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exclusive - Lufthansa Media Lounge

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exclusive Nº 4/2015
Nº 4
exclusive
Ola Orekunrin · Honigjäger in Nepal · Douglas Kirkland · Slowfood-Universität · Sportmode · Bjarke Ingels · Hemdenfabrik Merz beim Schwanen
2 0 1 5
Süßer
Raub
Die Jagd nach
dem wilden Honig
im Himalaya
Collection Moments of Delight
SAN FRANCISCO
Shreve & Co
tel. +1 415 860 4010
BERLIN
KaDeWe • Hotel Adlon
tel. +49 7231 28 40 128
HONG KONG
ifc mall • Harbour City
tel. +852 2540 1028
TOKYO
The Ritz-Carlton, Tokyo
tel. +81 3 6434 8070
VIENNA: Am Graben 14 • BEIJING: China World Mall, Phase 3 • LUXEMBOURG: 19 Grand Rue
DÜSSELDORF: Königsallee 60 • FRANKFURT: Goethestr. 4 • MUNICH: Dienerstr. 18 • ZURICH: Beyer • www.wellendorff.com
D
Inhalt
10
;VZOPIHLTWÄLOS[>PUKV^Z
20
Seite
Honigjäger
Porträts für die Ewigkeit von Douglas Kirkland
Lecker: Kulinarik-Universität im Piemont
SEITE 32
SEITE 44
BYE-BYE EINTÖNIGKEIT.
HALLO
UNABHÄNGIGKEIT
BIS ZU 17 STUNDEN LANG*.
PORTÉGÉ Z20t-B
EIN NOTEBOOK FÜR IHRE ANSPRÜCHE.
UND EIN TABLET ON TOP.
exclusive
Süßer
Raub
TITELFOTO
Ein Kletterer präsentiert
die erbeutete Wabe. Die
Nepalesen glauben, wilder
Honig komme direkt von den
Göttern – dafür nimmt man
auch Stiche in Kauf.
40
Weltgenosse
W O R L D Ärztin Ola Orekunrin rettet mit
ihren „Flying Doctors Nigeria“ Leben
K O L U M N E Städte erneuern sich, merkt
Max Küng – und hält zu alten Freunden
30
Kleine Fluchten
44
Genuss
T R A V E L Das luxuriöse Resort Alila Jabal
Akhdar im omanischen Hadschar-Gebirge
F O O D Gut essen kann man lernen! Im
Piemont bildet die Universität für
gastronomische Wissenschaften junge
Connaisseurs aus
32
Douglas Kirkland
Er fotografierte die Stars und
wurde selbst einer: der 80-Jährige über
sein Werk und Flirts mit Marilyn Monroe
WORLD
Feedback ?
LOB UND KRITIK ZUM HEFT
Gern an LHmagazin@guj.de
Weitere Informationen: www.toshiba.de/Z20T
Fotos: Douglas Kirkland; Stefano Scatà
Nº 4
18
Wortlaut
Mit nur einem Handgriff auf jede Arbeitsumgebung einstellen
¶T€NSPJOTHJO[KHZKLY;VZOPIH7VY[tNtA[)LPUÅL_PISLY
leiser Detachable mit 31,75 cm (12,5”) Display und dem neuen
Intel® Core™°47YVaLZZVY4P[LPULY(RR\SH\MaLP[]VUIPZa\
:[\UKLUZPUK0OYLY2YLH[P]P[p[RLPUL.YLUaLUNLZL[a[
+HTP[NLUPLLU:PLH\JOPT(YILP[ZHSS[HNLUVYTL-YLPOLP[
<UKKPLÉ9LSPHIPSP[`.\HYHU[LL¸]VU;VZOPIHNHYHU[PLY[0OULU
\U\U[LYIYVJOLUL7YVK\R[P]P[p[
PU.LYp[LTP[0U[LSŽ;LJOUVSVNPL!
)LP)LKHYMLPU5V[LIVVR\UKH\M
>\UZJOLPU;HISL[
NOTEBOOKMODUS
PRÄSENTATIONSMODUS
TABLETMODUS
.Y\UKSHNL!4VIPSL4HYR,ZNLS[LUKPL.HYHU[PLILKPUN\UNLU(\ZM…OYSPJOL0UMVYTH[PVULU!^^^[VZOPIHKLYLSPHIPSP[`Intel, das Intel-Logo, Intel Inside, Intel Core und Core Inside sind
LPUNL[YHNLUL4HYRLUKLY0U[LS*VYWVYH[PVUPUKLU<:(\UKVKLYHUKLYLU3pUKLYU°;6:/0)(*VYWVYH[PVUfUKLY\UNLU]VU7YVK\R[ZWLaPÄRH[PVULU2VUÄN\YH[PVULU\UK7YLPZLU
ZV^PLKLY=LYM…NIHYRLP[]VU:`Z[LTLU2VTWVULU[LU6W[PVULU]VYILOHS[LU+PL7YVK\R[NLZ[HS[\UNKPL[LJOUPZJOLU+H[LU\UKKPL-HYILUR€UULUQLKLYaLP[VOUL]VYOLYPNL(UR…UKPN\UN
NLpUKLY[^LYKLU\UKR€UULU]VUKLU(IIPSK\UNLUHI^LPJOLU0YY[\T]VYILOHS[LU
Inhalt
12
«Fortschritt ist nur
dann gut, wenn man
seinen Werten dabei
treu bleiben kann.»
»Ein echtes Privileg,
bei der Honigernte dabei zu sein!
Wann sonst erlebt
man eine großartige
Tradition so aus
der Nähe?«
Salvatore Peluso,
Architekturstudent, Politecnico di Milano
Utopisch: die Bauten von Bjarke Ingels
SEITE 52
SEITE 62
52
Mode
62
Bjarke Ingels
Trainieren, schwitzen und dabei
noch richtig gut aussehen? Mit der neuen
Sportmode gelingt der Spagat
B U S I N E S S Kontrollierter Größenwahn
hat den Architekten berühmt gemacht
STYLE
Illustration: Elisabeth Morch
70
Made in Germany
Ein Duo macht Knopfhemden
von der Schwäbischen Alb wieder hip
BUSINESS
Weitere MultimediaInhalte gibt es in
der iPad-App von
Lufthansa exclusive.
RUBRIKEN
9
Editorial
14
Radar
76
Lufthansa
79
Impressum
81
Flight Mode
K O L U M N E Immer kürzer arbeiten, aber
immer mehr schaffen – das Phänomen
Lifehacking und die Folgen
84
Miles & More
S E R V I C E Sammeln, einlösen, gewinnen –
News und Angebote für HON Circle
Member, Senatoren und Frequent Traveller
PAT R I C K TO M B O L A
Als der Fotograf das Abhängen der Waben dokumentierte, half ihm ein Profikletterer. Das war auch nötig,
denn Tombola baumelte an
einer Steilwand, 80 Meter
tief tat sich der Abgrund
unter ihm auf.
Fotos: Leo Krumbacher; Courtesy of BIG
Nicht nur funktional: Aktuelle Sportmode
Eine Designikone wird 50: das USM Möbelbausystem Haller – Zeit,
um nach vorne zu schauen und neue Perspektiven zu erkunden.
Erfahren Sie, wie eine neue Generation von Designern, Künstlern und
Architekten aus weltweit sieben renommierten Hochschulen Modularität neu definiert, und werden Sie Zeuge eines visionären Projekts.
Folgen Sie dem USM Jubiläumsprojekt unter usm.com/project50
www.usm.com
Radar
14
15
Der Teppich als Leinwand
Die Experimentierfreude, vemutet Jürgen Dahlmanns,
ist wohl ein Erbe seiner Hippie-Eltern. Der gelernte
Architekt hat Gefallen daran gefunden, originelle
Teppichdesigns zu entwerfen. In der indischen Wüste
Thar und im Himalaya werden seine Ideen per Hand zu
wahren Kunstwerken geknüpft.
rugstar.com
Kubanisches Doppel
Radiohead, Jack White, Adele … Schon einige Musikgrößen
hat Richard Russell produziert. Der Brite besitzt offenbar
ein besonderes Näschen für Talente. Das beweist auch seine
jüngste Entdeckung, das Zwillingspaar Naomi und LisaKaindé Díaz. Unter dem Namen Ibeyi kombinieren sie kubanische Yoruba-Gesänge mit Elektrobeats – zurzeit sind sie
auf Deutschland-Tour.
Mutiger
Japaner
Kunst
am Fuß
Mit schwarzen Entwürfen und
eher formlosen Schnitten stellte
Yōji Yamamotos erste Kollektion
1981 die Pariser Fashionszene
auf den Kopf. Seitdem zählt der
japanische Modedesigner, der
sich bescheiden als „Handwerker“ bezeichnet, zur Avantgarde.
ibeyi.fr
Ein Bildband zeigt sein mutiges
Nichts für
Pantoffelhelden
Können, mit dem er auch harten
Geschenk der Götter
Griechenland raus aus der Eurozone? Nein, wir fahren hin und
geben Euros aus! Etwa auf Zakynthos, einer der Ionischen Inseln.
Hier verzaubert uns das Porto Zante, ein Resort so schön, dass es
die Konkurrenz auf den Malediven nicht zu fürchten braucht.
Sechs Villen mit eigenem Pool und Garten, Privatstrand und Kinderbetreuung garantieren (nicht nur) Eltern einen Traumurlaub.
portozante.com
Zeiten trotzt.
rizzolibookstore.com
Wer bequeme und gleichzeitig
stilvolle Treter sucht, die auch
Quelle: Instagram (2014)
in der Chefetage ankommen,
Oft im Netz
ist mit Loafers gut bedient. Ur-
Die meistgetaggten Orte auf Instagram
sprünglich waren die Slipper
das bequeme Schuhwerk der
Studenten amerikanischer Eliteunis. Fast undenkbar: Mit diesem
Paar von Paul Smith für 360 Euro
in die Mensa zu schlappen …
paulsmith.co.uk
Ein Trend wird zur Bewegung: Immer mehr Menschen verweigern sich Discountern,
Massentierhaltung und Fast Food. Stattdessen kaufen sie frische, regionale Produkte,
oder ernten sogar selbst. Back to Nature – dazu passt das wetterfeste Mobiliar
des estnischen Herstellers Ulaelu, das Gärten in schicke Outdoor-Küchen verwandelt.
ulaelu.ee
Foto: Flavien Prioreau
Grill mit Stil
Infografik: STATISTA
#DISNEYLAND
Anaheim, USA
Gutes im Gepäck
Seit 1992 hat die Elton John AIDS Foundation (EJAF)
bereits rund 283 Millionen Euro Spenden gesammelt.
Ziemlich viel, aber nicht genug! Exklusive Produkte
wie dieser Koffer im Retro-Stil sorgen dafür, dass es
mehr wird.
mrporter.com
# D O D G E R S TA D I U M
# G O R K I - PA R K
Los Angeles, USA
Moskau, Russland
#TIMES SQUARE
New York, USA
# S I A M PA R A G O N M A L L
Bangkok, Thailand
Radar
16
Comeback in
NYC
Edler Knick
F. Scott Fitzgerald schrieb an der Bar, die Tochter
von Enrico Caruso kam in einer der Suiten zur Welt:
Um das New Yorker Luxushotel The Knickerbocker,
liebevoll „The Knick“ genannt, ranken sich zahlreiche Legenden. Seit 1921 war es geschlossen, jetzt
können nach aufwendiger Sanierung wieder Gäste
im Haus mit der Beaux-Arts-Fassade nächtigen.
theknickerbocker.com
Im Flug zum Sieg
Sind Profisportler, die zu einem Spiel oder Wettkampf per
Langstreckenflug anreisen, überhaupt fit genug, um gewinnen
zu können? Statistiker sagen: Die Chancen stehen schlecht.
Was tun? In Kooperation mit der Sportartikelfirma Nike hat das
Designbüro Teague an einer Lösung gebastelt: Man entwarf
„The Athlete’s Plane“, komfortable Flugzeugräume, die ganz
auf die Bedürfnisse von Spitzensportlern zugeschnitten sind.
teague.com
80
%
der deutschen Männer sind
Natürlicher Blick
Pflichtschenker. Dabei machen
Überraschungspräsente abseits
Acetat, das klingt erst mal künstlich. Doch das Gegenteil ist richtig:
von Geburts- und Hochzeits-
Der chemische Stoff ist natürlichen Ursprungs und kommt in fast
tagen sowie Weihnachten Frauen
jedem Organismus vor. Und da er so schön formbar ist, wird er gern
viel glücklicher. Das zeigt eine
in der Mode verwendet – wie für diese Brille von Illesteva.
Forsa-Umfrage im Auftrag der
über mrporter.com
Schmuckmanufaktur Wellendorff.
Wortlaut
world
Frau Orekunrin, wann haben Sie zuletzt ein
Leben gerettet?
O L A O R E K U N R I N : Vorgestern. Ein frühgeborenes Baby
und ihre Mutter, beide schwer krank. Das Baby war erst
27 Wochen alt, die jüngste Patientin, die wir je hatten.
Wir konnten beide stabilisieren und in ein Krankenhaus
fliegen. Auf dem Landweg hätten sie es nicht geschafft.
An den Einsatz werde ich mich noch lange erinnern.
EXCLUSIVE:
Frau Doktor
ist gelandet
Bye-bye England: Die junge Ärztin
Ola Orekunrin hat ihr altes Leben
hinter sich gelassen und die „Flying
Doctors Nigeria“ gegründet
I N T E R V I E W
M I M I
S T A V E
Sie waren eine der jüngsten Ärztinnen
Großbritanniens, als Sie 2007 Ihr altes Leben zurückließen, um in Nigeria die „Flying Doctors“ zu gründen.
Was hat Sie dazu bewegt?
O R E K U N R I N : Während einer Reise nach Nigeria wurde
meine kleine Schwester sehr krank. Wir haben überall
nach einem Luftrettungsdienst gesucht, aber keinen
gefunden. Sie ist gestorben, mit zwölf Jahren. Das hat
mich nicht losgelassen, ich wollte etwas ändern.
EXCLUSIVE:
Was hat sich seitdem getan?
Wir haben expandiert, unsere Flotte ist
auf 20 Flugzeuge und Helikopter gewachsen. Damit
erreichen wir nun Patienten in ganz Westafrika. Wir
können bei den besten Kliniken landen. Mittlerweile
sind wir extrem erfahren, was lange Transportwege angeht. Diese Entwicklung verdanke ich meinem Team.
Jeder arbeitet sehr hart. Das bedeutet auch, manchmal mehrere Nächte im Büro zu schlafen.
EXCLUSIVE:
OREKUNRIN:
Was muss sich im afrikanischen Gesundheitswesen ändern?
O R E K U N R I N : Es ist zu teuer, und die Kosten steigen
zu schnell. Es fehlen moderne Geräte, gut ausgebildete Notfallärzte und ein flächendeckendes Rettungssystem. Der Kampf gegen Ebola, HIV oder Malaria
ist natürlich wichtig und steht international im Fokus.
Aber ein ebenso großes Problem wie Infektionskrankheiten bleibt die Versorgung von Notfallpatienten. Zu
viele Menschen sterben in Nigeria nach Arbeits- und
Verkehrsunfällen, Schießereien oder Bombenanschlägen, einfach weil schnelle und kompetente Hilfe fehlt.
EXCLUSIVE:
Welches sind Ihre nächsten Schritte?
Bis Ende des Jahres wollen wir unsere
Flotte erweitern und auch Patienten in Zentralafrika
versorgen. Und ich möchte meine Ausbildung zur Helikopterpilotin erfolgreich abschließen. Im Moment fällt
mir die Koordination im Cockpit noch etwas schwer.
Aber ich liebe es zu fliegen.
EXCLUSIVE:
OREKUNRIN:
OLA OREKUNRIN, 29,
hat nigerianische Eltern, wuchs aber in
einer britischen Pflege familie auf. Sie ist Ärztin
und Geschäftsführerin der „Flying Doctors
Nigeria“. 2013 ehrte sie das Weltwirtschaftsforum als „Young Global Leader“. Zurzeit lernt
sie, einen Helikopter zu fliegen.
Können Ärzte von Piloten lernen?
Auf jeden Fall im Bereich Arbeitsorganisation: Wie Piloten jeden Schritt nach einer Checkliste durchgehen und so sicherstellen, nichts zu vergessen – davon können auch Mediziner profitieren.
EXCLUSIVE:
OREKUNRIN:
Illustration: Berto Martinez
18
20
world
world
F O T O S
Patrick Tombola
Klauen
und
Stechen
Im Himalaya setzen Männer
seit Jahrtausenden ihr Leben
aufs Spiel, um den wilden
Bienen des Gebirgsmassivs
ihren Honig zu stehlen
T E X T
F R I T Z
S C H A A P
21
22
world
»Die Bienen können nicht unterscheiden,
ob wir ihnen Böses wollen oder nur den Honig«
Madan Sing Gurung, Honigjäger in Nepal
W
Oben: Madan Sing Gurung entspannt sich in einer Bar
in Bhujung. Unten: Ein Stück Bienenstock mit wildem Honig
Rechts: Ein Honigjäger mit selbst gemachtem Kopfschutz.
Um an den Honig zu gelangen, müssen die
Jäger an einer Strickleiter das Kliff hinabsteigen
ilder Honig kommt von den Göttern.
Deshalb darf er nur an bestimmten Tagen im Jahr geerntet werden,
gejagt, wie sie hier in Nepal sagen,
sonst droht der Zorn der Götter. Heute ist einer dieser Tage, so hat es der Schamane verkündet. Die
Morgensonne brennt die letzten Dunstschleier vom
schneebedeckten Gipfel des Dhaulagiri, eines der
Nebenberge des Annapurna. Schweigend kramen
Madan Sing Gurung und seine Männer dicke Bastseile und eine 20 Meter lange Strickleiter aus ihrem
Schuppen in Bhujung, einem Dorf, in dem sich
uralte Steinhäuser einen langen Hang hinaufziehen.
Die nächste Straße ist einen zweistündigen Fußmarsch entfernt, Esel und Träger transportieren die
Ware. Es ist Oktober, der letzte Monat der Ernte. Immer im November ziehen die Bienen ins Tal, im März
kehren sie zurück. Die Männer wirken angespannt.
Honigjagd in Nepal ist eine gefährliche Arbeit. Die
Bienen, deren Honig sie jagen, sind groß: Bis zu drei
Zentimeter werden sie lang. Aber vor allem die Lage
macht die Ernte zu einem Spiel auf Leben und Tod.
Madan Sing Gurung und seine Helfer, die Haut ledrig
von der Höhensonne, der Blick ernst, schlagen mit
rostigen Macheten den Weg frei, binnen weniger Tage ist er schon wieder zugewachsen.
Der Weg in die Jagdgründe führt zunächst
durch dichten Dschungel. Blutegel saugen sich an
Hosen und Schuhen fest, Spinnen hängen in riesigen
Netzen von den Ästen. An einem kleinen Bach,
kurz vor einem weit überhängenden Felsen, ziehen
alle ihre Schuhe aus – der Überhang gehört schon
zum Kliff, an dem die Bienen ihre Nester haben, und
weil das Kliff heilig ist, darf es nur barfüßig betreten
werden. Keine halbe Minute später läuft das Blut in
Strömen von den Beinen der Männer: Die Honigjagd
ist auch für die Blutegel ein Festmahl. Ungerührt
schleppen die Männer ihre Leiter und die Seile unter
den Felsvorsprung. Sie sammeln trockenes Holz und
machen ein Feuer, auf dem sie Raksi erhitzen, eine
Art Reiswein, der ihnen die Angst nehmen soll. Kleine Schalen mit Reis werden vorbereitet, Kräuter
world
25
»Seit ich zum ersten Mal von der
Jagd zurückkam und die Anerkennung in
den Blicken der anderen sah,
will ich immer wieder an die Wand«
Madan Sing Gurung
Durch dieses Tal
marschieren
die Honigjäger auf
dem Weg vom
Dorf Bhujung zur
Ernte am Kliff
26
world
world
»Unsere Vitamine, unsere Energie –
sie kommen vom Honig«
Madan Sing Gurung
und Äste hineingesteckt: Opfergaben für Karbo, den
Gott des Berges. Einige Männer gehen los und schlagen einen Weg durch das hohe Gras entlang der Klippe hin zur Abseilstelle. 40 Meter geht die Bergwand
hier senkrecht nach unten. Wie alle Kliffs, in denen
die Bienen nisten, zeigt sie nach Westen, damit die
Waben nicht zu sehr dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind.
Unter dem Felsvorsprung stimmen die Männer
ein Lied an, eine gesungene Entschuldigung bei den
Bienen. „Weil wir ihr Haus zerstören“, erklärt Madan
Sing Gurung nach dem Ritual. „Die Bienen gehören
einer anderen Rasse an, sie können nicht unterscheiden zwischen Arm und Reich, und ob wir ihnen etwas
Böses wollen oder nur den Honig.“ Das Ritualgemisch
aus Hinduismus, Buddhismus und Bön-Religion, dem
Vorläufer des Buddhismus, soll die Götter gnädig
stimmen. Der hier lebende Volksstamm der Gurung
mischt seit jeher verschiedene Religionen.
In kleinen gusseisernen Schalen voll Reis zünden einige Männer junge Zweige an, ein weiteres Opfer an die Götter, andere sprechen leise Gebete zum
Noch am Kliff, direkt
nach erfolgreicher
Jagd, löst eine Gruppe
von Honigjägern den
Nektar aus den Waben
und füllt ihn in Blechschüsseln. Die Waben
werden separat zurück
ins Dorf gebracht
Hindugott Shiva. Früher schlachteten die Jäger vor
der Honigjagd Tiere. Heute müssen sich die Götter,
buddhistischer Tradition folgend, mit vegetarischen
Opfern begnügen. Nur im Frühling, wenn sie sich auf
die lange Reise zu den höher liegenden Kliffs machen und mehr als drei Tage im Dschungel verbringen müssen, opfern sie nach wie vor eine Ziege oder
ein Huhn.
Madan, 47, jagt seit zwölf Jahren den wilden Honig. Schon sein Vater und sein Großvater waren Ho¶ ˜ª{˜ÊęļÊļ΍¯‚ÎÕļñ¶˜ļÊÎÕļÎÇ{Õļ‰wµ Õļw¶ęļÊļ!ÊÙ¶‰ēļ
Lange kamen die Bienen nicht mehr. Was Umweltschützer mit der fortschreitenden Entwaldung begründen, erklären die Gurung mit dem Zorn der Götter. Vor 20 Jahren kam es zu Kämpfen um den Honig.
Gruppen aus mehreren Dörfern ließen ihre Leitern am
Kliff hinunter, attackierten einander mit langen Bambuslanzen. Mit den Lanzen führen sie normalerweise
Widerhaken in die Waben ein; es hängen Seile daran, mit denen die Waben hinaufgezogen werden. Die
Kämpfe dauerten mehrere Stunden. Gestorben ist
niemand, aber die Götter waren verärgert ob der Gier
der Menschen. Acht lange Jahre blieben die Bienen
aus. „Es war eine harte Zeit“, erklärt Madan, „unsere
Vitamine und unsere Energie, sie kommen vom Honig.“ In vielen asiatischen Ländern gilt der HimalayaHonig als Naturmedizin; auch für Touristen haben
die Jäger immer ein paar Gläser davon im Haus.
Mittlerweile haben Madans Helfer das Reisig zu
Bündeln zusammengebunden. Die Männer schlängeln sich den kleinen Pfad am Abgrund entlang, wie
Bergziegen. Madan trägt einen neuen weißen Schutzanzug, alle anderen nur improvisierte Schutznetze
aus alten Kartoffelsäcken. Ein paar Meter weiter, unten am Kliff, scheinen die Bienen zu ahnen, was
ihnen droht. Wellenförmig bewegen sie sich auf den
Waben. Eine Warngeste, normalerweise gegen die
Hornissen gerichtet, ihre natürlichen Feinde. Dann
lassen die Männer die qualmenden Bündel hinunter,
der Rauch soll die Bienen betäuben. Aber nun
schießen Schwärme aufgebrachter Himalaya-Bienen
die Felswand hinauf. Dort steht eine Gruppe von
Männern und wartet auf das Zeichen, die Waben am
Seil hochzuziehen.
Langsam und unter den ständigen Angriffen der
Bienen steigt Madan nun seine Leiter hinab. Frei
hängend in 30 Meter Höhe versucht er, die Haken in
die Wabe zu bugsieren. Es ist ein harter Kampf, ein
dichter Bienenteppich sitzt auf seinem Anzug, der
Rauch beißt in den Augen, der Schweiß läuft ihm
den Körper hinunter. Der Kampf dauert 20 Minuten, dann baumelt die Wabe am Seil, Madan klettert
die Leiter hinauf. Noch zweimal wagt er sich in den
nächsten Stunden hinunter. Dann hat er alle erreichbaren Waben vom Kliff gesammelt.
Oben am Hang wird der Honig bereits aus den
Waben gefiltert und in große Blechschüsseln gefüllt,
die Waben samt Larven werden in separaten Behältern transportiert. Die Stiche, die er trotz des Anzugs
bekommen hat, kann Madan kaum zählen. Aber dank
einer Kräutereinreibung und eines Gebets des Schamanen, der die Jäger immer begleitet, schmerzen
die Stiche nicht – sagt er zumindest, während er und
seine Kameraden Seile, Leiter und die etwas magere
Ausbeute der Jagd zurück ins Dorf tragen.
In Madans Haus kochen sie Waben und Larven
zu einer Suppe, die ihnen Kraft und Mut geben soll.
Der Boden ist aus hart geklopftem Lehm, die Decken
sind niedrig, die Luft verraucht von der Feuerstelle.
Zwei alte Frauen sitzen beim Feuer und schneiden
Gemüse in die Larvensuppe. Die Männer besprechen
lachend und bei vielen Gläsern Raksi den Tag.
Madan sitzt jetzt ein wenig abseits. Auch der
Schamane kann ihm die Schmerzen nicht vollständig
nehmen. Er ist trotzdem stolz, Honigjäger zu sein.
„Seitdem ich das erste Mal von der Jagd ins Dorf
zurückkam und die Anerkennung in den Blicken der
27
28
world
Einer der Honigjäger
auf dem Weg zum Kliff.
In der großen Schüssel
auf seinem Rücken
bringt er nach der Jagd
den Honig zurück ins
Dorf Bhujung (oben)
world
anderen sah, will ich immer wieder an die Wand“,
sagt er, „außerdem bringt es uns in Kontakt mit der
übrigen Welt.“
Immer mehr Touristen kommen ins Dorf, um die
Jäger bei der Jagd zu begleiten. Eine willkommene
zusätzliche Einnahmequelle, aber auch ein Risiko:
Einige Jäger steigen für die Touristen auch außerhalb
der Saison in das Kliff und zerstören so die Waben,
die noch keinen Honig tragen. Das wiederum führt
zu einem Rückgang der Bienenpopulation. Die
Honigjäger in Bhujung beteuern, dass sie nur jagen,
wenn es sich lohnt. „Wenn dann Touristen dabei
sein wollen, freuen wir uns natürlich“, sagt Madan.
Mehrere Anbieter organisieren Touren von Kathmandu aus, leider arbeiten manche aber auch mit unseriösen Honigjägern zusammen. Ein Problem wurde
durch den Tourismus immerhin gemildert: Während
die Zunft lange an Nachwuchsmangel litt, locken die
neuen Einkünfte nun auch wieder junge Männer an
die Leitern am Kliff.
Die Ausbeute dieses Tages war enttäuschend.
Die Götter scheinen Bedenken gegen das rege Treiben zu haben: Schon seit Jahren geht die Ernte zurück. Vielleicht können sie im November noch einmal
in den Hang steigen, kurz bevor die Bienen ins Tal
ziehen. Sie wissen es nicht genau. Nur die Götter
wissen es. Etwas anderes kommt hinzu: Die nepalesische Regierung mischt sich immer mehr in das
Geschäft mit dem wilden Honig ein. Viele Kliffs wurden verstaatlicht, dort ernten Firmen den Honig,
denen das Wohlergehen der Bienen egal ist.
Im Frühjahr sammeln die Bienen ihren Nektar
von den Blüten der Rhododendronbäume, die in großer Höhe dichte Wälder bilden. Der Nektar dieser
Pflanzen ist giftig, in geringer Dosierung wirkt er berauschend. „Man kann sich mehrere Stunden lang
nicht mehr bewegen, aber der Geist bleibt klar”, sagt
einer der Jäger. In Korea, Japan und Hongkong
wird dieser Honig immer häufiger von Heilern gegen
Infektionen und Verletzungen eingesetzt. Der Staat
will sich dieses Geschäft nicht entgehen lassen –
die traditionelle, im Einklang mit Göttern und Natur
stattfindende Honigjagd ist dadurch bedroht.
Gegen die großflächigen Erntepläne sind sie
hier in Bhujung machtlos. Damit ihnen die Götter und
die Bienen aber wohlgesinnt bleiben, reichen sie,
als der Abend zu Ende geht, goldene Schüsseln von
Mann zu Mann, darin schwimmt ein trüber, fermentierter Getreidesud. Sie tunken Blätter des Ghumbaatstrauchs hinein, halten sie an die Stirn und werfen sie dann auf den Boden. „Wir haben viele Bienen
getötet heute“, erklärt Madan, „die Blätter reinigen
uns von dieser Sünde.“ Er lächelt, ein wenig beschwipst vom Raksi. Was die Götter betrifft, sollte
der nächsten Ernte nichts im Wege stehen.
Dhaulagiri
Bhujung
Bhutan
N E PA L
I ndien
B angladesch
DAS LAND
C
Die 125 Kasten und
Volksgruppen in Nepal
konnten ihren Glauben,
ihre Traditionen und
M
Y
CM
Sprachen über Jahrhunderte hinweg bewahren.
Ein Grund dafür ist
die Unzugänglichkeit
MY
CY
CMY
der Bergregionen.
K
DIE BERGE
Ein großer Teil des
Himalaya-Gebirges liegt
in Nepal. Neben dem
Mount Everest befinden
sich neun weitere der
weltweit 14 Achttausender zumindest teilweise
auf dem nur 147 000
Quadratkilometer umfassenden Staatsgebiet.
DER HONIG
Der Himalaya-Honig
gilt in Nepal und in vielen
anderen asiatischen
Ländern als wichtige
Vitamin- und Nährstoffquelle. Von traditionellen Heilern wird er als
Mittel gegen Infektionen
eingesetzt.
29
30
travel
Kleine Fluchten
Hoch hinaus:
In den Bergen
von Oman
ALILA JABAL AKHDAR
Hadschar-Gebirge, Oman
Es sind häufig Kontraste, die das Leben
spannend machen und den Blick für das
Besondere schulen. Das gilt auch für den
Luxus des Alila Jabal Akhdar, das sich in
den Minimalismus des Hadschar-Gebirges
schmiegt, 2000 Meter über Normalhöhennull. Man logiert hier, deshalb ist es nicht
nur das feine Resort, das Staunen macht,
sondern vor allem: dieser Blick. In unberührte Täler, auf steile Felswände und
riesige Wolken, die manchmal so nah
wirken, dass man meint, sie anfassen zu
können. Sollte man sich je an diesem
Panorama sattgesehen haben (muss nicht
sein), warten in der Nähe das Städtchen
Nizwa mit seinem berühmten Ziegenmarkt
(muss sein) und die Bananenfelder von
Birkat Al Mouz (darf sein). Oder man gibt
sich den Annehmlichkeiten der Unterkunft hin, die, im Stile alter omanischer
Forts erbaut, Pool, Spa, Fitnessstudio
und Bibliothek bietet. Das Resort wurde
bereits für sein Nachhaltigkeitskonzept
prämiert, der Luxus bedeutet also keinesfalls Verschwendung. Es passiert eher
selten, dass ein Hotel Abenteurer, Naturliebhaber und gestresste Großstädter
anspricht. Hier aber funktioniert es – den
Kontrasten sei Dank.
T I P P 1 : Wer zwischen April und Mai
anreist, erlebt die rauen Berge in knalliges Rosa getaucht. Dann blüht die landestypische Damaszener-Rose, ihr Duft
reicht weit über die Hänge und macht
jeden Spaziergang dort unvergesslich.
T I P P 2 : Ein Ausflug zum Saiq-Plateau
lohnt sich. Auf den terrassierten Farmen
wird noch wie einst gewirtschaftet, das
annähernd 2000 Jahre alte Falaj-Kanalsystem versorgt die Walnussbaumplantagen mit Wasser. Für eine Snackpause bietet sich die Kleinstadt Al Ayn
mit ihren Gassen an, das Hotel organisiert
Touren dorthin.
alilahotels.com/jabalakhdar
world
Ansichten
eines
Zauberers
I N T E R V I E W
Für immer neugierig:
Starfotograf
Douglas Kirkland
Foto: Philipp Rathmer
A N D R E A S
T Ö L K E
Douglas Kirkland ist einer der wichtigsten
Porträtfotografen unserer Zeit – von Marilyn Monroe bis
Cecilia Bartoli hat er die größten Stars in
Szene gesetzt. Im Gespräch verrät er, wie man auch ängstliche
Berühmtheiten auflockert
33
34
world
35
3
2
6
1
3
1
4
2
4
5
7
5
6
1 Claudia Gerini ( 2 0 0 8 )
3 Jack Thompson ( 2 0 0 7 )
2 Audrey Hepburn ( 1 9 6 5 )
4 Elizabeth Taylor ( 1 9 6 1 )
6 Jack Nicholson ( 1 9 7 5 )
5 Tilda Swinton ( 2 0 0 8 )
1 Robert De Niro ( 1 9 7 8 )
3 Sophia Loren ( 1 9 7 2 )
2 Laura Chiatti ( 2 0 0 8 )
4 Brigitte Bardot ( 1 9 6 5 )
6 Marilyn Monroe (19 6 1 )
5 Luisa Ranieri (2 0 0 8 )
7 David Gulpilil ( 2 0 0 7 )
36
world
G
roßer Bahnhof im Haus der Fotografie in
den Hamburger Deichtorhallen. Douglas
Kirkland zeigt Fotos der Opernstars
Cecilia Bartoli und Ronaldo Villazón, inszeniert als quirlige Lovestory. Das Traumduo albert
im Supermarkt und im Waschsalon herum. Dass er
als Fotograf Humor hat, beweisen auch diese Bilder.
Dass er als Mensch mitreißt, zeigt sich, als der 80Jährige dem Moderator beim Interview das Mikrofon
aus der Hand nimmt und aus dem Stand eine warmherzige und amüsante Rede für die geladenen Gäste
hält. Am Vortag reiste er mit Gattin Françoise aus
Los Angeles an. Jetlag? Für die beiden ein Fremdwort. Auch beim Interview am nächsten Tag sprudelt
der gebürtige Kanadier vor Lebensfreude. Er ist der
Fotograf, der die Stars unserer Epoche so zeigt wie
kein anderer: Man Ray, Stephen Hawking, Mick
Jagger, Arnold Schwarzenegger, Morgan Freeman,
Orson Welles, Andy Warhol, Oliver Stone, Mikhail
Baryshnikov, Coco Chanel, Marlene Dietrich, Brigitte
Bardot, Judy Garland, Elizabeth Taylor, Sophia Loren,
Catherine Deneuve, Michael Jackson, Diana Ross …
Bei mehr als 2000 Shootings mit mehr als 600
Celebrities hat Kirkland nicht einfach bloß Menschen „abgelichtet“. Er hat sie verewigt.
Das ist sehr unterschiedlich. Diejenigen,
die mutig sind, geben mir die Freiheit, einen Weg
aufzuzeigen. Diejenigen, die abenteuerlustig sind,
lassen sich von mir verführen. Ich will, dass die
Menschen gut aussehen und sich wohlfühlen, das
gehört untrennbar zusammen. Meine Shootings sind
ein subtiler Tanz, der mit einer Aufforderung beginnt
und im perfekten Walzer endet. Dabei vergesse ich
nie: Ein Star ist immer ein Star. Und das ist die Person
vor der Kamera. Ich will die Zeit, die ich mit ihm oder
ihr verbringen darf, so konstruktiv und kreativ nutzen,
wie es eben geht.
KIRKLAND:
DER FILMFREUND
Douglas Kirklands
Karriere begann im
Alter von 24 Jahren
mit dem ersten großen
Auftrag für Look.
Er fotografierte auf
den Sets von nahezu
200 Spielfilmen,
da runter „Auf der
Jagd nach dem grünen
Diamanten“, „2001 –
Odyssee im Weltraum“,
„Jenseits von Afrika“,
„Titanic“, „Moulin
»Es geht darum,
einen Moment festzuhalten,
der Strahlkraft
und Bedeutung hat«
Rouge“ und „Austra lia“.
Sein Bildband
über den Blockbuster
„Titanic“ war der erste,
der es zur Nummer
eins auf der Bestseller-
Es sind nicht nur Celebrities, die Sie
begleiten, auch Ihre Reportagen sorgen für Aufsehen.
Wie bringen Sie die verschiedenen Disziplinen unter
einen Hut?
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IFCFOjetztBC
EXCLUSIVE:
Liste der New
Marilyn Monroe hat Ihnen 1961 bei einem Shooting eindeutige Avancen gemacht. Sie
haben nie erklärt, warum Sie die Gunst der Stunde
nicht genutzt haben …
EXCLUSIVE:
York Times brachte.
Das habe ich mich auch gefragt! Die begehrenswerteste Frau ihrer Zeit will
sich mir hingeben, und ich habe nur Fotos gemacht
(lacht)! Schön doof, oder? Aber was hätte es gebracht? Eine halbe Stunde großartiges Vergnügen
wahrscheinlich. Aber die ganzen Leute, die vor der
Tür warteten, hätten dem Vergnügen einiges an
Leichtigkeit genommen. Und nur mir wäre eine Erinnerung geblieben. So sind Bilder für alle entstanden,
und die Spannung, die in der Luft lag, hat sich ja auf
die Fotos übertragen.
DOUGLAS KIRKLAND:
K I R K L A N D : Zunächst ist da das Vertrauen eines Magazins in meine Fähigkeiten. Ich finde, ein gutes
Foto ist ein gutes Foto, egal in welchem Genre. Ich
bringe die Augen mit und das technische Know-how.
Ob das jetzt ein Priester in Texas ist, der sich in der
Anti-Atombewegung starkmacht und gegen einen
Stützpunkt mit Atomraketen protestiert, ob das die
Dreharbeiten zu den fast 200 Filmen sind, die ich
begleitet habe, oder ob es das Porträt von Charlie
Chaplin ist – es geht darum, einen Moment festzuhalten, der Strahlkraft und Bedeutung hat.
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t#JT[V4UVOEFO"LLVMBVG[FJU
Die technischen Möglichkeiten haben
sich im Laufe Ihrer Karriere drastisch verändert.
Wie erleben Sie die Welt digitaler Bildbearbeitung?
Sind es noch „echte“ Fotos, oder nur Bilder, die ein
bestimmtes Image schaffen und stützen?
EXCLUSIVE:
Sie haben auch gesagt, dass es Monroes
Idee war, sich nur in weißem Leinen zu räkeln.
EXCLUSIVE:
Douglas Kirkland
lebt und arbeitet
mit seiner Frau
Passiert es oft, dass Stars bei Shootings
so entschieden Input geben?
EXCLUSIVE:
Françoise in den
Hollywood Hills
Jetzt auch erhältlich bei:
Foto: Philipp Rathmer
Die ersten Bilder waren recht konventionell: schickes Outfit, Marilyn, wie man sie kennt.
Wir waren beide nicht ganz glücklich. Ich hätte mich
nie getraut, ihr vorzuschlagen, quasi Aktbilder zu
machen. Es war wirklich ihre Idee, und sie war es
auch, die alle anderen aus dem Studio schickte.
KIRKLAND:
K I R K L A N D : Im Gegensatz zu Malern hatten Fotografen schon immer mehr Equipment zur Verfügung als
nur Pinsel und Leinwand. Licht, Linsen, Abzüge, die
bearbeitet werden konnten und können. Ich halte
nichts davon, die Möglichkeiten zu verteufeln, die
das Medium bietet. Ich finde bis heute, dass derjenige, der den Auslöser betätigt, derjenige ist, der
das eigentliche Foto macht. Und ich bin auch noch
immer davon überzeugt, dass es das gute Foto gibt.
)ƒļ΍ļw¯¯Ê‰ ¶˜ÎļwكĔļ‰wÎÎļÎļ ¶ļ‚ ¶wļ ¶òwtionäre Schwemme an Bildern gibt. Aber das meiste
toshiba.de/hard-drives
38
world
vor dem Termin. Françoise, wen fotografieren wir
nächste Woche? (Stimme aus dem Hintergrund:
„Miley Cyrus.“) Sehen Sie – das meine ich (lacht).
ist gerade mal gut genug für einen Platz im privaten
Fotoalbum. Dazu kommt, dass die Betrachter, also
wir alle, ja nicht von gestern sind. Jeder von uns
erkennt mittlerweile, ob die gezeigte Person echt ist
oder bis zur Unkenntlichkeit bearbeitet. Schwierig
wird es, wenn ein total retuschiertes Bild als Wirklichkeit verkauft werden soll. Aber das fällt den Machern
immer öfter auf die Füße – gut so.
EXCLUSIVE:
EXCLUSIVE:
K I R K L A N D : Miley ist sehr offen, vielleicht manchmal
etwas zu sehr. Aber das ist besser als andere junge
Talente, die unsicher vor der Kamera sind. Mir sind
die „alten Hasen“ lieber. Trotzdem: Vielen Fotografen
ist nicht klar, wie nervös selbst Profis sind, wenn
sie vor die Kamera sollen. Ich hatte Oscar-Preisträger
im Studio, die kurz vor Panikattacken standen.
Es geht also um Authentizität?
K I R K L A N D : Wenn ein wirklich gutes Foto entstehen
soll, muss man sich Zeit nehmen. Nicht nur bei dem
Termin. Man sollte so viel wie möglich über das Gegenüber wissen. Wenn ich Jack Nicholson auf dem
Set besuche, lese ich vorher, worum es in dem Film
geht, was Jack zuletzt gesagt und gemacht hat. Und
dann rede ich mit ihm: Was bewegt ihn? Was hat
er erlebt? Im Gespräch entwickeln wir gemeinsam
etwas. Und wenn eine Vision zur Wirklichkeit wird,
braucht es danach nicht viel Photoshop.
Machen Sie einen Unterschied zwischen
einem Shooting mit Stars und einem Fashion-Shoot?
EXCLUSIVE:
K I R K L A N D : Nicht, was die Umgangsformen und den
Respekt angeht. Allerdings ist ein Model eher dazu
da, meine Idee zu verwirklichen, und ich bin eher
derjenige, der sagt, was er will. Aber für jedes meiner
Shootings gilt: Ich lasse mich auf mein Gegenüber
ein. Wenn ich ein Kind fotografiere, setze ich mich
auf den Fußboden, spiele mit ihm und bin nicht der
große Mann, der ihm vielleicht Angst macht.
»Ich hatte OscarPreisträger im Studio,
die kurz vor
Panikattacken standen«
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Früher war die Rollenverteilung zwischen Fotograf und Berühmtheit klarer, heute sind
Fotografen selbst Stars. Wie lebt es sich damit?
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Sie haben gewisse Vorteile. Ihr Renommee hilft, dass die Stars Ihnen auf Augenhöhe
begegnen und sich auf diese Suche einlassen …
EXCLUSIVE:
Ich war nie anders. Natürlich hatte ich
als junger Mann schweißnasse Hände vor Aufregung,
als ich das erste Mal vor Elizabeth Taylor stand. Ich
hatte gerade einen Vertrag für Look in der Tasche,
es war mein erster Job, und Elizabeth wollte nicht
fotografiert werden. Ich habe ihr gesagt: Wenn ich
ohne Fotos zurückkomme, werde ich gefeuert.
Trotzdem kam erst am nächsten Tag der Anruf,
dass ich sie in ihrer Suite besuchen dürfe. Das Ergebnis war absolut vorzeigbar. Was ich sagen will:
Schweißnasse Hände dürfen einen nicht vom Ziel
ablenken.
MODE
FUR
MEILEN
Was reizt Sie an Popsternchen?
KIRKLAND:
Für den Zeiss-
K I R K L A N D : Gut, denn es öffnet mir Türen. Aber glauben Sie bloß nicht, wir würden auf einem Vermögen
sitzen! Geld war nie ein Thema. Wir sind immer in
den besten Hotels abgestiegen, haben Freunde eingeladen und den Room-Service auf Trab gehalten.
Was am Ende auf der Rechnung stand, haben wir
nie gesehen. Das waren die goldenen Zeiten. Heute
hingegen … Ach, lassen wir das. Ich habe mich auf
jeden Fall nie als Star empfunden. Es gibt genug
Kollegen, die mit ihrem Ego ganze Etagen füllen können. Ich bleibe lieber der Mann hinter der Kamera,
der abends gern mit Freunden essen geht.
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Kunstkalender 2015
setzte Kirkland die
Opernstars Cecilia
Bartoli und Rolando
Spielen Sie nie mit dem Gedanken, die
Kamera aus der Hand zu legen und mit Françoise
das Leben zu genießen?
EXCLUSIVE:
K I R K L A N D : Das hält sich in Grenzen. Ich nehme
jedes Shooting noch genauso ernst wie zu Beginn
meiner Karriere. Aber nach Dekaden für Look, Life
und People wird man im Umgang mit Celebrities
souveräner. Und vergisst schon mal einen Namen
K I R K L A N D : Das hieße ja, dass ich es jetzt nicht tue.
Ich mache Modeproduktionen, ein wenig Werbung
und natürlich weiterhin Porträts. Ich bin überzeugt, dass mein Beruf und der Spaß, den ich daran habe, einen großen Anteil an meiner mentalen
und körperlichen Fitness haben. Warum sollten nur
Manager und Politiker im fortgeschrittenen Alter
noch arbeiten dürfen?
2015-1-1-1216
Villazón in Szene
Sind Sie heute auch noch manchmal
nervös vor oder bei einem wichtigen Shooting?
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40
Wiedersehen
mit Julia
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So geht es manchmal: Eben noch ist man das, was man über
Jahre gewesen war, ziemlich beste Freunde nämlich. Dann verliert man sich aus den Augen. Julia war so eine ziemlich beste
Freundin. Wir wohnten zusammen in einer WG, damals, als die
Zukunft noch völlig unklar war und man dachte, das Leben sei
eine niemals endende Party. Dann ging die Party zu Ende: Sie
lernte einen ausgesprochen netten Mann kennen, verliebte sich,
heiratete ihn, wurde Mutter und zog mit ihrer neu gegründeten
Familie in eine andere Stadt, tausend Kilometer entfernt von der
Stadt, in der wir zusammen unter einem Dach gelebt hatten.
Natürlich hatte man einander versprochen, sich häufig zu
sehen, noch häufiger zu telefonieren, sich wöchentlich zu
schreiben. Aber eben: Es kommen immer Dinge dazwischen,
und die Zeit, sie ist eine rücksichtslose Raserin. Bis es dann
vor einer Woche tatsächlich so weit war und ich ein Flugzeug
bestieg, das steil in den Himmel stieg, um keine anderthalb
Stunden später wieder zu landen. Das letzte Mal, als ich für so
ÕæwÎļæ ļ Ê ¶ļ¶wƒļÊ¯ ¶ļ˜ò¼˜¶ļæwÊĔļ‰wļæwÊļ‰Êļ ¯Ù˜w—¶ļ
noch der, der heute ein Freizeitparadies für Hundehalter, Jogger
und Inlineskater ist: Tempelhof. Ja, es war tatsächlich eine Weile her, und ich sah bald, dass sich seither noch ein paar Dinge
verändert hatten.
Das sah ich, als Julia mich durch die Hauptstadt schleifte,
rauf in die Monkey Bar im Bikinihaus, um von dort zuzusehen,
wie die Affen unten im Zoo gefüttert werden, in der Ferne glänzte
die Siegessäule. Es ging durch neue Galerien und neue Museen,
durch neue Modeboutiquen und noch neuere Concept-Stores.
Julia musste mir alles zeigen: ihren Lieblingsteehändler (ManuTeeFaktur, Paul-Lincke-Ufer 44a, 2. Hof), ihren Lieblingsbüchsensardinenhändler (Maître Philippe & Filles, Emser Straße 42),
ihren Lieblingsbuch- (Motto, Skalitzer Straße 68) wie auch ihren
Lieblingszeitschriftenladen (Do You Read Me, Auguststraße 28).
Wir stiegen in Taxis oder aus U-Bahn-Stationen und sprachen
über all die tausend Dinge, die in den vergangenen Jahren geschehen sind, in ihrem wie in meinem Leben. Ich hob den Blick
zu den Spitzen des Waldorf Astoria an der Hardenbergstraße
und fand, es roch nach großer Welt, und als wir beim Sofitel am
Kurfürstendamm vorbeikamen, da sagte ich: „Wow, dieses neue
Haus ist ziemlich elegant“, worauf meine alte Freundin den Kopf
schüttelte und meinte: „Das ist doch alt! Das steht schon zehn
Jahre hier.“
Ich fand, als ich abends ziemlich erschlagen in Julias Küche
saß: Berlin ist tatsächlich eine Stadt, in der es sich gut leben
lässt. Meine alte Freundin schien hier glücklich zu sein, fern ihrer
Heimat, in ihrem neuen Leben, an dem neuen Ort. Dann kam
ihr Sohn von der Schule, später ihr Mann von der Arbeit. Julia
kochte. Beim Essen sprachen wir noch viel mehr, als wir den
ganzen Tag über schon geredet hatten, und als ich den ersten
Bissen von dem Fenchelsalat nahm, kam mir alles wieder in
den Sinn, wie es gewesen war, damals. Es war so, wie es auch
heute war. Meine alte Freundin bereitete den Salat genauso zu,
wie sie ihn damals zubereitet hatte, damals, als wir zusammenwohnten, in der WG, gefühlte hundert Jahre ist es her. Sie benutzte noch immer denselben Gemüsehobel, um die fein nach
Anis schmeckenden Knollen in chirurgisch dünne Scheiben zu
zerlegen, den Gemüsehobel, den wir einst zusammen in einem
kleinen Japanladen gekauft hatten. Fenchel, Olivenöl, Zitrone,
etwas Parmesan. Sonst nichts. Sie hatte nichts verändert an der
Rezeptur, so wie sie sich selbst auch nicht verändert hatte, wie
mir schien.
Die Zeit, sie mag vergehen, die Situationen des Lebens
mögen sich wandeln, Städte verändern ihr Gesicht über Nacht,
neue Ladengeschäfte eröffnen stündlich, Restaurants ebenso,
Bars, Clubs, Yogastudios, gewisse Dinge aber, die bleiben gleich.
Ein einfacher Fenchelsalat etwa. Oder eine alte Freundschaft.
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44
food
In einem Dorf im Piemont
wird natürlicher Genuss
gelehrt und verteidigt. Wer
sich der Slow-Food-Idee
verbunden fühlt und an
der Universtät für gastronomische Wissenschaften studiert, darf auf eine
große Karriere hoffen.
Aber erst mal wird gelernt
und gekocht, gebraten
und verkostet. Denn es
geht nicht nur um den Abschluss im akademischen
Schlaraffenland, es geht
um viel mehr. Es geht darum, guten Geschmack in
die ganze Welt zu tragen.
Im
Seminar
der
Besseresser
T E X T
M A R I O N
G E N E T T I
F O T O S
S T E F A N O
S C A T À
Links: Schwenken,
riechen, schmecken –
die Studenten Clara Maria
Graf, Kelsey Farrell und
Philip Amoah (von links)
bei der Weinprobe. Unten:
Schwarzer Reis mit Gemüse, frei nach universitärem Gusto zubereitet
47
D
Chiara Cavazzoni schärft
ihre Sinne im SensorikLabor (oben); Kräuterkisten im Garten der Universität (mitte);
vielleicht die schönste
Open-Air-Mensa der
Welt (unten)
er Duft von gepökeltem Fleisch hängt
in der Luft. Mit spitzen Fingern führt sich
Kelsey Farrell ein Stück hauchzart geschnittenen Schinken an die Nase, macht
einen tiefen Atemzug, legt es zurück, notiert ein
paar Stichwörter. Essen wird die junge Frau aus Pennsylvania die edle Wurstware nicht, denn Kelsey ist
Vegetarierin. Ganz anders ihre Kommilitonen: Die
kauen ausgiebig, schlucken, trinken aus der Mineralwasserflasche, die vor ihnen auf dem Tisch steht.
Wie es schmeckt? „Süß“, meint ein junger Afrikaner.
Professor Mirco Marconi nickt zustimmend. Er zeigt
auf die Abbildung eines Stücks Fleisch, die an die
Wand projiziert wurde, und erklärt seinem internationalen Publikum in einem Mix aus Englisch und Italinisch die Geschmacksunterschiede zwischen gamba (Bein), fiocco (Schenkel) und culatello (Hintern).
Dann lehrt der Biologe und diplomierte Verkoster
seine Studenten, dass sich exzellenter Schinken von
herkömmlichem durch die Zeit unterscheidet, die
man ihm zum Reifen gibt – ähnlich wie bei guten Weinen. Erkennbar sei das an kleinen weißen Punkten
im Fleisch: Enzymkristalle, die sich bei gemächlicher
Reifung bilden. Womit er beim Kern dessen ist, wofür sein Brötchengeber steht.
Die Università degli Studi di Scienze Gastronomiche (UNISG) in Pollenzo, einem Dorf im Piemont
(einen zweiten Standort gibt es in Colorno in der Emilia Romagna), existiert seit 2004 und ist noch immer
einzigartig in ihrer Ausrichtung und Zielsetzung. „Wir
bilden keine Köche aus“, wird Carlo Petrini, der prominente Gründer, nicht müde zu betonen. Vielmehr
sollen in einem dreijährigen Bachelor-Lehrgang,
einem zweijährigen Aufbaustudium und einem einjährigen Master-Programm in „Food Culture and
Communications“ Gastronomen ausgebildet werden,
die als Ernährungsmanager, Restaurantleiter, Forscher, Qualitätsexperten und Journalisten helfen, den
weltweiten Siegeszug der Fast-Food-Unternehmen
zu stoppen. Unterrichtet werden sie in Fächern wie
Molekularwissenschaft, Lebensmittelrecht, Ästhetik
und Philosophie des Geschmacks, Ethnobotanik und
Food Labeling.
Der Grundstein für die Gourmetschule wurde in
den späten achtziger Jahren gelegt. Von dem Journalisten, Linken-Politiker und Genussmenschen Petrini
(Jahrgang 1949), der in seinem Geburtsort Bra die
Slow-Food-Bewegung ins Rollen gebracht hat. Bis
heute steht die Weinbergschnecke als Symbol für
Langsamkeit und Beharrlichkeit im Emblem, und sein
Prinzip des „Gut, sauber, fair“ hat Petrini weltweit zu
einem Helden der Gourmetszene gemacht. Die sonst
gelassene New York Times nannte seinen Verein
denn auch das „Greenpeace des guten Geschmacks“.
Auf dem Lehrplan
stehen Ethnobotanik,
Food Labeling, Philosophie
des Geschmacks
Ein kleiner Spalt in den geschlossenen Jalousien des Vorlesungssaals gibt den Blick nach draußen frei. Zwei Frauen spazieren über die Pflastersteine auf der Piazza Vittorio Emanuele,
umgeben von neugotischem Backsteingemäuer. Die Könige von
Savoyen, sagt man, ließen dort einst Rinder, Getreide und Wein
veredeln. Die Aura der Räumlichkeiten könnte also passender
nicht sein. Und auch die Region vor den Toren des Campus, mit
dem nahegelegenen Trüffelgebiet Alba und den sanften Weinhängen des Barolo, bildet einen perfekten Rahmen.
Es ist ein elitärer Kreis, der sich hier versammelt. Von den
rund 500 Bewerbern werden pro Jahr nur 60 aufgenommen.
Unter den Kandidaten sind Rechtsanwälte, Finanzberater und
Architekten, die ihre gut gehenden Jobs an den Nagel hängen
wollen, um einer späten Berufung als Ernährungsguru zu fol-
gen. Ein amerikanischer Mediziner ist dafür gleich
mit seiner ganzen Familie nach Norditalien gezogen.
Ausreichende Englischkenntnisse und ein überzeugendes Motivationsschreiben entscheiden über die
Zulassung. Sinnsucher sind nicht so gefragt, künftige
Botschafter der guten Esskultur umso mehr. Und weil
die Genuss-Kunde möglichst weit getragen werden
soll, ist der Vorlesungssaal bunt besetzt – 70 Nationen waren bereits vertreten Italiener, US-Amerikaner
und Deutsche stellen die größte Gruppe. Es gibt aber
auch Teilnehmer aus Tadschikistan, von den Philippinen, aus Syrien und Mauretanien.
Philip Amoah kommt aus Ghana. „Der Schinken
schmeckt vorzüglich“, kommentiert der Master-Student im Flüsterton, um den Unterricht nicht zu stören.
Die Studiengebühren von 19 000 Euro jährlich kann
er nicht aus eigener Tasche bezahlen. Darin enthalten
sind Kost und Logis, ein Notebook, freier Internetzugang und 15 Exkursionen pro Jahr. Die Studienreisen führen zu umliegenden Bauernhöfen und Kooperativen, aber auch zu Rum-Destillerien auf Kuba,
Arganöl-Betrieben in Marokko und Kaffeeplantagen
in Costa Rica. Die internationale Organisation „La
48
food
Via Campesina“ sponsert jährlich zwei Plätze für afrikanische
Hoffnungsträger. Philip Amoah, der bereits einen Abschluss in
Natural Resource Management besitzt und als Qualitätskontrolleur gearbeitet hat, konnte einen davon ergattern. Nach der
erstklassigen Ausbildung, die ihn zum ersten Mal überhaupt ins
Ausland führte, wird er in der Heimat ein so gefragter wie gemachter Mann sein. In den vergangenen Monaten hat Amoah
seine Liebe zu koreanischen Nudeln, zur Food-Philosophie und
zu Radieschen entdeckt. Letztere wachsen in einem der Gemüsebeete, die er zweimal pro Woche betreut. Das macht er zwar
gern, aber nicht ganz freiwillig. Stipendiaten wie er, die etwa ein
Drittel der Studentenschaft ausmachen, sind dazu verpflichtet,
Arbeitsstunden abzuleisten. Alternativ hätte er sich auch für
einen Platz in der Verwaltung, im Küchendienst oder im Service
der Mensa bewerben können.
Einen Küchenjob ersehnen viele, denn hier gibt es – das
beteuert beharrlich und glaubhaft Gründer Petrini – die wohl beste Mensa der Welt. In den „Tavole Accademiche“, untergebracht
in den ehemaligen Stallungen, wird saisonal, lokal und kostengünstig gekocht. Ein komplettes Menü, das einem Sterne-Essen
kaum nachsteht, ist für rund zehn Euro zu haben. Heute auf
dem Speiseplan: Spaghetti alla chitarra mit Tomaten und Basilikum, Risotto in zimino mit Mangold und Leccia-Fisch mit Zucchini. Neben den Stipendiaten stehen vor allem Ex-Studenten
am Herd, die so ihre Zeit an der Uni sinnvoll verlängern, gegen
freie Kost und Logis. An ihrer Seite braten wechselnde Spitzenköche aus aller Welt: Der spanische Molekularküchen-Gott
Ferran Adrià war schon hier, Marc Haeberlin aus der MichelinStern-Dynastie der elsässischen Auberge de l’Ill und auch Alex
Atala, tätowierter Ex-Punkrocker aus São Paulo, der in seinem
Restaurant D.O.M. (Platz sechs der Weltbestenliste) gern Ameise auf Ananas serviert. Wenn Petrini ruft, kommen sie alle. In
der Mensaküche wird eine strenge Null-Müll-Politik betrieben.
Plätze und Portionen sind am Vortag per Online-Anmeldung zu
reservieren, via E-Mail wird über Restbestände informiert, die
es als Doggy-Bag zum Mitnehmen gibt. Lebensmittel wegwerfen? Ein Sakrileg in diesen Hallen.
„Das habe ich hier auch gelernt: Lebensmittel wertzuschätzen, bewusst einzukaufen und alles zu verkochen“, erzählt Clara
Maria Graf. Die Münchnerin würde später gern als Einkäuferin
für eine der zwei großen heimischen Delikatessen-Bastionen arbeiten. Und die 26-Jährige hat beste Aussichten, die Zukunftschancen der Absolventen sind rosig. 90 Prozent der Abgänger
finden binnen sechs Monaten einen passenden Job – was auch
den exzellenten Kontakten der Hochschule zu verdanken ist.
So bauen einige Absolventen für den Nahrungsmittelhersteller
Barilla das Marketing in Asien und Afrika auf, andere fördern
die Ernährungserziehung in Südkorea, werden FoodBlogger in
Vancouver oder Bio-Bauern in Georgia. Einer organisiert das
Catering der Formel 1, ein anderer forscht im Nordic Food Lab in Kopenhagen, das zum Noma gehört,
dem weltbesten Restaurant der vergangenen Jahre.
Auch Amoah hat schon konkrete Vorstellungen davon, was er nach seinem Abschluss machen wird.
Als Teil des Projekts „10 000 Obst- und Gemüsegärten für Afrika“ will er in Ghana einen Schulgarten
errichten, den ersten in seinem Heimatland.
Am Nachmittag geht es für einige Studenten
erst mal auf ein italienisches Feld, das wenige Kilometer vom historischen Universitätsgelände entfernt liegt. Ein kleines Grüppchen macht sich für das
Unterrichtsfach Foraging auf die Suche nach Nahrung für das Abendessen. Professor Andrea Pieroni
streift mit ihnen durch das Gelände. Jedes Kräutlein
scheint der Ethnobotaniker schon von Weitem zu erkennen. „Sprossen vom Hopfen, wilder Amaranth,
Gänsefuß, Leimkraut“, ruft der Mann im gelben Hemd,
und seine Schützlinge stopfen das Zeug in große
Bastkörbe. Der Lehrer wiederholt die Aufgabe: „Es
gilt, essbare Pflanzen zu sammeln, zu identifizieren
und sie später auf Basis der Volkstradition des Piemont möglichst kreativ zu verarbeiten.“ In der nahe
gelegenen Versuchsküche der Società Gastronomiche stehen dazu Grundnahrungsmittel wie Mehl,
Milch, Butter und Reis bereit. Eigentlich ist die Küche zu klein für die zehn Personen, doch irgendwie scheint jeder einen Platz zu finden. Es wird geschnippelt, gebraten, gedünstet, gescherzt, gelacht
und immer wieder mit einem Glas Rotwein angestoßen. Die Mägen knurren, als das Kräuterbuffet gegen 22 Uhr endlich eröffnet wird. Es kommt, wie es
kommen soll und muss: Erst weit nach Mitternacht
tritt der letzte Student den Heimweg an.
Die Vegetarierin Kelsey Farrell schläft zu dieser
Zeit schon. Womöglich träumt sie davon, einen Redakteursjob im Food-Ressort der New York Times zu
ergattern, wie das einer Uni-Absolventin aus Neuseeland gelang. Bis dahin lässt sie mit dem Food-Blog
bonpainpastryanne.blogspot.de die Welt an ihrer Ausbildung teilhaben, an schönen Gerichten und spannenden Reisen, am „Flow der Bra-Booble“, wie die
junge Amerikanerin es nennt. Damit trifft sie den
Gründungsgedanken der Universität für gastronomische Wissenschaften, der sich seinen Weg um den
Globus bahnt. Mit der Beharrlichkeit einer Schnecke.
Weggeworfen wird
nichts, die Mensa-Küche
praktiziert eine
strenge Null-Müll-Politik
food
Service
„WER IN DER
WELT AGIEREN
WILL, BRAUCHT
EINE STARKE
HOMEBASE.“
Heiß
mit Eis
Ein Schmortopf ist
unersetzlich für sanftes
und schonendes Kochen.
Die Töpfe von Invicta
haben noch einen weiteren Vorteil: Werden beim
Kochen Eiswürfel oder
app.the-brick-frankfurt.de
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50
wird kaltes Wasser auf
Ihr Restaurant heißt ICI, aus dem Französischen
übersetzt, „Hier“. Ein Wort, das Catherine Saillards
Philosophie zusammenfasst. Die Besitzerin, auf-
den Deckel gefüllt, kondensiert der Dampf im
Topf und tropft auf die
Speisen zurück. Die
Leckeres Kino
Zutaten werden dadurch
Vor 30 Jahren gründete Carlo Petrini
gewachsen in einem französischen Dorf, wünschte
noch zarter, der
die Slow-Food-Bewegung – aus Liebe
sich auch in der neuen Heimat regionale Zutaten,
Geschmack bleibt im
zu regionalen Lebensmitteln, für
also direkt aus Brooklyn! Tatsächlich stammen nun
Topf; circa 69 Euro.
kulturelle und biologische Vielfalt. Die
98 Prozent aller Zutaten aus dem Stadtviertel,
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womit das ICI zu einem der ersten Farm-to-table-
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Bio-Steinpilze kann man
das ganze Jahr über
genießen (100 Gramm
Meister mit Mission
Einige britische Spitzenköche sind
Erst trocken, dann saftig
Slow-Food-Botschafter, darunter auch
Appetit auf Wildpilze, aber leider ist momentan keine Saison? Getrocknete Bio-
einem kleinen Fischrestaurant, heute
Steinpilze sind die leckere Lösung. Vor der Zubereitung mit kochendem Wasser
kocht er im mit zwei Michelin-Sternen
Brett Graham. Mit 15 begann er in
übergießen, dann 30 bis 60 Minuten quellen lassen. Und bloß das Quellwasser nicht
ausgezeichneten Ledbury in
wegschütten! Das lässt sich nämlich sehr gut für Suppen und Saucen verwenden.
London. Hingehen und schlemmen!
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Francois-Auguste Rodin‘s sculptures in the Zagreb Art Pavilion
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T E X T
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Mister BIG
in Hochform
Fotos: BIG & Luxigon; Matthew Stylianou/Corbis Outline; Alberto Newton
Als Kind träumte Bjarke Ingels
davon, Comiczeichner zu werden –
so sehen seine futuristischen
Gebäude auch aus
jarke Ingels ist selten sprachlos. Doch auf die Frage,
ob er jemals ein Architekturprojekt als unmöglich aufgegeben hat, herrscht eine ganze Minute lang Stille. Dann folgt ein ratloses
Kopfschütteln, schließlich eine Antwort:
„Irgendwie schaffen wir es immer, das
Problem zu lösen. Das Ergebnis kann
dann zwar komplett von der ersten Idee
abweichen, aber das ist egal.“ Beim
Beach-and-Howe-Turm in Vancouver
(Foto links) beispielsweise war seinem
Konzept die viel befahrene GranvilleBrücke buchstäblich im Weg. Bis Ingels
beschloss, sie zu integrieren und in eine
Freiluftgalerie umzubauen. Wer künftig
unter der Brücke entlangläuft, wird beim
Blick nach oben Videokunst erblicken.
Dafür musste das Gebäude ebenerdig zu
einem schmalen Dreieck verkleinert
werden, nach oben weitet es sich zu einem Quadrat, was dem Glasturm eine
fast verdreht wirkende Fassade verleiht.
Das sind Lösungen, wie Ingels sie
liebt. „Yes is more“ lautet das Motto des
dänischen Architekten und Designers.
Ein Nein zählt für ihn nicht, jedenfalls
nicht im kreativen Prozess. Diese Sturheit hat ihn weit gebracht. Mit gerade
mal 40 Jahren gilt er bereits als Star der
Architekturszene. Seine scheinbar
mühelose Verbindung von spielerischen
und pragmatischen Elementen verwandelt Krankenhäuser in Schneeflocken,
tarnt Kraftwerke als Skipisten und lässt
Entertainment-Center wie Bergketten
aussehen. Was Ingels entwirft, erscheint
wie ein lebendiger Organismus.
Von ihm entworfene Wohnanlagen
wie die VM-Häuser und das „8-House“
in Kopenhagen gelten weltweit als Beispiele einer neuen, unkomplizierten Urbanisierungsstruktur. Es sind aber nicht
nur die durchdachten Fassaden, für die
Bjarke Ingels, 40
(ganz oben); sein visionärer Entwurf für
den Beach-and-HoweTurm in Vancouver
(links); im New Yorker
Büro füllen die Projekte
seiner Gruppe BIG
schon Bände (oben)
63
der Däne reihenweise Auszeichnungen
erhält. Vor allem seine Bemühungen,
einen Lebensraum zu gestalten, bei dem
Natur, Wohnraum und Einzelhandel
mühelos ineinander übergehen, zeichnen
ihn aus. Dieser Anspruch treibt ihn
auch bei The Big U, seinem neuen, spektakulären New Yorker Großprojekt,
bei dem ein Schutzwall um die Spitze
von Manhattan gebaut wird. Hintergrund: Nach den verheerenden Folgen
von Wirbelsturm Sandy 2011 hatte das
US-Department of Housing and Urban
Development einen Wettbewerb ausgeschrieben, um Ideen für ein entsprechendes architektonisches Konzept
zu sammeln. Ingels’ gut fünf Meter hohe
Mauer soll nun nicht nur schützen,
sondern auch das Leben in Lower Manhatta n mit Parks, Museen und Sportanlagen bereichern.
Die Konzepte und Erfolge des RemKoolhaas-Schülers haben ihn bereits
zu einem begehrten Mann auch in den
USA gemacht. Schon 2011 erklärte das
Wall Street Journal Ingels zum „Innovator of the Year for Architecture“, Projekte in Phoenix, Washington und Hawaii
sind in Bau, dazu kommen Aufträge in
Südamerika. Um die Arbeit am pyramidenähnlichen Apartmentgebäude
West 57 in New York zu beaufsichtigen,
verlegte Ingels vor vier Jahren einen
Teil seines Architekturstudios mit dem
treffenen Namen BIG (Bjarke Ingels
Group) von Kopenhagen nach Manhattan. Seitdem pendelt er – und freut sich
wie ein kleiner Junge, in seiner Traumstadt leben zu können. „New York ist
die perfekte Mischung aus Chaos und
Yes is more!
Ingels’ Motto:
Ein Nein lässt er im kreativen
Prozess nicht gelten
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Ordnung, Innovation und Geschichte.
Das Gefühl für Grenzen ist hier anders,
offener“, schwärmt Ingels, der in Sneakers, schwarzem Kapuzenpulli und
locker sitzenden Jeans auch als später
Praktikant durchgehen könnte. Die
blonden Haare sind vom morgendlichen
Rad trip zerzaust. Ingels spricht schnell
und laut, mit einem charmanten dänischen Akzent, der im Englischen ein wenig klingt, als würde er ab und an eine
Silbe verschlucken.
Ingels’ Antrieb hat viel mit dem Willen zu tun, räumliche, soziale und
kulturelle Barrieren zu überwinden. Das
beginnt bereits im lichtdurchfluteten
BIG-Büro im zwölften Stock des historischen Starrett-Lehigh-Gebäudes, das
einst zum Güterbahnhof in Chelsea gehörte. Im Eingangsbereich ist ein riesiger Computerbildschirm installiert,
„unser Fenster nach Kopenhagen“, wie
Ingels es nennt. Per Skype sind die beiden Büros in Echtzeit miteinander verbunden, man schaut sich gegenseitig
auf die Schreibtische. Jede freie Fläche
ist mit aufwendigen Architekurmodellen
belegt, einige davon wirken wie meterhohe Skulpturen aus dünnem Styropor.
An den Wänden hängen Collagen und
Ideenboards, selbst auf dem Kickertisch
„parken“ zwei Hochhäuser im MiniFormat. „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es so schnell vorangeht, und
nun platzen wir hier aus allen Nähten“,
sagt Ingels und schaut etwas betreten
in Richtung der engen Tischreihen, auf
denen sich Papierstapel, Modelle, Bücher, Stifte und Zeitungsausschnitte türmen. Der Umzug in ein größeres Büro
im New Yorker Finanz distrikt ist bereits
beschlossene Sache.
Während die Aussicht aus den bodentiefen Fenstern in Richtung Hudson
und auf das Schienengewirr der nahen
Penn Station geht, sind die Blicke der
gut 50 New Yorker BIG-Mitarbeiter konzentriert auf riesige Bildschirme gerichtet. Keiner von ihnen wirkt älter als
der Chef. Ein junges Team ist Ingels
wichtig. „Wir wollen frische Ideen, dafür
muss man keine Jahrzehnte an Erfahrung vorweisen können“, erklärt er, „an
der Perfektion feilen wir dann ohnehin
gemeinsam – Querdenken erfordert oft
Das 2011 eröffnete
dänische Nationalmuseum für Schifffahrt
in Helsingør (oben
und rechts); Treppe zum
ehemaligen Dock,
das Museum wurde darum herumgebaut
(großes Foto)
»Wir wollen frische
Ideen, dafür muss man
keine Jahrzehnte an
Erfahrung vorweisen«
Licht und Luft
tanken: Die dreieckigen, nach
Süden gerichteten
Balkons sind
das Markenzeichen
der 2005 errichteten VM-Häuser in
Kopenhagen
Fotos: David Borland (2), Hufton + Crow/Artur Images; Johan Fowelin
64
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business
The Big U soll die
Spitze Manhattans vor
Hurrikans schützen
(oben); das Wohnhaus
West 57 basiert auf
einem verkleinerten
Umriss des Central
Park (links)
Warum einen grauen
Klotz in der Stadt, wenn
man einen Spielplatz
oder Park haben kann?
jugendliche Kühnheit.“ Er schiebt noch
„oder Verrücktheit“ hinterher und lacht
laut. Als er in seiner Heimatstadt Kopenhagen die Pläne für den Skiberg vorstellte, unter dem er das hässliche
Kraftwerk verstecken wollte, sei den
meisten Kommunalpolitikern die Kinnlade runtergefallen. „Alle glaubten, ich
mache einen Witz“, erinnert sich Ingels.
„Großartig, dachte ich! Die DNA eines
Witzes ist der einer innovativen Idee sehr
ähnlich. Man beginnt mit dem Aufbau
einer Struktur und arbeitet sich zur Pointe hin, die dann überraschend und
trotzdem plausibel ist.“ Inzwischen könnten die Kopenhagener die Eröffnung
der künstlich angelegten alpinen Freizeitanlage, die für 2016 geplant ist,
kaum mehr abwarten.
Darin sieht Ingels die Kraft der Architektur: scheinbar unattraktive Räume
so zu gestalten, dass sie für verschiedene Gruppen nutzbar, für möglichst
alle lebenswert werden. Die Fragen
sind dann rhetorisch: „Warum sollte es
einen grauen Klotz mitten in der Stadt
geben, wenn daraus auch ein Park oder
ein Spielplatz werden kann?“ Er lächelt.
„Architektur ist ein bisschen wie Science-Fiction: Man kann tatsächlich die
Zukunft gestalten, in der man selbst gern
leben will.“ Weil Ingels erklärter Outdoorw¶ļ ÎÕĔļÎ ¶‰ļ!Êݶò{ƒ¶ļ ¶ļ­¼¶ÎÕw¶ÕÊļ
Teil seiner Projekte. „Das ist ein Luxus,
den nicht jeder hat. Deshalb müssen wir
dafür sorgen, dass es auch in den Städten genügend Oasen gibt.“
So war Ingels bei der Vorbereitung zum New Yorker West-57-Projekt
schnell klar, dass eine Grünanlage
der Mittelpunkt der Wohnanlage werden
würde. Umgeben von einem Kraftwerk
und einer Müllverbrennungsanlage, dem
Highway und Hell’s Kitchen, einem eng
bebauten Viertel, ist diese Ecke Manhattans eine graue Betonwüste. „Also
haben wir den Umriss des Central Park
13 000-mal verkleinert und daraus
einen europäischen Innenhof gemacht,
mit einem Balkon für jede Wohnung“,
sagt Ingels, „die Pyramidenform entstand letztlich, weil wir das Gebäude
immer weiter gekippt haben, um für jeden Bewohner so viel Sonne wie
möglich einzufangen.“
IN SALON
KOMMT ETIKETTE
GANZ OHNE
LABELS AUS.
Fotos: Courtesy of BIG
66
business
Im „8-House”
in Kopenhagen
stecken über
450 Wohnungen
Er spinnt erst mal rum,
zeichnet und skizziert –
irgendwann kommt etwas
Sinnvolles dabei heraus
Ein Fünftel der 750 Wohneinheiten sollen Sozialwohnungen werden. Den Protest gegen Gentrifizierung in Großstädten kann der Architekt nur bedingt
nachvollziehen. „Neue Projekte ziehen
neue Gruppen von Menschen an, das ist
eine natürliche Entwicklung“, meint er
mit einer gewissen Nonchalance, „unsere Aufgabe ist es, die richtige Balance
zwischen ihnen und den langjährigen Bewohnern zu schaffen.“ Dass solche
Ideen selbst aus einem Kraftwerk wie
ihm nicht einfach so heraussprudeln,
sieht er als Herausforderung und Spaßfaktor zugleich. Alle Projekte, auch die
der Designfirma KiBiSi, mit der er Fahrräder, Möbel und Kopfhörer entwickelt,
sind Teamarbeit – Ingels gilt als durchaus begabter Teamplayer.
Von Bauten, die nur auf den Effekt
ausgerichtet sind, hält er ebenso wenig
wie von pragmatischen Nutzbauten ohne
Charakter. So gibt es zwar Ingels-Handschriften, aber nicht bloß einen starren
Ingels-Stil. Denn jede Aufgabe erfordere
neue Denkstrukturen und Ansätze. „Ich
spinne erst mal rum, zeichne und skizziere, bis sich irgendwann etwas Sinnvolles herauskristallisiert“, sagt Ingels.
Dass er als Teenager Comiczeichner
werden wollte, kommt nicht von ungefähr. „Es ist ein ähnliches Schema: Man
hat eine Anfangsidee im Kopf, die sich
während des Zeichnens immer weiter
verselbstständigt.“
Um seine Design- und Architekturtheorien greifbar zu machen, hat Ingels
folglich kein Buch, sondern einen Comic kreiert. Das „Yes is more“-Manifest
unterstreicht die Wichtigkeit der groß
angelegten Ideen und ist ein Aufruf zum
Ja. „Sonst gäbe es nur mittelmäßige
Dinge“, kommentiert er. „Probleme sind
knifflige Aufgaben, die das Leben und
die Arbeit spannend machen – warum
also nicht gleich ganz oben anfangen?“
Das National Building Museum in
Washington, D. C. präsentiert bis 30. August
einen Überblick über die internationalen
Sprühend vor Ideen:
Arbeiten der Bjarke Ingels Group (BIG).
Bjarke Ingels entwirft
Titel der Ausstellung mit Modellen, Zeich-
nicht nur Bauten,
nungen, Fotos und Videos: „Hot to Cold –
sondern auch Möbel
An Odyssey of Architectural Adaptation“.
und Fahrräder
nbm.org
WILLKOMMEN
IM NEUEN SALON.
J ET Z T
A M K IOS
K
UND U
NTER
SALON
- MAG.
D
Fotos: Courtesy of BIG; Jens Lindhe; Steve Benisty
68
ALTE WERTE, NEUE IDEEN:
SALON verbindet Traditionen mit Trends aus Food, Interieur, Kultur und Reise. Lassen Sie
sich inspirieren vom neuen Magazin für Gastlichkeit, Tischkultur und Lebensart.
E
70
business
T E X T
D I A N A
F O T O S
M I C H N A Y
M A N F R E D
J A R I S C H
D
N° 4 6
IN
R
ADE
MANY
M
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Drunter
und drüber
Von der Schwäbischen Alb kommen
Knopfleistenhemden aus Bio-Baumwolle,
gefertigt nach historischen Vorbildern.
Die Kollektion ist klein, der Erfolg riesig
ie Schwäbische Alb ist kein Ort
für bequeme Menschen, das
war schon immer so. Der karge
Boden gibt kaum etwas her,
nur für Schafe reicht es. Im Winter wurde
Wolle gesponnen. Als Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich die ersten Wirkmaschinen in Dienst genommen wurden,
war das der Anfang eines Wirtschaftsbooms auf der Alb: Viele Jahrzehnte galt
sie als das Herz der deutschen Textilverarbeitung. In den 1980er Jahren kam das
jähe Ende, als Folge der Globalisierung
gaben rund 90 Prozent der örtlichen Unternehmen auf. Auch die Firma Balthasar
Merz beim Schwanen, die für langärmlige
5¶¼Çò ÎՍ¶µ‰¶ļwÙÎļwٵ漯¯ļ˜standen hatte, echte Klassiker.
Heute gibt es Merz beim Schwanen
wieder. 2010 erschien die erste Kollektion
des neuen alten Labels, vorgestellt auf
der Lifestyle-Messe Capsule in New York.
Zu verdanken ist die Wiederauferstehung
der Marke zwei Männern, die gegensätz-
Fabrikbesitzer Rudolf Loder
(links) und Modedesigner Peter
Plotnicki. Beide tragen ein
Knopfleistenhemd von Merz
beim Schwanen, einer sogar als
Unterhemd
72
business
Die Kollektionsteile von Merz
beim Schwanen werden von Hand
gebügelt, mit Pappschildern
versehen und liebevoll in Pappkartons verpackt – Plastik ist tabu
»Klar dachten
wir zuerst alle:
Jetzt kommt
der Spinner aus
Berlin«
Rudolf Loder, Textilfabrikant in Albstadt
74
business
Stars, Mode, Lifestyle – Der MÄNNERGUIDE
Der einzige
Mensch, der
die Maschinen
bedienen konnte,
kam aus dem
Ruhestand
zurück
Der Faden wird von Hand in
die Maschine eingespannt (oben);
mit diesem Arbeiterunterhemd, das
Plotnicki 2008 auf einem Berliner
Flohmarkt entdeckte, fing alles an
licher kaum sein könnten: Peter Plotnicki,
53, und Rudolf Loder, 51. Hier der ruhige,
nachdenkliche Modedesigner aus Berlin,
dort der muntere Schwabe. Loder besitzt
die Textilfabrik Gota in Albstadt, dort stehen die alten Maschinen, auf denen die
Stoffe nun wieder gewirkt werden. Ursprünglich sammelte er die Kolosse,
nicht ahnend, dass sie je wieder zum Einsatz kommen würden. Zunächst gab es
nur einen Mechaniker, der sie bedienen
konnte. Den holten Plotnicki und Loder
aus dem Ruhestand; ein Nachfolger steht
inzwischen bereit.
Zusammengefunden haben die beiden
zufällig. 2008 entdeckte Plotnicki auf einem Berliner Flohmarkt ein altes Arbeitshemd. Der Sohn eines Bergmanns hatte
sich auch als Designer eine Affinität zur
schlichten Funktionalität von Arbeitskleidung bewahrt. Als er das Hemd sah, da
habe es „klick“ gemacht, erinnert sich
Plotnicki, genau so etwas wollte er herstellen. Der Verkäufer vermittelte den Kontakt zu Loder, denn der hatte ihm die alten
Hemden vermacht. Plotnicki fuhr nach Albstadt. Ein Kulturschock für den Großstädter? „Eher ein Sprachschock“, sagt der
Designer und lacht. Die Retourkutsche von
Loder kommt sofort: „Klar dachten wir
zuerst alle: Jetzt kommt der Spinner aus
Berlin.“
Schnell wurde man sich einig. Und
als Plotnicki bei den Merz-Erben anklopfte, überließen sie ihm den Markennamen.
Aus griechischem Bio-Baumwollgarn
entstehen Stoffschläuche – die Hemden
von Merz beim Schwanen besitzen keine Seitennaht, denn die würde scheuern.
Die historischen Maschinen fertigen pro
Umdrehung etwa einen halben Zentimeter Stoff, bei modernen Maschinen sind
es 16 Zentimeter. Aber Massenproduktion
interessiert Plotnicki nicht, sondern eine
„Lebenseinstellung in Form von Textilien“, er glaubt „an die Dinge, die wir hier
machen. Aber ich hätte nie gedacht, dass
wir auf Anhieb so gut damit ankommen.“
Die Kundschaft reicht vom Öko-Typen
bis zum hippen, jungen, großstädtischen
Bartträger. Und auch bei Son of a Stag in
London, Paradies für Raw-Denim-Produkte, gibt es die Hemden aus Albstadt.
Jenseits der Wirkmaschinen geht
es etwas ruhiger zu: Ein kleiner Raum,
der von Stoffen überquillt, Schnittmuster
sind an die Wände gepinnt. Hier ist das
Reich von Adelheid Piller. Die quirlige Dame ist verantwortlich für die Rohschnitte, die sie nach Entwürfen aus Plotnickis Designstudio fertigt. Vorbild für die
Knopfleistenhemden, Henleys genannt,
ist noch immer das alte Arbeiterhemd
vom Flohmarkt. Das Original hängt stets
in Reichweite – denn bis auf kleine Ausnahmen wird es so genäht wie früher. Nur
die Schultern sind aufwendiger verarbeitet als beim antiken Vorbild, so sitzt das
Shirt besser, und heute trägt man das
gute Stück auch mal drüber statt drunter.
Nach Pillers Schnitten werden auch die
Musterexemplare für neue Stücke genäht.
Die Kollektion ist noch klein, doch
groß ist bereits der weltweite Erfolg des
Vintage-Konzepts. Im Berliner Designbüro kümmern sich sechs Menschen um die
Marke, bei Gota arbeiten 20 Mitarbeiter
für Merz beim Schwanen, weitere Textilbetriebe auf der Alb arbeiten zu. Und
aus dem Hang zum Hemd ist mittlerweile
ein Familienprojekt geworden: Plotnickis
Ehefrau Gitta, ebenfalls Designerin, entwirft die Damenkollektion.
merz-schwanen.com
NEU:
Jetzt im
Handel
„MEINE M BEL
SOLLEN MIC H NICHT
‚
ANSCHWEI GEN
SONDERN T OLLE
GESCHICHT EN
ERZ HLEN.“
PETER HENSBERG,
DESIGNER
EUROPAS GRÖSSTES WOHNMAGAZIN
Impressum
sky news
60 Jahre
Lufthansa
KRANKENHILFE IN KENIA
Ärzte im vergangenen Jahr für den Verein
Cargo Human Care Patienten in Kenia
behandelt – fast so oft wie im Rekordjahr
2012, als 24 448-mal geholfen werden
konnte. Der Verein wird dabei finanziell
An ihren Flug in einer Propellermaschine
und logistisch von der Lufthansa Fracht-
dürfte sich dieses kleine Mädchen noch lange
tochter Cargo unterstützt.
erinnert haben: Drei Jahre nachdem
cargohumancare.de
die Kranich-Linie 1955 neu gegründet wurde,
steht es staunend an Bord einer Vickers
C H A M PA G N E R P ROB E
Viscount, von 1958 bis 1971 für Lufthansa im
Markus Del Monego, Master of Wine
Einsatz. Eine Zeit, in der Flugreisen noch
und Sommelier-Weltmeister, stellt
als exotisches Abenteuer galten. In 60 Jahren
Ihnen jeden Monat einen neuen
hat sich viel verändert – die Faszination des
Tropfen vor, der für eine Lufthansa
ersten Flugs ist geblieben.
Lounge ausgewählt wurde.
Perlende
Glückwünsche
Wer auf das 60-jährige Jubiläum der
Lufthansa anstoßen will, kann in
der First Class Lounge München den
PREMIUM AN BORD
Mehr Komfort im Riesen der Lüfte: Ab
22. April fliegt das Lufthansa Flaggschiff A380 mit der neuen Premium
Economy Class von Frankfurt aus zu
sieben Zielen: Houston, San Francisco, Miami (USA), Johannesburg (Südafrika), Schanghai (China) sowie nach
Singapur und Neu-Delhi (Indien).
LH.com
Korken einer besonderen Flasche
knallen lassen: Die 2002er PrestigeCuvée Louise Pommery wurde von
Alain de Polignac zu Ehren seiner
Ur-Ur-Großmutter komponiert. 1873
brachte Louise Pommery den ersten
Champagner ohne die bis dato
übliche süße Dosage auf den Markt.
Der erfrischend herbe Charakter
überzeugte zuerst die Londoner
High Society und setzte sich dann
weltweit durch. Nur Trauben aus
den berühmtesten Grand-Cru-Lagen
der Champagne werden verwendet:
Chardonnay aus Avize und Cramant
Illustrationen: Elisabeth Moch; Nils Kasiske
sind verantwortlich für die Frische
und die feinen Anklänge von weißen
Blüten, Zitrusnoten und einem
Hauch Aprikose. Der Pinot Noir aus
Aÿ präsentiert sich kraftvoll und
trägt die feinen, an frisch geröstete
Brioches erinnernden typischen
D E R „ Ü B E R FA H R T “ - Ü B E R F L I E G E R
79
Herausgeber
Deutsche Lufthansa AG, Von-Gablenz-Str. 2–6,
D-50679 Köln; Objektverantwortung: Dirk Schwarze;
Koordination: Jens Polkowski;
Lufthansa Exclusive erscheint monatlich bei der
G+J Corporate Editors GmbH, Stubbenhuk 10,
D-20459 Hamburg.
Geschäftsführung: Soheil Dastyari, Sandra Harzer-Kux
Publishing Manager: Melanie Jonas, Tel. 040/37 03-50 14,
Fax: 040/37 03-17 50 14, www.corporate-editors.com
Mehr als 22 500-mal haben ehrenamtliche
Foto: Jan Greune
78
Champagner-Aromen.
Christian Jürgens, 46, leitet das Gourmetrestaurant „Überfahrt“ am Tegernsee – und verteidigt seit 2013 als einer
von drei Köchen in Bayern seinen dritten Michelin-Stern. Lufthansa Fluggäste können im April in den Genuss seiner
Gerichte kommen, wenn Jürgens die
Feiern Sie mit! Cuvée Louise Pommery,
Bordmenüs der First Class auf Flügen
2002, für 139 Euro, zu bestellen unter:
ab Deutschland komponiert.
tesdorpf.de
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Lascari, Tel. 212/268 33 44; USA, Westküste (Campbell):
Ralph Lockwood, Tel. 408/879 66 66; Indien (Mumbai):
Srinivas Iyer, Tel. 22/61 37 74 00, Rachna Gulati,
Tel. 11/23 73 08 69
Flight Mode
Auf der
Überholspur
V O N
M A R K U S
A L B E R S
I L L U S T R A T I O N
M A R I O
W A G N E R
Lubeck ist wieder weg, vermutlich im Tunnel. Telko, sie auf
der Autobahn, ich am Schreibtisch. Piep – der Teilnehmer
Sabine Lubeck nimmt an der Konferenz teil –, da ist sie wieder. Ihre Stimme undeutlich über dem Abrollgeräusch.
„Lifehacking“, ruft sie, „mein Leben optimieren. Produktivitätsreserven heben. Arschloch!“ Ich hoffe, das Letzte ging
nicht an mich. Ich höre Hupen, mehr Flüche. Sehe Lubeck
vor mir, wie sie – permanent blinkend – mit stroboskopblitzendem Aufblendlicht die linke Spur leer räumt. „Wo war
ich?“, knarzt es aus dem Hörer. „Lifehacking“, sage ich.
Gibt’s schon länger, hat Lubeck jetzt für sich entdeckt.
Typen wie sie wollen ja immer alles streamlinen, alignen,
fast-tracken. Jetzt also auch sich selbst. Darum: extreme
Arbeitszeiten. Tim Ferriss’ Vier-Stunden-Woche fand sie
erst zu weibisch, hat dann doch auf Teufel komm raus delegiert, automatisiert und trotzdem nur ihre Wochenstunden
von 60 auf 55 bekommen. Dass „Die 55-Stunden-Woche“ kein
kolumne
Bestseller geworden wäre, hat auch Lubeck dann eingesehen.
Als Nächstes kaufte sie sich „…und mittags geh ich heim“,
ein Sachbuch, in dem ein mittelständischer Unternehmer erzählt, wie er seinen Mitarbeitern alle operativen Entscheidungen überlässt, um – genau – ab mittags zu Hause über
Strategie zu sinnieren.
„Totaler Quatsch“, dröhnt Lubeck, „die Leute brauchen
Führung, und Führung ist Hands-on! Sonst kommt doch kein
Dampf auf den Kessel!“ Aktuell probiert sie die Sieben-TageWoche. Eine neue Idee aus Silicon Valley. Nicht mehr fünf
Tage wie verrückt ranklotzen und dann zwei Tage gelangweilt
auf dem Sofa rumhängen. Sondern jeden Tag arbeiten, dafür
mehr Pausen, zwischendurch Sport, mal ein Nickerchen.
„Und wie läuft das so?“, frage ich, während ich mit dem
Hörer am Ohr zu unserer alten Brasilia schlurfe, um mir
einen Espresso zu machen. Lubeck pöbelt fröhlich vor sich
hin. „Hackfresse! Schnarchnase!“ Sie ist, das muss man
wissen, in ihrem Element. Schimpfend und monologisierend
im Auto zu telefonieren macht ihr so viel Spaß wie mir, mit
einem Stapel Zeitschriften am Strand zu dösen. Ich schaue
zu, wie der Kaffee dickflüssig in die Tasse rinnt. Vor dem
Fenster ein Schwarm Vögel im Formationsflug.
„Das Blöde an der Sieben-Tage-Woche“, keift Lubeck,
„sind ja die anderen. Also die, die am Wochenende nicht
arbeiten.“ Da sitzt sie, ausgeruht von den vielen Nickerchen
und gestählt vom täglichen Training, und feuert sonntagmorgens die E-Mails raus. Bloß: Es antwortet keiner. Sie hat
eine Superidee für ihren Vertriebsvorstand und ruft ihn an,
aber es geht nur die Mailbox ran, weil der Kerl natürlich Familie hat. „Kannste vergessen“, sagt sie.
Klar, Lubeck ist irre. Ihre Mission ist es nicht. Der Begriff
des Lifehacking stammt aus der Computerszene. Gemeint
81
82
kolumne
Flight Mode
Arbeitsenergie wird
am besten in kurzen
Spurts eingesetzt
waren ursprünglich Produktivitätstricks von Programmierern: kleine Hilfssoftware, die Dokumente über verschiedene
Rechner synchronisierte, Aufgabenlisten verwaltete, an Termine erinnerte, E-Mails filterte. Heute steht es für „eigentlich alles, das ein alltägliches Problem auf clevere, nichtoffensichtliche Art löst“, so Wikipedia. Die Sehnsucht ist
groß: Lifehacking-Autoren wie Timothy Ferriss oder David
Allen verkaufen ihre Bücher millionenfach.
Lifehacking hat zwei historische Paten. Der italienische
Ökonom Vilfredo Pareto fand Ende des 19. Jahrhunderts
heraus, dass etwa 20 Prozent der Familien rund 80 Prozent
des Volksvermögens besaßen. Seine These: Kümmerten die
Banken sich nur um diese, wäre ihre Auftragslage gesichert.
Daraus leitet sich die Pareto-Verteilung ab, die besagt, dass
sich Aufgaben am effizientesten erledigen lassen, indem man
sich auf die wichtigsten 20 Prozent konzentriert und die
übrigen 80 vernachlässigt. Statt stundenlang E-Mails zu beantworten oder Unterlagen zu sortieren, müsste ich morgens
den einen Anruf beim wichtigsten Kunden machen. Das eine
Gespräch mit meinem unzufriedenen Mitarbeiter führen.
Mich verdammt noch mal zusammenreißen und das eine Konzept aufschreiben, das ich so lange vor mir herschiebe.
Zweiter Pate ist der britische Historiker Cyril Northcote
Parkinson, der in den fünfziger Jahren beobachtete, dass
sich Arbeit in genau jenem Maß ausdehnt, wie viel Zeit für
ihre Erledigung zur Verfügung steht. Dauert der Arbeitstag
acht Stunden, brauchen verschiedenste Menschen für unterschiedlichste Aufgaben exakt: acht Stunden. Die Lösung
sind enge Deadlines. Habe ich für eine Aufgabe nur zwei
Stunden, konzentriere ich mich und gebe mir Mühe. Sind
es zwei Wochen, verzettele ich mich, das Ergebnis ist wahrscheinlich schlechter. Experten sagen: Arbeitsenergie wird
am besten in kurzen, intensiven Spurts eingesetzt, um dann
eine Erholungspause einzulegen. Kombiniert man diese Erkenntnis mit Pareto und Parkinson, kommt man dem Idealmodell persönlicher Produktivität nahe, selbstbestimmt und
konzentriert an wenigen wichtigen Aufgaben zu arbeiten.
„Das ist es!“, schreit Lubeck. „Der 48-Stunden-Spurt.
Zwei Tage lang power ich mich total aus, einen Tag schlaf ich
durch, den Rest der Woche hab ich frei. Hey, spinnst du? Blöder Trott ...“ Die Leitung brummt. Lubeck ist wieder im Tunnel.
London is calling: Worauf warten Sie?
Auch mit
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Markus Albers ist Autor
der Zeitschriften Monocle
und Brand eins, schreibt
Sachbücher zur Zukunft
der Arbeit und entwickelt
mit seiner Agentur Rethink
Auch als
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Kommunikationskonzepte
für Unternehmen.
geo-special.de
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74
business
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PERFEKTES GRILLVERGNÜGEN
Loder kommt sofort: „Klar dachten wir
zuerst alle: Jetzt kommt der Spinner aus
Berlin.“
Schnell wurde man sich einig. Und
als Plotnicki bei den Merz-Erben anklopfte, überließen sie ihm den Markennamen.
Aus griechischem Bio-Baumwollgarn
entstehen Stoffschläuche – die Hemden
von Merz beim Schwanen besitzen keine Seitennaht, denn die würde scheuern.
Die historischen Maschinen fertigen pro
Umdrehung etwa einen halben ZentimeANGEBOT DES MONATS
ter Stoff, bei modernen Maschinen sind
MEILEN
es 16 Zentimeter. Aber Massenproduktion
interessiert Plotnicki nicht, sondern eine
„Lebenseinstellung in Form von Textilien“, er glaubt „an die Dinge, die wir hier
ODER € 249
machen. Aber ich hätte nie gedacht, dass
wir auf Anhieb so gut damit ankommen.“
Sie sparen 11.000 Meilen
Die Kundschaft reicht vom Öko-Typen
oder € 40
bis zum hippen, jungen, großstädtischen
Bartträger. Und auch bei Son of a Stag in
London, Paradies für Raw-Denim-Produkte, gibt es die Hemden aus Albstadt.
Jenseits der Wirkmaschinen geht
es etwas ruhiger zu: Ein kleiner Raum,
licher kaum sein könnten: Peter Plotnicki, der von Stoffen überquillt, Schnittmuster
53, und Rudolf Loder, 51. Hier der ruhige, sind an die Wände gepinnt. Hier ist das
Reich von Adelheid Piller. Die quirlige Danachdenkliche Modedesigner aus Berlin,
me ist verantwortlich für die Rohschnitdort der muntere Schwabe. Loder besitzt
Der Faden wird von Hand in
te, die sie nach Entwürfen aus Plotnidie
Textilfabrik
Gota
in
Albstadt,
dort
stedie Maschine eingespannt (oben);
ckis Designstudio fertigt. Vorbild für die
hen
die
alten
Maschinen,
auf
denen
die
mit diesem Arbeiterunterhemd, das
Knopfleistenhemden, Henleys genannt,
Stoffe
nun
wieder
gewirkt
werden.
UrPlotnicki 2008 auf einem Berliner
ist noch immer das alte Arbeiterhemd
sprünglich sammelte er die Kolosse,
Flohmarkt entdeckte, fing alles an
nicht ahnend, dass sie je wieder zum Ein- vom Flohmarkt. Das Original hängt stets
in Reichweite – denn bis auf kleine Aussatz kommen würden. Zunächst gab es
nahmen wird es so genäht wie früher. Nur
nur einen Mechaniker, der sie bedienen
die Schultern sind aufwendiger verarbeikonnte. Den holten Plotnicki und Loder
tet als beim antiken Vorbild, so sitzt das
aus dem Ruhestand; ein Nachfolger steht
Shirt besser, und heute trägt man das
inzwischen bereit.
Zusammengefunden haben die beiden gute Stück auch mal drüber statt drunter.
Nach Pillers Schnitten werden auch die
zufällig. 2008 entdeckte Plotnicki auf eiMusterexemplare für neue Stücke genäht.
nem Berliner Flohmarkt ein altes ArbeitsDie Kollektion ist noch klein, doch
hemd. Der Sohn eines Bergmanns hatte
groß ist bereits der weltweite Erfolg des
sich auch als Designer eine Affinität zur
schlichten
Funktionalität
vonunbegrenzte
ArbeitskleiMit einem umfangreichen Modulsystem ausgestattet, bildet
der Holzkohlegrill
die Basis für
Möglich-Vintage-Konzepts. Im Berliner Designbüro kümmern sich sechs Menschen um die
bewahrt.
Als er das Hemd
sah,integriert.
da
keiten. Auch der Weber System-Grillrost zum Einsatz der dung
BBQ Gourmet
Zubehöreinsätze
ist bereits
'HFNHOKDOWHUXQGJULIIPLW+LW]HVFKXW]VRZLH2QH7RXFKp5HLQLJXQJVV\VWHP*ULOOɧ¦FKHšFP*U¸¡HEHL
Marke, bei Gota arbeiten 20 Mitarbeiter
habe es „klick“ gemacht, erinnert sich
JHVFKORVVHQHP'HFNHO%[+[7[[FP*HZLFKWNJ0DWHULDO(GHOVWDKO
für Merz beim Schwanen, weitere TexPlotnicki, genau so etwas wollte er hersteltilbetriebe auf der Alb arbeiten zu. Und
len. Der Verkäufer vermittelte den Kon68.000 Meilen statt 79.000 Meilen oder € 249,- statt € 289,aus dem Hang zum Hemd ist mittlerweile
takt zu Loder, denn der hatte ihm die alten
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ein Familienprojekt geworden: Plotnickis
Hemden
vermacht.
Plotnicki
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Ehefrau Gitta, ebenfalls Designerin, entstadt.
Ein
Kulturschock
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wirft die Damenkollektion.
ter? „Eher ein Sprachschock“, sagt der
Designer und lacht. Die Retourkutsche von merz-schwanen.com
Der einzige
Mensch, der
die Maschinen
bedienen konnte,
kam aus dem
Ruhestand
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WUSSTEN SIE SCHON ...
... dass Sie Ihre
Steuern auch mit
Meilen zahlen können?
Auch in 2015 bietet Ihnen Miles & More
die Möglichkeit, Ihre Flughafensteuern
und -gebühren sowie den Internationalen/Nationalen Zuschlag für Ihre
Flugprämie mit 18 000 Meilen zu begleichen. Dieses attraktive Angebot ist
weiterhin unbegrenzt nutzbar und
auch für Umsteigeverbindungen gültig.
Die Prämienmöglichkeit gilt auf
Prämienflügen, die von Lufhansa und
ausgewählten Miles & More AirlinePartnern innerhalb Europas durchgeführt werden.*
Buchen Sie einfach online unter
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bei Ihrem Serviceteam – und heben
Sie dann direkt mit Ihren Meilen ab!
SERVICEKARTE
Die Miles & More Servicekarte
bald auch digital
Wir freuen uns, Ihnen in Kürze die Miles & More Servicekarte in der Miles & More App
auch digital anbieten zu können.
So können Sie zukünftig direkt über den QR-Code auf dem Display Ihres iPhones an
allen Lufthansa Check-in-Automaten weltweit für Ihren Flug einchecken, den Zugang
in eine der Lufthansa Lounges erhalten und in den Lufthansa WorldShop-Filialen an den
Flughäfen oder bei unserem Mietwagen-Partner Sixt Ihre Prämienmeilen einlösen.
Das Portfolio der teilnehmenden Partner, bei denen Sie sich über Ihre digitale Miles & More
Servicekarte ausweisen können, wird sukzessive ausgeweitet, ebenso werden zunehmend
mehr Funktionalitäten der Plastikkarte auf die digitale Karte übertragen.
Einfach, bequem und schnell – probieren Sie es doch einmal aus.
* Bitte beachten Sie, dass Miles & More
NEUE EXKLUSIVE HIGHLIGHTS
Wie stilvoll die Zeit vergeht:
Das Uhrenforum im Lufthansa WorldShop
Gebühren für Umbuchungen, Stornierungen etc. nicht enthalten sind und
weiterhin regulär bezahlt werden müssen.
VORTEIL
Kostenloses Upgrade für den Heathrow Express
Möchten Sie Ihre Adresse und Kon-
Als HON Circle Member oder Senator haben Sie auch den Star Alliance Gold Status
inne und können jetzt von einem exklusiven Angebot profitieren. Im Zeitraum vom
31. März bis zum 30. Mai 2015 können Sie kostenlos in die Business First Class des
Heathrow Express upgraden. Nutzen Sie die Gelegenheit, so kommen Sie schnell
und komfortabel ins Stadtzentrum von London.
taktangaben aktualisieren? Auf
miles-and-more.com/meinprofil
können Sie die von Ihnen gespeicherten Daten wie Post/E-Mail-Adresse
und Mobilnummer überprüfen und
anpassen.
Weitere Details zum Upgrade sowie zu weiteren attraktiven Angeboten im London
Heathrow Terminal 2 finden Sie auf heathrowt2.staralliance.com/offers.
Lernen Sie in unserem exklusiven Timeless-Uhrenforum, das Sie im aktuellen Haupt­wÕw¯¼˜ļñ¶‰¶Ĕļ‰ ļ¶ÙÎՍ¶ļr ÕµÎ΍ÊĪ& ˜¯ ˜ÕÎļ­¶¶¶Ėļ_¶‰ļæ{¯¶ļU ļ‰¼ÊÕļ)Êļ¶ÙÎ
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inspirierender und modischer Designs und Marken. Von robust und sportiv bis klassisch¯˜w¶Õļµ Õļ— ¶¶ĔļՍ ¯Îļw¶‰åÊwʂ ՍՍ¶ļPÙw¯ Õ{ÕεwÕÊ w¯ ¶ļæ ļ‰¯ÎÕw¯ĔļƒÕ¯‰Êļ
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ANSON’S – Mode für Männer
Exklusive
Meilenschnäppchen
Veranstalter des Gewinnspiels ist
Miles & More GmbH, Main Airport Center,
Unterschweinstiege 8, 60549 Frankfurt.
Teilnahmeberechtigt an der Verlosung
der Gewinne sind ausschließlich die
Seit der Gründung von ANSON’S hat
sich unser Miles & More Partner zu
Deutschlands größtem Herrenausstatter
entwickelt. ANSON’S bietet Ihnen in
20 Häusern an 16 verschiedenen Standorten eine vielfältige Markenwelt mit
internationalen Designer-Labels, Trendmarken und ANSON’S-Brands. Mit
kompetenter Beratung und ausgezeichnetem Service schafft ANSON’S eine
persönliche Atmosphäre und überzeugt
Männer aller Alters- und Stilgruppen.
Empfänger dieses Magazins. Nicht teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter des
Lufthansa Konzerns und Mitarbeiter von
ANSON’S Herrenhaus KG sowie deren
Angehörige. Die Verlosung findet unter
allen Teilnehmern mit Einsendung bis
zum 30.4.2015 statt. Jeder Teilnehmer
darf nur einmal am Gewinnspiel teilnehmen. Der Gewinner wird einmalig
benachrichtigt. Dazu wird die im
Miles & More Konto hinterlegte postalische Kontaktmöglichkeit genutzt. Für die
Teilnahme ist unbedingt erforderlich,
dass sämtliche Angaben der Wahrheit
entsprechen. Alle Angaben werden vertraulich und gemäß den gesetzlichen
ausschließlich zur Durchführung des
Gewinnspiels erhoben, genutzt und verarbeitet und nur so lange gespeichert,
bis der Zweck erfüllt ist, zu dem sie
erhoben wurden. Ansonsten gelten die im
Miles & More Profil hinterlegten Kommunikationspräferenzen. Diese können
jederzeit auf miles-and-more.com/
meinprofil oder telefonisch beim
Miles & More Service Center widerrufen
werden. Der Gewinner ist für Reisevorkehrungen wie Anreise und Reisepass
etc. persönlich verantwortlich. Der Gewinngutschein hat eine Gültigkeit bis
zum 30.4.2016. Es besteht kein Anspruch
auf ein bestimmtes Ticket- oder StylingDatum. Das Styling kann nur nach vorheriger Reservierung erfolgen. Falls der
Gewinn vom Gewinner nicht angetreten
oder abgebrochen wird, verfällt er er-
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Um Miles & More Prämienmeilen zu
sammeln, melden Sie sich einfach
für das ANSON’S Insider Programm über
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in Ihrer Nähe an und legen beim nächsten
Einkauf Ihre Miles & More Karte vor.
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Aktionen mit ausgewählten Lifestyle-Partnern bietet Ihnen ANSON’S als offizieller
Fashionpartner der sechs Bundesligavereine FC Schalke 04, Eintracht Frankfurt,
Hamburger SV, Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen und 1. FC Köln die Möglichkeit,
1 x 2 VIP-Tickets für ein Heimspiel zu gewinnen.
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Teil des Gewinns ersatzlos. Eine Barauszahlung des Gewinns (auch teilweise) ist
nicht möglich. Der Anspruch auf einen
Um an dem Gewinnspiel teilnehmen zu können, beantworten Sie bitte
folgende Gewinnspielfrage:
A N W I E V I E L E N S TA N D O R T E N I N D E U T S C H L A N D I S T A N S O N ’ S V E R T R E T E N ?
anderen Gewinn besteht nicht. Eine Änderung oder ein Umtausch des Gewinns
ist nicht möglich. Gewinnansprüche sind
nicht auf andere Personen übertragbar.
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1 x 2 VIP Tickets* + 1 ANSON’S Fußball + 2 WE LOVE FUSSBALL-T-Shirts
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1 x 100 € ANSON’S Einkaufsgutschein inklusive Styling-Beratung
geschlossen. Sämtliche Fragen, Kommentare oder Beschwerden zum Gewinnspiel sind an das Miles & More Service
Team über miles-and-more.com/feedback
zu richten.
Jetzt teilnehmen: Schicken Sie bitte bis zum 30. April 2015 eine E-Mail mit der
Auflösung, der Angabe Ihrer 3 Wunschvereine, Ihrer Miles & More Servicekartennummer und vollständigen Adresse an verlosung@milesandmore.com, oder eine Postkarte
an: Miles & More, Rätsel April 2015, Postfach 75 01 55, 60531 Frankfurt/Main
* Für ein Heimspiel einer Ihrer 3 Wunschvereine.
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nicht antritt oder abbricht, verfällt der
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Das Antragsformular hierzu und eine Übersicht aller Vorteile finden Sie auf
sen-status-kreditkarte.de.
¹ Angebot gilt nur bei erfolgreicher Ausstellung einer Lufthansa Frequent Traveller Credit Card (World Business) bzw. einer Lufthansa Senator Credit Card (World Business) für Neukunden im Aktionszeitraum (1. 4. 2015
bis 30. 4. 2015). Als Neukunde gilt, wer in den letzten 12 Monaten nicht Inhaber einer Lufthansa Miles & More
Credit Card war. Eine Kombination mit Vorteilen aus anderen Werbeaktionen ist nicht möglich. Die Prämienmeilen ersetzen den regulären Welcome-Bonus. Bei einem Wechsel oder einer Kündigung des Kartenproduktes in den ersten 12 Monaten der Vertragslaufzeit werden die Prämienmeilen dem Miles & More Konto wieder
abgezogen (Statuswechsel ausgenommen). Die Prämienmeilenwerte für andere Kreditkartenvarianten im Aktionszeitraum finden Sie unter ftl-kreditkarte.de.
² Inhaber einer Lufthansa Frequent Traveller Credit Card können ausschließlich online in ihrem Miles & More
Konto einmal pro Kalenderjahr von 5000 bis zu 25 000 Prämienmeilen im Verhältnis 5:1 in Statusmeilen
(keine HON Circle Meilen) eintauschen. Gilt ausschließlich für Prämienmeilen, die für Kreditkartenumsätze
(ausgenommen Welcome-, Mehrfach- und Aktionsmeilen) im jeweiligen und im vorhergehenden Kalenderjahr gutgeschrieben wurden. Ein bestätigter Tausch kann nicht rückgängig gemacht werden.
³ Gegenüber einer Miles & More Credit Card Gold (World Business) bei gleichem Leistungsumfang.
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