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Makrofotografie – Der große Fotokurs - Vierfarben

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Sehen wie ‘ s geht!
Leseprobe
Zu den Fotomodellen, die Ihnen nicht davonlaufen, zählen hübsche
Pflanzen und Blumen, die Sie draußen auf dem Land, aber auch mitten
in der Stadt finden. Einmal entdeckt, können Sie Blüten und Blätter in
Ruhe und ganz nach Ihren Wünschen in Szene setzen. Starten Sie einfach direkt vor Ihrer Haustür mit dem ersten Projekt!
Kapitel 3: »Blumen, Pilze und Pflanzen«
Inhalt
Stichwortverzeichnis
Die Autoren
Leseprobe weiterempfehlen
Kyra Sänger, Christian Sänger
Makrofotografie – Der große Fotokurs
374 Seiten, gebunden, in Farbe, Oktober 2014
39,90 Euro, ISBN 978-3-8421-0107-4
www.vierfarben.de/3466
Makros in Feld, Wald und Wiese
Makros in Feld, Wald und Wiese
Hübsche Pflanzen finden sich an jeder Ecke, egal ob mitten in der Stadt oder
draußen auf dem Land. Das Schöne daran ist, dass Ihnen diese Fotomodelle
nicht davonlaufen. Einmal entdeckt, können Sie Blüten und Blätter in Ruhe
und ganz nach Ihren Wünschen in Szene setzen. Perfekt, oder?
Für den Anfang lohnt es sich durchaus, sich auch der
Blüte um die Ecke mit dem Makroobjektiv zu nähern,
denn Schönheit hat nicht unbedingt etwas mit der
Häufigkeit und dem Schutzstatus zu tun. Und herrliche Blüten für das Ausprobieren neuer Techniken oder
Zubehörkomponenten gibt es sowohl im eigenen Garten als auch im Stadtpark wahrlich genug, sofern Sie
es nicht gerade im Januar versuchen. Scheuen Sie sich
also nicht, vor der Haustüre anzufangen, denn auch
dort gibt es eine Menge lohnender Motive.
nach denen wir eine Weile suchen müssen. Sie dann
ästhetisch abzulichten stellt natürlich den Höhepunkt
der Unternehmung dar. Daher werden wir im Folgenden auf einige typische Standorte in der freien Natur
eingehen, an denen man besonders interessante Wildpflanzen finden kann.
Beginnen möchten wir mit einem Ausflug auf
die Blumenwiese, wobei dieser Begriff alle möglichen
Biotope beinhaltet. In den meisten Fällen geht es dabei
um mit Getreide bebaute Kulturflächen oder Viehweiden, auf denen, nachdem der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln inzwischen deutlich reduziert
wurde, wieder so typische Blumen wie der Klatschmohn und die Kornblume zu finden sind.
zzManch eine Blumenwiese hält eine Fülle an
Blüten parat, so dass es schwerfällt, sich daraus
eine auszusuchen.
[ 100 mm | f4 | 1/20 s | ISO 1 600 | +0,3 | Doppelbelichtung | Stativ ]
yyZugegeben – der Wiesen-Klee (Trifolium pratense) ist nicht selten, aber in einer Blumenwiese
mit gelben Wiesen-Platterbsen als Farbtupfer
dahinter auch nicht zu verachten.
[ 100 mm | f4 | 1/80 s | ISO 200 | +0,3 | Blitz + Softbox]
yyDiesen Blütenstand der Gemeinen Ochsenzunge
(Anchusa officinalis) entdeckten wir mitten im Ort an
einer Bushaltestelle. Die Passanten schauten zwar etwas
konsterniert bei unseren Verrenkungen mit der Kamera,
aber wir haben uns über das schöne Motiv gefreut.
[ 185 mm | f4 | 1/60 s | ISO 800 | +0,3 ]
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Auf der Blumenwiese
[ 100 mm | f8 | 1/125 s | ISO 800 | Zwischenring | Stativ ]
yyDetail einer Kornblume (Centaurea cyanus)
84
Der nächste Schritt wird wohl der in die freie Natur
sein. Das Suchen und Auffinden fotogener Pflanzen
gibt uns schon immer einen speziellen Kick, besonders
wenn es sich dabei um seltene Exemplare handelt,
85
Makros in Feld, Wald und Wiese
yyIn einem ganzen Feld aus Blüten können Sie mit
den Bildausschnitten spielen und kreative Anschnitte
ausprobieren. Auch ein kleiner Ausschnitt der Tulpen
wirkt sehr farbenprächtig.
86
yyDie Rapsblüten (Brassica napus) vor und hinter
dem fokussierten Blütenstand sorgen für eine
romantisch luftige Note.
Vom Trockenrasen bis zum Waldrand
Gänzlich andere Pflanzen finden sich auf Mager- und
Trockenrasen – Biotope, die zwar meistens geschützt
sind, aber dafür mit ganz besonderen Pflanzen aufwarten. Diese wachsen dort vor allem, weil Nährstoffarmut andere Pflanzen nicht zum Zuge kommen lässt.
Oft handelt es sich hier um Naturschutzgebiete, wobei
unserer Erfahrung nach einige der geschützten Pflanzen auch am Rand von Wegen und Pfaden zu finden
sind, so dass Sie diese dort problemlos fotografieren
können.
Von der Wiese ist es dann auch nicht mehr sehr
weit bis zum Waldrand, der für Blumenfreunde einiges zu bieten hat. Gerade hier versammeln sich eine
Menge hübscher Blütenpflanzen, da – verglichen mit
dem Wald als Lebensraum – deutlich mehr Licht zur
Energiegewinnung zur Verfügung steht. In der Abbil-
dung unten rechts haben wir beispielsweise eine Blüte
des unter Naturschutz stehenden Aschwurzes heraus
vergrößert, der gern an Waldsäumen wächst.
Sind solche Bilder eher für romantische Gemüter
bestimmt, treibt bei den Orchideen viele Fotografen
die Sammlerleidenschaft für die teilweise sehr seltenen Gewächse an. Häufig sind diese an ganz spezielle
Standortbedingungen gebunden. Einige Vertreter, wie
die Ragwurze, bevorzugen trockene kalkhaltige Böden,
während einige Knabenkräuter wiederum am liebsten
auf Magerwiesen wachsen oder auch den angesäuerten Boden in Moorlandschaften als Standort mögen. An den genannten Standorten finden sich häufig
verschiedene Vertreter der europäischen Orchideen.
Hauptblütezeit sind die Monate Mai und Juni. Zu
den Standorten ganz spezieller Arten empfiehlt sich
ein Blick in die entsprechende Fachliteratur. Auch die
Internetseite http://www.europorchid.de/aho/ bietet
gute Hinweise zur Biologie und den Standorten der
einheimischen Orchideenspezies. Ein Hinweis sei noch
gestattet. Orchideen reagieren recht sensibel auf Bodenverdichtung. Vermeiden Sie also möglichst, beim
Fotografieren zu nah an die Pflanzen heranzutreten.
Ü BU NG
Wie wäre es mit einem ordentlichen Schuss Abs­
traktion durch Unschärfe? Stellen Sie dazu den Fokus
manuell ein, und verschieben Sie die Schärfe­ebene
etwas in Richtung Kamera, um die Farben und Formen der Blüten unscharf und fast wie gemalt zu präsentieren. So entstehen im Nu sehr ungewöhnliche
Ansichten. Die recht einfache Methode ist sehr gut
bei far­ben­prächtigen und gegen den Hintergrund
kon­trast­reich abgesetzten Blüten anwendbar.
[ 100 mm | f2,8 | 1/160 s | ISO 1 250 | +0,7 ]
yyDie Unschärfe verleiht den Blüten des
Gewöhnlichen Sonnenhuts (Rudbeckia fulgida)
einen expressionistischen Touch.
zzOrchideen wie dieses Helm-Knabenkraut (Orchis
militaris) zu finden und zu fotografieren ist immer
wieder eine schöne Herausforderung. Die ausgewogene Beleuchtung entstand dank Blitz und Softbox.
[ 100 mm | f4 | 1/400 s | ISO 200 | +0,7 ]
[ 100 mm | f4 | 1/320 s | ISO 100 ]
Auch die ausgedehnten Raps- oder Sonnenblumenfelder, die im Frühjahr und Sommer wie gelbe Handtücher bis zum Horizont reichen, sind fotografische
Leckerbissen, bei denen es sich für den Makrofotografen lohnt, einen genaueren Blick hineinzuwerfen.
Das Besondere daran ist, dass Sie es hier mit nur einer
Pflanzenart zu tun haben. Daher ist es wichtig, strukturelle Besonderheiten herauszuarbeiten. Besonders
träumerisch wirkt es, wenn Sie auf ausgewählte Blüten fokussieren, während die Pflanzen im Vorder- und
Hintergrund mit einer stimmungsvollen Unschärfe
versehen werden. Gleiches gilt für die wunderschön
violett leuchtenden Felder der einjährigen Pflanze
Phacelia tanacetifolia (Bienenfreund), die manche Bauern als Imkerpflanze oder zum Auflockern und Düngen
des Bodens aussäen. Oder denken Sie an die Tulpenfelder in Holland oder so manch eine üppig bepflanzte
Schnittblumenwiese.
[ 100 mm | f2,8 | 1/250 s | ISO 800 ]
Blütenreiche Monokulturen
[ 105 mm | f4 | 1/500 s | ISO 100 ]
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
<<Der Aschwurz
(Diptamus albus)
ist auf kalkhaltigen Böden am
Waldrand im
Übergang zu
Trockenrasen
anzutreffen –
allerdings nicht
gerade häufig.
87
Makros in Feld, Wald und Wiese
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
[ 100 mm | f8 | 1/160 s | ISO 800 ]
[ 100 mm | f5,6 | 1/80 s | ISO 400 | Blitz + Softbox ]
88
<<Oben: Die Türkenbundlilie (Lilium martagon) liebt
kalkhaltigen Boden und kommt bis in Höhen von etwa
2 000 m vor, kann aber auch in der Ebene angetroffen
werden. Mitte: Das Alpen-Edelweiß (Leontopodium
nivale) fasziniert mit seinen dicht behaarten Hochblättern und den gelben Blütenverbänden, die ein wenig
an Kakteenblüten erinnern. Unten: Blick in die Blüte
des Echten Alpenenzians (Gentiana clusii)
sich der eine oder andere botanische Leckerbissen verstecken könnte. Am Grödner Joch in Südtirol beispielsweise stehen eine ganze Menge Edelweiße zwischen
und auf Felsblöcken versteckt, so dass die meisten
Wanderer achtlos daran vorbeigehen. Da wir uns vorher informiert hatten, konnten wir uns den legendären
Alpenschönheiten ausführlich widmen.
Wir möchten Sie nur bitten, die Natur zu respektieren
und Ihre Fotografierplätze so unberührt, wie Sie sie
vorgefunden haben, zu verlassen, damit noch viele
Besucher Freude am Betrachten der schönen Pflanzen haben. Kleiner Tipp: Auf den meisten Hütten und
Almen finden sich Poster oder Bücher mit den für die
Landschaft charakteristischen Pflanzen.
Ü BU NG
Häufig kommt es vor, dass die Grashalme vor und
hinter einer schönen Blüte einen dichten Dschungel
bilden, so dass der Hintergrund viel zu unruhig erscheint. Was tun? Versuchen Sie zuerst, die Halme im
Hintergrund ein wenig nach unten zu drücken. Bei dem
Enzianbild haben wir zum Beschweren der Halme beispielsweise ein Taschenmesser 3 vorsichtig ins Gras
gelegt, weil wir die hinter der Enzianblüte 2 stehende
Orchidee natürlich nicht beschädigen wollten. Zudem
können Sie einen weiteren Trick anwenden: Halten Sie
ein oder zwei breite Blätter 1 dicht vor das Objektiv, so
dass der untere Bildrand und die Seiten diffus abgedeckt werden. Störende Strukturen verschwinden und
der Blütenstängel wächst aus einer dekorativen Un-
schärfe heraus ins Bild. Genial einfach, aber wirkungsvoll – finden Sie nicht auch?
1
2
3
[ 100 mm | f2,8 | 1/400 s | ISO 200 | Stativ ]
[ 105 mm | f4 | 1/25 s | ISO 200 | Reflektor | Stativ ]
Eine ganz spezifische und besonders reiche Flora findet sich in gebirgigen Gegenden, wie beispielsweise in
den Alpen. Hier finden sich auf Almen und in felsigen
Biotopen alpine Klassiker wie Enzian, Edelweiß und
Silberdistel. Aber auch jede Menge anderer geschützter und außerordentlich sehenswerter Gewächse sind
hier in abgelegenen Tälern und auf saftigen Almwiesen zu Hause, wie zum Beispiel die Türkenbundlilie.
Gerade im Frühjahr und Sommer quellen die Wiesen
vor Blüten über und lassen uns fotografisch manchmal
kaum mehr los, was dazu führt, dass wir immer mal
wieder erst im Dunkeln mit Taschenlampenlicht ins Tal
hinabsteigen.
Durch die in vielen Teilen recht unwirtliche Landschaft hat sich abseits der ausgetretenen Touristenpfade eine Vielzahl seltener Blütenpflanzen erhalten.
Aber auch direkt neben vielbegangenen Wegen finden
sich schon eine Menge attraktiver Blumengesellschaften. Sollten Sie in die Alpen kommen, lassen Sie sich
von den Blüten am Wegesrand fotografisch verzaubern. Vergessen Sie aber nicht, sich zu informieren, wo
[ 100 mm | f2,8 | 1/500 s | ISO 200 | Stativ ]
Der Lebensraum Alpen
yyMaking-of der
Enzianbilder
<<Kranzenzian (Gentianella spec.) ohne (links) und
mit den vors Objektiv gehaltenen Blättern (rechts).
89
Die Jahresuhr der Blütenpflanzen
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Die Jahresuhr der Blütenpflanzen
Sonne und versuchen Sie, die klaren Farben und die
Frische eines schönen Frühlingstages mit Ihrer Kamera
einzufangen. Das funktioniert am besten, wenn Ihnen
die Sonne von schräg hinten über die Schulter scheint.
Die Natur atmet im Rhythmus der Jahreszeiten. So können wir uns im Winter
schon auf die prächtigen Blüten des Frühlings freuen oder im Sommer auf die
bunt gefärbten Blätter und die emporsprießenden Pilze der Herbstzeit.
Frühling
[ 100 mm | f5 | 1/200 s | ISO 100 | +0,7 ]
Nahezu an jedem Busch, Baum oder Strauch kann man
in den Frühlingstagen Knospen von Blüten und zartem
Grün entdecken. Dem Makrofotografen bieten sich
eine Fülle von Motiven: von den blauvioletten Leberblümchen im Wald über romantische weiße Blüten,
wie denen des Kirschbaumes, bis hin zu den kräftig gefärbten Blütenständen der Forsythien- und Johannisbeersträucher, die sich sehr intensiv gegen den blauen
Himmel abheben und die Aufbruchsstimmung der
Natur ganz besonders zu symbolisieren scheinen.
Um diese Stimmung wiederzugeben, fotografieren
Sie, wie wir es im Fall der Blut-Johannisbeere (Ribes
sanguineum) getan haben, schräg nach oben gegen
den Himmel. Berücksichtigen Sie dabei den Stand der
Zum Sommer wandelt sich die Stimmung und aus
der Frische des Frühlings wird eine eher gesättigte,
hitzeflirrende Atmosphäre, die sich sehr schön durch
die Darstellung der Sonne ausdrücken lässt. Direkt in
die Sonne zu fotografieren ergibt natürlich wenig Sinn,
[ 100 mm | f16 | 1/200 s | ISO 400 ]
Beim Fotografieren gilt es, auch das makrofotografische Equipment und die Vorgehensweisen dem
Wandel der Jahreszeiten anzupassen. So werden Sie im
Frühling und Sommer häufiger Diffusoren benötigen,
um das helle Licht zu managen, während eine nebelige
Herbstwaldstimmung nach dem Stativ und dem kreativen Blitzeinsatz verlangt.
Sommer
aber gedämpft durch die Pusteblume erzielt dies ein
sehr stimmungsvolles Bild, welches den Betrachter in
einen warmen Sommerabend versetzt und zum Träumen verleitet.
Im Fall des Stinkenden Storchschnabels – was für
ein Name! – (Geranium robertianum) haben wir uns
den Spaß erlaubt, die Sonne mit gelben HahnenfußBlüten zu imitieren. Dazu haben wir die Fotoposition
so gewählt, dass die gelben Blütenblätter in ausreichendem Abstand unscharf hinter unserem Hauptmotiv auftauchten. Und schon geht hinter der lila Blüte
dottergelb die Sonne auf.
[ 105 mm | f5,6 | 1/125 s | ISO 100 | –1 ]
yyPusteblume vor der untergehenden Sonne
yyDenken Sie bei weißen Kirschblüten daran, ein wenig
überzubelichten, damit die hellen Blätter auch wirklich
hell wiedergegeben werden.
90
yyBei Aufnahmen gegen den Himmel können Sie die
Schärfentiefe beruhigt erhöhen, denn im Hintergrund
können keine störenden Strukturen auftauchen.
[ 100 mm | f5 | 1/400 s | ISO 200 | Blitz + Softbox ]
<<Die gelben Blüten hinter dem Storchschnabel
bringen einen sommerlichen Farbtupfer ins Bild.
91
[ 100 mm | f4 | 1/4 s | ISO 200 ]
[ 105 mm | f5,6 | 1/30 s | ISO 400 | +0,7 | Stativ ]
Die Jahresuhr der Blütenpflanzen
<< Bei der Bunten Kronwicke
wird der Stiel am unteren Bildrand vom Blatt der Pflanze leicht
abgedeckt.
<<Herbstzeitlosen bevorzugen
feuchte, nährstoffreiche Wiesen
und blühen von September bis
Oktober. Hier haben wir ein Blatt
von unten vors Objektiv gehalten,
um das unruhige Gras im Vordergrund auszublenden.
schön in Szene gesetzt werden können. Ebenso gefallen uns gefrorene Wassertropfen, die an Zweigen und
Blättern durch die Kälte fotogen erstarrt sind. Und
ansonsten bleiben dem fröstelnden Fotografen immer
noch die zugegebenermaßen nicht ganz so botanischen Eisblumen, die, mit dem Makroobjektiv betrachtet, ebenfalls wunderschöne Motive abgeben. Es lohnt
sich also durchaus, auch im Winter mit der Makroausrüstung die warme Stube zu verlassen.
>>Eisblumen an einer Glasscheibe
[ 105 mm | f16 | 0,8 s | ISO 50 | +1 | Stativ ]
WISSE N: HALTESYSTEME ZU R MOTIVFIXI E RU NG
Herbst
Der Herbst ist die Jahreszeit der Früchte und des sich
verfärbenden Laubes. Aber auch Blütenpflanzen gibt
es zu dieser Jahreszeit zu bestaunen. So ist, nomen est
omen, die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) eine
typische Spätjahresblüherin, deren filigrane Blüten
sich wunderschön in Szene setzen lassen. Auch die
Bunte Kronwicke (Securigera varia) oder die eine oder
andere Distel sind zu dieser Jahreszeit lohnenswerte
makrofotografische Blütenpflanzen.
und Schnee das Zepter übernommen haben, gibt es
eine Menge zu sehen.
Wenn wir uns in die frostige Kälte begeben, suchen wir beispielsweise nach Pflanzenteilen, die vom
Herbst übrig geblieben sind und nun, mit Eis und
Schnee überzuckert, mit dem Makroobjektiv sehr
Bestimmt haben Sie sich auch schon einmal darüber
geärgert, dass ausgerechnet das Blatt, das Sie ablichten wollten, quasi vom Winde verweht wurde. Ein unerfreuliches Katz-und-Maus-Spielchen mit dem Wind.
Kaum ist etwas Ruhe eingekehrt und das Motiv ruhig
genug, um aufgenommen zu werden, folgt auch schon
der nächste Lufthauch und das Bild ist futsch. Daher
haben wir eigentlich immer ein kleines Tischstativ
dabei, an dessen Kugelkopf wir eine Pflanzenklemme befestigt haben. Damit ist es möglich, Zweige, Blätter und
ähnlich leicht bewegliche Objekte zu fixieren. Ähnliche
Konstruktionen kann man sich natürlich auch aus Wäscheklammern, kleinen Holzschraubzwingen und Holzbzw. Metallstäben aus dem Baumarkt basteln.
Winter
Legt sich dann der erste Schnee über Feld, Wald und
Flur, gönnen sich die meisten Pflanzen etwas Winterruhe, und es ist nicht mehr weit her mit dem Auf­
nehmen von Knospen und Blüten. Aber Moment,
des­halb brauchen Sie nicht hinter dem Ofen sitzen
bleiben. Im Gegenteil, ziehen Sie sich warm an und
dann raus in die Winterlandschaft, denn auch dort
verbergen sich lohnende Makromotive. Klar, das Motivspektrum ist ein völlig anderes, aber auch wenn Eis
92
[ 100 mm | f4 | 1/20 s | ISO 100 | Stativ ]
yyMit Reif überzogene Blätter bieten im Winter tolle
­Ma­krofotomotive. Hier haben wir gewartet, bis die aufgehende Sonne den Hintergrund in goldgelbes Licht tauchte.
yyBei uns immer im Fotorucksack: ein handelsübliches Tischstativ mit dem Kugelkopf und der
Pflanzenklemme aus dem STASET von Novoflex.
<<Haltesysteme, wie
das STASET, können
auch im Heimstudio
sehr nützlich sein
(Bild: Novoflex)
93
Die Jahresuhr der Blütenpflanzen
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Jahreszeitenkalender
Nachdem Sie in den vorangegangenen Abschnitten
bereits einiges zu Standorten und jahreszeitlichem
Auftreten interessanter Pflanzen erfahren haben,
möchten wir allen begeisterten Pflanzenfotografen
eine Liste besonders fotogener Blütenpflanzen nicht
vorenthalten. Viele der hier genannten Arten sind
laut Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) besonders
geschützt und sollten daher weder gepflückt noch
beschädigt werden. Ein Bild aus einer für die Pflanze
sicheren Distanz ist jedoch allemal möglich und oft
auch erwünscht – transportieren gute Fotos den Artenschutzgedanken doch besonders eindrucksvoll ins
Bewusstsein der Menschen.
Pflanze
Standort
Blütezeit
Besonderheit
Herbstzeitlose
(Colchicum autumnale)
feuchte Wiesen, Trockenrasen
Aug. – Okt.
sehr giftig
Klatschmohn
(Papaver rhoeas)
Getreidefelder, Wegränder,
­Schuttplätze
Mai – Juni
Kornblume
(Centaurea cyanus)
Kornfelder, Kulturland, Schuttplätze
Juni – Sept.
Trockenwiesen, Kiefernwälder
März – Apr.
besonders geschützt
Pflanze
Standort
Blütezeit
Besonderheit
Gewöhnliche Küchenschelle
(Pulsatilla vulgaris)
Akelei
(Aquilegia)
Trocken- und Halbtrockenrasen, lichte
Eichen- und Buchenmischwälder
Mai – Juni
besonders geschützt,
Wildform dunkelblau
Leberblümchen
(Hepatica nobilis)
Buchen- und Eichenwälder, kalkhaltige und humusreiche Lehmböden
März – Apr.
besonders geschützt
Aronstab
(Arum maculatum)
Laubwälder, Auwälder
Apr. – Mai
sehr giftig
Lungen-Enzian
(Gentiana pneumonanthe)
Flachmoore, feuchte Heide- und
­Waldwiesen
Juli – Okt.
besonders geschützt
Bach-Nelkenwurz
(Geum rivale)
feuchte Wiesen, Auwald, Bachufer
Apr. – Juli
Früchte mit Widerhaken, gering giftig
Maiglöckchen
(Convallaria majalis)
lichte Laubwälder, Gebüsch
Mai – Juni
sehr giftig
Deutscher Enzian
(Gentianella germanica)
Magerrasen, Flachmoor, Wiesen
Mai – Okt.
besonders geschützt
Roter Fingerhut
(Digitalis purpurea)
Kahlschläge, Waldlichtungen
Juni – Aug.
giftig, Heilpflanze
Alpen-Edelweiß
(Leontopodium nivale)
Kalksteinfelsen, steinige Wiesen und
Rasen
Juli – Sept.
besonders geschützt
Schneeglöckchen
(Galanthus spec.)
Au- und Laubmischwälder, feuchte
Wiesen
Feb. – März
besonders geschützt
Europäisches Alpenveilchen
(Cyclamen purpurascens)
kalkhaltige Böden
Juni – Sept.
besonders geschützt
Silberdistel
(Carlina acaulis)
Magerrasen, Kalkgebiete
Juli – Sept.
besonders geschützt
Geflecktes Knabenkraut
(Dactylorhiza maculata)
feuchte bis nasse Wiesen, Moor, Heide
Mai – Aug.
besonders geschützt
Sonnentau
(Drosera spec.)
Moor, auf Torfmoospolstern
Juni – Aug.
besonders geschützt,
fleischfressend
Gelbe Narzisse
(Narcissus pseudonarcissus)
kalkarme Wiesen, Waldränder,
­Bachufer
März – Apr.
besonders geschützt
Sumpf-Schwertlilie
(Iris pseudacorus)
Sümpfe, Auwälder, Schilf, an
­Gewässern
Mai – Juni
besonders geschützt,
gering giftig
Gemeine Kratzdistel
(Cirsium vulgare)
Wegränder, Ödland, Schuttplätze, Ufer
Juli – Okt.
Wiesen-Glockenblume
(Campanula patula)
Wiesen, Wegränder, lichte Waldstellen
Mai – Aug.
Gemeine Nachtkerze
(Oenothera biennis)
Schuttplätze, Bahndämme,
­Wegränder
Juni – Sept.
große Blüten
Wiesen-Schlüsselblume
(Primula veris)
Wiesen, Waldränder, Kalkmagerrasen
Apr. – Mai
besonders geschützt,
gering giftig
Helm-Knabenkraut
(Orchis militaris)
Kalkböden auf Halbtrocken- und
­Trockenrasen
Mai – Juni
besonders geschützt
Weiße Seerose
(Nymphaea alba)
stehende, langsam fließende
­Gewässer
Juni – Sept.
besonders geschützt
yyStandort und Blütezeiten von makrofotografisch besonders interessanten Blütenpflanzen
94
95
Zeit der Pilze
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Im Herbst schlägt die Stunde der Pilze. Dann strecken sich dem Fotografen aus Altholz, Tannenstreu und welkem Laub die wundersamsten
Fruchtkörper entgegen.
Der Wald ist nicht nur interessant wegen Leberblümchen & Co., sondern auch, weil man hier fotogene Pilze
aller Art findet. Sie nehmen zum Teil äußerst bizarre
Formen an und können je nach Art auch mal schwefelgelb oder gar kirschrot daherkommen. Damit können
Sie in Ihrem Portfolio einen willkommenen Kontra-
punkt zu den wesentlich häufiger aufgenommenen
Blütenpflanzen setzen.
Der Herbst ist die große Zeit der Pilze, denn dann
sind die meisten Fruchtkörper der hauptsächlich unterirdisch verorteten Wurzelgeflechte, der sogenannten Myzele, an der Oberfläche zu finden.
[ 105 mm | f11 | 0,3 s | ISO 100 | –0,3 | Stativ ]
zzSchichtpilze wachsen in bizarren Strukturen. Wenn dann noch schöne Farben hinzukommen, steht der strukturbetonten Ausschnittsfotografie nichts mehr im Weg.
Auch wenn wir sie hier im Pflanzenkapitel verortet
haben, handelt es sich bei Pilzen eigentlich überhaupt
nicht um Pflanzen, sondern um eine eigenständige
Gruppe von Lebewesen, die neben den Tieren und
Pflanzen ein komplett eigenes Reich bildet.
Meistens sind Pilze mit bestimmten Baumarten
vergesellschaftet. Steinpilze, aber auch den erstaunlich
­wirkenden Erdstern, findet man häufig unter Fichten,
den grünen Knollenblätterpilz dagegen in Laubwäldern bevorzugt unter Eichen. Andere Pilze wiederum
sind auf Baumstümpfen und Totholz anzutreffen, wie
z. B. das Stockschwämmchen und der Brandkrustenpilz. Bei der Pilzfotografie im Wald gilt es zu bedenken,
dass meist nur relativ wenig Licht zur Verfügung steht
und Sie mit langen Belichtungszeiten rechnen müssen.
Daher ist die Verwendung eines Stativs häufig unumgänglich.
Erdsterne, aber beispielsweise auch Boviste haben
eine fotografisch ansprechende Art, ihre Sporen zu
verteilen. Der Fruchtkörper, der die reifen Sporen enthält und von einer dünnen flexiblen Haut umgeben
ist, öffnet sich, und sobald Regentropfen, Blätter oder
[ 100 mm | f11 | 2 s | ISO 100 | +0,3 | Blitz + Softbox ]
Ähnliches darauf fallen, werden die Sporen durch den
Luftdruck nach außen geschleudert. Als wir im Wald
einen Stilbovist fanden, war uns gleich klar, da lässt
sich möglicherweise etwas daraus machen.
[ 100 mm | f2,8 | 1/25 s | ISO 100 | +0,7 ]
Zeit der Pilze
yyDurch den niedrigen Kamerastandpunkt konnten
wir die Herbstblätter im Vordergrund mit in das Bild
nehmen und durch den geringen Blendenwert Vorder- und Hintergrund schön diffus darstellen.
[ 100 mm | f11 | 4 s | ISO 100 | +0,3 ]
yyLinks: Um dem Erdstern (Geastrum spec.) eine schönere Lichtwirkung zu verpassen,
haben wir von rechts hinten Blitzlicht durch eine Softbox geleitet. Rechts: Zum Vergleich
das etwas zweidimensionaler wirkende Bild ohne Blitzlicht.
96
97
Unterwegs in Palmen- und Tropenhäusern
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
gleichzeitig den unruhigen Waldhintergrund schwarz
ausblenden. Dann mussten wir nur noch die Sporen zum Fliegen bringen, was sich durch Anstupsen
des Fruchtkörpers von hinten mit einem Stöckchen
bewerkstelligen ließ. Da wir den Pilz nicht zerstören
wollten, haben wir nur vorsichtig gestupst, und es flogen immer nur kleine Sporenwölkchen. Daher haben
wir einfach drei Bilder miteinander fusioniert, um eine
imposantere Wolke zu zeigen. Das Ergebnis sehen Sie
in der Abbildung links.
Tipp
[ 100 mm | f2,8 | 1/6 s | ISO 100 ]
Um einen Hutpilz auf dem meist mit Blättern oder
Moos bedeckten Waldboden gut vor einem diffusen Hintergrund freizustellen, können Sie entweder den Trick aus der Abbildung des Pilz-Ensembles
auf der vorigen Seite anwenden, indem Sie Vordergrundobjekte als diffusen Rahmen einbauen. Oder
Sie verwenden die Technik der Schärfentiefen­
erweiterung (Focus Stacking), die für Pilze beson­
ders geeignet ist. Diese werden wir Ihnen im Ab­
schnitt »Knackige Schärfe durch Focus Stacking«
ab Seite 117 näher vorstellen.
[ 100 mm | f14 | 1/250 s | ISO 100 | Stativ ]
yyEin Bovist entlässt seine Sporen.
98
yyPfifferlinge wachsen häufig dekorativ im Moos
(Focus Stacking aus sechs Einzelaufnahmen).
Unterwegs in Palmen- und Tropenhäusern
Üppige Exotik und bunte Blütenpracht in unseren Breitengraden, und das zu jeder
Jahreszeit? Kein Problem! Machen Sie doch mal einen fotografischen Ausflug in den
botanischen Garten, und dort ins Tropengewächshaus.
Exotische Pflanzen sind ein sehr verlockendes Makromotiv, bieten Sie doch interessante Blüten und auch
sehenswerte Blattstrukturen, die es makrofotografisch
zu erkunden lohnt. Das Schöne ist, dass Sie für solche
Aufnahmen nicht erst in den tropischen Regenwald
reisen müssen, sondern auch in unseren Breiten zum
Zug kommen.
Palmengärten und Tropenhäuser sind in jeder größeren Stadt zu finden. Für diese künstlichen Pflanzenparadiese gilt prinzipiell das Gleiche wie für Schmetterlingsparks (siehe Abschnitt »Ab in die Tropen: Schmetterlingshäuser« ab Seite 157). Geben Sie Ihrer Kamera
Zeit, um sich an das feuchtwarme Klima zu gewöhnen
und die anhaftende Feuchtigkeit verdunsten zu lassen.
[ 100 mm | f2,8 | 1/160 s | ISO 250 | –0,3 ]
Gedacht, getan: Wir bauten unser Equipment auf. Ein
Blitzgerät mit angebrachter Softbox wurde hinter den
Pilz gelegt. Dieses sollte die Sporen von hinten anstrahlen, deren Bewegung einfrieren und sie deutlicher
sichtbar machen. Vorn rechts platzierten wir einen
Silberreflektor, der einen Teil des Blitzlichts auf den Pilz
lenken sollte, um ihn von vorn ein wenig aufzuhellen.
Die Belichtung stellten wir so ein, dass das Bild ohne
Blitzlicht fast ganz dunkel war. So konnten wir jegliche
Bewegung mit dem kurzen Blitzimpuls einfrieren und
<<Staubgefäß
des Hundsruten-­
Kapernstrauches
(Capparis cynophallophora)
99
Unterwegs in Palmen- und Tropenhäusern
[ 105 mm | f4 | 1/100 s | ISO 200 | +0,3 ]
yyLebende Steine (Conophytum spec.), Kakteen und
andere Sukkulenten laden mit teils bizarren Strukturen
zum Fotografieren ein.
yyEin makrofotografischer Blick von oben in eine
Blaue Passionsblume (Passiflora caerulea)
>>An einem Tag mit wenig Besuchern war es kein Problem, das Stativ aufzubauen und mit langen Belichtungszeiten qualitativ hochwertige Bilder aufzunehmen.
Dann bietet sich Ihnen eine ideale Spielwiese für die
Makrofotografie.
Der Dschungel aus verschiedensten Blättern und
exotischen Blüten hält allerlei wunderschöne, aber
auch bizarre Motive in Grün und Bunt bereit. Es lohnt
sich, hier eine fotografische Entdeckungsreise zu starten. Vorteilhaft ist, dass Sie weitgehend unabhängig
von jahreszeitlich bedingten Unwägbarkeiten sind,
da Tropenhäuser üblicherweise ganzjährig geöffnet
haben und viele der aus der Nähe des Äquators stammenden Pflanzen keinem jahreszeitlichen Rhythmus
unterliegen. Prinzipiell werden Sie bauart- und bewuchsbedingt ein gedämpftes Licht vorfinden. Es ist
also mit längeren Belichtungszeiten zu rechnen, was
wiederum bedeutet, dass Sie keinesfalls Ihr Stativ vergessen oder zumindest ein Blitzgerät bei sich haben
sollten, am besten mit einer Softbox für die weiche
Lichtstreuung.
100
[ 100 mm | f2,8 | 1/200 s | ISO 100 | +1 ]
[ 100 mm | f11 | 1/80 s | ISO 400 | Blitz + Softbox ]
yyFarbexperimente im Palmenhaus
yyDie filigranen Oberflächenstrukturen des Aloeblattes
werden erst durch die Vergrößerung richtig sichtbar.
[ 100 mm | f16 | 2 s | ISO 100 | Stativ ]
[ 100 mm | f2,8 | 1/125 s | ISO 160 | +0,7 ]
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Ob im Tropenhaus oder draußen in den Rabatten des
botanischen Gartens, die zarten und sehr formschönen Hibiskusblüten, die Blüten der Passionsfrucht oder
die der verschiedenen Orchideenarten sind fotografisch heiß begehrt. Häufig wachsen letztere etwas erhöht auf Ästen und an Baumstämmen, so dass es hin
und wieder etwas schwierig ist, an sie heranzukommen. Notfalls sollten Sie bei einem besonders hübschen Motiv nicht davor zurückschrecken, den zuständigen Gärtner nach einem Schemel oder einer Leiter
zu fragen. Bei geringem Besucheraufkommen sind die
meisten Mitarbeiter botanischer Gärten und ähnlicher
Einrichtungen sehr hilfsbereit. Vor allem, wenn man
sich für ihre Schützlinge interessiert.
Häufig blühen gleich so viele Blumen und Sträucher gleichzeitig, dass sich tolle Möglichkeiten der
Farbgestaltung ergeben. Positionieren Sie die Kamera
beispielsweise so, dass sich hinter der scharf abgebildeten Blüte die Farbe einer anderen Blüte wie ein
einfarbiger Hintergrund abzeichnet.
Es ist unschwer zu erkennen, dass sich der überwiegende Anteil des pflanzlichen Lebens im Troparium
101
Das Stativ – ein unentbehrlicher Begleiter
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
suchen. Schauen Sie sich dort in Ruhe um, und suchen
Sie auch nach den nicht ganz so augenscheinlichen
Motiven. Nehmen Sie sich zum Beispiel eine radiär
wachsende Palme von oben vor, oder wählen Sie einen
strukturstarken Ausschnitt aus einem Kakteenstamm.
Mit etwas Fantasie lassen sich so interessante Muster
erkennen, die immer wieder zu spannenden Aufnahmen führen.
[ 105 mm | f16 | 1,3 s | ISO 200 | –0,3 | Stativ ]
aus Blättern und Holz zusammensetzt. Nun könnte
man annehmen, dass diese Pflanzenteile nicht annähernd die Attraktivität der prachtvollen Blüten erreichen können. Unserer Meinung nach weit gefehlt!
Gerade im Makrobereich lassen sich zahlreiche wunderschöne und sehr filigrane Strukturen herausarbeiten, die den meisten Besuchern weitgehend verborgen
bleiben.
Achten Sie bei Ihrem Palmenhausbesuch auch auf
ungewöhnliche Unikate. Das Astauge in der oberen
Abbildung rechts sieht beispielsweise aus wie ein
grinsendes Gesicht, finden Sie nicht auch? Solche originellen Motive finden sich natürlich meistens nur per
Zufall, können aber beim Zeigen der Aufnahmen zu
echten Highlights werden.
So, und nun sollten Sie am besten selbst mit Ihrer
Kamera den nächstgelegenen botanischen Garten be-
<<Das Astloch
regt ein wenig
die Fantasie
an, schaut es
doch aus wie
ein grinsendes
Gesicht.
[ 100 mm | f16 | 0,5 s | ISO 100 | +0,3 | Stativ ]
[ 100 mm | f11 | 1/160 s | ISO 1 000 ]
yyNoch geschlossene Blüten einer Aloe
>>Perfekt strukturiert präsentiert
sich dieser Kakteenstamm.
102
Das Stativ – ein unentbehrlicher Begleiter
Ohne Stativ gehen wir zur Makrofotografie von Blüten und Blättern
gar nicht erst aus dem Haus. Dieses Utensil ist für uns hierbei einfach
ein absolutes Muss.
Es dürften sich alle Makrofotografen einig sein, dass
das mit Abstand wichtigste Hilfsmittel, welches nichts
mit der Optik zu tun hat, ein brauchbares Stativ ist.
Sicherlich gibt es auch Situationen, in denen es notwendig ist, auf ein solches zu verzichten. Ein Insekt
wartet nun mal nicht, bis ein Dreibein ausgefahren
und positioniert ist, und auch bei einem Eidechsenporträt 5 cm über dem Boden ist ein Stativ wenig hilfreich.
Üblicherweise kommt der Makrofotograf aber sowohl
aus Gründen der Bildgestaltung, als auch zur präzisen
Scharfeinstellung und zum Vermeiden von Verwacklung bei längeren Belichtungszeiten, um die Verwendung eines Stativs schlichtweg nicht herum.
aber auch erheblich teurer als ihre Pendants aus Aluminium.
Achten Sie auch darauf, dass sich die Beinauszüge
möglichst flexibel verstellen und von der Mittelsäule
aus unterschiedlich weit abspreizen lassen. Am besten
sollte sich die Mittelsäule zudem seitlich umkippen
oder umgekehrt anbringen lassen. Mit derartig ausgestatteten Stativen sind dann auch Aufnahmen knapp
Was bei der Stativwahl wichtig ist
Welche Grundanforderungen gilt es an ein vernünftiges Stativ zu stellen? Zuallererst sollte es solide und
schwer genug sein, um ein Mindestmaß an Stabilität zu bieten. Andererseits darf es auch nicht zu viel
wiegen, vor allem wenn es zum Einsatz in der freien
Natur dienen soll. Relativ leichte, aber dennoch stabile
Stative sind in verschiedenen Materialien erhältlich:
Dazu zählen Aluminium, Carbon, Basaltfasern oder
Erlenholz. Carbon-Stative erfreuen sich aufgrund ihres
geringen Gewichts zunehmender Beliebtheit, sind
yyStativ mit kippbarer Mittelsäule
103
Das Stativ – ein unentbehrlicher Begleiter
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
über dem Erdboden möglich. In der folgenden Tabelle
haben wir Ihnen einige makrotaugliche Stative zusammengestellt. Alle aufgeführten Stative besitzen eine
umkehr- oder kippbare Mittelsäule und bewegen sich
im Bereich von 160–850 Euro. Sie sind dem Anschaffungspreis nach aufsteigend sortiert.
Welcher Stativkopf ist für die
­Makrofotografie geeignet?
yyCarbon-Stativ mit umgekehrt angebrachter Mittelsäule
Da die meisten Stative ohne Stativkopf angeboten
werden, gilt es, sich auch um dieses verbindende Element zwischen Kamera und Stativ zu kümmern. Für
die meisten makrofotografischen Aktivitäten empfehlen wir Ihnen, einen Kugelkopf zu verwenden. Diese
besitzen meist nur einen Hebel oder einen Ring, der
die Kugel zur Positionseinstellung lockert und wieder
fixiert. Daher lassen sich Kugelköpfe auch sehr intuitiv
bedienen, jede gewünschte Position der Kamera ist damit schnell gefunden. Da es bei den feinen Justierungen im Makrobereich sehr wichtig ist, dass sich die Kameraposition nach dem Fixieren des Kugelkopfes nicht
mehr bewegt, setzen Sie am besten auf Modelle, die
Stativ
Gewicht/
Nutzlast (kg)
Packmaß
(cm)
Kopf inkl.
max. Höhe
(cm)
Manfrotto 190XProB (Alu)
1,8/5
57
nein
146
Vanguard Alta Pro 254CT (Carbon)
1,57/7
53
nein
155
Manfrotto 055CXPro3 (Carbon)
1,65/8
65
nein
175
Sirui N–2204X (Carbon)
1,5/15
47
nein
163
Feisol CT–3441SB (Carbon)
1,25/10
43
ja (z. B. CB–40D)
178
Gitzo GK2580TQR (Carbon)
1,72/7
43
ja
154
yyFür die Makrofotografie geeignete Stative, die natürlich auch für andere Fotovorhaben verwendbar sind.
104
für eine sehr hohe Traglast ausgelegt sind. Das ist auch
dann wichtig, wenn Sie zusätzlich zur Kamera noch
Blitzgeräte anbringen und mit einem Einstellschlitten
fotografieren möchten. Stabile Köpfe mit Schnellwechselsystem gibt es beispielsweise von Markins (Q3 oder
Q10), Really Right Stuff (BH-40 oder BH-55), Arca Swiss
(Monoball p0 oder Monoball Z) oder Novoflex (ClassicBall CB3 II).
<<Bei uns standardmäßig im Makroeinsatz, der
Monoball p0 von Arca Swiss
mit der Schnellwechselplatte
Q=MOUNT von Novoflex
Tipp
Für das nötige Maß an Flexibilität kombinieren Sie
den Stativkopf am besten mit einem Schnellkupplungssystem. Dabei wird eine Stativplatte an der
Kamera befestigt, die dann zügig auf dem Stativkopf eingerastet oder festgeschraubt werden kann.
Genauso schnell lässt sich die Kamera wieder
lösen. Sehr verbreitet sind sogenannte Arca-Swisskompatible Schnellkupplungen mit dem schönen
Namen Schwalbenschwanzklemmsystem. Diese ermöglichen es, diverse Schnellwechselplatten, Einstellschlitten oder Winkelschienen zu montieren.
yyStativplatte für Schwalbenschwanzklemmsysteme
Mit dem Bohnensack auf Bodenniveau
Für bodennahe Aufnahmen von Pilzen oder Blumen
verwenden wir sehr häufig den Bohnensack, auch
Beanbag genannt. Das ist eine Art Kissenbezug aus
Wildleder oder Stoff, der mit Bohnen, Erbsen, Vogelfutter oder auch leichterem Füllmaterial, wie Polystyrolkügelchen, gefüllt werden kann. Wird die Kamera
auf einem Bohnensack platziert, lässt sie sich mitsamt
dem Objektiv auch auf unebenem Untergrund flexibel
ausrichten und für die Aufnahme fixieren.
yyBohnensack aus Wildleder
105
Arbeiten mit natürlichem Licht
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Arbeiten mit natürlichem Licht
wirken Motive unvorteilhaft ausgeleuchtet, und nicht
selten erzeugen die Reflexionen strukturlose überstrahlte Bildstellen.
Ohne natürliches Licht keine Makrofotografie in der Natur, denn das Licht ist
schließlich der Stoff, mit dem wir Fotografen unsere Bilder malen.
Bessere Ausleuchtung mit dem Diffusor
<<Das weiche Licht der
Abendsonne, das hier
durch eine Pusteblume
leuchtet, ist ein Garant
für stimmungsvolle
Makroauf­nahmen.
106
[ 100 mm | f8 | 1/15 s | ISO 100 | +0,7 | Stativ ]
Viele Fotografen bevorzugen das warme Licht am
Morgen nach Sonnenaufgang und abends vor Sonnen­
untergang, die Zeit der Goldenen Stunde. Dabei erhalten die aufgenommenen Objekte in der Regel einen
weichen, sehr gefälligen Ausdruck. Steht die Sonne
hingegen recht hoch am Himmel, strahlt sie bei klarem
Himmel direkt und mit sehr großer Intensität auf die
Makromotive. Intensive Reflexionen und harte Schlagschatten sind die Folge. Unter diesen Bedingungen
[ 105 mm | f4 | 1/125 s | ISO 100 ]
Natürliches Licht ist immer verfügbar und kostet
nichts, sprich: Es erfordert keine teuren Anschaffungen. Allerdings heißt das nicht, dass es sich immer
ohne Probleme beherrschen lässt. Dies hängt damit
zusammen, dass es ständig in unterschiedlicher Gestalt auftritt und Sie als Fotografen dazu zwingt, sich
entweder den passenden Zeitpunkt auszusuchen oder
entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um es für
Ihre Zwecke zu bändigen.
[ 100 mm | f8 | 1/6 s | ISO 100 | +0,7 | Stativ ]
Gegen die oftmals unschöne Wirkung des direkten
Sonnenlichts können Sie mit einem simplen und günstigen Utensil gegensteuern: dem Diffusor. Wenn Sie
ihn zwischen Sonne und Motiv platzieren, mildert er
das Licht soweit ab, dass auch Aufnahmen bei direk-
tem Licht zur Mittagszeit problemlos realisierbar
sind. Schauen Sie sich an, wie schön sich die Orchideenblüte in der oberen Abbildung links entfaltet,
wenn der Diffusor das Licht weich auf die filigranen
Strukturen streut. Die Farben wirken frisch, und die
Überstrahlungen sind verschwunden.
Faltdiffusoren gibt es in verschiedenen Größen.
Für die Makrofotografie eignen sich Modelle mit
einem Durchmesser von 30 bis 80 cm sehr gut. Mit
größeren Diffusoren können Sie gleichzeitig den gesamten Hintergrund Ihres Motivs abschatten. Wenn
Sie zu zweit unterwegs sind, reicht es manchmal
auch schon, wenn sich die Begleitung so positioniert,
dass ihr Schatten auf das Motiv fällt.
yyJe dichter der Diffusor ans Motiv gehalten
wird, desto schöner das Licht und desto weicher
verlaufen die Licht-Schatten-Grenzen.
<<Oben: Frische Farben und eine harmonische Ausleuchtung mit dem Diffusor. Unten:
Ungleichmäßige Ausleuchtung des HelmKnabenkrautes mit starken Reflexionen
durch das direkte Sonnenlicht
107
Arbeiten mit natürlichem Licht
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Lichtspiele mit Reflektoren
Eine wunderbare Eigenschaft des Lichts besteht darin, dass es sich mit den richtigen Hilfsmitteln zähmen und lenken lässt. Ein Umstand, den wir weidlich
nutzen. Eines unserer wichtigsten Hilfsmittel ist der
Reflektor, denn damit können wir das vorhandene Licht
gezielt auf eine Blüte, ein Insekt oder andere Objekte
umleiten. Im Gegensatz zu Diffusoren, deren kont-
rastmildernder Effekt auf Lichtdurchlässigkeit beruht,
wird mit Hilfe von Reflektoren Licht auf das Motiv
umgelenkt. Dies bewirkt eine Aufhellung und, je nach
Beschichtung der verwendeten Folie, eine Veränderung
der Farbstimmung. Weiß beschichtete Stoffe beeinflussen den Charakter des Lichts am wenigsten und
dienen lediglich zur leichten Aufhellung, silbrige Folien
hellen das Objekt noch stärker auf, und goldfarbene er-
Ü BU NG
Ob mit Diffusor oder Personenabschattung – es gibt
zwei Möglichkeiten das Szenario mit Licht zu gestalten. Suchen Sie sich dazu eine schöne Blüte aus, die
in der prallen Sonne steht. Versuchen Sie, eine Vollabschattung zu erzeugen, indem Sie sowohl die Blüte als
auch den Hintergrund vollständig mit dem Diffusor
abdecken, wie das am ersten Bild des Großen Ehrenpreises (Veronica teucrium) gezeigt ist. Für das nächste
Bild ziehen Sie den Diffusor zu sich heran, so dass zwar
[ 100 mm | f4 | 1/160 s | ISO 125 ]
[ 100 mm | f4 | 1/125 s | ISO 100 ]
[ 100 mm | f4 | 1/125 s | ISO 100 ]
[ 100 mm | f4 | 1/160 s | ISO 100 ]
die Blüte noch im Schatten liegt, der Hintergrund aber
komplett durch die Sonne ausgeleuchtet wird. Probieren Sie am besten immer beide Möglichkeiten aus,
dann können Sie später entscheiden, welche Darstellung Ihnen besser gefällt. Um noch einen Tick mehr Frische ins Bild zu zaubern, können Sie den Vordergrund
der Blüte mit einem Silberreflektor oder mit Blitzlicht
ein wenig aufhellen.
yyOben links: Herzblättriges Hechtkraut (Pontederia cordata) ohne Reflektor. Oben rechts:
Schwache Aufhellung von unten mit dem weißen Reflektor. Unten links: Stärkere Aufhellung
mit dem Silberreflektor. Unten rechts: Aufhellung und warmer Farbton mit dem Goldreflektor.
[ 100 mm | f2,8 | 1/1000 s | ISO 400 ]
108
[ 100 mm | f2,8 | 1/2000 s | ISO 400 ]
<<Links: Abschattung von
Vorder- und Hintergrund.
Rechts: Der Hintergrund liegt
in der Sonne und die Blüte im
diffusen Schatten.
zielen eine deutlich wärmere Farbgebung. Die Wirkung
der drei Reflektorbeschichtungen können Sie in den
Abbildungen oben an der Aufhellung der Blütenunterseite nachvollziehen.
Sollten sie öfters zu Fuß in der Natur unterwegs
sein, empfehlen wir Ihnen Reflektoren mit circa 30 cm
Durchmesser, die sich dank ihres biegsamen Rahmens
auf Bierdeckelgröße zusammenfalten lassen. In den
angebotenen Sets ist meistens auch gleich ein Diffusor
enthalten und ein Sortiment aus weißen, silbrigen und
goldfarbenen Reflektoroberflächen. Alternativ können
Sie sich ein Set selbst bauen. Die Schattenaufhellung
mit Reflektoren funktioniert bei der diffusen Beleuchtung eines bewölkten Himmels besonders gut, oder
auch, wenn Sie Ihr Motiv in der Sonne mit einem Diffusor von oben abschatten und mit dem Reflektor seitlich
oder von unten aufhellen. Auch können Sie mit dem
Blitzgerät auf den Reflektor zielen und das Licht über
diesen indirekt auf Ihre Motive umleiten. Für Reflektoren gibt es somit vielseitige Einsatzmöglichkeiten.
109
Arbeiten mit natürlichem Licht
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
oder eine spezielle Blitz-Softbox verwenden, entsteht
dann ein besonders harmonisches Zusammenspiel aus
Licht und Schatten.
Allerdings muss das Blitzlicht bei Experimenten
dieser Art in der Regel etwas in seiner Leistung reduziert werden, was Sie mit einer Blitzbelichtungskorrektur tun können. Wenn Sie zudem mit niedri-
Tipp
Ein Diffusor-Reflektor-Set lässt sich mit einfachen
Mitteln auch selbst bauen. Als Diffusor können Sie
beispielsweise das milchig transparente Plastikdeckblatt eines Klemmhefters verwenden. Als
weißen Reflektor nehmen Sie einen weißen DIN
A4-Karton. Die Gold- oder Silberreflektoren können
Sie sich aus einer handelsüblichen ­Rettungsdecke
und Pappkarton herstellen. Die beste Wirkung
erzielen Sie, wenn Sie die Rettungsdecke vor dem
Aufkleben zerknüllen, so dass das reflektierte Licht
diffuser gestreut wird.
gen Blendenwerten fotografieren möchten, so dass
beispielsweise der Sonnenball ganz weiche Ränder
bekommt, ist es erforderlich, dass der Blitz die sogenannte Kurzzeitsynchronisation beherrscht. So können
Sie bei Belichtungszeiten blitzen, die kürzer sind als
die Synchronisationszeit Ihrer Kamera, die meist bei
±1/200 s liegt.
[ 100 mm | f7,1 | 1/50 s | ISO 400 | +0,7 ]
yyAkelei im diffusen Gegenlicht eines regnerischen Tages
yySelbstgebasteltes Diffusor-Reflektor-Set
Keine Scheu vor Gegenlicht
Bei dem Wörtchen Gegenlicht bricht manchem nicht
ganz so versierten Fotografen gern mal der Schweiß
aus. Es ist ja auch nicht ganz falsch, dass in Gegenlichtsituationen die Hauptmotive zu dunkel werden
können, während sich gleichzeitig der Hintergrund
fröhlich überstrahlt darstellt. Allerdings ist es auch
so, dass gerade bei Pflanzenaufnahmen mit sanftem
Gegenlicht viel bessere Bilder entstehen können, als
wenn Ihnen das Licht von hinten über die Schulter
scheint. Gerade bei dieser speziellen Lichtsituation
sind besonders spannende Aufnahmen möglich.
110
Schauen Sie sich dazu das Bild der Akelei (Aquilegia
spec.) an. Das diffuse Licht hinter der Blüte erzeugt ein
schönes Licht-Schatten-Spiel, bei dem die Formen der
Blütenblätter gut zur Geltung kommen und die vielen
kleinen Härchen am Stängel so aufgehellt werden,
dass sie sich wie ein heller Saum attraktiv am Stängel
entlangziehen.
Sollten Sie eher kräftiges Gegenlicht vor sich
haben, wie es beispielsweise bei Aufnahmen mit
der tiefstehenden Sonne der Fall ist, können Sie zwei
Strategien verfolgen. Entweder Sie nehmen Ihr Vordergrundobjekt, in unserem Fall einen dekorativen Grashalm, als Scherenschnitt auf. Sprich, Sie belichten den
Hintergrund stimmig und lassen zu, dass der Vordergrund durch die knappe Belichtung schwarz wird. Oder
Sie hellen den Vordergrund zusätzlich etwas auf, um
die Strukturen wieder sichtbar zu machen. Dazu eignet sich Blitzlicht sehr gut, da es stark genug ist, dem
Sonnenlicht ausreichend Lichtkraft entgegenzusetzen.
Wenn Sie durch einen Handdiffusor hindurch blitzen
[ 100 mm | f2,8 | 1/2500 s | ISO 100 | –1,3 ]
yyGrashalm im Scherenschnitt vor der untergehenden Sonne
[ 100 mm | f2,8 | 1/8000 s | ISO 100 | –2,3 ]
yyGleiches Szenario mit Blitzlicht aufgehellt (Blitzbelichtungskorrektur –2, Kurzzeitsynchronisation)
Ü BU NG
Gegenlicht eignet sich auch wunderbar für die Durchleuchtung strukturierter, semitransparenter Objekte.
Suchen Sie im Herbst einen Ahornbaum mit gefärbten
Blättern, und machen Sie Gegenlichtaufnahmen in
Grün, Gelb und Rot. Am besten im warmen Licht des
Spätnachmittags oder am frühen Morgen. Stimmungs­
volle Bilder mit einem Touch von Indian Summer sind
garantiert. Auch Fraßspuren von Raupen können ihren
eigenen Charme entwickeln, wenn sie auf diese Weise
präsentiert werden.
>>Fraßspuren in einem von
der Sonne durchleuchteten Blatt
[ 100 mm | f22 | 1/4 s | ISO 100 | –0,7 | Stativ ]
111
Schlechtes Wetter – tolle Bilder
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Freistellen durch Zoomen
Schlechtes Wetter – tolle Bilder
Eine der wichtigsten Techniken der Makrofotografie ist das Freistellen von Objekten vor
Bei bedecktem Himmel und diffusem Licht oder nach einem kräftigen Regenschauer,
einem möglichst homogenen, sprich unscharfen Hintergrund. Um dies zu erreichen,
lohnt es sich genauso, engagiert unterwegs zu sein, wie bei schönem Wetter. Belohnt
treten Sie einfach ein paar Schritte zurück und verwenden Sie eine größere Brennweite.
werden Sie dafür mit bestem Makrolicht und glitzernden Motiven.
112
das sehr gut funktioniert. Auf der ersten Aufnahme,
fotografiert mit der Weitwinkeleinstellung des Objektivs, wird die Umgebung zu scharf wiedergegeben
und lenkt vom Hauptmotiv ab. Mit größerem Abstand
und gleichzeitig steigender Brennweite nimmt die
Schärfentiefe immer weiter ab, so dass die Aufnahmen
durch den stärker verschwommenen Hintergrund zunehmend gefälliger wirken.
[ 135 mm | f5,6 | 1/200 s | ISO 200 | +0,7 ]
zzGemeiner Riesenschirmling (Macrolepiota procera),
aufgenommen mit vier unterschiedlichen Objektivbrennweiten: Die Schärfentiefe sinkt von Bild zu Bild.
[ 85 mm | f5,6 | 1/125 s | ISO 250 | +0,7 ]
[ 50 mm | f5,6 | 1/60 s | ISO 125 | +0,7 ]
[ 24 mm | f5,6 | 1/40 s | ISO 100 | +0,7 ]
Viele Pilze und Pflanzen mit attraktiven Blüten stehen
im Unterholz, umgeben von einer Menge an Zweigen
und Gestrüpp. Da ist es nicht gerade einfach, den Motivhintergrund diffus und aufgeräumt zu zeigen. Meist
hilft es, die Blende durch Einstellen niedriger Blendenwerte ganz weit zu öffnen, um einen unscharfen
Hintergrund zu bekommen – aber eben nicht immer.
Was könnten Sie noch tun? Wenn Sie mit einem Zoomobjektiv unterwegs sind, gibt es einen einfachen Trick.
Gehen Sie etwas auf Abstand zum Motiv und verwenden Sie, um dies auszugleichen, höhere Brennweiten.
Bei dem Parasolpilz aus der folgenden Abbildung hat
[ 100 mm | f2,8 | 1/200 s | ISO 250 | +0,7 | Blitz + Softbox ]
Klappt garantiert.
Pflanzen bei schönem Wetter fotografieren? Ja natürlich, aber überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund, und versuchen Sie es zur Abwechslung
an einem bedeckten Tag. Das lohnt sich durchaus,
denn Sie werden sehen, dass dabei ganz eigene
Licht- und Farbstimmungen zutage treten.
Die Vorteile eines bewölkten Himmels
Interessanterweise lassen sich vor allem Grüntöne
bei diesem Wetter besonders intensiv auf den Sensor bannen. Dies führt dazu, dass bei der Aufnahme
von farbigen Blütenblättern besonders schöne
Farbkontraste zustande kommen, die trotzdem
nicht so hart wirken wie bei strahlendem Sonnenschein. Außerdem neigen die kräftigen Farben, wie
Rot, Orange, Gelb oder Dunkelblau, weniger zur
Übersättigung, so dass die Blütenblätter eine schönere Durchzeichnung erhalten.
Außerdem, und das ist ein echter Vorteil, haben
Sie nicht (oder kaum) mit störendem Schattenwurf
<<Bei trübem Himmel ließ sich der Bärlauch (Allium ursinum) ohne harte Schatten
und die Gefahr überstrahlter Reflexions­
stellen in Szene setzen.
113
Schlechtes Wetter – tolle Bilder
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Tau, Regen & Co.: Wassertropfen inszenieren
>>Die quietschgelben Blüten des Alpenmohns
(­Papaver alpinum) konnten wir an einem bedeckten
Tag in den Dolomiten gut durchzeichnet aufnehmen.
[ 100 mm | f4 | 1/1000 s | ISO 320 | +0,7 ]
WISSE N: STAN DORTGE R ECHTE B I LDGESTALTU NG
zzLinks: Um die Eselsdistel, übrigens Schottlands Wappenblume, etwas aufzuhellen, haben wir einen Goldreflektor verwendet. Rechts: Die Kakteen in der prallen Sonne
verkörpern das warme Klima, in dem sie natürlicherweise
wachsen, wobei dieses Exemplar hier im botanischen Garten aufgenommen wurde.
[ 105 mm | f5,6 | 1/50 s | ISO 100 ]
[ 105 mm | f8 | 1/500 s | ISO 200 ]
teen und Sukkulenten, vom Betrachter nicht so eindeutig einem Biotop zuzuordnen sind wie Tiere, kann man
ihnen durch die Beeinflussung der Lichtverhältnisse
eine ihrem Lebensraum entsprechende Stimmung mit
auf den Weg geben. Dies gilt vor allem für Makroaufnahmen, bei denen die Landschaft im Hintergrund
häufig nicht konkret abgebildet ist.
Denken Sie bei der Gestaltung Ihrer Aufnahme an den
Standort der abzubildenden Pflanze. Der Aufnahme
eines Kaktus in der amerikanischen Sonora-Wüste
schadet es nicht, wenn Sie lichtdurchflutet und prägnant wirkt, vielleicht sogar etwas hart, denn genau das
verbindet der Betrachter mit diesem Lebensraum. Eine
Distel in den schottischen Highlands wirkt dagegen,
entsprechend ihres vorwiegend feuchten und düsteren
Umfeldes (die Schotten mögen es uns verzeihen), eher
in gedämpfter Atmosphäre. Letztlich ist dies ein Spiel
mit der Psyche des Betrachters. Was erwartet er, welche Assoziationen verbindet er mit einem bestimmten
Lebensraum. Das gilt natürlich nicht nur für Pflanzen.
Da aber gerade Pflanzen, vielleicht abgesehen von Kak-
114
Wir haben schon von den positiven Eigenschaften des
schlechten Wetters geschrieben. Manchmal kann es
uns gar nicht trüb genug sein, und wir hoffen geradezu auf eine Regendusche. Denn durch Regentropfen
können Blüten oder Grashalme einen ganz besonderen Touch bekommen. Aufnahmen mit Wassertropfen
als Hauptmotiv liefern faszinierende Einblicke in eine
abstrakte und wunderbare Glitzerwelt, die es in jeder
Wiese während und nach einem Regenschauer zigtausendfach zu bewundern gibt und die dem Betrachter durch die Makrofotografie erst richtig zugänglich
gemacht wird.
Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, sich der
Fotografie bei Regenwetter zu nähern: Zum einen
können Sie die Pflanze in den Mittelpunkt der Betrachtung stellen, wie wir es im Fall des Graumohns getan
haben: Die Wassertropfen geben der Blüte eine besondere Note und verstärken den frischen Eindruck, der
durch die kräftigen Farben unter diesen Bedingungen
noch weiter betont wird. Andererseits können Sie auch
die Regentropfen in den Mittelpunkt des Interesses
stellen. Besonders gut lassen sich Wassertropfen im
Kontext von Grashalmen und Blättern in Szene setzen.
Häufig finden sich die Tropfen an den Spitzen der
Blätter und können dort sehr attraktiv ihre glitzernde
Wirkung entfalten. Sehr schön passen hierzu die grünen Farbtöne des Grases, die sich in den Wassertropfen brechen, wie dies auf den gezeigten Aufnahmen zu
sehen ist.
Mit Tautropfen, die sich früh morgens auf Gräsern
& Co. bilden, können Sie der Wassertropfen-Makrofotografie natürlich mindestens genauso gut frönen.
Aber auch andernorts sind Regen und Tau immer für
eine Überraschung gut. In Spinnennetzen verfangen
sich nicht nur Insekten, auch die vielen kleinen Tröpfchen bleiben gern an dem Gespinst aus klebrigen
Fäden hängen und bilden ganze Teppiche von reflek-
[ 100 mm | f4 | 1/100 s | ISO 100 | +0,3 | Stativ ]
yyDie Blätter des Frauenmantels (Alchemilla)
sind mit feinen Härchen überzogen, auf denen die
Regentropfen besonders schön perlen.
zzDie abperlenden Regentropfen verleihen dem
Waldviertler Graumohn eine richtig frische Note.
[ 100 mm | f4 | 1/800 s | ISO 250 | +0,3 ]
zu kämpfen. Vor allem die scharfen, zu mehr Härte im
Bild führenden Schlagschatten finden sich bei bedecktem Himmel normalerweise nicht. Auch reflektieren
die Grashalme, Blätter und andere Objekte bei dem
gedämpften Licht weniger stark.
115
Knackige Schärfe durch Focus Stacking
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Knackige Schärfe durch Focus Stacking
Blüten und Blätter durchgehend scharf abzubilden lässt sich am besten mit der
Fusion bzw. der transparenten Überlagerung unterschiedlich fokussierter Bilder
erreichen. Lesen Sie hier, wie es funktioniert.
[ 100 mm | f3,5 | 1/125 s | ISO 250 | –0,7 ]
Egal, ob es sich um eine Blüte, einen Pilz oder ein mit
Regentropfen benetztes Blatt handelt – es gibt im
Makrobereich viele Motive, die von einer durchgehenden Schärfe profitieren. Wobei damit nicht gemeint ist,
dass der Hintergrund ebenfalls scharf erkennbar sein
muss. Vielmehr ist es das Ziel, die Schärfe genau auf
den gewünschten Bildbereich zu begrenzen und diesen dabei durchgehend detailliert abzubilden. Schauen
zzDiesen über Nacht gefrorenen Tautropfen erwischten wir im Stadium des Auftauens an einem
sehr kalten Oktobermorgen.
Sie sich das Ergebnis in der Abbildung unten an, dann
wird deutlich, was wir meinen. Der Pilz ist knackig
scharf, wohingegen sich der Hintergrund, bestehend
aus den herbstlich gefärbten Blättern auf dem Boden,
schön diffus gestaltet.
Hätten wir mit dem für die Aufnahme gewählten
Blendenwert f5 nur ein einziges Bild angefertigt, so
hätten wir den gleichen schönen diffusen Hintergrund
[ 100 mm | f5 | 1/8 s | ISO 100 | Stativ ]
yyAn diesem Grashalm hingen gleich zwei Wassertropfen, die aussehen wie zwei große Libellenaugen.
Auch für Abstraktionen sind Wassertropfen immer
gut zu gebrauchen.
[ 100 mm | f4 | 1/160 s | ISO 100 | +0,7 ]
tierenden kleinen Kugeln. Motive, die wie geschaffen
sind, um einige künstlerisch inspirierte Makroaufnahmen zu fotografieren.
Es versteht sich von selbst, zum Schutz der Ausrüstung gewisse Vorkehrungen zu treffen, sei es ein
leichter Regenschirm, der mit einer Doppelschelle aus
dem Baumarkt am Stativ befestigt wird, oder eine
professionelle Regenhülle für Kamera und Objektiv.
Einfacher geht es, indem Sie eine durchsichtige Plastiktüte über die Kamera stülpen und mit Gummiband an
der Gegenlichtblende des Objektivs befestigen. Diese
darf sich beim Fokussieren oder Zoomen allerdings
nicht drehen. Das bietet zwar keinen Rundumschutz,
hält aber kurzfristig einiges an Feuchtigkeit zurück.
Sollten Sie zu zweit unterwegs sein, ist es natürlich
ideal, wenn sich Ihre Begleitung dazu überreden lässt,
Sie mit einem XXL-Regenschirm vor Wasserschäden an
Ausrüstung und Person zu bewahren.
<<Ergebnis der
Schärfeüberlagerung
eines Röhrlings (Boletus spec.) auf einem
Birken­ast aus 13 Einzelbildern
116
117
Knackige Schärfe durch Focus Stacking
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
erhalten. Der Pilz wäre aufgrund der geringen Schärfentiefe aber nur an wenigen Stellen wirklich scharf
geworden. Andererseits hätten wir den Blendenwert
auch erhöhen können, um den Pilz mit hoher Schärfentiefe durchgehend detailliert abzubilden. Dann
wäre uns aber der Hintergrund zu unruhig geworden.
Beides können Sie sich in den nebenstehenden Abbildung anschauen.
Was tun, wenn einfach nicht genügend Schärfentiefe an der richtigen Stelle ins Bild zu zaubern ist? Versuchen Sie doch einmal, mehrere Bilder mit jeweils unterschiedlicher Schärfeebene zu fusionieren. Auf diese
Weise können Sie die Schärfentiefe flexibel erweitern.
Daher wird die Methode auch mit den Begriffen Schärfentiefenerweiterung, Focus Stacking oder Deep Focus
Fusion bezeichnet. Das Focus Stacking gelingt mit
Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop, Helicon
Focus oder CombineZP recht unkompliziert.
>>Oben: Eines der Ausgangsbilder für die Schärfeüberlagerung. Rechts: Ergebnis mit hoher Schärfentiefe und entsprechend unruhigem Hintergrund.
>>Neun der
13 Ausgangs­bilder
für die Schärfe­
überlagerung
Eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der
Bearbeitung ist natürlich die Qualität der Einzelbilder. Beste Ergebnisse werden Sie nur bei statischen
Motiven erhalten, denn bereits kleinste Abweichungen
führen zu unschönen Artefakten im gestapelten Bild
und müssen anschließend aufwändig korrigiert werden. Verwenden Sie also unbewegte Motive, bauen Sie
die Kamera stabil auf dem Stativ auf, und achten Sie
beim manuellen Fokussieren darauf, dass sich nichts
verschiebt. Fertigen Sie mehrere, mit dem manuellen
Modus Ihrer Kamera identisch belichtete Bilder an.
Dabei legen Sie die Schärfe manuell zuerst auf den am
weitesten hinten liegenden Motivteil (hier war es der
hintere Rand des Pilzhütchens) und verschieben die Fokusebene bei jeder weiteren Aufnahme ein Stück nach
vorn. Wie viele Bilder Sie benötigen, ergibt sich vor allem aus der Tiefe des anvisierten Motivs. Bei unserem
Pilzbeispiel waren es 13 Fotos.
[ 100 mm | f5 | 1/8 s | ISO 100 | Stativ ]
Nachdem die Bilder erstellt sind, können Sie diese
am Computer mit einem Bildbearbeitungsprogramm
fusionieren. Im Fall von Photoshop wählen Sie Datei •
Automatisieren • Photomerge und laden alle benötigten Bilder 1. Entfernen Sie den Haken bei Bilder
zusammen überblenden 2. Drücken Sie OK, so dass
die Bilder geöffnet und nach dem Inhalt ausgerichtet
werden, um minimale Verschiebungen auszugleichen.
Markieren Sie anschließend alle Bildebenen 3. Wählen
Sie Bearbeiten • Ebenen automatisch überblenden,
aktivieren Sie die Checkbox Bilder stapeln, und starten
Sie die Bearbeitung wiederum mit OK. Die PhotoshopMethode kommt zwar ohne zusätzliche Softwaretools
aus, kann aber vor allem bei filigranen Blütenmotiven
eine nicht ganz optimale Überlagerung produzieren.
Zwar können Sie die schwarzweißen Ebenenmasken
mit dem Pinselwerkzeug per Hand nachbearbeiten,
aber das ist ziemlich umständlich.
zzLinks: Stapeln und Ausrichten aller Ausgangsbilder mit Photomerge.
Rechts: Auswahl aller gestapelten Ebenen für die Überblendung.
[ 100 mm | f16 | 1,3 s | ISO 100 | Stativ ]
3
1
2
118
119
Schöne Stillleben gestalten
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Schöne Stillleben gestalten
Wer höhere Ansprüche an Handling und
Präzision stellt, dem legen wir die Spezialprogramme Helicon Focus (http://
www.heliconfocus.de) oder das wirklich
gut funktionierende und dabei sogar
noch kostenlose CombineZP ans Herz,
welche komfortabel die Überlagerung
einer Vielzahl von Einzelfotos ermöglichen. Das ist recht hilfreich, denn je mehr
gleichmäßige kleine Fokusabstände Sie in
den Einzelbildern nutzen, desto überzeugender wird schlussendlich auch das
Ergebnis sein.
Um schöne Blüten zu fotografieren, müssen Sie mit der Kamera nicht
unbedingt vor die Türe gehen, das geht auch prima mit frischen Schnittblumen und Trockengestecken im Heimstudio.
1
<<Focus Stacking mit Helicon Focus:
Bei manuell durchfokussierten Motiven
funktioniert die Methode C (Pyramide) 1
oft am besten.
Achtung
Bei allen Softwarelösungen kann es vorkommen,
dass an den Übergängen zwischen den kontrastreichen Motivkanten Artefakte 2 auftreten (siehe
Glossar auf Seite 355). Diese müssen nachträglich
retuschiert werden, wie in unserem Beispiel die
etwas ungleichmäßig hellen Säume um den Hut
des Pilzes herum.
3
2
<<Leicht zu retuschierende Fehlstellen 2
um den Pilzhut herum
120
yyFocus Stacking mit CombineZP: Bei unserem
Pilzbeispiel hat die Methode Pyramid Do Stack 3
bestens funktioniert.
>>Rosenblüte,
aufgenommen
mit einem
Normalobjektiv
mit 5-DioptrienAchromat und
zwei Blitzgeräten, die von links
und rechts vorn
auf die Blüte
leuchteten
Blüten, Blätter & Co. in Szene setzen
Eine verhältnismäßig einfache Methode, sehr hübsche
Nahaufnahmen von prächtigen Blüten zu machen, ist
das Fotografieren von Stillleben im Studio. Gehen Sie
quer durch den Blumenladen, und nehmen Sie sich
von jeder Blume oder Pflanze, die Ihnen gefällt, eine
Blüte mit. Denken Sie auch daran, dass manche grü-
[ 55 mm | f11 | 1/80 s | ISO 200 | Stativ ]
Unser Blumenhändler des Vertrauens blickt hin und
wieder etwas verwundert auf das Sammelsurium aus
verschiedenen, nicht zueinander passenden Einzelblüten, die wir zu einer stillosen Farbkakofonie zusammenstellen. Was er nicht weiß, ist, dass seine aus dem
Kontext gerissenen Einzelblüten im Heimstudio zu
großer Form auflaufen.
121
Schöne Stillleben gestalten
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
yySamenkapsel der Lotusblüte
122
Ü BU NG
Schöne Effekte bieten mit Wasser besprühte Blätter, wobei sich auf unbehandelten und unbehaarten Blättern, und seien sie noch so glatt, meist
keine richtig runden Wassertropfen bilden. Doch
mit einem kleinen Trick sorgen Sie für plastischere
Tropfen. Dazu reiben Sie das Blatt mit einem dünnen Film aus Speiseöl ein. Diese Vorbehandlung
erhöht die Oberflächenspannung und lässt stärker
gewölbte Tropfen entstehen. Allerdings glänzt das
Blatt nun sehr stark. Achten Sie deshalb darauf,
dass die Reflexionen nicht Überhand nehmen.
Die Form bestimmt das Format
Bei Großaufnahmen von Blüten ist es wichtig, dass Sie
die Form in Ihre Überlegungen zur Bildgestaltung miteinbeziehen. Gerbera-, Malven- oder Lilienblüten sind
radiärsymmetrisch aufgebaut, wohingegen die Blüten
anderer Pflanzen, wie z. B. von Orchideen und Lippenblütlern, lediglich eine Symmetrieachse aufweisen. Bei
den Letztgenannten ist es häufig stimmiger, die Bilder
im Hochformat aufzunehmen. Dasselbe gilt auch für
Aufnahmen, bei denen der senkrechte Stempel einer
Blüte das zentrale Element der Aufnahme darstellt,
wie dies bei dem Bild der roten Gladiolenblüte in der
Abbildung links unten der Fall ist.
Wenn Sie das Augenmerk des Betrachters verstärkt
auf die radiäre Struktur einer Blüte lenken möchten
und einen knackigeren Stil bevorzugen, empfehlen wir,
auf durchgehende Schärfe zu setzen und dazu entweder mit hohen Blendenwerten zu arbeiten oder die
Methode des Focus Stackings anzuwenden, die wir bei
der Windenblüte in der folgenden Abbildung eingesetzt haben.
<<Blick in die radiärsymmetrisch aufgebaute Blüte einer Japanrose (Eustoma
grandiflorum)
[ 105 mm | f9 | 0,6 s | ISO 100 | Stativ ]
[ 100 mm | f5,6 | 3,2 s | ISO 400 | Stativ ]
[ 100 mm | f5,6 | 3,2 s | ISO 400 | Stativ ]
yyOben: Unbehandeltes Blatt mit Wassertropfen.
Unten: Wassertropfen auf dem mit Speiseöl einge­
riebenen Blatt
[ 105 mm | f22 | 1/100 s | ISO 100 | Zwischenring | Stativ ]
[ 105 mm | f16 | 3,2 s | ISO 100 | +0,3 ]
nen Blätter und Kapseln – entsprechend in Szene gesetzt – ebenfalls sehr ansprechend aussehen können.
Sehr romantisch lassen sich Rosen- und Orchideenblüten in Szene setzen, die, mit einer manuell auf die
vorderen Blütenblattränder oder den Stempel gelegten
Schärfe ausgestattet, nach hinten ins Diffuse abgleiten. Etwas weniger streng und harmonischer wirken
die Aufnahmen, wenn der Mittelpunkt der Blüte ein
Stück aus der Bildmitte gerückt wird.
Mit der Aufnahme von speziellen Details und
Ausschnitten lassen sich auch abstrahierende Effekte
erzielen. Vermutlich würde kaum ein Betrachter sofort
auf die Idee kommen, dass es sich bei den vier grünen
Minivulkanen in der Abbildung unten um ein Detail
einer Lotussamenkapsel handelt. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, geeignete Pflanzen für
derartige Motivausschnitte zu erkennen.
Sollten Sie im Blumenladen doch einmal einen
farblich schön abgestimmten Strauß mitnehmen,
lassen sich besonders üppig mit Blüten angefüllte
Bilder gestalten. Das Vertrauen der Blumenverkäuferin
gewinnen Sie außerdem ganz leicht zurück, indem Sie
beim nächsten Besuch eines Ihrer kleinen Kunstwerke
mitnehmen und zeigen, was aus der geschmacklosen
Zusammenstellung vom letzten Mal so entstanden ist.
[ 100 mm | f8 | 1/200 s | ISO 320 | Stativ ]
yyDie Dreifarbige Winde (Convolvulus
tricolor) haben wir mittels Focus Stacking
aus vier Einzelaufnahmen fusioniert.
<<Ein fast monochromatisches Bild
einer Gladiolenblüte mit dem Stempel
als zentralem Element
123
Schöne Stillleben gestalten
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
Die Wirkung der Hintergrundfarbe
Selbstverständlich spielt auch bei der Pflanzenfotografie im Heimstudio die Beleuchtung eine nicht unerhebliche Rolle. So haben wir bei der Heliconiablüte in der
Abbildung rechts unten beispielsweise zwei Lampen
eingesetzt: eine Tageslichtlampe (Farbtemperatur
6 000 Kelvin) und eine normale Glühlampe. Die Tageslichtlampe strahlte die Blüte von oben durch einen Diffusor hindurch weich und gleichmäßig an. Der Weißabgleich der Kamera war auf dieses Licht abgestimmt,
so dass die Tageslichtlampe die Szene neutral aufhellte. Das Licht der Glühlampe, das von unten rechts
auf die Blüte traf, hatte ein dazu vergleichbar gelb­
liches Licht und verlieh der Blüte farblich einen etwas
wärmeren Charakter. Eine ähnliche Wirkung könnten
Sie auch mit einem Goldreflektor erzielen. Weiterführende Informationen rund um die Ausleuchtung von
Objekten mit Lampen und Blitzgeräten im Heimstudio
finden Sie auch in Kapitel 6 ab Seite 212.
Um den Hintergrund farblich ansprechend zu gestalten, diente uns schließlich ein grünes Frühstücksset
aus Plastik, das wir so hinter die Blüte hielten, dass es
außerhalb des Schärfentiefebereichs positioniert war.
Im Zusammenspiel mit der roten Blütenfarbe ergibt
sich ein intensiver Farbkontrast.
Beim Fotografieren von Pflanzen im Heimstudio
verwenden wir als kreatives Stilelement gern unterschiedliche Hintergrundfarben. Besitzen Blüten eine
dominante Färbung, ist es besonders interessant, den
Hintergrund des Szenarios in der entsprechenden
Komplementärfarbe zu gestalten und so einen hohen Farbkontrast zu erzielen (Rot–Grün, Blau–Orange,
Gelb–Violett). Weicher und romantischer wirkt hingegen eine Ton-in-Ton-Gestaltung. Sehr edel wiederum
wirken Aufnahmen mit schwarzen oder andersfarbig
dunklen Hintergründen, bei denen die Blüte von der
Seite oder von hinten angeleuchtet wird und eine Art
heller Lichtsaum um ihre Strukturen entsteht. Für die
Aufnahme der Orchidee rechts haben wir den Hohlspiegel während der Belichtung bewegt (roter Pfeil),
um die Aufhellung der Blüte gleichmäßig zu gestalten. Rein weiße Hintergründe sind auch sehr attraktiv,
erzeugen sie doch eine ästhetisch plakative Stimmung,
bei der die Farben und Strukturen der Pflanzen unweigerlich in den Vordergrund rücken.
Tageslichtlampe
Diffusor
zzDie Komplementärfarben Rot und Grün erzeugen einen
hohen Farbkontrast. Der grüne Hintergrund passt perfekt.
Bildausschnitt
Glühlampe
yyBeleuchtungsschema der Heliconiablüte
124
WISSE N: H IGH KEY
Bei sogenannten High-Key-Aufnahmen werden an
sich helle Motive vor einem hell ausgeleuchteten
Hintergrund aufgenommen. Dabei wird meistens
die Belichtung etwas nach oben korrigiert, ohne allerdings eine wirkliche Überbelichtung zu erhalten.
Dies ergibt einen sehr hellen Gesamteindruck, ohne
dass die vorhandenen Strukturen verloren gehen,
wobei Motiv und Hintergrund insgesamt etwas
weicher ausgeleuchtet werden. High-Key-Aufnahmen werden häufig in der Schwarzweißfotografie
eingesetzt. Die teilweise Verschmelzung von klaren
Linien gibt den Bildern ein gewisses romantisches
Flair. Im Fall der Orchideenblüte entsteht der besondere Reiz durch das farbige, dazu kontrastierende
Innenleben der Blüte. Der im Hintergrund unscharf
abgebildete Stängel setzt einen weiteren Akzent
bei der Bildgestaltung.
[ 105 mm | f16 | 4 s | ISO 200 | –1,7 | Stativ ]
Diffusor
Lampe
Diffusor
Halter mit
Pflanzenklemme
Lampe
Hohlspiegel
[ 105 mm | f11 | 0,8 s | ISO 100 | Stativ ]
yyOben: Paphiodelium-Orchidee vor schwarzem
Hintergrund. Unten: Schema der Orchideenaufnahme:
Den Hohlspiegel haben wir während der Belichtung
bewegt (roter Pfeil).
[ 105 mm | f5,6 | 0,5 s | ISO 200 | +1 | Stativ ]
Perfekte Lichtverhältnisse im Heimstudio
yyHigh-Key-Aufnahme einer Orchideenblüte
125
Neben frischen Schnittblumen können auch Trockengestecke oder Adventskränze als interessante Objekte
für die Makrofotografie dienen. Neben getrockneten
Blumen und Gräsern werden gern auch Papier- und
Seidenblumen, sowie Plastikobst und -gemüse eingebunden. Auch diese naturgetreu gestalteten Elemente
können reizvolle Makromotive darstellen.
Samenkapseln und die Zapfen unterschiedlichster
Nadelbäume, wie sie häufig in der Weihnachtszeit zur
Dekoration Verwendung finden, sind unserer Meinung nach besonders attraktiv, da sie häufig schöne
geometrische Strukturen besitzen und prinzipiell eine
willkommene Abwechslung zu Blüten und Blättern
darstellen – gerade wegen ihrer eher zurückhaltenden,
aber deshalb nicht weniger attraktiven Farbgebung
in warmen Beige- und Brauntönen. Wie in der linken
Abbildung unten gezeigt, lohnt es sich auch, besonders
fotogene Objekte aus einem Gesteck herauszulösen
und im Heimstudio solitär zu betrachten. Es muss ja
nicht unbedingt das aktuelle Weihnachtsgesteck der
Eltern sein, das Sie im Namen der Makrofotografie zerpflücken. Das vom letzten Jahr tut es auch, zumal die
getrockneten Pflanzenteile sich über lange Zeit hinweg
problemlos halten.
Zu guter Letzt haben wir noch ein Beispiel, wie sich
auch Pflanzenteile, die sich schon im letzten Stadium
ihrer Existenz befinden, sehr ästhetisch in Szene setzen lassen. Immer wieder finden wir auf Ausflügen,
aber auch bei uns im Garten, Blätter, deren weiches
Blattgewebe schon der Verwesung anheimgefallen
ist, deren robustere Blattadern jedoch noch existent
sind. Manche davon zeigen wunderschöne, oft sehr
filigrane Strukturen, deren kunstvolle Wirkung sich erst
im Heimstudio so richtig offenbart, wenn sie vor dem
passenden Hintergrund abgelichtet werden. Häufig
ist schwarz die richtige Wahl, kommen doch die hellen
Blattgefäße so besonders prägnant zur Wirkung. Der
Aufbau, den wir zum Fotografieren solcher Bilder im
Studio nutzen, ist der Abbildung rechts oben zu entnehmen.
zzGrößere Blüten, wie diese Rose, können im
Wirrwar der vielen Trockenblüten ein schöner
Blickfang sein (Beleuchtung mit zwei Tageslichtleuchten und Diffusoren).
[ 105 mm | f11 | 0,8 s | ISO 100 | –0,3 | Stativ ]
Schöne Stillleben gestalten
3
1
2
yyDie drei Blattskelette haben wir auf eine Glasplatte 1 gelegt und darunter mit etwa
30 cm Abstand ein schwarzes Blatt Papier 2 platziert, damit es außerhalb der Schärfentiefe
war. Das Licht aus einem Blitzgerät mit Softbox 3 kam von rechts.
zzDurch die Vergrößerung und die geringe Schärfentiefe wirkt das Bild dieser
Samenkapsel sehr abstrakt, Farbe und Struktur stehen im Vordergrund.
[ 105 mm | f4 | 1/3 s | ISO 200 | –0,7 | Stativ ]
Vertrocknet und welk, aber dennoch schön
[ 100 mm | f11 | 1/125 s | ISO 100 | Blitz + Softbox | Stativ]
Kapitel 3 • Blumen, Pilze und Pflanzen
[ 105 mm | f11 | 5 s | ISO 200 | +0,7 | Stativ ]
yyPlastikapfel im Maßstab 1 : 1 bei
Tageslichtbeleuchtung
126
127
Inhalt
Inhalt
Inhalt
Vorwort 9
Blumen, Pilze und Pflanzen
Makros in Feld, Wald und Wiese 84
Die Jahresuhr der Blütenpflanzen 90
Makrofotografie:
die fototechnischen Grundlagen
Willkommen in der Welt der ­kleinen Dinge 12
Die richtigen Kameras für den Nahbereich 14
Kleines möglichst groß abbilden, aber wie? 20
Stets gezielt scharfstellen 32
Ein Blick auf die Lichtempfindlichkeit: der ISO-Wert 37
Die Belichtung messen und korrigieren 39
Zeit der Pilze 96
Unterwegs in Palmen- und Tropenhäusern 99
Das Stativ – ein unentbehrlicher Begleiter 103
Arbeiten mit natürlichem Licht 106
Freistellen durch Zoomen 112
Schlechtes Wetter – tolle Bilder 113
Knackige Schärfe durch Focus Stacking 117
Schöne Stillleben gestalten 121
Blitzen in der Makrofotografie 44
Mit der Schärfentiefe gestalten 51
Kleine Tiere ganz groß
Insekten in Garten und Park 130
Nahaufnahmen kreativ gestalten
Kleine Tiere in Feld, Wald und Wiese 133
Die richtige Motivpositionierung 58
Ab in die Tropen: Schmetterlingshäuser 157
Wählen Sie den schönsten Hintergrund 62
Hintergrund: scharf oder unscharf? 65
Makros mit Farbe komponieren 68
Motive mal ganz anders: Strukturen und Muster 71
Romantik-Look durch Doppelbelichtung 74
Abstrahieren im Nahbereich 77
Miniaturfilter und kreative Fotoeffekte 79
4
Miniorganismen am, auf und im Wasser 150
Flugaufnahmen leicht gemacht 160
Locken Sie die begehrten Tierchen an 164
Günstige Momente ausnutzen 168
Verhaltensweisen kennen 176
Tiermakros in der Dämmerung und nachts 182
Tiere im Heimstudio 184
Spannende Intervallaufnahmen 187
5
Inhalt
Inhalt
Unterwegs in Zoo und Aquarium
Reptilien: von gut getarnt bis kräftig bunt 192
Besondere Herausforderungen:
Panoramen und HDR
Fotografieren im Aquarium – eine besondere Herausforderung 198
Geeignete Motive für das Panorama finden 290
HDR-Style: Was ist damit eigentlich gemeint? 298
Faszinierendes aus dem Heimstudio
Richten Sie Ihr Miniheimstudio ein 210
Hollywood en miniature: der Makrofilm
Verkaufsgegenstände optimal in Szene setzen 221
Gute Voraussetzungen für den Film 308
Ist das echt? Miniaturen ganz groß 225
»Leckere Bilder«: Food-Makros 228
Filigranes mit Licht durchleuchten 234
Extrem stilvoll: High-Key und Low-Key 238
Mit manueller Schärfe zum Wespendreh 314
Zeitlupe im Makrobereich 317
Alles wuselt: Zeitrafferaufnahmen 320
Mehr Dynamik im Heimstudio 242
Makrobilder nachbearbeiten
Das Spiel mit Farbe und Struktur
Bildbearbeitung 326
Die bunte Welt der Farben und Formen 254
Den Kontrast per Tonwertkorrektur aufbessern 331
Strukturen gezielt herausarbeiten 262
Reflektierende Oberflächen managen 266
Tarnung: kleine Camouflage-Künstler 270
Belichtung, Kontrast und Farbe optimieren 328
Die Schärfe selektiv anheben 333
Den Hintergrund reinweiß abbilden 336
Bildbereiche aufhellen oder abdunkeln 340
Für Perfektionisten: RAW-Bilder entwickeln 343
Mit dem Makroobjektiv auf Reisen
Sightseeing in fremden Ländern 274
Anhang
Besondere Aufnahmesituationen im Museum 279
Zubehör kurz und bündig 352
Makro trifft auf Arbeitsplatz 285
Glossar 355
Stichwortverzeichnis 364
6
7
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
A
Abbildungsmaßstab 355
100 mm Brennweite 25
Abstraktion 159
Balgengerät 30
Definition 12
Kompaktkamera 15
Lupenobjektiv 29
Makroobjektiv 24
Retrostellung 29
Schärfentiefe 55
Systemkamera 17
Abblendtaste 52
Abstraktion 77
Abbildungsmaßstab 159
Nähe 78, 122
Struktur 285
Unschärfe 78, 87
Wasser 116
Weißabgleich 255
Achromat 21, 355
Actionfoto 248
Adapter
Kompaktkamera 15
Retrostellung 29
AE-Speicherung 42
AF-Hilfslicht 183
Alpen 88
Amphibien
Aquarium 207
Erdkröte 78
Grasfrosch 148, 186, 271
Haut 256
Heimstudio 186
Moorfrosch 19, 81, 179, 257, 316
364
Tarnung 271
Teichmolch 182, 207
Anlocken
Insekt 164
Schmetterling 159, 165
Aquarium
Beleuchtung 205
Blitz 202
Farbsäume 198
Heimstudio 207
Hintergrund 206
Scharfstellen 200
Selbstbau 155
Spiegelung 204
Weißabgleich 204
Artefakt 19, 120, 355
Aufhellblitz 44
Auflösung
Filmen 312
Lichtverhältnisse 38
Aufnahmetisch 211
Auslöser, Touchscreen 19
Ausrüstung 352
Blitz 44
Diffusor 107
Filter 282
Heimstudio 210
Objektiv 20
Reflektor 108
Schutz 116
Stativ 103
Autofokus 355
Definition 32
Filmen 314
Fokusbereich eingrenzen 33
Hilfslicht 182
Kompaktkamera 15
Spiegelreflexkamera 17
Systemkamera 17
Tierfotografie 147
B
Bajonett 355
Balgenger 355
Balgengerät 30, 352
Balgenkopf 31
Beanbag → Bohnensack
Beleuchtung
Aquarium 205
Beleuchtungswinkel 217
Bildbearbeitung 334
Blitzlicht 44, 214
Diffusor 107
Durchlicht 234, 265
Filmen 318
Gasentladungslampe 213
Gegenlicht 110
gleichmäßige 218
goldene Stunde 106
Heimstudio 124, 212
natürliches Licht 106
Reflektor 108
Schatten 217
Streiflicht 217, 262
Tageslichtlampe 362
weiches Licht 334
Belichtung 39
AE-Speicherung 42
Bildbearbeitung 329, 340, 345
Doppelbelichtung 74, 357
Filmen 310, 322
HDR-Aufnahme 301
Histogramm 42, 239
Matrixmessung 39, 360
Mehrfachbelichtung 74
Mehrfeldmessung 39, 360
Messwertspeicherung 42
Mittenbetonte Integralmessung 40, 360
Neutralgrau 41
Panorama 292
Reihenautomatik 275
Spotmessung 41, 362
Überbelichtung 43
Unterbelichtung 43
Belichtungskorrektur 43, 355
Belichtungsmesser 41
Belichtungsreihe 355
Belichtungszeit 242, 356
bei wenig Licht 103
Beleuchtung 213
Bewegung 277
Bewegung abbilden 242, 277
Bewegung einfrieren 131, 158, 243
Dämmerung 169, 175
Dauerlicht 216
Filter 282
Hintergrundbeleuchtung 197
Kurzzeitsynchronisation 161
Panorama 292
Reihenaufnahme 302
Spiegelvorauslösung 35
und Blitz 146, 245
und ISO-Wert 38, 280
Zoomeffekt 251
Zwischenring 23
Bereichsschalter 33
Beugungsunschärfe 53, 356
Bewegung
einfrieren mit Blitz 245
Filmen 311
fotografieren 277
Kamera drehen 251
Unschärfe 242
verhindern 93
Wischeffekt 242
Zoomen 251
Bildbearbeitung
Ausschnitt 344
Beleuchtung 334
Belichtung korrigieren 329, 345
Belichtung, selektive 340
Bildrauschen 329, 348
Comic-Effekt 81
Ebenenmaske 335, 338
Einstellungsebene 336
Farbsäume korrigieren 199
Farbstich entfernen 339
Farbton/Sättigung anpassen 330
Filter 79
Focus Stacking 117
Graupunkt 339
Histogramm 329
Hochpass-Filter 333
Ineinanderkopieren 334
Kontrast 329, 331, 340, 345
Lightroom 343
Mehrfachbelichtung 76
Miniatureffekt 80
Monitorkalibrierung 327
multiplizieren 341
nachschärfen 333, 348
negativ multiplizieren 341
RAW-Konverter 19
Sättigung/Dynamik/Klarheit 347
Schwarzpunkt 345
Schwarzweißeffekt 80
Software 75, 327
Tiefen/Lichter 329
Tonwertkorrektur 331, 336
Weichzeichner 79
Weißabgleich 344
Weißpunkt 336, 345
Bilderserie mit Blitz 244
Bildgestaltung 57
Aquarium 206
Ausschnitt 344
Bewegung 277
Bildsequenz mit Blitz 244
Camouflage 270
Farbe 101, 113, 254, 285
Form 254
Format 123
Gegenlicht 91
High-Key 238, 287
Hintergrund 124, 162
Hintergrund, farblicher 180
Hintergrund, schwarzer 197
Hintergrund, weißer 185
Low-Key 240
Perspektive 186
Schärfentiefe 51
Schärfepunkt 153
Spiegelung 247
standortgerechte 114
Struktur 262, 285
Terrarium 193, 197
Tiefenwirkung 51
Wischeffekt 251, 277
Zoomeffekt 251
Bildgestaltungsregel 61
Drittelregel 61
Fibonacci-Spirale 61
Goldener Schnitt 59
Goldene Spirale 61
Bildkreis 23
Bildqualität, Vergleich 24
Bildrate 312, 356
Bildrauschen 356
Bildbearbeitung 329, 348
hoher ISO-Wert 38
Bildstabilisator 356
Bildstil, Filmen 309
Blende 356
Abstraktion 78
Bewegung 277
Definition 51
Filmen 311, 315
Filter 282
förderliche 54, 358
HDR 301
365
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
Hintergrund, scharfer 66
Hintergrund, unscharfer 67, 80
Intervallaufnahme 249
Motiv freistellen 112
Panorama 292
Retrostellung 30
Schärfe, durchgehende 135
Schärfentiefe 51, 161
Ton-in-Ton-Gestaltung 69
und Blitz 111, 245
und ISO-Wert 280
Blendenautomatik 363
Blendenvorwahl 356
Blendenwert 356
Blitz 44, 353
AF-Hilfslicht 183
Aquarium 202
Aufhellblitz 44
Bewegung einfrieren 245, 248
Blitzanzahl 245
Blitzfrequenz 245
Blitzleistung 245
Durchlicht 265
Einstelllicht 212, 216
entfesselt 265
entfesselter 45
Heimstudio 214
indirekt 196, 257, 283
integrierter 214
Kamerablitz 44
Kurzzeitsynchronisation 161
Leitzahl 360
Makroblitz 48, 360
Reflexionen 140
Ringblitz 48
Servoblitz 46
Softbox 47
Spiegelung vermeiden 204, 281
Streiflicht 263
Stroboskopblitz 244
Synchronisationszeit 111
Synchronzeit 362
Systemblitz 45, 215
366
Terrarium 196
Transmitter 248
TTL-Kabel 47
Weitwinkelstreuscheibe 48, 363
Zangenblitz 49
Blitzbelichtungskorrektur 111
Blumenstrauß 121
Blumenwiese 84
Blüte 84, 90, 121
welke 126
Blütezeit 95
Bohnensack 105, 352
Bokeh 66, 357
Botanischer Garten 99
Brennweite 357
50–60 mm 25
100 mm 25
Makro-Teleobjektive 28
Schärfentiefe 52
Bridgekamera 16
C
Camouflage 270
Chromatische Aberration 357
Achromat 21
Nahvorsatzlinse 21
Comic-Effekt 81
Cropfaktor 27, 357
D
Dämmerung 182
Dauerlicht 212
Deep Focus Fusion → Focus Stacking
Definition
Abbildungsmaßstab 12, 355
Autofokus 32
Belichtung 39
Blende 51
Cropfaktor 27
ISO-Wert 37
Nah- und Makrofotografie 12
Sensor 361
Detail
Blatt 100
Echse 257
Fisch 268
Frosch 256
Käfer 184
Pilz 263
Schmetterling 166, 175, 256
Sehenswürdigkeit 275
Detailauflösung 38
Diffusor 107, 353, 357
Diffusorplatte 211, 223
Reflexion 268
selbst bauen 110
Doppelbelichtung 74, 357
Drehbuch 309
Drittelregel 61, 194
DSLR → Spiegelreflexkamera
Durchlicht
Blitz 265
Farbeffekt 265
Heimstudio 234
Panorama 291, 292
Dynamik
Bildbearbeitung 347
Bildgestaltung 277
Dynamikumfang 359
HDR 299
Heimstudio 242
E
Ebenenmaske 335, 338
Eiablage 171
Einstelllicht 212, 216
Einstellschlitten 34, 294, 357
Einstellungsebene 336
Entfesselter Blitz 45
Equipment → Zubehör
EV (Exposure Value) → Lichtwert
EV-Stufe 43, 360
Exportieren 349
F
Falter → Schmetterling
Farbe 254
Abstraktion 285
Bildbearbeitung 330
Bildgestaltung 68, 101
Farbkreis 70
Hintergrund 124
Pigmentfarbe 267
schlechtes Wetter 113
Strukturfarbe 267
und Form 72
Farbmanagement 327
Farbraum 357
Farbsaum → Chromatische Aberration
Farbsäume vermeiden 198
Farbstich
Bildbearbeitung 339
Filter 311
Farbtemperatur 357
Farbtiefe 19, 358
Farbzeichnungseffekt 81
Fernauslöser 188, 353
Fibonacci-Spirale 61
Filmen 308
Auflösung 312
Belichtung 310, 322
Bewegung 311
Bildrate 312, 356
Bildstil 309
Blende 315
Drehbuch 309
Filter 311
Pull-Focus-Effekt 315
Schärfentiefe 315
Schärfezieheinrichtung 316
Scharfstellen 314
Software 309
Tonaufnahme 313
Videoneiger 308
Videonorm 312
Video-Rig 316
Zeitlupe 317
Zeitraffervideo 320
Filter 79
Filmen 311
Graufilter 354, 358
Neutraldichtefilter 358
Polfilter 154, 155, 282, 354
Polilter 361
Fisch
Allards Anemonenfisch 198
Aquarium 198
Fischschuppe 268
Hecht 202
Kuhfisch 206
Mandarinfisch 200
Picassofisch 205
Rapfen 201
Samtanemonenfisch 199
Schaukelfisch 203
Tannenzapfenfisch 37
Xingu-Kammbarsch 202
Flechten 27, 259
Flugaufnahme 160
Flugzeit
Käfer 177
Libelle 152
Schmetterling 136
Focus Stacking 117, 358
Lupenobjektiv 29
Schärfentiefe 263
Software 118
Fokusbereich eingrenzen 33
Fokusmessfeld 358
Fokusmodus 358
Fokussieren → Scharfstellen
Fokussierring 33
Food-Fotografie 228
Förderliche Blende 54, 358
Form 254
radiär 123
symmetrisch 123
Format
JPEG 19, 349, 359
PSD 338
RAW 19, 361
RAW-Format 241
TIFF 338, 349, 362
Fotoeffekt 79
FP-Kurzzeitsynchronisation 359
fps 312
Framerate → Bildrate
Freistellen 112
Frühling 90
Full-HD-Video 312
Füllmethode 76
Funk-Blitzauslöser 47
G
Gasentladungslampe 213, 358, 362
Gebirge 88
Gegenlicht
Aufhellblitz 44
Bildgestaltung 110
Sonne 91
Gewächshaus 99
GIMP 75, 327
Goldener Schnitt 59
Goldene Spirale 61
Goldene Stunde 106
Graufilter 358
Graukarte 345, 358
Graupunkt 339
H
Haltesystem, Motivfixierung 93
HDR (High Dynamic Range) 298, 358
Belichtung 301
367
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
Belichtungsreihe, automatische 276
Dynamikumfang 299
RAW-Format 301
Software 304
Heimstudio 210
Aquarium 207
Aufnahmetisch 211
Ausrüstung 210
Beleuchtung 124
Dauerlicht 212
Diffusorplatte 211
Hohlkehle 211
Intervallaufnahme 187
Leuchttisch 235
Lichtführung 215
Lichtwürfel 224
Lichtzelt 218
Produktfotografie 221
Tiere 184
Zubehör 354
Herbst 92
High-Key-Aufnahme 125, 238, 287, 358
High-Speed-Aufnahme 248
Hintergrund
Aquarium 206
Bildgestaltung 162
Effekt 63
Farbe 68, 124
Gestaltung 62, 75
in Weiß 185
Komplementärfarben 180
Motiv freistellen 112
Reflexion 64
scharf 67
schwarz 197
Terrarium 197
unruhig 162
unscharf 51, 65
Hi-Speed-Synchronisation 359
Histogramm 358
Belichtung beurteilen 42
Bildbearbeitung 329
High-Key-Aufnahme 239
368
Low-Key-Aufnahme 241
Hochpass-Filter 333
Hohlkehle 211
I
Indirekter Blitz 196, 257, 283
Ineinanderkopieren,
­Bildbearbeitung 334
Innenfokussierung 26, 359
Insekt
Ameise 174
anlocken 164
Biene 161
Blattlaus 73, 174
Blattwespenlarve 138
Eiablage 171
Erlenschaumzikade 141
Feld, Wald, Wiese 133
Fensterscheibe 131
Fliege 138
Flugaufnahme 160
Gewässer 161
Gottesanbeterin, Gemeine 143
Grashüpfer 142
Heuschrecke 18, 141, 183, 301
Holzbock 132
Honigbiene 130, 165
Hummel 163
→ Käfer
Kamelhalsfliege,
­Schlangenköpfige 139
Kiefernwanze, Amerikanische 131
Laubholz-Säbelschrecke 143
Lebensraum 130
→ Libelle
Marienkäfer 244
Morgentau 168
Motte 290
Nahrungsaufnahme 164, 172
Nessel-Röhrenschildlaus 41
Nestbau 170
Paarung 170
Raupenfliege, Rotgefleckte 138
Rückenschwimmer, Gemeiner 156
Sandraubfliege 173
Sandschrecke 270
→ Schmetterling
Schnabelkerfe 141
Schwammspinnerraupe 300
Schwebfliege 33, 139
Skorpionsfliege, Gemeine 140
Streifenwanze 59, 141
Stubenfliege 140
Tarnung 270
unter Wasser 155
Verhaltensweisen 176
Wanze 63
Wasserläufer, Gemeiner 154
Wespe, Mittlere 170, 314
Wollschweber, Großer 8
Intervallaufnahme 187, 359
ISO-Wert 359
Bewegung 277
Dauerlicht 216
Definition 37
Filmen 310
HDR 301
Panorama 292
Reihenaufnahme 161
und Belichtungszeit 280
und Blende 280
J
Jahreszeitenkalender 94
JPEG-Format 19, 359
K
Kabelloser Blitz → Entfesselter Blitz
Käfer
anlocken 164
Bockkäfer, Kanarischer 50, 271
Dünen-Sandlaufkäfer 178
Eiablage 172
Eichenbockkäfer 48
Flügeldetail 184
Flugzeit 177
Getreidehähnchen 132
Heimstudio 184
Laubholz-Zangenbock 147
Laufkäfer, Goldglänzender 146
Lebensraum 146, 177
Lilienhähnchen 164, 308
Nashornkäfer 291
Paarung 171
Rosenkäfer, Goldglänzender 176
Rosenkäfer, Großer 184
Rüsselkäfer 147
Sauerampferkäfer, Grüner 171
Tarnung 271
Tauchschwimmer, Punktierter 156
Totengräber, Schwarzhörniger 177
tot stellen 185
unter Wasser 156
Waldmistkäfer 146
Wespenbock 172
Kalibrierung, Monitor 327
Kamerablitz 44, 214
Kamerasensor → Sensor 37
Kehrwertregel 359
Kelvin 359
Klarheit, Bildbearbeitung 347
Kompaktkamera 14
Komplementärkontrast 69
Kontrast
Bildbearbeitung 329, 331, 340, 345
Kontrastumfang 299, 359
Körnung 80
Kreuzlichtschranke 250
Kugelkopf 104
Kurzzeitsynchronisation 111, 161, 359
L
Lebensmittel-Fotografie 228
Lebensraum
Alpen 88
Blumenwiese 84
Feld 86, 133
Garten, Park 130
Gebirge 88
Gewächshaus 99
Gewässer 150, 154, 161
Kulturlandschaft 84
Magerwiese 87
Monokultur 86
Pflanze 95
Trockenrasen 86
unter Wasser 155
Wald 96, 133
Waldrand 86
Wiese 133
Leitzahl 360
Leuchtmittel 212
Leuchttisch 235
Libelle 10
Arten 152
Eiablage 172
Federlibelle, Blaue 153
Flugroute 161
Flugzeit 152
Heidelibelle 151
Heidelibelle, Blutrote 153
Heidelibelle, Große 26
Herbst-Mosaikjungfer 161
Lebensraum 150, 161
Libellenrad 343
Mosaikjungfer, Blaugrüne 162, 172
Paarung 170
Prachtlibelle, Gebänderte 78, 129, 150
Quelljungfer, Gestreifte 152
Weidenjungfer 170
Licht
Diffusor 107
Durchlicht 234, 265
Gegenlicht 110
goldene Stunde 106
Heimstudio 124
Lichtbeugung 53, 356
natürliches 106
Reflektor 108
Reflexion 64, 266
Lichtempfindlichkeit,
Sensor 37, 356, 359
Lichter
Bildbearbeitung 329
Definition 360
Lichtführung, Heimstudio 215
Lichtkegel 218
Lichtschranke 360
Heimstudio 248
Typen 250
Lichtstärke 360
Lichtwert 360
Lichtwertstufe 360
Lichtwürfel 218, 224
Lightroom, Bildbearbeitung 343
Livebild-Modus 360
Histogramm 43
Scharfstellen 35
Spiegel 36
Low-Key-Aufnahme 240, 360
Lupenobjektiv 29, 31
M
Makroblitz 48, 140, 360
Makro-Einstellschlitten 294
Makrofotografie, Definition 12
Makromodus, Kompaktkamera 15
Makroobjektiv 352, 360
50–60 mm 25
100 mm 12
100 mm 25
150–200 mm 28
Bereichsschalter 33
Definition 24
369
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
Makroschnecke 31
Manueller Fokus 33
Abstraktion 87
Bewegung 201
Dunkelheit 183
filigranes Detail 153
Filmen 314
Fluginsekt 161
Focus Stacking 119
Glasscheibe 201
Intervallaufnahme 188
Lichtschranke 249
Panorama 293
Reihenaufnahme 302
Unschärfe 75
Matrixmessung 39, 360
Meerestier
Aquarium 203
Felsenkrabbe, Rote 181
Kompassqualle 203
Napfschnecke 258
Ohrenqualle 70
Seeohrenschnecke 269
Seepocken 258, 262
Mehrfachbelichtung 74
Mehrfeldmessung 39, 360
Messwertspeicherung 42
Metamorphose 187
Mikrofon 313
Mikrofotografie 29
Mineralien
Achat 22, 71, 291
Labradorit 268
Mangan-Eisen-Dendrit 217
Panorama 291
Schmuckstein 12
Miniatureffekt 80
Miniaturwelt 225
Mittenbetonte Integral­
messung 40, 360
Monitorkalibrierung 327
Monochromie 70
Morgentau 168
370
Motiv
→ Amphibien
Arbeitsplatz 285
Auto 282
Bewegung 242
Blatt 265
Buch 220
CD 72
Eis 255
Eisblume 93
Figur 214, 216, 283
→ Fisch
Flechte 259
Flüssigkeit 286
Food 229
Füllfederhalter 240
Herz 247
→ Insekt
→ Käfer
Kastanie 298
Kreisel 242
Lebensmittel 229
Lego 278, 311
→ Libelle
→ Meerestier
→ Mineralien
Miniaturwelt 225
Münze 30
Museum 279
→ Orchidee
Perlmutt 219, 269
→ Pflanze
→ Pilz
Plakette 223, 280
Rauch 236
→ Reptil
Rost 254
Sahne 230
→ Schmetterling
Schmuck 12, 67, 219
Schmuckkästchen 274
→ Schnecke
Sehenswürdigkeit 275
Seifenblase 210
spiegelnde Oberfläche 224
→ Spinne
Stoff 24, 274
→ Struktur
Tropfen 234, 245, 336
Tür 300
Türschloss 303
Uhr 221
Vogelfeder 266
Wassertropfen 247
Würfel 248
Motivpositionierung 58
Museum 279
Muster 71
N
Nachschärfen, Bildbearbeitung 333, 348
Nachts fotografieren 182
Naheinstellgrenze 15, 361
50–60 mm Brennweite 25
100 mm Brennweite 25
150–200 mm Brennweite 28
Achromat 22
Makroobjektiv 24
Nahvorsatzlinse 22
Retrostellung 29
Zwischenring 22
Nahfotografie, Definition 13
Nahrungsaufnahme
Insekt 172
Spinne 173
Nahvorsatzlinse 21, 352, 361
Fokusbereich 163
Kompaktkamera 15
Spiegelreflexkamera 17
Systemkamera 16
Teleobjektiv 151, 163
Neutraldichtefilter 358
Neutralgrau 41
Nodalpunkt 293
NTSC-Videosystem 312, 362
O
Objektiv 352
50–60 mm 25
100 mm 12, 25
150–200 mm 28
Achromat 21, 355
Adapter 15
Balgengerät 30, 355
Bildkreis 23
Fokussierring 33
Innenfokussierung 26, 359
Lupenobjektiv 29, 31
Makroobjektiv 24, 360
Makroschnecke 31
Naheinstellgrenze 361
Nahvorsatzlinse 21, 361
Retrostellung 29, 361
Sensor 27
Standardzoom 12, 20
Telekonverter 24, 362
Umkehradapter 361
Vorsatzobjektiv 30
Zwischenring 363
Offenblende 21, 360, 361
100 mm Brennweite 26
Achromat 21
Nahvorsatzlinse 21
Orchidee 87
Helm-Knabenkraut 87, 94, 107
High-Key-Aufnahme 125
Knabenkraut, Geflecktes 39
Paphiodelium 125
P
Paarung 170
Palmenhaus 99
PAL-Videosystem 312, 362
Panorama 290
Belichtung 292
Foto beschneiden 290
Software 296
Panoramakopf 294
Perspektive, Bildgestaltung 62, 186
Pflanze 84
Ackerwinde 40
Akelei 94, 110
Aloe 101
Alpen-Edelweiß 88, 94
Alpenenzian, Echter 88
Alpenmohn 114
Alpenveilchen, Europäisches 94
Aronstab 94
Aschwurz 87
Bach-Nelkenwurz 94
Bärlauch 113
Blattdetail 100
Blumenrohr, Indisches 65
Blüte 90
Blütezeit 95
Blut-Johannisbeere 90
Ehrenpreis, Großer 108
Enzian, Deutscher 94
Eselsdistel 114
exotisch 99
Fingerhut, Roter 95
Flockenblume 56
Frauenmantel 115
Frühling 90
Gladiole 123
Grashalm 111
Graumohn 264
Graumohn, Waldviertler 115
Hasenlattich 64
Hechtkraut, Herzblättriges 109
Heckenrose 331
Heliconia 124
Herbst 92
Herbstzeitlose 92, 95
Hundsruten-Kapernstrauch 99
Jahreszeiten 90
Japanrose 123
Johanniskraut 138
Kaktus 100, 102, 114
Kirschblüte 90
Klatschmohn 85, 95
Klee 84
Knabenkraut, Geflecktes 94
Kornblume 75, 84, 95, 328
Kranzenzian 89
Kratzdistel, Gemeine 94
Kronwicke, Bunte 92
Küchenschelle, Gewöhnliche 95
Kuhschelle, Gewöhnliche 76, 255
Lebensraum 95
Leberblümchen 83, 95
Lotus 122
Löwenzahn 91, 106
Lungen-Enzian 95
Maiglöckchen 95
Mais 78
Mohn 68, 85, 115
Nachtkerze, Gemeine 94
Nachtschatten, Bittersüßer 55
Narzisse, Gelbe 94
Ochsenzunge, Gemeine 85
→ Orchidee
Passionsblume, Blaue 100
Pusteblume 91, 106
Raps 86
Rose 121
Schneeglöckchen 95
Seerose, Weiße 95
Silberdistel 95
Sommer 91
Sonnenhut, Gewöhnlicher 87
Sonnentau 95
Steine, Lebende 100
Storchschnabel 91
Sukkulente 100
Sumpf-Schwertlilie 95
371
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
Taubnessel, Gefleckte 53
Tulpe 86
Türkenbundlilie 88
Wiesen-Bocksbart 73
Wiesen-Glockenblume 95
Wiesen-Schlüsselblume 95
Winde, Dreifarbige 123
Winter 92
Pflanzenhalteklemme 93
p → fps
Photoshop 75
Photoshop Elements 75
Pigmentfarbe 267
Pilz 96
Baumpilz 263
Bovist 98
Erdstern 97
Lamellen 80
Pfifferling 98
Riesenschirmling, Gemeiner 112
Röhrling 117
Schichtpilz 96
Polarisationsfilter → Polfilter
Polfilter 154, 269, 361
High Transmission 282
Insekt auf Wasser 155
Spiegelung 282
Position, Motiv 58
Produktfotografie 221
Pull-Focus-Effekt 315
Pümpel 201
R
Radiäres Motiv 123
Randunschärfe, Nahvorsatzlinse 21
Raupe
Atlas-Seidenspinner 159
Lebensraum 137
Schönbär 137
Tagpfauenauge 187
RAW-Format 19, 241, 301, 361
372
RAW-Konverter 19
Reflektor 108, 353, 361
Reflexion 267
selbst bauen 110
Reflexion
Auge 192, 195
Blitz 281
Blitz, indirekter 284
Fischschuppe 268
gezielt einsetzen 215
Hintergrund 64
Mineralien 268
Polfilter 269, 282
reduzieren 218, 224, 280
Schneckenschleim 267
vermeiden 204, 269
verstärken 266
Vogelfeder 266
Regentropfen 115
Reihenaufnahme 160
HDR 302
Reisen mit Makroobjektiv 274
Remote-Blitz → Entfesselter Blitz
Reprofotografie 48, 219
Reptil
Anolis 193
Baumphyton, Grüner 194
Bildgestaltung 193
Blindschleiche 148
Diamant-Klapperschlange 193
Dornschwanz-Agame 195
Echse 257
Eidechse 17
Gecko 197
Kanareneidechse 180
Klapperschlange 192
Lebensraum 180
Leguan, Grüner 194
Smaragdeidechse 149
Terrarium 192
Zauneidechse 181
Retroadapter 29, 352
Retrostellung 361
Blendentrick 30
Objektiv 29
Ringblitz 48
S
Sättigung 80
Sättigung, Bildbearbeitung 330, 347
Saugglocke 201
Schärfe, Bildbearbeitung 333
Schärfentiefe 361
50–60 mm Brennweite 25
100 mm Brennweite 26
150–200 mm Brennweite 28
Abbildungsmaßstab 55
Bildgestaltung 51
Blende 51
Einflussfaktoren 52
Filmen 310, 315
Focus Stacking 263
Kompaktkamera 15
Kontrolle vor der Aufnahme 52
selektive 51
Sensorgröße 18, 28
Schärfentiefenerweiterung
→ Focus Stacking
Schärfezieheinrichtung 316
Scharfstellen
Aquarium 200
Auge 153
Autofokus 32
Bereichsschalter 33
Film 314
Flugaufnahme 160
Kompaktkamera 15
Livebild-Modus 35, 36
Manueller Fokus 33, 161, 183
Spiegelvorauslösung 35
Systemkamera 16
Terrarium 192
Vorfokussieren 161
Schmetterling 45
Ampfer-Purpurspanner 135
anlocken 159, 165
Arten, exotische 157
Arten, heimische 136
Baumnymphe, Weiße 165
Bläuling 169
C-Falter 134
Dickkopffalter, Rostfarbiger 171
Dukatenfalter 69
Flügeldetail 166, 175, 256
Flugzeit 136
Futterpflanzen 136
Heufalter, Kleiner 45, 134, 175
Kleinspanner 271
Kohlweißling, Großer 64
Kometenfalter 157
Lebensraum 133
Malachitfalter 159
Metamorphose 187
Monarchfalter 159
Morgentau 168
Ochsenauge, Großes 167
Paarung 170
Raupe 158
Schachbrettfalter 133
Schillerfalter, Großer 167
schlüpfen 158
Tagpfauenauge 135, 256
Tarnung 270
Waldreben-Grünspanner 166
Waldvogel, Brauner 174, 333
Schmetterlingspark 157
Schnecke 58, 81, 149
Heimstudio 185
Schneckenschleim 267
Weinbergschnecke 149
Schnellkupplungssystem 105
Schwarzpunkt 345
Schwarzweißeffekt 80
Schwenkdisplay 18
Selektive Schärfe 51
Sensor 361
Bridgekamera 16
Cropfaktor 27, 357
Kompaktkamera 15
Lichtempfindlichkeit 37
Spiegelreflexkamera 17
Systemkamera 16
Sequenz 244
Serienaufnahme 160
Serienbildfunktion mit Blitz 244
Serienblitz 244
Servoblitz 46
Sightseeing mit Makroobjektiv 274
Slow-Motion-Video 317
Softbox 47, 353, 362
Software
Bildbearbeitung 75
CombineZP 120
Focus Stacking 118
GIMP 75
HDR 304
Helicon Focus 120
Lightroom 343
Panorama 296
Photoshop 75
Photoshop Elements 75, 327
Slow-Motion-Video 318
Videoschnitt 309
Zeitraffervideo 320, 323
Sommer 91
Speichern 349
Spiegelreflexkamera 17
Spiegelung
Blitz 281
Blitz, indirekter 284
kreativ fotografieren 247
Low-Key-Aufnahme 240
Polfilter 282
Produktaufnahme 223
vermeiden 204, 224, 269, 280
Spiegelverriegelung 35, 362
Spiegelvorauslösung 35, 362
Spinne
Opuntienspinne 144
Spinnennetz 145
Wespenspinne 173
Zebraspringspinne 145
Spotmessung 41, 362
Standardobjektiv 12, 20
Standort, Pflanze 95
Stativ 352, 362
Auswahl 103
Einstellschlitten 294, 357
Panoramakopf 294
Reprostativ 219
Schnellkupplungssystem 105
Stativkopf 104
Videoneiger 308
Winkelschiene 294
Stillleben 121
Storyboard 309
Streiflicht
Beleuchtung 217
Struktur herausarbeiten 262
Stroboskopblitz 244
Struktur
Abstraktion 285
Echsenhaut 257
Eiskristall 254
Fischschuppe 268
kreative 260
Reflexion 266
Schmuckstein 71
Schneckenschleim 267
Seifenblase 210
Tiefenwirkung 262, 263
Strukturfarbe 267
Sucher
Spiegelreflexkamera 18
Systemkamera 16
Symmetrisches Motiv 123
Synchronzeit 362
Systemblitz 45, 215
Systemkamera 16
373
Stichwortverzeichnis
T
Tabletop-Studio → Heimstudio
Tageslichtlampe 362
Tarnung 270
Tautropfen 115, 168
Telekonverter 24, 362
Teleobjektiv
Nahlinse 151, 163
Telekonverter 24
Zwischenring 151, 163
Terrarium
Blitz 196
Scharfstellen 192
Teleobjektiv 194
Tierporträt 192
Tiefen
Bildbearbeitung 329
Definition 362
Tiefenschärfe → Schärfentiefe
Tiefenwirkung 51
erhöhen 262
verringern 263
Tierportrait 192
TIFF-Format 362
Timelapse-Video 320
Timer-Fernauslöser 188
Tonaufnahme 313
Ton-in-Ton-Gestaltung 69
Tonwertkorrektur 331, 336
Touchscreen 18
Transmitter 248
Tropengewächshaus 99
Tropfen 235, 245
TTL
Definition 362
Kabel 47
U
Überbelichtung 43
Umkehradapter 361
374
Umkehrring 29, 361
Unschärfe
Abstraktion 87
durch Lichtbeugung 53
durch Spiegelschlag 35
durch Vordergrundobjekte 89, 97
Hintergrund 51
hohe Brennweite 112
Unterbelichtung 43, 281
V
Vergrößerung
Abbildungsmaßstab 12
Balgengerät 30
Cropfaktor 27
Lupenobjektiv 29, 31
Makroschnecke 31
Nahvorsatzlinse 21
Standardobjektiv 20
Umkehrring 29
Zwischenring 22
Verhaltensweise, Insekt 176
Verzeichnung
50–60 mm Brennweite 25
Videobelichtung 310
Videoneiger 308
Videonorm 312
Video-Rig 316
Videosystem 362
Vignettierung 363
Vintage-Look 80
Vollformat 363
Vordergrund, unscharf 89
Vorfokussieren 161
Vorsatzachromat → Achromat
Vorsatzlinse → Nahvorsatzlinse
Vorsatzobjektiv 30
W
Wasserinsekt 155
Wassertropfen 115, 245
Weiches Licht, Bildbearbeitung 334
Weichzeichner 79
Weißabgleich 363
Abstraktion 255
Aquarium 204
Bildbearbeitung 344
manueller 220
Weißpunkt 336, 345
Weitwinkelstreuscheibe 48, 363
Welke Blüte 126
Wetter, schlechtes 113
Winkelschiene 294
Winkelsucher 363
Winter 92
Wischeffekt 242, 251, 277
Z
Zangenblitz 49
Zeichnung 363
Zeitautomatik 356
Zeitlupe 317
Zeitraffervideo 320
Zeitvorwahl 363
Zoom, Makrofotografie 15
Zubehör 20, 352
Diffusor 107
Filter 282
Indoor 354
Objektiv 20
Outdoor 354
Reflektor 108
Stativ 103
Zwischenring 22, 352, 363
Fokusbereich 163
Spiegelreflexkamera 17
Systemkamera 16
Teleobjektiv 151, 163
Sehen wie ‘ s geht!
Kyra Sänger ist mit inzwischen mehr als 40 Buchveröffentlichungen seit Jahren eine feste Größe im Bereich der fotografischen Schulung und Ausbildung. Ebenso hat sie sich als
Projektfotografin einen Namen gemacht. Ihre Bilder wurden
bereits in diversen Fotowettbewerben ausgezeichnet. Sie
lebt in Berlin und liebt es, sich neben ihrer Arbeit als professionelle Fotografin der Makrofotografie und dem Verfolgen
wilder Tiere mit der Kamera hinzugeben.
Christian Sänger ist an vielen Buchveröffentlichungen seiner
Frau Kyra Sänger nicht nur mit Bildern, sondern vor allem
auch im Bereich der Texterstellung beteiligt und seit mehreren Jahren vollberuflich mit den Themen Fotografie und
Schreiben beschäftigt. Er legt als Autor besonderen Wert
auf eine optimale didaktische Aufbereitung des Inhalts und
ist davon überzeugt, dass auch Fachbücher über Kameras
so unterhaltsam geschrieben sein sollten, dass der Leser selbst im Sommerurlaub am Strand Spaß an der technischen Materie hat.
Empfehlen Sie uns weiter!
Kyra Sänger, Christian Sänger
Makrofotografie – Der große Fotokurs
374 Seiten, gebunden, in Farbe, Oktober 2014
39,90 Euro, ISBN 978-3-8421-0107-4
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