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Blickpunkt Ausgabe Oktober / November 2014 (PDF-Datei)

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Okt. /Nov. 2014
Landeskirchlicher Gemeinschaftsverband in Bayern e.V.
Warum ich
evangelisch
bin
Editorial
Inhaltsverzeichnis
2 Vorwort
Konrad Flämig
3
4
5
Verabschiedung von
Marcus Dresel
Neue Prediger
WeihnachtspäckchenAktion 2014
6 Neues aus der DiakonieGemeinschaft
7 Angebote des Ev. Gnadauer
Gemeinschaftsverbandes
Theo Schneider
Artikel zum Leitthema:
Warum ich evangelisch bin
8 Warum ich (gerne)
evangelisch bin
Dr. Günther Beckstein
Terry Aures
Erwin Lechner
10 Was ist typisch evangelisch?
Dr. Stefan Jäger
12 Wo ist die Gemeinde
Jesu Christi?
Prof. Dr. Eberhard Hahn
14
Lied: Ein feste Burg ist
unser Gott
15 „Ein feste Burg ist unser Gott“ –
keine Trockenübung
S. Eva-Maria Klöber
16
18
20
21
24
Termine der Bezirke
Familiennachrichten
DMH-Termine
Veranstaltungen
CFR-Freizeiten
Titelbild:
Verabschiedung von
Marcus Dresel als
Verbandsjugendleiter
2
Berichte
Monatsspruch November:
Lernt Gutes zu tun! Sorgt für das Recht!
Helft den Unterdrückten! Verschafft den
Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!
(Jes. 1,17)
Geprägt auf Jesus hin
Verabschiedung von Marcus Dresel
als Verbandsjugendleiter des CJB
Gottesdienst statt Gutes tun?
Alles erscheint in bester Ordnung. Zur rechten Zeit
werden prächtige Gottesdienste gefeiert. Die Reichen und Angesehenen lassen sich nicht lumpen
und spenden ordentlich für das religiöse Leben. Es wird viel und intensiv
gebetet. Die Wirtschaft boomt, und die Nutznießer zeigen, dass sie alles
richtig gemacht haben. So war das zur Zeit Jesajas. Man freute sich über
den Segen und zeigte es im Gottesdienst.
Der Monatsspruch steht am Schluss der Kritik Gottes an dem gut florierenden geistlichen Betrieb. Der geistliche Eifer hat die soziale Verantwortung verdrängt. Außen Hui, innen Pfui – so lässt sich die Situation beschreiben. Und die schlimme Differenz zwischen Sonntag und
Alltag bleibt unbemerkt. Deshalb rüttelt der Monatsspruch auf, „Glaube
am Montag“ zu praktizieren (s. http://www.glaube-am-montag.net). Wir
sind nicht gefeit gegen Betriebs“blindheit“, dass wir gar nicht wahrnehmen, wie schlecht Feiertag und Alltag zusammen passen. Wundert es
uns, dass Menschen um uns herum die Botschaft von Jesus für unbedeutend oder unglaubwürdig halten, weil sie im Leben der Christen lesen?
ehn Jahre – viele Besuche in Jugendkreisen, viele Pfingsttreffen, Osterseminare, Freizeiten und Schulungen. Aber auch
Sitzungen. Und persönliche Kontakte. Das wurde bei der Verabschiedung von Marcus Dresel als CJB-Verbandsjugendleiter am 19. Juli 2014 deutlich. Viele CJBler, Familienmitglieder, Freunde und Weggefährten kamen, um
Marcus und Esther Dresel für ihren Einsatz zu
danken und miteinander Gott dafür zu loben. Es
gab viel Zeit für Gespräche und Begegnungen
– aber auch ein ansprechendes Programm zog
sich durch den Nachmittag, wo Spuren deutlich wurden, die Marcus und Esther hinterlassen haben.
Gutes tun statt Gottesdienst?
Beim missionarischen Gespräch begegnet einem hin und wieder die Meinung: „Ich tue das Gute und helfe anderen. Das ist das bessere Christentum. Da brauche ich nicht jeden Sonntag in die Kirche rennen.“ Wer das
sagt, begründet damit, dass er nie in die Gemeinde geht, sondern dauerhaft fern bleibt. Heute gehören die Reichen oft nicht zu den größten
Gönnern der Gemeinde. Gutverdiener kehren der Kirche den Rücken, weil
sie auf die schon eingestrichenen Gewinne nicht auch noch eine (kleine) Kirchensteuer zahlen wollen. Und so mancher fürchtet das Geschwätz
der Nachbarn, wenn er sich als ernsthaft Glaubender zeigt. Haben unsere Zeitgenossen das Wort richtig verstanden, weil sie nun den Gottesdienst ganz beiseite lassen? Wird das Gute weniger gut oder weniger
sozial, wenn es ohne christliche Motivation passiert. Sicher nicht, aber
wir sind zum Einen Menschen, die nicht nur eine Soloexistenz leben. Wir
brauchen die Gemeinschaft und die gegenseitige Ermutigung und Tragfähigkeit. Und zum Anderen brauchen wir Motivation, um uns den immer
neuen Herausforderungen zu stellen. Damit uns die Kraft nicht ausgeht,
dazu hilft der Gottesdienst.
Z
desvorten Mitglieder des CJB-Lan
Bei der Entpflichtung bete
unter den Segen Gottes.
sie
lten
stel
und
sels
standes für Dre
Das wurde in Grußworten und musikalischen
Beiträgen immer wieder deutlich. Gott hat
durch Dresels gewirkt und geprägt. In Seminaren und Veranstaltungen hat Marcus immer
darauf geachtet, dass wirklich tiefgehende
geistliche Impulse in die Herzen junger Leute
geprägt werden. Er war auch dem Einzelnen dabei zugewandt, hörte genau zu und versuchte in
Gesprächen immer wieder deutlich zu machen,
wie wichtig die persönliche Jesus-Beziehung
ist. Wie gut, dass der Abschied nicht endgültig ist – sondern Dresels als Familie im Verband
bleiben werden, so dass es immer wieder Begegnungen geben wird.
Internationales Flair
brachte Toby Jähnel
mit Liedern in mehreren
Sprachen mit.
„Die Liebe bleibt“ –
dieses Stück spielte
Stefan Schletterer
als Abschluss eines
Kurzkonzertes.
Den Liedtext zitierte Marcus in den
Briefen an neue
CJB-Mitglieder…
Sehen lernen!
Wir halten uns bei falschen Alternativen auf, wenn wir Gutes tun und
Gottesdienst als Alternativen sehen. Gott will kein entweder – oder, er
ermuntert uns zu einen sowohl – als auch. Und je nachdem, wo wir unseren blinden Fleck haben, können wir neu sehen lernen. Wahrnehmen
ist der erste Schritt auf dem Weg der Veränderung.
Interessante Entdeckungen wünscht Ihnen
Ihr
Dresels haben
gemeinsam geprägt –
bei vielen Gelegenheiten
Konrad Flämig
en mit.
Viele Freunde und Wegbegleiter feiert
3
Meldungen
Meldungen
Weihnachtspäckchen-Aktion 2014
der Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf
Hersbruck hat einen neuen Prediger
„Weihnachtsfreude für ein rumänisches Kind“
S
Puschendorf. Der aus Franken stammende Alexander Pauli (32) hat zum 1. September im Arbeitsbezirk Hersbruck
begonnen. Er ist mit seiner Frau Eva und zwei Kindern in
das historische Ensemble um die Stadtkirche herum eingezogen. Seine Ausbildung absolvierte er in Marburg, danach war er im Hensoltshöher Gemeinschaftsverband tätig und seit 2012 im Hessischen Gemeinschaftsverband.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit wird neben der Bezirksarbeit die Kinder- und Jugendarbeit in der Ev. Kirchengemeinde Kirchensittenbach sein.
chon seit 12 Jahren läuft diese Aktion, um
Kindern in Rumänien an Weihnachten eine Freude zu bereiten, Familien dadurch zu
unterstützen. Trotz Zugehörigkeit zur EU sind
viele Menschen in Rumänien bitter arm. Es fehlt
oft am Nötigsten zum täglichen Lebensunterhalt. Für viele rumänische Kinder ist das Päckchen oftmals das einzige Weihnachtsgeschenk.
Deshalb bitten wir um Ihre Unterstützung und
Mithilfe, wie im Vorjahr wieder 2.700 Päckchen
zu erreichen. Besten Dank im Voraus!
Heiko Witzel als Prediger im Bezirk Rothenburg
Puschendorf. Auf der Stelle im Bezirk Rothenburg ob der Tauber startet im Oktober 2014 Heiko Witzel
(45). Nach seiner Ausbildung in Marburg war er als Gemeinschaftsprediger in der Nähe von Augsburg, in
Remscheid und in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) tätig. Nach
einem Betriebswirtschaftsstudium
in Heidelberg war er seit 2013 auf
einer Teilstelle im Liebenzeller Verband. Er kommt mit seiner Frau Monika und zwei Kindern nach Rothenburg.
Monika und Heiko Witzel
Impressum:
Herausgeber:
Landeskirchlicher Gemeinschaftsverband in Bayern
Waldstraße 1, 90617 Puschendorf
lkg@lkg.de, www.lkg.de
Geschäftstelle: Tel. 0 91 01/90 20 650
4
Spendenkonto
Sparkasse Fürth
IBAN: DE42 7625 0000 0190 2800 16
BIC: BYLADEM1SFU
Verantwortlich für den Inhalt:
Konrad Flämig
Peter Kolb (Geschäftsstelle und cfr)
Erscheinungsweise:
2-monatlich
Gestaltung &Druck:
Müller Fotosatz&Druck,
95152 Selbitz
www.druckerei-gmbh.de
Was soll in das Päckchen hinein?
Unsere Empfehlung!
Schenken Sie z.B. eine Mischung aus:
• Süßigkeiten (Schokolade, Kekse, Gummibärchen etc.)
• Hygieneartikel (Zahnpaste, Shampoo,
Duschgel etc.)
• Kleines Spielzeug (Puppe, Auto, Springseil)
• Schulsachen (Bleistifte, Bleistiftspitzer,
Bundstifte, Hefte, Kugelschreiber, Klebestift,
Malbuch)
• Textilien (Mütze, Schal, Handschuhe, Pulli,
Socken)
Auch Geldspenden sind willkommen, um Transporte zu finanzieren!
Das Päckchen sollte Schuhkartongröße haben.
Abgabetermin: 15.11.2014
Abgabeort: Diakonie-Gemeinschaft
Konferenzstraße 4
90617 Puschendorf
Genaue Infos im Sonderprospekt!
Bitte anfordern und weitere Infos bei
Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf –
Tel. 09101/7040 oder unter
www.diakonie-puschendorf.org
5
Neues aus der Diakonie-Gemeinschaft
Unterwegs zum Reformationsjubiläum 2017
Neuer Name – gleicher Inhalt:
Angebote des Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverbandes
E
ndlich ist er gefunden, der Name, der auch Programm ist. Das „Netzwerk Diakonie-Gemeinschaft“ heißt jetzt SIN.GE.L. in der Diakonie-Gemeinschaft. Der Buchstabendreher ist Absicht. Es sind Singles, die verbindlich zu diesem
Kreis gehören. SINnvoll.GEmeinsam.Leben. bedeutet: sie sind Teil der Diakonie-Gemeinschaft, nutzen
die geistlichen Oasen und bringen sich je nach ihren Gaben und Neigungen aktiv ein. Dieses Angebot
richtet sich an Frauen, die unverheiratet sind oder geschieden,
mit oder ohne Kinder.
Sie wollen Näheres wissen: Infos gibt es bei
S. Hannelore Tröger: htroeger@diakonie-puschendorf.org.
crossing!-Team
I
m September ging ein
neues crossing-team an
den Start. Im dritten
Jahrgang sind vier junge
Frauen und vier junge Männer zusammen. Ein Jahr für
Gott – ein Jahr für andere –
ein Jahr für mich – so lautet das Motto dieses Orientierungsjahres.
Am Samstag, 6. September, um 19:30 Uhr wurde das neue Team im Wochenschluss der DiakonieGemeinschaft begrüßt und
vorgestellt. Auch für das
neue crossing-Jahr ab September 2015 kann man sich
schon interessieren oder bewerben.
Erika Pankratz
Sarah Oelschlegel
Anna Zechmeister
Katharina Hasenöder
Team 2014/15
Danny Singh
Justin Adam
Andreas Schubert
Tobias Müller
Herzliche Einladung
zum Infonachmittag für den crossing!-Jahrgang 2015/16 am
Sonntag 26. Oktober 2014 ab 14:00 Uhr in Puschendorf.
Infos und Anmeldung unter info@crossing-team.de
und www.crossing-team.de.
6
Herzliche Einladung
zum Infonachmittag für den crossing!-Jahrgang 2015/16 am
Sonntag 26. Oktober 2014 ab 14:00 Uhr in Puschendorf.
B
ei manchen Themen ist es wichtig, dass
man sie frühzeitig in den Blick bekommt.
So ist ganz gewiss auch mit dem Reformationsjubiläum 2017: 500 Jahre Reformation.
Kirchlich, staatlich, gesellschaftlich wird das ein
Schwerpunkt in unserem Land werden, der sicherlich schon ab 2016 eine starke Ausstrahlung
haben wird. Auch für uns als Gemeinschaftsbewegung ist das eine große Chance, uns auf unsere Wurzeln und Grundlagen zu
besinnen – und daraus neuen
Mut und neue Ideen für den weiteren Weg zu bekommen. Deshalb hat der Gnadauer Vorstand
bereits 2013 einen Arbeitskreis
eingesetzt, der Vorschläge zur
Gestaltung des Jubiläums in den
Gemeinden und Gemeinschaften
macht.
Der Arbeitskreis hat inzwischen
schon zweimal getagt. Und als
Zwischeninformation hier die
Projekte, an denen gearbeitet
wird:
•Der Gnadauer Verband plant
die Herausgabe eines Magazins, das Lust macht auf die
Beschäftigung mit dem Thema
„Reformation“. Es soll auf den
48 Seiten um eine Mischung
von Information und Arbeitsmaterial gehen (für Gemeinschaften, Hauskreise u.a.); ein wesentlicher Punkt wird auch
die Verzahnung mit der Gnadauer Internetseite sein. Im Herbst 2015 soll das Magazin
erscheinen – als eine einmalige Veröffentlichung zur Information und Motivation.
•Es gibt konkrete Überlegungen für eine
„Reformations-Kiste“. Die Materialien, die
sich darin finden, sollen in ca. zwei Wochen
in einer Gemeinschaft umsetzbar sein (Familien-Gottesdienst, Hauskreis, Wochenendfreizeit …). Eine Kleingruppe hat eine Reihe von
kreativen Vorschlägen zusammengetragen
und müht sich jetzt um die Umsetzung. Eine fertige „Kiste“ soll bei der Gnadauer Mitgliederversammlung im September 2015 vorgestellt werden; danach kann die Werbung in
den Regionen und Verbänden erfolgen.
•Ein Reformations-Stern-Staffel-Lauf – ausgehend von Wittenberg in viele Orte mit Gemeinschaften, dort Veranstaltungen, Formulierung einer These … Endpunkt
des Sternlaufes mit der Veröffentlichung einer Gnadauer Thesenreihe soll in Augsburg oder in
Eisenach, auf der Wartburg, sein.
Die genaue Konzeption dieser
Idee muss noch klarer erarbeitet
werden.
• Klar ist das vierte Projekte:
30 Wochen im Jahr 2017 wird
Ewald Landgraf mit seinem
„Theater zum Einsteigen“
im Gnadauer Raum unterwegs
sein, natürlich mit einem
Stück über die Reformation.
Es wird z.Zt. geschrieben. Gemeinden und Gemeinschaften
können Wochen „buchen“ –
und vor Ort oder in einem Bezirk mit eigenen Personen mit
dem Theaterstück wesentliche Impulse der Reformation
weitergeben.
Zu erwähnen ist auch, dass es in Verbänden und
Regionen weitere Überlegungen gibt; so beschäftigt sich der Deutsche EC-Verband mit dem
Thema, ebenso z.B. die Liebenzeller Mission.
Und sicherlich wird – das darf nicht vergessen
werden - Wittenberg und die Landeskirchliche
Gemeinschaft dort 2017 eine wichtige Anlaufstelle sein.
Theo Schneider, Kassel,
Generalsekretär des Ev. Gnad.
Gemeinschaftsverbandes
7
Thema
Thema
Warum ich (gerne) evangelisch bin
Z
unächst wurde ich als
Kleinkind auf Grund der
Entscheidung meiner Eltern getauft und ich bin ganz
selbstverständlich religiös geprägt worden: mit Tisch- und
Abendgebet, Kindergottesdienst
und wunderschönen Feiern an
Weihnachten. Als Jugendlicher
kam ich in den CVJM, wo ich
bald Gruppenleiter einer Jungschargruppe wurde. Dort wurde
ich menschlich geformt im Umgang mit anderen Jugendlichen
– vom schüchternen Buben
lernte ich, mit anderen Menschen umzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Und
ich wurde religiös geprägt. Dafür bin ich bis heute dankbar.
In der Bibel zu lesen, persönliche Gebete, gerade auch in
schwierigen Situationen die
Hilfe Gottes erbitten zu dürfen
oder auch nur das Gott mitzuteilen, was mir gerade wichtig
ist, eindrucksvolle Gottesdienste mit einer Predigt, die einem
etwas sagt, oder ein schönes den, ansonsten
Kirchenkonzert sind eine große besteht die hohe WahrscheinBereicherung des Lebens.
lichkeit, dass
Die evangelische Kirche als Kirder Glaube erche der Freiheit, nicht streng
kaltet. Gemeinan Hierarchien und bestimmsam mit andete Dogmen gebunden zu sein,
ren Christen zu
sondern seinen eigenen Glaubeten oder das Abendmahl zu
bensweg gehen zu können, das
feiern, ist mir wichtig.
ist für mich eine große Errungenschaft, die wir Martin Lu- Das Laienpriestertum aller Gether verdanken. Nicht durch gu- tauften fasziniert mich. Beste Werke sich die Erlösung er- ser manchmal chaotische, vielarbeiten zu müssen, was immer leicht auch von mir als falsch
scheitern muss, da man seine empfundene Äußerungen als
Fehler (Sünde!) kennt, sondern eine strikte Hierarchie, die in
die Erlösung allein durch die ihrer Erstarrung die christliche
Gnade und den Glauben sind Botschaft verdunkelt.
Grundlage für eine persönliche Freiheit und Verantwortung gehören für mich eng zusammen.
Gottesbeziehung.
Die Liebe Gottes in seinem Sohn
Natürlich erlebt man, dass die
Jesus zum Menschen geworden,
Kirche als eine weltliche Instiist eine frohe Botschaft, die ich
tution manche Fehler hat. Manals evangelischer Christ auch
che, insbesondere politische Äugerne weitersage.
ßerung hat mich sehr geärgert.
Und dennoch ist Glaube zwin- Dr. Günther Beckstein,
gend mit Gemeinschaft verbun- Nürnberg, Ministerpräsident a.D.
Warum ich gerne evangelisch bin …
W
enn man mich in der
Grundschule fragte, ob
ich evangelisch oder katholisch sei, musste ich meine
beste Freundin fragen, was sie
ist – ich war dann „das andere“. Ich konnte mir die Begriffe
nicht merken; wahrscheinlich,
weil sie mir völlig egal waren.
Das sind sie im Grunde heute
noch.
8
Für mich ist „evangelisch“ (übrigens ebenso wie „katholisch“,
„freikirchlich“,
„lutherisch“,
etc.) ein Etikett, das niemals
zu 100 % seine Inhaltsstoffe
beschreibt. Ich bin Christ und
versuche, die Bibel als Maßstab
zu nehmen. Oft wundere ich
mich, was wohl die biblische
Begründung einer Entscheidung
der katholischen Kirche gewe-
sen
sein
mag. Das
geht
mir
auch
mit
der evangelischen Kirche so und
ich bin mir
sicher, dass ich mich in jedem
anderen Verein ebenfalls fleißig
wundern würde.
In meiner Gemeinde fühle ich 1.Weil schon das Wort „evan- 3.Weil das Synonym protestangelisch“ mit dem Evangelium
tisch durchaus meiner Wemich wohl. Das ist für mich der
sensart entspricht.
zusammenhängt. Es ist doch
springende Punkt. Ich glaube
schön, wenn die frohe Botnicht an die Kirche, sondern an
4.Weil ich mir wünsche, dass
schaft im Mittelpunkt steht.
lebendige Gemeinden, die Jesus
Calvin und Luther nicht
nachfolgen.
2.Weil ich mit meinen Sorgen
die Letzten waren, die die
direkt zu Gott kommen darf.
Selbstherrlichkeit der Kirche
Trotzdem gibt es vier Punkte,
Und er ist für jedes meiner
in Frage stellten.
die ich an der Zugehörigkeit
Anliegen zuständig.
„evangelisch“ schätze:
Terry Aures, Puschendorf,
Studentin, Mitglied im Kirchen­vorstand von Puschendorf
„Warum ich (gerne) evangelisch bin?“
A
m Anfang waren es sicher biographische Gründe. Ich bin so aufgewachsen. Bei mir zu Hause gab es
römisch-katholische Flüchtlinge. Die hatten sich nach dem
zweiten Weltkrieg eine kleine einfache Kirche gebaut. Als
Kinder hatten wir uns neugierig
darin umgesehen. Der Beichtstuhl fiel mir damals auf. Den
kannte ich nicht aus der eigenen Kirche. Bedauert habe ich
die Klassenkameradinnen, die
jede Woche zur Ohrenbeichte
gehen mussten.
Ich selbst bin mit den Angeboten der Landeskirche und
der Landeskirchlichen Gemeinschaft in einem kirchlichen
Pietismus aufgewachsen. Ich
besuchte die Kinderstunde,
Jungschar, den Jugendkreis.
Wir organisierten mit Geschwistern und Freunden Jugendtage.
Wir machten schöne und auch
ärgerliche Erfahrungen.
Als Jugendlicher kam ich zum
lebendigen Glauben an Jesus Christus. Mein „Ja“ bei der
Konfirmation habe ich als bewusstes Bekenntnis verstanden. Ich wollte mein Leben an
Jesus Christus und seinem Wort
orien­tieren.
Soweit ich die Röm.-Kath. Kirche damals kannte, war mir die
Dominanz des Priesters fremd
und die Gottesdienste ziemlich
festgelegt.
Während meines Studiums hatte ich Gelegenheit, Gruppen
und Konfessionen näher kennen
zu lernen. Es gab sehr engagierte Gruppen. Manche nannten sich aber auch „Kirchen“
oder „Gemeinden“ und waren
kleine Kreise von ca. 15 Personen, deren Leiter sich oft nicht
mit anderen vertrugen und deshalb eigene Gemeinden gründeten. Dabei formulierten sie einen sehr selbstbewussten Anspruch, lebten aber nur sehr
defizitäre Gemeindeformen.
Im Theologiestudium reflektierte ich mehr über den Glauben.
Mir wurde dabei die Beziehung
zu Jesus Christus immer wichtiger. Ich kann sie unverstellt
durch andere Menschen,
Priester oder
Papst leben.
Martin Luther
hat das durch
das „allgemeine Priestertum
aller Gläubigen“ ausgedrückt.
Jeder Christ ist von Gott berufen und verantwortlich für seinen Glauben und sein Leben.
Da gibt es keine Hierarchie,
kein größer oder kleiner in der
Gemeinde. Dankbar wurde ich
für Luthers prägnante Beschreibungen der Grundlagen des
Glaubens: sola scriptura, sola gratia, sola fides! Allein die
Hlg. Schrift ist verbindlich für
meinen Glauben an Gott. Allein
Gottes Gnade ist es, die mich in
den Himmel bringt. Allein der
Glaube, das Vertrauen auf Jesus
Christus bringt mich in Verbindung zu Gott. Das können keine
Heiligen, kein Ablass und keine
eigenen besonderen Anstrengungen. Deshalb bin ich gern
nicht nur evangelisch, sondern
evangelisch-lutherisch.
9
Thema
Mit der Zeit wurde mir auch
deutlich, wie das Evangelium
den Blick weitet für das reiche Betätigungsfeld der christlichen Gemeinde. Kleinkarierten Streit gibt es meist da, wo
der Auftrag Jesu und der offene
Blick für die Menschen und ihre Not verloren gegangen sind.
Im Pfarramt komme ich ganz
natürlich mit anderen Konfessionen und Religionen in Verbindung. Man entdeckt auch
Veränderungen. So ist interes-
Thema
sant zu sehen, dass die Röm.Kath. Kirche und ihre Vertreter
bei uns in den letzten 35 Jahren sich immer mehr an Jesus
Christus orientieren, manchmal
mehr als evangelische Vertreter.
In den letzten Jahren konnten
wir fruchtbar ökumenisch mit
röm.-kath. Geistlichen zusammenarbeiten bei Gottesdiensten, Frauenfrühstückstreffen
und sogar bei ProChrist.
In der Rückschau hat es sich
biographisch verstärkt, warum
ich gerne evangelisch bin. Das
Studium hat mir meinen evangelisch-lutherischen Glauben
lieb gemacht und vertieft. Die
Formeln, die Martin Luther geprägt hat, helfen mir meinen
Glauben zu verstehen und auszudrücken. Ziel allen Glaubens
ist aber nicht eine Konfession, sondern Jesus Christus, der
mich durchs Leben und den Tod
zu Gott führen will.
Da der Mensch Sünder ist und
nicht nur Sünde tut, kann er
gar nichts zu seiner Errettung
beitragen. Sünde ist nicht nur
moralisches Fehlverhalten, sondern meint viel grundsätzlicher
die Trennung von Gott, die nur
von Gott selbst überwunden
werden kann. Das tut Gott, indem er uns seine Gerechtigkeit
ohne Bedingung schenkt - allein aus Gnade (sola gratia).
Erwin Lechner, Münchberg,
Dekan, Vorsitzender des LKGVerbandes Bayern
Typisch evangelisch:
allein der Glaube
Was ist typisch evangelisch?
W
as ist dein einziger
Trost im Leben und im
Sterben?“ So lautet die
„
berühmte erste Frage des Heidelberger Katechismus. Unsere ersten evangelischen Väter
und Mütter im Glauben haben
das Evangelium als Antwort auf
diese Frage verstanden. Dieser Trost ist weder Trostpflaster
noch Vertröstung, sondern die
Gewissheit, im Leben und Sterben angenommen und gehalten
zu sein. Dieser Trost schenkt
einen Mut, der Angst und Verzweiflung überwindet und zu
verantwortlichem Handeln aus
Dankbarkeit befreit. Das Evangelium (daher „evangelisch“)
ist die befreiende und lösende
Antwort auf das, was unser Leben zerstören will. Es ist das lebendige Wort Gottes, das mich
in der Mitte meines Lebens betrifft. Diese persönliche Zuspitzung, dieses „für mich“ (pro
me) des Evangeliums, ist typisch evangelisch.
10
Typisch evangelisch:
Typisch
bedingungslos angenommen evangelisch:
allein Christus
Die Reformatoren haben die bedas
freiende Kraft des Evangeliums „Denn
als Rechtfertigung des Gottlo- heißt Christus
sen bzw. Sünders beschrieben. erkennen: seiNicht der Mensch bemüht sich ne Wohltaten
(vergeblich) durch gute Werke erkennen“ (Phioder religiöse Leistungen vor lipp Melanchthon). Dass Gott
Gott gerecht zu werden, son- es unendlich gut mit uns meint
dern Gott schenkt uns um Chris- und uns liebt, hat er uns durch
ti willen (propter Christum) sei- Jesus Christus gezeigt: in seine Gerechtigkeit, indem er uns nem Leben und Leiden, seinem
unsere Sünde vergibt und als Tod am Kreuz und seiner Auferseine Kinder annimmt. Recht- stehung. Neben Jesus als dem
fertigung bedeutet, dass Gott einzigen Mittler brauchen wir
uns bedingungslos annimmt. keine anderen Vermittler oder
Die Gerechtigkeit eines Chris- Fürsprecher bei Gott. Jesus alten ist also nicht die eigene, lein genügt (solus Christus).
sondern die von Gott geschenkte Gerechtigkeit. Darin liegen Typisch evangelisch:
unser Wert und unsere Würde. allein die Gnade
Die Rechtfertigung ist der GlauDiese liebende Zuwendung
bensartikel mit dem nach evanGottes zu uns ist bedingungsgelischem Verständnis die Kirlos; weder können noch brauche steht und fällt.
chen wir etwas leisten, damit Gott es gut mit uns meint.
Diese aus Gnade geschenkte
Gerechtigkeit empfangen wir
allein durch den Glauben (sola fide). Auch der Glaube ist
keine Leistung, die wir hervorbringen könnten, keine Bedingung, die wir zu erfüllen hätten. Er ist vielmehr das Vertrauen zu Christus, das der Heilige
Geist durch die Verkündigung
des Evangeliums in uns wirkt.
Glaube nimmt das Geschenk der
Gnade an. Dieser Glaube bleibt
nicht folgenlos, sondern wird
in der Liebe tätig werden. Auch
das ist typisch evangelisch:
Das Leben für Gott und den
Nächsten ist durch die Dankbarkeit motiviert.
Typisch evangelisch: allein
die Heilige Schrift
Diese frohmachende Botschaft
war durch die Lehren kirchlicher
Tradition und Praxis verstellt.
Erst durch intensives eigenes
Studium der Heiligen Schrift
hatten Luther und andere das
biblische Evangelium wiederentdeckt. Die alleinige Auto-
rität der Heiligen Schrift (sola
scriptura) in Fragen des christlichen Glaubens und Lebens ist
seither typisch evangelisch.
So übersetzte Luther die Bibel ins Deutsche, damit sie jeder Christ selbst lesen und verstehen konnte. Der persönliche
und mündige Umgang mit der
Bibel gehört damit wesentlich
zum evangelischen Christsein.
Darüber darf jedoch nicht vergessen werden, dass das Wort
Gottes vor allem gesprochenes
Wort ist. Der Glaube kommt aus
der Predigt (wörtlich: dem Gehörten), wie Paulus in Römer
10,17 schreibt (solo verbo).
Deshalb nimmt die Predigt im
evangelischen Gottesdienst den
wichtigsten Platz ein. Selbst
die nach evangelischem Verständnis einzigen zwei Sakramente, Taufe und Abendmahl,
gelten als „sichtbares Wort“.
Kirche ist da, wo das Evangelium rein gepredigt und die Sakramente recht verwaltet werden (Augsburger Bekenntnis,
Artikel 7). Das geschieht im
Gottesdienst, an dem die ganze Gemeinde beteiligt ist und
in Gebet, Bekenntnis und Lied
auf dieses Wort antwortet. So
soll dann auch das ganze Leben zu einem Gottesdienst werden, denn typisch evangelisch
ist auch, dass es keinen Unterschied zwischen „Priestern“
und „Laien“ gibt, sondern jeder
getaufte Christ hat Teil an dem
„Allgemeinen Priestertum“
der Glaubenden.1
Typisch evangelisch?
Aus dem Gesagten ergibt sich,
dass auch die Vielfalt evangelischer Kirchen, Bekenntnisse
und
Frömmigkeitsprägungen
typisch evangelisch ist. Diese Vielfalt wird noch größer,
wenn wir die weltweite evangelische Christenheit in den Blick
nehmen. Bei den unterschiedlichen Ausprägungen gibt es
aber wesentliche Gemeinsamkeiten, die uns als reformatorisches Erbe mitgegeben sind
und die uns verbinden. An ihnen können und sollen wir für
unsere Situation je neu Maß
nehmen. Denn auch das ist typisch evangelisch, dass die Kirche eine ständig zu reformierende ist (semper reformanda).
Wenn wir 2017 das 500jährige
Reformationsjubiläum feiern,
dann ist das nicht nur ein Blick
in die Vergangenheit, sondern
zugleich ein Auftrag für die Zukunft.2
1Im Unterschied zu einem geweihten
Priester in katholischen und orthodoxen Kirchen, sind der Pfarrer oder die
Pfarrerin zu ihrer besonderen Aufgabe
von der Gemeinde und stellvertretend
für die Gemeinde ordiniert, d.h. für diese Aufgabe qualifiziert und eingesetzt
(„geordnet“).
2Eine kurze und gut verständliche Einführung in das, was typisch evangelisch
ist, findet sich auch in dem von der
EKD herausgegebenen Grundlagentext
„Rechtfertigung und Freiheit“, der als
Buch oder auch online als Datei unter
folgendem Link erhältlich ist: http://
www.ekd.de/EKD-Texte/2014_rechtfertigung_und_freiheit.html
Dr. Stefan Jäger, Wuppertal,
Dozent an der Evangelistenschule Johanneum
11
Thema
Thema
Wo ist die Gemeinde Jesu Christi?
S
tellen Sie sich vor, Sie wären auf der Suche nach der
Gemeinde Jesu Christi! Dabei begegnen Ihnen nun Christen, die Ihnen auf unterschiedliche Weise helfen wollen:
Der erste sagt: „Wo der Papst
ist, da ist die Gemeinde!“ Der
Bischof von Rom ist das äußerlich erkennbare Zeichen
der Einheit, der Garant dafür,
dass hier Gemeinde Jesu Christi ist. – Doch die Einwände lassen nicht auf sich warten: Ist
der Papst nicht auch nur ein
Mensch? Haben Päpste nicht
auch kräftig geirrt? Wieso soll
ausgerechnet solch eine Einrichtung Erkennungsmerkmal
der Gemeinde Jesu sein?
„Wo Bekehrte sind, da ist die
Gemeinde!“ Das klingt doch
schon wesentlich vertrauter
und erwächst aus Jesu Verkündigung: „Kehrt um, das Himmelreich ist nahe!“ Das hat der
Pietismus erkannt: Beim Glauben geht es um jeden einzelnen. Das Herz muss erneuert
werden. – Aber auch hier legt
sich eine Nachfrage nahe: Woran sind Bekehrte erkennbar?
An ihrem Lebenswandel? An ihrem Einsatz für Jesus? Gibt es
nicht auch christliche Schauspieler und Heuchler in den Gemeinden?
„Wo der Geist ist, da ist die Gemeinde!“ Ein guter Gedanke!
Nicht nach Menschen schauen, sondern nach Gottes Geist!
„Ein Leib und ein Geist ...,
ein Herr, ein Glaube, ...“ (Eph
6,4f.) – das gehört zusammen.
12
Wo der Geist des Herrn übernatürlich wirkt – Wunder, Heilung, Prophetie –, wo etwas los
ist, dort wird Gemeinde sichtbar! – Schon recht, aber was ist
zu manchen Eigenarten zu sagen, die hier begegnen? Wenn
seltsame Feldzüge gegen Dämonen geführt werden? Wenn ein
Fernsehprediger das Glas Wasser auf dem Fernsehgerät segnet, und es plötzlich Heilwasser sein soll? Heiliger Geist und
Schwarmgeist, Heiliger Geist
und unheiliger Geist – da gibt
es schnell Verwechslungen!
„Wo ich bin, da ist Gemeinde
Jesu Christi!“ Das könnte das
Schlagwort der Zukunft werden:
Mein umfassendes Wissen, meine beeindruckenden Erfahrungen, meine nützlichen Gaben
bestimmen, wo Gemeinde Jesu
ist. – Doch wenn jeder sich und
seine eigenen Erkenntnisse zum
Mittelpunkt macht, dann sind
wir unterwegs zur totalen Zersplitterung mit dem Ergebnis:
Jeder organisiert am Ende seine
eigene Sekte.
Offenbar führt die Suche nach
äußeren Merkmalen zu keinem
klaren Ergebnis. Und doch ist
die Gemeinde Jesu eine Wirklichkeit, von der wir z.B. in Eph
1 lesen: „Gott hat Christus zum
Haupt der Gemeinde gesetzt,
welche sein Leib ist.“ Es gibt
nur einen Herrn; er hat nur
einen Leib, d.h. also nur eine
Gemeinde. Dieser Herr sagt:
„Meine Schafe hören meine
Stimme, und ich kenne sie, und
sie folgen mir.“ (Joh 10,27).
Daraus ergeben
sich
gewisse
Erkennungszeichen der christlichen Gemeinde:
1.Die Gemeinde ist dort,
wo Jesus Christus durch
sein Wort Herr ist.
Das sagt schon der Name
„Christ“. Alles dreht sich um
einen Mittelpunkt: um diesen Herrn. Wie erkennen wir
die Stimme dieses Herrn? In
seinem Wort, in der Heiligen
Schrift. Hier redet er zu uns in
der Kraft des Heiligen Geistes.
Hier trifft er unser Herz. Daher
ist die Bemühung um die Auslegung der Schrift so entscheidend. Weil wir nur in diesem
Schriftwort das Wort des guten
Hirten vernehmen, darum müssen wir um die rechte Auslegung dieses Wortes ringen. Wir
dürfen uns nicht einreden lassen: Nichts Genaues weiß man
nicht. Sehr wohl wissen wir Genaues, und zwar heilsentscheidend Genaues: Nur Jesus Christus rettet. Nur er reißt aus der
Macht des Bösen heraus. Nur er
verwandelt ein Leben, erfüllt es
mit seinem Geist. Nur durch ihn
werden Menschen zu Gliedern
an seinem Leib.
In Jak 1,18 heißt es: Er, Gott,
hat uns gezeugt durch das Wort
der Wahrheit. Gottes Wort hat
Schöpferkraft. Es wirkt Umkehr
zu Gott, Glaube an Jesus Christus. Darum muss dieses Wort
reichlich verkündigt werden.
Alles andere muss dieser Verkündigung dienen und darf sie
nicht verdunkeln.
2. Die Gemeinde ist das aus
der Welt herausgerufene
Gottesvolk.
Durch Gottes Wort werden Menschen aus der Nacht der Todesangst und der Sinnlosigkeit herausgerissen und zum neuen
Gottesvolk gerufen, in den Leib
Christi hineingetauft. Es ist die
neue Gemeinschaft von Menschen aller Rassen, Geschlechter, Altersgruppen, sozialer
Schichten. Sie waren zuvor mit
Gott und z.T. auch untereinander verfeindet. Aber Gott hat
die Trennwände abgebrochen,
die Feindschaft besiegt.
3. Die Gemeinde ist das
in die Welt gesandte
Gottesvolk.
Gemeinde Jesu Christi lebt
nicht ein beschauliches Dasein
in einem stillen Winkel. Gott
hat sie aus der Welt herausgerufen, um sie als sein Werkzeug
in die Welt hineinzusenden,
als Salz und als Licht. Die Gemeinde hat die Menschen unter
die Herrschaft Christi zu rufen,
an sein Gebot zu mahnen und
sein Evangelium auszubreiten.
Sie soll einladen zu der Versöhnung in Jesus Christus. Sie
soll diese Versöhnung innerhalb
der Gemeinde und auch im Wirken nach außen bezeugen: Wie
Menschen miteinander umgehen können, wenn sie von der
Vergebung ihres Herrn leben;
wenn sie keine Ellbogen mehr
brauchen, um Machtansprüche
durchzusetzen; wenn da ein
Auge und eine Hand ist für den
Randsiedler, für den Unwichtigen, für den Hilflosen.
Die Gemeinde lebt in dieser
doppelten Bewegung: Heraus
aus der Welt – hinein in die
Welt. Zurück zu ihrem Herrn,
zu ihrem Zentrum, zu ihrem
Ursprung, und hinein zu ihrem Dienst an der Welt. Dafür
braucht sie als Antrieb stets
neu das Wort in der Kraft des
Heiligen Geistes.
4. Das Gottesvolk wird sichtbar im Gottesdienst.
Man hört immer wieder: Die Gemeinde Jesu Christi ist unsichtbar; nur Gott selbst weiß, wer
zu ihr gehört. Was wir sehen,
ist immer eine Mischung aus
Unkraut und Weizen. – Das ist
allerdings nur teilweise richtig.
Es stimmt: Wir Menschen sind
auf das angewiesen, was andere über sich sagen. Ins Herz
sieht nur Gott. Insofern ist die
Gemeinde eine verborgene Größe. Wir Menschen haben keine
Messlatte, um die Zugehörigkeit
zu ihr zu bestimmen.
Und doch tritt die Gemeinde
immer wieder aus ihrer Verborgenheit heraus. Das geschieht
im Gottesdienst. Gottesdienst
heißt zuerst und vor allem: Hier
will der Herr zu Wort kommen.
Hier will Gott uns dienen. Darum meint der Ausdruck „Gottesdienst“ nicht die eine Stunde von 10.00 bis 11.00 Uhr
am Sonntagvormittag. Sondern überall dort, wo Gott re-
det, wo er sein Heil austeilt, wo
er uns mit sich versöhnt – dort
ist Gottesdienst, unabhängig
vom Raum. Überall dort aber,
wo sich Menschen in den Vordergrund drängen und Gott zum
Schweigen bringen, dort ist
kein Gottesdienst, auch wenn
dies die äußeren Umstände vermuten lassen. Gottesdienst ist
nicht eine bestimmte Form,
sondern ein klar zu beschreibendes Geschehen: Gott dient
uns in seiner Barmherzigkeit.
Dann aber, wenn die Versammlung den Dienst Gottes empfängt – in seinem Wort, in seinem Sakrament –, dann antwortet sie. Sie tut das im
Bekenntnis, im Gebet, im Lob,
in der Hingabe des ganzen Lebens an Gott. Dann heißt Gottesdienst auch: Wir Menschen
dienen Gott; wir lassen uns von
Gott in Dienst nehmen für seine Mission.
Deshalb wird in solch einer
gottesdienstlichen Versammlung die Gemeinde Jesu Christi
sichtbar: Der Herr ist mit seinem Wort gegenwärtig, dient
uns, und wir stellen uns ihm
zum Dienst zur Verfügung.
5. Weil die Gemeinde ein
Zentrum hat, darum hat
sie auch eine Grenze.
Es ist wie bei einem Zirkel.
Wenn ich an einem bestimmten
Punkt einsteche, wird auch eine
klare Kreislinie gezogen. Wenn
ich dagegen den Mittelpunkt
nicht kenne, kann es auch keine
Kreislinie geben. Ohne Bild: Wo
Jesus Christus als der Herr zu
Wort kommt, da muss es Streit
13
Thema
Thema
mit all denen geben, die sich
selbst auch für Herren halten.
Ein harmonisches Miteinander
von sich widerstreitenden Stimmen ist unmöglich. Dabei ist
vor allem eines wichtig: Es kann
niemals darum gehen, dass eine Gruppe eine andere aus der
Gemeinde ausschließt. Es muss
aber völlig klar sein, dass das
Wort Jesu Christi Widerspruch
hervorruft, dass an ihm Trennungen entstehen, gewissermaßen von selbst. Dies geschieht
gerade auch innerhalb der Gemeinde. Bekenntnis zu Jesus ist
zugleich immer auch Absage an
alle anderen Herren und Mächte. Zu diesem Bekenntnis wer-
den wir stets neu gerufen. An
diesem Bekenntnis aber scheiden sich die Geister.
All dies ist beileibe keine schöne Theorie, sondern gottgegebene Realität: Solange wir
uns auf der Suche nach der Gemeinde Jesu an Menschen orientieren, müssen wir immer
wieder in Resignation enden.
Wenn wir aber auf Gottes Verheißung hören, wenn wir Jesu
Wort Glauben schenken: „Sogar die Pforten der Hölle sollen
meine Gemeinde nicht einnehmen“, dann wird die Hoffnung
die Depression vertreiben. Wie
auch immer die aktuelle Situation vor Ort aussehen mag: Ent-
scheidend ist, dass wir auf die
Stimme des guten Hirten hören – als einzelne und als Gemeinde; dass wir uns herausrufen lassen und dass wir uns
hineinsenden lassen; dass auch
unsere Gemeinde nützlich wird
zum Dienst für den Herrn der
Gemeinde. Denn das ist unzweifelbar gewiss: Dieser Herr
kommt mit seiner Gemeinde an
sein großartiges Ziel!
Prof. Dr. Eberhard Hahn,
Theologische Fakultät Erlangen, Rektor des DiakonissenMutterhauses „Hensoltshöhe“,
Gunzenhausen
„Ein feste Burg ist unser Gott“ – keine Trockenübung
Dr. Martinus, 1528 schrieben Sie Text und Melodie zu dem Lied, das über Jahrhunderte hinweg zum
Bekenntnislied der Protestanten wurde. Wenn ich mir vorstelle, in welcher Situation Sie damals waren, stehen mir die Haare zu Berge: Sie waren vom Papst exkommuniziert, vom Kaiser für vogelfrei
erklärt. Sie wurden von den Landesfürsten für ihre Händel mit dem Papst bzw. Kaiser missbraucht.
Wegen Ihrer Ehe mit Katharina von Bora wurden Sie verhöhnt. Ihre anfänglichen Mitstreiter hielten
Ihnen Halbheit vor und gingen extreme Wege. In Wittenberg wütete die Pest. Ihre Frau war schwanger. Sie blieben mit der Familie in der Stadt. Dicker kann es nicht mehr kommen.
Luther: Ja, Sie haben recht. Das waren Angriffe von außen, die mir den Schlaf raubten. Ich fand Trost im Psalm 46. Und gegen alle Existenzangst hielt ich mir Gott vor
Augen, der sich den Seinen als Zufluchtsort anbietet. In seiner Liebe fand ich immer
wieder Halt und Geborgenheit. Was können mir Menschen tun?
Die Angriffe von außen waren ja nicht das Einzige was Sie plagte. Ich hörte von Schmerzen und
Depressionen.
Luther: Ja, mein Leib, der alte Madensack, hat mir viel zu schaffen gemacht.
Meine Katharina hat mit mir schwere Zeiten gehabt.
Aber was Sie wohl meisten quälte waren die „Anfechtungen“, wie Sie es nannten.
Lied:
Ein feste Burg
ist unser Gott
1.Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen.
Der altböse Feind mit Ernst er‘s jetzt meint,
groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist,
auf Erd ist nicht seinsgleichen.
2.Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren;
es streit‘ für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott,
das Feld muss er behalten.
Luther: Das stimmt. Immer wieder überfiel mich die quälenden Fragen: Sollte ich
denn allein Recht haben – und alle anderen Unrecht? Bin ich vermessen? Da halfen
die Psalmen nicht mehr. Da musste Jesus her, der mir immer neu zusprach: „Du bist
versöhnt mit Gott. Dein Leben und Sterben liegen in meiner Hand. Tod und Teufel habe ich besiegt. Du stehst auf der Seite des Siegers. Ein Machtwort von mir genügt.“
Und das Lied schrieb ich in erster Linie für mich selber. Ich tat es, um mich zu erinnern, wer Gott ist und dass ich bis zum letzten Atemzug unter seinem Schutz stehe.
Heute tun wir uns etwas schwer mit der Sprache und den krassen Formulierungen. Aber das frohe
Bekenntnis zu Jesus Christus als dem einzigen Gott (Vers 2) kann auch uns heute noch ermutigen.
Und dass das Lied nicht vom ruhigen Sessel aus entstand, macht es um so glaubwürdiger.
S. Eva-Maria Klöber, Puschendorf
3.Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt, wie sau‘r er sich stellt,
tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht‘:
ein Wörtlein kann ihn fällen.
4.Das Wort sie sollen lassen stahn und kein‘ Dank dazu haben;
er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib:
lass fahren dahin, sie haben‘s kein‘ Gewinn,
das Reich muss uns doch bleiben.
Martin Luther (1528)
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Termine
Bezirk Cadolzburg
Termine
5.10. 12.10. 2.11. 5.11. 19.11. 18.00 h 10.30 h 18.00 h 14.30 h 20.00 h Erntedankgottesdienst mit Konrad Flämig
Vormittagsgottesdienst mit Markus Klein
Missionsabend Friedensbote mit Alexander Goss
Offene Runde, 55+
Buß- und Bettag-Gottesdienst mit Konrad Flämig
Bezirk Feuchtwangen
12.10. 11.00 h 26.10. 14.00 h 26.10.-2.11. 11.11. 9.15 h Gästegottesdienst in Bechhofen mit Peter Jahn
Missionsvortrag mit Kaffeetrinken in Bechhofen
mit Elke Schaller
Kinderbibeltage in Dombühl
Frauenfrühstück in Dombühl
Bezirk Fürth
3.10. 18.00 h 24.10. 19.30 h 2.11. 10.30 h 28.11. 19.30 h 25 Jahre Mauerfall, Gedenkgottesdienst
mit Eberhard Heiße
Vortrag: Gender Mainstreaming – Zerstörung der Familie mit Prof. Manfred Spreng
Jahresfest mit Pfr. Heinz Bogner
Jesus in der Krippe – Der ohnmächtige Gott,
Pfr. Manfred Schmidt
Bezirk Helmbrechts
1.10. 15.00 h
5.10. 18.30 h 25.10. 9.00 h 2. – 4.11. 9.11. 14.00 h 12.11. 15.00 h Treff 60-plus mit Karl Bayer. Thema: Was haben
aktive Christen in weltlichen Vereinen zu suchen?!
Erntedank- und Lobpreis-Gottesdienst
Frauenfrühstück mit S. S. Evelyn Dluzak
Bibelabende mit Heinz Bogner
Jahresfest mit Konrad Flämig
Treff 60-plus
Bezirk Hersbruck
12.-16.10. ImPuls-Abende „Wer`s glaubt wird selig“ mit
Marcus Dresel, Schwarzenbach
29.10. 15.00 h Seniorentreff „Die Engels kommen“
Erfahrungen aus über 40 Dienstjahren
mit Manfred und Renate Engel, Würzburg
1.11. 9.30 h Männertreff zum Thema „Scheitern“ mit
Markus Klein, Fürth
2.11. 14.30 h Bezirkstreff „Wie Gott Neues beginnt“ mit
Rektor Manuel Janz, Puschendorf
15.11. 9.00 h Frauenfrühstück „loslassen - einlassen- gelassen“
mit Andrea Federsel und Jutta Hochsam, Burgthann
23.11. 18.30 h ImPuls-Gottesdienst „Beruf und Berufung“ mit
Kornelia Schelter, Bernhardswinden
Bezirk Hof
12.10. 18.00 h Themenabend „Draußen vor der Tür: Die Gemeinde
in Laodizea“ (Offenbarung 3, 14-22)
mit Walter Ittner
16
19.10. 10.30 h GmbH - Gottesdienst mit begründeter Hoffnung:
„Was bist Du dir Wert? Von der Kunst (auf) sich
selbst zu achten“ mit Thomas Erhardt
9.11. 18.00 h Themenabend „Anbetung im Himmel: Sie sieben
Sendschreiben sind wir.“ (Offenbarung 4 in Aus wahl) mit Walter Ittner
16.11. 10.30 h GmbH - Gottesdienst mit begründeter Hoffnung:
„Wenn Moral beliebig wird. Wie christliche Ethik
im Herzen Fuß fassen kann.“ Mit Christoph Hader
Bezirk Kitzingen
2.11. 11.00 h 16.11. 14.30 h 22.11. 10.00 h Gästegottesdienst mit Ben Crane
Jahresfest mit Insp. Günther Blatz
Studientag mit Immanuel Bender
„Die Heilsgeschichte im Alten Testament“
Bezirk Kulmbach
2.-5.10. Gemeindefreizeit: Fahrt nach Herrnhut, Dresden,
Bautzen und Meißen
17.10. 19.30 h JesusUnplugged – Jugendgottesdienst
27.-31.10. Kidstreff-Extra in den Herbstferien
mit Doris Täuber und Team
2.11. 10.00 h Gemeindesonntag mit Doris Täuber und
Walter Undt anschl. gemeinsames Mittagessen
19.11. 9.30 h Kidstreff-Extra zum Buß- und Bettag
19.11. 20.00 h Buß- und Bettagsandacht mit Abendmahl
30.11. Stand der Gemeinde auf dem Kulmbacher
Weihnachtsmarkt
30.11. 14.30 h Adventsnachmittag mit Andacht, anschl. Kaffee
und Kuchen
Bezirk Marktredwitz
Bezirk Mühldorf
Bezirk Naila
Bezirk Nürnberg
Strauchstr.
03.-05.10. 12.10. 14.00 h 26.10. 10.30 h 8.11. 9.00 h 9.11. 10.30 h 23.11.
Bezirkswochenendfreizeit in Teuschnitz
Bezirkskonferenz mit Jürgen Höppner
Gottesdienst „Plus“ mit Pfr. Naujoks
Frühstückstreff für Frauen mit Karin Böhm
Gottesdienst mit Karin Böhm
Gottesdienst „Plus“ mit Roland Sauerbrey
4.10. 10.00 h Kindertag mit Christine Stern
25.10. 9.00 h großes Frauenfrühstück mit Ruth Aures
12.10. 14.30 h Herbstfest in Naila mit Konrad Flämig
27.-31.10. 10-16 h Kids-Ferientreff
2.11. 11.00 h Familien-Mitmach-Gottesdienst mit Mittagessen
2.11. 10.30 h Musical-Gottesdienst
22.11. 19.30 h Konzert mit dem In-Motion-Trio
30.11. 14.30 h Adventsfeier mit Theo Illi
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Familiennachrichten
Termine
Bezirk Schwarzenbach/
5.10. Echt?!-Gottesdienst mit Michael Stahl
Burgthann
24.10 20.00 h Candlelight-Dinner für Paare mit Susanne und
Bodo Haas
2.11. Echt?!-Gottesdienst mit Kornelia Schelter,
Bernhardswinden
9.11. 18.00 h Vortrag im Gottesdienst von Nikolaus Franke,
Kassel (Weißes Kreuz)
29.11. 16.00 h Mike Müllerbauer – Familien-Konzert
Bezirk Schweinfurt
5.10. 10.00 h
9.11. 10.00 h 27.11. 9.00 h Erntedankfamiliengottesdienst mit Mittagessen
Hauskreisgottesdienst anlässlich
25 Jahre Mauerfall
Frauenfrühstück
Bezirk Uffenheim
4.10. 20.00 h 12.10. 10.30 h 19.10. 10.15 h 30.11. 14.30 h Konzert mit EC-Projektchor aus der Pfalz
„fresh&free“ Junge-Erwachsenen-Gottesdienst
Zwergerlgottesdienst in der Spitalkirche
Adventsgottesdienst mit Vorspiel
der Gemeindemusikschüler
Bezirk Weißenburg
14.-16.11. 19.30 h Offene Abende, Thema: „Gott und die Welt“
Aus Gründen des Datenschutzes
veröffentlichen wir die persönlichen Daten
nur in der Papierausgabe.
Wir danken für Ihr Verständnis!
Bezirk Bad Windsheim
12.10. 14.00 h Eröffnung der Ausstellung „Goldene Zeiten“
13.-17.10. Ausstellung „Goldene Zeiten“
5.-7.11. Aktion Weihnachten im Schuhkarton
23.11. 18.00 h Chorjubiläum von SalzChorn
Bezirk Würzburg
5.10. 11 +14 h Missionstage mit Peter Siemens, Referent für
Öffentlichkeitsarbeit bei der christlichen
Menschenrechtsorganisation „open doors“
9.11. 18.00 h „Keine Posaunen vor Jericho?“ Archäologie und
Bibel, Vortrag mit Peter van der Veen, Schorndorf
18
19
DMH Termine
Veranstaltungen
DER Tag für alle zwischen 13 und 17 Jahren
13. – 15. Oktober 2014
Mit der Message von Andy MacDonald (Bodenseehof), der Band „Transit“ (Nürnberg) und einem Konzert mit „Diversity“ aus der LUX-Kirche
Nürnberg sowie Actionangeboten, Workshops
und Seminaren
Tage für Gesundheits- und Krankenpfleger(innen)
Umgang mit Demenzkranken
Leitung: Cornelia Kirsch
Referentin am Dienstag: Marion Maschke
17. – 19. Oktober 2014
Alle Infos unter www.cjb.de!
Wochenende für Alleinerziehende mit oder ohne Kinder
Ich bin wertvoll!
Leitung: S. Evelyn Reschies
Referentin: Angelika Hiergeist –Kalin (Mitglied des SIN.GE.L.-Netzwerks)
Mitarbeit: S. Brigitte Schlotter und crossing!-Team
31. Oktober – 2. November 2014
Wochenende für Trauernde
Trauer, die ins Leben führt
Leitung: S. Evelyn Reschies
Referentin: S. Rosemarie Bareiß
7.- 9. November 2014
Wochenende für Singles
Männer und Frauen. Zwei unbekannte Welten treffen aufeinander
Leitung: S. Evelyn Reschies
Referentin: Martina Walter
Mitarbeit: S. Brigitte Schlotter
10.- 13. November 2014
TeenTag
FACHTAG
BIBEL
mit Dr. Stefan Felber,
St.Chrischona, Basel
Alttestamentler
Studium der Theologie in Erlangen,
Neuendettelsau und Vancouver
Pfarrer in Bayern, jetzt Dozent
am Theol. Seminar St. Chrischona
Patchwork-Freizeit
Leitung Gunda Dörr, Puschendorf
15. November 2014
Seminartag: Den Glauben im Alltag leben
Bei dir ist die Quelle des Lebens und in deinem Lichte sehen wir das Licht
Die bevorstehende Adventszeit ist eine gute Gelegenheit, die Impulse dieses Tages umzusetzen und einzuüben.
Referentin: Dekanin Ingrid Gottwald-Weber, Weißenburg
Leitung: S. Evelyn Dluzak
28. – 30. November 2014
Meditativ-kreatives Wochenende zum 1. Advent
Leitung: S. Evelyn Dluzak
Mitarbeit: S. Hannelore Tröger
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Psalmworte,
mit denen sich leben und sterben lässt
Bibelworte, denen man einfach glauben kann
Viele haben mit Psalmworten in ihrer Biographie wunderbare Erfahrungen gemacht, sie als
Wegweisung in verfahrenen Situationen erlebt, sie als Stärkung in Krankheitszeiten erfahren.
Oder sie haben sich über die Ehrlichkeit der Psalmisten gefreut, die gegenüber Gott ihr Leid
herausschreien, ihre Zweifel anklagend vorbringen oder für erfahrene Hilfe danken.
am Samstag, dem 8.11.2014
von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr
in 90617 Puschendorf
Konferenzstraße 4
Landeskirchlicher Gemeinschaftsverband Bayern e.V.
21
Veranstaltungen
Veranstaltungen
14. -16.11.:
Das CJB-Mitarbeitertraining
– der Grundkurs
05. – 16. März 2015
Shalom, entdecken Sie das Land der Bibel!
gemeinsam mit Theo Schneider,
dann Generalsektretär a.D.
Alles rund um Mitarbeitersein, Andachtsvorbereitung oder Erzählen einer biblischen Geschichte,
Spiele und Ideen rund um die Kinder- und Jugendarbeit. Damit DU fit wirst als Mitarbeiter…
Lassen Sie sich durch die einzigartige landschaftliche Vielseitigkeit dieses Landes verzaubern, den grünen Bergen, kargen Wüsten,
schroffen Bergen und von Wind und Wetter geformten Steinen.
Seit Jahrtausenden steht dieses Land im
Brennpunkt der Weltgeschichte. Besuchen
Sie biblische Orte, an denen die Geschichten
von Jesus, David und Mose für Sie neu an Bedeutung gewinnen werden. Sie werden die biblischen Texte mit ganz anderen Augen lesen,
wenn Sie die Atmosphäre Israels kennengelernt
haben. Wir reisen durch mehrere tausend Jahre
orientalischer Geschichte und einige hundert
Kilometer israelischer Landschaft.
Veranstalter:
Christlicher Jugendbund Bayern
Waldstr. 1 | 90617 Puschendorf
Ansprechpartner:
Christine Stern
Tel 09101 9020630 | christine.stern@cjb.de
SC HR IT TE
WA GE N
Netzw erkta g für alle Mitar beite r
in der Kinde r- und Jung schar beit
SA 25O2 0K1 T4
Wir werden auch die Probleme des Landes Israel spüren und entdecken, dass das Bild der
Medien von Auseinandersetzungen nur ein Teil
der Wirklichkeit ist. Johannes Gerloff, ausgewiesener Israelkenner und seit über 15 Jahren
Korrespondent der kep in Israel, wird uns in
das Land hinter den Fernsehbildern einführen.
Zeit zur Besinnung
An verschiedenen Stellen werden wir innehalten,
auf biblische Texte hören und ganz neu vielleicht
vertraute Geschichten wahrnehmen.
Mehrere Tage nehmen wir uns Zeit für die Heimat
Jesu um den See Genezareth mit Tabgha, dem
Berg der Seligpreisungen, Kapernaum und Jor-
dantaufstelle „Yardenit“.
Danach geht es ins galiläische Bergland nach Nazareth, Kanan und Safed.
Auf der Fahrt nach Jerusalem nehmen wir uns Zeit
für Jericho und eine Begegnung mit einem Weggefährten Yassir Arafats,
der heute ein christliches Hilfswerk leitet.
In Jerusalem genießen wir den Blick vom Ölberg mit Blick über die „goldene Stadt“ Jerusalem, hinab ins Kidrontal mit Garten Gethsemane, in die Altstadt Jerusalems mit Klagemauer, jüdischem Viertel, Via Dolorosa und
Grabeskirche. In Bethlehem besuchen wir die
Hirtenfelder, die Geburtskirche und die Behinderteneinrichtung „Lifegate“. Zu Israel gehört
auch die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit. Wir besuchen das Hilfswerk „Zedakah“ in Shavei Zion und die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte „Yad Vashem“
mit dem „Tal der verschollenen Gemeinden“. In
Jerusalem nehmen wir an einem Gottesdienst
der messianischen Gemeinde teil und treffen
deutschsprachige Mitarbeiter der Gemeinde.
Und wir werden die Faszination der Wüste
spüren mit Qumran, der Burg Massada
und einem Bad im Toten Meer.
Leitung:Konrad Flämig, Puschendorf
und Theo Schneider, Kassel
Preis bis 31.12.2014: 1998,- EUR
Flug, Hotel, HP, Rundreise (s. cfr-Katalog
930 -1630 UHR
Konfe renzh alle Pusch endo r f
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23
Liebe Freunde!
Herzliche Einladung zu unseren
Ski- und Winterfreizeiten!
Elsass im Advent (Nr.: 2428)
Jedermann
05.–07.12.2014
Die Weihnachtsmärkte von Mulhouse und Colmar, der
Isenheimer Altar im Unterlinden Museum, das Lebkuchenmuseum in Gertwiller, die romantische Fachwerkstadt Selestat werden Sie begeistern. Auch das weltberühmte Straßburger Münster mit dem ältesten Weihnachtsmarkt im Elsass ist selbstverständlich mit im
Besichtigungsprogramm dabei. Kommen Sie mit und Sie
werden feststellen: Im Advent wird das Elsass ein Märchenland.
Leitung: Konrad Flämig
Preise:325 €
EZ Aufschlag: 55 €
Anzahlung:50 €
Obertauern (Nr.: 2501)
Jugendliche ab 16 Jahre, Jedermann
02. – 06.01.2015
Ins neue Jahr mit jeder Menge Schneespaß und 100
Pistenkilometern. Im Jugendalpincenter Obertauern
kann man so richtig durchstarten. Der Schaidbergsessellift ist direkt am Haus und führt ins Skigebiet mit
seinen 26 Liftanlagen auf bis zu 2.350 m. Mittags parken wir einfach die Ski vor unserem Haus und lassen es
uns im gemütlichen Speisesaal so richtig schmecken.
Neben Boarden und Skifahren bieten wir inspirierende
biblische Impulse.
Leitung: Samuel Peipp
Preis: 289 € (AZ 50 €)
Eigene Anreise, Mitfahrgel. begrenzt vorh. (85 €)
5-Tage Skipass Erw. ca. 184,50 €, Jugendl. Jhg. 19961998 ca. 138,50 €. Evlt. Grupppreis möglich.
Bitte Anmeldung angeben, ob 5-Tage-Skipass oder Mitfahrgelegenheit gewünscht.
Alta Badia (Nr.: 2502)
Jedermann (mit Busanreise)
25.01. –01.02.2015
Freuen Sie sich auf einen traumhaften Winterurlaub
in Südtirol! In Alta Badia im schönen Gardatal sind
für Skifahrer keine Wünsche offen. Unsere 3 * Pension
liegt am Fuß des Kreuzkofels. Direkt im Skigebiet Alta
Badia sind traumhafte Pisten mit urigen Hütten. Hier
kann man auch bequem in die „Sella Ronda“ – eine der
schönsten Skitouren der Dolomiten starten. Oder fahren Sie mit dem Skibus (gleich beim Haus) zum Kronplatz. Im Skigebiet Dolomiti Superski stehen über
1.200 präparierte Pisten zur Verfügung. Schneevergnügen pur! Die 3* Pension Alciac verwöhnt uns mit Latinischen Spezialitäten. Alle Zimmer mit Du/WC.
Leitung: Roland Sauerbrey
Preise: DZ 489 € (AZ 50 €), EZ auf Anfrage
Busreise, HP, RKV
Schneeschuhwanderung
Fichtelgebirge (Nr.: 2503)
Jedermann
06.02. – 08.02.2015
Erleben Sie den 2. Teil der Schneeschuhwanderung im „fränkischen Hochgebirge“. Auf großem Fuß sind wir unterwegs
und stapfen durch die herrliche Winterlandschaft des Fichtelgebirges. In der Kösseine und in
der Pension Naabquelle werden wir gemütliche Hüttenabende verbringen und uns über Gottes Wort austauschen. Die Schneeschuhe werden gestellt. Bei wenig Schnee gehen wir Winterwandern .
Leitung: Walter Ittner
Preis:105 €
Anzahlung:20 €
Dachstein / Bad Goisern
(Nr.: 2504)
Familien
14.–21.02.2015
Mit der ganzen Familie den Schnee genießen!
Erleben Sie die faszinierende Winterlandschaft der
Dachsteinregion. 142 km Pistenvergnügen und 64 Liftanlagen erwarten Sie im Skiverbund Dachstein-West.
Untergebracht sind wir im 3* Hotel Goisererhof. Nach
einem gelungenen Skitag können Sie im Wellnessbereich mit Sauna und Kräuterbad entspannen oder in ihrem gemütlich eingerichteten Zimmer etwas Ausruhen.
Zum Abendessen werden internationale und regionale
Schmankerln serviert. Im Abendprogramm wollen wir
über Gottes Wort nachdenken und gesellig beieinandersitzen. Für die Kinder gibt es ein extra Programm von
erfahrenen Mitarbeitern.
Leitung: Roland Sauerbrey
Preise:
Kinder
bis 3 Jahre:
0€
Kinder
4-10 Jahre: 305 €
Kinder
11-13 Jahre: 320 €
Ab 14 Jahre + Erwachsene: 455 €
AZ50 €
Eigene Anreise
Achtung: Mädels aufgepasst!
Es gibt noch wenige Plätze bei unserer Musicalfreizeit in den Herbstferien vom 27.10.-2.11.2014
in Puschendorf und Nürnberg!!!
Christlicher Freizeit- und Reisedienst
Waldstr. 1, 90617 Puschendorf, Tel. 0 91 01/90 20 670,
Mail: reisen@cfr.de, Web: www.cfr.de
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Seele and Geist
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