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April 2015 - pharmaSuisse

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Die offizielle Kundenzeitschrift:
Ein Geschenk Ihres Apothekers
www.astrea-apotheke.ch
April 2015
Starttickets zu gewinnen
Seite 23
29. Schweizer
Frauenlauf
Bern, Sonntag, 14. Juni 2015
«Willkommen,
Frühling!»
Diabetes
Wer ist betroffen?
Heuschnupfen
und Co.
Füsse
Showtime!
Tipps für
die ganze Familie
Seite 6
Seite 10
Seite 36
Publireportage
Meine Arthrose hat mein Leben
verändert – und ich meine Arthrose
Der Unfall passierte vor rund 29 Jahren
beim Fussballspiel. Ich war damals 18
Jahre jung und hatte meine Kreuzund
Aussenbänder gerissen. Ich wurde umgehend operiert. Eine Woche später
bekam ich starke Fieberschübe und die
Ärzte diagnostizierten, dass ich eine
Infektion (Staphylokokken-Bakterien) im
operierten Knie habe. Ich erhielt starke
Antibiotika und wurde sechs weitere
Male operiert. Zwei Jahre später wurde
dann eine starke Arthrose (Abbau des
Knorpels) diagnostiziert. Mit 20 Jahren
war ich aber noch zu jung, um an ein
künstliches Gelenk zu denken.
Die extrazelluläre Matrix (ECM)
Die ECM besteht - vereinfacht ausgedrückt – aus den Struktur- und Stützproteinen Kollagen und Elastin sowie
aus Proteoglykanen, einer galertartigen Flüssigkeit. Diese wasserreiche,
ionisierte MATRIX macht insgesamt
ca. 20% unserer Körpermasse aus
und verfügt über ein elektrisches
Potential, welches die Interaktion,
Diffusion und Ernährung des umgebenden Gewebes sicherstellt (u.a.
Knorpel, Bänder, Sehnen, Haut).(1)
Während meiner Arbeit in der pharmazeutischen Industrie begann ich mich
dann intensiv mit dem Knorpelgewebe
und dem Bindegewebe (Extrazelluläre
Matrix) auseinander zu setzen. Mich interessierte insbesondere wie ich die Inhaltsstoffe des Knorpelgewebes und der
extrazellulären Matrix in meine tägliche
Ernährung integrieren kann. Ein Lebensmittelingenieur half mir in der Wahl der
Inhaltsstoffe.
Als Folge habe ich mir dann einen Ernährungscocktail in Form eines Pulvers zusammengemischt, der die spezifischen
Inhaltsstoffe des Knorpels und Bindegewebes abdeckt. Diese komplette
und spezifische Formulierung hat
meine Beweglichkeit und Lebensqualität
verändert.
Sechs Bausteine meiner
Ernährung:
Heute, 29 Jahre nach meinem Unfall
habe ich immer noch eine hohe Beweglichkeit im linken Knie, treibe regelmässig Sport (Ski, Langlauf, Rad und Nordic
Walking) und kräftige täglich während
5 Minuten meine Bein- und Rumpfmuskulatur.
• Hochdosiertes, niedermolekulares Kollagenhydrolisat
(mind. 10 g pro Tag)
• Spezifische Aminosäuren
• Chondroitin und Glukosamin
in Sulfatform
• Natürliche Antioxidantien
(Hagebutte, Melonenpulver mit
einem hohen SOD Gehalt, Edelweiss, Enzian)
• Mineralstoffe Mangan, Kupfer,
Chrom
• Vitamine C, D, E und Niacin
Mein Arzt ist jeweils erstaunt, wenn er auf
mein Röntgenbild schaut und feststellt,
wie stabil meine Entwicklung ist und wie
wenig Schmerzen und Schwellungen ich
vergleichsweise habe. Ich bin überzeugt,
dass meine „Knorpelernährung“ sowie
das gezielte Muskeltraining meinem Knie
stark geholfen haben und auch meinen
noch gesunden Gelenken gut tun.
Kontakt: R. Baer / infobaer@bluewin.ch
(1)
Quelle: Prof. Dr. med. A. Pischinger,
Matrix and Matrix Regulation
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Ein Erfahrungsbericht von R. Baer,
einem Patienten, der seit 27 Jahren
an einer starken Kniearthrose leidet
und dank seiner spezifischen Ernährung und seines Sportprogramms
die Beweglichkeit beibehält.
Die komplette Formulierung
für Knorpel, Bänder
und Sehnen:
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3
04 / 2015
Frühling ist, …
liebe Leserinnen, liebe Leser,
…. wenn die Fenster von einem Tag auf den anderen furchtbar schmutzig aussehen und
der Staub in den Sonnenstrahlen tanzt. Wenn die Garderobe noch voller ist als im Winter,
weil neben den dicken Jacken auch noch die dünnen hängen. Frühling ist, wenn auf den
Bänkchen im Park wieder Leute sitzen und Spaziergänger sich beim Vorbeigehen grüssen,
wenn die Türen offen stehen, ohne dass sich das Haus auskühlt oder die Fliegen an den
Wänden sitzen − weil es noch (fast) keine gibt.
Frühling ist, wenn in den Vorgärten der Städte die Tulpen blühen, gelber Löwenzahn die Felder füllt und der Wald nach Bärlauch
riecht. Wenn Kinder wieder draussen spielen, Jogger ihre Schuhe schnüren und Pärchen sich im Trämli küssen. Frühling ist, wenn
frühmorgens die Vögel pfeifen, man voller Vorfreude erwacht und noch nicht einmal weiss warum. Und das ist kein Klischee! Die
meisten Menschen blühen auf, wenn es heller, grüner und wärmer wird und es mit der Natur wieder aufwärts geht.
Und Sie? Was bedeutet der Frühling für Sie, liebe Leserin, lieber Leser? Was möchten Sie erleben, wie möchten Sie ihn dieses
Jahr geniessen?
Die aktuelle Ausgabe von astreaAPOTHEKE widmet sich einer bunten Mischung von Themen, vom Heuschnupfen und dem
Frauenlauf in Bern über die Entwicklung neuer Medikamente bis hin zur Pflege von Haut und Füssen, die nun wieder mehr ins
Freie kommen. Bestimmt wird eines davon auch Sie interessieren und in Ihnen Frühlingsgefühle wecken!
Herzlichst,
Dr. pharm. Chantal Schlatter, Apothekerin
Chefredaktorin astreaAPOTHEKE
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besucht das zweite Kindergartenjahr. Sie lernt Geige 400
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für sie, dass sie an keiner Krankheit leidet und körperlich
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04 / 2015
Inhaltsverzeichnis
Dienstleistungen aus der Apotheke
5
9
Nachgefragt beim Apotheker
Impfen in der Apotheke
Unter der Lupe
6Diabetes
Frühlingserwachen
10 Heuschnupfen
14 Gereizte Augen
17 Alternativmedizin bei Heuschnupfen
19Frühjahrsmüdigkeit
Körperpflege und Sport
22 Frauenlauf Bern
25Intimpflege
28 Spagyrik für eine schmerzfreie Menstruation
29Inkontinenz
34Hautpflege
36Fusspflege
Alternativmedizin
17 Alternativmedizin bei Heuschnupfen
27 Schüssler-Tipp bei Schmerzen
28 Spagyrik für eine schmerzfreie Menstruation
Ernährung
31Laktoseintoleranz
42 Die richtige Milch fürs Baby
Tiergesundheit
40Zecken
Gesundheitspolitik
9 Impfen in der Apotheke
32Forschung:
Die Suche nach neuen Medikamenten
Informelles
3Editorial
5Inhalt
44Produktenews
46Impressum
47Kreuzworträtsel
Die offizielle Kundenzeitschrift:
Ein Geschenk Ihres Apothekers
«Nachgefragt beim Apotheker»
Ich möchte nicht vor anderen Kunden intime Fragen stellen.
Kann ich meinen Apotheker unter vier Augen sprechen?
Ja, das ist möglich. Die meisten Apotheken verfügen über einen vom Verkaufsraum getrennten
Beratungsraum, der Schutz bietet vor den Blicken und Ohren der übrigen Kundschaft.
Sprechen Sie das Personal Ihrer Apotheke darauf an.
Dr. Andreas U. Schmid, Apotheker
6
Unter der Lupe
04 / 2015
Diabetes
Süsses Blut
mit bitteren Folgen
Weltweit haben derzeit etwa 366 Millionen Menschen einen chronisch erhöhten
Blutzuckerspiegel. Sie sind an Diabetes erkrankt. Was aber hat die Glukose damit zu tun,
und warum nimmt vor allem die Zahl der Typ-2-Diabetiker in letzter Zeit so rasant zu?
Irene Strauss, Apothekerin
Wie der Vorgang der Zuckeraufnahme in
unseren Zellen abläuft, ist schematisch
in Abbildung 1 dargestellt. Insulin könnte man sich dabei bildlich als Chef eines
Taxi­unternehmens vorstellen, der von der
Taxizentrale aus den Insulinrezeptoren
ein «Brennstofftaxi» (Glukosetransporter) anfordert. Mithilfe des Taxis, das sich
ausschliesslich vom Insulin ordern lässt,
kommt die Glukose letztendlich in die
Zelle. Der Glukosespiegel im Blut sinkt.
Ab wann spricht man von
Diabetes?
Liegt der Langzeitzuckerwert (HbA1c) bei
≥6.5 % bzw. der Nüchternblutzucker bei
≥7 mmol/l, so gilt dies als Diabetes.
Beim Typ 1 zerstört der Körper aus nicht immer geklärter Ursache im Zuge einer Auto­
immunreaktion die insulinproduzierenden
Betazellen. Es kann kein Insulin mehr gebildet werden. Diese Form entwickelt sich
meist schon im Kindesalter und betrifft
etwa zehn Prozent der Diabetiker.
Unsere Nahrung besteht bekanntlich
hauptsächlich aus Kohlehydraten, Fetten
und Eiweissen. Essen wir z. B. ein Stück Brot,
so werden die darin enthaltenen langen
Kohlehydratketten über unseren Verdauungstrakt in kleine Traubenzuckerteilchen
aufgespalten. Diese können ins Blut aufgenommen und im Körper verteilt werden.
Der Blutzucker steigt unmittelbar nach der
Nahrungsaufnahme an.
Was macht der Zucker im Blut?
Das Blut dient dem Traubenzucker, der
auch als Glukose bezeichnet wird, vorwiegend als Transportsystem. Als elementarer
Energielieferant unseres Körpers soll die
Glukose weiter zu jenen Zellen gespült
werden, die Power brauchen. In den Zellen
kann sie dann als «Brennmaterial Nummer
eins» in verwertbare Energieeinheiten um-
gewandelt werden. Wird diese Energie z. B.
in den Muskelzellen frei, so können wir uns
dadurch körperlich betätigen. Unser Hirn
wiederum nutzt sie fürs Denken. Essen wir
wenig, werden z. B. aus der Leber Zuckerreserven (Glykogen) mobilisiert oder Eiweiss
zu Glukose umgebaut.
Wer heizt den Zellen dabei ein?
Muskel-, Fett- und Leberzellen nehmen
den Zucker nur durch Insulin in ihr Zellinneres auf. Insulin ist ein Hormon, das von
den Betazellen der Bauchspeicheldrüse
produziert wird. Ausgeschüttet wird es,
wenn
1. der Blutzuckerspiegel steigt,
2. Hormone, wie die sogenannten Inkretine, der Bauchspeicheldrüse melden,
dass sie im Darm kohlehydratreiche
Nahrung gesichtet haben.
Weit häufiger tritt mit ca. 90 Prozent der
Typ 2 auf. Hier wird zwar Insulin grundsätzlich noch produziert, das Problem ist aber,
dass es nicht mehr richtig wirkt. Man spricht
von Insulinresistenz. Der Taxifunkspruch
für die «Brennstofftaxis» zeigt also keine
Wirkung. Der Zucker bleibt ausserhalb der
Zellen im Blut. Ausserdem entwickelt sich
eine Insulinsekretionsstörung. Vor allem
jene Insulinmengen, die gleich zu Beginn
des Blutzuckeranstiegs einen Grossteil der
Glukose versorgen sollen, bleiben aus.
Wer bekommt Typ-2-Diabetes?
Grundsätzlich kann jeder an Diabetes Typ 2
erkranken: Junge aber seltener als Alte,
Schlanke nicht so oft wie Korpulente. Vererbung spielt jedenfalls eine wichtige Rolle. Haben Forscher auch schon einige entscheidende «Zuckergene» entschlüsselt,
so kennt man dennoch längst nicht alle.
Vorsicht ist jedenfalls geboten, wenn Typ-
7
04 / 2015
Vereinfachte Darstellung der Insulinwirkung
an einer Muskel-, Fett- oder Leberzelle
Blutbahn
G
i
G
i
Insulinrezeptor
i
G
i
i
i
G
i
G
G … Glukose
G
i
… Insulin
G
G
Zellwand
Brennstoff­
taxi GTP
GTP
Fett
G
Energie
Speicherzucker
(Glykogen)
1. Glukose (G) und Insulin (i) gelangen über die Blutbahn zur Zelle.
2. Das Insulin («Chef des Taxiunternehmens») dockt an Insulinrezeptoren an der Zellwand an und aktiviert so das Glukosetransportsystem GTP (Funkspruch ans «Brennstofftaxi»).
3. Die Glukose gelangt mithilfe des «Taxis» in die Zelle und wird je nach Zelltyp und Nachfrage zu Energie umgewandelt und verbraucht, als Glykogen abgespeichert oder zu Fett umgebaut.
2-Diabetes bei nahen Verwandten aus der
Familie, also Vater, Mutter oder Geschwistern, diagnostiziert wurde.
Warum aber gibt es immer mehr
Typ-2-Diabetiker?
Zum einen hat es mit der längeren Lebenserwartung zu tun. Der Gendefekt wird
meist erst im höheren Alter ausschlaggebend. Mehr ältere Menschen bedeutet so
auch mehr Diabetiker. Es hat aber noch
zwei andere Gründe, und die gilt es zu vermeiden:
1. Zu wenig Bewegung und falsche
Ernährung
2.Übergewicht
Was aber haben überzählige Pfunde und
gemütliches Sofasurfen mit dem Blutzuckerspiegel zu tun? Fettzellen, und hier
vorwiegend das Bauchfett, produzieren
wie ein eigenständiges Organ eine Unzahl
schädigender Substanzen. Diese wiederum
vermindern die Insulinwirkung oder lösen
Entzündungsreaktionen aus, die möglicherweise unsere Gefässe und Organe wie
auch die Bauchspeicheldrüse angreifen
können. Bei Bewegungsmangel wird weniger Zucker verbraucht, weil ja Muskel- und
Körperzellen nicht so viel Energie benötigen.
Tut zu viel Zucker weh?
Erhöhte Zuckerwerte spürt man nicht. So
wird ein Diabetes durchschnittlich erst
sieben Jahre nach Erkrankungsbeginn diagnostiziert. Eine Zeit, in der bereits erste
Schäden entstanden sein könnten. Regelmässige, vorsorgliche Blutzuckerkontrollen
werden deshalb empfohlen bei
– Diabetes in der Familie
– Alter über 45 Jahre
– Übergewicht mit einem BMI
über 25 kg/m2
– Vorliegen einer Zuckerstoffwechselstörung in der Vergangenheit
(z. B. Schwangerschaftsdiabetes)
Was kann passieren?
Der erhöhte Blutzuckerspiegel kann Nerven und grosse wie auch kleine Gefässe unseres Körpers schädigen, was letztendlich
zu Nervenschmerzen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine
bis hin zur Amputation, schlecht heilenden
Wunden, Blindheit oder Nierenversagen
führen kann.
Weil an vielen dieser Schäden auch erhöhte Cholesterin- und Blutdruckwerte mitbeteiligt sein können, ist es sehr wichtig,
auch diese Erkrankungen einzubeziehen,
entsprechend zu behandeln und nicht zu
rauchen.
Behandlungsmöglichkeiten
Hoher Blutzucker lässt sich heute gut einstellen. Es gibt eine Vielzahl von verschieden wirkenden Medikamenten, die je nach
Diabetesdauer, Alter des Patienten, Übergewicht oder zusätzlichen Erkrankungen
>>>
8
04 / 2015
eingesetzt werden. Insulininjektionen ermöglichen eine gezielte Behandlung von
bereits schweren Zuckerentgleisungen.
Diabetes lässt sich aber vor allem auch
durch eigenes Zutun wie mehr Bewegung, Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion positiv beeinflussen.
Regelmässige Blutzuckerselbstkontrollen
können dabei sehr motivierend sein und
geben zudem Auskunft über die aktuelle
Glukosesituation.
Wussten Sie, dass …
Süsses Blut als Chance
Welche Veränderungen des Lebensstils
bei Diabetes Typ 2 für jeden einzelnen
am besten wirken, sollte mit geschulten
Fachleuten im Zuge einer Diabetesberatung geklärt werden. Nur mit sinnvollen
Zielsetzungen kann man ein erfolgreiches
Blutzuckermanagement betreiben und ein
Stück Lebensqualität zurückgewinnen. Die
Diagnose Diabetes sollte jedenfalls nicht
als Hiobsbotschaft aufgenommen werden,
sondern als Chance, sich bewusst für ein
gesundes Leben zu entscheiden. Schliesslich hängen die süssen Seiten des Lebens
auch ein wenig von unserem Blutzucker
ab!
n
… Diabetes mellitus «honigsüsser Durchfluss» bedeutet und früher zu
Diagnosezwecken der Harn gekostet werden musste, ob er nach
Zucker schmeckt?
… mit Blutzucker immer der Traubenzucker (Glukose) gemeint ist und
nicht etwa andere Zuckerarten wie Haushalts-, Milch- oder Fruchtzucker?
… Insulin erst ab 1921 aus der Bauchspeicheldrüse isoliert werden
konnte und man insulinpflichtige Diabetiker vor grob 100 Jahren
noch nicht behandeln konnte?
… Leber-, Fett- und Muskelzellen Insulin brauchen, um mit Zucker
versorgt zu werden, das Hirn dafür aber kein Insulin benötigt?
… Glukagon der stärkste körpereigene Gegenspieler des Insulins ist,
aber auch Adrenalin und Kortison den Blutzuckerspiegel erhöhen
können?
… die roten Blutkörperchen, die etwa alle drei Monate durch neue
ersetzt werden, auch Glukose aufnehmen und beim Langzeitglukosespiegel (HbA1c) eben dieser Zuckergehalt gemessen wird?
… das Risiko, selbst an Diabetes zu erkranken, bei 40 Prozent liegt,
wenn ein Elternteil bereits Diabetes hat und sogar auf bis zu
80 Prozent steigt, wenn beide Eltern darunter leiden?
… eine Gewichtszunahme von zehn Kilo das Risiko zur Entstehung
von Diabetes um das Dreifache, eine Zunahme von elf bis zwanzig
Kilo sogar um das Fünffache erhöht?
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9
04 / 2015
Gesundheitspolitik
«Ich lasse mich nur noch
in der Apotheke impfen»
Krankheiten wie die Masern könnten in der Schweiz dank Impfungen längst ausgerottet sein. Trotzdem
gibt es sie noch, weil sich zu wenige Menschen impfen lassen – teils aus Zeitmangel oder weil sie
deswegen nicht extra einen Arzt aufsuchen wollen. Die Alternative: eine Impfung in der Apotheke.
Silvia Weigel, pharmaSuisse
kann sich unkompliziert, ohne grossen
Zeitaufwand und zu einem vernünftigen
Preis von einer kompetenten Fachperson
impfen lassen. Dafür extra zum Arzt zu gehen, wäre mir zu aufwendig.» In die Apotheke geht Christian Zbinden hingegen sowieso regelmässig. «Ich vertraue meinem
Apotheker. So ist es viel einfacher – und
ohne den Rezeptzwang wäre es sogar noch
einfacher.»
Jahrelang hat Christian Zbinden* sich nicht
impfen lassen – dabei ist er überzeugt davon, dass er sich und andere durch Impfungen am besten vor verschiedenen Krankheiten schützen kann. «Beim Militär wird
man nochmals durchgeimpft, aber danach
gehen die Auffrischungen im Alltag vergessen», sagt der 45-Jährige. Erst, als er in
seiner Stammapotheke erfuhr, dass man
sich auch in der Apotheke impfen lassen
kann, hat er sein Impfbüchlein kontrollieren lassen und lässt nun alle notwendigen
Impfungen nachholen.
«Wissen, was im Ernstfall
zu tun ist»
An diesem Tag nutzt er die Mittagspause, um seinen Impfschutz gegen Tetanus,
Kinderlähmung und Diphtherie aufzufrischen. Apotheker René Jenni begrüsst
seinen jahrelangen Stammkunden in der
Zürcher Leonhards-Apotheke, kontrolliert
das Rezept – denn bislang ist es speziell
dafür ausgebildeten Apothekern nur mit
vorliegendem Arztrezept für den Impfstoff erlaubt, zu impfen** – und führt ihn
in einen Beratungsraum. Geimpft wird zum
Schutz der Privatsphäre hinter verschlossenen Türen, wo auch vertrauliche Gespräche bei der Abgabe der Pille danach,
netCare-Beratungen, Blutdruckmessungen
oder persönliche Beratungen stattfinden.
Vor dem Impfen legt der Apotheker einen
EpiPen bereit, eine Adrenalinspritze, die
*Name von der Redaktion geändert.
**Zu den Kantonen, in denen speziell dafür ausgebildete Apotheker Personen, die ein Arztrezept für den Impfstoff besitzen,
impfen dürfen, gehören neben Zürich auch Freiburg, Solothurn,
Neuenburg, Basel-Landschaft und das Tessin.
im unwahrscheinlichen Fall einer allergischen Reaktion eingesetzt würde. Ein Defibrillator sowie Sauersoff sind ebenfalls
in Reichweite. «Solche Notfälle beim Impfen sind extrem selten», sagt René Jenni.
Trotzdem müssen alle Apotheker, die sich
für das Impfen qualifizieren wollen, eine
Ausbildung absolvieren, die auch einen
Reanimationskurs enthält, der regelmässig
aufgefrischt werden muss. «Wir wissen, was
im Ernstfall zu tun ist.»
«Ich vertraue meinem Apotheker»
Auch im Falle von Christian Zbinden verläuft die Impfung sehr gut. «Schon fertig?»,
fragt er, als René Jenni das Pflaster auf die
Einstichstelle klebt. Genau das schätzt
Zbinden am Angebot der Apotheke: «Man
Apotheker René Jenni hört das immer wieder. Bereits seit Jahren bietet er in Zusammenarbeit mit einer Ärztin an zwei Tagen
pro Jahr die Grippeimpfung in der Apotheke an. Seit er die Fortbildung absolviert
hat, die ihm das Impfen ebenfalls erlaubt,
legt er auch selbst Hand an. Rund 500 Menschen lassen sich jedes Jahr in der Leonhards-Apotheke gegen die Grippe impfen,
dazu kommen einige Stammkunden, die
sich mit Rezept auch gegen andere Krankheiten impfen lassen. «Die Leute schätzen
dieses niederschwellige Angebot extrem.
Wenn wir gesunde Erwachsene ohne Rezept impfen könnten, würden viel mehr
Leute erreicht und die Bevölkerung besser
geschützt», sagt Jenni. Und auch Christian
Zbinden sagt: «Solange ich gesund bin,
lasse ich mich nur noch in der Apotheke
impfen.»
n
Keine Chance den Masern – dank Impfung
Die Masern sind eine hochansteckende Krankheit, die zu schweren Komplikationen
wie Mittelohr-, Lungen- oder Gehirnentzündungen und dadurch zu bleibenden
Schäden oder gar zum Tod führen kann. Die gute Nachricht: Man kann die Masern
ausrotten, das zeigen die Erfahrungen aus anderen Ländern. Der Bund hat sich genau
dieses Ziel gesetzt und zwar bis Ende dieses Jahres. Das ist nur möglich, wenn mindestens 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sind oder die Krankheit selbst durchgemacht
haben. Die Gesundheit der Bevölkerung liegt den Apothekern am Herzen. Deshalb
unterstützen sie die Masernelimination und bieten eine Impfberatung an.
Der Kunde bekommt bei der Impfberatung in der Apotheke eine Empfehlung für Auffrischungsimpfungen und auf Wunsch einen elektronischen Impfausweis. Dieser kann
online zur Verfügung gestellt werden, sodass der Kunde jederzeit und überall einen
aktuellen Überblick über seine Impfungen und allenfalls notwendige Auffrischungsimpfungen erhält. Jeder entscheidet selber, welcher Arzt oder Apotheker zukünftig
diesen elektronischen Impfausweis einsehen, bearbeiten und validieren darf.
Informationen unter www.meineimpfungen.ch, www.sichimpfen.ch,
www.infovac.ch und www.stoppmasern.ch
10
04 / 2015
Heuschnupfen
Tipps für die
ganze Familie
Die Pollenflugsaison kann nach milden Wintern schon im Januar beginnen und
dauert bis in den Herbst an. Die meisten Pflanzen blühen jedoch im Frühling und
Frühsommer: Somit beginnt jetzt die Hochsaison für Pollenallergiker.
Christiane Schittny, Apothekerin
Unser Körper kommt laufend mit vielen Eindringlingen wie z. B. Viren, Bakterien oder
Pollen in Kontakt. Damit diese uns nicht gefährlich werden können, muss der Körper
reagieren. Als Teil eines ausgeklügelten Abwehrsystems hat unser Immunsystem die
Aufgabe, diese Eindringlinge abzufangen:
Es bildet Antikörper, die spezifisch auf die
jeweiligen Angreifer abgestimmt sind und
diese unschädlich machen. Im Falle einer
Allergie bildet der Körper plötzlich Antikörper gegen Eiweisse, die in normalerweise
völlig harmlosen Substanzen wie Pollen,
Tierhaaren oder bestimmten Lebensmitteln enthalten sind. Der Kontakt mit diesen
Substanzen, die als Allergene bezeichnet
werden, ruft die typischen Allergiesymptome hervor. Eine Allergie ist demnach nichts
anderes als eine unnötige Überreaktion des
Immunsystems. Warum das Immunsystem
mit derart gesteigerter Abwehr reagiert, ist
bis heute noch nicht völlig geklärt.
Vor allem Nase und Augen
betroffen
Allergene, die über die Luft in den Körper
gelangen, haben ihren ersten Kontakt mit
den Atemwegen. Das Resultat ist ein allergischer Schnupfen: Die Nasenschleimhaut
schwillt an, und die Nase kann verstopfen
oder anfangen, zu laufen. Die Pollen lösen
häufig einen starken Juckreiz in der Nase
aus, was zu regelrechten Niesattacken führen kann. Nicht nur die Nase, sondern auch
die Augen können durch Allergene in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Bindehaut entzündet sich und die Folge sind gerötete, geschwollene und tränende Augen,
die unangenehm jucken können. Menschen, die unter starkem Heuschnupfen
leiden, können auch noch zusätzliche Beschwerden haben: Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, ein schlechtes Allgemeinbefinden, Appetitlosigkeit und Fieber können
die genannten Heuschnupfensymp­
tome
begleiten. Sind auch die Bronchien betroffen, ist selbst Husten nicht ungewöhnlich,
und vor allem bei körperlicher Anstrengung und in verrauchten Räumen kann es
dann auch zu Atemnot kommen.
Welche Pollen kommen infrage?
Wenn die Symptome auf wenige Wochen
im Jahr limitiert und die Einschränkungen
im Alltag erträglich sind, können Medikamente die allergischen Erscheinungen
deutlich mildern. In diesem Fall muss nicht
unbedingt weiter abgeklärt werden, welche Pollen genau für die Allergie verantwortlich sind, denn an der Therapie würde
dieses Wissen nichts ändern. Anders liegt
der Fall, wenn die allergischen Beschwerden trotz Medikamenten weiter bestehen
bleiben: Dann ist eine weiterführende
allergologische Abklärung nötig. Einen
ersten Hinweis auf die allergieauslösende
Pflanze liefert der Zeitraum, in dem sich die
11
04 / 2015
Symp­
tome bemerkbar machen. Anhand
von Pollenflugkalendern lässt sich feststellen, welche Pflanzen zu entsprechender
Zeit blühen. Eine weitere diagnostische
Hilfe bieten bekannte Kreuzreaktionen mit
Lebensmitteln: Hat jemand beispielsweise
eine Nahrungsmittelunverträglichkeit auf
Kernobst, Sellerie oder Haselnüsse, könnte
das bereits ein Hinweis auf eine Birken-, Erlen- oder Haselpollenallergie sein.
Mit Tests Klarheit schaffen
Mit einem einfachen und schmerzlosen
Hauttest lässt sich meist recht gut feststellen, auf welche Pollenart der Körper reagiert. Dieses Wissen ist für die spezifische
Therapie nötig. Dazu werden verschiedene
Testlösungen auf die Haut aufgebracht und
die Haut unter dem Tropfen leicht angepiekst. Nach etwa zwanzig Minuten kann
die Reaktion beurteilt werden: Eine Rötung
mit Quaddelbildung an der getesteten
Hautstelle verrät den Übeltäter. Manchmal
ist der Hauttest nicht ganz aussagekräftig
oder wegen der Gefahr einer starken allergischen Reaktion zu risikoreich. Dann kann
mit einem Bluttest nach spezifischen Antikörpern gesucht werden. Zur Bestätigung
der Diagnose lässt sich ein Provokationstest machen: Das entsprechende Allergen
Pollen ist nicht gleich Pollen. Jede
Pflanze hat ihren eigenen Stil.
wird z. B. direkt auf die Nasenschleimhaut
gegeben. Die darauffolgende allergische
Reaktion zeigt, dass die richtigen Pollen
gefunden wurden.
Die spezifische Immuntherapie
Die einzige Möglichkeit, direkt auf den Auslöser der Allergie Einfluss zu nehmen, besteht in einer spezifischen Immuntherapie.
Diese Therapie hat zum Ziel, den Körper
ganz langsam an den Eiweissbestandteil
Lindert Heuschnupfen den ganzen Tag.
Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.
zu gewöhnen, der die Allergie auslöst. Das
Immunsystem wird dadurch so modifiziert,
dass es nicht mehr überreagiert, wenn es
mit dem Allergen in Kontakt kommt.
Bei der konventionellen spezifischen Immuntherapie werden immer höhere Konzentrationen des Allergens erst in kurzen,
dann in längeren Abständen unter die
Haut gespritzt. Die gesamte Therapie dauert drei bis fünf Jahre. Relativ neu ist die
>>>
12
04 / 2015
Kurzzeittherapie, bei der im Winter vor der
Pollensaison sieben Allergeninjektionen
vorgenommen werden. Die Resultate sind
gut, und die Beschwerden lassen sich auf
diese Weise deutlich abschwächen. Bei der
sublingualen Therapie werden die auslösenden Allergene in Form von Lösungen
oder Sublingualtabletten unter die Zunge
gelegt und anschliessend geschluckt.
Symptomatische Therapie
Nasenspülungen mit physiologischer
Kochsalzlösung wirken oft Wunder. Die
Flüssigkeit entfernt Pollen, die sich an der
Nasenschleimhaut festgesetzt haben. Das
führt zu einer Verbesserung der klinischen
Symptome. Augentropfen und Nasensprays mit Cromoglicinsäure können, wenn
sie vorbeugend angewendet werden, die
allergische Reaktion deutlich mildern. Die
Wirkungszeit beträgt nur wenige Stunden,
sodass diese Medikamente regelmässig
und mehrmals täglich angewendet werden müssen. H1-Antihistaminika hemmen
die Wirkung des körpereigenen Histamins,
welches für die allergischen Reaktionen
hauptsächlich verantwortlich ist. H1-Anti­
histaminika werden im akuten Fall entweder örtlich eingesetzt oder geschluckt.
Glukosteroide wie z. B. Kortison wirken
entzündungshemmend und antiallergisch.
Sie werden bei stärkeren Beschwerden eingesetzt und entfalten ihre Wirkung sowohl
lokal als auch in Form von Tabletten. Glukokortikoide müssen vom Arzt verschrieben
werden.
n
Tipps aus
Ihrer Apotheke
Wer versucht, den Kontakt mit Pollen so gut wie möglich zu meiden, leidet weniger unter den typischen Beschwerden. Folgende Tipps können
helfen:
– In Tageszeitungen oder im Internet wird über die aktuelle Pollenflugsituation informiert (z. B. www.meteoschweiz.ch unter «Pollen»).
Legen Sie Aktivitäten im Freien möglichst auf pollenarme Tage.
– Am Meer und in den Bergen sind die Pollenkonzentrationen oft geringer. Vielleicht bietet sich die Möglichkeit, die Ferien auf die hiesige
Pollenflugsaison zu legen und dorthin auszuweichen?
– Beim Autofahren sollten Sie die Fenster geschlossen halten und die
Lüftung ausschalten. Für das Auto sind auch spezielle Pollenfilter
erhältlich.
– Pollenschutzgitter an den Fenstern sollen ein Eindringen der Pollen
ins Zimmer während dem Lüften verhindern. Die Effektivität kann
zwar variieren, aber ein Versuch lohnt sich.
– Tragen Sie im Freien stets eine Brille oder Sonnenbrille. Das schützt
die Augen vor zu vielen Pollen.
– Kaufen Sie einen Staubsauger mit Feinstaubfilter, den Sie häufig
auswechseln. Noch besser: Lassen Sie während der Pollensaison eine
Person saugen, die keine Allergieprobleme hat!
– Waschen Sie die Haare, bevor Sie ins Bett gehen, um die Pollen zu
entfernen. Gebrauchte Kleider sollten Sie weder im Schlafzimmer
ausziehen noch lagern.
– Ihre Apotheke führt ein breites Angebot zur Linderung Ihrer
Beschwerden von klassischer Schulmedizin über Pflanzen- und
Alternativmedizin. Lassen Sie sich beraten!
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Toxicology and Experimental Medicine (ITEM), Hannover/Germany, 2004.
14
04 / 2015
Augenbeschwerden
Reizender Frühling
«Der eine erregt den Staub, dem anderen fliegt er ins Auge», so ein chinesisches Sprichwort. Im
Moment fliegt vor allem der Pollen und verdirbt so manchem die Freude an der blühenden Natur.
Heuschnupfen ist aber nur eine von vielen Ursachen für gerötete und gereizte Augen.
Dr. Chantal Schlatter, Apothekerin
Wenn das Auge juckt, gerötet ist und tränt,
steckt dahinter meist eine Entzündung der
Bindehaut. Häufige Ursachen für eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) sind
vielfältig: Reizungen durch Wind, Staub
oder trockene Luft, Allergien oder Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze.
Nicht zu vergessen die Bildschirmarbeit,
die zur Ermüdung und Austrocknung der
Augen führt.
Um diesen Widrigkeiten Herr zu werden,
reagiert das Auge auf seine Weise: Die Blutgefässe erweitern sich, die Bindehaut wird
rot und schwillt an. Mitsamt all den lästigen
Symptomen.
Das allergische Auge
Die allergische Bindehautentzündung
kommt durch eine überschiessende − also
eigentlich unnötige − Abwehrreaktion des
Auges auf ansonsten harmlose Sub­stanzen
zustande: Blütenpollen, Tierhaare oder
Augen-Make-up beispielsweise. Beim ersten Kontakt mit solchen Stoffen wird die
Bildung von speziellen Antikörpern angeregt, bei folgenden Kontakten kommt es
zu einer stark übertriebenen Reaktion mit
Entzündung der Bindehaut und den typi-
Bitte beachten!
– Verschreibungspflichtige Augenmedikamente nicht ohne Wissen des
Arztes oder Apothekers einnehmen.
– Rezeptfrei bedeutet nicht, dass solche Augentropfen unbedacht eingesetzt werden können. Augentropfen mit sogenannten Vasokonstriktoren
gegen rote Augen zum Beispiel sollten höchstens an fünf aufeinanderfolgenden Tagen angewendet werden.
– Das Auge und die Lider sollten nicht mit Kamille behandelt werden, das
kann die Augen zusätzlich reizen und allergische Reaktionen auslösen.
– Um eine Kontamination zu verhindern, darf das Endstück des Tropffläschchens weder mit dem Auge, den Händen noch mit einem anderen
Gegenstand in Berührung kommen.
– Wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder nach zwei Tagen keine
Besserung eintritt, muss ein Augenarzt aufgesucht werden.
Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten!
schen Beschwerden Rötung, Juckreiz und
Brennen. Die Beschwerden werden durch
Reiben zusätzlich verstärkt. In der Regel
werden beide Augen in Mitleidenschaft
gezogen, bei direktem Kontakt eines Auges
mit dem Auslöser kann auch nur eine Seite
betroffen sein.
Wer Heuschnupfen hat, leidet oft mit den
Augen mit. In diesem Fall sollte versucht
werden, den Pollen möglichst aus dem
Weg zu gehen, beispielsweise mit einer
Sonnenbrille, die auch zur Seite hin abdichtet. Zu Hause können die Augen mit einer
Augenspülung von Pollen befreit werden.
15
04 / 2015
Das reizt die Augen:
– Starker Wind
– Trockene Luft
– Starkes Sonnenlicht
– Allergien, z. B. Heuschnupfen
– Bakterien, Viren, Pilze
– Überanstrengung der Augen
(z. B. Computerarbeit)
– Fremdkörper im Auge
(Staub, Sand usw.)
staubbelastete oder trockene Luft und angestrengtes Sehen wie bei der Bildschirmarbeit. Nicht immer können diese Ursachen
ausgeschaltet werden, deshalb behandelt
man trockene Augen mit künstlichen Tränen, den sogenannten Tränenersatzpräparaten.
Künstliche Tränen
Bei einschränkenden Beschwerden können
beruhigende oder antiallergische Augentropfen sowie Mittel zum Einnehmen Linderung verschaffen.
Das trockene Auge
Trockene Augen jucken, brennen und sind
gerötet. Manchmal tränt ein trockenes
Auge sogar als Reaktion auf die Reizung.
Trockene Augen entstehen, wenn sich die
Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit
verändert, sodass die Augenoberfläche
nicht mehr ausreichend befeuchtet wird.
Dadurch «kratzt» das Lid auf der Hornhaut,
die Hornhaut wird unterversorgt und die
Abwehrkräfte gegen Bakterien und Viren
sinken. Beim Tragen von Kontaktlinsen ist
ein intakter Tränenfilm noch wichtiger und
ein Mangel davon wird besonders rasch
unangenehm.
Von innen und aussen
Die Abnahme der Tränenflüssigkeit kann
verschiedene Gründe haben: hormonelle
Veränderungen während der Menopause,
Nebenwirkungen von Medikamenten (z.B.
gewisse Antidepressiva) oder äussere Einflüsse wie starker Wind, gleissende Sonne,
Befeuchtende Augentropfen und Augengele haben das Ziel, die Tränenflüssigkeit
so gut wie möglich zu ersetzen. Die Tränenersatzmittel unterscheiden sich vor allem
punkto Viskosität und Konservierung. Augentropfen mit niedriger Viskosität bleiben
nur relativ kurz auf dem Auge haften und
sind daher bei leichten Beschwerden geeignet. Augentropfen und Augengele mit
mittlerer und hoher Viskosität verweilen
länger auf dem Auge und sind bei stärkeren Beschwerden einen Versuch wert.
Reizlindernd wirken auch Augentropfen
aus der Anthroposophie oder Homöopathie mit der Heilpflanze Augentrost (Euphrasia) beispielsweise.
Konserviert oder nicht?
Ein wichtiges Entscheidungskriterium ist
auch die Frage, ob die Augentropfen konserviert sind oder nicht. Konservierungsmittel werden nicht von allen gut vertragen und sind bei Kontaktlinsenträgern
ungeeignet. Fläschchen und Geltuben,
die den Bedarf für einen ganzen Monat
enthalten, sind in der Regel konserviert.
Mittlerweile gibt es aber auch da sehr ausgeklügelte Rezepturen und Behältnisse,
die ohne Konservierungsmittel auskommen. Bei den Monodosen, die jeweils nur
die Dosis für einen Tagesbedarf enthalten,
verhält es sich genau umgekehrt. Sie sind
bis auf wenige Ausnahmen frei von Kon>>>
Bei geröteten und
gereizten Augen
Weleda
Euphrasia –
Augentropfen
Dies sind Arzneimittel. Bitte lesen Sie die
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Weleda AG, 4144 Arlesheim, Schweiz, www.weleda.ch
16
04 / 2015
servierungsstoffen und daher besonders
für Personen geeignet, die auf Konservierungsmittel allergisch reagieren oder Kontaktlinsen tragen. Solche Monodosen sind
auch dann ideal, wenn nur vereinzelt eine
Befeuchtung der Augen nötig ist.
Ab zum
Augenarzt …
Weiss um jeden Preis?
… bei Verschlimmerung
Mit Augentropfen gegen gerötete Augen
muss allerdings aufgepasst werden. Genau
genommen zählen diese Tropfen nicht zu
den künstlichen Tränen. Sie werden dennoch immer wieder bei trockenen Augen
eingesetzt, um die Rötung zu bekämpfen.
Solche Augentropfen mit Vasokonstriktoren sind nur für den sporadischen Einsatz
und nicht für die regelmässige Anwendung
geeignet, weil sie zur Gewöhnung führen
und die Beschwerden verstärken können.
… bei eitrig-gelbem Sekret
Das infizierte Auge
Bei einer Infektion der Bindehaut mit
Krankheitserregern sind die Symptome
vergleichbar mit anderen Ursachen einer
Bindehautentzündung. Die meisten Bindehautentzündungen werden durch Viren
ausgelöst, ähnlich wie bei einer Erkältung.
Die Viren selbst können (und müssen) in
der Regel nicht behandelt werden, hier gilt
es vor allem, die Augen mit befeuchtenden
He
us
u
chn
pfe
n
… nach zwei Tagen ohne Besserung
… bei mechanischer Verletzung des Auges
… bei plötzlich abnehmendem Sehvermögen
… bei starken Schmerzen
und beruhigenden Augentropfen zu unterstützen, bis der Körper die Viren überwunden hat.
Anders sieht es aus bei einer bakteriellen
Bindehautentzündung. Sie lässt sich daran
erkennen, dass das Auge gelbliches Eitersekret absondert. In diesem Fall wird die
Infektion mit antibiotischen Augentropfen
behandelt, die vom Arzt verschrieben werden müssen.
Beide Erkrankungen – sowohl die virale als
auch die bakterielle Bindehautentzündung
– sind hochansteckend, sodass es beson-
ders unter Kindern zu regelrechten Epidemien kommen kann. Die Grundregeln der
Hygiene wie häufiges Händewaschen sind
jetzt besonders wichtig.
Desinfizierende Muttermilch
Und noch ein Tipp: Bei Neugeborenen können einige Tropfen Muttermilch auf die verklebten Augen gegeben werden. Die darin
enthaltenen Abwehrstoffe können bei der
Infektionsbekämpfung bzw. -vorbeugung
helfen. Im Zweifelsfall sollte aber der Arzt
um Rat gefragt werden.
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17
04 / 2015
Alternativmedizin
Wenn sich der Heuschnupfen
ankündigt
Auch wenn die Tage noch kühl sind und Sie noch nicht oft an Pollen
denken, so sind sie doch schon da. In den nächsten Wochen werden
sie dann sicher mit Wucht kommen. Kerstin spürt sie schon früh im
Jahr, auch wenn zum Teil noch Schnee liegt. Sie reagiert besonders
allergisch auf die Hasel, einer der ersten Sträucher, die im Jahr blühen.
Jacqueline Ryffel, Apothekerin
Wenn sich bei Ihnen zuerst eine Lichtempfindlichkeit, verbunden mit einem Juckreiz
in den Augen, bemerkbar macht, die Augen zu tränen beginnen und die Tränen
ganz scharf und wundmachend sind, das
Nasensekret aber im Gegenzug sehr wässrig und mild ist, dann nehmen Sie Euphrasia C 30. Lassen Sie fünf homöopathische
Globuli auf der Zunge zergehen.
Sehr bewährt hat sich beim allergischen
Schnupfen, vor allem in der akuten Phase, das Gemmo-Präparat Ribes nigrum.
Dieses wird aus den frischen Knospen der
schwarzen Johannisbeeren, auch bekannt
als Cassis, hergestellt. In der Literatur wird
Ribes nigrum als das «pflanzliche Kortison» beschrieben. Gemmo Ribes nigrum
Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)
kann in der Akutphase, also dann, wenn
die Heuschnupfensymptome am stärksten
sind, bis zu zehnmal täglich in Form von
einem bis zwei Sprühstössen direkt auf
die Mundschleimhaut gesprüht werden.
An Regentagen oder wenn die Symptome
nicht allzu heftig sind, sprühen Sie dreimal
täglich zwei bis drei Sprühstösse auf die
Mundschleimhaut.
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Spätestens wenn Kerstin häufig niesen
muss, ihre Augen sich röten und jucken,
weiss sie, dass sie sich wieder auf einen
wochenlangen Heuschnupfen einstellen
muss. Zum Glück hat sie vor ein paar Jahren die komplementärmedizinische Behandlung entdeckt. Mit dieser fühlt sie sich
wesentlich weniger müde. Machen auch
Sie einen Versuch damit!
Hilfe bei Stress und Überarbeitung
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Gemäss einer Umfrage vom SECO fühlt sich in der Schweiz mehr als jeder
dritte Erwerbstätige häufig bis sehr häufig gestresst. Mit einem zweifachen
Wirkmechanismus für Körper und Geist unterstützt die Heilpflanze Rosenwurz
Betroffene, die aktiv etwas bei Stress und Überarbeitung tun möchten.
Anwender müssen sich nicht entscheiden,
ob sie entweder mehr Energie haben
wollen oder etwas für ihr Gemüt tun
möchten – sie können beide Bereiche angehen. Möglich macht das der besondere,
zweifache Wirkmechanismus von Rosenwurz. Während eine aktive Senkung von
Stresshormonen für mehr Gelassenheit im
Geist sorgt, wird die Energieproduktion im
Körper angeregt, und die Leistungskraft
kehrt zurück. Mit diesen Eigenschaften eignet sich Rosenwurz sowohl zur Linderung
von geistigen als auch körperlichen StressSymptomen wie Müdigkeit, Erschöpfung,
Reizbarkeit und Anspannung.
Jeder dritte Erwerbstätige ist
betroffen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
hat Stress zur grössten Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts erklärt – und
die nüchternen Zahlen zeigen, wie diese
Gefahr während der letzten Jahren zugenommen hat: Fühlten sich im Jahr 2000
26,6 % aller Schweizer Erwerbstätigen
häufig bis sehr häufig gestresst, ging das
2010 bereits 34,4 % so. Dass es hier nicht
nur um ein Gefühl, sondern auch um ein
volkswirtschaftliches Problem geht, wird
angesichts entstehender Kosten deutlich.
Sechs Mrd. Franken lassen sich in der
Schweiz direkt und indirekt den Folgen
von Stress zurechnen – Tendenz steigend.
Seit Jahrhunderten bewährt
geändert werden: Man versucht, dem
Stress auszuweichen und zu lernen, «Nein»
zu sagen bzw. seinen Alltag zu verändern
(z. B. nicht ständig erreichbar zu sein).
Alternativ oder in Ergänzung lässt sich
versuchen, die Einstellung zum Stress zu
korrigieren: Erwartungen und Ansichten
werden der Situation angepasst oder
vorhandener Stress als solcher akzeptiert.
Auf die stressmindernden und leistungssteigernden Eigenschaften des Rosenwurz vertraut man in der Volksmedizin
Russlands, Chinas und Skandinaviens
bereits seit Jahrhunderten. Die dabei
gewonnenen Erfahrungen kommen der
heutigen Anwendung zugute und stossen
neue Rosenwurz-Initiativen an – auch
in der Schweiz. Gegenwärtig gibt es im
Wallis unter der Leitung der Agroscope
einen Versuchsanbau, bei dem geklärt
werden soll, ob Rosenwurz eine neue
Kulturpflanze für Schweizer Bergbauern
sein könnte. Und bereits seit über vier
Jahren ist in Apotheken und Drogerien
ein erstes Rosenwurz-Präparat erhältlich.
Sein Name: Vitango®.
Anzahl häufig gestresster
Erwerbstätiger in der Schweiz
40 %
30 %
34,4 %
26,6 %
Rosenwurz
20 %
10 %
0%
2000
2010
Weniger bekannt, aber als Ansatz im Umgang mit Stress ebenso empfehlenswert, ist
die Anwendung der Heilpflanze Rosenwurz.
Wie sich Stress meistern lässt
Rosenwurz – zweifach wirksam bei
Stress und Überarbeitung
Stress lässt sich grundsätzlich auf zwei
Arten begegnen. Bei anhaltendem Stress
kann einerseits die Situation selbst
Rosenwurz löst ein Problem, das bei vielen
Heilmitteln aufgrund ihrer einseitigen
Wirkung aufkommt: Stressbelastete
Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.
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04 / 2015
Frühjahrsmüdigkeit
«Herzlich Willkommen,
Frühling!»
Die Temperaturen steigen, die Natur erwacht aus dem Winterschlaf und
wir sind … müde? Warum das ausgerechnet jetzt so ist und was wir
dagegen tun können, erklärt die Apothekerin Dr. Andrea Bähler von der
Apotheke Horning in Bern im Gespräch mit astreaAPOTHEKE.
Runa Salvisberg
Frau Dr. Bähler, was versteht man unter
Frühjahrsmüdigkeit?
Dr. Andrea Bähler: Reagieren wir Menschen im Frühling mit verminderter Leistungsfähigkeit und Müdigkeit, kann eine
Frühjahrsmüdigkeit Auslöser sein. Es handelt sich bei diesem Phänomen nicht um
eine Krankheit im eigentlichen Sinne, son-
Dr. Andrea Bähler, Apothekerin,
Apotheke Horning, Bern
dern vielmehr um eine Umstellungsphase des Körpers aufgrund der veränderten
Umgebungsbedingungen wie Temperatur
und Tageslänge.
Dabei müssten wir gerade jetzt vor
Energie strotzen ...
Das sollte man meinen. Allerdings hat unser Organismus während der Umschaltphase von Winter auf Frühling mit diversen
Veränderungen zu kämpfen. Die Temperaturen steigen, die Tage werden länger,
es wird heller, und unser Hormonhaushalt
passt sich an diese neuen Umgebungsbedingungen an. Zudem erweitern sich
durch die steigenden Aussentemperaturen
die Blutgefässe; dadurch kann der Blutdruck sinken, und man ist eher müde. Auch
die für das Frühjahr typischen Temperaturschwankungen können zusätzlich dazu
beitragen, dass sich wetterfühlige Menschen weniger fit fühlen oder mit Kopfschmerzen reagieren.
Was hat es mit dem hormonellen
Ungleichgewicht auf sich?
Unser Hormonhaushalt reagiert im Früh-
ling auf die veränderten Lichtverhältnisse.
Es kommt zu einer anderen Gewichtung
zwischen dem vermehrt bei Dunkelheit
gebildeten «Schlafhormon» Melatonin und
dem «Stimmungshormon» Serotonin. Das
kann sich belastend auf den Organismus
und auf unseren Schlaf-wach-Rhythmus
auswirken.
Wie kommen wir wieder in Schwung?
Die erste Regel lautet, den Körper aktiv
dabei zu unterstützen, die Umstellungen
besser zu verarbeiten. Zum Beispiel kann
der Kreislauf mit Saunagängen und kaltwarmen Wechselduschen an die schwankenden Temperaturen gewöhnt werden.
Auch Bewegung an der frischen Luft hilft:
Im Winter bleiben wir wegen des ungemütlichen, kalten Wetters lieber zu Hause.
Wir bewegen uns weniger, unser Körper
bekommt weniger Sauerstoff und unsere
Organe verlangsamen die Funktion, was
einen Leistungsabfall, Kopfschmerzen
oder Kreislaufstörungen bedingen kann.
Deshalb ist es jetzt wichtig, genug an die
frische Luft zu gehen und sich zu bewegen.
>>>
20
04 / 2015
Über Ginseng hört man allgemein
viel Gutes ...
Ginseng ist ein echtes Multitalent. Er gilt
als sogenanntes Adaptogen, das heisst,
Ginseng unterstützt den Körper bei der Anpassung an veränderte Umgebungsbedingungen. Die Wirkstoffe der Wurzel dieser
Bewegung an der frischen Luft
weckt die Lebensgeister
Pflanze werden als Stärkungsmittel eingesetzt. Sie helfen beispielsweise bei Müdigkeit, bei Konzentrationsstörungen und zur
besseren Bewältigung von Stress.
Und Guarana?
Die Guaranasamen enthalten viel Koffein,
welches stimulierend wirkt sowie die Konzentration und Leistungsfähigkeit steigert. Diese Effekte werden zum Beispiel
von der Pharmaindustrie genutzt, um
in kombinierten Mikronährstoffprodukten mit ergänztem Koffein eine schnelle
Wirkung gegen Müdigkeit zu erreichen.
Aber Achtung: Koffein kann bei falscher
Chronisch
müde?
Anwendung überdosiert werden, weshalb
auch hier die Fachberatung in der Apotheke sehr wichtig ist.
Warum ist der Einsatz von Mikro­
nährstoffpräparaten sinnvoll? Genügt
eine ausgewogene Ernährung nicht?
Grundsätzlich reicht eine ausgewogene
Ernährung aus. Wenn der Organismus
aber zusätzlich gefordert ist, wie zum Beispiel durch einen Infekt, durch Wachstum,
Schwangerschaft oder erhöhte Belastungen wie Sport oder Stress, dann ist die Einnahme eines Nahrungsergänzungspräparats aus der Apotheke zu empfehlen.
bio-strath.ch
Alkoholgehalt: 32 % vol.
Und wenn das nicht die gewünschte
Wirkung bringt?
Dann kann dies verschiedene Gründe
haben. Zum Beispiel unsere Ernährung:
Während der Wintermonate ernähren sich
viele von uns eher fett- und kalorienreich
und nicht so ausgewogen wie während
der warmen Jahreszeiten. Ein Kombinationspräparat aus der Apotheke, das verschiedene Mikronährstoffe wie Vitamine,
Mineralstoffe, Spurenelemente und eventuell Aminosäuren enthält, kann dieses Defizit ausgleichen. Eine gute Wirkung kann
auch mit der Einnahme von Ginseng erzielt
werden. Aufgrund der grossen Vielfalt an
Präparaten auf dem Markt sowie Risikofaktoren wie zum Beispiel der Einnahme von
anderen Medikamenten empfehle ich, sich
in der Apotheke fachlich beraten zu lassen,
um das für sich geeignete Produkt zu finden.
21
04 / 2015
Was kann man tun, wenn die Früh­
jahrsmüdigkeit mehrere Wochen
bestehen bleibt?
Wenn trotz den erwähnten Verhaltensmassnahmen und der Einnahme eines
geeigneten Präparats aus der Apotheke
die Frühjahrsmüdigkeit mehrere Wochen
anhält, dann empfehle ich, erneut Rat in
der Apotheke zu suchen. So lässt sich der
Ursache der anhaltenden Müdigkeit auf
den Grund gehen. Neben Eisenmangel
können unterschiedliche Erkrankungen
oder Stimmungsschwankungen zu ständiger Müdigkeit führen, die mit spezifischen
Medikamenten behandelt werden und oft
eine genauere Abklärung durch den Arzt
erfordern.
der Apotheke vorbeugen, die speziell für
Kinder konzipiert sind.
Welche Mangelerscheinungen können
die Frühjahrsmüdigkeit verstärken?
Das ist sehr unterschiedlich: Ein Klassiker bei Müdigkeit, besonders bei Frauen,
ist der eben erwähnte Eisenmangel. Er
lässt sich nicht nur durch eine Blutuntersuchung beim Arzt, sondern auch über
eine Haarmineralanalyse feststellen. Auch
ein Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel
wirkt sich unter Umständen negativ auf
die Blutbildung und dadurch auf das Allgemeinbefinden aus. Jodmangel ist eine
mögliche Ursache für Funktionsstörungen
der Schilddrüse, was Schläfrigkeit zusätzlich fördern kann. Dies sind nur einige Beispiele von vielen.
Von Tabletten sind Kinder in der Regel
nicht sonderlich begeistert …
Das müssen sie gar nicht sein! Unsere
kleinen Kunden haben – neben Tabletten – die Wahl zwischen Kautabletten,
Säften oder Fruchtgummis. Letztere
sind besonders beliebt. Bei der Beratung
können wir sogar auf die jeweiligen Geschmacksvorlieben der Kinder eingehen.
Mikronährstoffe für Kinder gibt es auch
in Tropfenform. Tropfen haben den Vorteil, dass sie sich einem Getränk beimischen lassen, wodurch ihr Geschmack
überdeckt wird.
Wie steht es allgemein um die
Nährstoffversorgung bei Kindern?
Da sie sich im Wachstum befinden, ist ihr
Nährstoffbedarf besonders hoch. Zudem
neigen Kinder dazu, bestimmte Nahrungsmittel, die zu einer ausgewogenen Ernährung gehören, zu verweigern. Einer Unterversorgung lässt sich mit Präparaten aus
Verraten Sie uns zum Schluss Ihren
ganz persönlichen Tipp gegen
Frühjahrsmüdigkeit?
Oft ins Freie gehen! Anstatt schweres
Essen in der Firmenkantine lieber einen
knackigen, bunten Salat auf einer Parkbank geniessen und anschliessend noch
einen kleinen Verdauungsspaziergang
machen. Das spendet Energie und macht
gute Laune.
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22
04 / 2015
29. Schweizer Frauenlauf Bern
Eine geballte
Ladung Frauenpower
Noch Mitte des 20. Jahrhunderts war Sport für Frauen verpönt und teilweise gar verboten.
Heute nehmen jedes Jahr rund 15 000 Frauen am Schweizer Frauenlauf Bern teil. Der
Anlass bietet Sport auf hohem Niveau, aber auch Zeit für geselliges Beisammensein.
Annegret Czernotta
Täglich wälzt sich ein Besucherstrom durch
Bern und bewundert die Unesco-geschützte Altstadt. Am 14. Juni ist die Innenstadt
den Frauen vorbehalten, die versuchen,
auf der fünf Kilometer langen Laufstrecke
ihr Bestes zu geben. «Statt Kultur gibt es
Frauenpower», sagt Catherine Imhof. Die
Turn- und Sportlehrerin ist Projektleiterin
vom Schweizer Frauenlauf, der von Ryffel
Running organisiert wird.
Die Mischung aus Fun und Leistung fasziniert sie jedes Jahr aufs Neue: «Das Elitefeld
benötigt für die 5-Kilometer-Distanz um
die 16 Minuten, bei den Breitensportlerin-
nen sind es durchschnittlich 30 Minuten.
Diese sportliche Bandbreite macht es spannend.»
Sonja Gränicher, 39, aus Münchenbuchsee, gehört zur Kategorie Breitensportlerin.
Sie ist bereits zweimal mitgelaufen. «Der
Frauenlauf hat sich bei uns zum Familien­
event entwickelt», sagt sie. «Mittlerweile
läuft meine elfjährige Tochter zum fünften
Mal mit und der Rest der Familie – bestehend aus zwei weiteren Kindern und meinem Ehemann – unterstützt uns mit Zurufen.»
Der Frauenlauf ist für Sonja Gränicher ein
wichtiger Anlass, um sportlich aktiv zu
bleiben. Mit drei weiteren Frauen joggt
sie zweimal pro Woche rund fünf bis zehn
Kilometer, um fit zu bleiben und als Vorbereitung auf Bern. «Die Gruppe motiviert
mich», sagt sie. «Wir gehen auch joggen,
wenn das Wetter schlecht ist, was ich alleine nicht machen würde. Der Sport gehört
bei uns einfach dazu.»
Für Evelyne Geissbühler, 37, ist der
Schweizer Frauenlauf Bern interessant, weil
sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlt:
«Die Distanz ist super für Frauen wie mich,
die sportlich nicht so ambitioniert sind.»
23
04 / 2015
Sie geht – wenn möglich – einmal pro Woche joggen. Derzeit pausiert sie, weil sie im
Mutterschaftsurlaub ist: «Mein Ziel ist aber
auf jeden Fall die Teilnahme auch in diesem
Jahr.»
Auch wenn sich die Distanz von fünf Kilo­
metern nach wenig anhört, «trainieren
muss man dafür trotzdem, sonst ist die
Verletzungsgefahr zu gross und der Lauf
macht keinen Spass», sagt Catherine Imhof.
Für rasche Fortschritte und um verletzungsfrei zu bleiben, sind verschiedene
Faktoren zu beachten: Laufen trainiert insbesondere die Ausdauerfähigkeit des HerzKreislauf-Systems. Wirkung erzielen vor
allem Läufe oder andere Ausdauersportarten wie Nordic Walking ab 30 Minuten.
Stretchingeinheiten gehören dazu: Sie fördern die Beweglichkeit und die Regeneration der Muskulatur. Oft klagen Läufer über
Schmerzen im Rücken oder in den Knien,
denn ein Vielfaches des Körpergewichts
wird beim Sport auf die Gelenke übertragen. Deshalb ist es besonders wichtig, ein
Krafttraining der Rumpf- und Fussmuskulatur einzubauen oder auch einmal barfuss
zu laufen oder mit dem Springseil zu üben.
Zudem sollte das Training abwechslungsreich sein und verschiedene Laufübungen
beinhalten, damit die Koordination geschult wird.
Neben der 5-Kilometer-Strecke können die
Frauen in Bern auch über 10 Kilometer laufen oder über 5 bzw. 15 Kilometer (Nordic)
walken. Für Kinder hat es zwei Distanzen
von 500 Metern oder 1,6 Kilometern. So ist
für alle etwas dabei.
V.l.n.r.: Muriel Hänni-Freudiger, Anja Krebs,
Ursina Zürcher-Dönz, Sonja Gränicher
Die «Running Moms» werden
durch das gemeinsame Training so
richtig zusammengeschweisst bzw.
«zusammengeschwitzt» und nehmen
auch dieses Jahr am Frauenlauf teil
Tipps für Läuferinnen
Intimpflege:
Pflegeprodukte mit einem ausgewogenen pH-Wert zwischen 3,5 und 5,2 sorgen für
ein physiologisches Gleichgewicht der Intimflora und schützen gegen Irritationen,
Juckreiz, Entzündungen und Infektionen.
Beim Sport trägt auch die richtige Funktionswäsche zu einem gesunden Intimbereich
bei. Diese transportiert die Feuchtigkeit nach aussen, sodass ein Wärme- und Feuchtigkeitsstau vermieden wird.
Menstruation:
Die «Tage» sind kein Grund, um zu pausieren. Bauchkrämpfe können sich durch
lockeres Laufen – beispielsweise Nordic Walking – oft lösen. Benutzen Sie nach dem
Sport keine herkömmlichen Seifen oder Duschgele, die dem Scheidenmilieu
schaden, sondern speziell für den Intimbereich entwickelte Pflegeprodukte.
Schwangerschaft:
Wer es gewohnt ist, zu laufen, muss darauf auch während der Schwangerschaft nicht
verzichten. Allerdings sollten sich Schwangere beim Laufen unbedingt wohlfühlen.
In der Schwangerschaft mit dem Sport zu beginnen, ist nicht zu empfehlen. Auch
sollten Frauen, die schon einmal eine Fehlgeburt erlitten haben oder älter sind als
35 Jahre mit dem Arzt besprechen, ob Laufen für sie geeignet ist.
Während der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, dass die Vaginalflora im
Gleichgewicht bleibt und dass bei der täglichen Hygiene nur Wasser und Intim­
pflegeprodukte verwendet werden.
Wettbewerb
Lactacyd®, die Intimpflegelinie, verlost eine
Teilnahme an diesem unvergesslichen Event für
Sie und Ihre beste Freundin, inklusive Startgeld,
Anreise, Running-Shirt und weiteren tollen
Gadgets.
Wettbewerbsfrage:
Der wievielte Frauenlauf findet
am Sonntag, 14. Juni 2015 in Bern statt?
Die richtige Antwort ist: Starttickets
2
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4. Juni 2015
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Bern, Sonntag, 14. Juni 2015
24
04 / 2015
Kurzinterview
«Das Besondere ist der Mix aus Spass und Leistung»
Catherine Imhof ist Projektleiterin für den Schweizer Frauenlauf Bern. Der Event ist
jedes Jahr eine neue Herausforderung für die Turn- und Sportlehrerin.
Sie haben schon mehrmals den
Schweizer Frauenlauf organisiert. Was
macht diesen Lauf so speziell?
Der Frauenlauf ist ein sehr geselliger Anlass, die Frauen starten oftmals in Gruppen,
sodass eine geballte Ladung Frauenpower
unterwegs ist. Aber trotz der eher kurzen
Distanz geht es nicht nur um Spass. Mit
dem Elitefeld haben wir ein internationales
Feld dabei, bei dem die Leistung im Vordergrund steht. Der Mix aus Spass und Leistung macht die besondere Mischung am
Schweizer Frauenlauf aus.
Der Lauf geht nur über eine Distanz
von fünf Kilometern. Braucht es da
überhaupt eine Vorbereitung?
Auf jeden Fall! Auch wenn der Lauf kurz ist:
Wenn es heiss ist oder jemand untrainiert
mitläuft, dann stresst auch ein kurzer Lauf
den Körper. Frauen sind aber meist vernünftiger als Männer; die Mehrheit der Frauen in
Bern hat sich gut vorbereitet. Denn sie möchten den Anlass auch geniessen können!
Haben Sie einen Tipp, wie man sich am
besten kurz vor dem Start vorbereitet?
Wir empfehlen, sich gut aufzuwärmen
und bereits vor dem Lauf etwas zu joggen
und die Muskulatur zu dehnen. Der Muskel muss auf die Leistung vorbereitet sein.
Dazu gehört es auch, genügend zu trinken
und geeignete Kleider zu tragen. Es kann
an dem Tag heiss sein, aber auch regnen.
Und ein guter Laufschuh ist ebenso wichtig wie der Witterung angepasste Kleidung.
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vom 14. Juni 2015
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25
04 / 2015
Intimpflege
Richtig ist wichtig!
Eine gute Intimpflege ist wichtig für unser Wohlbefinden. Sie beugt
vielen Beschwerden und Infektionen vor. Die Hygiene darf aber nicht
übertrieben werden, sonst geht der natürliche Schutz verloren.
Dr. pharm. Chantal Schlatter, Apothekerin
Die Geschlechtsorgane der Frau liegen
wohlbehütet im Körperinnern, im Intimbereich aber stehen sie in Kontakt mit
der Aussenwelt. Hier lauern Gefahren wie
Austrocknung, Bakterien, Viren und Pilze,
aber darauf ist die Scheide vorbereitet. Ihre
beste Abwehrstrategie ist das saure Klima,
das in der Vagina herrscht. Um dieses saure
Milieu zu bilden, pflegt sie eine Allianz mit
Milchsäurebakterien, auch Laktobazillen
oder Döderlein-Bakterien genannt. Die
Vaginalschleimhaut ernährt die Laktobazillen, sodass sich diese vermehren
und die Vagina besiedeln. Im Gegenzug
dazu bilden die Bakterien Milchsäure und
Feuchtigkeit. Die Feuchtigkeit stärkt die
Barriere­funktion der Schleimhaut, die Säure schützt wirkungsvoll vor Eindringlingen.
Ann_Lactacyd_Astrea_210x148.5+3_DE_02.02.2015.pdf 1
Weniger ist mehr!
Das saure Milieu pflegen
So jedenfalls sieht der Idealfall aus. Verschiedene äussere und innere Faktoren
führen jedoch dazu, dass dieses Scheidenmilieu gestört und anfälliger für Infektionen wird. Eine wichtige Ursache ist falsche
und übertriebene Intimhygiene. Dadurch,
dass die Vagina einen tieferen pH-Wert als
die Haut aufweist, kann allein schon die
Verwendung von alkalischen (basischen)
Seifen, Bade- und Duschmitteln die Vaginalschleimhaut austrocknen und den Säureschutzmantel zerstören.
Grundsätzlich können sämtliche Einflüsse,
die den Milchsäurebakterien zusetzen (z. B.
Chlorwasser im Hallenbad) oder die Säure
neutralisieren (z. B. Sperma, Menstruationsblut), zu einer vorübergehenden Störung
des Scheidenmilieus führen. Frau fühlt
sich unwohl, es brennt und juckt. Wird das
Gleichgewicht nicht rasch wiederhergestellt, können sich Pilze und andere Infektionserreger einnisten.
Für die Intimhygiene ist eine einmal tägliche Reinigung mit warmem Wasser ausreichend. Wenn dennoch Reinigungsmittel
verwendet werden, dann bitte nur solche,
für die speziellen Bedürfnisse des Intim12.02.2015die
13:51:38
bereichs gemacht sind.
Um den sauren pH-Wert wiederherzustellen
und das Wachstum der Milchsäurebakterien
zu fördern, eignen sich medizinische Zubereitungen mit Milchsäure und Milchsäurebakterien sehr gut. Sie wirken gezielter als
Hausmittel wie verdünnte Apfelsäure oder
Joghurt-Tampons und sind häufig auch angenehmer in der Anwendung.
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04 / 2015
Die Bedürfnisse der älteren Frau
In den Wechseljahren nimmt die Durchblutung der Geschlechtshormone ab, dadurch
wird auch die Vaginalschleimhaut dünner.
Das hat zur Folge, dass die Vaginalschleimhaut zu wenig befeuchtet wird und sich
trocken anfühlt. Auch die Milchsäurebakterien können nicht mehr ausreichend ernährt werden und ziehen sich zurück. Die
Anfälligkeit für Infektionen steigt.
Tipps für die richtige Intimpflege
Reinigen sie sich einmal täglich sanft mit lauwarmem Wasser, am besten
mit der Hand, von vorne nach hinten. Oder verwenden Sie ein speziell für
die Intimpflege entwickeltes Intimwaschmittel.
Pflegen Sie trockene Intimhaut regelmässig mit einer rückfettenden
Creme oder einem Öl.
Wechseln Sie Ihre Unterwäsche täglich.
Schlafen Sie nachts ohne Slip.
Verwenden Sie luftdurchlässige Binden (ohne Plastikfolie). Wechseln Sie
Binden und Tampons häufig.
Unter der trockenen Vagina leidet auch
das Liebesleben. Gleitgele packen das
Übel aber nicht an der Wurzel und bringen nur einen kurzfristigen Nutzen. Besser
ist es, wenn die Vaginalschleimhaut mit
regelmäs­siger Pflege dauerhaft aufgebaut
und regeneriert wird. Mit der richtigen Intimpflege kann die Elastizität der Scheide
und des Scheideneingangs erhalten und
selbst verlorenes Terrain zurückgewonnen
werden. Voraussetzung ist, dass die Scheidenpflege mit derselben Selbstverständlichkeit in die tägliche Körperpflege integriert wird wie das Eincremen von trockener
Haut. Für die Pflege der Vaginalschleimhaut kommen Produkte infrage, welche die
Schleimhaut mit Feuchtigkeit versorgen
und das Scheidenmilieu wieder aufbauen.
Ziehen Sie die nassen Badesachen rasch aus.
Konsumieren Sie nur wenig Zucker und achten Sie auf eine ausreichende
Zufuhr von B-Vitaminen.
Waschen Sie den Intimbereich nicht mit Seife, Duschgel oder Shampoo.
Verwenden Sie keine Intimdeos und keine Feuchttücher. Nehmen Sie
nur ab und zu ein Schaumbad und verwenden Sie Scheidenspülungen
nur nach Rücksprache mit dem Arzt.
Verwenden Sie keine Tampons, wenn Sie unter einer trockenen Scheide
leiden.
Von «Joghurt-Tampons» wird abgeraten, da nicht garantiert ist, dass nur
«gute» Milchsäurebakterien eingeführt werden.
Verzichten Sie auf eng anliegende und synthetische Kleidung.
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04 / 2015
Schüssler-Tipp
Das «heisseste Salz»
der zwölf Schüssler-Salze
Schmerzen, verursacht durch verschiedene Beschwerden,
kann man mit Schüssler-Salzen lindern. Besonders bekannt
ist das Schüssler-Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum,
das man auch als «heisse Sieben» einnehmen kann.
Helga Grafe, Apothekerin, Autorin und Schüssler-Dozentin
Helga Grafe
Nr. 7 Magnesium phosphoricum, zweifellos
das beliebteste Schüssler-Salz, wirkt beruhigend und entspannend. Um seine Wirkung
bei allen Arten von akuten Schmerzen zu
verstärken, löst man davon zehn Tabletten
in kochend heissem Wasser auf. Daher rührt
auch der Name «heisse Sieben». Die im Wasser aufgelösten Tabletten sollten möglichst
heiss und in kleinen Schlucken getrunken
werden. Um die Aufnahme durch die Mundschleimhaut zu fördern, sollte man diese Lösung einen Augenblick im Mund behalten.
Die «heisse Sieben» gilt als Balsam für Herz
und Nerven sowie als das Entkrampfungsmittel bei Verspannungen, Kopfschmerzen
und Koliken. Zudem hilft Magnesium phos-
phoricum bei Unruhe und Einschlafstörungen. Ein ideales Mittel für Frauen bei Menstruationsbeschwerden wie auch in den
Wechseljahren.
Optimal für unterwegs, für die ganze Familie und für Personen, die zur Therapie oder
Prävention etwas einnehmen wollen, ist
Schüssler-Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum vorportioniert in kleinen Sachets.
Diese passen in jede Jacken- und Handtasche. In stressigen Situationen eine schnelle und wirkungsvolle Handhabung: Sachet
aufreissen, in heisses Wasser geben, umrühren und fertig.
Der Inhalt eines Sachets entspricht zehn Tabletten. Das Pulver löst sich rückstandslos in
heissem wie auch in kaltem Wasser auf.
Dosierung:
In Akutfällen ein Sachet in Wasser auflösen
und schluckweise trinken.
In allen anderen Fällen jeweils einmal täglich, vorzugsweise vor dem Schlafengehen,
ein Sachet in (heissem) Wasser auflösen und
schluckweise trinken.
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04 / 2015
Alternativmedizin
Spagyrik für eine schmerzfreie Menstruation
Die Menstruation fungiert als monatliche Reinigung bei der fruchtbaren Frau. Wird diese durch emotionale
Anspannung gestaut, sind die Nerven gereizt und der Unterleib verkrampft. Zur Entspannung wird oft Süsses
genascht, das nur kurzfristig befriedigt. Die Krämpfe bleiben, und machtlos bestimmen die Hormone die
Stimmung. Hier kann die natürliche und sanfte Heilmethode Spagyrik den Hormonzyklus nachhaltig regulieren.
Christine Funke, Apothekerin
Spagyrische Arzneimittel sind sorgfältig
aufbereitete Naturheilmittel, die in optimaler Form die ganze Kraft der Pflanze sowie
lebenswichtige Mineralien enthalten. Die
nachfolgend aufgeführten Hauptmittel
können einzeln, zusammen oder mit Ergänzungsmitteln eingenommen werden.
Sie gleichen körperliche und psychische
Beschwerden aus, wodurch der monatliche
«Hormontanz» reguliert und der Blutfluss
schmerzfrei erlebt wird.
Entstauend − Mönchspfeffer
(Vitex agnus castus)
Wenn vor dem Menstruationseintritt die
Brüste spannen, die Haut unrein erscheint
und wegen Stress und mangelnder Entspannung der Menstruationsfluss krampfhaft staut, hilft die spagyrische Essenz
Mönchspfeffer. Der Mönchspfeffer entstaut, wandelt Reizbarkeit in Tatkraft um
und lässt den Menstruationsfluss schmerzfrei fliessen. Er hilft, krampfhaftes Festhalten aufzulösen und die Lebensenergie
flies­sen zu lassen.
Harmonisierend − Damaszener Rose
(Rosa damascena)
Wenn die Gefühle durcheinanderkommen, das Herz dabei nervös schlägt, rote
Flecken das Gesicht zeichnen und die
Menstruation nicht angenommen werden kann, hilft die spagyrische Essenz
Damaszener Rose. Sie wirkt beruhigend
auf das Hormonsystem, stabilisiert das
Herz-Kreislauf-System und stärkt überreizte Nerven. Sie bringt innere Harmonie,
lässt Gefühle ohne Verlustängste geniessen und die Menstruation als weibliches
Ereignis willkommen heissen.
Entkrampfend − Magnesium
(Magnesium phosphoricum)
Die spagyrische MagnesiumphosphatEssenz entkrampft, wenn in der Menstruationszeit alles andere wichtiger erscheint,
als Zeit für sich selber einzuräumen. Sie
möchten den Erwartungen entsprechen,
fühlen sich unter Dauerdruck und haben
permanent das Gefühl, nicht zu genügen.
Magnesium phosphoricum schenkt die Zeit
zum Entspannen, löst die Verkrampfung in
Unterleib und Beinen, sodass der zyklische
Rhythmus der Anspannung und Entspannung wieder in ein natürliches Gleichgewicht findet.
Zusatztipp zur Entspannung
Sehr gut lässt sich die Spagyrik mit ätherischen Ölen kombinieren, die in Form von
Raumsprays in die Raumluft gesprüht eine
positiv wirkende Energiewolke kreieren. n
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spagyrischen Essenzen
Erstmals werden spagyrische Mineralstoff-Elemente-Essenzen, spagyrische
Aroma-Essenzen und natürliche ätherische Öle zu einem wohlriechenden
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04 / 2015
Inkontinenzberatung
Starke Partner bei schwacher Blase
Plötzlicher, nicht haltbarer Harndrang, Harnverlust beim Husten oder ungewolltes Tröpfeln
ist Betroffenen mit Blasenschwäche nur zu gut bekannt. Was viele aber nicht wissen: Die
Apotheke gilt auch bei diesem Thema als diskrete und kompetente Anlaufstelle.
Irene Strauss, Apothekerin
Unsere Blase kann bis zu einem halben
Liter Urin fassen. Sie wird von einer Muskelschicht überzogen, die bei einer Entleerung auf das Hohlorgan drückt, so als
würde man bei einem Fussball die Luft
herauspressen. Der Schliessmuskel der
Harnröhre bildet dabei das Ventil, das den
Abfluss kontrolliert. Er wird von unserer Beckenbodenmuskulatur beim Dichthalten
unterstützt. Üblicherweise verspüren wir
einen Harndrang, sobald die Blase zur Hälfte gefüllt ist. Wir können dann bekanntlich
bewusst einleiten, wann es zur Entleerung
kommen soll. Dann zieht sich der Blasenmuskel zusammen, der Schliessmuskel
erschlafft und Urin kann abfliessen. Dieser Vorgang kann jedoch gestört werden,
z. B. durch
– organische Erkrankungen
wie eine Blasensenkung oder
Prostatavergrösserung,
– neurologische Leiden wie Parkinson
oder Alzheimer,
–Hormonschwankungen,
Nervenschädigungen am Rückenmark
oder der Blase oder
– unerwünschte Nebenwirkungen von
bestimmten Medikamenten
(z. B. entwässernder Mittel).
Patienten haben dann eine eingeschränkte
oder keine Kontrolle über den Entleerungsvorgang. Harninkontinenz ist so gesehen
keine Erkrankung an sich, sondern ein
Symp­tom, dem verschiedene Ursachen zugrunde liegen.
Diese Arten kommen häufig vor
Belastungsinkontinenz: Hier führen z. B.
Husten, schweres Heben oder auch Lachen zu Harnverlust. Diese Form trifft
hauptsächlich Frauen. Ihr Beckenboden
ist geschwächt und kann den Harnröhrenschliessmuskel nicht ausreichend beim
Dichthalten unterstützen. Schwangerschaft, Übergewicht oder Hormonmangel
sind häufige Auslöser. Hier heisst es: Ran
ans Muskeltraining! Gewünscht ist allerdings kein Waschbrettbauch, sondern ein
kräftiger Beckenboden. Damit das Training
aber auch greift, sollte anfänglich eine geschulte Physiotherapeutin zu Rate gezogen werden.
Arten von Inkontinenz
Stressinkontinenz
(Belastungsinkontinenz)
Drang­inkontinenz
Überlaufinkontinenz
Neurogene
Inkontinenz
Durch erhöhten
Bauchinnendruck
bei Belastungen
Durch unge­wollte
Kontraktion der
Blasenmuskeln
Durch Blockade
der Harnröhre
Durch gestörte
Funktion des
Nervensystems
(Schwache Beckenbodenmuskulatur)
Dranginkontinenz: Sie entsteht durch eine
Übererregbarkeit des Blasenmuskels, der
quasi permanent von aussen auf unsere
Blase drückt. Entzündliche Erkrankungen
oder hormonelle Veränderungen sind zwei
der möglichen Ursachen. Verspürt man
häufiger als achtmal täglich den Wunsch,
die Blase zu erleichtern, spricht man zunächst von einer Reizblase, bei zusätzlich
unkontrolliertem Harnverlust von Dranginkontinenz. Gezieltes Toilettentraining, bei
dem man versucht, die Blasenentleerung
bewusst hinauszuzögern, kann hier helfen.
Abklärung unerlässlich
Überlaufinkontinenz: Sie ist die häufigste
Inkontinenzform bei Männern. Hier staut
sich z. B. Urin in der Harnblase an, weil eine
vergrösserte Prostata die Harnröhre abdrückt. Die Blase wird dadurch übermässig
gefüllt. Durch den Gegendruck der Blasenmuskulatur kann es dann z. B. zum tropfenweisen Harnabgang kommen.
Doch ganz egal, um welchen Inkontinenztyp es sich auch handelt: Das Wichtigste ist,
sich keinesfalls zu schämen, sondern das
Tabuthema anzusprechen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Wussten Sie aber auch, dass es Inkontinenzprodukte in verschiedensten Grössen
und Passformen gibt? Diese sind speziell
auf die Anatomie der Frau und des Mannes
abgestimmt und sehen auch noch trendig
aus. Sie saugen den Harn zuverlässig auf,
verhindern eine Geruchsentwicklung und
ermöglichen so selbst bei längeren Ausflügen oder sportlicher Betätigung zuverlässigen Schutz.
Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten,
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Beim Arzt lässt sich die Ursache der Inkontinenz herausfinden. Nur wenn man diese
kennt, kann man Erfolg versprechende
Gegenmassnahmen treffen. Diese reichen
vom erwähnten Beckenbodentraining und
der Einnahme von Medikamenten gegen
eine überaktive Blase, einem schwachen
Schliessmuskel oder einer vergrösserten
Prostata bis hin zu verschiedensten operativen Möglichkeiten. Hierzu weiss Ihr Facharzt in jedem Fall Bescheid.
Dieser Typ passt zu mir
30
04 / 2015
meisten Apotheken bieten ausserdem
Muster an. So kann man für sich selbst oder
für betroffene Angehörige die infrage kommenden Modelle mitnehmen und zu Hause in Ruhe ausprobieren, welches Produkt
den optimalen Tragekomfort bei grösster
Sicherheit bietet. Sobald Sie sich entschieden haben, lassen sich auch die Rückerstattungsmöglichkeiten durch die Krankenkassen ermitteln.
Richtige Pflege
Bei Inkontinenz ist die Hautpflege im Intimbereich besonders wichtig. Der Harn reizt
die Haut und schwächt ihren Eigenschutz.
Feuchtigkeit und Wärme tun ihr Übriges,
um das Wachstum von Pilzen und Bakterien zu fördern. Zudem ist ältere Haut oft
dünner und trockener als jüngere Haut und
daher weniger widerstandsfähig. Zur Reinigung des Intimbereichs sollten deshalb nur
pH-hautneutrale Mittel verwendet werden, die den Säureschutzmantel der Haut
nicht zerstören und sie vor Urin schützen.
Eine normale Salbe ist nicht unbedingt
geeignet, auch wenn sie sich auf der Haut
angenehm anfühlt. Herkömmliche Schutzcremes könnten zudem die Poren der Inkontinenzeinlage verstopfen, was nachteilig wäre. Ideal sind daher Produkte, die
speziell für die besonderen Hautbedürf-
In der Apotheke kann man
Sie umfassend beraten und
Ihnen Muster zur Probe mit
nach Hause geben
nisse bei Inkontinenz entwickelt worden
sind, vor Nässe schützen und gereizte Haut
heilen. Besonders vorteilhaft in der Handhabung ist ein Wund- und Hautschutzmittel in Form eines Sprays. Der Spray kann
mit nur einer Hand bedient werden und
erlaubt kontaktfreies Auftragen des Pflegemittels, was nicht nur von Betroffenen geschätzt wird, sondern auch den Alltag der
Pflegenden erleichtert.
Ab jetzt rede ich drüber
Ob beim Physiotherapeuten, Arzt oder
Bei Inkontinenz und Blasen­schwäche ist die richtige
Hautpflege besonders wichtig.
Das antidry skin care Wund- & Hautschutzspray ist
der beste Begleiter bei Inkontinenz. Durch seine
innovative Zusammensetzung mit 10 % Zinkoxid,
Panthenol, Bienenwachs und Aloe Vera sorgt es für
einen zuverlässigen Wundschutz, Nässeschutz und
Hautschutz. Dabei ist das Spray atmungsaktiv und
hinterlässt keine Rückstände.
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faches Auftragen und leichtes Verteilen. Das Spray
ist pH-hautneutral, parabenfrei und am gesamten
Körper anwendbar. Mit bis zu 350 Sprühstössen
pro Flasche ist das Spray zudem ein echtes PreisLeistungs-Schnäppchen.
Apotheker: Sollten Sie selbst von einer
Blasenschwäche betroffen sein, sprechen
Sie das Thema dort an. Nur wer von Ihrem
Leiden weiss, kann Ihnen auch helfen. Die
Therapiemassnahmen sind vielversprechend und die Inkontinenzprodukte zuverlässig. Harnverlust ist daher kein Symptom,
mit dem man sich abfinden muss. Suchen
Sie sich also einen geeigneten Ansprechpartner für Ihre Blasengesundheit. In Ihrer
Apotheke ist Ihr Anliegen jedenfalls in guten Händen.
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31
04 / 2015
Laktoseintoleranz
Wenn Milch Blähungen verursacht
Leiden Sie öfter an Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall? Dann kann es sein,
dass Sie eine Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) haben.
Nicole Zurbuchen
aus gesundheitsmedizinischen Gründen
nicht sinnvoll, ganz darauf zu verzichten.
Joghurt, Rahm, Milch und verschiedene
Käsearten sind heute nicht nur im Reformhaus, sondern auch in den meisten Supermärkten ohne Laktose erhältlich.
Es kann zudem Sinn machen, kalziumreiche Lebensmittel bewusst in den täglichen
Speiseplan einzubauen. Dazu gehören
grünes Gemüse, frische Kräuter, Nüsse und
Mineralwasser, das viel Kalzium enthält.
Ein grosses Problem stellt für viele Betroffene die «versteckte Laktose» dar. Aus geschmacklichen Gründen wird Laktose nämlich oft Fertiggerichten, Würzmischungen,
Tütensuppen, Wurstwaren, Broten, Teigen,
Bonbons und anderen industriell verarbeiteten Lebensmitteln zugefügt.
Laktase-Tabletten
aus der Apotheke
Jeder fünfte Schweizer leidet an einer Laktoseintoleranz – das zeigen Erhebungen
des Bundesamts für Gesundheit. Doch viele wissen nicht, dass sie davon betroffen
sind und kennen die Ursache für ihre Magen- und Darmbeschwerden nicht.
Auch in der Schweiz, wo die Milchwirtschaft eine lange Tradition hat, leben Menschen, die überhaupt keinen Milchzucker
vertragen. Etliche, die an einer Laktoseintoleranz leiden, kommen jedoch mit kleinen Mengen gut zurecht. Wer zur letzteren
Gruppe gehört und ungefähr zehn Gramm
Milchzucker pro Tag verträgt, muss seine
Ernährung meist nur moderat umstellen.
Laktasemangel im Dünndarm
Wer eine Laktoseintoleranz hat, kann
Milchzucker (= Laktose) nicht ausreichend
verdauen. Damit Zucker im Dünndarm
aufgenommen werden kann, muss er
nämlich zuerst in die Einzelmoleküle Glukose und Galaktose aufgespalten werden.
Dies geschieht mittels eines Enzyms, der
sogenannten Laktase. Bei Menschen mit
einer Milchzuckerunverträglichkeit fehlt
dieses Verdauungsenzym oder es ist nur
in geringen Mengen vorhanden. Deshalb
gelangt der Milchzucker unverdaut in den
Dickdarm, wo es zur Gasbildung und zu
Blähungen kommt.
Säuglinge und Kleinkinder verdauen Milchzucker meist ausreichend. Die typischen
Beschwerden einer Laktoseintoleranz, also
Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall
und Übelkeit, treten in der Regel erst im
Erwachsenenalter auf. Manche Betroffene
klagen ausserdem über Kopfschmerzen,
Konzentrationsstörungen, chronische Müdigkeit oder Gliederschmerzen.
Einfacher Selbsttest
Ob eine Laktoseintoleranz besteht, lässt
sich mit einem einfachen Selbsttest herausfinden: Verzichten Sie einige Tage lang
auf Milchprodukte. Beobachten Sie, ob die
Symptome verschwinden – und ob sie erneut auftreten, wenn Sie Ihre gewohnte
Ernährung wieder aufnehmen.
Des Weiteren kann man beim Arzt einen
Atemlufttest (nach der Einnahme von
Milchzucker) vornehmen oder seinen Blutzucker testen lassen (zuvor erhält man in
Wasser aufgelöste Laktose).
Lieber Käse als Milch
Wer seine Nahrung umstellen will, sollte
wissen, dass der Laktosegehalt je nach
Milchprodukt stark schwankt – abhängig
von der Verarbeitung und Lagerung. Milch
beispielsweise enthält relativ viel Laktose
und ist für die meisten Betroffenen schlecht
verträglich. Viele vertragen Joghurt besser,
da durch den Herstellungsprozess ein Teil
der Laktose abgebaut wird. Quark, Hüttenkäse, Mozzarella und Feta haben einen
mittleren Laktosegehalt, während Hartkäse
praktisch laktosefrei ist.
Da Milch und Milchprodukte die wichtigsten Kalziumlieferanten sind, ist es
Für Betroffene mit einem angeborenen
oder kongenitalen Laktasemangel (letzterer wird durch einen sehr seltenen genetisch bedingten Enzymdefekt verursacht)
gibt es in der Apotheke Laktase-Kautabletten. Die Laktase spaltet den mit der
Nahrung aufgenommenen Milchzucker;
dadurch werden die Milchprodukte besser
verdaut.
«Die Tabletten sind rezeptfrei erhältlich
und werden von der Grundversicherung
der Krankenkasse übernommen», sagt der
Apotheker Metin San von der BellevueApotheke in Zürich. Die Kautablette werde unmittelbar vor der Einnahme einer
laktosehaltigen Mahlzeit zerkaut oder geschluckt. «Die übliche Dosierung ist eine
Kautablette pro fünf Gramm Laktose – dies
entspricht einem Deziliter Milch», erklärt
Metin San. Allerdings sei der Bedarf individuell verschieden und hänge unter anderem von den auftretenden Symptomen ab.
Deshalb ist eine Beratung in der Apotheke
sinnvoll.
Laktose in Arzneimitteln
Des Weiteren weist der Apotheker da­
rauf hin, dass viele Medikamente Laktose
enthalten – sie wird als Streckmittel beziehungsweise Hilfsstoff eingesetzt. Laut
Metin San ist dies vor allem bei Tabletten,
Kapseln, Granulaten und Pulvern der Fall.
Arzneimittel wie Tropfen, Suspensionen
und Sirupe enthalten nur selten Laktose.
Ihr Apotheker oder Ihre Apothekerin berät
Sie im Zweifelsfall gerne.
n
32
04 / 2015
Forschung
Für einen einzigen neuen Wirkstoff
werden 10 000 Substanzen getestet
Bis ein neues Medikament auf den Markt kommt, dauert es acht bis zwölf Jahre. Sara Käch von
Interpharma, dem Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, beschreibt im
Interview den langen Weg zur Zulassung und erklärt, wie die Präparate am Menschen getestet werden.
Silvia Weigel, pharmaSuisse
Welches sind im Entwicklungsprozess
die grössten Herausforderungen?
Sara Käch: Pharmaforschung ist risikoreich
und eine Garantie für Erfolg gibt es nicht.
Um ein einziges neues Medikament zu entwickeln, werden zu Beginn des Prozesses
10 000 Substanzen untersucht und geprüft.
Davon schaffen es nur gerade zehn in die
klinischen Versuche und werden am Menschen getestet.
vertreten ist. Dabei wird geprüft, ob der
Versuch nötig ist und ob die Belastung der
Tiere so gering wie möglich gehalten wird.
Grundlage bildet das Schweizer Tierschutzgesetz, das eines der strengsten der Welt
ist. Weiter werden in der medizinischen
Forschung Alternativmethoden zu Tierversuchen entwickelt, die Zahl der Versuchstiere wenn möglich reduziert und die Belastung der Tiere minimiert.
Welche Voraussetzungen müssen für
die Tests am Menschen gegeben sein?
Ist ein neuer Wirkstoff gefunden, muss zuerst in Tierversuchen, die gesetzlich vorgeschrieben sind, geprüft werden, ob er wirkt
und ob er verträglich ist. So wird zum Beispiel getestet, ob der Wirkstoff giftig wirkt,
das Erbgut verändern oder zu Krebs führen
kann. Erst wenn diese Tests zufriedenstellend verlaufen sind, wird die Substanz am
Menschen geprüft.
Und wie laufen die Tests am Menschen
ab?
Zuerst wird der Wirkstoff meist an gesunden Menschen getestet, erst danach finden
erstmals Tests an Patienten statt. Schliesslich wird der Wirkstoff in einer dritten Phase
an einer grösseren Gruppe von Patienten
getestet und die geeignete Dosierung ermittelt. Der Sprung zum Einsatz am Patienten ist sehr kritisch. Erst dort zeigt sich,
ob das Molekül sicher ist und vor allem die
gesuchte Wirkung erzielt.
Tierversuche – das hört sich grausam
an. Ist das wirklich nötig?
Die moderne Medizin ist auf Tierversuche angewiesen. Jeder Versuch muss aber
durch eine Tierversuchskommission bewilligt werden, in der auch der Tierschutz
Tests an gesunden Menschen – wie
muss man sich das bei Medikamenten
mit schwersten Nebenwirkungen wie
Chemotherapeutika vorstellen?
Tests an gesunden Menschen dürfen nur
dann durchgeführt werden, wenn sie
ethisch vertretbar sind. Krebsmedikamente werden deshalb ebenso wenig an gesunden Menschen getestet wie gewisse
andere Substanzen, bei denen das Risiko
zu gross wäre. Massgebend sind hier internationale Richtlinien der International
Conference on Harmonisation sowie die
Helsinki-Deklaration – die Deklaration des
Weltärztebundes zu ethischen Grundsätzen für die medizinische Forschung am
Menschen.
Was sind das für Leute, die sich für diese
Tests zur Verfügung stellen?
Für die Tests an gesunden Menschen sind
es häufig Personen mit einem Bezug zur
Medizin. Als in Genf ein Impfstoff gegen
Ebola getestet werden sollte, haben sich
zum Beispiel auch Medizinstudenten zur
Verfügung gestellt, die mit gutem Beispiel
vorangehen und einen Beitrag leisten wollten bei der Suche nach einem Impfstoff.
Wie häufig kommt es vor, dass
irreversible Schäden entstehen?
Dies ist sehr selten, da für die Tests strenge
Richtlinien gelten und die Patientensicherheit an erster Stelle steht.
33
04 / 2015
Wie wird sichergestellt, dass bei
solchen Tests nicht die Verzweiflung der
Patienten ausgenutzt wird?
Für sämtliche klinischen Versuche gelten
internationale ethische Richtlinien sowie
nationale Gesetze, an die sich Ärztinnen
und Ärzte ebenso wie die Pharmafirmen
halten. In der Schweiz setzt zum Beispiel
das Humanforschungsgesetz klare rechtliche Leitplanken.
Wie wird gewährleistet, dass ein
Medikament bei der Zulassung sicher
ist?
Vor einer Zulassung überprüft das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic die
Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität des
Medikaments. Es verlangt dazu von der
Pharmaindustrie umfangreiches Datenmaterial aus präklinischen und klinischen
Studien. In den vergangenen 20 Jahren
sind verschiedene wichtige Gesetze und
Verordnungen in Kraft gesetzt worden,
die der Forschung klare Leitplanken setzen, ethische Aspekte berücksichtigen und
neuen Entwicklungen in der biomedizinischen Forschung Rechnung tragen. Dazu
41 neue Wirkstoffe im 2014 zugelassen
Gemäss einer internationalen Studie der «Analysis Group» sind zurzeit
weltweit über 5 400 Produkte in der klinischen Entwicklung, wo sie an
gesunden Menschen und später an Patienten getestet werden. Immer
wichtiger werden komplexe, biotechnologisch hergestellte Arzneimittel. Bereits heute werden sie erfolgreich bei schweren oder lebensbedrohlichen Krankheiten wie multipler Sklerose, Bluterkrankungen und
insbesondere gegen Krebs und Diabetes eingesetzt.
Das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic hat im vergangenen Jahr
41 neue Wirkstoffe zugelassen. Insgesamt sind in der Schweiz mehr als
7 700 verschiedene Arzneimittel für den Menschen zugelassen. Diese
sind jeweils in unterschiedlichen Darreichungsformen, Dosierungen
und Packungsgrössen erhältlich, sodass Interpharma, der Verband der
forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, 18 893 verschiedene Verkaufseinheiten zählte.
gehören das Humanforschungsgesetz, das
Heilmittelgesetz, das Gentechnikgesetz
und das Stammzellenforschungsgesetz.
Wie lange dauert es im Schnitt, bis
ein neues Medikament auf den Markt
kommt?
Bis zur Markteinführung dauert es durchschnittlich acht bis zwölf Jahre. Weil die
gesetzlichen Anforderungen an die Sicherheit immer weiter steigen, wird auch
der Entwicklungsaufwand immer grösser.
Zum Beispiel werden neue Medikamente
heute an mehreren Tausend Teilnehmern
getestet und nicht mehr wie früher an
einigen Hundert. Dadurch wird die Entwicklung immer teurer: Wer heute ein
Medikament auf den Markt bringen will,
muss dafür rund 1,3 Milliarden Franken
investieren.
Wie häufig kommt es vor, dass
ein Medikament am Ende für eine
ganz andere Indikation als geplant
eingesetzt wird?
In einer sehr frühen Phase der Forschung
wird entschieden, ob eine Entwicklung
weitergeführt werden soll und gegen welche Krankheit ihr die besten Erfolgschancen eingeräumt werden. Dieser Entscheid
ist wichtig, weil die weitere Entwicklung
sehr aufwendig und teuer ist. Sie muss auf
das spezifische Anwendungsgebiet zugeschnitten werden. Somit ist der Entwicklungsweg zum späteren Medikament und
seiner Verwendung bereits sehr früh vorgezeichnet.
Sara Käch,
Interpharma (Verband der forschenden pharmazeutischen
Firmen der Schweiz)
Aber Viagra wurde ursprünglich als
Herzmedikament getestet – bis sich
die männlichen Testpersonen über
vermehrte Erektionen freuten. Ein
Sonderfall?
Ja. Das kann vorkommen, ist jedoch nicht
die Regel.
Was passiert mit den Substanzen, die
schon im Anfangsstadium der
Entwicklung wieder verworfen werden?
Die werden in Substanzbibliotheken archiviert. Heute durchforscht man diese
Bibliotheken immer wieder systematisch
nach neuen Wirkprinzipien. Es kann vorkommen, dass ein einstmals als nicht Erfolg
versprechender oder nicht wirksam eingeschätzter Wirkstoff als verheissungsvoll
erkannt und für eine ganz andere Anwendung neu entwickelt wird.
Wie wertvoll sind Neuentwicklungen?
Erfindungen werden von den Forschern
oder Pharmafirmen zum Patent angemeldet. Der Patentschutz dauert 20 Jahre. In
dieser Zeit kann ausschliesslich der Patentinhaber seine Erfindung oder Entdeckung
kommerziell nutzen. Das heisst, andere Firmen dürfen das Medikament in dieser Zeit
nicht einfach kopieren und ein identisches
Produkt auf den Markt bringen. Als Gegenleistung für den Patentschutz müssen die
Forschungs- und Entwicklungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
werden. Dritte können somit die Ergebnisse für ihre Forschung verwenden, dürfen
diese aber nur gewerblich nutzen, wenn sie
vom Patentinhaber eine Lizenz erhalten.
Viele neue Medikamente unterscheiden
sich nur leicht von bereits bestehenden
Produkten – braucht es das? Sollte sich
die Forschung nicht lieber auf echte
Innovationen konzentrieren?
Was sind echte Innovationen? Natürlich
muss die pharmazeutische Forschung nach
Therapien für Krankheiten suchen, die bisher nicht therapierbar waren. Aber ein weiteres Ziel ist es, Wirkstoffe zu entwickeln,
die besser wirken und weniger Nebenwirkungen haben als bereits bestehende Therapien.
n
34
04 / 2015
Hautpflege
«Viel wichtiger als Fett
ist Feuchtigkeit»
Eine normale Haut braucht eine andere Pflege als eine alternde
Haut oder Kinderhaut. Der Apotheker Markus Schurr* im Interview
zu den häufigsten Hautproblemen und zur besten Pflege.
Susanne Schmid Lopardo
Mit welchen Fragen zur Haut kommen
die Leute in die Apotheke?
Markus Schurr: Wir sehen vor allem Problemhaut, und zwar das ganze Spektrum:
Leute mit Ausschlägen, schuppender Haut,
bakteriellen Infektionen, Pilzinfektionen
oder bei Kleinkindern mit Windeldermatitis. Wenn man eine normale Haut hat,
kommt es nicht so darauf an, welche Pflege
man benutzt. Man sollte sich aber darüber
informieren, welchen Hauttyp man hat.
Welche Hauttypen werden denn
unterschieden?
Wir unterscheiden zwischen trockener, fettiger, sensibler und normaler Haut sowie
Mischhaut.
* Markus Schurr ist Apotheker und Geschäftsführer der
Aadorf Apotheke und Drogerie. Die Apotheke ist Mitglied
der medinform HautApotheken.
Welche Pflege braucht eine normale
Haut?
Man sollte die Haut nicht überpflegen. Es
gibt viele Leute, die eine viel zu fettige und
reichhaltige Pflege verwenden. Dabei haben sie eher eine trockene Haut, die nicht
unbedingt Fett braucht. Viel wichtiger ist
Feuchtigkeit. Viel Fett hilft nicht, im Gegenteil, dadurch werden die Poren verstopft.
Was passiert, wenn die Poren
verstopfen?
Wenn man die Haut überpflegt, gibt es gerne kleine Pickel, vor allem aber löst man
das Problem nicht.
Weshalb gibt es denn überhaupt stark
fettende Produkte?
Weil es sie manchmal braucht, dann etwa,
wenn die Haut schuppig und trocken ist,
wie bei Neurodermitis oder anderen Ausschlägen. Ausserdem brauchen Hände und
Ellbogen in der Regel mehr Fett als das Gesicht.
Wie pflegt man eine normale
Gesichtshaut am besten?
Ideal wäre eine Hautreinigung am Morgen
und am Abend mit einem Reinigungsprodukt, je nach Hautempfindlichkeit mit
einem seifenfreien oder seifenhaltigen.
Wer sich morgens gerne nur Wasser ins
Gesicht wirft, um wach zu werden, sollte
mindestens am Abend die Haut mit einem
Reinigungsprodukt reinigen. Nach der
Reinigung sollte man am Morgen eine Tagescreme – am besten mit Sonnenschutz
– auftragen und für die Nacht eine auf die
Haut abgestimmte Pflege verwenden.
Braucht es neben der Hautreinigung
sowie der Tages- und Nachtpflege noch
weitere Produkte?
In der Regel nicht. Bei einer Mischhaut
kann es allerdings angezeigt sein, dass man
für die sogenannte T-Zone, also Stirn, Nase
und Kinn, ein anderes Produkt verwendet
als für die Wangen. Bei einer Mischhaut ist
die Partie der T-Zone fettiger als die Wangenhaut. Ausserdem kann eine spezielle
Augenpflege sinnvoll sein. Eine normale
Gesichtscreme sollte man immer nur bis zu
den Wangen verwenden. Gesichtscremes
breiten sich schneller aus und geraten
deshalb eher ins Auge. Augenpflegen sind
vom pH-Wert etwas anders eingestellt und
haben bei manchen Firmen einen höheren
Hygienestandard. Augencremes sollten
übrigens nur unter den Augen aufgetragen
werden und nicht auf den Lidern.
Welche Produkte empfehlen Sie gegen
Hautalterung?
Nur mit Sonnenschutz kann man die
Hautalterung verlangsamen. Produkte
gegen Hautalterung wirken dank Sonnenschutz und nicht wegen irgendwelchen
magischen Inhaltsstoffen. Wirkstoffe wie
Wenn Salben nichts mehr nützen.
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Hyaluronsäure können jedoch helfen, die Haut besser zu
durchfeuchten, sodass sie faltenfreier aussieht.
Ab welchem Alter sollte man mit der Hautpflege
beginnen?
Wenn sich die Haut zu verändern beginnt. Mädchen und junge Frauen beginnen meist in der Pubertät, junge Männer, sobald die ersten Pickel kommen. Dann gilt es, herauszufinden,
welchen Hauttyp sie haben und eine entsprechende Pflege
auszuwählen. Ab etwa 18 Jahren sollte man anfangen, die
Haut regelmässig zu pflegen.
Welche Pflege braucht denn Kinderhaut?
Rein wissenschaftlich gesehen müsste man wohl schon bei
kleineren Kindern ein Produkt mit Sonnenschutz anwenden.
Ich empfehle, die Haut von Babys und Kindern vor der Sonne
zu schützen, wenn nötig mit einer Sonnencreme.
ums-We
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J
werb
tbe
Sind teure Cremes besser als billige?
Nein, das sind sie nicht. Ich würde sogar sagen, im Gegenteil:
Weil teure Produkte lange halten müssen, enthalten sie sehr
viele Konservierungsstoffe. Wenn jemand 100 Franken für
eine Creme bezahlt, will er sie sicher nicht in zwei Monaten
aufbrauchen müssen. Kommt noch hinzu, dass teure Produkte oft in Tiegeln angeboten werden, in die man hineinfassen
muss. Dazu braucht es ebenfalls viele Konservierungsstoffe.
Aus hygienischer Sicht sind Cremes aus dem Spender oder
der Tube besser. Medizinische Hautpflegen werden immer in
Tuben oder Pumpflakons angeboten.
Was ist denn schlimm an Konservierungsstoffen?
Für Leute, die eine normale Haut haben und nicht überempfindlich reagieren, nichts. Sie können gerne eine schöne Pflege verwenden, die gut riecht. Es geht ja darum, dass sie sie
anwenden. Die beste Pflege nützt nichts, wenn man sie nicht
benutzt. Spätestens wenn man Hautprobleme hat, sollte man
aber zu einer Creme in einer Tube oder mit Spender greifen.
Wie finde ich als Laie das für mich richtige Produkt?
In der Apotheke erkennen wir die Hauttypen sehr schnell. Da
wir eine Hautapotheke sind, können wir auch Hautanalysen
machen. Viel wichtiger ist jedoch die Erfahrung. Und dann
muss man ein Produkt ausprobieren, indem man Muster anwendet oder sich in der Apotheke eine Probe abfüllen lässt.
In der Apotheke erhalte ich eine Beratung. Es gibt aber
auch viele Leute, die im Supermarkt Pflegeprodukte
kaufen. Worauf sollten sie achten?
Sie sollten eher eine feuchtigkeitsspendende Creme mit Sonnenschutz nehmen und nicht eine zu fettige. Und dann heisst
es auch hier: ausprobieren. Wenn jemand eher empfindlich
reagiert oder schon schlechte Erfahrungen gemacht hat, in
der Ellenbeuge. Solange man die Creme verträgt, geht das
gut. Bei Hautproblemen ist eine Beratung jedoch besser.
Sie haben eingangs gesagt, dass Sie in der Apotheke
das ganze Spektrum an Hautproblemen zu Gesicht
bekommen. Was sehen Sie am häufigsten?
Im Sommer Vorstufen zum Hautkrebs, vor allem bei älteren
Leuten, die in der Kindheit häufig Sonnenbrände hatten. Der
Übergang von normaler Hautalterung zur Vorstufe von Hautkrebs ist oft fliessend. Leute mit auffälligen Hautflecken, bei
welchen wir eine aktinische Keratose, also eine Vorstufe zu
Hautkrebs, vermuten, schicken wir zum Arzt.
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Beschnitt
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36
04 / 2015
Fusspflege
It‘s Showtime!
Unsere Füsse sind, da meistens versteckt in Socken und Schuhen, die häufig
vernachlässigten «Stiefkinder» unseres Körpers. Ganz nach dem Motto «aus den Augen,
aus dem Sinn» bemerken wir sie oftmals erst, wenn sie Probleme bereiten.
Tanja Bärtschiger, Pharma-Assistentin
Wenn im wahrsten Sinne des Wortes der
Schuh zu drücken beginnt, ist es höchste
Zeit, den Füssen mehr Beachtung zu schenken. Denn schliesslich tragen sie unser
ganzes Gewicht tagein tagaus und müssen
Evelyne Geiger, Podologin
sich vieles gefallen lassen. Ob unpassende
Schuhe, Nylonstrümpfe oder unsachge­
mässe Pflege – als Fuss hat man es wahrlich
nicht leicht. Wie Sie mehr für Ihre treuesten
Begleiter tun können, erklärt Frau Evelyne
Geiger, Podologin SPV (www.fuss-undschuh.ch) im nachfolgenden Interview.
Greifen wir als Erstes das Thema
Warzen auf. Wie entstehen sie, resp. wie
steckt man sich an?
Evelyne Geiger: Warzen entstehen durch
ein Virus, das sogenannte Papilloma-Virus,
das man oft im Kindesalter «aufliest» und
das auch später in Stresssituationen immer
wieder Probleme bereiten kann. Eine intakte Hautbarriere und ein gut funktionierendes Immunsystem sind «die halbe Miete»
bei der Prävention, da schon kleinste Risse
dem Virus als Eintrittspforte dienen. Die Ansteckung erfolgt also durch direkten oder
indirekten Kontakt mit dem Virus, immer im
Zusammenhang mit einer Hautläsion (aus­
ser bei Dornwarzen). Gerade Dornwarzen
werden vorwiegend im Schwimmbad, aber
auch in Turnhallen oder durch das gemeinsame Tragen von Socken oder Schuhen,
übertragen. Gute Dienste im Kampf gegen
Warzen leistet das homöopathische Thuja
(Tropfen oder Globuli) und andere Warzenmittel aus der Apotheke. Bei hartnäckigen
und schmerzhaften Fällen (z. B. wenn sich
die Warze auf einem Gelenk oder unter einem Nagel befindet) ist der Gang zum Dermatologen unvermeidlich. Keinesfalls sollte
man selber an Warzen herumschneiden,
um nicht deren Vermehrung oder gar eine
Infektion zu provozieren.
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04 / 2015
Wie pflegt man Hornhaut und
Schrunden am besten?
Eincremen, eincremen, eincremen lautet (nicht nur) hier die Devise. Hornhaut
entfernt man am besten einmal wöchentlich mit einem Bimsstein (keine Feilen aus
Metall oder scharfe Klingen verwenden).
Auch ein Peeling aus Meersalz und Olivenöl ist sehr nützlich, und die Reste können
wunderbar noch für Knie und Ellbogen
verwendet werden. Bei Schrunden helfen
Fussmasken: Dick eincremen, gut in bequeme Socken verpacken und über Nacht
einwirken lassen. Mit tiefen Rissen sollte
man allerdings zum Podologen, welcher
dann die harte Haut professionell entfernt.
Allgemein gilt: Gut gepflegte Füsse bleiben
weich und geschmeidig, es entstehen weniger Druckstellen und Risse, die das Eindringen von Erregern begünstigen. So bleiben die Füsse länger gesund und danken
es einem mit reibungslosem Funktionieren.
Sexy, aber ungesund! Achten
Sie darauf, dass Ihre Füsse
die meiste Zeit in gesunden
Schuhen stecken.
abklären lassen, ob eine Fehlstellung des
Fusses oder ein Gangfehler vorliegt. Damit es weniger zu Druckstellen kommt,
empfehle ich, Schuhe ein bis zwei Nummern grösser zu kaufen und sie mehrmals
täglich zu wechseln. Auch hier ist das tägliche Eincremen der Füsse eine effiziente
zusätzliche Vorsorge. Bei der Behandlung
Und was hat es mit den sogenannten
von Hühneraugen greift man vielfach zu
Hühneraugen auf sich?
den gängigen Hühneraugenpflastern, die
Hühneraugen sind die Folge von drücken- Salicylsäure enthalten. Allerdings ist bei
den Schuhen und Sockennähten. Wenn diesen Produkten darauf zu achten, dass
man trotz passender Schuhe oft an Hüh- sich der Wirkstoffpunkt unbedingt auf
neraugen
leidet, sollte man podologisch dem Hühnerauge befindet und das Pflaster
Ann_Wartner_Cryo_AstreaApotheke_d_210x148.5+3.pdf 1 25.02.2015 14:21:03
nicht verrutscht (Schädigung der gesunden Haut). Diabetiker sollten salicylsäurehaltige Präparate nicht anwenden und sich
am besten regelmässig und nicht erst bei
Schmerzen an einen erfahrenen Podologen wenden.
Auch Fusspilz ist eine häufige
Erkrankung. Wie erfolgt die Ansteckung
und was sind die Folgen?
Fusspilz wird durch überaus widerstandsfähige Pilzsporen ausgelöst, namentlich
dem Fadenpilz Trichophyton, der sich in
der Haut vermehrt und sich von ihr ernährt.
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38
04 / 2015
Er wird in der Regel von Haut zu Haut oder
über Oberflächen (Sauna, Schwimmbad)
übertragen. Wie diese Tatsache bereits vermuten lässt, ist ein feuchtwarmes Milieu
für sein Wachstum ideal. Die Symptome
eines Fusspilzes äussern sich in einer Rötung der Haut, teilweise starkem Juckreiz
mit Brennen und aufgeweichten, sich abschälenden weissen Hautstellen. Die Haut
kann auch einreissen oder Blasen bilden
und wirkt insgesamt sehr trocken. Häufig entsteht Fusspilz zwischen den Zehen
oder an der Fusssohle. Wird Fusspilz nicht
behandelt, kann in der Folge ein hartnäckiger Nagelpilz entstehen, der schwierig zu
therapieren ist. Ausserdem können sich geschädigte Hautstellen bakteriell infizieren.
Was kann man gegen Fusspilz tun?
Trockene Haut kann ihre Schutzfunktionen
nicht mehr richtig wahrnehmen. So können durch Risse leicht Erreger eindringen
und Infektionen verursachen. Die wichtigste Vorsorge ist also, Füsse und Zehenzwischenräume nach dem Duschen gut
abzutrocknen und sie täglich einzucremen.
Bei Rissen zwischen den Zehen empfehle
ich, aufgrund der besseren Saugfähigkeit
WC-Papier oder Kleenex zum Trocknen zu
benützen. Bei schnell schwitzenden Füssen
Das A und O der Fusspflege ist das regelmässige Eincremen
hilft Fusspuder, das Klima im Schuh trocken
zu halten. Was oft nicht bedacht wird: In
Hallenbädern tummeln sich gerade beim
Fusspilzspray die meisten Pilzsporen. Mit
Vorteil trägt man deshalb Badesandalen
und bringt seinen eigenen Desinfektionsspray mit. Für die Behandlung von Fusspilz
Hühneraugen?
Lebewohl ®!
Dies ist ein Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.
kommen kortisonfreie Pilzsalben, Sprays
oder Lotionen infrage; am besten lässt man
sich in der Apotheke individuell beraten.
Wer häufig unter Fusspilz oder starken
Beschwerden leidet, sollte einen Hautarzt
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39
04 / 2015
Sie haben noch den Aspekt Nagelpilz
angesprochen. Wie sieht ein Nagelpilz
aus?
Einen Nagelpilz erkennt man relativ leicht.
Die Fussnägel verfärben sich weiss-gelblich, sind verdickt und brüchig bis krümelig. Podologen nehmen spezielle Feil- und
Schleiftechniken zu Hilfe, um den Nagel
optimal auf die Behandlung mit einem pilzabtötenden Mittel (z. B. in Form eines entsprechenden Nagellackes) vorzubereiten.
Wichtig ist hier, dass der Auslöser des Nagelpilzes (z. B. Fusspilz) ebenfalls therapiert
wird. Eine fachkundige und konsequente
Behandlung ist wichtig, da Pilze ansonsten
zu einem dauerhaften kosmetischen und
gesundheitlichen Problem werden können.
Fusspflegetipps
– Zehenzwischenräume sehr gut abtrocknen
– Täglich Füsse eincremen (Cremes mit Urea speichern Feuchtigkeit und hinterlassen keinen schmierigen Fettfilm)
– Socken und Strümpfe aus Naturfasern verwenden (z. B. Baumwolle)
– Schuhe nach der Grösse und Form der Füsse kaufen (auf
atmungsaktives und anpassungsfähiges Material achten)
– Während des Tages häufig Schuhe wechseln
– So viel wie möglich in der Natur barfuss gehen
– Viel bewegen, um die Durchblutung zu fördern
– Nägel gerade und nicht zu kurz schneiden; mit Nagelfeile Kanten brechen
– In Hallenbädern, Saunen und Hotelzimmern nicht barfuss gehen und Füsse nach dem Schwimmen/Saunieren desinfizieren
Gibt es «Risikogruppen», die besonders
auf ihre Füsse achtgeben sollten?
Ja, Diabetiker, Rheumapatienten, Menschen mit Durchblutungsstörungen und
solche, die Blutverdünner einnehmen. wenn sich an den Füssen etwas krankhaft
Aber natürlich auch all jene, die häufig Hal- verändert. Aus diesem Grund sollten sie
lenbäder und Saunen besuchen, Sportler bei Komplikationen auch nicht selber Hand
und Senioren. Insbesondere Diabetiker anlegen. Eine tägliche Fusskontrolle ist unsind anfällig für Infekte und leiden an Emp- erlässlich und regelmässige podologische
findungsstörungen in den Extremitäten. Unterstützung sinnvoll oder sogar notDadurch spüren sie oftmals nur bedingt, wendig. Je nach Versicherung werden die
CarbamidForte_211x148.5_df.qxp_CarbamidForte_211x148.5_df 11.12.14 17:16 Seite 1
Behandlungen auf ärztliche Verordnung
hin sogar teilweise von den Krankenkassen
übernommen. Unabhängig von «Risikogruppen» ist die regelmässige Fusspflege
sicher jedem zu empfehlen, der sich bis ins
hohe Alter schmerzfrei bewegen möchte.
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40
04 / 2015
Zecken
Vampire im Garten
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen erwachen auch Blutsauger
wie Zecken, Milben und Mücken aus ihrem Winterschlaf.
Vor allem die Zecken sind nicht nur lästig, sie können auch
auf Tiere gefährliche Krankheitserreger übertragen.
Dr. med. vet. Matthias Scholer
Nach einem Spaziergang mit dem Hund
kommt man manchmal mit zusätzlichen
Begleitern nach Hause: Da lassen sich
schon mal kleine Tierchen beobachten, die
durchs Fell der Vierbeiner krabbeln. Häufig
handelt es sich dabei um Zecken, die einen
geeigneten Platz zum Bluttrinken suchen.
In der Schweiz sind drei Zeckenarten für
Hunde und teilweise auch für Katzen heimisch: der Holzbock, die Auwaldzecke und
die braune Hundezecke. Das Auftreten der
Zecken hängt in unseren Breitengraden
massgeblich von der Temperatur ab. Es lassen sich grundsätzlich zwei Wellen mit besonders häufigem Zeckenbefall beobachten: die erste von März bis Mai, die zweite
von September bis Oktober.
Zecke ab, Kopf drin
dass die Besitzer die Bissstelle täglich kon­
trollieren und während drei Tagen mit einer
Desinfektionslösung betupfen. Sollte die
Stelle anschwellen oder sich eine Rötung
bilden, ist eine tierärztliche Begutachtung
empfehlenswert.
Fellkontrolle und Zeckenschutz
Doch was tun, wenn man eine Zecke auf
seinem Tier gefunden hat? Grundsätzlich
ist dasselbe Vorgehen wie beim Menschen
angezeigt: Die Zecke sollte möglichst rasch
und vollständig entfernt werden. Dazu eignen sich neben Pinzetten auch die diversen, in der Humanmedizin verwendeten
Zeckenentferner wie Zangen oder Ähnliches.
Wie beim Menschen kann der Biss einer
Zecke auch bei Tieren zu lokalen Hautreizungen bis hin zu schweren Infektionserkrankungen führen. Die Parasiten können während der Blutmahlzeit nämlich
Krankheitserreger wie Viren und Bakterien übertragen. Dazu gehören, wie beim
Menschen, beispielsweise die Erreger der
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME),
der Borreliose und Ehrlichiose.
Häufig kommt man als Tierbesitzer jedoch
gar nicht dazu, denn die Vierbeiner kratzen
sich die Blutsauger kurz nach dem Biss selber ab, wobei meist der Kopf des Parasiten
in der Haut bleibt. In diesen Fällen besteht
keine Grund zur Panik. Wichtig ist jedoch,
Und da in den meisten Mittelmeerländern
Zecken und Mücken weitere, lebensbedrohliche Krankheitserreger wie Babesien
oder Leishmanien übertragen, ist ein effektiver Zeckenschutz während einer Ferien­
reise in diese Länder besonders wichtig.
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vor stechenden und beissenden Insekten.
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Zecken und Entenflöhe.
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Pharmacode
5334881
200 ml
Pharmacode
4340112
41
04 / 2015
Keine Impfung gegen Zecken
Gibt es keine Zeckenimpfung fürs Tier?
Nein, wie beim Menschen existiert kein
Impfschutz gegen die Blutsauger selber.
Hört man trotzdem von einer «Zeckenimpfung», die der Tierarzt appliziert haben soll,
handelt es sich dabei meist um eine Injektion eines Wirkstoffs mit antiparasitärer Wirkung unter die Haut. Damit wird das Tier für
eine beschränkte Zeit vor einem Befall mit
den meisten Hautparasiten wie Mücken,
Flöhe, Milben, Zecken etc. geschützt. Im
immunologischen Sinn impfen kann man
Tiere jedoch nur gegen spezifische, bei der
Blutmahlzeit übertragene Krankheitserreger. Solche Impfungen werden jedoch nur
in Ausnahmefällen empfohlen.
Viel wichtiger, und auch kostengünstiger,
ist ein Parasitenschutz, der die Vierbeiner
vor Stichen bzw. Bissen durch Blutsauger
schützt. Die meisten dieser Tierarzneimittel werden den Tieren einmal im Monat im
Nackenbereich auf die Haut geträufelt. Der
Wirkstoff verteilt sich anschliessend überall
in der Haut und verhindert schon nach wenigen Stunden den Befall mit Fellparasiten.
Als Alternative bieten sich bei Hunden und
Katzen Halsbänder an. Unterstützend kön-
Zecken stellen auch für Tiere eine Plage und eine Gefahr für Infektionskrankheiten dar
nen zudem Shampoos mit antiparasitärer
Wirkung eingesetzt werden.
Etwas sollte dabei nicht vergessen werden: Da einerseits Zecken vom Tier auf den
Menschen übergehen können und sich an-
dererseits Hundebesitzer regelmässig auf
Wiesen und in Waldrandnähe aufhalten,
sollten sich Tierhalter in den Apotheken
nicht nur über einen wirksamen Parasitenschutz für ihre Vierbeiner, sondern auch für
sich selbst informieren.
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42
04 / 2015
Babynahrung
Die richtige Milch fürs Baby
Die beste Babymilch ist Muttermilch, daran gibt es keinen Zweifel. Ihre überlegene
Wirkung auf die Gesundheit des Babys ist wissenschaftlich belegt. Aber in unserer hoch
entwickelten Welt stellt das Stillen keinen Überlebensvorteil dar. Wer stillt, sollte es aus
Überzeugung tun und nicht unter dem Druck der Gesellschaft. Und wer nicht (mehr) stillt,
kann aus einem breiten Angebot von hochwertiger Säuglingsmilch wählen.
Dr. pharm. Chantal Schlatter, Apothekerin
In Ländern mit schlechten hygienischen
Verhältnissen und mangelhaftem Gesundheitssystem entscheidet das Stillen tatsächlich über Leben und Tod. Mit seinen
wertvollen Inhaltsstoffen zur Stärkung der
Abwehrkräfte erkranken gestillte Kinder in
ärmlichen Verhältnissen seltener an Durchfall und Atemwegserkrankungen − Krankheiten, die in vielen Ländern dieser Erde
nach wie vor für eine hohe Kindersterblichkeit sorgen. In Ländern mit guter medizinischer Versorgung bringt das Stillen
keinen Überlebensvorteil, die Unterschiede zwischen gestillten und nicht gestillten
Kindern sind nicht gross – aber dennoch
51918_210x148_Pouch_CH-D_AstreaMagazin.pdf
1
vorhanden.
Warum es sich trotzdem lohnt
Stillen lohnt sich schon aus reiner Bequemlichkeit: Muttermilch ist kostenlos, man
muss sich nicht um die Zubereitung der
Nahrung kümmern oder sich fragen, ob
man für unterwegs alles Notwendige dabeihat.
Aber auch wissenschaftliche Argumente
sprechen dafür. Kinder, welche die ersten
sechs Monate voll (also ausschliesslich)
gestillt worden sind, erkranken weniger
häufig und weniger schwer als ihre nicht
gestillten Spielkameraden. Manche der
positiven Gesundheitseffekte halten ein
27.02.15Leben
11:00lang an! Ausserdem genies­
ganzes
sen gestillte Kinder auch einen Vorteil in
der geistigen und sozialen Entwicklung,
eine Art «intellektuellen Schnellstart».
Aber Achtung: Das ist Statistik und kein
Versprechen! Auch ein gestilltes Kind
kann später Schulprobleme haben, und
ein nicht gestilltes Kind hat deswegen
nicht schlechtere Karten im Leben. Das
Stillen ist ein wichtiger, aber nicht der
einzige positive Einfluss im Leben Ihres
Kindes.
Und was kommt danach?
Spätestens nach sechs Monaten reicht
Muttermilch alleine nicht mehr aus, um
dem Bedarf des Babys gerecht zu werden,
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43
04 / 2015
zum Beispiel enthält sie zu wenig Eisen.
Daher wird empfohlen, im Alter zwischen
vier bis sechs Monaten parallel zum Stillen mit der schrittweisen Einführung von
Beikost zu beginnen. Normale Kuhmilch
ist aufgrund ihrer Zusammensetzung als
Schoppennahrung ungeeignet, bis zu
seinem ersten Geburtstag sollte das Baby
seine Milch nur in Form von Muttermilch
oder Säuglingsmilch zu trinken bekommen. Säuglingsmilch wird aus speziell aufbereiteter Kuhmilch hergestellt und dank
intensiver Forschung immer besser. Nach
dem Vorbild der Muttermilch enthalten
die meisten Produkte zum Beispiel bereits
heute Inhaltsstoffe, welche die MagenDarm-Flora aufbauen und das Immunsystem stärken.
Bis zu seinem ersten Geburtstag sollte das
Baby seine Milch nur in Form von Muttermilch
oder Säuglingsmilch zu trinken bekommen
Welche Arten von
Säuglingsmilch gibt es?
Man unterscheidet zwischen Anfangsmilch, die für die ersten Lebensmonate
bestimmt ist, und Folgemilch, die ab sechs
Monaten verwendet werden kann. Für
Säuglinge mit einem erhöhten Allergierisiko (wenn ein Elternteil oder ein Geschwisterchen an einer Allergie leidet) wird soge-
Die neue Bimbosan HA Fo
nannte «HA-Milch» (hypoallergene Milch)
empfohlen. Bei echter Kuhmilchallergie
oder Laktoseintoleranz sind aber auch HAProdukte ungeeignet. In diesem Fall muss
auf eine Säuglingsmilch auf pflanzlicher
Basis ausgewichen werden, z. B. auf der Basis von Soja.
Die Vielfalt der Produkte und Bezeichnungen kann ziemlich verwirrend
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leidet darunter. Schlaf­störungen und eine
Beeinträchtigung der Lebensqualität am
Tage sind die unangenehmen Folgen.
Die Muskelkrämpfe treten meist ohne
erkennbare Ursache in der Nacht auf,
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(WEMF-beglaubigt 2014)
Nummer:
Rätsellösung aus
astreaAPOTHEKE Nr. 3, März 2015
04 – April 2015
Herausgeber:
Healthcare Consulting Group AG
Baarerstrasse 112, 6302 Zug
Telefon 041 769 31 40
info@healthcons.ch
Das Lösungswort lautete:
KRAFTTRAINING
Im Auftrag von pharmaSuisse,
Schweizerischer Apothekerverband
(SAV)
Verlag/Anzeigen/Leserdienst:
Healthcare Consulting Group AG
Redaktion:
Dr. pharm. Chantal Schlatter
(Chefredaktorin)
cschlatter@healthcons.ch
Layout und Gestaltung:
Healthcare Consulting Group AG
Titelfoto:
Mike Niederhauser,
www.merlinphotography.ch
Druck und Versand:
ib-Print AG
Seetalstrasse 2, 5703 Seon
Copyright: Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung ist
ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für
Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und
Verarbeitung in elektronischen und multimedialen Systemen.
Die nächste Nummer von astreaAPOTHEKE liegt
ab dem 1. Mai 2015 in Ihrer Apotheke für Sie bereit.
Hypermiling the Soul EV
Publireportage
Möglichst viele Kilometer mit nur einer Tankfüllung oder Batterieladung zurücklegen. Dies ist die Hauptherausforderung
des sogenannten Hypermilings, dem aus den USA stammenden Sport zur optimalsten Sparfahrweise.
Die geplante Teststrecke
Von Safenwil nach Langenthal,
dann um den Napf nach Luzern,
um den Zugersee nach Baar
und via Lenzburg zurück nach
Safenwil: 213 Kilometer mit
1600 Metern Höhendifferenz.
Start und Ziel am selben Ort und deshalb keine
Vorteile betreffend Topografie und Wind. Eine echte
Herausforderung an Fahrzeug und Fahrer. Hypermiler
Felix Egolf übernahm das Auto mit zu 99 % geladener Batterie. Der Bordcomputer zeigte mit 145 km
Reichweite eine Diskrepanz von 68 km (oder 32 %)
zum Fahrziel an.
Mit diesem Ziel vor Augen wurde unser Kia Soul EV im
November vom Schweizer Hypermiler aus Leidenschaft,
Felix Egolf, getestet. Er wollte es genau wissen und fuhr
auf einer coupierten Teststrecke von 238 Kilometern mit
1800 metern Höhendifferenz – mit Winterpneus.
Die Facts
Kia gibt die Reichweite des elektrischen Soul mit 212
Kilometern an. Dessen Batterie hat eine Kapazität
von 27 Kilowattstunden. Rechnerisch ergibt dies einen Verbrauch von 12,7 kWh pro 100 Kilometer. Damit liegt der Soul EV bei den Klassenbesten.
Die Fahrt
Mitrechnen lohnt sich: Die Summe der gefahrenen
Kilometer plus die angezeigte Reichweite stiegen
kontinuier­lich an. Die erwähnte Kilometer-Diskrepanz
schmolz langsam, aber stetig dahin. Nach 113 km in
Luzern lag das Total bereits bei 195 km, obwohl die
Haupthindernisse (Mühleweg 760 m / Escholzmatt
860 m / Rengg 960 m) bereits passiert wurden. Der Akkustand betrug noch 53 %. Der Durchschnittsverbrauch
lag somit bei ungefähr 11 kWh. Nach 148 km in Zug
zeigte der Bordcomputer eine Reichweite von 60 km mit
40 % Akkustand an. Deshalb beschloss Felix Egolf, die
Testrunde auf deutlich über 213 km zu erweitern. In
Bremgarten AG, nach 175 km, betrug die Reichweite
noch 53 km bei Ladestand 31 %. Bei Kilometerstand 222
in Olten waren es noch 20 km Reichweite bei 12 % Akkustand. Safenwil wurde via Gretzenbach und Kölliken
angesteuert und der Soul EV wurde mit 1 % angezeigtem Ladestand nach 238,1 km wieder bei Kia Motors
parkiert.
Fazit
Bei bedecktem Himmel, Temperaturen von 6 bis 9 °C
und teils regnerischem Wetter passierte der Soul EV
insgesamt 58 Ortschaften (davon 6 Städte) in 5,5 Fahrstunden (ø 43,3 km/h). Die kumulative Höhendifferenz
lag auf der verlängerten Runde bei 1800 Metern.
Max. Reichweite:
212 km Werksangabe
238 km Testfahrt
= + 26 km oder 12.3 %
238,1 km mit 98 % Akku-Kapazität (26,46 kWh) ergeben einen Durchschnittsverbrauch von 11,11 kWh. Nur
Tesla fährt weiter, allerdings mit einer viel grösseren
Batterie.
Zu diesem wunderbaren Ergebnis
gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
47
04 / 2015
Die Lösung des Rätsels aus astreaAPOTHEKE
März 2015 finden Sie auf Seite 46.
eines
Gewinnen Sie
dukten
von 15 Tal Pro
Die Gewinnerinnen und Gewinner aus
astreaAPOTHEKE Januar/Februar 2015 haben
ihre Preise bereits erhalten.
Die Lösung lautete: KUNSTEISBAHN
im Wert von je
Die Lösung dieses Rätsels wird in der nächsten
Ausgabe von astreaapotheke veröffentlicht.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich
benachrichtigt.
Korrespondenz wird keine geführt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Sagen Sie uns das Lösungswort per Telefon.
Sie können Ihr Lösungswort über die
Telefonnummer 0901 800 100 (ohne Vorwahl) angeben.
Sprechen Sie das Lösungswort und Ihre Adresse auf das Band.
Der Anruf (inkl. Gesprächstaxe) kostet Sie 90 Rappen.
Oder Sie schreiben das Lösungswort auf eine Postkarte,
bringen diese in Ihre Apotheke oder senden sie direkt an:
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