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Magazin für
Studienplatzbewerbung
und Studienstart
Sommersemester 2014
STUDI-Info im Web:
www.studi-info.de
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Örtlicher NC:
Das Dialogorientierte Serviceverfahren von hochschulstart.de
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© 2012-2013
hochschulsta
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Schutzgebühr 3,80 €
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| Impressum
Medizin: Chancen ausschöpfen
BWL, Jura und Co.: Weg zum Wunschstudienplatz
Aussichtsreich: Duale Studiengänge
Tipps: Hier gibt es Geld fürs Auslandsstudium
„Ihr Studienplatz ist unser
gemeinsames Ziel.
Dafür setze ich mich ein.“
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Editorial
SS 2014
Editorial
Ausbildung oder Studium?
Beides! Studium mit Gehalt
Self-Assessment – welcher
Studiengang passt zu mir?
Ich habe ihn gemacht, einen dieser Waswill-ich-eigentlich-Checks im Internet.
Nicht, weil ich noch ein Studium dranhängen will und mich frage, welches Fach
das richtige für mich ist. Sondern als
Selbstversuch. Das Ergebnis dieses
Self-Assessments? Passt eigentlich ganz
gut. Alles, was mit Sprache zu tun hat,
liegt mir. Musik hingegen gar nicht. Auch
die Studienrichtungen, die das Testergebnis mir empfiehlt – Angewandte
Politikwissenschaften und Anglistik zum
Beispiel –, finde ich gar nicht so abwegig.
Wie es allerdings Biological Science auf
die Liste geschafft hat, ist mir schleierhaft
(Bio war das Fach, das ich in der Oberstufe als erstes abgewählt habe).
Inzwischen laden immer mehr Hochschulen Abiturienten ein, in Selbsteinschätzungstests ihre eigenen Stärken und
Schwächen aufzuspüren. Per Mausklick.
Und anonym. So wollen sie verhindern, dass man sich womöglich für ein
Fach entscheidet, das einem gar nicht
liegt.
Wo die Tests im Netz zu finden sind und
wie man am besten zu einer Entscheidung kommt, findet ihr auf den folgenden
Seiten. Wir haben darüber mit Experten
gesprochen, lassen aber auch Studenten
mit Campus-Erfahrung zu Wort kommen. Welche Interessen haben sie? Was
hat ihnen bei der Wahl geholfen?
Wer bereits weiß, was er studieren will,
findet darüber hinaus Tipps für die Bewerbung. Wir erklären, was es mit
dem Numerus Clausus auf sich hat und
warum man sich von der Zahl nicht abschrecken lassen sollte. Wir erläutern,
warum die Abi-Note zwar wichtig ist,
man aber auch auf anderen Wegen zum
Studienplatz kommen kann. Und wir haben Studenten gefragt, wie es bei ihrer
Bewerbung geklappt hat.
Im Kapitel Studienplatz Medizin erfahrt ihr, wie das für diese Fächer spezielle Bewerbungs- und Auswahlverfahren
funktioniert. Ein Experte berichtet, wie
groß die Chancen sind, einen Studienplatz zu ergattern, und wie man diese verbessern kann. Drei Studenten, die bereits
seit einigen Semestern Medizin studieren, haben uns verraten, welche Erfahrungen sie beim sogenannten Medizinertest gesammelt haben und was er
ihnen gebracht hat.
Wen es während des Studiums in die Ferne zieht, der kann sich im Kapitel Studieren im Ausland über Ziele, Vorteile
und Geldquellen informieren. Ein Student, der inzwischen eine Stelle als Vorstandsassistent angetreten hat, gibt zu
Protokoll, dass das Auslandsstudium bei
seiner Bewerbung um den Posten ein
Pluspunkt war. Und ein Personalberater
erläutert, warum er Studenten mit Auslandserfahrung für besonders engagiert
hält.
Neu bei Studi-Info ist das Kapitel
MINT studieren. Die vier Buchstaben
stehen für Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Wirtschaft
sucht MINT-Absolventen, viele Abiturienten schrecken die Fächer aber eher
ab. Sie haben die Sorge, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Dabei können sie auf jede Menge Unterstützung
hoffen, wie wir erfahren haben.
Diese und noch mehr Tipps findet ihr im
aktuellen Studi-Info.
Katja Niemeyer
Redakteurin
Freie Studienplätze!
Kostenfreie Jobbörse
Studium im Zukunftsmarkt
Prävention, Fitness, Sport
und Gesundheit
MBA
• Sport-/Gesundheitsmanagement
Master of Arts
• Prävention und
Gesundheitsmanagement
Bachelor of Arts
• Fitnesstraining
• Sportökonomie
• Fitnessökonomie
• Ernährungsberatung
• Gesundheitsmanagement
Duales Bachelor-Studium
Beim dualen Bachelor-Studium an der staatlich
anerkannten Hochschule sind die Studierenden
gleichzeitig in einem Unternehmen beschäftigt.
Dadurch erhalten Sie schon während des Studiums eine Vergütung in Höhe eines Azubigehalts
und sammeln wertvolle Berufserfahrung. Studienstart jederzeit möglich!
Vorteile
• Studium mit Gehalt im Zukunftsmarkt
• Flexibles Fernstudium
• Kompakte Präsenzphasen
• Hoher Praxisbezug durch Festanstellung
• Bundesweite Studienzentren
Tel. +49 681 6855-150 • www.dhfpg.de
3
4
Inhalt Sommersemester 2014
Die Highlights
dieser Ausgabe:
6
12
24
Abi – und dann?
In dem Kapitel findet ihr
Tipps zur Studienwahl.
Überdies erzählen Studenten,
wie sie sich für ein Fach
entschieden haben.
Studienplatz Medizin
Hier erfahrt ihr, wie das Bewerbungsverfahren funktioniert.
Studenten berichten außerdem
von ihren Erfahrungen beim
Medizinertest.
Örtlicher NC
Hier steht, wie man einen Studienplatz bekommt.
Darüber hinaus erzählen Studenten von ihrer
Bewerbung.
Inhalt:
17
3
4
6
8
Editorial
Inhalt
Studienorientierung
10 9
12
15
Was kann ich? Was will ich?
Interview: „Bulimie-Lernen hilft
nicht wirklich“
Richtig durchstarten
Leih’ dir einen Studenten!
Studis erzählen: So habe ich
mich für ein Studium entschieden
Studienplatz Medizin
Antrag ausfüllen und abwarten
Interview: „Ohne eine Eins vor
dem Komma wird es schwierig“
Medizinertest
Ohne Test sinken die Chancen
Test-Teilnehmer berichten:
So war der Medizinertest
18
20
Hochschulverzeichnis
30
Duales Studium
32
Karrierewunsch Kriminal-
34
Ingenieurwesen rauf, Informatik
Neun Fragen, neun Antworten
kommissar
runter
der Medizinischen Unis
24
Örtlicher NC
26
28
29
Wie bekomme ich einen
Studienplatz?
Bewerber haben zwölf Wünsche
frei
Studis berichten. So habe ich
einen Studienplatz bekommen
Im Fokus: Studierfähigkeitstests
36
Privat-Uni
38
Spezial: MINT studieren
Schnell zum Abschluss
Überzeugungstäter halten durch
– auch in Frustphasen
Studieren im Norden und
im Osten
43 Studieren in NRW
40
Inhalt Sommersemester 2014
auch im Web:
Source: Universum Survey & CHE
DIE UNTERNEHMERISCHE HOCHSCHULE ®
I nt ernati onal s tudi eren auf höchs tem Nivea u
BACHELORSTUDIUM
Biotechnologie
Business & Management
Lebensmittel- & Rohstofftechnologie
Management, Communication & IT
Management & Recht
Mechatronik
Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmgmt.
Soziale Arbeit
Tourismus- & Freizeitwirtschaft
Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik
Wirtschaft & Management
Wirtschaftsingenieurwesen
MASTERSTUDIUM
Biotechnologie
Entrepreneurship & Tourismus
International Business
30
International Business & Law
International Health & Social Mgmt.
Management, Communication & IT
Mechatronik – Maschinenbau
Rohstoff- & Lebensmittelwirtschaft
Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -mgmt.
Duales Studium
Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik
Alles von A wie Ausbildung bis Z wie
Verdienst. Und: Kriminalkommissar
dual studieren.
Wirtschaftsingenieurwesen
EXECUTIVE MASTERSTUDIUM
General Management Executive MBA
Master in Innovation & IPR MSc
Master of Science in Management MSc
Internationales Wirtschafts- & Steuerrecht LL.M.
ZERTIFIKATS-LEHRGÄNGE*
46
50
Studieren im Süden
Studienplatzabsage
Auf zu Plan B
52
Studienplatzklage
55
56
Die Fristen im Blick haben
Studieren im Ausland
Es sind noch Plätze frei
58
Das Fernweh wächst
Impressum
Brand Management | Controlling & Unternehmenssteuerung |
General
Management
|
Innovations-,
Produkt&
Prozessmanagement | International Management Program© |
Management, Psychologie & Leadership | Marketing | Patent- &
Lizenzmanagement
|
Personalmanagement
|
Sales
Management | Supply Chain Management | Tourismusmanagement & Führung | Tourismusmarketing & Innovation |
Unternehmenskommunikation
MANAGEMENT-SEMINARE
FIRMENTRAININGS
= in deutscher und englischer Sprache;
= in englischer Sprache,
= Vollzeit,
= berufsbegleitend; * Sämtliche Zertifikats-Lehrgänge sind anrechenbar auf die ExecutiveMaster MBA und MSc; © Stubaier Gletscher
www.mci.edu
5
6
SS 2014
www.was-studiere-ich.de
Studienorientierung
Was kann ich? Was will ich?
Es ist nicht leicht, das passende Studium zu finden. Da kann es manchmal helfen, sich direkt
bei Studenten Rat zu holen, bei Facebook umzuhören, Experten zu fragen oder einen der
zahlreichen Self-Assessment-Tests im Internet zu machen.
KATJA NIEMEYER
Was soll bloß aus mir werden? Diese Frage stellen sich viele,
die in rund einem halben Jahr – hoffentlich – ihr Abi geschafft
haben. Mit der Hochschulzugangsberechtigung stehen ihnen
grundsätzlich die Türen zu den Universitäten und Fachhochschulen des Landes offen. Aber ist eigentlich jeder Abiturient
für ein Studium geeignet? Im Prinzip ja,
Universität oder
meint Stefan Hatz, Vorsitzender der GeFachhochschule?
sellschaft für Information, Beratung und
Therapie an Hochschulen (GIBeT).
Schließlich bereite die Oberstufe auf eine akademische Laufbahn vor. Die Frage lautet eher, welche Hochschulform die
Richtige ist. Wer praktisch veranlagt ist, dem liegt womöglich
die Praxisnähe von Fachhochschulen. Wer demgegenüber Gefallen daran findet, sich in Theorien und wissenschaftliche Texte einzuarbeiten, der ist an Universitäten besser aufgehoben.
gerne später einmal ausüben? Darum geht es zunächst. Und
weniger darum, so Hatz, welchen Beruf man später einmal ergreifen will. Wer zum Beispiel gerne mit Menschen arbeiten
möchte, für den könnten sozial- und erziehungswissenschaftliche Studiengänge das Richtige sein. So leicht sollte man
sich die Entscheidung freilich nicht machen. Zumal gerade in
diesen Fächern jede Menge Statistik vorkommt. Gute Noten in
Mathe wären also von Vorteil.
Blick ins Zeugnis
Überhaupt können auch Schulnoten Hinweise darauf geben,
für welche Studiengänge man das nötige Rüstzeug mitbringt –
und für welche nicht. Wer sich zum Beispiel durch den Physikunterricht mehr schlecht als recht wurschtelt, sollte von einem
Ingenieurstudium absehen. Und wer sich in Mathe schwer getan hat, für den ist BWL wohl nicht das richtige Fach.
Große Umstellung
Wer studieren will, sollte sich im Klaren darüber sein, dass die
Umstellung von der Schulbank auf den Hörsaal groß
ist. Anders als Lehrer sitzen Professoren einem eher selten im
Nacken. Vielmehr muss man die Motivation zum Pauken und
zum Weitermachen selbst aufbringen. Auch Ausdauer sollte
man mitbringen, geht ein Studium doch über mehrere Jahre.
Beratung in Anspruch nehmen
Auch die Studienberatungsstellen der Hochschulen unterstützen bei der Studienwahl. Dr. Ulrich Heublein vom HIS-Institut
für Hochschulforschung empfiehlt, sich konkrete Fragen zu
konkreten Studiengängen zu überlegen. „Man kann nicht erwarten, dass der Berater ein bestimmtes Fach empfiehlt und
mir damit die Entscheidung abnimmt“, ergänzt er.
Qual der Wahl
Ist die Entscheidung für ein Studium gefallen, stellt sich die –
womöglich viel schwierigere – Frage nach dem richtigen Fach.
Mehr als 9400 grundständige Bachelorstudiengänge gibt es
derzeit an deutschen Hochschulen. Bei der Suche nach
dem passenden Studiengang > Als grundständiges
sollte jeder bei sich selbst anStudium werden Studienfangen. Wo liegen meine Ingänge bezeichnet, die zu
teressen? Welche Fähigkeiten
einem ersten Hochschulhabe ich? Und welche Tätigabschluss führen.
keiten würde ich eigentlich
Was interessiert mich? Was kann ich gut?
Der Wunschberuf kann, muss aber nicht ein Kriterium bei der
Wahl sein. Bei Studiengängen wie Lehramt und Medizin steht
der Beruf so gut wie fest. Die meisten Fächer eröffnen aber ganz
unterschiedliche berufliche Perspektiven. Umgekehrt kann
man viele Berufe auf unterschiedlichen Wegen ansteuern. Oftmals, so Hatz, ergibt sich der gewünschte Beruf erst im Laufe
des Studiums – „und das ist auch in Ordnung“.
Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt kann ein Entscheidungskriterium sein. Derzeit gibt es zum Beispiel sehr viele
freie Ingenieursstellen.
Mehr im Web:
> was-studiere-ich.de (Test des Landes Baden-Württemberg, der aus
einem Interessen- und drei Fähigkeitstests besteht)
> studifinder.de (Test des Landes Nordrhein-Westfalen unter anderem zu Stärken und
Fähigkeiten)
> borakel.de (Selbsteinschätzungs- und Fähigkeitstest der Uni Bochum mit Teilen zu
Berufsweg und Studium)
> www.powertest.abi.de (Test der Bundesagentur für Arbeit, der prüft, ob Interessen
und Stärken zusammenpassen)
»Nur weil Priester
gesucht werden,
sollte man sich nicht
für Theologie
einschreiben.«
GIBeT-Vorsitzender Stefan Hatz
Warum also nicht ein technisches Fach
studieren? Hatz warnt davor, die jeweiligen Jobaussichten allzu sehr zu berücksichtigen. Im Vordergrund müssten stets
die jeweiligen Interessen und Fähigkeiten
stehen – „nur weil Priester gesucht werden, sollte man sich nicht für Theologie
einschreiben“, rät er.
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Self-Assessment per Mausklick
Aufschluss über den passenden Studiengang geben auch die Online-Self-Assessments diverser Hochschulen. Mit Tests
sollen sich Abiturienten selbst einschätzen und herausfinden, ob sie die Voraussetzungen erfüllen. Hatz: „Die Self-Assessments per Mausklick sind ein gutes
Mittel, um Irrtümer über Anforderungen und Inhalte rechtzeitig aufzudecken.“ Als Pionier bei den Tests gilt das
BOrakel der Uni Bochum. Der Selbsteinschätzungs- und Fähigkeitstest informiert auch über Berufswege und Studium.
Campus-Luft schnuppern
Wer erfahren will, wie es sich anfühlt, Student zu sein, und was ein bestimmter Studiengang einem abverlangt, der sollte
einmal Campus-Luft schnuppern. „Hingehen und Studenten fragen“, rät Heublein. Wem der Weg zu weit ist, der kann
sich auch in sozialen Netzwerken
wie Facebook umhören. Hochschulen
bieten zudem Informationstage und spezielle Programme an, die Schüler und
Studenten zusammenbringen. Der Verein Quaestia etwa organisiert Schnupperwochen. Frei nach dem Motto: Studieren
geht über probieren.
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8
Studienorientierung
SS 2014
Interview
-Redakteurin
Katja Niemeyer im Gespräch
mit Wilfried Schumann. Der
»Bulimie-Lernen
hilft nicht wirklich«
Psychologe arbeitet in einer
Uni-Beratungsstelle.
Wie ist so ein Studentenleben? Und wie
komme ich mit der neuen Situation zurecht? Wilfried Schumann, Leiter der Psychosozialen Beratungsstelle von Universität und Studentenwerk Oldenburg,
kennt die Sorgen der Studierenden. Seine
Botschaft: Wer Rat benötigt, sollte sich
nicht schämen, denn auch viele andere
Studierende sind im Laufe ihres Studiums mit Krisen konfrontiert. Das ist
nicht ungewöhnlich.
STUDI-Info: Wie fühlt es sich an, wenn
man als Abiturient an die Hochschule
kommt?
Schumann: Oftmals ist der Start ins Studium mit einem Ortswechsel verbunden.
Man ist weg von zu Hause, von den
Freunden, der gewohnten Umgebung.
Man steht also vor der Situation, neue soziale Kontakte knüpfen zu müssen. Hinzu
kommt die Hochschule als Institution,
deren Regeln neu für einen sind und in
der man sich erst einmal zurechtfinden
muss.
STUDI-Info: Eine große Herausforderung.
Die Leistungen müssen stimmen. Man
muss sich neu vernetzen. Welche Probleme
lauern da?
Schumann: Natürlich besteht die Gefahr, dass man seine Leistungsgrenzen
überschreitet – bis irgendwann gar nichts
mehr geht. Burn-Out. Klar, soweit kommt
es nur in den allerwenigsten Fällen. Aber
unter Prüfungsstress leiden viele. Auch
über einen mangelnden Antrieb klagen
einige Studierende.
nutzen. Das bedeutet aber definitiv nicht,
jeden Tag von morgens bis abends zu lernen. Es hat sich gezeigt, dass man zu geistiger Arbeit nur sechs bis acht Stunden
am Tag in der Lage ist. Als Ausgleich ist
es wichtig, seinen Hobbys nachzugehen,
Spaß zu haben.
STUDI-Info: Manch einer neigt zum Aufschieben: Statt zu lernen, räumt er sein
Zimmer auf oder verabredet sich mit
Freunden. . .
»Als Ausgleich ist es
wichtig, seinen Hobbys
nachzugehen, Spaß zu
haben.«
Wilfried Schumann
Schumann: Zunächst einmal hilft die
Einsicht, dass nicht alles glatt laufen
kann. Dass man Lehrgeld zahlen wird
und man eben nicht immer 100 Prozent
geben kann. Auch ein übertriebener Ehrgeiz ist fehl am Platz. Der trägt nicht dazu
bei, dass man gut durchs Studium
kommt. Gleichwohl: Durchhaltevermögen ist wichtig. Also nicht alles gleich hinwerfen bei der ersten Schwierigkeit.
STUDI-Info: Was raten Sie Studierenden
darüber hinaus?
Schumann: Sie sollten ihre Zeit effektiv
Schumann: Das fühlt sich aber in der
Regel nicht gut an. Weil man ja genau
weiß, dass der Druck zu lernen damit nur
noch zunimmt. Besser ist es, gezielt zu
trainieren, den Stier bei den Hörnern zu
packen und sich an den Schreibtisch zu
setzen.
STUDI-Info: Irgendwann ist der Tag der
Klausur. Was können Studierende tun,
wenn die Prüfungsangst unerträglich
wird?
Schumann: Grundsätzlich gilt: Wer gut
vorbereitet ist, muss weniger Angst haben. Und: Bulimie-Lernen hilft nicht
wirklich. Wen die Ängste regelrecht lähmen, der sollte Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Manchmal hilft es aber
auch schon, sich die eigenen Stärken bewusst zu machen und mit einer Löwenhaltung – und nicht als Mäuschen – in die
Prüfung zu gehen.
Tipp zum Thema
Hilfe zur Studienfachwahl bieten die Studienberatungsstellen der Hochschulen.
Fragen können in einer Gruppenberatung, per E-Mail, telefonisch oder in einem
persönlichen Gespräch geklärt werden. Erste Anlaufstelle für Infos und Termin-
STUDI-Info: Was kann man tun, damit es
gar nicht erst so weit kommt?
vereinbarungen ist in der Regel die Zentrale Studienberatung.
Studienorientierung
SS 2014
Richtig durchstarten
Viele Studenten lassen Uni Uni sein und verlassen die
Einrichtung ohne Abschluss. Die meisten fühlen sich überfordert.
zeigt, wie der Hochschulstart gelingen
kann.
Das HIS-Institut für Hochschulforschung hat ausgerechnet, dass jeder fünfte Student
nach dem zweiten oder dritten Semester sein Studium hinschmeißt. Damit es gar nicht
erst so weit kommt, sollte man von Anfang an richtig durchstarten. Dr. Ulrich
Heublein, Bildungsforscher beim HIS, weiß, worauf es ankommt:
Noch vor der Bewerbung um einen Studienplatz sollte man sich über die
Leistungsanforderungen informieren. Viele Abbrecher scheitern an der Fülle des
Stoffs und am Lernniveau.
Die Identifikation mit dem Fach sollte stimmen. Andernfalls wird es schwierig, sich auf Dauer zum Lernen und Mitarbeiten zu motivieren. Viele Exmatrikulationen sind schlichtweg auf falsche Erwartungen zurückzuführen.
Jobben – etwa als Kellner – und Studieren lässt sich vereinbaren, mehr als 13
Stunden sollte man aber nicht arbeiten.
Neben dem Studium zu jobben ist eigentlich kein Problem. Allerdings sollte
sich die Arbeitszeit in Grenzen halten. Mehr als elf bis 13 Stunden lassen sich in der
Regel nicht vereinbaren mit einem Bachelor-Studium.
Katja Niemeyer
Leih’ dir
einen Studenten!
Bei mehreren tausend Studiengängen, die es in Deutschland
gibt, ist es gar nicht so leicht, eine Wahl zu treffen. Das Projekt
„Rent a Student“ der Bremer Hochschule hilft bei der
Entscheidung. Johannes Stubenrauch hat mitgemacht. Er „mietete“ sich eine Studentin – für zwei Tage und ganz umsonst. Zuvor hatte er sich ausführlich bei der Studienberatung der Fachhochschule informiert.
Als er sich bei dem Studentenverleih meldete, war er bereits
an einer Uni eingeschrieben. „Ich studierte im ersten Semester,
fühlte mich aber überfordert und war unzufrieden“, berichtet
der 22-Jährige. Es war klar, dass er das Studium abbrechen und
einen zweiten Anlauf nehmen würde. Diesmal sollte die Entscheidung wohl überlegt sein. Das Angebot, Vorlesungen und
Campusleben mit einem erfahrenen Studenten an der Seite zu
erleben, nahm er deshalb gerne an.
Mit der Miet-Studentin besuchte er drei Vorlesungen, sprach
mit Kommilitonen und einem Professor. Und probierte das Mensaessen. Zu diesem Wintersemester hat er ein
Bauingenieurwesen-Studium in Bremen aufgenommen.
„Mit dem Angebot hoffen wir, falsche Vorstellungen über bestimmte Studiengänge auszuräumen“, erklärt Beate Blank von
der Hochschule Bremen, die die Idee zu „Rent a Student“ hatte.
In der Regel sehe das Projekt einen Schnuppertag vor. Schülern
helfe es bei der Entscheidungsfindung. Die Koordinatorin hat
zurzeit 70 Studierende in ihrer Liste.
Katja Niemeyer
9
10
Studienorientierung
SS 2014
So habe ich mich für ein Studium entschieden
»Nach dem Abi habe ich ein freiwilliges soziales Jahr
(FSJ) absolviert. Ich war mir noch unsicher, welches Fach
das richtige für mich ist. Während des FSJ habe ich viele
verschiedene Erfahrungen gesammelt. Sport habe ich immer schon gerne gemacht. Französisch auch. Der Aufnahmetest für Sport war nicht so schwierig. Jetzt studiere ich
die beiden Fächer auf Lehramt, Sekundarstufe II.
Ich freue mich.«
Janek, 20 Jahre, studiert Sport und Französisch auf Lehramt im ersten Semester
»Nach dem Abi habe ich zunächst einige Semester Jura
studiert, aber das lag mir nicht. Da muss man sehr viel
auswendig lernen und der Stoff ist eher trocken. Ich habe
dann ein Praktikum in einer Grundschule gemacht und
festgestellt, dass mir die Arbeit als Lehrerin sehr viel
mehr Spaß machen würde. Mir gefällt, dass ich dabei
sehr viel Kontakt habe zu Menschen und kreativ sein
kann.«
Sandra, 21 Jahre, studiert auf Grundschullehramt im ersten Semester
»Eigentlich wollte ich immer Ärztin werden, nach dem
Abi habe ich auch einen Studienplatz in Humanmedizin
bekommen. Ich war glücklich. Aber das Studium ist doch
sehr anspruchsvoll. Ich habe mich dann relativ bald entschieden, das Fach zu wechseln. Jetzt studiere ich auf
Lehramt. Ich denke, das passt einfach besser zu mir und
zu meinen Fähigkeiten.«
Claire, 20 Jahre, studiert auf Grundschullehramt im ersten Semester
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12
SS 2014
www.hochschulstart.de
Studienplatz Medizin
Antrag ausfüllen und abwarten
Anton, Daisy – noch nie gehört? Für Studenten der Human-, Zahn- und Tiermedizin* sowie
Pharmazie sind die beiden gute Bekannte. Denn nur über diese Online-Tools führt der Weg
zum Studium.
ANKE BEIMDIEK
Das Formular auszufüllen, ist kinderleicht – mit einem geschickt gewählten
Antrag kann man seine Chancen auf
einen Studienplatz aber deutlich erhöhen.
Kein lästiger Papierkram, nur ein paar
Mausklicks: Wer sich heute um einen Studienplatz in den bundesweit zulassungsbeschränkten Fächern Humanmedizin,
Zahnmedizin, Tiermedizin oder Pharmazie bewirbt, muss online gehen. Die Bewerbung läuft nur über die Homepage
hochschulstart.de.
Dahinter
steckt die Stiftung für Hochschulzulassung, die frühere Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS). Die Stiftung hat für die Bewerbung im Netz ein
ausgereiftes
Online-Antragsformular
entwickelt. „AntOn“ steht kurz für „Antragstellung Online“ und „DaISy“ für
„Daten-Informations-System“. Um einen
Studienplatz zu beantragen, müssen Bewerber Anton ausfüllen. Unter Daisy können sie ihre Daten zwischenspeichern,
weiterbearbeiten und jederzeit den Stand
der Bewerbung verfolgen.
20 Minuten für die Bearbeitung
Das Ausfüllen des Online-Antrags ist ein
Kinderspiel. 20 Minuten, länger dauert
die Bearbeitungszeit im Regelfall nicht.
Anton führt Schritt für Schritt durch die
Anmeldung und liefert am Ende eine Liste mit den Dokumenten, die beigefügt
werden müssen. Vieles ist selbsterklärend. Gleichzeitig prüft Anton im Hintergrund, ob die Angaben vollständig und in
sich stimmig sind. Findet Anton Fehler,
die Daten automatisch zwischengespeichert und können jederzeit weiterbearbeitet werden. Sind schließlich alle Fragen beantwortet, leitet Anton den Datensatz mit einem Mausklick an die Zulassungsstelle weiter. Ganz wichtig: Die Bewerbung muss fristgerecht eingereicht werden. Der Onlineantrag muss für
das Sommersemester spätestens am 15.
Januar (Wintersemester 15. Juli) bis 24
Uhr bei hochschulstart.de eingegangen
sein. Das ist der Anmeldeschluss. Es gilt
der Zeitpunkt der Speicherung des
Datensatzes. Nur innerhalb dieser Online-Bewerbungsfrist können Bewerber
auch Studiengang oder Studienorte ändern.
Formular und Zeugniskopien
verschicken
Anton führt Schritt für Schritt durch die
Anmeldung.
meldet er sich, und der Antrag kann umgehend korrigiert werden. Anton hilft
außerdem mit Hinweisen und Hintergrundinformationen zum Zulassungsverfahren.
Unterlagen griffbereit haben
Um die Eingabemaske möglichst zügig
bearbeiten zu können, sollten Bewerber
ihr Abi-Zeugnis und gegebenenfalls
Unterlagen über Ausbildungen oder geleistete Freiwilligen- und Wehrdienste
griffbereit haben, rät hochschulstart.de.
Der Antrag kann auch in mehreren Etappen bearbeitet werden. In Daisy werden
Ganz ohne Papier kommt der Antrag allerdings nicht aus. Nachdem die Daten
bei der Zulassungsstelle eingegangen
sind, erscheint im Gegenzug auf dem
Bildschirm ein Formular, das Bewerber
ausdrucken, unterschreiben und zusammen mit einer beglaubigten Kopie des
Abiturzeugnisses, Bescheinigungen über
Berufsausbildungen oder dem Ergebnis
des Medizinertests per Post an hochschulstart.de schicken müssen – und
zwar für das Sommersemester bis spätestens zum 31. Januar. Ohne diese Formulare bearbeitet die Zulassungsstelle den
Antrag nicht.
* Eine Bewerbung für Tiermedizin ist nur
zum Wintersemester möglich.
Human-, Zahn- und Tiermedizin, Pharmazie
SS 2014
Auswahlverfahren der Hochschulen
Die Bewerbung ist kinderleicht, das Zulassungsverfahren ist jedoch komplex. 20 Prozent der freien Plätze gehen an die Abiturbesten des jeweiligen Jahrgangs (Abiturbestenquote). Weitere 20 Prozent der Plätze werden nach Wartezeit vergeben. Die
restlichen 60 Prozent werden im sogenannten Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) verteilt. Diese Auswahlverfahren sind
nicht zentral geregelt. Trotzdem wird jede Bewerbung, die bei hochschulstart.de eingeht, in allen drei Ranglisten geführt. Im Auswahlverfahren der Hochschulen kann jede Fakultät selbst entscheiden, nach welchen Kriterien sie ihre Studenten auswählt. Manche Unis berücksichtigen die Abiturnoten bestimmter Fächer, den Medizinertest, Praktika oder führen Bewerbungsgespräche.
Viele wichtige Informationen zu den Auswahlkriterien der einzelnen Hochschulen finden Bewerber auf der Homepage hochschulstart.de. Obwohl beispielsweise die Noten im Bio-Leistungskurs oder die abgeschlossene Berufsausbildung als Krankenpfleger
berücksichtigt werden, bleibt auch im AdH der Abischnitt letztlich entscheidend.
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Wichtige Fristen
Bewerbungsschluss für die Onlinean-
Werden mehrere Anträge gestellt, darf
schulstart.de, Sonnenstraße 171, 44137
tragstellung zum Sommersemester ist
hochschulstart.de nur den letzten frist-
Dortmund) vorliegen. Wer sein Zeugnis
der 15. Januar. Da es zu einem Som-
gerecht eingegangenen Antrag be-
erst kurz vor Annahmeschluss erhält,
mersemester nur vereinzelt „Neuabitu-
rücksichtigen, sofern der Bewerber kei-
sollten sich trotzdem vorher bewerben.
rienten“ gibt, verzichtet hochschul-
ne andere Entscheidung innerhalb der
Wurde der Zulassungsantrag fristge-
start.de zu Sommersemestern auf die
Onlinebewerbungsfrist (15. Januar) ge-
recht gestellt, können Belege nachge-
„gespaltenen“ Bewerbungstermine für
troffen hat.
reicht werden.
Alt- und Neuabiturienten.
Unterlagen wie eine beglaubigte Ko-
Der nächste TMS (Medizinertest) findet
Der Onlineantrag muss spätestens bis
pie des Abiturzeugnisses müssen bis
am Samstag, 10. Mai 2014, statt.
24 Uhr bei hochschulstart.de eingegan-
zum 31. Januar, 24 Uhr (Ausschlussfrist)
Die Anmeldefrist beginnt am 1. De-
gen sein. Es gilt der Zeitpunkt der Spei-
bei hochschulstart.de (hochschul-
zember 2013 und endet am 15. Januar
cherung des Datensatzes.
start.de, 44128 Dortmund oder hoch-
2014.
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13
14
Human-, Zahn- und Tiermedizin, Pharmazie
Begehrt: Der Andrang auf Medizin-
SS 2014
Für Bewerber ohne Top-Abi ist es ratsam, die
Verfahren der einzelnen Fakultäten genau zu
prüfen, um herauszufinden, wo sich Pluspunkte
sammeln lassen.
Studienplätze ist groß.
Großer Andrang
Pluspunkte sammeln
Stand der Bewerbung verfolgen
Mit der korrekten Bewerbung ist die erste,
kleine Hürde auf dem Weg zum Traumstudium genommen. Die weitaus größere
Hürde ist für die meisten Bewerber aber
der NC, der Numerus Clausus. Der Andrang auf die medizinisch-pharmazeutischen Fächer ist weiterhin so groß, dass
Abiturienten ihre Chancen gut abwägen
sollten. Durch die doppelten Abiturjahrgänge strömen zurzeit mehr Studenten
denn je an die Hochschulen – entsprechend hoch ist der NC.
Wenn man es mit seinem Abi-Schnitt
wahrscheinlich nicht in die Abiturbestenquote schafft, sollte man vor allem auf die
Auswahlverfahren der Hochschulen setzen. Für Bewerber ohne Top-Abi ist es
ratsam, die Verfahren der einzelnen Fakultäten genau zu prüfen, um herauszufinden, wo sich Pluspunkte sammeln lassen. Daran sollten Bewerber die Auswahl
der sechs Hochschulen, die sie beim Antrag in einer Präferenzliste angegeben
können, orientieren. Unter Umständen
ist es also taktisch klüger, sich von seiner
Wunschuni zu verabschieden. Die Ortspräferenzen sollten Bewerber nicht nur
nach dem Heimatort oder ihrer Traumstadt wählen. Ein genauer Blick auf die
einzelnen Auswahlverfahren lohnt sich:
So wählen einige Unis ausschließlich
nach Abi-Schnitt aus, andere sortieren
Bewerber gleich aus, die die Hochschule
auf ihrer Präferenzliste nicht auf Platz
eins gesetzt haben.
All das sollten Bewerber berücksichtigen,
um ihre Chancen auf einen Studienplatz
voll auszuschöpfen. Sind dann alle
Unterlagen abgeschickt, heißt es Abwarten. Den Stand seiner Bewerbung
kann man über Daisy verfolgen. Mitte
Februar (Sommersemester) beziehungsweise Mitte August (Wintersemester) erfahren die Bewerber in der Abiturbestenund Wartezeitquote, ob es geklappt hat
oder nicht. Im Auswahlverfahren der
Hochschulen dauert es länger: Hier wird
Anfang März (September/Wintersemester) der erste Teil der Zusagen verschickt, Ende des Monats dann der zweite
Teil sowie die Ablehnungen. Aber auch
wer dann nur eine Absage im Briefkasten
oder im Daisy-Nutzerkonto hat, darf
noch hoffen: Über zwei Nachrückverfahren gibt es noch bis Mitte April (Oktober/
Wintersemester) Chancen auf bisher
nicht vergebene Studienplätze.
Einser im Abi oder warten
Laut hochschulstart.de mussten Bewerber im Wintersemester 2013/14, um über
die Abiturbestenquote für Humanmedizin einen Studienplatz zu bekommen, in
den meisten Bundesländern einen AbiSchnitt von 1,0 erreichen. Nur in Berlin,
Hamburg und Niedersachsen lag der NC
bei 1,1. In Schleswig-Holstein bei 1,2 (mit
zwei Semestern Wartezeit). In Zahnmedizin lag die Zulassungsbeschränkung bei
den Jahrgangsbesten mit Werten zwischen 1,0 und 1,3 nur geringfügig niedriger. Und wer es über die Wartezeit schaffen wollte, brauchte reichlich Sitzfleisch.
Mindestens zwölf Wartesemester mussten Bewerber in den Fächern Medizin,
Zahn- und Tiermedizin vorweisen.
Mehr im Web:
> www.hochschulstart.de (Portal der Stiftung für Hochschulzulassung)
> www.hochschulkompass.de (Informationsportal der Hochschulrektorenkonferenz zu deutschen Hochschulen, deren Studien- und Promotionsmöglichkeiten
sowie internationalen Kooperationen)
> www.bvmd.de (Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland)
15
Human-, Zahn- und Tiermedizin, Pharmazie
SS 2014
Interview
»Ohne eine Eins vor dem
Komma wird es extrem
schwierig, sofort einen
Studienplatz zu erhalten«
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Studienplätze in Medizin.
In zulassungsbeschränkten Fächern wie
Medizin und Pharmazie gibt es mehr Bewerber als Studienplätze. Studi-Info gibt
Tipps, wie man seine Chancen verbessern kann.
STUDI-Info: Durch die doppelten Abiturjahrgänge strömen zurzeit so viele Studenten wie nie zuvor an deutsche Hochschulen. Ist der Konkurrenzkampf unter angehenden Studierenden spürbar härter geworden?
Scheer: Knapp die Hälfte aller Studiengänge an deutschen Universitäten und
Fachhochschulen sind zulassungsfrei.
Das heißt, alle Bewerberinnen und Bewerber bekommen auch einen Studienplatz, selbst wenn es durch die doppelten
Jahrgänge jetzt mehr Interessenten geben
sollte. Soweit die gute Nachricht. In den
zulassungsbeschränkten Fächern sind
aber wegen der steigenden Nachfrage die
Auswahlverfahren härter geworden. Wer
also befürchtet, keinen Platz zu bekom-
men, sollte sich sehr gründlich informieren, ob es nicht vergleichbare Angebote
an anderen Hochschulen zulassungsfrei
gibt.
STUDI-Info: Wo liegt denn zurzeit der NC
für Medizin?
Scheer: Die Frage ist nicht so einfach zu
beantworten, weil es „den“ NC eigentlich
nicht mehr gibt. Die Studienplätze in den
bundesweit zulassungsbeschränkten Fächern – dazu gehören neben Medizin
auch Zahn- und Tiermedizin sowie Pharmazie – werden nicht nur nach der Abiturnote, sondern auch nach Wartezeit sowie einer Vielzahl von universitätseigenen Auswahlkriterien wie Tests, Auswahlgesprächen oder Berufserfahrung
vergeben. Allerdings muss man wegen
der sehr starken Nachfrage nach Medizinplätzen auch davon ausgehen, dass es
ohne eine Eins vor dem Komma extrem
schwierig wird, sofort einen Studienplatz
zu erhalten.
STUDI-Info: Wie viele Bewerber bekommen einen Studienplatz, und wie viele
müssen Sie im Schnitt vertrösten?
Hochschulstart.de-Sprecher Scheer
Scheer: Im Wintersemester 2013/14 haben sich auf die 9068 vorhandenen Studienplätze 44 334 Abiturientinnen und
Abiturienten beworben, also rund 4,9 pro
Studienplatz, das heißt vier von fünf Bewerberinnen und Bewerbern mussten in
diesem Semester ohne den erhofften Studienplatz bleiben.
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AI382
www.studi-info.de
16
Human-, Zahn- und Tiermedizin, Pharmazie
STUDI-Info: Auf wie viele Wartesemester
für ein Medizinstudium muss sich ein Bewerber mit eher durchschnittlichem AbiSchnitt einstellen?
Scheer: Da nur 20 Prozent der Studienplätze über die Wartezeit vergeben werden, sind auch hier die Anforderungen
entsprechend hoch. Zurzeit muss man
mit zwölf bis 13 Semestern rechnen.
SS 2014
»Auch wenn zum Sommersemester nur neun
Universitäten in Medizin Studienanfänger aufnehmen (im Wintersemester sind es dagegen
35), muss die Konkurrenz nicht unbedingt härter
sein.«
Bernhard Scheer, hochschulstart.de
STUDI-Info: Wie lässt sich die Wartezeit
sinnvoll nutzen?
Scheer: In erster Linie sollte man da an
eine Berufsausbildung und Berufstätigkeit denken, aber auch freiwillige Dienste
können einen Teil der Wartezeit überbrücken. Für manche ist auch ein Studium
im Ausland eine sinnvolle Strategie. Nur
wer an einer deutschen Hochschule studiert, sammelt keine Wartesemester an.
STUDI-Info: Was können Bewerber tun,
um ihre Chancen im Zulassungsverfahren
zu erhöhen?
Scheer: Einige Universitäten berücksichtigen das Ergebnis eines Tests. Wer
daran noch nicht teilgenommen hat, sollte sich intensiv damit auseinandersetzen.
Einige Hochschulen berücksichtigen bei
ihren Auswahlverfahren auch Dienste
wie ein freiwilliges soziales Jahr oder
einen Bundesfreiwilligendienst.
STUDI-Info: Gibt es Besonderheiten bei der
Bewerbung, auf die angehende Studis unbedingt achten sollten?
Scheer: Ja. Bei vielen Unis haben nur
Bewerber eine Chance, die diese Hochschule in ihrer Wunschliste auf Platz eins
setzen. Hier muss man also bei der Wahl
der Hochschulen aufpassen, dass man
nicht leichtfertig seine Chancen verringert.
STUDI-Info: Zum Sommersemester kann
man das Medizinstudium nur an einigen
wenigen Universitäten aufnehmen. Stehen damit die Chancen automatisch
schlechter?
Scheer: Auch wenn zum Sommersemester nur neun Universitäten in Medizin Studienanfänger aufnehmen (im
Wintersemester sind es 35) muss die Konkurrenz nicht unbedingt härter sein, da ja
kein neuer Abiturjahrgang mit neuen guten und sehr guten Kandidaten in die
Konkurrenz eingreift. Die Frage kann
man daher nicht mit ja oder nein beantworten, da es immer darauf ankommt, ob
man mit seinem Profil zu den Auswahlkriterien einer Hochschule passt.
Warten Sie auf einen Studienplatz oder suchen Sie eine Ausbildung im medizinischen Bereich?
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Veterinär- und
Laboratoriumsmedizin
Vogelsanger Str. 295,
50825 Köln
Infos unter 0221/ 54687-2120, www.vorsemester-koeln.de, www.ifbm-koeln.de, www.mtalehranstalt.de
17
SS 2014
Medizinertest
Wie gut ist dein räumliches
Vorstellungsvermögen? Und wie gut kannst
du dich konzentrieren?
erklärt,
worauf es ankommt beim Medizinertest.
Studienplätze in Medizin sind gefragt und rar. Wer in Deutschland Arzt werden will, muss derzeit entweder ein sehr gutes
Einser-Abi hingelegt haben oder aber Sitzfleisch für viele, viele
Wartesemester mitbringen. Der Medizinertest kann da eine
zweite Chance sein.
Die Mühe kann sich lohnen
Bequem ist der Medizinertest oder wie er offiziell heißt „Test
für medizinische Studiengänge“ (TMS) nicht: Fünf Stunden
lang brüten die Teilnehmer über Aufgabenbögen, müssen Muster erkennen, Schlauchfiguren auseinanderknobeln und naturwissenschaftliches Verständnis beweisen. Doch am Ende kann
sich die Mühe gelohnt haben. Wer beim TMS gut abschneidet,
kann seine Chancen auf einen Studienplatz im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH), durch das 60 Prozent der
Studienplätze vergeben werden, deutlich verbessern.
Ohne Test sinken
die Chancen
ANKE BEIMDIEK
nertest unter die besten zehn Prozent kommt, schafft es beispielsweise als Bewerber an der LMU München auf eine glatte
Eins. Andere medizinische Fakultäten wie Bochum oder Mainz
gewichten Abitur und TMS in einem Verhältnis von 51 zu 49.
Wieder andere Hochschulen haben eigene Testverfahren
entwickelt – zum Beispiel die Berliner Charité, die ihre Bewerber seit kurzem durch einen zweistündigen MultipleChoice-Test schleust.
Verschlechtern kann man sich nicht
Der Medizinertest ist freiwillig. Doch ohne ihn sinken die Chancen auf einen der Studienplätze, die die Hochschulen direkt
vergeben. Verschlechtern können sich Studienplatz-Bewerber
durch die Teilnahme dagegen nicht. „Beim Medizinertest gibt
es kein Bestehen oder Nicht-Bestehen“, sagt Dr. Alexander Zimmerhofer von ITB Consulting. Das Unternehmen aus Bonn hat
den Test entwickelt.
Abiturnote bleibt maßgebliches Kriterium
Derzeit nutzen 15 Universitäten den Test. Allerdings wird er
unterschiedlich gewichtet oder um weitere Kriterien ergänzt.
Die Abiturnote muss weiter die maßgebliche Rolle bei der Auswahl der Studenten spielen. So verlangt es der Gesetzgeber.
Trotzdem: Mit einem Spitzenergebnis beim TMS können Bewerber ihren Abi-Schnitt an einigen Unis sogar um bis zu 0,8
Punkte aufpolieren. Wer eine 1,8 im Abi hat und beim Medizi-
Mehr im Web:
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18
Medizinertest
SS 2014
Logisch denken
30 bis 40 Stunden Vorbereitung
Stressfrei zum Prüfungsort
Zum TMS gehören Aufgaben zum räumlichen Vorstellungsvermögen, zur Merkfähigkeit oder zum Erkennen von optischen Veränderungen, ähnlich wie später
auf Röntgenbildern. Die Teilnehmer
müssen die wichtigen Informationen aus
Texten herausfiltern und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Sie sollen zeigen,
dass sie konzentriert logisch denken und
komplexe Informationen verarbeiten
können. Einige der getesteten Fähigkeiten entsprechen denen, die für ein gutes
Abi gefragt sind. Laut ITB-Consulting gibt
es einen „mittleren statistischen Zusammenhang“ zwischen dem Abi-Schnitt
und dem Abschneiden beim TMS. Doch
immer wieder gebe es viele Teilnehmer,
die sich mit dem Test „deutlich verbessern“ könnten, so Zimmerhofer.
Wochenlang Büffeln wie beim Abi kann
man für den Test aber nicht. Medizinische Fachliteratur zu wälzen, bringe
nichts, sagt Zimmerhofer. „Es ist kein
Wissenstest, der Medizinertest lässt sich
fachlich nicht trainieren.“ Für die Vorbereitung sollten sich die Teilnehmer dennoch 30 bis 40 Stunden Zeit nehmen. Ratsam sei, sich mit Original-Aufgaben vorzubereiten, so Zimmerhofer.
Dabei können die Teilnehmer die verschiedenen Aufgabentypen kennenlernen und sich effektive Lösungsstrategien
überlegen. Zwei Originalversionen des
Medizinertests sind in Buchform erhältlich.
Außerdem kann jeder auf der Homepage
von ITB Consulting einen Test online
durchspielen.
Vor dem richtigen Test sollten auch ganz
banale organisatorische Dinge geklärt
sein, rät Zimmerhofer. Wie läuft der Tag
ab? Wie komme ich rechtzeitig und möglichst stressfrei zum Prüfungsort? Ist es
vielleicht besser, am Vorabend anzureisen? „Ausgeschlafen zu sein, ist auf jeden
Fall von Vorteil“, sagt der Testentwickler.
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Der nächste TMS ist am 10. Mai 2014.
Die Anmeldefrist beginnt am
1. Dezember 2013 und endet am
15. Januar 2014. Die Teilnahmegebühr
beträgt 50 Euro.
Teilnehmer berichten: So war der Medizinertest
»Ich fand den Medizinertest aufregend und stressig. Aber
es ist eine gute Chance, um das Abiturergebnis ohne allzu viel Aufwand und ohne Risiko aufbessern zu können.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Diversität
an Fragen, von Erinnerungsvermögen bis hin zu Textverständnis. Es wird ein breites Feld an Fähigkeiten getestet.
Bei der Bewerbung um einen Studienplatz war der TMS
hilfreich. Man muss sich nur der frühen Bewerbungsfrist
bewusst sein.«
Sonja Neuser, 22 Jahre, 6. Fachsemester, Uni Leipzig
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Fragen? Unsere Schulhotline: 0431 - 32 90 33
Staatlich anerkannte Schule für Rettungsassistenten E-Mail: info@med-ecole.de
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Wirtschaftsjura (FSH)
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staatlich zugelassenes Fernstudium
4–7 Semester berufsbegleitend möglich
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Medizinertest
SS 2014
»Ich fand den Medizinertest ziemlich übertrieben –
in allen Bereichen.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Kontrolle
der Essenstütchen auf verbotene Hilfsmittel.
Bei der Bewerbung um einen Studienplatz war der TMS
ein notwendiges Übel.«
Fabian Dib, 25 Jahre, 6. Fachsemester, Uni Lübeck
»Ich fand den Medizinertest sehr anstrengend und kraftraubend. Eine Vorbereitung war nicht nötig, man sollte
jedoch wissen, was für Fragentypen gestellt werden.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, wie ausgelaugt ich nach Ende des Tests war.
Bei der Bewerbung um einen Studienplatz war der TMS
der entscheidende Pluspunkt.«
Markus Klaas, 23 Jahre, 3. Fachsemester, Uni Bochum
Rechtsanwälte gegen Numerus clausus:
Dr. Peter Becker
Mechtild Düsing
Dr. Robert Brehm
Rudolf P. B. Riechwald
Rechtsanwalt,
Fachanwalt für Verwaltungsrecht
Rechtsanwältin und Notarin,
Fachanwältin für Verwaltungsrecht
Rechtsanwalt
Rechtsanwalt,
Fachanwalt für Verwaltungsrecht
Reinhard Karasek
Wilhelm Achelpöhler
Rechtsanwältin
Katrin C. Over
Rechtsanwalt
Rechtsanwalt,
Fachanwalt für Verwaltungsrecht
Steinmetzstraße 9
65931 FRANKFURT/MAIN
Tel. 069/37-0000-0
Fax 069/37-0000-79
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www.ra-brehm.de
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Tel. 06421/16 89 6 - 0
Fax 06421/16 89 6 - 79
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www.kanzlei-karasek.de
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48155 MÜNSTER
Tel. 0251/52 09 10
Fax 0251/52 09 152
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Tel. 089/33 44 22
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Fachanwalt für Verwaltungsrecht
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Arbeits- und Verwaltungsrecht
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Ben Zimmerling
Ralf Bergert
Rechtsanwalt
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www.zimmerling.de
19
20
Hochschulverzeichnis
Medizin, Pharmazie
und Zahnmedizin
Übersicht über das bundesweit zulassungsÜ
beschränkte Studienplatzangebot der
Universitäten zum Sommersemester 2014*.
Das Antragsformular AntOn sowie verbindliche Informationen
zum Bewerbungsverfahren und dem Auswahlverfahren der
Hochschulen (AdH) finden Sie unter www.hochschulstart.de.
Medizin (Staatsexamen)
Universität
10117
Berlin
Charité –
Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
Tel. (030) 450-50
www.charite.de
Studienberatung
Infos zur
Bewerbung
Studienberatung
Compass/SSC Studierenden-Service-Center
Unter den Linden 6 (R1058)
10117 Berlin
Tel. (030) 2093-70270
studienberatung@
uv.hu-berlin.de
Erlangen-Nürnberg
Schlossplatz 4
Tel. (09131) 85-0
www.uni-erlangen.de
IBZ
Universität ErlangenNürnberg
Schloßplatz 4
91054 Erlangen
Tel. (09131) 85-23333
ibz@fau.de
Ludwigstraße 23
Tel. (0641) 99-0
www.uni-giessen.de
37073 Göttingen
Georg-AugustUniversität
Göttingen
Wilhelmsplatz 1
Tel. (0551) 39-0
www.uni-goettingen.de
Zentrale
Studienberatung (ZSB)
Goethestraße 58
35390 Gießen
Tel. (0641) 99-16400
zbs@uni-giessen.de
Zentrale Studienberatung
Servicebüro
Studienzentrale
Wilhelmsplatz 4
37073 Göttingen
Tel. (0551) 39-113
infoline-studium@unigoettingen.de
50923 Köln
Universität
zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
Tel. (0221) 470-0
www.uni-koeln.de
55122 Mainz
Johannes
GutenbergUniversität Mainz
Saarstraße 21
Tel. (06131) 39-0
www.uni-mainz.de
Studierenden Service
Center
Johann-Joachim-BecherWeg 2
55128 Mainz
Tel. (06131) 39-22122
zsb@uni-mainz.de
Westfälische
WilhelmsUniversität
Münster
Schlossplatz 2
Tel. (0251) 83-0
www.uni-muenster.de
Zentrale
Studienberatung (ZSB)
Schlossplatz 5
48149 Münster
Tel. (0251) 83-22357
zsb@uni-muenster.de
72074 Tübingen
35390 Gießen
Justus-Liebig
Universität
Gießen
Studienberatung
48149 Münster
91054 Erlangen
FriedrichAlexanderUniversität
Universität
Zentrale
Studienberatung
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
Tel. (0221) 470-1021
*Alphabetisch sortiert nach Ortsnamen, Stand Oktober 2013.
Die Inhalte wurden sorgfältig recherchiert, für die Vollständigkeit und Richtigkeit kann
jedoch keine Gewähr übernommen werden.
Eberhard Karls
Universität
Tübingen
Geschwister-Scholl-Platz
Tel. (07071) 29-0
www.uni-tuebingen.de
97070 Würzburg
Universität
Würzburg
Sanderring 2
Tel. (09 31) 31-0
www.uni-wuerzburg.de
Zentrale
Studienberatung
Wilhelmstraße 11
72074 Tübingen
Tel. (07071) 29-72555
zsb@uni-tuebingen.de
Zentrale
Studienberatung
Sanderring 2
97070 Würzburg
Tel. (0931) 31 83183
studienberatung@
zv.uni-wuerzburg.de
Infos zur
Bewerbung
21
Hochschulverzeichnis | Pharmazie
SS 2014
Pharmazie (Staatsexamen)
Universität
Studienberatung
14195 Berlin
ZE Studienberatung und
Psychologische Beratung
Brümmerstraße 50
14195 Berlin
Info-Service Studium
Tel. (030) 838-70000
Info-Service@fu-berlin.de
Freie Universität
Berlin
Kaiserswerther Str. 16-18
Tel. (030) 838-1
www.fu-berlin.de
Infos zur
Bewerbung
Universität
Studienberatung
24098 Kiel
ChristianAlbrechtsUniversität zu Kiel
Christian-Albrechts-Platz 4
Tel. (0431) 880-00
www.uni-kiel.de
Zentrale
Studienberatung
Christian-Albrechts-Platz 5
24098 Kiel
Tel. (0431) 880-7440
zsb@uv.uni-kiel.de
53113 Bonn
55122 Mainz
Rheinische
FriedrichWilhelmsUniversität Bonn
Regina-Pacis-Weg 3
Tel. (0228) 73-0
www.uni-bonn.de
Zentrale
Studienberatung
Poppelsdorfer Allee 49
53115 Bonn
Tel. (0228) 73-7080
zsb@uni-bonn.de
Pockelstraße 14
Tel. (0531) 391-0
www.tu-braunschweig.de
40225 Düsseldorf
Heinrich-HeineUniversität
Düsseldorf
Universitätsstraße 1
Tel. (0211) 810-0
www.uni-duesseldorf.de
Saarstraße 21
Tel. (06131) 39-0
www.uni-mainz.de
Studierenden Service
Center
Johann-Joachim-BecherWeg 2
55128 Mainz
Tel. (06131) 39-22122
zsb@uni-mainz.de
35032 Marburg
38106 Braunschweig
Technische
Universität
Braunschweig
Johannes
GutenbergUniversität Mainz
Zentrale
Studienberatung im
Studienservice-Center
Pockelstraße 11
38106 Braunschweig
Tel. (0531) 391-4321
zsb@tu-braunschweig.de
Zentrale
Studienberatung
(Studierendenservice)
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel. (0211) 811-2345
studierendenservice@
uni-duesseldorf.de
am
Main
PhilippsUniversität
Marburg
Biegenstraße 10
Tel. (06421) 28-20
www.uni-marburg.de
Zentrale Allgemeine
Studienberatung (ZAS)
Biegenstraße 10
35032 Marburg
Tel. (06421) 28-26037
zas@uni-marburg.de
80539 München
LudwigMaximiliansUniversität
München
Geschwister-Scholl-Platz 1
Tel. (089) 2180-0
www.uni-muenchen.de
Zentrale
Studienberatung
Ludwigstraße 27
80539 München
(Besucheradresse)
Tel. (089) 2180-9000
zsb@verwaltung.unimuenchen.de
60325 Frankfurt
Goethe-Universität Frankfurt
Senckenberganlage 31
Tel. (069) 798-0
www.uni-frankfurt.de
48149 Münster
Zentrale
Studienberatung
Postfach 11 19 32
60323 Frankfurt
Tel. (069) 798-3838
ssc@uni-frankfurt.de
Westfälische
WilhelmsUniversität
Münster
Schlossplatz 2
Tel. (0251) 83-0
www.uni-muenster.de
Zentrale
Studienberatung (ZSB)
Schlossplatz 5
48149 Münster
Tel. (0251) 83-22357
zsb@uni-muenster.de
17487 Greifswald
97070 Würzburg
Ernst-MoritzArndt-Universität
Greifswald
Domstraße 11
Tel. (03834) 86-0
www.uni-greifswald.de
Zentrale
Studienberatung
Rubenowstraße 2
17487 Greifswald
Tel. (03834) 86-1293
zsb@uni-greifswald.de
Universität
Würzburg
Sanderring 2
Tel. (09 31) 31-0
www.uni-wuerzburg.de
Zentrale
Studienberatung
Sanderring 2
97070 Würzburg
Tel. (0931) 3183183
studienberatung@
zv.uni-wuerzburg.de
Infos zur
Bewerbung
22
Hochschulverzeichnis | Zahnmedizin
SS 2014
Zahnmedizin (Staatsexamen)
Universität
10117
Berlin
Charité –
Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
Tel. (030) 450-50
www.charite.de
Studienberatung
Studienberatung
Compass/SSC Studierenden-Service-Center
Unter den Linden 6
(R1058)
10117 Berlin
Tel. (030) 2093-70270
studienberatung@
uv.hu-berlin.de
Infos zur
Bewerbung
Universität
37073 Göttingen
Georg-AugustUniversität
Göttingen
Wilhelmsplatz 1
Tel. (0551) 39-0
www.uni-goettingen.de
Studienberatung
Zentrale Studienberatung
Servicebüro
Studienzentrale
Wilhelmsplatz 4
37073 Göttingen
Tel. (0551) 39-113
infoline-studium@unigoettingen.de
50923 Köln
91054 Erlangen
FriedrichAlexanderUniversität
Erlangen-Nürnberg
Schlossplatz 4
Tel. (09131) 85-0
www.uni-erlangen.de
79085 Freiburg
Albert-LudwigsUniversität
Freiburg
Fahnenbergplatz
Tel. (0761) 203-0
www.uni-freiburg.de
IBZ
Universität ErlangenNürnberg
Schloßplatz 4
91054 Erlangen
Tel. (09131) 85-23333
ibz@fau.de
Service Center
Studium – Zentrale
Studienberatung
Sedanstraße 6
79098 Freiburg
Tel. (0761) 203-4246
studienberatung@
service.uni-freiburg.de
Ludwigstraße 23
Tel. (0641) 99-0
www.uni-giessen.de
Albertus-Magnus-Platz
Tel. (0221) 470-0
www.uni-koeln.de
Zentrale
Studienberatung (ZSB)
Goethestraße 58
35390 Gießen
Tel. (0641) 99-16400
zbs@uni-giessen.de
Universität zu Köln
Zentrale Studienberatung
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
Tel. (0221) 470-1021
55122 Mainz
Johannes
GutenbergUniversität Mainz
Saarstraße 21
Tel. (06131) 39-0
www.uni-mainz.de
Studierenden Service
Center
Johann-Joachim-BecherWeg 2
55128 Mainz
Tel. (06131) 39-22122
zsb@uni-mainz.de
35032 Marburg
PhilippsUniversität
Marburg
35390 Gießen
Justus-Liebig
Universität
Gießen
Universität
zu Köln
Biegenstraße 10
Tel. (06421) 28-20
www.uni-marburg.de
Zentrale Allgemeine
Studienberatung (ZAS)
Biegenstraße 10
35032 Marburg
Tel. (06421) 28-26037
zas@uni-marburg.de
Infos zur
Bewerbung
23
Hochschulverzeichnis | Zahnmedizin
SS 2014
Universität
Studienberatung
80539 München
LudwigMaximiliansUniversität
München
Geschwister-Scholl-Platz 1
Tel. (089) 2180-0
www.uni-muenchen.de
Infos zur
Bewerbung
Universität
72074 Tübingen
Zentrale
Studienberatung
Ludwigstr. 27
80539 München
(Besucheradresse)
Tel. (089) 2180-9000
zsb@verwaltung.unimuenchen.de
Eberhard Karls
Universität
Tübingen
Geschwister-Scholl-Platz
Tel. (07071)-29-0
www.uni-tuebingen.de
89081 Ulm
48149 Münster
Universität Ulm
Westfälische
WilhelmsUniversität
Münster
Schlossplatz 2
Tel. (0251) 83-0
www.uni-muenster.de
Zentrale
Studienberatung (ZSB)
Schlossplatz 5
48149 Münster
Tel. (0251) 83-22357
zsb@uni-muenster.de
93053 Regensburg
Universität
Regensburg
Universitätsstraße 31
Tel. (0941) 943-01
www.uni-regensburg.de
Studienberatung
Zentralstelle für
Studienberatung
Universitätsstraße 31
93053 Regensburg
Tel. (0941) 943-2219
studienberatung@ur.de
Helmholtzstraße 16
Tel. (0731) 50-10
www.uni-ulm.de
97070 Würzburg
Universität
Würzburg
Sanderring 2
Tel. (09 31) 31-0
www.uni-wuerzburg.de
Zentrale
Studienberatung
Wilhelmstraße 11
72074 Tübingen
Tel. (07071) 29-72555
zsb@uni-tuebingen.de
Zentrale Studienberatung
Albert-Einstein-Allee 5
89081 Ulm
Tel. (0731) 5024444
zentralestudienberatung@
uni-ulm.de
Zentrale
Studienberatung
Sanderring 2
97070 Würzburg
Tel. (0931) 3183183
studienberatung@
zv.uni-wuerzburg.de
Infos zur
Bewerbung
24
SS 2014
Örtlicher NC
Abi-Note, Gespräch, Praktikum, Test – wer
dass die Hochschulen bei der Auswahl der
Wie bekomme ich
einen Studienplatz?
Bewerber sehr genau hinschauen.
KATJA NIEMEYER
Zum Studienplatz gibt es viele Wege. Man kann
sich direkt bei den Hochschulen bewerben oder
zentral über das Portal hochschulstart.de der Stiftung
für Hochschulzulassung. Das hängt vom Studienfach und von
der Hochschule ab. So verteilt hochschulstart.de für bundesweit alle Universitäten die Plätze für Human-, Zahn- und Tiermedizin* sowie Pharmazie. In allen übrigen Fächern gilt: Für
den Großteil bewirbt man sich direkt bei der jeweiligen Hochschule. Für einen geringen Prozentsatz der Studiengänge koordiniert hingegen hochschulstart.de zentral die Vergabe.
Mainz etwa bekamen zum Sommersemester 2013 alle Bewerber mit einem Abi-Notendurchschnitt von
2,8 und besser einen Platz in BWL. An der Universität Köln lag
der NC für das Wintersemester 2012/13 mit 1,2 weitaus höher.
studieren will, muss sich darauf einstellen,
Örtlicher Numerus Clausus
Weil es bei vielen Fächern mehr Bewerber gibt als Plätze, ist die
Bewerbung etwas komplizierter und manchmal leider auch erfolglos. Rund die Hälfte der Bachelorstudiengänge ist örtlich
zulassungsbeschränkt. Das bedeutet, dass es einen Numerus
Clausus (NC) gibt. Dieser kann für ein und dasselbe Fach je
nach Hochschule unterschiedlich sein. An der Fachhochschule
Website mit allen Studienangeboten
Wer sich entschieden hat, was er studieren will, sollte zunächst
einmal herausfinden, ob das Fach zulassungsbeschränkt ist.
Hochschulkompass.de bietet eine Übersicht über aktuell rund
9500 Studienangebote. Allein für Wirtschaftswissenschaften listet die Website 1328 Studienangebote auf, für Elektrotechnik 597 und für Rechtswissenschaften 156. Weil die
Hochschulen oftmals für ein- und dasselbe Studienfach unterschiedliche Bezeichnungen haben, klickt man in der Suchmaske am besten das gewünschte Sachgebiet – also zum Beispiel
Wirtschaftswissenschaften – an. Dann findet die Suchmaschine
wirklich alle entsprechenden Studiengänge, auch verwandte
wie Arbeitslehre oder Alternativer Tourismus.
Örtlicher NC
SS 2014
Nicht nur die Note zählt
Die Abitur-Note ist das wichtigste Kriterium bei der Studienplatzvergabe. Bewerber
Neben dem NC können die Hochschulen
weitere Auswahlkriterien für örtliche Zulassungsverfahren festlegen wie Auswahlgespräche, Praktika, die Gewichtung
bestimmter Noten im Abschlusszeugnis
oder einen Studierfähigkeitstest. Diese
Kriterien unterscheiden sich von
Hochschule zu Hochschule und von Fach
zu Fach. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, sich vor der Bewerbung über die
konkreten Auswahlverfahren und -kriterien direkt bei den Studienberatungsstellen der Hochschulen zu informieren.
können aber auch mit Praktika oder Testergebnissen Pluspunkte sammeln.
* Eine Bewerbung für Tiermedizin ist nur
zum Wintersemester möglich.
Mehr im Web:
> http://bit.ly/hIbumA (Suchmaske bei
hochschulkompass.de)
Warum man sich vom NC
nicht abschrecken lassen sollte
Oft wird der NC missverstanden als eine vorab festgelegte Auswahlgrenze, bei der der
letzte zur Verfügung stehende Studienplatz vergeben wird. Tatsächlich wird der NC
jedoch immer erst nachträglich, also nach Eingang aller Bewerbungen errechnet: Übersteigt die Zahl der Bewerbungen die vorhandene Zahl an Studienplätzen,
werden nur die Besten zugelassen.
Aus den aktuell vorliegenden Bewerbungen wird die Durchschnittsnote errechnet, die mindestens vorliegen muss, um zugelassen zu werden.
Die NC-Werte aus den vergangenen Semestern sind zwar nützliche Anhaltspunkte,
sollten einen aber auf keinen Fall davon abhalten, sich zu bewerben, da man die
Durchschnittsnoten der Bewerber im aktuellen Bewerbungs- und Zulassungsverfahren nicht kennt. Angenommen, im letzten Semester lag der NC für einen Studiengang
bei 2,0, die eigene Durchschnittsnote ist jedoch schlechter als 2,0, dann ist es dennoch
möglich, dass man im aktuellen Semester einen Studienplatz erhält, da der neue NC
erst noch von der Hochschule berechnet wird und mithin auch schlechter als 2,0 sein
kann.
Katja Niemeyer
R |E |C |H |T |S |A |N |W |A |L |T |S |K |A |N |Z |L |E |I R |O |S |E
STUDIENPLATZKLAGEN
bundesweit
Von Hochschulstart oder der Universität/Hochschule einen Ablehnungsbescheid erhalten? NC-Probleme?
Kein Problem, wir klagen Sie in Ihrem Wunschstudium ein – diese Verfahren sind
unabhängig von Ihrer Note und Wartezeit!
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diverse Hochschulen und Universitäten!
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Kanzlei Gießen:
Reichensand 3
35390 Gießen
Tel. 06 41-97 22 538
Kanzlei Frankfurt:
Staufenstraße 46
60323 Frankfurt
Tel. 069-310 19 173
25
26
Örtlicher NC
SS 2014
Weil es in vielen Studienfächern mehr Bewerber gibt als Plätze, mündet deren Verteilung
regelmäßig in ein kleines Chaos. Und das liegt daran: Um ihre Chancen auf einen Platz im
Wunschfach zu verbessern, bewerben sich viele Abiturienten gleich bei mehreren Unis – und
bekommen oft auch mehrere Zusagen. Viele Plätze bleiben deshalb zunächst frei und werden
erst in Nachrückerrunden besetzt. So bekommen einige Abiturienten ihren Zulassungsbescheid
auf den letzten Drücker. Abhilfe schaffen soll das Portal hochschulstart.de der Stiftung für
Hochschulzulassung. Das „Dialogorientierte Serviceverfahren“ – so heißt das neue
Bewerbungsverfahren – soll die Einschreibung in Fächern mit örtlichem NC vereinfachen.
Für mittlerweile 176 Studiengänge können sich Abiturienten über die Plattform bewerben.
Und so funktioniert’s.
Bewerber haben zwölf Wünsche frei
KATJA NIEMEYER
Konto anlegen, Unterlagen hochladen
und per Mausklick die Wunsch-Uni auswählen: So funktioniert kurz gesagt die
Bewerbung um einen Studienplatz über
das sogenannte Dialogorientierte
Serviceverfahren.
Die wichtigsten Fragen rund um das Verfahren im Überblick:
Wer muss sich bewerben?
Über hochschulstart.de müssen sich zum
einen diejenigen bewerben, die ein Fach
studieren wollen, für das ein bundesweiter Numerus Clausus gilt, also zum Beispiel Medizin. Zum anderen koordiniert
die Plattform aber auch die Vergabe von
Studienplätzen an derzeit 47 Hochschulen.
Wie funktioniert die Plattform?
Zunächst müssen die Bewerber ein
Konto einrichten. Das funktioniert in
etwa so wie bei einer Registrierung zum
Beispiel bei Amazon oder Ebay. Man
denkt sich einen Benutzernamen und ein
Passwort aus, gibt einige Basisdaten zur
Person ein – und erhält eine Nummer, die
zukünftig bei allen Bewerbungen bei den
Hochschulen angegeben werden muss.
Wie geht es weiter?
Als nächstes müssen sich die zukünftigen
Studierenden online bei den jeweiligen
Hochschulen bewerben. Gegebenenfalls
wird ihre Bewerbung dann direkt an
hochschulstart.de weitergeleitet. Erlaubt
sind maximal zwölf Wünsche. Dabei
zählt ein Studiengang in Kombination
mit einem Wunschort jeweils einmal. Hat
sich jemand zu oft beworben, lässt sich
die 13. Bewerbung in dem System nicht
aktivieren.
Was kommt dann?
Sobald eine Uni ihre Rangliste erstellt
hat und sie online stellt, kann der Bewerber sehen, ob er ein Angebot für einen
Studienplatz bekommt. Außerdem kann
er erkennen, wie viele Studienanwärter
vor ihm auf der Warteliste stehen, falls er
kein Angebot bekommen hat.
Wie kann man einen Studienplatz annehmen?
Hat man die Zusage in der Tasche, muss
man den Studienplatz am heimischen
Computer per Mausklick annehmen –
hierfür einfach den entsprechenden Button klicken. Der Zulassungsbescheid der Hochschule landet dann als
PDF-Datei im eigenen Postfach. Damit ist
der Bewerber automatisch für Studienplätze an anderen Hochschulen gesperrt,
so dass Mehrfacheinschreibungen vermieden werden. Gleichzeitig rücken andere Interessenten in der Rangfolge automatisch vor. Dies können Bewerber online mitverfolgen.
Örtlicher NC
SS 2014
i
Die im Jahre 1950 gegründete
Hochschule für Politik München (HfP)
bietet ein interdisziplinäres Studium der Politikwissenschaft, das in 9 Semestern Regelstudienzeit
zu dem von der Universität München verliehenen
akademischen Grad eines Diplomaticus scientiae
politicae Univ. (Dipl. sc. pol. Univ.) führt:
Vorbereitungsphase
In der Vorbereitungsphase legen die
Hochschulen ihre Studienangebote im
System des Dialogorientierten Serviceverfahrens an.
– Kein numerus clausus
– Kein wartezeitschädliches Parkstudium
– Lehrveranstaltungen in den Nachmittagsund Abendstunden (daher auch geeignet
als berufsbegleitendes Studium)
– Zentrale Lage in Schwabing (Nähe Uni)
– Gut ausgestattete Hochschulbibliothek
– Kein anonymer Massenbetrieb
– Diplom der Universität München
– Promotionsstudium (Dr. sc. pol.)
Bewerbungsphase
(15. Oktober 2013 bis 15. Januar 2014)
Studieninteressierte sollten sich bei
hochschulstart.de registrieren und
bei den Wunschhochschulen bewerben. In der Regel erfolgt die Bewerbung über das hochschuleigene Online-
Nähere Informationen:
Hochschule für Politik München
Ludwigstraße 8, 80539 München
Telefon (089) 2 88 03 99-0; Telefax (089) 28 37 05
Internet: www.hochschule-fuer-politik.mhn.de
Bewerbungsportal (dezentrale Bewerbung). Sollte die Hochschule hochschulstart.de als Bewerbungsportal
vorgeben, muss man sich dort bewerben (zentrale Bewerbung). In
beiden Fällen kann es sein, dass
man – je nach Wunsch der Hochschule – zusätzliche Bewerbungs-
www.studi-info.de
unterlagen per Post an die Hochschule schicken muss.
Koordinierungsphase 1
(16. Januar bis 15. Februar 2014)
Die Hochschulen führen die Zulassungsverfahren durch und übermitteln ihre
Ergebnisse an hochschulstart.de. Der
Stand der Bewerbungen und etwaige
Zulassungsangebote sind im Benutzerkonto einzusehen. Sobald man ein Angebot angenommen hat, scheidet man
mit seinen anderen Bewerbungen aus
dem Verfahren aus und gibt so Plätze
für andere Bewerber frei.
BACHELOR
STUDIENGÄNGE
Entscheidungsphase
(16. bis 18. Februar 2014)
anhand der eigenen Prioritätenfestle-
Sollte man bis dahin noch kein Zulas-
gung und der Ranglisten der Hochschu-
sungsangebot angenommen haben,
len das jeweils optimale Zulassungsan-
kann man nun letztmalig die Prioritä-
gebot automatisch ermittelt.
/ŶƚĞƌŶĂƚŝŽŶĂů &ŝŶĂŶĐŝĂů ^ĞƌǀŝĐĞƐ
nierungsphase 2 anpassen. Wenn man
1. Clearingverfahren (Bewerbungsphase:
keine neue Festlegung trifft, gilt die bis
2. bis 7. März 2014)
/ŶĨŽƌŵĂƚŝŽŶ DĂŶĂŐĞŵĞŶƚ
ĂŶĚ /ŶĨŽƌŵĂƚŝŽŶ dĞĐŚŶŽůŽŐLJ
dahin angezeigte Reihenfolge der Be-
Freie Studienplätze können im Losver-
werbungen als Prioritätensetzung.
fahren vermittelt werden. Auch Studien-
ten der Bewerbungen für die Koordi-
interessierte, die sich bislang nicht beKoordinierungsphase 2
worben haben, können hier teilnehmen.
(19. bis 27. Februar 2014)
Solange man noch kein Zulassungsan-
2. Clearingverfahren (Bewerbungsphase:
gebot angenommen hat, wird nun
28. März bis 5. April 2014)
ƌĐŚŝƚĞŬƚƵƌ
ĞƚƌŝĞďƐǁŝƌƚƐĐŚĂĨƚƐůĞŚƌĞ
ŵŝƚ sĞƌƚŝĞĨƵŶŐĞŶ͗
/ŶƚĞƌŶĂƚŝŽŶĂů DĂŶĂŐĞŵĞŶƚ
ĂŶĚ ŶƚƌĞƉƌĞŶĞƵƌƐŚŝƉ
ǁǁǁ͘ƵŶŝ͘ůŝ
27
28
Örtlicher NC
SS 2014
So habe ich einen Studienplatz bekommen
»Weil ich gehört habe, dass Studienplätze knapp sind,
habe ich mich gleich bei zehn Universitäten beworben.
Und zwar für einen Zwei-Fach-Bachelor in Katholischer
Theologie und Geschichte. Bewerben musste man sich
bei allen Hochschulen online. Das war recht unkompliziert. Allerdings muss man sich die Formulare sehr gut
durchlesen, damit einem beim Ausfüllen kein Fehler
unterläuft. Am Ende hatte ich von allen Hochschulen eine
Zusage bekommen. Ich habe mich dann für Münster entschieden.«
Katharina, 19 Jahre, studiert seit diesem Semester an der Uni Münster Katholische Theologie und Geschichte
»Ich habe eine Abi-Note von 2,0. Mein neunmonatiger
Auslandsaufenthalt nach dem Abi ist mir als Wartezeit
anerkannt worden. Ich habe nur zwei Bewerbungen
weggeschickt und von beiden Hochschulen eine Zusage
erhalten. Ich habe mich dann für die in Osnabrück entschieden.«
Lena, 24 Jahre, studiert Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück
»Meine Abiturnote ist eher durchschnittlich.
Ich habe mich bei mehreren Universitäten beworben – in
Münster hat es auf Anhieb geklappt. Ich hatte aber auch
noch Zusagen von anderen Hochschulen«
Alma, 25 Jahre, studiert an der Uni Münster Jura
Wie Hochschulen prüfen, ob ihre Bewerber überhaupt den
Anforderungen eines Studiums gewachsen sind.
KATJA NIEMEYER
Immer mehr Hochschulen führen sogenannte Studierfähigkeitstests ein. Sie sollen dafür sorgen, dass jeder Bewerber
auch geeignet ist für den Studiengang,
den er sich ausgesucht hat. Hochschulprofil und Bewerberprofil müssen
möglichst optimal zueinander passen.
„Wir suchen die ,richtigen’ Studenten“,
sagt Bärbel Kubenz, Studienberaterin bei
der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin.
In den Prüfungen fragt die HTW ganz
unterschiedliche Fähigkeiten ab. Für das
Studienfach Wirtschaftsrecht etwa wer-
den Textverständnis und Orthografie getestet. Bewerber für Life Science
(Ingenieurwissenschaften) müssen währenddessen ihre naturwissenschaftlichen
Kenntnisse unter Beweis stellen. Die Teilnahme an den Tests ist freiwillig. Zum
einen sollen sie Bewerbern dabei helfen,
herauszufinden, ob sie für das Fach geeignet sind. Zum anderen sind sie Teil des
Auswahlverfahrens in zulassungsbeschränkten Studiengängen: Wer mitmacht, kann seine Chancen auf einen
Studienplatz nur verbessern, nicht verschlechtern. Weniger gute Ergebnisse
bleiben unberücksichtigt.
Aber längst nicht alle Hochschulen haben Studierfähigkeitstests eingeführt, um
neben der Abitur-Note über ein weiteres
Auswahlkriterium bei der Studienplatzvergabe zu verfügen. Laut Stefanie Busch
von der Hochschulrektorenkonferenz
(HRK) sollen sie in erster Linie der Studienorientierung dienen. „Sie sind als
Selfassessment-Angebot zu verstehen“,
betont die Leiterin des Referats für Hochschulzulassung. Vor allem bei technischnaturwissenschaftlichen Fächern würden sie eingesetzt, um Bewerbern das –
doch sehr hohe – Leistungsniveau zu verdeutlichen. Dieses, ergänzt sie, unterschätzten nämlich viele Abiturienten. Die
Folge: hohe Abbrecherquoten.
Wer an einer Hochschule in Baden-Württemberg studieren will, kommt an einem
Selbsttest zur Studienorientierung nicht
herum.
Wie man abgeschnitten hat, spielt indes
keine Rolle. Nur bei der Bewerbung um
einen Studienplatz muss das Teilnahmezertifikat mit eingereicht werden.
),.
Im Fokus: Studierfähigkeitstests
$,
8
Q
Örtlicher NC
SS 2014
H
könn ier
Stud te Ihr
ien
sein!platz
KANZLEI '5 :(6(1(5
Mehr im Web:
> www.assess.rwth-aachen.de (Orientierungs-Selfassessment der RWTH Aachen)
Holzmarkt 4
45657 Recklinghausen
Tel. 02361 -1045- 0
Fax 02361 -104510
kanzlei@dr-wesener.de
www.dr-wesener.de
29
30
SS 2014
Duales Studium
fasst die wichtigsten Fakten zum
dualen Studium zusammen. Alles von A wie
Ausbildung bis V wie Verdienst
auf einen Blick.
Wie funktioniert ein duales Studium?
Duale Studienangebote werden nach vier verschiedenen Typen
unterschieden:
– ausbildungsintegrierend
– praxisintegrierend
– berufsintegrierend
– berufsbegleitend
Für Abiturienten bieten sich die ausbildungs- und praxisintegrierenden Studiengänge an. Berufsintegrierende und berufsbegleitende duale Studiengänge sind Angebote für die berufliche
Weiterbildung.
Wie lange dauert das?
Ein duales Studium spart Zeit durch die inhaltliche und organisatorische Verzahnung von Ausbildung oder Berufspraxis und
Studium. Die gesamte Ausbildungs- und Studiendauer verkürzt
sich. Bei ausbildungsintegrierenden Studiengängen werden innerhalb von drei bis fünf Jahren zwei Abschlüsse erworben: der
Berufsabschluss und der Hochschulabschluss. Der am häufigsten vergebene Hochschulabschluss bei dualen Studiengängen
ist der Bachelor.
Für für wen ist ein duales Studium geeignet,
für wen nicht?
Duale Studiengänge binden viel Zeit und setzen daher ein hohes Maß an Motivation voraus. Sie zeichnen sich durch die
Kombination aus theoretischem Lernen und praktischem
Arbeiten aus. Für Abiturienten, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ist ein klassisches Universitätsstudium jedoch
besser geeignet.
Wer bietet duale Studiengänge an?
Duale Studiengänge werden von verschiedenen Studieneinrichtungen wie Fachhochschulen, Berufsakademien, Universitäten und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg angeboten. Die Praxisphasen oder die Berufsausbildung sind in einem Betrieb zu absolvieren, in dem die
Studierenden für die Zeit ihres Studiums angestellt werden. Die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien (VWA)
bieten duale Abiturientenausbildungsgänge an, bei denen
Neun Fragen,
neun Antworten
KATJA NIEMEYER
eine kaufmännische Berufsausbildung mit einem betriebswirtschaftlichen VWA-Studium verzahnt wird.
Worauf muss man achten?
Die Bewerbung für einen dualen Studiengang erfolgt zunächst
fast immer direkt beim Unternehmen. Unternehmen und Bildungseinrichtung sollten miteinander kooperieren.
Wie sind die Verdienstmöglichkeiten während
der Ausbildung?
Wie viel dual Studierende in Deutschland verdienen, hängt in
erster Linie von der Art ihres Studiums ab. Nach einer Studie
der duales-studium GmbH verdienen berufsbegleitend Studierende, die einen Master-Abschluss anstreben, im Durchschnitt
deutlich mehr als Studierende in ausbildungs- oder praxisorientierten Bachelor-Studiengängen. Ob Bachelor-Studenten
ausbildungs- oder praxisintegriert studieren, wirkt sich hingegen kaum auf ihren Geldbeutel aus. Im Branchenvergleich
führend bei der Vergütung
ihrer Studierenden sind
Chemieunternehmen.
31
Duales Studium
SS 2014
www.ausbildungplus.de
i
AusbildungPlus
„AusbildungPlus“ ist ein Projekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), das vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung (BMBF) gefördert wird. „Herzstück“ von
„AusbildungPlus“ ist eine Datenbank, die bundesweit über
duale Studiengänge und Zusatzqualifikationen in der
dualen Berufsausbildung informiert. Anbieter wie Betriebe,
(Fach-)Hochschulen oder Berufsakademien können ihre
Ausbildungs- und Studienangebote ebenfalls kostenlos
veröffentlichen.
Weitere Informationen unter www.ausbildungplus.de
Welche Fächer kann man dual studieren?
Das Fächerangebot dualer Studiengänge verteilt sich schwerpunktmäßig auf drei Bereiche, nämlich auf die Wirtschafts- und
die Ingenieurwissenschaften sowie auf die Informatik. Andere
Fächer spielen im Bereich der dualen Studiengänge nur eine
untergeordnete Rolle. Die häufigste Kombination ist ein BWLStudium in Verbindung mit einer kaufmännischen Ausbildung.
Wo und wann muss man sich bewerben?
Wer sich für ein duales Studium interessiert, muss zunächst ein
Unternehmen finden, das ihn während der Praxisphasen ausbildet. Die Bewerbung für einen dualen Studienplatz erfolgt
deshalb bei den Ausbildungsbetrieben, die im gewünschten
Studiengang mit der Akademie oder Hochschule zusammen
arbeiten.
Wie sind die Chancen auf einen dualen
Studienplatz?
Rund 50 Schulabgänger bewerben sich bei den Unternehmen
durchschnittlich um einen Platz für ein duales Studium. In Einzelfällen haben große Unternehmen mehr als 1000 Bewerber
pro Studienplatz. Auch wenn das Angebot an dualen Studiengängen in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, übersteigt damit die Bewerberzahl die Anzahl der dualen Studien-
plätze deutlich. Dennoch haben nicht nur Einserkandidaten
Chancen auf einen der begehrten Plätze. Zeugnisnoten sind bei
der Auswahl der Auszubildenden nicht der alleinige Maßstab.
Die Unternehmen legen auch großen Wert auf Sozialkompetenzen wie Engagement, Selbstständigkeit, Flexibilität, Lernbereitschaft. Insbesondere in kleineren Unternehmen haben
auch Schulabgänger mit weniger guten Noten eine Chance.
Bezahlte Rancharbeit
Praktikum
Volunteering
Work and Travel
www.billiger-ins-ausland.de
Vorpraktikum
Krankenpflegepraktikum
Private staatlich
anerkannte Hochschule
Farmstays
Wildlife
MBA Bachelor Master
Berufsbegleitendes Studium mit
Präsenz- oder Onlinevorlesungen
(auch während einer Ausbildung möglich)
oder Vollzeitstudium in Bad Sooden-Allendorf
und Friedrichshafen* (*in Vorbereitung)
Studienangebot:
Medizinalfachberufe (Zugangsberufe: Physio-/ Ergotherapie, Logopädie, Altenpflege, Krankenpflege u. a.),
MBA, BWL, Wirtschaftsrecht, Frühpädagogik,
Wirtschaftsingenieurwesen/ -informatik,
Tourismus, Mechatronik, Design, Medien
Tel.: 05722 / 28 69 97 32
www.diploma.de
bundesweite
Studienzentren
32
Duales Studium
SS 2014
Karrierewunsch Kriminalkommissar
KATJA NIEMEYER
Klar: Die allermeisten Dual-Studierenden sind in wirtschaftsoder ingenieurwissenschaftlichen Fächern eingeschrieben.
Für ganz Mutige gibt es eine Ausbildung beim BKA.
Nein, Lisa und Tom lachen, mit der Arbeit
der Kommissare aus dem Tatort im Fernsehen hat ihre eigene Vorgehensweise bei
Ermittlungen so gut wie nichts gemeinsam. „Fern der Realität“, so der knappe
Kommentar von Tom. Die beiden sind
angehende Kriminalkommissare. An der
Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl lassen sie sich
für den Polizeivollzugsdienst in einem
dualen Studiengang ausbilden. Ihre Namen und ihre Gesichter müssen geheim bleiben. Womöglich, erläutert
Veronika Kleiber von der Pressestelle des
Bundeskriminalamtes (BKA), arbeiten
sie später als verdeckte Ermittler oder
im Personenschutz. Da muss man
auf Nummer sicher gehen.
Für die Studenten stand der Berufswunsch früh fest. „Schon in der Unterstufe auf dem Gymnasium habe ich in die
Freundschaftsbücher geschrieben, dass
ich Polizist werden will“, erzählt die 21jährige Lisa. Auch Tom findet die Arbeit
„sehr spannend“.
Die Zahl der Bewerbungen für den Studiengang variiert. Sowohl in diesem als
auch im vergangenen Jahr wurden jeweils rund 100 Kriminalkommissarsanwärter eingestellt.
Lisa und Tom haben das aufwendige
Auswahlverfahren durchlaufen
und finden, dass es zu schaffen ist. Intelligenz-, Konzentrations- und Recht-
schreibtests stehen als erstes auf dem
Programm. Wer diese Hürde genommen
hat, muss seine sportliche Fitness
unter Beweis stellen. Neben Sprint- und
Ausdauervermögen werden Kraft und
Koordinationsfähigkeit geprüft. Anschließend stellten sich die beiden den
Fragen einer Auswahlkommission. „Das
war schon eine ungewohnte Situation“,
berichtet Lisa. Aber die angehende Kommissarin hatte sich vorbereitet, etwa auf
Fragen zu den Aufgaben des BKA.
Duales Studium
SS 2014
Bilder: FH Aachen/www.lichtographie.de
Doppelt
gemoppelt
hält besser.
Die dualen Studiengänge der FH Aachen
kombinieren Beruf oder Ausbildung mit
einem Hochschulstudium.
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> Betriebswirtschaft PLuS > Bauingenieurwesen –
Netzingenieur > Elektrotechnik PLuS
> Maschinenbau PLuS > Prozesstechnik
> Physiotherapie > Scientific Programming
> Flugzeugtechnik mit Verkehrspilotenausbildung
Tom und Lisa sind jetzt im vierten Semester und voll des Lobes
für das Studium. „Meine Erwartungen wurden sogar noch
übertroffen“, betont Lisa. Insbesondere die Verbindung zwischen Theorie und Praxis sei es, die das Studium attraktiv mache. Und Tom ergänzt: „Es gibt viele praktische Übungen, in
denen wir zum Beispiel reale Fälle bearbeiten.“ Lisa findet
auch, dass sie schon sehr viel erlebt hat während der Ausbildung, „mehr als ich erwartet habe“.
Wer sich für den Studiengang interessiert, sollte sich aber auch
darüber im Klaren sein, so Tom, dass man im ersten Semester
wenig über Polizeiarbeit lerne, aber viel darüber, wie Verwaltung funktioniert. Auch müssten sich Bewerber darauf einstellen, des Öfteren ihre sieben Sachen zu packen für einen Umzug
in eine andere Stadt. „Man muss flexibel sein“, sagt Tom, der
in den ersten beiden Jahren viermal eine neue Wohnung bezogen hat. „Man muss sich immer wieder neu zurechtfinden, Leute kennenlernen, sich anpassen.“
i
Der Bachelorstudiengang für den gehobenen kriminalpolizeilichen Vollzugsdienst im BKA dauert sechs Semester und
ist in Module gegliedert. Er umfasst theoretische Abschnitte und Fachpraktika. Die Module sind interdisziplinär. In
ihnen wird jeweils ein Sachverhalt – etwa ein Fall von
Menschenhandel oder ein Rauschgiftdelikt – unter anderem von einem Strafrechtler, aus kriminalistischer und kriminaltaktischer Sicht, aus kriminologischem Blickwinkel sowie aus staats- und verfassungsrechtlicher Sicht beleuchtet.
Kontakt | Andreas Beumers M.A.
Koordinator für die dualen Studiengänge
Kaiserstraße 100 | 52134 Herzogenrath
T +49. 241. 6009 51494 | a.beumers@fh-aachen.de
www.fh-aachen.de/studienangebot/dual
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34
Duales Studium
SS 2014
Ingenieurwesen rauf,
Informatik runter
Keine Frage: Duale Studiengänge sind gefragt wie nie. Manche sind aber besonders beliebt.
Dual studieren liegt im Trend. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Datenbank
„AusbildungPlus“ des Bundesinstituts für
Berufsbildung (BIBB) rund 64 000
duale Studienplätze für die Erstausbildung. Damit ist die Zahl der jungen
Erwachsenen, die ihre berufliche Karriere mit einer zweigleisigen Ausbildung beginnen, im Vergleich zum Vorjahr um 7,5
Prozent gestiegen.
Auch arbeiten immer mehr (Fach-)Hochschulen und Berufsakademien mit Betrieben zusammen: 55 solcher Kooperationen gab es im vergangenen Jahr pro
Studiengang – ein Plus von zehn Prozent.
Dabei tun sich Hochschulen und Firmen
insbesondere für betriebswirtschaftliche
Studiengänge zusammen: Mit knapp
30 000 machen sie zwei Drittel aller Ko-
operationen bei dualen Studiengängen
aus.
Rund 1400 duale Studiengänge waren im vergangenen Jahr in der
Datenbank „AusbildungPlus“ registriert.
Traditionell beschränken sich diese auf
drei Bereiche: zu jeweils mehr als 40 Prozent auf die Wirtschafts- und auf die Ingenieurwissenschaften sowie zu rund zwölf
Prozent auf die Informatik. Andere Fächer spielen nur eine untergeordnete
Rolle. Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete die Kombination aus Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwesen. Im Bereich Sozialwesen, worunter
zum Beispiel soziale Arbeit, Pflege und
Rehabilitation fallen, ist in der Datenbank ein Zuwachs von 24 Prozent auf
nunmehr 31 duale Studiengänge mit
rund 1900 Studienplätzen zu verzeich-
Die meisten dualen Studiengänge für die Erstausbildung bieten die Fachhochschulen an.
Im Trend liegen Fächer wie Wirtschafts- und
Ingenieurwissenschaften sowie Kombinationen
aus beiden.
nen. Gegenläufig ist der Trend im Fach
Informatik. Nachdem hier im Jahr 2011
noch eine Steigerung von rund 18 Prozent registriert wurde, ist diese Zahl im
vergangenen Jahr um rund neun Prozent
gesunken.
Die meisten dualen Studiengänge für die
Erstausbildung bieten die Fachhochschulen an: 2012 waren es 537. In der Kategorie „sonstige Hochschulen“ verzeichnet die „AusbildungPlus“-Datenbank 206
Studiengänge, darin enthalten sind 195
Angebote der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, die ihren Anteil am
Angebot dualer Studiengänge um zwei
Prozent ausweitete. Die Berufsakademien standen mit 137 Studienangeboten
an dritter Stelle. Das geringste Angebot
machten die Universitäten mit lediglich
30 Studiengängen.
Katja Niemeyer
Immer mehr Schulabgänger entscheiden
sich für ein duales Studium.
35
Duales Studium
SS 2014
Glaubt man den Statistiken, sind Absolventen
dualer Studiengänge gefragte Leute in der
Wirtschaft.
Aussichtsreiche
Startposition
Sehr gute Berufsaussichten für Absolventen dualer Studiengänge: In einer Betriebsbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) gaben 45 Prozent der Unternehmen an, alle
dual Studierenden in ihrem Betrieb nach Abschluss des Studiums zu übernehmen. Weitere 27 Prozent übernehmen rund
drei Viertel der erfolgreich in ihrem Betrieb ausgebildeten dual
Studierenden. Das BIBB hatte zur Entwicklung des Qualifikationsbedarfs der Unternehmen, zur Qualität dualer Studienangebote sowie zur Verwertbarkeit der dabei erworbenen Abschlüsse insgesamt mehr als 1400 Unternehmen befragt.
Besser als das klassische Studium
Die Bewertung dualer Studiengänge durch die Betriebe fiel dabei extrem positiv aus. Rund 97 Prozent der Unternehmen
sind „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ mit diesem Instrument
der Qualifizierung des Fachkräftenachwuchses. Rund zwei
Drittel geben an, das duale Studium sei „deutlich besser“ oder
„besser“ als das klassische Studium. Hervorgehoben werden
insbesondere die „guten Kenntnisse der betrieblichen Abläufe“,
die „Fähigkeit zu selbstständigem Arbeiten“ und die „hohe
Eigenmotivation“.
Wettbewerb um Top-Talente
Für BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser belegen die Ergebnisse eindrucksvoll, wie sehr duale Studiengänge inzwischen
von der Wirtschaft als Möglichkeit wahrgenommen werden,
hoch qualifizierte Fachkräfte für den eigenen Bedarf auszubilden. „Die hohen Übernahmequoten sind ein Beleg dafür, welchen großen Stellenwert duale Studiengänge bei den Betrieben
einnehmen. Unternehmen, die diese Form der Ausbildung anbieten, haben deutliche Vorteile im Wettbewerb um die Top-Talente.“
Info
Info
Duale Studiengänge verzahnen die Berufsausbildung mit
einem Studium an einer Hochschule, Fachhochschule oder Berufsakademie. Die Absolventen erwerben so im besten Fall zwei
Abschlüsse: einen beruflichen und einen akademischen. Dabei
durchlaufen sie eine laut Pressetext besonders innovative, attraktive und praxisnahe Studienform, die ihnen weitere Vorteile
bietet. Dazu gehörten beispielsweise der direkte Theorie-Praxis-Transfer und die Unterstützung durch die Arbeitgeber –
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36
SS 2014
Privat-Uni
Das Studium an einer privaten
Hochschule ist verschult, die
Lerngruppen sind kleiner und
die Stundenpläne stark
strukturiert.
Schnell
zum Abschluss
ANDREA-DANA LANGENFELD
Welche Vorteile bietet eine private Hochschule?
Durch die deutlich höheren Gebühren, die Studierende an die private Hochschule
zahlen müssen, steht dieser auch mehr Geld für Ausbildung und Ausstattung zur Verfügung. Häufig sind an den privaten Hochschulen auch Unternehmen beteiligt, die
sich finanziell einbringen oder im Vorstand sitzen. Neben monetären Vorteilen für die
private Hochschule hat dies für die Studenten den Nutzen, dass die Unternehmen
häufig Studenten „ihrer“ Hochschulen für Praktika oder langfristige Anstellungen
übernehmen.
Da sich nicht jeder ein Studium an einer privaten Hochschule leisten kann, ist folglich
auch die Studierendenzahl erheblich geringer. Die Lerngruppen sind kleiner,
und die Dozenten haben so die Möglichkeit, individueller auf die Studierenden einzugehen. Abiturienten mit einem möglicherweise schlechteren Abiturdurchschnitt haben den Vorteil, dass die Zulassung für das Studium für eine private Hochschule meist
nicht über einen NC geregelt ist, sondern durch einen Bewerbungstest.
Ein wichtiges Entscheidungskriterium für die private Hochschule ist für viele auch die
Verschulung des Studiums. Durch klar strukturierte Stundenpläne läuft man gar
nicht erst Gefahr, seine Studienzeit zu verbummeln, durch den höheren Druck an der
Hochschule erreicht man in vergleichsweise kurzer Zeit seinen Abschluss.
Mit welchen Nachteilen muss man rechnen?
Das Angebot der zur Wahl stehenden Fächer für private Hochschulen ist im Vergleich
zu den staatlichen Hochschulen sehr beschränkt. Während die staatlichen Hochschulen eine enorme Fächervielfalt anbieten, konzentrieren sich die privaten Hochschulen
vor allem auf Fächer wie Wirtschaft, Tourismus, Gesundheit oder Technik. Die starke
Verschulung kann ein Vor- aber auch ein Nachteil sein. Durch das strikte Schulkonzept
der privaten Hochschulen und den engen Studienplan bleibt den Studenten wenig
Zeit für das Studentenleben. Um die Geldbörse nicht unnötig zu belasten und
möglichst schnell ins Berufsleben einsteigen zu können, sprinten die Studenten durch
ihr Studium. Dabei verpassen viele die Geschehnisse um das Studium herum und,
wie viele sagen, die schönste Zeit des Lebens.
Neben den staatlichen Universitäten und
Fachhochschulen gibt es in Deutschland
aktuell 109 private Hochschulen. Ein großer Unterschied zwischen beiden Hochschulformen ist dabei offensichtlich: Die
Gebühren sind an privaten Hochschulen wesentlich höher als an staatlichen Einrichtungen.
Fazit
In Deutschland bilden private Hochschulen einen elitären Kreis, was neben einer guten Ausstattung und guten Kontakten zur Wirtschaft auch in den hohen Studiengebühren begründet ist. Die Qualität der Lehre ist jedoch nicht unbedingt besser. Wer
aber möglichst schnell sein Studium beenden und erfolgreich ins Berufsleben starten
möchte, findet in privaten Hochschulen eine gute Alternative zu den staatlichen Bildungseinrichtungen.
Privat-Uni
SS 2014
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aber es gibt auch
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Im Vergleich zu staatlichen Hochschulen muss man für private
Einrichtungen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das Studium an einer privaten Fachhochschule beläuft sich jährlich
auf 3000 bis 10 000 Euro, an der privaten Universität auf 10 000
bis 20 000 Euro.
Die meisten privaten Einrichtungen bieten ihren Studenten daher flexible Finanzierungsmodelle oder ein Kontingent an Freiplätzen an. Stiftungen unterstützen Studenten durch Teilstipendien, Vollstipendien sowie Darlehen. Für die Förderung
werden dabei Kriterien wie wissenschaftliche Erfolge, soziales
und politisches Engagement oder der familiäre Hintergrund
herangezogen.
Zwischen 3000 und 20 000 Euro
jährlich kostet das Studium an
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37
38
SS 2014
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MINT
studieren
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200 Fachrichtungen
Mathe, Informatik,
Naturwissenschaften, Technik,
Überzeugungstäter halten
durch – auch in Frustphasen
das ist MINT. Absolventen
werden dringend gesucht.
Unternehmen schlagen Alarm: Es
herrscht ein Mangel an Fachkräften. Mit
der Initiative „MINT Zukunft schaffen“
wollen sie zusammen mit Forschern und
Kommunen für Nachwuchs sorgen.
Bereits 2011 fehlten bundesweit rund
200 000 Fachkräfte mit einem naturwissenschaftlichen oder technischen Hochschulabschluss. Viele junge Leute schrecken die MINT-Studiengänge offenbar
ab. Sie fürchten, den Anforderungen
nicht gewachsen zu sein, sowie die überdurchschnittlich hohen Abbrecherquoten. So berichtet Prof. Aloys Krieg von der
RWTH Aachen: „Bei uns werfen während
der Ausbildung rund 40 Prozent der jungen Leute vor allem wegen der hohen
Leistungsanforderungen die Flinte ins
Korn.“
Eine riesige Angebotsvielfalt
Rund 200 MINT-Fachrichtungen stehen
nach einer aktuellen Erhebung der Arbeitsagentur zur Auswahl. Dazu gehören
unter anderem die Klassiker Bauinge-
Mehr im Web:
> www.frauenkarrierewege.de
> www.komm-mach-mint.de
> www.stipendium.de
JOCHEN VON PLÜSKOW
nieurwesen, Chemie, Pharmazie, Physik und Statistik. Neue Bereiche wie Elektromobilität und Umwelttechnik ergänzen die Angebotspalette. Außerdem gibt es inzwischen eine Reihe von dualen Ausbildungsgängen.
Um herauszufinden, ob MINT das Richtige für einen ist, rät Prof. Harald Lesch, Astrophysiker und Moderator von Wissenschaftssendungen, zu Praktika. Die allein reichen
aber nicht aus, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Gute Schulnoten in
Fächern wie Mathematik oder Physik sind ebenfalls erforderlich. Eine gehörige Portion
Leidenschaft, sorgfältiges Durcharbeiten der vorliegenden Informationen sowie intensive Beratungsgespräche gehören zu den weiteren Voraussetzungen.
Angehende Studenten, die sich nach der intensiven Vorbereitung für ein MINT-Studium gerüstet fühlen, sollten sich jedoch nicht allein von den glänzenden Berufsaussichten und den verlockend hohen Einstiegsgehältern beeindrucken lassen.
Lesch: „Die jungen Leute müssen die Entscheidung auch aus dem Herzen treffen.“
Dann steht einem erfolgreichen Abschluss in den meisten Fällen nichts mehr entgegen. Solche Überzeugungstäter tun sich auch in der Regel nicht so schwer, wenn
während des Studiums eine Frustphase einsetzt. Sie halten konsequent durch.
Wirtschaft lockt mit gut dotierten Job-Angeboten
Wer zu den leistungsstarken MINT-Studenten gehört, braucht sich keine Sorgen um
Praktikumsplätze machen. Auch der Einstieg in das Berufsleben ist für sie in der Regel
unproblematisch. Sie können fast immer mit spannenden und gut dotierten Angeboten aus der Wirtschaft rechnen. Auch Frauen sucht die Branche dringend. Für sie
entstand der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen mit einer Vielzahl von Informationen und Hilfestellungen für angehende Studentinnen, die sich den Einstieg in
einen Männerberuf durchaus vorstellen können.
39
MINT studieren
SS 2014
Interview
Wer ist geeignet für ein MINT-Studium?
-Autor Jochen von Plüskow hat bei
Prof. Aloys Krieg nachgefragt.
STUDI-Info: Die Abbrecherquoten in den MINT-Studiengängen
sind immer noch sehr hoch. Was ist der Grund dafür?
Krieg: Viele Anfänger informieren sich nicht ausführlich genug, obwohl es jede Menge Informationen im Internet, von den
Studienberatungen der Hochschulen, der Arbeitsagentur und
vielen anderen Institutionen gibt. Außerdem veranstalten die
meisten Unis Vorkurse, bei denen die Teilnehmer die Studiengänge kennenlernen und erfahren, was auf sie zukommt. Ich
empfehle außerdem, frühzeitig an einem Online-Self-Assessment teilzunehmen, um herauszufinden, was man mitbringen
muss und gegebenenfalls Defizite aufzuholen.
STUDI-Info: Gibt es auch Hilfen für MINT-Studenten, die während des Studiums Probleme bekommen?
»Viele Anfänger
informieren
sich nicht ausführlich
genug«
Krieg: Natürlich. Zum einen stehen die Studienberatungen für
Gespräche bereit. Zum anderen initiieren immer mehr Hochschulen Mentoring-Programme. Dabei sprechen wir die Betroffenen frühzeitig an und bieten ihnen unsere Unterstützung.
STUDI-Info: Häufig sind Nachfragebooms nach Absolventen gewisser Studiengänge bereits nach kurzer Zeit wieder vorbei. Wie
sieht es Ihrer Meinung nach im MINT-Bereich aus?
Krieg: Der hohe Bedarf besteht nicht nur kurz- oder mittelfristig. Die Entwicklung ist nach meiner Einschätzung dauerhaft.
Aloys Krieg ist Professor für Mathematik und Prorektor für Lehre
an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen
i
gute Chancen, dass der Staat, Organisationen und Unter-
nehmen ihren Lerneifer mit Stipendien und zum Teil auch
Überdurchschnittlich leistungsstarke MINT-Studenten haben
ideeller Unterstützung belohnen. Zu den Förderprogrammen gehören zum Beispiel MINT Excellence der ManfredLautenschläger-Stiftung, das Bayer-Fellowship-Program
und die MTU-Studien-Stiftung.
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40
SS 2014
Studieren im Norden
und im Osten
Norddeutschlands Hochschullandschaft ist
exzellent – und hat insbesondere im Bereich
Gesundheit viel zu bieten.
Im Fokus: Gesundheit
und Klimawandel
MICHAELA DÜNGEN
Die Fachhochschule Kiel bietet neue Studiengänge im Bereich Gesundheit, Rehabilitation und Soziale Arbeit an.
Norddeutschland hat mit Bremen und Hamburg nicht nur lebendige Universitätsstädte zu bieten, sondern auch eine ausgesprochen gute Hochschullandschaft.
Dabei denken noch immer viele Menschen hauptsächlich an
Süddeutschland, wenn es um Elite-Universitäten geht. Doch
auch der Norden glänzt mit exzellenten Hochschulen. So hat
die Universität Bremen beispielsweise gleich drei von Bund
und Ländern geförderte Exzellenzeinrichtungen
vorzuweisen.
8 × Gesundheit studieren
Wer eine Laufbahn im Bereich Gesundheit einschlagen will, hat
insbesondere in Schleswig-Holstein viele Möglichkeiten, denn
hier bieten acht Universitäten und Fachhochschulen Studiengänge zu den Themen Gesundheit, Krankheit sowie Rehabilitation an. An der Fachhochschule Kiel werden beispielsweise der
neue Master-Studiengang „Forschung, Entwicklung, Management in Sozialer Arbeit, Rehabilitation/Gesundheit oder Kindheitspädagogik“ sowie die Bachelor-Studiengänge „Erziehung
und Bildung im Kindesalter“, „Soziale Arbeit“ und „Physiotherapie“ gelehrt.
Forschen für die Zukunft
Der Exzellenzcluster „Integrated Climate System Analysis and
Prediction“ (CliSAP) der Universität Hamburg wird bereits seit
2007 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen
der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert.
Er befasst sich mit dem globalen Klimasystem und Klimaänderungen, regionalen Aspekten des Klimawandels sowie mit dem
Thema Mensch und Klima. Beteiligt sind rund 250 Wissenschaftler der Universität, des Max-Planck-Institut für Meteorologie, des Helmholtz-Zentrum Geesthacht sowie des Deutschen Klimarechenzentrum. Darüber hinaus gab der Cluster
den Anstoß für den Zusammenschluss der Partner zum KlimaCampus Hamburg. Noch bis 2017 wird CliSAP gefördert. Danach sollen die wissenschaftlichen Arbeiten in das Centrum für
Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg integriert werden.
Interessant ist, dass Absolventen in Hamburg außerordentlich
gute Jobperspektiven haben. Nur die wenigsten ziehen
für den Berufseinstieg in ein anderes Bundesland um. Dagegen
verlassen Niedersachsen und Schleswig-Holstein gut 20 Prozent der Absolventen, Bremen sogar fast ein Drittel.
Studieren im Norden und im Osten
SS 2014
Die Humboldt-Universität in Berlin zieht viele junge Menschen aus Deutschland und der Welt an.
Fortschrittlicher Osten
Auch fast 25 Jahre nach der Wiedervereinigung hat der Osten
ein Imageproblem. Rückständig und altmodisch – so erwarten
ihn viele. Dabei gibt es so viel Positives über kulturelle
Hochburgen wie Dresden und Leipzig zu lesen. Und insbesondere für die Hochschullandschaft treffen diese Vorurteile eindeutig nicht zu. Im Gegenteil: Nach der Wende wurde viel Geld
gerade in den Hochschulbildungssektor investiert. Doch lediglich Berlin scheint die Massen anzuziehen.
Wie unbeliebt der Osten tatsächlich ist, zeigt auch das Verhalten von Absolventen: Etwa die Hälfte aller Studenten verlassen
nach ihrem Abschluss Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern, um in einem anderen Bundesland in die Berufswelt einzusteigen. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind es sogar
um die 70 Prozent. Sachsen kommt mit etwa 25 Prozent vergleichsweise noch gut weg. Eine deutliche Sprache, die mit weiteren Vorurteilen einher geht: Der Osten ist für viele gleichbedeutend mit Perspektiv- und Arbeitslosigkeit. Lediglich Berlin
kann einen Zuwachs an Berufseinsteigern verbuchen und liegt
hier im Ländervergleich hinter Hamburg an zweiter Stelle im
bundesweiten Ranking.
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41
42
Studieren im Norden und im Osten
Exzellenzcluster: Die Technische Universität Dresden forscht im
Bereich Regenerative Therapien.
SS 2014
Niedrige Lebenshaltungskosten,
gute Betreuung, starke Forschung. . .
. . . so lauten drei Argumente, die eindeutig für den Osten als
Studienplatz sprechen. Denn während Hörsäle und Seminarräume in anderen Teilen der Republik überlaufen, ist der intensive Austausch zwischen Lehrenden und Studenten im Osten gerade aufgrund der geringeren Studentenzahl garantiert.
Das vergleichsweise geringe Interesse vieler – vorwiegend westdeutscher – Studenten führt auch dazu, dass die Lebenshaltungskosten im Osten durchschnittlich niedriger sind als im
Westen. Während ein Studierender in Thüringen und Sachsen
beispielsweise im Durchschnitt gut 30 Stunden im Monat für
seine Miete arbeiten muss, sind es in NRW etwa 34, in Bayern
35 und in Hamburg sogar gut 38 Stunden.
Das 2006 gegründete DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) der Technischen Universität
Dresden ist das bisher einzige DFG-Forschungszentrum und
Exzellenzcluster in Ostdeutschland. Es konnte sich mit seinem
Antrag nicht nur das zweite Mal als Exzellenzcluster der TU
Dresden durchsetzen, sondern auch für eine dritte Förderperiode als Forschungszentrum der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Das Großprojekt wird mit mehr als 40
Millionen Euro gefördert und soll in den kommenden Jahren
zu wesentlichen wissenschaftlichen Fortschritten im Bereich
Biomedizin/Biotechnologie beitragen. Gleichzeitig erhöht es
die internationale Reputation der Technischen Universität
Dresden.
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43
SS 2014
Studieren in NRW
Nordrhein-Westfalens Hochschullandschaft ist
mit zwei Elite-Universitäten sowie Clustern
und Graduiertenschulen gut aufgestellt.
Elitär und
zugleich vielfältig
MICHAELA DÜNGEN
Die RWTH Aachen ist eine von zwei Elite-Universitäten in Nordrhein-Westfalen.
18 Hochschulen mit Promotionsrecht, fast 40 Hochschulen sowie neun Kunst- und Musikhochschulen sind derzeit in Nordrhein-Westfalen beheimatet. Damit bietet NRW die größte
Hochschuldichte und die höchsten Studentenzahlen im Ländervergleich. Zusätzlich überzeugt das Land durch kulturelle
Vielfalt: Die Mentalität im Ruhrgebiet unterscheidet sich beispielsweise deutlich von dem nur etwa 20 Kilometer entfernten
Lebensgefühl der Düsseldorfer. Das hektische Treiben der
Rheinmetropole Köln grenzt sich wiederum zwangsläufig von
der Fahrradstadt Münster ab.
Den Überblick behalten
Bei einem solch großen Angebot an Studienmöglichkeiten fällt
es schwer, den Überblick zu behalten. Sich am Ende auch noch
für das richtige Fach und den hierfür besten Standort zu entscheiden, scheint beinahe unmöglich. Doch ein Blick auf die
Ergebnisse der zweiten Phase der Exzellenzinitiative
bringt Licht in das Dunkle.
Exzellent: Universitäten in NRW
Zwei Elite-Universitäten, zehn Exzellenzcluster und fünf Graduiertenschulen – das ist die Bilanz der Hochschulen NRWs
nach der zweiten Phase der Exzellenzinitiative. Nachdem die
RWTH Aachen ihren Elite-Status verteidigen konnte, darf sich
nun auch die Universität Köln mit diesem Titel schmücken. Zudem haben sich die Universitäten Aachen, Bielefeld, Bochum,
Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster mit insgesamt zehn Exzellenzcluster und fünf Graduiertenschulen erfolgreich im bundesweiten Wettbewerb behauptet.
Zusätzliches Geld für Forschung und Förderung
Bis 2017 werden erfolgreichen Universitäten in NordrheinWestfalen rund eine halbe Milliarde Euro zusätzlich für Forschung und Nachwuchsförderung zur Verfügung
gestellt. Dieses Geld ermöglicht Investitionen, die in erster Linie den Studierenden und der Forschung zugute kommen. Ein
Beispiel für Exzellenzcluster ist „Cells in Motion“ (CIM) der
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Der
Startschuss fiel Ende 2012. Wissenschaftler aus der Medizin,
den Naturwissenschaften und der Mathematik der WWU sowie
Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin
in Münster untersuchen hier interdisziplinär das Verhalten von
Zellen in lebenden Organismen. Die Fördersumme für das CIM
beläuft sich auf knapp 28 Millionen Euro für fünf Jahre.
44
Studieren in NRW
Universitäten mit dem Zusatz Elite zeichnen
sich vor allem durch überdurchschnittliche
wissenschaftliche Leistungen aus.
SS 2014
Spitze
in der Forschung
ANDREA-DANA LANGENFELD
Deutschland hat im Jahr 2005 einen Wettbewerb ins Leben gerufen, um Forschungseinrichtungen, die exzellente wissenschaftliche Leistungen hervorbringen, zunächst ausfindig zu
machen und sie schließlich mit viel Geld zu fördern. Daraus ist
die sogenannte Exzellenzinitiative entstanden.
Auch in Nordrhein-Westfalen haben sich zwei Universitäten
durchgesetzt: die Universität zu Köln und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH).
Außerdem zählen zu den Begünstigten zehn Exzellenzcluster,
die einen speziellen Themenkomplex erforschen, und fünf Graduiertenschulen, in denen Doktoranden auf einem breiten
Wissenschaftsgebiet gefördert werden. Die RWTH Aachen
konnte sich im Wettbewerb mit drei Exzellenzclustern, unter
anderem im Bereich der Fertigungs- und Werkstofftechnik
durchsetzen. Die Universität zu Köln forscht in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut an der Biologie des Alterns.
Was heißt Elite-Uni?
Deutsche Unis werden vor allem für wissenschaftliche Hochleistungen als „exzellent“ ausgezeichnet, die sich im internationalen Wettbewerb durchsetzen können und werden dafür finanziell gefördert. Dadurch ist die Ausstattung an diesen Unis
besonders gut. Der Fokus liegt dabei aber vor allem auf Forschung und weniger auf der Lehre. Der Zugang zu diesen Universitäten erfolgt ebenso wie auch an anderen Universitäten,
weitere Gebühren fallen nicht an. Das Studium an einer EliteUni ist vor allem für diejenigen empfehlenswert, die auch weiterhin in der Wissenschaft arbeiten möchten.
Die Universität zu Köln ist eine von insgesamt zwei Elite-Unis in NRW. Daneben trägt auch die RWTH Aachen den Titel.
So finden Studenten eine preiswerte Bleibe
Nach dem Kampf um einen Studienplatz beginnt in der Regel das Rennen um eine günstige Wohnung. Große Nachfrage und
steigende Mieten machen es besonders schwer, eine preiswerte Bleibe zu finden. Aktuell wohnen ein Drittel der Studierenden
bei ihren Eltern. Nur jeder zehnte Student wird am Ende einen Platz in einem Wohnheim ergattern. Alle anderen müssen sich
eine Bleibe auf dem freien Markt suchen.
Tipps und Adressen
www.wohnenfuerhilfe.info
Hier stellen Menschen, die sich im Alltag Unterstützung oder Gesellschaft wünschen, Studierenden Wohnraum gegen Hilfe bei
alltäglichen Dingen – im Haushalt, beim Einkaufen, bei der Gartenarbeit oder der Kinderbetreuung – zur Verfügung.
www.zimmerfrei-bonn.de
Eine Initiative der Bonner Hochschulen, des Studentenwerks sowie der Städte Bonn, Rheinbach und St. Augustin. Die Homepage
bietet neben allgemeinen Informationen über Bonn, die Umgebung sowie die Hochschullandschaft die Möglichkeit, Wohnungsgesuche und -angebote einzustellen.
Ideal
Besetzung
www.karriere.bayer.de
Katharina Kollie, Teilnehmerin des MIBS Programms bei Bayer, verfolgt täglich ein
Ziel: Die Welt ein bisschen besser zu machen. Diese Leidenschaft ist es, die uns
vereint und uns die Suche nach dem Neuen niemals aufgeben lässt. Wir nennen es
den Bayer-Spirit. Wenn auch Sie ihn spüren und sich für eine erstklassige Ausbildung mit mehreren Abschlüssen in kürzester Zeit interessieren, freuen wir uns jetzt
schon auf Ihre Bewerbung.
Ausbildung 2014. Bewerben.
Die meisten Erfolge lassen sich nur mit System erreichen. Darum bietet Ihnen Bayer erfolgsorienterte Programme, die eine Ausbildung mit einem Studium verknüpfen und speziell für
überdurchschnittliche, engagierte Abiturientinnen und Abiturienten entwickelt wurden:
Kooperative Ausbildung zum
– Bachelor of Engineering (Chemie)
– Bachelor of Mechanical Engineering
– Bachelor of Process Engineering
Kooperative Ausbildung zum
– Bachelor of Engineering (Elektrotechnik)
Management and International Business
Studies (MIBS)
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SS 2014
Studieren im Süden
Die Bayerische Hochschullandschaft hebt sich
durch Vielfalt hervor – und durch eine
spezielle Förderung von Eliten.
Breites
Bildungsangebot
MICHAELA DÜNGEN
Die bayerische Hochschullandschaft ist vielfältig: Neun Universitäten, 17 Hochschulen für angewandte Wissenschaften, sechs
staatliche Kunsthochschulen sowie eine Reihe weiterer Hochschulen in kommunaler, kirchlicher und privater Trägerschaften bieten ein breites Bildungsangebot. Ein guter Ruf eilt
Bayern ohnehin voraus. Doch das ist nicht alles, was den Freistaat zu einem attraktiven Studienort macht.
Wie seine Hochschullandschaft, so ist das Bundesland selbst
äußerst vielseitig. Das Land vereint unberührte Natur und pulsierendes Leben. Das eindrucksvolle Alpenpanorama mit
Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, prägt das Gesicht
Bayerns ebenso wie die ausgedehnten Flusslandschaften um
Main und Donau und die oberbayerische Seenplatte mit
Chiemsee, Tegernsee, Königssee, Ammersee und Starnberger
See. Die beiden europäischen Metropolregionen München und
Nürnberg und weitere Großstädte wie Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt sind boomende Wirtschaftsstandorte.
Standort bewusst wählen
Doch gerade diese Vielfalt macht es Studierenden mitunter
schwer, sich für das richtige Fach oder den geeigneten Studienort zu entscheiden. Ein Internetportal des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst hilft hier
weiter. Die Seiten geben nicht nur einen guten Überblick über
die bayerischen Universitäten, Fachhoch- und Kunsthochschulen sowie die gesamten Hochschulstandorte, sondern beinhalten zudem Tipps zu Themen wie Studienabschlüsse und Netzwerkbildung.
Mehr im Web:
> www.studieren-in-bayern.de
Th
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inspiriert!
weil Dialog
Die Metropolregion München ist ein boomender Wirtschaftsstandort.
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Studieren im Süden
SS 2014
www.elitenetzwerk.bayern.de
Mit dem Elitenetzwerk Bayern
fördert der Freistaat Bayern
besonders begabte Studierende
und Nachwuchswissenschaftler.
Kind und Campus
Auch zum Bereich Kind und Campus gibt es eine eigene Rubrik,
denn viele Hochschulen haben bereits erkannt, dass dies ein
wichtiger Standortvorteil sein kann. Schließlich ist es für Eltern
sowie alleinerziehende Mütter und Väter eine besonders
schwierige Herausforderung, Studium und Kind unter einen
Hut zu bekommen. Entscheidend sind hier spezielle Angebote
zur Kinderbetreuung. Der Betrieb von Betreuungsstätten obliegt in Bayern den Studentenwerken, die hierfür Zuschüsse vom Land erhalten.
Förderung von Nachwuchswissenschaftlern
Der Begriff Elitenetzwerk Bayern steht für ein bildungspolitisches Konzept zur Förderung von Eliten im Hochschulbereich.
Mit dem Netzwerk hat sich der Freistaat schon frühzeitig dem
internationalen Wettbewerb um die größten Talente in Wissenschaft und Forschung gestellt: In den Jahren 2002/2003 wurde
ein Gesamtkonzept entwickelt und zügig umgesetzt, mit dem
besonders begabte Studierende sowie Nachwuchswissenschaftler an bayerischen Hochschulen die bestmögliche
Förderung erhalten sollen.
Das Elitenetzwerk besteht aus fünf aufeinander abgestimmten
Programmen:
●
Elitestudiengänge
●
Internationale Doktorandenkollegs
●
Max-Weber-Programm Bayern
●
Forschungsstipendien
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karriere/ausbildung
Aus- und Weiterbildung zum geprüften Handelsfachwirt (m/w)
Du interessierst Dich für den Handel, hast Spaß am Umgang mit Menschen und möchtest nach der Ausund Weiterbildung ein Team selbständig führen oder sogar eines unserer Woolworth-Kaufhäuser
eigenständig leiten? Dann bieten wir Dir die passende IHK-Aus- und Weiterbildung zum geprüften
Handelsfachwirt (m / w) an.
Im Rahmen diese internen Führungsnachwuchsprogamms erhältst Du:
●
Internationale
Nachwuchsforschergruppen
Mehr im Web:
> www.elitenetzwerk.bayern.de
& 3 IHK-Abschlüsse in nur 36 Monaten (Kaufmann im Einzelhandel (m / w), Ausbildereignung und
geprüfter Handelsfachwirt (m / w).
: Praxisnahe Einsätze in unseren Kaufhäusern per Training on the job.
: Theoretische Wissensvermittlung in Blockseminaren in unserem Bildungsinstitut in der
Nähe von Hannover.
: Erste Führungserfahrungen durch Sondereinsätze oder temporäre Übernahmen kleinerer
Kaufhausflächen.
: Beginn im Sommer eines jeden Jahres.
: Du erhältst eine attraktive Vergütung: 1.– 6. Monat: 1.000,00 Á, vom 7.–18. Monat: 1.100,00 Á und ab
dem 19. Monat: 1.300,00 Á (brutto monatlich).
: Bei einem Wohnortwechsel wird Dir eine monatliche Mietzulage von 100,00 Á (brutto monatlich) gewährt
oder die Unterbringung in einer Firmenwohnung.
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Studieren im Süden
Baden-Württemberg tut viel dafür, dass sich
seine angehenden Studenten für ein Fach
entscheiden, das zu ihnen passt.
SS 2014
Orientierung und
Unterstützung
MICHAELA DÜNGEN
Orientierungstest ist Pflicht
Stipendium inklusive Netzwerk
Viele Abiturienten stehen vor entscheidenden Fragen: Ausbildung oder Studium? Welches Fach bietet eine beruflich gute
Perspektive? Wo soll ich studieren? Welches Studium passt am
besten zu meinen Neigungen und Fähigkeiten? Für die Beantwortung der letzten Frage hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Zusammenarbeit mit Hochschuldozenten und Psychologen für Studienanfänger einen
verpflichtenden fächerübergreifenden Orientierungstest entwickelt.
Dieser ist kostenlos und wird online durchgeführt. Direkt im Anschluss erhalten die Teilnehmer eine ausführliche
Auswertung. Diese analysiert berufsbezogene Interessen, Stärken im kognitiven Bereich und – besonders wichtig und hilfreich – eine Liste mit Berufs- und Studienfachempfehlungen.
Der Orientierungstest umfasst die grundständigen Studienangebote der Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und
Fachhochschulen sowie der Dualen Hochschule im Land Baden-Württemberg.
Mit einem eigenen Stipendium ermöglicht die BadenWürttemberg-Stiftung jungen Menschen aus Baden-Württemberg, einige Zeit im Ausland zu verbringen. Gleichzeitig lädt sie
ausländische Stipendiaten ein, das Bundesland kennen zu lernen. Für die Auslandsaufenthalte erhalten Studenten dafür ein
Stipendium in Höhe von bis zu 1200 Euro pro Monat – maximal
elf Monate lang. Schon mit der Zusage und insbesondere nach
ihrer Rückkehr aus dem Ausland werden die Stipendiaten ideell
gefördert und in ein umfassendes, internationales Netzwerk
eingebunden. Hier können Menschen unterschiedlicher Fachrichtungen und Kulturen mit vielseitigen Erfahrungen und
Ideen Kontakte knüpfen.
Mehr im Web:
> www.bw-stipendium.de
Saarland-Universität
bleibt exzellent
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Für das Exzellenzcluster Prisma (Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter) der JohannesGutenberg-Universität in Mainz forschen rund 250 Wissenschaftler. Durch die zweite Phase der Exzellenzinitiative erhalten sie für fünf Jahre rund 35 Millionen Euro für ihre
Spitzenforschung in der Teilchen- und Hadronenphysik. Sie
hoffen unter anderem auf neue Erkenntnisse über die so
genannte Dunkle Materie. Damit etabliert sich die Uni
Mainz nach eigenen Angaben als Zentrum der Teilchenund Hadronenphysik weltweit.
Bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder hat die
Universität des Saarlandes auch in der zweiten Phase einen großen Erfolg verbucht: Der Exzellenzcluster zum Thema „Multimodal Computing and Interaction“ wurde um weitere fünf Jahre verlängert. Auch die Saarbrücker Graduiertenschule für Informatik wird weiterhin von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Dadurch werden voraussichtlich
weitere 57 Millionen Euro Forschungsmittel in das
Land fließen.
Am Exzellenzcluster und der Graduiertenschule sind neben der
Universität des Saarlandes das Max-Planck-Institut für Informatik, das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme sowie das
Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz beteiligt. Die Saarbrücker Informatiker erforschen unter anderem
Computersysteme, die auf natürliche Weise mit den
Menschen kommunizieren können. Im Exzellenzcluster der
Universität des Saarlandes werden die Grundlagen für Computersysteme erforscht, die sich selbstständig auf ihre Umgebung
einstellen und mit Sprache, Bildern und Gesten umgehen können.
SINCE 1976
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SS 2014
www.pro-fsj.de
Studienplatzabsage
Auf zu Plan B
Viele Abiturienten wollen auf direktem Weg an die Hochschule. Doch nicht immer klappt es
sofort mit dem Studienplatz.
gibt Tipps, wie man die Zeit bis zum Studium sinnvoll
überbrücken kann.
ANDREA-DANA LANGENFELD
Das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr
Immer mehr Schulabgänger entscheiden sich für einen Jugendfreiwilligendienst. Dazu zählen das Freiwillige Soziale Jahr
(FSJ), etwa in einer Kindereinrichtung, einer Pflegestation,
beim Sportverein oder im Museum, und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ), zum Beispiel bei einem Tierschutzverein,
einer Umweltstiftung oder in einem landwirtschaftlichen Betrieb.
Wer sich um einen Platz als FSJler oder FÖJler bewirbt, darf
nicht älter als 27 Jahre alt sein. Der Freiwillige Dienst dauert
in der Regel zwölf Monate. Er bietet die Möglichkeit, sich für
die Gesellschaft zu engagieren, und berufliche Orientierung. Ist
beispielsweise ein medizinischer Beruf eine dauerhafte Perspektive für mich? Die Bewerbungsfristen wechseln jährlich und
sind nach Bundesland verschieden, daher sollte man sich frühzeitig bei der Servicestelle Jugendfreiwilligendienste beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA)
danach erkundigen.
Praktische Einblicke gewinnen
Auch ein Praktikum im Wunschberuf kann erste Orientierung
bieten. Drei Monate sollte es mindestens dauern, damit man
einen realistischen Einblick in den Arbeitsalltag gewinnt und
verschiedene Bereiche durchlaufen kann. Außerdem ist es oftmals eine gute Möglichkeit, den Berufseinstieg vorzubereiten
und erste Kontakte zu knüpfen. Verschiedene Studiengänge erfordern ein begleitendes Praktikum, das oftmals auch im
Vorfeld absolviert werden kann. Studienanfänger sollten dies
sicherheitshalber vorab klären.
Das erste Standbein: Die Ausbildung
Viele Berufsfelder bieten neben Studienberufen auch Ausbildungsberufe. Wer also davon träumt, Pharmazeutin zu werden
könnte zuvor eine dreijährige Ausbildung als PharmazeutischTechnische Assistentin machen. Damit sammelt man direkt
sechs Wartesemester und erhöht seine Chancen auf einen
Studienplatz enorm. Zudem können in der Ausbildung bereits
theoretische sowie praktische Erfahrungen im Chemielabor so-
Als Au-pair betreut man Kinder und verrichtet leichte Haushaltstätigkeiten.
wie im Umgang mit Patienten erlernt werden. Und wenn alle
Stricke reißen, kann immer wieder auf die Ausbildung zurückgegriffen werden.
Studieren im Ausland
Viele Universitäten im Ausland haben sich auf deutsche Medizinstudenten eingestellt und bieten Medizinstudiengänge in
englischer Sprache an. So kann im siebenbürgischen Cluj-Napoca (Klausenburg, Rumänien) der Bachelor in Medizin absolviert werden. 9300 Studenten studieren dort bereits Medizin,
ein Viertel davon sind internationale Studenten. Der Studiengang wird in Deutschland anerkannt, die Leistungen angerechnet. Bewirbt man sich damit in Deutschland für den Master,
steigen die Chancen auf einen Studienplatz erheblich. Mit rund
5000 Euro Studiengebühren für Erstsemester schlägt das rumänische Studium allerdings zu Buche. Zahnmedizin, Pharmazie
sowie Medizin können auch in Ungarn studiert werden, die
Kosten liegen allerdings samt Einschreibungs- und Materialgebühren bei nahezu 10 000 Euro im ersten Jahr.
Studienplatzabsage
SS 2014
Warum eigentlich nicht Trier?
Wer sich beispielsweise für Jura in Berlin beworben hat, und gescheitert ist, sollte auch
über ein Studium im rheinland-pfälzischen Trier nachdenken – dort gibt es keinen
Numerus Clausus auf das Studienfach. Generell gilt: Rund die Hälfte aller Studienplätze werden ohne NC vergeben. Es lohnt sich also, sich im Vorhinein gründlich zu informieren und vielleicht auch Städte anzuschauen, die man erst auf den zweiten Blick
entdeckt – und sich überraschen zu lassen. Beispielsweise ist der gesamte Osten
Deutschlands nicht vom doppelten Abiturjahrgang betroffen, die Anzahl der Studienbewerber ist damit geringer, NCs nicht so hoch und nicht so weit verbreitet.
Work and Travel / Au-pair
Wer schon immer ins Ausland reisen wollte, aber nicht genug Geld dazu hatte, kann
einen Work & Travel-Aufenthalt in Australien, Neuseeland oder Kanada in Betracht
ziehen. Dabei können die Reisekosten auf der Fahrt direkt verdient werden. Die
Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Ob Büro, Einzelhandel oder Arbeit unter freiem Himmel auf einer Farm – das Programm Work & Travel hat für jeden Geschmack
etwas zu bieten. Begehrte Jobs sind dabei auch Surflehrer am Great Barrier Reef,
Rezeptionistin in einem Hostel, Erntehelfer in Neuseeland oder Lifthelfer im Skigebiet.
Für einige Positionen ist keinerlei Erfahrung notwendig, etwa für den Einsatz als Erntehelfer. Bei der Arbeit steht der stete Kontakt zu anderen Backpackern und auch Einheimischen im Vordergrund, so dass man schnell seine Fremdsprachenkenntnisse aufbessern und die neue Kultur hautnah kennen lernen kann.
Wer Kinder mag, kann über einen Auslandsaufenthalt als Au-pair nachdenken. Als
Kinderbetreuung hilft man in einer Gastfamilie aus, verrichtet leichte Haushaltstätigkeiten, bringt die Kinder zur Schule und unterstützt die Familie im Alltag. Um als Aupair ins Ausland zu gehen, muss man schon einige Stunden an Erfahrung in der Kinderbetreuung mitbringen, die jedoch durch ein Praktikum, eine Trainerstelle oder regelmäßiges Babysitten gut nachzuweisen sind. Eine Vergütung erhält man nur in Form
eines Taschengeldes, Verpflegung und Unterkunft.
Brückenkurse
Viele Hochschulen bieten freiwillige und kostenlose Brückenkurse für den mathematischen Bereich an. Diese dienen der Wiederholung des Schulstoffes und sollen so den
Übergang von der Schule an die Universität erleichtern. Brückenkurse sind vor allem
für Studienanfänger empfehlenswert, die Lehrveranstaltungen im Bereich der Mathematik besuchen müssen, vor allem, wenn sie dieses Fach nicht als Leistungskurs im
Abitur hatten. Brückenkurse werden aber auch in Vorbereitung auf betriebswirtschaftliche Studiengänge angeboten, zum Beispiel an der FH Aachen. Dort wird neben Mathematik auch Buchführung für Einsteiger angeboten. Nach einer Einführung in betriebliches Rechnungswesen werden notwendige Grundlagen gefestigt rund um die
doppelte Buchführung, rechtliche Grundlagen und Inventur.
Die Hälfte aller Studienplätze werden
ohne NC vergeben. Ein Blick über den
Tellerrand lohnt sich: Also nicht nur bei
der Wunsch-Uni bewerben, sondern auch
bei Hochschulen in anderen Städten.
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„Ihr Studienplatz ist unser gemeinsames Ziel.
Dafür setze ich mich ein.“
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SS 2014
Studienplatzklage
Es sind noch Plätze frei
Nach Artikel 12 Grundgesetz haben Studienbewerber eine garantierte freie Wahl der
Ausbildungsstätte. Tatsächlich gehen viele bei der Platzvergabe aber leer aus.
Manchmal lohnt es sich dann, den Rechtsweg zu beschreiten.
Besonders beliebte Studienfächer haben meist hohe Zulassungsbeschränkungen. Der Wegfall der Wehrpflicht sowie doppelte Abiturjahrgänge haben die Situation noch verschärft. Wer
also von seinem Recht auf freie Wahl des Studienplatzes
Gebrauch machen will, muss möglicherweise versuchen, es gerichtlich einzufordern.
Zur Beruhigung: Rund die Hälfte aller Studienplätze wird
deutschlandweit ohne NC vergeben. Es ist also auch mit einem
Abiturdurchschnitt von 3,0 möglich, einen Platz zu ergattern.
Fächer wie Zahnmedizin, Medizin und Pharmazie sind jedoch
flächendeckend mit einem NC im EinserBereich belegt. Will man eines dieser
Fächer an einer renommierten Uni
an einem der begehrtesten Studienorte Deutschlands studieren
– wie Berlin, Hamburg, Köln oder
München – kann die Option Studienplatzklage interessant sein.
Freie Kapazitäten nutzen
Mit dem gesetzlichen Anspruch auf eine freie Wahl der Ausbildungsstätte geht der garantierte Anspruch einher, nach dem die
(Fach-)Hochschulen alles dafür tun müssen, möglichst vielen
Bewerbern einen Platz anzubieten und ihre vorhandenen Ausbildungskapazitäten auszunutzen. An eben diesem Punkt setzt
die Klage an. Denn die universitären Kapazitäten werden häufig nicht ausgeschöpft.
Das liegt erstens an Sparzwängen, denen Universitäten unterworfen sind – und ein Studienplatz in Medizin ist für die Universität mit hohem Aufwand und hohen Kosten verbunden.
Zweitens werden die tatsächlichen Kapazitäten von den Universitäten und Hochschulen mindestens einmal jährlich durch
einen komplizierten Rechenvorgang ermittelt, der sehr störanfällig ist für Fehler.
Somit kommt es bereits seit Jahrzehnten dazu, dass jährlich zusätzliche Studienplätze in den verschiedensten Studiengängen und Fachsemestern von den Verwaltungsgerichten
verteilt werden. Entgegen der landläufigen Meinung
nehmen Studienplatzkläger den Bewerbern im herkömmlichen Vergabeverfahren also keine Studienplätze
weg. Vielmehr besetzen Studienplatzkläger vorhandene
Plätze, die ohne sie frei geblieben wären.
Vorgehen bei der Studienplatzklage
Zunächst ist es wichtig, sich über alle Fristen und
Formalitäten der jeweiligen Hochschule zu informieren. Dann wird eine Bewerbung um den gewünschten Studienplatz im Rahmen der Frist
eingereicht. Erhält man eine Absage, muss ein
Antrag auf „Zulassung außerhalb der Kapazität“ erfolgen, bei dem auch das Abiturzeugnis noch einmal eingereicht wird.
Je nach Bundesland gelten dabei
unterschiedliche gesetzliche Fristen.
Wird dieser Antrag auch abgelehnt, kann
ein Eilantrag an das zuständige Verwaltungsgericht am Hochschulstandort gestellt
werden.
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Studienplatzklage
SS 2014
Begehrter Platz: Rund die Hälfte
der Studiengänge ist zwar zulassungsfrei. In vielen Fächern ist es
aber äußerst schwierig, einen
Studienplatz zu ergattern.
Im Idealfall kommt es bei dem Kapazitätsantrag zu einer außergerichtlichen Einigung, bei der die Hochschule dem Bewerber
einen Studienplatz anbietet. Lehnt die Hochschule jedoch ab,
wird es bedeutend schwieriger und auch teurer für den Kläger.
In den meisten Bundesländern muss der Bewerber dann innerhalb von vier Wochen Widerspruch einlegen und direkt klagen.
Ab diesem Punkt ist die Hilfe eines Anwalts zu empfehlen.
Was ist vor der Studienplatzklage zu beachten?
Die Erfolgsaussichten einer Klage können im Vorhinein abgeklopft werden. Die Situation in den Fächern Medizin und Zahnmedizin hat sich derart verschärft, dass es mancherorts gar
mehr Kläger gibt als Nachrückplätze. Anwälte für Verwaltungsrecht kennen häufig aus Erfahrung jene Hochschulen und Fächer, bei denen eine Klage erfolgversprechend ist und können
beraten. So ist die Erfolgsquote bei den meisten Masterstudiengängen und in Fächern wie Psychologie und Lehramt sehr gut.
Die Wartezeit kann je nach Gericht bis zu einem halben Jahr
betragen, die Einschreibung würde dann rückwirkend wirksam. Auch die benötigte Anzahl der Wartesemester sollte vorher geprüft werden, dann wird eine Klage eventuell gar nicht
mehr nötig.
Andrea-Dana Langenfeld
An die Kosten denken
Bei einer Studienplatzklage sollten die Kosten nicht außer Acht gelassen werden. Dabei gibt es drei Posten: Die Kosten des
Gerichts, die der gegnerischen Hochschule sowie des eigenen Rechtsanwaltes. Bis zur eigentlichen Klage kommt man in der Regel
ohne Anwalt aus. Kommt es dabei zu einer außergerichtlichen Einigung mit der Hochschule, belaufen sich die Kosten auf durchschnittlich 120 bis 180 Euro. Lehnt die Hochschule ab, kommen Kosten ab 1000 Euro auf den Kläger zu. Die Rechtsschutzversicherung springt dafür meist nicht ein. Wird der Rechtsstreit verloren, müssen auch die Kosten der gegnerischen Partei
im selben Umfang übernommen werden.
Andrea-Dana Langenfeld
Studienplatzklage
SS 2014
Die Fristen
im Blick haben
Wichtig ist, dass angehende Studenten
frühzeitig Kontakt zu Experten aufnehmen: Zum einen garantiert das die Möglichkeit, eine speziell auf den konkreten
Fall abgestimmte Strategie zu entwickeln.
Zum anderen müssen bestimmte Fristen für die Einleitung einer Studienplatzklage eingehalten werden. Daher sollte
die erste anwaltliche Beratung im besten
Falle bereits gleichzeitig mit der Bewerbung um einen Studienplatz erfolgen.
Nur so wird sichergestellt, dass allen Fristen tatsächlich entsprochen wird.
Stichtage beachten
Die ersten Stichtage für sogenannte
außerkapazitäre Hochschulanträge, welche die Voraussetzung für ein gerichtliches Verfahren bilden, sind für das Sommersemester der 15. Januar und für das
Wintersemester der 15. Juli. Interessierte
sollten mit ihrem Anliegen
auf
Studienplatzklagen
spezialisierte
Anwälte
rechtzeitig aufsuchen, um sich
vorab ausgiebig beraten zu lassen. Schließlich sollten Klagen
in erster Linie gegen Universitäten eingereicht werden, bei denen
begründete Aussicht auf eine erfolgreiche
Studienplatzklage besteht. Welche das
im Einzelnen sind, wissen Experten
aufgrund von Erfahrungswerten.
Auch zur Dauer einer Studienplatzklage gibt es keine statistischen Werte, da Eilverfahren von
Gericht zu Gericht unterschiedlich lang dauern. Auf der einen
Seite gibt es Verwaltungsgerichte,
die kurz nach Semesterbeginn entscheiden. Auf der anderen Seite gibt es auch
Gerichte, die deutlich länger für eine Ent-
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Studium dann erst im laufenden oder
aber zum nächsten Semester aufgenommen werden kann.
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SS 2014
Studieren im Ausland
Es ist schon fast ein Muss: Ein
Auslandssemester. Dabei erlebt man nicht nur
Das Fernweh wächst
jede Menge, so ein Aufenthalt macht sich
auch gut im Lebenslauf.
Immer häufiger machen sich Studenten auf den Weg ins Ausland, um dort ein bis zwei Semester oder sogar das gesamte Studium zu verbringen. So hat derzeit jeder dritte deutsche Hochschulabsolvent zumindest mehrere Monate während seiner
wissenschaftlichen Ausbildung fern der Heimat verbracht.
Nach einer Statistik des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des HIS-Instituts für Hochschulforschung studierten im Jahr 2010 rund 127 000 junge Deutsche
im Ausland, um dort einen akademischen Abschluss zu erwerben. Das sind doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor und 6,4 Prozent der gesamten Studentenschaft.
Die beliebtesten Ziele
Vor allem angehende Wirtschaftswissenschafter, Sprach- und
Kulturwissenschaftler sowie künftige Mediziner zieht es auf
einen ausländischen Campus, anstatt wie früher üblich, eine
Hochschule in ihrem Heimatland zu besuchen. Nach Informationen des Statistischen Bundesamts gelten Österreich, die Niederlande, das Vereinigte Königreich (Großbritannien und
Nordirland), die Schweiz und Frankreich als die beliebtesten
Ziele.
Überzeugende Vorteile
Für den Aufbruch in ein fremdes Land gibt es vielfältige Gründe. Das können zum einen bessere Studienbedingungen oder
attraktive Aufnahmekriterien sein. Zum anderen schmückt ein
PIA-CATRIN KINDLER
mehrmonatiger Auslandsaufenthalt im Rahmen eines Studiums oder Praktikums den Lebenslauf bei einer Bewerbung.
Und, was zumindest genau so hoch zu bewerten ist: Wer einige
Zeit in einem anderen Land gelebt, gelernt und gearbeitet hat,
profitiert in der Regel von neuen Freundschaften, lernt eine andere Kultur kennen und verstehen. Außerdem verbessert er
seine Fremdsprachenkenntnisse. Solche überdurchschnittlich
großen Erfahrungen und Kenntnisse belohnen potenzielle
Arbeitgeber mit Pluspunkten. Gleichzeitig gewinnt der Student
Einsichten, von denen er sein ganzes Leben profitiert.
Das berichtet auch Moritz von Plüskow. Der Absolvent eines
Managementstudiums verbrachte im vergangenen Jahr ein Semester an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der südafrikanischen University of Stellenbosch Business School in der
Nähe von Kapstadt. Der Auslandsaufenthalt gehörte zur Ausbildung seiner deutschen Hochschule. Er entschied sich ganz bewusst für ein Semester in Südafrika. Plüskow, inzwischen zum
Vorstandsassistenten aufgestiegen, begründet seine Wahl so:
„Für mich war der Studienort sehr viel ‚exotischer‘ und ungewöhnlicher als beispielsweise Paris oder London.“ Die ungewöhnliche Entscheidung fanden auch die Personalexperten bei
seiner Bewerbung interessant. „Die Bereitschaft, nicht an
einem der klassischen Orte zu studieren, wurde bei den Gesprächen überaus positiv bewertet. Auch in den ersten Stationen in meinem Berufsleben hat man mich häufig auf Südafrika
angesprochen.“
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Studieren im Ausland
SS 2014
Auch für duale Studiengänge möglich
Die Möglichkeit, das Studium mit einem Auslandsaufenthalt zu
veredeln und den persönlichen Horizont zu erweitern, bietet
sich auch immer mehr Absolventen eines dualen Studiums.
Häufig sind ein oder zwei Semester an einer Hochschule außerhalb Deutschlands bereits Bestandteil der Ausbildung. Allerdings kann es passieren, dass es nicht zum zugesagten Aufenthalt kommt, weil im heimischen Unternehmen gerade Personalknappheit herrscht. Wer während eines dualen Studiums
auf eigene Faust ein Auslandssemester planen will oder muss,
sollte sich überzeugende Argumente für das Gespräch mit der
Personalabteilung einfallen lassen. So gilt es darzulegen, dass
sich der Aufenthalt problemlos mit dem Studienverlauf in
Deutschland kombinieren lässt und dem Unternehmen Vorteile bringt.
Es drohen jedoch auch Flops. So gibt es immer wieder Heimkehrer, die stolz mit ihrem frischen Diplom auf Bewerbungstour
gehen und dann eine Abfuhr nach
der anderen kassieren. Der
Grund: Der mühsam erarbeitete Abschluss wird in
Deutschland nicht anerkannt oder genießt hierzulande nur einen ganz geringen
Stellenwert. Ohne sorgfältige
Recherche geht es also nicht.
Flops und Fehler vermeiden
Die häufig günstigen Studienbedingungen und Ausbildungen,
die es nur an einer Hochschule im Ausland gibt, veranlassen
viele junge Leute, ihr gesamtes Studium in einem anderen Land
zu verbringen. Das kann sinnvoll und erfolgversprechend sein.
Geldquellen für
ein Auslandsstudium
Fast ein Viertel der deutschen Auslandsstudenten bekommt für
ihren Bildungsaufenthalt vom Staat oder unterschiedlichen Organisationen finanzielle Unterstützung. Wichtig zu wissen: Viele Programme verlangen für ihre Stipendien oder Fördergelder
von den Antragstellern keine Höchstleistungen. Hier gilt: „Wer
zuerst kommt, mahlt zuerst“. Eine Übersicht über Förderprogramme und Stipendien.
www.billiger-ins-ausland.de
Bildnachweise:
Auslands-BAföG
Wer hierzulande BAföG bezieht, darf diese Zahlungen nicht
einfach während seines Auslandsaufenthalts weiterlaufen lassen. Fragen beantworten spezielle kommunale Ämter. Die Höhe des Auslands-BAföGs bemisst sich an den deutschlandweit
gültigen Sätzen. Zusätzlich gibt es eventuell eine Finanzspritze
für Studiengebühren, Reisekosten und Krankenversicherung.
Aaron Amat/Shutterstock.com: Titelfoto
Erasmus
Zurijeta/shutterstock.com: Seite 20 (oben)
Bewerben können sich Studierende aus allen Fachrichtungen.
Stipendiaten brauchen keine Studiengebühren zu zahlen. Ihre
im Ausland erworbenen Leistungen werden in der Heimat anerkannt. Die monatliche Förderung liegt bei bis zu 300 Euro.
Sara Hegewald/pixelio.de: Seite 20 (unten)
colourbox.de: Seiten 4+5 (4), 7, 9, 12, 14, 16, 24, 25, 26, 27, 29, 30,
31, 34 (2), 35, 36, 37, 38, 39, 46, 47, 48, 50, 51, 52, 54 (2), 55, 57
privat: Seiten 3, 8, 10, 15, 18, 19 (2), 28 (3), 58 (2)
Volker Lannert/Universität Bonn: Seite 14 (links)
Harry Hautumm/pixelio.de: Seite 22
Bundeskriminalamt: Seiten 32, 33
Irina Nünning, Fachhochschule Kiel: Seite 40
Promos
Die Stipendien für dieses Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes werden von den Hochschulen in
einem Auswahlverfahren vergeben. Eine Teilstipendienrate
liegt für die meisten Länder zurzeit bei monatlich 300 Euro. Förderhöchstdauer: sechs Monate.
Heike Zappe/Humboldt-Universität, Referat Öffentlichkeitsarbeit:
Seite 41
TUD/Eckold: Seite 42
Norbert Jährling: Seite 44
Peter Winandy/RWTH Aachen: Seite 43
57
SS 2014
»Mich hat das Semester in
»Wer im Ausland studiert
Südafrika nicht nur fach-
hat, zeigt, dass er sich Ge-
lich vorangebracht. Ich
danken über seine Karrie-
hatte außerdem die Mög-
re macht, wissbegierig
lichkeit, mich in einer völ-
und überdurchschnittlich
STUDI-Info, Magazin für Studienplatzbewerbung und Studienstart, (vormals Supplement
von hochschulstart.de)
lig anderen Kultur und in
engagiert ist. Bei der Be-
einem äußerst spannen-
urteilung geht es nicht
>Herausgeber und Verlag
den Land zu behaupten.
einmal so sehr um die
Für diese interkulturelle
Qualität der Uni, sondern
Kompetenz gab es bei der
um die Bereitschaft mehr
Bewerbung Pluspunkte.«
zu tun als andere.«
Moritz v. Plüskow, Vorstandsassistent
Dr. Thomas K. Heiden, Führungskräfte-
Impressum:
Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG
Soester Straße 13, 48155 Münster
Telefon (02 51) 690-0
Telefax (02 51) 690-80 48 01
E-Mail: zeitschriften@aschendorff.de
Homepage: http://www.aschendorff.de/
>Redaktion
Verantwortliche Redakteurin: Claudia Bakker
Soester Straße 13, 48155 Münster
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Redaktion und Gestaltung: Katja Niemeyer
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Autoren: Anke Beimdiek, Michaela Düngen,
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Coach und Personalberater
>Konzeption und Koordination
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>Anzeigenleitung
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Anzeigenverkaufsleitung: Dieter Makowski
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>Layoutentwicklung und Titelbildgestaltung
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>Druck
Mohn Media Mohndruck GmbH Gütersloh,
Carl-Bertelsmann-Str. 161, 33311 Gütersloh
Alle Inhalte dieser Ausgabe wurden sorgfältig
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sich der Verlag die Erhebung einer Schutzgebühr von 3,80 Euro pro Ausgabe zzgl.
Portokosten vor.
Ein Auslandsstudium
richtig planen
Die Vorbereitung auf ein Auslandsstudium nimmt ein ganzes Jahr in Anspruch – mindestens. Unbedingt sollte man sich über die Hochschullandschaft am künftigen Studienplatz informieren.
Ferner gilt es, die Zulassungsvoraussetzungen zu recherchieren. Ist eine
Aufnahmeprüfung und/oder eine Sprachprüfung erforderlich? Wann sind die Termine? Ganz wichtig: Werden die an der ausländischen Hochschule erbrachten Studienleistungen in Deutschland anerkannt?
Auch wenn das Auslandsstudium mit einer besonders guten Note abgeschlossen wurde, kann das erworbene Diplom hierzulande möglicherweise wertlos sein. Deshalb
sollten Studenten schon vor dem Aufbruch ins Ausland prüfen, wie es mit der Anerkennung ihrer im Ausland erbrachten Leistungen aussieht.
Auch die Formalitäten für den Aufenthalt müssen erledigen werden. Dazu gehört es nicht nur, die Einreisebestimmungen zu ermitteln und die notwendigen Unterlagen für die Bewerbung bei der ausländischen Hochschule zusammenzutragen. Auch
ist zu klären, ob man sich bei seiner heimischen Ausbildungsstätte beurlauben muss.
NUMERUS CLAUSUSPROBLEME?
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U N S E R K O M P E TE NZ TE AM
Mechtild Düsing
Notarin, Fachanwältin
für Verwaltungsrecht
Wilhelm Achelpöhler
Fachanwalt
für Verwaltungsrecht
MEISTERERNST
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Rechtsanwältinnen
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Prüfungsrecht
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Rechtsanwalt
Joachim Schaller
Ich bin seit 1993 als Rechtsanwalt im Hochschulrecht
tätig und spezialisiert auf:
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BAföG und Datenabgleich zu Vermögen
Rechtsfragen rund ums Studium
(Prüfungsrecht, Sozialversicherung, Studiengebühren)
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Tel.: 040/4313 03 40
Fax: 040/4313 03 419
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