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GFP-BRIA-Infosheet - German Food Partnership

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Infosheet
Better Rice Initiative Asia (BRIA)
Qualitativ hochwertiger Reis für Südostasien
1. Hintergrund
In den meisten Ländern
Asiens
ist
Reis
das
wichtigste
Grundnahrungsmittel. Meist
bauen
kleinbäuerliche
Betriebe den Reis an,
entweder
für
den
Eigenbedarf oder für den
lokalen Markt. Nur etwa fünf
Prozent
der
erzeugten
Menge gehen in den
Export. Reis stellt für die
Ernährung und die lokale
Wertschöpfung
die
wichtigste Anbaukultur in
Südostasien dar.
© laif/ Bruno Morandi
Reis stellt für die Ernährung und die lokale Wertschöpfung die wichtigste
Gleichzeitig
führt
das Anbaukultur in Südostasien dar.
Bevölkerungswachstum in
Asien zu einer steigenden
Reisnachfrage. Diese wird
sich
durch
stagnierende
Erträge,
zurückgehende Anbauflächen, immer weniger
2. Ziel des Projektes
Bauern
und
klimatische
Veränderungen
zukünftig nicht mehr bedienen lassen. Um die
Diese Herausforderungen können die kleinbäuErnährung langfristig zu sichern, bedarf es
erlichen Betriebe meistern, wenn sie in alle
deshalb einer Modernisierung kleinbäuerlicher
Schritte der Nahrungsmittelerzeugung – vom
Agrarbetriebe. Dies ist nur realisierbar, wenn
Anbau über die Verarbeitung bis zur Vermarkdie Bauern Zugang zu landwirtschaftlicher
tung – eingebettet sind.
Beratung,
Finanzierung,
Märkten
und
Betriebsmitteln haben.
Diese Herausforderungen können die kleinbäuerlichen Betriebe meistern, wenn sie in alle
Schritte der Nahrungsmittelerzeugung – vom
Anbau über die Verarbeitung bis zur Vermarktung – eingebettet sind.
3. Projektansatz
Das Projekt BRIA arbeitet zurzeit in den
Ländern Thailand, Indonesien und Philippinen.
BRIA Regionalsekretariat
Neben Projektaktivitäten in diesen Ländern
arbeitet BRIA auch auf regionaler Ebene.
Das BRIA Regionalsekretariat in Bangkok
koordiniert die Better Rice Initiative Asia auf
regionaler Ebene.
Das Sekretariat wird durch die GIZ gestellt und
durch BASF und Bayer CropScience kofinanziert.
Sämtliche Erfahrungen aus der Projektarbeit
speist das BRIA Regionalsekretariat in das
ASEAN-Sekretariat ein, damit alle ASEAN
Mitgliedsländer davon profitieren.
Philippinen
Auf den Philippinen bilden Mitarbeiter des Projekts 200 staatliche und private Agrarberatungsdienstleister in einem Training of Trainers
in den Bereichen allgemeiner Pflanzenbau,
Betriebswirtschaft und spezieller Reisanbau
aus. Die ausgebildeten Agrarberater geben ihr
Wissen in Schulungen an 8.000 Bauern in den
drei Regionen Eastern Visayas, Western Visayas und Central Luzon weiter. Das Projekt
arbeitet eng mit den landwirtschaftlichen Trainingszentren des Agrarministeriums und den
kommunalen Agrarberatungsbüros zusammen,
damit diese eine lokale, bedarfsorientierte Beratung anbieten können.
Thailand
Im Fokus steht die Wissensvermittlung moderner landwirtschaftlicher Praktiken. Das Projekt
bildet gemeinsam mit dem thailändischen
Landwirtschaftsministerium Bauern mit hohem
Einfluss auf umliegende Bauern, so genannte
Lead Farmer, aus. In einem mehrwöchigen
Training werden die Bauern zu den Themenfeldern Bodenbearbeitung, Reisaussaat, Bewässerung, Düngung, integrierter Pflanzenschutz
sowie Betriebs- und Marktwirtschaftslehre geschult. Die Lead Farmer demonstrieren anschließend ihr erlerntes Wissen den Nachbarn.
Anschauliche Fernsehkampagnen zu Guten
Landwirtschaftlichen Praktiken vermitteln den
Bauern darüber hinaus Know-how auf unterhaltsame Weise. Insgesamt profitieren so
10.000 Bauern von dem Projekt. Ferner
unterstützt das Projekt das thailändische
Landwirtschaftsministerium dabei, Strategien
zum Nachernteschutz zu erarbeiten.
Indonesien
Bis 2017 sollen 7.500 Bauern in Indonesien ihr
Einkommen aus der Reisproduktion um mindestens zehn Prozent erhöht haben. Um dies
zu erreichen, richten die Projektpartner 375
Zentren für nachhaltige Reisproduktion auf
Gemeindeebene in den drei Provinzen West
Java, Central Java und North Sumatra ein.
BRIA bildet insgesamt 125 Agrarberater, vor
allem Absolventen von landwirtschaftlichen
Ausbildungs- und Studiengängen, in nachhaltiger Reisproduktion aus. Jeder von ihnen übernimmt schließlich die Verantwortung für drei
Zentren. Dort bilden die Berater pro Zentrum je
20 so genannte Lead Farmer aus. Jeder einzelne der 7.500 Lead Farmer schult anschließend je zehn weitere Reisbauern aus seiner
Gemeinde. Auf diese Weise profitieren 7.500
indonesische Reisproduzenten direkt von den
Trainingsmaßnahmen und weitere 75.000
Reisbauern indirekt durch die Beratung der
Lead Farmer.
Weiteres Ziel von BRIA in Indonesien ist es, die
Versorgung mit nährstoffreichen Nahrungsmitteln speziell für arme Bevölkerungsgruppen zu
verbessern. Um dies zu erreichen, werden lokale Speiseölproduzenten und Reismüller geschult, Speiseöl mit Vitamine A und Reis mit
verschiedenen Mikronährstoffen, Vitaminen,
Eisen und Zink anzureichern.
4. Kooperationen und Beiträge der
Projektpartner
BRIA arbeitet auf verschiedenen Ebenen mit
einer Vielzahl unterschiedlicher Kooperationspartner
zusammen,
die
sich
nach
Partnerländern unterscheiden. Die Deutsche
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
(GIZ)
GmbH
baut
im
Auftrag
des
Bundesministeriums
für
wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im
Rahmen des Programms develoPPP.de in allen
Ländern die Projektstrukturen auf, organisiert
und kontrolliert die Projektaktivitäten und
koordiniert
sie.
Die
GIZ
entwickelt
Schulungsmaterialien, führt Schulungen für
Bauern, Agrarberater und Mitarbeiter staatlicher
Behörden durch.
Rolle der Privatwirtschaft
Unternehmen der Privatwirtschaft unterstützen
BRIA auf verschiedenen Ebenen. Alle teilnehmenden Unternehmen verfolgen das Ziel, eine
nachhaltige Reisproduktion in den Projektländern aufzubauen, um die Ernährung der Bevölkerung
zu
sichern.
Die
BRIAPartnerunternehmen teilen ihr Know-how und
ihre Erfahrungen mit den Betrieben und staatlichen Einrichtungen vor Ort. Beratungen und
Schulungen erfolgen produktionssystemneutral
und zeigen ein breites Spektrum an Guten
Landwirtschaftlichen Praktiken auf. Sämtliche
privatwirtschaftlichen BRIA-Partner haben ein
langfristiges Interesse, sich für die nachhaltige
Entwicklung des Reissektors in den BRIAPartnerländern einzusetzen.
 Schulung von 200 staatlichen Agrarberatern
zu
Guten
Landwirtschaftlichen
Praktiken im Reisanbau
 Verbesserte Marktanbindung von 1.600
Bauern
BRIA Thailand
Privatwirtschaft
Bayer CropScience unterstützt bei der Entwicklung von Trainings-Curricula für Lead Farmer
und der Herstellung von Trainingsmaterialien
für Kleinbauern.
BASF finanziert eine Fernsehshow auf dem
lokalen „Farmer Channel“ um Reisbauern über
die sach- und fachgerechte Anwendung von
Pflanzenschutzmitteln zu informieren.
Staatliche Einrichtungen
BRIA Philippinen
Privatwirtschaft
Bayer CropScience und Yara Fertilizers unterstützen die Entwicklung von Trainings-Curricula
für Agrarberater sowie die Herstellung von
Trainingsmaterialien für Kleinbauern. Bayer
CropScience unterstützt außerdem das unabhängige Monitoring der Projektmaßnahmen.
Die Fachabteilung Reis und die Abteilung für
landwirtschaftliche Beratung arbeiten bei der
Entwicklung von Trainingscurricula für Lead
Farmer und der Herstellung von Trainingsmaterialien für Kleinbauern mit.
Erwartete Ergebnisse bis 12/2017
Das landwirtschaftliche Schulungszentrum stellt
Räumlichkeiten für Trainings zur Verfügung und
unterstützt diese.
 Landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung
von 300 Lead Farmern
 Einführung von Guten Landwirtschaftlichen
Praktiken bei mindestens 10.000 Bauern,
die ihr Einkommen dadurch um 20 Prozent
erhöhen
 Entwicklung von verbesserten Nachernteverfahren im Reissektor
 Verbesserte Marktanbindung von Bauern
 Kampagnen an 50 Schulen, um das
Interesse an landwirtschaftlichen Themen
bei angehenden Junglandwirten zu erhöhen
Das
philippinische
Reisforschungsinstitut
PhilRice entwickelt Trainings-Curricula für Agrarberater und führt Schulungen für diese durch.
BRIA Indonesien
Philippinische Institutionen
Das Landwirtschaftsministerium hat den Vorsitz
des Projektsteuerungskomitees inne.
Die phillipinischen Provinzen und Kommunen
unterstützen bei Trainings für Kleinbauern.
Erwartete Ergebnisse bis 12/2017
 Erhöhung des Einkommens um 15 Prozent
bei 8.000 Reisbauern
Privatwirtschaft
BASF unterstützt bei der Entwicklung von Trainingscurricula für Agrarberater, Lead Farmer
und Kleinbauern, der Entwicklung von Trainingsmaterialien und der Durchführung von
Trainings. Außerdem führt das Unternehmen
Trainings und Workshops für Ölmühlen-
Mitarbeiter zur technischen Umsetzung der
Nährstoffanreicherung durch.
DSM unterstützt bei der Entwicklung von Curricula und von Trainingsmaterialien sowie der
Durchführung von Trainings bei lokalen Reismühlen.
Staatliche Einrichtungen
Das indonesische Agrarministerium unterstützt
die Entwicklung der Trainingsmaterialen für das
Training von Agrarberatern und Bauern. Im
Bereich Reisfortifizierung wird das Projekt
durch das indonesische Planungsministerium
unterstützt.
Erwartete Ergebnisse bis 12/2017
 Erhöhung des Einkommens von 7.500
Bauern aus der Reisproduktion um 10
Prozent
 Verbesserte Marktanbindung von Bauern
 Zwei
Reismühlen
vermarkten
nährstoffangereichten Reis
 Es liegt ein Konzept für nährstoffangereicherten Reis als Teil des sozialen
staatlichen Sicherungssystems vor
 Ausbildung
von
Nahrungsmittelkontrolleuren
Herausgeber
Deutsche Gesellschaft für
Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Sitz der Gesellschaft
Bonn und Eschborn
Koordinationsbüro German Food Partnership (GFP)
Dag-Hammarskjöld-Weg 1-5
65760 Eschborn
T +49 6196 79-0
F +49 6196 79-115
www.giz.de
www.germanfoodpartnership.org
gfp@giz.de
Oktober 2014
Im Auftrag des
Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Sonderinitiative EineWelt ohne Hunger (SEWOH)
Postanschrift der BMZ-Dienstsitze
BMZ Bonn
BMZ Berlin | im Europahaus
Dahlmannstraße 4
Stresemannstraße 94
53113 Bonn
10963 Berlin
T +49 228 99 535-0
T +49 30 185 35-0
F +49 228 99 535-35 00 F +49 30 185 35-2501
poststelle@bmz.bund.de
www.bmz.de
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