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07/15 Unkrautbekämpfung in Zuckerrüben

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∙∙∙ kompetent beraten – eigene Feldversuche - Grundlage unserer Empfehlungen ∙∙∙
Pflanzenbau Aktuell Nr. 7/2015
Herbizideinsatz in Zuckerrüben
Nach dem milden Winter konnten auch in diesem Jahr die Zuckerrüben sehr zeitig gedrillt werden, sodass jetzt die Unkrautkontrolle
ansteht. Der Termin der ersten Herbizidmaßnahme (1. NAK) erfolgt unabhängig vom Entwicklungsstadium der Rübe, sondern
richtet sich nach dem Auflaufen des Unkrautes.
Zeitlicher Rahmen für die NAK – Anwendungen in Zuckerrüben
 1. NAK: Nach der Rübensaat zum Auflaufen (Keimblatt) der Unkräuter
 2. NAK: 5 - 8 Tage nach der 1. NAK - Spritzung
 3. NAK: 8 - 14 Tage nach der 2. NAK - Spritzung
Je nach Wetterlage und Unkrautvorkommen auf dem jeweiligen Schlag sollten die Aufwandmengen und Mischungen
dementsprechend angepasst werden. Bei Trockenheit und bei Mulchsaat sollte daher der Anteil blattaktiver Mischungspartner
erhöht werden, bei ausreichender Bodenfeuchte ist der Anteil bodenwirksamer Herbizide zu erhöhen. Um eine
Spätverunkrautung zu vermeiden sollte über die gesamte Spritzfolge mind. 2800 g/ha Metamitron zur Bodenversiegelung
ausgebracht werden. Für die Bodenherbizide sind die maximalen Mengen pro Saison zu beachten:
Goltix Titan und Metafol SC 6,0 l/ha, Rebell Ultra 2,5 l/ha, Stemat 2,0 l/ha.
Bei sehr trockener Witterung und größeren Unkräutern kann die Aggressivität (geringere Kulturverträglichkeit) der Maßnahme
zusätzlich durch eine Anwendung in den frühen Morgen- oder Abendstunden erhöht werden (keine Behandlung bei über 25°C).
Bedingungen
Standardverunkrautung:
Melde, Vogelmiere,
geringes
Aufkommen von
Windenknöterich,
Kamille und
Klettenlabkraut
1. NAK
2. NAK
3. NAK
(l/ha)
(l/ha)
(l/ha)
Goltix Titan
+ Betasana Trio SC
+ Hasten
Goltix Titan
+ Betanal MaxxPro
2,0
+ 1,8
+ 0,5
2,0
+ 1,5
2,0
+ 1,8
+ 0,5
2,0
+ 1,5
2,0
+ 1,8
+ 0,5
2,0
+1,5
Goltix Titan
+ Belvedere Extra
+ Spectrum
+ Rebell Ultra1)
Metafol SC
+ Betasana Trio SC
+ Hasten
2,0
+ 1,25
–
–
1,5
+ 2,0
+ 0,5
2,0
+ 1,25
+ 0,3
+ 0,3
1,5
+ 2,5
+ 0,5
2,0
+1,25
+0,45
+0,45
1,5
+ 2,5
+ 0,5
30 g/ha
30 g/ha
+ 0,3 l/ha
30 g/ha
oder 0,6 l/ha
30 g/ha
30 g/ha
+ 0,3 l/ha
30 g/ha
oder 0,6 l/ha
0,3 l/ha
+ 0,8 l/ha
30 g/ha
30 g/ha
oder 0,3 l/ha
0,3 l/ha
+ 0,8 l/ha
25-30 g/ha
oder 0,6 l/ha
0,3 l/ha
+ 0,8 l/ha
30 g/ha
30 g/ha
oder 0,3 l/ha
0,45 l/ha (ab BBCH 14)
Herbizidvarianten
Bekämpfung von Problemunkräutern – Zusatz zur Standard Herbizidvariante
+ Ausfallraps
+ Bingelkraut
+ Hundspetersilie
+ Klettenlabkraut
+ Amarant
+ Hirse
+ große Kamille
Debut
Debut
Stemat
Debut**
oder Vivendi 100**
Spectrum*
+ Rebell Ultra1)
Debut
Debut**
oder Spectrum*
Spectrum*
+ Rebell Ultra1)
Debut**
oder Vivendi 100**
-
-
1) Neue Anwendungsbestimmungen für den Wirkstoff Chloridazon beachten: NG301, NG415
* Bodenwirkung – nicht in Kombination mit Debut/Lontrel
** aufgelaufene Unkräuter
Copyright © Beiselen GmbH . Alle Rechte vorbehalten . Keine Weitergabe an Dritte!
Alle Angaben wurden nach bestem Wissen erstellt. Die Umsetzung erfolgt auf eigenes Risiko
+ 1,25
25-30 g/ha
oder 0,6 l/ha
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Durch Additive wird gerade unter trockenen Bedingungen die Blattaktivität erhöht und die Wirkung abgesichert. Direkt nach
Niederschlägen (geringe Wachsschicht), bei geschwächten Rüben sowie bei Nachtfrostgefahr sollte (ausgenommen der FHS zum
Debuteinsatz) aus Verträglichkeitsgründen auf Additive verzichtet werden. Es ist zu beachten, dass die Zulassung von Oleo FC (1,0 l/ha)
ausgelaufen ist und daher Hasten (0,5 l/ha) eingesetzt werden sollte.
Distelbekämpfung
Disteln werden vor der Blütenknospenbildung mit Vivendi 100 (1,2 l/ha) oder Lontrel 720 SG (0,167 kg/ha) bei einer Wuchshöhe von ca.
15 - 20 cm gut erfasst. Je wüchsiger das Wetter zum Zeitpunkt der Behandlung ist, umso sicherer wird die Wirkung. Bei sehr niedriger
Luftfeuchte hat sich eine Mischung aus Lontrel 720 SG oder Vivendi 100 + Hasten (0,5 l/ha) als praktikabel erwiesen. Bei starkem
Distelbesatz besteht die Möglichkeit einer Splittingspritzung von 2mal 0,084 kg/ha Lontrel 720 SG oder 0,6 l/ha Vivendi 100 (plus
0,5 l/ha Hasten) bei einer Wuchshöhe von 10 cm.
Gräserbekämpfung
Graminizid
max. zugel.
Aufwand. in
l/ha
zugel.
Aufwandm.
geg. Quecke
in l/ha
Ackerfuchsschwanz
Windhalm
Trespe
Rispengras
(Jähr. Rispe)
Ausfallgetreide
Flughafer (Arten)
Hirse (Arten)
Weidelgras
(Arten)
Quecke**
Der Erfolg einer Gräserbehandlung wird durch den richtigen Termin (3-Blattstadium der Gräser) maßgeblich beeinflusst. Die Gräsermittel
wie Gallant Super, Agil S oder Focus Aktiv sind in ihrer Wirkung auf alle gängigen Ungräser weitgehend vergleichbar, wenn die Gräser
im 2-3 Blattstadium behandelt werden. Steht Ausfallgetreide im Vordergrund bietet sich eine Behandlung mit Agil-S oder Fusilade
Max an. Soll zusätzlich Rispengras oder Quecke bekämpft werden, sollte Galant Super zum Einsatz kommen. Tritt FOP-Resistenter
Ackerfuchsschwanz auf, so ist die beste Wirkung mit Select 240 EC + Para Sommer oder Focus Aktiv zu erzielen. In der
Vergangenheit hat sich eine Solodurchfahrt als die sicherste Lösung (Vermeidung von unbefriedigenden Wirkungsgraden) erwiesen. Eine
Mischung mit Debut oder Hasten (Ausflockung!) sollte vermieden werden.
Agil-S
1,0
n.z.


()
n.z.




-

()
-
()




(Focus Ultra + Dash)
2,50
+ 2,50 FHS
n.z.

Auch bei
FOPResistenz
Fusilade Max
1,0
2,0


()
-



()
()
Gallant Super
0,5
1,0


()




()

1,0
+ 2,0 FHS

Auch bei
FOPResistenz



()




Focus Aktiv
Select 240 EC
+ Para Sommer
1,0
+ 2,0 FHS
Spurennährstoffe
Bormangel im Rübenanbau äußert sich im Absterben des Vegetationskegels, der sogenannten Herz- und Trockenfäule. Gefährdet sind sowohl
Böden mit niedrigen aber auch hohen pH-Werten. Sobald ausreichende Blattmasse vorhanden ist (ab 6-Blattstadium), sollten
2,0 l/ha BeiselenTOP Bor 150 + 5 kg/ha Epso Microtop eingesetzt werden!
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