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KAS MADRID
07 . APR IL 20 1 5
AUSLANDSBÜRO FÜR SPANIEN UND PORTUGAL
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Lammert: Europa ist die beste
Antwort auf die Folgen der Globalisierung
AP R IL 20 15
THOMAS BERND STEHLING
www.kas.de/spanien
Zu mehr Zuversicht und Zusammenhalt in Europa hat der Präsident des
Deutschen Bundestages, Prof. Dr.
Norbert Lammert, aufgerufen.
In einer Rede im Rahmen des diesjährigen “European Roundtable” des
KAS-Büros Madrid sagte Lammert in
Valencia, keine Region der Welt bleibe
gegenwärtig von erheblichen Herausforderungen verschont. Für die Länder
Europas sei die Europäische Union “die
allein richtige Antwort darauf”. “Wir
brauchen mehr Europa - selbst wenn
es nur darum geht, die gegenwärtige
Situation zu stabilisieren”, so der Bundestagspräsident.
Manuel Llombart, Gesundheitsminister von Valencia, Alberto Fabra, Präsident von Valencia, Prof.
Dr. Norbert Lammert, Präsident des Dt. Bundestags, Máximo Buch, Wirtschaftsminister von Valencia, Thomas B. Stehling, KAS
Der Prozess der europäischen Integration sei stets Ergebnis von großen Konflikten und Herausforderungen gewesen und werde es bleiben. Ohne die
traumatische Erfahrung zweier Weltkriege wäre die Einigung nicht möglich
gewesen. Die Nationalstaaten würden
nur in Zeiten von Krisen die Bereitschaft zeigen, Souveränitätsrechte aufzugeben.
Heute sei es die Globalisierung, die zu
einem unaufhaltsamen Verlust von nationaler Souveränität führe, “und es
gibt auch keine Chance, sie zurückzugewinnen”. Allein die EU schaffe die
Möglichkeit, Souveränität “durch Teilung mit anderen zu erhalten”. Deshalb
sei die Europäische Union “das einzige
seriös diskutierte Modell” als Reaktion
auf die Globalisierung.
Enrico Letta, ehemaliger italienischer Ministerpräsident
Der ehemalige italienische Ministerpräsident Enrico Letta warnte davor, den
“Populisten von Pepe Grillo bis Podemos” die Meinungsführerschaft zu Europa, insbesondere in den sozialen
Netzwerken, zu überlassen. Europa
brauche eine “Erzählung”, die die “Er-
Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.
folge, Hoffnungen und Chancen” ausdrücke.
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AP R IL 20 15
THOMAS BERND STEHLING
www.kas.de/spanien
Während die nationalistischen und populistischen Gruppierungen auf europäischer Ebene kaum vernehmbar seien,
gewönnen sie in den einzelnen Mitgliedsstaaten an Boden und erschwerten zunehmend gemeinsame Lösungen
unter den Mitgliedern der EU.
Diese seien aber drängend, von einem
gemeinsamen Konzept zu Immigration
und Integration bis hin zu Klimaschutz
und den Herausforderungen durch Terroristen und regionale Konflikte.
Thomas B. Stehling mit der Bürgermeisterin von
Valencia Rita Barberá
Aus Sicht von Letta wird die EU auch
Antworten auf den sich beschleunigenden Entscheidungsdruck finden und
Verfahren entwickeln müssen, die
schnelle und zugleich demokratische
Beschlüsse ermöglichen. “Verspätete
Entscheidungen sind häufig falsche
Entscheidungen”, sagte er unter Hinweis auf die Debatte zur BankenUnion.
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Spanien
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Fax +34 91 575 60 66
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www.kas.de/spanien
Twitter: @kas_madrid
Die Teilnehmer des European Roundtable
Der “European Roundtable” stand unter dem Thema “The Future of
Western Democracies – How to
keep values, voters and relevance”. Zu den Teilnehmern gehörten
Parlamentarier aus Spanien, Portugal
und Deutschland, Regierungsvertreter,
Wissenschaftler und Journalisten sowie
die Beraterin von UN-Generalsekretär
Ban Ki-moon für die “Post-2015 Entwicklungsplanung”,
Amina J. Mohammed.
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