close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Leseprobe zum Titel: Süddeutsche Zeitung (16.04.2015)

EinbettenHerunterladen
Die Weltbank: Helfer der Armen oder Komplize der Wallstreet? Politik
NEUESTE NACHRICHTEN AUS POLITIK, KULTUR, WIRTSCHAFT UND SPORT
WWW.SÜDDEUTSCHE.DE
HF1
71. JAHRGANG / 16. WOCHE / NR. 87 / 2,50 EURO
Abpfiff
Es sah nach der ewigen Liebe aus:
Jürgen Klopp und Borussia
Dortmund. Nach sieben Jahren nun
die Trennung – für die nächste Saison
suchen beide neue Partner
Thema des Tages, Sport
EU wirft Internet-Konzern vor,
seine Macht zu missbrauchen
Deutsche als IS-Folterknechte in Syrien
Der Generalbundesanwalt verdächtigt mehrere aus der Bundesrepublik ausgereiste Dschihadisten,
Gefangene der Terrormiliz brutal zu misshandeln. Ermittler stützen sich auf 27-jährigen Kronzeugen
von georg mascolo
München – Der Generalbundesanwalt
geht dem Verdacht nach, dass sich deutsche Dschihadisten an der Folterung von
Geiseln des Islamischen Staates beteiligen. So sollen sie als Wächter in Gefängnissen des IS arbeiten, in denen auch die später enthaupteten amerikanischen, britischen und japanischen Geiseln einsaßen.
Hintergrund dieser Ermittlungen sind
nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR detaillierte Angaben
eines 27-jährigen Deutschen, der bis zum
Juni des vergangenen Jahres selber in verschiedenen Gefängnissen des IS saß, darunter in einer Haftanstalt im syrischen
Aleppo. Er kam unter bisher ungeklärten
Umständen frei. In seinen Vernehmungen
berichtete der junge Deutsche, dass er in
seiner fast einjährigen Haft viele der später hingerichteten Geiseln – unter ihnen
die Amerikaner James Foley und Steven
Sotloff – kennengelernt habe. Eine Exekution einer Geisel habe er selber beobachten
müssen; sie sei erschossen worden. Auch
sei er dem berüchtigten Henker „Dschihadi John“ begegnet. Britische Behörden wollen ihn inzwischen als den in Kuwait geborenen Mohammed Emwazi, einen studierten Informatiker, identifiziert haben. Der
junge Deutsche, der von Terrorismus-Experten des Bundeskriminalamtes vernommen wird, soll über ein außerordentlich gutes Gedächtnis verfügen.
Nach seinen Angaben sind deutsche Islamisten nicht nur als Wächter, sondern
auch als Folterer in den IS-Gefängnissen
aktiv. Bei einem von ihnen handelte es sich
nach den bisherigen Ermittlungen der Bun-
desanwaltschaft um Philip Bergner, einen
der bekanntesten deutschen Islamisten.
Der zum Islam konvertierte frühere Pizzabote aus dem nordrhein-westfälischen
Dinslaken ging im Sommer 2013 nach Syrien und soll inzwischen bei einem Selbstmordanschlag nahe der irakischen Stadt
Mossul gestorben sein. Die Bundesanwaltschaft lehnte unter Verweis auf laufende
Ermittlungen eine Stellungnahme ab.
In den Gefängnissen des IS kommt es
nach Schilderungen von Ex-Geiseln zu
schwersten Brutalitäten. Wie im US-Gefangenenlager Guantanamo lassen die Wärter
ihre Häftlinge orangefarbene Overalls tragen und foltern sie mit dem sogenannten
Waterboarding. Auch komme es immer
wieder zu Scheinhinrichtungen mit nicht
geladenen Pistolen. IS-Angehörige wie
„Dschihadi John“ sollen Häftlingen in
allen Einzelheiten die bevorstehende Exekution mit dem Säbel beschrieben haben.
Der Reporter der spanischen Tageszeitung
El Mundo, Javier Espinosa, schilderte dies
in einem Bericht über sein 194 Tage dauerndes Martyrium so: „Er strich den Säbel
über meinen Hals. Spürst du ihn? Kalt,
nicht wahr? Stellst du dir schon den
Schmerz vor, wenn ich zuschlage? Ein unvorstellbarer Schmerz.“ Mindestens eine
der Geiseln soll so schwer gefoltert worden
sein, dass sie den Verstand verlor. Der junge Deutsche wurde nach seinen Angaben
geschlagen und getreten.
Während viele der Geiseln inzwischen
vor laufender Kamera hingerichtet wurden, kam es nach Recherchen der New York
Times in mindestens 15 Fällen angeblich
nur deshalb zur Freilassung, weil vor allem
europäische Länder Lösegeld zahlten.
HEUTE
Die Seite Drei
Sein Geschäft ist der Schmuggel
von Menschen. Begegnung
mit einem Schleuser
3
Meinung
Wieder Vorratsdatenspeicherung.
Sie bedeutet: „Telefonieren
gefährdet Ihre Grundrechte!“
4
Feuilleton
Eine große Mailänder Ausstellung
zeigt die ganze Bandbreite von
Leonardo da Vinci
11
Medien
Teamarbeiter und Einzelgänger –
Zum Tod des Journalisten
Klaus Bednarz
35
In Olympia kümmern sich Griechen
und Deutsche gemeinsam
um antike Ausgrabungen
37
TV-/Radioprogramm
Forum & Leserbriefe
München · Bayern
Rätsel
Familienanzeigen
36
15
34
23
26
Süddeutsche Zeitung GmbH,
Hultschiner Straße 8, 81677 München; Telefon 089/2183-0,
Telefax -9777; redaktion@sueddeutsche.de
Anzeigen: Telefon 089/2183-1010 (Immobilien- und
Mietmarkt), 089/2183-1020 (Motormarkt),
089/2183-1030 (Stellenmarkt, weitere Märkte).
Abo-Service: Telefon 089/21 83-80 80, www.sz.de/abo
A, B, F, GR, I, L, NL, SLO, SK: € 3,20;
dkr. 24; £ 3,10; kn 28,5; SFr. 4,80; czk 95; Ft 840
41016
4 190655 802503
Die Liebe zur Mathematik ist nicht allen
gegeben. Umso erstaunlicher ist es, dass
nun ausgerechnet eine verzwickte Textaufgabe Begeisterung im Internet auslöst. Wann ist Cheryls Geburtstag? So lautet das Rätsel, das einem Klassenzimmer
in Singapur entsprungen ist und nun die
globale Rechenwut anfacht wie kaum ein
anderes Geheimnis:
Cheryl hat zwei Freunde. Die wollen
wissen, wann sie Geburtstag feiert. Zur
Auswahl gibt sie den Jungs zehn mögliche
Tage: 15., 16. und 19. Mai. 17. und 18. Juni.
14. und 16. Juli. Sowie den 14., 15. und
17. August. Dann flüstert Cheryl jedem
der beiden jeweils die Hälfte der Lösung
zu. Einem gibt sie den richtigen Monat,
dem anderen den richtigen Tag. Daraufhin sagt Albert: „Ich weiß nicht, wann Cheryls Geburtstag ist, aber ich weiß, dass es
auch Bernard nicht weiß.“ Es folgt Bernard: „Zuerst wusste ich nicht, wann Che-
Globales Kopfzerbrechen
Verzwicktes Mathe-Rätsel lässt Internetgemeinde verzweifeln
ryls Geburtstag ist, aber jetzt weiß ich es.“
Und wieder Albert: „Dann weiß ich jetzt
auch, wann Cheryl Geburtstag hat.“
Nein, das ist kein Witz, sondern mühsame Gymnastik für die Gehirnzellen, an
die singapurische Schüler längst gewöhnt
sind. Bekannt wurde das Rätsel durch einen TV-Moderator, der die Aufgabe gepostet hat. Seine Nichte in der 5. Klasse habe
sie als Hausaufgabe bekommen. Seither
kursieren im Netz verzweifelte Kommentare, dass man das Rätsel selbst als Erwachsener kaum knacken könne. Singapurer Mathematiker stellten inzwischen
klar, dass die Aufgabe auch im Stadtstaat
eher zu den schwierigen gehöre und eher
für 14- bis 15-Jährige gedacht sei.
Interessanter noch als das Rätsel
selbst erscheint manchen die Frage, warum ausgerechnet Schüler in Singapur –
neben jenen aus Shanghai oder Taipeh –
in Mathematik so glänzen. Im internationalen Vergleich nehmen sie regelmäßig
Spitzenplätze ein. Die Gründe hierfür
sind vielfältig: „Wir beobachten, dass diese Kulturen im Unterricht mehr Wert auf
die Grundlagen des logischen Denkens legen“, sagt Kristina Reiss, Professorin für
Didaktik der Mathematik an der TU München. Wer Rechenaufgaben nur auswendig lerne, ohne deren Lösung zu verstehen, habe davon wenig. In Asien werde
das Verständnis in der Mathematik stärker gefördert.
Zudem verwenden Schüler dort viel
mehr Zeit auf ihre Hausaufgaben als die
meisten anderen Kinder. Wer in einer singapurischen Eisdiele sitzt, sieht dort täglich Scharen von Schülern. Sie schlecken
nicht nur ihr Eis, sondern brüten gleichzeitig über Aufgaben. Oft tun sie dies bis
spät in die Nacht. Nachhilfestudios gibt es
an jeder Ecke. Und der Anspruch der Gesellschaft, dass Kinder in Mathe glänzen
sollen, ist stärker ausgeprägt als in Europa oder Amerika. Im Westen kann man
sich dagegen oft durchlavieren, wenn
man Mathe nicht versteht. Ausländische
Lehrer, die in Fernost unterrichten, sind
oft verblüfft – und manchmal entsetzt –
wie lange Schüler dort am Schreibtisch sitzen. Zeit fürs Spielen bleibt wenig.
Und Cheryls Geburtstag? Bleibt ein Geheimnis, das sich notfalls per Google lüften lässt. Vorsicht: Es geistern falsche
Ergebnisse durchs Netz. arne perras
Private Daten sollen wieder gespeichert werden
Reise
Ulrich Matthes über den richtigen Zeitpunkt, Macbeth zu spielen. Wie kann ein
Schatz die Zukunft Siziliens verändern?
Welche Dinge gehören in eine Zeitkapsel?
Google droht
Milliarden-Strafe
FOTO: FRANK AUGSTEIN/AP
(SZ) Nicht dass man Platons Werke als
Biergarten- oder Strandlektüre empfehlen
möchte, aber hin und wieder geht es darin
doch recht heiter zu. Im Dialog „Kratylos“
zum Beispiel will Hermogenes von Sokrates wissen, ob sein Name wirklich nicht zu
ihm passt; Kratylos habe das nämlich behauptet. Sokrates, einem netten Scherz nie
abgeneigt, gibt die Auskunft, dass Hermogenes tatsächlich besser nicht Hermogenes hieße. Der Name bedeute „von Hermes
abstammend“, und wenn das für Hermogenes zutreffe, müsse er, da Hermes auch
der Gott des geschäftlichen Gewinns ist, in
Geldangelegenheiten doch ein glücklicheres Händchen haben (Hermogenes ist, wie
man wissen muss, notorisch klamm). Der
Dialog kommt über dieses Vorspiel schnell
hinaus und gilt, da in ihm über die Sachen
und ihre Bezeichnungen geredet wird, als
eine Art Wiege der Sprachphilosophie.
Zu den Ritualen der aktuellen Sprachpraxis gehören die Hitlisten der Wörter des
Jahres und der Unwörter, denen über eine
Weile die der Vornamen folgt. Eben ist ihre
neueste Auflage erschienen, und sie führt
fort, was die Auswertung der Standesamtsdaten schon für 2013 und 2014 ergeben hatte: Sophie und Maximilian sind die beliebtesten Vornamen. Wie sie es zu dieser Vorzugsstellung gebracht haben, wissen wahrscheinlich nicht einmal die Eltern der auf
Sophie und Maximilian getauften Kinder.
Statistische Erhebungen zu diesen und anderen Vornamen weisen darauf hin, dass
auch sie der Mode unterliegen. Entsprechend sehen die daraus gewonnenen Diagrammkurven aus. Sie gleichen den Kurven, die hochriskante Aktien an der Börse
schlagen, nur dass man faule Papiere zur
Not verhökern kann. Der Name hingegen
bleibt. Bei Sophie und Max ist das leicht zu
ertragen, weil die Namensetymologie dem
Selbstvertrauen förmlich zuspielt. Sophie
kommt vom griechischen Wort für Weisheit, sophia, und hinter Maximilian schaut
das lateinische maximus (der Größte) hervor. Sokrates würden dazu sicher ein paar
Scherze einfallen, mit denen er die Sophies
und Maximilians fürs ganze Leben erfreuen oder, je nachdem, verunsichern könnte.
So, wie zu den Wörtern des Jahres die
Unwörter gehören, haben die beliebtesten
Namen des Jahres ihre unschöne, zumindest kuriose Kehrseite. Der Gesellschaft
für deutsche Sprache zufolge wurden die
Standesämter auch 2014 mit Namenswünschen der exquisitesten Art konfrontiert.
Zum Wohl der Kinder haben sie Vornamen
wie Jonesen, Arriach, Belmondo, Bambel,
Hook, Smoky, Mumford oder Stoitsov abgelehnt. Diese gehen nun in die Ruhmeshalle jener Geschmacksverirrungen ein, in
der schon Atomfried, Bierstübl, Gastritis,
Joghurt, Liebknecht, Nelkenheini, Pfefferminza, Omo, Steißbein, Verleihnix und
Waldmeister aufs Jüngste Gericht warten.
Wie wohl die Kinder ausgesehen haben,
von denen die Eltern glaubten, ihr Wesen
decke sich mit solchen Namen?
MÜNCHEN, DONNERSTAG, 16. APRIL 2015
Koalition will Konzerne verpflichten, Telefon- und Internet-Verbindungen zehn Wochen lang festzuhalten
Berlin – Die Bundesregierung hat ihren
jahrelangen Streit über die Vorratsdatenspeicherung beigelegt. Justizminister Heiko Maas (SPD) und Innenminister Thomas
de Maizière (CDU) verständigten sich auf
„Leitlinien“ für ein neues Gesetz. Maas,
dessen Ressort federführend ist, präsentierte am Mittwoch die Details. Demnach
sollen Telefon- und Internetverbindungsdaten der Bürger künftig zehn Wochen
lang gespeichert werden. Dazu gehören insbesondere die Rufnummern der beteiligten Anschlüsse, Zeitpunkt und Dauer der
Anrufe, sowie die IP-Adressen. Für die
Standortdaten, die bei Handy-Gesprächen
anfallen, ist eine verkürzte Speicherfrist
von vier Wochen vorgesehen. Der E-MailVerkehr soll von der Vorratsdatenspeicherung ganz ausgenommen werden. Auch
die aufgerufenen Internetseiten müssen
DIZdigital: Alle
Alle Rechte
Rechte vorbehalten
vorbehalten –- Süddeutsche
Süddeutsche Zeitung
Zeitung GmbH,
GmbH, München
München
DIZdigital:
Jegliche Veröffentlichung
Veröffentlichungund
undnicht-private
nicht-privateNutzung
Nutzungexklusiv
exklusivüber
überwww.sz-content.de
www.sz-content.de
Jegliche
nicht dokumentiert werden. Für die Vorratsdatenspeicherung (VDS) ist kein Anlass notwendig, sie trifft also alle Bürger
und läuft ständig. Sie erfasst allerdings
nur die sogenannten Verbindungsdaten,
der Inhalt der Kommunikation wird nicht
gespeichert.
Im Jahr 2007 hatte die damalige große
Koalition bereits ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Dieses wurde 2010 vom Bundesverfassungsgericht
als grundgesetzwidrig verworfen. Im April
2014 kippte der Europäische Gerichtshof
dann auch die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung.
Maas und de Maizière verständigten
sich damals darauf, die Neufassung der EURichtlinie abzuwarten, bevor ein weiterer
deutscher Gesetzentwurf vorgelegt wird.
Dies wurde als Erfolg des Justizministers
gewertet, da damit die Arbeit an einem
deutschen Gesetz zunächst bis auf unbestimmte Zeit gestoppt war.
De Maizière fordert seit Langem die Einführung der VDS, Maas hat sich bisher immer dagegen ausgesprochen. Noch im Dezember hatte er der Süddeutschen Zeitung
gesagt, er lehne die anlasslose Vorratsdatenspeicherung „ganz entschieden ab“. Sie
verstoße „gegen das Recht auf Privatheit
und gegen den Datenschutz“.
Als sich abzeichnete, dass die EU-Kommission entgegen ersten Plänen doch keine Richtlinie mehr präsentieren wird, begannen Maas und de Maizière wieder über
ein deutsches Gesetz zu verhandeln. Die Lage war für Maas auch deshalb nicht einfach, weil sich SPD-Chef Sigmar Gabriel
und viele Landesinnenminister der SPD
für die VDS aussprachen. Maas versuchte
am Mittwoch, die Einigung mit de Maizière trotzdem als Erfolg zu präsentieren. Er
verwies darauf, dass die Speicherfristen
jetzt deutlich kürzer seien als im ursprünglichen Gesetz und in der EU-Richtlinie. Diese hatten noch sechs Monate beziehungsweise zwei Jahre vorgesehen.
Die Opposition kritisierte den Kompromiss dagegen vehement. Die FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger,
die in ihrer Zeit als Justizministerin die
Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung verhindert hatte, sagte, die Regierung „verschachert die Privatsphäre der
Bürger“. Die VDS ist und bleibe „ein Überwachungsmonster“. Grünen-Chef Cem Özdemir warf Maas vor, eingeknickt zu sein,
und sprach von einem „bitteren, schwarzroten Tag für unsere Grundrechte“.
robert roßmann
Seiten 4 und 5
Brüssel – Die EU-Kommission geht gegen
das Geschäftsgebaren der US-Suchmaschine Google vor. Wettbewerbskommissarin
Margarethe Vestager wirft dem Konzern
vor, seine marktbeherrschende Stellung in
Europa zu missbrauchen und Suchergebnisse unfair anzuzeigen. Verbrauchern, die
online Preise verglichen, würden nicht die
besten Ergebnisse prominent angezeigt,
sondern eigene Dienste. Die Wettbewerbskommissarin prüft den Verdacht, dass Google mit Anreizen für Handy-Hersteller, seine Dienste und Anwendungen exklusiv vorzuinstallieren, Konkurrenten illegal beeinträchtigt. Das Verfahren ist das größte, das
die EU-Behörde je angestrengt hat. Dem
Konzern droht eine Strafe in Milliardenhöhe. Google hat in Europa einen Marktanteil
von 90 Prozent. Ziel des Verfahrens ist es,
das Geschäft auch für andere Anbieter zu
öffnen. gam
Seite 4, Wirtschaft
Frühjahrsgutachten regt
große Steuerreform an
Berlin – Der kräftige Aufschwung und die
steigenden Einnahmen des Staates eröffnen nach Einschätzung der führenden
Wirtschaftsinstitute Raum für eine große
Steuerreform. Diese solle sich auf kleine
und mittlere Einkommen konzentrieren.
Das geht aus dem der Süddeutschen Zeitung vorliegenden Frühjahresgutachten
hervor, das die Forscher an diesem Donnerstag vorstellen. gwb
Wirtschaft
Vier Gewerkschaften
grenzen Verdi aus
Berlin – Die Gewerkschaften, die im DGB
zusammengeschlossen sind, wollen enger
zusammenarbeiten – allerdings nur vier
der acht Organisationen. Die IG Metall, die
IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), die
IG Bau sowie die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) stellten am Mittwoch
in Berlin eine Vereinbarung vor. Die Gewerkschaft Verdi, mit der die vier Organisationen oft streiten, gehört nicht zu den
Unterzeichnern. de
Seiten 4 und 5
Bundesweiter
Blitzer-Marathon
München – An diesem Donnerstag müssen Temposünder in ganz Deutschland aufpassen: Beim bundesweiten Blitzer-Marathon, an dem sich 21 weitere Länder in Europa beteiligen, kontrollieren insgesamt
13 000 Polizisten Raser. Von sechs Uhr morgens an werden sie an 7000 Kontrollpunkten im Einsatz sein. Beim letzten Blitzmarathon im vergangenen Jahr wurden 93 000
Temposünder erwischt. sz Panorama
Dax ▲
Dow ▲
Euro ▼
Xetra 17 Uhr
12287 Punkte
N.Y. 17 Uhr
18128 Punkte
17 Uhr
1,0624 US-$
+ 0,50%
+ 0,51%
- 0,0026
DAS WETTER
▲
TAGS
26°/ 2°
▼
NACHTS
Im Norden und in der Mitte bewölkt, dabei
örtlich Regen. Sonst ist es heiter bis wolkig
und trocken. Später sind auch im Westen
und Süden Deutschlands Schauer möglich. Höchsttemperaturen zehn bis 26
Grad.
Seite 15
Die SZ gibt es als App für Tablet
und Smartphone: sz.de/app
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
20
Dateigröße
193 KB
Tags
1/--Seiten
melden