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Gemeindebrief - Fürstenwalde

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04
2015
Evangelisch-Lutherische Kirche Fürstenwalde (Spree)
Altlutherische Gemeinde in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche
Vom Zeichenglauben zum Wortglauben
Der Zeichenglaube lebt
von den Zeichen und Wundern, die Gott auf Erden tut.
Man könnte ihn auch
„Indizienglaube“ nennen:
Indizien sind Hinweise und
Beweisstücke, die man wie
ein Puzzle zusammensetzen kann und die dann
einen bestimmten Sachverhalt ergeben.
Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!
Gemälde von Lucas Cranach d. Ä.
Auch am ersten Ostermorgen gab es Zeichen und
Indizien; sie bewiesen
Christi Auferstehung. Da
war zunächst das leere
Grab. Der Stein ist weggewälzt. Als Petrus und
Johannes das von Maria aus
Magdala hören, rennen sie
sofort los, um sich von dieser unglaublichen Tatsache
zu überzeugen. Johannes,
wohl der Jüngere von den
beiden, hat die bessere Kondition
und ist eher da. Er sieht: Tatsächlich,
der Stein ist weggewälzt, das Grab
ist leer. Die Leinentücher liegen da,
das ist ein weiteres Indiz. Wenn hier
Grabräuber am Werk gewesen
wären, dann hätten sie das kostbare
Leinen sicher mitgenommen. Jetzt
kommt auch Petrus an und findet
ebenfalls alles wie beschrieben.
Aber er schaut genauer hin und entdeckt ein weiteres Indiz: Das
Schweißtuch, das man dem Leichnam Jesu ums Haupt gebunden hatte,
liegt säuberlich zusammengefaltet
an einer anderen Stelle. Unmöglich,
dass jemand, der die Leiche stehlen
wollte, sich mit solcher Arbeit aufgehalten hätte. Jetzt erst betritt auch
Johannes das Grab. „Er sah und
glaubte“, heißt es von ihm. Er glaubt
aufgrund der Zeichen, die er mit seinen Augen sieht und die den Schluss
nahelegen: Jesus muss auferstanden
sein. Und es gibt noch wesentlich
mehr Indizien, die Jesu Auferstehung beweisen. Er hat zum Beispiel
mehrfach mit den Jüngern gegessen
und getrunken. Eingebildete Personen verzehren keine Lebensmittel.
Thomas darf später sogar die Wunden Jesu berühren.
Sämtliche Erscheinungen des Auferstandenen vor den Jüngern sind ein
Zugeständnis, dass Menschen für
den Glauben Zeichen brauchen. Jesus hätte ja ebensogut auch gleich
aus dem Grab in den Himmel fahren
können. Das Wort des Alten Testaments und seine eigenen Prophezeiungen müssten eigentlich genügen, um das Geschehen richtig zu
deuten. Aber um des menschlichen
Kleinglaubens willen hinterlässt der
Herr deutliche Spuren und eindeutige Indizien seiner Auferstehung.
Bis zum heutigen Tag schenkt uns
der dreieinige Gott Zeichen und
Indizien dafür, dass er lebt und für
uns sorgt. Solche Zeichen sind uns
große Glaubenshilfen. Besonders in
Krisensituationen erleben Menschen
Gottes Wunder, bis zum heutigen
Tag. Viele Christen können von wunderbaren Bewahrungen berichten,
die sich durch die Gesetze dieser
Welt oder mit dem Zufall nicht
erklären lassen. Viele haben es auch
erlebt, dass Gott Kranke gesund
macht, ohne dass es dafür eine medizinische Erklärung gibt. Viele Menschen haben durch besondere Zeichen Wegweisung für ihr Leben bekommen. Und wer sich mit der Natur
und ihren Gesetzen beschäftigt,
muss zu dem Schluss kommen, dass
die ganze Welt ein einziges Wunder
ist, ein einziges Zeichen dafür, dass
Gott dies alles geschaffen hat und
noch erhält. Letztlich sind solche
Zeichen aber eigentlich nur Krücken
für den Glauben. „Selig sind, die
nicht sehen und doch glauben“, sagte
der Auferstandene dem ungläubigen
von Gottes Macht, wo wir keine
Zeichen und keine Indizien haben
werden. Für die grundlegenden
Inhalte unseres Glaubens gibt es
ohnehin keine sichtbaren Belege:
Der Wortglaube bzw. Schriftglaube
Wir können nicht sehen, ob uns die
vertraut blind darauf, was Gott sagt.
Sünden vergeben sind. Wir haben
Er glaubt sogar wider den Augennichts in der Hand, mit dem wir das
schein. Abraham hatte solchen Glauewige Leben beweisen könnten. Wir
ben: Er glaubte dem Herrn nicht wekönnen das neue Herz, das Christus
gen
irgendwelcher
uns schaffen will,
Zeichen, dass er einen
Christus spricht:
nicht auf den PrüfSohn bekommen würSelig sind, die
stand stellen, mit dem
de, sondern allein auf
nicht sehen und
Herzen eines Ungläusein Wort hin, obwohl
doch glauben.“
bigen vergleichen und
er schon hundert JahJohannes 20,29
feststellen: Aha, bei
re alt war. Die Kirche
uns läuft alles besser.
glaubt allein auf das
Es gibt kein Messgerät für das
Wort hin, dass Christus wiederVorhandensein des Heiligen Geistes,
kommen wird, obwohl er nun schon
der uns verheißen ist. In diesen Dinzwei Jahrtausende lang auf sich
gen will Jesus uns zum Wortglauben
warten ließ. Denn: „Selig sind, die
führen, wie er es auch bei seinen
nicht sehen und doch glauben!“
damaligen Jüngern gemacht hat. Wir
Der Auferstandene will auch uns sollen glauben, weil Gott es so gevom Zeichenglauben zum Wort- sagt hat – aus keinem anderen
glauben führen. Es ist gut, wenn wir Grund. Das Wunderbare aber ist
immer wieder herrliche Erfahrungen nun: In Gottes Wort wohnt die gemit Gott machen, wenn wir im eige- heimnisvolle Kraft, dass wir es auch
nen Leben und um uns herum den glauben können. Jeder, der sich dem
Auferstandenen am Werke sehen. Es göttlichen Wort nicht verschließt,
ist aber noch besser, ihm auch dann wird immer mehr merken, dass es ein
zu vertrauen, wenn alles gegen ihn verlässliches Wort ist. Und die Sazu sprechen scheint. Es ist besser zu kramente Taufe und Abendmahl
singen: „Wenn ich auch gar nichts verdichten das Wort und verbinden
fühle / von deiner Macht, / du führst es mit Zeichen – freilich keine
mich doch zum Ziele, / auch durch Indizien, sondern „Wortzeichen“,
die Nacht.“ Denn die Zeiten kom- also Zeichen, die aus der Kraft des
Matthias Krieser
men, wo wir nichts fühlen werden Wortes leben.
Thomas. Er und die anderen Jünger
hatten noch nicht den Wortglauben;
dahin wollte sie der Auferstandene
erst noch führen.
Termine Fürstenwalde
Mi 01. 04.
Do 02. 04.
Fr 03. 04.
So 05. 04.
Mo 06. 04.
Mi 08. 04.
So 12. 04.
Mo 13. 04.
Di 14. 04.
Fr 17. 04.
So 19. 04.
Di 21. 04.
Sa 25. 04.
So 26. 04.
Mo 27. 04.
Di 28. 04.
So 03. 05.
Di 05. 05.
Mi 06. 05.
Sa 09. 05.
So 10. 05.
FW 17.30: Singchorprobe
Gründonnerstag
FW 15.00: Gottesdienst mit Abendmahl
Karfreitag
FW 10.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
Ostersonntag
FW 8.00: Morgenlob
anschl. gemeinsames Frühstück
FW 10.00: Gottesdienst mit Abendmahl
WR 15.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
Ostermontag
FW 10.00: Predigtgottesdienst
FW 15.00: Rentnernachmittag
Quasimodogeniti
FW 10.00: Gottesdienst mit Lektor
Kollekte: Hilfsfonds der SELK
WE 19.00: Gesprächskreis Wendisch Rietz Bibelarbeit
FW 16.00: Unterricht
FW 17.00: Frauenkreis
Miserikordias Domini
FW 10.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
(Pastor Schröter)
GU 15.00: Bibelstunde
FW 10.00: Gebetskreis
FW 10.00: Vorbereitung der Konfirmanden auf die Konfirmation
Jubilate
FW 10.00: Gottesdienst mit Abendmahl und
Konfirmandenprüfung
WE 18.00(!): Gesprächskreis Wendisch Rietz Filmabend
FW: 10.00 Gebetskreis
Kantate
FW 10.00: Gottesdienst mit Konfirmation und Abendmahl
WR 15.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
FW 10.00: Gebetskreis
FW 15.00: Rentnernachmittag
Ausflug nach Eisenhüttenstadt
Rogate
FW 10.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
Mo 11. 05.
Di 12. 05.
Do 14. 05.
So 17. 05.
Di 19. 05.
Mi 20. 05.
Fr 22. 05.
WE 19.00: Gesprächskreis Wendisch Rietz
Thema: Pflegebedürftige Angehörige
FW 10.00: Gebetskreis
Christi Himmelfahrt
FW 10.00: Gottesdienst mit Heiligem Abendmahl
Exaudi
FW 10.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
GU 15.00: Bibelstunde
FW 10.00: Gebetskreis
Ökumenischer Pfingstempfang im Fürstenwalder Dom
FW 17.00: Frauenkreis
FW = Fürstenwalde, Dr.-Wilhelm-Külz-Str. 55 (wo nicht anders angegeben)
GU = Gusow, Alte Zuckerfabrik 6 (Familie Hagen)
WE = Wendisch Rietz Siedlung, Heideweg 15 (Familie Buchwald)
WR = Wriezen, Landeskirchliche Gemeinschaft, Mauerstr. 22
Übergemeindliche Termine
Sa 18. 04.
So 26. 04.
Do 30. 04.
So 03. 05.
So 10. 05.
Do 14. 05.
Fr 22. 05.
bis 19. 04.: Kinder-Singewochenende in Heldrungen
14.00: 30. Kirchweihjubiläum in Luckenwalde
bis 03. 05.: Ostinato-Konzertwochenendn
eG
i üstrow
Einweihung des Begegnungszentrums „alte Lateinschul e“ in
Wittenberg
Einführung von Pfr. Dr. Martens in Berlin-Steglitz
bis 17. 05.: Allgemeine Kirchenmusiktage in Wiesbaden
bis 25. 05.: Jugend-Pfingstcamp in Greifswald
Osterfrühstück
Wie in den vergangenen Jahren laden wir alle ein, den Ostermorgen gemeinsam zu verbringen. Wir beginnen um 8.00 Uhr mit einem kurzen
Morgenlob. Dann schließt sich ein
Frühstück an, zu dem jeder, der
möchte, etwas mitbringen mag. Unser Festgottesdienst beginnt dann
um 10.00 Uhr.
Z
u allen Gottesdiensten
und
Gemeindeveran-
staltungen sind nicht nur die
Gemeindeglieder,
sondern
auch alle Interessierten herzlich willkommen – und sei es
nur, um einmal unverbindlich „hineinzuschnuppern“.
Gemeindeausflug
Wer: Gemeindeglieder und Interessierte, die mitfahren möchten und gut zu
Fuß sind.
Wann: Abfahrt am Sonnabend, 09.Mai um 09.00 Uhr von unserer Kirche aus.
Was: Besuch der Planstadt Eisenhüttenstadt und Spaziergang im Schlaubetal.
Ablaufplan:
09.00 Uhr: Abfahrt von Fürstenwalde in PKW oder Bus
10.00–12.00 Uhr: Besuch des Dok.- Zentrums für Alltagskultur in der DDR
12.00–13.00 Uhr: Führung durch die Planstadt Eisenhüttenstadt (Stalinstadt)
13.00 Uhr: Mittagessen in Eisenhüttenstadt
14.00 - 16.00 Uhr: Bei schönem Wetter Spaziergang im Schlaubetal,
bei Regen Besuch der Friedenskirche in Eisenhüttenstadt
16.00 Uhr: Kaffeetrinken oder Eisessen
17.00 Uhr: Heimfahrt
18.00 Uhr: Wieder zu Hause
Verantwortlich für das Programm: Matthias Krieser und Peter Schwickert
Peter Schwickert ist Museums-Pädagoge in Eisenhüttenstadt.
Bitte möglichst bald anmelden!
Für uns getragen
Großer König, Herr der Gnade,
Jesus Christus, Gottes Sohn,
voller Demut wollen neigen
wir uns nun vor deinem Thron.
Und du legst in unsre Hände
jedes Tages neue Last,
die du wandeln willst in Freude,
wie du zugedacht sie hast.
Wie hast du dich hingegeben
in des Kreuzes Todesschatten,
zu besiegen Tod und Teufel,
damit wir das Leben hatten.
Dankbar wollen wir nun beugen
vor dir, großer Gott, die Knie
und von deiner Liebe zeugen,
denn du, Herr, verlässt uns nie.
Marlies Brümmer
Unsere Konfirmanden
Foto: Krieser
Paulina Asanow, Jonathan
Eckert und Denise Eckert
(v. l.) werden am 3. Mai
(Kantate) bei uns konfirmiert. Die Vorstellung der
Konfirmanden (Prüfung)
findet am 26. April im Gottesdienst statt – diesmal mit
Aufsätzen der Konfirmanden zu christlichen Themen.
Ökumenische Osterzeitung
Der Ökumenische Arbeitskreis Fürstenwalde bringt
vor der Karwoche eine
Osterzeitung heraus, die
kostenlos an alle Haushalte
der Stadt verteilt wird. Darin finden sich u. a. Artikel
über Karfreitag, Ostern und
Pfingsten sowie eine Übersicht aller christlichen Gottesdienste um Ostern. Auch
unsere Gemeinde ist vertreten. Dietrich Techel und
Matthias Krieser haben aktiv an dem Heft mitgearbeitet.
Einige zusätzliche Exemplare werden in der Kirche
ausliegen. Sie sind zum persönlichen Weitergeben und
Einladen gedacht.
Wenn unzustellbar, zurück!
Bei Umzug mit neuer Anschrift zurück!
MONATSSPRUCH APRIL 2015:
Der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten, sprachen:
Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
Matthäus 27,54
Evangelisch-Lutherische Kirche Fürstenwalde (Spree)
Altlutherische Gemeinde in der Selbständigen Evang.-Lutherischen Kirche (SELK)
Anschrift: Dr.-Wilhelm-Külz-Str. 55, 15517 Fürstenwalde
Telefon: 03361/4466; E-Mail: Fuerstenwalde@selk.de
Pfarrer: Matthias Krieser (Tel. privat 03361/374621)
Kirchenvorsteher:
Christoph Buchwald (Tel. 033679/ 5401);
Jutta Hanisch (Tel. 03361/ 305437); Jörg Schöbel
(Tel. 0174/9386271); Erika Suetin (Tel. 03361/748819);
Kassenführerin Olga Stolbunov (Tel. 0 3361/367058)
Internetpräsenz: www.selk-fuerstenwalde.de
Bankverbindung: Sparkasse Oder-Spree,
IBAN: DE97 1705 5050 3110 0831 66, BIC: WELADED1LOS
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