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Berliner Waldzeitung Ausgabe 4, 2014 - Senatsverwaltung für

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Ausgabe 4 | 2014
BERLINER
In diesen Wochen beginnt
in unseren Wäldern wieder
die Holzerntesaison. In der
Fachsprache sagt man dazu Durchforstung. Das Fällen
von Bäumen ist wichtig für
die Entwicklung stabiler und
vielfältiger Wälder und liefert
nicht zuletzt auch den nachwachsenden Rohstoff Holz.
In einigen Berliner Waldgebieten wird sich nun in der kalten Jahreszeit auch schweres
Gerät durch den Forst wälzen,
um die Durchforstung bis zum
Frühling abzuschließen. Das
wird zum Beispiel im Revier
Teufelssee in Köpenick oder in
Teilen des Forstreviers Wuhlheide der Fall sein. Die Fällungen werden überwiegend mit
modernen Holzerntemaschinen durchgeführt, die schnell
und effizient arbeiten.
Die Berliner Forsten bitten
Waldbesucherinnen und -besucher um Verständnis, falls es
in ihrem Umfeld zu Einschränkungen kommt. Aus Sicherheitsgründen müssen während der Fällarbeiten zeitweise Wege oder Waldabschnitte
gesperrt werden. Möglich sind
auch Schäden an den Waldwegen. Besonders bei milden
Temperaturen und regnerischem Wetter hinterlassen
die eingesetzten Maschinen
manchmal tiefe Spuren. Die
Forstwirtinnen und Forstwirte in den Revieren stellen die
Waldwege nach der Durchforstung so schnell wie möglich
wieder her.
In den bearbeiteten Waldflächen verbleiben nun die
Baumkronen und die frischen
Spuren des Technikeinsatzes
sind zu erkennen. Das vermit-
Seite 3
Kinder
erleben das
Patenförsterprojekt
Seite 4
Engagierter
Lehrmeister im
Grunewald
Seite 7
Ratschläge vom
Wildtiertelefon
Nachhaltige Waldpflege
mit schwerem Gerät?
telt oft einen verwüsteten Eindruck. Doch in den Folgejahren
können nun Laubbaumarten
wie Eichen, Buchen und andere
nachwachsen. Das geschieht
vor allem durch natürliche
Verjüngung und wird, wenn
nötig auch durch Pflanzung
unterstützt. Auch die Kronen
der vorher oft sehr dicht stehenden älteren Bäume können
sich nun nach dem Platzgewinn besser entwickeln.
Rohstoff Holz ernten
In älteren Waldbeständen oder
in empfindlichem oder schwer
zugänglichem Gelände fällen erfahrene Forstwirtinnen
und Forstwirte die Bäume mit
der Motorsäge. Um die Stäm-
me dann aus den Waldflächen
herauszuziehen werden meist
moderne Rückefahrzeuge eingesetzt. Eine althergebrachte Methode ist dagegen, die
Baumstämme mit Rückepferden aus dem Wald zu hieven.
Je zwei davon gibt es bei den
Berliner Forsten in den Revieren Grünau, Dreilinden und
Spandau. Die Kaltblüter werden von Forstwirtinnen und
Forstwirten betreut, die spezi-
Fotos: Berliner Forsten
In
dieser
Ausgabe
WALDZEITUNG
ell dafür ausgebildet wurden.
Die Rückepferde kommen in
Berlins Wäldern überall dort
zum Einsatz, wo wenige Bäume aus kleineren Waldflächen
oder schwierigem Gelände herausgeholt werden müssen.
Mit Hilfe der Pferde gelingt
das am schonendsten für den
Wald.
Das beim Durchforsten geerntete Holz wird nun zum wertvollen Rohstoff. Je nach Qualität und Stärke schneiden es
Sägewerke zu Balken, Brettern
oder Kanthölzern. Außerdem
nutzt man es industriell zur
Produktion von Zellstoffprodukten und Papier oder verarbeitet es zu Parkettfußboden,
Möbeln, Türen, Spanplatten
oder Holzpaletten. Die energetische Nutzung des Holzes als
Brennmaterial spielt heute besonders für geringwertige Hölzer eine große Rolle.
Jährliche wachsen im gesamten Berliner Wald etwa 150.000
m³ Holz nach. Davon werden
durchschnittlich 70 bis 80 %
genutzt. Damit nimmt also der
Holzvorrat in unseren Wäldern
trotz der regelmäßigen Durchforstungen jedes Jahr um etwa
30.000 bis 40.000 m³ zu.
Die Waldentwicklung
Durch ihre wechselvolle Geschichte sind die Berliner Wälder meist noch keine naturnahen Mischwälder, wie es angestrebt wird. Sie werden jetzt
seit über 12 Jahren nach ökologischer Zertifizierung des Forest Stewardship Council (FSC)
und des Naturland-Verbandes
gepflegt. Dabei geht es um
naturnahe
Waldstrukturen,
waldverträgliche Arbeitsverfahren und sozial abgesicherte Arbeitsplätze. Die Berliner
Forsten verzichten auf Kahlschläge und Chemie, sichern
wichtige Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten,
erhalten Totholz im Wald und
setzen boden- und waldschonende Arbeitsverfahren ein.
Baumkronen und andere Resthölzer verbleiben im Interesse
des Nährstoffkreislaufs und
als wichtiges Lebensraumangebot für Kleinstlebewesen im
Wald.
Die Pflegemaßnahmen in den
Wintermonaten
vitalisieren
die Wälder und fördern immer
mehr die ursprünglichen Laubhölzer. Das sichert die Leistungsfähigkeit der strapazierten Wälder, garantiert hochwertiges Grundwasser, bietet
Lebensraum für Flora und Fauna, schützt unser Klima und
gibt uns wichtigen Erholungsraum in der Natur
4|2014 BERLINER
KURZ & KNAPP
Adventszeit im Wald
SEITE 2
An die verstorbenen Kinder
von Zwangsarbeiterinnen und
Zwangsarbeitern in Bucher
Lagern und Krankenhäusern
während der NS-Zeit zwischen
1940 und 1945 erinnert seit
September 2014 ein Gedenkort auf der Fläche der Berliner
Forsten an der Hobrechtsfelder Chaussee, die Grenze zwischen Berlin Buch und Hobrechtsfede. 123 Mädchen und
Jungen sind hier nachweislich
durch Mangelversorgung und
Infektionskrankheiten ums Leben gekommen.
Sa • 29.11.2014 • 14-18 Uhr
Adventsmarkt im Forstamt Tegel
in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
bei Blasmusik und Hörnerklang,
Verkauf von Wildfleisch, Brennholz,
Schmuckreisig Räucherfisch und
Honig – solange der Vorrat reicht.
Motorsägenkunst, Kinderprogramm, Lagerfeuer mit Stockbrotbacken und Imbiss, Waldführungen
mit dem Förster und vieles mehr
Forstamt Tegel
Ruppiner Chaussee 78, 13503 Berlin
Bus 124, Haltestelle Tegelgrund
Sa • 29.11.2014 • 10.30-16 Uhr
Wild und Brennholztag mit Wildfleischverkauf, Versteigerung von
Brennholz, Hackklötzen und Schwedenfackeln, Infos zum Holz aus den
Berliner Wäldern, Präsentation von
Motorsägen, Ofen- und Kaminbau,
Imkern und dem Jagdinfomobil
sowie Jagdhundeschau.
Dazu gibt´s Wildsuppe und Wildschwein und Spiel und Spaß am
Lagerfeuer ...
Forstamt Köpenick,
Dahlwitzer Landstr. 4,12587 Berlin
am S-Bahnhof Friedrichshagen
Foto: Silvia Froher
Berührender Gedenkort im Berliner Forst
Stimmungsvolle Märkte der
Berliner Forsten
In kindlicher Schrift stehen all die Namen der Kinder auf dem
Gedenkstein, die menschenunwürdiger Behandlung zum Opfer
fielen.
Die Bildhauer Silvia Frohner
und Rudolf Kaltenbach gestalteten diesen Ort des Gedenkens mit Kindern und Jugendlichen der Schule am Sandhaus,
der Körperbehindertenschule
Marianne Buddenhagen und
der Hufelandschule.
Die Namen der verstorbenen
Kinder auf der Gedenktafel
berühren auf ganz besondere
Weise, denn sie holen die Opfer aus ihrer bisherigen Anonymität. Das soll dazu beitragen,
die Verbrechen des NS-Regimes niemals zu vergessen..
Brennholztag im Forstamt Pankow
Am Samstag, dem 25. Oktober 2014 gibt es von 11 bis 16
Uhr im Forstamt Pankow einen Brennholztag. Produzenten von Energieholz-Sortimenten stellen Ihre Angebote vor.
An diesem Tag können Sie Informationen über Holzarten,
Preise und Lieferbedingungen
einholen und Brennholz, Hauklotz und Schwedenfackeln
Vorort kaufen.
Der Hof es Forstamtes verwandelt sich zu einem bunten
Markt forstlicher und kulinarischer Angebote mit Stockbrot
backen, Produkten aus der
Ölmühle, einem Coffee-Bike,
leckerem Kuchen vom Kreuzbrucher Heimatverein, Imkerei
und Fischräucherei. Auch Wild-
Foto: Berliner Forsten
So • 14.12.2014 • 11-16 Uhr
Wildfleischverkauf mit kleinem
Weihnachtsmarkt
Im Angebot sind Portionen von
Wildschweinen aus dem Grunewald
und Wildfleisch aus Brandenburg
geeignet zum Einfrieren
(Preise 18 bis 28 € je nach Wildart).
Außerdem Verkauf von KiefernSchmuckgrün, Schwedenfackeln
und Misteln. Für das leibliche Wohl
sorgen ein deftiger Imbiss und
warme Getränke vom Restaurant
Grunewaldturm.
Forstamt Grunewald
(Wirtschaftshof),
Koenigsallee 80
14193 Berlin
Parken nur entlang der
Koenigsallee!
WALDZEITUNG
fleisch in Portionen, Fruchtweine, Obst und Gemüse vom
Blankenfelder Hofladen, Pizza
und Blumen werden verkauft.
Außerdem gibt es eine Präsentation von Werkzeugen für die
Holzbearbeitung, der Jagdclub
Pankow/Weißensee e.V. und
die Waldschule Bogensee stellen sich vor. Auch Kunst und
Keramik, selbstgebautes Holzspielzeug und Bogenbau suchen passende Liebhaber.
Veranstaltungsort:
Blankenfelder Chaussee 9,
13159 Berlin
an der B 96 a Bus 107
Tel. 4749880
www.stadtentwicklung.berlin.
de/forsten
Online-Umfrage: Der Grunewald im Spannungsfeld des Klimawandels
In einem Forschungsprojektes
untersuchen das Potsdamer
Institut für Klimaforschung
und die Berliner HumboldtUniversität für die Berliner
Forsten mögliche Konflikte,
die durch forstliche Maßnah-
men entstehen, die den Auswirkungen des Klimawandel
entgegenwirken. Die Umfrage
richtet sich vor allem an Anwohner und Besucher des Grunewaldes. Ergebnisse dieser
Online-Befragung können die
künftige Strategie der Waldbewirtschaftung beeinflussen.
Deshalb ist auch Ihre Meinung
gefragt!
Hier finden Sie die
10-minütigen Umfrage im Internet:
www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten
ZU RECHT GESAGT: Die Handstraußregelung
In Deutschland gibt es
viele
Waldeigentümer:
Privatleute,
Gemeinden,
Städte, Bundesländer, aber
auch Universitäten und Kirchen. Dennoch erlaubt das
Betretungsrecht nach Paragraph 14 Absatz 1 des Bundeswaldgesetzes allen Erholungsuchenden, die grünen
Oasen zu genießen. Allerdings
unterliegt der Genuss von
Waldfrüchten wie Pilzen oder
Beeren gewissen Beschränkungen. „Wer nur kleine Mengen für den eigenen Bedarf
sammelt, darf Pilze, Beeren
und auch ein paar Blumen für
einen Strauß pflücken. Dies
muss allerdings pfleglich geschehen – also ohne Schäden
am Wald oder am Pflanzenbe-
stand anzurichten. Und es gilt
nur für Gewächse, die nicht
unter Naturschutz stehen!”,
so die D.A.S. Juristin Michaela
Zientek. Rechtliche Grundlage hierfür ist die sogenannte
Handstraußregelung im Bundesnaturschutzgesetz (39 Abs.
3 BNatSchG). Eine gewerbsmäßige Nutzung von Waldfrüchten, das heißt der Verkauf von
gesammelten Pilzen, Beeren
oder Blumen, ist nicht erlaubt.
Hierfür brauchen Sammler eine Genehmigung des Waldbesitzers und der Naturschutzbehörde. Auch für die Entnahmen von Brennholz oder eines
kleinen Weihnachtsbaumes direkt aus dem Wald benötigen
Waldbesucher eine Erlaubnis.
Sonst droht eine Anzeige wegen Diebstahls. Ebenfalls unter
Strafe stehen romantische
Schnitzereien in der Baumrinde. Denn durch diese
Sachbeschädigung kann der
Baum erkranken und muss
im schlimmsten Fall sogar
gefällt werden.
Nach Informationen der
D.A.S. Rechtsschutzver­
sicherung
SEITE 3
BERLINER
WALDZEITUNG 4|2014
KURZ & KNAPP
Ein erlebnisreicher Ausflug
zur Patenförsterin
rin und der beiden Wildnispädagogen der Schreberjugend
Ramona Ziegfeld und Henning Nahm. Die Berliner Forsten und der Verein Schreberjugend gestalten seit sieben Jahren gemeinsam erlebnisreiche
Waldtage für Kita- und Grundschulkinder im „Patenförsterprojekt“. So können für sechs
Berliner Schulen aus dicht besiedelten Innenstadtbezirken,
zept dazu wurde gemeinsam
mit den Berliner Forsten erarbeitet seit 2007 erfolgreich
umgesetzt. Es bringt eine ganze Reihe walderfahrener Großstadtkinder hervor, die ungeahnte Begeisterung für Wald
und Natur in sich aufgenommen haben und auch an ihre
Freunde und Familien weitergeben.
Text und Fotos: D. Müller
„Hier war es toll!“ sagt Antonio
und will nun am liebsten auch
mit seiner Familie Stockbrotbacken. Er erlebte mit seiner
JüL-Klasse 1.-3. der TheodorStorm-Grundschule Neukölln
einen Tag bei der Grünauer
Revierförsterin Ulrike Kreplin.
Dabei lernte er nicht nur die
Försterin kennen, sondern bekam auch einen Eindruck davon, was ein Forstwirt in sei-
nem Beruf zu tun hat. „Kettensägenkino“ nannten die Kinder
ganz spontan eine Präsentation von Christian Wehner zur
Arbeit mit der Kettensäge und
schauten interessiert, wie der
Forstwirt seine Arbeitsschutzkleidung anlegte und mit seiner lärmenden Säge einen
Baumstamm in dicke Scheiben
schnitt. Aber auch die Begegnung mit den Rückepferden
Doc und Dom, die von Forstwirtin Janine Birkholz sehr engagiert betreut werden, war
eindrucksvoll für die Kinder:
Die meisten tasteten sich neugierig an die Tiere heran und
wer sich traute, durfte sie sogar mit einer Möhre füttern.
Die Pferde sind in der Revierförsterei Grünau zu Hause und
ziehen im Gespann mit den
ausgebildeten Forstwirten gefällte Bäume aus dem Wald.
Wie das geht, erklärte ihnen
die Försterin an einem Modell.
Gespannt lauschten die Kinder
den Erklärungen der Förste-
wie Neukölln oder Reinickendorf, Walderlebnistage in den
Förstereien Grünau und Blankenfelde angeboten werden.
17 Mal empfängt die Grünauer Försterin Ulrike Kreplin im
laufenden Schuljahr Kindegruppen in der Försterei und
das in allen Jahreszeiten. Ähnlich stark engagieren sich auch
ihr Kollegen Bodo Janitza und
André Rohland in Blankenfelde für das Patenförsterprojekt
mit Kindern aus Reinickendorf.
Die Mädchen und Jungen sind
dankbar für solche Tage in der
Natur und tragen ihre Begeisterung weiter. In diesem Projekt bleibt es für sie zum Glück
nicht bei einem einzigen Erlebnistag zum Thema Wald. Der
Verein Schreberjugend betreut
neben der Begegnung mit
„echten“ Forstleuten weitere
Veranstaltungen für die Kinder
und entwickelt Lehrmaterialien für Kitas und Grundschulen
damit das Erlebnis Wald keine
Eintagsfliege bleibt. Das Kon-
ein Sofa aus Reisig zu bauen,
das im Wald unseren Treffpunkt markiert, ist für die Kinder ein besonderes Erlebnis“,
sagt Henning Nahm . Auch die
spielerische Vermittlung von
Wissen über die nachhaltige Bedeutung unserer Wälder
steht auf dem Programm. Die
Kinder lernen Baumarten kennen, erfahren warum der Wald
Wasser speichern kann und die
Luft rein hält. Neugierig schauen sich die Mädchen und Jungen dann Tiere und Insekten
genauer an. Und oft finden
sie die Berührung eines Käfers
oder die Beobachtung eines
Eichhörnchens besonders eindrucksvoll. Schließlich erleben
reizüberflutete
Stadtkinder
bestenfalls sporadisch, was ihnen Wald und Natur zu bieten
haben. Das Patenförsterprojekt bietet ihnen Raum zum
genauen Beobachten, zum Toben und Spielen und die Möglichkeit, die Natur für sich zu
entdecken. Dabei spüren sie
Veranstaltungen
in den Waldschulen
So • 12.10.2014 • 10-15 Uhr
„Waldspaziergang mit
Kinderwagen“ am Fuße der
Müggelberge
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie
Treffpunkt: Waldschule
Teufelssee
Müggelheimer Damm 144
12559 Berlin
So • 12.10.2014 • 12-17 Uhr
Raus in den Herbstwald – eine
GPS-Rallye für Familien
Unterwegs Aufgaben lösen
später Tee und Knüppelkuchen
am Lagerfeier
Waldschule Bogensee
Platz der Freundschaft
16348 Wandlitz OT Bogensee
Anmeldung: Tel. 03 33 97/2 92 14
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie
Sa • 18.10.2014 • 19-21.30 Uhr
Sonne, Mond und Sterne
Beobachten des herbstlichen
Sternenhimmels mit den Sternbildern – findet nur bei klarem Himmel
statt – ab 7 J.
Anmeldung: Tel. 336 30 55
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie
Waldschule Spandau
Niederneuendorfer Allee 81
13587 Berlin
So • 2.11.2014 • 15-19 Uhr
Laternenwerkstatt mit
Abendwanderung
Man kann sich auch mit eigener
Laterne einer Abendwanderung
um 17.30 Uhr anschließen!
Anmeldung: Tel. 53 00 09 70
Kosten: 4 €/Laterne
Rundgang kostenlos
Waldschule Plänterwald
Dammweg 1b, 12437 Berlin
I
Stoff für viele
Walderlebnistage
hautnah, dass es im Wald zu
keiner Jahreszeit langweilig ist.
An weiteren Waldtagen im
Rahmen des Patenförsterprojekts zeigen die Wildnispädagogen der Schreberjugend den
beteiligten Schulen und Kitas
wie spannend es ist, den Wald
zu entdecken. Dann bringen
teambildende Spiele im Wald
die Schulklassen zu gemeinsamem Handeln. „Zum Beispiel
Anregungen für
Walderlebnistage mit Klassen
und Kitagruppen:
Deutsche Schreberjugend,
Landesverband Berlin e.V.
Landesgeschäftsstelle
Kirschenallee 25
4050 Berlin
Tel. 300 99 152 oder -153
info@schreberjugend.berlin
M
P
R
E
S
S
U
M
Die BERLINER WALDZEITUNG wird
herausgegeben von der Senatsver­waltung für
Stadtentwicklung und Umwelt
Redaktion: Berliner Forsten,
Landesforstamt Berlin
Dahlwitzer Landstraße 4, 12587 Berlin,
Tel. 641 93 70, Fax 64 19 37 99
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Auflagenhöhe: 25.000 Ex.
Redaktionelle Betreuung und Layout:
Journalisten&GrafikBüro
Druck: Berliner Zeitungsdruck
DieBERLINER WALDZEITUNG ist erhältlich
an den Berliner Forstämtern und Revierförstereien,
den bezirklichen Bürgerberatungen und in den meis­
ten umweltpädagogischen Einrichtungen der Stadt.
Berliner Forstämter:
Forstamt Köpenick
Klaus Pogrzeba, Dahlwitzer Landstraße 4,
12587 Berlin, Tel. 64 19 37 71
Forstamt Pankow
Romeo Kappel, Blankenfelder Chaussee 7,
13159 Berlin, Tel. 474 98 80
Forstamt Grunewald
Elmar Kilz, Koenigsallee 80,
14193 Berlin, Tel. 895 38 10
Forstamt Tegel
Karl-Heinz Marx, Ruppiner Chaussee 78,
13503 Berlin, Tel. 436 02 60
4|2014 BERLINER
KURZ & KNAPP
Sa • 8.11.2014 • 11-15 Uhr
Survival im Wald
Wie wäre es unter einfachsten
Bedingungen im Wald zu leben?
Mit Fährtenlesen und Pirschen,
Naturmaterialien aus dem Wald für
einen Unterschlupf nutzen, Kunst
des Feuermachens lernen – ab 7 J.
Bitte Picknick mitbringen
Anmeldung erforderlich:
Tel. 80 49 51 80
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie und 1,50 € für ein
„Walddessert“
Waldschule Zehlendorf
Stahnsdorfer Damm 3
14109 Berlin
Viele junge Forstwirte erlernten bei Gerhard Witzky die
praktischen Tätigkeiten ihres
Berufes. Seit rund 30 Jahren
zeigt er dem Nachwuchs, wie
man die Motorsäge bedient
und Bäume fällt, Wege sichert,
Kulturen pflegt und Bäume pflanzt oder wie der Freischneider – eine Art Motorsense – gehandhabt wird. Er lässt
die jungen Leute Holztische
und Bänke zimmern und Zäune bauen oder auch mal einen
Hochsitz für die Jagd. Gerhard
Witzky ist seit den 80iger Jahren Meister und Lehrausbilder
im Berliner Forst. Er arbeitet
im Revier Eichkamp, einem der
vier Ausbildungsreviere der
Berliner Forsten, und ist dort
fürs praktische Lernen des
Nachwuchses zuständig. Voraussichtlich bis Ende 2015 will
er seine Lehrlinge noch betreuen. Im kommenden Jahr schließen wieder vier von den sechs
jungen Leuten, die er gerade
Sa • 15.11.2014 • 15.30-17 Uhr
Feenzauber am Waldesrand
Am Lagerfeuer und beim Punsch
auf märchenhafte Reise gehen. Auf
den Spuren englischer Märchen
wandeln und Wesen begegnen aus
dem englischen Märchenschatz –
ab 5 J.
Anmeldung: Tel. 80 49 51 80
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw
10 € Familie
Waldschule Zehlendorf
Stahnsdorfer Damm 3
14109 Berlin
Der Weg
zum Lehrausbilder
„Ich habe die Mittlere Reife
gemacht und dann 1967 eine
Maurerlehre“, erzählt Gerhard
Witzky. Ein Studium als Hochbauingenieur beendete er anschließend ohne Abschluss.
Als er sich dann 1974 auf Rat
eines Bekannten für die Waldarbeit im Revier Hermsdorf
bewarb, konnte er sofort anfangen, denn damals wurden
dringend Leute gebraucht.
Nach erstem Schnuppern hat
er sich nach vier Wochen sein
erstes eigenes Werkzeug gekauft und tastete sich mehr
und mehr heran an die Arbeit
im Akkord beim Holzeinschlag
und Brennholz sägen, wie sie
damals üblich war. „Leicht war
das nicht“, erinnert er sich.
Aber er fand Gefallen an der
Arbeit draußen im Wald und
traf auf Kollegen, mit denen
er gut auskam. Nach einigen
dung zum Lehrmeister, denn
die abgelegte Prüfung zählte
schon mit für die nötige Qualifikation. Ein Jahr lang machte
er nun noch berufsbegleitende
Kurse in der Waldarbeitsschule
Diemelstadt-Rhoden bei Kas-
Text und Fotos: D. Müller
So • 9.11.2014 • 10.30-13.30 Uhr
Durch den Wald per GPS
Erkundung des herbstlichen
Waldes mit GPS-Geräten und dann
wärmendes Lagerfeuer – ab 8 J.
Anmeldung Tel.: 94 11 47 33
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie
Waldschule Bucher Forst
Wiltbergstraße 55
13125 Berlin
Di • 11.11.2014 • 16-18 Uhr
Sankt Martin im Wald
Mit Laternen (bitte mitbringen) um
den Teufelssee wandern und danach
am Feuer wie St. Martin-Hörnchen
miteinander teilen.
Anmeldung: Tel. 41 76 37 03
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie
Waldschule Teufelssee
Müggelheimer Damm 144
12559 Berlin
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Ein Herz für den Nachwuchs
Veranstaltungen in den
Waldschulen
So • 9.11.2014 • 15.30-10 Uhr
Ein messerscharfer Nachmittag
Eltern schnitzen mit ihren Kindern
aus im Wald gesammelten Ästen
einfache Gebrauchs- oder
Spielsachen – ab 7 J.
Anmeldung: Tel. 336 30 55
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie
Waldschule Spandau
Niederneuendorfer Allee 81
13587 Berlin
WALDZEITUNG
Gerhard Witzky mit seinen Azubis des 1.-3. Lehrjahres
unter seinen Fittichen hat, ihre Ausbildung ab. Darauf wird
er sie noch optimal vorbereiten bevor er in den wohlverdienten Ruhestand geht. Die
jungen Leute sprechen ihren erfahrenen Lehrausbilder
kumpelhaft mit „Gerdi“ an
und auch er darf sie beim Vornamen nennen. Um den nötigen Respekt muss er deshalb
nicht fürchten. Doch bis er den
Nachwuchs im Forst ausbilden
durfte, nahm er seinen ganz
persönlichen Werdegang.
Jahren Berufspraxis machte
er 1978 die Ausbildung zum
Waldfacharbeiter. Im September 1981 wurde er für das Revier Eichkamp im Grunewald
zum Haumeister ernannt und
war damit erster Vorarbeiter.
Bald darauf konnte er in Goslar eine Ausbildungseignungsprüfung ablegen. „Dabei habe
ich mich erstmals so richtig
ins Zeug gelegt“, sagt er rückblickend. „Denn das wollte ich
unbedingt schaffen.“ Mit dem
Abschluss war Gerhard Witzky
dann erste Wahl für die Ausbil-
sel. Dann durfte er die praktische Ausbildung des Forstnachwuchses im Revier Eichkamp übernehmen.
Männerdomäne
aufgehoben
Im Aufenthaltsraum der Revierförsterei Eichkamp hat
Gerhard Witzky Fotos aufgehängt. Sie zeigen viele junge Leute, die er in den Jahren
ausgebildet hat. Dabei hat er
nicht selten auch Sozialarbeit geleistet, denn nicht jeder
Lehrling war motiviert genug,
für einen guten Lehrabschluss.
Zuerst lernten ausschließlich
junge Männer den Beruf des
Forstwirtes. Seit 1987 erobern
sich auch Frauen diesen körperlich anspruchsvollen Be-
ruf. „Christine war damals das
erste Mädchen bei mir in der
Ausbildung“, erinnert sich Gerhard Witzky. Seitdem bildet er
in jedem neuen Jahrgang auch
Forstwirtinnen aus. Sie machen die gleichen Arbeiten wie
ihre männlichen Kollegen. Als
dauerhaften Beruf für Frauen, empfiehlt er den Forstwirt
allerdings nicht, als Sprungbrett zum Weiterkommen aber
durchaus. Ein wenig wehmütig
ist der Lehrmeister weil seine
jungen Nachwuchskräfte lange Zeit wenig Perspektive im
Berliner Forst hatten. Die besten von ihnen wurden nach
der Ausbildung höchstens ein
Jahr übernommen. Inzwischen
sind es nun zwar zwei Jahre
geworden. Aber viele von seinen Ehemaligen gehen heute
anderen Berufen nach darunter bei Polizei oder Feuerwehr.
„Eins meiner Mädels ist jetzt
Försterin“, freut sich Gerhard
Witzky. Und er empfiehlt den
Beruf des Forstwirts zunächst
all denen, die Lust und Laune
für eine Arbeit im Wald mitbringen. Er selbst liebt seinen
Job und deshalb gibt er seinem
Forstnachwuchs trotz mancher Schwierigkeiten die eigene Erfahrung mit auf den Weg:
„Ihr könnt in Deutschland alles
werden, ihr müsst nur wollen
und euch voll dafür ins Zeug
legen!“
SEITE 5
BERLINER
WALDZEITUNG 4|2014
KURZ & KNAPP
Pilze kennenlernen ist
Umweltbildung
Pilze wachsen in unserer Region zu jeder Jahreszeit. Wer im
Herbst durch die Berliner und
Brandenburger Wälder streift,
kann bei passender Witterung
auf viele Pilzarten treffen. Sie
wachsen im Wald und auf Wiesen, in Parks und Gärten auf
dem Boden und an Baumstämmen. Nur wenige Pilzberater können eine Vielzahl von
ihnen sicher bestimmen. Einer
davon ist Werner Nauschütz.
Er gab für die Waldzeitung folgendes Interview:
und nicht volle Pilzkörbe. Das
erspart Enttäuschungen und
man kann sich Zeit nehmen,
Pilze im Wald genauer anzuschauen. Gut wäre auch ein
Pilzbuch dabei zu haben, um
die unbekannten Pilze mit ihren Merkmalen genau zu bestimmen.
Korb oder Beutel und Messer
– was sollte der Pilzsammler
dabei haben?
Die Pilze sollten locker liegen
können und nicht gequetscht
Der
Steinpilz
Es repariert sich selbst. Ein
Messer ist höchstens zum Säubern der Pilze vor Ort sinnvoll.
Welche Ratschläge können Sie
den Pilzsammlern mit auf den
Weg geben?
Grundsätzlich drauf achten,
ob Röhren oder Lamellen im
Pilzhut sind oder ob es sich um
Bauchpilze handelt. Wichtig
für die Bestimmung ist, wo sie
gewachsen sind – am Baum,
auf der Wiese oder im Moos
oder unter welchen Bäumen.
Der Birkenpilz ist an Birken zu
finden, der Lärchenröhrling
nahe der Lärchen. Auch Wurzelbereich und Stiel sind wichtig und wie der Pilz bricht, ob
er sich verfärbt oder besondere Gerüche von sich gibt. Der
grüne Knollenblätterpilz riecht
honigartig süßlich, der gelbe
Knollenblätterpilz riecht dagegen nach Kartoffeln. Der eine ist tödlich giftig der andere
sorgt mindestens für Magenverstimmung.
Grafik: G. Lattke
Sind Fraßspuren von Tieren ein
Zeichen für Essbarkeit?
Nein, auf keinen Fall. Tiere haben andere Verdauungssysteme als Menschen. Wichtig ist
es auch, keine Pilze umzustoßen um andere davor zu schützen weil sie giftig sind. Pilze
sind Nahrung für die Wildtiere, haben recycling-Aufgaben
und sind wichtiger Bestandteil
im Naturkreislauf des Waldes.
Wie sind sie zum Pilzberater
geworden?
Vögel fliegen weg. Pilze dagegen bleiben stehen und man
kann sie in Ruhe bestimmen.
Das hat mir gefallen und ich
habe mich seit den 1970er
Jahren intensiv mit Pilzen beschäftigt und mich regelmäßig
weitergebildet. Im Berufsleben
war ich Diplom Lebensmittelchemiker das hatte nichts mit
Pilzen zu tun. Nur die Neugier,
den Dingen auf den Grund zu
gehen, ist dieselbe.
Welche Vorbereitung empfehlen Sie fürs Pilze suchen?
Am besten man nimmt sich
ein schönes Walderlebnis vor
werden. Im Beutel drücken
sie sich sehr zusammen. Am
besten ist ein Korb. Das Messer muss nicht mit zum Pilze sammeln, denn Pilze sollten vorsichtig herausgedreht
und nicht abgeschnitten werden. Nur wenn man ihn vom
Hut bis zum Stiel vollständig
in der Hand hat, kann man
einen Pilz sicher bestimmen.
Zerstört man mit dem Messer
das Wurzelgeflecht der Pilze?
Das quadratmeterweite Wurzelgeflecht der Pilze lebt in Gemeinschaft (Mykorrhiza) mit
den Wurzeln der Bäume. Man
zerstört es nicht beim vorsichtigen Herauslösen des Pilzes.
Wo gibt es häufig Verwechslungen von Pilzen?
Der Steinpilz ist leicht mit
dem Gallenröhrling (auch Bitterling) zu verwechseln. Der
Gallenröhrling hat leicht rosa Röhren. Ist er ganz jung,
sieht er oft genauso aus wie
ein Steinpilz. Die Beschreibungen in den Büchern oder auch
einer App müssen immer am
einzelnen Pilz praktisch überprüft werden. Will man zum
Beispiel den Geschmack eines
Pilzes ergründen, darf man ihn
nur anlecken und dann wieder
ausspucken, auf keinen Fall
rohe Pilzteile runterschlucken.
Denn auch ein bisschen vom
Knollenblätterpilz, Fliegenpilz
oder Pantherpilz ist giftig.
Veranstaltungen
in den Waldschulen
Welche Verwechslungen sind
besonders gefährlich?
Der Grüne Knollenblätterpilz
kann mit Täublingen verwechselt werden und wird auch oft
mit Champignons verwechselt obwohl diese immer etwas dunklere Lamellen haben.
Sie sind leicht rosa und wenn
sie älter werden bräunlich. Der
Champignon hat keine Hauttasche wie der grüne Knollenblätterpilz, der aus einer Knolle mit einer Hauttasche herauskommt. Außerdem gibt es
den Gelben Knollenblätterpilz.
Er ist etwas weniger giftig und
ist an seinem Geruch nach Kartoffeln zu erkennen. Auch den
essbaren Perlpilz und den giftigen Pantherpilz kann man
leicht verwechseln. Den Pantherpilz nennt der Volksmund
auch „Sachsentöter“. Denn im
sächsischen Raum gibt es den
essbaren Perlpilz gar nicht.
Wie kann man sich zum Pilzkenner qualifizieren?
Öfter in den Wald gehen und
sich immer neue Pilzarten erschließen, an Pilzexkursionen
teilnehmen und sich Ausstellungen anschauen. Pilzkenntnisse sind ein Bestandteil der
Umweltbildung und sollten
schon in den Schulen vermittelt werden. Bei den Pilzberatern wird dringend Nachwuchs
gebraucht.
So • 16.11.2014 • 15.30-17 Uhr
Feenzauber am Waldesrand
Lassen Sie sich am Bollerofen und
beim Punsch auf eine märchenhafte
Reise entführen. Wir wandeln auf
den Spuren englischer Märchen und
begegnen Feen und anderen zauberhaften Wesen aus dem englischen
Märchenschatz – ab 5 J.
Erzähler: Andreas Lorenz
Anmeldung: Tel. 336 30 55
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie
Waldachule Spandau
Niederneuendorfer Allee 81
13587 Berlin
So • 16.11.2014 • 10-16 Uhr
Hilfe der Wolf kommt!
Wie sieht er aus? Wo und wie lebt er
denn? Dazu gibt es einen Fachvortrag von Wolfsexperten und viel
Wissenswertes über den populärsten
Beutegreifer Deutschlands.
Anmeldung erforderlich:
Tel. 41763703
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie
Waldschule Teufelssee
Müggelheimer Damm 144
12559 Berlin
Sa • 22.11.2014 • 14-18 Uhr
Durch die ‚Bucher Wildnis’
Lange Zeit lebten die Menschen in
enger Verbindung zum Wald, wussten, sich dort Essen und Trinken zu
beschaffen, sich ein Lager zu bauen
und ein Feuer zu machen. Einen
kleinen Teil dieses Wissens wollen
wir lebendig machen und mit euch
ausprobieren – ab 8 J.
Anmeldung: Tel. 94 11 47 33
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie
Waldschule Bucher Forst
Wiltbergstraße 55
13125 Berlin
Pilzberatungen
12./19./26.10. und 2.11. 10-16 Uhr
im Lehrkabinett Teufelssee mit
Werner Nauschütz
Müggelheimer Damm 144, 12559 Berlin
Bis 7.11. Mo 13.30-16.30 Uhr, Fr 15.30-17.30 Uhr
(außer 3./31.10.), ab 10.11. Mo 14.30-16.30 Uhr
Botanisches Museum
Königin-Luise-Straße 6-8, 14195 Berlin
5.10.2014 11-17 Uhr
beim Erntefest
im Naturparkzentrum Barnim Panorama Wandliz
Breitscheidstraße 8-9, 16348 Wandlitz
www.barnim-panorama.de
18.10. 2014 16-18 Uhr
Naturschutzstation Malchow/Außenstelle Schleipfuhl
Hermsdorfer Str. 11A, 12627 Berlin, Tel. 9 98 91 84/85
4|2014 BERLINER
KURZ & KNAPP
WALDZEITUNG
SEITE 6
Jagd im Berliner Forst –
wie ist sie geregelt?
Spätestens wenn Wildschweine ihr Unwesen in Vorgärten
oder auf Stadtplätzen treiben,
erhebt sich oft die Frage: Werden denn Wildtiere bei uns gar
nicht gejagt? Dürfen Jäger in
Berlin Tiere erlegen? Wie ist
das eigentlich mit dem Jagdwesen im städtischen Waldgebiet?
Wildtiere gehören zu unserer
natürlichen Umwelt. In Berlin
ist es erlaubt zu festgelegten
Jagdzeiten einzelne Tierarten zu jagen. Die Regeln dazu unterliegen dem Jagdrecht
und treffen vor allem auf solche Tiere zu, denen natürliche
Feinde fehlen. Als Jagd wird das
rechtmäßige Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen und Fangen
von Wildtieren bezeichnet. Da-
die Anzahl der Tiere in den
Wäldern muss auf ein verträgliches Maß begrenzt werden.
schaften. Sie müssen mindestens eine Grundfläche von 150
Hektar haben.
Welches Wild wird in
Berlin gejagt?
In welchen Gebieten
darf nicht gejagt
werden?
Zahlreiche Wildtiere, die dem
Jagdrecht unterliegen, sind
auch in Berlin heimisch. Am
häufigsten kommen Wildschweine (Schwarzwild), Rehwild, Damwild, Wildkaninchen,
Waschbären und Füchse vor.
Sie dürfen zu bestimmten Zeiten im Jahr gejagt werden.
Wer ist zur Jagd
berechtigt und wo ist
sie erlaubt?
Das Jagdrecht hat immer der
Eigentümer des Grund und
Auf Grundflächen, die zu keinem Jagdbezirk gehören und
in sogenannten „befriedeten
Gebieten“ wie Straßen, Wohnsiedlungen,
Grünanlagen,
Friedhöfen, Gewerbegebiete
oder Gärten ist die Jagdausübung verboten. Auf Antrag
eines
Grundstückseigentümers können die Berliner Forsten allerdings eine beschränkte Jagdausübung zum Beispiel
für Wildschweine genehmigen,
die auf einen engen Zeitraum
begrenzt ist. Das gilt aber nur,
Kontakte zum Thema Jagd
in Berlins Wäldern
Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt
Abteilung I
Am Köllnischen Park 3
10179 Berlin-Mitte
Tel. 030 9025-0
Sabine Kopetzki
sabine.kopetzki@senstadtum.
berlin.de
Tel. 9025-1341
Forstbehörde
Berliner Forsten
Referat B
Dahlwitzer Landstraße 4
12587 Berlin
Tel. 641937-30
berliner_forsten@senstadtum.
berlin.de
Jagdverband
Landesjagdverband Berlin e.V.
Sundgauer Straße 41
14169 Berlin
Tel. 8116565
www.ljv-berlin.de
Wer darf die Jagd
ausüben?
Voraussetzung dafür ist nach
dem Bundesjagdgesetz ein
Jagdschein. Er wird erst nach
einer erfolgreichen Ausbildung
und der theoretischen und
praktischen Jagdprüfung erteilt. Bei den Förstern gehört
der Jagdschein zur beruflichen
Ausbildung.
Ist die Jagd im Berliner
Wald eine Gefahr für
Waldbesucher?
In der Regel werden Waldbesucher auf eine Jagd in einem
Gebiet hingewiesen. Gesperrt
werden Wälder deshalb nicht.
Jeder Jäger ist verpflichtet, die
Jagd ohne Gefahr für Leib und
Leben der Menschen auszuüben.
Was sollte man zum
Füttern von Wildtieren
wissen?
Fotos: Berliner Forsten
Waffen- und Jagdschein­
angelegenheiten
Der Polizeipräsident in Berlin
LKA 553
Platz der Luftbrücke 6
12101 Berlin
Tel. 4664-0
www.berlin.de/polizei/service/
waffen.html
jagdgesetz und dem Landesjagdgesetz Berlin verankert
sind. Außerdem müssen die
Grundsätze deutscher Weidgerechtigkeit beachtet werden.
Das heißt Jäger und auch Angler müssen verbindliche Normen beachten. Dazu gehören
Hege von Wildbeständen und
Verzicht auf grausame Jagdmethoden im Sinne des Tierschutzes. In Deutschland gilt
zum Beispiel ein Schrotschuss
auf Rehe, anders als in der
Schweiz oder in Schweden,
nicht mehr als waidgerecht.
Das Füttern von Wildtieren ist
untersagt. Lediglich in Notzeiten kann die Jagdbehörde Fütterungen genehmigen.
zu gehört auch die Hege. Das
sind Maßnahmen, die zur besseren Ernährung der Tiere beitragen, ihnen Ruhebereiche zu
verschaffen und sie vor Krankheiten und Seuchen schützen.
Zur Hege gehört letztlich auch
der Abschuss von Wild in einem angemessenen Verhältnis
zum Wildbestand. Wer berechtigt ist die Jagd auszuüben, hat
auch die Pflicht zu jagen. Denn
Bodens. Aber es darf nur in
Jagdbezirken ausgeübt werden. Dabei muss es sich um
zusammenhängende Wald-,
Feld- oder Wasserflächen mit
bestimmten Mindestgrößen
handeln. Man unterscheidet Eigenjagdbezirke mit einer Grundfläche von mindestens 75 Hektar, sowie gemeinschaftliche Jagdbezirke von
Jagd- oder Anliegergenossen-
wenn das Jagen dabei gefahrlos möglich ist. Sobald aber
von Wildtieren im Stadtgebiet
eine akute Gefahr ausgeht, ist
die Polizei zuständig.
Wie ist das Jagdrecht
geregelt?
Die Ausübung der Jagd unterliegt strengen gesetzlichen
Regelungen, die im Bundes-
Wo kann Wild in Berlin
beobachtet werden?
Schwarz-, Reh-, Dam-, Rotund Muffelwild können in einigen Wildgehegen in ihrer natürlichen Umwelt beobachtet
werden. Man findet sie zum
Beispiel im Tegeler und im
Spandauer Forst, im Volkspark
Rehberge oder in der Jungfernheide.
SEITE 7
BERLINER
WALDZEITUNG 4|2014
KURZ & KNAPP
Die Frau
am Berliner
Wildtiertelefon
Text: Doris Müller
Der Fuchs als Begleiter
An manchen Tagen steht das
Berliner Wildtiertelefon kaum
ein paar Minuten still. Eine Frau aus Brosigwalde will
wissen, ob ihr der Fuchs, der
sie beim Gassi-gehen mit ih-
Foto: NABU
wo der ins Dach kommt und
bringen sie die Einstiegsstelle in Ordnung. Ein Marder ist
von der Natur dafür gemacht,
in schmale Spalten zu kommen.“ Diesem Anrufer wird
klar, dass es schwierig ist dem
Marder beizukommen und
er dabei selbst gefordert ist.
Hier könnte ein Dachdecker
ausgerottet werden. Stadtfüchse halten so gut wie keine Fluchtdistanz mehr. Sie suchen die Nähe des Menschen
um Futter zu bekommen. „Wir
hatten schon Fälle, wo Füchse
am Brötchenbeutel von Passanten zerrten und nicht mehr
los ließen“, erinnert sich Katrin
Koch. Ruhig erklärt sie der Anruferin, dass weibliche Füchse,
die Fähren im Herbst oft ziemlich abgemagert sind, weil sie
ihre Jungen großgezogen haben. Aber an die Menschen
sind sie bestens angepasst, fallen ihn aber keineswegs an. Bei
besonderer Dreistigkeit kann
man einen Fuchs mit Stock
oder Rute vertreiben oder vorsichtig etwas werfen, dann ergreifen sie meist die Flucht. Die
Anruferin ist nun beruhigt und
will „ihrem“ Fuchs nun sogar
einen Namen verpassen.
Ein Marder
im Garagendach
Ein Mann aus Weißensee hat
Probleme mit einen Marder im
Garagendach und fragt, was er
nun tun könnte. Einfache Antworten gibt es oft nicht von
Katrin Koch. Hier rät sie dem
Anrufer: „Gucken Sie genau,
Foto: Ilona Laufersweiler – pixelio
Katrin Koch (Foto oben) unterstützt auch selbst tatkräftig
die Versorgung verletzter Vögel in der Wildvogelstation in
Berlin-Marzahn. Dort ist seit
April 2014 auch der Standort
des Berliner Wildtiertelefons,
das zuvor von den Berliner
Forsten betreut wurde. Nun
gibt Frau Koch an jedem Werktag von 9 bis 17 Uhr sehr engagiert Auskunft zu den Fragen rund um Wildtiere, denn
durch ihre bisherige Arbeit in
der Geschäftsstelle des NABU
Berlin erwarb sie sich biologisches Grundverständnis, viel
Erfahrungen und Einfühlungsvermögen für die Wildtierberatung am Telefon. Sie berät
die Leute freundlich aber bestimmt und erntet in den meisten Fällen ein Dankeschön für
ihre Auskunft. Eine Mappe mit
Anschriften und Telefonnummer hilft ihr, den Anrufern
passende Kontaktpartner für
ihr Problem zu vermitteln.
rem Hund verfolgt, gefährlich werden kann. Katrin Koch
erklärt geduldig, dass sie es
hier mit einem typischen Verhalten von Stadtfüchse zu tun
hat: „Der Fuchs möchte nichts
vom Hund, sondern erbettelt
gern Nahrung von Menschen
und wird dabei auch manchmal ziemlich dreist.“ Vor Tollwut muss man allerdings keine Angst haben. Die konnte
bei Füchsen mit Impfködern
Fr • 5.12.2014 • 17 Uhr
Nachtwanderung mit dem
Nikolaus im Grunewald
Info/Anmeldung: Tel. 81 33 442
Berliner Waldmuseum
mit Waldschule
der Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald
Königsweg 04/Jagen 57
14193 Berlin, Grunewald
Foto: Werner Linemann, NABU-Berlin
Der Marder im Dach oder der
Fuchs als anhänglicher Begleiter beim Gassi-gehen mit
dem Hund. Wildschweine, die
den Garten umpflügen, Igel
die ihren Winterschlaf halten
wollen oder Wildkaninchen in
der Wohnanlage. Probleme
mit Wildtieren stellen sich in
Berlin jeden Tag. Wer sie hat,
bekommt bei Katrin Koch am
Wildtiertelefon Rat und Hilfe.
Seit 1992 engagiert sich die
gelernte Landwirtin und engagierte Naturschützerin beim
Naturschutzbund (NABU) Berlin für den artgerechten Umgang mit Wildtieren in unserer Region und wirbt dabei
um Verständnis für die Tiere,
denn auch sie sind Teil unserer natürlichen Umwelt und
brauchen vor allem unseren
Schutz.
Veranstaltungen
in den Waldschulen
oder Bauhandwerker helfen.
Doch zuvor muss der Betroffene schauen, wann der Marder „ausgeht“ und darf ihn auf
keinen Fall bei lebendigem Leibe einsperren. „Für solche Fälle gibt es keine leichten Lösungen. Ich hoffe dass ihnen eine
gelingt“, sagt Katrin Koch ihrem Gesprächspartner einfühlsam und zieht für ihn auch in
Erwägung, sich mit dem Marder im Garagendach zu arrangieren. Außerhalb von Jagdflächen im „befriedeten“ Stadtgebiet ist die Jagd gesetzlich
verboten. Nur in äußersten
Gefahrensituationen oder zur
Bekämpfung von Tierseuchen,
können die Berliner Forsten
dem Grundstückseigentümer
einen geschulten Stadtjäger
schicken. Für die Sicherung
von Grundstück oder Gebäude
ist dann jeweils ihr Eigentümer
zuständig.
Wildschweine vor der
Haustür
Fragen zu Wildschweinen in
Wohngebieten der Berliner Außenbezirke bekommt Katrin
Koch am Wildtiertelefon besonders häufig. Hier kann sie
nur raten: „Gehen Sie den Tieren aus dem Weg.“ Die Schweine finden in Berlin günstige
Lebensbedingungen, gewöhnen sich an Autoverkehr, Menschen und Hunde und haben
keine Fluchtdistanz mehr. Das
ist beim NABU und den Forsten
bekannt. Doch es gibt keine
wirkliche Lösung für das Problem.
Für Grünanlagen und Gärten empfiehlt sich ein wildschweinsicherer Zaun. Der
muss etwa einen halben Meter in den Boden eingelassen
werden und dort nach außen
gebogen sein. Dann haben die
Schweine beim Wühlen keine
Chance.
Katrin Koch versteht die Unsicherheit bei den Anwohnern,
wenn Wildtiere zu unerwünschten
Mitbewohnern
werden, sagt aber nachdenklich: „Ich bin manchmal erschrocken, wie aggressiv Anrufer fordern, die Tiere zu verjagen oder umzubringen. Das
Wissen über sie ist die einzige
menschenwürdige Grundlage
für ein verträgliches Nebenein­
ander.“
Zentrales Berliner Wild­
tier­telefon: 54 71 28 91
Mo-Do 9-17/Fr 9-15 Uhr
In dringenden Notfällen
auch Bürgertelefon der
Polizei: 46 64 46 64
So • 7.12.2014 • 16.30-18.30 Uhr
Bunte Lichter im Wichtelwald
Wir wollen eine Abendwanderung
um den Teufelssee machen, bei der
uns geheimnisvolle Lichter den Weg
weisen werden.
Anmeldung: Tel. 41 76 37 03
Kosten: 2,50 € Kind, 5 € Erw.
10 € Familie
Waldschule Teufelssee
Müggelheimer Damm 144
12559 Berlin
So • 7.12.2014 • 13-16 Uhr
WaldMuseumsAdvent
Waldwerkstatt mit dem Nikolaus
und dem Waldmuseums Kater Susi
Info/Anmeldung: Tel. 81 33 442
Berliner Waldmuseum
mit Waldschule
der Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald
Königsweg 04/Jagen 57
14193 Berlin, Grunewald
So • 14.12.2014 • 14-17 Uhr
3. Advent im Plänterwald
Kleine Geschenke und Weihnachtsschmuck basteln, dazu gibt’s
weihnachtliches Gebäck und
warme Getränke.
Anmeldung: Tel. 53 00 09 70
Kosten: Eintritt frei
Materialkosten für Bastelarbeiten
Waldschule Plänterwald
Dammweg 1 b, 12437 Berlin
4|2014 BERLINER
KURZ & KNAPP
Texte und Fotos: D. Müller
Brunnenstraße 26a
16225 Eberswalde
Tel. 03334/38 23 55
Leiter: Jens Lemme
jens.lemme-at-eiche-brbg.de
www.eiche-brbg.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-16 Uhr
und nach Vereinbarung, Haus- und
Ausstellungsführungen nach
Anmeldung
In Eberswalde unweit des grünen Campus der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung liegt etwas versteckt neben dem „Wald-Solar-Heim“
ein ganz besonderes Haus. Es
ist der Form eines geöffneten
Kiefernzapfens nachempfunden. Dieses mit EU-Mitteln finanzierte „Zentrum für erneuerbare Energien“ wurde als
deutsch-polnisches Gemeinschaftsprojekt nach modernsten ästhetischen und energetischen Ansprüchen gestaltet.
Es steht seit 2013 allen interessierten Besuchern offen und
wir bei laufendem Betrieb weiter vervollkommnet.
Dieses Haus zu erkunden ist
äußerst spannend, denn es
birgt modernste Technologien
zum Heizen und Kühlen, zum
automatischen
nächtlichen
Belüften an heißen Sommertagen oder zur optimalen Nutzung des Tageslichts. In der
Jahresbilanz kann das Gebäu-
Lothar Krüger vom Verein E.I.C.E. e.V.
4. WaldWeihnacht mit der
Stiftung WaldWelten
Umrahmt von stattlichen Bäumen,
in heimeliger Atmosphäre bei
Feuerschein werden Sie von Waldgeistern durch ein weihnachtliches
Programm geführt.
13./14.12.2014 14-19 Uhr
Forstbotanischer Garten
Am Zainhammer 5
16225 Eberswalde
Infos ab Ende Oktober:
www.waldwelten.de/
veranstaltungen
Tel. 03334/657299
SEITE 8
Ein „Kiefernzapfenhaus“
weist in die Zukunft
Zentrum für
erneuerbare Energien
„Herrmann Scheer“ –
E.I.C.H.E. e.V.
Projekt/Eberswalde
Forstbotanischen Garten
Eberswalde
WALDZEITUNG
de so viel Energie erzeugen,
wie es selbst verbraucht.
Der Chef des Hauses, Ingenieur
und Energieberater Jens Lemme, führt seit der Eröffnung
im Jahr 2013 interessierte Besuchergruppen durch das Gebäude, um zu zeigen, was mit
neusten Technologien heute
schon alles möglich ist. Hier
bekommen Eigenheimbesitzer
Rat und Hilfe für Bau- und Sa-
handener Technologien viel
zu schleppend voran geht.
Das „Zentrum für erneuerbare Energien“ bietet Unternehmen und Einrichtungen Wissenschaftlern und Forschern
viel Raum für Ausstellungen,
Messen, Präsentationen und
Fachveranstaltungen zu allen
Themen um die Energien der
Zukunft. Für Gruppen gibt es
auch Wochenendführungen.
nierung, Handwerker können
des Know-how des „Zentrums
für erneuerbare Energien“ für
ihren Kundenservice nutzen
und Kommunen werden zum
Energiesparen angeregt zum
Beispiel bei der Straßenbeleuchtung.
Bei der Besichtigen des innovativen Hauses wird auch
deutlich, dass eine umfassende Nutzung der erneuerbaren Energien zum Wohle von
Mensch und Natur trotz vor-
Interaktive Ausstellung
„Sonnenzeit“
Seit seiner Eröffnung wird
im „Zentrum für erneuerbare Energien“ eine interaktive
Ausstellung gezeigt. Sie trägt
den Titel „Sonnenzeit“ und ist
auch im Herbst und Winter einen Ausflug nach Eberswalde wert, denn eine spannende
„Waldwanderung“ konfrontiert Jung und Alt mit den Energiequellen der Zukunft. Hier
wird auf unterhaltsame Art
Wissen vermittelt und Nachdenken ausgelöst. Die Namen
der Ausstellungsmodule stehen in direktem Bezug zum
Wald: Im Wunderwald plaudert
ein Kühlschrank über Stromverbrauch und ein historischer
Fernseher erklärt wie die Photosynthese funktioniert. Auf
einer „Lichtung“ wird eine
Fahrradtour simuliert. Dabei
leuchten Glühwürmchen im
Takt der Pedale. Im Blätterdom sind die Besucher in ein
mechanisches Figurentheater
eingeladen. Ein junger Held
sucht im Weltall nicht nur nach
seiner Prinzessin, sondern vor
allem nach neuen Energien.
Mit Action und Augenzwinkern
ist das vor allem ein Spaß für
die Kinder.
Im Blockhaus findet sich eine
Tüftelwerkstatt für erneuerbare-Energien. Hier erschließt
man sich, wo Windenergie am
besten zu „ernten“ ist, wie eine Pumpe Wärme und Kälte
trennt, wie Solaranlagen optimal ausgerichtet werden oder
was eigentlich Biomasse ist.
So gibt die Ausstellung „Sonnenzeit“ spannende Anregungen, sich mit den Energiequellen der Zukunft zu beschäftigen. Schließlich hätte die heiße
Sonne das Zeug dazu, für alle
Erdenbewohner die nötige
Energie zu liefern.
Ausflug in den Forstbotanischen Garten Eberswalde
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es an der Berliner
Humboldt Universität auch eine forstliche Ausbildung. Doch
für mehr Praxisnähe in waldreicher Umgebung, zogen die
Forstwissenschaftler
nach
Ebers­
walde. Dort gründete
Frie­drich Wilhelm Leopold Pfeil
1830 einen Forstbotanischen
Garten. Zu Anschauungs- und
Versuchszwecken wurde eine
Vielfalt von Gehölzarten gepflanzt. Das acht Hektar große
Areal mit einem sehenswerten
Solitär-Arboretum liegt heute an der Straße nach Zainhammer und ist in Lehre und
Forschung der Hochschule
für Nachhaltige Entwicklung
Eberswalde eingebunden und
täglich kostenfrei bis zum Einbruch der Dunkelheit zugänglich. Heimische und exotische
Bäume und Pflanzen des Waldes auf dem Areal lassen erahnen, welche forstbotanische Vielfalt unserer Erde zu
bieten hat und sind ein lohnendes Ausflugsziel.
Forstbotanischer Garten
Eberswalde
Am Zainhammer 5
16225 Eberswalde
Tel. 03334/65562
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Seele and Geist
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