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Journal
Sonderausgabe 1/2014 | Oktober 2014
n KGSt®-FORUM 2014
KGSt®-FORUM 2014:
Rückblick
Spannung pur zum Auftakt des KGSt®-FORUMS 2014 in Dresden
Ü
ber 2.300 Oberbürgermeister, Bürgermeister,
Landräte und weitere Spitzenkräfte aus insgesamt 509 Verwaltungen (7.582 Teilnehmertage) trafen sich vom 17. bis zum 19. September in Dresden
auf dem KGSt®-FORUM 2014. Unter dem Motto „Wir
fördern kommunale Kompetenz“ ging es im Internationalen Congress Center Dresden (ICC) drei Tage lang
um die Gegenwart und Zukunft der Kommunen.
Mit etwa 80 Fachveranstaltungen, zahlreichen formellen und informellen Gesprächsrunden, einem vielfältigen Themenangebot der Fachaussteller und einem attraktiven
Rahmenprogramm ist das KGSt®-FORUM der größte kommunale Innovationskongress
im deutschsprachigen Raum.
n Inhalt
„„ KGSt®-FORUM 2014: Rückblick
„„ Partner des KGSt®-FORUMS „„ Rückblick Fachveranstaltungen „„ Impressum
Alle waren in freudiger Aufregung und voller Spannung, als sich am 17. September
bei strahlendem Sonnenschein die Tore des KGSt®-FORUMS für die Besucher öffneten: die
Beschäftigten der KGSt, die bereits eingetroffenen Referentinnen und Referenten und auch
die Vertreterinnen und Vertreter der Veranstaltungspartner. Dieser Zustand wurde getoppt,
als um kurz nach 10 Uhr eine Stimme aus dem „Off“ alle Besucher des FORUMS freundlich
aufforderte, das Congress Center ruhig, aber zügig zu verlassen. Alles funktionierte einwandfrei, nur die Frage, warum das Gebäude geräumt werden musste, konnte erst nach
einer halben Stunde, nachdem auch die Dresdner Feuerwehr zum Ort des Geschehens
ausgerückt war, beantwortet werden. Im Congress Center war es zu einem Stromausfall
gekommen. Die Folge: ein Notstromaggregat sprang an, lief heiß, produzierte Rauch und
löste dadurch den Feueralarm aus. Eine Premiere für alle Beteiligten. Glück im Unglück:
Das gesamte Spektakel fand vor dem offiziellen Beginn des KGSt®-FORUMS statt. Danach
lief alles wieder reibungslos und die Veranstaltung konnte um 11 Uhr pünktlich starten.
Eröffnet wurde das KGSt®-FORUM 2014 von Helma Orosz, Oberbürgermeisterin
der Stadt Dresden und Dr. Ivo Holzinger, Verwaltungsratsvorsitzender der KGSt.
„Brauchen wir für das digitale Zeitalter eine neue Werteordnung?“ Das war die spannende Frage der anschließenden Eröffnungsveranstaltung. Mit der Unterstützung der
Deutschen Post ging Matthias Kammer, Direktor des Deutschen Instituts für Vertrauen
und Sicherheit im Internet (DIVSI), dieser Frage nach, nicht um sie zu beantworten, aber
um zum Nachdenken anzuregen. Er berichtete über den digitalen Wandel in der Gesellschaft und stellte diesen beispielsweise über einen Vergleich der Papstwahlen 2005 und
2013 sehr anschaulich dar.
Papstwahl 2005
Papstwahl 2013
Quelle: Der Spiegel: Digitale Erleuchtung 2013
1
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Foliensätze zu den Vorträgen des
KGSt®-FORUMS 2014
Zu den Vorträgen aus den Fachveranstaltungen auf dem KGSt®-FORUM
2014 stehen für alle registrierten Mitglieder der KGSt Foliensätze im KGSt®Portal unter www.kgst.de bereit.
So finden Sie die Präsentationen:
Wenn Sie alle Beiträge suchen, geben
Sie bitte im Suchfeld oben rechts „KGStFORUM 2014:“ ein. Die Anführungszeichen und der Doppelpunkt sind für eine
vollständige Trefferliste erforderlich.
Falls Sie Foliensätze zu einer bestimmten Veranstaltung finden möchten, geben Sie nach dem Doppelpunkt noch
ein Leerzeichen und die Veranstaltungsnummer ein, zum Beispiel „KGStFORUM 2014: 0.5“. Wählen Sie dann
gegebenenfalls den Reiter „Veranstaltungen“.
Selbstverständlich können Sie auch nach
dem Titel oder nach Stichworten recherchieren. Bei einer langen Trefferliste
empfiehlt es sich, den Reiter „Veranstaltungen“ zu wählen und hier gegebenenfalls den Zeitraum zu begrenzen.
Unter der Kennung 20141002A0023
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Eröffnungspräsentation im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
1_2014
Letztlich ist dies aber
Digitalisierung: alle Lebensbereiche in allen Lebensphasen
nur ein Beispiel für die tiefKindheit
Jugend
Partnerschaft
Senioren
greifenden
Veränderungen, die die Digitalisierung
in allen Lebensbereichen
hervorruft. Sei es im Kleinkindalter, wo die Kleinen
ohne physische Anwesenheit beaufsichtigt werden
können. Oder über die VerSpielen
Familie
Freizeit
Tod
Ausbildung
knüpfung von Lerninhalten
Bildung
Arbeit
Haus
Mobilität
aus der realen Welt in die
digitale Welt, die zeit- und
ortsunabhängige multimediale Kommunikation im Berufs- und Geschäftsleben wie im
Privaten. Aber auch die hilfreichen Möglichkeiten von Ortungs- und Suchfunktionen, bis
zu Neuwagen, die ohne komplexe Rechnersysteme heute gar nicht mehr vorstellbar
sind.
Matthias Kammer stellte aber nicht nur die unübersehbaren Vorteile dar. Er präsentierte auch immer die Risiken und Nebenwirkungen. Digitalisierung bedeutet eben auch,
dass große Datenmengen erzeugt werden. In diesem Zusammenhang spielt das Thema Datensicherheit eine entscheidende Rolle, denn der unberechtigte Zugriff auf Daten
bleibt einer der zentralen Risikofaktoren.
Mit dem Zitat von Alt-Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog „Das Grundrecht auf
Menschenwürde muss auch im Internet gleichsam als Leitplanke unangetastet bleiben“
kam Matthias Kammer zum Ende seiner Ausführungen. Das bedeutet, wir müssen die
Digitalisierung verstehen, wir müssen sie hinterfragen und wir müssen uns orientieren.
Diesem Dreiklang, dieser Werteorientierung müssen sich die Menschen auf dem Weg
zur Digitalen Gesellschaft stellen. Wer trägt welche Verantwortung im Netz? Welche
Spielregeln gelten? Und wie muss die gesellschaftliche Werteordnung in einer digitalisierten Welt genau aussehen? Dies sind sicherlich nur einige Fragen, auf die in Zukunft
Antworten gefunden werden müssen.
Die Ausgangsfrage „Brauchen wir für das digitale Zeitalter eine neue Werteordnung?“ blieb am Ende – nicht unerwartet – offen. Aber es wurden viele Erkenntnisse
zur digitalen Entwicklung deutlich, über die es sich nachzudenken lohnt. Und der Appell,
sich in die Neusortierung der Werte in der veränderten Welt einzumischen – wir alle, in
unseren unterschiedlichen Lebensrollen, aber vor allem auch die Kommunen, als Gestalterinnen der örtlichen Urbanität.
Fachprogramm mit großer Themenvielfalt
Die Rückblicke der Partner des KGSt®FORUMS finden Sie ab Seite 6, weitere
Zusammenfassungen des Stand- und
Veranstaltungsprogramms können ab
Seite 20 nachgelesen werden.
Spannend und interessant
ging es danach im Fachprogramm
weiter: Die Besucherinnen und Besucher hatten die Qual der Wahl
und konnten bereits im Vorfeld aus
insgesamt rund 80 Fachveranstaltungen, die teilweise parallel stattfanden, ihre Favoriten auswählen.
Themen wie beispielsweise „Vom
Neuen Steuerungsmodell zum
Kommunalen Steuerungsmodell“,
„Welche Schlüsselkompetenzen braucht die Verwaltung der Zukunft?“, „Kommunen –
genügend wertgeschätzt?“ oder „Psychische Belastungen: Wie können Kommunalverwaltungen damit umgehen?“ waren Publikumsmagnete und hatten zwischen 350 und
1.000 Zuhörende.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
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Großen Zuspruch fanden auch alternative Veranstaltungsformen, die Themen in „etwas anderer Form“ behandelten und das Publikum aktiv einbezogen. Unter dem Titel
„Eine Frage der Perspektive: Veranstaltungsmanagement in 360°“ konnten Zuhörende
beispielsweise eine Stadtfestatmosphäre nahezu live miterleben.
Informative Fachausstellung
Zahlreiche nationale aber auch
internationale Unternehmen und
Institutionen präsentierten ihre Entwicklungen und Produkte auf der ergänzenden Fachausstellung auf der
Terrassen- und Saalebene des Internationalen Congress Centers Dresden (ICC). Neben KGSt®-Vorstand
Rainer Christian Beutel und dem
KGSt®-Verwaltungsratsvorsitzenden
Dr. Ivo Holzinger informierte sich
auch die Dresdener Oberbürgermeisterin Helma Orosz auf dem Eröffnungsrundgang bei den Ständen der Veranstaltungspartner über interessante Angebote für Kommunen.
Neues Angebot: Speakers´ Corner
Erfolgreiche Premiere feierte in Dresden
ein weiteres Partnerangebot der KGSt: Im
Ausstellungsbereich fanden in den Pausen
erstmals Keynote-Speeches im sogenannten
Speakers´ Corner statt. Dabei präsentierten
sich einzelne Kongresspartner mit einer Keynote (englisch für Grundgedanke) in einem
exklusiven Zeitfenster von 30 Minuten.
KGSt®-Standprogramm
Eine große Bildercollage, zusammengesetzt aus typischen und
besonders schönen Motiven, die
von
KGSt®-Mitgliedskommunen
zur Verfügung gestellt wurden,
bereicherte den diesjährigen Stand
der KGSt und war dort Thema vieler
Gespräche. Vielfach wurde gerätselt, welche Mitgliedskommune mit
welchem Bild vertreten war. Eine
Übersicht aller abgebildeten Motive, ergänzt um den Namen der
Kommune oder Institution, ist im
Anhang abgebildet (hier klicken).
Aber auch das KGSt®-Standprogramm konnte sich sehen lassen: Neben fachlichen
Themen lockten besonders Vorträge über gesunde Ernährung Besucherinnen und Besucher an den KGSt®-Stand.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
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Attraktives Rahmenprogramm
Wer mehr über die gastgebende Stadt Dresden erfahren wollte, hatte auf dem
KGSt®-FORUM auch dazu Gelegenheit: Ob auf dem Dresden-Stand, in der DresdnerKinoecke oder im Rahmen einer kleinen Führung – Besucherinnen und Besucher hatten
viele Möglichkeiten, die Stadt, deren Geschichte oder auch deren Gewässer näher kennenzulernen.
Fit in den Kongresstag – unter
diesem Motto luden die KGSt und
die Stadt Dresden sportliche Frühaufsteher zu einer Joggingrunde
am Elbufer ein. Bei perfekten Wetterverhältnissen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf
diese Weise Dresdner Sehenswürdigkeiten laufend genießen.
Attraktive Abendveranstaltungen
Die Umfrage unter den Besucherinnen und Besuchern des KGSt®-FORUMS zeigte
auch diesmal wieder, dass die beiden Abendveranstaltungen zu den absoluten Highlights der Kongresstage zählten. Wie bereits in den vergangenen Jahren lies sich auch
diesmal die gastgebende Stadt etwas ganz Besonderes einfallen: Das Stadion Dresden,
normalerweise Treffpunkt der Fans des Fußballvereins Dynamo Dresden, öffnete seinen
VIP-Bereich für mehr als tausend kommunale Gäste. Und diese genossen auf den Rängen eine exzellente, ausnahmsweise musikalische Darbietung, die auf der Rasenfläche
geboten wurde.
Den zweiten Veranstaltungstag
konnten die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer beim KGSt®-Abend im
ICC ausklingen lassen. Nach Ende des
Fachprogramms und der anschließenden Mitgliederversammlung wurden
die Säle in Rekordzeit für 1.400 Gäste
umgebaut. Inzwischen wurden auf der
Terrasse bereits die ersten Besucherinnen und Besucher zum Preopening
begrüßt und mit original Buena Vista
Social Club Feeling von HABANA TRADICIONAL a la Buena Vista Social Club mit Cuba
Percussion & Friends feat. Yaqueline Castellanos (populärste Künstlerin Kubas) auf eine
kubanisch-musikalische Reise eingestimmt. Während die ersten bereits das Tanzbein
schwangen, genossen die anderen noch die wunderbare Abendstimmung und den einzigartigen Blick auf die Elbe.
Das musikalisch kulturelle Programm wurde später in den Sälen
fortgeführt. Zum Dinner wurden die
Gäste von den „KLAZZ BROTHERS“
mit sanften Jazz & Bossa Nova Klängen begleitet. Gemeinsam mit Cuba
Percussion präsentierten sie Ausschnitte aus dem mit Klassik Echos und
Jazz Awards prämierten Programm
„CLASSIC MEETS CUBA“.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
Neuer
KGSt®Tätigkeitsbericht
erschienen
Pünktlich
zum
KGSt®-FORUM 2014
ist wieder der Tätigkeitsbericht der
KGSt erschienen,
der sich auch diesmal auf die Zeit zwischen zwei KGSt®FOREN bezieht.
Beginnend mit dem KGSt®-FORUM
2011 in Nürnberg berichtet die KGSt
darin über ihre wichtigsten Aktivitäten,
in erster Linie über die schriftlichen Arbeitsergebnisse, außerdem über die
wirtschaftliche Situation, die Geschäftsstellenorganisation und das Personal.
Ein weiterer Schwerpunkt des 68-seitigen Berichts liegt auf der Darstellung
der Strategie und damit der Arbeitsplanung der KGSt für die nächsten drei
Jahre. Er erläutert die neuen acht Themendächer der KGSt und die damit
verbundenen Inhalte und geplanten
Projekte im Detail und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der
KGSt®-Geschäftsbereiche.
Der Tätigkeitsbericht wurde vor
dem KGSt®-FORUM an alle KGSt®Mitglieder verschickt. Er steht allen
registrierten KGSt®-Mitgliedern auf
dem KGSt®-Portal unter der Kennung
20140922A0017 zur Verfügung.
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Für anhaltend gute Stimmung sorgte das Theater Libretto Fatale aus Bremen mit
kommunalem Kabarett. Ob Kommunales Steuerungsmodell, Migration, Altern leicht gemacht, oder die deutsche Leitkultur: An diesem Abend bekamen die Teilnehmenden
Einblicke in das kommunale Leben aus einer anderen Perspektive .
Mit kubanischem Temperament
sorgte schließlich Olvido Ruiz dafür,
dass die Tanzfläche bis zum Ende der
Veranstaltung immer gut gefüllt blieb.
Neben einigen Salsa-Profis wagten sich auch viele Amateure begeistert aufs Parkett und bewiesen, dass
kommunale Kolleginnen und Kollegen
viel Rhythmus im Blut haben.
Mitgliederversammlung wählt neuen Verwaltungsrat
Im Rahmen des KGSt®FORUMS fand traditionell die Mitgliederversammlung der KGSt
statt. KGSt®-Vorstand Rainer
Christian Beutel berichtete über
die wirtschaftliche Entwicklung der
KGSt, stellte die künftigen Arbeitsschwerpunkte vor und verwies auf
den neuen Tätigkeitsbericht der
KGSt.
Die Neuwahl des KGSt®-Verwaltungsrats und Wahl des neuen Verwaltungsratsvorsitzenden Dr. Ivo Holzinger, Bürgermeister der Stadt Memmingen, erfolgte einstimmig
– bei Enthaltung der Betroffenen. Bei der Besetzung orientierte man sich an einer guten regionalen Verteilung und an einer angemessenen Repräsentanz von Städten verschiedener Größen und Landkreisen. Der Verwaltungsrat beschließt unter anderem die
Wirtschaftspläne und die Arbeitsplanung der KGSt, befindet über die Jahresabschlüsse
und entlastet Vorstand und Finanzvorstand. Mitglieder der KGSt sind derzeit 1.864 Kommunen aus Deutschland und Österreich mit insgesamt rund 75 Millionen Einwohnern.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung
würdigte Dr. Ivo Holzinger auch seinen Vorgänger, den langjährigen Verwaltungsratsvorsitzenden der KGSt Dr. Siegfried Balleis, der
diese Funktion insgesamt 12 Jahre inne hatte.
In diesem Zeitraum setzte er sich überaus engagiert für die Belange der KGSt®-Mitglieder ein
und repräsentierte den KGSt®-Verwaltungsrat
auf insgesamt drei KGSt®-FOREN (Bochum,
Bremen und Nürnberg).
KGSt®-FORUM 2017
Der Verwaltungsrat der KGSt 2014
bis 2017
Alle Mitglieder des neuen Verwaltungsrats der KGSt finden Sie im KGSt®-Portal:
www.kgst.de/ueber-uns/verwaltungsrat.dot
Mit der Bekanntgabe der gastgebenden Stadt des KGSt®-FORUMS 2017 endete
das KGSt®-FORUM 2014 in Dresden.
Das nächste KGSt®-FORUM wird vom 18. bis zum 20. September 2017 in Kassel
direkt im Anschluss an die dokumenta 17 stattfinden. Notieren Sie sich bereits heute
den Termin. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
Partner des KGSt®-FORUMS
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Die Partner des KGSt®-FORUMS 2014 fassen ihre inhaltlichen Schwerpunkte zusammen.
Deutsche Post
KGSt®-FORUM-Kongresspartner
Referenten:
Heinz-Hermann Herbers, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb Post Öffentlicher Sektor, Deutsche Post AG
Silvia Naumann, Managerin, Partnerschaften Deutschland ÖPP Deutschland AG
Moderation und Kontakt:
Gudrun Hegemann
0221 37689-26
Gudrun.Hegemann@kgst.de
Veranstaltung 0.5:
Effizientes E-Government und ÖPP – Beitrag zur Haushaltskonsolidierung
„Die Poststelle 2020 wird hybrid sein!“ mit diesem Ergebnis einer
Studie überraschte Heinz-Hermann
Herbers die rund 80 interessierten
Zuhörer im Konferenzraum 3 des
Dresdner Kongresszentrums. Auch
wenn alle Wege notwendigerweise in
die richtige Richtung – in die Welt der
Digitalisierung und Elektronisierung –
führen, werden noch zahlreiche Briefe in Papierform ihre Empfänger auf Im Bild (v.l.): Heinz-Hermann Herbers mit Silvia Naumann
dem klassischen Postweg erreichen. und Gudrun Hegemann
Die Lösung diese Problems heißt schlicht und ergreifend „hybride Kommunikation“.
Silvia Naumann erläuterte mit ihrem Thema vor allem die rechtlichen Grundlagen
für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Nach Ansicht des Lorenz-von-Stein-Instituts
für Verwaltungswissenschaften an der Universität Kiel besteht rein juristisch kein Unterschied zwischen einer echten ÖPP, also einer Partnerschaft zwischen öffentlicher Verwaltung und einer privatrechtlichen Organisation, und einer ÖÖP, einer Partnerschaft zwischen zwei öffentlich rechtlichen Organisationen. Ziel ist es bei beiden Modellen zu einer
sogenannten „Fallzahlerhöhung“ zu kommen. So können Standardprozesse kostengünstiger abgebildet werden und zur dringend notwendigen Haushaltskonsolidierung beitragen.
In dieselbe Richtung führen die Ansätze im folgenden Vortrag von Heinz-Hermann
Herbers. Nach einer Fraunhoferstudie für die Post teilen sich die Kommunikationskosten,
vor allem in der öffentlichen Verwaltung in ein Drittel Porto- und zwei Drittel Prozesskosten. Durch die Digitalisierung der Abläufe lassen sich so bis zu 77 Prozent der Kosten reduzieren. Heinz-Hermann Herbers erläuterte dies an zwei Beispielen: Zum einen realisiert
die Deutsche Post das größte Digitalisierungsprojekt Europas für die Bundesagentur für
Arbeit in Nürnberg. Für die beiden Rechtsbereiche Arbeitslosengeld I und Familienkasse,
wird das anfallende Schriftgut digitalisiert. Mit einem ausgefeilten Logistiksystem werden
die Sendungen an die Agenturen für Arbeit direkt den Scancentern der Post zugeführt,
wobei Zug um Zug auch die Altakten elektronisiert werden. Am Beispiel der Landkreises
Groß Gerau erläuterte Herbers, wie auch mit kleinen unkomplizierten Lösungen 60 Prozent Kosten gespart werden können.
In der anschließenden Fragerunde hakten die Anwesenden nach und sorgten für
eine rege Diskussion.
Unter der Kennung 20140924A0152
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Dabei tauchten neben den klassischen Fragen in Bezug auf rechtliche Rahmenbedingungen, Sicherheit, Datenschutz und Investitionskosten auch kritische Anmerkungen
auf. An erster Stelle waren immer die Kosten ein Thema, wobei in den Verwaltungen vor
allem das Problem mit den sogenannten „Eh-da-Kosten“ angesprochen wurde. Gemeint
sind die Kosten, die man aufgrund von Rationalisierungsschutz und Unkündbarkeit nur
schwer realisieren kann. Die Menschen, deren Arbeitsplatz eingespart werden könnte,
bleiben auf der Lohnliste, sind also eh da!
Am Schluss waren sich aber alle einig, dass an beiden Modellen E-Government und
ÖPP in Zukunft kein Weg vorbeiführen wird.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
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Vivento
KGSt®-FORUM-Themendachpartner „Innovative Kommune“
Innovativ mit Interamt
Zufriedene Interamt Kunden teilen ihre Erfahrungen: links - Martin Frömmer, Stadt Monheim
am Rhein, rechts - Bettina Mehner, Landkreis Darmstadt-Dieburg
Kontakt:
Vivento, Deutsche Telekom AG
Emil-Nolde-Str. 7
53113 Bonn
www.vivento.de
www.interamt.de
Projektleiter Interamt:
Dieter.Reitz-Ronzheimer@telekom.de
Ausbildungsleiterin Landkreis DarmstadtDieburg: B.Mehner@ladadi.de
Leiter Zentraler Service Stadt Monheim am
Rhein: mfroemmer@monheim.de
Als Kongresspartner des KGSt®FORUMS präsentierte sich Vivento,
Deutsche Telekom AG, zusammen
mit Interamt, dem behördenübergreifenden Stellenportal des öffentlichen
Dienstes, diesmal besonders publikumsstark und innovativ. Am Ausstellungsstand konnten interessierte
Besucher
Interamt-Anwendungen
live erleben und testen. Zusätzlich lud
Interamt-Betreiber Vivento zum gut
besuchten Workshop „Rekruiting 2.0 Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer des KGSt®für Kommunen“ ein. Hier berichteten FORUMS interessierten sich für die Angebote von Vivento
und Interamt.
Interamt-Kunden aus erster Hand
über ihre Erfahrungen bei der Einführung von Interamt und auch über ihre Zusammenarbeit mit Vivento. Zu Gast: Bettina Mehner vom Landkreis Darmstadt-Dieburg (als Nutzer
von internen wie externen Stellenausschreibungen) und Martin Frömmer von der Stadt
Monheim am Rhein. (Monheim hat das anonymisierte Bewerbungsverfahren integriert).
Dr. Matthias Schuster, Sprecher der Geschäftsleitung, zeigte sich hochzufrieden:
„Wir sind stolz, wenn unsere Kunden, wie in diesem Falle, positiv über ihre Erfahrungen
mit uns und unseren Angeboten berichten. Ich bin mir sicher, dass dies auch weitere
interessierte Kommunalvertreter, die vor einer Entscheidung stehen, überzeugt.“
Praxis-Erfahrungen mit Interamt zählen
„Rekrutierung 2.0 für Kommunen“: Der Landkreis Darmstadt-Dieburg zielte bei der
Einführung 2012 darauf, den manuellen und zeitlichen Aufwand für das Bewerbermanagement zu reduzieren, die Personalauswahl insgesamt effektiver und effizienter zu
gestalten. Der Landkreis nutzt Interamt für interne wie externe Stellenausschreibungen
– das sind rund 100 pro Jahr. Durch Interamt ist es bisher gelungen, den Aufwand für
die Bewerberverwaltung erheblich zu reduzieren. Zudem stieg seither der Anteil der
Onlinebewerbungen deutlich, der Karriere-Auftritt des Landkreises ist professionalisiert.
Durch die frühzeitige Einbindung aller beteiligten Gremienvertreter verlief die Einführung
reibungslos. „Interamt“ so Mehner, „ist ein lebendiges System, welches sich ständig weiterentwickelt und den Kundenbedürfnissen anpasst.“ So strebt sie als nächstes die Integration eines eignungsdiagnostischen Verfahrens für die Auswahl der Auszubildenden an.
Martin Frömmer von der Stadt Monheim am Rhein hatte als Leiter Zentraler Service
die Aufgabe erhalten, in nur wenigen Monaten ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren in das Personalauswahlmanagement zu integrieren. Die Stadt entschied sich für Interamt, denn so bot sich ihr die Möglichkeit, das Personalauswahlverfahren zu perfektionieren und Chancengleichheit im ersten Bewerber-Auswahlschritt herzustellen. Durch
integrierte Schnittstellen bei Interamt wird es den kommunalen Kunden leicht gemacht,
die gewünschte Medien- und Stellenbörsenvernetzung herzustellen.
Unter der Kennung 20141017A0018
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Bei Interamt, so das Resümee, geht es nicht um die komplette Umstellung des kommunalen Personalmanagements, sondern um die Themen Arbeitserleichterung, Effizienzsteigerung, Zeit- und Kostenersparnis. Dass dies gelingt, konnten die Kunden bestätigen.
7
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
INFOMA® Software Consulting GmbH
KGSt®-FORUM-Themendachpartner „Nachhaltige Kommune“
Lösungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung
Wie viel Steuerung braucht die Verwaltung – Wie viel Transparenz verträgt die Politik? Das wollten mehr als 300 Teilnehmer aus knapp 200 Verwaltungen genau wissen
und verfolgten mit großem Interesse die Veranstaltung, zu der INFOMA® als Themendachpartner „Nachhaltige Kommune“ am ersten FORUMS-Tag eingeladen hatte. Als einer der meistbesuchten Vorträge erwies sich unser Debüt damit als äußerst erfolgreich.
Mit Prof. Dr. Jens Weiß von der Hochschule Harz sowie Landrat Robert Niedergesäß
und Leiterin Finanzen und Controlling Brigitte Keller vom bayerischen Landkreis Ebersberg standen hochkarätige Referenten auf dem Podium, die von der wissenschaftlichen
Forschungs- und der praktischen Anwenderseite her mit hoher Kompetenz Strategieansätze und Erfahrungen darstellten.
Professor Weiß geht davon aus, dass eine strategische Steuerung grundsätzlich für
alle Kommunen wichtig ist, um auf mittel- bis langfristige Entwicklungen frühzeitig reagieren zu können. Eine aussagefähige und überschaubare Ziel- und Steuerungssystematik könne die Umsetzung strategischer Steuerung zwar erleichtern. Entscheidend sei
aber, ob die Verwaltung als Treiber des Prozesses die Politik von den Vorteilen strategischer Steuerung überzeugen könne. Weitere Forschungen zum Nutzen strategischer
Steuerung in Kommunen und die optimale Unterstützung durch die IT sind an der Hochschule Harz in Kooperation mit INFOMA® in Vorbereitung.
Professor Dr. Jens Weiß sprach in der Veranstaltung
„Wie viel Steuerung braucht die Verwaltung – Wie
viel Transparenz verträgt die Politik?“ über strategische Steuerung.
Unter der Kennung 20141021A0028
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Kontakt:
INFOMA®
Software Consulting GmbH
Hörvelsinger Weg 17-21
89081 Ulm
Telefon: 0731 1551-0
www.infoma.de
Ansprechpartnerin:
Stephanie Eifert
Telefon: 0731 1551-213
seifert@infoma.de
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und übersichtlich über Aktuelles aus unserem Haus und aus der Branche, berichten über neue Entwicklungen und
Zukunftstrends. Melden Sie sich einfach
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Sachgerechte und empfängerorientierte Daten als Entscheidungsgrundlage
Dass das Rechnungswesen allein nicht in ausreichender Form Informationen für die
tatsächliche Steuerung und Organisation liefert, ist auch den doppisch buchenden Kommunen und öffentlichen Einrichtungen bewusst. Bei ihnen steht daher der Wunsch nach
weiteren Optimierungen auf ihrer Agenda ganz oben.
INFOMA® hat diese Entwicklung sehr frühzeitig sowohl in fachlicher und technologischer als auch beratender Hinsicht umgesetzt, u.a. mit dem weiterführenden integrierten Analyse- und Steuerungssystem (BI) zur wirkungsorientierten Steuerung. Denn um
die Fülle von Informationen aufbereiten und nutzbar machen zu können, ist technische
Unterstützung erforderlich. Ziel ist es, Verantwortlichen in Verwaltung und Politik wesentliche Daten – sachgerecht und empfängerorientiert aufbereitet – als Entscheidungsgrundlage zu liefern.
Wirksame Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung
Die von Prof. Weiß mit Beispielen aus mehreren Kommunen entwickelten Thesen
veranschaulichten Robert Niedergesäß und Brigitte Keller im weiteren Veranstaltungsverlauf nachdrücklich anhand der Entwicklung im Landkreis Ebersberg. Dort sagt die Politik
nicht mehr, was sie nicht (mehr) möchte, sondern gibt vor, was auf jeden Fall gemacht
werden soll. Erreicht haben die Oberbayern das durch die Umkehrung der bisherigen
Steuerung. So bestehen in Ebersberg aktuell keine Querschnittsausschüsse mehr. Vielmehr legt der Kreistag die Budgets für die Verwaltung fest und gibt die durchzuführenden Maßnahmen vor; die Verwaltung verteilt die Budgets auf die Kostenstellen. Die
Planungs- und Steuerungsfunktionen wurden in die politischen Fachausschüsse verlagert.
Diese dezentrale Ressourcenverantwortung bedingt aber Transparenz. Das eingesetzte
bedarfsgerechte Berichtswesen von INFOMA® schafft hier die notwendige Voraussetzung.
Die überaus positive und interessierte Resonanz der Teilnehmer auf die Vorträge
hat deutlich gezeigt und bestätigt: Die Kommunen suchen effektive Lösungsansätze für
eine nachhaltige Entwicklung. Mit unserem umfassenden, ganzheitlichen Produkt- und
Dienstleistungsportfolio erfüllen wir voll diese Herausforderungen.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
UNIT4 Business Software GmbH
KGSt®-FORUM-Themendachpartner „Zukunftsfähige Kommune“
Kontakt:
UNIT4 Business Software GmbH
Marcel-Breuer-Straße 22
80807 München
Telefon: 089 323630-0
Telefax: 089 323630-99
info.de@unit4.com
www.unit4software.de
Kommunales Steuerungssystem als Bindeglied zwischen Bürgermeister und
Kommune
„Wir fördern kommunale Kompetenz“ lautete das Motto des KGSt®-FORUMS
2014. Ein zentrales Element für die Unterstützung in komplexer werdenden Zeiten
besteht aus Sicht von UNIT4 in der gezielten Stärkung des Bürgermeisters. Denn
als Verwaltungschef muss er naturgemäß wissen, was die Kommune derzeit beschäftigt und was die Bürger vom ihm erwarten. Ein IT-gestütztes kommunales
Steuerungs-Informationssystem kann zukünftig zum zentralen Arbeitswerkzeug
werden.
Die Liste der Themen, die die Bürger bewegen, ist lang: demografische Veränderungen, Leerstandsmanagement, Sanierung öffentlicher Plätze, Energiewende etc. Gleichzeitig aber steigt der Druck auf den Bürgermeister zur Lösung der Bedürfnisse: Bürgerbeteiligung, soziale Medien, neues Haushaltsrecht, Herabsetzung des Wahlalters auf 16
Jahre steigern die Erwartungen der Wähler in Richtung Priorisierung und Lösung genau
der eigenen Probleme und erhöhen so den Rechtfertigungszwang auf den Amtsinhaber.
Zeit –die knappste Ressource im Berufsleben des Verwaltungschefs
Um in diesem Spannungsfeld bestehen zu können, benötigt der Bürgermeister in
erster Linie Zeit. Denn er muss allen kommunalen Anliegen und Bezugsgruppen Aufmerksamkeit schenken. Schließlich ist jeder Betroffene auch wieder Wähler. Zeit kann
der Amtsträger durch technische Arbeitsunterstützung gewinnen: Ein System, das seine
ganz persönliche Wirklichkeit (Zeitmangel, Allverantwortlichkeit, Öffentlichkeit, Blick auf
den nächsten Wahltermin usw.) ebenso berücksichtigt, wie seine institutionelle Einbindung. Über welche Fähigkeiten muss ein solches Steuerungsinformationssystem verfügen?
Die Veranstaltung „Kommunale Verwaltung von
morgen: Wie moderne IT einen entscheidenden
Einfluss auf erfolgreiche Kommunen hat“.
SMAC – Social, Mobile, Analytics und Cloud leisten technologische Unterstützung bei der Amtsausübung
Es muss den Amtsträger mit seinen Mitarbeitern und der Öffentlichkeit vernetzen, so
dass er von überall aus kommunizieren, Erkenntnisse mitteilen, Arbeitsaufträge erteilen
und deren Ergebnisse im System wiederfinden kann. In der Geschäftswelt firmiert diese
Funktion unter Social Business. Mobil muss die Arbeitshilfe natürlich auch sein und einfach zu bedienen. Denn mobil zu sein ist für einen modernen Amtsinhaber eine Selbstverständlichkeit. Unterwegs hat er oft mehr Zeit für Analysen als am terminumkämpften
Schreibtisch im Rathaus.
Analytics, also die algorithmengestützte Aus- und Bewertung interner und externer
Datenquellen, ist Kernelement des Steuerungssystems. Welche Themen bauen sich in
meiner Stadt gerade auf? Wo drückt der Schuh? Wie werden geplante oder laufende
Vorhaben diskutiert? Wo steht meine Kommune im Vergleich mit anderen? Mit der Datenhaltung in der Cloud erhalten Amtsinhaber die Garantie, dass Informationen überall
und jederzeit aktuell verfügbar sind. Die Sicherheit der Daten muss in diesem Zusammenhang vor unbefugtem Zugriff gewährleistet werden.
IT kann so die Bedürfnislage eines (Ober-)bürgermeisters realisierbar unterstützen.
Mit einem kommunalen Steuerungs-Informationssystem ist er in der Lage effektiver Prioritäten zu setzen, strategische Entscheidungen zu treffen und seine Zeit zu planen.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Microsoft CityNext – Gemeinsam für die Stadt von morgen
KGSt®-FORUM-Themendachpartner „Bürgerkommune“
Kontakt:
Microsoft Deutschland GmbH
Konrad-Zuse-Straße 1
85716 Unterschleißheim
Telefon: 089 3176-0
Telefax: 089 3176-100
egovinfo@microsoft.com
www.microsoft.de/government
Auf der KGSt®-FORUMS-Veranstaltung „Connected
City – Connected Verwaltung“ sprach Jörn Riedel
(rechts im Bild), Leiter der Abteilung für E-Government und IT-Steuerung der Finanzbehörde der Freie
und Hansestadt Hamburg, über die Erfahrungen
der Stadt im Zusammenhang mit der Microsoft
CityNext Initiative. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Alfred Reichwein (links im Bild).
Unter der Kennung 20140923A0037
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Die Bedeutung von Städten für unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung wird weltweit – auch in Deutschland – deutlich zunehmen. Die Zahl der Menschen,
die ländliche Gebiete zugunsten eines Lebens in der Stadt verlassen, steigt stetig. Nach
Schätzungen der Vereinten Nationen werden bis Mitte des 21. Jahrhunderts 70 Prozent
der Weltbevölkerung in urbanen Zentren leben. Die Stadt wird somit der Lebensraum
der Zukunft werden. Diese Metropolisierungen begünstigen zum einen die moderne,
interkulturelle und innovative Entwicklung von Ballungsräumen, die jedem einzelnen
Bürger Platz zur individuellen Entfaltung bieten. Zum anderen stehen Städte aber auch
vor großen Herausforderungen bezüglich der Bereitstellung von Ressourcen, Infrastruktur und Verwaltung. Beispielsweise verlangt die demographische Entwicklung in vielen
Städten neue Konzepte und Strukturen für Seniorenbetreuung und Gesundheitsversorgung generell, denn in gut zehn Jahren wird ein Viertel der Bevölkerung bereits über 65
Jahre alt sein. Dieses Thema stellt den Staat insgesamt, aber insbesondere die Kommunen vor finanzielle und stadtplanerische Herausforderungen. Bei einem eher moderaten
Wirtschaftswachstum von ca. 1,6 Prozent als möglichem Mittelwert der nächsten Jahre,
treffen wir beispielsweise auf eine fast doppelt so schnelle Kostensteigerung im Gesundheitswesen. Zumeist müssen Stadtverwaltungen mit knappen Budgets diesen und
anderen wachsenden Anforderungen aber auch steigenden Erwartungen der Bürger
gerecht werden.
Microsoft hat sich der Aufgabe verschrieben, die Entwicklung moderner Städte
durch den Einsatz moderner Informationstechnologien zu unterstützen und positiv zu
beschleunigen. Unter diesem Gesichtspunkt wurde vor einem Jahr die globale Städteinitiative Microsoft CityNext ins Leben gerufen, in der Microsoft gemeinsam mit über
430.000 Partnern Kommunen dabei hilft, sicherer, effizienter und lebenswerter zu werden. Im Rahmen dieser Initiative wurden acht Funktionsbereiche konzipiert und definiert: Stadtverwaltung, Öffentliche Sicherheit & Justiz, Gesundheit & Soziales, Bildung,
Energie & Wasserversorgung, Stadtplanung, Tourismus & Kultur, sowie Transport & Verkehr. Um das Potenzial der Transformation von Städten in den einzelnen Bereichen voll
auszuschöpfen, kommen hierbei vor allem neue Technologien und Konzepte wie Cloud
Computing, Big Data, mobile Anwendungen und Social Enterprise zum Einsatz.
Im Fokus dieser Städteinitiative stehen vor allem die Bürger, die durch die Vernetzung mit der öffentlichen Verwaltung aktiv in die Gestaltung ihres Lebensraumes
involviert werden und einen Beitrag zu einer Modernisierung des Städtelebens leisten
können.
Derzeit haben weltweit 14 Partnerstädte im Rahmen der Microsoft CityNext Initiative
individuelle Aktionsprogramme ausgestaltet. Deutscher Partner der Initiative ist die Freie
und Hansestadt Hamburg. Mithilfe von Microsoft Technologien möchte die Stadt Hamburg die Effizienz und Innovation in den benannten acht Funktionsbereichen stärken
und den Bürgerservice verbessern. Eine elektronische Sitzungsmappe wird zum Beispiel
Sitzungsteilnehmer in Verwaltung und Politik sowohl bei der kollaborativen Vorbereitung
als auch bei der Durchführung der Sitzung unterstützen.
Die Herausforderungen der Städte von morgen können dann zu echten Chancen
werden, wenn alle Innovationspotenziale des digitalen Fortschritts wirklich ausgeschöpft
werden. Hierbei wird Microsoft mit aller Kraft helfen.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
T-Systems International GmbH
KGSt®-FORUM-Themendachpartner „Vernetzte Kommune“
Kontakt:
T-Systems International GmbH
Hahnstraße 43d
60528 Frankfurt am Main
Telefon: 069 20060-0
info@t-systems.com
www.t-systems.de/public
Im Rahmen der KGSt®-Themenpartnerschaft für „Vernetzte Kommune“ erfuhren aktuelle Lösungen und Praxisberichte für das virtuelle Rathaus besonderes Interesse der
diesjährigen Besucher. Denn die Vernetzung und Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung bedarf einiger Praxiserfahrung und großen Engagements in Sachen innovativer
Informations- und Kommunikationstechnologie:
De-Mail City Dresden: Mehr Bürgerservice , Mehr Bürgerbeteiligung
Im T-Systems-Praxisforum stellte der Projektleiter der Stadt Dresden, Prof. Dr. Michael
Breidung, seine Erfahrungen mit dem Projekt vor. Das Dresdner Rathaus ist jetzt 24 Stunden geöffnet. Das bedeutet: Anfragen und Anträge aller Art können künftig rund um
die Uhr über die digitale Poststelle an die Stadt geschickt werden. Der De-Mail Dienst
verbindet die Sicherheit und Nachweisbarkeit der Briefpost mit der Schnelligkeit einer
E-Mail. Dank des elektronischen Briefs an die Dresdner Stadtverwaltung erfolgt die Beantragung von Fördergeldern oder anderen Zuschüssen digital. Neben Anträgen und
Verwaltungsanfragen lassen sich seit dem 1. Juli auch ePetitionen per De-Mail unkompliziert und rechtssicher bei der Stadtverwaltung einreichen. Prof. Breidung nannte als
Erfolgsfaktoren des Projektes, dass es sich vollständig in die vorhandenen Systeme und
Fachverfahren integriert und wie die gewohnte E-Mail „anfühlt“. Sukzessive und in kürzester Bereitstellungszeit wird De-Mail in Dresdens Verwaltung ausgerollt, sobald ein
fachlicher Bedarf in den Abteilungen aufkommt. Praxisbeispiele wie die Sicherstellung
der form- oder fristgerechten Ladung von Stadtverordneten machten die Notwendigkeit
einer rechtssicheren elektronischen Kommunikation den Zuhörern verständlich.
petition@dresden.de-mail.de
Die E-Akte: ein Praxisbericht der Stadt Wiesbaden
Die FORUMS-Veranstaltung „Vorgänge in Behörden Hand in Hand bearbeiten mittels De-Mail und
E-Akte“.
Unter der Kennung 20141017A0026
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Als Voraussetzung für den Erfolg und die interne Akzeptanz des Projekts E-Akte
stellte Dr. Thomas Ortseifen als Projektleiter der Stadt Wiesbaden klar: Seine E-Akten
ersetzen oder verändern nicht vorhandene Fachverfahren. Der User merkt nicht, ob er
in der E-Akte oder im Fachverfahren arbeitet. Über die Digitalisierung vorhandener Akten wird „intelligent“ entschieden. Alte nicht mehr benötigte Datenbestände bleiben in
Papier. Datenbestände, auf die ein wiederholter Zugriff im Kontext aktueller Vorgänge
notwendig ist, werden digitalisiert. Der Zugriff auf zwei Akten gleichzeitig – quasi nebeneinander auf einem Schreibtisch – auf einem großen 24‘‘ Bildschirmen erzielte sogar den
positiven „ Nebeneffekt“, dass Abteilungen, die noch keine E-Akte eingeführt haben, diese nutzen möchten. Auch in der „Nicht Internet-Generation“ konnte durch Schulungen,
gemeinsame Definition der Anforderungen und Einbindung in die Anwendungs- und
Formularentwicklung eine hohe Nutzerakzeptanz erzielt werden. Auch mobile Applikationen sind in Entwicklung. Die Herausforderung ist dabei nicht, die App zu programmieren oder der Einsatz von Gerät x oder y. Vielmehr ist es die Echtzeit-Integration in die
bestehenden Prozesse und Systeme. Beispiel Jugendamt: Den Bürger mobil besuchen
und die (E-) Akte mitnehmen, ohne Rüstzeiten (Akte suchen) vor dem Termin und Nachbearbeitungszeiten.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Deutscher Sparkassen und Giroverband und SIZ Service GmbH
KGSt®-FORUM-Themendachpartner „Konzern Kommune“
Veranstaltung: Schulden effektiv managen! mit S-Kompass
Autoren: Annette Schmuck, Sebastian Till; SIZ Service GmbH Bonn
Der DSGV – Dachverband der Sparkassen-Finanzgruppe – und das SIZ – IT-Dienstleister der Sparkassen – haben gemeinsam auf dem KGSt®-FORUM im Rahmen ihrer
Veranstaltung „Schulden effektiv managen!“ mit zahlreichen Vertretern aus der kommunalen Praxis über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Finanzmanagement diskutiert. Auf der sehr gut besuchten Veranstaltung am 1. Kongresstag wurde
die seit Dezember 2013 am Markt befindliche Software S-Kompass der S-Finanzgruppe
für Kommunen und kommunale Unternehmen zur Schuldenverwaltung und -steuerung
vorgestellt.
Angesichts der weiter steigenden Schulden und erheblich veränderter Rahmenbedingungen (steigende Kassenkredite, Basel III, BaFin-Anforderungen) stehen die Kommunen in Deutschland vor großen Herausforderungen. Um mittel- bis langfristig die Finanzierungskosten zu reduzieren, ist die aktive Steuerung und systematische Analyse der
Finanzierungen notwendig. Die webbasierte Anwendung der S-Finanzgruppe bietet dafür bereits heute eine Softwarelösung zur professionellen Schuldenverwaltung und Zinssteuerung. Der aktuelle KGSt®-Bericht „Management und Risikosteuerung kommunaler
Schulden“ bekräftigt das und zeigt darüber hinaus konkrete Umsetzungsvorschläge auf.
Der DSGV/SIZ-Stand war an allen drei Kongresstagen sehr gut besucht.
Kontakt:
Sebastian Bergmann
Deutscher Sparkassen- und Giroverband
(DSGV)
Telefon: 030 20225-5720
Annette Schmuck
SIZ Service GmbH
Telefon: 0228 4495-7351
Weitere Informationen zu S-Kompass
www.s-kompass.de
info@s-kompass.de
Telefon: 0228 4495-7425
Anhand von praktischen Erfahrungen der Städte Leverkusen und Essen wurde in
dem Forum „Schulden effektiv managen!“ aufgezeigt, wie kommunale Portfolios einschließlich aller kommunalen Beteiligungen mit S-Kompass professionell gesteuert werden können.
S-Kompass greift dabei auf die vielfältigen Erfahrungen von Kommunen und kommunalen Unternehmen zurück. Weiterentwicklungen der Software erfolgen stets in
enger Absprache mit den S-Kompass-Nutzern, so dass die praktische Anwendbarkeit
jederzeit gegeben ist. So bietet die aktuelle S-Kompass-Version 2.5 ab dem 16.09.2014
einen noch umfangreichen Zugriff auf die relevanten Marktdaten. Auch außerhalb des
KGSt®-FORUMS suchten viele Vertreter aus den kommunalen Verwaltungen das persönliche Gespräch mit den Vertretern des SIZ am DSGV/SIZ-Messestand, um sich zu
Produkten und Dienstleistungen der Sparkassen-Finanzgruppe auszutauschen und sich
mit der Software S-Kompass vertraut zu machen.
S Kompass
Eine ausführliche Beschreibung der Veranstaltung „Schulden effektiv managen!“
finden Sie auf Seite 52.
Die Veranstaltungsfolien stehen KGSt®Mitgliedern im KGSt®-Portal unter der
Kennung 20141021A0049 zur Verfügung (hier klicken).
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
RWE Deutschland AG
KGSt®-FORUM-Themendachpartner „Mobile Kommune“
Auf dem KGSt®-FORUM in Dresden war die RWE Deutschland AG mit dem Thema
Elektromobilität als Themendachpartner „Mobile Kommune“ vertreten. Direkt vor dem
Congress Center Dresden konnten die Kongressbesucher bei strahlendem Sonnenschein
Elektrofahrzeuge begutachten oder mit E-Bikes bzw. Segways Probefahrten am Elbufer
unternehmen. Im Foyer präsentierte sich die RWE mit einem eigenen Stand, einem EBike-Simulator und zahlreichen Informationen rund um die Elektromobilität.
Über die Partnerveranstaltung stellte die RWE den Besuchern und Besucherinnen
die Kampagne „E-Bikes on Tour“ vor. Die RWE informierte über die Auswirkungen der
Energiewende, Förderungsmöglichkeiten für E-Mobilität und natürlich über das Angebot
des Kommunalverleihs. RWE ermöglicht den Kommunen, E-Bikes „auszuprobieren“, um
auf diesem Wege neue Impulse für die Mobilitätswende in der Gesellschaft zu setzen.
Das Kompetenzzentrum Ländliche Mobilität an der Hochschule Wismar – als Gewinner des E-Bike Awards 2012 – berichtete über das Forschungsprojekt inmod. Der zweite
Vortrag machte deutlich, dass E-Bikes gerade die Mobilität der Bürger und Bürgerinnen
im ländlichen Raum im Zusammenspiel mit dem ÖPNV verbessern können.
Regine Vogt stellte Zuhörerinnen und Zuhörern die
RWE-Kampagne „E-Bikes on Tour“ vor.
Unter der Kennung 20140924A0186
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Zahlreiche Fragen und Beiträge zum Ende der Veranstaltung zeigten, dass Elektromobilität schon heute Einzug in die Kommunen gefunden hat. Elektrofahrzeuge tragen
zur Unterstützung der Verwaltungstätigkeiten oder zur Erhöhung der touristischen Attraktivität bzw. der Servicequalität für die Bürger und Bürgerinnen bei. Kommunen – als
Vorreiter von klimafreundlicher Mobilität – profitieren sicherlich auch über einen Imagegewinn und können Vorbildcharakter innerhalb der Region für Unternehmen, Bürger und
Bürgerinnen ausstrahlen.
Kontakt:
RWE Deutschland AG
Kruppstraße 5, 45128 Essen
Telefon: 0201 12-08
Telefax: 0201 12-25699
Ansprechpartner:
Andreas Thomas, 0201 12-20943
andreas.thomas@rwe.com
Regine Vogt, 0201 12-23199
regine.vogt@rwe.com
Die Dresdener Oberbürgermeisterin Helma Orosz informierte sich auf dem Kongressrundgang auch auf dem Stand von RWE.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Siemens AG
KGSt®-FORUM-Partner
Das Angebot von Siemens für Infrastrukturen und Städte
Kontakt:
Siemens AG
Wittelsbacherplatz 2
80333 München
www.siemens.de
http://www.siemens.de/topics/de/de/
nachhaltige-stadtentwicklung/Pages/
home.aspx
Ansprechpartner für das
City Account Management:
Axel Wetter
Telefon: 030 386-24672
axel.wetter@siemens.com
Schon seit 2007 leben mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten. Im Jahr 2050
werden es nach Prognosen der Vereinten Nationen mehr als zwei Drittel sein. Die zunehmende Verstädterung führt zu großen Problemen bei Umwelt und Infrastrukturen,
zum Beispiel in Form eines wachsenden Energiebedarfs. Deshalb müssen die Städte die
Ressourcen effizienter nutzen und umweltfreundlicher werden, um ihre Lebensqualität
und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dabei sind Technologien wichtige
Ansatzpunkte und schaffen die Basis für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Eine effektive Infrastruktur trägt zum wirtschaftlichen Erfolg bei und verbessert die Lebensqualität.
Saubere Luft, Trinkwasser und Sicherheit sind für die städtische Bevölkerung ebenso
Grundvoraussetzungen wie effiziente Gebäudetechnik, zuverlässige Stromversorgung
und tragfähige Mobilitätslösungen.
Mit dem Sektor Infrastructure & Cities bündelt Siemens sein technisches Know-how
aus den Bereichen Gebäude- und Sicherheitstechnik, Stromverteilung, SmartGrid-Applikationen, Nieder- und Mittelspannungsprodukte sowie Personenund Güterverkehrlösungen. Somit ist Siemens ein bevorzugter Partner für städtische
Infrastrukturlösungen und bietet Produkte und Konzepte, die ganzheitliche Lösungen
statt Einzelmaßnahmen fokussieren.
Im Dialog mit Städten und Kommunen
Dabei setzt das Unternehmen aber nicht nur auf den Ansatz des Sektor Infrastructure & Cities und sein grünes Portfolio, sondern auch auf seine 120.000 Mitarbeiter: Sie
sprechen die Sprache ihrer Region und sind dort verwurzelt.
Mit mehr als 80 ausgewiesenen City Account Managern weltweit, davon 15 in
Deutschland, hat Siemens außerdem ausgewiesene Experten für einzelne Städte und
Wirtschaftsräume. Diese sind zentrale Ansprechpartner für Städte und Wirtschaftsräume,
analysieren Kundenanforderungen und sind in relevanten Gremien vernetzt. Im partnerschaftlichen Dialog hören die City Account Manager genau zu und möchten wissen: Was
bewegt eine Stadt oder Kommune? Wie ist eine Stadt gewachsen? Welche städtebaulichen Veränderungen finden bei den Einwohnern Zuspruch, welche nicht? Wie will sich eine
Stadt/Kommune positionieren – als grüne Stadt, als Bankenstadt, als Wissenschaftsstadt,
als Teil einer Urlaubsregion? So kann Siemens gemeinsam mit Städten Innovationen, etwa
bei der Energieerzeugung, -verteilung und -speicherung oder bei Mobilitätskonzepten vorantreiben und technologische und gesellschaftspolitische Herausforderungen annehmen.
Auf dem KGSt®-FORUM stellte Siemens ein interessantes Projekt der Stadt Görlitz
im Bereich der Energieeinsparung vor: Die Veranstaltungsteilnehmer erhielten aus einem
Projekt im Rahmen einer ARGE der Siemens AG mit der Stadtwerke Görlitz AG Einblick
in die Nutzenbilanz aus 10 Jahren durchgeführten Energieeinspar-Contractings. Die Stadt
Görlitz hat für insgesamt 11 Objekte der ARGE die Energieoptimierung mit einem garantierten Einsparvolumen übertragen.
Auf der Veranstaltung „Innovative und nachhaltige
Gestaltung von kommunaler Infrastruktur“ stellte
Frank Hauber, Leiter Business Development, Siemens Deutschland Angebote und Leistungen für
Kommunen vor.
Folgende Effekte wurden nachgewiesen:
„„Die notwendigen energetischen Anlagenoptimierungen von rund 500.000 Euro
wurden komplett aus den erzeugten Einsparungen finanziert.
„„Aufgrund der tatsächlichen Energiepreisentwicklung trat eine Haushaltsentlastung
Unter der Kennung 20141016A0017
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
in Höhe von rund 410.000 Euro ein.
„„Durch die Einsparung von 2.300.000 kWh/a wurde ein positiver Effekt für den
Umweltschutz generiert.
„„Örtliche Firmen wurden in Planung und Ausführung eingebunden.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
Weitere Partner des
KGSt®-FORUMS 2014
1_2014
MEDIENPARTNER DES KGSt®-FORUMS
KGSt®-FORUM 2014 – Gelegenheit zum Dialog und Erfahrungsaustausch
Kontakt:
Fachzeitschrift
„innovative VERWALTUNG“
Springer Gabler/
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Abraham-Lincoln-Straße 46
65189 Wiesbaden
Redaktionsanschrift:
innovative VERWALTUNG
Chefredakteur Michael Klöker
Postfach 1130
27722 Worpswede
Telefon: 04792 9552-77
Telefax: 04792 9552-79
innovative-verwaltung@kloeker.com
www.innovative-verwaltung.de
Einen Nachbericht zum
KGSt®-FORUM mit weiteren Fotos finden die
Leserinnen und Leser
der innovativen VERWALTUNG in der Oktober-Ausgabe. .
Das alle drei Jahre stattfindende KGSt®-FORUM ist nicht nur seit vielen Jahren gern
wahrgenommener Pflichttermin für die innovative VERWALTUNG, sondern auch ein Ausdruck der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der KGSt. Das diesjährige Treffen in
der sächsischen Landeshauptstadt Dresden hat wieder einmal gezeigt, dass der kommunikative Informationsaustausch der Teilnehmer ein wesentliches Merkmal des KGSt®FORUMS ist.
Das Treffen der zahlreichen Vertreter und Delegationen aus den deutschen und
deutschsprachigen Städten, Gemeinden und (Land-)Kreisen stand in diesem Jahr unter
dem Leitthema: „Wir fördern kommunale Kompetenz.“ Diesem Anspruch ist das KGSt®FORUM 2014 gerecht geworden. In den rund 80 Einzelveranstaltungen unter den acht
Themendächern wurden dabei aber nicht nur Themen und Trends, sondern vor allem
auch Best-Practice-Präsentationen mit Erfahrungen aus kommunalen Veränderungsprojekten vorgestellt und diskutiert. Ergänzt wurden die Themen durch die vielfältigen Erkenntnisse und Ergebnisse der KGSt. Außerhalb dieser vielen Einzelveranstaltungen aus
nahezu allen kommunalen Fachbereichen wurden die Inhalte und Erfahrungen häufig
noch in Gesprächen vertieft. Gerade die Pausen zwischen den Vorträgen machten einmal mehr deutlich, wie notwendig und hilfreich der Erfahrungsaustausch der Kommunalverwaltungen untereinander ist. Auch dazu hat das KGSt®-FORUM – wie bereits in den
Vorjahren – seinen Beitrag geleistet.
Überlagert wurden viele Diskussionen allerdings von der schwierigen Finanzsituation
in vielen Städten, Gemeinden und (Land-)Kreisen, die den Handlungsspielraum immer
mehr eingrenzt. Aber auch regional unterschiedliche Ereignisse prägen das kommunale
Tagesgeschäft, zum Beispiel durch die Auswirkungen neu gewählter Verwaltungsleitungen oder die wieder stark zunehmende Flüchtlings-Problematik und der damit verbundenen Bereitstellung von Wohnraum. Trotz aller Belastungen und Herausforderungen
hat das KGSt®-FORUM deutlich gemacht, wie groß das Engagement in den Kommunen
ist, die dortigen Verwaltungen für die Zukunft handlungsfähig zu halten. Das ist nicht
ohne engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich – auch das wurde in vielen
Vorträgen deutlich.
Für die innovative VERWALTUNG bot das KGSt®-FORUM eine gute Gelegenheit, um
mit den Leserinnen und Lesern über Themen und Inhalte der Fachzeitschrift zu diskutieren, neue Kontakte zu knüpfen und Beiträge für eine Veröffentlichung zu besprechen.
Die so gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in unsere Arbeit und die innovative
VERWALTUNG ein.
Der Stand der innovativen
VERWALTUNG auf dem KGSt®FORUM
15
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
DEMO – Kommunalpolitik besser machen
Seit 65 Jahren begleitet die Demokratische Gemeinde – kurz DEMO – als führende
kommunalpolitische Fachzeitschrift die Entwicklungen in Deutschlands Städten, Kreisen
und Gemeinden. Mit einer verbreiteten Auflage von über 30.000 Exemplaren erreicht
die DEMO flächendeckend die Entscheidungsträger und Multiplikatoren vor Ort. Keine
andere Fachzeitschrift erreicht mehr Leser in der Kommunalpolitik.
Kontakt:
Demokratische Gemeinde DEMO
Berliner vorwärts Verlagsgesellschaft mbH
Stresemannstr. 30
10963 Berlin
Telefon: 030 25594-200
Telefax: 030 25594-290
info@demo-online.de
www.demo-online.de
In der DEMO finden kommunale Entscheidungsträger die Informationen, die sie für
ihre Aufgaben benötigen. Die DEMO gibt fachliche Anstöße für alle Bereiche der kommunalen Wirtschaft, beschreibt die Herausforderungen für eine moderne Kommunalpolitik und ist Förderer des politischen Dialogs. Dabei ist die DEMO für alle Spitzenkräfte in
den Kommunen, ob sie nun in Verwaltung, Politik oder Wirtschaft tätig sind, ein wichtiges und gern gelesenes Serviceblatt. Bürgermeister, Dezernenten und Fraktionen in
Städten, Gemeinden und Kreisen schätzen die Informationen und Hinweise ebenso wie
Geschäftsführer, Verwaltungs- und Aufsichtsräte der kommunalen Unternehmen.
Die DEMO deckt die gesamte Bandbreite des kommunalen Handelns ab. Jede Ausgabe befasst sich mit einem speziellen Schwerpunktthema, zum Beispiel dem „Stadtwerk der Zukunft“, und offeriert dem Leser außerdem besondere Fachreporte – etwa
über „Moderne Verwaltung“ oder „Kommunalfinanzen“.
Der
DEMO-Kommunalkongress
2014
„KOMMUNEN ZUKUNFTSFÄHIG MACHEN“
findet vom 27. bis zum 28. November 2014
in Berlin statt.
Weitere Informationen:
www.demo-online.de/demo-kommunalkongress-2014
Seit einigen Jahren organisiert die DEMO auch den jährlichen DEMO-Kommunalkongress oder Fachveranstaltungen zu speziellen Themen, bei der sich die wichtigen
kommunalen Akteure mit ihren Thesen und Meinungen einbringen.
Die kommunale Kommunikation ist unser Spezialgebiet. Wir wissen, wie man auch
komplizierte Inhalte so präsentiert, dass sie für Kommunen interessant sind und gerne
gelesen werden. Wir konzipieren und realisieren mit unseren Kunden auch Fachveranstaltungen, Themenbeilagen, Hauszeitschriften oder Onlineprojekte. Unser Prinzip heißt
Maßanzug. Weil nur zielgenaue Kommunikation ankommt.
KOPO – kommunalpolitische blätter
Kontakt:
Kommunal Verlag GmbH
Klingelhöferstr. 8
10785 Berlin
Telefon: 030 22070-471
Telefax: 030 22070-478
info@kommunal-verlag.com
www.kommunal-verlag.com
Rasche und effiziente Berichterstattung über alle aktuellen kommunalrelevanten
Themen, profunde Aufarbeitung der Grundsatzfragen. Dabei immer im Blick: Die Sicherung der kommunalen Selbstverwaltung und der Finanzautonomie! Das zeichnet die
KOPO seit ihrer Gründung im Jahre 1949 aus. Die KOPO erscheint im 66. Jahrgang und
ist Abonnement-Marktführer bei vergleichbaren Fachtiteln und Spitzenreiter bei einer
Erscheinungsfrequenz von elf Ausgaben im Jahr.
Beiträge und Anzeigen in der KOPO garantieren ein Höchstmaß an Kommunikation
und Information für die Abonnenten. Dieses Medium vernetzt eine kompetente und
anspruchsvolle Leserschaft miteinander und bietet ein Forum für Diskussion, Wissensvermittlung und politische Willensbildung und Einflussnahme.
Die KOPO berichtet umfassend über alle kommunalrelevanten Themen und bildet
damit eine herausragende Schnittstelle zwischen Europa-, Bundes- und Kommunalpolitik. Damit spielt dieses exponierte Medium auch eine wichtige Rolle für die Arbeit der
Spitzenverbände und Lobbyisten. Zu den kommunalrelevanten Themen gehören Schule,
Bildung und Kinderbetreuung, Demografischer Wandel, Kommunalfinanzen, Bauen, Umweltschutz, Energiepolitik, Wirtschaftsförderung, Integration und Soziales sowie Vergabewesen und E-Government.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Auch für die kommunalen Unternehmen wird es als verlässliche Partner immer
wichtiger, rechtzeitig in politische Prozesses eingebunden zu sein. Die KOPO berichtet
über alle Aspekte kommunaler Wirtschaftstätigkeit, denn kommunale Unternehmen sind
wichtige Arbeit- und Auftraggeber.
Die KOPO stellt regelmäßig gelungene Projekte aus Städten, Gemeinden und Kommunen vor. Jeden Monat erscheint eine gezielte, auf hauptamtliche und ehrenamtliche
Mandatsträger konzentrierte Auswahl kommunalrechtlicher Themen. Darunter die wichtigsten Gebiete des Kommunal- und Fraktionsrechts sowie Hilfestellungen für die Arbeit
von Räten und Ausschüssen. Anleitung und Vorbereitung von Kommunalwahlen mit
praktischen Hinweisen gehören ebenfalls zur Berichterstattung.
Sie möchten Kooperationspartner der KOPO werden oder interessieren sich für die
Platzierung einer Stellenausschreibung oder Anzeige? Auf www.kopo.de finden Sie alle
weiteren Informationen.
Der Neue Kämmerer
Kontakt:
FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH
Bismarckstraße 24
61169 Friedberg
www.derneuekaemmerer.de
www.frankfurt-bm.com
„Der Neue Kämmerer“ ist die Zeitung für Finanzentscheider im öffentlichen Sektor.
Egal ob Bundespolitik oder Haushaltsmanagement, Energiewende oder Beteiligungsmanagement: „Der Neue Kämmerer“ analysiert alle Themen aus Perspektive dieser Zielgruppe und ist Meinungsführer im Bereich der Kommunalfinanzen. Beste Kontakte in die
Kommunalverwaltungen sowie zu den Entscheidungsträgern auf Bundes- und Landesebene ermöglichen der Redaktion eine fundierte Recherche zu allen Themen.
Die Fachzeitung zeigt Strategien für eine erfolgreiche und nachhaltige Haushaltskonsolidierung auf und vermittelt Entscheidungsträgern im öffentlichen Sektor modernstes
Finanzierungswissen. Interviews mit Kämmerern und Bürgermeistern sowie Werkstattberichte und kurze, praxisorientierte Fachartikel bieten der Zielgruppe einzigartige Ein­blicke
in das Haushalts- und Finanzmanagement anderer Kommunen im In- und Ausland.
„Der Neue Kämmerer“ ist eine Publikation der FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH,
dem Fachverlag der renommierten F.A.Z.-Gruppe. FRANKFURT BUSINESS MEDIA steht
für einen hohen journalistischen Anspruch und für Kompetenz in Wirtschafts- und Finanzthemen. Seit über einem Jahrzehnt bietet das Verlagshaus Print-Magazine, Studien, Veranstaltungen und Online-Medien, darunter das „FINANCE-Magazin“, das Unternehmermagazin „Markt und Mittelstand“ und der führende Kongress für CFOs und
Treasurer „Structured FINANCE“.
Der Stand des Neuen Kämmerers
auf dem KGSt®-FORUM
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
WERBEPARTNER DES KGSt®-FORUMS
BOC
Ob für den Aufbau eines digitalen Informationssystems oder eines kommunalen
Wissensmanagements, zur Einführung eines Vorgangsmanagements oder die Erstellung
von Arbeitsanweisungen: das Thema Prozessmanagement ist ein zentraler Ansatz für
Städte und Gemeinden und rückt dieses Jahr auf Grund der E-Government-Gesetze
noch stärker in den Fokus.
Sie haben den Keynote-Speech zur Arbeitsentlastung und Umsetzung der E-Government-Vorgaben mit Hilfe von Prozessmanagement in den Kommunen verpasst?
Haben Sie Fragen zu ADONIS® oder dem
Fachmodellierungsstandard FaMoS? Gerne
beraten wir Sie umfänglich zur effizienten
Verwaltungssteuerung oder zu weiteren
angrenzenden Themen des Prozessmanagements. Sprechen Sie uns an:
Kontakt:
BOC GmbH
Eckart Hagenloch
Voßstraße 22, 10117 Berlin
Telefon: 030 2269-2510
boc@boc-de.com
www.boc-group.com
Als langjähriger Partner der KGSt und Anbieter der Prozessmanagement-Lösung
ADONIS®, mit dem empfohlenen Modellierungsstandard FaMoS, ist die BOC zentraler
Ansprechpartner der Kommunen für Fragen und Projekte rund um das Modellieren und
Analysieren von Verwaltungsabläufen und den Aufbau eines zentralen Prozessmanagements in der Organisation.
Durch die Vielzahl an öffentlichen Projekten und Erfahrungen gelingt es der BOC mit
pragmatischen Ansätzen, kurzfristig auch in kleineren Projekten greifbare Ergebnisse für
die Verwaltung zu schaffen.
Dass die Optimierung von Vorgängen
nicht die Reduktion sondern vielmehr die
Entlastung der Mitarbeiter beinhaltet, ist
ein wesentlicher Ansatz der BOC. Im Keynote-Speech von Herrn Eckart Hagenloch
(Geschäftsführer BOC GmbH) konnte dies
verdeutlicht werden und erfuhr bei der Zuhörerschaft große Zustimmung.
Auf dem KGSt®-FORUM zeigte Eckart Hagenloch auf,
wie Prozessmanagement wichtige Zusammenhänge
aufdeckt und so die Arbeitsbelastung senkt.
Vodafone
Kontakt:
Vodafone GmbH
Zentralverwaltung
Ferdinand-Braun-Platz 1
40549 Düsseldorf
www.vodafone.de
Stephan Schneider
Senior Manager
Business Development Public & Health
ENN und Vorstandsvorsitzender
der Digitalen Stadt Düsseldorf
s.schneider@vodafone.com
Vodafone war mit einem Stand auf
dem KGSt®-FORUM vertreten und präsentierte im Rahmen der Keynote-Speeches
Lösungen zur Prozessoptimierung in Kommunen anhand von Fallbeispielen.
Das Unternehmen betreut in Deutschland über 40 Millionen Kunden und ist
einer der größten deutschen Mobilfunkanbieter. Das mehrfach von unabhängigen
Experten ausgezeichnete Vodafone-Netz
Stephan Schneider stellte Lösungen zur Prozessoptibietet höchste Qualität, schnelle Über- mierung im Public-Sektor vor
tragungsgeschwindigkeiten, stabile Verbindungen und eine nahezu vollständige Flächendeckung. Als integrierter Kommunikationskonzern bietet Vodafone alle nötigen Lösungen aus einer Hand. Das Portfolio
umfasst Mobilfunk, Festnetz und Internet sowie die komplette Infrastruktur zur sicheren
Standortvernetzung. Zudem wird eine Vielzahl von ITK-Anwendungen als Managed
Services bereitgestellt. Vodafone beschäftigt deutschlandweit rund 10.500 Mitarbeiter.
Für Behördenkunden gibt es eigene Experten-Teams, die ausschließlich Bundes- und
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Landesbehörden, Kommunen sowie Kirchen, Gesundheitseinrichtungen, soziale Einrichtungen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk betreuen. Sie arbeiten vor Ort in den
Vodafone-Niederlassungen, regional nach Bundesländern aufgeteilt.
Behördenkunden profitieren von individuellen Tarifen und Rahmenverträgen mit
attraktiven Sonderkonditionen. Über das Firmenkundenportal und andere webbasierte
Benutzerschnittstellen lassen sich Rechnungsdaten einsehen und auswerten sowie behördeninterne Rufnummern und Dienste einfach sowie komfortabel administrieren. Bei
Bedarf können dort auch neue Endgeräte bestellt werden. Zudem lassen sich Verträge
zu den individuell vereinbarten Konditionen abschließen oder verlängern.
IKVS – Kennzahlen und Berichte auf Knopfdruck führten zu einem
hohen Andrang auf dem Stand
Kontakt:
IKVS GmbH
Gr. Twiete 43
25499 Tangstedt
www.ikvs.de
Mit großer Freude blicken wir auf das
sehr gelungene und erfolgreiche KGSt®FORUM 2014 zurück. Ununterbrochen
präsentierten wir auf unseren Stand vor
Entscheidern der Kommunalverwaltungen
das IKVS. Eine Vielzahl von Folgeterminen
wurde bereits vereinbart und erste Verträge wurden zwischenzeitlich geschlossen.
Freuen durften wir uns ebenfalls über eine
Vielzahl von Besuchen bestehender Kunden.
Kai Petersen präsenterte das IKVS im Echtbetrieb
Ihr Ansprechpartner:
Geschäftsführer Kai Petersen
k.petersen@ikvs.de
Telefon: 04101 592102
oder 0171 1734578
Die verschiedenen Vorträge unter anderem mit Roland Fischer von der KGSt und
über die beabsichtigte Zusammenarbeit mit der KGSt fanden ebenfalls eine hohe Resonanz und führten zu einer anschließenden Kontaktaufnahme.
Bereits rund 300 Kommunalverwaltungen in 11 und demnächst in allen 13 Flächenländern nutzen die Vorteile von IKVS:
„„Automatisierte und im System nachvollziehbare Übernahme aller Haushaltsplan-
daten und Rechnungsergebnisse
„„Verknüpfung mit Daten u.a. aus statistischen Landesämtern.
„„Anonymisierte und/oder offene Auswertungen innerhalb eines Vergleichsrings
„„Flächendeckende Kennzahlen-Sets für alle Zielgruppen
„„Haushaltsvor-, Lage- bzw. Rechenschaftsberichte in sehr guter Qualität auf Knopf-
druck
„„Ampel- und Pfeilfunktionen sowie eine vielseitige Graphikunterstützung sowie
Word- und Excel-Ausgaben auf Knopfdruck
„„Anbindung zu allen gängigen Finanzsoftwareprodukten
„„Webbasierend ohne Softwareeinführung
Bereits heute tragen wir den festen Entschluss, das nächste KGSt®-FORUM 2017 in
Kassel wieder als Werbepartner zu bestreiten.
Vielen Dank an alle Kunden und Interessenten!
19
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Rückblick
Fachveranstaltungen
1_2014
A
us den rund 80 Fachveranstaltungen des KGSt®-FORUMS wurde ein repräsentativer Querschnitt ausgewählt und nachfolgend kurz dokumentiert. Die Folienvorträge
der Veranstaltungen stehen KGSt®-Mitgliedern auf dem KGSt®-Portal zur Verfügung.
Die einzelnen Zusammenfassungen erreichen Sie auch direkt durch Klick auf die Seitenzahl in der Tabelle.
Standardisierung – Vom Unwort zur Notwendigkeit (1.1)
Seite 21
Kleine Kommunen ganz stark – Dank Energie und guter Ideen (1.2)
Seite 22
Vom Neuen Steuerungsmodell zum Kommunalen Steuerungsmodell (1.4)
Seite 22
CAF wirkt – Drei Kommunen berichten über ihr Qualitätsmanagement (1.5)
Seite 23
Von der Ressourcenausstattung zur Strategiegestaltung – Organisationsmanagement
im Wandel (1.6)
Seite 24
Eine Frage der Perspektive: Veranstaltungsmanagement in 360° (1.9)
Seite 25
Zukunftsfähige kommunale Rechnungsprüfung (2.1)
Seite 26
Transparente Haushalte – Haushaltsreform in Österreich (2.4)
Seite 27
Portfoliomanagement für kommunale Immobilien – Für Kommunen JEDER Größe
unverzichtbar (2.5)
Seite 28
Entschuldungshilfen der Länder und nachhaltige Konsolidierung – Passt das zusammen? (2.8)
Seite 28
Führungsinformationssysteme und Controlling in Kommunen (3.1)
Seite 29
Arbeitgeber Kommune – Das unbekannte Wesen? Mit Personalmarketing zur erfolgreichen
Personalgewinnung (3.2)
Seite 29
Welche Schlüsselkompetenzen braucht die Verwaltung der Zukunft? (3.3)
Seite 30
Strategische Haushaltskonsolidierung – Aus unterschiedlichen Erfahrungen der Praxis lernen (3.4)
Seite 31
Psychische Belastungen: Wie können Kommunalverwaltungen damit umgehen? (3.5)
Seite 32
Trendveranstaltung Resilienz: Widerstandskraft in Zeiten stetigen Wandels –
Hohe Belastung gut managen (3.7)
Seite 33
EPSAS – Neue Standards für die Jahresabschlüsse im öffentlichen Sektor in der EU? (3.8)
Seite 34
Make it in Germany – Kommunale Handlungsmöglichkeiten bei der Akquisition
internationaler Fachkräfte (3.9)
Seite 35
Interne Kontrollsysteme und Risikofrühwarnung bedeuten Steuerungsgewinn (3.10)
Seite 36
Wie müssen Kommunalverwaltungen aufgestellt sein, die sich am Leitbild Bürgerkommune
ausrichten? (4.1)
Seite 37
Herzlich willkommen – Willkommenskultur in Kommunalverwaltungen (4.2)
Seite 35
Reicht die kommunale Öffentlichkeitsarbeit? Kommunale Kommunikation vor neuen
Herausforderungen (4.4)
Seite 38
Digitale Bürgerbeteiligung – Wie sich Partizipation und Web 2.0 ergänzen (4.7)
Seite 39
Innovative Ansätze kommunaler Seniorenpolitik (5.1)
Seite 39
Beruf und Pflege: Wie beides gelingen kann (5.3)
Seite 40
Verbesserung kommunaler Steuerung im SGB II (5.4)
Seite 40
Generationen-Management: Arbeit und Alter(n) (5.6)
Seite 41
Ideenräume: Open Government – Die Zukunft der Kommunen!? (6.1)
Seite 42
Ideenräume: Die Kunst, Social Media zu managen (6.3)
Seite 42
Prozessmanagement – Das Allroundtalent! (6.4)
Seite 44
Der Faktor Führung – Wie Prozessmanagement zum Erfolgsmodell wird (6.6)
Seite 45
Netzwerkorganisation und kooperatives Handeln – Modeerscheinung oder Beitrag für
nachhaltige Steuerung? (6.8)
Seite 46
DMS-Talk: DMS-Einführung ist zentraler Arbeitsschwerpunkt in Kommunen (6.9)
Seite 47
Das E-Government-Gesetz – Treiber der Verwaltungsmodernisierung? (6.10)
Seite 48
Nachhaltige Finanzplanung und leistungsfähige Infrastruktur im Konzern Stadt (7.1)
Seite 48
Von der Kunst, Wirkungen in Worte zu kleiden – Wirkungsorientierte Steuerung in Hamburg (7.2)
Seite 49
Kommunale Gebäudebewirtschaftung erfolgreich zentral steuern (7.3)
Seite 50
20
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Den Haushalt als Vergleichsinstrument nutzen – Möglichkeiten und Hindernisse (7.4)
Seite 50
Eigen- und Fremdreinigung kennzahlengestützt steuern, um bei gleicher Reinigungsqualität
die Kosten zu minimieren (7.5)
Seite 51
Organisationspolitische Entscheidungen – Zwischen Privatisierung und Rekommunalisierung (7.6)
Seite 51
Erfolgreiche Führung und operative Steuerung benötigen Kennzahlenwerte (7.8)
Seite 52
Schulden effektiv managen! (7.10)
Seite 52
Besteuerung interkommunaler Zusammenarbeit – Sachstand und Auswirkungen (8.3)
Seite 53
Mobile Endgeräte – Regeln, Chancen und Risiken im kommunalen Gebrauch (8.5)
Seite 53
Wir unterstützen mit Wirkung! Der KGSt -Wirkungsmonitor
Seite 54
®
Standardisierung – vom
Unwort zur Notwendigkeit
1.1
Referenten:
Paul Bischof, Dezernent, Kreis Herford
Prof. Dr. Michael Breidung, Betriebsleiter,
Eigenbetrieb IT- und Organisationsdienstleistungen, Landeshauptstadt Dresden
Alexander Kober, Projektleitung FIM,
Bundesministerium des Innern
Dr. Georg Thiel, stellv. Abteilungsleiter,
Bundesministerium des Innern
Moderation und Kontakt:
Dr. Gaby Beckmann
0221 37689-24
Gaby.Beckmann@kgst.de
Unter der Kennung 20140924A0238
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Haben Sie schon einmal etwas von FIM gehört?
Mit dieser Frage begann die Veranstaltung 1.1 zum Projekt „Föderales Informationsmanagement“. Nur wenige der rund 130 Teilnehmer meldeten sich. Daraufhin erläuterte
Alexander Kober, Referent im BMI und FIMProjektleiter, das Projekt des IT-Planungsrates
und stellte den aktuellen Stand vor. Kurz zusammengefasst erweitert FIM die bereits bestehende föderale Informationsbereitstellung
zu Leistungsbeschreibungen um die Themen
Formulare und Prozesse. Viele Kommunen
nutzen bereits in ihren Online-Redaktionen E-Government heute – Bild aus der Präsentation
von Alexander Kober
oder der 115-Beauskunftung Texte zur Beschreibung von Verwaltungsleistungen, die ihnen von der jeweiligen Landesredaktion zur
Verfügung gestellt werden. Nach dem FIM-Konzept sollen Kommunen über die Landesredaktionen zukünftig auch sogenannte „Stammformulare“ und „Stammprozessmodelle“
erhalten, die vor Ort bearbeitet, ergänzt und detailliert werden können. Für Kommunen
bedeutet das eine Reduzierung ihres Aufwands für die Recherche und Aktualisierung von
Texten und Formularen sowie eine Vereinfachung bei Prozessaufnahmen.
Nach dem Vortrag
diskutierten Paul Bischof,
Sozialdezernent aus dem
Kreis Herford, Prof. Dr.
FIM-Gesamt
Michael Breidung, ITProf. Dr. Micha- Betriebsleiter der LanLeistungsinformation
Formularinformation
Prozessinformation
el Breidung
deshauptstadt Dresden,
und Dr. Georg Thiel, stellv. Leiter der
Abteilung O im Bundesministerium
des Innern, auf dem Podium. Eine wichtige Frage war dabei, ob FIM die kommunale Organisationshoheit einschränken wird. Beide kommunalen Praktiker haben dies auf der Grundlage der aktuellen FIM-Konzeption verneint und die Chancen des Projektes für Kommunen
betont. Außerdem wurde über die Zusammenarbeit von Kommunen mit den Landesredaktionen gesprochen. Hier stellt sich die Situation in den Ländern ganz unterschiedlich dar:
Während es in Nordrhein-Westfalen noch keine Landesredaktion gibt, konnte Prof. Breidung über die langjährige Zusammenarbeit mit der sächsischen Landesredaktion (Amt24)
berichten. Dr. Georg Thiel wurde insbesondere zur Erarbeitung von Stamminformationen
und zur Sicherstellung schneller Redaktionsprozesse auf der Bundesebene befragt. In seiner Antwort verwies er auf die Bundesredaktion und betonte, dass FIM auch für die Bundesressorts eine neue, große Aufgabe sei, die viel Zusammenarbeit erfordere.
Wäre die Frage, wer FIM kenne, zum Abschluss noch einmal gestellt worden, hätten sich
sicherlich alle Teilnehmer gemeldet!
21
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Kleine Kommunen ganz
stark – dank Energie und
guter Ideen
O
1.2
Dipl.-Ing. Michael Joost, Energie und Stadtentwicklung der Stadt
Wolfhagen (rund 15.000 EW), bewies dies beeindruckend an den Aktivitäten seiner Kommune auf dem Weg zur energieeffizienten Stadt. Unter anderem wurde eine Bürgerenergiegenossenschaft mit aktuell über
630 Mitgliedern gegründet, zwei Bürgersolarparks wurden gebaut, ein
Bürgerwindpark ist im Bau. Über das Thema der erneuerbaren Energie
wird zugleich auch die Zukunftsfähigkeit der Stadt unterstützt. Besonderes Highlight
in Wolfhagen sind Teilnahme und der Gewinn beim Bundesforschungswettbewerb
„Energieeffiziente Stadt“, bei dem sich Wolfhagen gegen Großstädte wie Hamburg
und München durchsetzen konnte und Fördermittel in Höhe von 5 Mio. Euro gewann,
die nun in die energetische und quartiersbezogene Gebäudesanierung der historischen Altstadt fließen können.
Referenten:
Michael Guth, Leiter Haupt- und Personalamt, Stadt Usingen
Dipl. Ing. Michael Joost, Abteilungsleiter
Energie und Stadtentwicklung,
Stadt Wolfhagen
Moderation und Kontakt:
Elke Grossenbacher
0221 37689-57
Elke.Grossenbacher@kgst.de
Norbert Zucht
0221 37689-22
Norbert.Zucht@kgst.de
Unter der Kennung 20140923A0074
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Vom Neuen Steuerungsmodell zum Kommunalen
Steuerungsmodell
1.4
Referenten:
Rainer Christian Beutel, KGSt
Dr. Alfred Reichwein, KGSt
Martin Staab, Oberbürgermeister,
Stadt Radolfzell
Hans-Josef Vogel, Bürgermeister,
Stadt Arnsberg
Moderation und Kontakt:
Elke R. Holzrichter
0221 37689-23
Elke.Holzrichter@kgst.de
ft nimmt die Öffentlichkeit eher große Kommunen als innovativ und tatkräftig in
der Umsetzung neuer Projekte wahr. Die Veranstaltung zeigte deutlich, dass kleine
Kommunen in dieser Hinsicht nicht zu unterschätzen sind sogar oftmals schneller und
flexibler agieren.
Auf anderem Gebiet sind die Städte Neu-Anspach (rund 14.500
EW) und Usingen (rund 13.500 EW) seit langen Jahren erfolgreich aktiv. Michael Guth, Haupt- und Personalamtsleiter der Stadt Usingen,
berichtete über die zahlreichen Aktivitäten im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit. Bereits 1996 wurden erste gemeinsame Ausschreibungen durchgeführt, seit 1997 kooperieren beide Städte bei der
Ausbildung und im Vollstreckungswesen. 2004 kam die Personalverwaltung hinzu.
2007/2008 wurden Ordnungsamt, Stadtkasse, Steueramt Kämmerei und Standesamt zusammengeführt.
Die Bilanz der beiden Städte ist positiv: Zahlreiche erhebliche finanzielle Einsparungen können belegt werden, qualitative Verbesserungen kommen noch hinzu.
E
ine der meist besuchten Veranstaltungen des KGSt®-FORUMS war die Vorstellung
der Grundzüge des KSM und die Bewertung und Diskussion des Modells mit Verwaltungschefs. Unter der Moderation von Elke R. Holzrichter, Programmbereichsleiterin
der KGSt, stellte zunächst Dr. Alfred Reichwein, Vertreter des Vorstands der KGSt, mit
wenigen Folien das KSM vor. Er hob hervor, dass die Steuerung einer Kommune eine
unvergleichbar herausfordernde, aber auch besonders schöne Aufgabe sei. Hohe Komplexität bei zunehmender Gleichzeitigkeit von Entwicklungen und Ereignissen erfordern
integrierte Betrachtungsweisen und eine offene konstruktive Zusammenarbeit, um nachhaltig zukunftsfähig zu sein! Soweit ein sinngemäßes Zitat von OB Spec, Ludwigsburg.
Das KSM bietet aus den Erfahrungen mit der Umsetzung des NSM und zahlreichen
neuen Methoden und Perspektiven die komplette Beschreibung kommunaler Governance aus
„„Strukturen und Akteuren (Rollen),
„„Steuerungsprozessen,
„„Steuerungsinstrumenten,
„„Organisationskultur.
Wie gesteuert wird, hängt letztlich von der Persönlichkeit ab: Es kommt auf die
Chefin/den Chef an! Und die Führung verantwortet die Organisationskultur.
22
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Die Podiumsteilnehmer,
ein ehemaliger Bürgermeister,
ein schon lange amtierender
Bürgermeister und ein gerade
neu gewählter Oberbürgermeister kommentierten das
KSM und ergänzten ihre ganz
persönlichen Erfahrungen.
Es begann Rainer Christian Beutel, KGSt®-Vorstand
und ehemaliger Bürgermeister
mit langjährigen Erfahrungen.
Er erinnerte sich an den Beschluss seines damals sehr jungen Verwaltungsvorstands zur
Umsetzung des NSM nach dem KGSt®-FORUM 1993 in Hamburg. Diesem folgte ein
mehrjähriger Reformprozess zu mehr Bürgernähe und Transparenz des Verwaltungshandelns: eine Erfolgsstory. Das KSM sieht er als eine konsequente Weiterentwicklung
des NSM.
Martin Staab, in 2014 gewählter Oberbürgermeister der Stadt Radolfzell hat in
dem KSM eine Vorlage zur Umstrukturierung seiner Verwaltung gefunden. Der KGSt®Geschäftsbereich Beratung hat ihn dabei unterstützt. Die Entwicklung von Führungskompetenz und einer auf Kooperation und Vertrauen ausgerichteten Organisationskultur hat
er noch vor sich.
Unter der Kennung 20140924A0019
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CAF wirkt – Drei Kommunen berichten über ihr
Qualitätsmanagement
1.5
Referenten:
Loes Broekmate, Organisationsberaterin
und CAF-Expertin, freie Trainerin
Marc Buchholz, Dezernent für Familie,
Soziales und Bildung, Stadt Kevelaer
Christine Gebler, Strategisches Qualitätsmanagement/priMA, Stadt Mannheim
Marc Massoth, Leitung Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Grundsatzfragen,
Stadt Walldorf
Christiane Staab, Bürgermeisterin,
Stadt Walldorf
Ruth Trötschkes, Pädagogische Dienste,
Stadt Kevelaer
Hans-Josef Vogel ist langjähriger Bürgermeister der Stadt Arnsberg. Er wies zum
Abschluss der Diskussion darauf hin, dass eine moderne Stadt ohne die Beteiligung und
das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern nicht auskommt. Diesen Ansatz hat er
im NSM vermisst und erfreulicherweise im KSM explizit ausformuliert gefunden. Insoweit
hält er das KSM für den richtigen Entwurf eines kommunalen Steuerungssystems für die
nächsten Jahre, den es allerdings örtlich anzupassen gilt. Dem stimmten auch die Meldungen aus dem Plenum zu. Die KGSt will die Umsetzungsprozesse begleiten und die
gewonnenen Erfahrungen den KGSt®-Mitgliedern zur Verfügung stellen.
D
er flexible Einsatz des Common-Assessment-Framework (CAF) wurde anhand von
verschiedenen Ansätzen aus drei Kommunen unterschiedlicher Größenklassen
vorgestellt.
Christine Gebler aus dem Fachbereich Organisations- und Personalentwicklung der
Stadt Mannheim stellte die Verbindung des CAF zum Veränderungsprozess „Change2“
und zur Gesamtstrategie der Stadt Mannheim dar und berichtete über CAF-Pilotprojekte
mit der Verwaltungsspitze und dem Fachbereich Wirtschafts- und Strukturförderung. Neben verschiedenen Herausforderungen, Nutzenaspekten und Ergebnissen wurde deutlich, dass CAF ein von den Mitarbeitern getragener Prozess ist. Das Motto lautete hierbei:
„Bock auf besser!“.
Von einer anderen Ausgangslage und Zielsetzung geprägt, referierten Marc Buchholz, Dezernent für Familie, Soziales und Bildung und Ruth Trötschkes, Pädagogische
Dienste, von der Stadt Kevelaer über den Einsatz des CAF zur Qualitätsentwicklung im
Jugendamt. Die Jugendämter stehen durch die Neufassung der §§ 79 und 79a SGB VII
vor neuen Anforderungen. In Kevelaer wurde dabei mit CAF der Grundstein für einen
dynamischen, kooperativen und kommunikativen Prozess der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung gelegt.
23
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Bettina Henrichs
0221 37689-42
Bettina.Henrichs@kgst.de
Von der Stadt Walldorf berichtete Bürgermeisterin Christiane Staab und Marc
Massoth, zuständig für Grundsatzangelegenheiten und Wirtschaftsförderung, über die
Erfahrungen einer kleinen Kommune bei der Einführung des CAF. Hierbei wurde deutlich,
dass sich CAF von Organisationsgutachten abgrenzt, die in der Vergangenheit durchgeführt wurden. Die Akzeptanz der Mitarbeiter ist wesentlich größer und der Bezug zu den
Handlungsfeldern Leitbild und Bürgerbeteiligung wird über CAF deutlicher.
Norbert Zucht
0221 37689-22
Norbert.Zucht@kgst.de
Nach den Präsentationen zu verschiedenen Erfahrungen mit CAF in Kommunen endete die Veranstaltung mit einer rhetorischen Frage der Moderatoren an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
Moderation und Kontakt:
Weitere Informationen zum Kommunalen CAF-Zentrum finden Sie im KGSt®Portal (hier klicken).
Wir haben noch ein Frage…
Brauchen Sie CAF?
Die KGSt bietet regelmäßig Weiterbildungsangebote zum Thema Qualitätsmanagement und CAF an:
KGSt®-Lehrgang Qualitätsmanagement
CAF-Seminar
Unter der Kennung 20140923A0089
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
© KGSt® Köln, KGSt ® -FORUM 2014 CAF wirkt, 18. September 2014, Bettina Henrichs & Norbert Zucht
Von der Ressourcenausstattung zur Strategiegestaltung – Organisationsmanagement im Wandel
1.6
Referenten:
Wolfgang Berger, Fachbereichsleiter Personal, Organisation, Ordnung, Sport und
Kultur, Stadt Bergheim
Andreas Feldmann, Leiter der Verwaltungssteuerung, Magistrat der Stadt
Kronberg im Taunus
Dr. Gerhard Mersmann, Leiter Kompetenzzentrum Managemententwicklung,
Stadt Mannheim
Anton Steininger, Leiter der städtischen
Organisationsberatung, Landeshauptstadt
München
Seite 67
O
rganisationsmanagement liegt in der
Verantwortung von Führungskräften
auf jeder Hierarchieebene der Kommunalverwaltungen. Die Gestaltung von Prozessen und
Strukturen hat zum Ziel, die Wirksamkeit und
Wirtschaftlichkeit kommunaler Leistungen zu
steigern. Das war das Fazit der Veranstaltung
„Von der Ressourcenausstattung zur Strategiegestaltung – Organisationsmanagement
im Wandel“, für die sich trotz früher Stunde
rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
des KGSt®-FORUMS interessierten.
Bei einem HSK-Bitter und einem StrategieSlush diskutierten Wolfgang Berger, Andreas Feldmann, Dr. Gerhard Mersmann und
Anton Steiniger unter der Moderation von
Ines Hansen und Hortense Klein unter anderem über die Frage, vor welchen Herausforderungen das Organisationsmanagement
steht, vor allem angesichts knapper Kassen,
der technologischen Entwicklung und gestiegener Erwartungen an die Wirkungen von
Im Bild (von links) Wolfgang Berger, Anton
Steininger, Andreas Feldmann, Dr. Gerhard Mersmann mit Ines Hansen.
24
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Moderation und Kontakt:
Ines Hansen
0221 37689-48
Ines.Hansen@kgst.de
Hortense Klein
0221 37689-56
Hortense.Klein@kgst.de
1_2014
kommunalen Leistungen. Hervorgehoben wurde, dass eine Vernetzung von Organisationsmanagement mit dem Personal- und IT-Management unabdingbar für den Erfolg
ist, unabhängig von den jeweiligen Aufgaben von Organisationsmanagement, seien es
Prozessoptimierungen oder aufbauorganisatorische Maßnahmen.
Damit Führungskräfte ihrer Managementverantwortung gerecht werden können, ist
es sinnvoll, dass sie sich von Organisations-Experten beraten und unterstützen lassen.
Hier sind je nach Größe der Kommune oder Steuerungsphilosophie unterschiedliche
Organisationsmodelle denkbar.
Zur Veranstaltung 1.6 gibt es keine Präsentationsfolien.
Eine Frage der Perspektive
– Veranstaltungsmanagement in 360°
1.9
Mitwirkende:
Bernhard Pfleger, Stadt München
(Baureferat)
Engelbert Schmitz, Rhein-Erft-Kreis
(Kulturreferat)
Peter Zimmermann, Stadt Köln
(Berufsfeuerwehr)
Ines Hansen, Katja Weisel, Eva Levai,
Stefan Jordans (KGSt)
A
uf eine etwas andere Art und
Weise und mit viel schauspielerischem Engagement wurden in
dieser „Stadtfest“-Veranstaltung
den Besucherinnen und Besuchern die Herausforderungen und
Chancen eines strategischen Veranstaltungsmanagements näher
gebracht.
Das begann ganz praktisch
mit einer Einlasskontrolle durch
Security-Mitarbeiter (Eva Levai
und Stefan Jordans) mit einem
Hinweis auf das Glasflaschenverbot. Dann konnten die Besucher Im Bild: Bernhard Pfleger in seiner Rolle als „Pressesprecher“
auf Bierbänken sitzend zwei über- mit „Security Mitarbeiterin“ Eva Levai.
arbeitete Stadtfestorganisatorinnen (Ines Hansen und Katja Weisel) beobachten, die sich
darüber unterhielten, wie viel Arbeit in einer solchen Veranstaltung steckt und dass die
Vielzahl von Beteiligten viel zu selten und in der Regel viel zu spät miteinander sprechen.
Das sollte das Stichwort für die erste Perspektive sein: Bernhard Pfleger spielte den
resoluten Pressesprecher „seiner“ Oberbürgermeisterin und zugleich Projektleiter des
Stadtfestes, dessen einziges Ziel eine gute „Publicity“ seiner Chefin ist.
25
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Kontakt:
Ines Hansen
0221 37689-48
Ines.Hansen@kgst.de
Katja Weisel
0221 37689-28
Katja.Weisel@kgst.de
Ganz aktuell ist zu diesem Thema der
KGSt®-Bericht 17/2014 „Strategisches
Veranstaltungsmanagement in Kommunen“ erschienen. KGSt®-Mitgliedern
können ihn auf www.kgst.de unter der
Kennung 20140923A0014 kostenfrei
abrufen (hier klicken).
Unter der Kennung 20140925A0056
oder durch Klick auf den Link können
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Zukunftsfähige kommunale
Rechnungsprüfung
2.1
Referenten:
Prof. Dr. Karl-Heinz Binus, Präsident,
Sächsischer Rechnungshof
Dr. Christian Erdmann, Leiter Rechnungsprüfungsamt, Landeshauptstadt Potsdam
Dr. Marc Hansmann, Stadtkämmerer,
Landeshauptstadt Hannover
Jürgen Matz, Leiter der Abteilung Überörtliche Kommunalprüfung, Thüringer
Rechnungshof
Hans-Dieter Wieden, Leiter des Revisionsamtes, Stadt Frankfurt / M.
Moderation und Kontakt:
Manfred Pook
0221 37689-41
Manfred.Pook@kgst.de
1_2014
Das konnte die zweite Perspektive, Engelbert Schmitz als kunstliebender Kulturleiter, so natürlich nicht
stehen lassen. Sein Credo lautete:
Bürgermeister und Landräte kommen und gehen, Kultur bleibt! Ein gutes Bühnenprogramm ist alles für ein
Stadtfest.
Darüber wiederum konnte die dritte Perspektive, Peter Zimmermann Engelbert Schmitz vertritt in der Stadtfest Veranstaltung
als engagierter Feuerwehrmann, nur den Standpunkt des kunstliebenden Kulturleiters.
müde lächeln. Ja ja, und wo bleibt bei dem Ganzen wieder die Sicherheit? Da wird munter geplant und geplant und an die Risiken will niemand denken…
Diese kontroversen Standpunkte griffen die Organisatorinnen ihrerseits auf und
fragten, wie man das nur erfolgreich managen soll? Die Antwort folgte prompt: durch
einen strategischen Blick auf Veranstaltungsmanagement. Was dazu gehört, zeigten die
beiden nachfolgend anhand verschiedener Beispiele auf, und schlossen mit der Empfehlung, alle Beteiligten frühzeitig an einen Tisch zu holen.
Dem stimmten die drei übrigen Perspektiven zu und zeigten sich in einem zweiten
Durchlauf versöhnlich und konstruktiv. Zu einem erfolgreichen Stadtfest gehört eben die
Verwaltungschefin und die Kultur und die Sicherheit – ohne Wenn und Aber.
Zum Abschluss durfte dann ein Feuerwerk mit Musik und bunten Lichteffekten im
Publikum natürlich nicht fehlen.
D
ie Frage nach der Charakteristik einer leistungsfähigen kommunalen Rechnungsprüfung hat in den letzten Jahren deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen
als zuvor. Stadtkämmerer Dr. Marc Hansmann stellte seine Erwartungen als „Geprüfter“
bzw. „Kunde“ der Rechnungsprüfung dar: Unterstützung bei der betriebswirtschaftlichen
Orientierung mittels verwaltungsinterner Vergleiche, Standortbestimmung städtischer
Aktivitäten im Vergleich mit anderen Kommunen und eine an Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit orientierte Aussagekraft der Prüfung.
Dr. Christian Erdmann ging auf die aktuelle Situation der Rechnungsprüfung ein:
das (neue) Haushalts- und Rechnungswesen schafft veränderte Grundlagen der Prüfung,
der Wettbewerb mit Wirtschaftsprüfern stellt die Rechnungsprüfung vor Herausforderungen. Die risikoorientierte Prüfungsplanung und -durchführung bieten Lösungsmöglichkeiten.
Hans-Dieter Wieden schilderte den Veränderungsprozess des Revisionsamtes der Stadt Frankfurt/Main. Ziel ist, die Wirkung der Revision zu
verbessern und die Revision als wichtiges Element der Führungsunterstützung zu etablieren. Dazu gehört beispielsweise, moderne Prüfmethoden
verstärkt einzusetzen.
Jürgen Matz ging aus Sicht der überörtlichen Prüfung auf Voraussetzungen für eine leistungsfähige örtliche Rechnungsprüfung ein: klare
Abgrenzung der Aufgaben Controlling/Interne Revision und ein besseres
Zusammenwirken von Aufsichts- und Prüfbehörden sind wichtige Bedingungen.
26
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Unter der Kennung 20140924A0209
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Transparente Haushalte –
Haushaltsreform
in Österreich
1_2014
Prof. Dr. Karl-Heinz Binus ging auf neue Konfliktlinien und Herausforderungen ein: Konsolidierung mit Stellenabbau und Nachwuchsförderung,
ex ante-Beratung und ex post-Prüfung, IKS der Prüfung, Peer Review. Die
Podiumsdiskussion und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer griffen die
Frage auf, inwieweit eine Führungsunterstützung notwendig, aber auch
von der Führung nachgefragt wird und welches Leistungsprofil die örtliche
Rechnungsprüfung dazu im Vergleich zu Wirtschaftsprüfern entwickeln kann.
I
2.4
n Österreich finden mehrere Reformentwicklungen parallel statt. Die Haushaltsrechtsreform auf Bundesebene geht einher mit einer Haushaltsrechtsreform auf der Ebene
der Länder und der Kommunen, für deren Umsetzung die Eckpunkte seit März 2014
vorliegen und aktuell diskutiert werden. Gleichzeitig hat das KDZ mit weiteren Partnern
auf kommunaler Ebene eine Transparenzoffensive ausgelöst, um Informationen des
Haushalts für die Öffentlichkeit lesbar und verständlich darzustellen.
Referenten:
Mag. Peter Biwald, Geschäftsführer,
KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung,
Wien
Jochen Höfferer, Beauftragter für Open
Government Data, Stadt Salzburg
Mag. Axel Maurer, Finanzdirektor,
Stadt Salzburg
Mag. Peter Biwald, Geschäftsführer des KDZ Wien, ging zunächst
auf die Haushaltsrechtsreform ein. Auf der Ebene des Bundes soll die betriebswirtschaftliche Dimension stärker als bisher berücksichtigt werden,
eine Vermögenserfassung flächendeckend erfolgen und eine Aussage zur
Wirkung öffentlicher Aktivität systematisch im Haushalt abgebildet werden.
Das Konzept für die kommunale Ebene folgt diesen Grundgedanken im
Wesentlichen: eine integrierte Ergebnis-, Finanzierungs- und Vermögensrechnung wird
in Verbindung mit dem Grundsatz der Wirkungsorientierung Grundlage für das kommunale Haushalts- und Rechnungswesen sein.
Moderation und Kontakt:
Manfred Pook
0221 37689-41
Manfred.Pook@kgst.de
Das Projekt „Transparente Haushalte“ verfolgt das Ziel,
kommunale Haushalte lesbar und einer breiten Öffentlichkeit
im Internet zugänglich zu machen. Das Gesamtvolumen des
Haushalts wird in Politikfelder, Leistungsbereiche und Produkte aufgeteilt und grafisch dargestellt, dazu werden Kennzahlen angeboten: „Wohin fließt der Steuereuro?“, basierend auf
Mag. Axel
Jochen
Maurer
Höfferer
1.000 Euro Steuereinnahmen (siehe www.offenerhaushalt.at).
Derzeit beteiligen sich 654 Gemeinden an diesem Projekt. Mag. Axel Maurer und
Jochen Höfferer stellten die Beteiligung der Stadt Salzburg an dieser Transparenzoffensive dar:
„„Salzburg war die erste Gemeinde, die ihre Daten bereitstellte;
„„Die Weiterentwicklung von www.offenerhaushalt.at erfolgt in engem Austausch mit
der Stadt Salzburg
Unter der Kennung 20140925A0089
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Davon ausgehend wurden unter dem Grundgedanken von Open Government
Data etliche Aktivitäten umgesetzt bzw. projektiert, welche die Information der Bürger
und die Bürgerbeteiligung deutlich forcieren: Livestream der öffentlichen Politiksitzungen, geodatenbasierte Serviceangebote der Kommune, Budgetschätzspiel, Subventions-Transparenz oder internetbasierte Bürger-Kommunikation. Die umgesetzten und
geplanten Projekte haben zu einem Kulturwandel und neuen Selbstverständnis der
Verwaltung geführt.
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KGSt®-Journal Sonderausgabe
Portfoliomanagement für
kommunale Immobilien –
Für Kommunen JEDER
Größe unverzichtbar
1_2014
A
ufbauend auf dem KGSt®-Bericht 2/2013 beschäftigte sich diese Veranstaltung mit
Teilaspekten des Themas unter dem Blickwinkel unterschiedlich großer Kommunen:
2.5
Referenten:
Brunhilde Frye-Grunwald, Abteilungsleiterin, Eigenbetrieb Gebäudemanagement,
Einkauf und Logistik, Stadt Salzgitter
Joachim Teschke, Kämmerer, Stadt
Bargteheide
Moderation und Kontakt:
Elke Grossenbacher, 0221 37689-57
Elke.Grossenbacher@kgst.de
Unter der Kennung 20141016A0022
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Entschuldungshilfen der
Länder und nachhaltige
Konsolidierung –
Passt das zusammen?
2.8
Referenten:
Dr. Jürgen Barthel, Stadtkämmerer,
Stadt Kassel
Werner Haßenkamp, Präsident, Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen
Prof. Dr. Gunnar Schwarting, Geschäftsführer a. D., Städtetag Rheinland-Pfalz
Moderation und Kontakt:
Manfred Pook
0221 37689-41
Manfred.Pook@kgst.de
Unter der Kennung 20140924A0221
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Brunhilde
Joachim
Frye-Grunwald Teschke
Brunhilde Frye-Grunwald, Leiterin der kfm. Dienste im
Gebäudemanagement der Stadt Salzgitter (Rd. 105.000 EW,
176 Liegenschaften mit rd. 427.000 qm BGF) und Joachim
Teschke, Stadtkämmerer und Leiter Finanzen und Gebäudemanagement der Stadt Bargteheide (Rd. 16.500 EW, 47
Liegenschaften mit 43.785 qm BGF) arbeiteten Unterschiede
und Gemeinsamkeiten heraus.
Unterschiede bestehen beispielsweise in der Herangehensweise der Datenhaltung:
Wo bei der kleinen Stadt durchaus ein Tabellenkalkulationsprogramm ausreichend ist
und Datenquellen überschaubar sind wie auch recht pragmatisch erschlossen werden
können, erfordert ein größerer Gebäudebestand eine Spezialsoftware sowie mehr Aufwand beim Zusammentragen der Daten.
Gleichermaßen wichtig sind in Kommunen aller Größen die „Rückendeckung von
oben“ bei der Einführung von Immobilienportfolio, die Notwendigkeit klar definierter
Ziele, Schnittstellen und Strukturen. Insbesondere wurde in der Veranstaltung klar, dass
es keine Frage der Einwohnerzahl ist, Kommunen jeder Größenklasse müssen ihre Gebäudebestände nicht nur verwalten und bewirtschaften, sondern auch deren Zusammensetzung aktiv und nachhaltig gestalten.
H
aushaltskonsolidierung hat sich als Dauerthema im Spektrum wichtiger kommunalpolitischer Themen etabliert. Neu in der kommunalen Praxis sind die Entschuldungsprogramme der Länder. Mit den Referenten waren in der Veranstaltung die Programme
von Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz präsent.
Dr. Jürgen Barthel stellte die Konsolidierung der Stadt
Kassel dar: der Mittelwert der in 2009/2010 bestehenden
Verbindlichkeiten betrug rund 571 Mio. Euro, die Entschuldungshilfe des Landes Hessen unterstützt die Stadt Kassel mit
rund 260 Mio. Euro. Es ist ein Abbaupfad der Verschuldung
vereinbart, der nach Plan in 2018/2019 erstmals zu einem
Werner
HaßenDr. Jürgen
kamp
Barthel
Haushaltsüberschuss führen soll. Die Entschuldung erfolgt
bisher plangemäß. Werner Haßenkamp ging auf den Stärkungspakt Nordrhein-Westfalen ein: Ziel ist der nachhaltige Haushaltsausgleich, Erfahrungen zeigen bisher: Günstige
Planungsdaten unterstützen die Sanierung, die Abgabenlast steigt in Stärkungspaktkommunen überproportional, eine neue Sanierungskultur kann beobachtet werden, der Anstieg der Kassenkredite ist gebremst, ein nachhaltiger Umbau der Leistungskommune ist
aber noch nicht festzustellen.
Prof. Dr. Gunnar Schwarting informierte über die Entschuldungshilfen
in Rheinland-Pfalz: Die Kassenkredite zu Ende 2009 wurden als Maßstab
gewählt, die Entschuldungshilfen haben eine Laufzeit von 15 Jahren, die
Steigerung der Erträge spielt auf der Maßnahmenseite bisher eine große
Rolle, einzelne Verwaltungen versuchen, mit Haushaltskommissionen und
Mitarbeiterbeteiligung den Entschuldungspfad zu stabilisieren.
Die anschließende Podiumsdiskussion und die Diskussion mit den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern zeigten deutlich, dass die Programme hilfreich sind, aber das Ziel einer
dauerhaften und nachhaltigen Konsolidierung zusätzliche und weitere Veränderungen
und Maßnahmen zwingend erfordert, darüber hinaus wurden Erfolgsfaktoren der Konsolidierung diskutiert.
28
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Führungsinformationssysteme und Controlling in
Kommunen
3.1
W
ie können Kommunen gesteuert werden? Was müssen die kommunalen Führungskräfte dazu wissen? Warum braucht man eine
kommunale Strategie? Albert Geiger berichtete über den Weg der Stadt
Ludwigsburg, ein Führungsinformationssystem bereitzustellen, das tatsächlich für Entscheidungen in Ludwigsburg herangezogen wird.
Albert Geiger
Referent:
Albert Geiger
Leitung Referat Nachhaltige Stadtentwicklung, Stadt Ludwigsburg
Moderation und Kontakt:
1_2014
Thomas Grieger
0221 37689-50
Thomas.Grieger@kgst.de
Zunächst sollte Klarheit über die strategische Ausrichtung der Kommune geschaffen
werden. Dabei können viele Stadtakteure über die Politik und Verwaltung hinaus eingebunden werden. Nachdem in Ludwigsburg konkrete strategische Ziele für 11 Themenfelder definiert waren, wurden operative Maßnahmen für die Zielerreichung geplant, die
sich fachthemenübergreifend in der gesamten Verwaltung in der Umsetzung befinden.
Gleichzeitig hat man die Verwaltungsstruktur im Zuge dieses Masterplans angepasst,
um eine stärkere Ausrichtung auf die Umsetzung der Maßnahmen zu erreichen. Dazu
wurde ein Referat „Nachhaltige Stadtentwicklung“ eingerichtet, das die organisationsübergreifende Umsetzung der Masterpläne matrixartig befördert. Zurzeit werden die
Masterpläne und die Maßnahmen in ein Informationssystem überführt, das vereinfacht
einen schnellen Überblick über Verantwortlichkeiten, Projekt- und Budgetstände geben
kann. Die Abrufbarkeit der Informationen über eine Smartphone-App wird angestrebt.
Zuletzt wurde das Plenum mit verschiedenen Fragen zu den eigenen örtlichen Führungsinformationssystemen in die Forum-Diskussion einbezogen.
Unter der Kennung 20140929A0018
oder durch Klick auf den Link können
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Arbeitgeber Kommune Das unbekannte Wesen?
Mit Personalmarketing zur
erfolgreichen Personalgewinnung
3.2
Referenten:
Jörg Buckmann, Leiter Personalmanagement, Verkehrsbetriebe Zürich
Stefan Döring, Personal- und Organisationsreferat, Landeshauptstadt München
I
mmer mehr Kommunen klagen darüber, dass es zunehmend schwieriger wird, Fachund Führungskräfte zu gewinnen. Dies führt zu einem Bewerbermarkt, in dem sich
Arbeitgeber bei den besten Kandidatinnen und Kandidaten „bewerben“.
„Was erwartet meine Zielgruppe und was biete ich als Arbeitgeber?“, „Welchen Ruf
habe ich und wie erreiche ich potenzielle Bewerberinnen und Bewerber?“ sind Fragen,
die ein professionelles Personalmarketing beantworten muss. Ausgehend von einer
Analyse über die Formulierung einer Arbeitgebermarke bis hin zum Controlling bedarf
es eines strategischen Prozesses.
Zwei attraktive Arbeitgeber, die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) und die Landeshauptstadt München stellten ihre Strategie und ihre umfangreichen Aktivitäten zum Personalmarketing vor.
29
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Moderation und Kontakt:
Heike Krutoff
0221 37689-21
Heike.Krutoff@kgst.de
1_2014
Jörg Buckmann von den VBZ setzt auf innovative Kampagnen über
Plakataktionen, Kinospots oder Radiowerbung. Frechmutige Aktionen sollen das Image verbessern und Personal gewinnen. Dabei sprechen die VBZ
auch Quereinsteigerinnen an, z. B. aufgeweckte Bäckerinnen, flinke Kellnerinnen oder Coiffeusen. Die Chefinnen und Chefs bewerben sich persönlich
bei den Bewerberinnen und Bewerbern über zahlreiche Jobvideos (siehe
www.vbz.ch). Sein Tipp: „Frechmut lohnt sich. Und: Verwechseln Sie Seriosität nicht mit
Langeweile.“
Stefan Döring von der Landeshauptstadt München hört von vielen potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern „Ach, bei euch kann ich auch arbeiten?“. Ziel ist daher, als Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Den Fokus
setzt er auf eine attraktive Arbeitgebermarke und vielfältige Kanäle der Ansprache potenzieller Zielgruppen. Immer wichtiger wird hierbei das Internet
über Online-Recruiting bis hin zur professionellen Nutzung von Social Media.
Unter der Kennung 20140923A0069
oder durch Klick auf den Link können
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Welche Schlüsselkompetenzen braucht die Verwaltung der Zukunft?
3.3
Referenten:
Gunter Czisch, Erster Bürgermeister,
Stadt Ulm
Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill, Deutsche
Universität für Verwaltungswissenschaften
Speyer
Moderation und Kontakt:
Heike Krutoff
0221 37689-21
Heike.Krutoff@kgst.de
M
it 430 Teilnehmern war dies die am stärksten nachgefragte Fachveranstaltung des
KGSt®- FORUMS. Zukunftsfähige Kommunen stellen sich auf wachsende Komplexität, Unsicherheit und Turbulenzen bei sich immer schneller ändernden Rahmenbedingungen ein. Die Arbeit in Netzwerken nimmt zu, das Internet verändert die Arbeitswelt.
Reichen die klassischen Kernkompetenzen der Belegschaft dazu noch aus oder bedarf es
stärker dynamischer Kompetenzen, um den ständigen Wandel zu bewältigen? Welche
Kompetenzen sind notwendig? Wie verändert sich Lernen und welche Auswirkungen
hat dies auf die Personalentwicklung der Zukunft? Diese Fragen wurden aus der Perspektive der Wissenschaft und der Praxis betrachtet.
Prof. Dr. Hermann Hill von der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer stellte vor allem die dynamischen Kompetenzen als Schlüsselkompetenz
heraus. Damit meint er die Fähigkeit, „interne und externe Einflüsse zu integrieren, vorhandene Kompetenzen auszubauen, weiter zu entwickeln und neu zu gestalten, um
schnell wechselnden Umwelten gerecht zu werden“. Nach Hill reicht es nicht, nur über
Kompetenzen zu verfügen. Vielmehr ist es wichtig, sie auch anzuwenden bzw. sie in
praktische Handlungen umzusetzen!
Erster Bürgermeister Gunter Czisch aus Ulm weist darauf hin, dass
grundsätzliche Schlüsselkompetenzen wegen der gestiegenen Ganzheitlichkeit und Komplexität in der jeweiligen Verwaltung individualisiert und
konkretisiert werden müssen. Es bedarf einer Orchestrierung, weil jede
Stadt anders „tickt“. Langfristig Denken und konsequentes Tun erfordert:
Übersetzen der Herausforderungen der Stadtpolitik auf die Personalpolitik.
Personalpolitik ist dann erfolgreich,
■ wenn die Beschäftigten gemeinsam für Ihre Stadt arbeiten!
■ wenn sie die Vielfalt und die Entwicklungen der Stadtgesellschaften
annimmt, nachvollzieht und übersetzt
■ wenn sie nicht getrennt sondern im System betrachtet wird
■ wenn sie erkennt, dass Schlüsselkompetenzen nur begrenzt "gekauft"
werden können, sondern gefunden und gefördert werden müssen.
■ Wenn sie nicht nur in schönen Papieren steht.
Unter der Kennung 20140923A0113
oder durch Klick auf den Link können
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■ wenn sie nicht nur Kopf sondern auch Bauch ist (keine
Verwissenschaftlichung, kein Zeugnisfetisch,...)
■ wenn die Orchestrierung die „Kunst“ ist.
■ (...)
© KGSt® Köln, KGSt ® -FORUM 2014 Titel der Präsentation, Datum, Name (Zu ändern über > Einfügen > Kopf- und Fußzeile)
26
30
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Strategische Haushaltskonsolidierung – Aus unterschiedlichen Erfahrungen
der Praxis lernen
3.4
Referenten:
Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Beigeordneter, Landeshauptstadt Düsseldorf
Dr. Daniel Rapp, Oberbürgermeister,
Stadt Ravensburg
Moderation und Kontakt:
Klaudia Wergen
0221 37689-62
Klaudia.Wergen@kgst.de
Norbert Zucht
0221 37689-22
Norbert.Zucht@kgst.de
1_2014
H
äufig entfalten Konsolidierungskonzepte in der Praxis nicht die gewünschte Wirkung. Es existiert ein Bündel von Maßnahmen - und was dann?
„„Wie lassen sich die Ziele der Kommune mit den Konsolidierungszielen verknüpfen?
„„Wie werden Maßnahmenvorschläge und deren Umsetzung kommuniziert?
„„Wann und wie sollen Bürgerinnen und Bürger sowie die Politik einbezogen werden?
„„Gibt es Erfolgsfaktoren, wenn ja, welche sind das?
Über diese und weitere Fragestellungen referierten Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke,
Landeshauptstadt Düsseldorf und Dr. Daniel Rapp, Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg.
Die Referenten
Oberbürgermeister
Dr. Daniel Rapp
Beigeordneter
Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke
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Stadt Ravensburg
Baden-Württemberg
Größenklasse 4 (ca. 50.000 EW)
Ca. 700 Bedienstete
Haushaltssituation:
– Oberzentrum mit Orientierung an
Metropolregion München
– „Standards“ in der Aufgabenerledigung über
dem Durschnitt Baden-Württembergs
– Haushaltsvolumen beträgt ca. 170 Mio. €
– 2010: keine Genehmigung des Haushalts
Landeshauptstadt Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Größenklasse 1 (ca. 600.000 EW)
Ca. 9.500 Beschäftigte
Haushaltssituation:
– Landeshauptstadt mit sehr hoher
Wirtschaftskraft
– Setzt hohe „Standards“ in NordrheinWestfalen
– Haushaltsvolumen: Rund 2,5 Mrd. Euro
– Wirtschaftlich schuldenfrei
© KGSt® Köln, KGSt ® -FORUM 2014 Strategische Haushaltskonsolidierung, 17. September 2014, Klaudia Wergen und Norbert Zucht
7
Beide Kommunen sind wirtschaftsstarke Standorte. Für die Konsolidierungsprozesse
in Ravensburg und Düsseldorf bedeutet dies, dass die Einnahmeseite eine geringere
Herausforderung darstellt, als hohe „Standards“ und damit verbundene Erwartungen der
Bürger und der Politik. Es wurde jedoch deutlich, dass Konsolidierung auch bzw. insbesondere aufgrund dieser Ausgangslage notwendig ist, um politische Handlungs- und
Gestaltungsspielräume zu erhalten.
In Ravensburg lautet die „Kernfrage“: Was für eine Stadt willst Du sein?“ Bei den
Konsolidierungsmaßnahmen wird dabei auf Komptabilität zu den strategischen Schwerpunkten der Stadt geachtet, um die Bevölkerung am Standort Ravensburg und die Unternehmen mit ihrem Firmensitz zu halten bzw. zu erhöhen.
Unter der Kennung 20140923A00104
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In der Landeshauptstadt Düsseldorf wird ein Ansatz zur Budgeteinhaltung gewählt,
der zentral gesteuert und von dezentralen Priorisierungen und Aufgabenanpassungen
begleitet wird. Dabei wird insbesondere auf Maßnahmen der Organisationsentwicklung,
des Personal- und des Gesundheitsmanagements gesetzt.
31
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Psychische Belastungen:
Wie können Kommunalverwaltungen damit umgehen?
3.5
Referentinnen:
Sabine Can, Personal- und Organisationsreferat, Betriebliches Gesundheitsmanagement, LH München
Ina Voigt, Leiterin der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen e.V.
Moderation und Kontakt:
Elke R. Holzrichter
0221 37689-23
Elke.Holzrichter@kgst.de
1_2014
M
ehr als dreihundert Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren in dieser Veranstaltung. Die Veranstaltung war so aufgebaut, dass zunächst die Definitionen und
die Wirkungszusammenhänge von Belastung, Beanspruchung, Stress und psychischer
Gesundheit von Ina Voigt eingebracht wurden, dann von Elke R. Holzrichter der Kontext zum KGSt®-Bericht „Förderung der psychischen Gesundheit“ (erscheint Ende 2014)
hergestellt wurde und anschließend Sabine Can am Beispiel der LH München aufzeigte,
wie der Prozess zur Förderung der psychischen Gesundheit aussehen kann.
Der Gesetzgeber hat am 20.09.2013 den Begriff „Psychische Belastungen“ in das
Arbeitsschutzgesetz aufgenommen. Das hat konkrete Auswirkungen: Jeder Arbeitgeber
muss sich nicht nur generell mit dem Thema auseinandersetzen, sondern darüber hinaus
muss er psychische Belastungsfaktoren in die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung einbeziehen. In der Gefährdungsbeurteilung werden die Belastungen
am Arbeitsplatz erfasst, also beispielsweise Zeitdruck, Arbeitsunterbrechungen etc. Erfasst
wird nicht, in welchem Ausmaß der Einzelne sich dadurch beansprucht fühlt. Dazu werden
in einigen Kommunen bereits bestimmte Analyse- und Befragungsinstrumente eingesetzt.
Die Ergebnisse der Befragungen zeigen, wo strukturell Verbesserungsbedarfe liegen.
Der Begriff „psychische Erkrankung“ umfasst verschiedene Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Schweregraden. Die häufigsten psychischen Störungen sind Angststörungen, Depressionen und Suchterkrankungen. Da die Häufigkeit und damit auch die
Kosten psychischer Erkrankungen in den letzten zehn Jahren stark gestiegen sind, ist es
zwingend notwendig, dass sich Kommunen mit diesem Problem beschäftigen.
Die Prävention zur Förderung der psychischen Gesundheit muss eine deutlich größere Rolle zukommen. Sie muss im Rahmen der Personal- und Organisationsentwicklung,
als Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements, die Stellschrauben zur Erhaltung
der Arbeitsfähigkeit nutzen.
Stellschrauben zur Förderung der
psychischen Gesundheit
© KGSt® Köln, KGSt ® -FORUM 2014 Psychische Belastungen/Can/Voigt/Holzrichter
20
Wie bei allen Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen haben die Führungskräfte auch bei der Förderung der psychischen Gesundheit eine Schlüsselrolle.
Sabine Can zeigt am Beispiel der LH München auf, wie der Prozess zur Förderung
der psychischen Gesundheit aussehen kann Für ihre mehr als 32.000 Beschäftigten an
über 700 Standorten in zwölf Referaten und sechs Eigenbetrieben hat die Stadt München – größte Kommunalverwaltung deutschlandweit – bereits 2003 ein Betriebliches
Gesundheitsmanagement entwickelt, das flächendeckend greift.
Unter der Kennung 20140924A0025
oder durch Klick auf den Link können
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Die stadtweite Verankerung wird über die Führungskräfte, den Aufbau qualifizierter,
dezentraler Koordinatorinnen und Koordinatoren für Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement und eine gute Vernetzung aller gesundheitsrelevanten Akteure vorange-
32
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
trieben. Als wissenschaftlich fundiertes Ansatzmodell, um Arbeitsfähigkeit und Gesundheit zu erhalten und zu fördern, dient das Konzept der Arbeitsfähigkeit. Dabei hat sich
der Work-Ability-Index als wichtige Kennzahl etabliert.
B
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Als zentrale Unterstützung – unter anderem zur Erstellung der psychischen Gefährdungsbeurteilung – wurde im August 2012 ein Leitfaden zur praktischen Umsetzung
des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bei der Landeshauptstadt München veröffentlicht. Hierin sind konkrete Handlungshilfen und Checklisten enthalten, um der gesetzlichen Verantwortung vor Ort nachkommen zu können. Zur Erstellung der psychischen
Gefährdungsbeurteilung hat München in dem genannten Leitfaden drei mögliche Wege
beschrieben. Die Identifizierung von Belastungen und Stressfaktoren ist ebenso wesentlicher Bestandteil aller drei Verfahren wie das Festlegen und Umsetzen von Maßnahmen
zu ihrer Minimierung und Beseitigung.
Trendveranstaltung Resilienz: Widerstandskraft in
Zeiten stetigen Wandels –
Hohe Belastung gut
managen
3.7
Referenten:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann,
Geschäftsführer, KJ. Beckmann:ProStadt
Sylvia Wellensiek, Geschäftsführerin der
H.B.T. Akademie in Fischen am Ammersee
E
inige provozierende Statements unter Schwarzlicht markierten den Auftakt der Trendveranstaltung:
„„Was ist so neu an Resilienz?
„„Resilienz – wieder eine neue Sau durchs Dorf treiben?
„„Resilienz wofür oder wogegen?
„„Sind resiliente Kommunen sichere Kommunen?
„„Mit Resilienz gewappnet gegen alles?
„„Resilienz als Allheilmittel?
Das Thema Resilienz scheint für die Vertretungen der kommunalen Familie relevant
zu sein, denn über 160 Teilnehmende wollten dazu die Standpunkte der beiden Experten Silvia Wellensiek und Prof. Klaus. J. Beckmann hören. Wenn so viele Menschen
gemeinsam in einem Raum zusammensitzen, dann gibt es sicher ebenso viele unterschiedliche Begriffsdefinitionen von Resilienz.
Das ist mit Resilienz gemeint: Die Fähigkeit, unvorhergesehene Schlüsselsituationen,
Turbulenzen und Stresssituationen zu meistern und gestärkt daraus hervorzugehen, d.h.
auch unter widrigen Umständen „zu gedeihen“, sich gut zu entwickeln – elastisch und
flexibel - biegen statt brechen.
Silvia Wellensiek verfolgt in ihrer Arbeit einen intrapersonellen Ansatz und geht vom
Individuum aus: Nur wenn die Einzelpersonen, die Mitarbeitenden in einer Organisation,
die Fähigkeit haben, resilient zu sein, dann kann die Organisation als Ganzes den ständig
wachsenden Anforderungen standhalten.
33
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Moderation und Kontakt:
Angela Stefan
0221 37689-54
Angela.Stefan@kgst.de
Stephanie Vogel
0221 37689-55
Stephanie.Vogel@kgst.de
1_2014
Es besteht eine direkte Abhängigkeit zwischen der Stärke und Wirksamkeit jedes
Einzelnen und der Resilienzfähigkeit des Unternehmens als Ganzes. Die individuelle Resilienz von Führungskräften und Mitarbeitern wird gestärkt, wenn Unternehmen entsprechende Strukturen und Voraussetzungen entwickeln. Führungskräfte haben bei
der Moderation der Organisationsdynamik einen potentiell großen Einfluss, sowohl in
Richtung weiterer Resignation und innerer Kündigung als auch in Richtung Motivation,
Orientierung und Ermutigung.
Prof. Klaus J. Beckmann beleuchtet in seiner Publikation für das DIFU „Jetzt auch noch
resilient? Anforderungen an die Krisenfestigkeit der Städte“ das Thema Resilienz aus der
noch weitergehenden Perspektive der Stadtentwicklung und des Krisenmanagements.
In einer lebhaften Diskussion mit den Teilnehmenden wurden die unterschiedlichen
Facetten beleuchtet und diskutiert und die Bedeutung des Themas auch für die kommunale Familie deutlich.
Unter der Kennung 20141001A0022
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
EPSAS – Neue Standards
für die Jahresabschlüsse im
öffentlichen Sektor in der
EU?
3.8
Moderation und Kontakt:
Andrea Stertz
0221 37689-40
Andrea.Stertz@kgst.de
V
or dem Hintergrund der Schuldenkrise in Europa ist die Transparenz und Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen in den Mittelpunkt der politischen Steuerung gerückt.
Aus diesem Grund hat die EU-Kommission die Einführung Europäischer Rechnungslegungsgrundsätze – kurz EPSAS – empfohlen. Angestrebt wird so eine Harmonisierung
des Rechnungswesens in den Mitgliedsstaaten der EU.
Zunächst stellte Thomas Müller-Marqués Berger, Mitglied des
IPSAS-Boards und Partner bei Ernst & Young, die aktuelle Entwicklung und Vorgehensweise zur Einführung der EPSAS vor. Für kameral
buchende Einheiten soll bereits 2016 mit der Erstellung einer Eröffnungsbilanz begonnen werden. Ausgangspunkt für die Entwicklung
der EPSAS werden voraussichtlich die IPSAS sein (International Public
Sector Accounting Standards), deren Wahlrechte aber eingeschränkt werden sollen.
34
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Referenten:
Prof. Dr. Berit Adam, Hochschule für
Wirtschaft und Recht in Berlin
Thomas Müller-Marqués Berger, Mitglied des IPSASB, WP/StB und Partner bei
Ernst & Young
Günther Tebbe, Berater, Bertelsmann
Stiftung
Ulrich Rolfsmeyer, Bürgermeister Gemeinde Hiddenhausen
Prof. Dr. Berit Adam von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in
Berlin präsentierte anschließend die Ergebnisse eines Gutachtens zum Vergleich ausgewählter IPSAS mit der kommunalen Doppik, welches von den
kommunalen Spitzenverbänden, der KGSt und der Bertelsmann Stiftung
beauftragt wurde.
Günther Tebbe, tätig für die Bertelsmann Stiftung, unterstrich die Aufgaben der Kommunen und den Beitrag, den
eine periodengerechte Rechnungslegung dazu liefern kann.
Ulrich Rolfsmeyer, Bürgermeister der Gemeinde Hiddenhausen, stellte die Auswirkungen eines Jahresabschlusses nach
Anwendung der IPSAS vor.
Günther Tebbe
Unter der Kennung 20141021A0039
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Herzlich willkommen!
3.9 und 4.2
Referenten 4.2:
Doris Eckert, Sachgebietsleiterin, Welcome Center Dresden, Landeshauptstadt
Dresden
Martin Lauterbach, Referatsleiter, Referat
Grundsatzfragen der Integration / Geschäftsstelle DIK, Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge
Birte Steller, Fachreferentin, Behörde für
Arbeit, Soziales, Familie und Integration,
Freie und Hansestadt Hamburg
Referentin 3.9:
Katharina Hierl, BMWi, Referat VIIB4 /
GIZ
Moderation und Kontakt:
Roland Fischer
0221 37689-957
Roland.Fischer@kgst.de
Unter den Kennungen 20141015A0013
(3.9 – hier klicken) und 20141015A0026
(4.2 – hier klicken) stehen die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal zur Verfügung.
Ulrich Rolfsmeyer
Im Rahmen der Veranstaltung hat sich gezeigt, dass die Anwendung der IPSAS auf
Basis der kommunalen Doppik machbar ist. Der Umstellungsaufwand variiert je nach Gegebenheiten vor Ort. Eine von Eurostat in Auftrag gegebenen Studie zu diesem Thema
wird daher mit Spannung erwartet.
G
leich zwei Veranstaltungen des KGSt®-FORUMS 2014 hatten das Thema Willkommenskultur insbesondere gegenüber internationalen Fachkräften zum Inhalt.
In „Herzlich willkommen – Willkommenskultur in Kommunalverwaltungen“ (4.2) informierten Birte Steller von der Freien und Hansestadt Hamburg sowie Doris Eckert
von der Landeshauptstadt Dresden über die Welcome Center ihrer Städte. Dort können sich Unternehmen und potenzielle Zuwanderer über die Möglichkeiten erkundigen,
in den Städten eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. In ansprechenden Räumlichkeiten
holen Fachkräfte die notwendigen Genehmigungen ein. Zusätzliche Serviceleistungen
wie die Erledigung von Meldeangelegenheiten und die Unterstützung bei den ersten
Schritten in der neuen Heimat (Wohnungssuche, Bankkonto u.ä.) runden das Angebot
der Welcome Center ab.
Martin Lauterbach vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge machte deutlich,
dass die Etablierung einer Willkommenskultur ein bundesweiter Trend ist. Im Modellprojekt „Ausländerbehörden – Willkommensbehörden“ erarbeiten zurzeit 16 Kommunen
aus 10 Bundesländern einen Werkzeugkoffer, der andere bei dieser Entwicklung unterstützten soll. Die Ergebnisse werden bei einem KGSt®-Infotag am 23. Juni 2015 in Essen
vorgestellt.
Diskutiert wurden die Aspekte Willkommenskultur im Kontext der aktuellen Flüchtlingszahlen sowie die Frage, inwieweit Fachkräfte anders behandelt werden sollten als
andere Ausländerinnen und Ausländer.
Katharina Hierl von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
stellte in der Veranstaltung „Make it in Germany – Kommunale Handlungsmöglichkeiten
bei der Akquisition internationaler Fachkräfte“ (3.9) das Willkommensportal make-it-ingermany.com vor, das die GIZ im Rahmen eines Projektes für mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entwickelt hat. In der Veranstaltung diskutierten die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer Übertragungs- und Anwendungsmöglichkeiten für die
Kommunen.
Weitere Informationen:
www.welcome.hamburg.de
www.make-it-in-germany.com
35
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Interne Kontrollsysteme
und Risikofrühwarnung bedeuten Steuerungsgewinn
3.10
Referenten:
Ludger Küstermeier, Fachbereichsleiter
Finanzen, Stadt Hamm
Dirk Stratmann, Abteilungsleiter Schulden-, Vertrags- und Risikomanagement,
Stadt Hamm
Dr. Björn Weiße, Leiter des Ordnungsund Bürgeramtes, Stadt Karlsruhe
1_2014
W
as ist Risikomanagement und wofür kann es eingesetzt werden? Die Antwort findet sich in den Vorträgen zur Optimierung des Risikomanagements in den Städten
Karlsruhe und Hamm.
Dr. Björn Weiße, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes, begleitet den
Optimierungsprozess zum Risikomanagement in der Stadt Karlsruhe. Nach
und nach sollen in allen Fachbereichen Risikobetrachtungen systematisiert
werden. Die Stadt Karlsruhe hat zunächst das kommunale Organisationsziel
„Sicherung des Gemeinwohls“ als Grundlage herangezogen. Welche Ereignisse (= Risiken) können eintreten, dass die Stadt dieses Ziel nicht mehr mit
Erfolg erreichen kann? Im Rahmen von Führungsklausuren wurden Ziele konkretisiert,
Risiken inventarisiert und mithilfe einer Risikomatrix nach Eintrittswahrscheinlichkeit und
Schadensvolumen bewertet.
Bewertung
Bewertung
Moderation und Kontakt:
Thomas Grieger
0221 37689-50
Thomas.Grieger@kgst.de
Zeitraum
In %
Unwahrscheinlich/ nahezu
ausgeschlossen
innerhalb von 6 bis 100 Jahren
< 20%
2
möglich
innerhalb von 3 bis 5 Jahren
20-50%
3
wahrscheinlich
innerhalb von 1 bis 2 Jahren
50-80%
4
nahezu sicher
innerhalb von 1 Jahr
> 80%
TAB-RMRS 4
Leicht
Mittelschwer
Schwer
Existentiell
Keine ärztliche
Behandlung
notw.
Ärztliche
Behandlung
notw.
Dauerhafte Folge
ohne ärztliche
Behandlung
Tod, dauerh. Folge
mit ärztl. Behandlung
Sachschäden
< 50 TSD Euro
50 bis 500 TSD
Euro
500 bis 2.500 TSD
Euro
> 2.500 TSD Euro
Vermögensschäden
< 1 Mio
1 bis 5 Mio
5 bis 10 Mio
> 10 Mio
Umweltschäden
Reparabel mit
max. leichten
sonstigen
Folgen
Reparabel mit
max. mittleren
sonstigen
Folgen
Reparabel mit max.
schweren sonstigen
Folgen
irreparabel oder mit
schwersten sonstigen
Folgen
Pflichtaufgaben
(ohne Schäden)
Kurzfristiger
Ausfall
Längerer
Ausfall
Langer Ausfall (ab
1 Wo)
Dauerhafter Ausfall
(ab 4 Wo)
Strategische Ziele
(ohne Schäden)
< 10%
10-30%
30-50%
> 50%
Reputation
Kurze, lokale
Ausw.
Längere, ggf.
regionale Ausw.
Lange, ggf.
landesweite Ausw.
Dauerhafte, ggf.
bundesweite Ausw.
TAB-RMRS 6
Ludger Küstermeier, Leiter des Amtes für Finanzen
und Steuern in Hamm, und Dirk Stratmann, Abteilungsleiter Schulden- und Vertrags- und Risikomanagement, haben
über den Aufbau des Risikomanagements in Hamm berichtet.
Ausgehend von notwendigen finanziellen KonsolidierungsLudger
Dirk Stratmann zielen und der grundlegenden strategischen Ausrichtung
Küstermeier
wird gemeinsam mit den Dezernats- und Amtscontrollern ein
TOP 11-Berichtswesen aufgebaut, das über die Erreichung von Leistungs- und Ressourcenzielen und insbesondere über die Risikolage umfassend Auskunft gibt.
Mithilfe eines Risikomanagementtools werden in Hamm Schlüsselrisiken erkannt
und wenn es notwendig ist, geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen.
TOP 11-Produkte
Risikoaggregation /
ZENTRALES RISIKOMANAGEMENT
Schlüssel- bzw. Kernrisiken /
Bezeichnung
1
Personenschaden
Stadtämter
Institute
Abteilungen
Controlling
Unter der Kennung 20140929A0020
oder durch Klick auf den Link können
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KRI: Haushaltsrisiken
(einzelne Dezernate)
KRI: Haushaltsrisiken
(Zentrale Finanzen)
KRI: Risiken zum HSP
(Gesamt)
KRI: Haushaltsrisiken
(Personalaufwand)
KRI: Schlüsselrisiken
(einzelne Dezernate)
KRI: Risiken in den
Beteiligungswerten
KRI: Gefährdung von
Zielen / Erfolgsfaktoren
KRI: Chancen- und
Trendpotentiale
Vom IKS zum steuerungsunterstützenden
Risikomanagementsystem
Quantitative Einschätzung
häufig
Schlüsselrisiken
Risiko 1
Risiko 2
Risiko 3
Risiko 4
Risiko 5
Risiko 6
Risiko 7
Risiko 8
sehr wahrscheinlich
denkbar
entfernt
vorstellbar
sehr unwahrscheinlich
5
10
15
20
25
4
8
12
16
20
3
6
9
12
15
2
4
6
8
10
3
4
1
2
bis 50.000 €
bis 500.000 €
(unbedeutend)
(geringfügig)
bis 1.000.000 € bis 5.000.000 €
(kritisch)
(erheblich)
5
ab 5.000.000 €
(schwerwiegend)
Die KGSt hat für die Themen Risikomanagement und IKS ein Forum auf dem KGSt®Portal www.kgst.de eingerichtet. Über folgenden Link können Sie sich als Mitarbeiterin
oder Mitarbeiter einer KGSt®-Mitgliedskommune am interkommunalen Erfahrungsaustausch zu diesen Themen beteiligen: hier klicken
36
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Wie müssen Kommunalverwaltungen aufgestellt sein,
die sich am Leitbild Bürgerkommune ausrichten?
4.1
Referenten:
Otmar Heirich, Oberbürgermeister,
Stadt Nürtingen
Uwe Lübking, Beigeordneter, Deutscher
Städte- und Gemeindebund
Konrad Seigfried, Erster Bürgermeister,
Stadt Ludwigsburg
Hans-Josef Vogel, Bürgermeister,
Stadt Arnsberg
Dr. Alfred Reichwein, KGSt
Kontakt:
1_2014
U
nter der Moderation von Elke R. Holzrichter diskutierten in einer sehr gut besuchten Veranstaltung ein Oberbürgermeister (Otmar Heirich aus Nürtingen), ein 1.
Bürgermeister (Konrad Seigfried aus Ludwigsburg), ein Bürgermeister (Hans-Josef Vogel aus Arnsberg) und ein Beigeordneter (Uwe Lübking vom DStGB) untereinander und
mit dem Plenum, was eine Bürgerkommune ausmacht, wie man sie als Leitbild verfolgt
und welchen Nutzen sie bringt.
Zunächst aber führte Dr. Alfred Reichwein in das Thema ein. Grundlage dafür war
der Bericht „Leitbild Bürgerkommune – Entwicklungschancen und Umsetzungsstrategie“
(3/2014), den eine KGSt®-Arbeitsgruppe in einem intensiven Diskussionsprozess erarbeitet
hat.
Aus einer repräsentativen Umfrage von forsa im Auftrag der KGSt 2013 zitierte er:
„„43 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger sagen: Kommunale Mitsprache-
möglichkeiten sind nicht ausreichend
„„20 Prozent sagen: Ich würde gerne mitwirken und tue es noch nicht
„„86 Prozent sagen: Beteiligung schafft Akzeptanz.
Es gibt schon viel Beteiligung und noch mehr Engagement. Es gibt eine große Gruppe, die Kommunales nicht per se interessant findet. Aber es gibt auch noch ein großes
Reservoir für Engagement und Beteiligung, das gehoben werden kann und rein quantitativ gesehen eine Verdopplung bedeuten würde. Und in einer Bürgerkommune läuft
wegen Akzeptanz vieles konfliktfreier und innovativer.
Konstitutive Bestandteile der Bürgerkommune
Elke R. Holzrichter
0221 37689-23
Elke.Holzrichter@kgst.de
Konstitutive
Bestandteile
der
Bürgerkommune, die Open Government lt. Definition
(inkludiert
Open
Government)
der KGSt einschließt, sind
Beteiligung
Dr. Alfred Reichwein
0221 37689-44
Alfred.Reichwein@kgst.de
Engagement
Die Bürgerkommune
Zusammenarbeit
(in Netzwerken)
Transparenz
In einer Bürgerkommune…
© KGSt® Köln, KGSt ® -FORUM 2014 Bürgerkommune, 17.09.2014, Dr. Alfred Reichwein
7
„„können Bürgerinnen und Bürger darauf vertrauen, dass Politik und Verwaltung ge-
meinsam mit ihnen das Ziel verfolgen, die kommunale Gemeinschaft weiterzuentwickeln.
„„handeln Politik und Verwaltung so, dass Bürgerinnen und Bürger echte Dialogpartner sind. Ihre Meinung und ihr Engagement werden wertgeschätzt, auch wenn sie
eine andere Position vertreten.
„„engagieren sich viele unterschiedliche Menschen ehrenamtlich. Sie tun es für sich. Sie
tun es mit anderen Menschen. Und sie tun es für andere Menschen.
„„Erleben die Akteure ein Wir-Gefühl und fühlen sich als Teil einer Nachbarschaft, eines
Quartiers und als Teil der Kommune.
„Warum unterstützt der deutsche Städte- und Gemeindebund die Entwicklung hin
zu einer Bürgerkommune?“ lautete nach der Einführung die Frage der Moderatorin an
Uwe Lübking. Dieser wies darauf hin, dass auch und besonders in den Klein- und Mittelstädten die Ideen und die Energie der Bürgerinnen und Bürger gebraucht würden, um
attraktiv und zukunftsfähig zu bleiben. Eine Einschätzung, die der DStGB schon seit vielen
Jahren vertrete.
Auf die Frage an Konrad Seigfried, Otmar Heirich und Hans-Josef Vogel: „Was ist
das Besondere in Ihrer Kommune bezogen auf das Leitbild Bürgerkommune?“ mussten
sich alle drei sehr beschränken, weil sie wohl stundenlang dazu hätten berichten können.
37
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Hans-Josef Vogel berichtete unter anderem von einem Projekt, das durch Bürgerengagement freien Internetzugang in der Innenstadt zu sehr geringen Kosten für die
Verwaltung möglich gemacht hat.
In Nürtingen ist die Bürgerkommune inzwischen „alltäglich“ geworden. Man kann
sich, Bürger und Verwaltung, aufeinander verlassen. Die Kultur in der Stadt hat sich verändert.
Unter der Kennung 20140924A0030
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
In Ludwigsburg gibt es ebenfalls eine Kultur der Beteiligung und des damit verbundenen Engagements. Jenseits konkreter Planungsvorhaben werden die relevanten politischen Handlungsfelder in Zukunftskonferenzen mit der Stadtgesellschaft regelmäßig
diskutiert und strategische Ausrichtungen gemeinsam erarbeitet. Die Teilnahme erfolgt
auf Einladung. Sind Bürger mit der Handhabung ihres Anliegens durch die Verwaltung
unzufrieden, werden sie in die passende Zukunftskonferenz eingeladen. Entstehen aus
den Konferenzen konkrete Planungsvorhaben, treffen sie eher auf Zustimmung in der
Bürgerschaft. Das sei der Unterschied, so Konrad Seigfried, zu einer rein anlassorientierten Beteiligung, die nur selten reibungslos abliefe.
Das Plenum hörte aufmerksam zu, als durch die Beiträge der Diskutanten auf dem
Podium das für viele vielleicht noch abstrakte Leitbild „Bürgerkommune“ eine erfreulich
konkrete Gestalt bekommen hatte. Das sah dann auch die zufriedene Moderatorin so!
Reicht die kommunale Öffentlichkeitsarbeit? Kommunale Kommunikation
vor neuen Herausforderungen
K
4.4
Dennis Weilmann zeigte für die Stadt Wolfsburg nach einer Analyse
dieser Situation Lösungsmöglichkeiten auf: Schwerpunkte setzen, im Kommunikationsreferat der Stadt Zuständigkeiten für Themen bilden, mehr
direkte Kontakte zum Bürger aufbauen und dafür eigene Kommunikationskanäle nutzen, dialogische Kommunikation aktivieren, das kommunale
Thema als Ausgangspunkt wählen (nicht das Medium), Verschmelzen von
klassischer Informationskommunikation, Dialogkommunikation und Marketing.
Referenten:
Franz-Reinhard Habbel
Pressesprecher, Deutscher Städte- und
Gemeindebund
Hans-Josef Vogel
Bürgermeister, Stadt Arnsberg
Dennis Weilmann
Leiter Kommunikationsreferat,
Stadt Wolfsburg
Moderation und Kontakt:
Manfred Pook
0221 37689-41
Manfred.Pook@kgst.de
Unter der Kennung 20140925A0096
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ommunale Kommunikation – Kontakt der Verwaltung bzw. der Vertretung mit Bürgerinnen und Bürgern, Medien – öffentlich, halböffentlich oder persönlich, telefonisch oder schriftlich – ist gekennzeichnet durch eine rasch zunehmende Vielgestaltigkeit
der Themen, vor allem aber der Zielgruppen der Kommunikation, der Informationskanäle, der Darstellungsformen. Entwicklungen im Mediensektor sind zu berücksichtigen: Lokalredaktionen stehen unter wirtschaftlichem Erfolgsdruck, Bürgerzeitungen entstehen,
Bürger nutzen Social-Media Angebote.
„Stadt ist Kommunikation“ überschrieb Franz-Reinhard Habbel eine
seiner Folien und schilderte anhand zahlreicher Facetten (z. B. Konvergenz
der Medien, Social Media) aus dem kommunalen Leben die Entwicklung
der digitalisierten Welt mit Auswirkungen auf Verwaltung und Vertretung.
Als Ziel nannte er: Bürger als Co-Produzenten von Verwaltung, Nutzung
aller Medien zum Aufbau/Erhalt lokaler Handlungsfähigkeit – Öffnung der
Black Box Verwaltung, Schaffung offener Kommunikationsräume, Bibliotheken als Hotspots des Wissens.
Bürgermeister Hans-Josef Vogel forderte, das Potential digitaler Medien für die Kommunikation zu aktivieren. „Von außen nach innen“ gedacht
muss der Nutzen für den Bürger in den Vordergrund gestellt werden, ein
neues Kommunikationsmanagement der Verwaltung muss als Entwicklungsprozess verstanden werden, Technikkompetenz und Kommunikationskompetenz sind integrativ zu entwickeln. „Mit „Vielfalt“ vielfältig kommunizieren“ – ein Leitsatz seiner Empfehlungen. Die Verwaltung muss dafür Strukturen
schaffen.
38
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Digitale Bürgerbeteiligung
– Wie sich Partizipation und
Web 2.0 ergänzen
4.7
Referenten:
Silke Abel, E-Government Büro,
Stadt Nürnberg
Dr. Oliver Märker, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter, Zebralog
Moderation und Kontakt:
Andreas Pamp, 0221 37689-25
Andreas.Pamp@kgst.de
Die KGSt hat ein Online-Forum „Digitale Bürgerbeteiligung“ im KGSt®-Portal
eingerichtet. Interessierte sind herzlich
eingeladen Fragen zu stellen und mitzudiskutieren. Nach Log-In in das Portal finden Sie das Forum unter „Meine
Foren“ -> „Offene Foren“. Alternativ
können Sie nach Klicken des Links Ihre
Portal-Log-In-Daten eingeben und das
Forum aufrufen.
Unter der Kennung 20140924A0249
oder durch Klick auf den Link können
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Innovative Ansätze kommunaler Seniorenpolitik
5.1
Referenten:
Dr. Elke Olbermann
Forschungsgesellschaft für Gerontologie
e.V.
Martin Polenz
Projektleiter der Fachstelle „Zukunft Alter“,
Stadt Arnsberg
Moderation und Kontakt:
Ines Hansen, 0221 37689-48
Ines.Hansen@kgst.de
Das Thema „Management kommunaler Seniorenpolitik“ wird aktuell auch im
Rahmen eines KGSt®-Berichtsprojekts
bearbeitet: hier klicken
1_2014
Ü
ber 80 Teilnehmende fanden sich am Freitagmorgen auf der Konferenzebene des
Kongresscenters zu einer lebhaften Diskussion zum Thema Digitale Bürgerbeteiligung ein. Darunter neben Fachexperten auch Wahlbeamte und andere Führungskräfte.
Dr. Oliver Märker, Geschäftsführer Zebralog, führte die Teilnehmenden zunächst
grundsätzlich in das Thema E-Partizipation ein und zeigte den aktuellen Trend zu mehr
Beteiligung auf. An die Abgrenzung von Digitaler Bürgerbeteiligung zu den Beteiligungsformaten Wahlen, Begehren/Entscheide und Meinungsforschung schlossen sich direkt
Beispiele aus der kommunalen Praxis an. Anhand des Beteiligungsverfahrens zum Abriss
der Hochstraße in Ludwigshafen wurde deutlich, wie auch bei sensiblen Themen Planungsvarianten kriteriengeleitet diskutiert werden können. Hier war E-Partizipation im
Medienmix wichtig, um möglichst unterschiedliche Hinweise von möglichst vielen unterschiedlichen Akteuren zu erhalten. Ein Hinweis dazu, welche Leitlinien zu beachten sind,
wenn ein E-Partizipations-Projekt gelingen soll, rundeten den Vortrag von Dr. Märker ab.
Im Anschluss richtete sich der Fokus der Veranstaltung ganz auf die
Aktivitäten der Stadt Nürnberg. Silke Abel vom stadtinternen Dienstleister E-Partizipation erläuterte das Konzept und die Erfahrungen mit digitaler
Bürgerbeteiligung. In Nürnberg wurde die Einführung von E-Partizipation
in Verwaltung und Politik offen aufgenommen. Aus ersten Erfahrungen
resultierte schnell die Erkenntnis, dass die Nutzung von Digitaler Bürgerbeteiligung dringend zentraler Steuerung bedarf. Ein Leitfaden für E-Partizipation wurde
entwickelt, der unter anderem anhand von 5 KO-Kriterien verwaltungsinternen Interessenten frühzeitig deutlich macht, ob ein digitales Beteiligungsverfahren im vorliegenden
Fall überhaupt in Frage kommt.
Danach fand über fast eine Stunde ein reger Austausch mit dem Plenum statt., deutlich die Absicht zeigte, zukünftig Digitale Bürgerbeteiligung zu nutzen.
Erste Ausführungen der KGSt zum Thema finden Sie im KGSt®-Bericht 3/2014
„Leitbild Bürgerkommune. Entwicklungschancen und Umsetzungsstrategie“ (Kennung
20140425A0011).
I
mmer noch wird Alter mit Krankheit, Gebrechlichkeit und Pflegebedürftigkeit in Verbindung gebracht. Die Wirklichkeit sieht indes anders aus. Die Vielfalt der Lebensformen
im Alter nehmen zu und die Lebensphase Alter ist so bunt wie das Leben selbst.
Für die Städte und Gemeinden bedeutet das, diese Vielfalt als Chance zu begreifen
und bei der Gestaltung von Angeboten und Hilfen für ältere Menschen zu berücksichtigen.
In der Veranstaltung präsentierte Martin Polenz, wie die „Fachstelle
Zukunft Alter“ der Stadt Arnsberg (74.000 EW) mit ihrem Konzept „Langes und gutes Leben in Arnsberg“ auf die veränderten Bedürfnisse des
gesellschaftlichen Zusammenlebens als soziale Stadt für alle Generationen reagiert. Die zentralen Handlungsfelder dieses Konzeptes basieren
auf folgenden Punkten: Förderung des aktiven Alterns, Ermöglichung des lebensbegleitenden Lernens, Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement im Alter, Gesundheitsförderung, Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Menschen in der städtischen
Entwicklung, Förderung der Chancengleichheit, Anregung von Kooperationen zwischen
verschiedenen Partnern und Förderung der Solidarität und Zusammenarbeit zwischen
den Generationen.
39
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Unter der Kennung 20140925A0068
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Beruf und Pflege:
Wie beides gelingen kann
5.3
Referentinnen:
Susanne Blatt-Kessler, Personalentwicklung, Landeshauptstadt Stuttgart
Stephanie Burkhardt, Stabstelle Demographie, Stadt Euskirchen
Doris Schürmann, Personalentwicklung,
Stadt Bielefeld
1_2014
Dr. Elke Olbermann von der Forschungsgesellschaft für Gerontologie
e.V. griff das bürgerschaftliche Engagement älterer Menschen auf und betrachtete „Partizipation als Qualitätskriterium kommunaler Altenplanung“.
Eine gute kommunale Seniorenpolitik zeichnet sich ihrer Meinung nach
insbesondere durch eine Beteiligung der Menschen aus, die sie betrifft.
So könnten unter anderem Bedarfe differenziert erfasst und Angebote
passgenau entwickelt werden.
A
ngesichts des demografischen Wandels gewinnt sowohl aus Arbeitgebersicht als
auch aus Sicht der Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege immer
mehr an Bedeutung. Aus Sicht des Personalmanagements ist es wichtig, alle Potenziale
optimal zu nutzen. Dies erfordert es rechtzeitig Konzepte zu entwickeln, wie die Vereinbarkeit erfolgten kann (vgl. KGSt®-Materialien Nr. 11/2014 - Kennung 20140715A0019).
Im Rahmen einer sogenannten „alternativen Veranstaltung“ begaben sich die Teilnehmenden nach einer Selbsteinschätzung zum
Stand der Diskussion in ihrer Kommune auf einen Rundgang durch eine Galerie. Dort lernen
sie drei Praxisbeispiele für gelungene UmsetDoris
Stephanie
Susanne Blattzungen der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
Schürmann
Burkhardt
Kessler
kennen: Doris Schürmann von der Stadt Bielefeld, Stephanie Burkhardt von der Stadt Euskirchen und Susanne Blatt-Kessler von der
Landeshauptstadt Stuttgart stellten anhand von Plakaten ihre Konzepte und Aktivitäten
vor. Anschließend gab es Gelegenheit zum interkommunalen Erfahrungsaustausch.
Moderation und Kontakt:
Heike Krutoff
0221 37689-21
Heike.Krutoff@kgst.de
Unter der Kennung 20140924A00105
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Verbesserung kommunaler
Steuerung im SGB II
5.4
D
ie kommunale Steuerung im SGB II nimmt in Zeiten knapper Ressourcen, stetig
steigender Sozialkosten und der damit hohen finanziellen Belastung für Kommunen
an Bedeutung zu. Daher wird es umso wichtiger, dass die Kommunen ihre Steuerungsmöglichkeiten wahrnehmen und (langzeits-)erwerblose Bürgerinnen und Bürger bei der
Eingliederung in Arbeit unterstützen.
In dieser Veranstaltung erhielten die Zuhörerinnen und Zuhörer Einblick in zwei Praxisbeispiele:
40
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Referenten:
Petra Lotzkat, Leiterin des Amtes für
Arbeit und Integration, Behörde für Arbeit,
Soziales, Familie und Integration (BASFI),
Freie und Hansestadt Hamburg
Bernd Schade, Geschäftsführer des
Jobcenters MAIA, Landkreis PotsdamMittelmark
Moderation und Kontakt:
Julie Gray
0221 37689-35
Julie.Gray@kgst.de
Unter der Kennung 20140923A0041
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Generationen-Management: Arbeit und Alter(n)
5.6
Referent:
Prof. Dr. Juhani Ilmarinen, , Finnish Institute of Occupational Health, Helsinki (seit
2009 Juhani Ilmarinen Consulting GmbH)
1_2014
Bernd Schade, Geschäftsführer des Jobcenters MAIA, setzte in seinem
Vortrag den Schwerpunkt auf die Steuerung der kommunalen Eingliederungsleistungen nach § 16a SGB II. Er verdeutlichte, wie in Potsdam-Mittelmark das Jobcenter gemeinsam mit dem Landkreis ein klar strukturiertes
und transparentes System der § 16a-Leistungen aufgebaut hat und so bei
der Senkung des Langzeitleistungsbezugs seit Jahren sehr gute Ergebnisse
erzielt. Sein Vortrag endete mit einem Ausblick: Für 2015 ist im Jobcenter MAIA die
Einführung einer Wirkungsmessung für die zielorientierte Suchtberatung sowie die psychosoziale Betreuung geplant.
Anschließend berichtete Petra Lotzkat, Leiterin des Amtes für Arbeit und Integration, über die kommunale Steuerung im SGB II am Beispiel der Freie und Hansestadt
Hamburg. Zu Beginn ihres Vortrags setzte sie sich mit steuerungsrelevanten Fragestellungen auseinander, beispielsweise: „Wie stellen wir sicher, dass Bund und Kommune
sich als gemeinsame Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende auf Augenhöhe
bewegen?“ oder „Wie können die kommunalen Leistungen mit den Leistungen des
Bundes im Interesse der Arbeitssuchenden systematisch verknüpft werden?“. Im weiteren Verlauf ging Petra Lotzkat auf die arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Rahmendaten
sowie Zielsetzungen ein; und zeigte konkret auf wie und mit Hilfe welcher Steuerungsinstrumente sowie Gremien in Hamburg die kommunalen Leistungen gesteuert werden.
Nach den zwei Vorträgen blieb genug Zeit zum fachlichen Austausch.
E
iner der prominentesten Redner auf dem KGSt®-FORUM war der international anerkannte Arbeitswissenschaftler, Prof. Dr. Juhani Ilmarinen. Prof. Ilmarinen hat als
früherer Leiter des Finnish Institute of Occupational Health in Helsinki mehr als drei
Jahrzehnte empirische Studien zu der Frage durchgeführt, wie die Arbeitsfähigkeit von
Menschen positiv beeinflusst werden kann. Dabei ging es nicht nur darum, wie die Arbeitsfähigkeit möglichst lange erhalten bleiben kann, sondern auch, wie sie gesteigert
werden kann. Zum Verständnis dieses Ansatz hat Ilmarinen das sogenannte Haus der
Arbeistfähigkeit entwickelt. Es zeigt auf, welche Faktoren eine wesentliche Rolle spielen,
um Arbeitsfähigkeit zu erhalten bzw. zu optimieren.
Arbeitsfähigkeitshaus in seiner Umgebung
Moderation und Kontakt:
Elke R. Holzrichter
0221 37689-23
Elke.Holzrichter@kgst.de
Die Darstellung der Ziele und der inhaltlichen Schwerpunkte macht deutlich, dass ein
großer Teil dieser Faktoren durch den Arbeitgeber beeinflussbar ist. Das bedeutet, Arbeitgeber können und sollten dafür Sorge tragen, dass es allen Beschäftigten möglich ist,
„„mit einer positiven Einstellung an ihre Arbeit zu gehen,
„„die dazu notwendigen Kompetenzen zu erwerben,
„„gute Arbeit abzuliefern und
„„dies mit möglichst guter Gesundheit zu tun. Wobei die eigene Gesundheit selbstver-
ständlich auch in der Verantwortung jeder/jedes Einzelnen liegt.
41
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Förderung von Arbeitsfähigkeit:
Ziele und inhaltliche Schwerpunkte
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im KGSt®-Bericht
3/2010 „Der demografische Wandel in
Kommunalverwaltungen. Strategische
Ausrichtung und Handlungsansätze des
Personalmanagements “.
KGSt®-Mitgliedern können ihn auf
www.kgst.de unter der Kennung
20100609A0018 kostenfrei abrufen
(hier klicken).
• Führung
• Arbeitsgestaltung
• Flexibilität
• Lebensstil
• Hobbys
• Betriebliche
Gesundheitsförderung
Gute Arbeit
Gute
Gesundheit
Positive
Einstellungen
Gute
Kompetenz
• Anerkennung
• Vertrauen
• Faire
Behandlung
• Unterstützung
• Lebenslanges
Lernen
• Weiterbildung
• Altersgerechte
Lernkonzepte
JIC2013
44
Darauf aufbauend zeigt Prof. Ilmarinen auf, dass die unterschiedlichen Generationen,
die in einer Organisation zusammenarbeiten, unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was Ihnen besonders wichtig ist.
Dies macht für ihn ein Generationen-Management notwendig. Ziel ist, dass jeder
Mensch – unabhängig vom jeweiligen Alter – sich befähigt fühlt, die persönlichen und
betrieblichen Ziele gesund und sicher zu erreichen.
Generationen Management: Visionen
Bewusstsein
Gutes Leben
Arbeitsorganisation
Einstellungen
Generationenmanagement
Kompetenz
Aufgaben des
Managements
Generationen-Strategie
Arbeitsfähigkeit
& Produktivität
JIC2012
13
Unter der Kennung 20140924A0043
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Ideenräume Open Government und Social Media
6.1 und 6.3
Zur Umsetzung des Generationenmanagements hat Prof. Ilmarinen Leitfragen entwickelt, deren Beantwortung in Seminaren erfolgt, an denen insbesondere Führungskräfte teilnehmen sollten.
Wie das konkret aussehen kann, zeigt unter anderem das Beispiel Voralberg, das
veröffentlicht wurde (www.ak-vorarlberg.at sowie kontakt@ak-vorarlberg.at ).
H
interfragen und verstehen. Damit dies gelingt, brauchen wir offene Diskussionen auf
Augenhöhe und motivierende Formate des Austauschs. Daran haben sich auch die
beiden Veranstaltungen „Ideenräume Open Government und Social Media“ orientiert.
Ideenräume – Orte, an denen Ideen diskutiert, hinterfragt, verteidigt und weiter gedacht werden können. Was eignet sich dafür besser als das Bild eines Gartens, in dem
man entspannt diskutieren und philosophieren kann? Also wurde der Veranstaltungsraum
kurzerhand in ein kleines Gartenparadies umgewandelt. Grüne Teppiche symbolisierten
kleine Gärten, in denen rund 20 Personen auf Bierbänken Platz fanden. Dr. Anke Knopp
hat dafür in ihrem Blogbeitrag (hier klicken) liebevoll den Begriff Schrebergärten verwendet.
42
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Referenten Ideenräume Open Government:
Gunter Czisch, 1. Bürgermeister, Stadt Ulm
Christoph Meineke, Bürgermeister,
Gemeinde Wennigsen
Sabine Möwes, Leiterin E-Government
und Online-Dienste, Stadt Köln
Dr. Philipp Müller, CSC, Director Public
Affairs Central and Eastern Europe
Wolfgang Müller, stellvertretender
Magistratsdirektor, Stadt Wien
Referenten Ideenräume Social Media:
Claus Arndt, Fachdienstleiter Zentrale
Dienste und E-Governmentbeauftragter,
Stadt Moers
Johannes Barthel, Social Media-Redakteur,
Stadt Nürnberg
Karin Engelhardt, Online-Managerin,
Stadt Coburg
Waltraud Rumpl, Leiterin des Fachbereichs
Stadtkommunikation, Stadt Wien
Moderation und Kontakt:
Marc Groß
0221 37689-32
Marc.Gross@kgst.de
Twitter: @grossmarc
Nach kurzen Impulsen der Referenten ging es dann zur weiteren Diskussion in die Gärten. Gunter Czisch,
Christoph Meineke, Sabine Möwes,
Dr. Philipp Müller und Mag. Wolfgang
Müller standen in den Ideenräumen
Open Government Rede und Antwort.
Claus Arndt, Johannes Barthel, Karin
Engelhardt und Mag. Martin Schipany begleiteten die Diskussionen in den
Ideenräumen Social Media.
Ideenräume Open Government (6.1)
Muss sich Stadtpolitik neu erfinden? Anhand konkreter Beispiele diskutierte
Gunter Czisch die Frage, wie die “Gefechtslage” ist und welche Möglichkeiten es gibt,
einen eigenen Weg zu finden, der den gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung trägt
und doch repräsentativ bleibt und in der kulturellen Identität eingebettet ist.
Wien hat 1,7 Millionen Gehirne
– nutzen wir sie! Eine Smart City ist aus
Wiener Sicht eine Stadt der Partizipation
und sozialen Inklusion. Wolfgang Müller diskutierte mit den Teilnehmenden in
seinem Ideenraum folgende Fragen: Wie
sehen in Wien die ersten Schritte aus? Welche ersten Erfahrungen gibt es? Was hat
funktioniert und was hat nicht funktioniert?
Beteiligung hört nicht beim Entscheiden auf! Digitale Netzwerktechnologien
(Social, Mobile, Cloud Computing, Big Data, etc) erlauben heutzutage fundamental neue
Formen der Organisation in offenen Wertschöpfungsnetzen. Ähnlich der Transformation
der Verwaltung vor 100 Jahren mit den Reformen von Bismarck und Co. haben wir heute das Potenzial, die Kapazität von Verwaltung um einen Faktor 10-100 zu verbessern.
Darüber diskutierte Dr. Philipp Müller mit seinen Gästen.
Offene Türen reichen nicht! Basis von Partizipation ist der freie Zugang aller (Beteiligten) zu Informationen und Daten. Sabine Möwes stellte den Stakeholderprozess
der Stadt Köln im Open Data-Projekt vor und diskutierte darüber mit den Teilnehmenden.
Kommune trifft Community. Christoph Meineke zeigte seinen Besuchern, wie
man niedrigschwellige Online-Projekte mit kommunalen Akteuren erfolgreich durchführt
und wie dabei Mehrwerte für Bürger, Politik und Verwaltung erzielt werden können.
Ideenräume Social Media (6.3)
Wir sind die Stadt. Wir@Coburg – wie die digitalen Veränderungen Verwaltung,
Politik und Bürger näher zusammenbringen und helfen, gemeinsam das Lebensumfeld
(neu) zu gestalten diskutierte Karin Engelhardt mit den Teilnehmenden.
Smart Evolution. Neue Technologien schaffen neue Möglichkeiten: die Frage
„Wie können wir Beschäftigte informieren?“, wandelt sich immer stärker zu „Wie können
Beschäftigte partizipieren?“. Für Wien, als Stadt auf dem Weg zur Smart City, ist diese
forcierte Einbindung Herausforderung und Möglichkeit zugleich. Anhand einiger Fallbeispiele skizziert Martin Schipany die „Evolution“ , von der Verwendung sozialer Medien
als Instrumente (Status quo) hin zur Integration der Logik sozialer Medien und kollaborativer Elemente in das Intranet und damit in die interne Kommunikation.
43
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Treffen der Generationen. Wenn Mitarbeitende vorübergehend ausfallen oder
ganz ausscheiden, steht ihr Erfahrungswissen nicht mehr zur Verfügung. Das kann erhebliche Folgen für die Aufgabenerledigung haben. Dem kann man z.B. durch den Einsatz eines Wikis entgegenwirken. Über einen erfolgversprechenden Ansatz für die nachhaltige Verankerung eines Wikis in der Verwaltung diskutierte Claus Arndt mit seinen
Gästen: Das Azubi-Wiki verbindet den Wissenserwerb mit der Erfassung des Gelernten.
Kommune 2.0 und Community. Die sinkenden Wahlbeteiligungen bei Kommunalwahlen und alarmierende demographische Entwicklungen weisen auf geringes Interesse an kommunalen Entwicklungen und kommunaler Politik hin. Social Media-Kanäle
haben hieran, nach bisherigen Erfahrungen, wenig geändert. Die Stadt Nürnberg stellte
sich die Frage ob – und wenn ja, wie – eine engagierte Online-Community auch in die
Bemühungen, die Stadtgesellschaft insgesamt interessierter an Stadtentwicklung und
Stadtpolitik zu machen, eingebunden werden kann? Johannes Barthel diskutierte Überlegungen und Lösungsansätze mit den Teilnehmenden.
Zu den Veranstaltung 6.1 und 6.3 gibt
es keine Präsentationsfolien.
Prozessmanagement –
Das Allroundtalent!
Information pur zum
Prozessmanagement!
Beide Veranstaltungen endeten mit den Fragen Was machen Sie in Ihrer Stadt? Und
was sind Ihre nächsten Schritte? Eine spannende Aufforderung an die doch zahlreichen
Teilnehmenden.
G
ut 300 Teilnehmende ließen sich am Donnerstagvormittag über die unterschiedlichen Ziele und Vorgehensweisen im Prozessmanagement informieren. Das SpeedDating-Format dieser Veranstaltung bot dabei geballte Information. Sechs Experten aus
Kommunen und kommunalen Rechenzentren stellten ihre Ansätze im Prozessmanagement vor. Die Vorträge waren dabei kurz und knackig und folgten einer einheitlichen
Gliederung.
6.4
Referenten:
Sonja Aßhauer, Organisatorin, Kreis
Soest;
Prof. Dr. Michael Breidung, Betriebsleiter,
Eigenbetrieb IT- und Organisationsdienstleistungen, Landeshauptstadt Dresden;
Ute Höhle, Organisatorin, Landkreis
Osnabrück;
Dirk Kleemeier, Leiter Prozessmanagement, KRZ Minden-Ravensburg/Lippe;
Bernd Schäfer, stellv. Geschäftsbereichsleiter, Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Region Stuttgart (KRDS)
Reinhard Schmidhäuser, Projektleiter,
Haupt- und Personalamt, Landeshauptstadt Stuttgart
Moderation und Kontakt:
Dr. Gaby Beckmann, 0221 37689-2
Gaby.Beckmann@kgst.de
Andreas Pamp, 0221 37689-25
Andreas.Pamp@kgst.de
Prof. Dr. Michael Breidung
Es begann Prof. Michael
Breidung, IT-Betriebsleiter der
Landeshauptstadt Dresden,
der die Nutzungs- und Analysemöglichkeiten des umfangreichen Prozessregisters der
Stadt beschrieb.
Anschließend berichtete Ute Höhle,
Organisatorin im Landkreis Osnabrück, über
das Prozessscreening in der Kreisverwaltung
sowie die darauf aufbauende Priorisierung
von Prozessen zur DMS-Einführung.
Sonja Aßhauer
Mit dem nächsten Vortrag
wurde das Thema DMS weiter
vertieft. Sonja Aßhauer vom
Kreis Soest stellte vor, wie Prozessmodelle zur Konkretisierung der Ausschreibung eines
DMS genutzt werden können.
Inhaltlich schloss der Vortrag von Dirk
Kleemeier (krz Lemgo) daran an. Er erklärte anhand von Beispielen, wie auf der Basis
von Prozessmodellen Workflows programmiert werden können, die den Prozess optimal unterstützen.
Beispiel: Prozessmodell aus dem Vortrag von Sonja
Aßhauer
44
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Alle Interessierten können gerne dem
offenen Forum „Prozessmanagement“
im KGSt®-Portal beitreten und hier ihre
Fragen stellen und mitdiskutieren:
Forum „Prozessmanagement“
Unter der Kennung 20140924A0251
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Der Faktor Führung – Wie
Prozessmanagement zum
Erfolgsmodell wird
6.6
Referenten:
Loes Broekmate, LB Training und Beratung
Hanna Liedtke, Geschäftsbereichsleiterin
Schmutz und Niederschlagswasserbeseitigung, Zweckverband Ostholstein
Tina Riedel, Leiterin der Stabsstelle Qualitäts- / Prozessmanagement, Zweckverband Ostholstein
Moderation und Kontakt:
Dr. Gaby Beckmann
0221 37689-24
Gaby.Beckmann@kgst.de
Andreas Pamp
0221 37689-25
Andreas.Pamp@kgst.de
Die KGSt hat ein Online-Forum „Prozessmanagement“ im KGSt®-Portal
eingerichtet. Interessierte sind herzlich
eingeladen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren, Nach Log-In in das Portal finden Sie das Forum unter „Meine
Foren“ -> „Offene Foren“ . Alternativ
können Sie nach Klicken des Links Ihre
Portal-Log-In-Daten eingeben und das
Forum aufrufen (hier klicken).
1_2014
Ein völlig anderes Anwendungsfeld von Prozessen stellte Bernd
Schäfer, stellv. Geschäftsbereichsleiter beim KRDS, mit seiner Präsentation zur Stellenbemessung vor. Durch die Verknüpfung von Aktivitäten,
Rollen, Bearbeitungszeiten und Fallzahlen lassen sich aus Prozessmodellen Informationen zum Stellenbedarf ableiten.
Bernd Schäfer
Abschließend berichtete Reinhard Schmidhäuser, Projektleiter im Haupt- und Personalamt Stuttgart, von dem Vorgehen in der Landeshauptstadt. Hier stehen Qualitätsund Wissensmanagement zur Unterstützung der Fachbereiche bei der Prozessmodellierung im Vordergrund.
E
inmal mehr stand in der Fachveranstaltung, die als World-Cafe konzipiert war, Prozessmanagement im Vordergrund. Das Format ermöglichte es den 140 Teilnehmenden, überwiegend Führungskräfte, sich in angenehmer Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre
auszutauschen.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Andreas Pamp übernahm Loes Broekmate,
langjährige Trainerin in den GPO-Seminaren
der KGSt, die kurze Einführung in das Thema.
Den Impuls für die Diskussion der Teilnehmenden gab der Praxisvortrag von Hanna Liedtke,
Hanna Liedtke Tina Riedel
Zweckverband Ostholstein, Geschäftsbereichs- Loes Broekmate
leiterin Entwässerung und Tina Riedel, Leiterin
Prozess- und Qualitätsmanagement, die über ihre Erfahrungen mit Prozessoptimierung
und Prozessmanagement berichteten.
Nach ersten erfolgreichen GPO-Projekten wurde der Weg zum kontinuierlichen Prozessmanagement beschritten. Dabei wurde nach dem Prinzip L.I.S.A - lernen, implementieren, schulen, auditieren vorgegangen. Durch Führungsverhalten, das sich konsequent
an Transparenz, Nachvollziehbarkeit, und Delegation von (Prozess-)Verantwortung ausrichtete, wurde Vertrauen bei den Mitarbeitern aufgebaut und die Ängste vor den anstehenden Veränderungen gemildert. Es wurde deutlich: Im Prozessmanagement ist die gelungene Kommunikation der Führungskräfte und der Projektleitung ein entscheidender
Erfolgsfaktor. Ein wichtiges „Medium“ ist direkt zu Beginn der Einführung nach Erfahrung
des ZVO ein von Führungskräften und Projektleitung gemeinsam getragener und klar
formulierter Projektauftrag.
Die Ergebnisse der Tischrunden wurden von Loes Broekmate kurz zusammengefasst. Dabei wurde klar: Die überwiegende Zahl der Projekte, auch im Bereich GPO,
scheitert in der Phase der Umsetzung der Ergebnisse. Gerade hier ist Führung intensiv
gefragt, damit die erarbeitete Optimierung nicht versandet. Wenn Prozesse kontinuierlich verbessert werden sollen, stellt sich die Frage, woher der Impuls für Optimierung
kommt. Hier sind Prozess-Kennzahlen essenziell, damit Führungskräfte Veränderungen
frühzeitig erkennen können. Zudem wurde deutlich: Prozessgestaltung verändert die
Kultur der Organisation. Überschreiten Prozesse die Grenzen von Organisationseinheiten, kommt es zu Konflikten, auch wenn Prozessverantwortung verortet wurde. Sie
konkurriert dann im Konfliktfall mit der Linienverantwortung. Dieser Dissenz kann nur
in einem offenen, wertschätzenden Diskurs zwischen den beteiligten Führungskräften
gelöst werden.
Unter der Kennung 20140925A0128 oder durch Klick auf den Link können KGSt®Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
45
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Netzwerkorganisation und
kooperatives Handeln –
Modeerscheinung oder
Beitrag für nachhaltige
Steuerung?
F
6.8
Durch ein plastisches und exemplarisches Fallbeispiel wurden die Teilnehmenden in
das Thema eingeführt: eine Familie in belastender Lebenslage wird häufig durch zahlreiche
Akteure aus dem Hilfesystem gleichzeitig betreut und nahezu „belagert“. Durch die Fallaufstellung wurde sehr schnell sichtbar und deutlich,
welche Notwendigkeit besteht, dass sich die Akteure
des Hilfesystems verständigen und in kooperativem
Handeln die Zahl der Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger minimieren und wie so die Leistungserbringung effizienter gestaltet werden kann.
Referenten:
Prof. Dr. Jörg Fischer, Professor für Bildungs- und Erziehungskonzepte, Fakultät
für angewandte Sozialwissenschaften,
FH Erfurt
Ludger Trepper, Dezernent Jugend, Bürgerservice und Soziales, Stadt Lünen
Moderation und Kontakt:
Angela Stefan
0221 37689-54
Angela.Stefan@kgst.de
Stephanie Vogel
0221 37689-55
Stephanie.Vogel@kgst.de
ür die öffentliche Verwaltung ist kooperatives Verhalten
das Gebot der Stunde. Eine „kooperative Verwaltung“ besitzt klare Vorteile beispielsweise bei der Kompromiss- und
Konsensstiftung, weil sich neue und flexible Problemlösungen finden lassen, die eine größere Zahl von Akteuren in Entscheidungsprozesse einbinden lassen.
Ludger Trepper von der Stadt Lünen erläutert das dort entwickelte Modell der
sogenannten „Dreiecksgespräche“ und die Handlungsempfehlungen zur Initiierung eines langfristig angelegten Kooperationsprozesses zwischen Jugendhilfe und Jobcenter,
Prof. Jörg Fischer von der FH Erfurt ergänzt dazu die Erfahrungen aus der Netzwerkforschung und -qualifizierung.
Anhand zentraler Thesen zum kooperativen Handeln aus der Praxis entwickeln sich
die Anforderungen an eine Netzwerkorganisation der kommunalen Handlungsfelder:
1. Zuständigkeiten überwinden
Welche Schnittmengen gibt es in den Fachbereichen? Wer wirkt mit welcher Relevanz
und welchen Ressourcen neben der eigenen Organisation auf dieselbe Zielgruppe ein?
Die Entwicklung gemeinsamer Ziele ermöglicht «Grenzüberschreitungen».
2. Wege aus der Systemlogik finden
Ohne gemeinsame Ziele scheitert die Zusammenarbeit an formalen Hindernissen, weil
nicht nach Lösungen gesucht wird. Etablierte Systemlogiken müssen hinterfragt und aufgelöst werden (Sozialraum- vs. Buchstabenprinzip).
3. Organisationskulturen lernen «interkulturell»
Gemeinsamkeiten werden gefunden, die unterschiedlichen Aufträge akzeptiert und verbindliche Prozesse der Zusammenarbeit vereinbart. Dies bringt einen Gewinn für die
Einschätzung von komplexen Lebenslagen, die Handlungsoptionen werden erweitert.
4. Haltung ändern: vom Objekt zum Subjekt Nicht über, sondern mit den Betroffenen reden! Konsequentes Umsetzen eines veränderten Blickwinkels ist dafür notwendig: was nützt den Betroffenen am meisten, welche
Ansätze stabilisieren?
5. Führung ist gefragt!
Verbindliche Prozesse müssen nicht nur geschaffen, sondern auch überprüft und durchgesetzt werden. Die Auswirkungen einer veränderten Zusammenarbeit benötigen Zeit
und Geduld.
6. Keine Angst vor dem volkswirtschaftlichen Nutzen (SROI)
Die Auswirkungen des kooperativen Handelns zeigen langfristig Erfolg. Die Aufwendungen von Prävention zeigen sich unter Umständen erst einige Jahre später, haben aber
große Auswirkungen auf den gesamten volkswirtschaftlichen Nutzen.
46
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
1. Netzwerke: Der Traum vom Netzwerk
Erwartungen an den Netzwerkbegriff
¾ Inhaltlicher Aspekt: Verkoppelung bestehender Angebote, Nutzung von
Synergieeffekten, Potentialausschöpfung von bestimmten Räumen
¾ Professioneller Aspekt: Reduzierung von Unsicherheiten im Umgang mit
Umwelt
¾ Methodischer Aspekt: Erweiterter Analyse- und Arbeitsansatz
¾ Steuerungspolitischer Aspekt: Leichtere Steuerung
¾ Kultureller Aspekt: Überwinden des institutionellen Tunnelblicks,
Unter der Kennung 20141001A0019
oder durch Klick auf den Link können
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DMS-Talk: DMS-Einführung
ist zentraler Arbeitsschwerpunkt in Kommunen
6.9
Referenten:
Ernst Mayer, Servicebereichsleiter Entwicklungen und eGovernment, KRZN
Dr. Thomas Ortseifen, IT-Referent/
Projektleiter, Stadt Wiesbaden
Georg Schnüttgen, Hauptamtsleiter,
Stadt Olpe
Moderation und Kontakt:
Marc Groß
0221 37689-32
Marc.Gross@kgst.de
Twitter: @grossmarc
Netzwerke als Modethema, Veränderte Formen des institutionellen
Umgangs, lernende Organisation, andere Fehlerkultur
¾ (Adressatenbezogener Aspekt: verstärkte Einbindung von Betroffenen
und Beteiligten in die Wahrnehmung und Befriedigung)
19.09.2014
Netzwerkorganisation und kooperatives Handeln
4
D
er DMS-Talk leitete die „Schlussrunde“ des KGSt®-FORUMS 2014 in Dresden ein
und war mit über 200 Teilnehmenden hervorragend besucht. Kein Wunder, denn
immer mehr Kommunen führen ein Dokumentenmanagementsystem ein oder sind auf
der Suche nach dem richtigen Weg. Diesen Trend bestätigen, neben der hohen Zahl der
Teilnehmenden, vor allem die hohe Nachfrage nach dem KGSt®-Seminar zum Thema
DMS und die steigenden Downloadzahlen der KGSt®-Materialien 5/2011 Dokumentenmanagementsysteme (Kennung: 20111221A0026).
Die Referenten Ernst Mayer,
Dr. Thomas Ortseifen und Georg Schnüttgen boten unterschiedliche Sichtweisen auf die
Einführung eines DMS und empfahlen, den Weg zu einem DMS
mutig und konsequent zu gehen.
Referenten und Besucher waren
sich von Anfang an absolut einig: kein anderes Thema wird die
kommunalen Prozesse so stark
verändern, wie die Einführung Im Bild (von links) Ernst Mayer, Marc Groß, Dr. Thomas Ortseieines DMS. Dies wird durch das fen und Georg Schnüttgen
E-Government-Gesetz des Bundes (hier klicken) und hoffentlich noch deutlicher durch
die E-Government-Gesetze der Länder weiter verstärkt.
Die Expertenrunde machte anhand vieler Praxisbeispiele deutlich, dass es unabhängig von der Größe einer Kommune ganz erhebliche Synergiepotenziale gibt, die die Wirtschaftlichkeit einer DMS-Nutzung belegen. Die Stadt Olpe hat im Rahmen eines Fachhochschulprojekts sogar belegen können, dass dadurch Standardprozesse i.d.R. doppelt
bis dreimal so schnell durchgeführt werden können.
Einig waren sich die Referenten bei den Faktoren, die über den Erfolg oder über das
Scheitern einer DMS-Einführung entscheiden. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere
„„klare Verantwortungsstrukturen,
„„eine Projektleitung, die autorisiert ist, verbindliche Regeln vorzugeben, und
„„dass auf Dauer keine hybride Aktenführung zugelassen wird.
Zur Veranstaltung 6.9 gibt es keine Präsentationsfolien.
Abschließend bekräftigten Ernst Mayer, Dr. Thomas Ortseifen und Georg Schnüttgen, dass spätestens mit den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen die Zeit zum
Handeln gekommen ist. Mut, Leidenschaft und Teamfähigkeit sind die Tugenden, die
notwendig sind, um DMS-Projekte erfolgreich durchzuführen. Es ist wie im Fußball: Die
Technik beherrschen alle Top-Teams, doch nur die, die mit Leidenschaft ins Spiel gehen,
werden es gewinnen.
47
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Das E-Government-Gesetz
– Treiber der Verwaltungsmodernisierung?
6.10
Referenten:
Peter Klinger, Experte für E-Government
und Lehrbeauftragter der Fernuniversität
Hagen und der Hochschule Rhein Waal
Dr. Kristina Schade, Referat O 2, Bundesministerium des Innern
Harald Sievers, Erster Beigeordneter, Stadt
Düren
Moderator und Autor: Peter Klinger
Kontakt:
Marc Groß
0221 37689-32
Marc.Gross@kgst.de
Twitter: @grossmarc
1_2014
I
st das E-Government-Gesetz (EGovG) ein Treiber der Verwaltungsmodernisierung? Mit dieser Frage haben sich im letzten
Veranstaltungsblock des KGSt®-FORUMS Peter Klinger (Lehrbeauftragter für E-Government), Dr. Kristina Schade (BMI) und Harald Sievers (Erster Beigeordneter der Stadt Düren) beschäftigt.
Peter Klinger analysierte zu Beginn die digitale Umweltsituation. Danach stellte er die vielen Regelungen des EGovG vor. Durch
die eID-Funktion des neuen Personalausweises wird in wenigen
Jahren eine bevölkerungsweite Infrastruktur für die elektronische
Identität und zum Ersatz der Schriftform vorhanden sein, die von
der Verwaltung für rechtsverbindliche und sichere E-Govern- Peter Klinger
ment-Services genutzt werden kann. Zusammenfassend wurde festgestellt, dass das
EGovG weniger Treiber, sondern vielmehr Ermöglicher von E-Government und damit
von Verwaltungsmodernisierung ist. Treiber ist vor allem Beschäftigtendemografie. Über
ein Drittel der kommunalen Beschäftigten scheiden in den nächsten Jahren aus, ohne
dass sie ersetzt werden können. Kommunale Aufgaben können ohne Verwaltungsmodernisierung und somit ohne E-Government nur noch unzureichend erfüllt werden.
Um mögliche Potenziale durch den Einsatz von E-Government-Lösungen auf kommunaler Ebene aufzuzeigen, hat das BMI gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden das Projekt „Modellkommune E-Government“ initiiert. Acht Kommunen werden bei der Konzeption und Umsetzung von E-Government-Anwendungen unterstützt.
Dr. Kristina Schade stellte die Auswahlkriterien und das Ergebnis vor.
Die Stadt Düren ist eine der acht Modellkommunen. Harald Sievers berichtete in seinem Werkstattbericht über den aktuellen Stand der E-Government-Aktivitäten in Düren.
Folgende Rückschlüsse kann die Stadt Düren aus ihren bisherigen E-Government-Erfahrungen ziehen:
„„Singuläre E-Government-Anwendungen sind passé. Der zentrale Zugang ist ein Bür-
gerportal.
„„E-Government-Basiskomponenten wie Bürgerkonto, E-Payment und Auftragsmappe
werden zentral bereitgestellt.
Unter der Kennung 20141016A0064
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Nachhaltige Finanzplanung
und leistungsfähige Infrastruktur im Konzern Stadt
7.1
Referenten:
Gabriele C. Klug, Stadtkämmerin,
Stadt Köln
Stefan Schneider, Deutsches Institut für
Urbanistik (DIFU)
„„Auf E-Government-Anwendungen mit hoher Bürger- und/oder Verwaltungsrelevanz
liegt der Fokus.
„„E-Government-Projekte sind nicht primär IT- sondern Organisationsprojekte.
„„Ein gutes Marketing ist ausschlaggebend für den Erfolg von E-Government-Anwen-
dungen.
W
ie können es Kommunen schaffen, finanzielle Handlungsfähigkeit
und notwendige Investitionen zum Erhalt und zur Entwicklung ihrer Infrastruktur in Einklang zu bringen? Welche Instrumente werden dazu
benötigt und wie sind diese einzusetzen? Diesen Fragen hat sich die Stadt
Köln gestellt. Für Gabriele C. Klug als Stadtkämmerin von Köln sind eine
langfristige Planung, die sich an den strategischen Zielen einer Stadt orientiert, sowie das Setzen von Prioritäten unumgänglich, um einerseits die Gabriele C.
Finanzen zu sanieren und andererseits Daseinsvorsorge gewährleisten Klug
zu können. Das Deutsche Institut für Urbanistik sowie das Finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut an der Universität zu Köln (FiFo Köln) wurden mit einer Vorstudie beauftragt mit dem Ziel, die vorhandenen Grundlagen für eine nachhaltige Finanzplanung
– bezogen auf die technische und soziale städtische Infrastruktur – im Hinblick auf erforderliche Informationen und Daten, relevante Akteure, zeitliche Abläufe und methodische
Herangehensweisen zu erfassen.
48
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Moderation und Kontakt:
Beatrice Dott
0221 37689-51
Beatrice.Dott@kgst.de
Die Herangehensweise der Vorstudie
und die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen für die Stadt Köln sollen auch
für andere Kommunen Anregungen
und Hinweise liefern. Zentrale Ergebnisse der Vorstudie sind in einem Difu-Impulse-Band (hier klicken) veröffentlicht
und dienen als Beitrag für die weitere
Diskussion.
1_2014
Stefan Schneider vom Deutschen Institut für Urbanistik erläuterte die
bis dahin erreichten Ergebnisse, die im Wesentlichen auf drei Säulen basieren:
„„Eine Bestandsaufnahme erfolgte gemeinsam mit Ratsvertretern, Fach-
leuten der Verwaltung sowie mit Vertretern der Stadtwerke und
Stephan
großen Beteiligungsunternehmen in Workshops und Interviews.
Schneider
„„Eine Tragfähigkeitsanalyse zeigte die negativen Auswirkungen eines
(Foto: STWeigelt)
„Weiter so“ anhand der sich in diesem Fall ergebenden Tragfähigkeitslücke, die den Handlungsdruck verdeutlicht.
„„Als Grundlage für die Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten und
Maßnahmen für die Stadt Köln dienen nun die Resultate einer SWOT-Analyse.
Elemente einer nachhaltigen Finanz- und
Infrastrukturplanung
Datengrundlage
Strategisches Feedback
Zustandserfassung
Investitionsrückstand
Rahmenbedingungen
Finanzierungslücke
Unter der Kennung 20140924A0097
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Von der Kunst, Wirkungen
in Worte zu kleiden – Wirkungsorientierte Steuerung
in Hamburg
7.2
Referenten:
Holger Hanck, Fachabteilung Gesundheitsdaten und Gesundheitsförderung,
Freie und Hansestadt Hamburg
Marc Grenz, Prävention e. V. Hein & Fiete
– Der schwule Infoladen, Freie und Hansestadt Hamburg
Moderation und Kontakt:
Gudrun Hegemann
0221 37689-26
Gudrun.Hegemann@kgst.de
Unter der Kennung 20140924A0198
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Finanzierung
Beteiligung
Kommunikation
Gewollter Zustand
Infrastrukturbedarf
Strategische Ziele
Prioritäten
Gegenstand
Instrument
Deutsches Institut für Urbanistik
Vorhandene Infrastruktur
Szenarien
1
A
m Ende bleibt es derzeit doch noch eine Kunst, Wirkungen in Worte zu fassen. So
das Resumee der Diskussion aus dem Projekt der Gesundheitsbehörde in Hamburg. Doch fangen wir von vorn an…
Holger Hanck, von der Gesundheitsbehörde in Hamburg, hat das Projekt zur
wirkungsorientierten Steuerung im Bereich der finanziellen Zuwendung an drei
Hamburger Einrichtungen zur HIV/AIDS/
STI-Prävention initiiert. In seinen Ausführungen stellte er die Rahmenbedingungen dar, die bisherige zeitliche Abfolge
sowie seine Erfahrungen, für die eigene
Arbeit Wirkungen zu beschreiben. Denn
nur, wenn die Behörde Ziele zur Ausrich- Im Bild (von links) Marc Grenz, Gudrun Hegemann
tung ihrer inhaltlichen Arbeit formuliert, und Holger Hanck
haben die Zuwendungsempfänger eine Chance, ihre Ziele abzugleichen und anzupassen.
Mit Marc Grenz war ein Vertreter der Einrichtungen in Dresden vor Ort. Der schwule
Infoladen, den er in Hamburg leitet, ist vorbildlich aufgestellt in Fragen der Zielformulierung und Evaluation seiner Arbeit. Mit aufwendigen Schulungen der ehrenamtlichen
Mitarbeiter für die Arbeit im Infoladen, den gut geplanten und auch evaluierten Aktionen
in der Szene bei Events und in der normalen Gastronomie, ist die Arbeit des Vereins sehr
professionell. Die Ziele der Behörde und der Einrichtungen allerdings so zu formulieren,
dass eine Strategie erkennbar ist, sie überprüft werden kann und sich das eine auf das
andere bezieht, ist ein langwieriger und kommunikativ höchst anspruchsvoller Prozess,
der noch nicht zu Ende ist. Und das für Ziele, die sich letztlich auf Veränderungen von
Verhalten bei der Zielgruppe bezieht. Und trotz dieser Herausforderung: Der respektvolle
Umgang miteinander und die Diskussion auf Augenhöhe hat dies alles möglich gemacht!
Am Ende bleibt es derzeit doch noch eine Kunst, Wirkungen in Worte zu kleiden… .
49
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Kommunale Gebäudebewirtschaftung erfolgreich
zentral steuern
7.3
Referenten:
Frank Jacobsen, Kaufmännischer Betriebsleiter, Seestadt Immobilien Bremerhaven, Stellv. Vorsitzender im Verband
kommunaler Immobilien- und Gebäudewirtschaftsunternehmen e. V.
Manfred Knaak, Kaufmännischer Vorstand, Gebäudemanagement, Uelzen
Lüchow-Dannenberg
Manfred Schrodt, Technischer Vorstand,
Gebäudemanagement, Uelzen LüchowDannenberg
Moderation und Kontakt:
Rainer Korte
0221 37689-951
Rainer.Korte@kgst.de
1_2014
I
n den zahlreichen KGSt®-Vergleichsringen zur Gebäudewirtschaft herrscht übereinstimmend die Auffassung, dass die lokalen kommunalen Gebäude am besten mittels
einer zentralen Gebäudewirtschaft gesteuert werden. So sind von den 107 Kommunen
in den KGSt®-Gebäude-Vergleichsringen 83 Prozent mit einer zentralen Gebäudewirtschaft ausgestattet. In dem Workshop wurden zwei zentralisierte Gebäudewirtschaften
mit ihrer Funktionsweise und den in der Praxis gewonnenen Erfahrungen vorgestellt und
diskutiert.
In Bremerhaven ist die Gebäudewirtschaft als Wirtschaftsbetrieb der Stadt organisiert, der von einem Immobilienausschuss als Betriebsausschuss begleitet wird. Neben
dem Gebäudemanagement einschließlich des Portfoliomanagements sind „Seestadt
Immobilien“ auch für den An- und Verkauf der Grundstücke zuständig, was die Flexibilität und die Investitionsmöglichkeiten insgesamt erhöht. Die Zusammenfassung aller gebäudewirtschaftlichen Zuständigkeiten in einer Hand und interne Mietverträge sind die
Erfolgsfaktoren einer Gebäudewirtschafte mit starker Kundenorientierung, minimierten
Kosten und hochwertiger Gebäudebewirtschaftung.
Eine zentralisierte Gebäudewirtschaft ist auch das „Gebäudemanagement Uelzen
Lüchow-Dannenberg“, das in Form einer Anstalt öffentlichen Rechts (gAöR) organisiert
ist – der einzigen AöR in den KGSt®-Gebäude-Vergleichsringen. Diese Form wurde gewählt, weil drei Gebietskörperschaften (Stadt und Landkreis Uelzen sowie der Landkreis
Lüchow-Dannenberg) ihre kommunalen Gebäude gemeinsam verwalten, um die Aufgaben zu zentralisieren, die Kompetenzen zu bündeln und die Bearbeitung zu professionalisieren. Die bisherige Arbeit des 2009 gegründeten Gebäudemanagements führte zu einer Optimierung der Liegenschaftsbewirtschaftung, zum Werterhalt der Liegenschaften,
einem Abbau von Investitions- und Unterhaltungsstaus und nicht zuletzt zu erheblichen
finanziellen Einsparungen.
Unter der Kennung 20140924A0054 oder durch Klick auf den Link können KGSt®Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Den Haushalt als Vergleichsinstrument nutzen –
Möglichkeiten und
Hindernisse
7.4
Referenten:
Prof. Dr. Gunnar Schwarting, Geschäftsführer, Städtetag Rheinland-Pfalz
Kai Petersen, Geschäftsführer, IKVS
Moderation und Kontakt:
Roland Fischer
0221 37689-957
Roland.Fischer@kgst.de
D
ie KGSt®-Vergleichsringe sind seit 17 Jahren das Instrument des interkommunalen
Leistungsvergleichs. Standen dabei regelmäßig Kennzahlen für Produkte oder Produktgruppen im Mittelpunkt des Vergleichs, stieg in den letzten Jahren auch im Zusammenhang mit der Einführung der Doppik die Nachfrage auf Vergleiche des Gesamthaushalts oder des Jahresabschlusses.
Prof. Dr. Gunnar Schwarting, Geschäftsführer des Städtetags Rheinland-Pfalz a.D., beschrieb die Erfahrungen eines KGSt®-Modellprojekts
mit 14 rheinland-pfälzischen Städten. Interessanten Ergebnissen standen ein relativ hoher Erfassungsaufwand sowie Unterschiede in der
kommunalen Struktur, der Kontenzuordnung und bei den Ausgliederungen gegenüber.
Hier setzt die Datenbank der IKVS –Interkommunale Vergleichssysteme– GmbH
an. Kai Petersen, IKVS-Geschäftsführer, stellte den interessierten Zuhörern/innen die
Möglichkeiten dieser Datenbank vor, Haushalts- und statistische Daten automatisiert
in die IKVS-Datenbank zu übernehmen und den interkommunalen Vergleich auf die
vergleichbaren Kommunen zu reduzieren (Weitere Informationen: www.ikvs.de).
Unter der Kennung 20141015A0037 oder durch Klick auf den Link können KGSt®Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
50
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Eigen- und Fremdreinigung
kennzahlengestützt steuern, um bei gleicher Reinigungsqualität die Kosten
zu minimieren
7.5
Referenten:
Michael Haßler, Fachserviceleiter Gebäude, Kreis Siegen-Wittgenstein
Stephan Schaffrath, Teamleiter Reinigung, Stadt Aachen
Moderation und Kontakt:
Rainer Korte
0221 37689-951
Rainer.Korte@kgst.de
Organisationspolitische
Entscheidungen – Zwischen
Privatisierung und Rekommunalisierung
7.6
Referenten:
Dirk Glasen, Gemeindeprüfungsanstalt
NRW
Dr. Andreas Zuber, Verband kommunaler
Unternehmen
Moderation und Kontakt:
Ines Hansen
0221 37689-48
Ines.Hansen@kgst.de
1_2014
D
ie Gebäudereinigungskosten bilden bei den Betriebskosten der Gebäude den mit
Abstand größten Kostenblock und liegen je nach Gebäudeart zwischen 30 und
40 Prozent. Die Stellgrößen zur Kostensteuerung sowohl der Eigen- wie der Fremdreinigung sind in erster Linie die Reinigungshäufigkeit, der Umfang der Reinigung (Leistungsbeschreibung) und die Organisation der Reinigung (einschl. Overhead und
Qualitätssicherung).
Im Workshop wurden die wesentlichen Ergebnisse aus dem Vergleichsring Reinigung vorgestellt, um die Steuerungsgrößen zur Optimierung der Reinigung und Reduzierung der Reinigungskosten darzustellen. Die Schlussfolgerungen und Empfehlungen, die
der Vergleichsring erarbeitet hat, wurden im Workshop vorgestellt, und sind im „Bericht
aus der Vergleichsarbeit – Gebäudereinigung mit Kennzahlen steuern“ 2013 den Mitgliedern zur Verfügung gestellt worden. Eine Anlage zu diesem Bericht ist ein Excel-Tool,
mit dem die Eigenreinigung präzise kalkuliert werden kann. Dieses Tool wurde in dem
Workshop im Detail vorgestellt und diskutiert.
Der Workshop sollte ausdrücklich nicht Eigen- und Fremdreinigung vergleichen, allerdings die Risiken beider Reinigungsformen deutlich machen und die Entscheidungsgrundlagen herausarbeiten.
Unter der Kennung 20140924A0067 oder durch Klick auf den Link können KGSt®Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
D
er Begriff „Organisationspolitik“ kennzeichnet den Spielraum bewusster Entscheidungen zur Gestaltung der Aufgabenträgerschaft und daraus folgend zur Gestaltung der Steuerungsprozesse bei kommunalen Dienstleistungen. Ausgehend vom
KGSt®-Gutachten 1/2010 skizziert Ines Hansen kurz den strukturierten Entscheidungsprozess aus fünf aufeinander aufbauenden Fragen zur Auswahl einer organisationspolitischen Lösung. Dieser Entscheidungsprozess bildet den institutioneller Rahmen zur Gestaltung der kommunalen Leistungserstellung.
Dr. Andreas Zuber vom Verband kommunaler Unternehmen greift
die organisationspolitische Option der Rekommunalisierung heraus und
betrachtet die rechtlichen Rahmenbedingungen. Dabei konzentriert er sich
insbesondere auf Konzessionsvergaben für die Gas-, Strom-, Wasser- und
Fernwärmeversorgung. Sein Fazit lautet, dass die rechtlichen Anforderungen eine große Herausforderung für die Kommunen darstellen und jede Kommune individuell prüfen sollte, auf welchem Wege sie Leistungen für ihre Bürgerinnen und Bürger
erbringt.
Dem schließt sich Dirk Glasen von der Gemeindeprüfungsanstalt NRW
an, der in seinem Vortrag der Frage nachgeht, welchen Beitrag organisationspolitische Entscheidungen im Rahmen von Konsolidierungsbemühungen leisten können. Anhand von ausgewählten Beispielen aus der Praxis
zeigt er auf, dass Kommunen den Spielraum bei der Gestaltung der Aufgabenträgerschaft sehr gut nutzen können, um zu Entlastungen im kommunalen Haushalt
zu kommen.
Unter der Kennung 20140925A0070
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51
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Erfolgreiche Führung und
operative Steuerung benötigen Kennzahlenwerte
7.8
Referenten:
Olaf Köster, Controller Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft, Stadt Oldenburg
Michael Lorenz, Abteilungsleiter Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft, Stadt Oldenburg
Moderation und Kontakt:
Rainer Korte
0221 37689-951
Rainer.Korte@kgst.de
1_2014
A
m Beispiel eines Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft (Oldenburg) wurde in dem
Workshop dargestellt und diskutiert, dass Führung, die zugleich immer auch Steuerung ist, nicht ohne Ziele und Kennzahlen auskommen kann.
Wesentliche gebäudewirtschaftliche Ziele wie die Schaffung von Kostentransparenz,
die stetige Optimierung und Wertsicherung des Gebäudebestands sowie die Nutzung
der Einsparpotenziale bei den Betriebskosten stellen an die Führung die Anforderung,
Schlüsselkennzahlen auszuwählen und diese als wesentliche Steuerungsgrößen zu
verwenden. Voraussetzungen und Bedingungen technischer Art, die entsprechenden
Grundlagen für die (kontinuierliche) Berichterstattung und die Anforderungen an die Unternehmenskultur und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden im Detail präsentiert
und diskutiert.
Ergänzend zur Sicht der Führungsebene wurden seitens des Controllings die Bedingungen und Anforderungen an Kennzahlen, die Datenerhebung und -verarbeitung, die
Probleme und Lösungsmöglichkeiten beschrieben, um mit einem erfolgreichen Controlling der Führung die Grundlage für eine optimale Steuerung der Gebäudewirtschaft in
der alltäglichen Praxis zu bieten und sicherzustellen.
Unter der Kennung 20140924A0075 oder durch Klick auf den Link können KGSt®Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Schulden effektiv managen!
7.10
Referenten:
Sebastian Bergmann, Abteilungsdirektor
Öffentliche Hand/Institutionen, Deutscher
Sparkassen- und Giroverband/S-Kompass
Ekkehard Grunwald, Kämmerer,
Stadt Salzgitter
Andreas Scholz, Gruppenleiter Bankbuchhaltung, Liquiditäts- und Schuldenmanagement, Stadt Leverkusen
Clemens Stoffers, Leiter Vermögens- und
Schuldenmanagement, Stadt Essen
Moderation und Kontakt:
Andrea Stertz
0221 37689-40
Andrea.Stertz@kgst.de
Unter der Kennung 20141021A0049
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N
ach wie vor stehen die Kommunen aufgrund einer drückenden Schuldenlast vor
großen Herausforderungen. Insbesondere die weiterhin steigenden Kassenkredite
bereiten ihnen bzgl. der Sicherung der Liquidität sowie einer zuverlässigen Planung der
Zinsausgaben Probleme.
Anhand von praktischen Beispielen wurde den Teilnehmern/-innen
in dieser Veranstaltung aufgezeigt, dass mit einem effizienten Zins- und
Schuldenmanagement die Liquidität der Kommunen gut gesteuert werden kann. Clemens Stoffers, Leiter des Vermögens- und Schuldenmanagements der Stadt Essen präsentierte, wie in sieben Schritten ein Schuldenportfolio unter Beachtung der Risiken optimiert werden kann und stellte
damit die Ergebnisse des KGSt®-Berichtes 7/2014 „Management und Risikosteuerung
kommunaler Schulden“ vor.
Sebastian Bergmann, Abteilungsdirektor öffentliche Hand/Institutionen beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), der Themendachpartner dieser Veranstaltung war, stellte die kommunale Verschuldensdiagnose und S-Kompass vor, mit dessen Hilfe die Kommunen ein
Schuldenportfolio analysieren und verwalten können.
Andreas Scholz, Gruppenleiter Bankbuchhaltung, Liquiditäts- und Schuldenmanagement bei der Stadt Leverkusen,
zeigte die praktische Anwendung der Portfoliosteuerung mit
Hilfe der Software S-Kompass. Da in der Zukunft mit Veränderungen bei der Kommunalfinanzierung zu rechnen ist, stellte
Ekkehard Grunwald, Kämmerer der Stadt Salzgitter, das hier
Ekkehard
Andreas
Grunwald
Scholz
angewandte Konzept vor. Beispielsweise werden für Investitions- und Liquiditätskredite neben der Bankfinanzierung auch Schuldscheine verwendet.
52
KGSt®-Journal Sonderausgabe
Besteuerung interkommunaler Zusammenarbeit –
Sachstand und Auswirkungen
8.3
Referenten:
Jens Röhrbein, Steuerberater, DiplomFinanzwirt (FH), Partner, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Dr. Stefan Ronnecker, Referent,
Deutscher Städtetag
Moderation und Kontakt:
Elke Grossenbacher
0221 37689-57
Elke.Grossenbacher@kgst.de
Mobile Endgeräte – Regeln,
Chancen und Risiken im
kommunalen Gebrauch
8.5
Referenten:
Kai Greinke, IT-Leiter (Technik), Vogelsbergkreis
Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves, Lehrstuhl für
Wirtschaftsinformatik (Fak. III), Universität
Siegen
Dr. Martin Wind, Abteilungsleiter „Zentrale Dienste“ der Senatorin für Soziales,
Kinder, Jugend und Frauen der Freien
Hansestadt Bremen
Moderation und Kontakt:
Gregor Zajac
0221 37689-953
Gregor.Zajac@kgst.de
1_2014
D
ie Veranstaltung stand unter der besonderen Herausforderung, dass sich derzeit
nach neuerer Rechtsprechung zwar eine Steuerpflicht für manche Projekte interkommunaler Zusammenarbeit abzeichnet, derzeit aber das genaue Ausmaß mangels
abgeschlossener Gesetzesneuregelungen noch unbekannt ist. Insofern konzentrierten
sich die beiden Referenten, Jens Röhrbein, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und
Dr. Stefan Ronnecker, Deutscher Städtetag, auf die Aufarbeitung der aktuellen Situation. Jens Röhrbein analysierte zunächst den Widerstreit zwischen UStG und MwStSysRL
und der jeweils dazu einschlägigen Rechtsprechung und stellte einige denkbare Fallkonstellationen dar. Als Fazit lässt sich festhalten, dass die juristische Beurteilung einer Steuerpflicht zunehmend darauf aufbaut, ob es durch Steuervorteile der öffentlichen Hand zu
Wettbewerbsverzerrungen kommen kann.
Anschließend berichtete Dr. Stefan Ronnecker über die derzeit laufenden Aktivitäten
der Gesetzgebung und der Kommunalen Spitzenverbände, die Situation möglichst im
Sinne der Kommunen zu regeln. Jedoch ist nach vorsichtiger Schätzung davon auszugehen, dass vor 2018 keine Rechtssicherheit eintreten wird. Kommunen sollten daher
Neuvorhaben vorsichtig auch unter der Risikobetrachtung einer möglichen Besteuerung
angehen.
Die äußerst komplexe Materie lässt sich hier nur anreißen, die im KGSt®-Portal
hinterlegten Folien enthalten für Interessierte weitergehende Informationen. Unter der
Kennung 20141016A0039 oder durch Klick auf den Link können KGSt®-Mitglieder diese
Unterlagen im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
D
ie Frage zu Beginn der Veranstaltung „Wer hat ein mobiles Endgerät dienstlich in
Dresden während des KGSt®-FORUMS genutzt?“ bejahten nahezu 100 Prozent
der Teilnehmer und Teilnehmerinnen durch Handzeichen. Dieses Ergebnis und auch die
hohe Anzahl von über 260 Anmeldungen zeigten, dass mobile Endgeräte wie Tablets,
Notebooks oder Smartphones für Kommunalverwaltungen eine immer wichtigere Rolle
spielen und für die verwaltungsinterne Nutzung Regelungsbedarf besteht.
Dr. Martin Wind, Abteilungsleiter „Zentrale Dienste“ der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen der Freien Hansestadt Bremen, berichtete als Einführung in die
Veranstaltung zunächst über Chancen und Risiken im kommunalen Gebrauch von mobilen Endgeräten aus Sicht der Freien Hansestadt Bremen.
Kai Greinke stellte anschließend die aktuelle Dienstanweisung des Vogelsbergkreises vor, die sowohl die dienstliche Nutzung privater als auch die private Nutzung dienstlicher mobiler Endgeräte regelt und berichtete aus dem Erfahrungsschatz des ersten
Jahres. Zunächst wurde die Dienstvereinbarung im Vergleichsring IT-Service im kleinen
Kreis vorgestellt und dann als gutes kommunales Beispiel identifiziert und über die BestPractice-Datenbank der KGSt allen Mitgliedern zugänglich gemacht. Unter der Kennung
20130729A0014 steht sie KGSt®-Mitglieder im KGSt®-Portal zur Verfügung.
Besondere Aufmerksamkeit fand der
abschließende Ausblick auf zukünftige Nutzungsmöglichkeiten von mobilen Endgeräten in der Kommunalverwaltung. Prof. Dr.
Dr. Bjoern Niehaves regte die Phantasie der
Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit humorvollen Beispielen und Fachwissen rund
um zukünftige Technologien an. Von der
Datenbrille für Politessen bis hin zum Einsatz von mobilen Sensorik-Geräten in den
Bürgerbüros wurde in der Veranstaltung
53
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
bildhaft beschrieben, wie mobile Endgeräte den kommunalen Alltag schon in wenigen
Jahren verändern könnten.
Unter der Kennung 20140924A0172
oder durch Klick auf den Link können
KGSt®-Mitglieder die Veranstaltungsfolien im KGSt®-Portal abrufen (hier klicken).
Insgesamt wurde deutlich, dass es Kommunen nicht dauerhaft gelingen wird, den
Einsatz von privaten mobilen Endgeräten für dienstliche Zwecke zu verhindern. Kommunen sollten sich den Wünschen der Beschäftigten gegenüber offen zeigen und gleichzeitig versuchen, den Einsatz von privater Hardware für die Kommunalverwaltung möglichst
sicher zu machen.
D
Wir unterstützen mit
Wirkung! Der KGSt®Wirkungsmonitor
er neu entwickelte KGSt®-Wirkungsmonitor hat die Premiere auf dem KGSt®FORUM 2014 erfolgreich überstanden. Vor der offiziellen Premiere am Freitag gab
es bei den Live-Demos am KGSt®-Stand schon einen regen Austausch und sehr positive
Rückmeldungen.
Zitate:
Eine super Unterstützung
für die wirkungsorientierte
Steuerung
Endlich gibt
es hier was!
Kontakt:
KGSt ® -FORUM 2014
Bettina Henrichs
0221 37689-42
Bettina.Henrichs@kgst.de
1.7 Wir unterstützen mit Wirkung!, 19.09.2014, Henrichs
Eine gute
Ergänzung zu
bestehenden
Verfahren.
Die Stadt Ludwigsburg ist die erste Pilotkommune, die den Wirkungsmonitor in der
Praxis getestet hat. Fazit des ersten Bürgermeisters Konrad Seigfried: „Wer Kommune
steuert, muss Wirkungen sehen. Mit dem Wirkungsmonitor der KGSt steht endlich ein
Instrument zur Verfügung.“
Bürgerkommune
für nachhaltige Stadtentwicklung
3
Auszug aus dem Vortrag von Konrad Seigfried auf dem KGSt®-FORUM:
© KGSt® Köln, KGSt ® -FORUM 2014 1.7 Wir unterstützen mit Wirkung!, 19.09.2014, Henrichs
KGSt Wirkungsmonitor
Dr. Alfred Reichwein
0221 37689-44
Alfred.Reichwein@kgst.de
Fehlender Baustein in unserer Steuerung
Große Anwendungsbreite: von Projektsteuerung
bis zu komplexem strategischen Management
 Information ist differenziert und aggregiert
 Transparenz für Bürger, Politik und Verwaltung
 Praxisnahe Umsetzung mit einfacher Bedienbarkeit


Lohnender Aufwand für Pilotkommune!
Der Wirkungsmonitor hat zwei wesentliche Ausrichtungen:
1. Unterstützung einer wirkungsorientierten Steuerung durch die Visualisierung und
Strukturierung von steuerungsrelevanten Informationen
2. Vereinfachung einer Multiprojektsteuerung
© KGSt® Köln, KGSt ® -FORUM 2014
Die KGSt stellt die Anwendung im Rahmen der Leistungen für Mitglieder ohne
Berechnung des Entwicklungsaufwands
zur Verfügung.
Es entstehen Kosten für Betrieb, Pflege
und Weiterentwicklung der Software
und gegebenenfalls für Beratung.
In der Anlaufphase bieten wir individuelle Preisvereinbarungen an.
Der Wirkungsmonitor soll insbesondere Kommunen unterstützen, die beteiligungsorientierte Projekte steuern wollen, an denen viele unterschiedliche Akteure zusammenwirken.
Mögliche Handlungsfelder:
Gesamtstrategie, Demografie, Bürgerbeteiligung, Integration, Sozialplanung, Bildung etc.
54
KGSt®-Journal Sonderausgabe
1_2014
Besondere Kennzeichen:
„„Alle steuerungsrelevanten Informationen auf einen Blick
„„Reduziert die Komplexität
„„Auswertungen über eine Filterfunktion nach Zielen, Zielgruppen und
Wirkungsindikatoren
„„Beobachtung der Zielerreichung – Monitoring
„„Strukturiertes Vorgehen bei der Einführung oder Weiterentwicklung der
wirkungsorientierten Steuerung
Technische Voraussetzungen:
„„Browserbasierte Anwendung (Anwendung auf Laptops, Desktop-PCs, Tablets
und Smartphones möglich)
Die Standpräsentation kann unter der
Kennung 20140925A0015 oder unter
dem aufgeführten Link (hier klicken) abgerufen werden.
„„Betrieb und Pflege erfolgt durch die Lecos GmbH
Kooperation:
Der Wirkungsmonitor wurde in Kooperation mit der Lecos GmbH und der Syncwork AG
entwickelt.
n Impressum
Verlag: Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt)
Verantwortlich: KGSt - Der Vorstand
Redakteurin: Martina Senekowitsch (Martina.Senekowitsch@kgst.de)
Anschrift: KGSt, Gereonstraße 18-32, 50670 Köln
Telefon: 0221 37689-31, Telefax: 0221 376 89-7431
© 2014 KGSt Köln
55
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