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HS AUTOMOBIL - Neue Zürcher Zeitung

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HS AUTOMOBIL
SEUE ZÜRCHER ZEITUNG
Dienntay, 25. Januar 1949
Mittagausgabe
Blatt
A'r. 170
Autofahren im Winter
KarhnVm nun endlich drx-h rtuns Schnee erfallen ist, sinkt auch Im manchem nMcn. erfahrenen Automobilisten Jer Mut, seinen Wunen
,
noch Anter zu benutzen
Ins Hilf einen gewissen
Tiefpunkt, and jo nach dem Temperament des
Autofahren
kottwil et unter Umstünden zur vollmundigen Stilllegung des Fahrzeugs.
Waru
m
eigentlich! Triftige Gründe können beim heutigen
Stände <;ler Technik kaum da lür angeführt wer'Im, abgesehen davon, dafi dio meteorologischen
Eigenheiten des Winters lull linier eine gewiss«)
Erschwerung des Fahrbctriclis bringen können.
N'rliel, Schnee, Glatteis und die lange Dunkelheit
sind für den Autofahrer irewili keine tween ihrneii
Begleiterscheinungen, und das gleichzeitige ZuH tut iif-ii t lei leii
von mehreren dieser Faktoren
kann den Fahrer vorübergehend vor recht ecliwierigf .* 'ifgaljcn stellen.
Selbst wenn man nicht
Hurle machen"
einer Ucbcrprüfung der heuwilli muß sich l>;ei zeigen,
tigen
Verliiillnisse
dali alle diese Feinde
df.s Automobilisten liiii'_'-t nicht mehr die 'leiche
Retient Hit]; halten wie früher, v«irau*geset/.t allerdings, dilli rd e Autofahrer seine Feinde kennt
iinil »ich nur sie einstellt.
])f r Nebel wird hei uns nie so dick, dali überhaupt nicht mehr durchzukommen wäre, sofern
der Wägeli mit einer irutrii Neliellani|ie »i - erstattet ist. Voraussetzung lur ihre Wirksamkeit
ist \or nlleiri, dilli sie tief montiert und richtig
eingestellt ist, denn rd e linden ist meU'.enn in
einer Höhe von 20 bis '.' cm nebelfrei, und dio
lichtstrahlen rd e N'elwllampc haben bei dichtem
Nebel nur hier die Möglichkeit, angleichend v<;eii
naeli vorne zu dringen. Aul keinen Fall larf die
Nebellampe den Nebel selbst iiiistnililen denn
siiiiHt wird jedes einzelne in dor lL u l schwebende
Waasortrßpfchon zu einem leuchtenden I'iinkichen, und die Unmenge leuchtender Pünktchen
bildet dann vor dem Wagen eine blendende
Wand, die den Autofahrer zur Verzweigung
treiben kann, »eil er praktisch nicht* mehr hiebt.
Wenn der Nebel .sehr dicht isl, kann es allerdings
trotz Verwendung einer Nebellampe, vorkommen,
dilli die Geschwindigkeit bis auf etwa Mi km/h
heruntergesetzt werden muß. Wer keine Nebellampe besitzt, dem bleibt in kritik heu Fällen
nichts anderes übrig, als sieh an einen alliieren,
richtig ausgerüsteten Wagen
f.ist selbstver- ländlich, dilQ der so geführte Fahrer
nicht die großen Scheinwerfer einschaltet, denn
gleichviel
würden,
iiiclil,
ob abkehlende! oder
Nie
mir stören.
seinen
1
Hei
(Hill Irin
viid
1
das Autofahren zwar noch
Hchwiorigor, aber dies isl kein eirund zum Aufgeben, denn die Technik stellt finch für diesen
Zweck besondere Hilfsmittel in Gestalt von
lierisierlon" Heilen zur Verfügung, d. li. vor Ueil'i'ii, die durch ein Profil mit vielen leinen Querrillen eine gute Adhäsion im! weisen. Solche |{<; ilcii
erlauben zum nicht, bei Glatteis ohne Bedenken
liren, aber sie geben dein Fahrer
ilritiil lo-/.iil'i.Möglichkeit,
vcrhliltnismiißig schnell
dorli die
bis in km'h im DurchvorwHrtszukommon
schnitt, in mich Straße, Vorkehr und ocsöiiliehein Geschick). Wer dennoch das Oddil.l der
es die
Uiisicherheil nicht verliert, für nd e
bewährte lesung, die Hauptstraße mit ihrem
Hartbelag zu verlassen und auf im hl ge'.'latten
teerten, und somit rauhen Straßen zweiter und
weiterzufahren. Voraussetzung
dritter Klasse
hierfür ist allerdings, dal! der Fahrer entwedot dio
(legen«! gut kennt oder zum mindesten Hier auf«
K.irti bei
Kartenlesen versieht und eine
nicil führt. Wer es aber vorzieht, nill der uefilbrdelen Hauptstraße ZU bleiben, soll es sich zur
Kögel machen, alle brüsken
BeschleuniHtrikten
gungen und Verzögerungen sowie plötzliche Richtungswechsel zu vermeiden. Wichtig ist vor nllem,
ganz vorsichtig zu bremsen und nie auszukuppeln
bis zum letzten Moment« Solito os ganz hoffnungslos sein, ohne Schilden aus einer kritischen Situation herauszukommen, dann soll man kiirx entschlossen das kleinere lehel wühlen und vcr
midien, sich seitlich halbwegs in Sicherheil /u
bringen. Dimer Versuch ist besonders dnrt'i an
zuraten, WWW die Möglichkeit eines /.nulllinien
slolies mil einem entgegenkommenden Faii'zoug
gefillirlichen Situationen können
besteht. Solche
aber last immer vermieden werden, wenn sich der
Fahrer den Bodenverhältnissen anpaßt und sich
nicht überraschen lllßf. Sobald durch das Wetter
die Voraussetzung für dio Bildung von K,s auf
der Sir.illenobei -fläche gegeben ist, muß dei Fahrer deshalb grüßte Aufmerksamkeit aiiftveudeii
und den Straßenbelag stündig mit besonderem
prüfen. Weinen Schilder am StraßenMilli rillen Schleudergefahr
hin, diinii ist stels
rund auf
große Vorsieh! am Platz, hcIIisI dann, wenn die
Straße noch so vertrauenerweckend aussicht, denn
die Verhältnisse können sieh nach jeder Kurte
lineli andern, besondern wenn die Straße
I die
Si'halieiiseile eines Berghanges einbiegt, ile nach
ileiil Profil und dem Zii-Iand des Keifens inuit
Situationen
melli' oder
der Fahler in solchen
weniger behutsam sein. Auch die Wagpiikoustnik*
( imi,
die |{|idaiiHiiiiigiing und die Gewichtsverteilung spielen im kritischen Fiiliiv.iHtanil eine wich
tigere Holle aU bei iionnaleii Vcrliiiltnisscn.
(
c.r
<;i
1
1
i
:
Schwierig wird es dir den Autofahrer besondern dann, iveiili tS'rlirl uml IHiilliii f/lrich riliji
ailllreten, will ('S oll im Spül herbst vorkommen
kann, liin Schwierigkeit isl liiiiiptsilelilicli ladurcli
bedingt, daß rd e Nebel einen kurzen HremiWOg
erfordert, weil der Fahrer die
nidel ni s eist
-ehr s|i,il wahrnimmt, dilli aber das <;ilatl"i- sehr
vorsichtiges Hremsen verlangt« denn wenn rd e
Oefiilir, ilnß der
Fahrer brüsk bremst, liiiiH er
Wagen
Die Sebwlorigkeil wird
Infolge Unterkühlung des
lineli grllßer. wenn
Nebels die Windschutzscheibe vereist, so dal! sie
iiiidurehsiehlig wird. Kann der Fahrer se . sich
nicht, erlauben, jelzl die Fahrt ahziihrccl. >;\\ und
sich mit «lein ersten besten (/nnrlier zufrieden zu
gclion, dann bleibt ihm nichts linderes lllirltf, als
zum Fenster
ilni Kopf ungeachtet der Kalle
Slrii
liiiiatiszU'it recken und sieh ganx Inngsnin
1
1
Hin
llenraiid enllaim ..weilerzulastcii". Wohl lein der
loislungsfllhlgoti DefrOHtor
in solchen Kallen einen
in .seinem Wilden hat, der durch .seinen
u.jincii
Luftstrom die Windschutzscheibe frei von Eis
halt! Wer aber wpdrr die* nrx-h Reohtftlpnkunsr.
-onderii Linkslenkung Ixvitzt. befindet airh in
einer ziemlich hoffnungslosen Situation.
In «1er gegenwärtigen .Jabreszrit »pielt der
Schurr die Wichtigst« IJolle. l>;ic WenigsttUl Autolahrer legen sieh Rechenschaft darüber ab. daß
Kigeiiscliaften
der Schnee .sehr unterschiedliche
aufweÜCn kann, weil « viele Sorten von Schnee
^ilit, angofangen vom barten Seltner, der an (ilatterinnert, bis zum jcanr. weiehen Schnee, ri er
nun trocken und mehlig oder naß. Kür den erfahrenen Autofahrer kann du* Fahren im ^ci.riee,
Menge vorhanden ist,
sofern er in
geradezu ein (ieniili sein. Man milli sich nur erst
wieder an das Fahren im Schnee gewöhnet., wofür aber höchstens eine halbe Stunde erforderlich
ist. Dann fühlt man sieh wieder beinahe -ui sieber
wio Hill gewöhnlicher Straße und erzielt euch,
dille ein großes Risiko in Kaut ZU nehmen, gute
DurclMchilitte, die fast SO irut werden können wie
im .Sommer; im Kvtreinlall ist man Rogar '.'leich
schnell wie im Sommer. l)ies ist nllordins* nicht
bei Verwendung gewöhnlicher Keilen mit Schneeketten möglich, sondern nur bei Verwendung von
Schneepneut, «he mit einem Spezialprofil versehen sind. Hieraus darf jedoch nicht der Schluß
gezogen werden, dali der Selineepnou in fill'it
Fällen rd e Schneekette vorzuziehen sei. KlKJnHO
wenig, wie es möglich ist. ein bestimmtes Schnee
reifenprofil für alle Zwecke zu empfehlen, ol>;enso
wenig ist es möglich, ganz allgemein liir die Kette
oder den Sfhncopncu Stellung zu nehmen, weil
eben die Bedingungen infolge der Sihneeb -si hui
lcnlieit. der Schneehöhe, der Steigung der SiiiilJc,
der Wageiikonstruktion und der Wageubela-
eis
r
sliiik wechseln . Wer Pessimist
ZU
Schneereifen auflegen und lur den
schlimmsten Fall, d. h. für starke Steigungen und
mitnehmen, ller
x iel Neuschnee, auch noch Kellen
Sehieiber dieser /eilen hat etwa .0 iiii'i Im im
Schnee mit einem Sportwagen zurückgelegt, wobei
jede Fahrt über mehrere l'iis«e rührte. Nach
Anfangsveniueli
einem kurzen, aber eindeutigen
hat er nie mehr Ketten verwendet, obwohl er aiil
seinen Falliten alle inoglichetl Schneesorten antraf. Wichtig i-t aber, daß das Profil des Schiiee|iiieiis dem Wagen angepaßt ist, und es >;t fast
unmöglich, hier eine Uenel aufzustellen <;!miz
allgemein lulli sich mi'.'cm. dilli lein profil'erte
Keilen Mich '.'ilt für ganz harten Schnee ei'.'iien,
sowie lür (ilatteis und Asphalt, dilli sie ahn
weniger ^ut geeignet »iiid für weichen Noiisehne«'
oder für Schiicemehl, wie man es in <;lei. Dorfstraßen von St. Moritz antrifft. Grobe Profil«1
neigen auf Glatteis und auf hartein Schnee etwa
zum Schwimmen, brummen aui rd e Aspha'Wraßi
und erweisen sieh im Stadtverkehr als tw^nigei
geeignet, dafür sind sie aber im tiefen, veleheii
Schnee das einzig Richtige. Unter llnvtiindcn
kann eine vielheitige VcrVciuIungsmo'ji'if.hKeil
durch Anbringen von Qiierrilleii in einem globen
Profil erreicht werden, wobei aber danni! gc
achtel werden muß, daß die Killen eine Form
haben, die das selbsttätige Herausschaffen des
Schnees begünstigt. Nachteilig ist hingegen bei
Keilen die schnell«' Abnützung beim
Molchen
Fahren auf schneefreier Fahrbahn.
Für einen Autofahrer aus dem Unterland -lelli
ichciliih der richtig gewühlte Schneereifen für
die weitaus meisten Fülle die ideale Uisllllf! dar,
weil im Voralpengebiet verschneite Straßen mit
schneefreien Fahl bahnen liüiiliü abwechseln. Kellen huben in solchen l'iillen den Nachteil, daß .sie
auf trockener Straße klirren, dali sie si -b abnützeii und dali das wiederholte Aufleben und
Abnehmen wahrend des Winters unangenehm und
zeitraubend ist. Din pernönliclien Ansicliten in
allen iliescu Fragen spielen aber heute nUtfh eiiii!
viel Kit großo Kolle, als dali allgemein gldtigd
Keyein nufgcstollt werden könnten. Krwiescn ist
aber wohl, daß mit Sehneeketten nicht so schnell
gefahren werden kann wie mil SchllOCpllOUS, und
dali Schneeketten lur vereiste Teilstücke .»o^iir
völlig ungeeignet sind. Khieu Vorteil dürften die
Gumilliketteil bieten, die .sieh iililillcli wie grob-
stilli^ viel
ist, wird
profilierte Keilen verhalten.
Der Fahrer muH sich immer vor Augen Indien,
daß beim Fahren auf Schnee die Keilnin" vormindert isl und dali die lirOMSWOgO domontsprocheiid mehrfach IHllger sind als im Sommer. l>;eslinlli kann ex in den Kurven leicht vorkommen,
daß <;\cr Wagen hinten ausbricht. Je nach Wagenart, Gesehwindigkeil und Schneebeschaffenheit
bei Glatteis gehl die Haftung auf einen Munie.
wert zurück und dementsprechend isl l.icrli' Tendenz des Wagens zum Ausbrechen am grüßten
muß die Fahrtechnik eingestellt werden. Mit
Training, Aufmerksamkeit und gutem Willen
kann es jeder Fahrer so weil In limen, dal' er .sich
mil seinem Fahrzeug auf verschneiter Straße
Holt und sieher bewegen kann, gleichviel iih mit
oder ohne Kelten. Die letzten Finessen kiinnen
jedoch um erreich! werden, wenn noch etwas
Talent hinzukommt. Aber auf diese Finessen
kommt es in Wirklichkeit gar nicht so nehr au,
denn seien wir doch ehrlich: wieviele A litti fahrer
haben wirkliches Talent '/ Wohl kaum mehr als
zehn Prozent. Die übrigen fuhren dennoch, ohne
\i\r ihre Umwell eine unzulässige Gefahr zu bilden. Deshalb kann ruhig dazu gornlon ivnrdciii
den Wagen auch im Winter in Hetrieb zu halten.
/.nanchen, dali das Fahlen im Winter etwas
I
nellWleriger isl als im Sommer, aber wenn mau
sich und seinen Wagen richtig vorbereite! und sich
im Mirans mit allen Schwierigkeiten und (lilah
im vertrnul macht, besieht kein Grund, aul die
schönen und nachhaltigen Krlebnlsso zu vernich(wiche die Fahrten ins lief verschneite Geten«
birge vermitteln können. Fs isl zum lleispiel etwas
Duvergeßlielins, an m
e i n e strahlenden Wiiitortag
unter helblaiiein Himmel über den Julier zu
fahren, auf einer tadellos treibel riisleii Slrilße,
mit sauberen Schuecmaiicrn mil beiden S"ileii,
die .selbst beim Ausrutschen den Wimen etwas
hallen, ohne ihn zu hescliiidiuen. Fast liiullov erreicht mini die Höhe, denn der Schnee diimpll ja
lille Fahrgeräusche sehr slaik, und bei uriel sieh
ilium Im schölislen Sklgollidt, Solch ejh Tilg Isl
wohl der kleinen Mühe der Vitrbereitiiiigeti wert.
/
M. T.
Achtung bei Glatteis
Untere Wider :rii/r>;i :<;iri Unfälle, ihr an! Vereitlung der Straße turücktuführen lind, wobei dir
Im oberen Bild kollidierte ein
Fahrtcui/Iciiker dieaem Umslntid nicht Hcclinuuy yctragen Italien.
auf der vereisten Forchstraße mil einem l'ereouenaulumabU, dessen Lenker diesen wegen
Xcbeltt nicht hcruiiiiulien *iih. l>;n Lanluujicn ninth durch ihn Anprall an <;lrn Personenwagen auf <;l'r
geschoben
unil kifijitr über ihr HSichung hinunter, Hut untere Hiltl zri'ii einen l'nfnil, ihr sich
Seite
auf ihr Straße zwilchen Tagelswangen und h riniiiihnl ereignete, W'nim übersetiten Fahrens auf
vereister S traue yeriel ein l'crsaneiuiutomobit bei der Kurve im Srhlruitrrn urnl rutschte in r/ir
/ uhrbahn rinrn entgegenkommenden Vahneuges,
f,astw<;i<;irii
Ordnung auf dem Markt der Occasionswagen
-ii'/. Durch eine außerordentlich starke Hinfuhr von neuen Aiiloiuobileu konnte der Nachholbedail, rd e sich ilunh die K rietr» jähre ergeben
hatte, auf dem Automobilmarkt im Laufe von drei
Jahren praktisch la-i ganz befriedigt werden.
einzelnen Wagenklassen sind heute bereits
deutliche Anzeichen einer Slttligung zu verzeichnen, so dali die Absatzmöglichkeiten liir neue
Wagen schwieriger werden. Dies wiikl sich natürlich nicht nur auf den Verkaul an sich aus, so lidern auch aul die Abwicklung <;U^ Vorkaufsgcscllitflx, denn wiihrend früher neue Wunen ausschließlich gegen Hnrzahliinc abgegeben wurden,
müssen heule in neun /.clinleln aller Fälle gebrauchte Wimen in /ahliinir genommen werden. Für den einzelnen Verkäufer, unter Umstünden aber auch für ein ganzes Vorkaufsunterheliiiii'ii, lieni bei solchen Verhältnissen die Versuoiiung nahe, alte Wimen zu einem zu hohen Preis
lieieinzunclimcn. Difl Forderung, das (ie.sclüill
weiterhin aul Touren zu hallen, kann so wichtig
sein, dali die Frage des Verdienstes hinler ihr zuruckfreien muß. Konkurrenzgründe und das Drängen des Lieferwerkes, für das der ICxporl in die
Länder mit harter WHhmilg wio die Schweiz von
sehr großer Wichtigkeit ist, können hierbei entscheidend mitspielen,
Zu hohe Verrechnung von Occasionswagen hat
In
schon \oi dem Kriege
und nicht nur in der
Schweiz
manches Unternehmen in Gefahr umbracht. Kh muH der l.iihimi des Autogewerbe'
verbunden als ein Verdienst angerechnet werden,
dali es die neu auftauchende Gefahr nicht nur
frühzeitig erkannt, sondern
vorausschauend auch
folgerichtig gehandelt hat, indem
sie sowohl lür
den II milli i mil Occusioiifwagin «I* auch viit
neuen Winun t/ruaue Richtlinien uiif"tclltr, die
von den Händlern angenommen wurden und sich
In den meisten Gebielen der Schwoll! seit dem
I. Januar bereits in Knill befinden, Das Publikum milli einsehen, dali «'s in seinem erneuen
Interesse Hogl, wenn der Autohandel gesund erhallen wird, denn es ist auf Keine Werkstätten
und Servicestationen angewiesen, die ohne die
I innn/.iellc
Stütze durch den Wimcuvcrkatii in
ihrer gcgoiiwllrtlgon Form ililgoliHcli kaum cihiil-
teii werden können. Aus diesem Grunde sind die
nachstehenden Au
für alle Kreise von
Neue Zürcher Zeitung vom 25.01.1949
Bedeutung, <;lie irgondwifl
mit dorn
handel in BorUhrung kommen.
Automobil-
liiuhcitliche Richtlinien
(ü\ ihr Hcwertun/i von Occasionswagen
Dio Mcwortung eines gebrauchten Automobil'
erfolgt nach vielen Gesichtspunkten, so It. nach
dem Alter, der Abnützung, dor Konstruktion,
dem iiiiliereu Zustand, dem sogenannten Marktwert usw. Fs erschein! last unmöglich, dies allen
in so strenge Nonnen zu zwitngen, dali hei der
unabhängigen SchlHziiug des gleichen
Oocnsions.
wagoiis durch zwei verschiedene Stellen ungofHlir
der gleiche Preis lierauskotnnit, aber es scheint,
Autogewerbeverband
dilli dies in den vom
der
Schweiz (A..G.V.8.) festgelegten Richtlinien
doch ungefllhr gelungen isl, nachdem das S.Vbtem
Ltcisplojcn
erprobt
au lliiiiilei leii von
worden ist.
Der Prozeß der liiiKfcliltlziing Ana Wagens wird
au Hand eines sogonaiiiitcii SoliRtzungsvcrbnls,
Mim Autogewerbeverband liorniugegcbencil
Formulars vorgenommen, das von ihm Händler.
der die ScllltlzUUg voiniminl. atisgeflilll und
illilei zeichnet wird.
Als Ausgangspunkt dieni der KuUriofipreii,
der uns dem vom A.ii. V. S. licrausgcgotionvn
Katalog entnommen wird, Dieser Katalog eiithiilt dli offiziellen Vcrkiiufsprelso für alle Wagohtypen, dio sich
Roll dein Jahre IIIÜl! in der Schweiz
im I landei hcliiiiden haben oder noch bei inden.
Vorkriegszeit wird aus (lein
Hol Wimen aus der
Katalogpreis der Aiipiuwingsprola
berucliiioti indem der uupi'llngllolid Vorkntifsproln mit <;lciu
Faktor 1,1 multiplizier! wird, der die Verschiebung (leg l'icisiiiveau.s durch (11a Touoruug nii->;gloiolit,
«
Von «lfm so ormlttoHon Totalneuworl wird
die Amortisationsquote nbgezogoii, dio eben lulls
in einer Tabelle fostgologl ist. Sie heliäirl 80 Pro«
Jahrgang! ÜMS, <;|(l Prozent
z.i'iil t'üf Wimen des
\nr 1047er und '>;0 Prozent liir lullier Modelle.
Für die Personenwagen aus der Vorkriegszeit
itoigl der Amoilisiilionswert. bis zum
.liilir L08SJ
pro
um fülli Prozent und erreicht dann den
Wert von H.'i Prozent. Für alle alleren Wasen
helriml er !IO Prozent. Mnßgobond liir diese
Aniorlisiitioiis(iuiit(i ist allO nur (Ins Alter, nicht
die zurückgelegte Fahrstrecke, Dies erscheint nuf
den erbten iilick t\h unirem-lit, alicr es ist 20 berücksichtigen. liaU die
Fahrstrecke durch die unvermeidlichen Benutzungsspuren bei der Zustand:
bewertung zum Ausdruck
kommt.
Nachdem so der theoretische Wert (BruttoSchatzungswert) <;le.-. Wagens
ermittelt norden i-i
foljrl die eigentliche
Einsdtätzvnfl durch eine
praktische Begutachtung.
Sie erinlit n
d e mechanischen Zii-tiiiid des Wagens auf Grund der Beobachtungen liii
einer kurzen Probefahrt Bowil
den rein iiiißei liehen Zustand von Karosserie.
Laek. Polsterung, Innenausstattung usw. Für
diesen Befund werden Punkte gutgeschrieben
oder abgezogen, und zwar werden .Motor. Kupplung, (ietriel)C. Hinterund Vorderachse, Steile
rang, Bremsen, Lackierung, Polsterung,
Zubehör.
Werkzeug1,
Batterie und Bereifung gesondert bewertet. Aus der Summe von Plus- und Minuspunkten ergibt sich ein Endwort,
der direkt all
Prosentwert angenommen und ebenfalls in Rechnung gesetzt wird. In der (tegel dürfte es sieh
Abzug
einen
um
vom erwähnten Brutto-Sclintzungswort
Das neue
WM
V'ftifi
m-m-
w
m
Wohnort zurückkehren. Audi die Motorisierung
der Armee bat zur Erhöhung der Zalil der Motor-
. - *i
« «*
.
isJoiW rni
zeitlichen
bandeln.
ii f. Die Riedel-Motoren Q. m. b. H in Immenstadt im Allgäu hat ein neues LeichtmotorTyp RIOO entwickelt,
rad
ginn des Jahres 1040 in Serie gehendas zu Bewird. Es
ist eine vorläufige Monatsproduktion von 500
Maschinen Vorgesehen. Die neue ,,lmme" weicht
in ihrer Gesamt konstruktion stark von nllcn auf
dem Markt befindlichen Iveieht motorrädern nb.
Diis hervorstechendste Merkmal dieses 100 cemMotorradca ist dio Konstruktion des einseitigen
Rahmens und die einseitige Nobonbofostigung.
Die
ist mit einem liegenden l'jinzylindei Zweitaktmotor ausgerüstet, der bei einer Umdrehungszahl von 5800 U./Min. eino Leistung
von 4,5 PS erreicht. Das Gewicht bei leerem
Tank beträgt 57 kg, der Verbrauch ist mit 2,'.i
Liter auf ]00 km als sparsam zu bezeichnen. Die
Maschine, die eine Geschwindigkeit von 75 km/h
erreicht, liegt selbst in Schlechtestem Gelände
sehr gut auf der Straße. Die Bereifung hat die
Größe, von ",5X10", der Radstand beträgt
1205 mm. Neuartig ist auch die D-GanggetriebeSelialtung mit Drehgriff am Lenker, die dem
Fahrzeug einen hohen Grad von Betriebssicherheit verleiht. Eine 16-Watt-Noris-MngnotzUndliebtiinlage vervollständigt die serienmäßige
Ausstattung des Motorrades, dessen jetziger Preis
DM.775. ab Werk beträgt..
Die Aussichten der Vermittler sind jetzt 8ohr bescheiden geworden, Garagisten erhalten maximal
drei Prozent und privat« Vermittler maximal ein
tiv zum Verkehr zugelassenen Motorfahrzeuge
einen Rekordbestand dar. der die letztjährige Zahl
um fast ein Viertel und n
d e vorkriegszcitlichcn
Stund sogar um rund die Hälfte übertrifft. Gegenüber 1047 weist die Zusammensetzung
des
schweizerischen Motorfahrzeugbestande« "nach
Fahrzeugarten keine
wesentliche Aendenmg auf,
wohl aber gegenüber dem let/.teri Vorkriegsjahr.
Für den Autohändler bedeutet die, neue Regelung eino starke RiirkrwtHrkitng
und erfüllt somit vollkommen ihren /weck. Für den Verkäufer
eine» Occatiomtcapent könnte sio höchstens dann
Hedeutiing
zugleich
sein, wenn er
von
als Käufer
eines neuen Wagens auftritt Aber nls solcher befindet er sieh bei der gegenwärtigen Marktlage
in einer starken Position,
er vor Uebervorteilung beim Eintausch so daßWagens
eigentseines
lich keine Sorge ZU haben braucht. Muß der Be-
Auch der Käufer einet Oerasioiuiuanenii hat,
sofern er ihn von einem Händler bezieht, nicht
viel von der Neuordnung« denn der Händler ist
im Verkauf frei und braucht über den Aufsehlag,
mit dem er einen Occasionswagen wieder weitergibt, keine
Rechenschaft abzulegen. Natürlich
steht ihm eine gewisse Gewinnmarge ohne weiteres zu. und auch dio Arbeiten, die im den Wimen
vorgenommen werden, können mit entsprechenden
Zuschlügen im Verkaufspreis berücksichtigt
werden. Aber die Höhe der Gewinnmarge richtet sieh
Znlilunpifrt'Ulineli der Marktlage
digkcit des Kunden. und mich der
Im Kinderhandel und in
andern Zweigen des Handels ist ea auch nicht
andors.
Kein
beim
Verlauf
Prozent.
Wichtig ist ferner, daß beim Ueborgnng
einer
Fabrik auf ein neue« Modell der Verkauf des alten
Modells nicht durch Gewährung von Rabatten
darf,
erstattet,
forciert werden
sondern ex ist nur
die Verkaufspreise entsprechend
Das Eidgenössische Statütitche Amt in Bern
teilt mit: Nach Kriegsselduß bestand in der
Schweiz ein großer Hediiif an neuen Motorfahrzeugen, der infolge der überaus günstigen wirtschaftlichen Entwicklung während der Nachkriegszeit noch größer wjjrde.
Die ausländische
Automobilindustrie fand daher für ihre Krzeirrnissn auf dem schweizerischen Markt iiiillei-l
guten Absatz. Vom 1. Oktober
1!II7 bis ."(>;. Hoptomber 1!M8 wurden rund 40 000 Motorfahi/.ciiirc
eingeführt, gegen 8.J00
Motorfahrzeuge mehr nls
im gleichen Zeitraum des Vor.jiihres.
Schon die im Laufe des Jahre-, bekannt gewordenen Eiiifiihr/.iililrn ließen vermuten, dilli der
Motorfahrzeugbestand
schweizerische
einem
Höchststand zustrebte. Tatsächlich stellt die nuf
den ;:o. September 11)48 ermittelte Zahl
Aordefim-
(int>;f griffen
I Rhr/rui:»rl»n
Personenwagen
ltinn
77
AutohuKüG
A iis\\ fi-ii si'll in re
1
Lastwagen
Moforungswngon,
-1
-Km]
Motorwagen Tntni
.'«.'IS
404
Molorf
\U<;0bni '»Irr l.».|
mit 11. 'f.
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pii
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Kl 171
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den Wagen inindestcn.s .sechs Monate m fuhren.
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Inl.c-i.vjff.
bünden meldeten einen über drclßigprotcntigcii
Zuwachs. Am tiefsten unter dem Landesmittel
von 20 Prozent liegen dio Quoten der Kantone
Wallis, Appenzell I.-Rh. und Nidwalden.
Die Zahl der Motorräder mit. und ohne Seiten
wagen nahm in der ganzen Schweiz um 28 Prozent zu. Bedeutend stärker war die Zunahme im
Glarnerland, wo sieh ihr Bestand um die rlElftn
erhöhte, sowie in den Kantonen Zug, Basnlstadt,
den beiden Appenzell, Genf, Schwyz, Tessin und
Zürich« Schwächt! Bostandpsvormohrungon verzeichnen Wallis und Nidwalden.
Uobor ein Drittel allir Motorfahrzeuge ist IMotorfahrzeugkontrollen der
zehn dräu- und
Mittelstädte angemeldet, und zwar zwei Fünftel
aller Motorwagen und ein Viertel der Motorräder
Wahrend hier im Mittel auf 22 Einwohner Olli
Automobil entfällt, trifft es in allen übrigen Gemeinden erst auf deren :ift ein solches. Dafür weist
das Land die größere MotornuUlichto auf, nämlich
auf ein Fahrzeug 01 Personen gcgonUbor 103 in
den »Städten. Weitaus am besten ist Genf mit
motorisierten Kahrzeugon ausgestattet; ihm folgen Lausanne,
La^Ghaux-do-Fonds und Zürich.
Im Verlaufe der Kriegsjahre mußten notgedrungen verschiedene
Krsiit/treihstotTc verwendet
den
werden. Nachdem seit ini(i Benzin und Diesel;. I
wieder uneingeschränkt zur Verfügung stunden
verminderte sieh die Zahl der mit. einer Hol/
Holzkohle-, Karbid- oder Asctvlonanlago
versehenen Motorfahrzeug« rasch. Die rückläufige
Tendenz hielt auch im Berichtsjahr an. Die Personenautomobil« benützen nls Botriobsstoff i'iit
ausschließlich Benzin. Bei allen andern Motorwagen powann das
tung. Der Bestand Dieselöl merklich an Bedeuan elektrisch betriebenen
Motorwagen erlitt
von neuem eine leichte Ejn.
Rundschau
Wiener
Intentionaler AutoniohllnMon
Oesterrciriii Handelskammer In Zürich 1010
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8. bis ÜJ. Mal 1040 findet di«
nUclutO W]onor Iiirflrantlonnlo Automobilausstellung statt,
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nnhnn dor i;.«tprr<;<;ir|iwlion Produktion di» (rroßon
knntini-ntiilon und iil.crseoi-.Wieu Automobilfabriken
und oltiJolilligigrn Kinnen vortreten dein
wcnlcii. I);,s
l'rcigriimin doi Ausstellung
umfaßt Motorfahrzeuge
nller Art vom schweren Dlosollastkraftwagon
bis
leichten I'iicliMdlninid sowie Automobilzubollör zum
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»urteile, Wcrkxeitge, KaroMPrlon
usw.
Das J5u
«Hmmentroffon enlilrelchor Auwtoller, der
darf der Hiitorrololilwhpn VVirtwhnfl an crofla Bc
Kraftralir
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bofrlodlcl worden
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zu einem Wlrtsoluiftllcli
Intereuanton Erolgnlg worden zu läsion.
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mit: Vom
LASTWAGEN
Qualität Zuverlässigkeit
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Benzin u. Diesel
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Dio International Harvester Company in Chicago
baut soit 1907 in drei Werken
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und Lieferuiif/swarjcn, der sich auch während des
Krieges kaum veränderte, und /.war deshalb, weil
diese für die Armco und die Kriegswirtschaft
gleich wichtigen fahrzeuge wählend des Aktivdienstes nicht entbehr! werden konnten und dafui
cesorjrt wurde, daß sie im Verkehr blieben. ]>;if
starke Zunahme der Restando der Last- und Vierradliefcrungswagen während der Nachkriegszeit
ist in Anbetracht der günstigen Entwicklung von
Industrie, Gewerbe und [landei nicht überraschend. Erwähnenswert ist, daß dio Zahlen der
als Autobus oder Lastwagen verwendbaren Fa.hrzeuge, der Lieferungswagen sowie der gewerblichen Traktoren in allerneuester Zeit, seit 1917.
zurückgegangen sind.
Am meinten Fahrteugt stehen in den volkreichsten Kantonen Zürich, Hern und Wandt, wo
34500, 28100 und 18 200 Motorfahrzeuge ermittelt wurden. Dio K'ößte Fahrzeugdichte weisen
die Städte- und Industriekantone Genf, Baselstadt, .Wandt, Neuenburg, Zürich und Haselland
sowie der Kanton Tessin auf. In der ganten
Sciiteeit trifft et auf 21 Einwohner ein Motorfahrzeug, in Genf, dem ..motorisiertesten" Kanton, auf 11 Personen ein Auto oder Motorrad,
während im landwirtschaftlich orientierten und
kinderreichen Innerrhoden die entsprechende
Zahl (i2 lautet.
Verglichen mit dem Vorjahr vergrößerte
sieh
der Personenwagenpark in allen Kantonen. Hes o n d e r stark
um zwei Fünft«]
nahm i\;r
Zahl der Personenautomobile im Waadtland TV.
Auch die Kantono Lu/.ern, Uri, Genf und Grau-
büße.
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jährige Erfahrung
-
Per Hauptgrund
diese außerordentliche Entwicklung dürfte für
günstigen
Verdienstmöglichkeiten ZU in den
suchen
sein sowie in der ständigen /nulllinie
der Zahl dor sogenannten Pendelu linderer, also jener Werktätigen, die iiulierliiilb
ihres Wohnortes arbeiten und täglich an ihren
Motorfahrzeugbestand In der Schweiz nach Fahrteugarten
seit 1S30
dir JlolorfthrjMlje d. r Kid. <;n<;;.-ii|iirhrn VtrviHaafcn, ohne Mlllllrtahrita
Die
Vcrkntif neuer
Wn^cn .sind amtlich kontrolliert und so heinesen,
diiß der lliindler eine deduktion nicht vertragen
knilli, ohne daß entweder seine Vcikii iller oiler der
Ausbau «einer Werkstatt oder die Pflog« des
Kundendienstes hierunter leiden. Au« diesem
Qrundo ist es den Händlern flniprWgt, Privatkunden einen Kiilmlt von mehr als einem Prozent
zu gewähren, und .selbst dann soll dieser Uiilmlt
nicht in bar, sondern höchstens in Form von
Waren gegeben werden
.
Auch die Wust dnrf dem
Käufer nicht geschenkt werden
.
Dio Rabatte bei Serienkiiiilen sind geregelt;
nie botragon boi zwei bis vier Kinheiten /.wei Pro.
zeiit. bei fünf bis neun Einheiten rünf Prozent
und bei mehr Kinheitdi sechs Prozent, iniiieli nur
unter der Yoimi.--.et/iinij, dilli lille Untreu nuf
einmal bestellt und für n
d e eigenen licdiirl di
Kauter-, bestimmt sind.
ausschließlich Lastwagen
Dio Ziilil der Motorräder stieg in der Nachkriegszeit,
bedeutend stärker ab) die der Personenwagen. Während für jene eine
Zunahme von SS
Prozent festzustellen ist, verzeichnet diese? eine
.solche von .')(i Prozent. Im Jahre 1030 war jedes
fünfte, im Rorichtajalir hingegen jedes vierte
motorisierte Fahrzeug ein Motorrad. Met rächtet
man die Entwicklung der Motoriadbentiindn seit.
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deren eng« Abhängigkeit von
der Wirtschaftslage auf. Das Motorrad, das meistens von ehemaligen Velofahrern angeschafft.
kriscneniprtiidlieli.it«
Wird, ist wohl dii.s
Motorfahrzeug, In den dreißigerjahren
sank die Zahl
der Motorve^ ^uiutfniujiit Jahren von 47 000 auf
billigere
L'liOOO,
Kleinwagen
ttohci'nmiti HWli-nwh
.Motorräder wr brunst haben mögen. Nach dem
/.weiten WeltRVieg'hnt der Motoiradbesland innert
drei Jahren t'iwt den Stand von 50 0(10 erreicht.
herabzusetzen.
Der Motorfahrzeugbestand in der
Schweiz am 30. September 1948
neuer Wanen
Gewinnmargen beim
40
Hochkonjunkturperiode verursachten.
Auffallend stabil war der Bestand der Last-
Zum Schluß kiinn noch ein Bpctialtuschlan
ml' r -abschlag vorgenommen «erden, jo nachdem
oll e>; Meh um ein auf dem Autornobiunaxkt sehr
leicht oder sehr schwer verkäufliches .Modell hiindelt. l)oT Zuschlag darf im Maximum .000 Fr.,
der AUsrhlnc im Maximum 3000 Fr. betragen.
Nun lietrt der endgültige Wert des Fahrzeugs
fest. Kommt, der Verkauf mit dem Autohändler
zustande, der die SchStzung vorgenommen hat.
<;lann triürt dieser dio Unkosten, überlegt
es sich
der Verkäufer anders, dann hat er für die Schätzung 15 Fr. tu entrichten. Dieser Hetrne wird
ihm aber zurückerstattet, wenn er den Wagen an
einen andern Händler verkauft.
isitzer eines gebrauchten Wagens sein Fahrzeug
aber auf jeden Fall abstoßen, «l kann er zwar
nino Schätzung vornehmen lassen, um für das
Gespräch mit eventuellen
Interessenten eine l)iskiißsionsbasis zu haben, aber er hat keine Gewähr,
feinen Wagen im freien Verkauf für diesen Preis
loszuwerden. Verschiedene Anzeichen deuten darauf bin, diiß viele. Autobesitzer «ich mit ihrem
Kauf offenbar wirtschaftlich übernommen haben.
Ist ein wesentlicher Prozentsatz von ihnen gezwuniren, ihre Wagen wieder herzugeben, so kann
dies den Marktwert von Occasionswagen htark
beeinflussen, SO daß sich für den Verkäufer unter
Umstünden ein wesentlich größerer Vorlust ergeben kann, als
nuf (inuit! der erwähnten AiiiortLsntionstnbello zunächst anzunehmen ist
räder beißet rügen.
Zusamnienhiiii're Ewischcn Wirtschaftslage und
Ucstand sind auch beim Personenwagen zu erkennen. Deren Zahl f,rin;r zwar in den dreißigerjahren
nicht zurück, stieg hImt doch weniger stark, ala
von 1923 bis ]Ü3O. Sicher sind es be.sondei-s wii1schaftlfchc Gründe, die den starken Anstieg der
Zahl der Personenwagen während der nachkriegs-
Offiziell« Vtrtrttti
für Stfldt und Kanton Zürich:
AG.
für
für Automobile
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Neue Zürcher Zeitung vom 25.01.1949
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Seele and Geist
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