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Tafelbilder für Phase I
M1
Was ist Rechtsextremismus?
Nationalismus
•
die eigene Nation
wird überhöht
•
die eigene Nation
wird als besser
dargestellt
Rassismus
•
die 'deutsche'
oder 'nordische
Rasse' wird als
anderen 'Rassen'
überlegen
dargestellt
•
daraus wird eine
Ungleichbehandlung
verschiedener
Ethnien
gerechtfertigt
Antipluralismus
•
Pluralismus und
Parteienvielfalt
werden als
schädlich
dargestellt
Autoritarismus
•
die Notwendigkeit
einer starken
Führung bzw.
eines 'Führers'
wird behauptet
Hypothesen zu den Ursachen von Rechtsextremismus:
-
Sozialisation und Erziehung
-
Gruppenzwang
-
Arbeitslosigkeit
-
Unzufriedenheit mit Politik
-
Frust auf Politiker
-
Protest
„schwache“ Erklärungen
„starke“ Erklärungen
„Der Schrei“ (Folie)
Quelle:
M2
Geschichte konkret 3. Ein Lern- und Arbeitsbuch. Schroedel. Hannover 1998. S. 248.
Wertetypen (Folie)
M3
Arbeitsblatt:
1. Wertetypen:
2. Wertewandel:
M4
............................................................................................
Finden Sie Bezeichnungen für den jeweiligen Wertetyp und führen Sie Beispiele an.
Beschreiben Sie die Entwicklung der Werthaltung der letzten Jahrzehnte.
Ausprägungen des
Wertewandels in
Deutschland
aus: Thomas Gensicke:
Sozialer Wandel durch
Modernisierung,
Individualisierung und
Wertewandel. In: Aus
Politik und
Zeitgeschichte 42/1996
S.10, aktualisiert nach
Angaben von EMNID
3. Wertewandel und Rechtsextremismus: Rufen Sie sich die Merkmale rechtsextremer Gesinnung in
Erinnerung. Erläutern Sie dann, inwiefern die Zeitdiagnose Aufschluss gibt über die Ursachen von
Rechtsextremismus.
Richard Sennett - Der flexible Mensch
M5
1. Stellen Sie anhand des Textes die Thesen und Argumentationen Sennetts zusammen.
Versetzen Sie sich in die Lage, den Inhalt des Textes den anderen Gruppen
verständlich zu schildern.
2. Inwiefern trägt der von Sennett beschriebene Prozess möglicherweise zur Attraktivität
rechtsextremen Gedankengutes bei?
Heute wird der Begriff »flexibler Kapitalismus« zunehmend gebraucht, um ein System zu
beschreiben, das mehr ist als eine bloße Mutation eines alten Themas. Die Betonung liegt auf
der Flexibilität. Starre Formen der Bürokratie stehen unter Beschuß, ebenso die Übel blinder
Routine. Von den Arbeitnehmern wird verlangt, sich flexibler zu verhalten, offen für kurzfristige
Veränderungen zu sein, ständig Risiken einzugehen und weniger abhängig von Regeln und
förmlichen Prozeduren zu werden.
Die Betonung der Flexibilität ist dabei, die Bedeutung der Arbeit selbst zu verändern und damit
auch die Begriffe, die wir für sie verwenden. »Karriere« zum Beispiel bedeutete ursprünglich
eine Straße für Kutschen, und als das Wort schließlich auf die Arbeit angewandt wurde, meinte
es eine lebenslange Kanalisierung für die ökonomischen Anstrengungen des einzelnen. Der
flexible Kapitalismus hat die gerade Straße der Karriere verlegt, er verschiebt Angestellte
immer wieder abrupt von einem Arbeitsbereich in einen anderen. Das Wort »Job« bedeutete im
Englischen des 14. Jahrhunderts einen Klumpen oder eine Ladung, die man herumschieben
konnte. Die Flexibilität bringt diese vergessene Bedeutung zu neuen Ehren. Die Menschen
verrichten Arbeiten wie Klumpen, mal hier, mal da.
Es ist nur natürlich, daß diese Flexibilität Angst erzeugt. Niemand ist sich sicher, wie man mit
dieser Flexibilität umgehen soll, welche Risiken vertretbar sind, welchem Pfad man folgen soll.
Um den Fluch vom Begriff »Kapitalismus« zu nehmen, wurden im letzten Jahrhundert viele
Umschreibungen kreiert, wie »freies Unternehmertum« oder »marktwirtschaftliches System«.
[...]
Vielleicht der verwirrendste Aspekt der Flexibilität ist ihre Auswirkung auf den persönlichen
Charakter. In der Geistesgeschichte bis zurück in die Antike gibt es kaum einen Zweifel an der
Bedeutung des Wortes Charakter: es ist der ethische Wert, den wir unseren eigenen
Entscheidungen und unseren Beziehungen zu anderen zumessen. Horaz hat geschrieben, daß
der Charakter eines Menschen von seinen Verbindungen zur Welt abhängt. In diesem Sinne ist
Charakter ein umfassenderer Begriff als sein moderner Nachkomme, die Persönlichkeit, bei der
es auch um Sehnsüchte und Gefühle im Inneren geht, die niemand anderes erkennt.
Der Charakter konzentriert sich insbesondere auf den langfristigen Aspekt unserer emotionalen
Erfahrung. Charakter drückt sich durch Treue und gegenseitige Verpflichtung aus oder durch
die Verfolgung langfristiger Ziele und den Aufschub von Befriedigung um zukünftiger Zwecke
willen. Aus der wirren Vielfalt von Empfindungen, mit der wir alle uns jederzeit
herumzuschlagen haben, wählen wir einige aus und versuchen sie aufrechtzuerhalten. Diese
nachhaltigen Züge werden zum Charakter, es sind die Merkmale, die wir an uns selbst
schätzen und für die wir den Beifall und die Zuwendung der anderen suchen.
Wie aber können langfristige Ziele verfolgt werden, wenn man im Rahmen einer ganz auf das
Kurzfristige ausgerichteten Ökonomie lebt? Wie können Loyalitäten und Verpflichtungen in
Institutionen aufrechterhalten werden, die ständig zerbrechen oder immer wieder umstrukturiert
werden? Wie bestimmen wir, was in uns von bleibendem Wert ist, wenn wir in einer
ungeduldigen Gesellschaft leben, die sich nur auf den unmittelbaren Moment konzentriert? Dies
sind die Fragen zum menschlichen Charakter, die der neue flexible Kapitalismus stellt.
Quelle:
Sennett, Richard: Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus.
3. Aufl. Berlin 2000. S. 10-12. Gekürzt.
Ulrich Beck – Individualisierung
M6
1. Stellen Sie anhand des Textes die Thesen und Argumentationen Becks auf der Folie
zusammen. Versetzen Sie sich in die Lage, den Inhalt des Textes den anderen Gruppen
verständlich zu schildern.
2. Inwiefern trägt der von Beck beschriebene Prozess möglicherweise zur Attraktivität
rechtsextremen Gedankengutes bei?
Individualisierung bedeutet in diesem Sinne, daß die Biographie der Menschen aus
vorgegebenen Fixierungen herausgelöste offen, entscheidungsabhängig und als Aufgabe in
das
Handeln
jedes
einzelnen
gelegt
wird.
Die
Anteile
der
prinzipiellen
entscheidungsverschlossenen Lebensmöglichkeiten nehmen ab, und die Anteile der
entscheidungsoffenen, selbst herzustellenden Biographie nehmen zu. Individualisierung von
Lebenslagen und -verläufen heißt also: Biographien werden »selbstreflexiv«; sozial
vorgegebene wird in selbst hergestellte und herzustellende Biographie transformiert. Die
Entscheidungen über Ausbildung, Beruf, Arbeitsplatz, Wohnort, Ehepartner, Kinderzahl usw.
mit all ihren Unterunterentscheidungen können nicht nur, sondern müssen getroffen werden.
Selbst dort, wo die Rede von »Entscheidungen« ein zu hochtrabendes Wort ist, weil weder
Bewußtsein noch Alternativen vorhanden sind, wird der einzelne die Konsequenzen aus seinen
nicht getroffenen Entscheidungen »ausbaden« müssen. Dies bedeutet: durch institutionelle und
lebensgeschichtliche
Vorgaben
entstehen
gleichsam
Bausätze
biographischer
Kombinationsmöglichkeiten. Im Übergang von der »Normal- zur Wahlbiographie« (Ley) bildet
sich der konfliktvolle und historisch uneingeübte Typus der »Bastelbiographie« heraus. Das
Entweder-Oder von reichen und benachteiligten Lebens- bzw. Konfliktlagen wird relativiert
durch lebensphasenspezifische Problemkumulationen (etwa für die Jungen Erwachsenen das
Zusammentreffen von Entscheidungen über Ehe, Kinder und Beruf der Ehepartner), die privat
und Institutionen besonderer Planungen und Abstimmungen bedürfen. [...]
In der individualisierten Gesellschaft muß der einzelne entsprechend bei Strafe seiner
permanenten Benachteiligung lernen, sich selbst als Handlungszentrum, als Planungsbüro in
bezug auf seinen eigenen Lebenslauf, seine Fähigkeiten, Orientierungen, Partnerschaften usw.
zu begreifen. »Gesellschaft« muß unter den Bedingungen des herzustellenden Lebenslaufes
als eine »Variable« individuell gehandhabt werden. Sicherlich ist die Knappheit der
Bildungschancen ein alle betreffendes Problem; was heißt das aber für das Schmieden meines
eigenen Schicksals, das mir keiner abnehmen kann? Was kann, muß ich in die Wege leiten,
um auch noch bei einem Notendurchschnitt von 2,4 Medizin studieren zu können? Auf diese
Weise müssen die gesellschaftlichen Determinanten, die in das eigene Leben hineinschlagen,
als »Umweltvariable« begriffen werden, die durch »Maßnahmenphantasie«, die auf den
eigenen Handlungsradius bezogen ist, und entsprechend der »Binnendifferenzierungen« von
Kontakt- und Aktivitätsmöglichkeiten für den eigenen Lebensraum abgemildert, unterlaufen
oder außer Kraft gesetzt werden können.
Quelle:
Beck, Ulrich: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne.
Frankfurt/M.1986. S. 216 f. Gekürzt.
Tafelbild - Zusammenfassung von Phase II
M7
Ursachen von
Rechtsextremismus –
Zusammenfassung
Wertewandel,
verstanden als ....,
führt zu bestimmten
Bedürfnissen und
Orientierungen, wie...,
weil...
Flexibilisierung,
verstanden als ....,
führt zu bestimmten
Bedürfnissen und
Orientierungen, wie...,
weil...
Individualisierung,
verstanden als ....,
führt zu bestimmten
Bedürfnissen und
Orientierungen,
wie..., weil...
Szenariotechnik (Folie)
M8
Ziele:
•
•
•
mögliche Zukünfte deutlich machen
Einsicht fördern, dass Zukunft gestaltbar ist
Verdeutlichung der Offenheit der Zukunft
Phasen
Arbeitsschritte
1
Problemanalyse
Genaue Beschreibung des Problems:
•
•
•
Welche Erscheinung ist zu beobachten?
Wer ist betroffen?
Welche Fakten und Zusammenhänge sind
bekannt?
Es werden jene Einflussbereiche
2
Deskriptorenbestimmung („Deskriptoren“) festgelegt, die durch das
Problem von der Veränderung betroffen sind.
Beim Problem Autoverkehr wären das z.B.:
Umwelt, Mensch, Automobilindustrie etc.
Jeder Einflussbereich muss positiv sowie
auch negativ ausgefüllt werden können!
3
Szenarioentwicklung
Die Szenarien werden entwickelt. Kriterien:
•
•
•
•
4
Problemlösung
Welche Handlungsmöglichkeiten können
gewünschte Entwicklungen verstärken oder
ungewünschte abmildern?
•
•
•
nach: Weinbrenner (1999): S. 376.
Beachtung der Deskriptorenbestimmung
innere Kohärenz
'Stabilität' der Szenarien
extreme Darstellung
Was kann das Individuum tun?
Was wären politische Maßnahmen?
Was können andere Gruppen und
Institutionen der Gesellschaft (Schule,
Kirche, Vereine, ...) tun?
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