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Abfallbroschüre II. Sonderabfall - Universität Konstanz

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Abfallbroschüre
Sonderabfall
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2.
Sonderabfallsammelstelle (SAS)
3. Allgemeine Richtlinien
3.1 Definition von gefährlichen Abfällen
3.2 Vermeidung von gefährlichen Abfällen
3.3Chemikalienaltlasten
3.4Sicherheitshinweise
3.5Sammelbehälter
3.6 Deklarierung (Kennzeichnung der Sammelbehälter)
3.7Begleitzettel
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
1.1 Rechtliche Grundlagen
1.2 Pflichten der Abfallerzeuger
4. Entsorgung fester Sonderabfälle
4.1Aufsaugmassen
4.2 Putz- und Wischtücher (kontaminiert)
4.3 Kunststoffabfälle (kontaminiert)
4.4 Kunststoffbehältnisse (kontaminiert)
4.5 Glasabfälle (kontaminiert)
4.6 Mit Öl kontaminierte Betriebsmittel
4.7 Farben, Lacke, Harze
4.8Altchemikalien
4.9 Quecksilberhaltige Abfälle
4.10Asbest
5. Entsorgung flüssiger Sonderabfälle
5.1 Halogenfreie Lösemittelgemische
5.2 Halogenhaltige Lösemittelgemische
5.3Säuren
5.4Laugen
5.5 Schwermetallhaltige Lösungen
5.6 Wässrige Laborabfälle
5.7 Fotochemikalien (Entwickler und Fixierer)
5.8 Altöle und Schleifemulsionen
6.
Entsorgung kontaminierter Geräte
Anhang
AKontaktpersonen
B
Abfallsammelstellen und Öffnungszeiten
C
Weitere Gesetze und Verordnungen
2
3
Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (siehe Abschnitt 1.1)
wird unterschieden zwischen:
„„nicht gefährlichen Abfällen (Teil 1 der Abfallbroschüre)
„„gefährlichen Abfällen („Sonderabfall“) (Teil 2 der Abfallbroschüre)
1. Einleitung
Ziel dieser Abfallbroschüre ist es, den Mitarbeiter/-innen und
Student/-innen das Konzept der Universität Konstanz zur Vermeidung,
Wiederverwertung und Entsorgung von Abfällen zu erläutern.
1.1 Rechtliche Grundlagen
Die rechtliche Grundlage zum Umgang mit Abfällen bildet das
Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), das am 1. Juni 2012 in Kraft trat
und damit das bisherige Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz
(KrW-/AbfG) ablöste.
Zweck des Gesetzes ist es, die Kreislaufwirtschaft zur Schonung
der natürlichen Ressourcen zu fördern und den Schutz von Mensch
und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen
sicherzustellen (KrWG § 1).
Das Kreislaufwirtschaftsgesetz sieht eine 5-stufige Abfall­
hierarchie vor (KrWG § 6):
1. Vermeidung
2. Vorbereitung zur Wiederverwendung
3.Recycling
4. sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung
5.Beseitigung
1.2 Pflichten der Abfallerzeuger
Nach KrWG § 3 gilt als Erzeuger von Abfällen jede natürliche oder
juristische Person, durch deren Tätigkeit Abfälle anfallen.
Nach KrWG § 15 ist der Erzeuger von Abfällen verpflichtet, diese
zu beseitigen. Durch die Behandlung von Abfällen sind deren Mengen
und Schädlichkeit zu vermindern. Abfälle sind so zu beseitigen,
dass das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt ist.
Entsprechend der amtlicher Bekanntmachung der Universität Nr.
65 / 2013 ist somit der / die Arbeitsgruppenleiter / -in gehalten,
die Beschäftigten über die sachgerechte Entsorgung zu informieren.
Allerdings gilt nach KrWG § 7 der Grundsatz: Die Verwertung von
Abfällen hat Vorrang vor der Beseitigung (KrWG § 7)!
Vermischungsverbot! KrWG § 9: Abfälle unterschiedlicher Art und
Herkunft dürfen nicht vermischt werden.
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5
Bei der Sonderabfallsammelstelle im Chemieinnenhof können
gefährliche Abfälle wie Altchemikalien, Lösemittel, mit Gefahrstoffen
kontaminierte Kunststoff- und Glasabfälle etc. abgegeben werden.
Öffnungszeiten
Dienstag und Freitag
6
13:15 – 14:15 Uhr
2. Sonderabfallsammelstelle (SAS)
2. Sonderabfallsammelstelle (SAS)
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3.3 Chemikalienaltlasten
Als gefährliche Abfälle gelten nach § 3 der AbfallverzeichnisVerordnung Abfälle die eines oder mehrere der folgenden
Merkmale aufweisen:
„„entzündbar
„„giftig
„„gesundheitsschädlich
„„ätzend
„„reizend
„„Krebs erzeugend
„„fortpflanzungsgefährdend
„„erbgutverändernd
Ein großes Problem stellen die Chemikalienaltlasten dar. Es handelt
sich dabei um Chemikalien, die nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet
sind oder Chemikalien, für die sich niemand zuständig fühlt, z. B. weil
der ursprüngliche Besitzer die Universität verlassen hat.
3.2 Vermeidung von gefährlichen Abfällen
(Sonderabfällen)
Die Entsorgung von Sonderabfällen kostet sehr viel Geld.
Sonder­abfälle sollten so weit wie möglich vermieden werden.
Zur Pflege und Überwachung der Chemikalienbestände wird das
Programm DAMARIS verwendet. Die DAMARIS-Datenbank ist
gleich­zeitig das gesetzliche vorgeschriebene Gefahrstoffkataster
der Universität Konstanz. Jeder Mitarbeiter ist gesetzlich zur Pflege
seiner Bestände in der Datenbank verpflichtet, der Zugriff erfolgt
über das Intranet.
Es gelten deshalb folgende Richtlinien:
„„Vor dem Neukauf von Chemikalien ist zuerst zu prüfen, ob
die Substanz in der Arbeitsgruppe oder der Wertstoffbörse in
DAMARIS vorhanden ist.
„„Keine unnötig hohen Chemikalienvorräte anlegen.
„„Chemikalien Zu- oder Abgänge umgehend in DAMARIS einpflegen.
„„Lösemittel wenn möglich durch Destillation zurückgewinnen.
„„Verzicht auf Chemikalien, deren spätere Entsorgung problematisch ist (z. B. halogenierte Lösemittel, Quecksilber-, Arsen- und
Cadmiumverbindungen, Chromschwefelsäure).
„„Nicht mehr benötigte Chemikalien über die DAMARIS-Wertstoff­­-
börse zur allgemeinen Verwendung freigeben oder mithilfe der DAMARIS-Wertstoffbörse bei der Sonderabfallannahme abgeben
(Details siehe 4.8 Altchemikalien).
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Diese Altlasten werfen folgende Probleme auf:
„„Der Umgang mit unbekannten Chemikalien stellt für die
Mitarbeiter ein hohes Gefährdungsrisiko dar.
„„Bei Abgabe dieser Chemikalien in der Sonderabfallsammelstelle unterschreibt eine andere Person anstelle des Abfallverursachers für die Richtigkeit der Deklaration und übernimmt damit das Haftungsrisiko.
„„Unbekannte Substanzen werden in der Sonderabfallsammelstelle der Universität Konstanz nicht angenommen.
„„Keine Entsorgungsfirma verwertet oder beseitigt Stoffe
unbekannter Zusammensetzung.
3. Allgemeine Richtlinien
3.1 Definition von gefährlichen Abfällen
Um solche Altlasten zu vermeiden, muss Folgendes beachtet
werden:
„„Die ordnungsgemäße Kennzeichnung der Chemikalienbestände ist lt. der Gefahrstoffverordnung regelmäßig, mindestens einmal jährlich, zu überprüfen, ggf. sind die Kennzeichnungen zu
erneuern.
„„Bei Gasflaschen ist die Gültigkeit der TÜV-Kennzeichnung zu prüfen.
„„Bei einem Mitarbeiterwechsel muss sich der verantwortliche Leiter vergewissern, dass die ausscheidende Person ihre gefährlichen Abfälle vollständig und ordnungsgemäß entsorgt hat.
Wir empfehlen, dass jeder Mitarbeiter die Überprüfung seiner
Bestände und die Aktualisierung in DAMARIS alle ein bis zwei
Monate durchführt, dabei bitte auch Kühl- und Lagerräume einbeziehen. Dieses Vorgehen bedeutet einen geringen Zeitaufwand
von wenigen Minuten pro Mitarbeiter, da in kurzen Zeiträumen
in der Regel nur eine geringe Anzahl von Chemikalien Zu- oder
Abgängen stattfindet. Im Gegensatz hierzu erfordern Inventuren
nach einem Jahr erfahrungsgemäß einen viel höheren, in Stunden
oder Tagen, zu bemessenen Aufwand.
Bei Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter der SAS gerne zur Verfügung.
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3.5 Sammelbehälter
Bei der Sammlung von Sonderabfällen ist Folgendes zu beachten:
„„Die einzelnen Komponenten dürfen nicht miteinander reagieren.
„„Die Abfälle dürfen nicht gasen. Die Behälter müssen so lange immer wieder belüftet bzw. unverschlossen im Abzug aufbewahrt werden, bis die Gasentwicklung aufhört.
„„Abfälle, die exotherme Reaktionen eingehen oder instabile Stoffe bilden können, müssen deaktiviert werden.
„„Abfälle, die mit Wasser oder Luft heftig reagieren, starke
Alkylierungsreagenzien, sowie stark ätzende, oxidierende oder reduzierende Stoffe müssen ebenfalls deaktiviert werden.
Sonderabfälle dürfen nur in speziellen Behältern gesammelt werden.
Diese sind während der SAS-Öffnungszeiten im Chemieinnenhof
erhältlich.
Hierzu zählen u. a. Säurechloride und Säureanhydride (z. B. Acetanhydrid, Thionylchlorid, Phosphorpentachlorid, Phosphoroxychlorid,
Chlorsulfonsäure), rauchende Schwefelsäure (Oleum), Phosphor,
Alkalimetalle, Alkalihydride, Calciumhydrid, Lithiumaluminiumhydrid,
Alkaliborhydride, organische Lithiumverbindungen (z. B. Butyllithium), Organometall- und Metallcarbonyl-Verbindungen, Dimethylsulfat,
Diethylsulfat, Raney-Nickel, Blausäure, Cyanide, Reste von Brom und
Jod.
Sonderabfälle dürfen nur in den entsprechenden Behältern gesammelt
werden (Abschnitt 3.5) und müssen korrekt deklariert sein.
(Abschnitt 3.6)
Die ordnungsgemäße Verpackung und Deklaration der Sonder­
abfälle ist Aufgabe des Abfallerzeugers!
Bedenken Sie, dass der Abfallerzeuger auch nach der Übergabe
an die Sonderabfallsammelstelle und an das Entsorgungsunternehmen für seinen Abfall verantwortlich bleibt!
Er trägt die volle Verantwortung und haftet für eventuelle
Schäden an Mensch und Umwelt, die durch unsachgemäße Sammlung, Mischung oder Deklaration der Abfälle entstehen!
Es stehen folgende Behälter zur Verfügung:
„„für flüssige Abfälle: 5- und 10-Liter-Kunststoffkanister
„„für feste Abfälle: weiße Kunststofftonnen mit blauem
Schraubdeckel
Nur nach Rücksprache mit Herrn Müller (Tel. 2747) können auch
andere Behälter bzw. Behältergrößen verwendet werden (z. B. größere
Fässer zur Sammlung von Altölen die zur Aufarbeitung geeignet sind).
Die Behälter dürfen zu maximal 90 % befüllt sein. Sie müssen
dicht verschlossen und äußerlich sauber sein. Zu volle, beschädigte,
undichte oder verunreinigte Behälter werden von der SAS nicht
angenommen.
3. Allgemeine Richtlinien
3.4 Sicherheitshinweise
Die Kunststoffbehälter dürfen ab Herstellungsdatum nur 5 Jahre lang
verwendet werden. Das Herstellungsdatum ist in der sog.
„UN-Codierung“ angegeben. Bsp.: UN 3H1/X1.5/250/12/…
In diesem Beispiel wurde der Behälter im Jahre 2012 hergestellt und
darf somit bis zum Jahr 2017 verwendet werden.
Bitte achten Sie vor dem Befüllen auf das Datum, da abgelaufene
Behälter in der SAS nicht mehr angenommen werden.
3.6 Deklarierung (Kennzeichnung)
Die Sammelbehälter müssen der Abfallart entsprechend deklariert
werden.
Die dafür erforderlichen Etiketten können im Intranet unter
http://cms.uni-konstanz.de/agu/sonderabfall/informationsangebot/
ausgedruckt werden. Sie sind zudem in der Sonderabfallsammelstelle
zu den entsprechenden Öffnungszeiten erhältlich.
Bei Kunststofftonnen auf die Seitenfläche und auf dem Deckel je
ein Etikett anbringen!
Laminierte Etiketten für Lösemittelabfälle am Griff der Kunststoffkanister anbringen. Arbeitsgruppen, die kein Laminiergerät besitzen,
erhalten die Etiketten bei der Sonderabfallsammelstelle.
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4. Entsorgung fester Sonderabfälle
Gefährliche Abfälle werden von der SAS nur mit den entsprechenden
Begleitzetteln angenommen. Bitte verwenden Sie ausschließlich
die aktuellste Version der Begleitzettel aus dem Intranet (Link siehe
unten). Ausnahmen hierzu sind bei der Auflistung der einzelnen
Abfallarten vermerkt.
Kontaminierte Aufsaugmassen, Putz- und Wischtücher sowie
Kunststoffabfälle sind getrennt voneinander zu sammeln. Diese
Trennung ist aus Kostengründen einzuhalten.
Der Begleitzettel muss folgende Angaben enthalten:
„„Lehrstuhl, Arbeitsgruppe oder Abteilung
„„Menge
„„bei Flüssigabfällen die Abfallart
(z. B. Lösemittel halogenfrei, Säure etc.)
„„die Hauptbestandteile
„„der Hinweis auf besonders giftige (z. B. Arsen und Quecksilber), leicht entzündliche (z. B. Ether) oder sonstige „hochgefährliche“ Bestandteile (z. B. Ethidiumbromid), auch wenn diese nur in Spuren vorkommen.
„„bei wässrigen Lösungen, Säuren und Basen der pH-Wert
„„bei kontaminierten Geräten die Bezeichnung des Geräts und
die Art der Kontamination
„„Gefahrstoffeigenschaften
„„Name (in Druckbuchstaben), Unterschrift, Telefon und Datum
Mit seiner Unterschrift bestätigt der Unterzeichnende die Richtigkeit
der Angaben und der Deklaration. Er bestätigt zudem, dass die
Abfälle nicht pyrophor oder stark oxidierend bzw. reduzierend sind.
Alle Eintragungen müssen gut leserlich, dauerhaft und vollständig
vorgenommen werden.
Bei Abfällen, die in Praktika anfallen, ist die Unterschrift von
einem Verantwortlichen (Praktikumsleiter oder Assistent) zu leisten.
Unterschriften von Studierenden sind nicht zulässig.
Die Begleitzettel können im Intranet unter
http://cms.uni-konstanz.de/agu/sonderabfall/informationsangebot/
abgerufen und am Computer ausgefüllt werden.
Vergewissern Sie sich vor dem Einfüllen von kontaminierten
Abfällen in einen Behälter, dass die Kennzeichnung des Behälters
und die Art Ihres Abfalles übereinstimmen.
4.1 Aufsaugmassen
Aufsaugmassen müssen nur als Sonderabfall entsorgt werden, wenn
sie mit Gefahrstoffen kontaminiert sind. Ansonsten können sie in den
Restmüll gegeben werden.
Zu den Aufsaugmassen zählen:
„„kontaminierte Filterhilfsmittel
„„Chemikalienbinder
„„Aktivkohle
„„Silikagel (Kieselgel)
„„Kieselgur
„„Cellulose
„„Aluminiumoxid
„„mit Ethidiumbromid belastete Gele
4. Entsorgung fester Sonderabfälle
3.7 Begleitzettel
Die Aufsaugmassen werden in weißen Kunststofftonnen mit
Schraubdeckel gesammelt und bei der SAS abgegeben.
Bei der Entleerung in die Container kommt es oft zu einer starken
Staubentwicklung. Daher empfehlen wir zum Schutz Ihrer eigenen
Gesundheit, in die Kunststofftonnen Papiertüten einzulegen. Bei
Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an die SAS.
Begleitzettel:
Deklarierung:
nicht erforderlich
Aufsaugmassen*)
*) je ein Etikett auf die Seitenfläche und auf den Deckel
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4.4 Kunststoffbehältnisse (kontaminiert)
Putz- und Wischtücher, die mit Gefahrstoffen kontaminiert sind,
werden in weißen Kunststofftonnen mit Schraubdeckel gesammelt
und bei der SAS abgegeben.
Mit Gefahrstoffen kontaminierte Kunststoffbehälter sind, wenn
möglich, zu reinigen und als „Kunststoffe“ (Abfallbroschüre Teil 1,
Abschnitt 4.8) zu entsorgen. Nach der Reinigung sind
eventuell vorhandene Gefahrstoff- und Gefahrgutkennzeichen
zu entfernen oder unkenntlich zu machen.
Leere Packungen von Einweghandschuhen und normales Papier
gehören nicht in diese Tonne.
Ist eine Reinigung mit angemessenem Aufwand nicht möglich,
können die Behälter restentleert bei der SAS abgegeben werden.
Begleitzettel:
Deklarierung:
nicht erforderlich
Putz- und Wischtücher*)
Behälter mit größeren Chemikalienmengen sind als Altchemikalien
zu entsorgen.
*) je ein Etikett auf die Seitenfläche und auf den Deckel
Begleitzettel:
Deklarierung:
nicht erforderlich
Kunststoffabfälle
4.3 Kunststoffabfälle (kontaminiert)
Kunststoffabfälle müssen nur als Sonderabfall entsorgt werden,
wenn sie mit Gefahrstoffen kontaminiert sind.
Zu den Kunststoffabfällen zählen u. a.:
„„Plastikhandschuhe
„„Eppendorfhütchen
„„Plastikpipetten
„„Plastikküvetten
„„Plastikspritzen
„„Schläuche
Kontaminierte Kunststoffabfälle werden in weißen Kunststofftonnen
mit Schraubdeckel gesammelt und bei der SAS abgegeben.
Begleitzettel:
Deklarierung:
nicht erforderlich
Kunststoffabfälle*)
*) je ein Etikett auf die Seitenfläche und auf den Deckel
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4.5 Glasabfälle (kontaminiert)
Mit Gefahrstoffen kontaminierte Glasabfälle sind, wenn möglich,
zu reinigen und als „Altglas“ (Abfallbroschüre Teil 1, Abschnitt 4.2)
zu entsorgen. Nach der Reinigung sind eventuell vorhandene Gefahrstoff- und Gefahrgutkennzeichen zu entfernen oder unkenntlich zu
machen.
4. Entsorgung fester Sonderabfälle
4.2 Putz- und Wischtücher (kontaminiert)
Ist eine Reinigung mit angemessenem Aufwand nicht möglich,
können die Glasabfälle bei der SAS abgegeben werden.
Begleitzettel:
Deklarierung:
nicht erforderlich
Glasabfälle
Auch gereinigte Glasabfälle aus Hartglas können bei der SAS
abgegeben werden. Dazu zählen:
„„Fensterglas
„„optische Gläser (Linsen, Prismen)
„„Laborglas (Rundkolben, Erlenmeyerkolben, Bechergläser,
Laborflaschen, Exsikkatoren, Saugflaschen, Trichter etc.)
mit dem Aufdruck Schott / Duran
„„alle in der Glasbläserei angefertigten Glasgeräte
(Kühlfallen, Vakuumanlagen, Kühler, Destillen, Pasteurpipetten etc.)
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Mit Öl verunreinigte Betriebsmittel (z. B. ölverschmutzte Handschuhe,
Schläuche, Lappen, Papiertücher etc.) können zu den Kunststoffab­
fällen, Putz- und Wischtüchern oder Aufsaugmassen gegeben werden.
Begleitzettel: nicht erforderlich
Deklarierung: Kunststoffabfälle
Putz- und Wischtücher
Aufsaugmassen
4.7 Farben, Lacke, Harze, Klebstoffe
Ausgehärtete Farben, Lacke, Harze und Klebstoffe, die keine Gefahrstoffe wie z. B. schwermetallhaltige Pigmente enthalten, können
in den Restmüll gegeben werden.
Nicht ausgehärtete und flüssige Farben, Lacke und Klebstoffe
sind als Sonderabfall zu entsorgen und können bei der SAS abgegeben
werden.
Begleitzettel:
Deklarierung:
Gefährliche Abfälle fest
Farb- und Lackabfälle*)
*) Farben, Lacke etc. in Originalverpackungen benötigen keine
zusätzliche Deklarierung.
4.8 Altchemikalien
Altchemikalien können bei der SAS abgegeben werden,
wenn diese:
„„korrekt und leserlich beschriftet sind
„„im Gefahrstoffverzeichnis DAMARIS erfasst sind
Chemikalien, die nicht im Gefahrstoffverzeichnis DAMARIS erfasst
sind, werden nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Absprache
mit der SAS angenommen.
Die Abgabe von Altchemikalien mithilfe der DAMARIS-Datenbank
läuft wie folgt ab:
In der Raumliste jeder Arbeitsgruppe gibt es in DAMARIS eine Rubrik
mit der Bezeichnung „XXX: Sonderabfall AG XXX“, einen sogenannten
„virtuellen Raum“.
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„Virtuell“ ist dieser Raum, weil er nur in der DAMARIS-Datenbank
existiert. Suchen Sie Ihren virtuellen Raum deshalb bitte nur in
DAMARIS und nirgends sonst an der Universität.
„„Die zu entsorgenden Altchemikalien verschieben Sie in DAMARIS in den „virtuellen“ Raum
„„Drucken Sie den Bestand des „virtuellen Raumes“ als Liste aus
„„Tragen Sie auf dem Begleitzettel, „Gefährliche Abfälle fest“, alle weiteren Angaben ein. Die Auflistung der Altchemikalien ist in diesem Fall nicht nötig
„„Geben Sie die Altchemikalien zusammen mit dem Begleitzettel und der ausgedruckten Liste bei der SAS ab
Falls Sie noch Fragen zu dieser Vorgehensweise haben, wenden Sie
sich bitte an die SAS.
Sind große Mengen an Altchemikalien zu entsorgen, – z. B. im
Rahmen einer AG-Auflösung – melden Sie diese bitte frühzeitig,
mindestens 4 Wochen vorher bei der SAS an.
Begleitzettel: Gefährliche Abfälle fest
+ DAMARIS-Liste
Deklarierung: gemäß Sicherheitsdatenblatt*)
4. Entsorgung fester Sonderabfälle
4.6 Mit Öl verunreinigte Betriebsmittel
4.9 Quecksilberhaltige Abfälle
Die Verwendung von quecksilberhaltigen Reagenzien und
Gegenständen ist auf ein Minimum zu begrenzen!
Quecksilber und quecksilberhaltige Abfälle sind generell
getrennt von anderen Abfällen zu sammeln und zu entsorgen!
Quecksilberthermometer können in fest verschlossenen Kunststoff­
behältern in der SAS abgegeben werden.
Elementares Quecksilber (z. B. aus Blasenzählern oder Manometern)
kann in verschraubbaren Kunststoffbehältern unter Angabe even­
tueller Verunreinigungen in der SAS abgegeben werden.
Begleitzettel: Gefährliche Abfälle fest
+ DAMARIS-Liste
Deklarierung: gemäß Sicherheitsdatenblatt*)
*) Chemikalien in Originalverpackungen mit lesbarer Aufschrift
benötigen keine zusätzliche Deklarierung.
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Asbestabfälle, wie z. B. asbesthaltige Dachplatten, Wandverklei­
dungen, Tafeln, Rohre und andere Formstücke, entstehen in erster
Linie in Zusammenhang mit Umbau- und Sanierungsarbeiten an der
Universität Konstanz. Die Arbeiten werden in der Regel von fachkundigen Fremdfirmen durchgeführt, die die asbesthaltigen Abfälle
ordnungsgemäß verpacken und entsorgen müssen.
In Laboren kann Asbest bei folgenden Gegenständen auftreten:
„„Bunsenbrennernetzen
„„Heizpilzen
„„Handschuhen
„„Dichtungen
Diese asbesthaltigen Gegenstände müssen staubdicht in Plastiksäcke
verpackt werden und können dann bei der SAS abgegeben werden.
Asbesthaltige Trockenschränke und ähnliche Geräte werden über
die Altgeräteannahme entsorgt und im Sonderabfalllager zwischen­
gelagert.
Begleitzettel:
Deklarierung:
Vergewissern Sie sich daher vor dem Einfüllen von Lösungsmittelabfällen in einen Kanister, ob die Kennzeichnung des Kanisters
und die Art Ihres Lösungsmittelabfalles übereinstimmen. Ein
Kanister halogenfreie Lösungsmittelabfälle der mit halogenhal­
tigen Lösungsmitteln verunreinigt wurde kostet in der Entsorgung
bis zu 500 € zusätzlich!!!
5.1 Halogenfreie Lösemittelgemische
Die gebräuchlichsten halogenfreien Lösemittel können wie folgt
eingeteilt werden:
„„aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe
„„Alkohole
„„Ester
„„Ether
„„Ketone
Begleitzettel:
Deklarierung:
Gefährliche Abfälle flüssig
Lösemittel halogenfrei*)
Kontaminierte Geräte
Asbest
5. Entsorgung flüssiger Sonderabfälle
4.10 Asbest
5.2 Halogenhaltige Lösemittelgemische
5. Entsorgung flüssiger Sonderabfälle
Flüssige Sonderabfälle werden in farblosen 5- oder 10-l-Kunststoff­
kanistern gesammelt und an der SAS abgegeben.
Bitte achten Sie vor dem Befüllen der Kunststoffkanister auf
die maximale Verwendungsdauer der Kanister von 5 Jahren!
(s. Abschnitt 4.2)
„„Die Behälter dürfen zu maximal 90% befüllt sein, zu volle, beschädigte, undichte oder verunreinigte Behälter werden von
der SAS nicht angenommen.
„„Die Behälter müssen dicht verschlossen und äußerlich sauber sein.
„„Lösemittelgemische müssen einphasig sein!
Flüssige Sonderabfälle dürfen keine festen Bestandteile
(z. B. Pipetten, Filterpapier, Sedimente) enthalten. Die Behälter
dürfen nur so weit befüllt werden, dass die Flüssigkeiten nicht auslaufen. Die eventuelle Wärmeausdehnung ist zu beachten.
Halogenhaltige Lösemittel müssen getrennt von halogenfreien
Lösemittel gesammelt werden. Die gebräuchlichsten halogenhaltigen
Lösemittel sind Dichlormethan (Methylenchlorid) und Trichlormethan
(Chloroform).
Tetrachlorkohlenstoff darf gemäß der Verordnung zum Verbot von
bestimmten die Ozonschicht abbauenden Halogenkohlenwasserstoffen
nicht mehr als Lösemittel verwendet werden.
Auf die Verwendung von chlorierten Kohlenwasserstoffen zu
Reinigungs- und Entfettungszwecken sollte verzichtet werden.
Begleitzettel:
Deklarierung:
Gefährliche Abfälle flüssig
Lösemittel halogenhaltig*)
*) Die Etiketten bitte einlaminieren und am Griff der Kunststoff­
kanister anbringen. Für Arbeitsgruppen, die kein Laminiergerät
besitzen, stellt die Sonderabfallsammelstelle die Etiketten
zur Verfügung.
Halogenhaltige und halogenfreie Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemische sind getrennt zu sammeln. Diese Trennung ist aus Kostengründen konsequent einzuhalten.
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5.5 Schwermetallhaltige Lösungen
Wässrige Lösungen mit einem pH-Wert kleiner 7 werden als Säuren
entsorgt.
Bei schwermetallhaltigen Lösungen müssen die Schwermetalle
ausgefällt, abfiltriert und getrocknet werden. Die trockenen Abfälle
können dann über die Aufsaugmassen entsorgt werden.
Säuregemische können in 5- oder 10-Liter-Kanistern in der SAS
abgegeben werden.
„„Die Kanister müssen frei von Ölen, Fetten und organischen
Lösemitteln sein.
„„In den Kanistern dürfen nur Säuren gemischt werden, die nicht miteinander reagieren.
„„Organische Säuren getrennt von anorganischen Säuren und
Lösemitteln sammeln.
„„Auf den Begleitzetteln ist grundsätzlich der pH-Wert anzugeben.
Folgende Säuren müssen getrennt von anderen Säuren gesammelt
werden:
„„Salpetersäure
„„Chromschwefelsäure (Chromschwefelsäure sollte aufgrund ihres Gefährdungspotentials nicht zu Reinigungszwecken verwendet werden)
„„Flusssäure (Konzentration ist anzugeben)
Begleitzettel:
Deklarierung:
Gefährliche Abfälle flüssig
nach Absprache mit der SAS
Es muss darauf geachtet werden, dass die Abfälle keine gefährlichen
Reaktionen hervorrufen können.
Begleitzettel:
Deklarierung:
nicht erforderlich
Aufsaugmassen
5.6 Wässrige Laborabfälle
Wässrige Laborabfälle dürfen nur dann über das Abwasser entsorgt
werden, wenn dabei die Bestimmungen Satzung der Stadt Konstanz
über die öffentliche Abwasserbeseitigung (Abwassersatzung)
eingehalten werden.
Relevant sind in diesem Zusammenhang:
„„§ 8 AbwS (Verbot des Einleitens, Einleitungsbedingungen)
„„Anlage zu § 8 Abs. 2 Ziff. 9 AbwS (Grenzwerte)
5. Entsorgung flüssiger Sonderabfälle
5.3 Säuren
Weitere Erläuterungen zum Thema „Abwässer aus Laboratorien“ finden
Sie auf der Intranetseite
„Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umweltschutz / Gewässerschutz“
5.4 Laugen
Wässrige Lösungen mit einem pH-Wert größer 7 werden als Laugen
entsorgt.
Laugengemische können in 5- oder 10-Liter-Kanistern in der SAS
angegeben werden.
„„Die Kanister müssen frei von Ölen, Fetten und organischen
Lösemitteln sein.
„„In den Kanistern dürfen nur Laugen gemischt werden, die nicht miteinander reagieren.
„„Auf den Begleitzetteln ist grundsätzlich der pH-Wert anzugeben.
Begleitzettel:
Deklarierung:
20
5.7 Fotochemikalien (Entwickler und Fixierer)
Entwickler und Fixierer enthalten wassergefährdende Stoffe. Sie
müssen getrennt gesammelt und als Sonderabfall bei der Sonder­
abfallsammelstelle abgegeben werden.
Begleitzettel: Gefährliche Abfälle flüssig
Deklarierung: Fotochemikalien (Entwickler)
Fotochemikalien (Fixierer)
Gefährliche Abfälle flüssig
nach Absprache mit der SAS
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Anhang A
Altöle sind gebrauchte halbflüssige oder flüssige Stoffe, die ganz
oder teilweise aus Mineralöl oder synthetischem Öl bestehen,
einschließlich ölhaltiger Rückstände aus Behältern, Emulsionen
und Wasser-Öl-Gemischen.
Kontaktpersonen
Unterschieden werden Altöle, die zur Aufarbeitung geeignet sind
und solche, die als Sonderabfall entsorgt werden müssen.
Die zur Aufarbeitung geeigneten Altöle dürfen nicht mit anderen
Altölen oder mit Sonderabfällen vermischt werden.
Zur Aufarbeitung dürfen folgende Altöle eingesetzt werden:
„„Ölbadöle
„„Verbrennungsmotoren- und Getriebeöle
„„mineralische Maschinen-, Turbinen- und Hydrauliköle,
sofern sie weniger als 20 mg PCP / kg oder weniger als
2 g Gesamthalogen / kg enthalten.
Begleitzettel:
Deklarierung:
Gefährliche Abfälle flüssig
Altöl
6. Entsorgung kontaminierter Geräte
Mit Gefahrstoffen kontaminierte Geräte und Apparaturen können
bei der SAS abgegeben werden.
Begleitzettel:
Etikett:
Kontaminierte Geräte
nicht erforderlich
Abfallbeauftragter der Universität Konstanz
Martin Müller
Tel.: +49 7531 88-2747
Fax: +49 7531 88-4522
E-Mail: martin.mueller@uni-konstanz.de
Raum M 514
Anhang
5.8 Altöle und Schleifemulsionen
Stellvertreter
Dr. Ursula Locher
Gefahrgutbeauftragte
Tel.: +49 7531 88-4292
Fax: +49 7531 88-4522
E-Mail: ursula.locher@uni-konstanz.de
Raum M 510
Andreas Keller
Tel.: +49 7531 88-4292
Fax: +49 7531 88-4522
E-Mail: a.keller@uni-konstanz.de
Raum M 510
Strahlenschutzbeauftragter und Beauftragter
für biologische Sicherheit
Dr. Norbert Kunze
Tel.: +49 7531 88-2007
E-Mail: ssbev@uni-konstanz.de
Raum M 603
Enthalten die Altgeräte radioaktive oder biologische Stoffe,
wenden Sie sich bitte zuerst an Herrn Dr. Norbert Kunze.
(Raum M 603, Tel. 2007)
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23
Abfallsammelstellen und Öffnungszeiten
1 + 2| Zentrale Abfallsammelstelle (Auspackraum) M 541
Öffnungszeiten
Montag – Donnerstag
Freitag
Anhang
Anhang B
7:00 – 15:30 Uhr
7:00 – 14:30 Uhr
3| Altgeräteannahme und E-Schrott M 541 d
Öffnungszeiten
Donnerstag
1|
10:00 – 11:00 Uhr
2|
4| Sonderabfallsammelstelle (SAS) im Chemieinnenhof
Öffnungszeiten
Dienstag und Freitag
13:15 – 14:15 Uhr
Anhang C
Weitere Gesetze und Verordnungen
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, KrWG, sind beim
Sammeln, Lagern und Befördern von Abfällen zusätzlich folgende
Gesetze und Verordnungen zu berücksichtigen:
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„„Altholzverordnung
„„Altölverordnung
„„Batteriegesetz
„„Betriebssicherheitsverordnung
„„Bundesimmissionsschutzgesetz
„„Chemikaliengesetz
„„Elektro- und Elektronikgerätegesetz
„„Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt
„„Gefahrstoffverordnung
„„Gewerbeabfallverordnung
„„Verpackungsverordnung
„„Wasserhaushaltsgesetz
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Herausgeber
Universität Konstanz
78457 Konstanz
www.uni-konstanz.de
Stand
September 2014
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WWA-Grafik | Universität Konstanz
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Internet
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