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Nr. 16/P.P.A 9200 Gossau
Freitag, 17. April 2015
www.goz.ch
Am Rande
Distanz gewinnen!
In den letzten Wochen wurde in
vielen Medien über die massive
Zunahme von Velounfällen berichtet. Es schien, als wäre das
vergangene Jahr ein von schwer
verletzten und tödlich verunglückten Velofahrern gezeichnetes «annus horribilis» gewesen,
das aus dem Rahmen fiel. Doch
stimmt dies tatsächlich? Wenn
man die viel zitierte Verkehrsunfallstatistik des Bundesamtes für
Strassen Astra für das Jahr 2014
mit jenen der Vorjahre vergleicht,
zeichnet sich ein differenzierteres
Bild ab. Es fällt auf, dass der Anstieg an Velounfällen vor allem
deshalb so markant ausfiel, da es
2013 zu einem ebenso markanten Einbruch der Unfallzahlen
gekommen war. Zieht man auch
die Zahlen der Jahre 2009 bis
2012 bei, zeigt sich, dass jene
vom letzten Jahr nicht stark von
den Durchschnittswerten abweichen. Eine Deutung, welche die
letztjährigen Unfallzahlen herunterspielte und etwa den Spitzentemperaturen zuschriebe, würde
aber ebenfalls zu kurz greifen.
Anhand dieses Beispiels wird
man sich einmal mehr der Mehrdeutigkeit von Statistiken bewusst. Sollte man sie in Zukunft
besser meiden und nicht mehr
über sie berichten? Mit Sicherheit nicht! Aber Statistiken sollten ebenso kritisch gelesen und
eingeordnet werden wie andere
Quellen, auf die man sich beruft.
Denn sie stellen weder wertneutrale noch zusammenhangslose
Informationen dar. Und ebenso
wenig sind wir selbst, die sie beiziehen und interpretieren, neutrale oder objektive Leser. Deshalb müssen wir Distanz nicht
nur zum Gelesenen oder Beobachteten, sondern auch zu uns
selbst als Schreibende gewinnen.
MARCEL JUD, PRAKTIKANT
ANZEIGEN
Gossauer Opposition im
«Namen des Drachen»
Gossau. Der Drachen im
den müssen. Das Ergebnis einer
solchen Abstimmung hätten die Damen auch akzeptiert.
Gossauer Wappen wird zum
ernsthaften Widersacher der Gemeindefusion Gossau-Andwil.
Dies jedenfalls meint Annmarie
Calderwood, die sich über den
Vorschlag für das neue Gemeindewappen ärgert. Sie wünscht,
dass die Vereinigung von
Andwil und Gossau unter dem
bisherigen Gossauer Stadtwappen erfolgt.
Fragwürdiger Entscheid
Zudem bemängelt Annmarie Calderwood das «fehlende Mitspracherecht». Die im Herbst 2015 durchgeführte Umfrage sei mit einer Beteiligung von 11,65 Prozent alles andere
als repräsentativ gewesen. «Schaut
man die einzelnen Zahlen genau an,
erkennt man auch, dass sich Gossau
mit 611 zu 443 mehrheitlich für die
Beibehaltung des bisherigen Wappens ausgesprochen hat.» Zudem sei
zum Zeitpunkt der Umfrage nicht
klar gewesen, dass der Stadtrat Gossau und der Gemeinderat Andwil die
Wahl des Wappens auf der Basis des
Umfrageergebnisses treffen würden.
Am 28. Februar 2016 entscheiden
die Stimmberechtigten von Gossau
und Andwil darüber, ob per 1. Januar 2018 die beiden Gemeinden
Gossau und Andwil vereinigt und
die Schulgemeinde Andwil-Arnegg
integriert werden soll. Der Schlussbericht der Projektgruppe liegt vor,
ausstehend sind nur noch die finanziellen Aspekte (zum Beispiel Förderbeiträge Kanton, Steuerfuss). Der Bericht des Kantonalen Gemeindeamtes wird per Anfang Mai erwartet.
Diskussion setzt ein
Nachdem die Projektgruppe AndGo
mehrheitlich im Stillen gearbeitet hat,
beginnt jetzt in Andwil und Gossau
die «Zeit der Diskussionen». Während diese in Andwil nur zögerlich
einsetzt, hat das Thema in Gossau die
Damen- und Herren-Stammtische erreicht. Dabei finden aber nicht alle 45
Grundsätze, wie sie im Schlussbericht
der Projektgruppe formuliert sind,
die gleiche Beachtung. Obwohl die
Stimmberechtigten am 28. Februar
2016 nur über das Gesamtpaket entscheiden können, wird heftig über
Details diskutiert.
Am heftigsten und mit vielen Emotionen wird über die Wappenfrage de-
BILD: PD
Annmarie Calderwood mit ihrem «eigenen Drachen», einer Skulptur des
Gossauer Bildhauers Roman Brunschwiler.
battiert. So heftig, dass sich die
Gruppe «im Namen des Drachen»
gebildet hat. Die beiden Gossauerinnen Annmarie Calderwood und
Ruth Derungs sind der Meinung,
dass «viele und vor allem ältere Leute das von Stadtrat Gossau und Gemeinderat Andwil beschlossene
neue Gemeindewappen nicht akzeptieren können». Nicht einzusehen
sei, weshalb – besonders auch aus
Kostengründen – nicht einfach das
bisherige Wappen der Stadt Gossau
übernommen werde. Es sei erstmals
im Jahr 1401 urkundlich als Siegel
erwähnt. Und damals habe Andwil
schon zu Gossau gehört; Arnegg
teils ab 1510 und dann defi nitv ab
1806. Das Wappen repräsentiere
also bereits die drei Ortschaften
Gossau, Arnegg und Andwil. Und
wenn schon ein neues Wappen, so
hätte dieses anhand einer demokratischen Abstimmung gewählt wer-
Kritik an Information
Schliesslich sei auch die Information
über den Schlussbericht «sehr mangelhaft» gewesen. «Es wurde nur
eine Orientierungsversammlung
durchgeführt», meint Annmarie Calderwood. «Und die hat in Andwil
stattgefunden. Das Resultat: Es
haben mit etwa 120 Personen nur
0,9 Prozent aller Stimmberechtigten
teilgenommen.» Ihr Fazit: Die Inhalte des Vereinigungsbeschlusses seien
bei der Bevölkerung nicht oder nur
wenig bekannt. Und wer eine Vorlage nicht verstehe, sage in der Regel
an der Urne Nein. Im Weiteren bemängelt sie, dass das Parlament und
später die Stimmberechtigten nur
über das Gesamtpaket abstimmen
können. «Wir fordern Abstimmungen zu einzelnen Aspekten, insbesondere zum Thema Wappen», meint
Frau Calderwood «im Namen des
Drachen».
HERBERT BOSSHART
Impressum
Redaktion
Marc Sieger (MAS)
Verlag
St.Galler Tagblatt AG
Fürstenlandstrasse 122
9001 St.Gallen
T 071 27 27 332
Redaktions-/Anzeigenschluss
Dienstag, 12 Uhr
Redaktionsadresse
St. Galler Tagblatt AG
GOZ, Gossauer
Wochenzeitung
Fürstenlandstrasse 122
9001 St. Gallen
T 071 27 27 922
F 071 27 27 920
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10 925 Exemplare
WEMF-beglaubigt 2014
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Fax 071 272 73 17
E-Mail inserate@goz.ch
Druck
St.Galler Tagblatt AG
Für unverlangt eingesandte
Manuskripte und Fotos wird
jede Verantwortung und
Haftung abgelehnt. Die
Redaktion behält sich vor,
Texte zu kürzen.
Interview.
Vor 100 Jahren
Befehl für
Feldarbeiten
Allgemein. Das Schweizerische
Volkswirtschaftsdepartement hat
die Armee ersucht, dass im Interesse
der Nahrungsmittelversorgung des
Landes die Frühjahrsfeldbestellung
durch die Armee mit Arbeitskräften
unterstützt werde. Der General will
diesem Gesuch mit einem «Befehl
betreffend Hülfe bei Feldarbeiten»
wie folgt entgegenkommen: 1. Die
Truppenkommandanten werden
hiermit ermächtigt, in ihrem Truppenrayon für Hülfe bei landwirtschaftlichen Arbeiten Soldaten und
Gespanne zu verwenden. 2. Das darf
nur geschehen, soweit die militärischen Interessen, Kriegstüchtigkeit
und Kriegsbrauchbarkeit nicht Schaden erleiden. 3. Die Arbeitshilfe ist
FS
unentgeltlich.
Vor 50 Jahren
Unfälle und
Verkehrstote
Bezirk Gossau. Im Jahre 1964
mussten im Bezirk Gossau fünf
Personen, ein Kind und vier Erwachsene, bei einem Verkehrsunfall ihr
Leben lassen. Allein in der Gemeinde Waldkirch waren drei tödliche
Verkehrsunfälle zu verzeichnen.
Insgesamt ereigneten sich im Bezirk
Gossau 112 Verkehrsunfälle, gegenüber 123 im Jahre 1963. Davon waren 24 Selbstunfälle. In 57 Fällen gab
es zusammen 68 Verletzte und in 107
Fällen Materialschaden von total
257 725 Franken.
FS
Gratulationen
Clara Bodenmann-Raimondi. Zu
einem runden Geburtstag übermitteln wir Glückwünsche an Clara
Bodenmann-Raimondi. Mit ihren
Angehörigen kann sie am kommenden Sonntag im Heim an der Bahnhofstrasse 39 den 80. Geburtstag
feiern. Auch die Andreas-Pfarrei
schliesst sich den Gratulanten an,
wünscht ein frohes Fest und alles
Gute zum Eintritt ins neue Lebensjahrzehnt.
RN
Veranstaltungen
Informationsanlass. An der Frühlingsveranstaltung der Katholischen
Arbeitnehmerbewegung KAB Gossau
und der Christlichen Sozialbewegung
CSB Gossau wird der Gossauer Stadtpräsident Alex Brühwiler am Montag, 20. April, um 19.30 Uhr im Andreaszentrum Gossau über das Projekt
zur Gemeindefusion von Andwil und
Gossau informieren.
Referat. Am Donnerstag, 23. April,
wird die VR-Präsidentin der Sana
Fürstenland AG, Kathrin Hilber, an
der Hauptversammlung der Freien
Liste Gossau in der Altersresidenz
Vita-Tertia über den Stand des neuen
Alterszentrums von Gossau referieren. Die Veranstaltung beginnt um
19 Uhr.
Stolz auf neuen Roboter
Gossau. Die Firma Gebrüder
Eberle AG aus Gossau hat in
einen neuen Roboter investiert,
der Käse perfekt schneidet.
Diese Innovation ist aber nicht
das Einzige, was dieses Unternehmen in der Veredelung von
Käsen auszeichnet.
Max Eberle, wie sind Sie und Ihr
Bruder Felix Eberle als Geschäftsführer der Gebrüder Eberle AG mit
dem neuen Käseschneideroboter zufrieden?
Das Resultat ist sehr erfreulich. Wir
sind begeistert. Wir können auf einen Roboter zählen, der unsere Käse
zuverlässig und mit hoher Präzision
in Schnitten zerlegt. Das ist deshalb
so positiv, weil unsere manchmal
weichen und mit vielen Zutaten versehenen Käsekreationen an eine Maschine hohe Anforderungen stellen.
Mit dieser neuen Schneidetechnik
sind wir in einer neuen Generation
angekommen.
Was ist denn an diesem Roboter
neu?
Bis jetzt konnte unser Gerät nur eindimensional eingesetzt werden, also
Schneidebewegungen von oben nach
unten. Mit dem neuen Roboter kann
das mit 20 000 bis 25 000 Schwingungen pro Sekunde schwingende
Ultraschallmesser auch Schrägschnitte in verschiedene Richtungen
ausführen. Zudem legt das Messer
am Ende des Schnittes die abgetrennte Käseschnitte sauber ab.
Wie kam es zur Zusammenarbeit
mit der Firma Robofact AG?
Wir stellten fest, dass wir unsere bisherige Schneidemaschine ersetzen
müssen. Auf unsere Ausschreibung
hin meldete sich unter anderen die
Firma Robofact AG, die eine Anwendung für ihre Roboter im Lebensmittelbereich suchte. Das war
Zur Person
Name: Max Eberle
Geburtsdatum: 18. Februar 1961
Beruf: Kaufmann
Hobbies: Musik, Sport
Motto: Bleiben wir dran und
entwickeln weitere Ideen und
Projekte.
BILD: MAB
Max Eberle ist stolz auf den modernen Käseschneider.
für uns ideal, da diese Firma auch in schiedenen Kräutern. Am Schluss
Gossau zu Hause ist.
bauen wir diese wieder in den Käse
ein, so dass er wieder seine ursprüngWelchen generellen Stellenwert ha- liche Form erhält. Wir nennen ihn
ben solche Innovationen in Ihrem «Bergschichtenkäse». Eine eigene LiUnternehmen?
nie mit Früchtekonfitüren haben wir
Als Veredler von verschiedenen Kä- aufgrund von alten Rezepten weitersearten und -sorten sind wir im um- entwickelt und an heutige Bedingunkämpften Käsemarkt auf Innovatio- gen angepasst.
nen angewiesen. Das betrifft nicht
nur die Maschinen, sondern auch die Haben Sie aktuelle Neuheiten?
Menschen mit zum Beispiel sehr in- Im Moment nicht. Aber wir stehen
dividuellen Arbeitsmodellen. Pro- nie still. Vor allem im Kontakt mit
dukteneuheiten sind für uns von es- unseren Kunden entstehen immer
sentieller Bedeutung. Deshalb führen wieder neue Ideen, die wir umsetzen
wir in den Bereichen Nuss- und können. Ein Ende ist nicht absehbar.
Früchtekäse, Brie und Mini-Brie, Es gibt unzählige Möglichkeiten von
Frischkäseterrinen, Rahmfrischkä- Kombinationen. Dabei kommen die
sepralinen insgesamt mehrere Hun- einen Produkte aus der Mode, andedert Variationen.
re entwickeln wir neu.
edeln sie zu etwas Neuem. Das gibt
vielen Landwirten und Käsern Arbeit. In dieser Nische und mit unserem klaren Profil sehen wir auch in
Zukunft weiterhin Chancen. Der erhebliche Anteil an Handarbeit dürfte aus unserer Sicht für grössere Betriebe wenig interessant sein.
Mit welchen Innovationen kamen
Sie in letzter Zeit auf den Markt?
Schon etwas länger her ist die Lancierung der Käsechips, deren Absatz
sich sehr erfreulich entwickelt hat.
Eine Fonduelinie haben wir letzten
Herbst ins Leben gerufen. Besonders
ist sicher auch der Halbhartkäse, den
wir in fünf Tranchen schneiden. Wir
nehmen einen Teil des Käses heraus
und vermischen diese Masse mit ver-
Womit beschäftigen Sie sich, wenn
Sie nicht mit Käse zu tun haben?
Ich geniesse meine Freizeit am liebsten mit meiner Familie. Dabei haben
wir die unterschiedlichsten Interessen von Sport über Kultur bis zum
Geniessen. Auch das gemeinsame
Musizieren mit meinen langjährigen
Freunden in der Band «08:15» gehört zu meinem festen Freizeitprogramm. INTERVIEW: MARTIN BRUNNER
Ist diese Arbeit im bereits gut besetzten Käsemarkt nicht schwierig?
Klar beschäftigen uns der offene Käsemarkt und die Produkte aus dem
Ausland. Unsere Käse sehen wir aber
als Spezialitäten, die man nicht jeden
Tag geniesst. Deshalb konzentrieren
wir uns auf qualitativ hochstehende
Spezialitäten. Wir nehmen die Käse
von vielen Käsereien in der näheren
und weiteren Umgebung an und ver-
Wohin wollen Sie steuern?
Wir sind stolz auf das, was wir bisher geschafft haben mit unserem Unternehmen. Das motiviert uns, am
Ball zu bleiben. Ein grossartiges
Team bemüht sich täglich um noch
bessere Produkte. Da unsere Betriebsstätte an der Kühlhausstrasse
grosszügig bemessen ist, wollen wir
darin in Zukunft noch mehr Wertschöpfung generieren.
Zehnter Klostermarkt
Gossau. Am Samstag, 25. April wird
zwischen 9 und 15 Uhr in der Markthalle der zehnte Gossauer Klostermarkt
durchgeführt. Die Besucherinnen und
Besucher erwartet ein breites Sortiment
an Produkten aus den Kellern, Küchen
und Werkstätten von sieben Klöstern
beziehungsweise klösterlichen Gemein-
schaften. Vertreten sind neben der Gossauer Pallotiner-Gemeinschaft auch die
Klöster aus Ingenbohl, Jakobsbad, Uznach, Einsiedeln, Disentis und Rheineck.
Zur Verpflegung der Gäste gibt es am
Klostermarkt auch ein «Beizli», welches
durch die Pallotiner-Gemeinschaft betrieben wird. SK
Bestattungen
Gossau. Daniel Bosshard, geboren
am 9. November 1981, gestorben
am 1. April 2015, von Hittnau ZH,
wohnhaft gewesen in Gossau, Gozenbergstrasse 56. Die Urnenbeisetzung hat bereits stattgefunden.
Gossau. Bruno Dähler, geboren am
8. Dezember 1927, gestorben am 10.
April 2015, von Appenzell, wohnhaft gewesen in Gossau, Altersheim
Abendruh, Bedastrasse 19. Die Urnenbeisetzung findet heute Freitag,
17. April um 10 Uhr auf dem Friedhof Hofegg statt. Anschliessend
Trauerfeier in der Pauluskirche.
BILD: PD
Kurz vor der Premiere
BILD: PD
Andwil. Die beiden Kinderchöre
«Young Voices» und «Kids Train» der
evangelischen beziehungsweise katholischen Kirchgemeinde sind seit Montag
in einem Musicallager in Eichberg. Die
38 singbegeisterten Kinder aus Gossau
und Andwil proben unter der Leitung
von Marcel Wick und Barbara Herzog
für das Kindermusical «Ronja Räubertochter». Das auf dem gleichnamigen
Roman von Astrid Lindgren basierende
Stück wird morgen Samstag, 18. April
um 19.30 Uhr im Ebnetsaal in Andwil
aufgeführt.
PD
Gossauer Wochenzeitung · Freitag, 17. April 2015 · Nr. 163
Rätsel.
Ratgeber Recht
Fristen bei Baumängeln
Ich beabsichtige zusammen mit meiner
Ehefrau ein Einfamilienhaus zu bauen.
Unser Generalunternehmer will die SIANormen anwenden, da dies auch für uns
im Vergleich zu den gesetzlichen Regeln
Vorteile mit sich bringe, weil die Fristen
für die Geltendmachung von Mängeln
länger seien. Stimmt das?
Bei den Fristen nach Gesetz oder SIA ist zwischen Rüge- und Verjährungsfristen zu unterscheiden. Rügefrist heisst, bis wann der
Bauherr sämtliche Mängel (zum Beispiel Beschädigungen, undichte Stellen, falsche Teile oder Montage), die er irgendwann innerhalb der Frist entdeckt,
wirksam rügen kann. Die
Mängel sollten immer per
Einschreiben mit einer detaillierten Beschreibung an den
Generalunternehmer
oder
an den zuständigen Unternehmer gerügt werden. Die
Verjährungsfrist definiert den
Zeitraum, innert welchem
der Bauherr seine Ansprüche (zum Beispiel Nachbesserung, Preisreduktion) wegen Mängeln des Werkes geltend machen
muss. Nach den gesetzlichen Regeln ist die
Rügefrist streng, da jeder entdeckte Mangel sofort nach dessen Entdeckung anzuzeigen ist (also innerhalb weniger Tage!) respektive offensichtliche Mängel bereits bei
der Abnahme des Hauses, da sie andernfalls
als genehmigt gelten. Nach der SIA-Norm
118 (gültig seit 1. Januar 2013) können hingegen offensichtliche wie auch verdeckte
Mängel innerhalb von zwei Jahren zu jedem
Zeitpunkt gerügt werden. Es besteht also innerhalb dieser zwei Jahre keine eigentliche
Frist. Freilich kann es die Schadensminderungspflicht gebieten, dass man nach Entdeckung des Mangels nicht zuerst ein Jahr
wartet, da man ansonsten den weiteren
Schaden selbst zu tragen hat, der bei unver-
züglicher Behebung der Mängel hätte vermieden werden können. Nach diesen zwei
Jahren können offensichtliche Mängel nicht
mehr gerügt werden und verdeckte Mängel können zwar noch während drei weiteren Jahren gerügt werden; aber die Rüge
muss sofort nach Entdeckung des Mangels
erfolgen.
Beim Bau eines Hauses tritt die Verjährung
sowohl nach den gesetzlichen Regeln wie
auch nach der SIA-Norm nach fünf Jahren
ein. Innerhalb dieser fünf Jahre muss die
Verjährungsfrist unterbrochen werden, und
zwar mittels Betreibung, Schuldanerkennung oder Verjährungsverzichtserklärung
der Gegenseite oder Einreichung eines Schlichtungsgesuches beziehungsweise einer
Klage. Wird die Verjährungsfrist nicht innerhalb von fünf
Jahren unterbrochen, kann
der Bauherr seine Ansprüche
aus dem Mangel nicht mehr
vor Gericht durchsetzen.
Die Fristenregelung nach den
SIA-Normen ist also vorteilhafter als nach den gesetzlichen Regeln. Ein weiterer Vorteil der SIA-Normen ist, dass für die Mängel,
die innerhalb der zweijährigen Rügefrist geltend gemacht werden, die Beweislast beim
Unternehmer liegt, das heisst, er muss beweisen, dass kein Mangel vorliegt. Nach
den gesetzlichen Regeln müsste hingegen
der Bauherr beweisen, dass überhaupt ein
Mangel vorliegt.
DR. MARTIN E. LOOSER
RECHTSANWALT / ÖFFENTLICHER NOTAR
KÜNG RECHTSANWÄLTE
Kreuzworträtsel-Wettbewerb
Kreuzworträtsel
Lösungswort der Vorwoche: ABSTECHER
Eine Aktion der Fachgeschäfte Gossau und Umgebung
Sudoku
Senden Sie das heutige Lösungswort mit dem Betreff
«Kreuzworträtsel» an redaktion@goz.ch
schwer
mittel
Zu gewinnen gibt es
einen Fr. 50.– Gutschein.
Der Gewinner der Vorwoche:
Hans Vetsch, Talstrasse 9, 9200 Gossau
Dieser Gutschein wird gesponsert von:
Auflösung der Vorwoche
4
Gossauer Wochenzeitung · Freitag, 17. April 2015 · Nr. 16
Gossau.
Aus den Vereinen
Medaillensegen. An der Hauptversammlung des Militärschützenvereins Gossau konnte Silvio Forster
die Medaille für die erste Feldmeisterschaft entgegennehmen. Fritz
Zwahlen und Josef Steiner jene für
die vierte Feldmeisterschaft. Hans
Alpiger erhielt fünf Auszeichnungen
und wurde zugleich zum Veteranen
ernannt. Die dritte Vögelinsegg-Auszeichnung ging an Bruno Meile. PD
Fotografische Zeitreise
Gossau. Tausende Fotografien
lagern im Archiv des Fotostudios
Belos an der Merkurstrasse in
Gossau. Nun gibt das Studio die
Fotos an die Kunden weiter. Die
GoZ begibt sich auf Zeitreise in
das fotografisch festgehaltene
Stadtbibliothek. Die Stadtbiblio- Gossau der letzten 30 Jahre.
thek Gossau konnte das Jahr 2014
mit einem Ertragsüberschuss von
5600 Franken abschliessen. Das
Budget für 2015 rechnet mit einem
Aufwand von 414 500 Franken. Der
Kostenanteil der Gemeinde Andwil
wurde 2014 mit dem Umzug in die
neuen Räumlichkeiten auf 9000
Franken erhöht. Gemäss Jahresstatistik stammten 237 der insgesamt
2201 «Aktiven Leser» der Bibliothek
PD
aus Andwil.
Jubiläum. Kürzlich konnte der
Gymnastikverein Arnegg sein
25-jähriges Bestehen feiern. Der Verein war am 11. April 1990 unter dem
Namen Gmok gegründet worden.
Seither werden jeden Mittwochabend im Mehrzweckgebäude Gymnastikstunden angeboten. Der Verein zählt derzeit 21 Mitglieder. PD
Veranstaltungen
Velobörse. Dieses Wochenende findet in Gossau die alljährliche Velo­
börse statt. Heute werden in der
Markthalle von 17 bis 19 Uhr und
morgen Samstag, 18. April, auf dem
Marktplatz von 8 bis 8.45 Uhr Fahrräder für den Verkauf entgegengenommen. Der Veloverkauf findet anschliessend am Samstag zwischen 9
und 12 Uhr auf dem Markplatz statt.
Die Pfadi St. Georg Gossau Niederwil bietet dabei einen Reinigungsdienst für verschmutzte Velos an. Es
werden auch alte Fahrräder für Rumänien gesammelt. Zudem werden
Velohelme zum Kauf angeboten.
Jodel. Das Jodelchörli Alpsteinblick
Abtwil singt morgen Samstag, 18.
April, um 19.30 zusammen mit den
international bekannten Musikern
und Oberton-Sängern «Domog» aus
der Mongolei im Fürstenlandsaal.
Seniorentheater. Die Stiftung VitaTertia lädt am 19. April um 15 Uhr
im Speisesaal Vita in Gossau zum Seniorentheater «Es gaht au anderscht»
ein. Das heitere Stück handelt sowohl
von der grotesken Verweigerung der
Gastfreundschaft als auch von Wohlwollen, Rührung und Liebe.
Kiste stapelt sich auf Kiste, die Regale biegen sich unter dem Gewicht der
prall gefüllten Kartons. Mehrere
zehntausend Fotos, sortiert nach
Datum, lagern im Archiv des Fotostudios Belos. Zeljko Belos muss
selbst kurz stöbern, bis er ein gesuchtes Foto findet. Bis in die 80erJahre reicht das Archiv, das der Fotograf vom damaligen Fotostudio
Bichsel übernommen hat. Um Platz
für eine bevorstehende Renovation
zu schaffen, gibt das Fotostudio
die Archivfotos der vergangenen
30 Jahre an die jeweiligen Kunden
weiter. Von Passfotos über Fami­
lienaufnahmen, Vereins- und Firmenporträts, Pressefotos bis zu historischen Fotografien, ist unter den
Tausenden Archivfotos alles Mögliche zu finden.
Fotos für «Miss Zöpfli»
Besonders charmant findet Belos die
Fotos, die 1990 für den «Miss
Zöpfli»-Wettbewerb entstanden sind.
Zahlreiche Mädchen nahmen damals
am Wettbewerb des Coiffeurs Steinmann, des Fotostudios Bichsel und
der Gossauer Zeitung teil. Die Siegerin, mit der schönsten Haarpracht gewann ihr Porträtfoto in Hochauflösung und ein Haar-Set. Die Fotos für
den «Miss Zöpf­li»-Wettbewerb seien
etwas Spezielles, erklärt Belos. «Man
muss sich als Fotograf manchmal etwas Aussergewöhnliches für seine
Kunden einfallen lassen.» Diese Tradition von «Miss Zöpfli» wird er in
Zukunft weiterführen Vor 30 Jahren,
wie auch heute, seien Studioaufnahmen, Passfotos und Firmen- und Vereinsporträts beliebt. So wie die Fotos
des FC Gossau und des TSV Fortitudo aus den 90er-Jahren, die Belos in
einer weiteren Kiste findet.
Heute sei der Verwendungszweck der
Fotos jedoch meist ein anderer als
früher. «Bevor das Internet aufkam,
wurden die Fotos meistens für Visitenkarten, Flyer, Plakate und ähnli-
BILDER: MAS
Oben links: Zeljko Belos mit einem Foto des «Miss Zöpfli»-Wettbewerbs. Oben rechts: Ein Mannschaftsbild des
TSV Fortitudo von 1998. Unten links: Kistenweise lagern die Fotos im Archiv des Fotostudios Belos.
Unten rechts: Eine alte Aufnahme des Gossauer Bahnhofs. (weitere Bilder auf www.goz.ch)
ches gemacht. Heute hat man dank
Internet ein grösseres Publikum und
die Fotos werden mehr Digital für
den Onlineauftritt einer Firma oder
eines Vereins anstatt auf Papier benutzt.»
Historische Aufnahmen
Beim weiteren Stöbern im Fotoarchiv stösst Belos auf alte Aufnahmen
der Stadt Gossau. Die St. Gallerstrasse führt durch das noch pittoreske
Gossau, die Andreaskirche oder der
Gossauer Bahnhof sind zu sehen.
gleich wieder vergessen. Früher
musste man warten, bis ein Film entwickelt war, und hatte dann nur
­einige Abzüge der Fotos.» Man sei
früher noch gespannt gewesen auf
seine Bilder und habe sie anders
wertgeschätzt, sagt er.
Heute bewahrt Belos den grössten
Teils seiner Fotos digital auf. Nur
Studioaufnahmen legt er noch als
entwickelte Fotos ab. «So kann ich
neuen und wiederkehrenden Kunden
am besten einen Eindruck der Fotografien vermitteln.» MARC SIEGER
Spielgruppe ist Zehn
Seniorennachmittag. Am Donnerstag, 23. April, um 14.30 Uhr findet im Pauluszentrum ein ökumenischer Seniorennachmittag statt. Peter
Eggenberger aus Wolfhalden wird
«Vo Wiertschafte ond Wiertshüüser»
erzählen.
Gossau. Die Spielgruppe Buechi feierte
vergangenes Wochenende das 10-JahrJubiläum. Vor einem Jahrzent gründeten
Brigitte Mauchle und Helena Himmelberger die Spielgruppe. «Uns war es wichtig,
den Kindern das Spielen und das Lernen
in der Natur zu ermöglichen», sagt
Mauchle. Ein entsprechendes Angebot
habe es in Gossau nicht gegeben und so
Vortrag. Die Frauengemeinschaften
Andreas und Paulus laden am Donnerstag, 23. April, um 13.30 Uhr ins
Andreaszentrum zum Vortrag «Vergangenes bejahen und mutig vorwärts schreiten» von Beatrix Böni
ein. Böni hat Theater, Psychologie
sowie Theologie studiert und dabei
den Humor entdeckt.
Ausstellung. Der Gossauer Kunstmaler Paul Huber stellt seit Anfang
April Appenzeller Impressionen,
Landschaften und Kultur auf der
Bergstation Säntis im vierten Stock
aus. Ein Teil der Bilder wird je nach
Jahreszeit dreimal ausgewechselt. So
sind ab dem 30. November Bilder
über das Urnäscher Silvesterchlausen
zu sehen. Die Ausstellung läuft noch
bis zum 18. Januar 2016.
«Früher war Gossau noch sehr dörflich geprägt», sagt Belos. «Die vielen
alten und schönen Gebäude waren
für einen Fotografen besonders interessant.» Im Archiv des ehemaligen
Fotostudios Bichsel dürften sich einige Raritäten befinden. Die meisten
der Fotos sind Unikate, von anderen
existieren nur noch die Negative. Für
Belos hat dies gerade einen besonderen Charme. «Heute kann man dank
neuester Technologie innerhalb von
Minuten hunderte Bilder machen,
diese bearbeiten, betrachten und
hätten sie die Waldspielgruppe Buechi ins
Leben gerufen. Heute leiten Mauchle
und Himmelberger zusammen mit vier
weiteren Mitarbeiterinnen vier Waldspielgruppen und zwei Natur- und Bauernhofspielgruppen auf dem Muelt-Hof.
Den zehnten Geburtstag feierte die Spielgruppe vergangenen Samstag mit einem
Fest beim Waldsofa im Buechenwald.PD
BILD: PD
Angeln in Waldkirch
Waldkirch. Bereits zum siebten Mal
organisierte der Fischereiverein Waldkirch für den Ferienpass Gossau und
Umgebung den Kurs Angeln/Fischfang.
Am 7. und 8. April fanden sich jeweils
rund 30 interessierte Jugendliche beim
Niederwilerweiher oberhalb von Waldkirch ein. Helfer des Fischereivereins und
an einem der beiden Tage auch der kantonale Fischereiaufseher Christoph Mehr
standen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Das Angelglück war den Junganglern
aber leider nicht wohlgesinnt. Zu tief
waren die Wassertemperaturen, um die
Fische aus ihren Winterverstecken zu locken. PD
BILD: PD
Gossauer Wochenzeitung · Freitag, 17. April 2015 · Nr. 165
Kino/Dies und Das.
Gossau
Freitag, 17. April
Jahrgängerverein Gossau 1941-1950, Jahresversammlung, 18.30, Andreaszentrum
Was bei Schildkröten von Kopf bis
Schwanz alles krank sein kann, Vortrag
von Piero Godenzi, 20.00, Rest. Sonne
Mittwoch, 22. April
Spitex: Pflege zu Hause, Krankenpflegeverein Gossau Mitgliederversammlung,
19.30, Andreaszentrum
Andwil
Sonntag, 19. April
Frühlingskonzert, Hand- und Mundharmonika Club Roggwil, Bäuerinnenchörli
Gossau-Andwil, Trachten- und Volkstanzgruppe Gossau, 19.00, Mehrzwecksaal Ebnet
Waldkirch
Mittwoch, 22. April
Grosses Kino mit der
Hauptversammlung der Frauengemeinschaft, 19.00, Turnhalle Bünt
Generalversammlung Kabelnetz Jägerstübli, 20.00, Restaurant Rose
Freitag, 24. April
Valsecchi & Nater: Hier oder Jetzt, Katz,
20.00, Oberstufenzentrum Bünt
6
Gossauer Wochenzeitung · Freitag, 17. April 2015 · Nr. 16
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Spor tpla
FC Gossau –
FC Dietikon
Ungeschlagenheit auf eigenem Terrain wahren
Für den FC Gossau steht morgen Samstag ab 16.30 Uhr auf
der heimischen Sportanlage
Buechenwald das 20. Meisterschaftsspiel auf dem Programm. Das Team von Trainer
Giuseppe Gambino empfängt
den Aufsteiger Dietikon und
will dabei mit einem Sieg unbedingt die ärgerliche und vermeidbare Niederlage in EschenMauren vergessen machen. Die
Fürstenländer sind auf eigenem
Terrain in dieser Saison noch
ungeschlagen und wollen diese
Serie gegen die starke Multikulti-Truppe aus der Zürcher
Agglomeration natürlich fortsetzen. Das Hinspiel in Dietikon
gewannen die Gossauer mit ihrer stärksten Auswärtsleistung
in der ersten Saisonhälfte klar
und verdientermassen mit 4:1.
Der FC Dietikon, im letzten
Sommer in die 1. Liga aufgestiegen, hat sich in der Winterpause nochmals verstärkt
und stellt heute ein Team, das
nicht zu unterschätzen ist. Die
bekanntesten Spieler sind die
beiden ehemaligen Wil-Akteu-
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re Haziri und Dimita sowie der
eine halbe Saison lang beim FC
Gossau tätige gross gewachsene Abwehrspieler Ivica Cokolic.
Zuletzt bezwangen die Zürcher
Balzers mit 1:0; sie liegen nur
noch vier Punkte hinter dem
Gambino-Team zurück und
wollen natürlich Revanche für
die klare Hinspiel-Niederlage
nehmen.
Was war nur mit dem FC Gossau in der ersten Halbzeit beim
USV Eschen-Mauren im Liechtensteiner Unterland los? Da
konnten die Gossauer erstmals
in dieser Saison gewissermassen vollzählig antreten (es
fehlte dann aber doch kurzfristig Abwehrspieler Vincenc Lazraj wegen eines Todesfalls in
der Familie) und da spielte die
Mannschaft 45 Minuten lang
unerklärlich gehemmt. Gegen
vorne gab’s nur zwei einigermassen gefährliche Angriffsaktionen und in der Defensive
herrschte eine gewisse Orientierungslosigkeit. Immer wieder
konnten die Liechtensteiner,
die mit Colocci und Bärtsch auf
ihre nominell stärksten beiden
Stürmer verzichten mussten,
ungebremst und kaum gedeckt teilweise sogar in Überzahl auf die Gossauer Dreimann-Abwehr zulaufen. Nur
mit viel Glück und dank dem
Abschluss-Unvermögen
der
gegnerischen Angreifer kam
die Gambino-Truppe um einen
höheren Pausenrückstand als
das 0:1 herum. Nach der Pause sah dann alles ganz anders
aus: Gossau dominierte das
Geschehen, hatte zahlreiche
hochkarätige Torchancen, sündigte aber im Abschluss oder
scheiterte am starken Torwart
Boban Antic. Der Ball wollte
einfach nicht im gegnerischen
Gehäuse landen und zu allem
Überfluss traf Yannik Grin, bisher in dieser Saison ein sicherer
Elfmeterschütze, mit seinem
Foulpenalty, vielleicht durch
Schauspieleinlagen von Antic irritiert, nur die obere Torumrandung. Und bei einem
Konter kam es dann gar noch
zum 2:0, als Gossaus Abwehr
aufgerückt und offen war. Es
schien, dass der USV Eschen-
Mauren den Sieg einfach mehr
wollte als die Gossauer Spieler.
Immerhin zeigte das Team in
der ersten halben Stunde nach
dem Seitenwechsel, dass es gegen jeden Gegner Torchancen
zu kreieren in der Lage ist. Aber
den hier vergebenen Punkten
könnte Gossau noch nachtrauern, denn der Rückstand
auf Platz 2 ist mittlerweile auf
8 Zähler angewachsen. Da
könnte nurmehr ein sensationeller Schlussspurt helfen, den
Rückstand auf das formbeständige Mendrisio wieder wettzumachen. Wettswil-Bonstetten
an der Tabellenspitze ist allen
anderen Teams mittlerweile
enteilt und darf schon die Aufstiegsspiele planen.
Auch diesmal sieht die personelle Situation für den FC Gossau gut aus. Joël Eberle fällt
zwar bis Saisonende wegen
eines Auslandaufenthaltes aus;
er war in den letzten Partien
allerdings selten Mitglied der
Stammformation. Die Gossauer Fussballfreunde würden sich
freuen, wenn ihr Team gegen
das unbequeme Dietikon von
allem Anfang an frisch, munter und variantenreich angreifen, wieder Tore erzielen und
den Gegner auch bei dessen
Angriffsversuchen energisch
stören würde. Ein Vollerfolg
müsste möglich sein, um kleine
Hoffnungen nach vorne aufDO
rechtzuerhalten.
Rangliste per
13. April 2015
1. Liga, Gruppe 3 (Classic)
Spiele gew. remis verl. Tore
Pkte.
1. FC Wettswil-Bonstetten 19 13
3
3 39 : 16 42
2. FC Mendrisio
3
5 25 : 15 36
6
4 43 :25 33
19 11
3. Grasshopper Club Zürich II 19
9
4. FC Muri
18
9
3
6 30 : 26 30
5. FC Baden
19
8
5
6 35 :28 29
6. USV Eschen/Mauren
19
8
5
6 31 :28 29
7. FC Gossau
19
8
4
7 30 :30 28
8. FC Winterthur II
19
8
3
8 40 : 35 27
9. FC Dietikon
19
7
3
9 24 : 32 24
10. FC Balzers
18
5
6
7 26 :28 21
11. FC Thalwil
19
5
5
9 22 :28 20
12. FC Seuzach
19
5
4 10 22 : 37 19
13. Team Ticino U-21
19
4
5 10 24 : 39 17
14. AC Taverne 1
19
3
3 13 16 :40 12
Schlusspunkt.
Herr Gozauer
Spielsaison eröffnet
Statistik
Gossau. Der Frühling ist angebrochen und mit ihm auch die Zeit, in
der Kinder wieder im Freien spielen.
Am vergangenen Samstag feierte
der öffentliche Spielplatz in Gossau
die Saisoneröffnung und gleichzeitig die Eröffnung der neuen Kletterwelt. 70 geladene Gäste stiessen
nach Mittag auf den Neubau an,
und Kinder wie auch Erwachsene
probierten die neuen Spielgeräte
aus. Die Mitglieder des Kiwanis
Club Gossau-Flawil
hatten die
Kletterwelt in den vergangenen Monaten aufgebaut. Um 14 Uhr wurde
der Spielplatz schliesslich für die
Öffentlichkeit freigegeben. Gut 300
Besucherinnen und Besucher genossen beim Ballontierebasteln, Kinderschminken und weiteren Spielaktivitäten auf dem Spielplatz das
Frühlingswetter. Anlässlich des
Einweihungs- und Saisoneröffnungsfestes sowie ihres 100-jährigen Bestehens liessen die Mitglieder des Kiwanis Clubs schliesslich
rund 100 Ballone in den Himmel
PD
aufsteigen.
Der Stadtrat hat diese Woche den
Rechenschaftsbericht 2014 veröffentlicht. Auf 235 Seiten gibt er Auskunft
über die diversen Rechnungen von
Stadt und Stadtwerken sowie über
die Tätigkeit der Verwaltung. Wer Zeit
und Musse hat, findet vor allem im
statistischen Teil erstaunliche Einblicke
in unser Leben. So ist die Stadt Gossau
im Jahr 2014 nicht etwa gewachsen.
Per 31. Dezember 2014 waren mit
17 957 Einwohnerinnen und Einwohner nämlich drei weniger registriert als
ein Jahr davor. Gestiegen ist der Anteil
an gemeldeten Ausländern, nämlich
um 24 auf 3449. Mit 19,2 Prozent ist
der Ausländeranteil in der Stadt Gossau aber immer noch deutlich tiefer
als in der gesamten Schweiz (2013:
23,8 Prozent). Von den 17 957 Gossauerinnen und Gossauern waren
52,07 Prozent älter als 40 Jahre, davon
4,69 Prozent sogar über 80 Jahre alt.
Von den 17 957 Gossauerinnen und
Gossauern sind 11 062 steuerpflichtig. Das heisst aber nicht, dass sie auch
Steuern bezahlen. 677 Personen oder
6,12 Prozent versteuern nämlich überhaupt kein Einkommen. 9311 Steuerpflichtige (84,16 Prozent) weisen ein
steuerbares Einkommen zwischen 0
und 80 000 Franken aus. Sie bringen
aber nur 41,87 Prozent der gesamten
Steuersumme der natürlichen Personen von 31 137 648 Franken auf. Das
heisst, dass die 15,84 Prozent Steuerpflichtigen mit einem steuerbaren Einkommen von über 80 000 Franken
insgesamt 58,13 Prozent der Einkommenssteuer bezahlen. Beim Vermögen sieht es noch krasser aus. Von den
11 062 Steuerpflichtigen weisen 1152
oder 10,47 Prozent ein Vermögen
von über 500 000 Franken aus. Dafür
berappen sie 71,38 Prozent der
gesamten Vermögenssteuer von
4 187 564 Franken. Die 17 957 Gossauerinnen und Gossauer hinterlassen
übrigens auch Müll: 534 Tonnen Altglas, 1042 Tonnen Papier und Karton,
80 Tonnen Altmetall und Weissblech,
449 Tonnen Gartenabfälle, 10 583 Liter Altöl und 5041 Kilogramm Gift… .
Herzlich
Ihr Herr Gozauer
herr.gozauer@goz.ch
BILDER: ZVG
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Gossauer Wochenzeitung · Freitag, 17. April 2015 · Nr. 16
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