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Information zur Pressekonferenz - Land Oberösterreich

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INFORMATION
zur Pressekonferenz
mit
Landesrat Rudi Anschober
15. Oktober 2014
zum Thema
Oberösterreichs Klimabilanz 2014:
Die Entwicklung der CO2-Emissionen,
der Erfolg der Klimaschutzmaßnahmen
LR Rudi Anschober
Seite 1
Oberösterreichs Klimabilanz 2014:
Die Entwicklung der CO2-Emissionen,
der Erfolg der Klimaschutzmaßnahmen
Die neue oö. Klimabilanz liegt vor: Sie zeigt trotz Ausbaus der
industriellen Produktion im Industriebundesland Nummer 1 eine erfreulich
Abnahme der Emissionen seit 2005. Hauptverantwortlich ist dafür eine
drastische Emissionsabnahme bei der Raumwärme (minus ein Drittel) und
bei der Energieversorgung (minus ein Viertel). Aber auch die Emissionen
aus dem Verkehr und die spezifischen Emissionen pro industrieller
Produktionseinheit sinken.
Die aktuellen Daten belegen: Ambitionierter Klimaschutz ist auch in
erfolgreichen Industrieregionen möglich, die Energiewende wirkt sich
bereits sehr positiv aus. Die vielen kleinen Klimaschutzmaßnahmen
wirken, Oberösterreich ist Europas Hochburg bei Gemeinen, Betrieben
und Schulen im Klimabündnis.
Oö. Klimabilanz: Auf gutem Weg zur Realisierung der Energiezukunft 2030
LR Anschober: „Im Energiekonzept "Energiezukunft 2030" des
Landes OÖ wurden Energieziele festgelegt, die bei entsprechender
Umrechnung auf CO2-Reduktionsziele auf etwa „bis zu 65% weniger
CO2 abzielen – im Zeitraum 2005 bis 2030. Bei den Privathaushalten
etwa kann gegenüber 2005 schon eine Veränderung von minus
einem Drittel verzeichnet werden. Das ist ein toller Weg, bis zur
Zielerreichung 2030 liegt aber noch einiges vor uns.“
Pressekonferenz 15. Oktober 2014
LR Rudi Anschober
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2005-2012: Minus 8,5% CO2-Emissionen in Oberösterreich!
Quelle: Land OÖ/Umweltressort
Quelle: Land OÖ/Umweltressort
Pressekonferenz 15. Oktober 2014
LR Rudi Anschober
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Quelle: Land OÖ/Umweltressort
Gegenüberstellung der energiebedingten CO2-Emissionen
Veränderung
2012 zu 2005
Verursacher
2005
2012
Energieversorgung
Kleinverbrauch
(Raumwärme)
Industrie
Verkehr
1.961
1.413
-27,90%
2.103
1.403
-33,30%
12.764 12.806
4.701 4.086
0,30%
-13,10%
Sonstige
45
39
CO2-Emissionen
21.574 19.747
gesamt
Quelle: Land OÖ/Umweltressort
-13,30%
Pressekonferenz 15. Oktober 2014
-8,5%
LR Rudi Anschober
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Beispiel Voest: CO2-Reduzierung durch optimierte Anlagen
Bei der Produktion von Stahl wird verfahrensbedingt Kohlenstoff als
Reduktionsmittel eingesetzt, wodurch sich technisch unumgänglich
CO2-Emissionen ergeben.
Im Bericht zur Corporate Responsibility der Voest aus 2013 ist
festgehalten: „Die zurzeit beste verfügbare Hochofentechnologie zur
Stahlerzeugung ist bestmöglich optimiert, genauso wie die Anlage
und Prozesse, die im voestalpine-Konzern zu Einsatz kommen.
Verbesserungsmaßnahmen wurden bereits in der Vergangenheit
soweit gesetzt, dass der erforderliche Kohlenstoffinput und damit
einhergehend die daraus resultierende CO2-Emission nahe am
theoretischen Minimum liegen.“
(c) Corporate Responsibility Bericht 2013, Voestalpine Stahl GmbH
Pressekonferenz 15. Oktober 2014
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Erfolgsprojekte für den Klimaschutz in OÖ
Quelle: Land OÖ/Umweltressort
Erfolgsprojekt: Klimabündnis-Gemeinden
Gemeinden erfüllen eine wichtige Vorbildfunktion, wenn sie den
Energieverbrauch öffentlicher Gebäude reduzieren, die eigenen
Beschäftigten zu klimafreundlichem Verhalten motivieren, selbst
Ökostrom
beziehen
oder
kommunale
Wälder
nachhaltig
bewirtschaften. Die Einflussmöglichkeiten sind hier am größten, weil
das eigene Handeln im Mittelpunkt steht.
Bereits 221 Gemeinden sind aktuell zur Klimabündnis-Gemeinde
ernannt worden – eine Verfünffachung seit 2005.
Im Zuge dessen wurde die Projektreihe KlimaKultur : KulturKlima ins
Leben gerufen oder ein Interreg-Projekt gemeinsam mit Bayern zur
Bewusstseinsbildung hinsichtlichKlimaschutz ins Leben gerufen.
Erfolgsprojekt: Klimabündnis-Schulen und -Kindergärten
Durch
die
richtigen
Maßnahmen
können
Schulen,
bzw.
Bildungseinrichtungen generell, einen wesentlichen Beitrag zum
Klimaschutz leisten – vor allem in Zusammenarbeit mit ihrer
Pressekonferenz 15. Oktober 2014
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jeweiligen Standortgemeinde. In Schulen ist ein enormes Potential
zur Verringerung von CO2-Emissionen vorhanden. Wesentlich hier
ist, dass nicht nur die Maßnahmen selbst im Sinne der Umwelt
wirken, sondern dass durch die Bildung und Bewusstseinsmachung
bei den Kindern ein wesentlicher Beitrag für die Zukunft des
Klimaschutzes gesetzt wird.
In Oberösterreich sind aktuell schon 151 Schulen – aller Altersstufen
– Partner des Klimabündnis, was einer Versiebenfachung seit 2005
entspricht. Es werden Schulmaterialien zur Verfügung gestellt,
Wettbewerbe
und
Workshops
(z.B.
Energie
mit
Fantasie,
Klimaschutz in der Schultasche, MoMo- Mobilität morgen, ...)
durchgeführt, Ausbildungen ermöglicht.
Erfolgsprojekt: Klimabündnis-Betriebe
Oberösterreich zeichnet sich durch das große Engagement seiner
Betriebe für den Klimaschutz aus: Schon rund 472 Betriebe (etwa
Versiebenfachung seit 2005) sind Klimabündnis-Partner und setzen
Maßnahmen zur Reduktion ihres Energieverbrauchs und damit ihrer
CO2-Emissionen.
Energieträger,
Aber
Transporte
auch
auf
die
der
Nutzung
Bahn,
erneuerbarer
Einbeziehung
der
Mitarbeiter/innen, uvm. können als Klimabündnis-Betrieb angestrebt
werden.
Zu Beginn wird der Ist-Zustand des Betriebes analysiert, die
verursachten CO2-Emissionen werden berechnet. Darauf aufbauend
werden
in
einem
Gespräch
Schwachstellen
und
Verbesserungspotentiale offen gelegt – schlussendlich die möglichen
Maßnahmen dargelegt. Gemeinsam werden Ziele und Maßnahmen
festgelegt, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden sollen,
damit wird der Betrieb als Klimabündnis-Betrieb aufgenommen.
Pressekonferenz 15. Oktober 2014
LR Rudi Anschober
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Projekt: BUO Betriebliche Umweltoffensive
Im Rahmen der BUO bietet das Klimabündnis OÖ gemeinsam mit
dem
Land
OÖ
und
dem
Lebensministerium
geförderte
Beratungsleistungen für Betriebe und öffentliche Einrichtungen in OÖ
an. Vorhandene Potentiale und Maßnahmen zur Verbesserung der
Energie- und Ressourceneffizienz, der Anwendung erneuerbarer,
Klimaschutz und Vermeidung von Abfällen sollen erkannt werden.
Weitere aktuelle Maßnahmen
Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung
Die Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt,
dass weltweit jedes Jahr rund ein Drittel aller produzierten
Lebensmittel „verloren“ gehen, respektive im Müll landen. Diese
Menge (ca. 1,3 Gigatonnen an essbaren Lebensmitteln) ist
verantwortlich für einen Treibhausgasausstoß von 3,3 Gigatonnen an
CO2-Äquivalenten und ist aufsummiert somit nach den USA und
China der weltweit drittgrößte Treibhausgas-Emittent. Eine Reduktion
von Lebensmittelmüll könnte also ganz beträchtlich zu einer
Entschärfung der Klimasituation beitragen.
Zahlreiche Initiativen im Umweltressort von LR Anschober haben die
Vermeidung von Lebensmittelmüll sowie eine Bewusstseinsbildung
zum Ziel.
Ausbau des Öffentlichen Verkehrs
Um die Klima- und Verkehrsziele Österreichs zu erreichen, braucht
es bis zum Jahr 2030 einen jährlichen Rückgang des Pkw-Verkehrs
um 2,1 Prozent und eine Zunahme des Öffentlichen Verkehrs um 2,2
Prozent, so eine Studie des VCÖ.
Pressekonferenz 15. Oktober 2014
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Energieeffizienz
Die Maßnahmen des Jahres 2012 allein erbringen eine Einsparung
von 401 GWh/a (Gebäudehülle Sanierung, Wärmebereitstellung &
Verteilung, Gebäudehülle Neubau, Solar/PV, Beratung, etc).
Dieser Einsparwert entspricht 4,7% des gesamten energetischen
Endverbrauchs des Jahres 2012.
Effizienz ist sinnvoll – Beispiel Straßenbeleuchtung:
Rund 100 Gigawattstunden elektrische Energie werden in unserem
Bundesland für die Straßenbeleuchtung aktuell benötigt. Hiervon
kann
man
durch
die
Umstellung
auf
LEDs
und
andere
Niedrigenergieleuchtmittel mehr als 50 Gigawattstunden einsparen –
dies entspricht in etwa dem Stromverbrauch von 17.000 Oö.
Haushalten oder der Jahresproduktion mehrerer Wasserkraftwerke.
Effizienz ist vernünftig - Beispiel Abwärmenutzung:
Oberösterreich besitzt ein Abwärmepotential von sagenhaften 1.000
Megawatt. In Oberösterreich verpuffen 1.000 MW
wertvoller
Abwärme derzeit sinnlos oder heizen unsere Flüsse auf. Das ist etwa
die doppelte Leistung der Linzer Fernwärme bzw. jene eines
Reaktorblocks in Temelin. Im Rahmen der oö. Energiewende soll
dieses Potenzial genutzt werden, denn diesen Schatz gilt es
dringend zu heben. Es ist schlichtweg unverständlich, wenn eine
derartige Wärmemenge verpufft und andernorts Wärme erzeugt
werden muss. Aus diesem Grund muss man versuchen, Erzeuger
und Abnehmer bestmöglich aufeinander abzustimmen und Anreize
zur Abwärmenutzung verstärken.
Effizienz spart Geld - Beispiel thermische Sanierung:
Fast 200.000 Wohnungen und Häuser sind in Oberösterreich
thermisch sanierungsbedürftig. Sie wurden zumeist in den 50er, 60er
und 70er Jahren errichtet – häufig sehr schlecht isoliert. Hier wird im
Pressekonferenz 15. Oktober 2014
LR Rudi Anschober
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wahrsten Sinn "das Geld beim Fenster hinausgeheizt“. Die
thermische Sanierung dieser Gebäude ist somit das größte, rasch
umsetzbare Sparprogramm, das
• eine
durchschnittliche
Energiekosteneinsparung
beim
Einfamilienhaus von 2.000,-- Euro/Jahr bringt;
• die kurzfristigste zu verwirklichenden Klimaschutzmaßnahme ist;
• am
raschesten
regionale
Installateur/innen,
Jobs
vor
Maurer/innen,
Ort
schafft:
für
Dachdecker/innen,
Fensterproduzent/innen, Dämmstofferzeuger/innen,...
Enorme Einsparung und Entlastung für Klima und Geldbörse
Im Durchschnitt konnten durch diese Sanierungen seit Beginn der
oberösterreichischen Förderoffensive pro Sanierung:
•
Ø 240 auf 65 kWh/m2,a
•
Ø bis zu 2.000 Euro / Jahr Energiekosteneinsparung
•
Ø 10.000 kg CO2
eingespart werden.
In Summe konnte daher für Oberösterreich in dieser kurzen Zeit eine
jährliche Entlastung von 20 Millionen Euro/Jahr und 100.000 Tonnen
CO2/Jahr erreicht werden.
Auf eine durchschnittliche Wirkungszeit von 30 Jahren gerechnet ist
dies ein Gesamteffekt von 600 Millionen Euro Kostenersparnis sowie
3 Millionen Tonnen CO2 Reduktion.
Weiterer Ausbau der Erneuerbaren Energien
Der 2012 erzeugte erneuerbare Strom entspricht ca. 84% des
elektrischen
Endenergieverbrauchs.
Mit
12.317
GWh
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen gab es den
absoluten Höchstwert und damit ein Plus gegenüber 2005 von
17,5%. Wenn wir die erneuerbare Energien in OÖ nicht hätten und
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LR Rudi Anschober
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stattdessen fossile Energieträger verbrauchen würden, würde das
zusätzlich ca. 8 Mio. Tonnen CO2 bedeuten.
Neben
den
durch
die
Nutzung
der
erneuerbaren
Energie
eingesparten Kosten von ca. 1 Milliarde Euro werden in OÖ durch
die Energiewende zusätzlich rd. 100 Mio Euro pro Jahr eingespart.
Neue Umweltförderung 2.0
Insgesamt konnten in dem abgelaufenen Förderzeitraum (20102013), bezogen auf die technische Nutzungsdauer der einzelnen
geförderten 2.265 Anlagen, ca. 3 Millionen Tonnen CO2 vermieden
werden. Die eingesetzten Mittel betrugen ca. 18,5 Millionen Euro.
Mit der seit heuer geltenden Umweltförderung 2.0 wollen wir diesen
Trend fortschreiben und verstärken – u.a. durch Anreizprogramme
für:
- Umstellung auf EURO 6 Nutzfahrzeuge vor der EU-Frist hierfür
- Rohstoffmanagement in Betrieben
- Zubauten in energieeffizienter Bauweise
- Energiesparende Sofortmaßnahmen in Betrieben
- Förderung für Anschluss Fernkälte
Weiters
wurden
Energienutzung
die
Förderkriterien
ausgelegt
und
auf
Boni
noch
wurden
effizientere
etwa
für
Luftbelastungsgebiete implementiert:
- Biomassefeuerung (höherer Kesselwirkungsgrad und niedrigere
Emissionsgrenzwerte gemäß Österreichischem Umweltzeichen)
- Solaranlagen (Solar-Keymark-Zertifizierung bei den Kollektoren,
verpflichtender
Einbau
vom
Wärmemengenzähler,
Mindestkollektorfläche von 5 m²)
- Wärmepumpen
Energieträgern,
(Betrieb
nur
mit
Strom
verpflichtender
Wärmemengenzählern)
Pressekonferenz 15. Oktober 2014
aus
erneuerbaren
Einbau
vom
LR Rudi Anschober
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- Fernwärmeanschluss: Bonus von 40 %, wenn der Anschluss in
einem Luftgütesanierungs-/belastungsgebiet erfolgt.
- Biomassefeuerung: Bonus, wenn mehrere Aktionen gleichzeitig
gesetzt werden, etwa Austausch fossiler Heizung und zusätzlich
eine Solaranlage
- Solaranlage:
Bonus,
wenn
die
Anlage
auch
zur
Heizungsunterstützung errichtet wird.
Klimawandelanpassung
Die
im
Juli
2013
beschlossene
Oö.
Klimawandel-
Anpassungsstrategie ist die Basis für weiterführende Aktivitäten auf
Landesebene. Wichtige Aktivitäten seither waren:
Im Oö. Forschungsprogramm zur Klimawandel-Anpassung erfolgt
nun 2014 zum dritten Mal eine Beteiligung im Programm StartClim.
Konkret wird das Projekt SNORRE der ZAMG unterstützt:
Das Ziel von SNORRE ist die Entwicklung eines Konzepts für die
Erstellung und Betreuung einer Datenplattform zu regionalen
Extremwetterereignissen, mit deutlicher Öffentlichkeitswirksamkeit,
die von institutionellen Akteur/innen (z.B. Einsatzorganisationen,
Straßenmeistereien, Versicherungen, regionalen Behörden, etc.) und
in weiterer Folge auch von der Öffentlichkeit mit Informationen
gespeist werden soll. Eine Analyse bzw. die Verknüpfung sämtlicher
eingepflegter Daten soll einen Mehrwert für alle, die bei der
Bewältigung
von
extremen
Wetterereignissen
gefordert
sind,
darstellen. Die Datenplattform kann so bei der Optimierung von
Rettungseinsätzen, der Bewusstseinsschaffung, der Vorbereitung auf
und
beim
Schutz
Datenplattform
vor
Extremereignissen
zugeordneten
Funktionen,
die
helfen.
Die
der
weit
über
die
ursächliche Funktion des Datenaustausches hinausgehen, sollen
den
aktiv
informations-bereitstellenden
Stakeholdern
Pressekonferenz 15. Oktober 2014
einen
LR Rudi Anschober
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derartigen Gewinn bringen, der sie motiviert ihre Daten der
Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.
Für
den
Fachbereich
Wasserwirtschaft
wurde
das
Thema
Klimawandel-Anpassung systematisch untersucht und kürzlich als
Ergebnis eine Studie abgeschlossen. Aufbauend auf
die Studie
„Darstellung der Ergebnisse der klimarelevanten Studien in
regionalisierter
Form
für
die
Wasserwirtschaft
in
Oberösterreich“ wurden für elf Regionen in Oberösterreich die
Problemfelder analysiert und Maßnahmen vorgeschlagen, welche
nun in die weitere strategische Arbeit in der Landesverwaltung
berücksichtigt werden sollen.
Oberösterreich Bemühungen zu länderübergreifenden Aktivitäten
fruchten nun im Jahr 2014 erstmals.
Als
weitere
Datenbasis
für
ihre
Aktivitäten
im
Bereich
Klimawandelanpassung planen das Bundesministerium für Landund Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, sowie die für
diese Thematik zuständigen Stellen der Länder hochaufgelöste
Klimaszenarienrechnungen für verschiedene meteorologische und
abgeleitete Indikatoren erstellen zu lassen.
Die Rechnungen sollen die neuesten, auf den repräsentativen
Emissionspfaden gemäß dem fünften Sachstandsbericht des IPCC
beruhenden Daten (Projekt EUROCORDEX), diese aber mit den
schon erfolgten Berechnungen in Österreich und vor allem mit den in
Österreich verfügbaren Messreihen und Stationsdaten korrelieren. In
Oberösterreich werden die Ergebnisse in der geplanten online
Datenbank CLARISA zu finden sein. Die Idee ist es, umfangreiche
Klima-
und
Luftqualitäts-Informationen
unterschiedlichster
Interessengruppen (Diplomanden, Ingenieure usw.) mit Hilfe einer
einfachen Applikation zur Verfügung zu stellen. Um der zukünftigen
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Applikation auch einen Namen zu geben, wurde es "CLAIRISA"
(Climate-Air-Information-System for Upper Austria) getauft.
Um Österreichs Gemeinden und Regionen jedoch klimafit zu
machen,
braucht
weiterführende
es
noch
Aktivitäten
–
verstärkte
Unterstützung
vor
in
allem
und
Richtung
Bewusstseinsbildung, verbesserte Wissensbasis über regionale
Risiken und Beratungen der regionalen Akteur/innen vor Ort. Zu
diesem
Thema
wollen
sieben
Bundesländer
in
Österreich
gemeinsam aktiv werden. Aufbauend auf die Ergebnisse der neuen
Klimaprojektionen sollen „Risikokarten“ zum Klimawandel sowie
gekoppelt
dazu
Maßnahmenvorschläge
entstehen.
Mittels
Beratungen sollen so Gemeinden einfach zu Aktionsplänen im
Bereich Klimawandel-Anpassung kommen. Das Vorhaben wird im
EU-Programm LIFE diese Woche eingereicht.
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