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Lesen Sie hier die neueste Ausgabe des Pfarr-Rundbriefes PR

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3/2014
Pfarr-Rundbrief St. Laurentius
Hl. Drei Könige · St. Laurentius · St. Marien
Dieses Objekt
des amerikanischen Künstlers
Paul Thek (1933–1988)
aus der Sammlung von Kolumba, dem Kölner Diözesanmuseum, ziert das Einladungsplakat des Kölner Erzbistums zur Einführung
unseres neuen Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki. Es trägt den Titel
„Portable Ocean“ (Tragbarer Ozean) und zeigt einen kleinen, blaulackierten
Holzwagen mit Bauklötzen, angehängt an einen Schweifstern.
 Der Wagen steht für Mobilität und Aufbruch,
 die Bauklötze bieten die Möglichkeit, etwas (neu) zu errichten, zu entwickeln,
zu gestalten.
 Und der Stern ist das urchristliche Zeichen der verlässlichen Orientierung;
er wies schon den Heiligen Drei Königen, deren Gebeine vor 850 Jahren
nach Köln kamen, den Weg.
Im Hinblick auf die Einführung des neuen Erzbischofs von Köln soll dieses Motiv
ein Zeichen sein für neue Chancen, Entdeckungen und Erfahrungen und die Möglichkeiten, die Welt zu gestalten (siehe auch die Seiten 6 und 7).
Wir setzen unsere kleine Reihe zu den
Sakramenten fort mit der
(siehe Seiten 3, 8 und 9)
Vorwort
„Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich;
sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.
Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten;
wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“
Jakobusbrief 5, 14–15
Liebe Schwestern und Brüder!
Diese neue Ausgabe
unseres Pfarr-Rundbriefes befasst sich im
Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas Sakramente
mit dem Sakrament
der Krankensalbung.
Darüber hinaus finden Sie Interessantes,
Neuigkeiten und Hinweise aus den Orten
unserer Pfarrei St. Laurentius, also aus der
Stadtmitte, Gronau, Hebborn und Rommerscheid.
Die sieben Sakramente der katholischen
Kirche erfreuen sich unterschiedlicher
Beliebtheit. Während die einen nach
wie vor Zuspruch und Akzeptanz finden,
gehört neben dem Sakrament der Versöhnung (der Beichte) insbesondere die
Krankensalbung gewissermaßen zu den
„vergessenen“ Sakramenten. Ein Grund
hierfür ist wohl die zwar traditionelle,
theologisch mittlerweile jedoch überholte
Bezeichnung dieses Sakraments als „Letzte Ölung“. Dieser alten Vorstellung ist es
vermutlich in erster Linie geschuldet, dass
ein Priester, wenn er sich zu einem Kran-
Impressum
Herausgeber: Katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius, Bergisch Gladbach
Redaktion: Monika Fell, Harald E. Gersfeld
(verantwortlich), Hans-Martin Heider,
Dieter Potyka, Ingrid Witte
Fotos: Diözesanmuseum, Harald E. Gersfeld,
Heinz Kürten, Pfarrbriefservice, Dieter Potyka,
privat
Heider Druck GmbH, Bergisch Gladbach
Layout: Brigitte Sünner
Die nächste Ausgabe erscheint am
7. Dezember 2014
ken begibt, auch heute meist als sicherer
Hinweis auf den bevorstehenden Tod angesehen wird.
Dabei hat die Krankensalbung – diese Bezeichnung hat insbesondere das 2. Vatikanische Konzil wieder in den Vordergrund gestellt – auch eine andere Dimension: sie soll einen Kranken stärken und
damit befähigen eine Krankheit möglichst
zu überstehen und wieder gesund zu werden. Daher ist mit diesem Sakrament also
nicht zwangsläufig der Tod verbunden,
weswegen auch der Begriff „Letzte Ölung“
nicht mehr zeitgemäß bzw. theologisch
angemessen ist.
In der Medizin wird zunehmend auf die
enge Verbindung zwischen Seele bzw.
psychischer Verfassung des Kranken und
seinem Körper hingewiesen; insofern ist
die Krankensalbung also nicht nur geeignet, einem Sterbenden bzw. Todkranken
den Beistand Gottes sichtbar zu machen,
u. a. durch die mit diesem Sakrament verbundene Sündenvergebung, sie kann/soll
den Kranken darüber hinaus auch stärken
bzw. widerstandsfähiger gegenüber der
Krankheit machen.
Es wäre schön, wenn diese Dimension
wieder mehr in unser Bewusstsein gerückt
werden könnte. Die Priester unserer Pfarrei sind gerne bereit dieses Sakrament zu
spenden, sei es im Krankenhaus, im Altenheim oder bei Ihnen zu Hause. Ein Anruf
genügt!
Nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim
Lesen des Pfarr-Rundbriefes und grüße Sie
herzlich
Redaktionsschluss
Die Redaktion bittet die Gruppen, Ver­bände und
Vereine, die zur Veröffentlichung gedachten Beiträge und Bilder bis zur nächs­
ten Redaktionskonferenz am 5. November 2014 unter gersfeld@
gmx.de einzu­senden.
2Pfarr-Rundbrief
Kreisdechant Norbert Hörter
— Pastor an St. Laurentius —
3/2014
Geistliche Musik
Jubiläumskonzert
Den musikalischen Höhepunkt im Jubiläumsjahr zum 150. Chorjubiläum des
Kirchenchores St. Laurentius bildet das
Festkonzert mit der „Petite Messe solennelle“ von Gioachino Rossini, die in der
Originalfassung des Komponisten in der
aparten Instrumental-Besetzung für Klavier
und Harmonium zu hören sein wird. Unter der Gesamtleitung von Kantor Helmut
Voß musizieren namhafte Solisten sowie
die Kirchenchöre St. Laurentius & Hl. Drei
Könige und ProjektsängerInnen. Dieses in
St. Laurentius erstmalig zu hörende Werk
gehört zu Rossinis Spätwerk und wurde
uraufgeführt im März 1864 – also genau
im Gründungsjahr des Kirchenchores St.
Laurentius. Rossini hat hier im Alter von 71
Jahren ein großes Meisterwerk geschaffen
und verwendet besonders bei den großen Arien und Duetten und Ensembles
der Solisten die Stilmittel der italienischen
Oper. Die Chöre spiegeln eine Leichtigkeit
und Musizierfreude wider und begeistern
durch ihre Feierlichkeit.
Besonders sei auf den Einführungsvortrag von Dr. Siegfried Schenke zu diesem
Werk im Laurentiushaus am Donnerstag,
13. November, 19.30 Uhr hingewiesen
(Eintritt frei – Spenden erbeten).
3/2014Pfarr-Rundbrief
3
Aus dem Gemeindeleben
Gronauer Mittagstisch –­
seit 20 Jahren eine erfolgreiche Institution
Dank an die Leiterin Marianne Niesen.
Ein 20-Jähriges Jubiläum darf der
Gronauer Mittagstisch feiern. Seit seiner
Gründung im Jahr 1994 durch Pastoralreferenten a. D. Manfred Hartmann und
Herrn Niesen öffnet er jeden Mittwoch um
12.00 Uhr seine Türen. Dann hat wieder
eines der vier fleißigen Teams für ein leckeres dreigängiges Mittagessen gesorgt.
Die rund 20 Mitarbeiterinnen unter Leitung
von Marianne Niesen sorgen jede Woche
dafür, dass rund 30 Gäste, meist ältere
Menschen aus der Gemeinde, mittwochs
sehr gerne ins Pfarrheim St. Marien kommen. Sie schätzen die gute und abwechslungsreiche Hausmannskost, die hier stets
selbst zubereitet wird mit frischem Gemüse und besten Zutaten. Aber sie genießen
auch die Kontakte, das Essen in Gemeinschaft, die gemütliche und herzliche Atmosphäre und nicht zuletzt den günstigen
Preis von vier Euro. „Zum Schluss haben
wir für den, der möchte, sogar noch ein
Schnäpschen“, sagt Marianne Niesen, die
von Anfang an mit dabei ist und nach dem
Tod ihres Mannes die Leitung übernahm.
Dabei gibt es neben den wöchentlichen
Treffen auch jährliche Ausflüge zu organisieren, Karnevalsfeiern und das Weihnachtsessen. Besonders freut sie sich, dass
Marianne
Niesen
(Mitte)
mit ihren
beiden
Foto: Dieter Potyka
Nachfolgerinnen beim Gronauer Mittagstisch;
links Frau Bolte, rechts Frau Schmidt.
jedes Jahr sogar noch eine Spende für einen guten Zweck zusammenkommt. Bei all
dem ist sie immer auch als Ansprechperson für Gäste und Mitarbeitende gefragt,
bei kleinen und größeren Sorgen des Alltags. So ist es ihr zu verdanken, dass sich
der Gronauer Mittagstisch in all den Jahren so erfolgreich entwickelt hat und zum
beliebten Anziehungspunkt wurde.
Nun wird Marianne Niesen zwar weiterhin dem Gronauer Mittagstisch treu bleiben, aber sie gibt nach 20 Jahren den
Stab der Leitung weiter an Monika Schmidt
und Ruth Bolte, die auch schon seit vielen
Jahren im Team des Gronauer Mittagstisches mitarbeiten. Wir bedanken uns
ganz herzlich bei Marianne Niesen für ihr
großartiges und reges Engagement. Ohne
sie wäre der Gronauer Mittagstisch nicht
das geworden, was er heute ist!
INGRID WITTE, GEMEINDEREFERENTIN
Ort und Zeit:Pfarrheim St. Marien, Gronau, Mülheimer Str. 213
(ebenerdiger Zugang)
Jeden Mittwoch um 12.00 Uhr
Kosten:4,– Euro (Selbstkostenpreis)
Kontakt:
Monika Schmidt, Tel.: (02202) 30 188
Ruth Bolte, Tel.: (02202) 951 595
Anmeldung:bis jeweils Montag vor dem Mittagstisch am Mittwoch bei:
Marga Pantke, Tel.: (02202) 36 287
Paargeschichten aus der Bibel
Ein Angebot der Ehe-, Familien- und Lebensberatung
Diese Abende sind für Paare, die herausfinden möchten, was die Geschichten biblischer Paare uns für unsere heutige Liebesund Lebensgeschichte zu sagen haben. In
Vortragsimpulsen und kreativem Tun, im
Austausch mit dem Partner und den anderen Paaren wird dieser Frage nachgegangen. Am Mittwoch, 19. November 2014
(19 –21 Uhr) stellen Mathilde Miebach und
Erwin Becker Zacharias und Elisabeth in den
4Pfarr-Rundbrief
Mittelpunkt. Es geht um
Reden und Schweigen:
Gut miteinander reden, aber auch schweigen können. Im nächsten Jahr beschäftigen
sich Elisabeth Kaul und Georg Kalkum mit
Jakob und Rahel – Was Liebe alles aushält.
Für die Liebe scheint keine Mühe zu groß.
Termin: 26. Februar 2015,19 –21 Uhr.
Ort ist jeweils die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in Bergisch Gladbach.
3/2014
Familie – eine bedrohte Art?
Das Altenberger Forum Kirche und Politik zu einem brisanten Thema
Die „klassische“ Familie – Vater, Mutter
und Kind(er) – ist heute nur noch eine von
vielen Formen des Zusammenlebens: Alleinerziehende, Patchworkfamilien, gleichgeschlechtliche Lebensformen und neue
Lebensformen im Alter nehmen stetig zu.
Dies stellt an alle gesellschaftlichen Bereiche neue Herausforderungen, an Politik
und Verwaltung ebenso wie auch an die
Kirchen. In Rom beschäftigt sich gerade
die Bischofssynode mit den „pastoralen
Herausforderungen im Hinblick auf die
Familie“. Herzliche Einladung an alle Interessierten, am Dienstag, 18. November
2014 nach Altenberg zu kommen! Die
Teilnahme ist kostenfrei.
Es beginnt um 19 Uhr im Dom mit einem
Ökumenischen Gottesdienst. Anschließend Imbiss und Getränke im MartinLuther-Haus. Und um 20 Uhr diskutieren
auf dem Podium, moderiert von Uwe
Schulz (WDR-2 Morgenmagazin):
•der evangelische Pfarrer Ottmar Baumberger aus Köln,
•der Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Gerhard Marzinkowski,
•der CDU-Kreistagsabgeordnete Johannes Dünner und
•die Kinderdorfmutter und Dominikanerin Schwester Jordana.
Christliche Grundlagen politischer Verantwortung
Vortrag und Gespräch mit Dr. Wolfgang Thierse,
Bundestagspräsident a.D.
Machen Christen Politik anders? Wie
schlagen sich religiöse Grundhaltungen
im konkreten politischen Alltag nieder?
Was bedeutet das christliche Bekenntnis
innerhalb einer politischen Lebensgeschichte und Laufbahn, wie sie der langjährige stellvertretende Vorsitzende der
SPD und überzeugte Katholik Wolfgang
Thierse verkörpert? Vor dem Hintergrund
des Themenjahres 2014 „Reformation
und Politik“ in der Reformationsdekade
der Evangelischen Kirche in Deutschland
laden wir herzlich zu einem Abend mit
einem besonderen Gesprächspartner ein.
Montag, 20. Oktober 2014, 19.30 Uhr
im Gemeindesaal „Engel am Dom“ neben der Gnadenkirche, Hauptstraße
258, 51465 Bergisch Gladbach. Eintritt
5 €/3 €
Dorffest in Rommerscheid
Am 16. und 17. Juli
fand das diesjährige
Dorffest statt, wie immer
rund um den Rommerscheider Brunnen. Der
Aufbau gestaltete sich
wegen der ständigen
und teils heftigen Regenfälle in den Tagen und Wochen zuvor als eine echte Herausforderung. Mit einer Lastwagenladung Splitt musste zunächst ein Teil des
völlig verschlammten Festplatzes begehbar
gemacht werden.
Als am Samstagnachmittag dann die letzten Regenschauer durchgezogen waren,
konnte das Dorffest traditionell mit einer hl.
Messe beginnen, die von Kaplan Dr. Rieve zelebriert wurde. Am Abend trafen sich
dann die Rommerscheider und ihre Gäste
bei Gegrilltem, passenden Getränken und
Livemusik um miteinander zu sprechen.
Am Sonntag kamen
dann die Kinder zum
Zuge. Während die
Eltern den selbstgebackenen
Kuchen
genossen, gab es für
die Kinder mit Hüpfburg, Karussel, Kinderschminken usw. viele Möglichkeiten sich zu
unterhalten.
Janina Keppel, die junge Sängerin und
Musicaldarstellerin aus Bergisch Gladbach,
verzauberte an diesem Nachmittag mit ihrem Auftritt und den Liedern von Ritter Rost
nicht nur die Kinder.
Am Ende des Dorffestes waren die Organisatoren und die vielen Helfer erleichtert
und zufrieden, hatte es doch während des
gesamten Dorffestes nicht einmal geregnet.
3/2014Pfarr-Rundbrief
5
Aus dem Gemeindeleben
Geistliches Konzert am 1. Advent in St. Marien Gronau
„Singt dem Herrn ein neues Lied“ war immer
und ist auch für die Zukunft weiterhin mein
Ziel. Von Anfang an begab ich mich auf die
Suche nach neuen Wegen, um neue Harmonien zu entdecken und um die Begeisterung
für die geistliche Musik zu wecken. Dabei
sollte das „sowohl, als auch“ und nicht das
„entweder, oder“ im Mittelpunkt stehen: Es
soll weiterhin eine ausgewogene Kombination aus Tradition und Moderne gelten und auf
keinen Fall das „Singen“ in unseren Kirchen
abbrechen. Bekannte Zitate wie „So sie´s
nicht singen, glauben sie´s nicht“ (Nitsche)
oder „Im Singen läuft der Glaube zur Hochform auf“ (Eberhard Jüngel) sind in diesem
Zusammenhang eindeutig zu verstehen und
bedürfen keiner Erklärung. Die Musik hat
einen unglaublich wichtigen Stellenwert im
Glauben, wie es auch Msgr. Dr. Bretschneider im Vorwort zu „Musica ­Sacra“ deutlich
macht: „Die Vitalität und Nachhaltigkeit des
Glaubens nähren sich von den unendlichen
Gesängen der Vergangenheit und Gegenwart“.
Mit dem Kirchenchor St. Marien wollen
wir Sie wieder mit zwei weiteren Bergisch
Gladbacher Chören (GC „Liederkranz“
e.V. 1845 & Ev. Chor „Zum Heilsbrunnen“)
in einem Geistlichen Konzert nicht nur auf
eine akustische Reise, sondern auch zum
offenen Singen einladen, um zusammen
aus vollen Kehlen zu singen. Unter anderem
erklingen Werke von Enrico Morricone, Eric
Esenvalds, John Rutter und Astor Piazzolla.
Neben der Orgel ertönen für Sie auch Violoncello, Flöte und Klavier.
1. Advent um 17 Uhr in der Kirche St. Marien in Gronau.
CHORLEITERIN MARIA KURZAWA
kfd auf „Tour de Ruhr“
In die Großstadt Essen ging Anfang August die Fahrt der kfd St. Laurentius. Dort
haben wir zuerst den früheren Wohnsitz
der Familie Krupp besucht. Sehr imposant:
269 Zimmer und über 4 000 qm, ein kleines Einfamilienhaus!!! Schade, dass der
herrliche Park nicht für Besucher geöffnet
war. Der Sturm zu Pfingsten hatte dort
zu stark gewütet. Anschließend aßen wir
zu Mittag mit Blick auf den Baldeneysee.
Dann spazierten wir gemütlich zur Anlegestelle unseres Kreuzfahrtschiffes, auf
dem es lecker Kaffee und Kuchen gab.
Nach zweistündiger Schiffahrt ging es mit
dem Bus wieder nach Hause. Alle waren
einstimmig der Meinung: „Es war ein gelungener und für die Seele ein schöner Tag.”
ROSEMARIE BROEKMANN
Weihnachtsbuchausstellung
Auch in diesem Jahr lädt die KÖB St. Laurentius wieder ein, sich über Neuerscheinungen, seien es Bücher, Kalender, Tonträger
und Spiele für Jung und Alt, zu informieren.
Am 2. November 2014 ist im Laurentiussaal
Gelegenheit dazu, sich zu informieren und
schon einmal ein oder mehrere Bücher oder
Spiele als Weihnachtsgeschenk auszusuchen. Jedes über die Bücherei bestellte Buch
kommt der Bücherei zu gute.
Unser neuer Erzbischof:
Rainer Maria Kardinal Woelki
Am 11. Juli 2014 ernannte Papst Franziskus den bisherigen Erzbischof von
Berlin Rainer Maria Kardinal Woelki
(* 18. August 1956), zum Erzbischof
von Köln. Gebürtig im Kölner Stadtteil
Mülheim kommt er nach gut drei Jahren
zurück in sein Heimatbistum, wo er am
6Pfarr-Rundbrief
14. Juni 1985 durch Joseph Kardinal
Höffner im Kölner Dom die Priesterweihe
empfing. Nach seelsorgerischer Tätigkeit
als Kaplan in Neuss und Ratingen wurde
er 1990 Erzbischöflicher Kaplan und Geheimsekretär von Joachim Kardinal Meisner. Von 1997 bis 2003 war Rainer Maria
3/2014
Woelki Direktor des Theologenkonviktes
Collegium Albertinum in Bonn.
Im Jahr 2000 wurde er an der Päpstlichen
Universität vom Heiligen Kreuz in Rom mit
einer Dissertation zum Thema „Die Pfarrei – ein Beitrag zu ihrer ekklesiologischen
Ortsbestimmung“ zum Doktor der Theologie promoviert.
Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am
24. Februar 2003 zum Weihbischof im
Erzbistum Köln. Joachim Kardinal Meisner spendete ihm am 30. März 2003 im
Kölner Dom die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren sein Amtsvorgänger
Weihbischof Klaus Dick und der damalige
Weihbischof in Köln und heutige Bischof
von Hildesheim Norbert Trelle.
Woelki wurde am 27. August 2011 in
der St.-Hedwigs-Kathedrale in das Amt
als Erzbischof von Berlin eingeführt. Papst
Benedikt XVI. hatte am 2. Juli 2011 Woel­
kis Wahl durch das Berliner Metropolitankapitel bestätigt und ihn zum Erzbischof
von Berlin ernannt. Am 16. August 2011
legte Woelki als erster Erzbischof von Berlin den nach dem Reichskonkordat vom
20. Juli 1933 vorgeschriebenen Treueid
vor dem Senat von Berlin ab.
Ein knappes Jahr später, am 29. Juni
2012, nahm ihn Papst Benedikt XVI. als
Kardinalpriester mit der Titelkirche San
Giovanni Maria Vianney in das Kardinalskollegium auf. Nach Benedikts Rücktritt am 28. Februar 2013 nahm Rainer
Maria Woelki als jüngster Kardinal am
Konklave 2013 teil.
Bischof Woelki in Rommerscheid
Vor beinahe zehn Jahren war der am
20. September 2014 in sein Amt als Kölner Erzbischof eingeführte Kardinal Rainer
Maria Woelki im Rahmen einer bischöflichen Visitation Gast in der Rommerscheider St.-Engelbert-Kirche. Im PR 1/2005
steht dazu: „Es wurde gebetet und gesungen, und die Anwesenden lauschten einer
kurzen Ansprache des jüngsten Kölner
Bischofs.“ Schwerpunktthema seiner damaligen Gespräche im Dekanat Bergisch
Gladbach waren die „Folgen von Kirchenschließungen in ländlichen Gebieten“.
Das Thema von Kirchenschließungen und
Gemeindezusammenlegungen hat Kardinal Woelki auch im Erzbistum Berlin beschäftigt. Und es wird ihn auch bei uns
noch einige Jahre begleiten.
Gebet für den neuen Erzbischof
Herr Jesus Christus, auf dich ist die Kirche gegründet und du begleitest sie allezeit durch
deinen Geist. Wir danken dir für unseren neuen Erzbischof Rainer und bitten dich:
Lass in ihm das Feuer des Heiligen Geistes brennen und die Freude des Evangeliums
spürbar sein. Gib ihm alle Kraft für seinen Dienst im Erzbistum Köln und hilf ihm,
die Zeichen der Zeit hier aufmerksam wahrzunehmen.
Stärke ihn mit deinem Wort, damit er den Menschen in Freude und Hoffnung, in Trauer
und Angst aufrichtig und geduldig zur Seite steht.
Lass ihn selber Worte finden, die uns im Glauben stärken, zur Liebe bewegen und uns
weiter bringen auf dem Weg der Einheit und des Friedens. Schenke ihm die Weisheit
und das nötige Geschick der Leitung, dass alle mit ihm zusammenwirken und in ihrem
Dienst hoffnungsvoll bleiben.
Stärke uns alle durch deine Nähe und sei du selber der Weg, auf dem wir gehen.
Amen.
3/2014Pfarr-Rundbrief
7
Kirchliches Lexikon
Die Kirche weiß sich dem Dienst an den Kranken verpflichtet, den sie durch
Krankenbesuche, Pflege, Krankensalbung und Krankenkommunion erfüllt.
Sie steht im Auftrag Christi, der den Kranken heilend begegnete und selber
Leiden und Tod vertrauend durchgetragen hat.
– ein Sakrament
der Heilungs- und Heilssorge
Ein Zeichen der Würde des alten und
kranken Menschen und der Gemeinschaft
mit ihm im Leben und im Glauben
Das Sakrament der Krankensalbung ist –
wie jedes andere Sakrament auch – eine
Feier mitten im Leben des Menschen. Sie
kann nur Lebenden gespendet werden. Sie
ist eine wichtige Erinnerung an die Gegenwart Christi in einer schwierigen Zeit. Die
Krankensalbung kann bei jeder schweren
körperlichen und seelischen Krankheit oder
vor einer Operation, aber natürlich auch
bei akuter Todesgefahr, gespendet werden.
So ist neben der Einzelspendung auch die
Spendung in gemeinschaftlicher Form, z. B.
in einer jährlichen Feier, möglich.
„Mit dem Krankenöl wird die Krankensalbung gespendet. Der Priester legt der/
dem Kranken die Hände auf und bekreuzigt mit dem heiligen Öl Stirn und Handflächen. Die begleitenden Deuteworte
(Gebet) sprechen heute wieder eindeutig
von Wiederaufrichtung und Genesung, so
dass aus der früher anders verstandenen
Vorbereitung auf einen guten Tod durch
die „Letzte Ölung“ nach dem 2. Vatikanischen Konzil wieder ein Sakrament der
Zuversicht auf Gesundheit und Heil geworden ist. Das Krankenöl lässt sich in seiner
Wirkung mit einer wohltuenden Salbe vergleichen, die gleichsam Gottes Trost und
Hilfe sinnenhaft vermitteln will. Ganz so,
wie auch die Redensart es aussagt: Gott
selbst ist es, der im Sakrament Öl in die
Wunden gießt und dem Menschen in der
Krise beisteht“, ihn stärkt und das Leiden
erleichtert.
In der Salbung wird fortgesetzt, was in
der Taufe begonnen wurde: Die Verbindung mit Gott, die Zugehörigkeit zu Gott.
Er sagt mir: „Du bist mir wichtig. Ich will
dich heilen!“ Gott ermuntert mich, dem
Leben eine neue Chance zu geben, eine
neue Sicht für Gott und die Welt zu finden. Er lässt mich spüren: „Ich teile diese
8Pfarr-Rundbrief
schweren Stunden mit dir! Ich schenke dir
meine Zuwendung!“.
Das Sakrament ist so Hilfe zu einer gläubigen Bewältigung der Krankheitssituation;
so können auch Kinder die heilige Salbung empfangen, wenn sie so weit zum
Vernunftgebrauch gelangt sind, dass sie
durch dieses Sakrament Stärkung erfahren können.
Da ein Verstorbener nicht mehr geheilt
werden kann, hat die Kirche 1981 entschieden, Verstorbene nicht mehr zu
salben. In dem Fall, dass die/der Angehörige bereits verstorben ist, empfiehlt
es sich, andere Gebete für den Verstorbenen zu sprechen, die vor allem die Angehörigen trösten und stärken können.
Rufen Sie auch in diesem Fall bitte den
Priester.
Das Sakrament geht auf kein „Stiftungswort“ des Herrn zurück – deshalb sehen
die protestantischen Kirchen in der Krankensalbung kein Sakrament. Doch hat die
bei Matthäus überlieferte Aufforderung
Jesu zum helfenden Besuch der Kranken
(„Ich war krank, ihr habt mich gepflegt“ Mt
25,36), Jesu eigene Sorge für die Kranken
(siehe die vielen Krankenheilungen in den
Evangelien), sowie seine Aufforderung
zum Gebet in allen geistlichen und leiblichen Anliegen und das Beispiel seines
eigenen Gebetes bis in seine Todesnot hinein die christliche Gemeinde schon früh
veranlasst (siehe Seite 3: das Zitat aus dem
Jakobusbrief im Vorwort), für Kranke zu
beten und sie zu salben. Deswegen kann
das Sakrament nach Meinung von Ferdinand Kerstiens auch „nur sinnvoll in einer
Gemeinde gespendet werden, wenn das
Umfeld stimmt, d.h. wenn die Gemeinde
sich müht, alten und kranken Menschen
einen Lebensraum zu schaffen.“ Dazu gehören Krankenbesuche zu Hause und im
Krankenhaus ebenso wie alten- und behindertengerechte Zugänge zu Kirche und
Pfarrheim.
3/2014
Erfahrungen
Krankheit bewirkt, dass Menschen ihre
Balance verlieren. Ihnen wird der Boden
unter den Füßen weggezogen. In der
Krankensalbung soll ein Mensch an Leib
und Seele gestärkt werden. Im Sakrament
soll für den Menschen Gott spürbar oder
– besser gesagt – begreiflich werden. Der
Priester salbt die Hände und die Stirn des
Menschen, bittet für ihn um Vergebung
und Heilung, wie immer diese auch aussehen mag.
In der Begleitung von Patienten und ihren
Angehörigen ist mir deutlich geworden,
dass die Krankensalbung auch für seelisch
belastete Menschen hilfreich sein kann.
Viele Angehörige tragen schwere Last an
den Erkrankungen ihrer Lieben. In solchen
Situationen der Ohnmacht bedarf es auch
der Aufmerksamkeit für den Angehörigen,
der keine Kraft mehr hat oder ein schlechtes Gewissen, weil er endlich mal wieder
Zeit für sich haben möchte. Deshalb ermutigen wir auch die Angehörigen, als Stärkung die Krankensalbung zu empfangen.
Junge wie alte Menschen, Männer und
Frauen, mit der Hoffnung auf Heilung
oder dem Wissen zu sterben und auf
andere Heilung hoffend, empfangen die
Krankensalbung. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie auf Trost und Halt bei Gott
hoffen.
Krankenhausseelsorgerin Claudia Zierer
in: Stadt Gottes 10/2013
„Der beschönigende Begriff ‚Sterbehilfe‘
verschleiert, dass es sich in Wahrheit um
die Tötung kranker Menschen handelt. Ist
es menschenwürdig, getötet zu werden
oder Hilfe bei der Selbsttötung zu erhalten, wenn der Körper nicht mehr wie gewünscht funktioniert? Entspricht es nicht
eher dem Grundsatz der Menschenwürde, Sterbenskranken bei der Bewältigung
der krankheitsbedingten Symptome und
Probleme zu helfen, ihnen Trost zu spenden und sie nicht alleine zu lassen?“
Das fragt in „Salzkörner“ Nr. 2/30 April
2014, einer Publikation des ZdK, die Palliativmedizinerin Dr. Gloria Behrens.
Krankenkommunion
„Gerade die Kranken haben als Glieder der Gemeinde auf Grund ihres Glaubens und
ihrer Taufe ein Recht, die Eucharistie zu empfangen. Zugleich ist die Krankenkommunion Ausdruck der Sorge der Gemeinde für ihre Kranken; sie hält die Gemeinschaft der
Kranken mit der Gemeinde lebendig und festigt sie.
Darum sollen die Priester bemüht sein, dass sie selbst, Diakone, Kommunionhelfer/
Kommunionhelferinnen oder auch Angehörige den Kranken und älteren Menschen die
heilige Kommunion häufig bringen.“
Mit diesen Worten leiten unsere Bischöfe in dem liturgischen Buch „Die Feier
der Krankensakramente“ die Feier der
Krankenkommunion ein. Schon seit den
ersten Jahrhunderten der Kirche ist uns
der Brauch bekannt, dass Angehörige
oder Gemeindehelfer nach der Eucharistiefeier den Kranken die eucharistischen
Gaben nach Hause brachten. Durch alle
Jahrhunderte hindurch ist dieser Brauch
lebendig geblieben bis in unsere Gegenwart.
Kranke bzw. ältere Gemeindemitglieder,
die in ‚gesunden Tagen’ den sonntäglichen
Gottesdienst mitgefeiert haben, sollen in
‚kranken Tagen’ auf die Eucharistie nicht
verzichten müssen. So werden auch in
unserer Pfarrei St. Laurentius regelmäßig
eine Anzahl älterer Gemeindemitglieder
besucht und ihnen die heilige Kommunion
überbracht. Meist geschieht dies wenigstens einmal im Monat durch die Priester,
Diakone oder Kommunionhelfer/Kommunionhelferinnen.
Wer regelmäßig monatlich bzw. vor den
Hochfesten die eucharistischen Gaben
empfangen will, kann sich im Pastoralbüro
oder bei den Seelsorgern melden. Alles
weitere geschieht in persönlicher Absprache. (Adressen: Siehe Seite 14)
3/2014Pfarr-Rundbrief
9
Aus dem Gemeindeleben
Ewiges Gebet – Beten Sie mit!
Samstag, 11. Oktober 2014
Einmal im Jahr reiht sich unsere Pfarrei St.
Laurentius in eine bistumsweite Gebetskette ein, in das sogenannte „Ewige Gebet“.
Es ist eine Einladung an alle Gläubigen,
eine Weile vor und mit Christus zu verbringen, der im Brot für uns gegenwärtig ist.
Wir dürfen in Stille danken, loben, eine
Kerze anzünden, die eigenen Sorgen und
Nöte vor Gott tragen, Kraft tanken für den
Alltag oder einfach nur „da sein“ und seine
Liebe zu uns Menschen hautnah erfahren.
Alle Gemeinden des Erzbistums sind seit
langer Zeit durch diese unsichtbare Gebetskette miteinander verbunden. Unser
Gebetstag ist am Samstag, 11. Oktober.
Wir laden herzlich ein, sich der Gebetskette anzuschließen.
Die Gebetszeiten an diesem Tag haben
wir in 15-Minuten-Abschnitte unterteilt
und auf kleine Karten gedruckt.
Diese Karten finden Sie auf einem Plakatständer, der noch bis zum 11. Oktober im
Eingangsbereich von St. Laurentius steht.
Wählen Sie sich Ihre Gebetszeit aus,
in der Sie in stillem Gebet in der Kirche
St. Laurentius präsent sein möchten, und
nehmen Sie sich dementsprechend das
Kärtchen weg. Sollte kein Kärtchen mehr
vorhanden sein, freuen wir uns, wenn Sie
sich anderen Betenden anschließen.
Und so sieht das Angebot am Tag des Ewigen Gebetes aus:
St. Laurentius (Stadtmitte, Konrad-Adenauer-Platz)
8 Uhr Hl. Messe zur Eröffnung
ab 8.45 Uhr Stilles Gebet vor Christus, der im Brot für uns gegenwärtig ist
10 bis 12 Uhr Sakrament der Versöhnung – Hl. Beichte
12.00 Uhr
Mittagsgebet mit Engel des Herrn und Sakramentalem Segen
ab 12.30 Uhr Stilles Gebet vor Christus, der im Brot für uns gegenwärtig ist
17 Uhr
Vorabendmesse zum Abschluss des Ewigen Gebets
Glaubenskurs zur Vorbereitung
auf die Erstkommunion 2015
Am 1. Adventsonntag (30. November 2014)
beginnt in unserer Pfarrei St. Laurentius
der Kurs zur Vorbereitung auf den Empfang des Sakramentes der Versöhnung
(Hl. Beichte) und des Sakramentes der
Eucharistie (Hl. Kommunion).
Kinder der 3. Grundschuljahre, die in unserer Pfarrei wohnen oder hier zur Schule
gehen, und alle, die ein entsprechendes
Alter erreicht haben sind zur Teilnahme an
diesem Kurs herzlich eingeladen.
Familien, die nicht persönlich angeschrieben wurden und am Glaubenskurs interessiert sind erhalten weitere Informationen
über Diakon Bernd Greiner, Tel.: 02202/­
28 38-23, E-Mail: diakon.greiner@laurenti
us-gl.de, oder über das Pastoralbüro, Laurentiusstraße 4, Tel.: 02202/28 38-0
Alle Interessierten sind eingeladen zu einem Info-Abend am Mittwoch, 1. Oktober,
um 19.30 Uhr im Laurentiushaus, Laurentiusstraße 4–12.
Martinszüge in unserem Pfarrgebiet
in den Kindertagesstätten:
Kita Heilige Drei Könige: Dienstag, 11. November 2014, 17.15 Uhr
Familienzentrum St. Marien: Montag, 10. November 2014, 17.30 Uhr
Kita St. Laurentius: Montag, 10. November 2014, 17.00 Uhr
Caritas Kita Ferrenberg: Montag, 10. November 2014, 17.30 Uhr
10Pfarr-Rundbrief
3/2014
Kinderecke
Eine ernste Frage
Im ersten Schnee
der früh fiel
dieses Jahr
spielen drei Jungen
Krieg.
Pengpeng
rufen sie
fallen und
stehen gleich wieder auf.
Den Schnee von den
Kleidern schüttelnd
fragt einer von ihnen:
Wie spielt man
eigentlich
Frieden?
Axel Kutsch (aus: Die Hoffnung fährt
schwarz, hg. von Anton G. Leitner, 2010)
Vor hundert Jahren, im August 1914,
begann der Erste Weltkrieg. Der Kunsthistoriker Ernst H. Gombrich vertritt in
seiner „kurze(n) Weltgeschichte für junge Leser“ (1935 erstmals erschienen) die
Meinung, dass wirtschaftliche Gründe
zu dieser Katastrophe führten, es ging
„um die Verteilung der Erde“. „Nun liegt
es aber im Wesen der ganzen Sache,
dass kein Land je genug haben kann.
Je mehr Kolonien, desto mehr Fabriken
baut es, und je mehr Fabriken es baut, je
besser sie werden, je mehr sie erzeugen
können, desto mehr Kolonien würde es
wieder brauchen. Das ist nicht Macht-
gier oder Herrschsucht.“
Damals kämpfte man zum ersten Mal
nicht mehr Mann gegen Mann; es
kämpften Maschinen gegen Maschinen einen schauerlichen Vernichtungskampf. „Man kämpfte mit Flugzeugen
in der Luft, man warf Bomben auf friedliche Städte, man versenkte friedliche
Schiffe und kämpfte zur See und auch
unter Wasser, wie einst Leonardo da
Vinci vorausgesehen hatte…“
Leider hat sich seitdem nicht viel verändert. Immer wieder lesen wir von Krieg
und Zerstörung. Und leider liefern auch
deutsche Fabriken für diese blutigen
Auseinandersetzungen die tödlichen
Werkzeuge. Und so sterben im Nahen
Osten und in der Ukraine, in Afghanistan und im Südsudan auch mit Hilfe
unserer Wirtschaft unschuldige Kinder, Frauen und Männer. Am 11. Juni
2014, dem Tag der Veröffentlichung
des deutschen Rüstungsexportberichtes, sagte Papst Franziskus in Rom,
diejenigen, die Waffen herstellen, um
Krieg zu schüren, seien ‚Manager des
Todes‘. Sie würden einmal von Gott zur
Rechenschaft gezogen.
In der Hebborner Kirche
nimmt Walter Jansen bei
seinem Kreuzweg auch
Bezug auf die Gegenwart. Davon zeugt dieses
Medaillon mit der Darstellung eines Soldaten.
Nichts für mich!
… der Rosenkranz, immer dasselbe beten.
Da mache ich doch lieber …
Oder: Im Alltag zur Ruhe kommen, einige
Minuten innehalten. Mir bewusst werden,
dass Gott in mir lebt, dass er wirklich da
ist, ganz für mich, dass er mich hört. Ich
will ins Gespräch kommen mit ihm und mit
Maria, der Mutter Jesu.
Oder: In der Betrachtung der Geheimnisse des Rosenkranzes erlebe ich Jesus und
was damals geschah, vor 2000 Jahren,
Marias „Ja“, Jesu Geburt und Kindheit,
sein Wirken im Volk Israel, sein Leiden,
seine Auferstehung. Ich werde ihn und
Maria, seine Mutter tiefer kennenlernen
und sie bitten, mir in meinem Glauben zur
Hilfe zu kommen.
Oder: ich habe so viele Anliegen, die ich
ihm sagen möchte, die ich seiner Mutter
Maria sagen möchte. In jedem Gesätz des
Rosenkranzes finde ich mich wieder. Etwa
beim Gesätz „…den du, o Jungfrau vom
Heiligen Geist empfangen hast“ bete ich
für eine junge Mutter, die ein Kind erwartet. Oder ich bete für die Frauen, die ihr
Kind nicht haben wollen, für die Väter, die
es nicht wollen. Beim Gesätz „…der uns
das Reich Gottes verkündet hat“ bete ich
3/2014Pfarr-Rundbrief
11
Stationen des Lebens
Papst Franziskus ließ letztes Jahr auf dem
Petersplatz „Pillendosen“ verteilen mit einem Rosenkranz darin. Und er sagte dazu: „Er ist geistliche Hilfe für unsere Seele
und um überall die Liebe, die Vergebung
und die Brüderlichkeit zu verbreiten. Vergesst nicht, diese Medizin zu nehmen,
denn sie tut gut, ja? Sie tut dem Herzen,
der Seele und dem ganzen Leben gut!”
für die Prediger, für die Journalisten bei den
katholischen Zeitungen, in Rundfunk und
Fernsehen; oder ich bete für den Frieden
in der Welt, für die Einheit der Christen, so
wie Jesus es uns ans Herz gelegt hat, uns
darum gebeten hat.
Der Oktober ist der Rosenkranzmonat. Er
kann uns Anlass sein, das uralte Gebet
neu zu entdecken.
Wenn Sie ihn – den Rosenkranz – kennen
lernen wollen oder ihn lange nicht mehr
gebetet haben und es noch einmal versuchen wollen, oder wenn Sie ihn nicht nur
alleine für sich beten wollen, so haben Sie
die Gelegenheit dazu gemeinsam mit anderen Betern und Beterinnen:
Dienstags um 18.20 Uhr in der Krypta von St.
Marien und freitags um 18.30 Uhr in Hl. Drei
Könige, jeweils vor der Abendmesse. Außerdem sonntags um 8.50 Uhr in der Krypta von
St. Marien vor der Sonntagsmesse.
T. CRAMER
für die Rosenkranzbeterinnen und -beter
in St. Marien, Gronau;
N. ZINZIUS
für diese in Hl. Drei Könige, Hebborn
Ursula Klose, geb. Hampicke (68 Jahre)
Hermann Josef Plaßmann (79 Jahre)
Taufen
Christine Ziebeck,
geb. Jenniges (91 Jahre)
Elise Clément (101 Jahre)
Sibylla Stephanie Scholl,
geb. Bender (86 Jahre)
Tobias Jochem
Helena Anna Schmitz
Heinz Jakob Miesen (77 Jahre)
Clara Leonore Hahn
Jan Alexander Herweg
Marisa Bräuer
Marie Sophie Scharschön
Marco Samuele Fitzner
Emma-Jade Monz
Helmut Löhausen (75 Jahre)
Ottilie Zimmermann, geb. Patt (85 Jahre)
Maria Anna Widdenhöfer,
geb. Selbach (101 Jahre)
Liane Neukirchen,
geb. Dreßen (86 Jahre)
Levi Jason Ziskoven
Carmela Dell’Angelo
Ehe
Bestattungen
Paul Hamm (75 Jahre)
Eva Maria Ehlenz (72 Jahre)
Franz-Joseph Schmidt (79 Jahre)
12Pfarr-Rundbrief
Jessica Alteweier
und Alexander Gleich
Saskia Thormann
und Michael Kautsch
Käthe Fuhs-Becker
und Theodor Heinrich Becker
3/2014
850 Jahre Heilige Drei Könige
850 Jahre Heilige Drei Könige in Köln
Ausstellungshinweise
Am 23. Juli jährte sich die Ankunft der
Dreikönigsreliquien in Köln zum 850.
Mal. 1164 brachte Erzbischof Rainald
von Dassel die Gebeine der Heiligen Drei
Könige feierlich nach Köln. Er soll sie von
Kaiser Friedrich Barbarossa als Dank für
die Unterstützung bei der Belagerung der
italienischen Stadt erhalten haben. Aus
diesem Anlass widmen sich verschiedene
Ausstellungen den biblischen Gestalten
und ihren weitreichenden Wirkungen.
 „850 Jahre Heilige Drei Könige in
Köln“ heißt eine Ausstellung im DOMFORUM (Domkloster 3, 50667 Köln 
www.domforum.de), die seit dem
18. Juli 2014 bis zum 25. Januar
2015 die verschiedenen Aspekte der
Geschichte der drei Weisen aus dem
Morgenland beleuchtet. Sie ergänzt
die Ausstellung „Caspar, Melchior,
Balthasar“ in der Schatzkammer und
der Hubertuskapelle des Domes. Mo–
Fr 9.30 –18 Uhr, Sa 9.30 –17 Uhr,
So und kirchl. Feiertag 13 –17 Uhr.
Eintritt frei
 Caspar – Melchior – Balthasar: 850
Jahre Dreikönigenverehrung im Kölner
Dom. Die Ausstellung in der Schatzkammer stellt den Kölner Dom als das
Zentrum der Dreikönigenverehrung in
Europa in den Mittelpunkt. In der Hubertuskapelle sind die verschiedenen
Standorte des Dreikönigenschreines
innerhalb des Kölner Domes Thema
der Ausstellung.
(Kölner Dom  Bahnhofsseite
Domkloster 4  50667 Köln
www.koelner-dom.de).
19. Juli 2014 bis 25. Januar 2015 Täglich 10 –18 Uhr. Eintritt: Erwachsene:
5 €  ermäßigt: 2,50 €  Familienkarte: 10,– €. Kombiticket Museum
Schnütgen/Domschatz 12 €/8 €
 Dreikönigsstadt Köln. Wirkungsgeschichte und Bedeutung der Heili-
gen Drei Könige für die Stadt Köln
und ihre Stadtgesellschaft. Historisches Archiv der Stadt Köln
(Heumarkt 14, 50667 Köln  www.
stadt-koeln.de/historisches-archiv).
21. Mai 2014 bis 20. September 2014
Di – Fr 9–16:30 Uhr  Mi 9–19:30 Uhr.
Eintritt frei
 Die Dreikönigstranslation. Die Kölner
Erzbischöfe und der Dreikönigskult.
Die Dreikönigsverehrung in der Kölner Domliturgie. Wichtigste Exponate
sind die Kölner Domhandschriften.
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombi­
bliothek mit Bibliothek St. Albertus
Magnus (Kardinal-Frings-Straße 1–3,
50668 Köln  0221/16423781
bibliothek@erzbistum-koeln.de www.dombibliothek-koeln.de).
23. Juli 2014 bis Anfang 2015 Mo – Mi, Fr 9–17 h; Do 12 –19 h, geschlossen Sa, So und an allen gesetzlichen Feiertagen. Eintritt frei
 Die Heiligen Drei Könige. Mythos, Kunst
und Kult. Mit einer großen Sonderausstellung feiert das Museum Schnütgen
das 850. Jubiläum der Ankunft der
Gebeine der Heiligen Drei Könige in
Köln. (Cäcilienstr. 29–33, 50667 Köln 
www.museum-schnuetgen.de).
25. Oktober 2014 bis 25. Januar 2015,
Di – So: 10 –19 Uhr  Do: 10 –20 Uhr.
Eintritt Erwachsene: 10 €  ermäßigt:
7 €  Kinder + Schüler frei, Kombiticket Museum Schnütgen/Domschatz
12 €/8 €
 Ein Schrein in Schokolade. Künstlerische
Interpretation des Dreikönig-Schreins
im Maßstab 1:1. Schokoladenmuseum
(Am Schokoladenmuseum 1a  50678
Köln  www.schokoladenmuseum.de).
1. November 2014 bis 6. Januar
2015, Di – Fr 10 –18 Uhr  Sa, So, feiertags 11–19 Uhr , im Advent auch
Mo 10 –18 Uhr. Eintritt: Erwachsene:
9 €  ermäßigt: 6,50 €
3/2014Pfarr-Rundbrief
13
Aus dem Gemeindeleben
Andachten, Gedichte und
Gebete bietet dieser Jahresbegleiter zu den Wochensprüchen. Zu vielen
Themen aus Bibel und Kirche
finden sich Gedanken zum
Nachlesen und Nachdenken:
Seien es Advent und Weihnachten,
seien es Krankheit und Leid, Tod und
Auferstehung. Aus aktuellem Anlass sei
ein Satz zum Pfingstfest zitiert: „Jeder
Krieg ist und bleibt ein Armutszeugnis
über uns Menschen, über unser Un-
vermögen, einen besseren und
menschlicheren Weg zu finden
als den, Zerstörung und Leid
über andere zu bringen.“
Die evangelische Theologin
bekam vor elf Jahren den ökumenischen Predigtpreis für die
beste Morgenandacht im Radio. Die
Texte belegen warum.
Tina Willms, Erdennah–Himmelweit.
Ein Jahresbegleiter. Neukirchen-Vluyn:
Neukirchener Verlagsgesellschaft 2014.
ISBN 978-3-7615-6104 -1
Gottesdienst-Ordnung
Kontaktbüro Hebborn
Hl. Messen werktags:
Odenthaler Straße 259
Telefon: (0 22 02) 9 64 31 48
Dienstag 09.30 –10.30 Uhr
Montag
09.00 Uhr St. Laurentius
17.00 Uhr St.-Joseph-Kapelle Margaretenhöhe (14-täglich)
Dienstag 07.00 Uhr St. Laurentius
17.00 Uhr Maria-Hilf-Kapelle
Marienkrankenhaus
19.00 Uhr St. Marien (Krypta)
Mittwoch 12.00 Uhr St. Laurentius
Donnerstag 07.00 Uhr St. Laurentius
17.00 Uhr St.-Joseph-Kapelle Mar‑
garetenhöhe
Freitag
09.00 Uhr St. Laurentius
19.00 Uhr Hl. Drei Könige
Samstag 08.00 Uhr St. Laurentius
17.00 Uhr St. Laurentius
Hl. Messen sonntags:
Sonntag
09.30 Uhr Hl. Drei Könige
09.30 Uhr St. Marien
10.00 Uhr Maria-Hilf-Kapelle
11.00 Uhr St. Laurentius
(Familienmesse mit
Kleinkindergottesdienst)
11.00 Uhr St.-Joseph-Kapelle
18.00 Uhr St. Laurentius
Regelmäßige Beichtgelegenheit:
Samstag
10.00 –12.00 Uhr St. Laurentius
Ansprechpartner
Pastoralbüro Stadtmitte:
Laurentiusstraße 4
51465 Bergisch Gladbach
Telefon:
(0 22 02) 28 38-0
Fax:
(0 22 02) 28 38 12
E-Mail:buero@laurentius-gl.de
Internet:www.laurentius-gl.de
Kontaktbüro Gronau
Mülheimer Straße 215
Telefon: (0 22 02) 5 17 95
Donnerstag 09.30 –10.30 Uhr
Pastoralteam
Gemeindeseelsorger
Kreisdechant Norbert Hörter (Pastor)
Tel.: (0 22 02) 28 38-15
Kaplan Dr. Peter Rieve
Tel.: (0 22 02) 2 80 69 04
Kaplan Lars Spohr
Tel.: (0 22 02) 28 38-0
Diakon Bernd Greiner
Tel.: (0 22 02) 28 38-23
Gemeindereferentin Ingrid Witte
Tel.: (0 22 02) 28 38-13
Klinikseelsorger/-in
Pfarrer Pater Josef Zablocki SAC
Tel.: (0 22 02) 9 38-29 80
Pastoralreferent Dr. Raimund Hanisch
Tel.: (0 22 02) 9 38-29 81
Pastoralreferent Günter Heimermann
Tel.: (0 22 02) 1 27-0
Weitere Seelsorger
Pfarrer i. R. Heinrich Hoesen
Tel.: (0 22 02) 3 22 34
Diakon mit Zivilberuf Hans Taflinski
Tel.: (0 22 02) 2 16 01
Diakon mit Zivilberuf Christoph Böhmer
Tel.: (0 22 04) 97 95 09
Msgr. Hans Hausdörfer (CBT Marg.höhe)
Tel.: (0 22 02) 1 07-2 03
Öffnungszeiten:
Montag – Freitag
09.30 –12.00 Uhr
Montag und Mittwoch 14.00 –18.00 Uhr
Dienstag, Donnerstag
und Freitag
14.00 –16.00 Uhr
14Pfarr-Rundbrief
Notrufnummer für seelsorgliche Notfälle
(0 22 02) 28 38 28
Sprechstunde Pastor Hörter Mittwoch
16.30 –18.00 Uhr im Pastoralbüro
3/2014
Dass das Buch „mit heißer Nadel gestrickt“
wurde, merkt man an einigen fehlerhaften Literaturhinweisen, aber der
Autor beabsichtigte sicher, noch in die Diskussion über die von Papst
Franziskus
einberufene
außerordentliche Bischofssynode im Herbst dieses Jahres einzugreifen. Und das ist dem langjährigen
Leiter der Ehe- und Familienpastoral
im Erzbistum Köln (und jetzigen Hochschullehrer für Religionspädagogik in
München) gelungen. Holger Dörnemann will „die Sakramentalität der
Regelmäßige Angebote
Bibelkreis
Kontakt: Pfr. Heinz Hoesen,
Tel.: (0 22 02) 3 22 34
Gronauer Mittagstisch
Ehe in der heutigen Zeit auf
neue Weise .. entdecken
und in die Gegenwart ..
übersetzen“. Darum setzt er
neben das traditionelle Verständnis von „Ehe als Bund“
und „Ehe als Vertrag“ den
Gedanken, „die Ehe auch
als ‚eine Art Freundschaft‘“
zu verstehen.
Ein unbedingt nachdenkenswerter Gedanke.
Holger Dörnemann, Ehe und Familie.
Lernorte des Glaubens. Würzburg:
Echter Verlag 2014. ISBN 978-3-42903756 -7
Kontakt: Maria Kurzawa,
Tel.: (0 22 02) 5 79 35
– Junger Chor Lichtblick
Kontakt: Markus Pytlik
Tel.: (0 22 02) 8 20 15,
www.junger-chor-lichtblick.de
Kontakt: Monika Schmidt,
Tel.: (0 22 02) 3 01 88
E-Mail: schmidt.kuemo@gmx.de
Kontakt: Ruth Bolte,
Tel.: (0 22 02) 95 15 95
E-Mail: fritz.bolte@t-online.de
Kath. Frauengemeinschaft (kfd)
Suppenküche „Ma(h)lzeit“
Kontakt Hl. Drei Könige: Melanie Sollner,
Tel.: (0 22 02) 3 21 02
Kontakt St. Laurentius: Margret Wirth,
Tel.: (0 22 02) 3 47 28
jeden Mittwoch im Laurentiushaus
12.30–14.00 Uhr
Kontakt: Gemeindereferentin Ingrid Witte
SprechZeit
jeden Donnerstag 17–19 Uhr
in der Kirche St. Laurentius
Kontakt: Gemeindereferentin Ingrid Witte
Kath. Arbeitnehmer-Bewegung
(KAB)
Kontakt St. Marien: Melanie Sprenger,
Tel.: (0 22 02) 92 70 86
E-Mail: melanie@sprenger.gl
Kolpingsfamilie
Kontakt: Bärbel Grümmer,
Tel.: (0 22 02) 5 44 80
E-Mail: baerbel@gruemmer.de
Katholische Öffentliche Büchereien
KÖB St. Laurentius
Kontakt: Elisabeth Kemper,
Tel.: (0 22 02) 3 92 21
KÖB St. Marien
Kontakt: Edith Hartmann,
Tel.: (0 22 02) 24 50 94
Kirchenchöre und mehr
St. Laurentius und Hl. Drei Könige
Kontakt: Chorleiter Helmut Voß,
Tel.: (0 22 02) 4 48 15
St. Marien
– Dienstag 19.45–21.45 Uhr, Kirchenchor
– Freitag 18.00–19.00 Uhr, Chorkids
Kontakt Hl. Drei Könige: Bärbel Kenfenheuer,
Tel.: (0 22 02) 2 20 88
Kontakt St. Laurentius: Hannelore Miebach,
Tel.: (0 22 02) 3 22 94
Kindertagesstätten
Seniorenangebote
Kontakt: Elisabeth Nöthen,
Tel.: (0 22 02) 3 56 16
Martina Odenthal,
Tel.: (0 22 02) 5 51 77
Ehrenamtlichen-Managerin
Teresa Winkel
Büro: Paffrather Straße 7–9
Tel.: (0 22 02) 2 51 57 72
montags 10–12 Uhr und nach Vereinbarung
Caritasbüro St. Laurentius
Paffrather Straße 7–9
Kontakt: Resi Höptner,
mittwochs 9.30–12.00 Uhr
Tel.: (0 22 02) 2 51 57 73
Messdiener/-innen
Kontakt: Kpl. Dr. Peter Rieve,
Tel.: (0 22 02) 2 80 69 04
Sonntagsakademie
Kontakt: Elisabeth Nöthen,
Tel.: (0 22 02) 3 56 16
Spielgruppe Hl. Drei Könige e. V.
Hebborner Kirchweg 1
Spatzengruppe: dienstags, mittwochs und
freitags von 9–12 Uhr
Ansprechpartnerin: Petra Viljevac,
Tel.: (0 22 02) 9 83 19 94
3/2014Pfarr-Rundbrief
15
Verantwortung ade!
Fiktive Notizen des Technikkritikers Günther Anders (1902–1992)
Blicken wir zunächst einmal zurück auf
die griechische Mythologie, an deren Beginn die Titanen stehen, zu denen auch
Prometheus zählt: einerseits gilt er als
Schöpfer, da er aus Lehm Menschen formt,
andererseits ist er auch Kulturstifter, da er
dem Menschengeschlecht das Feuer und
somit den Fortschritt bringt. Soweit alles
bestens. Aber ich möchte diese mythologische Gestalt in ihrer Doppeldeutigkeit begreifen, um auf eines der meiner Meinung
nach größten Probleme unserer heutigen
Zeit zu sprechen zu kommen: das „prometheische Gefälle“. Wie der Titan den
Menschen etwas Übermenschliches, das
Feuer, gegeben hat, so bedienen wir uns
auch heute technischer Errungenschaften,
deren Folgen wir nicht abschätzen können. Es entsteht ein Gefälle zwischen dem,
was wir herstellen können, und dem, was
wir uns vorstellen können. Wir können
eine Atombombe produzieren, aber uns
ihre Folgen nicht vorstellen, noch weniger
nachfühlen: „Zerbomben können wir zwar
Hunderttausende; sie aber beweinen oder
bereuen nicht.“
Nun, man könnte natürlich fragen, wer mit
dem „wir“ gemeint ist, denn schließlich haben ja nicht „wir“ die Atombombe gebaut.
Damit ist aber genau der Schwachpunkt
in unserer Gesellschaft angeschnitten. Seit
dem industriellen Zeitalter wird jeder Pro-
duktionsprozess zergliedert, es gibt keinen
prometheischen Schöpfer mehr, sondern
vielmehr unzählige Beteiligte, von denen
niemand die Verantwortung für das Ganze zu haben glaubt. Ja noch viel radikaler:
„der Mensch überträgt die Verantwortung
auf die elektronischen Gewissensautomaten, die nun Inbegriff der Wissenschaft
schnurrend die Verantwortung übernehmen, während der Mensch danebensteht
und, halb dankbar und halb triumphierend, seine Hände in Unschuld wäscht.“
Ist dieser Fall nicht alltäglich genug?
Denken wir doch einfach an die Textilindustrie, bei der niemand – auch nicht der
Käufer – die Verantwortung für Produktionsbedingungen übernimmt. Am Ende
zählt doch nur, dass das Shirt 2,50 € und
nicht das Doppelte kostet. Dass die Käufer
eine solche Entscheidung gar nicht mehr
aktiv fällen, darüber lächelt die Konsumwelt siegreich …
ALESSIA HEIDER
Anmerkung der Redaktion: Die Aufzeichnungen werden in der nächsten Ausgabe des PR fortgeführt. Zur
Vertiefung: Günther Anders „Die Antiquiertheit des
Menschen 1. Über die Seele im Zeitalter der zweiten
industriellen Revolution“ (1956) sowie „Hiroshima ist
überall“ (1982).
Mehr noch
Am Grab möchte ich
mehr noch als anderswo
glauben dürfen,
dass es nicht Gott ist,
der mir einen Menschen nimmt,
den ich liebe.
Am Grab möchte ich
mehr noch als anderswo
sicher sein dürfen,
dass es Gott ist,
der an meiner Seite ist
und mich tröstet.
TINA WILLMS
Aus: Tina Willms, Erdennah – Himmelweit.
Ein Jahresbegleiter zu den Wochensprüchen. Neukirchen-Vluyn 2014
16Pfarr-Rundbrief
3/2014
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Seele and Geist
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