letzten
Herbst – nach Les Planchettes bei La Chauxde-Fonds, wo die Aussicht auf den zum Lac
de Moron aufgestauten Doubs einzigartig ist.
Im sehr speziell dekorierten Ausflugslokal mit
der längsten Dessertkarte der Schweiz (oder
der Welt?) wurde ein feines Zvieriznacht eingenommen – zum Dessert gab es die wunderschönen Schwäne aus Meringue, Rahm
und Glace. Die Seniorenreise der Niedergösger soll künftig nicht mehr alle zwei Jahre,
sondern in jedem Jahr durchgeführt werden.
Und wer weiss, vielleicht auch einmal zusammen mit der Stubete in zwei Cars am gleichen Tag ans gleiche Ziel, mit Möglichkeiten
zu Gesprächen und Begegnungen.
Hingewiesen sei noch auf eine ökumenische
Agapefeier zum Erntedank am 19. Oktober in der Stiftskirche, die musikalisch vom
Gospelchor Sing2gether gestaltet wird, auf
den zentralen Reformationsgottesdienst der
Kirchgemeinde Niederamt am 2. November im Kirchgemeindehaus Niedergösgen
und auf zwei ökumenische Erwachsenen-
17
bildungsvorträge im November zum Thema
Islam, ebenfalls im November im reformierten Kirchgemeindehaus Schönenwerd, sowie auf die Abendmusiken in der Stiftskirche. Am 26. Oktober kommt die «Kunst der
Fuge» von Johann Sebastian Bach in einer
Instrumentierung für Streicher, Cembalo
und Orgel zur Aufführung, am 21. Dezember gibt es Kammermusik für Klarinette und
Orgel zu hören, am 18. Januar Orgelmusik
aus Süddeutschland und Spanien, am 22. Februar Renaissance-Musik a capella und am
18
22. März ein Orgelkonzert zur Passionszeit.
Am 27. November jährt sich zum zehnten
Mal der schreckliche Feuerwehrunfall von
Gretzenbach. Zu diesem Anlass wird es eine
ökumenische Gedenkfeier in der Stiftskirche
geben.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen friedlichen und farbigen Herbst.
Mit freundlichen Grüssen
Pfr. Ueli Wilhelm.
aus der schule geplaudert
Sommerlager Lenk, 6. bis 13. Juli 2014
Nach einer dreistündigen Carfahrt erreichten
wir am Abend des Sonntags, 6. Juli 2014, das
Kurs- und Sportzentrum (KUSPO) Lenk und
die Kinder bezogen gespannt ihre Zimmer,
welche sich im ersten und zweiten Stock in einem der drei Lagerhäuser befanden. Das Wetter war bei der Ankunft wunderbar, entgegen
der Prognosen. Für diese Woche waren das
die letzten Sonnenstrahlen, denn nach einem
Gewitter blieb es bis zum Lager-Ende nass.
Am Montagmorgen erschienen die Kinder
teilweise noch ein wenig erschöpft von der
eher kurzen ersten Nacht zum Frühstück, wo
sie über das Tagesprogramm informiert wurden und sich stärken konnten für den Tag.
Nach dem Frühstück erhielt die ganze Gruppe
eine Führung durch das Lagerareal. Sie erfuhren beispielsweise, wo sie Fuss- oder Volleybälle finden konnten und welche Regeln hier
im Lager beziehungsweise im Lagerhaus gelten. Anschliessend informierte das Leiterteam
über das bevorstehende Fussballturnier, welches am Samstag stattfinden würde, und Turniergruppen mussten gebildet werden. Jede
Gruppe zog ein Los mit einem Land (Italien,
Portugal, Argentinien, Deutschland, Schweiz,
Brasilien, Holland, Spanien), welches sie beim
Turnier vertreten würden. Anschliessend hatte
jedes Zimmer Zeit, um die eigene Zimmertür
individuell zu gestalten. Dazu mussten die Kinder nicht zweimal aufgefordert werden, und
sie liessen ihrer Kreativität freien Lauf.
Nach dem Mittagessen brachen wir auf Richtung Bergstation Leiterli. Während die älteren Kinder (ab 12 Jahren) die Talfahrt rasant
mit dem Trottibike wagten, erkundeten die
Jüngeren den Murmelitrail, der sich durch die
Felder bis zur Mittelstation schlängelte.
Durchnässt und erschöpft erreichten wir
das Lagerhaus, und alle
freuten sich auf die verdiente Dusche und trockene Kleidung.
Am Abend gingen wir
das Programm etwas ruhiger an, und die Schüler durften sich für einen
Animationsfilm
entscheiden, der im Mehrzweckraum auf Grossleinwand
abgespielt
wurde. Man spürte die
vergangenen Strapazen
Die Flaggen des zu vertretenden Landes mussten auf A2 Papier exakt und so wurde auch die
Nachtruhe erstaunlich
dargestellt werden und danach gestaltete jedes Kind ein WM-Fussgut eingehalten.
ball-Bild, welche im Mehrzweckraum ausgestellt wurden.
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Am Dienstag besuchten wir nach dem
Frühstück das Hallenbad. Es war für alle ein
tolles Erlebnis und vor allem die verdunkelte Rutschbahn mit Lichteffekten sowie das
Ein-Meter-Sprungbrett wurden gut besucht.
Wer weniger Action suchte, entspannte sich
draussen im warmen Sprudelbad. Während
sich die einen im warmen Nass vergnügten,
trafen die anderen Kinder Vorbereitungen für
das bevorstehende Fussballturnier.
Am Abend stürzten wir uns alle hungrig auf
die Spaghetti. Danach versammelten wir uns
zum Abendprogramm im Mehrzweckraum.
Es stand Lotto auf dem Plan, was bei den
Kindern gut ankam. Nach mehreren Runden intensiven Spiels beendeten wir den gemeinsamen Abend, obwohl die Jugendlichen
wahrscheinlich noch ewig hätten weitermachen können.
Am Mittwoch machten wir uns nach dem
Frühstück auf, um Lenk anhand eines Orientierungslaufes zu entdecken. Jede Zimmergruppe erhielt einen Ortsplan und verschiedene Fragen zu unserem Aufenthaltsort.
Sofort machten sich die Kinder auf den Weg
und verteilten sich in alle Richtungen, um
beispielsweise herauszufinden, wie das Ortswappen von Lenk aussieht, wieviel ein Lenker-Gletscher-Fondue kostet oder welcher
Film im Kino gezeigt wird.
Am Nachmittag trafen wir uns im Mehrzweckraum, um ein Jeopardy-Quiz mit spannenden Fragen aus Bereichen wie Sport,
Tiere, Freizeit etc. zu spielen. Anschliessend
bildeten sich kleine Gruppen, welche verschiedene Darbietungen für den Abschlussabend einstudieren mussten, während die
Leiter den Orientierungslauf auswerteten.
Und dann liess sich tatsächlich die Sonne blicken! Diese Gelegenheit liess sich niemand
20
entgehen, wir liessen alles stehen und liegen
und rannten ins Freie, um bis zum Abendessen Fussball oder Volleyball zu spielen oder
den Spielplatz und das Trampolin zu erkunden. Der Regen setzte dann aber während
des Abendessens wieder ein, und so liessen
wir den vierten Abend erneut mit einem Film
ausklingen.
Am Donnerstag schnürten wir trotz ein
wenig Regen die Wanderschuhe, packten
den Lunch ein und marschierten zu den Simmenfällen. Bald standen wir alle gemeinsam
am Fusse des Wasserfalles und waren beeindruckt von den gewaltigen Wassermassen.
Weiter gings zum Lenkersee. Wetterbedingt
beschlossen wir, die Lunchpakete im Lagerhaus zu verspeisen.
Am Nachmittag konnten die Kinder bei verschiedenen Spielen in der Turnhalle des Lagerhauses ein wenig Dampf ablassen. Nach
den sportlichen Aktivitäten erwartete sie
im Mehrzweckraum die angekündigte Zwischenmahlzeit. Danach konnten sich die
Kinder frisch machen und genossen die Freizeit bis zum Abendessen. Am üppigen GrillBuffet lockten verschiedene Leckereien. Mit
vollem Bauch bewegten wir uns durch das
Abendprogramm. Zur Begeisterung der Kinder war Lotto angesagt.
Am Freitag erwartete uns ein dichtes und
abwechlsungsreiches Programm in Kleingruppen, welches für einige direkt nach dem
Frühstück startete.
Die erste Gruppe von zwölf Kindern erhielten
an der Indoor-Kletterwand des Hotels Simmenhof eine Einführung in die Grundlagen
des Kletterns und Sicherns. Die Kletterhalle
bot einige Kletterwände mit verschiedenen
Schwierigkeitsstufen. Die Kinder lernten zwei
wichtige Knoten kennen und konnten diese
nach einer kurzen Einführung auch direkt anwenden. In kleinen Gruppen halfen sie sich
gegenseitig. Unter der Führung einer erfahrenen Leiterin kletterte jeweils ein Kind die
Wand hoch und zwei Kinder sicherten ab.
Die Kinder waren konzentriert und ehrgeizig.
Es wurde versucht, bis hinauf zur Decke zu
gelangen, was den meisten auch gelang.
Am Samstag stand unser gross angekündigtes und vorbereitetes Fussballturnier in der
Turnhalle vor der Tür. Beim Einmarsch zum
offiziellen WM-Song herrschte feierliche
Stimmung und jedes Land präsentierte stolz
seine Flagge. Dann begannen die Gruppenspiele auf den beiden Plätzen und der Kampf
um die Punkte. Von der Galerie aus hatte
man einen wunderbaren Überblick über das
ganze Geschehen, und es wurde mitgefiebert und angefeuert. Nach den morgendlichen Vorrundenspielen waren am Nachmittag die Finalrunden an der Reihe. Die Schüler
zeigten trotz vollem Einsatz am Morgen auch
am Nachmittag noch einmal den gleichen
Einsatz und Siegeswillen. Nach einem Zvieri
und den beiden letzten, aber sehr wichtigen
Spielen standen dann die Sieger fest. Die Kinder waren enorm auf die Rangliste gespannt,
doch sie mussten sich bis nach dem Abendessen und dem Packen gedulden.
Dann folgte die Bekanntgabe der schönsten
WM-Bilder. Das Leiterteam hatte sich auf drei
Zeichnungen geeinigt, welche einen kleinen
Preis erhielten. Anschliessend folgte der bunte Abend und dieser begann mit den Darbietungen, an denen die Kinder die Woche
durch gearbeitet hatten. So kamen wir in den
Genuss verschiedener Werbungen, wie Zalando oder Snickers oder eines Sketchs über
ein Playstationspiel, in dem sich die Hauptfigur selbständig macht. Nach unterhaltsamen
Spielen, wie Pantomime oder dem Besentanz, neigte sich der Abend und damit auch
ein erlebnisreiches Lager dem Ende zu.
Um acht Uhr trafen wir uns zur Rangverkündigung: Spanien holte den Titel.
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aktuell
Begegnung zum Advent im BPZ Schlossgarten, Samstag, 22. November 2014
Liebe Niedergösgerinnen,
liebe Niedergösger
Gerne mache ich Sie heute schon auf ein
wichtiges Datum im November 2014 aufmerksam.
Am Samstag, 22. November, findet in der Zeit
von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr im und vor dem
Betreuungs- und Pflegezentrum Schlossgarten der Anlass «Begegnung zum Advent»
statt.
Wiederum werden die in der Aktivierung
handgefertigten Bastel- und Strickarbeiten sowie die speziell auf den Advent erstellten Advents- und Weihnachtsgestecke
an den diversen Marktständen zum Verkauf
angeboten.
Schülerinnen und Schüler der Schule Niedergösgen verkaufen mit ihren Werklehrerinnen ihre Bastelsachen.
Zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr wird Sie
das Duo Ralph And Rea aus Lupfig (AG) im
grossen Festzelt musikalisch unterhalten und
auf die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit einstimmen.
Ein reichhaltiges kulinarisches Angebot wird
Sie mit diversen Köstlichkeiten verwöhnen:
22
• Zmorge-Teller, Kaffee und Kuchen,
Glühwein und Lebkuchen
• Rindsgulasch-Eintopf mit Brot, Gerstensuppe mit Bündnerfleisch, Kürbis­
risotto
Der Anlass bietet eine gute Möglichkeit für
Begegnungen zwischen Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitenden und deren Familien,
der Öffentlichkeit und den Behörden in der
Vorweihnachtszeit.
Ich freue mich sehr auf die «Begegnung zum
Advent» im Schlossgarten und heisse Sie
heute schon alle ganz herzlich willkommen.
David Wälchli,
Zentrumsleiter BPZ Schlossgarten
Stundenhilfeverein
(Haushalthilfe) Niedergösgen
Seit 45 Jahren bietet der Stundenhilfeverein
Niedergösgen erkrankten, rekonvaleszenten
und älteren Menschen stundenweise Unterstützung bei der Haushaltarbeit an.
Für die Mitglieder- und Gönnerbeiträge sowie die grosszügigen Spenden im vergangenen Jahr und im laufenden Jahr
Jahren und freut sich, jeweils um 14.00 Uhr
im ref. Kirchgemeindehaus viele Gäste begrüssen zu dürfen.
Die Nachmittage finden an folgenden Daten
statt:
20. Dezember 2014
Adventlicher Nachmittag
DANKEN
14. Januar 2015
wir allen ganz herzlich.
Jede finanzielle Zuwendung ermöglicht es
uns, weiterhin hauswirtschaftliche Hilfeleistungen in unserer Gemeinde zu sozialen Tarifen zu erbringen.
Stundenhilfeverein Niedergösgen
Der Winter 2014/2015 steht vor der Tür.
Traditionsgemäss organisiert der Stundenhilfeverein Niedergösgen im Winterhalbjahr
jeweils drei Seniorennachmittage für alle
EinwohnerInnen von Niedergösgen ab ca. 60
Lottospielen mit
attraktiven Preisen
11. März 2015
Witzig, musikalisch mit
einer Frauengruppe
Nach dem Programm wird jeweils ein feines
Zvieri und Kaffee mit Kuchen offeriert.
Reservieren Sie sich schon heute diese Daten.
Der Vorstand des Stundenhilfevereins
und die Helferinnen.
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Für Späteinsteiger beim Advents-Chor
Niedergösgen/Schönenwerd/
Eppenberg/ Wöschnau 2014
Sängerinnen und Sänger gesucht für den Advents-Chor 2014! Wir üben für den Auftritt
sechs bis acht Lieder ein, teilweise mehrstimmig und treten anschliessend bei zwei Gottesdiensten auf.
2. Advent, 7. Dezember 2014,
im Gottesdienst um 10.00 Uhr,
reformiertes KGH
Schönenwerd
Chorleiter: André Farner, Organist
Probedaten:Freitag, 24. Oktober 2014
Freitag, 31. Oktober 2014
Freitag,   7. November 2014
Freitag, 21. November 2014
Freitag, 28. November 2014
Probezeit:20.00 bis 21.30 Uhr im Saal
des reformierten KGH
Niedergösgen.
Auftritt:
1. Advent, 30. November 2014,
im Gottesdienst um 10.00 Uhr,
reformiertes KGH
Niedergösgen
Anmeldung Ad-Hoc-Advents-Chor
Name
Vorname
Adresse
Telefon
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!!
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Auskunft:Anna-Verena Schneehagen,
062 849 70 93
Anmeldung: gerne auch kurzfristig an:
Anna-Verena Schneehagen
Erlinsbacherstrasse 49
5013 Niedergösgen
veranstaltungen
Das kleine Welttheater
Wenn Narren sich maskieren
Die Theater-Saison 2014 im Schlosshof ist
inzwischen Geschichte. Zum dritten Mal
haben die Schloss-Spiele Falkenstein Niedergösgen eindrückliche Theateraufführungen
im Schosshof durchführen dürfen. Die zahlreichen Zuschauer aus nah und fern waren
begeistert von der Arbeit, welche Christoph
Schwager (Buch und Regie) und seine Schauspielertruppe geleistet haben. Auch die Theaterbeiz der HüZu, unter bewährter Leitung
von Pia Küchler, hat zum grossen Erfolg dieses Theaters beigetragen. Die Theaterbeiz ist
nicht mehr wegzudenken. Manche Besucherin, mancher Besucher fragte sich, was zuerst
da war: Die Theaterbeiz oder das eigentliche
Theater…. Pia Küchler und ihrem grandiosen
Team gebührt der beste Dank für ihren gros­
sen Einsatz!
Das seit 2002 alle zwei Jahre stattfindende
Theater im Schlosshof stellt tatsächlich einen
kulturellen Höhepunkt im Dorf und in der
Region dar. In diesem Jahr waren drei Vertreter der kantonalen Regierung an den Vorstellungen. Niedergösgen wird also auch als
kulturell aktive Gemeinde in Solothurn oben
wahrgenommen, was bestimmt nichts schadet.
Die Schauspielenden haben sich seit Januar
intensiven und zeitaufwendigen Proben unterzogen, welche dann an der Première am
14. August mit einem grossen Applaus gewürdigt wurden. Während fünfzehn Vorstellungen haben die zwanzig Schauspieler und
die zwei Musiker mit Herzblut die Legende
von Hans von Falkenstein, alias «Schlossgrüen», dargeboten. Als Strafe für sein
schlechtes Leben, in dem er das Volk unter-
drückt und ausgenützt hat, findet er keine
Ruhe und muss jedes Jahr an der alten Fasnacht zu seinem Wirkungsort zurückkehren.
Dort trifft sich die Bevölkerung zum wilden
Fasnachts­
treiben, gekleidet mit hinreissenden Masken von Teufeln, Hexen, Ziegen und
wilden Männern. Alles spitzt sich dermassen
zu, bis sich das Geschehen nach und nach zu
einem «mittelalterlichen Krimi» entwickelt.
Es war wiederum ein wunderbar umgesetztes Stück Geschichte, welches der Autor und
Regisseur Christoph Schwager im Schlosshof
zum Besten gab. Leider, leider wird er im Jahre 2016 nicht mehr zur Verfügung stehen.
Der Vorstand ist jedoch jetzt schon dafür besorgt, einen ebenbürtigen Ersatz-Regisseur
für das Theater in der einmaligen SchlosshofKulisse zu finden.
An dieser Stelle sei allen gedankt, welche
zu diesem Gemeinschaftswerk ihren Anteil
beigetragen haben. Sei das vor oder hinter
den Kulissen. Auch den Sponsoren und Inserenten sei der beste Dank abgestattet.
Ohne ihre offenen Hände wäre ein solches
Unternehmen nicht realisierbar. Nicht zuletzt
auch den zahlreichen und treuen Besuchern
der Theatersaison 2014 sei herzlichst gedankt. Der Vorstand ist sich sicher, dass im
Jahre 2016 im schönen Schlosshof wiederum
über die «Aufgabe des Menschseins» nachgedacht werden kann und lädt schon heute
alle Theater-Interessierten zur Theater-Saison
2016 ein.
Kurt Henzmann
Präsident der Schloss-Spiele Falkenstein
Niedergösgen
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10 Jahre Kita Sternschnuppe
Bei schönstem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen haben wir «10 Jahre KITA
Sternschnuppe» gefeiert. Schon beim Aufstellen der Tische und Bänke war die Stimmung toll, und alle freuten sich auf den gros­
sen Anlass.
Um 11.00 Uhr gings los. Die ersten Gäste
kamen. Die Hotdogs, Bratwürste und Cervelats fanden zur Mittagszeit bei Jung und
Alt grossen Anklang. Das riesige Kuchenbuffet im Essraum der Kita war dann der krönende Abschluss eines kleinen aber feinen
Mittagessens. Viele Attraktionen wurden
am Fest geboten. Die Kinder konnten sich
schminken lassen, diverse Spiele wie Büchsen
werfen oder Fische fischen wurden von den
Kindern rege genutzt. Die Clownin hat uns
mitgenommen auf eine Sommerreise und
zauberte immer wieder neue Dinge aus ihrem Überseekoffer. Zum Schluss konnten sich
die Kinder an der Familien-Olympiade in verschiedenen Disziplinen messen. Sackhüpfen,
28
Seilziehen, Frisbeegolf oder das ganz beliebte Bobbycarrennen sind nur einige Beispiele.
Am Anlass hatten die Eltern die Möglichkeit,
miteinander in Kontakt zu kommen und
das eine oder andere Wort mit dem Betreuerteam zu wechseln oder offene Fragen zu
diskutieren. Der Erlös des Jubiläums ist für
die Neugestaltung des Spielplatzes im Garten gedacht. Wir sind dankbar für diverse
lokale Sponsoren, die uns gerade auf diesen
Anlass hin unterstützt haben. Auf solche Hilfe werden wir auch für zukünftige Vorhaben
angewiesen sein. An dieser Stelle möchten
wir von der Kita und dem Elternverein uns
ganz herzlich bei der Dorfbevölkerung für die
grosszügige Unterstützung bedanken.
Eine Besichtigung in der KITA Sternschnuppe ist jederzeit möglich. Einfach vorbei kommen, Sie sind herzlich willkommen.
Für die Kita: Leisa Hofer
Gelungener Ferienpass 2014
120 Stunden, 36 Kurse, 94 Teilnehmerinnen und Teilnehmer: das ist das
Fazit des gelungenen Ferienpass 2014.
S’Dorfglüüt
passteam.
befragte
dazu
das
Ferien-
Dorfglüüt:
Wer organisiert den Ferienpass für
die Gemeinde Niedergösgen?
Christine: Bei uns in Niedergösgen wird
der Ferienpass von einem Team des Elternvereins organisiert. Neu setzt sich das Ferienpassteam aus Kathleen Raths und mir,
Christine Bilen-Bodmer, zusammen. Kathleen
als Programmverantwortliche hat im Vorjahr
schon mitgewirkt, ich bin neu im Team und
vor allem zuständig für Finanzen und Sponsoring.
Kathleen: Zusätzlich gibt es andere Personen, die mitwirken wie z.B. Kursanbieter,
Personen aus Vereinen, Begleitpersonen, die
Layouterin des Programmheftes. Es sind unglaublich viele, die ihre wertvolle freie Zeit
dem Ferienpass zur Verfügung stellen. Ohne
sie wäre die Realisation nicht möglich.
überlegt, ob sie jemanden kennt, der ein
Hobby oder Beruf hat, aus dem man eine Ferienpassaktivität schmieden könnte. So kam
es, dass ein regionaler Schreiner einen HolzWorkshop angeboten hat, in dem die Kinder
Windspiele gebaut haben. Der Workshop
war sofort ausgebucht! Bei der Planung haben wir darauf geachtet, dass ein Programm
zustande kommt, das für Jungen und Mädchen gleich attraktiv ist.
Kathleen: Im Gegensatz zu Nachbargemeinden können bei uns in Niedergösgen auch
Kinder ab dem 1. Kindergartenjahr und nach
dem 6. Schuljahr teilnehmen. Daher war uns
wichtig, dass es für alle Altersgruppen ein
ausgewogenes Angebot in Kategorien wie
Bewegung, Gestalten, Ausflüge gibt. Die
neuen Kurse wie «Erste Hilfe mit Globi»,
«Besuch bei der Polizei» und «Prinzessinnennachmittag» wurden genauso begeistert angenommen wie die Klassiker. Feuerwehr und
Fussball sind da Beispiele. Sie bleiben wahrscheinlich immer im Ferienpass, ganz einfach, weil es Vereine oder Institutionen sind,
die fest im Dorfleben verankert sind. Wir sehen den Ferienpass auch als eine Bühne für
Vereine: Wo sonst erreicht man in so kurzer
Zeit so viele Kinder?
Dorfglüüt:
Das Angebot wurde in diesem Jahr
umfassend erneuert...
Dorfglüüt:
Was kostet die Teilnahme pro Kind?
Christine: In den letzten Jahren sanken die
Teilnehmerzahlen. Die Gründe kennen wir
nicht genau. Wir wollten dort ansetzen,
wo es für uns am einfachsten war. Und so
haben sich im Herbst 2013 ein paar Frauen
zum «Brainstorming» getroffen. Jede hat
Christine: Unser Ziel ist, dass sich jede Familie die Teilnahme am Ferienpass leisten kann.
Derzeit kostet die Teilnahme pro Kind 25
Franken für die gesamte Woche. Wenn eine
Familie Mitglied im Elternverein ist, zahlt sie
20 Franken. Inbegriffen sind Kurs-, Material-
29
und Fahrtkosten für alle gewählten Kurse.
Dieses Jahr hatten wir das erste Mal ein Busund Bahnbillett für die Zonen 510, 520, 522
der A-Welle dabei. Die Kinder konnten damit
die ganze Woche zwischen Olten und Aarau
Bus und Bahn fahren, auch ohne mit einem
Ferienpass-Kurs unterwegs zu sein. Das hat
sich in diesem Jahr bewährt, und wir werden
es im nächsten Jahr beibehalten. Eine Woche
Ferien für 25 Franken ist jedoch nur möglich,
weil wir von regionalen Firmen und privaten
Gönnern, der Gemeinde Niedergösgen und
Stiftungen unterstützt werden.
Dorfglüüt:
Gibt es schon Pläne für das nächste
Jahr?
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Kathleen: Klar! Nach dem Ferienpass ist
vor dem Ferienpass. Die ersten Gespräche
laufen bereits, damit wir auch im nächsten
Sommer ein tolles Programm auf die Beine
stellen können. Wer sich beteiligen möchte,
ist herzlich eingeladen! Auf jeden Fall sollten
sich alle den Termin für den Ferienpass 2015
notieren: Montag, 3. August, bis Freitag, 7.
August 2015.
Das Interview führte Anna-Verena
Schneehagen.
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Was Kinder über den Ferienpass 2014
sagen
Amelie, 11 Jahre
Géza, 6 Jahre
Ich bin schon seit vielen Jahren beim Ferienpass dabei. Dieses Jahr fand ich «Mein
Freund, der Hund» am besten.
«Erste Hilfe mit Globi» fand ich super und
vom Kurs «Zopfteigtierli backen» gab es ein
feines Znacht.
Kay, 14 Jahre
Ich habe früher viele Ferienpass-Kurse besucht. Dieses Jahr war ich nur noch mit in
Bern. Ich hätte nicht gedacht, dass es im
Bundeshaus so interessant ist, und der Foxtrail durch Bern war spannend.
Oriana, 12 Jahre
Dieses Jahr war ich bei acht Ferienpass-Kursen. Besonders «Mein Freund, der Hund»
war toll, dahin würde ich auch nächstes Jahr
gern wieder gehen.
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aus den vereinen
Die Samaritervereine Schönenwerd und
Niedergösgen vertiefen ihr Wissen.
Am 26. August versammelten sich ca. 40 SamariterInnen aus Schönenwerd und Niedergösgen beim Schulhaus in Niedergösgen, um
die an sie gestellten Aufgaben und Hilfeleistungen möglichst gut zu lösen. Das Thema
lautete «Rund ums Schulhaus». Die SamariterInnen wurden per Zufallsprinzip in vier
Gruppen für die vier Arbeitsposten eingeteilt.
Dort warteten die Figuranten und dementsprechend vorbereiteten Patienten auf die
Hilfe der SamariterInnen. Bei der Feldübung
durften die Samariterinnen und Samariter an
den Arbeitsposten ihre Kenntnisse und ihr
Können zeigen.
Am ersten Arbeitsposten war die Figurantin
unvorsichtig und hat sich am Fuss starke Ver-
Verletzter Töfffahrer
34
brühungen zugezogen. Jetzt war massvolles
Kühlen angesagt. Bekanntlich sind Verbrennungen ersten und vor allem zweiten Grades
sehr schmerzhaft. Im Umgang mit Elektrogeräten ist Aufmerksamkeit bezüglich defekter
Kabel, Stecker, Maschinengehäuse usw. geboten. Bei Unfällen mit Strom ist ein sofortiges Abschalten oder Trennen des Stromkreises nötig. Durch den Stromschlag entsteht
ein sogenanntes Herzkammerflimmern. Mit
BLS- und AED-Massnahmen kann einem
solchen Patienten bei optimalem Zeitverlauf
geholfen werden. Mit Beatmung und Herzdruckmassage ist es möglich, einen minimalen Blut- und Sauerstoffkreislauf zu erhalten.
In Kombination mit dem AED (Automatisch
Externer Defibrillator) kann ein Kammerflimmern unterbrochen werden. Mit jeder Minute verspäteter Hilfeleistung sinkt die Chance
für den Patienten um zehn Prozent. Da ist
sofortiges, beherztes und richtiges Handeln
überlebenswichtig. Ida Emmenegger hat uns
sehr fundiert unterstützt und beraten.
Was mache ich, wenn ich an einen Unfallort komme? Ein gestürzter Töfffahrer musste
versorgt werden. Was hier besonders beachtet werden muss, wurde von Patrizia Bolliger
erklärt. Soll ich den Helm abnehmen oder
den bewusstlosen, jungen Mann mit dem
Helm in die Bewusstlosen-Lagerung bringen?
Muss der Krankenwagen gerufen werden? In
dieser Frage waren sich alle SamariterInnen
einig: auf jeden Fall muss ein Krankenwagen
gerufen werden. Wichtig waren die sogenannten W-Fragen: wo, wer, was, wann, wie
viele, weiteres. Diese Angaben müssen bei
den Sanitätern unbedingt gemacht werden.
Als nächstes wurden die SamariterInnen mit
einer Verletzung durch einen Pfeilbogen konfrontiert. Der Pfeil steckte in der Hand und
der Figurant war leicht benommen, konnte
jedoch stehen. Solche Verletzungen sehen
oft harmlos aus, allerdings ist es schwer
feststellbar, was wirklich verletzt ist, z.B.
Blutgefässe und Sehnen. Für diesen Posten
war Heidi Stirnemann zuständig. Die HelferInnen wurden mit dem wichtigen Hinweis
entlassen, dass bei einer solchen Wunde der
Impfstand auf Tetanus zu kontrollieren sei
und dass die Beurteilung durch den Arzt angezeigt sei.
Am letzten Posten konnte der «HeimlichHandgriff» angewendet werden. Die Figurantin hatte sich an einem Stück Apfel verschluckt und wies folgende Symptome auf:
Hustenreiz, Atemnot, pfeifendes Atemgeräusch, Schluckbeschwerden und Brechreiz.
Der wichtige Hinweis, dass man in einem
solchen Fall dringend zum Arzt gehen sollte,
kam von Jacqueline Bitterli.
Bei der Übungsbesprechung sah man nur
Verletzung durch einen Pfeilbogen.
zufriedene Gesichter. Die Leiter bedankten
sich bei den SamariterInnen für den Einsatz.
Im Speziellen dankte auch Silvia Krähenbühl
vom Samariterverein Schönenwerd für die
grosse Arbeit und
die perfekte Organisation dieser Feldübung. Mit einem
Nachtessen, interessanten Diskussionen
und einer Geburtstagsfeier der Präsidentin Ursula Näf
liessen die SamariterInnen den Abend
ausklingen.
Urs Näf
Verbrühung
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Samariterausflug 2014
Am Samstag, 14. Juni 2014, um 16 Uhr war
es wieder soweit und 10 Samariterinnnen
mit ihren Angehörigen versammelten sich
auf dem Falkenstein Platz. Nach einer herzlichen Begrüssung und einem Apéro wartete
bereits unser Transport auf uns. Passend zum
Motto «Go West» fuhren wir mit einem 2-PSFuhrwagen über Stock und Stein durch den
Samstagabendverkehr in gemütlichem Tempo
Richtung Aarau.
Unser Ziel war das Restaurant «Go West» in
Aarau. Da unser Kutscher jedoch das Ziel nicht
genau kannte, durften wir eine Ehrenrunde
um den Kreisel erleben, bevor er die richtige
Abzweigung dann doch noch erwischte.
Angekommen an unserem Ziel erwartete uns
bereits der zweite Apéro. Ein kleiner Wettkampf in Büchsen- und Hufeisenwerfen und
Nägeleinschlagen heiterte die Stimmung
Der Samariterverein auf Reise.
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ziemlich auf. Einige überraschten doch durch
ihr Können in diesen Disziplinen. War es nun
Glück, Zufall oder tatsächlich Talent?
Der Abend nahm seinen Lauf und grosse
Platten mit amerikanischen Spezialitäten wie
Baked Potatoes, Mais, Bohnen und diversem
Fleisch wurden immer wieder nachgefüllt.
Mit vollen Bäuchen machten sich die Meisten
gegen 23.00 Uhr auf den Heimweg der Aare
entlang. Der Verdauungsmarsch durch die
vom Mondschein erhellte Nacht wurde dank
den guten Gesprächen recht kurzweilig.
Vielen herzlichen Dank an die Organisatorinnen der Reise!
Melanie Moll, Samariterin
Interessantes von der Musikgesellschaft
Regionalmusiktag und Kantonales
Musikfest
Am Wochenende vom 14./15. Juni 2014
fand in Lostorf der Regionale Musiktag
statt, welcher die letzte grosse Hauptprobe
für das Kantonale Musikfest in Kriegstetten
war. Dieses fand bereits zwei Wochen nach
dem Regionalmusiktag statt. Die MG Niedergösgen präsentierte in Kriegstetten vor einer
verdeckten Jury das Aufgabenstück «Etosha»
von Armin Kofler und das Selbstwahlstück
«Silva Nigra» von Markus Götz. Anschlies­
send folgte der Parademusikwettbewerb,
bei welchem der Marsch «Diavolezza» von
Adolf Künzle gespielt wurde. Nach diesem
Auftritt konnten sich die Musikantinnen und
Musikanten mit dem Nachtessen stärken und
anschliessend die gute Stimmung im Festzelt
geniessen. Der Höhepunkt des Abends war
die Rangverkündigung. Die Musikgesellschaft Niedergösgen landete am Samstag bei
der Konzertmusik Kategorie Harmonie (Aufgabe- und Selbstwahlstück) auf dem 6. von
11 Rängen. Noch besser war das Ergebnis in
der Parademusik, bei welcher die MGN auf
der Zwischenrangliste vom Samstag auf dem
4. von 16 Rängen landete. Aber auch auf der
Festsiegerrangliste vom ganzen Wochenende, bei welcher die Resultate des Aufgabenund Selbstwahlstücks und der Parademusik
zusammengezählt wurden, liessen sich die
Resultate der Musikgesellschaft Niedergösgen sehen. Von insgesamt 43 teilnehmenden
Vereinen schloss die MG Niedergösgen auf
dem 18. Rang ab und in der Parademusik
der Kategorie Harmonie auf dem hervorragenden 6. Rang von 24 teilnehmenden Vereinen. Das Fest in Kriegstetten wird wohl allen
Mitgliedern in bester Erinnerung bleiben und
dies nicht nur wegen den guten Resultaten.
Grill-Plausch
In der letzten Woche vor den Sommerferien
gönnte sich der Verein nach dem Kantonalen
Musikfest eine Pause. Anstelle einer Probe
trafen sich die Musikantinnen und Musikanten auf dem Risberg in Wisen. Auf dem Hof
von Regula und Lorenz Bitterli kam der Verein nach der intensiven Vorbereitungszeit für
das Kantonale Musikfest in den Genuss von
feinem Essen und guter Stimmung. Herzlichen Dank dafür an Regula und Lorenz. Als
krönender Abschluss des Abends wurde ein
kurzer Film vom Viertagesmarsch in Nijmegen, Holland, aus dem Jahr 1991 gezeigt,
an welchem die Musikgesellschaft Niedergösgen teilgenommen hatte. Es dauert nicht
mehr lange, und der Verein wird wieder an
diesem Grossanlass mit dabei sein. So ist es
nicht erstaunlich, dass die Vorfreude im Verein auf die Reise nach Holland im Sommer
2015 von Tag zu Tag grösser wird.
Musikreise
Bereits einige Wochen nach dem Ende der
Sommerpause fand am Wochenende des
13./14. Septembers die Musikreise statt.
Trotz der relativ späten Besammlungszeit
konnten es einige kaum erwarten und waren
noch vor den Organisatorinnen am Bahnhof.
Mit dem Zug ging es dann nach St. Gallen
und von dort aus mit dem Bus weiter nach
Abtwil. Nach einer kurzen Verpflegung stand
die erste Herausforderung bevor. Im Seilpark
37
Gründenmoos waren nun nicht mehr die
musikalischen Talente gefordert, sondern
die Geschicklichkeit. Nach der Einführung
wagten sich die Musikantinnen und Musikanten in die Höhe. Dank der verschiedenen
Schwierigkeitsgrade der Parcours trauten
sich fast alle in die Bäume. Dabei stachen einige besondere Talente heraus, die flink die
verschiedenen Parcours absolvierten. Dass
die Musikanten mit vollem Körpereinsatz dabei waren, zeigten die blauen Flecken, welche sie davon trugen. Anschliessend ging es
zurück nach St. Gallen, wo die Gruppe zur
Unterkunft marschierte. Die Jugendherberge
in St. Gallen bot einen wunderschönen Ausblick über die Stadt und den Bodensee. Am
Abend begaben sich die Musikanten dann
in das Steakhouse Al Capone. Mitten in der
Stadt genoss die Gruppe das gute Essen und
Vereinsreise Musikgesellschaft.
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das gemeinsame Beisammensein. Am nächsten Morgen ging es gut ausgeruht weiter
nach Wattwil, wo die Gruppe eine Rundwanderung startete. Sie kehrte im Restaurant Köbelisberg ein und genoss nebst dem Mittagessen auch das schöne Wetter. Dank einem
Selbstbedienungsladen auf einem Bauernhof
konnte die Gruppe wieder mit gut gefüllten
Rucksäcken die Heimreise antreten. Der Verein bedankt sich bei den Organisatorinnen
Stefanie Grob und Nadja Kupferschmid für
die tolle Vereinsreise.
Schnupperprobe
Nachdem sich die Musikantinnen und Musikanten von der Musikreise erholt hatten,
trafen sie sich am Mittwoch wieder zur wöchentlichen Probe. Dieses Mal mischten sich
aber auch einige ganz junge Musikantinnen
und Musikanten darunter. Grund dafür
war die Schnupperprobe, welche die
Musikgesellschaft
jährlich organisiert,
um den Jüngsten,
aber auch allen anderen Musikinteressierten, einen Einblick
in das Vereinsleben
zu geben. Diese Gelegenheit
nutzten
die Musikschüler der
Musikschule Niedergösgen, so dass einige Register für einen Abend Zuwachs
erhielten. Durch die
Schnupperprobe sollen die Kinder nicht
nur einen Einblick in
den Verein erhalten,
sondern auch sehen, welche musikalischen
Möglichkeiten es nebst der Jugendmusik im
Dorf gibt. Die Musikgesellschaft bedankt sich
für das Interesse und hofft, die NachwuchsMusiker in einigen Jahren in ihren Reihen begrüssen zu können.
Kirchenkonzerte in der Schlosskirche
Wie jedes Jahr finden im Dezember die Kirchenkonzerte statt. Die Musikgesellschaft
freut sich, am Wochenende vom 13./14. Dezember 2014 möglichst viele Zuschauer in
der Schlosskirche Niedergösgen begrüssen
zu dürfen.
Vorschau
Die Musikgesellschaft wird an folgenden
Anlässen anzutreffen sein:
Sa/So, 13./14 Dezember 2014
Kirchenkonzerte in der Schlosskirche
Sa, 28. März 2015
Unterhaltungsabend in der Mehrzweckhalle
Sa/So, 20./21. Juni 2015
Regionalmusiktage in Balsthal
Samstag, 18. bis 25. Juli 2015
Viertagesmarsch in Nijmegen, Holland
Nijmwegen 2015: Erstes Treffen in Holland
stichting
ZWITSERSE
WEEK
BEMMEL
Wie in der letzten Ausgabe des Dorfglüüts
bereits informiert, reisen die Musikgesellschaft Niedergösgen (MGN) und der Tambourenverein Erlinsbach (TVE) im Juli nächsten Jahres gemeinsam nach Holland. Dort
findet vom 18. bis 25. Juli die 52. Schweizer
Woche in Bemmel und der 99. Vier-TageMarsch in Nijmwegen statt.
Um diesen Grossevent für die MGN und den
TVE optimal vorbereiten zu können, nahm
das OK Niedergösgen die rund 700 km unter
die Räder, um sich in Holland vom 19. bis 22.
September 2014 mit den Verantwortlichen
nederland
sinds 1963
der «Stiftung Schweizerwoche Bemmel» (auf
holländisch: Stichting Zwitserse Week Bemmel) zu treffen. An diesem Treffen wurden
der provisorische Wochenablauf besprochen
und die wichtigsten Orte dieses Anlasses besichtigt. Sehr eindrücklich war der Besuch
des kanadischen Soldatenfriedhofs, auf dem
6000 kanadische Soldaten begraben sind,
welche in den Kämpfen von 1944 bis 1945
gefallen sind. Auf diesem Friedhof werden
die MGN und der TVE auch spielen, wenn
Schweizer Armeeangehörige zum Gedenken an die meist sehr jung Gefallenen einen
Kranz und Rosen niederlegen.
Von Seiten der Schweizer Armee werden ca.
260 Armeeangehörige am 4-Tage-Marsch
teilnehmen. Dazu kommen noch weitere Teil-
39
tigen Pausen, ohne das
Spielen zu unterbrechen,
regelmässig abwechseln.
• Mittwoch: Galakonzert in der katholischen Kirche in Bemmel
Der sehr eindrückliche Besuch des kanadischen Soldatenfriedhofs.
nehmer aus Schweizer Polizeikorps und auch
Privatpersonen, die je nach Kategorie 30,
40 oder 50 Tageskilometer mitmarschieren
werden. Insgesamt sind es ca. 44 000 Teilnehmende aus über 50 Ländern. Die jüngste Teilnehmerin im 2014 war gerade mal 11
Jahr alt.
Wichtige Punkte im provisorischen Wochenprogramm 2015 der MGN und des TVE:
• Donnerstag: Musikalische Umrahmung der
Kranzniederlegung im
kanadischen Soldatenfriedhof Groesbeek
• Freitag: Musikalische Umrahmung des
Zieleinlaufs aller noch lauffähigen Teilnehmer des Vier-Tage-Marsches. Dabei werden
die beiden Vereine MGN und TVE die letzten 6 km das Schweizer Marschbataillon
begleiten und natürlich mit ihrem Spiel
auch das an den Strassenrändern stehende
Publikum erfreuen.
Alle Auftritte werden von der MGN und dem
TVE gemeinsam absolviert.
• Montag: Konzert im Militärcamp für das Schweizer
Marschbataillon
• Dienstag: Musikalischer
Gruss an die ca. 44 000
Vorbeimarschierenden in
Bemmel. Dieses OpenairKonzert dauert von 5.00
bis 9.30 Uhr am Morgen
früh. Dabei muss nonstop
gespielt werden, damit die
Marschierenden nicht aus
dem Rhythmus kommen.
Hierbei werden sich die Besichtigung der katholischen Kirche in Bemmel, wo das Galabeiden Vereine für die nö- konzert stattfinden wird.
40
Tour mit den Fietsen (Fahrräder) auf den Dämmen von Waal und Rhein.
Nebst den organisatorischen Vorbereitungen durfte das OK von Niedergösgen auch
die holländische Gastfreundschaft geniessen
und die offene, herzliche und unkomplizierte Art von Gastgeberin, Stiftungsrats- und
OK-Präsidentin Dini te Dorsthorst und ihrem
Team kennen lernen. Bei einer für Holland typischen Tour auf den Fietsen (Fahrräder) lern-
te das Niedergösger OK auch die Umgebung
von Bemmel mit ihren Dämmen von Waal
und Rhein kennen. Hierbei wehte ihnen oft
ein kräftiger Wind entgegen. Zwischendurch
hatte es sogar geregnet. Aber da in Holland
keine Berge «im Wege» stehen, fand man
immer wieder eine Himmelsrichtung, die den
Radlern Sicht auf blauen Himmel gewährte.
Die beiden OKs, v.l.n.r.: Andreas Meier (OK-Präsident CH), Christoph Oeschger (Musikalisches
CH), Doris Müller (Finanzen CH), Judith Stofner (Sekretariat CH), Nicole Tolboom (Sekretariat NL)
Dini te Dorsthorst (OK-Präsidentin NL), Lisette Xhofleer (Finanzen NL), Eric Driessen (Medien NL)
auf dem Bild fehlt: Reto Neuenschwander (Medien CH)
41
sport
INDIACA Saison 2013/2014
4 von 6 Kantonalmeistertitel an den
STV Niedergösgen
Die Indiaca-Saison ist zu Ende. Die Kantonalmeistertitel sind vergeben. Der STV Niedergösgen meldete in dieser Saison wieder 5
Mannschaften zur Kantonalen Meisterschaft,
und zwar: Damen open, Mixed open, Damen
40+, Herren 40+ und Mixed 40+. Die Mannschaften in der 40+ Kategorie sind sehr gut
in die Saison gestartet und haben diese gar
dominiert. Die Herren waren sehr überlegen
und wurden ungeschlagen Kantonalmeister.
Ebenfalls bei den Mixed und den Damen
konnte man den Titel nach Niedergösgen
holen. Bei den Damen 40+ gewannen wir
alle Spiele mit 2:0 Sätzen und beim Mixed
mussten wir zum ersten Mal ein ganzes Spiel
dem Gegner überlassen.
An der Schlussrunde mussten unsere Damen
open das Spiel gegen Obergerlafingen gewinnen und gegen Himmelried einen Satz.
Die jungen Mädchen des STV Niedergösgen
gewannen gegen ICO souverän. Mit einer
guten Leistung gewannen unsere Mädels
auch gegen Himmelried mit 2:1. Somit war
der Meistertitel perfekt.
Bei den Mixed-open-Mannschaften waren der
STV Meltingen-Zullwil und der STV Himmelried
dominierend. In den letzten Jahren gingen die
Meistertitel immer an diese zwei Mannschaften. In diesem Jahr konnte der STV Niedergösgen auch bei den Mixed open vorne mithalten.
In der Schlussrunde kämpften noch 3 Mannschaften um den 2. Platz, das heisst um die
Qualifikation für die Schweizermeisterschaft.
Das war Himmelried 1, Himmelried 2 und Niedergösgen. Durch Siege gegen die direkten
Gegner konnten wir unseren 2. Platz, welchen wir bereits vor der Schlussrunde hatten,
42
verteidigen. Zu erwähnen ist, dass das Durchschnittsalter der Niedergösger gegenüber den
anderen Mannschaften in der obersten Kategorie bedeutend höher ist. Wir würden uns
freuen, wenn wir die Mixed-open-Mannschaft
mit jungen Männern ergänzen könnten.
Der STV Niedergösgen erreichte folgende Platzierungen an der Kantonalmeisterschaft:
Damen Open Kantonalmeister
Mixed open 2. Rang
Damen 40+ Kantonalmeister
Herren 40+ Kantonalmeister
Mixed 40+ Kantonalmeister
Somit hatten sich alle Mannschaften von Niedergösgen für das Turnier der Kantonalmeister (Schweizermeisterschaft) vom Wochenende vom 14./15. Juni in Schiers qualifiziert. Da
unsere Herren bei den Mixed open und Mixed
40+ spielen, konnten wir nur in einer Kategorie teilnehmen. So entschieden wir uns für die
Mixed 40+, und überliessen den Startplatz bei
den Mixed open dem STV Himmelried.
In den Monaten April und Mai haben wir unser wöchentliches Trainingspensum erhöht.
Wir wollten mit unseren jungen Mädels und
den 3 Mannschaften in den 40+ Kategorien sicher eine Medaille, und wenn möglich
die goldene, nach Hause holen. Bereits am
Freitag reisten wir mit den Privatautos nach
Schiers. Am Samstag starteten die Kategorien Damen 40+, Herren 40+ und die Mixed
open. Die Damen 40+ haben die Solothurnische Kantonalmeisterschaft nach Belieben
dominiert. Unser Ziel in Schiers war der Meistertitel und somit die Qualifikation für den
Weltcup 2015 in Japan. Oh! Dass dieser Weg
kein leichter sein wird, war aber auch kein
Geheimnis.
Im Halbfinale trafen wir auf Sent Scuol. Es war
ein sehr hart umkämpftes Spiel, das nach 3
Sätzen mit 2:1 zu unseren Gunsten ausging.
Bei den Spielerinnen von Sent Scuol war die
Enttäuschung sehr gross, war ihr Ziel auch
der Weltcup in Japan. Umso grös­ser war die
Freude bei uns. Im Final trafen wir auf unseren
Gruppengegner Bioggio. In den Gruppenspielen ging das Spiel mit 1:1 Sätzen zu Ende. Auch
dieses Mal schenkten sich die Mannschaften
nichts, und mit 25:23 konnten wir den ersten Satz ins Trockene bringen. Nach dem Sieg
im ersten Satz begannen wir den 2. Satz mit
höchster Konzentration und gewannen diesen klar mit 25:19. Nun konnten wir uns nicht
mehr halten und feierten den Schweizermeistertitel lautstark. JAPAN kann kommen!
Gleichzeitig spielte unsere Herren-Mannschaft
40+. Die Vorrunde lief etwas harzig. Als
4.-Platzierter konnte man sich gerade noch für
das Halbfinale qualifizieren. Gegen den späteren Meister verlor man in 2 Sätzen jedesmal
ganz knapp. Im Spiel um den 3. Platz trafen
die Herren auf den gleichen Gegner wie im
vergangenen Jahr. Nur in diesem Jahr gingen
unsere Herren als Sieger vom Platz. Das war
die 2. Medaille für Niedergösgen.
Am Sonntag waren endlich unsere Damen
open und die Mixed 40+ an der Reihe. Im
ersten Spiel kam es bei den Damen zum Kantonsderby. Nach einem spannenden Spiel in 2
Sätzen ging Niedergösgen als Sieger vom Platz.
Auch bei unseren Damen open war das Ziel
Weltcup Japan 2015. Bei den open-Kategorien
qualifizieren sich der Erst- und Zweitplatzierte.
Gegen den Favoriten und amtierenden Schweizermeister Morbio spielten unsere Mädels auf
sehr hohem Niveau. Leider verloren sie beide
Sätze. Im Halbfinale trafen die Gösger Mädels
auf Valle del Vedeggio. Die Halbfinale wurden
auf 2 Gewinnsätze gespielt. Wir wussten, unsere Mädels hatten ein schwieriges Spiel vor sich.
Trotz harten Spiel gewannen unsere Mädels
den Halbfinal in 2:0 Sätzen. Im Final um den
Meistertitel kam es zum Duell Morbio gegen
Niedergösgen. Niedergösgen blieb chancenlos
und verlor den Final in 2:0 Sätzen. Nach der
ersten Enttäusschung freuten sich die Mädels
an der Silbermedaille und auf die Qualifikation
für Japan. 3. Medaille in der Tasche!
Mixed 40+
43
Gleichzeitig mit den Mädels spielte auch unsere Mixed 40+ Mannschaft. Die Vorrunde
wurde mit dem Spiel gegen Büsserach, unserem Kantonsrivalen, gestartet. Diese 2 Sätze konnten ohne Mühe gewonnen werden.
Die Mannschaften in dieser Kategorie waren
sehr ausgeglichen. Als Gruppenzweite in der
Vorrunde trafen wir auf das drittplatzierte
Bioggio. Wir verloren das Spiel in 3 hartumkämpften Sätzen. Somit trafen wir im Spiel
um Platz 3 auf Sent Scuol. Wir gewannen in
2 Sätzen und konnten uns an der Bronzemedaille erfreuen.
Hier die Resultate:
Damen OPEN
2. Rang
NIEDERGÖSGEN SO
Damen 40+
1. Rang NIEDERGÖSGEN SO
Damen 40+
44
Herren 40+
3. Rang
NIEDERGÖSGEN SO
Mixed 40+
3. Rang
NIEDERGÖSGEN SO
Das Wochenende der Schweizermeisterschaft im INDIACA (ITKM) war für uns Niedergösger Spieler und Spielerinnen sehr erfolgreich.
Die neue Saison beginnt für uns am 7. November 2014 mit einem Heimspiel unserer
Damen-open-Mannschaft. Wir würden uns
freuen, wenn wir viele Zuschauer in der Turnhalle in Niedergösgen begrüssen dürften.
Spielbeginn ist um 19.45 Uhr.
Unser grosses Ziel für die nächste Saison ist,
dass sich wieder alle Mannschaften für die
Schweizermeisterschaft, welche am 31. Mai
2015 in Olten stattfindet, qualifizieren.
Für uns ist das Jahr 2015
ein sehr wichtiges Jahr,
da wir mit 2 Mannschaften am Weltcup in Japan
starten dürfen – «Hopp
Gösge»!
Wir Indiaca-SpielerInnen
würden uns freuen,
wenn wir neue Spieler
und Spielerinnen bei
uns begrüssen könnten.
Wir trainieren am Dienstag von 19.00 bis 20.10
Uhr und am Freitag von
19.45 bis 21.45 Uhr.
Komm doch vorbei und
probiers auch einmal!
INDIACA ESCH EN HIT
OND MACHT SPASS!
Für das Indiaca-Team,
Priska Schenker
jugendseite
Pfadi Gösgen im KaLa 2014
Dieses Jahr fand ein ganz besonderes Sommerlager statt. Die Pfader des ganzen Kantons
Solothurn gingen gemeinsam ins Kantonale
Lager nach Alterswil bei Fribourg, um Greti
und Oski zu helfen, den alten Leuchtturm zu
retten. Denn dieser hatte an Leuchtkraft verloren und das Unternehmen Geiz und Kragen
wollte den alten Leuchtturm durch einen neuen ersetzen. Die Piosstufe (15- bis 17-Jährige)
fuhr bereits am Samstag mit den Velos vor,
um am Sonntag auf dem gemeinsamen Lagerplatz die Zelte aufzuschlagen. Am Sonntag sties­sen dann auch die Pfader (11- bis
14-jährig) und Wölfe (6- bis 10-jährig) dazu.
Trotz Regen stellten die Leiter und Helfer bereits eine Woche vor Lagerbeginn beindruckende Hochbauten auf. Nun konnten die
Zelte aufgeschlagen werden.
Hier ein genauer Bericht aus der Piostufe:
Die erste Woche begann für die Pios recht
streng. Da auf dem separaten Lagerplatz der
Pios noch gähnende Leere herrschte, musste
man erst einmal eine Küche bauen und das
Wölfe am Zeitungsworkshop
Aufenthaltszelt errichten. Dazu kamen noch
die Projekte, die sie sich selber ausgedacht
haben. Priorität hatte das Benefizkochen,
das schon am Mittwoch in Alterswil auf dem
Programm stand. Es wurden etliche Tische
aus dem Schulhaus hinausgetragen und
auf dem Pausenplatz bei schönstem Wetter
aufgestellt. Die anderen waren in der Küche
am Kochen. Der Erfolg war gross und man
zählte um die 60 bis 70 Essen, die verkauft
werden konnten. Das Geld wurde der Organisation «Pfadi trotz allem» gespendet. Auf
dem Lagerplatz begannen dann die anderen drei Projekte. Eines davon war ein Pool,
der mit Hilfe von Pioniertechnik aufgestellt
wurde. Die zweite Gruppe führte ein Medienprojekt und schrieb fleissig Berichte, die in
den Lagerzeitungen veröffentlicht wurden.
Das letzte Projekt galt der Kreativität. Die
Pios konnten sich in einem Workshop mit
Spraydosen auf einer Lastwagenplane austoben und verwandelten die weisse Blache in
ein buntes Kunstwerk. Nebst den Projekten
gab es noch kleinere Ausflüge. In der zweiten Woche gab es eine kleine kulturelle Weiterbildung
in Murten. Sie bekamen
den Auftrag, verschiedene
Sehenswürdigkeiten anzuschauen und den anderen
später davon zu berichten.
Später gab es noch eine
Abkühlung in der Badi, bevor wir wieder nach Hause
ins Camp gingen.
Zusammen mit Captain
Courage machten sich
die Wölfe auf die Suche
45
nach
Fahnenstücken.
Sobald sie alle gefunden hatten, konnten sie
die
zusammengenähte Fahne gegen einen
leuchtenden Diamanten
tauschen. Ein grosses
Highlight war der Besuch der Sternwarte und
die
Tageswanderung
nach Freiburg. Auch das
Piratenschiff auf dem
Wölfliplatz wurde oft
als Abenteuerspielplatz
genutzt. Natürlich war
auch der Kontakt zu den Wölfe im Piratenschiff
den. Greti und Oski waren sichtlich zufrieden
anderen Wölfli toll.
und durften in ihrem Turm bleiben und ihren
Algen-Tee trinken. Das Lager war für alle ein
Die Pfader gingen mit Captain Francoise auf
Riesenereignis, das sicher auch noch in ein
die Suche nach den verschwundenen Glühpaar Jahren für Gesprächsstoff sorgen wird.
würmchen. Die abenteuerliche Reise hat sich
Nicht einmal die sintflutartigen Regengüsse,
bei allen gelohnt, denn am Ende konnte der
die den Lagerplatz in ein kleines Venedig verLeuchtturm mit dem Diamanten der Wölfe,
wandelten, drückten die Stimmung. Doch
den Glühwürmchen der Pfader und der exdie Spuren davon fanden dann zuhause auch
tra starken Taschenlampe, die die Pios von
die Eltern, als sie die Kleider von den Kindern
einem Mafiosi bekamen, wieder erhellt werauspackten. Schlammschlachten hatten dafür
gesorgt, dass die Kleider von oben bis unten
vom Matsch verkrustet
waren.
Wölfe üben Technik
46
Falls du neugierig geworden bist und auch
gerne so viel erleben
willst, besuch doch eine
Samstagnachmittagsaktivität. Die genauen
Infos findest du auf unserer Homepage
www.pfadi-goesgen.ch
aus der ferne
UNSER JAKOBSWEG – ein kurzer
Erlebnisbericht
Der Gedanke, einmal als Pilger in Santiago
de Compostela anzukommen, hat uns seit
Jahren begleitet. Wir überlegten, uns nach
der Pension auf den Weg zu machen. Oder
sollten wir schon früher starten, und das Ziel
etappenweise unter die Füsse nehmen? Da
das Leben sich nicht immer an unsere Pläne
hält, und wir nicht wissen, was in ein paar
Jahren sein wird, kam mir im Herbst 2012
während einer Radtour die Idee: Wir könnten den Jakobsweg auch mit dem Bike «ge-
hen», bereits nächstes Jahr. Hans liess sich
sofort von meinem Enthusiasmus anstecken
und begann, die Idee in eine konkrete Planung umzusetzen. Das Zeitbudget: Drei
Wochen. Organisatorisch: Das Gepäck soll
transportiert werden. Unterkünfte: Entgegen
der Gewohnheit der Jakobspilger, in Pilgerherbergen zu übernachten, soll in einfachen
Hotels geschlafen werden. Doch ohne Wadenmuskulatur lässt sich dieses Vorhaben
nicht realisieren. Und so begannen wir im
Frühling 2013 mit dem Training.
Und mir als Anfänger in Sachen
Sport machte das Biken immer
mehr Spass.
Pamplona, 9. September: Im
Frühstücksraum des Hotels packten wir gespannt unsere Leihräder aus riesigen Kartonschachteln. Auf der Suche nach einem
Weg aus der grossen Stadt gewöhnten wir uns an die neuen
Zweiräder. Den ersten Stempel
in den Pilgerausweis wurde uns
auf der Passhöhe des gleichen
Tages auf das kleine Dokument
gedrückt. Und als wir kurz darauf am Strassenrand das Hinweisschild CAMINO DE SANTIAGO entdeckten, stellte sich ein
Gefühl der Hochstimmung ein:
«Jetzt sind wir wirklich auf dem
Weg – einem historischen, einem spirituellen und einem ganz
persönlichen.»
Die Kathedrale von Santiago de Compostela.
47
Bereits am ersten Tag bestätigte sich, was
wir zu Hause beim Betrachten der Karten
geahnt hatten: Der Weg von Pamplona nach
Santiago führt immer und ausschliesslich auf
und ab. Doch waren es nicht nur die Höhenmeter, die in Erinnerung geblieben sind, sondern vor allem auch die vielen Überraschungen unterwegs. Ein Beispiel dafür ist der
Weinbrunnen von Irache. Die Erfindung aus
dem Jahr 1891 lädt vorbeiziehende Pilger
ein, sich mit einem Schluck Wein zu stärken.
Auch wir gönnten uns dort eine Pause. Kommentar zum Wein: Eine sehr liebenswürdige Idee, jedoch «suur wie s’Eländ»! Weiter
führte der Weg durch Navarra, immer auf
und ab. In schöner Erinnerung geblieben ist
uns die Übernachtung in einem umgebauten
Kloster, genannt Parador, in Santo Domingo
de la Calzada.
Und manchmal stellt man fest: Die Welt ist
ein Dorf. In der Herberge von Belorado wollte Hans einen weiteren Stempel abholen. Als
Kathedrale Santa Maria de la Regla in Leon.
48
er die Frau dort auf Englisch ansprach, sagte
sie schon bald: «Mer chöne schwitzerdütsch
rede, i be vo Oftringe und heisse Margrit.»
Und so wurden wir spontan zu einem fei-
noch 514 km bis ans Ziel.
nen Mittagessen eingeladen. Schliesslich
besorgte ich mit Aldo, Margrit’s Partner, den
Abwasch und Hans schlug den Rahm für ein
Dessert mit Erdbeeren. Es war eine herzliche,
fröhliche Begegnung. Überraschen können
einen auch die vermeintlich immer so guten
Unterkünfte – oder vielmehr noch, dass man,
wenn es sein muss, doch sehr anpassungsfähig ist: Nach 69 km langer Fahrt mit einer
Höhendifferenz von 930 Metern erreichten
wir endlich unser Tagesziel und ich freute
mich, wieder in einer hübschen Unterkunft
anzukommen. Als unser Navi und die Karte
anzeigten, dass wir den heutigen Endpunkt,
das sogenannte Casa Rural Papasol, erreicht
hatten, wollte ich es nicht glauben: Bei dem
Gebäude, das wir vor uns hatten, konnte es
sich nicht um eine Unterkunft handeln. Hans
erlangte als erster die Fassung wieder und
ging hinein, um sich zu erkundigen. Es verstrichen endlose Minuten, bis sein Gesicht,
diesmal heiter, weil ihn meine Entrüstung
belustigte, wieder im Türrahmen erschien:
«Unsere Koffer sind hier.» Angenehm überrascht vom kleinen, aber sauberen Zimmer
entspannte ich mich wieder – und wenn man
davon absieht, dass die Toilette nur quersitzend benutzbar war, könnte man behaupten
gelernt zu haben, dass man sich nie von einer
Aussenansicht täuschen lassen soll.
Als zum ersten Mal der Wegweiser SANTIAGO auftauchte, waren es noch 514 Kilometer. Wir besichtigten auf diesem Weg unzählige Kirchen, hielten inne, zündeten Kerzen
an und gönnten uns ein Weilchen Ruhe und
Besinnung.
Am Sonntag, dem eidgenössischen Bettag,
besuchten wir spontan den Gottesdienst in
einem abgelegenen Dorf. Wir setzen uns diskret in die hinterste Kirchenbank. Schon bald
drehten sich neugierige Köpfe nach uns um.
Wir sprechen kein Spanisch. Obwohl wir den
Inhalt der Predigt nicht verstehen konnten,
gehörten wir für die Dauer des Gottesdienstes zu dieser Gemeinschaft, und wir wurden
danach herzlich mit dem Gruss «Buen Camino» verabschiedet.
Die Kirchen in Spanien sind tagsüber abgeschlossen. Und so ist es schade, dass wir
immer wieder vor verschlossenen Türen stan-
49
den. Überraschend war die Begegnung mit
dem Sigristen in einem kleinen Dörfchen, der,
den grossen Schlüssel sichtbar bei sich tragend, gerade den Weg entlang kam und uns
die Kirche spontan aufschloss. Durch ihn erhielten wir Einlass in eine liebevoll geschmückte, kleine Kirche, wo wir auch die Stempel erhielten und natürlich unsere Kerzen anzünden
konnten. Als wir später wieder in ein anderes
Dörfchen kurvten, kam gerade in jenem Moment eine alte Frau aus einer Gasse, die uns
dann die Kirchentür öffnete und anschlies­
send wieder verschwand. Diese Begegnung
hatte für uns etwas Wundersames.
In Leon gönnten wir uns einen Ruhetag.
Wir nutzen die zwei Tage, um diese schöne
Stadt zu erleben. Allein zur Besichtigung der
Kathedrale Santa Maria de la Regla, deren
Bau 1205 begonnen wurde und im 14. Jh
beendet war, benötigen wir fast einen ganzen Tag. Staunend und tief beeindruckt, was
die Menschen mit den ihnen zur Verfügung
stehenden Mitteln damals fertig gebracht
haben, verliessen wir den sakralen Raum
Unterwegs in Castillien.
50
gegen Abend. Die Pause in Leon sollte auch
zum Waschen unserer verschwitzten Wäsche
genutzt werden. Beim Bezahlen der Dienstleistung, 106 Euro für vier Veloshirts, vier Velohosen, etwas Unterwäsche und ein Hemd,
wurde uns wieder einmal der Wert der täglichen Arbeit bewusst.
Nach Leon führte der Weg steil in die Berge.
Eindrücklich war für uns das Cruz de Ferro.
Auf 1504 Metern, dem höchsten Punkt des
Camino, erhebt sich das wohl symbolträchtigste Kreuz des Weges. Nach tausendjähriger Tradition legt jeder Pilger einen Stein aus
seiner Heimat vor dem Kreuz nieder. Weiter
ging es über Pässe, vorbei an der versunkenen Stadt Portomarin, an Schaf-und Kuhherden vorbei, immer wieder auf und ab. Wir
holten in Klöstern, Kirchen und Herbergen
unsere Stempel und wurden regelmässig
von freundlichen Spaniern mit «Buen Camino» auf den rechten Weg gewunken. Und je
näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr
Pilger waren unterwegs. Dass, besonders
wenn es abwärts ging, Fusspilger uns teils
mit missbilligenden Blicken ihre Meinung zu
Velo-Pilgern kundtaten, verstanden wir gut.
Viel Glück hatten wir mit dem Wetter. Bis
zum zweitletzten Tag regnete es keinen Tropfen. Doch das sollte sich noch ändern: Unsere Ankunft in Santiago haben wir uns in den
schönsten Farben ausgemalt: Wir werden unser Ziel über den letzten Hügel erreichen und
können die Kathedrale des Hl. Jakobus schon
aus der Ferne sehen. Dann werden wir uns,
wie alle Pilger, vor die mächtige Kathedrale
setzen und die Ankunft innerlich geniessen.
Doch der heilige Jakobus hatte andere Pläne:
Bei der letzten Etappe regnete es den ganzen
Tag. Dadurch verfuhren wir uns und kamen
von Süden her in die Stadt. Wir fanden die
Kathedrale, freuten uns riesig, dass wir nach
873 Kilometer in 16 Etappen unser Ziel ge-
sund erreicht haben. Und begaben uns triefend nass auf die Suche nach unserem Hotel.
Später habe ich gelesen: «Jeder Pilger erhält
am Ziel den Empfang, den er verdient hat.»
Vielleicht sind wir ja mit dem Velo doch nur
halbe Pilger? Wir holten am Abend, zusammen mit mehr als hundert weiteren Pilgern,
im Pilgerbüro unsere Urkunde ab und gönnten uns ein Festmahl im besten Restaurant
der Stadt. Am nächsten Tag besuchten wir
die feierliche Pilgermesse, wo die Herkunft
aller angekommenen Pilger verlesen wird.
Wir blieben noch drei Tage in Santiago de
Compostela und reisten dann mit unendlich
vielen Erlebnissen und Eindrücken, mit unzähligen schönen Begegnungen und dankbar wieder nach Hause.
Margrith und Hans Belser
Cruz de Ferro, der höchste Punkt des Camino 1504 m.
51
Ein Ausland-Gösger berichtet
Jedes Mal, wenn ich s’Dorfglüüt aus der
weiten Ferne erhalte, rücken die Distanzen
zusammen und viele Erinnerungen tauchen
auf.
Ich möchte mich jedoch zuerst vorstellen.
Ich heisse Silvan Meier, bin gebürtiger Niedergösger, wo ich meine Kindheit und die
Jugendjahre verbrachte. Die Schlosskirche
war in meinen Vorstellungen die Burg und
im Falkenstein wohnten noch die Ritter. Ich
turnte auf den Felsen rund um die Kirche und
versuchte den geheimen Gang zu finden,
den es nach den Erzählungen meines Vaters
gab. Der unterirdische Gang führte von der
Schlosskirche ins Inseli, an das Aare-Ufer.
Im Falle eines übermächtigen Angriffs konnten sich die Ritter dorthin zurückziehen.
Vergeblich – er sei zugeschüttet worden,
meinte mein Vater. Mit meinen Freunden erforschten wir das Inseli und versuchten, mit
Grabungen dem Geheimnis auf die Spur zu
kommen. Erst die energische Intervention
meines Vaters konnte uns stoppen – das Geheimnis blieb bestehen.
Als Altardiener hatte ich auch Gelegenheit,
das Innere der Kirche und vor allem den
Kirchturm zu erforschen. Meine blühende
Phantasie zauberte alle möglichen Gestalten
hervor. Der Blick vorm Turm war jedes Mal
die Krönung, mit einem speziellen Nervenkitzel, wenn die Glocken anfingen zu läuten.
Aber ich wollte eigentlich etwas von unserem
neuen Leben erzählen. Nach den «Wanderjahren» an den Gestaden des Genfer Sees
entschieden meine Frau und ich, zusammen
mit unserem Sohn – nun 12-jährig – nach
Thailand zu ziehen.
Ich kannte Thailand von verschiedenen Aufenthalten und war jedes Mal hell begeistert.
52
Bereits beim Verlassen des Flughafens hat
man den exotischen Geruch eines andern
Landes in der Nase. Die freundlichen, lächelnden Gesichter tun das Übrige, um sich
wohl zu fühlen.
Wir wohnen in einem wunderschönen Haus
auf dem Lande, etwa eine Stunde von Bangkok entfernt. Der Tag beginnt mit einem
Vogelkonzert und endet am Abend mit dem
Konzert der Grillen. An die 3 Jahreszeiten
musste ich mich etwas gewöhnen. Warme/
heisse Zeit (Februar bis Mai) – Regenzeit
(Juni bis Oktober) – kühle Zeit (November
bis Januar). Allerdings sind diese Perioden je
nach Landesteil unterschiedlich. Vom Norden
(Chang Rai) bis in den Süden (Phuket) sind es
ungefähr 1400 km. Auch der Begriff Regenzeit ist relativ und man gewöhnt sich an diese
tropischen und meist kurzen Regenschauer.
Belohnt wird man die übrige Zeit mit einem
tiefblauen Himmel. Die Vegetation ist unglaublich. Man pflanzt heute ein Bäumchen,
welches innerhalb von kurzer Zeit zu einem
Baum gewachsen ist. So müssen wir die Kerzen am aussenstehenden Weihnachtsbaum
immer höher anbringen.
Thailand hat viele Gesichter. Grundsätzlich
ist es so, dass man Urlaub und ganzjährliches
Wohnen unterscheiden muss. Was im Urlaub
speziellen Spass macht, ist etwas anders,
wenn man permanent in Thailand wohnt.
Da ist zum Beispiel die Sprache, welche
komplett von unseren gewohnten Lauten,
sei es Deutsch, Französisch oder Italienisch,
abweicht. Die Betonung und der Stimmfall
sind in Thailändisch sehr wichtig, damit der
richtige Begriff verstanden wird.
Die wirtschaftlichen Hauptprodukte in Thailand sind der Tourismus, der Reis, das Zu-
ckerrohr und die Früchte. Essen und Feiern
sind die Lieblingsbeschäftigungen der Thais.
Überall stehen sie, die kleinen Imbisslokale,
meistens durch die Familie bewirtschaftet.
Die Auswahl ist enorm und die Qualität sehr
gut. Der Preis ist für uns Farangs (Ausländer –
so nennen uns die Thailänder), sehr tief. Mit
40 Bath – etwa 1 Franken und dreissig Rappen, isst man hervorragend. Von morgens
um sechs Uhr bis am Abend ca. 22.00 Uhr
sind die Gaststätten offen. In Bangkok rund
um die Uhr.
Wir waren schon oft zu Festen eingeladen.
In guter Erinnerung bleibt die Hochzeit eines
Nachbarn mit über tausend Gästen. Bänke
und Stühle waren im Freien aufgebaut, und
das Essen bestand aus 6 Gängen. Früchte
dürfen dabei nie fehlen. Jeder bringt einen
Umschlag mit Geld, es können 200, 300 Bath
(6 bis 10 Franken) sein, je nachdem, wie man
das Brautpaar kennt. Lustig – eine Woche vor
der Hochzeit erschien der beleibte Bräutigam
bei uns und bat um Geld (leihweise), um sich
eine Jacke nach Mass machen zu lassen.
Man braucht in Thailand keine Baugesuche
und keine Bewilligung – wenigstens auf dem
Lande nicht. Man stellt das Haus in der Grös­
se und der Form auf dem eigenen Grund-
stück hin, wo und wie man will. Die Fassaden können feuerrot oder tiefblau gestrichen
werden – es gibt keine Vorschriften.
Solange man nicht erwerbstätig ist, zahlt
man keine Steuern. Das Gesundheits-System
ist für die Thailänder gratis – der Staat bezahlt. Als Ausländer hingegen muss man eine
private Krankenkassen-Versicherung haben.
Der Umgang mit den Behörden und Ämtern
war etwas gewöhnungsbedürftig. Plötzlich
war das Lächeln verschwunden. Allerdings
hat sich dies in der letzten Zeit gewaltig geändert, und wir haben es wieder mit freundlichen und zuvorkommenden Menschen zu
tun.
In bester Erinnerung bleibt mir der Kontakt
mit der Gemeinde in Niedergösgen. Ich
musste mir Formulare besorgen und wurde
in der Gemeindekanzlei herzlich empfangen
und erstklassig bedient.
Bei jedem Schweiz-Aufenthalt gehört ein
Besuch in Niedergösgen mit zum obligatorischen Programm – ich freue mich sehr auf
das nächste Mal.
Viele Grüsse aus dem sonnigen und warmen
Thailand
Silvan Meier
53
im dienst am nächsten
Oldtimerausfahrt mit Bewohnern des
BPZ Schlossgarten
Es ist kurz nach Mittag. Ein DKW F7 mit
2 Zylindern und 20 PS aus dem Jahr 1937
biegt gerade auf den Parkplatz des Betreuungs- und Pflegezentrums (BPZ) Schlossgarten ein. Weitere Oldtimer folgen ihm. Nach
wenigen Minuten ist der gesamte Parkplatz
mit Oldtimern des Oldtimer-Clubs Wiggertal
besetzt. Drinnen im Foyer des BPZ Schlossgarten warten schon ein wenig ungeduldig
19 Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren
Begleitpersonen. Sie sind voller Vorfreude auf
die gemeinsame Ausfahrt in den Jura.
Dank dem Oldtimer-Club Wiggertal, der
nebst weiteren Anlässen jährlich eine Ausfahrt mit Bewohnern eines Alterszentrums
Bereit für die nostalgische Ausfahrt ins Baselbiet.
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organisiert, erlebten die Teilnehmenden einen unvergesslichen Nachmittag.
Ob im Borgward Isabella 1500 aus dem Jahr
1957 oder im Mercedes-Benz 280 SL mit
Baujahr 1971 oder im Peugeot 203 aus dem
Jahr 1956, alle Bewohnerinnen und Bewohner liessen sich gerne von den fachkundigen
Chauffeusen und Chauffeuren ausfahren
und in Gedanken in die vergangenen Jahre
zurückführen. Eine 98-jährige Bewohnerin
schwärmte noch Tage danach von der Fahrt
im MG.
Über Aarau, Kienberg, Sissach ging die nostalgische Fahrt nach Eptingen ins maleri-
sche Baselbiet. Dort wurden alle mit einem
feinen Coupe Romanoff oder einem Eiscafé
verwöhnt. In gemütlicher Runde wurden
schöne Erinnerungen ausgetauscht und die
Augenblicke des fröhlichen Beisammenseins
im Hotel Bad Eptingen genossen. Während
auf der Hinfahrt das Wetter noch wechselhaft war, konnten vor der Heimfahrt einige
Besitzer der Oldtimer das Dach ihres Cabriolets im Kofferraum verstauen. Nach der Fahrt
über Diegten, Buckten und Trimbach ging ein
erlebnisreicher Nachmittag in Niedergösgen
zu Ende.
David Wälchli, Zentrumsleiter
Eine Citroen 11B Large mit Baujahr 1951.
Feueralarm im BPZ Schlossgarten
Am Montag, 16. Juni 2014, wurde um 19.05
Uhr im Betreuungs- und Pflegezentrum (BPZ)
Schlossgarten durch eine Pflegefachperson
Feueralarm ausgelöst. In der Teeküche im 2.
Stock war das Feuer ausgebrochen. Mehrere
verletzte Personen mussten in der Nähe des
Brandherds gerettet werden. Weitere Personen konnten in den 3. Stock flüchten und
dort auf externe Hilfe warten.
Dies war die Übungsanlage des Feuerwehreinsatzes der Feuerwehren Niedergösgen und Schönenwerd. Ziele dieser Jahresübung waren insbesondere eine möglichst
kurze Chaosphase, rasches und sicheres
Einsetzen der Gerätschaften sowie die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den
Partner-Organisationen.
55
In einer ersten Phase erkundete der Atemschutztrupp der Feuerwehr Niedergösgen im
Innern des BPZ Schlossgarten den Brandherd.
Zwei verletzte Personen konnten durch das
Treppenhaus evakuiert werden. Weitere Personen wurden anschliessend auf der Südseite des BPZ Schlossgarten vom Balkon eines
Bewohnerzimmers im 3. Stock via Leiter gerettet. Ein besonderes Spektakel war die Rettung mehrerer verletzter Personen von einem
Balkon auf der Nordseite. Mit der Autodrehleiter wurden die Verletzten liegend auf der
Bahre vom 3. Stock in Sicherheit gebracht.
Alle verletzten und geretteten Personen wurden anschliessend im Verwundetennest von
Mitgliedern des Samaritervereins betreut und
für einen allfälligen Transport in die umliegenden Spitäler erstversorgt.
Rettung via Leiter auf der Südseite.
Personenrettung mit der Autodrehleiter.
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Während der gesamten Dauer der Übung
war die Hauptstrasse auf Höhe des BPZ
Schlossgarten nur einspurig befahrbar. Dank
der umsichtigen Verkehrsregelung durch den
Verkehrsdienst der Feuerwehr konnten grös­
sere Verkehrsprobleme vermieden werden.
Nach gut einer Stunde war das Szenario
«Feueralarm im BPZ Schlossgarten» beendet.
Ein erstes Fazit: Für alle involvierten Personen
war die Übung sehr lehrreich. Auch die Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren und
des BPZ Schlossgarten war gut, so dass nach
dem Retablieren und Aufräumen alle an der
Übung Beteiligten unversehrt eine Grillbratwurst und einen Umtrunk im Feuerwehrmagazin in Niedergösgen geniessen konnten.
David Wälchli, Zentrumsleiter
Mitarbeitende des BPZ Schlossgarten
für einen Tag im Emmental
Im Sommer erlebten die Mitarbeitenden
des Betreuungs- und Pflegezentrums (BPZ)
Schlossgarten in Niedergösgen einen wunderschönen Ausflug zum FLYER-Werk nach
Huttwil.
Nach einem Gipfeli und Kaffee konnten alle
Teilnehmenden auf einer geführten Werksbesichtigung nicht nur die Produktion des FLYERs
hautnah miterleben, sondern erfuhren auch
noch wie sich der FLYER seit seiner «Geburtsstunde» bis heute entwickelt hat. Das FLYERWerk ist nach Minergie-P-Standard gebaut
und bietet viele interessante Aspekte. So zum
Beispiel die grosse Photovoltaik-Anlage auf
dem Dach, die unter anderem auch den Strom
für die FLYER-Akkus produziert.
Gruppenbild auf dem FLYER-Werksgelände.
57
Bei einer kleinen FLYER-Probefahrt auf dem
Werksgelände wurden die verschiedenen
Velotypen ausprobiert. Dann war es soweit.
Die VelofahrerInnen suchten sich das für sie
passende FLYER-Velo aus und bereiteten sich
auf die zweistündige Gruppentour rund um
Huttwil vor. Alle anderen Teilnehmenden stiegen wieder in den Car ein, der sie nach Gondiswil fuhr. Von dort führte die einstündige
Wanderung nach Ärbolingen bei Auswil. Auf
dem Bauernhof der Familie Neuenschwander
waren für alle der Apéro und ein feines Grillund Salatbuffet vorbereitet. Bevor es am
Nachmittag per FLYER oder zu Fuss wieder
nach Huttwil zurück ging, durften alle noch
ein gluschtiges Dessert geniessen.
Für die VelofahrerInnen ging es auf der sehr
abwechslungsreichen Rundtour durch das
Luzerner Hinterland, über aussichtsreiche
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Hügelzüge und vorbei an prachtvollen Bauernhäusern. Sie wurden jeweils von zwei
ortskundigen Guides begleitet. Dabei machten die Akkus an den Velos jeden Hügel zu
einem leicht überwindbaren Hindernis.
Innovativer Geist – frische Luft – wundervolle
Umgebung – feines Mittagessen; so lautete
das einstimmige Fazit aller Teilnehmenden
nach diesem erlebnisreichen Tag. Es waren
ein paar Stunden abseits des SchlossgartenAlltags, in denen die eigenen «Batterien»
aufgeladen und Inspiration für bevorstehende Herausforderungen bei der Arbeit getankt
werden konnten. Die Finanzierung dieses
Anlasses erfolgte grösstenteils aus der Trinkgeldkasse des BPZ Schlossgarten.
David Wälchli, Zentrumsleiter
aus dem gewerbe
Garage Marti AG erweitert in
Niedergösgen
Margrit und Josef Marti-Gisi gründeten 1957
am heutigen Standort der Schlossgarage die
Garage Josef Marti. 1975 bezog man den
damaligen Neubau an der Oltnerstrasse, dem
aktuellen Domizil als Opel Direkthändler. Seit
1994 wird die Garage Marti AG von Bruno
Christen geführt.
Der Standort Niedergösgen war für das Unternehmen schon immer von grosser Bedeutung. So war es nicht verwunderlich, dass
man sich 2012 nach Bauland umsah und sich
mit der Familie Otto Gisi auf den Kauf von
insgesamt 6600 m2 Land einigte. Somit stand
dem Neubau eines Verkaufscenters für Hyun-
dai und Occasionen nichts mehr im Wege.
Das in der Region tief verwurzelte Unternehmen sichert sich damit eine langfristige Zukunft in Niedergösgen.
Die Garage Marti AG beschäftigt aktuell 50
Mitarbeitende, wovon zehn Auszubildende
sind.
Die Garage Marti AG darf heute in Niedergösgen jährlich rund 380 Neuwagen der
Marken Opel und Hyundai und 520 Occasionen an Kunden ausliefern.
Eine VSCI Carrosserie und ein modernes
Pneuhotel runden das grosse Dienstleistungsangebot ab.
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zivilstandsnachrichten
Wir gratulieren
zum 96. Geburtstag
11.01.2015 Giger-Irniger Claudina
Solothurnerstrasse 70, 4600 Olten
zum 95. Geburtstag
11.12.2014 Fäs-Holderegger Margrith
18.02.2015 Grossmann Franz
10.03.2015 Mauderli Walter
Hauptstrasse 49
Aarestrasse 53
Bachmattstrasse 33
zum 93. Geburtstag
07.01.2015 Sembinelli-Koch Frieda
Aarestrasse 53
zum 92. Geburtstag
16.12.2014
23.01.2015
25.01.2015
21.02.2015
Kiefer Walter
Schurter-Klauser Elisabeth
Studer-Hugener Ida
Friker-Bobst Anna
Aarestrasse 53
Schachenrain 1
Hauptstrasse 49
Schachenstrasse 44
zum 91. Geburtstag
10.12.2014 Sieber Peter
03.01.2015 Eng-Studer Anna
26.02.2015 Brunner-Müller Hedwig
Hauptstrasse 49
Rainstrasse 41
Bözachstrasse 18
zum 90. Geburtstag
26.02.2015 Wüthrich-Scheidegger Heidi
Hauptstrasse 49
zum 85. Geburtstag
04.12.2014 Schenker-Lenzin Agnes
15.12.2014 Zahnd Hans
22.02.2015 Kotsis-Pacou Evangeli
Waldrissweg 5
Aarestrasse 14
Innere Kanalstrasse 66
zum 80. Geburtstag
06.12.2014 Widmer-Grieder Erika
25.01.2015 Trifari Pietro
31.01.2015 von Däniken Erhard
Sonneggweg 17
Weidenstrasse 7
Kreuzstrasse 2
zur Goldenen Hochzeit
05.01.2015 Vita-Alba Antonio und Carmela
Stiftsherrenstrasse 15
14.01.2015 Di Domenico-Ciccone Giovanni und Maria Quartierstrasse 3
zur Diamantenen Hochzeit
18.02.2015 Ackermann-Crausaz Max und Myrian
60
Schulstrasse 34
Geburten
26.05.2014 Bänz MedoxSohn des Bänz Martin und der Bänz geb.
Musa Ariana, von Birmensdorf ZH.
29.05.2014 Isenaj LorinSohn des Isenaj Arbnor und der Isenaj geb.
Jasari Rina, von Langenthal BE.
05.06.2014 Dujak Leonie Amelia
Tochter der Dujak Marijana, von Greifensee ZH.
14.06.2014 Sopi AridonSohn des Sopi Adem und der Sopi geb.
Hajrullahu Remzije, von Kosovo.
26.06.2014 Vita Louis JamieSohn des Michel Pascal und der
Vita Melanie, von Rothrist AG.
10.07.2014 Burkhardt MiroSohn des Senn Peter und der
Burkhardt Carmen, von Lostorf SO.
04.08.2014 Pranjic PaulSohn des Pranjic Mario und der Pranjic geb.
Bejic Marjana, von Niedergösgen SO.
19.08.2014 Bär Iago TimeoSohn des Rodríguez Paredes Luis Ivan und
der Bär Rodríguez geb. Bär Susanne, von
Menziken AG.
21.08.2014 Widmer MoreliaTochter des Widmer Ivo Martin und der
Widmer geb. Peier Nicole, von Kirchberg SG.
31.08.2014 Sabani BardSohn des Sabani Kujtim und der Sabani geb.
Ibraimi Femije, von Mazedonien.
16.09.2014 Bilen VivienneTochter des Bilen Levent und der Bilen geb.
Gündüz Jeny, von Niedergösgen SO.
17.09.2014 Solomon ElnatanSohn des Solomon Yemane und der Yohanes
Marta, von Eritrea.
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Trauungen
02.05.2014 Weidmann Roger
Summer-Bachmann Christine Maria
von Lufingen ZH und
von von Österreich, in Österreich.
06.06.2014 Aregger Christian
Joss Ramona Cornelia
von Romoos LU und
von Konolfingen BE, in Olten SO.
14.08.2014 Horat Roger
Meier Tamara
von Ingenbohl SZ und
von Däniken SO, in Küssnacht SZ.
05.09.2014 Pirola Kevin
von Rohr Nicole Patrica
von Niedergösgen SO und
von Egerkingen SO, in Olten SO.
Todesfälle
22.05.2014 Voser Paul Josefgeboren am 6. September 1939,
von Neuenhof AG.
02.06.2014 Umiker-Tscheppe Wernergeboren am 23. März 1933,
von Thalheim AG.
09.07.2014 Gloor-Schmid Daniel Richardgeboren am 22. Mai 1924,
von Dürrenäsch AG.
11.07.2014 Catinari Gildageboren am 25. September 1926,
von Italien.
13.07.2014 Aebi-Paratte Max Oskargeboren am 12. Juni 1917,
von Heimiswil BE.
25.07.2014 Hunziker-Ledermann
Peter Ernst geboren am 23. Januar 1925,
von Kirchleerau AG.
28.07.2014 Ploner geb. Hinrichsen
Karin Eva-Maria geboren am 17. Oktober 1951,
von Deutschland.
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04.09.2014 Bitterli geb. Pisk Maricageboren am 11. Januar 1948,
von Wisen SO.
04.09.2014 Cakar geb. Dede Sevda
geboren am 7. Juli 1969, von der Türkei.
18.09.2014 Wermelinger-Lüthi
Rudolf August geboren am 14. Juni 1929,
von Ebersecken LU.
28.09.2014 Engel-Ugolini Traugott
geboren am 10. März 1935, von Eggiwil BE.
63
wann, wo, wer, was
Veranstaltungen
Montag, 3. November 2014 Mütter- und Väterberatung
im reformierten Kirchgemeindehaus
Sonntag, 9. November 2014Ökumenische Totengedenkfeier
14.45 Uhr Friedhof
Montag, 17. November 2014 Konzert der Bolschoi Don Kosaken
20.00 Uhr Schlosskirche
Dienstag 18. November 2014 Senioren-Mittagstisch
12.15 Uhr Restaurant Schmiedstube
Samstag, 22. November 2014 Begegnung zum Advent
BPZ Schlossgarten
Sonntag, 23. November 2014 Seniorennachmittag der röm.-kath. Pfarrei
14.00 Uhr Pfarreiheim
Montag, 24. November 2014 Bürgergemeindeversammlung
20.00 Uhr Pfarreiheim
Sonntag, 30. November 2014 Sonntag, 30. November 2014Adventskonzert des Männerchors Kappel
17.00 Uhr Schlosskirche
Abstimmungssonntag
Montag, 1. Dezember 2014 Mütter- und Väterberatung
im reformierten Kirchgemeindehaus
Mittwoch, 3. Dezember 2014 Weihnachtskonzert der Musikschule
19.00 Uhr Schlosskirche
Donnerstag, 4. Dezember 2014 Frauenvereine besuchen
Weihnachtsmarkt in Konstanz
13.00 Uhr Falkensteinplatz
Dienstag, 9. Dezember 2014 Gemeindeversammlung
20.00 Uhr, Aula Schulhaus
64
Mittwoch, 10. Dezember 2014 Seniorennachmittag Stundenhilfe
14.00 Uhr ref. Kirchgemeindehaus
Donnerstag, 11. Dezember 2014Senioren-Mittagstisch
12.15 Uhr Restaurant Falkenstein
Samstag, 13. Dezember 2014 Weihnachtsmarkt in der Mehrzweckhalle
Samstag/Sonntag, 13./14. Dezember 2014 Adventskonzert der Musikgesellschaft
Sonntag, 14. Dezember 2014 Märchenaufführung «s’tapfere Schnyderli»
in der Mehrzweckhalle
Samstag, 20. Dezember 2014 Weihnachtsbaumverkauf der Bürgergemeinde
im Schlosshof
Mittwoch, 14. Januar 2015 Seniorennachmittag der Stundenhilfe
14.00 Uhr im ref. Kirchgemeindehaus
Montag, 5. Januar 2015Mütter- und Väterberatung
im reformierten Kirchgemeindehaus
Sonntag, 18. Januar 2015 Patrozinium der Schlosskirche
11.00 Uhr Festgottesdienst
anschl. Suppe mit Spatz im Pfarreiheim
Mittwoch, 21. Januar 2015 Jassnachmittag der FMG
14.00 Uhr Pfarreiheim
Sonntag, 25. Januar 2015 Spaghetti-Plausch der FMG
12.00 Uhr Pfarreiheim
Montag, 2. Februar 2015Mütter- und Väterberatung
im reformierten Kirchgemeindehaus
65
lass hören aus alter zeit
Der Gemeinderat hatte sich vor über 100
Jahren mit Geschäften zu befassen, die heute
kaum mehr auf einer Traktandenliste stehen
würden.
So ist am 1. April 1913 zu lesen: Infolge neu
eingelaufener Klage, wonach die Hühner des
hiesigen Pfarrhofes die Gartenanlage des
Mieters im alten Schulhause beschädigen, erstattet Herr Joh. Gisi gemäss den s.Zt. an ihn
erteilten Auftrag Bericht. Man ist der allgemeinen Ansicht, dass eine Durchzäunung daselbst weitere Klagen vorbeugen würde. Ein
daheriger Beschluss wird jedoch verschoben.
Am 1. April 1913 behandelte der Rat noch
folgendes: Da es bereits letztes Jahr erzeigt
hat, dass bei der Vornahme der Feldmauserei den Landeigentümern die eingelegten
Mäusefallen durch Unberechtigte, vermutlich durch die Schuljugend entwendet wurden, wird beschlossen, im Lokalanzeiger ein
diesbezügliches Inserat zu erlassen, dahinlautend, dass die festgesetzte Vergütung der zur
Anzeige gebrachten Fehlbaren nicht ausbezahlt wird. Am 22. April 1913 steht weiter:
Laut erfolgter Anzeige über die Entwendung
von Mäusefallen haben die Knaben des J.B.
und des F.S. als Kläger einerseits, sowie der
Knabe des A.W., Pächter als Beklagter anderseits, zur Aufklärung und Verantwortung
an der nächsten Sitzung vor dem Gemeinderat zu erscheinen. Dies war dann am 6. Mai
1913 der Fall. Zur Vernehmlassung in Sachen
Entwendung von Mäusefallen erscheinen
an der heutigen Sitzung die zur Anzeige
gebrachten Fehlbaren. Nach Einvernahme
jedes Einzelnen bestreitet der des Stehlens
beschuldigte Knabe des A.W. entschieden,
der Täter zu sein. Da dieselben noch andere
der Entwendung von Fallen bezichtigen und
somit der Schuldige nicht ermittelt werden
kann, wird von einer weiteren Untersuchung
sowie einer dermaligen Bestrafung der Kna-
66
ben Umgang genommen. Dieselben werden
nach einem Verweis entlassen.
Gleichentags kam auch folgendes Gesuch
zur Sprache: Mit Zuschrift vom 2. Mai ersucht
das Grossherzogliche badische Bezirks­
amt
Konstanz um Angaben über Familien- und
Erwerbsverhältnisse des in hier domizilierten
A.S., nachdem derselbe für sich und seine
Familie um die Entlassung aus dem badischen Staatsverband nachgesucht hat, und
wünscht gleichzeitig um Mitteilung über dessen Leumund, sowie ferner über die durch
diese Entlassung entstehenden Vorteile des
Petenten. Nachdem die in hiesiger Gegend
geschaffene Verdienstgelegenheit das weitere Fortkommen der Familie S. nicht in Frage
stellt, wird dieser Informatin eine den daherigen Verhältnissen entsprechende Auskunft
erteilt.
Am 22. April 1914 ist festgehalten: Wie verlautet wurde die elektrische Lampe bei der
Christkatholischen Kirche durch die Knaben
des A. Giger, O. Meier und E. Schmid in
mutwilliger Weise demoliert. Es wird hievon
vorläufig Kenntnis genommen. Am 6. Mai
entschied dann der Rat in dieser Angelegenheit: Laut vorliegender Rechnung von Strub
& Huber in Schönenwerd betragen die Reparaturkosten für die demolierte Lampe bei der
Christkatholischen Kirche Fr. 8.–. Die bei der
Zerstörung beteiligten Knaben Schmid, Meier und Giger werden für diesen Betrag zu je
einem Drittel solidarisch haftbar gemacht.
Am 14. Juni 1913 ist im Protokoll festgehalten: Mit Zuschrift vom 2. Juni übermacht die
Verwaltung der kant. Krankenanstalt Aarau
2 Rechnungen über Verpflegungskosten von
Fr. 70.30 für die s.Zt. aufgenommene J.D,
wohnhaft in hier. Die letztere ist aufzufordern, für Regulierung dieses Betrages aufzukommen und wird derselben eine Frist bis
zum 1. August eingeräumt unter Androhung
der Anklage wegen Gemeindebelästigung
bei Zahlungsverweigerung. Ferner soll die
Direktion des Innern des Kantons Aargau für
erhebliche Reduzierung obgenannten Betrages ersucht werden.
Die Antwort wurde an der Sitzung vom 8.
Juli 1913 behandelt. Die Direktion des Innern
des Kantons Aargau teilt auf unser Gesuch
um Reduktion der Verpflegungstaxe für
J.D. mit, dass ihr die Kompetenz, hievon im
fraglichen Falle eine Ausnahme zu machen,
nicht zustehe. Um die Gemeinde künftighin
vor ähnlichen unangenehmen Zahlungsverpflichtungen zu bewahren, wird der Ammann ermächtigt, bei Ausstellung von Kostengutsprachen seine Unterschrift an solche
im Verdacht der Zahlungsunfähigkeit stehende Personen zu verweigern.
Am 17. September 1912 lag ein Gesuch der
Bürgergemeinde vor, das wie folgt behandelt
wurde: Dem Begehren des Bürgerrates, es sei
dem Gemeindeschreiber der Bürgergemeinde eine Schublade im Tisch des Sitzungszimmers zu überlassen, wird dahin entsprochen,
dass das Wahlbüro die bis jetzt innegehabte
Schublade dem Bürgergemeindeschreiber
abzutreten habe, da es sich mit dem ihm zur
Verfügung stehenden Wandschrank vollauf
begnügen kann. Das Wahlbüro ist hievon in
Kenntnis zu setzen und zu veranlassen, den
betreffenden Schubladenschlüssel dem Bürgergemeindeschreiber auszuhändigen.
Bis ins Jahr 1912 wurde die Strassenbeleuchtung durch die private Strassenbeleuchtungsgesellschaft Niedergösgen betrieben.
Auf ein Gesuch hin vom 25. November 1911
beschloss die Gemeindeversammlung am 30.
Januar 1911 die Anlage resp. die jährlichen
Kosten für die bestehende Beleuchtung zu
übernehmen und nahm mit der EGS Verbindung auf.
Am 3. September 1912 behandelte der Rat
den Vertrag mit der EGS betr. Strassenbeleuchtung wie folgt: Der Vertrag wird durchgelesen und verschiedene Punkte geben
Anlass zu Bemerkungen. Bevor eingehend
auf die verschiedenen Bestimmungen einzutreten ist, wird beschlossen, dass mit den
Häuserbesitzern an der Rainstrasse eine Unterredung zu pflegen ist, um konstatieren
zu können, wer sich als Lichtabonnent verpflichten würde. Sollte sich noch der grösste
Teil der in Frage kommenden Häuserbesitzer
zur Abnahme von elektrischem Licht verpflichten, müsste eine Entschädigung der
Gemeinde an die zu erstellende Leitung für
die vorgesehene Lampe auf dem Rain nach
Ansicht des Gemeinderates dahin fallen. Zur
Unterhandlung mit den Häuserbesitzern wird
eine Dreierkommission ernannt aus den Herren Ammann Wiser, Ed. Belser, Statthalter,
und Otto Belser. Der Betriebsleiter der E.G.
Schönenwerd ist zu einer nächsten Gemeinderatssitzung behufs Besprechung und Regulierung des Vertrages einzuladen
Am 24. September 1912 liegt ein Ergebnis
vor. In Sachen Strassenbeleuchtung erstattet
Namens der gewählten Dreierkommission
Herr Otto Belser Bericht über die gepflogene Unterredung mit den interessierten Häuserbesitzer an der Rainstrasse. Es haben sich
durch Unterschrift verpflichtet zur Abnahme
von elektrischem Licht 12 Häuserbesitzer mit
einer ungefähren Lampenzahl von 83.
Anschliessend wird der Vertrag mit der EGS
eingehend in Beratung gezogen und geben
folgende §§ zu Änderungen Anlass:
§ 2. Es soll heissen statt 10 neue Lampen,
eine entsprechende Anzahl neue Lampen.
Bezüglich des Abonnementspreises ist derselbe auf Fr. 35 zu belassen. Dagegen ist
noch aufzunehmen, dass der Gemeinde der
Mitgenuss des üblichen Rabattes zugesichert
wird. Bei § 3 ist die Bestimmung, dass die
67
Gemeinde an die Erstellung von extra kostspieligen Leitungsstrecken eine angemessene
Entschädigung zu entrichten habe, wegzulassen, nachdem sich nun der Grossteil der
Häuserbesitzer an der Rainstrasse zur Einführung des elektrischen Lichtet verpflichtet
haben und nur das diejenigen Strecke ist,
welche in Frage kommen könnte. § 4 geht
in Ordnung, nur ist das etc. wegzulassen.
Mit § 5 will die EGS die Gemeinde verhalten,
für die Leitungsdurchgangsrechte sowie für
die Bewilligung zum Aufstellen der Stangen,
Anker etc. und allfällige Landentschädigungen selbst aufzukommen. Der Gemeinderat
ist gegenteiliger Ansicht und erachtet dies
als Sache der EGS. Dieser § ist derart abzuändern. § 6 soll bleiben. § 7 ist derart abzuändern, dass bei einer event. Kündigung
des Vertrages durch die Gemeinde, diese das
zur Strassenbeleuchtung gehörende Material nicht wie vorgesehen zu dem derzeitigen
Buchwert der EGS zu übernehmen hat, sondern auf Grund gütlicher Übereinkunft oder
fachmännischer Abschätzung. Alles übrige
geht in Ordnung.
Zur Ratifizierung dieses Vertrages ist der Betriebsleiter der EGS, Herr Schönenberger, zur
nächsten Sitzung einzuladen. Der abgeänderte Vertrag selbst ist vor Erscheinen des
Herrn Schönenberger nochmals durch den
Gemeinderat durchzusehen.
Bei Anwesenheit des Herrn Schönenberger
soll die EGS beauftragt werden, in unserer
Gemeinde eine Person zu bestimmen, welche
allfällige Klagen oder Reklamationen zu Handen der EGS entgegen nimmt und an letztere
weiterleitet. Ebenso ist darauf hinzuwirken,
dass die Brückenlampe auf Gösger-Seite an
unsere Strassenbeleuchtung angeschlossen
wird. Desgleichen soll die EGS verhalten werden, beim Pumpenhaus einen automatischen
Ausschalter anzubringen.
68
Am 1. Oktober fand diese Sitzung statt. Herr
Schönenberger erklärte sich unter Vorbehalt
der Genehmigung durch die EGS mit allen
vom Gemeinderat vorgeschlagenen Punkten
einverstanden.
Weiter wird festgehalten: Herr Schönenberger wird beauftragt, bei der EGS dahin zu
wirken, dass der Vertrag nach unserer Vorlage sanktioniert und die Arbeiten unverzüglich in Angriff genommen werden, sodass
die Anlage bis zum 1. November installiert
wird. Im weiteren wird die EGS beauftragt,
die Brückenlampe auf der Gösger-Seite an
unsere Leitung anzuschliessen und beim
Pumpenhaus einen Ausschalter anzubringen
resp. wird uns Herr Schönenberger diesbezügl. Offerten unterbreiten. Desgleichen soll
auf Wunsch der Feuerwehrkommission im
Spritzenhaus eine Lampe montiert werden.
Für eventuelle Klagen oder Reklamationen
die Strassenbeleuchtung betreffend soll die
EGS in unserer Gemeinde eine Person bestimmen, welche dieselben für die EGS entgegennimmt und an letztere weiterleitet.
Und zum Schluss noch dieses aus dem Protokoll des Gemeinderates vom 21. Februar
1912: Ein Kreisschreiben des Regierungsrates an sämtliche Gemeinden betreffend Verhalten derselben bezügl. Patentpflicht von
fahrenden Musikanten, Tingel-Tangel, Photographen, Schaubuden, sowie Sänger- und
Orchestergruppen, Damenkapellen etc., bei
welchen ein höheres, wissenschaftliches oder
künstlerisches Interesse nicht vorherrscht,
wird verlesen. Nach demselben sind solche
Truppen sämtlich patentpflichtig. Hievon
wird Kenntnis genommen.
22.9.2014, A. Schlosser
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Jahrgang 27, Nr. 82
Oktober 2014, 1950 Exemplare
Februar 2015
Redaktionsschluss
23. Januar 2015
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