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- Hamburger Abendblatt

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18. APRIL 2015
NR. 119
DIE WOCHE
WANDSBEK
Die kostenlose Zeitung zum Wochenende
Bilder-Auktion:
5800 Euro
für Sasel-Haus
Wandsbek: Flüchtlingshilfe
ein Bürokratiemonster?
:: Das Künstlerleben
kann sehr hart sein. Am Ende
der Auktion im Sasel-Haus hatte Auktionator Rüdiger Warnke
nur eines der zehn Bilder von
Kriemhild Flake, 79, verkauft.
Von Otto Quirin, 88, dagegen,
dem zweiten Maler, der seine
Bilder dem Sasel-Haus gestiftet
hatte, waren alle zwölf weggegangen. Flake und Quirin hatten oft hier ausgestellt und wollen, dass das Haus sein hohes
Niveau bei den Kammerkonzerten halten kann. 5830 Euro für
den Konzertflügel kamen zusammen. Die Saseler haben gut
20.000 Euro dafür gespendet,
36.000 Euro kostet er. (axö)
Warum der Bezirk eine Stiftung mit der Verteilung von Hilfsgeldern beauftragt
SASEL
Feuerwehrleute
im Wittmoor
verletzt
:: Ein Brand
im Naturschutzgebiet Wittmoor
hat zu einem Großeinsatz der
Feuerwehr geführt. In dem Naturschutzgebiet zwischen Norderstedt und Duvenstedt hatte
sich nach Angaben des Einsatzleiters ein rund acht bis zehn
Hektar großer Flächenbrand
entwickelt. Bei den Löscharbeiten seien fünf Feuerwehrleute
verletzt worden. Vier von ihnen
hätten leichte Verbrennungen
erlitten und Rauchgase eingeatmet. Sie wurden in Krankenhäusern behandelt. An dem Einsatz waren 125 Einsatzkräfte
aus Hamburg und Norderstedt
beteiligt. (dpa)
DUVENSTEDT
WANDSBEK
Das soziale Kaufhaus
mit Herz
:: Ein Bett gibt es ab 20 Euro,
einen Esstisch aus Holz mit
sechs Stühlen für 60 Euro. In
der Möbelkiste Wandsbek finden Kunden mit schmalem
Geldbeutel günstige Einrichtungsgegenstände. Sie stammen
als Spenden aus Privathaushalten oder aus den Beständen
eines Möbelhauses. >> >> Seite 3
AXEL RITSCHER
:: Wer braucht
20.000 Euro, um 51.000 Euro zu
verteilen? Der Bezirk Wandsbek, antwortet die Linksfraktion und hat damit die rot-grüne
Koalition und das Sozialdezernat des Bezirksamtes in die Defensive gedrängt. Die LawaetzStiftung sollte Hilfsgelder für
Flüchtlinge verteilen und dafür
20.000 der 71.400 Euro bekommen, die die Sozialbehörde bewilligt hatte. Ein Bürokratiemonster?
Das Amt sagt nein. Erstens
reiche das Personal im Amt
nicht, um das Geld selbst an
Projekte zu geben, die den
Flüchtlingen in den jetzt 17 Einrichtungen im Bezirk den Start
erleichtern wollen. Es stehe nur
eine Halbtagskraft für die Betreuung und Beratung aller ehrenamtlichen Helfer im Bezirk
zur Verfügung. Es sei also sinnvoll, die Arbeit zu vergeben, zumal das Geld schnell bewilligt
werden solle und nur 2015 zur
Verfügung stehe.
Zweitens könne eine Stiftung wie Lawaetz das Geld im
vereinfachten Verfahren nach
dem Muster eines Verfügungsfonds vergeben, das Amt aber
müsse kraft Gesetz nach dem
viel umständlicheren „Zuwendungsverfahren“
vorgehen.
„Das wollten wir vermeiden“,
sagt Sozialdezernent Eric Laugell. Das geht jetzt nicht mehr.
Die Bezirksversammlung beschloss, den Sozialausschuss
über die Vergabe entscheiden zu
lassen und übernahm damit
eine Forderung der Linksfraktion. Da der Ausschuss formal
WA NDSBEK
NELSON­MANDELA­SCHULE
Erstochen – mitten
im Klassenzimmer
:: Die
Klassenkameraden
mussten die Tat entsetzt mit ansehen: Ein 17 Jahre alter Afghane hat in einem Schulcontainer
der Nelson-Mandela-Stadtteilschule in Wilhelmsburg einen
gleichaltrigen Mitschüler erstochen. Der Messerstecher ließ
sich widerstandslos festnehmen. >> >> Seite 5
GEWINNSPIEL
Erleben Sie die
Schlagerstars live
:: Bühne frei für die beliebtes-
Gemeinsames Kuchenbacken in einer Flüchtlingsunterkunft
zum Amt gehört, ist jetzt das
Vergabeverfahren anzuwenden.
Damit sind Anträge auf bestimmte Haushaltstitel erforderlich, es sind Vergleichsangebote einzuholen und später Verwendungsnachweise mit detaillierten Dokumentationen auch
zur Verhältnismäßigkeit der
Ausgaben vorzulegen. „Das
macht uns langsamer und erhöht den Beratungsbedarf bei
den Antragstellern, die doch
eigentlich nur den Flüchtlingen
helfen wollen“, sagt Laugell. Da-
dpa
gegen würde ein Verfügungsfonds die Gelder über einen zu
bildenden Beirat der Stiftung
auf einfache Anträge hin auszahlen, verbuchen und später
nur prüfen, ob das Geld für den
angegebenen Zweck ausgegeben
wurde. Nach dem rot-grünen
Beschluss bleibt die LawaetzStiftung im Boot. Sie bekommt
ihre 20.000 Euro jetzt aber aus
bezirklichen Sondermitteln, so
dass die vollen 71.400 Euro aus
der Sozialbehörde für Flüchtlinge zur Verfügung stehen.
ten Künstler des deutschen
Schlagers! Andrea Berg, Howard
Carpendale, Vicky Leandros
und viele andere präsentieren
am 31. Mai in der O2 World live
ihre größten Hits. Seien Sie dabei – und gewinnen Sie Eintrittskarten. >> >> Seite 11
SPORTSTADT H A M B U RG
Wenn der HSV
und St. Pauli absteigen
:: Hamburgs Zukunft in der
Provinz? Experten glauben an
gravierende Auswirkungen für
die Hansestadt, sollten der HSV
in die zweite Liga und St. Pauli
in die dritte Klasse absteigen.
Muss Hamburg dann Olympia
abschreiben? >> >> Seite 12
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Mutter misshandelt Kind im Bus – Geldstrafe
Heute für Sie im
Hamburger Abendblatt – DIE WOCHE
Die Prospektbeilagen liegen der Gesamtauflage oder in Teilauflagen bei.
23­Jährige schweigt vor Gericht. Sie muss 630 Euro bezahlen, ihr mitangeklagter Vater 1250 Euro
:: Viel habe sie erleiden müssen in den vergangenen Monaten. Das lässt die
23- Jährige ihren Verteidiger
erklären. Seitdem sie als Rabenmutter gilt, die ihre Tochter bei
einer Busfahrt verprügelt hat,
schlage ihr blanker Hass entgegen. Deshalb sei sie auch
nicht in der Lage, sich zu den
Vorwürfen zu äußern.
Dem Prozess zugrunde liegt
ein brutaler Angriff vom 2. Oktober 2014 auf ein zwei Jahre
und zehn Monate altes MädHARBUR G
Sandy D. verbirgt ihr Gesicht
unter einer Kapuze
dpa
chen – eine Tat, die Hamburg
erschüttert hat. Weil es eine
Mutter war, die ihr Kind verprügelt hatte. Und weil der Großvater die Gewaltorgie geschehen ließ. Angeklagt wegen Körperverletzung ist deshalb nicht
nur die Mutter, sondern auch
ihr Vater Bernd D., 53. Der sagt,
sie seien mit der Linie 130 gefahren. Plötzlich eine Bremsung. Seine Tochter habe das
Kind gerade noch halten können, „und das mag dann ausgesehen haben, als hätte sie die
Kleine in den Sitz geschmissen“, sagt er. „Aber sie hat sie
nicht getreten oder geschlagen.“
Inayat J., 25, saß gegenüber,
als die Frau anfing, das Mädchen zu malträtieren. Niemand
habe eingegriffen. Auch sie
nicht. Damit die Mutter identifiziert werden könne, habe sie
ein Handy-Foto gemacht.
Die Richterin verurteilt
Sandy D., die von Hartz IV lebt,
zu einer Geldstrafe von
630 Euro, ihr Vater muss
1250 Euro zahlen. (dah)
Die Pflegeagentur
DIE WOCHE
SEITE 2
Nachrichten aus der Nachbarschaft
WA LTE RS H O F
Schwarzes Kokain
Großeinsatz
:: In der Nacht zu Montag ist
erneut ein Streit unter Flüchtlingen in der Zentralen Erstaufnahme (ZEA) am Schwarzenberg in Harburg eskaliert. Ein
Großaufgebot der Polizei aus
Hamburg und Niedersachsen
konnte eine Massenschlägerei
unter den Bewohnern verhindern. Nach Polizeiangaben erschien gegen Mitternacht ein
Eritreer mit einer Kopfverletzung im Polizeirevier an der
Lauterbachstraße und erklärte,
er sei von Albanern zusammengeschlagen worden. Daraufhin
eilten 15 Streifenwagen und
mehrere zivile Kräfte aus Hamburg zu der Unterkunft. Auch
Polizisten und ein Hubschrauber aus Niedersachsen waren im
Einsatz. Die Hintergründe des
Streits sind unklar. (ras/crh)
Die neuen Mitglieder des Senats (v. l.): Till Steffen (Die Grünen, Justiz und Gleichstellung), Peter
Tschentscher (SPD, Finanzen), Detlef Scheele (SPD, Arbeit, Soziales, Familie und Integration),
Cornelia Prüfer­Storcks (SPD, Gesundheit und Verbraucherschutz), Frank Horch (parteilos, Wirtschaft,
Verkehr und Innovation), Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), Katharina Fegebank (Die Grünen,
Zweite Bürgermeisterin, Wissenschaft und Forschung sowie in der Justizbehörde für Gleichstellung),
Barbara Kisseler (parteilos, Kultur), Dorothee Stapelfeldt (SPD, Stadtentwicklung und Umwelt für
den Bereich Stadtentwicklung und Wohnen), Ties Rabe (SPD, Schule und Berufsbildung), Michael
Neumann (SPD, Inneres und Sport) und Jens Kerstan (Die Grünen, Stadtentwicklung und Umwelt
für den Bereich Umwelt und Energie)
Christian Charisius / dpa
Hamburger Bürgerschaft: Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch
mit 75 Stimmen als Bürgermeister wieder gewählt
:: Die Bürgerschaft hat am
Mittwoch Olaf Scholz erneut
zum Bürgermeister gewählt.
Der 56 Jahre alte Sozialdemokrat bekam 75 Stimmen, 44 Abgeordnete stimmten gegen ihn.
Es gab eine Enthaltung. Damit
haben drei Abgeordnete aus der
Opposition für Scholz gestimmt. Die neue rot-grüne Koalition verfügt über 72 der 121
Parlamentssitze.
Der neue Senat hat künftig
elf statt zehn Mitglieder. Acht
stellt die SPD, drei stellen die
Grünen. Kurz vor Beginn der
Sitzung hatten SPD und Grüne
den 115-seitigen Koalitionsvertrag unterzeichnet.
Bei der Wahl am 15. Februar
hatte die SPD mit 45,6 Prozent
der Stimmen ihre absolute
Mehrheit verloren. Die Grünen
kamen auf 12,3 Prozent. (HA)
ST. PAU LI
WILHELMSBURG
ST. GEORG
Drogendealer überführt
Messerstecherei
Sonntag Jubiläumsfeier
:: Die Polizei hat einen mutmaßlichen Drogendealer, 24,
festgenommen. Polizisten beobachteten, wie der Mann einem
Kunden, 36, auf der Balduintreppe eine geringe Menge Marihuana verkaufte. (dah)
:: Nach einer Messerstecherei
in Wilhelmsburg sind ein 24
Jahre alter Tatverdächtiger und
ein 39 Jahre alter Mann vorläufig festgenommen worden. Wie
die Polizei mitteilte, habe der
24-Jährige in einem Bus der Linie 13 auf einen 35-Jährigen
eingestochen und diesen schwer
verletzt. Vorausgegangen war
ein Streit zwischen dem 35-Jährigen und einem 39 Jahre alten
Mann. (HA)
:: Die Bahnhofsmission in
Hamburg wird 120 Jahre alt.
Gefeiert wird das Jubiläum
Sonntag, 19. April, um 10 Uhr
mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der Hauptkirche
St. Jacobi. Gegründet wurde die
Bahnhofsmission 1895, um jungen Frauen beizustehen. Auch
heute sieht sich die Bahnhofsmission als Anlaufstelle für
Menschen mit wirtschaftlichen,
sozialen oder psychischen Problemen. Die Predigt am Sonntag
hält Hauptpastorin Pröpstin Astrid Kleist. (dpa)
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E­Mail sandra.clare@abendblatt.de
BA R M B E K­ N O R D
Vier Verletzte
:: Vier Menschen wurden ver-
letzt, weil ein Auto nach einem
Wendemanöver einen Bus gerammt hat. Der Unfall ereignete
sich am Dienstag auf der Fuhlsbüttler Straße. Eine 37 Jahre alte Golf-Fahrerin hatte am Fahrbahnrand gehalten. Als sie wenden wollte, übersah sie offenbar
den Linienbus. Der Busfahrer,
48, zwei Fahrgäste, 34 und 76,
und die Golf-Fahrerin wurden
verletzt. (HA)
LOH B RÜ G G E
Kind missbraucht
:: Nach einem Sexualdelikt an
einer Siebenjährigen in Lohbrügge hat die Polizei einen
51- Jährigen
festgenommen.
Der Mann soll am späten Montagnachmittag ein Mädchen auf
einem Spielplatz am Billewanderweg in Höhe Habermannstraße zu sexuellen Handlungen
gezwungen haben. (cia)
:: Gerettet wird ja viel und oft.
Oder zumindest der Versuch
unternommen. Auch diese
Zeitung beteiligt sich bisweilen
daran. Die Objekte der Fürsorge
sind dabei zuweilen höchst
unterschiedlich: Das Altonaer
Theater und Linda-Kartoffel
sind dabei. Ebenso das Gängeviertel und der HSV, das ElisaEnsemble und zu guter Letzt
der Genitiv.
Das alles ist unbestritten
sicher sehr viel bedeutender als
der Gegenstand dieses Zwischenrufs. Denn hier und heute
nun soll es lediglich um eine
kleine Ehrenrettung gehen –
und zwar die der vielfach und zu
unrecht in Verruf geratenen
Mehlschwitze.
Seit vielen Jahren schon
verpönt, als plump und zu
schwer gescholten und zum
Synonym der kulinarisch verödeten 50er- Jahre gemacht,
fristet die Mehlschwitze zuweilen ein tristes Außenseiter-Dasein. Ihr geht es etwa so wie
dem Korsett und dem Sockenhalter – man nutzt sie nur im
Verborgenen. Und in der Leserbriefspalte des Hamburger
Abendblattes wurde sie jüngst
sogar unumwunden als
„schrecklich“ bezeichnet.
Nun besteht am Geschmack
von Abendblatt-Lesern grundsätzlich nicht der geringste
Zweifel. Gleichwohl erlaube ich
mir eine Minderheitenmeinung, nein, ein feierliches Bekenntnis zur Mehlschwitze!
Was kann an einer erhitzten und verrührten Mischung
aus Margarine, Mehl und Milch
schließlich auch so schlimm
sein? Das sind doch durch die
Bank gesunde, grundsolide
Zutaten. Mit Senf wird’s zur
Senfsoße, mit Petersilie zur ,
genau: Petersiliensoße und mit
Tomatenmark schmeckt sie
sogar zur Pasta. Lachen Sie
nicht! Ich kenne sogar Italiener,
die das lieben.
Aber vielleicht bin ich ja gar
nicht so allein. Also auf, Ihr
Freunde des Sämigen, Ihr Feinde des Halbgaren, bekennt
Euch, bekennt Euch!
Hamburger Abendblatt – Die Woche
Chefredakteur: Lars Haider
Redaktion: Hans Wacker (V.i.S.d.P),
Katharina Geßler
Layout: Heinz­J. Jacobs
Verlagsgeschäftsführer: Frank Mahlberg
Gesamtleiter Vermarktung: Dirk Seidel
(V.i.S.d.P.)
Nationale Vermarktung: Axel Springer
Media Impact KG
Vertriebsleiter: Benjamin Frank
Logistik + Zustellung: Volkmar Schink
Marketing und Events: Vivian Hecker
Herstellung: Stefan Wiechert
Anzeigen: Preisliste Nr. 3,
gültig ab 1. Januar 2015;
Telefon: 040/35 10 11
E­Mail: anzeigen@abendblatt.de
E­Mail Redaktion: woche@abendblatt.de
Druck: Axel Springer Offsetdruckerei
Ahrensburg GmbH & Co. KG
Verlag: Zeitungsgruppe Hamburg GmbH,
Großer Burstah 18­32, 20445 Hamburg
Auflage: 760.804 Exemplare
IMPRESSUM
HARBURG
Ein Ja zur
Mehlschwitze
EINE GLOSSE VON
S V E N KUM M E R E I N C K E
:: Der Zollfahndung ist ein
Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen. Die
Beamten entdeckten bereits
Anfang März rund 80 Kilogramm schwarzes Kokain im
Verkaufswert von 5,2 Millionen
Euro in Waltershof – vier Hintermänner konnten jetzt in Rumänien gefasst werden. Die
Drogen waren nach Zollangaben in einem mit Möbeln beladenen Container aus Ecuador
versteckt, der über Hamburg
nach Temeswar in Rumänien
gehen sollte. Mit Hilfe eines
Spürhundes und einer Röntgenuntersuchung fanden die Ermittler die „schwarze, harzähnliche Paste“ zum Teil in den
Wänden der Möbel. Bei schwarzem Kokain handelt sich um
herkömmliches Kokain, das mit
Eisenchlorid versetzt wird und
sich schwarz färbt. Unter den
vier festgenommenen Schmugglern sind ein Kolumbianer, ein
Venezolaner, ein Spanier und
ein Rumäne. (crh)
ZWISCHENRUF
Jetzt täglich Hamburger Abendblatt lesen. Tel. 33 39 40 11 oder www.abendblatt.de/abo
Farmsen setzt
Symbol gegen
Fremdenhass
Das soziale Kaufhaus mit Herz
Ministerin Özoguz
besucht die
Erich­Kästner­Schule
Sofas, Tische,
WA NDSBEK ::
Regale und Betten reihen sich in
der Verkaufshalle aneinander.
Alle Stücke sehen aus wie neu,
die Preise sind moderat. Ein
Bett gibt es schon ab 20 Euro,
einen Esstisch aus Holz mit
sechs Stühlen für 60 Euro. In
der Möbelkiste Wandsbek finden Kunden mit schmalem
Geldbeutel günstige Einrichtungsgegenstände. Sie stammen
als Spenden aus Privathaushalten oder aus den Lagerbeständen eines Möbelhauses.
„Wir möchten Menschen
mit geringem Einkommen mit
gut erhaltenen und zeitgemäßen Möbeln versorgen“, sagt
Klaus Reese von der Möbelkiste
Wandsbek. Der Sozialpädagoge
koordiniert das Projekt, das bei
der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe e. V. angesiedelt ist.
Der Verein betreibt Jugendhilfezentren sowie weitere Angebote für Jugendliche und Familien in der Hansestadt. Zudem
CHRISTIAN UNGER
:: Sie haben den
Zaun eingerissen. Und an einer
Stelle ein Tor gebaut. Ein Zaun
ist Abschottung, ein Tor öffnet
sich den Fremden. Der Zaun hat
Metallspitzen, zwei Meter ist er
hoch. Wie eine Mauer. Also,
dachten sich die Schüler der
Erich-Kästner-Schule in Farmsen, dass dieser Zaun weg muss.
Nebenan hat die Stadt Flüchtlinge untergebracht. Und die
Schüler wollten keine Abschottung. Sie bieten Kindern und
Jugendlichen von der anderen
Seite des Zauns jetzt Hilfe bei
Hausaufgaben an, trinken gemeinsam Tee, spielen Fußball.
Viele kommen und gehen durch
das Tor. Es ist ein Symbol gegen
Fremdenhass.
Aydan
Özoguz
(SPD)
streicht mit ihrer Hand über das
helle Holz, das der Tischler zu
einem geschwungenen Torbogen geschnitzt hat. „Richtig
klasse“ findet sie das alles. Die
Aktion mit dem Zaun, die Hilfe
der Schüler, das Holztor. Özoguz ist Bundesbeauftragte für
Migration, Flüchtlinge und Integration. Hoher Besuch, Lehrer machen Fotos fürs Schulalbum, das Fernsehen ist da, die
Schüler stellen auf Tafeln ihre
Projekte vor.
An ihrer Schule hängt jetzt
eine Urkunde, wie in 1600 anderen Schulen Deutschlands auch:
Schule gegen Rassismus. Aydan
Özoguz ist Patin. Sie steht auf
der Seite der Helfer.
Sie sagt aber auch: „Am Ende kann die Diskussion um ein
Flüchtlingsheim nicht von oben
gesteuert werden.“ Nachbarn
müssten selbst streiten. Der
Dialog vor Ort könne ein Klima
ohne
Vorurteile
schaffen:
„Nicht aber so sehr die Rede
einer Politikerin von weit her“,
sagt Aydan Özoguz.
FARMSEN
Staatsministerin für Integration
Aydan Özoguz besucht die
Erich­Kästner­Schule. Sie ist
Patin für die Schüler­Projekte
gegen Rassismus Michael Rauhe
SEITE 3
Die Möbelkiste hilft nicht nur bedürftigen Menschen . Sie ist auch für die Ehrenamtlichen ein Gewinn.
A N N - B R I T T P ET E R S E N
Kein Arbeitstag ist
gleich. Man muss
flexibel und
einfühlsam sein.
Volker Stauder
ist er Träger der Möbelkiste
Neu-Wulmstorf an der Hamburger Stadtgrenze. „Dort
arbeiten Jugendliche innerhalb
eines Projektes, das sie auf das
Berufsleben vorbereitet“, sagt
Reese, der auch dieses Projekt
betreut. 2014 hatte er mit einigen der „Jungs aus Neu-Wulmstorf“ spontan ein Zimmer für
die nach einem Unfall schwerbehinderte Shawny in einer betreuten Wohnung eingerichtet.
Auf der Seite von „Mensch zu
Mensch“
des
Hamburger
Abendblattes hatte er einen Bericht über Shawny gelesen.
Die Möbelkiste Wandsbek
wurde erst im vergangenen Jahr
eröffnet, und hier übernehmen
Ehrenamtliche alle anfallenden
Arbeiten. Inzwischen sind die
herausgeputzte Verkaufshalle
und das angrenzende Lager
viermal die Woche geöffnet. Ob
Familien
oder
Studenten,
Arbeitslose oder Rentner, in der
Möbelkiste sind alle willkommen. „Wer hier einkaufen
möchte, muss einen Nachweis
über geringes Einkommen vorlegen, etwa einen BAföG- oder
Hartz-IV-Bescheid“, sagt Marianne Respondek. Die 72-Jährige
ist von Beginn an als Ehrenamtliche bei der Möbelkiste dabei
und für die Kasse zuständig. Die
Kunden müssen in bar bezahlen. Die Erlöse der Möbelverkäufe fließen in die Miete für
das Gebäude, erklärt die Frau,
die bis zu ihrer Rente als Bürofachangestellte gearbeitet hat.
Erst hier habe sie arme Men-
Arbeiten für die Möbelkiste: die Ehrenamtlichen Margrit Naulin (l.),
Marianne Respondek und Koordinator Klaus Reese Marcelo Hernandez
schen und ihre Geschichten
kennengelernt. Und für sie opfert sie bereitwillig ihre Freizeit.
„Ich bin gerne unter Menschen“, sagt die Witwe, deren
einziger Sohn vor zwei Jahren
plötzlich starb.
Auch Patrik Jatsch setzt
seine Arbeitskraft gerne für soziale Projekte ein. Der 39-Jährige ist einer von bislang zwei
Bundesfreiwilligendienstlern,
den sogenannten Buftis, in der
Möbelkiste. Um im Arbeitsleben wieder Fuß zu fassen, waren
ihm der Umgang mit Menschen
und eine abwechslungsreiche
Aufgabe wichtig. Nun arbeitet
er für ein geringes Taschengeld
für ein Jahr mit. „Hier bin ich
sozusagen Allrounder, ich übernehme mal kleine Reparaturen
oder auch das Abholen und Liefern von Möbeln“, sagt Jatsch.
Gemeinsam mit dem zweiten
Bufti Volker Stauder, 56, ist er
auch für die Tourenplanung zuständig. „Bevor wir Möbel von
privaten Spendern mitnehmen,
schauen wir sie auf mögliche
Schäden an“, erklärt Jatsch.
„Um die Einsätze gut planen zu
können, muss man die Ehrenamtlichen auch dazu ermuntern, ihre An- und Abwesenheitszeiten einzutragen“, sagt
Stauder. Er hat sich für den Einsatz als Bufti entschieden, „weil
ich für die gute Sache arbeiten
wollte“, so Privatier Stauder.
Dem ehemaligen Manager
macht seine Tätigkeit viel Spaß.
„Kein Arbeitstag ist gleich. Man
muss flexibel und einfühlsam
sein, und das gefällt mir an dem
Job“, so Stauder.
Neben den beiden Buftis
sind momentan noch 18 Ehrenamtliche und zwei Praktikanten
in der Möbelkiste tätig. Praktikant Kwadio Anabisa ist einer
der Flüchtlinge, die von Lampedusa nach Hamburg kamen. Der
30-Jährige stammt aus Ghana,
arbeitete aber 15 Jahre als Bauarbeiter in Libyen. „Als dort der
Krieg ausbrach, bin ich in einem
überfüllten Holzboot nach
Lampedusa geflohen“, berichtet
er in einem Mix aus Englisch
und Deutsch. Derzeit lebt er mit
einer Duldung in einer Flüchtlingsunterkunft. Während sein
Asylantrag läuft, möchte er viel
Deutsch lernen. Deswegen freue
er sich über die Mitarbeit in der
Möbelkiste, sagt er. Das Praktikum ist Bestandteil eines Projektes von Verikom, dem Verbund für interkulturelle Kommunikation und Bildung. Der
Verein bietet auch Deutschkurse an, erklärt Klaus Reese. Demnächst solle noch ein zweiter
Flüchtling als Praktikant in der
Möbelkiste beginnen. Auch für
Freiwillige unter 25 Jahren
steht die Möbelkiste noch offen.
Für ihr Engagement haben die
Ehrenamtlichen der Möbelkiste
den Sozialpreis 2014 der Bezirksversammlung Wandsbek
überreicht bekommen.
Das wird an diesem Sonntag, 19.4., von
11 bis 13 Uhr mit einem Frühschoppen und
Livemusik gefeiert in der Möbelkiste
Wandsbek, Papenstraße 84a, Gewerbehof;
www.möbelkiste­wandsbek.de
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DIE WOCHE
SEITE 4
So umfahren Sie den Stau
Die A7­Brücken Frohme­ und Heidlohstraße werden abgerissen. Es gibt Ausweichstrecken, aber der ADAC rät davon ab
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HAMBUR G :: Jetzt wird es
ernst. Bereits seit Monaten bemerken Autofahrer, die auf den
Autobahnen und Straßen im
Westen Hamburgs unterwegs
sind, die vorbereitenden Arbeiten für den Ausbau der viel befahrenen A 7. In dieser Woche
starteten nun im Bereich
Schnelsen erste Arbeiten, damit
Ende Juni und Anfang Juli die
Brücken, die die Frohme- und
die Heidlohstraße über die A 7
führen, abgerissen und durch
stählerne Behelfsbrücken ersetzt werden können.
Für viele Autofahrer bedeuten die Arbeiten massive Behinderungen. Besonders in den
Morgen- und Abendstunden sowie an Wochenenden geht zeitweise schon jetzt nichts mehr.
Die in den kommenden Wochen
geplanten Sperrungen der A 7
und der Ferienverkehr werden
die Situation verschärfen. Vor
allem Ortskundige sind längst
auf Schleichwege ausgewichen.
Der Abriss der Brücken sei
notwendig, weil diese „zu kurz“
für eine breitere A 7 seien, sagt
Caspar Hamel, Sprecher der
Projektgesellschaft Via Solutions Nord. Dort, wo die beiden
Brücken derzeit die Autobahn
queren, soll später zwar einmal
der „Deckel“ den Autobahnverkehr sozusagen unter der Erde
verschwinden lassen. Aber bis
dahin kann auf beide Straßen
nicht verzichtet werden, so dass
Provisorien notwendig sind.
Seit Mitte 2014 wird die A 7
vom nördlichen Ausgang des
Elbtunnels bis hoch zum Bordesholmer Dreieck schrittweise
erneuert und um jeweils zwei
Spuren erweitert. Auf einer
Länge von fast 16 Kilometern
werden Lärmschutzwälle errichtet. Zudem sind mehr als 20
neue Brücken notwendig – das
alles bei laufendem Verkehr.
Doch Autofahrer können
mögliche Staufallen umfahren.
Das Abendblatt stellt einige
Ausweichrouten zu ausgewählten Zielen vor. So ist es für
Durchreisende und alle, die im
Osten Hamburgs wohnen, sinnvoll, die Stadt östlich auf der A 1
zu umfahren. Wer in den südwestlichen Teil Schleswig-Holsteins und die A 7 auf Hamburger Gebiet meiden will, kann
versuchen, „über die Dörfer“ die
A 23 zu erreichen.
Die Behörden und der
ADAC plädieren aber dafür, auf
der Autobahn zu bleiben. Die
Baustellen seien so eingerichtet,
dass der Verkehrsfluss nicht gestört werden solle, sagt ADACSprecher Christian Hieff. Problematisch werde es bei Unfällen:
„Aber auch dann kommt man
auf Schleichwegen oft nicht
wirklich rascher voran.“ Der
ADAC-Sprecher empfiehlt, die
Reise möglichst früh zu starten.
„Ab den Frühstückszeiten kann
es schwierig werden.“
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Studie: Hamburg
vor dem Verkehrskollaps
HWWI plädiert für Ausbau des Schienenverkehrs
MO-FR 9.30-18.00 UHR
HAMBUR G ::
Der Verkehr
im Großraum Hamburg steht in
fünf Jahren vor dem Kollaps.
Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) im
Auftrag von Unternehmer
„Positionen Nord“, der Mittelstandsinitiative der HSH Nordbank, erstellt hat.
Die Autoren haben dafür
eine ausführliche Analyse der
bestehenden Verkehrsströme
vorgenommen und unter Berücksichtigung vieler Faktoren,
wie Wirtschaftswachstum und
Hafenumschlag, eine Modellprognose für das Jahr 2020 entwickelt. Die Kernaussage der
Studie, die dem Abendblatt exklusiv vorliegt, ist ernüchternd:
„Bei unverändertem Verhalten
der Verkehrsteilnehmer“, so die
Autoren, würden in fünf Jahren
„mit Ausnahme der A 1 Richtung Bremen alle Autobahnen
in und um Hamburg in den Tagesstunden Auslastungen im
Staubereich aufweisen.“ Dabei
wurden im Bau befindliche
Maßnahmen bereits berücksichtigt.
Grundsätzlich steht das
Verkehrsnetz im Großraum
Hamburg vor zwei großen Herausforderungen: Zum einen
strömen werktags rund 320.000
Pendler in die Stadt, zu 45 Prozent mit dem Pkw, weitere
100.000 pendeln täglich ins
Umland. Das sorgt für große
„Belastungsspitzen“ morgens
und abends, gegen die die Stadt
selbst mit ausgebauten Autobahnen nicht ankommen werde,
so die HWWI-Autoren. Sie plädieren daher für einen Ausbau
des öffentlichen Nahverkehrs.
Zum anderen kommen gigantische Gütermengen hinzu, die
aus dem Hafen heraus beziehungsweise zu den Schiffen
transportiert werden müssen.
Außer in die Schienenwege und
den Nahverkehr sollte Hamburg
auch in elektronische Verkehrsleitsysteme investieren. Auch
„Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Autobahnen zu
Hauptverkehrszeiten“ könnten
deren Aufnahmefähigkeit erhöhen. Die Experten empfehlen
Tempolimits von 80 bis 90 Kilometern pro Stunde. (dey)
Jetzt täglich Hamburger Abendblatt lesen. Tel. 33 39 40 11 oder www.abendblatt.de/abo
Erstochen – mitten im Klassenzimmer
17­Jähriger tötet in der Nelson­Mandela­Schule einen Mitschüler. Dann lässt sich der Täter festnehmen
CHRISTOPH HEINEMANN
Die KlassenkaH A M B U R G ::
meraden mussten die Tat entsetzt mit ansehen: Ein 17 Jahre
alter Afghane hat am Dienstagvormittag in einem Schulcontainer der Nelson-Mandela-Stadtteilschule an der Prassekstraße
(Wilhelmsburg) einen gleichaltrigen Mitschüler erstochen. Das
Opfer, ebenfalls ein Junge aus
Afghanistan, erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. Der Messerstecher wartete
in dem Klassenraum, bis die
Polizei eintraf, und ließ sich widerstandslos festnehmen. Ein
Mädchen aus der Klasse erlitt
Bürgermeister
Olaf Scholz
Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen nach den tödlichen Messerstichen den Tatort
Eine Schülerin erlitt einen
Schock und wurde in ein
Krankenhaus gebracht
mann und Schulsenator Ties
Rabe erkundigten sich in der
Schule nach den Hintergründen
des Verbrechens.
Tatort war eine Außenstelle
der
Nelson-Mandela-Schule.
Jugendliche mit Migrationshintergrund verbringen dort zwei
Jahre in internationalen Vorbereitungsklassen mit intensivem
Deutschunterricht, um später
am normalen Unterricht an der
Stadtteilschule teilnehmen zu
können.
Nach Zeugenaussagen und
den bisherigen Erkenntnissen
der Polizei hatte das spätere Opfer in einer Unterrichtspause
gegen 11.10 Uhr den Klassen-
Bürgermeister Olaf Scholz (l.)
und Schulsenator Ties Rabe in
der Nelson­Mandela­Schule
raum betreten und sprach dort
mit seinem Mitschüler. Plötzlich zog dieser ein Küchenmesser und stach mehrmals auf den
17-Jährigen ein. Die etwa 15
weiteren Jugendlichen im Klassenzimmer flüchteten in Panik,
mehrere Notrufe gingen bei der
Polizei ein. Ein herbeigeeilter
Notarzt versuchte vergebens,
den niedergestochenen Jungen
wiederzubeleben. Mehrere Lehrer blieben bei dem Täter, bis
die Polizei eintraf. Der Messerstecher wurde ins Polizeipräsidium gebracht.
Lehrer und Mitschüler der
Vorbereitungsklassen wurden
von zwei Notfallseelsorgern und
dem Kriseninterventionsteam
der Polizei betreut.
Die Hintergründe der Tat
liegen noch im Dunkeln. Nach
unbestätigten Aussagen von
Schülern hatten sich Täter und
Opfer um eine Freundin gestritten. Polizeisprecher Mirko
Streiber betonte, dass es noch
keinerlei gesicherte Hinweise
zum Motiv gebe. Täter und Opfer sollen in einer betreuten
Wohneinrichtung für Jugendliche gelebt haben.
dpa
Die Schule
Rund 1000 Schüler aus mehr als
50 Nationen besuchen die
Nelson-Mandela-Schule in
Wilhelmsburg. Die Schule –
benannt nach dem südafrikanischen Freiheitskämpfer – steht
der Homepage zufolge für
Werte wie Antirassismus, Antidiskriminierung, Ausdauer,
Versöhnung und Toleranz.
Abschlüsse bis zum Abitur an.
Außerdem werden hier Vorbereitungsklassen für die Stufen
9 und 10 angeboten. In den
Internationalen Vorbereitungsklassen werden Jugendliche mit einem Intensivprogramm in Deutsch als Zweitsprache auf den Übergang in
eine Regelklasse vorbereitet.
Die Vorbereitungsklassen gehen
über zwei Jahre. Als Abschluss
gibt es Prüfungen zum mittleren Schulabschluss, danach
können die Schüler bis zum
Abitur weitermachen.
In dem Heim am Bullerdeich sind Minderjährige untergebracht, die schon durch Straftaten aufgefallen sind
Flüchtlinge hatten sich bereits
ins Freie gerettet, als die Feuerwehr eintraf. Fünf von ihnen
wurden zunächst vermisst, trafen aber noch während der
Löscharbeiten auf dem Gelände
ein. Der von einem der Jugendlichen bewohnte Container
brannte völlig aus. Alle 15 Minderjährigen zogen provisorisch
in das Haupthaus der Anlage
um. Ermittler des Landeskriminalamtes untersuchen jetzt, ob
der Brand vorsätzlich gelegt
wurde. Die Jugendlichen waren
erst seit dem 26. März in den
Containern auf dem früheren
Gelände der Stadtreinigung am
Bullerdeich untergebracht. Zuständig ist der Landesbetrieb
Erziehung und Beratung. Die
sozial auffälligen Minderjährigen sind bereits in anderen Einrichtungen durch Straftaten
aufgefallen und sollen gezielt
betreut werden. (dah)
Konflikt
HAMBUR G :: Der
um den Studiengang Gesundheitswissenschaften auf Lehramt an der Universität Hamburg schwelt weiter. Nachdem
die einzige Professorin ihren
100 Studenten vier Tage vor Semesterbeginn per Mail mitgeteilt hatte, dass etliche Stellen
nicht mehr besetzt seien und
die Universität daher „ihrer
Verpflichtung, die Lehre sicherzustellen, nicht nachkommen
wird“, hat es nun einen Rüffel
von Uni-Präsident Dieter Lenzen gegeben. Den Eindruck, den
die Professorin in ihrem „unautorisierten Schreiben“ vermittelt habe, weise die Universität
zurück, ließ Lenzen mitteilen.
Der Studienbetrieb werde fortgesetzt. Der drohende Ausfall
sei abgewendet.
Die Studenten stellte diese
jüngste Uni-Mitteilung allerdings nur bedingt zufrieden. Bei
ihnen kam erst am Freitag der
vergangenen Woche die Nachricht an, dass wohl für drei der
vier ausfallenden Veranstaltungen Ersatzdozenten gefunden
wurden. Außerdem waren die
Studenten bestürzt darüber,
dass die Leitung der Universität
nun ausgerechnet ihrer Professorin die Schuld an der aktuellen Misere anlastet. (sba/dey)
Die Stadtteilschule bietet alle
Wohncontainer für Flüchtlinge abgebrannt
HAMMERBR OOK ::
Ein
Brand in der Erstversorgungseinrichtung für minderjährige
unbegleitete Flüchtlinge am
Bullerdeich hat am Dienstagnachmittag einen Großeinsatz
der Feuerwehr ausgelöst. Gegen
16.30 Uhr brannte einer der 16
auf dem Platz aufgestellten
Container lichterloh, das Feuer
zog auch die übrigen Container
in Mitleidenschaft. Zehn der
dort untergebrachten 15 jungen
Studiengang
gerettet – Streit
schwelt weiter
Universitäts­Präsident
Dieter Lenzen erteilt
Professorin einen Rüffel
Ein Schatten ist auf
unsere Stadt gefallen.
einen Schock und wurde in ein
Krankenhaus gebracht.
Hamburgs Bürgermeister
Olaf Scholz (SPD), der wenige
Stunden nach der Tat die Stadtteilschule besuchte, zeigte sich
bestürzt. „Ein Schatten ist auf
unsere Stadt gefallen“, sagte
Scholz. „Wir stehen erschüttert
vor einer Gewalttat, die uns fassungslos macht. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen
und Freunden des toten Jungen,
den Mitschülern und bei allen,
die an der hoch anerkannten
Nelson-Mandela-Schule täglich
für unsere Kinder arbeiten“,
sagte der Bürgermeister. Auch
Innensenator Michael Neu-
SEITE 5
Der ausgebrannte Container
am Bullerdeich
Andreas Laible
Schulen haben
Schulden
angehäuft
HAMBUR G :: Die
Schulbehörde hat mehrere Schulen, die
ihr Personalbudget überzogen
haben, aufgefordert, ihr Defizit
schrittweise abzubauen. Betroffen sind je zehn Gymnasien und
Stadtteilschulen, die ein deutliches Minus aufweisen. Grundsätzlich werden allen Schulen
entsprechend ihrer Schülerzahl
die ihnen zustehenden Lehrerstellen zugewiesen. Wegen der
Selbstverwaltung haben die
Schulen jedoch die Möglichkeit,
zusätzliches Personal einzustellen. So gibt es Gymnasien, die in
Stufe sieben die Zahl ihrer Parallelklassen unverändert lassen, obwohl am Ende der
6. Klasse viele Schüler das Gymnasium wegen nicht ausreichender Leistungen verlassen
mussten und eine Reduzierung
der Parallelklassen nötig wäre.
Andererseits müssen Schulen
ihr Kontingent an Vertretungsstunden überschreiten, weil
Lehrer und Lehrerinnen in Elternzeit gehen. (pum)
DIE WOCHE
SEITE 6
12
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66
Kunsthandwerk
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Susanne Wetzel
zeigt ihre „Viecher“
aus Schafwolle auf
der Frühjahrsmesse
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Mittwoch Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass (Foto) war einer der
Köpfe von „Lesen ohne Atomstrom – Die Erneuerbaren Lesetage“. Zum
fünften Jubiläum hatte der am Montag verstorbene Autor für den 26. April
im Ohnsorg Theater zugesagt. Der Abend wird – am 29. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl – nun ihm gewidmet. Auch ohne Grass
wirken noch immer fast 40 Persönlichkeiten bei elf Veranstaltungen mit,
die unter dem Thema „Klimagerechtigkeit“ stehen. Dazu kommen Diskussionen und ein Kinderprogramm. Alle Veranstaltungen bietet der Verein
Kultur bei freiem Eintritt an. (str)
Sonntag Bis zum nächsten
Album wird es noch dauern,
sagt Konstantin Gropper, der
Kopf hinter Get Well Soon,
aber drei EPs hat der Musiker
aus Baden-Württemberg im
November veröffentlicht. Luftfahrt beschäftigte Gropper,
zwei dieser EPs heißen „The
Lufthansa Heist“ und „ Henry –
The Infinite Desire Of Heinrich
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Vorverkauf; www.youwillgetwellsoon.com
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Lesen ohne Atomstrom – Die erneuerbaren Lesetage Mi 22.­Mo 27.4., versch. Orte,
Einlass jew. 30 Min vor Veranstaltungsbeginn, Eintritt frei; www.lesen­ohne­atomstrom.de
Mittwoch Damit
der Kontrast zwischen Spielort und
Thema schön groß
ist, hat Elbphilharmonie-Chef Christoph Lieben-Seutter sein „Alpenmusik“-Festival im
Mojo Club unter
den Tanzenden
Türmen angesiedelt. Mit je drei Konzerten pro Abend soll es dort volksmusikalisch zünftig werden. Die Bandbreite reicht von
Freistil-Combos wie „Faltenradio“ oder „Kofelgschroa“ bis
zu rätoromanischer Folklore mit „Schwyzerörgli“ und dem
Engel-Chörli „Appenzell“ (Foto). (jomi)
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Karten zu 35,­/erm. 17,50; T. 35 76 66 66
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Ausprobieren
:: Willkommen im Frankreich,
das jetzt gerade untergeht. In
dem köstlichen Film „Nur eine
Stunde Ruhe“ verabschiedet es
sich ohne jedes Pathos. In bester Boulevard-Manier. Das ganze Arsenal der Typen und Gemeinplätze der französischen
Theatertradition wird aufgeboten, um in einem letzten
Leuchtfeuer vorzuführen, was
eine von Frankreichs größten
Stärken ist (oder war): die rasante Pannenserie, die einem
Menschenfeind (und Musikliebhaber) zusetzt. Denn so einer ist
die Hauptfigur Michel.
Im Grunde geht es in dem
Film nur darum, dass dieser Michel endlich ungestört die tolle
Jazzplatte „Me, Myself and I“
hören will, die er soeben bei
einem Streifzug über den Flohmarkt entdeckt hat.
Michel ist ein Genießer. Gut
situiert, Geliebte inklusive. Die
vernachlässigte Gattin (herrlich
verpeilt: Carole Bouquet) pflegt
ihre Depression. Der Sohn
(schön struppig: Sébastien Castro) widmet sich dem Kampf
gegen die Globalisierung. Und
dann ist Michel auch noch um-
Michel (Christian Clavier) hofft
auf eine Stunde Ruhe
Chantier
geben vom Personal. Da ist zum
Beispiel die aus Almodovar-Filmen bekannte Rossy de Palma,
die hier als spanische Putzfrau
brilliert.
Christian Clavier, den wir
seit dem Erfolgsfilm „Monsieur
Claude und seine Töchter“ auch
in Deutschland kennen, spielt
die Rolle des klassischen französischen Bourgeois Michel mit
einer Hingabe und Überzeugungskraft, dass man wieder an
die Überlebensfähigkeit seiner
Schicht glauben möchte.
„Nur eine Stunde Ruhe“ F 2014,
79 Min., ab 6 J., R: Patrice Leconte,
D: Christian Clavier, Carole Bouquet, täglich
im Blaneneser, Holi, Koralle, Passage
HAMBURG IM FERNSEHEN
Erinnerungen an das Kriegsende
:: Bis heute erinnert in Ham-
burg einiges an den Zweiten
Weltkrieg. Zu Neubaugebieten
wie der Neuen Mitte Altona gehört die Untersuchung des Baugrundes durch den Kampfmittelräumdienst, sichtbarstes Zeichen der Nazizeit ist der
Hochbunker an der Feldstraße.
Wie aber erlebten die Hamburger das Kriegsende? Hubertus
Meyer-Burckhardt präsentiert
das Dokumentarspiel „Unsere
Geschichte – Hamburg 1945:
Wie die Stadt gerettet wurde“,
das von drei Männern erzählt,
die dazu beigetragen haben,
dass die Hamburger nicht noch
mehr Schaden nahmen, als
durch die Bombardements ohnehin angerichtet war. (josi)
„Unsere Geschichte – Hamburg 1945“,
Do 20.15 Uhr, NDR
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Sonnabend Steve Tomashek hat sein Hobby zum Beruf
gemacht. Er schnitzt. Winzige Holzfiguren entstehen unter
den Händen des Amerikaners, der in Halle lebt. Ganze
Miniaturwelten entstehen aus Lindenholz, aus Buchsbaum
oder Zedernholz. Wie zum Beispiel das Korallenriff mit Fischen,
das er jetzt auf der Frühjahrsmesse in der Koppel 66 anbietet. Tomashek ist einer von rund 40
für
Kunsthandwerkern, die
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ter Bürgerhaus, 10:00­15:00, frei
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Aktion: Repair Café Kaputte Dinge ge­
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Musical: Lupinchen und Robert Ab 3 J.,
Theater für Kinder, 11:00, 12,­
Musik: Die kleine Zauberflöte Ab 5 J.,
Theater für Kinder, 15:00, 16,­
Theater: Hase und Igel Ab 3 J., Hof­
theater Ottensen (Abbestraße 33),
15:00­16:00, 7,­
Zirkus: Circus Salino Circus Salino (Le­
gienstraße, Platz ggü Hausnummer 65),
14:00, ab 8,­
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Neustadt, Norwegische Seemannskir­
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Straße 4, 12:00­16:00
St. Pauli, Flohschanze Neuer Kamp 30,
8:00­16:00
Uhlenhorst: Frauen­Klamotten Finke­
nau 11, 14:00­17:00
Winterhude, Spielplatz Grasweg: Rund
ums Kind Grasweg, 15:00­18:00
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KZ­Gedenkstätte Fuhlsbüttel Führung
und Gespräch, 11:00, 12:00
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Bramfeld, Kita: Rund ums Kind
Hohnerredder 12, 10:00­14:00
Eimsbüttel, ETV­Sportzentrum: Rund
ums Kind Bundesstraße 96, 10:00­
14:00
Eimsbüttel, Marktplatz Grundstraße
Grundstraße, 8:00­16:00
Langenhorn, Marktplatz: Trödelmarkt
Langenhorner Markt, 10:00­17:00
Niendorf, Gemeindehaus: Rund ums
Kind Niendorfer Marktplatz 3a, 11:00­
14:00
Niendorf, Metro Papenreye 33, 8:00­
16:00
Ottensen, Fabrik Barnerstraße 36,
T. 39 10 70, 9:00­15:00
Volksdorf, Marktplatz: Volksmarkt
Kattjahren, 9:00­16:00
4
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Bratsche, Monsun Theater, 18:00,
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Blindenstiftung (Bullenkoppel 17), 15:00
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JARRESTADT
Leiden eines Genießers
Viel Lärm im
Pariser Heim
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Christian Clavier
Musikfan Michel
wünscht sich „Nur
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FILM DER WOCHE
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nard, Manguin. Meisterwerke aus der
Sammlung von Arthur und Hedy Hahnlo­
ser­Bühler, 15:00
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Das wöchentlich
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2015 Abendblat
16. bis 22. April
Saarlandstr.
KLASSIK
Carillonkonzert Gudrun Schmidtke (Ca­
rillon), Mahnmal St. Nikolai, 12:00
Die Lange Nacht Orgel und Orchester,
Werke von Bach, Vivaldi, Hoyer u.a.,
Christuskirche Othmarschen, 20:00,
10,­/8,­
Musik für festliche Anlässe II Michael
Ohnimus (Trompete), Rainer Thomsen
(Orgel), St. Johannis Eppendorf, 18:00
KLASSIK
2. Baumblütenkonzert Vokalensemble
Hamburg Mozarteum, Matthias Bensch
(Ltg.), St. Gertrud Altenwerder, 17:00
Die Leichtigkeit der Klassik Hermann
Hirschfeld (Violine), Viktoria Rok (Kla­
vier), Werke von Mozart, Elgar, Bartók
u.a., Martin­Luther­Kirche Alsterdorf,
18:00
Händel: Messias Junge Kantorei Alt­
Barmbek, Orchester mit Lehern der
Staatlichen Jugendmusikschule Ham­
burg, Maren Hagemann­Loll (Ltg.),
Kreuzkirche Barmbek, 15:00, ab 5,­
Jahreskonzert des Blankeneser Volks­
chors Gymnasium Blankenese, 16:00
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bekannte Ham „Big Bang“ veranstalten
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der NDR Bigba . (15.45 und 17.30 Uhr), mit
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Kampnagel/k6. und Peter Urban auf
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PARTYS
Frau Claudia Komm auf den Kutter!,
19:30, 10,­
Goldbekhaus Winterhuder Tanznacht,
21:00, 7,­
Golden Pudel Club Maison Blessing,
22:00
MS „Stubnitz“ Peng! Rave, 23:00
Molotow Motorbooty, 23:00, 4,­
Motte Soul Allnighter, 22:00, 6,­
Prinzenbar Zoo, mit Sven Dohse, Oliver
Eich, Daniel Bruhns u.a., 23:59
Rieckhof Ü40 Tanzparty, 20:00, 10,­
ROCK/POP
Channel Jazz Gang Cotton Club, 20:30,
7,­
Get Well Soon Gruenspan, 19:00
Jazzfrühschoppen mit Swingig Feetwar­
mers Jazzband, Bürgerhaus Wilhelms­
burg, 11:00, 8,­
Les Marinellis Frau Hedi, 18:30, 10,­
Poison Idea & Terrible Feelings, Nasty
Pack, Hafenklang, 21:00, 13,­
Regina Elbinal & Just Jazz Quartett
Brückenstern, 19:00
Soulful Gospel Choir Gethsemanekirche
Reinbek, 18:00
Das ist los in Hamburg
Sonnabend M
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ROCK/POP
Banda Bassotti Monkeys Music Club,
20:00, 18,­
Captain Casanova Komet, 20:00, 5,­
Darkhaus Logo, 20:00
Death By Chocolate Rock Café St. Pauli,
21:00, frei
Lary Prinzenbar, 21:00
Leipziger All Stars Cotton Club, 20:30,
10,­
Peter Katz Nochtspeicher, 20:30, 16,­
Rae Morris Indra, 21:00
Razzia & Fliehende Stürme, Radio Schi­
zo, Knust, 21:00
Robyn Hitchcock & Emma Swift, Hasen­
schaukel, 21:00
Sounds Of Hope Jugendchor des Wai­
senprojekts Saat der Hoffnung aus Kenia,
Philemon­Kirche, 18:00, Spende
SPH Bandcontest Grüner Jäger, 17:30,
7,­
The Staves Mojo Club, 20:00
Tidemore Mathilde Literatur & Café,
20:15, frei
SONNTAG
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Frühjahrsmesse
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Frühjahrsmesse Fr–So
17.–19.4., jeweils 11.00–19.00,
Koppel 66/Lange Reihe 75
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DIE WOCHE
SEITE 8
Persönlich von Doris Banuscher und Larissa Kopp
M AT Z T I P P T
Strohhalm
für den HSV
Ole von Beust
feierte seinen
60. Geburtstag
DIETER MATZ
:: Auf
Senator Ties Rabe mit Patricia
Wiechmann (Bereich Kosmetik)
:: Er hat in der Hansestadt
Politikgeschichte geschrieben.
Erst brach der CDU-Politiker
Ole von Beust 2001 durch ein
Bündnis mit Schill-Partei und
FDP 44 Jahre SPD-Herrschaft,
dann ließ er eben diese Koalition 2003 spektakulär platzen –
um 2004 mit absoluter Mehrheit wiedergewählt zu werden.
2010 trat er schließlich freiwillig als Bürgermeister zurück:
Am Montag feierte von Beust,
der wieder als Anwalt arbeitet,
seinen 60. Geburtstag.
Die Hamburger Bundessieger (v. l.): Luca Rosenkranz,
Henning Schoeneich mit Stefan Greijdieru
Josef Katzer mit Stefanie Bolz,
Gebäudereinigerin
Ausgezeichneter Nachwuchs
:: Hamburgs Nachwuchs-Elite
Ex­Bürgermeister Ole von
Beust wurde 60 Jahre alt dpa
Jürgen Joost
hat beim 63. Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks
eindrucksvoll gezeigt: Sie ist
spitze! Sechs Bundessieger
kommen aus der Hansestadt.
Stefanie Bolz, Patricia Wiechmann, Stefan Grejdieru, Luca
Rosenkranz
und
Henning
Schoeneich sowie Max Kollenda
und deren Ausbildungsbetriebe
wurden von Schulsenator Ties
Rabe und HandwerkskammerPräsidenten Josef Katzer bei
einem Senatsempfang im Rathaus geehrt.
Fünf der sechs Preisträger
entschieden sich nach dem Abi-
tur für einen Ausbildungsberuf.
So auch Stefan Grejdieru. Als
Metallbildner bei der HMB
Hamburger
Metallbildner
GmbH entwirft und fertigt der
26-jährige wahre Schmuckstücke und ist der siebte Preisträger, den das Unternehmen hervorgebracht hat.
geht’s
nach Bremen, um
dort nach dem
Strohhalm zu greifen. Der HSV
muss ausgerechnet gegen Werder versuchen, die rote Laterne
wieder loszuwerden – aber
Hamburger Siege an der Weser
sind Raritäten. Und auch diesmal wird es nichts, die Bremer
siegen 2:0 und verschärfen die
prekäre Lage des HSV. Stuttgart
setzt unterdessen zu einer Serie
an und gewinnt auch in Augsburg – 2:1. Nur Paderborn bleibt
in Sichtweite der Hamburger.
Bundesliga1.Bundesliga1fb0
Eintr. Frankfurt – Bor. Mönchengladbach
Borussia Dortmund – SC Paderborn
Bayer Leverkusen – Hannover 96
TSG 1899 Hoffenheim – Bayern München
Hertha BSC – 1. FC Köln
SC Freiburg – Mainz 05
FC Augsburg – VfB Stuttgart
Werder Bremen – HSV
VfL Wolfsburg – Schalke 04
Die HSV­Kolumne „Matz ab“
finden Sie täglich im Internet auf
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Wer mit Öl heizt,
spart bis zu 18 Prozent
Zahlreiche
HAMBUR G ::
Hamburger Haushalte können
sich auf niedrigere Heizkosten
freuen. Der milde Winter und
fallende Heizölpreise sorgen für
Abschläge um bis zu 18 Prozent.
Nach einer Musterrechnung des
Verbraucherportals
Verivox
dürfte der Energiebedarf der
deutschen Haushalte von An-
fang Oktober bis Ende März nur
etwa fünf Prozent höher sein als
in der vorangegangenen Heizperiode. Fünf Prozent mehr
Verbrauch bedeutet aber nicht
automatisch fünf Prozent mehr
Kosten. Wer mit Öl heizt, profitiert vom Preisrutsch beim Rohöl, der im vergangenen Sommer
einsetzte. (dpa)
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Über die Hamburger Internetplattform Shelfsailor von Miriam Bundel bietet Gratian Permien einen Teil
seines Dachbodens für Untermieter an. 15 Euro im Monat will er dafür haben
Michael Rauhe
Der leere Dachboden
als Geldquelle
Hamburger teilen nun auch Lagerräume. Rechtlich kann dies bedenklich sein
BOB GEISLER
:: Gratian Permien hat noch ein bisschen
Platz auf seinem Dachboden.
Neben diversen Kartons, einer
alten Gitarre und einem Riesenpanda aus Kindertagen hat der
Hamburger gerade zwei Quadratmeter an Stellfläche freigeschaufelt. Diese bietet der 29Jährige jetzt über die neue
Internetplattform Shelfsailor
zum Mieten an. 15 Euro monatlich will er für die Fläche haben.
„Für mich ist das eine einfache Möglichkeit, mir nebenbei
etwas dazu zu verdienen“, sagt
Permien, der über die Plattform
auch noch einen Teil seines Kellers für Untermieter zur Verfügung stellt. „Ich selbst nutze die
Flächen nicht, also spricht
nichts dagegen, sie als Lagerraum anzubieten.“
Das Dachboden- und Kellerteilen ist die jüngste Variante
der sogenannten Shareconomy.
Diverse Carsharinganbieter haben sich längst in der Hansestadt etabliert, Firmen wie die
Kleiderei bieten Blusen, Tops
und edle Roben auf Zeit an, und
Unternehmen wie Lifethek verleihen sogar Bohrmaschinen,
Viermannzelte und Stichsägen.
Da war es war wohl nur eine
Frage der Zeit, bis ein Start-up
die Hamburger dazu animieren
würde, auch ihre Lagerflächen
fremden Menschen zur Verfügung zu stellen.
„In der Hansestadt gibt es
viele Leute, die ihren eigenen
Keller oder Dachboden nicht
komplett nutzen oder die in
ihrer Wohnung noch ein Zimmer frei haben“, sagt Shelfsailor-Gründerin Miriam Bundel,
25. „Zugleich suchen aber auch
immer mehr Menschen einen
Platz, an dem sie für ein paar
Monate Möbel, Bücher oder alte
Kleider unterbringen können.
Unsere Internetseite bringt nun
beide Gruppen zusammen.“ Die
Idee für die neue Plattform hatHAMBUR G
te die studierte Kommunikationsdesignerin vor etwa einem
Jahr. Eine Freundin suchte wegen eines längeren AustralienAufenthalts nach einem Ort, an
dem sie ihren Hausrat unterbringen konnte. „Sie hat die Sachen dann bei mir untergestellt,
als Preis haben wir eine Kiste
Wein vereinbart“, so Bundel.
Im Sommer 2014 nahm die
Shelfsailor-Chefin dann zusammen mit ihrem Geschäftspartner Stephan Creifelds an einem
Start-up-Wochenende
für
Unternehmensgründer teil und
entschied sich dazu, die Vermittlung von Dachböden und
Kellerräumen professionell aufzuziehen.
In der Hansestadt gibt
es viele Leute, die
ihren eigenen Keller
oder Dachboden nicht
komplett nutzen.
Shelfsailor­Gründerin
Miriam Bundel
Noch allerdings steckt
Shelfsailor in den Kinderschuhen. „Wir sind gerade erst online gegangen und befinden uns
jetzt in der Testphase“, sagt
Bundel. „Zunächst geht es darum, genügend Anbieter von
Lagerflächen zu finden.“ Nicht
nur Keller oder Dachböden sind
darunter, sondern auch eine
Gartenlaube und ein Autostellplatz. Die Preise variieren stark,
da es das Unternehmen den
Vermietern selbst überlässt, wie
viel sie für ihre Lagerfläche nehmen wollen. „Im Schnitt peilen
wir aber 20 Euro pro Quadratmeter an“, sagt Bundel.
Da sich Shelfsailor im Augenblick noch in der Betaphase
befindet, fällt für die Nutzer keine Vermittlungsgebühr an. Später soll die Provision bei 20 Prozent liegen. Auf diese Weise will
sich die junge Firma finanzie-
ren, wobei es mehrere Jahre
dauern dürfte, bis die Gewinnschwelle erreicht ist.
Dass ausgerechnet Keller
und Dachböden jetzt ins Visier
der Ökonomie des Teilens geraten, kommt nicht von ungefähr.
Schon seit einiger Zeit lagern
immer mehr Deutsche ihre Kellerräume aus, der Markt für sogenannte
Selfstorelösungen
boomt. Professionelle Lagerhausbetreiber wie MyPlace, Lagerbox oder Shurgard haben in
den vergangenen Jahren stark
expandiert.
„Unser Geschäftsmodell basiert vor allem auf Vertrauen“,
sagt dazu Shelfsailor-Chefin
Bundel. „Die Nutzer setzen sich
direkt mit einem Anbieter in
Verbindung und können dann
selbst überprüfen, ob ihnen die
Räumlichkeiten dort zusagen.“
Darüber hinaus sei man aber
auch in Verhandlungen mit
einem Versicherer, der für den
Fall einspringen soll, falls doch
mal eingelagerte Gegenstände
beschädigt werden oder verloren gehen.
Andere Bedenken kommen
vom Mieterverein zu Hamburg.
„Eine Untervermietung von
Räumen ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Vermieters erlaubt, das gilt auch für
Keller oder Dachböden“, warnt
der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Siegmund
Chychla. „Wer eine solche Erlaubnis nicht einholt, gefährdet
das Mietverhältnis.“ Das Verhalten von Portalen wie Shelfsailor stuft Chychla zumindest
als bedenklich ein. „Diese Anbieter profitieren von der Vermittlung der Räume, wälzen die
rechtlichen Probleme aber auf
die Mieter ab.“ Nach Angaben
von Shelfsailor-Chefin Bundel
hat sich die Firma rechtlich beraten lassen, bevor die Plattform online ging. Der befragte
Anwalt habe die Untervermietung der Lagerräume als unbedenklich eingestuft, sagt sie.
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DIE WOCHE
SEITE 10
Des Ostfriesen Mischung
Im Restaurant Filini am Dammtor hat Andreas Latzke die mediterrane Küche neu angereichert
STEFAN RECKZIEGEL
:: Das Gebäude ragt heraus.
Käme die Elbphilharmonie am
Hafen nicht doch hinzu, stünde
das Radisson Blu Hotel am
Dammtor mit seinen 108 Meter
bis heute als das höchste Haus
der Stadt da.
Dass im 1973 eröffneten riesigen Vier-Sterne-Domizil auch
für Nicht-Hotelgäste gastronomisch einiges steckt, ahnt man
kaum. Vor einigen Jahren hat
im Untergeschoss das polynesisch-asiatische Restaurant
Trader Vic’s mit der Mai Tai Bar
geschlossen, auch die hanseatisch-gediegenen
Vierländer
Stuben ein Stockwerk darüber
sind Geschichte. Jedoch lohnt
vor und nach dem Besuch des
CCH oder einfach mal während
eines Spaziergangs durch Planten un Blomen ein Stopp im
Restaurant Filini.
Das Lokal existiert zwar bereits seit 2009, zeigt sich aber
seit März mit seiner Karte mediterraner denn je. Verantwortlich dafür ist ein gebürtiger Ostfriese. Andreas Latzke, zuvor
Chef de Patre Entremetier und
Patissier bei Sternekoch Ali
Güngörmüs sowie Chef de Patre
Entremetier im Hotel Interconti, legt Wert auf hochwertige
Produkte und kreative Kochkunst. Die lässt sich im Filini sowohl bei einem ermäßigten
Drei-Gänge-Menü (49 Euro) als
auch à la carte genießen.
Der gegrillte Thunfisch ist nicht
preiswert, aber saftig und zart
Als warme Vorspeise etwa
machen gebackene und langsam
geschmorte Kalbsbäckchen mit
Piemonteser Ziegenkäsecreme
(6,90 Euro) Appetit auf mehr.
Auch die Kürbiscremesuppe
(7,50 Euro) ist zu empfehlen.
Kalte Vorspeisen servieren
die 25 Bediensteten aus Küche
und Service gern auf Holzplatten. Das Tatar vom gereiftem
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Rinderfilet (mit sardinischen
Pane Carasatu und TaggiascheOliven) nimmt für 16,20 Euro
schon ordentlich Raum auf der
Unterlage und im Magen ein.
Die wahren Hauptspeisen
folgen: Der gegrillte Thunfisch
mit geschmortem Chicoree und
Pesto Trapanese ist mit 27,50
Euro nicht mehr preiswert zu
nennen, aber saftig und zart.
Gleiches gilt für Kalb mit Thunfischsoße als warmes Vitello
Tonnato (22,50 Euro). Als Alternative bietet sich Saltimbocca
vom Kalbsfilet an (24,50 Euro).
Die hausgemachten Gnocchi
sind groß, dennoch schmackhaft und mit Salbeibutter, Rinderfiletstücken und Grana Padano auch ein Hauptgericht
(19 Euro). Zu Vor- und Hauptspeise fügt sich als Weißwein
der Pomino Bianco (10,60 Euro
für 0,2 l) dank eines fruchtig-süßen Säure-Spiels, der rote,
ebenfalls aus der Toskana stammende Terre More (10,50
Euro/0,2 l) hat zu viel Länge.
Es lohnt sich eine DessertLeckerei: in Barolo eingelegte
Feigen mit Ziegenkäse und Kaffee Zabaione. Da die nicht auf
der Karte stehen – im Zweifel
nachfragen. Und sei es beim Küchenchef selbst: Nicht nur fürs
Show-Cooking taucht Andreas
Latzke ab und an mal im Restaurant auf. Weder er noch das
Haus müssen sich verstecken.
Restaurant Filini tgl. 11.30­23.00,
Marseiller Str. 2 (S Dammtor/U Stephans­
platz), T. 35 02 34 75
Sie erreichen uns unter:
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s u d o k u von Stefan Heine
Andreas Latzke, Küchenchef im Restaurant Filini
Marcelo Hernandez
schwedenrätsel
Kimonogürtel
Stadtteil
von
München
Entwässerungsrohr
persönliches
Fürwort
(3. Fall)
Blütenstand
Gleisanlage
giftiges
Protein
der Rizinussame
Mitteilung über
Lautsprecher
Steigerung,
desto
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Kellerkrebs
Druckvorstufe
(Kw.)
Titelfigur
bei
Tolstoi
(Anna)
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Zimmerwinkel
(Mz.)
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skandinavische
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Abschiedswort
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Schriftsteller
† 1857
Werkzeug,
Apparat
Gedankenblitze
bewahren,
pflegen
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Silbermünze
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Süßigkeiten
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Erleben Sie Deutschlands
Schlagerstars live
Das Gewinnspiel – jeden Sonnabend im Hamburger Abendblatt – DIE WOCHE
:: Wenn es um Live-Events der
Extraklasse geht, stehen sie an
vorderster Stelle – die großen
Schlager-Starparaden
und
Schlagernächte gehören seit
Jahren zu den beliebtesten und
erfolgreichsten Veranstaltungsreihen in Deutschland.
Auch 2015 heißt es wieder:
Bühne frei für die beliebtesten
Künstler der deutschsprachigen
Musik! Andrea Berg, Howard
Carpendale, Semino Rossi, Olaf
– der Flipper, Vicky Leandros,
Nik P., Die Höhner, Kristina
G
Bach, Bernhard Brink,
Anna-Maria
Zimmermann, Ross Antony, Die
Cappuccinos und Wolkenfrei präsentieren am
31. Mai in Hamburg live
ihre größten Hits (Änderungen vorbehalten).
Mitsingen und mittanzen, bei beliebten Hits
in Erinnerungen schwelgen, neuen Kompositionen lauschen: Seien Sie
dabei und lassen Sie sich
bei der Schlager-Starparade in der O2 World
einen Nachmittag lang
von Tanz, Gesang und
ausgelassener Stimmung
mitreißen und begeistern.
Die Show mit großartiger
Künstlerbesetzung lässt die Herzen der
Schlagerfans höher schlagen.
Das können Sie diese Woche
gewinnen: 4 x 2 Karten von
Semmel Concerts für „Die große
SEITE 11
Wie gut kennen Sie unsere Stadt?
Welches ist das meistbesuchte
Museum der Stadt?
A Miniatur Wunderland
B Gewürzmuseum
So sind Sie dabei:
Die Teilnahme am HAMBURG-QUIZ ist ganz einfach:
Lösen Sie die aktuelle Rätselfrage und nennen Sie uns die
korrekte Antwort zusammen mit Ihren Kontaktdaten – entweder
telefonisch oder per SMS. Teilnahmeschluss ist jeweils am auf
das Quiz folgenden Donnerstag, 24 Uhr.
Gewinn-Hotline:
01378 00 20 20
Dieser Anruf kostet 0,50 Euro aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen.
SMS:
22022
Senden Sie eine SMS mit dem Stichwort „Hamburg“,
Schlager-Starparade 2015“ am
31. Mai 2015 in der O2 World
Hamburg. Der Gesamtwert des
Preises beträgt 472 Euro.
ewinner des letzten Spiels sind Sonja Zietlow aus Norderstedt, Cornelia Prieß aus Pinneberg und
Karin Bartenberger aus Hamburg. Ihr Preis: Karten für das Konzert „The Sound of Hollywood“.
Achtung: Zwischen den Wörtern muss ein Leerzeichen gemacht werden.
Eine SMS kostet 0,50 Euro.
beträgt 18 Jahre. Teilnehmen dürfen nicht: Mitarbeiter der FUNKE Mediengruppe,
von Semmel Concerts und der Straub & Linardatos GmbH. Eine Barauszahlung
des Preisgegenwerts ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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DIE WOCHE
SEITE 12
Hamburgs Zukunft
in der Provinz
Experten glauben an
gravierende
Auswirkungen für die
Hansestadt im Fall eines
Doppelabstiegs von HSV
und FC St. Pauli
KAI S C HILLER
CA R S T E N H A R M S
Wer Hamburg
H A M B U R G ::
am Flughafen Fuhlsbüttel verlassen will, der kommt an HSV
und FC St. Pauli kaum vorbei.
Am Destination Shop am Gate
B20 hängen Trikots, Pullover
und T-Shirts der beiden Aushängeschilder der Stadt, es gibt
Trinkflaschen, Schals und Gläser. Hier die Fanartikel des großen HSV, Bundesligadino, dort
die Utensilien des Außenseiters
St. Pauli, immerhin ein etablierter Zweitligaclub. Oder besser:
Noch-Bundesligadino.
Und
Noch-Zweitligaclub. Denn steigen die beide Hamburger Krisenclubs tatsächlich wie allgemein befürchtet ab, muss wohl
schon bald das Sortiment des
letzten Fanstores der Hansestadt neu überdacht werden.
Ein Zweit- und ein Drittligist als
die
Aushängeschilder
des
selbsternannten Tors zur Welt?
Kaum vorstellbar!
„Als Fußballfan würde mich
der Abstieg des HSV, dem einzigen Club, der immer in der Bundesliga gespielt hat, sehr
schmerzen. Das gleiche gilt für
einen möglichen Abstieg des
FC St. Pauli, auch ein echter
Traditionsverein, in die dritte
Liga“, sagt Bernhard Schwank,
Vizepräsident des Deutschen
Olympischen
Sportbundes.
Hamburgs designierter Olympia-Bewerbungschef kam am
frühen Montagmittag selbst aus
Frankfurt am Flughafen Fuhlsbüttel an. „Für die Sportstadt
Hamburg wäre so ein Doppelabstieg natürlich sehr bitter“, sagt
Schwank, der allerdings nicht
glauben will, dass auch Hamburgs Olympiachancen unter
dem Imageverlust leiden könnten.
Wirklich nicht?
Henning Vöpel, der Direktor vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI),
sieht das anders. „Ein Doppelabstieg des FC St. Pauli und des
HSV hätte für die Positionierung und Profilierung Hamburgs als Sportstadt erhebliche
Folgen – gerade im Hinblick auf
die Bewerbung um die Olympischen Spiele“, sagt der Fachmann und erklärt: „Hamburgs
mutmaßlicher Konkurrent Boston etwa wird im Zusammenhang mit Sport stark über die
Celtics, die Bruins und die Red
Sox wahrgenommen. Die Präsenz von Profisportvereinen am
Standort hat für die nachhaltige
Vermarktung als Sportstandort
Holstein Kiel
Hansa Rostock
eine wichtige BedeuHamburg
tung.“
Dabei ist es
nicht ganz einfach,
diese Bedeutung auch in
konkrete Zahlen zu erfassen.
Vöpel geht von einem Nettoeffekt von 50 Millionen
Euro pro Jahr aus, die der
Stadt Hamburg fehUnion Berlin
len würden. Zudem
kämen als indirekter
VfL Osnabrück
Effekt die mittelfristig
negativen ImagewirArminia Bielefeld
kungen für das
Eintracht
StadtmarEnergie Cottbus
Braunschweig
keting
Preußen Münster
Hallescher FC
SC Paderborn
und die
MSV Duisburg
StandortVfL Bochum
attraktivität hinzu.
RB Leipzig
Dynamo Dresden
Fortuna
„Für die
Düsseldorf
Rot-Weiß
Erfurt
SportwirtMönchenschaft
Fortuna Köln
Chemitzer FC
gladbach II
und angrenzende
Erzgebirge Aue
Branchen
Wehen Wiesbaden
wie
Die aufgeführten Städte stellen
GastroFSV Frankfurt
die Gegner des HSV und des FC
nomie
Kickers Offenbach
St. Pauli in der nächsten Saison
oder
Greuther Fürth
Mainz 05 II
in der Zweiten und Dritten Liga
Transport
dar. Für die Liga­Zugehörig­
wäre der EfSV Sandhausen
Würzburger
keit sind die aktuellen
fekt eines
Kickers
1. FC Nürnberg
Tabellenstände zugrun­
Doppelabde gelegt. Zudem
stiegs deutlich
SG Sonnenhof Großaspach
wird
spürbar“, sagt
angenommen,
Vöpel.
VfR Aalen
dass sich in
Auch Raphael Brinkert, Geder Relega­
schäftsführender Gesellschafter
Karlsruher SC
tion jeweils
der Werbeagentur Jung von
das Team
Matt/sports, glaubt, dass die
1. FC Heidenheim
VfB Stuttgart
aus der unteren
Zukunft von HSV und St. Pauli
VfB Stuttgart II
Liga durchsetzt.
unmittelbare Auswirkungen
1860 München
Stuttgarter Kickers
Beim Aufstieg in die
auf den Sportstandort HamDritte Liga wird davon
burg hat. „Ein Doppelabausgegangen, dass sich
stieg hätte die Folge, dass
in den Entscheidungs­
unsere Stadt viel mehr Anspielen der Regionalli­
strengungen in der Breite
ga­Topmannschaften
des Spitzensports unterdas aktuell punktbes­
nehmen müsste, um das
sere Team durchgesetzt HA
internationale
Fußball-Fernseh-Aus und daraus resultierende Media-Delta des Fußballs
auszugleichen“, sagt der Werbe- danken über neue Reiserouten ne Abläufe, die wir sicherstellen nur 753.000 Euro pro Club ausfachmann, der mit seiner Agen- als vielmehr über die wirt- müssen. Dazu zählen auch die geschüttet. Böse Folgen erwartur die Imagekampagne von schaftlichen Auswirkungen. Be- Lizenzunterlagen“, beantwortet ten die Verantwortlichen auch
Hamburgs Olympiabewerbung sonders der HSV, dessen finan- Clubchef Dietmar Beiersdorfer im Ticketing, dessen Erlöse sich
verantworten soll. Brinkert er- zielle Kennzahlen seit Jahren die Frage zum Stand der Zweit- nach internen Einschätzungen
klärt: „Mit einer TV-Übertra- Grund zur Sorge bereiten, wür- liga-Planungen. Was er nicht von derzeit gut 6,2 Millionen
gung in rund 130 Länder, bei de bei einer misslungenen Mis- sagt: Der Sonntag, 19. April, ist Euro auf rund fünf Millionen
für den HSV gleich doppelt Euro reduzieren würden.
Topspielen sogar über 200, sind sion Klassenerhalt leiden.
Bei einem Abstieg gehen wichtig. Zum einen könnten
Nach Abendblatt-Informasportlich erfolgreiche FußballMannschaften die reichweiten- Experten von einem sofortigen letzte Hoffnungen auf Klassen- tionen hat der FC St. Pauli allerstärksten Visitenkarten einer Rückgang der Erträge (Fernseh- erhalt durch einen Derbysieg in dings mit seinem Vermarkter
gelder, Sponsoren, Merchandi- Bremen am Leben gehalten Ufa Sports eine Vereinbarung
Stadt in der ganzen Welt.“
Dass die Visitenkarte des sing und Spieltagseinnahmen) werden. Zum anderen sollen getroffen, nach der im ersten
HSV bald in Heidenheim und von 40 Prozent, im zweiten dann die Ergebnisse der DFL- Drittligajahr eine relativ großSandhausen statt in Dortmund Zweitligajahr sogar von 60 Pro- Prüfungen der Lizenzunterla- zügige Garantiesumme gezahlt
Zusammengerechnet
oder Bremen herumgereicht zent aus. So würden dem HSV gen im Falle des Abstiegs fällig wird.
dürften sich bei St. Pauli die Gewird, daran hat in Hamburg rund 16,5 Millionen Euro TV- sein.
Dies gilt auch für St. Pauli. samteinnahmen von knapp
kaum noch einer Zweifel. Noch Erlöse aus der nationalen Verprovinzieller dürfte es im Falle marktung fehlen. Die Verant- Dem Kiezclub würde in der drit- 31 Millionen auf 20 Millionen
eines Abstiegs für St. Pauli wer- wortlichen rechnen zudem im ten Liga ein echtes Horrorsze- Euro reduzieren.
„Noch besteht ja Hoffnung,
den: Halle, Erfurt und die Me- Schnitt mit 10.000 weniger Zu- nario drohen. Vor allem die Einchatronik-Arena im baden- schauern und erheblichen Ein- nahmen aus der TV-Vermark- dass dieses Szenario gar nicht
württembergischen Aspach hie- bußen im Sponsoring. Auch die tung würden sich um gut 90 eintritt“, sagt Hamburgs desigschon ausverhandelte Verlänge- Prozent reduzieren. In der aktu- nierter Olympia-Chef. Von 1983
ßen die neuen Ziele.
Dabei macht man sich in rung des Hauptsponsorendeals ellen Saison erhält St. Pauli 8,15 bis 1987 spielte Bernhard
den Chefetagen der beiden mit Emirates stünde auf der Millionen Euro. An die Drittli- Schwank selbst für Wormatia
Hamburger Clubs weniger Ge- Kippe. „Natürlich gibt es inter- gisten werden dagegen jeweils Worms in der dritten Liga.
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