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März|April 15 - Die Vitrine

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WIEN | ZÜRICH
P.b.b. Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt 1050, Vertragsnummer GZO2ZO30229M
01_U1_Cover_V327_Layout 1 30.03.15 10:18 Seite 1
März|April
Das Fachjournal für internationale Tischkultur,
Geschenkartikel, Wohnaccessoires, Schmuck,
Kunsthandwerk und Hausrat
15
327
02_U2_InsMono_V327_Layout 1 30.03.15 10:19 Seite 1
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G&G 03/2015
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03 s
Wer in letzter Zeit die Werbung für Internetshops verfolgt hat, der wird
feststellen, dass wir auf dem Weg zu einer neuen Art des Einkaufens sind, bei
der die Verkäufer im Laden durch Tablets oder Smartphones ersetzt werden …
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
04_ImFocus_V327_Layout 1 30.03.15 10:19 Seite 1
IM FOCUS
WinniPeg Eine zeitlose Schönheit, die sich allen
ausgefallenen Porzellanformen – quadratisch oder oval –
harmonisch angleicht. Das Besteck besticht durch Eleganz
in puristischem Design, das sich stets zurückhaltend in
den Hintergrund stellt. Schlicht und zeitlos definiert
„Winnipeg“ Esskultur in feinster Form. Wunderschöne
Verzierung durch moderne Lasertechnik.*
Design Des JAHRes 2015:
Die neue BeRnDoRf-KolleKtion
PAssion Kraftvolles Auftreten. Überragendes Design. „Passion“ besticht
durch fein polierte Oberflächen und eine
besonders ausgewogene Formensprache. Länglich, doch gleichzeitig sehr
massiv, schmiegt sich „Passion“ mit
wohlig, warmen Zügen angenehm in
die Hand. In schwarz, kupfer oder gold.
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
PeRsPectives Fröhlichkeit in ihrer
natürlichsten Form. Eine vollkommene,
zeitlose Schönheit in modernem Design.
Metallisch polierte Oberflächen und
ausbalancierte Formen fühlen sich fein
und geschmeidig an. Schlicht und doch
aussagekräftig verleiht „Perspectives“
jedem Alltag einen Hauch Eleganz.
QueBec Ein modernes Besteck der Gegensätze. Die sanfte Schwingung umgarnt die souveräne Geradlinigkeit und
verführt mit Sinnlichkeit zum Anfassen.
Lebensfreude durch ausbalanciertes Design. Besonders das Stand Up Messer
fällt auf und verleiht „Quebec“ eine unverwechselbare Charakteristik.
toRonto Das leichte und elegante
Design wirkt zurückhaltend und fällt
trotzdem auf. Das Besteck überzeugt
durch klare geometrische Konturen und
angenehm abgerundete Griffe.
Jung und trendig passt „Toronto“ besonders zu den derzeit angesagten Porzellanformen. Alle Modelle in 18/10 Nicro poliert und als Tafelbesteck 30-teilig
* Modell „Winnipeg“ auch ohne Laser-Verzierung lieferbar.
05_Inhalt_V326_Layout 1 30.03.15 10:19 Seite 05
05INHALT
DIE VITRINE 327 märz-april 2015
ZU UNSEREM TITELBILD:
Als „perfekte Symbiose“ aus modernem Design und
Alltagstauglichkeit bezeichnet WMF das neue Besteck
„Evoque“, das auch bei festlichen Anlässen überzeugt.
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
INFORMATION ÖSTERREICH:
WMF ÖSTERREICH GMBH
Etrichgasse 13, A-6021 Innsbruck
Tel: 0043 (0)512 33 02-0, Fax: 0043 (0)512 33 02-96
E-Mail: info@wmf.at
www.wmf.at
die ersten großen Messen dieses Jahres
waren nach Aussagen vieler Aussteller
„durchwachsen“ – einige waren sehr zufrieden, andere zeigten sich von der Frequenz auf ihrem Stand enttäuscht.
Auch heuer wurden wieder – zum Bespiel in Frankfurt – einige österreichische
Händler vermisst. Wenn man den Aussagen
von Ausstellern Glauben schenken darf,
haben einige von den Abwesenden als
Grund für ihr Nichterscheinen auf der Welt
größten Konsumgütermesse die Kosten
angegeben, kurz gesagt, die Reise und
der Aufenthalt seien ihnen zu teuer. Und
außerdem würde ja sowieso der Außendienstler kommen und die Neuheiten vorstellen. Nun, ich kann Ihnen ein Geheimnis
verraten: Man kann äußerst billige Flüge
nach Frankfurt ergattern, die weniger kosten als der Sprit für das Auto. Auch die
Deutsche Bahn bietet auf der Sparschiene
sehr, sehr günstige Reisen in der ersten
Klasse an, die noch billiger kommen, wenn
man zweite Klasse fährt. Dies alles aber
nur, wenn man sich rechtzeitig für eine
Reise entschließt. Und da die Messeveranstalter kurzfristig ihre Messen nicht verlegen, kann man dies auch guten Gewissens tun. Als ich das aber einmal einem
Händler erzählte, wurde ich gefragt, was
ich tun würde, sollte ich vor der Messe
krank werden. Nun, da verfallen eben die
Karten für Flugzeug oder Bahn, war meine
Antwort – das sei ja Geldvernichtung,
meinte er. Darauf schwieg ich, was selten
der Fall ist … Und ich habe eines gelernt:
Wenn es jemand nicht für notwendig hält,
auf Messen zu fahren, dann sind ihm alle
Ausreden dafür Grund genug, meint
INFORMATION SCHWEIZ:
WMF Schweiz AG
Bernstraße 90, CH-8953 Dietikon 2 ZH
Tel: 0041 (0)43 322 93 93, Fax: 0041 (0) 43 322 93 99
E-Mail: info@wmf.ch.
www.wmf.ch
12
COVERSTORY WMF: Die Geislinger überzeugten auf der
„ambiente“ mit einem neuen markenauftritt.
10
Villeroy & Boch: Geschenke für alle Fälle
17
Leifheit: Einkochen leicht gemacht
18
Robbe & Berking: Silberne Kompositionen
20
Impulse: it’s BBQ-Time!
29
EK Austria: lust auf zuhause wird geweckt!
30
Frequenz: Nach wie vor ein Umsatzbringer?
32
Messen: Trends 2015
03
Schräg gezeichnet
06
Aktuell
25
Wirtschaft
38
Kultur kompakt
42
Schräg geschrieben
Ihre
Gabriele Kaiser
OFFENLEGUNG GEMÄSS § 25 MEDIENGESETZ: Medieninhaber: Gabriele Kaiser, Hütteldorferstraße 211/10, a-1140 Wien
IMPRESSUM: Verlag: Vitrine zeitschriften VerlagsgesmbH., Schloßgasse 10-12, a-1050 Wien, Tel: 0043 699/102 779 54, Fax: 0043 1/526 51 77, Email: gk-vitrine@gmx.at
Mit der Herausgabe betraut und Geschäftsführung: Gabriele Kaiser, Mitarbeiter dieser Ausgabe: mag. Gerhard Faas, Wolfgang Greiner, Gerhard pucsala, Christian Sikora
Produktion & Layout: Greiner & Greiner Druck: Druckerei robitschek, Wien Verlagsort: Wien Herstellungsort: Wien Inseratenpreise: lt. Tarif Nr. 32 Abonnementpreis: € 40,70, sfr. 70,–,
abo ausland € 48,– Bankverbindung: Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen aG, Blz 20111, iBaN: aT 02 2011 1281 2147 1306. BiC GiBaaTWWXXX
www.vitrine-online.at
DIE VITRINE 327 märz-april 15
06-09_Aktuell_V327_Layout 1 30.03.15 10:20 Seite 06
06AKTUELL
Der extravagante Stoff „Eprisma“ wirkt am Fenster wie eine Skulptur.
Baumann
Ein Blickfang
für jEdEn raum
Eine neue Dimension des Textil-Dekors
hat Création Baumann in Langenthal in
der Schweiz entdeckt. Der extravagante
Stoff „Eprisma“ wirkt wie eine Skulptur
am Fenster. Sein geometrisches Pailletten-Kleid schimmert mal weiß, mal
bronzefarben, mal schwarz.
Zahlreiche pyramidenartige Dreiecke aus Pailletten-Folie schimmern am
Fenster um die Wette. Der Vorhang
„Eprisma“ aus der neuen Frühjahrskollektion von Création Baumann wird so
zur ausdrucksstarken Skulptur geformt.
Auf dem halb transparenten Stoff sind
schillernde Dreiecke, dicht an dicht
streng geometrisch geordnet, appliziert.
Die Pailletten-Folie wurde dabei dreidimensional geformt und abgesteppt –
ein aufwändiger Prozess. Das Resultat
kann sich sehen lassen: Die Dreidimensionalität sorgt für Tiefenwirkung, das
facettenreiche Lichtspiel ändert sich je
nach Sonneneinfall.
uSa Tag in frankfurT
HElEn HunT alS EHrEngaST
Am 16. Februar besuchte während der
Thementages USA die bekannte Schau-
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
v.l.n.r.: Peter B. Cameron, CEO der amerikanischen Lenox-Group,
Helen Hunt, Detlef Braun, GF Messe Frankfurt GmbH
spielerin Helen Hunt die „Ambiente“.
Bei einem Rundgang über die Messe
traf sie auf ausgewählte US-amerikanische und deutsche Aussteller.
Für ihre Arbeit wurde Helen Hunt
bisher mit 47 Preisen ausgezeichnet,
darunter 1998 auch mit einem Oscar als
beste Hauptdarstellerin in dem Film
„Besser geht’s nicht“ an der Seite von
Jack Nicholson.
iTB
PorzEllan-kunST
vorgESTEllT
Eine Premiere der besonderen Art feierte das Porzellanikon, Staatliches Museum für Porzellan, in Hohenberg an der
Eger. Es stellte die Museen in Hohenberg und in Selb bei der internationalen
Tourismusmesse in Berlin (ITB), der
Leitmesse der weltweiten Tourismusbranche, Anfang März, vor. Damit wurde erstmals ein Touristikbereich für
künstlerisches und historisches Porzellan bei einer Veranstaltung der Touristikbranche angesprochen.
Neben dem Museumskonzept wurden die für heuer und das kommende
Jahr geplanten Ausstellungen und Konzepte vorgestellt und beworben. Neben
den Sonderausstellungen wurde auch
der Stand des neuen länderübergreifenden EU-Projekts für künstlerisches Por-
zellan angesprochen. Damit konnten bei
der gut besuchten ITB neue Interessentengruppen gewonnen werden.
TriEnnalE mailand
iTaliEniScHEr lEBEnSSTil
Die Ausstellungshallen der Mailänder
Triennale haben sich zu Jahresbeginn,
in Zusammenarbeit mit der Messe
HOMI, dem italienischen Lebensstil
verschrieben. Die Präsentation schilderte die Werte italienischer Tradition
durch die Erzeugnisse von Herstellern,
die heute wie damals die Umsetzung
von originellen Designideen in Einrichtungsgegenstände des alltäglichen Gebrauchs kreieren. Es ist eine Geschich-
Unverwechselbares Mosaikstück von Venini
06-09_Aktuell_V327_Layout 1 30.03.15 10:20 Seite 07
07
„Organic“ fällt durch eine weiche und fließende Formensprache auf.
te, die aus Designikonen besteht und
zunehmend das Nützliche mit dem
Schönen zu verbinden weiß.
Jedes Unternehmen stellte ein Objekt als Symbol der eigenen Produktion
als unverwechselbares Mosaikstück
vor. Unter aufstrebenden Formen, die
aus der Science Fiction zu kommen
scheinen, verschmilzt die Form- und
Farbfantasie von edlem klassischem
Geschirr unter Kristallen mit vielfarbigen Spiegelungen und blendend weißer Keramik.
Dabei entstand eine Fantasiewelt
aus realen Gegenständen. Die Form von
Töpfen ließ die Düfte der Küche erahnen, während neuartige Materialien
und Designs die Tradition herausforderten und die Einbildungskraft durch Erzählung über die Zukunft des Wohnens
inspirierten.
SElTmann-gruPPE
anErkannTEr ParTnEr
dES facHHandElS
Bei der Wahl des „Partner des Fachhandels 2014“ durch den Fachkreis Hausrat/GPK konnte Seltmann Weiden im
Sortimentsbereich Porzellan/Keramik
den ersten Platz erringen, Königlich
Tettau den dritten Platz.
Auf der „Ambiente“ wurde die Porzellan-Serie „Organic“ zum Konzept
Seltmann Weiden errang bei der Wahl des „Partner des Fachhandels“ den ersten Platz.
„No Limits“ vorgestellt. Die weiche und
fließende Formensprache bildet einen
Gegenpol zum geradlinigen Design der
Leitform.
Königlich Tettau präsentierte die
neue Porzellan-Serie „Saphir Diamant“:
Die cremefarbene Porzellanmasse harmonisiert perfekt mit den beiden für die
Dekore verwendeten Edelmetallen Gold
und Platin.
lE crEuSET
BackEn miT BEgEiSTErung
Tartelettes- und 12er Muffinformen sowie die klassische Kastenform. Auflaufform Tradition, Etagere, 4er-Set Tarteform und Mini-Cocottes aus ofenfestem
Steinzeug runden das Angebot ab.
Ein besonderes Highlight ist das im
Vintage-Stil gestaltete Kochbuch, das
im Rahmen der Aktion angeboten wird.
Unter dem Titel „Backideen, süße &
herzhafte Rezepte“, hat Le Creuset 33
leckere Rezept-Ideen zusammengestellt, die vom unkomplizierten Kuchen
über die raffinierte Geburtstagstorte bis
hin zu herzhaften Quiches reichen.
Bis Ende Juni soll eine aufmerksamkeitsstarke Verkaufsoffensive von Le
Creuset für zusätzliche Kaufimpulse im
Handel sorgen. Im Mittelpunkt der
Kampagne stehen neben Antihaft-Backformen und ausgewählten Poterie-Produkten auch das neue Backbuch von
Le Creuset. Unter dem Motto „Backen
mit Begeisterung“ spricht der französische Anbieter Kochliebhaber und
Hobbybäcker emotional an und eröffnet
dem Handel mit einem blickfangstarken
Präsentationsvorschlag für den POS
die Chance, dieses Potenzial auszuschöpfen.
Als Eyecatcher fungiert eine große
Deko-Fahne mit vier ansprechenden Fotos von Kuchen und Desserts, die Lust
aufs Selberbacken machen. Im Vordergrund ist die Bühne frei für die 12er
Präsentationsvorschlag für den POS
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
06-09_Aktuell_V327_Layout 1 30.03.15 10:20 Seite 08
08AKTUELL
Efia gmBH
nEuES vErTriEBSTEam
für ÖSTErrEicH
Die in Nürnberg ansässige EFIA GmbH,
einer der führenden Mattenlieferanten
für den Privatbereich, stellt mit Klaus
Fiedler und Gernot Schachinger ein
neues Vertriebsteam für Österreich auf.
Ab 1. Februar 2015 ist Klaus Fiedler Repräsentant Österreich für das Verkaufsgebiet PLZ 1-3 sowie 7-9, Gernot Schachinger fungiert als Handelsagent im
Verkaufsgebiet PLZ 4-6.
Beide Vertriebsprofis verfügen über
langjährige Branchenerfahrung und
sind insbesondere im Bereich Wachtmeister-Lizenzen ein eingespieltes
Team. Zum Ziel haben sich Klaus Fiedler und Gernot Schachinger den Ausbau
des bestehenden Händlernetzwerkes
sowie der Services für die Händlerschaft, etwa der Logistik und der Lieferleistungen, gesetzt. Darüber hinaus soll
der Bekanntheitsgrad von EFIA sowie
der Marke „Salonloewe” in Österreich
erhöht werden.
Die EFIA GmbH, Tochter der EMCO
Group und einer der führenden Mattenlieferanten für den Privatbereich, entwirft und produziert qualitativ hochwertige Wohnmatten Made in Germany
und vertreibt diese unter der Handelsmarke „Salonloewe“. Die aktuelle Kollektion 2015 umfasst Salonloewe Minimatten, Salonloewe Wohnmatten Design und Uni, Salonloewe Wohnmatten XL sowie Salonloewe Heimtextilien.
Die Motive der Salonloewe Wohnmatten
reichen von puristisch und bunt über
verspielt oder klassisch hin zu idyllisch
und urban. Im Sortiment Salonloewe
Art Gallery finden sich außerdem exklusive Lizenzmotive von Rosina Wachtmeister (Wachtmeister Lifestyle), Anna
Flores und Gigi Banini.
Die EFIA GmbH mit Sitz in Nürnberg wurde 2010 an einem Freitag gegründet (Efia, ein afrikanischer Mädchenvorname, heißt „die an einem Freitag Geborene“) und ist ein Unternehmen der EMCO Group mit Sitz im emsländischen Lingen. EFIA beschäftigt am
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
Rosina Wachtmeister entwarf „Poppywalk“
Überzeugte im Test: der 1-Scheibentoaster
Standort Nürnberg zwölf Mitarbeiter/innen, die drei Geschäftsführer Andrea
Drechsler-Trimis, Manfred und Thomas
Kraus verfügen über mehr als 20 Jahre
Branchenerfahrung. Von Nürnberg aus
verantwortet das Team den Kernmarkt
Europa. Design, Produktion, Verwaltung und Lagerhaltung erfolgen am
Standort Lingen.
„Haus & Garten Test“, Ausgabe 2/2015.
Insgesamt 24 Wasserkocher traten
zum Test an. Der Glas-Wasserkocher
überzeugte mit der Gesamtnote 1,3 und
der Bewertung „sehr gut“. Besonders
beachtenswert: der „Lono“ Glas-Wasserkocher war der schnellste im Test.
Als Kurzfazit steht im Heft: „Edler Designwasserkocher mit sehr guter Funktionalität“. Beim Toastertest mussten 22
Kandidaten ihre Leistungen unter Beweis stellen. Der 1-Scheibentoaster aus
der Serie der WMF KÜCHENminis tat
dies mit dem Ergebnis „sehr gut“ und
der Note 1,4 in der Kategorie „Toaster
über 40 Euro Markpreis“. Das Kurzfazit
der Zeitschrift: Exzellente Bräunungsabdeckung, hochwertig verarbeitet“.
wmf-cE
zwEi ProdukTE üBErzEugTEn
Zwei sehr gute Testergebnisse erzielten der „Lono“-Glas-Wasserkocher sowie der WMF KÜCHENminis 1-Scheibentoaster bei Tests der Zeitschrift
dESignwETTBEwErB
zum 100. gEBurTSTag von PHiliP roSEnTHal
Philip Rosenthal (1916–2001) würde im
kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag
feiern. Seine Visionen und Ideen haben
Rosenthal geprägt und nicht nur unser
Bild von Tisch- und Lebenskultur verändert, sondern auch eine neue Form der
Zusammenarbeit mit Künstlern und Designern hervorgebracht. Das Prinzip des
kreativen Meetings, des konsequenten
Austauschs und des Einbeziehens ästhetischer, funktionaler, aber auch künstlerischer Ansprüche erschuf unter seiner
Ägide richtungsweisende Produkte.
Um dieses besondere Jubiläum mit
außergewöhnlichen Porzellan-Designs
zu feiern, schreibt Rosenthal auf der Online-Plattform www.designenlassen.de
ab sofort einen großen Wettbewerb für
Kreative aus. Unter dem Motto „Zusammensein“ sind Produktgestalter dazu
aufgerufen, einen besonderen Porzellandekor oder eine neue Form im Geschen-
kebereich zu Ehren von Philip Rosenthal
zu kreieren. Eine Jury aus Designern,
Künstlern und Unternehmensvertretern
kürt den Siegerentwurf, der 2016 als
neues Produkt auf der „Ambiente” vorgestellt und Teil der Jubiläumskampagne sein wird. Der Wettbewerb endet
am 11. Juni 2015. Die Ausschreibung
kann unter http://www.designenlassen.de/764875-rosenthal-sucht-das-ideale-geschenk-zum-geburtstag-von-philiprosenthal eingesehen werden.
designenlassen.de ist ein OnlineMarktplatz für Designprojekte, der Unternehmen und Designer mithilfe des
Crowdsourcing-Prinzips zusammenbringt. Fast 10.000 Auftraggeber haben
bereits Projekte in den Kategorien
Logo-Design, Web-Design, FlyerDesign und Namensfindung an die internationale Designer-Community ausgeschrieben.
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09
WIEN | ZÜRICH
Auf unsere Trendstory „Quo vadis, Messeszene?"
in Ausgabe 326 reagierte die Messe Frankfurt mit
dem Ersuchen, ihre Sicht der Dinge darzulegen.
Was die VITRINE hiermit tut.
P.b.b. Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt 1050, Vertragsnummer GZO2ZO30229M
rEakTionEn
mESSE frankfurT
Das Fachjournal für internationale Tischkultur,
Geschenkartikel, Wohnaccessoires, Schmuck,
Kunsthandwerk und Hausrat
Jan|Feb 15
326
Thema 1: Abschaffung der Feststandsebenen in der Halle 10
Es galt am Ende der ersten Dekade der 2000er Jahre die Vorrangstellung
der Ambiente im internationalen Wettbewerb zu stärken. Dafür wurden im
Rahmen der Neuplanung der Ambiente 2010 die entsprechenden Strukturen
und Voraussetzungen geschaffen. In diesem Zusammenhang ergab sich in
Abstimmung und auf Wunsch der Aussteller die Chance, die nicht mehr
zeitgemäße Feststandsebene abzuschaffen und so die Neustrukturierung im
Sinne einer noch stärker zielgruppenspezifischeren Gliederung zum Beispiel
nach Stilrichtungen oder Vertriebswegen Vorschub zu leisten. Diese Umstrukturierung hat zu einer signifikanten Steigerung der Ausstellerzufriedenheit im Dining-Bereich um ca. 20 Prozentpunkte geführt. Auch konnte
das Angebot im Dining-Bereich durch die neue Hallenbelegung signifikant
ausgebaut werden.
Thema 2: Besucherzuwachs international als Spiegel gesteigerter Marketingausgaben seitens der Messe Frankfurt
Die Ausgaben bei der klassischen Werbung, der Aussteller- und Besucherkommunikation sowie der Presse wurden in den letzten Jahren überproportional angehoben. Allein für die Ambiente werden pro Jahr beispielsweise
bis zu 30 Pressekonferenzen für die Fach-, Tages und Designmedien in fast
ebenso vielen bedeutenden Konsumentenmärkten und Regionen durchgeführt. Dies resultiert in steigenden Besucherzahlen internationaler Einkäufergruppen insbesondere aus Osteuropa, den bevölkerungsreichsten Volkswirtschaften Asiens und den Schwellenmärkten Mittel- und Südamerikas.
Mit dem Partnerlandkonzept werden darüber hinaus länderspezifische
Schwerpunkte gesetzt, die zusätzliche Einkäufer aus diesem Land auf die
Ambiente aufmerksam machen und so diese nach Frankfurt holen. Darüber
hinaus investiert die Messe Frankfurt gezielt in neue Themen wie Contract
Business/HORECA, um auch hier den Ausstellern gezielt Einkäufergruppen
zuzuführen und das gegebene Nutzerversprechen einzulösen.
Thema 3: Entwicklung der Preisstrukturen der Messen für Aussteller
Die Preisstrukturen einer Ambiente und zum Beispiel einer Tendence unterscheiden sich deutlich je nach dem entsprechenden Nutzenversprechen der
Veranstaltung an die Ausstellerschaft. Beide sind im internationalen Vergleich eher im preislichen Mittelfeld anzusiedeln und klar auf das gegebene
Nutzenversprechen und die Kontaktdichte − die auf anderen vergleichbaren
Branchenveranstaltungen nicht höher, sondern eher niedriger zu bewerten
ist − abgestellt. Beispielsweise gab es 2013 im Zuge der Fokussierung der
Tendence auf den europäischen Konsumentenmarkt eine deutliche Preisanpassung, die das Nutzenversprechen adäquat widerspiegelt und so zu gestiegenen Zufriedenheitswerten seitens der Aussteller mit der Veranstaltung geführt hat.
NEU!
10-11_Villeroy&Boch_V327_Layout 1 30.03.15 10:23 Seite 10
10 TRENDSTORY
V I L L E R OY & B O C H
GESCHENKE,
WOHIN MAN BLICKT
Ein kleines Geschenk bereitet immer Freude: als Mitbringsel zur spontanen
Kaffeeeinladung oder zum Überraschungsbesuch bei guten Bekannten,
zum Einstand in die neue Wohnung oder als herzliches Dankeschön.
Die neuen Geschenkartikel aus den Villeroy & Boch-Serien „Little Gallery“
und „Little Lights“ und die neuen Minivasen sind hier genau richtig.
Aus echtem Farbglas: die neuen
Minivasen
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
Die Dekore der Kollektion „Little Gallery“ entstanden per Crowdsourcing.
Sie spielen mit einer großen Bandbreite an künstlerischen und ästhetischen
Ausdrucksformen: Neben farbintensiven gibt es reduzierte SchwarzWeiß-Zeichnungen, dazu moderne florale und abstrakte Muster. Die
Serie umfasst einen Becher, eine Kerzenschale, eine kleine Vase und
einen zweiteiligen Teelichthalter aus Keramik, die mit jeweils acht verschiedenen Künstler-Dekoren versehen sind.
Mit „Little Gallery“ wollten die Mettlacher einmal etwas ganz
Anderes, Neues ausprobieren und haben die Dekoration deshalb
„crowdgesourced“. Dafür hat Villeroy & Boch mit der Online-Plattform
jovoto zusammengearbeitet, die 2007 an der Hochschule für Künste in
Berlin gegründet wurde. Im jovoto-Netzwerk sind inzwischen über
60.000 Designer, Architekten und andere Kreative aus 150 Ländern
aktiv. Zu den Kunden zählen u. a. Konzerne wie Coca Cola und Audi.
Die Aufgabe, die bei jovoto ausgeschrieben wurde, lautete: „Entwerfe
eine schöne Designfamilie für eine Geschenkkollektion, die Impulskäufe
am Point of Sale anregt und zum Sammeln einlädt.“ Um möglichst vielfältige, kreative Entwürfe zu erhalten, wurden die Gestaltungsvorgaben
vollkommen offen gehalten. Das Projekt lief als Wettbewerb in geschlossener Form. Nach fünf Wochen lagen 115 Ideen und 789 Ideenkreationen
aus allen Regionen der Erde vor, darunter Beiträge aus Australien, Südamerika, Indien und Sri Lanka. Die Besonderheit: Die Designer aus aller
Welt konnten die Ideen selbst kommentieren und bewerten. Aufgrund
der Bewertungen durch die Kreativen wurde eine Vorauswahl getroffen.
10-11_Villeroy&Boch_V327_Layout 1 30.03.15 10:23 Seite 11
TRENDSTORY 11
V I L L E R OY & B O C H
Die Dekore der „Little
Gallery“ entstanden
per Crowdsourcing.
V & B arbeitete dazu mit
der Online-Plattform
jovoto zusammmen.
Die Sieger aus Deutschland, Portugal, Mexiko und
Venezuela erhielten eine Geldprämie. Ihre Designvorschläge wurden auf der „Ambiente“ vorgestellt.
„Little Lights“ sind kleine Teelichthalter und Kerzenleuchter aus hochwertigem Kristallglas, die facettenreiche Lichteffekte überall dort zaubern, wo man
stimmungsvollen Lichterglanz inszenieren möchte.
Das Design der Glasobjekte, die in drei Versionen und
in verschiedenen Größen erhältlich sind, ist puristisch-modern und zeitlos-elegant zugleich und macht
„Little Lights“ zu perfekten, kleinen Geschenken.
Die neuen Minivasen aus der Vasenkollektion aus
echtem Farbglas gibt es in den Formen „Nek“, „Numa“
und „Tiko“ in den fünf Farben Weiß, Türkis, Burgundy,
Rot und Grün.
Die Form „Nek“ ist mit ihrem schmalen Hals ideal
für Einzelblüten, während die klassisch-gerade „Numa“
und die bauchige „Tiko“ kleine Blumensträuße perfekt
zur Geltung bringen. Man kann die kleinen Vasen
miteinander und auch mit ihren großen „Geschwistern“
kombinieren.
Perfekte, kleine
Geschenke: „Little
Lights“, Teelichthalter und Kerzenleuchter
w www.villeroy-boch.at
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
12-16_CoverstoryWMF_V327_Layout 1 30.03.15 14:07 Seite 12
12 COVERSTORY
WMF
Neuer Markenauftritt:
Ganz nah am Konsumenten
Ab 2015 will das schwäbische Unternehmen noch näher am Endverbraucher
sein und als starker Begleiter für alle Genussmomente wahrgenommen werden.
Unter den Begriffen „Emotionalität, Lebendigkeit und Sympathie“ will WMF
den Genießern qualitativ hochwertige, funktionale und formschöne Produkte
für alle kulinarischen Belange bereitstellen. Der zentrale Leitsatz der neuen
Positionierung lautet: „Nur mit WMF wird das Machen beim Vorbereiten,
Kochen, Essen und Trinken zum reinen Genuss“. Der neue Markenauftritt
der WMF punktet mit starken Bildern und einer ausdrucksvollen Sprache, die
den dynamischen Charakter der Bilder, die die WMF-Produkte immer in Aktion
zeigen und auf denen es brutzelt, dampft und zischt, unterstreichen soll.
French coFFee Press
Frisch
gebrüht
und unkomPliziert
Wer gerne frisch gebrühten Kaffee auf den Frühstückstisch zaubert, wird sie lieben – die French
Coffee Press aus der Kollektion „WMF Coffee
Time“. Der doppelwandige Kannenkörper – er
fasst an die 750 ml – besteht aus hitzebeständigem Glas. Am Deckel aus schwarzem Kunststoff
ist ein Stab angebracht, an dessen Ende sich
ein Sieb mit Aromawaben-Muster befindet. Das
Tolle an der Coffee Press: Die Stärke des Kaffees
lässt sich je nach Gusto individuell variieren.
Je mehr Kaffeepulver man einfüllt, desto kräftiger wird der Kaffee. Zur Kollektion „Coffee
Time“ gehört noch eine weitere Kaffeekanne,
die so genannte „Light Brew“, bei der das
Kaffeepulver im Siebeinsatz mit Hilfe von mehr
als 50.000 Löcher vom Wasser getrennt wird und
durch die Kontaktzeit ein vollmundiges Kaffeearoma entsteht. Die passende Zuckerdose,
Sahnekännchen, Kaffeetassen, Latte Macchiato
Gläser, Kaffeedosen sowie ein Tablett sorgen für
eine elegante Inszenierung.
Neu in der Kollektion
„WMF Coffee Time“:
die French Coffee Press
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
12-16_CoverstoryWMF_V327_Layout 1 30.03.15 14:07 Seite 13
COVERSTORY 13
WMF
Permadur® Premium
auF allen herdarten zuhause
„Evoque“ überzeugt im
täglichen Gebrauch ebenso
wie bei festlichen Anlässen.
Die Pfannen der Serie „PermaDur® Premium“ sind sehr robust,
kratzfest und äußerst langlebig. Aus Aluminium gefertigt, werden sie nach dem deutschen Schmiedegussverfahren hergestellt, sind also Made in Germany. Aufgrund ihrer Antihaftversiegelung benötigt man zum Braten wenig Fett. Besonders ideal ist die Pfanne laut Herstellerangaben für die Zubereitung
empfindlicher Gerichte wie Fisch oder Eierspeisen, denn die
Versiegelung sorgt dafür, dass so schnell nichts kleben bleibt.
WMF gibt auf die Beschichtung fünf Jahre Garantie.
Aufgrund ihrer ergonomisch geformten Griffe liegen die Pfannen gut in der Hand, außerem besitzen sie einen Flammschutz.
Die Pfannen sind für alle Herdarten geeignet, besonders aber
für Induktion. Nach dem Einsatz wird die „PermaDur® Pemium“
einfach mit Wasser abgespült und kann dann sofort wieder verwendet werden.
Außer den Stielpfannen mit 20, 24 und 28 cm Durchmesser
gibt es noch hohe Stielpfannen mit 24 und 28 cm Durchmesser.
Zum Sortiment gehören außerdem noch zwei Servierpfannen
(24 und 28 cm Durchmesser) sowie eine eckige Grillpfanne mit
28 x 28 cm.
w www.wmf.at
evoque
Für Festliche
stunden und
Für jeden tag
Ein schönes Besteck muss praktisch und
chic zugleich sein, es muss sich jeden Tag
aufs Neue bewähren. Mit dem Besteck-Set
„Evoque“ bietet WMF nun die perfekte Symbiose aus modernem Design und Alltagstauglichkeit. Es hat klare und schöne Formen, die
seidig-matte Oberfläche ist äußerst unempfindlich gegen Gebrauchsspuren. „Evoque“
liegt ausgewogen in der Hand, ist äußerst
pflegeleicht und verliert auch nach Jahren
nicht an Schönheit, denn selbst im täglichen
Einsatz sorgt das Material Cromargan Protect®
dafür, dass der seidig-matte Glanz lange vor
Gebrauchsspuren geschützt bleibt.
Aufgrund ihrer Antihaftversiegelung benötigt man
beim Braten in der „PermaDur® Premium“ wenig Fett.
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
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14 COVERSTORY
WMF
ProFi Plus
sPart kraFt
und zeit
Neue Möbel braucht das Land:
Hier das Präsentationssystem für die Küchenhelfer.
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
Die Küchenhelfer aus der WMF-Serie „Profi Plus“ unterstützen jeden Koch sowohl bei den Vorbereitungen als
auch während des Kochens. Ganz neu im Sortiment ist
die Multipresse, die gleich mehrere Funktionen in sich
vereint. Mit ihr lassen sich nicht nur schwäbische Spätzle zubereiten, die Multipresse „Profi Plus“ hat noch
ganz andere Funktionen auf Lager. Spielend leicht gelingen mit ihr auch Pürees aus Kartoffeln und Wurzelgemüse. Zudem bringt sie mit selbst gemachtem Spaghetti-Eis viele Kinderaugen zum Leuchten, und auch
für die ganz Kleinen lassen sich mit der Multipresse
leckere und gesunde Babybreis herstellen. Um den
Kraftaufwand zu minimieren, verfügt die Multipresse
über besonders lange Griffe, die die Hebelwirkung beim
Zusammendrücken maximal unterstützen. Dadurch
spart man Kraft und Zeit. Nach getaner Arbeit lässt sich
die Presse einfach zerlegen und damit auch schnell
reinigen, denn sowohl Stößel als auch Becher sind leicht
herauszunehmen. Dank rostfreiem Edelstahl ist die
Multipresse für die Reinigung in der Spülmaschine
geeignet und kann dank praktischer Aufhängöse
schnell und griffbereit platziert werden.
12-16_CoverstoryWMF_V327_Layout 1 30.03.15 14:07 Seite 15
COVERSTORY 15
KAISER
kaiser
selbstgemachtes
in bestForm
Früchten aufeinander gesetzt. In den
transparenten Förmchen mit Deckel
Backen zählt nach wie vor zu den Lieblingsist diese raffinierte Eis-Variante
leicht zubereitet. Muffins und Cup
hobbys im Kreativbereich und ist gerade bei
Cakes haben sich in der Backwelt
der Generation Y zu einem absoluten Top-Trend
seit langem etabliert. Als 6er-, 12er
avanciert. Mehr als angesagt sind Push Up Cakes,
oder 24er Form von Mini bis Maxi
Whoopie Pies, Cake Bars und Mini Donuts.
lassen die antihaftbeschichteten Formen viel Raum für Phantasie. Mit
Kaiser beweist ein Gespür für Trends und liefert akdem Deko-Set, das Spritzbeutel, Tüllen, Winkelpalettuelle Utensilien, mit denen sich die phantasievollen
te und Messbecher umfasst, entstehen kunstvolle
Kreationen ganz einfach realisieren lassen. Die
Cremes und Toppings. Auch „Whoopie Pies“, die
Creativ-Serie für junge Backkünstler wurde jetzt um
kleinen Doppeldecker-Kekse, sind leicht gemacht
weitere innovative Produkte ergänzt. Kleine, handliund daher perfekt für Einsteiger. In der 24er- oder
che Kuchen-Riegel sind eine geniale und trendige
12er-Form gelingen die flachen Keksscheiben im
Idee. Die süßen Backwerke eignen sich perfekt zum
Handumdrehen. Mit„dem „CroRing” lassen sich aus
Mitnehmen, Verschenken und Verteilen. Besonders
Croissant-Teig Ringe ausstechen, die in Öl ausgebaoriginell: Mit einem Holz-Stick wird aus dem Riegel
cken und dann mit Cremefüllung und Zuckerguss
ein Kuchen am Stiel. Aber auch halbiert und mit
versehen werden. Sticks aus umweltfreundlichem
Sahnecreme und Mangoscheiben gefüllt sind sie auBambusholz, Geschenkboxen und eine attraktive
ßerordentlich lecker. Kaiser präsentiert eine neue
Etagere runden das vielfältige Sortiment ab.
antihaftbeschichtete Backform, mit der im Nu zwölf
w www.kaiser-backform.de
kleine Schnittchen hergestellt werden können. Ein
Korb voll bunter Mini-Donuts ist ein tolles Mitbringsel. Mit Zuckerguss und Perlen sorgen sie auf einem
Lolli-Stiel für Aufsehen und verschönern Partybuffets oder Geburtstagstische. Dank der antihaftbeschichteten Backform aus der Creativ-Serie sind
zwölf kleine Donuts ganz schnell fertig. Der Sommer
wird heiß, und Kaiser bringt mit eiskalten Ideen Abkühlung. Für gelungene Eiscake-Kreationen werden
mit der „Cake Pop-Backform” Teigkugeln gebacken,
mit Schokoguss oder Zitronenglasur ummantelt und
mit Streuseln verziert. In einer mit Eis gefüllten
Waffel ist dies ein einzigartiger Sommer-Genuss!
Auch die „Push Up Formen“ lassen Eisträume
wahr werden. Abwechselnd werden Biskuit- oder
Rührkuchenschichten mit cremigem Eis und frischen
12er-Muffin-Form (l.)
Mit Hilfe des DekoSets gelingen Cremes
und Toppings (o.).
Hier sieht der
Kunde auf einen
Blick, welche
„Hardware“ er
für seine Backorgien benötigt.
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
12-16_CoverstoryWMF_V327_Layout 1 30.03.15 14:07 Seite 16
16 COVERSTORY
SILIT
silit
ein quadratischer
allrounder
Mit eckigen Linien und hohem Fassungsvermögen machte
die Kochgeschirr-Serie „Quadro” von Silit schon bisher
optisch und funktional Furore. Jetzt wurde das Sortiment
um eine Schmorpfanne, die als quadratischer Allrounder
in Quadro Black und Rot maximale Vielfalt garantiert,
ergänzt. Wie bei Bratentopf, Stielkasserolle & Co. besticht
auch die neue Variante mit ihrer quadratischen Form
und optimalen Flächenausnutzung auf dem Herd. Ob
Ceran- oder Flex-Zonen-Induktions-Kochfelder: Vom
Kalbsragout bis zum Gemüseauflauf passt einfach mehr
in alle vier Ecken. Die anderen Features: ausgestellter
Schüttrand für problemloses Abgießen über Eck, backofenfeste Ganzmetallgriffe für mehr Variabilität und Glasdeckel für klar durchschaubares Sichtkochen.
Die nickelfreie und porenlos geschlossene Oberfläche
der Funktionskeramik Silargan bewahrt das natürliche
Aroma der Zutaten und sorgt für geschmacksechten Genuss. Auch beim Braten beweist sich die Quadro-Schmorpfanne als robuster Profi: In Kombination mit dem extrastarken Stahlkern eignet sich Silargan ideal für das
Braten bei hohen Temperaturen und damit für alles,
was kross angebraten wird und innen saftig bleiben
soll. Auf die in Deutschland angefertigte Kochgeschirrserie
gewährt Silit eine Garantie von 30 Jahren.
Silit auf einen Blick!
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
w www.silit.com
17_Leifheit_V327_Layout 1 30.03.15 10:21 Seite 17
TRENDSTORY 17
LEIFHEIT
EINKOCHEN LEICHT GEMACHT
Mit einer umfangreichen Produktlinie rund ums Einkochen sorgt Leifheit für
die leichte Verarbeitung bzw. Aufbewahrung von Früchten und Gemüse.
B
is zu zwölf Kilo Kirschen pro Stunde
schafft der Kirschentkerner „Cherrymat“,
der in Weiß und Fresh Lime lieferbar ist.
Neu sind die Drahtbügelgläser im Retro-Look, die in vier Größen angeboten werden. Sie eignen sich nicht nur zum Einkochen
von Obst und Gemüse, sondern auch zum
originellen Servieren von Vorspeisen und
Desserts. Eine Ergänzung dazu sind die
„Nostalgie“-Glasflaschen für selbstgemachte
Säfte, Liköre sowie Essig und Öl. Neben der
500 ml gibt es nun auch eine 1.000 ml
Flasche in Facetten-Optik sowie eine glatte
mit 500 ml Fassungsvermögen. Da der Bügel-Verschluss von Gläsern und Flaschen
aus rostfreiem Edelstahl besteht, können
Drahtbügelgläser
im Retrolook (l.)
Das Dekoset ermöglicht
kreatives Dekorieren (r.).
Produktplatzierung
leicht gemacht
beide Produkte in der Spülmaschine gereinigt
werden. Mit dem Deko-Set erweitert Leifheit
das Einkoch-Sortiment und ermöglicht kreatives Dekorieren. Das Set enthält selbstklebende Beschriftungslabels, gemusterte
Schmuckhauben aus Baumwolle sowie Kordeln zum Befestigen. Auf den farblich passenden Etiketten-Anhängern findet auch
ein persönlicher Gruß Platz. Eine emotionale
und wohl geordnete Produktplatzierung zur
Vermarktungsunterstützung im Handel ist
essentiell. Ein echter Hingucker ist da der
Marktstand: In wertiger Naturholzoptik verbreitet der Produktstand Wochenend-Feeling
und schafft zusätzliche Aufmerksamkeit.
w www.leifheit.de
Bis zu zwölf Kilo Kirschen pro Stunde kann der „Cherrymat“ entkernen.
Nun in zwei Größen zu 500 ml und 1.000 ml lieferbar.
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
18-19_Robbe&Berking_V327_Layout 1 30.03.15 10:20 Seite 18
18 TRENDSTORY
ROBBE & BERKING
Das große Leuchterpaar
„Grande Composition“ lässt
sich in zahlreichen
Varianten kombinieren.
Silberne
Kompositionen
„Grande Composition“ heißt eine der
beiden Weltneuheiten der Flensburger Silbermanufaktur Robbe & Berking, die auf der
diesjährigen „Ambiente“ vorgestellt wurden.
D
as elegant geschwungene, große Leuchterpaar
lässt sich in zahlreichen Varianten kombinieren
und dekorieren, so dass es zu einem echten
Center Piece für jede festlich gedeckte Tafel wird.
Der Entwurf stammt aus der Werkstatt des englischen
Silberschmieds Brett Payne. „Grande Composition“
wird in den Flensburger Robbe & Berking Werkstätten
in 925 Sterling-Silber und in versilberter Ausführung
gefertigt wird.
„Inspired by Carl Bechstein“ könnte man hinzufügen, denn in diesen Leuchtern steckt ebenso Musik
wie im „C. Bechstein Sterling Grand Piano inspired
by Robbe & Berking“, einer Kooperation der Pianofortefabrik Carl Bechstein und der Silbermanufaktur
Robbe & Berking. Die Pianofortefabrik Carl Bechstein
und die Silbermanufaktur Robbe & Berking sind zwei
Manufakturen im wahrsten Sinne des Wortes, die
sich seit anderthalb Jahrhunderten darauf spezialisiert
haben, Träume in Erfüllung gehen zu lassen. Mit
ihrem „silbernen“ Flügel erfüllen sich beide Häuser
nun erstmals einen gemeinsamen Traum. Seine Weltpremiere hatte das „C. Bechstein Sterling Grand
Piano inspired by Robbe & Berking“ auf der „Ambiente“.
„Silber gehört zum guten Ton“, so Oliver Berking,
der die von seinem Ur-Urgroßvater 1874 in Flensburg
gegründete Silbermanufaktur heute in fünfter Generation leitet. Und für den guten Ton steht auch Carl
Bechstein. „Robbe & Berking und Carl Bechstein
haben die gleichen Ideale“, erklärt Karl Schulze, Vorstandsvorsitzender der C. Bechstein Pianofortefabrik.
„Beide Häuser stehen für Handwerkskunst in höchster
Perfektion, und wir waren daher von Berkings Idee
sofort begeistert.“
The Sound of Silver Die besten Klavierbaumeister
und Silberschmiedemeister beider Häuser bekamen
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
18-19_Robbe&Berking_V327_Layout 1 30.03.15 10:20 Seite 19
TRENDSTORY 19
ROBBE & BERKING
so die Aufgabe, die Grenzen des Machbaren weiter
zu verschieben und gleichzeitig neue Maßstäbe hinsichtlich der Exklusivität zu setzen. Robbe & Berking
hatte bereits in der Vergangenheit Jahr mit dem
„BMW Individual 760Li Sterling inspired by ROBBE
& BERKING“ Maßstäbe gesetzt. Es ist bis heute für
viele eines der schönsten und gleichzeitig das teuerste
je gebaute 7er Fahrzeug von BMW. Dem steht der silberne Carl Bechstein Flügel in nichts nach. In monatelanger Arbeit ließen sich die Silberschmiedemeister
von Robbe & Berking und die Klavierbaumeister von
Carl Bechstein von der Arbeit der anderen inspirieren.
Und das Ergebnis begeisterte alle.
Die silbernen Intarsien am Flügel reflektieren das
Licht eines jeden Konzertsaals und eines jeden Raums
in ganz unvergleichlicher Art und Weise. Über sechs
Kilogramm Silber wurden verarbeitet. Alles, was
glänzt an diesem Flügel, ist Silber. Auch im Hocker
des Pianisten wurde Silber verarbeitet und selbst der
zum Flügel gehörende Schlüssel und die Stimmgabel
fertigte man in 925 Sterling-Silber. Der große Resonanzboden wurde zwar nicht aus massivem Silber
gebaut, aber in Silber lackiert, und so wurde der
Flügel zu einem Ausdruck höchster Handwerkskunst.
„Bechstein und Robbe & Berking fertigen täglich
große und kleine Meisterwerke, die zu Familienstücken
werden – für Generationen. Aber dieses gemeinsame
Projekt war für uns alle ganz besonders faszinierend“,
sagt Oliver Berking. „Und der Tag, an dem der Flügel
zum ersten Mal erklang, war natürlich ein sehr emotionaler Tag. Fast wie bei einer Geburt, nun nach
monatelanger Arbeit unseren gemeinsamen Flügel
zum ersten Mal so erleben zu können. Eine wunderschöne Komposition aus edlem Holz und glänzendem
Silber.“
Dekoration für
„The Sound
of Silver“
w www.robbeberking.com
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
20-24_Impulse-Grillen_V327_Layout 1 30.03.15 12:03 Seite 20
20 IMPULSE
TISCH | KÜCHE | HEIM
1
neue Konzept
1 Das
„Farm-to-Grill“
wurde von Rösle – hier
der Gas-Kugelgrill G60 –
auf der „Ambiente“ vorgestellt.
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
Wir titeln international, weil die Grill-Manie so ziemlich alle Nationen und Kulturen erreicht hat. Sogar
Vegetarier können sich der Faszination, archaisch
eine Mahlzeit zuzubereiten, nicht mehr entziehen.
Der Trend kommt aus Asien und hat daher auch sehr
viel mit Fisch und Meeresfrüchten zu tun. Asiatisches
Grillen bedeutet zumeist kaum Fleisch, viel Gemüse,
Reis, Nudeln und Kräuter, Kräuter, Kräuter – zusammen mit der europäischen-amerikanischen Variante
gibt es daher eine Unmenge an Geräten und Werkzeugen, die dieses Kochvergnügen leichter und bequemer machen. Im Buch von Steven Raichlein
„Planet Barbecue“ finden sich übrigens auf über
500 Seiten Grillrezepte aus 50 Ländern …
20-24_Impulse-Grillen_V327_Layout 1 30.03.15 12:04 Seite 21
IMPULSE 21
TISCH | KÜCHE | HEIM
2
3
Helfer beim Wenden von Grillgut:
Die Zange mit Silikon aus der
Küchenhelfer-Serie „Q!“ von Fissler
2
Ideal für Vegetarier und Veganer:
Mit dem Grillkorb aus antihaftbeschichtetem Stahl mit Bambusgriff kann
auch Gemüse wie Paprikas, Zucchinis,
Champignons oder Lauchzwiebeln
gegrillt werden. Von Sagaform
3
4
„Bud“, die neue Pfeffer- und Salzmühle von AdHoc, wird liegend zum
Schutz der Gewürze vor Lichteinstrahlung
aufbewahrt. Das HochleistungsceramicMahlwerk kann stufenlos von fein bis
grob eingestellt werden. „Bud“ gibt es
auch als Kräuter- und Gewürzschneider
mit original AdHoc Schneidwerk.
4
Wenn die Winterzeit endlich vorbei ist, beginnt weltweit die Saison des Grillens oder wie es global heißt „It’s
BBQ-Time“. Man kann es als kulinarische Pandemie bezeichnen, was sich auf unserem Planeten beim Zubereiten im Stile der Cowboys oder Gauchos so alles tut –
höchste Zeit also, dass auch Sie sich in Ihrem Geschäft
mit diesem Thema befassen. Wenn der Lebensmittelhandel beginnt, seine zahlreichen Grill-Angebote in die
Werbung zu bringen, könnte sich doch auch die GPKBranche ein Stück vom Umsatz-Steak abschneiden …
Bei Steven Raichlein z. B., einem amerikanischen „Grillpapst“, und seiner Fernsehshow „Primal Grill“ (bei uns
auf RTL Living zu sehen) oder auch auf seiner „Barbecue
University“ kann man eine Menge an Anregungen gewinnen. Sein Buch „The Barbecue Bible“ wurde mittlerweile fünf Millionen Mal verkauft. Warum wir das erwähnen? Weil daraus klar hervorgeht, dass Grillen nicht
mehr auf Steaks oder Wurst beschränkt ist, sondern es
darüber hinaus Unmengen an Rezepten (und natürlich
Liebhabern) von vegetarischen Grillprodukten gibt –
von Fisch und Meeresfrüchten ganz zu schweigen (sogar
Desserts weiß der Grillmeister auf seinen High-TechGrillern virtuos zuzubereiten). Da könnte man ansetzen
und alles, was rund ums Grillen benötigt werden sollte,
anbieten. Angefangen bei den richtigen Schneidwerkzeugen, Zangen und Bestecken über die richtigen,
zünftigen Teller und Schneidbretter bis hin zu allem,
was man für das Anrichten von Salaten benötigt, Würzgeräte etc. Übrigens: Unsere Altvorderen haben den
Bierkrug mit Deckel erfunden, damit beim Trinken im
Freien keine ungebetenen Gäste hineinfallen.
Eine Grillparty ist die moderne Form des Picknicks, und
dafür hätte doch unsere Branche
eine ganze Menge an Attraktionen IMPULSE №7
T I S C H | K Ü C
H E | H E I M
zu bieten? Da muss man nur einmal wieder das Lager durchforsten, und das Thema mit entsprechenden Produkten in den Fokus
stellen. Als kleine Erinnerungshilfe
dafür haben wir natürlich den gewohnten Flyer aufgelegt …
Wenn die Winterzeit
endlich vorbei ist,
beginnt weltweit die
Saison des Grillens
oder wie es global heißt
„It’s BBQ-Time“ –
wenn der Lebensmittelh
andel beginnt, seine
zahlreichen Grill-An
gebote in die Werbun
g zu
bringen, könnte sich
doch auch die GPK-Br
anche
ein Stück vom Umsatz
-Steak abschneiden
…
Der Flyer kann von allen unseren LeserInnen kostenlos
(gegen Portoersatz € 5,–/sfr 6,–) per Mail gk-vitrine@gmx.at
oder Fax +43 (0)1 526 51 77 oder per Post: Vitrine Zeitschriften Verlagsges.m.b.H., Schloßgasse 10–12,
A-1050 Wien, angefordert werden. So lange der Vorrat
reicht, senden wir Ihnen gerne dieses Werbemittel zu.
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
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4
22 IMPULSE
TISCH | KÜCHE | HEIM
1
Der neue Gewürz- und Kräutermörser der Serie „250° C plus Poletto“
von ASA Selection besteht aus zwei ineinander passenden Teilen aus
weißem Porzelllan. Wird das Oberteil gedreht, werden die Gewürze
und Kräuter im Schälchen zerrieben und entfalten so ihr Aroma.
1
Das 4-teilige Grillbesteck von Wüsthof aus mattiertem, hochwertigem Edelstahl
18/8 besticht durch das moderne Design. Die stabilen, langen Griffe von Zange,
Gabel, Wender und Bürste bieten einen guten Schutz vor der Gluthitze und liegen sicher
in der Hand. Alle Teile lassen leicht reinigen und sind auch spülmaschinenfest.
2
2
3
Ergänzt wird die
„Poesie et Table“Serie von Räder durch
eine Salatschüssel. Das
dazugehörende Salatbesteck fällt durch Sprüche
wie „Da haben wir den
Salat“ auf den Griffen auf.
4
Merkmal des „grillo“ von mono ist ein
Dreifuß, der auch auf unebenen Flächen
fest steht. Weiteres Feature ist die Feuer-Hängematte, ein flexibles Edelstahlnetz, das sich für jede
Art von festem Brennmaterial eignet. Das luftdurchlässige Gewebe ermöglicht ein Entfachen
des Feuers von der Unterseite her und entwickelt
in kürzester Zeit große Hitze. Der Dreifuß bleibt
dabei stets kühl. Nach der Verwendung wird
„grillo” einfach zusammen gefaltet.
3
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
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IMPULSE 23
TISCH | KÜCHE | HEIM
5
Gerade mal 68 x 45 Zentimeter misst der
ebenso handliche wie praktische GasTischgrill „Buddy” von Rösle. Auf Knopfdruck
startet die elektronische Zündung den Brenner. Die Gasflamme lässt sich stufenlos regeln
und sorgt für bis zu 300° C auf dem EdelstahlGrillrost. Und mit dem eingebauten Flammwächter ist sicheres Grillen auch in
geschlossenen Räumen garantiert.
5
Steakmesser und -gabeln von Berndorf.
Die je sechsteiligen Sets werden in
Geschenkboxen angeboten.
6
6
7
Dank des flexiblen Metallschlauches des Stabfeuerzeugs „Drago“
von GEFU kann die Holzkohle leicht zwischen den Stäben des
Grillrosts entzündet werden. Besonders wichtig: die Kindersicherung.
7
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
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24 IMPULSE
TISCH | KÜCHE | HEIM
1
2
4
Die Serie „Ultimate BBQ” von Villeroy & Boch enthält
unter anderem auch Steakteller in den Größen XL,
L und M und einen Dessertteller. Der XL-Teller ist perfekt
für ein großes Steak oder einen Fisch, für Grillsauce oder
Dip besitzt er einen abgeteilten Bereich.
1
2
Der Maiskolbenhalter von zak! designs wird
in einer Geschenkverpackung geliefert.
3
3
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
Aus dem „Eco Line”-Programm von Zassenhaus: Tranchierbrett aus Bambus, laut Herstellerangaben
besonders robust und unempfindlich sowie klingenschonend.
Der Messerblock „LockBlock” von Joseph Joseph gibt scharfe Klingen erst auf Knopfdruck frei. Durch den speziell
hierfür entwickelten Verriegelungsmechanismus aus Silikon ist sicher gestellt, dass die Messer beim unbefugten
Herausziehen unter Verschluss keinen Schaden nehmen. „LockBlock“ ist als Universalbox zum selbst Bestücken oder im
Set mit sechs Messern aus japanischem Edelstahl für unterschiedliche Verwendungszwecke erhältlich.
4
25-29_Wirtschaft_V327_Layout 1 30.03.15 10:28 Seite 25
WIRTSCHAFT
Shopper-report 2015
online verSuS offline
25
Vor- und Nachteile beim Online-Shopping
VORTEILE
In Zeiten von e-/m-Commerce ändern
sich die Shopping-Gewohnheiten der
Konsumenten laufend. In einer 360Grad-Studie haben Marketagent.com
und HEROLD untersucht, welche Präferenzen es für die unterschiedlichen
Shopping-Kanäle gibt und wie Österreichs Unternehmen auf die veränderten Einkaufsgewohnheiten reagieren.
Konsumenten lieben Online-Shopping – je jünger sie sind, desto mehr:
Die Repräsentativ-Befragung von Konsumenten in der Altersgruppe 14 bis 69
Jahre zeigt, dass 66,3 Prozent der Befragten sehr gerne bzw. eher gerne online einkaufen. Mit 60,5 Prozent werden
die meisten Online-Einkäufe via Laptop/Netbook getätigt, danach folgen
Desktop PC mit 50,4 Prozent und Tablet
mit 19 Prozent. Das Smartphone ist mit
18,9 Prozent etwas abgeschlagen, steht
aber bei den jüngeren Personen bis 29
Jahren überdurchschnittlich hoch im
Kurs.
Als Hauptmotiv für Online-Shopping
hat sich die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten herauskristallisiert: 61,9
Prozent shoppen unter der Woche
abends im Internet und 61,8 Prozent sehen den Einkauf außerhalb der Öffnungszeiten als größten Vorteil beim
Online-Shopping.
Nichtsdestotrotz wird der Einkauf
im stationären Handel geschätzt: 71,7
Prozent finden es positiv, dass sie das
Produkt direkt vor sich haben, 67,5 Prozent, dass sie es gleich mitnehmen können. 51,6 Prozent bauen auf die Beratung im Geschäft. Selbst der viel diskutierte „Beratungsdiebstahl“ – also der
Online-Kauf nach einer ausführlichen
Beratung im stationären Handel – lässt
sich mit den Ergebnissen dieser Studie
nicht untermauern. So sagen z.B. 23,9
Prozent, dass sie im Bereich Unterhaltungselektronik online recherchieren
und dann im Geschäft kaufen. Bei Möbeln und Einrichtungsgegenständen
tun das 17,3 Prozent. Auch die Abholung von Produkten, die online reser-
(Top-Ten-Antworten)
Auch außerhalb der Öffnungszeiten 61,8
NACHTEILE
55,3 Man hat das Produkt nicht physisch vor sich
Einfach & bequem Angebote & Preise vergleichen 45,2
47,0 Man muss Lieferkosten bezahlen
Bei Anbietern einkaufen ohne Filialen in der Nähe 40,8
41,5 Gefahr von Daten-Missbrauch
Produkte werden direkt nachhause geliefert 36,2
35,7 Umständliche/aufwändige Rücksendung
Man erspart sich den Weg ins Geschäft 34,5
34,8 Man muss persönliche Daten preis geben
Günstigere Preise als im Geschäft 31,5
Insgesamt bequemer/gemütlicher 29,3
Größere Auswahl als in den Geschäften 28,3
31,7 Schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich
26,6 Keine Mitarbeiter, die beraten können
24,9 Bei Problemen Kontakt zu Händler schwierig
Keine Warteschlangen/ überfüllten Geschäfte 26,4
23,6 (Lange) Lieferzeit, man hat Produkt nicht gleich
Besondere Angebote (nur beim Online-Kauf) 26,1
23,2 Man kann nicht bar bezahlen
Quelle: Konsumentenbefragung durch Marktagent.com und HEROLD.at,
Befragungszeitraum: Jänner bis Februar 2015, n = 704 Online-Shopper aus Österreich zwischen 14 und 69 Jahren
viert bzw. online bestellt wurden, vor
Ort im Geschäft ist mit 51,4 Prozent
bzw. 47,6 Prozent bei Konsumenten
sehr beliebt.
Unternehmer setzen auf persönliche
Beratung vor Ort Die befragten Unternehmen sehen zwar die Bedeutung von
e-Commerce, können sich aber noch
nicht so richtig für den Online-Vertrieb
ihrer Produkte erwärmen. 53,9 Prozent
finden, dass sich ihre Produkte nicht
dafür eignen; 40,9 Prozent setzen bewusst auf den persönlichen Kundenkontakt und wollen eher keinen e-Handel. Für 51,7 Prozent sind der Aufwand
beim Einpflegen von Artikeln sowie für
48,3 Prozent der stärkere Preiskampf
die größten Herausforderungen im Bereich e-Commerce. Vier von zehn versuchen, der Online-Konkurrenz mit besserem Service bzw. einer stärkeren Kundenbindung entgegenzutreten.
„Die Studie zeigt sehr gut die Motive der Konsumenten für die Wahl der
unterschiedlichen Shopping-Kanäle,
aber auch ein hohes Maß an mangelnder Veränderungsbereitschaft beim
Handel, so Mag. Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com.
„Vergleicht man die Wünsche der
Konsumenten mit den Angeboten der
heimischen Unternehmen ist in vielen
Punkten eine erhebliche Diskrepanz zu
erkennen. Konsumenten sind nicht
mehr bereit, sich an die Ladenöffnungszeiten zu halten, sondern wollen online
Produkte finden, auch wenn sie diese
dann im stationären Handel vor Ort einkaufen. Die heimischen Unternehmen
sollten sich auf die veränderten Einkaufsgewohnheiten einstellen und dafür sorgen, dass ihre Produkte im Netz
gefunden werden können“, kommentiert HEROLD Chef Thomas Friess die
Ergebnisse der Studie.
fackelmann
nun marktführer
in auStralien
Das Familienunternehmen Fackelmann,
Hersbruck, schloss das Jahr 2014 mit einem Gesamtumsatz von EUR 343 Mio.
ab, das ist eine Steigerung um 4,3 Prozent. Die Fackelmann-Gruppe ist zur
Zeit mit 36 Vertriebs- und Produktionsgesellschaften weltweit im Haushaltswaren- und Badmöbelsegment aktiv
und beschäftigt rund 3.500 Mitarbeiter.
Für den Kernmarkt Deutschland
kann trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine stabile und gute Geschäftsentwicklung über alle Kundensegmente hinweg konstatiert werden.
Zum 1. November 2014 wurde das
neue Joint Venture zwischen Fackelmann und der australischen McPherson’s Gruppe unterzeichnet. Die Fackel-
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
25-29_Wirtschaft_V327_Layout 1 30.03.15 10:28 Seite 26
26WIRTSCHAFT
Immer wachsam: Die Eule als Kurzzeitwecker
mann-Gruppe übernimmt die Mehrheit
und steigt damit zum Marktführer in
Australien auf und hat damit sowohl
auf der Beschaffungsseite als auch bei
länderübergreifenden Vertriebsaktivitäten hervorragende Voraussetzungen für
die weitere Expansion in der Asien-Pazifik-Region gelegt. Hauptsitz der neuen Tochtergesellschaft ist Sydney, weitere Büros sowie ein externes Warenlager sind in Melbourn. Insgesamt sind
dort rund 35 Mitarbeiter beschäftigt. In
einem nächsten Schritt wurde am 1.
April d.J. die McPherson’s-Filiale in
Neuseeland übernommen.
Im asiatischen Raum konnte in der
Pazifik-Region, zu der u.a. Staaten wie
Malaysia, Indonesien und Taiwan gehören, ein zweistelliges Wachstum erzielt
werden. Sehr erfreulich entwickelten
sich auch die lokalen Verkaufsaktivitäten in Indien. In der Ukraine und Russland musste man der schwierigen, politischen Situation Tribut zollen und trotz
Umsatzzuwächsen negative Einflüsse
aus der Wechselkursentwicklung verbuchen.
Von dem ungebrochenen Trend der
„Lust am Backen“ konnten auch in
2014 die Sortimente der Marken Zenker
und Dr. Oetker profitieren. Während bei
Backformen sowohl die „Klassiker“
aber auch Spezialformen für Snacks und
selbst gemachte Geschenkideen erfolgreich waren, rückten für Back-Acces-
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
soires immer stärker Themen wie Kuchen- und Gebäck-Dekoration mit Schokolade und Fondant in den Mittelpunkt.
Auch der Vertrieb der CHEF’N Küchenhelfer kann beachtliche Erfolge in
Deutschland und Österreich vorweisen.
Folgerichtig wird 2015 der Ausbau der
CHEF’N Vertriebsaktivitäten weiter internationalisiert und auch die Distribution in Italien und Spanien hinzugenommen.
Durch umfangreiche Investitionen
wie z.B. in Immobilien an den Standorten Mailand und Zagreb sowie in den
deutschen Produktionsstätten in Hersbruck und Aichach legt Fackelmann
den Grundstein, um auch weit über das
Jahr 2015 hinaus als moderner und leistungsstarker Partner für ein breites
Kundenspektrum präsent zu sein. Das
Investitionsvolumen bewegt sich auch
2015 im zweistelligen Millionen-EuroBereich.
einem Wachstum von rund fünf Prozent
verzeichnete Fissler im Geschäftsjahr
2014 einen Gesamtumsatz von EUR 229
Mio. (2013: EUR 218 Mio. ) und erzielte
somit zum zwölften Mal in Folge eine
deutliche Umsatzsteigerung.
Den hohen Erwartungen des deutschen Marktes konnte Fissler im Jahr
2014 mehr als gerecht werden. Das Unternehmen erzielte nicht nur eine erfreuliche Umsatzentwicklung, seine
Premium-Produkte erhielten zudem
auch zahlreiche Auszeichnungen: Die
neue Küchenhelferserie „Q!“ und das
sich selbst schärfende Messer „bionic“
erhielten unter anderem den German
Design Award und den Red Dot Award.
Zudem wurde Fissler zum vierten Mal
in Folge mit dem Qualitätssiegel für Innovationen „TOP 100“ ausgezeichnet.
Für das Unternehmen hängen die
positiven Entwicklungen nicht zuletzt
mit den Investitionen in den Standort
Deutschland zusammen. Das gestartete
Investitionsprogramm von über EUR
30 Mio. Euro schreitet planmäßig voran
und ist inzwischen zur Hälfte umgesetzt. Fissler beschäftigt 794 Mitarbeiter
w www.fissler.at
w www.fackelmann.de
fiSSler
Wieder deutliche
umSatzSteigerung
Der Großteil des Umsatzes, den Fissler
2014 generierte, wurde im Ausland erwirtschaftet (73 Prozent). Hier ist Fissler sowohl im Export als auch in allen
Landesgesellschaften gewachsen. Mit
„bionic“ erhielt zahlreiche Preise.
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27
BundeSverBand gpk
auch für 2015
WachStum erWartet
Traditionsgemäß hielt der deutsche
Bundesverband für den gedeckten
Tisch, Hausrat und Wohnkultur während der „Ambiente“ sein Jahresgespräch ab. Mit einem leichten Umsatzplus von 0,3 Prozent auf EUR 5,8 Mrd.
Euro blickt die Branche für Tisch- und
Küchenausstattung in Deutschland zufrieden auf das Jahr 2014 zurück.
Das gilt auch für die im Bundesverband organisierten Fachgeschäfte, die
ein Umsatzplus von 1,8 Prozent gemeldet haben. Unter den Kernwarengruppen schnitten Besteck und Tischaccessoires am besten ab. Die mit 1,5 Prozent
vom Handelsverband Deutschland
prognostizierten Zusatzumsätze im Einzelhandel stimmen die Branche optimistisch, zumal sich die Themen Kochen,
Backen und Grillen weiter hoher Beliebtheit erfreuen.
Das Institut für Handelsforschung
weist für die Segmente Glas und Geschirr ein klares Wachstum aus, die
Fachgeschäfte jedoch einen Rückgang
von 3,9 Prozent bzw. 6,4 Prozent, was
zeigt, dass eine Reihe von Herstellern
verstärkt andere Vertriebswege bedient. Im Volumengeschäft dürften es
Möbelhäuser sein, im Markengeschäft
der Onlinehandel inklusive der Shoppingclubs. Dass die Warengruppe der
Töpfe und Pfannen im Fachhandel nur
um 0,4 Prozent schrumpfte, verwundert
angesichts der ausufernden Treueprämienangebote des Lebensmittelhandels
und der SB-Warenhäuser. Zweistellig
wuchsen in den Fachgeschäften hingegen Zusatzsortimente wie PBS/Karten/
Bücher mit 52 Prozent und Garten/Outdoor mit einem Plus von 31,9 Prozent.
Auch wenn die Branche mit Freude
immer wieder über Neueröffnungen berichtet, darf dieses nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Klein- und selbst
in Mittelstädten die Umsatzbasis für
den Fachhandel schwindet. Dies liegt
zum einen an umsatzstarken Herstellern, die immer stärker auf den Online-
handel, den eigenen Webshop und
Treueprämienaktionen setzen, zum anderen an dem Frequenzrückgang in vielen Stadtzentren bei oftmals sogar noch
steigenden Mieten.
Die Gründe für die Schließung von
Betrieben sind vielfältig: Oftmals ist es
die fehlende Nachfolge, manchmal der
Wettbewerb durch Factory Outlets, wo
Hersteller ihre Produkte weit unter ihrer unverbindlichen Verkaufspreisempfehlung anbieten. Der Trend zum Showrooming – Produkte im Fachhandel anzusehen und sich beraten zu lassen, um
anschließend online zu kaufen – wird
oftmals als Missstand angeprangert.
„Selbst wenn es nur wenige Prozente
des Umsatzes sind, die dem Fachhandel
dadurch verloren gehen, entscheiden
diese Umsatzverschiebungen darüber,
ob im Jahresabschluss eines Unternehmens ein Gewinn oder ein Verlust ausgewiesen wird“, erläutert Thomas
Grothkopp dies als Erkenntnis aus dem
Jahresbetriebsvergleich.
Zukunftsmodell Individualisierung
Andererseits stellen sich einige Fachhändler mit viel Energie neuen Kaufpräferenzen ihrer Kunden und sind als
Multichannel-Händler im Internet präsent. Die Geschäftsmodelle sind hier
höchst unterschiedlich: Vom Vollsortimenter über Händler, die sich auf einzelne Marken fokussieren bis hin zu Aktionsangeboten. Einerseits klagt der beratende Cityfachhandel über die Onlinekonkurrenz, andererseits sind es
nicht nur die marktstarken Versender,
die einer auskömmlichen Kalkulation
entgegenstehen, sondern mitunter
auch mittelständische Kollegen.
Neben Multichannel ist die Individualisierung eine erfolgreiche Strategie
inhabergeführter Fachgeschäfte. Sie
wägen sorgsam ab, welche in allen Vertriebskanälen präsenten Marken sie unausweichlich führen müssen, welche
Hersteller mit selektivem Vertrieb zu ihrem eigenen Anspruch und dem ihrer
Kunden passen, mit welchen Sortimenten und Produkten sie sich zum örtlichen und regionalen Wettbewerb diffe-
renzieren können. Immer mehr Fachhändler beraten ihre Kunden über das
gesamte Sortiment, bieten individualisierbare Produkte an, beraten gewerbliche Kunden und Kanzleien mit besonderem Anspruch. Dies ist ein USP von
Fachgeschäften vor Ort, die oftmals
auch Koch- und Grillkurse und vergleichbare Events anbieten.
Branchentagung Unter dem Motto
„Womit wir morgen erfolgreich sind“
findet am 15./16. Juni 2015 die GPKBranchentagung in Mainz statt. Der
Kongress beschäftigt sich mit den dynamischen Veränderungen der Handelslandschaft und den Konsequenzen für
die Branche. Ein weiterer Schwerpunkt
liegt bei Personalthemen: Qualifizierung, Motivation, Entlohnung etc.
deutSche regionalmeSSen
termine aBgeStimmt
Vertreter aller Veranstalter von Regionalmessen, EK/servicegroup und des
Bundesverbandes für den gedeckten
Tisch, Hausrat und Wohnkultur (GPK)
haben sich auf der „Ambiente“ auf eine
Terminkoordination ihrer Messetermine
verständigt. Für Jänner 2016 konnten
alle Überschneidungen ausgeräumt
werden. Im Sommer rücken die Termine
um eine Woche näher aneinander.
DIE TERMINE IM ÜBERBLICK:
27.–29.06.2015
Vivanti
Dortmund
04.–06.07.2015
Trendset
München
25.–27.07.2015
Nordstil
Hamburg
05.–07.09.2015
Cadeaux Herbst
Leipzig
11.–13.09.2015
EK Home
Bielefeld
03.–05.01.2016
Vivanti
Dortmund
09.–11.01.2016
Trendset
München
16.–18.01.2016
Nordstil
Hamburg
22.–24.01.2016
EK Live
Bielefeld
05.–07.03.2016
Cadeaux Frühjr.
Leipzig
02.–04.07.2016
Vivanti
Dortmund
09.–11.07.2016
Trendset
München
23.–25.07.2016
Nordstil
Hamburg
03.–05.09.2016
Cadeaux Herbst
Leipzig
09.–11.09.2016
EK Home
Bielefeld
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
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28WIRTSCHAFT
kuhn rikon
moderate preiSanpaSSung
V.l.n.r.: Ralf Wietek, Rudolf Schulte
Severin
Weichen für die
zukunft geStellt
Bereits zum Jahresende 2014 wurden
die Weichen zur Fortführung der bald
125-jährigen Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens Severin und den
zukünftigen Einstieg der fünften Generation gestellt, indem die Familie des
geschäftsführenden Gesellschafters
Rudolf Schulte sämtliche Anteile am Familienunternehmen vollständig übernommen hat. Zum Jahresende stieg
nun eine nicht genannte „namhafte“
deutsche Unternehmerfamilie ein, um
durch Übernahme einer Minderheitsbeteiligung die Eigenkapitalbasis der
Gruppe deutlich und nachhaltig zu stärken. Dazu Rudolf Schulte: „Wir sind damit in der glücklichen Situation, auf Basis der jüngsten Erfolgsmeldungen, die
Marktposition in Deutschland und international weiter ausbauen zu können.“
Als „wichtigen Baustein“ in der Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie
bezeichnete Schulte die einheitliche
Vertriebsführung aller Severin-Markenprodukte. Daher übernimmt Ralf Wietek
die Verantwortung für den gesamten
Markenvertrieb. In seiner neuen Funktion ist er für den Inlands- und Auslandsvertrieb aller Markenprodukte des sauerländischen Unternehmens zuständig
und berichtet direkt an Rudolf Schulte.
w www.severin.de
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
Auch der Schweizer Hersteller Kuhn Rikon ist wie alle exportierenden eidgenössischen Firmen von der Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, betroffen. Dennoch hat sich Kuhn
Rikon für 2015 gegen eine Euro-Preiserhöhung beim Standard-Sortiment entschieden. Nur einige wenige Artikel
aus dem Aktions-Sortiment mussten im
Preis angepasst werden. Allerdings betont Kuhn Rikon, dass man in der gegenwärtigen Situation nicht ausschließen kann, dass während des Jahres
eine Preiserhöhung folgen muss.
Die neuen bzw. alten Preise sind ab
dem 1. März gültig.
w ch.kuhnrikon.com
einzelhandel
ÖSterreich 2014
durchWachSene Bilanz
Wie Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch bekannt gab, hat sich der
österreichische Einzelhandel im vergangenen Jahr halbwegs gehalten. Der
Umsatz stieg zwar um 0,4 Prozent auf
netto EUR 55,4 Mrd. Euro, aber inflationsbereinigt ist das ein Rückgang um
0,5 Prozent. Nur das Weihnachtsgeschäft brachte eine erfreuliche Steigerung um 0,5 Prozent auf EUR 1,617 Mrd.
Also kein Grund zum Jubeln, aber immerhin ein Resultat, das besser war als
TOPS & FLOPS 2014
Kosmetik
Uhren/Schmuck
Elektro/Foto
Bekleidung
Papier/Bücher
Schuhe
Spielwaren
Lebensmittel
Möbel
Sportartikel
+ 4,5%
+2,9%
+2,7%
+1,0%
+/-0%
-0,4%
-0,7%
-1,3%
-1,9%
-2,5%
Der berühmte
„Hotpan“ von
Kuhn Rikon ist
nun auch in
Petrol lieferbar.
es so mancher Experte vorhergesagt
hat. Unsere Branche, inklusive Edelhausrat, ist mittlerweile aus den Statistiken verschwunden. Sieger im Branchenranking war der Drogeriehandel
mit einer Steigerung um 4,5 Prozent,
die Branche mit dem höchsten Rückgang war der sonst immer boomende
Sportartikelfachhandel mit -2,5 Prozent.
Abgesehen von Salzburg, Vorarlberg und Kärnten, die von den Grenztouristen profitierten bzw. von einem
niedrigen Niveau ausgingen, waren die
Entwicklungen der Umsätze in den übrigen Bundesländern rückläufig. In
Wien litt der Handel unter anderem
auch unter dem starken Rückgang der
kaufkräftigen Besucher aus Russland.
Das Geschäft im Internet entwickelte sich weiter, die Bruttoumsätze erhöhten sich um EUR 200 Mio. auf EUR 3,1
Mrd., was knapp fünf Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes entspricht. Allerdings ermittelt die KMU
Forschung Austria keine Umsätze, die
Österreicher auf ausländischen Websites ausgeben. Hier kämen noch einmal
an die EUR drei Mio. dazu.
Trotzdem ist der Einzelhandel noch
immer ein Jobmotor, denn die Anzahl
der Beschäftigten stieg 2014 um 1,3
Prozent oder 4.200 Personen. Der österreichische Einzelhandel beschäftigt derzeit 326.100 Mitarbeiter, wie Lorentschitsch stolz vermelden konnte.
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29
neueS fachgeSchäft
ek auStria Weckt erStmalS
„luSt auf zuhauSe“
Unter dem Namen „Lust auf Zuhause“
eröffnete Roland Zemla am 26. Februar
2015 sein neues Fachgeschäft. Mit seinem überzeugenden Konzept bereichert es die Shoppinglandschaft im
neuen Citygate-Center auf der Wagramer Straße im 21. Bezirk.
Neben dem Einkaufszentrum mit
rund 20.000 m² Fläche bietet es auch
Lebensraum in über 1.000 Miet- und Eigentumswohnungen, dazu kommen ein
eigener Kindergarten, Grün- und Erholungsflächen und eine Tiefgarage. Zudem liegt das Einkaufszentrum verkehrsgünstig direkt an der U-Bahn.
„Lust auf Zuhause“ trägt die Handschrift des europäischen Mehrbranchenverbundes EK/servicegroup. Mit
der Neueröffnung hat die EK Austria
dieses living-Flächenkonzept nun erstmals in einem EKZ in Österreich realisiert. „Die ersten Tage seit der Eröffnung waren vielversprechend“, kommentiert Zemla den gelungenen Start
mit hoher Kundenfrequenz.
Bei „Lust auf Zuhause“ können die
Citygate-Besucher auf 450 m² Verkaufsfläche in die ganze Welt des Kochens,
Backens und Zubereitens eintauchen
und sich kompetent beraten lassen. Das
umfangreiche Sortiment umfasst auch
Produkte für den gedeckten Tisch, für
den Kaffee- und Teegenuss und Geschenkartikel. Arrondierend kommen
Heimtextilien und Elektro-Kleingeräte
hinzu. Verschiedene Angebote sollen
das Shoppen zum Erlebnis machen. So
ist der Kunde eingeladen, bei einer Tasse Nespresso in Koch- und Backbüchern
zu stöbern oder in der integrierten Feinkostwelt Produkte zu probieren. Der
Grillshop von Weber Stephen sowie Produkte aus dem Heimwerker- und Gartenbedarf runden das Sortiment ab.
„Nun müssen Verbraucher nicht mehr
vor die Tore der Stadt fahren, wenn sie
kurzfristig Nägel, Schrauben oder Elektroinstallations-Artikel benötigen“, erläutert Zemla die Nahversorgerfunktion.
„Lust auf Zuhause“ im neuen CitygateCenter ist das zweite systematische
Konzept, das die EK Austria realisiert hat.
Mit „Lust auf Zuhause“ hat der Unternehmer sein zweites Geschäft in
Wien eröffnet. Erfolgreich und mit viel
Engagement betreibt er bereits das bekannte Eisenwaren- und Haushaltsfachgeschäft „Zur goldenen Kugel“, ein Unternehmen mit Jahrhunderte langer
Tradition und Erfahrung, in der Wiedner Hauptstraße im 4. Wiener Gemeindebezirk. Für sein neues Standbein
setzte Zemla bewusst auf ein Shopkonzept der EK/servicegroup. Und vom
Konzeptnamen war er so begeistert,
dass er ihn direkt für seinen neuen Store übernommen hat.
Bei der Umsetzung seiner Pläne
konnte Zemla von Beginn an von der
Unterstützung der EK Austria profitieren, angefangen bei der ersten Konzeption, der Feinplanung des Ladenbaus
und des Marketings über die Warenplanung bis hin zur Einrichtung des Ladens und zur Schulung des Personals.
Die Warenwirtschaft sowie die Stammdaten stammen ebenfalls von der Handelskooperation, eine wichtige Voraussetzung für die systemische Bewirtschaftung von Flächen.
Die EK Austria bewirtschaftet einen
Großteil der Flächen, ausgenommen
sind der Grillshop, der Heimwerkerund Gartenbedarf sowie arrondierenden Sortimente aus den Bereichen EKleingeräte. Diese bewirtschaftet Zemla
selbst.
Otto Hanke, Geschäftsführer EK
Austria, erklärt: „Wir werden unseren
Handelspartner und sein Team nun
weiter eng begleiten und mit regelmäßiger Betreuung die Entwicklung des
Geschäfts unterstützen.“
„Lust auf Zuhause“ ist das zweite
systemische Konzept, das die EK Austria realisiert hat. Bereits seit September 2012 erfolgreich am Markt ist die
Firma Herbert Ecker in Eferding.
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
30-31_StoryFrequenz_V327.e$S_Layout 1 30.03.15 10:29 Seite 30
30 TRENDSTORY
FREQUENZ
U
m noch mit einem weiteren
Spruch nachzusetzen: „Stell
Dir vor, es ist Krieg und keiner
geht hin“ (Berthold Brecht).
Es findet also ein Ereignis statt und
keiner frequentiert es. Wie z. B. ein neuer
Laden in einer Gegend, in die nur sehr
wenige Kunden hinkommen, vorbeigehen
oder sonst irgendwie präsent sind. Daher
ist oder war die Standortfrage immer
eine der wichtigsten Entscheidungen,
die ein Geschäftsgründer zu treffen hatte.
Das erste Kriterium war dabei meist
schon die Bewertung beim Immobilienmakler – absolute Bestlagen, natürlich
auch mit hoher Frequenz, haben einen
entsprechend hohen Quadratmeterpreis.
Wenn Sie daher irgendwo Leute sitzen
sehen, die eine Stricherlliste führen bzw.
einen Zähler betätigen, dann sind das
meist Mitarbeiter einer Handelskette, die
über einen längeren Zeitraum die Frequenz des Standorts überprüfen. Da wird
genau untersucht, zu welchen Zeiten
wie viele und welche Leute vorbeikommen. Das sind sozusagen die Fingerübungen, die jeder Ladenplaner zu absolvieren hat. In der Regel gehen die
Strategen, vor allem der Handelsketten,
davon aus, dass nur etwa zehn Prozent
der Kunden in der Regel Fußwege von
mehr als zehn Gehminuten in Kauf nehmen. Die kritische Zeitschwelle für PkwFahrer liegt nach Untersuchungen der
Handelsforscher bei etwa 30 Minuten
Fahrzeit.
Nach diesen ersten Analysen und
der genauen Durchrechnung der Kosten
kann man an die Erstellung eines Businessplans gehen, denn dann hat man
Kennzahlen über ein eventuelles Aufkommen von Kunden, die sozusagen vor
der Ladentür stehen. Drinnen sind sie
deswegen natürlich noch lange nicht.
Das wäre so die Regel – aber stimmt sie
noch?
Die Innenstädte mit ihren historisch
gewachsenen Einkaufsstraßen und den
attraktiven Stadtkernen leiten ihre Frequenz zwar nicht aus den berüchtigten
zehn Gehminuten oder der kurzen Autofahrt ab, sondern aus dem Image, das
diese Standorte ausstrahlen, gepaart mit
Touristen, die herkommen bzw. hergeführt werden. Das hat zu einer enormen
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
FREQUENZ
Nach wie vor ein Umsatzbringer?
Wo Tauben sind, fliegen bekanntlich Tauben zu – ein wichtiges
Sprichwort für die Bewertung des Standorts eines stationären
Handelsbetriebs. Frequenz ist daher immer ein wesentlicher
Bestandteil jeder Standortsuche und Bewertung …
Nachfrage geführt, und die Mietpreise
stiegen in Höhen, die ein mittelständischer Betrieb unserer Branche heute
kaum noch erwirtschaften kann. Als Konsequenz verschwinden die GPK-Fachgeschäfte in diesen Top-Lagen – am Beispiel
Wiens oder Zürichs ist das besonders
gut zu beobachten.
Ersetzt wurden die meist traditionsreichen Geschäfte durch Marken-Stores,
die dann aber auch wieder meist in den
angrenzenden Seitengassen angesiedelt
wurden. Alle Lücken wurden durch international agierende Unternehmen gefüllt, die durchaus auch bereit waren, etwaige betriebswirtschaftliche Defizite
gegen Imagegewinn aufzurechnen. Das
ging soweit, dass man in den 90er-Jahren
etliche Kongresse abhielt, bei denen europäische Stadtplaner diskutierten, wie
man die Uniformierung der Stadtkerne
eindämmen könnte, denn vom hohen
Norden bis in den tiefen Süden begannen
die bekannten Einkaufsstraßen einander
immer ähnlicher zu schauen. Doch das
war ein vergebliches Bemühen: Niederlassungsfreiheit war schließlich keine
Absichtserklärung der EU, sondern internationales Recht.
Als dann aber die in den USA entdeckte Methode, Frequenz künstlich
schaffen zu können – sprich: Einkaufszentren zu bauen – auch nach Europa
kam, änderte sich einiges. So mancher
Finanzreferent kann ein Lied davon singen, wie viele Steuereinnahmen dadurch
verloren gingen, denn die Bewertung eines Standorts für Einkaufszentren hatte
ein äußerst einfaches, aber effektives
Schema: Ein Einzugsgebiet von rund 2,5
Millionen Einwohnern musste da sein,
es musste eine Gemeinde sein, die bereit
war, Gründe sehr günstig abzugeben,
und sie musste politisch so einflussreich
sein, um die Infrastruktur, wie Zufahrtsstraßen etc. zu garantieren. Die zu erwartenden Steuereinnahmen haben dabei
jeden Bürgermeister überzeugt. Damit
begann aber die Ära „Frequenz via Werbung“. Was in der „guten alten Zeit“
das Schaufenster war, das beim „Window
Shopping“ Anregungen und Informationen bot, wurde durch hochprofessionelle,
hochemotionale Werbung ersetzt. Der
30-31_StoryFrequenz_V327.e$S_Layout 1 30.03.15 10:29 Seite 31
TRENDSTORY 31
FREQUENZ
Schaufensterbummel wurde in die Halle
verlegt, bequem zu erreichen, gespickt
mit zahlreichen kulinarischen Angeboten
und mit freiem Zugang in alle Läden,
ohne lästiges „Beraten“. Alles, was die
individuellen, mittelständischen Fachhändler auszeichnete, war hier plötzlich
obsolet. Und Werbung war auch kein
kreativer Wettbewerb mehr, sondern eine
brutale Materialschlacht. Aber die vielen
kleinen Mieter eines derartigen Centers
profitierten vom Image der „Großen“,
die als Zugpferde auch für die Frequentierung des neuen Standorts sorgten.
Sind wir also schon in der Gegenwart
angelagt? Weit gefehlt, denn auch die
Götterdämmerung der Einkaufszentren
hat längst begonnen. Teils, weil man die
Quantität an angebotenen Standorten
überreizt hat, teils, weil die Leute nicht
mehr bereit sind, im Stau zu stehen, aber
auch, weil eine neue Konsumenten-Generation herangewachsen ist, die wieder
eigene Anforderung an die Anbieter stellt.
Der Versandhandel, gepaart mit verbessertem Versand und abgesichertem
Rückgaberecht, hatte sich verstärkt in
Szene gesetzt, auch wenn so mancher
der Versender, ähnlich wie Warenhausgrößen, der Zeit Tribut zollen musste.
Tempora mutantur! Jetzt haben wir Online-Shopping, das den Standort ins heimische Wohnzimmer verlegt. Bequemlichkeit und vor allem elektronische Präsentation und Information scheinen un-
schlagbar. Ganz zu schweigen von der
24-stündigen Öffnungszeit. Es ist, als
würde sich damit das Angebot an Geschäftstypen und Standorten schließen.
Die traditionsreichen Einkaufsstraßen
und angrenzende Gebiete werden das
internationale Top-Markenangebot abdecken, ergänzt durch die eine oder andere individuelle Handelspersönlichkeit
im Bereich Schmuck und Uhren sowie
Designerprodukte. Dazu werden Einkaufsstraßen mit mehr Mittelklasseware
und Diskont kommen, und ein Teil der
früheren Bezirkszentren wird schrumpfen
und stärker auch die Nahversorgung abdecken.
Wenn man den US-Propheten trauen
kann, dann wird es auch in Europa eine
ähnliche Entwicklung geben: Die derzeitigen Einkaufszentren werden zu Gunsten von Einkaufsstädten, also noch großzügigeren Anlagen mit einem großen
Freizeit und Kulturangebot, verschwinden. Onlineshopping, das ja heute schon
massive TV-Werbung benötigt, um Frequenz zu haben, wird verstärkt von stationären Unternehmen genutzt werden.
Einige sehr große Shops werden als Spezialisten weiter expandieren. Und es gibt
auch leise Signale dafür, dass eine zarte
Pflanze kleiner und sehr kreativer Läden
am Rande des Mainstreams Platz findet
und Inseln für Individualisten aller Art
bildet. Das sind noch keine Fakten, aber
durchaus reale Ansätze.
Frequenz, das Zauberwort der Marketingplanung, zeigt viele Spielarten.
Und es gibt Produktgruppen, die nicht
mehr für sich alleine erfolgreiche Läden
in guten Lagen tragen. Denken sie an
Handtaschen, die heute praktisch in jedem Modeshop angeboten werden, denken sie an die vielen Produkte, die Lebensmitteldiskonter kurzfristig anbieten.
Bedenken Sie, dass ein Kaffeeröster zeitweilig der größte Uhrenhändler war. Und
es ist auch bezeichnend, dass eine der
größten Möbelketten fast ein Viertel ihres
Umsatzes mit Produkten der GPK-Branche
macht. Denn der Möbelhandel hat nicht
nur die Frequenz, sondern auch die Flächen, um diese Produkte kostengünstig
zu präsentieren. Bei allen diesen Überlegungen darf man nie vergessen: Die Kosten der massiven Werbung, die alle diese
Unternehmen lancieren, können auf mehrere Standorte und viele Produkt-Abteilungen umgelegt werden. Und trotzdem
sollte für spezialisierte individuelle Läden
auch im GPK-Bereich Platz sein, vor allem
wenn die Hersteller erkennen, dass die
großen Vertreiber nicht auf ihre Marken
angewiesen sein werden, dass Markenshops nicht der Weisheit letzten Schluss
bedeuten, und dass ein Händler vor Ort
für sich als Marke werben muss, regional
und eben seinem Umsatz angepasst, aber
konsequent und stetig. Denn die notwendige regionale Frequenz sollte auch
mit einem kleinen Budget erreichbar sein.
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32
1
TrendSeT
LeichTeS BeSucherpLuS
4.–6.1. 2015
Vor allem die in der neuen Saison angesagten Aquatöne, der trendige Shabby
Chic im Interieur-Bereich und die neuen
Osterideen erregten das Interesse der
Fachbesucher, die diesmal auf freien Straßen ohne Schnee und Glatteis in die
bayerische Hauptstadt gelangen konnten.
Die Farbpalette reicht 2015 von den
Aquatönen Türkis, Azur, Royal, Aquamarin und Petrol über die Rosafarbwelt in
den Nuancen zartes Puder, romantisches
Rosé und knalliges Pink bis hin zu den
klaren kombinierbaren Farben Schwarz,
Weiß, Grau und Braun. Die Farben der
Koralle finden sich vor allem im Modeund Schmuckbereich wieder. Der Trend
zur Transparenz zeigt sich in leichten, oft
mit Spitze verzierten Stoffen, luftigen,
vielfach skandinavischen Möbeln und
vielen Objekten aus Glas. Glitzer und
Metallic bleiben weiterhin im Trend.
Kupfer bleibt Trendfarbe und wird um
angelaufene Bronze, Silber und Gold ergänzt. Vor allem Metalle mit Patina sind
gefragt. Die Formensprache ist meist organisch. Bei den Mustern liegen vor allem Blümchen, Sterne, Pünktchen und
Streifen ganz vorne. Tiermotive von
Hund und Katze über Papagei, Zebra, Tiger, Wolf, Fuchs und Elch bis hin zu Vögeln und Schmetterlingen zieren Wohnobjekte, Kissen, Keramik und Modeaccessoires. In der Floristik geht der Trend mit
riesigen Dekoelementen und Gefäßen
zum Überdimensionalen.
Und lange Ketten mit großen Anhängern, Perlen in allen Formen und Farben
und gedrehte Armbänder mit integrierten Elementen oder Charms bestimmen
die Trends im Schmuckbereich.
w www.trendset.de
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
3
2
4
1
Der Dekor „ZigZag“ von Dibbern auf der Form „Fine Dining“ wurde von der aktuellen Mode inspiriert.
Das neue System-Kochgeschirr „Balancia“ von Mastrad besteht aus verschiedenen Elementen, die je
nach Bedarf kombiniert werden. Die Basis bilden Kochtöpfe mit Glasdeckeln, die für alle Herdarten geeignet sind. In einen Topf lässt sich ein großes Sieb einhängen, in einen anderen eine Wasserbad-Schale.
3 Die „isoBag“ erweitert die alfi-Familie: Die Textil-Außentasche in einer Trendfarbe und die innere Isoliertasche mit luftdicht schließendem Reißverschluss in Light Grey sind vielseitig verwendbar, können
aber auch als einzelne Tragehilfen Verwendung finden. 4 Auch auf der Salzburger Creativ-Messe warf
das Osterfest seine Schatten voraus.
2
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5
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OrnAriS
Mehr FÜr GOurMeTS
16.–22.1. 2015
Die Aussteller der ORNARIS Zürich präsentierten sich mit offenen, geschmackvoll gestalteten Ständen, an denen die
Artikel gekonnt in Szene gesetzt wurden.
Geboten wurde ein attraktives Angebot
aus den unterschiedlichsten Bereichen,
wie Wohnen, Blumen, Papier, Schmuck
und Mode und vieles mehr. Es war die
Vielfalt, die bei den Facheinkäufern für
zufriedene Gesichter und bei den Ausstellern für erfolgreiche Geschäfte sorgte. Insgesamt frequentierten mehr als
10.000 Besucher die Messehallen in Zürich, in denen über 400 Aussteller ihre
Produkte für die kommenden Frühjahrsund Sommer-Kollektionen anboten.
Das Swiss-Made-Signet hat gegenüber der vergangenen Messe der ORNARIS kräftigen Zuwachs bekommen. Es
stärkt nicht nur das eidgenössische nationale Bewusstsein, sondern soll auch
den Absatz nach der starken FrankenAufwertung ankurbeln.
Ein großer Erfolg war erneut die Floristik-Show, die erstmals im letzten Jahr
an der ORNARIS-Zürich durchgeführt
wurde. Das Blumen-Puls-Team des
Schweizerischen Floristikverbandes begeisterte mit überraschenden und kreativen Blumenarrangements. Die täglichen
Live-Präsentationen waren ein Besuchermagnet.
Der bereits in Bern im August präsentierte Gourmet-Sektor hat erneut Zuwachs bekommen und dürfte sich als
permanentes Zugpferd der ORNARIS
mausern.
w www.ornaris.ch
5 Wie immer ein optisches Highlight auf der „Christmasworld“: Die Sonderschau von 2Dezign in der
Galleria, die heuer unter dem Motto „The Ice Hotel“ stand. 6 Kerzen in verschiedenen Farben und Formen von Broste Kopenhagen. 7 Mit den matt schimmernden Oberflächen und den fein ziselierten Motiven ist dieses Meisterstück der Gießkunst ein Klassiker. Aus der Kollektion „Renaissance“ von Artina
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34
1
hOMi
AnGeBOTSerweiTerunG
17.–20.1. 2015
Vom alltäglichen Wohlbefinden bis zur
Körperpflege, vom Einrichtungszubehör
bis zum Schmuck, von Haustextilien bis
zu Arbeitsgegenständen – die Grenzen
von HOMI erweitern sich permanent und
umfassen alle Schattierungen der unterschiedlichen Lebens- und Wohnstile und
deren Tendenzen. Insgesamt besuchten
mehr als 80.000 Fachbesucher, davon 15
Prozent aus dem Ausland, die Messeveranstaltung. Auf der HOMI zeigten sich
auch die neuen Farbtendenzen in jedem
Detail der Einrichtungen. Anstelle von
Tönen, die einen Kontrast zu Möbeln in
minimalistischen Farben darstellen, treten neue, neutrale Elemente, welche die
Töne von Wänden und Böden widerspiegeln, während die Möbel selbst in kräftigen, leuchtenden Farben erstrahlen.
Möbel aus Metall, Kupfer und anderen edlen Materialien vermittelten dem
Besucher in Kombination mit Schwarz
einen echten Glamour-Stil. Im Allgemeinen haben die neuen Technologien zu einem immateriellen, transparenten Stil
geführt. LED-Leuchten nutzen originelle
Farben im Spiel zwischen Licht und
Schatten und lassen die Räume mit Hilfe
technologischer Accessoires im Glanz erstrahlen. Die große Jänner-Neuheit war
„Culture“, ein besonderer HOMI-Begleiter, der sich zu seinem Debüt mit dem
Bereich Outdoor befasste. Die Aufgabe
bestand darin, die traditionellen Ausstellungsweisen zu integrieren, indem man
Produkte und Unternehmen vorstellte,
die eine klare, konkrete und innovative
Vision bieten und die Business-Chancen
der Teilnehmer erhöhen.
w www.homi.it
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
2
1 Die „Country Collection“ von Riess wurde nun um drei Dessins in Pünktchen-, Dirndl- und Blümchenblau erweitert. Diese wurden durch die traditionellen textilen Blaudruckmuster angeregt. 2 Eine gelungene Symbiose auf der HOMI: Rosenthal und Sambonet
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chriSTMASwOrLd
STOrieS erZÄhLen
30.1.–3.2. 2015
Dieses Jahr wird Weihnachten festlich,
aber manchmal auch unkonventionell. Neben der Trendfarbe Kupfer – sie zeigt sich
bei Vasen und Kugeln ebenso wie bei Kerzen, Bändern und Kränzen - sind neben
kräftigen Tönen auch Pastellfarben gefragt. Extravagant: Fell, Federn, tierische
Motive, mit denen auch Geschichten erzählt werden können. Storytelling ist das
zentrale Thema – für die Inszenierung
einzelner Produkte bis hin zu großer Konzeptdekoration für Shopping Center oder
Innenstädte. Kupfer wurde heuer auch
mit Gold, Silber, Schwarz, Rot sowie verschiedenen Blautönen kombiniert. Und
auch mit Altrosa. Und auch Schwarz ist
als Festtagsfarbe gefragt. Schwarze Papiersterne, schwarze Tischaccessoires
wie Kerzen und Vasen, daneben Silber,
verleihen auch dem Fest der Feste ein
elegantes Ambiente. Und auch Weiß ist
gefragt, oft in Kombination mit Gold und
bunten Accessoires. Das Tier auf der
„Christmasworld“ war der Eisbär. Ob aus
Porzellan, in Plüsch, mit Kunsthaar – das
imposante Tier macht sich in allen Größenordnungen im Garten ebenso gut wie
im Innenbereich. Auch der niedliche Pinguin hatte seinen großen Auftritt. Hoch
im Kurs stehen zudem Eulen, Eichhörnchen und Vögel – als Baumschmuck, auf
Kissen oder dekoratives Element für Tische. Tierisch geht es gerne auch bei den
Kugeln zu: Katzen zieren den Weihnachtsbaum ebenso wie Elefanten und
Vögel - von exotisch bis heimisch –
schlicht als Metallanhänger oder aus Glas.
w www.christmasworld.messefrankfurt.com
3 Mit Cool Mint erweiterte Le Creuset sein buntes Farbspektrum um eine moderne, frische Trendfarbe.
Zusammen mit dem dunkleren Türkiston Karibik bringen die leuchtenden Meeresfarben maritime Stimmung in die Küche und wecken die Sehnsucht nach einem Urlaub in Miami Beach. 4 Der Papierkorb
„CopperBag“ von Hailo erinnert an eine Papiertüte. Er ist aus reinem Kupfer gefertigt. Und im VintageStil wird auch eine oxidierte Version angeboten: Hier sieht die kupferne Oberfläche wie gealtert aus. 5
Wo sich Fuchs und Eichhörnchen gute Nacht sagen, zeigt der Dekor „Winter’s Tale“ von Laura Görs auf
dem Klassiker „Update“ von Kahla. Besonderes Extra: Die Echtholzdeckel, die auch als Brot- oder Plätzchenteller fungieren können. 6 Einer der berühmtesten Repräsentanten des Jugendstils ist der Mähre
Alfons Mucha. Sein Werk „Schlüsselblume“ schmückt nun ein Amulett von Goebel. Das Amulett ist aus
Porzellan, vergoldet, mitgeliefert wird ein Textilband.
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AMBienTe
hOher AuSLÄnderAnTeiL
13.–17. 2. 2015
Insgesamt 135.000 Besucher aus 152
Ländern kamen in die Mainmetropole.
Der Anteil der Ausländer war mit 53 Prozent so hoch wie nie. Die Top-Ten-Besuchernationen nach Deutschland sind Italien, Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Spanien, USA, Schweiz, China,
Türkei und Polen. Bedingt durch die aktuelle politische Situation kamen erwartungsgemäß weniger Besucher aus Russland und der Ukraine nach Frankfurt.
Partnerland der „Ambiente“ waren in
diesem Jahr die USA. In der Sonderpräsentation Seashore Galore – gestaltet
durch den Brooklyner Designer Scott
Henderson – wurde amerikanisches Produktdesign gewürdigt. Außerdem gab es
am USA-Tag zahlreiche Aktionen und
Events rund um das Partnerland. Ehrengast des Tages war die Schauspielerin,
Regisseurin und Oscarpreisträgerin Helen Hunt, die bei einem Rundgang über
die Messe modernes Design für die Küche und den Tisch entdeckte. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete die
Partnerland-Reception am Montagabend.
Dabei wurde auch das nächste Partnerland der Ambiente bekannt gegeben: Italien! 2016 wird also ganz im Zeichen von
„La dolce vita“ stehen.
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w www.ambiente.messefrankfurt.com
1 Mit „Cheese Maker“ von Lékué eröffnet sich jetzt die Möglichkeit, Frischkäse aus tierischer Milch selbst
herzustellen. Benötigt wird neben dem „Cheese Maker“ nur mehr ein Mikrowellengerät. Der „Cheese
Maker“ ist aus hochwertigem PBT, das Sieb aus Polypropylen und der Deckel aus Platinsilikon gefertigt.
2 Die Wondermachine „James“ von Severin besitzt elf Funktionen: Man kann mit ihr Kochen, Dampfgaren, Mahlen, Rühren, Schlagen, Kneten, Mixen, Emulgieren, Vermischen, Zerkleinern und Erhitzen. Allein
zum Kochen und Dampfgaren stehen vier Temperaturstufen, zum Zerkleinern fünf Leistungsstufen zur
Wahl. Ein weiteres Feature ist ein vierteiliger Dampfaufsatz und ein praktischer Rührstab. 3 Das vierteilige Bar-Set „Skyscraper“ (Edelstahl, außen matt gebürstet, innen hochglanzpoliert) von Philippi wird
nach dem Verwenden aufeinander getürmt. Die Spitze bildet der Cocktailshaker mit Deckel und Siebeinsatz, dann kommt der doppelwandige Flaschenkühler, darunter der Eiswürfel-Cooler samt Deckel. Und
dies alles steht auf dem runden Tablett. 4 Auch auf der „Ornaris“ war der Osterhase zu Gast.
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creATiv FrÜhjAhr
ALpiner LiFeSTYLe
27. 2.–1.3. 2015
Die „creativ Salzburg“ unterscheidet sich
von den anderen Fachmessen zwischen
München und Frankfurt vor allem durch
ihr Profil als Angebotsplatz für alpines
Kunsthandwerk, Souvenirs und Reiseandenken im Alpen-Donau-Adria-Raum.
Nirgendwo sonst als im Tourismusland
Österreich werden Handwerkskunst und
Reiseandenken aus dem Alpenraum und
dekorativer alpiner Lifestyle derart präsentiert. Souveniranbieter entdecken Mozart oder Sisi immer wieder ein bisschen
anders. Stadtabbildungen auf Holz-Magneten, alpine Hüte, auch mit der guten,
alten Schneebrille auf der Krempe, und
Halstücher erinnern an vergangene Urlaube. Einer der Schwerpunkte in Salzburg: Düfte und Zirbenholz. Feine Düfte
locken unwiderstehlich in die Wellnesszone, organische Badezusätze aus Kakao- und Sheabutter mit Olivenöl laben
Haut und Seele. Die klassischen Dufthits
sind und bleiben anregendes Lemongras,
beruhigender Lavendel. Düfte werden
mit „energetischem“ Verständnis für verschiedene Lebenssituationen angeboten,
auch in individueller Mischung. Für die
Gesundheit erlebt die Zirbe einen Höhenflug, dank ihres antibakteriellen Inhaltsstoffes Pinosylvin: Flaschenstöpsel oder
Karaffendeckel durchziehen den Inhalt
mit der aromatischen Substanz, Zirbenspäne halten Fruchtfliegen und Kleidermotten fern. Zirbenkissen und Zirbenwasser dienen allgemeiner Fitness und
erholsamem Schlaf, Zirben-Beißkreisel
lindern Babys Zahnungs-Schmerz.
w www.creativsalzburg.at
5 Farben , wohin man blickt, in den Hallen der Münchener Messe während der „TrendSet“. 6 Geformt
wie ein Bleistiftanspitzer lassen sich mit dem Spiralschneider von Microplane frische Zucchini, Möhren,
Gurken, Rettich oder andere längliche Gemüsesorten in endlos lange Spiralen und Streifen schneiden.
7 Beeinflusst durch den berühmten schottischen Architekten und Designer Charles Rennie Mackintosh
entwarf Border Fine Arts nun den Art Nouveau-Dekor „Rose“, der unter anderem auf Vasen, einem Becher, Tasse und Untertasse etc. zu sehen ist. Jeder Artikel wird in einer Geschenkverpackung geliefert.
Von Enesco
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38kultur
MAK: Wiener Moderne
am Weg zur Weltmarke
Adolf Loos: Sessel für
das Cafe Museum (o.),
Josef Hoffmann: Sessel
für den Speisesaal des
Sanatoriums Purkersdorf (r.), Max Schmidt
und Werkmeister
Berka: Tisch für die
von Adolf Loos eingerichtete Wohnung
Turnowsky (u.)
Mit Radikalität, Konsequenz und pointierter Schärfe erarbeiteten Josef
Hoffmann und Adolf Loos, die einflussreichsten Gestalter in Wien um
1900, zwei für die damalige Zeit spektakuläre, völlig konträre Alternativen
für Modernität in Kunst, Architektur und Design.
Die Ausstellung „Wege der Moderne“ im Museum für Angewandte
Kunst in Wien zeigt noch bis Mitte April 2015 die Entwicklung dieser
Tendenzen zur Weltmarke auf. Die Präsentation ist einer der Höhepunkte
zum 150. Geburtstag der Institution.
Der Industriealisierungs- und Demokratisierungsprozess in Wien
um 1900 bot den Rahmen für ihre Ideen, die mit einem schöpferischen
und einem ökonomischen Weg zwei erfolgreiche Ansätze für die zunehmend bedeutende, individuelle Identität der Konsumenten boten.
Hoffmann interpretierte Architektur und Design als künstlerische Projekte,
Loos dagegen verstand Kunst als einen autonomen Bereich, der nichts
mit der Herstellung alltäglicher Bauten und Gebrauchsgegenstände zu
tun hat. Josef Hoffmann wollte moderne Kunst liefern, Adolf Loos
moderne Kultur schaffen.
Josef Hoffmann glaubte an die Kraft des Ästhetischen und generierte
künstlerisch komplett durchkomponierte, handwerklich gefertigte Umwelten in Architektur und Gebrauchsgegenständen. Adolf Loos hingegen
fühlte sich evolutionären und emanzipatorischen Prinzipien verpflichtet
und sah die Aufgabe von Architektur und Design darin, einen nachhaltigen
und unaufdringlichen Hintergrund für die Entfaltung von Individualität
herzustellen. Bewährte Typen von Gebrauchsgegenständen und Architektur, die keiner künstlerischen Neugestaltung bedurften, waren dafür
aus seiner Sicht am besten geeignet.
Die Ausstellung „Wege der Moderne, Josef Hoffmann, Adolf Loos
und die Folgen“ zeigt in fünf Kapiteln, wie es am Weg zur Entfaltung
des Individuums zu diesen erfolgreichen modernen Zivilisationstheorien
und Lebensweisen kam und wie diese bis zur Gegenwart weiterwirken.
w www.mak.at
Objekt des Monats: Oper in Edelstein
Das Edelsteinmuseum in Idar Oberstein kürt monatlich eine Edelsteinkreation zum „Objekt des Monats“. Besondere Aufmerksamkeit erzielte dabei die aus dreifarbigen Turmalin gestaltete Kreation „Tristan und
Isolde“ der Firma Edelsteine-Stumm in Kirschweiler. Das Unternehmen hat sich in den letzten Monaten auf
Kreationen mit und unter Verwendung von Aquamarinen und Turmalinen spezialisiert. In Anlehnung an die
Legende und auch die Oper „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner wurde das Relief gestaltet, welches die
Gesichter der Liebenden zeigt. Der Edelstein weist ein Gewicht von 145,5 Gramm auf und wurde von Edelsteingraveur Erwin Pauly gestaltet. Es wurde nicht nur im Monat Februar präsentiert, als es zum Objekt des
Monats ausgelobt wurde, sondern ist auch in der nächsten Zeit noch im Edelsteinmuseum zu sehen.
w www.edelsteinmuseum.de
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
Josef Hoffmann (l.)
und Adolf Loos
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kultur39
Karen Müller: Die Kunst der Vielfalt
Eine der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Keramikkünstlerinnen
ist sicherlich Karen Müller. Seit vier Jahrzehnten setzt sie sich vor allem
mit dem Werkstoff Porzellan auseinander und hat es hier zu technischen
Meisterleistungen gebracht. Sie reizt die Möglichkeiten, die im Material
liegen, bis zum Äußersten aus.
Dieser bedeutenden Künstlerin widmet das
Porzellanikon in Hohenberg a.d.Eger eine große
Personalausstellung, die noch bis Ende Juni
2015 besucht werden kann. Die rund hundert
präsentierten Objekte zeugen von einer Faszination der archaischen und zeitlosen Formen
und durchbrechen die allgemeinen ästhetischen
Erwartungen von rein weißen und filigranen
Porzellanobjekten. Mit ungewohnter Größe
– viele Schalenobjekte haben Durchmesser
zwischen 50 und 70 cm, die figürlichen Plastiken
sind oft mannshoch – scheinen ihre Objekte
den Kräften und der Farbigkeit des Urgesteins nachzuspüren. Ebenso
gelingt es Karen Müller, den schwierigen Prozess des Brennens virtuos
herauszufordern. Eigens für ihre Zwecke umgebaute Öfen und eine
über Jahre gewachsene Erfahrung befähigen sie, auch dem heiklen Porzellanbrand überwältigende Objekte zu entreißen. Karen Müller über
ihre Arbeit: „Porzellan habe ich immer als die Primadonna aller Werkstoffe
verstanden und manchmal auch verwünscht. Denn Porzellan, ein Primärgestein, das über Jahrmillionen in den Erdschichten komprimiert
wurde, lässt sich nicht beliebig behandeln oder gar beherrschen. Es will
erfühlt und erfahren werden und widersetzt sich jedem oberflächlichen
Zugriff.“
w www.porzellanikon.org
Keramik: Element der Völkerbindung
In der ganzen Welt spielt Keramik seit jeher eine wichtige Rolle im täglichen Leben der Menschen, ob im
privaten oder öffentlichen Raum, Keramik umgibt uns überall und wird täglich von uns genutzt, woran sich
auch in Zukunft nichts ändern wird. Um die verschiedenen Aspekte des Themas – kulturell, akademisch,
industriell – zu untersuchen, bringt das Projekt „Ceramics and its Dimensions“ Museen, Universitäten und
Firmen zusammen. Hauptpartner aus elf Ländern und zusätzlich weitere acht assoziierte beteiligen sich an
dem EU-geförderten Projekt. Unter Beachtung der vielfältigen nationalen Tisch-, Tafel- und Esskulturen und
unter Berücksichtigung der multinationalen europäischen Identitäten streicht das Projekt
heraus, was global gesehen keramische Erzeugnisse heute und in Zukunft bieten können.
Das Porzellanikon erhielt als die das Projekt leitende Einrichtung die entsprechende EUFörderzusage. 21 Einrichtungen wurden für ganz Europa aus dem Bereich Großprojekte als
zu fördernd ausgewählt.
Die Projekt-Module begannen zum Teil schon Ende 2014 und haben höchst unterschiedliche
Laufzeiten, zum Teil über mehrere Jahre. Der Bogen der beteiligten Ausstellungsorte reicht
unter anderem vom Porzellanikon in Deutschland über Belgrad, Valencia, Stoke-on-Trent,
der Aalto Universität in Finnland bis zu Faenza und nach Slowenien.
Der Start des EU-Projekts erfolgte am 28. Jänner 2015 in München
EU-Projekt:
Teilnehmer der
konstituierenden
Veranstaltung
in München
w www.porzellanikon.org
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
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40kultur
EOOS: Zwei Jahrzehnte Designstudio
Als sich Bergmann (geb.1963 in Lienz), Bohmann
(geb. 1968 in Krieglach) und Gründl (geb. 1967 in
Wien) im Jahr 1988 beim Studium an der heutigen
Universität für Angewandte Kunst kennen lernten,
lautete ihr erklärtes Ziel, nicht Starkarrieren nachzueifern, sondern kreative Synergien zu nutzen. Damit
war der Grundstein für EOOS gelegt. Der Markenname
steht für Design jenseits billiger Massenware oder
modischen Luxusguts, für Objekte und Konzepte.
Konsumenten werden als selbstständige Persönlichkeiten verstanden, die ihre Umwelt auch im Zeitalter
der Digitalen Moderne unbewusst nach alten Mustern
nutzen.
Ihr 1995 gegründetes Studio nannte das Trio bewusst EOOS, nach einem der Zugpferde
des in Ovids poetischem Meisterwerk „Metamorphosen“ am Firmament rasenden Sonnenwagens. EOOS zählt mit über 130 internationalen Designpreisen, darunter der renommierte
Industrie Designpreis „Compasso d´Oro“ für das mit Matteo Grassi entwickelte Sitzsystem
„Kube“ (2004), zu den weltweit erfolgreichsten Design Studios. Besonderen Wert legen die
Designer von EOOS auf eine Vielzahl technischer Patente, die verdeutlichen, dass sich das
Studio nicht mit Standardlösungen zufrieden gibt. Zum zwanzigjährigen Bestandsjubiläum
bietet das Museum für Angewandte Kunst in Wien bis Mitte Mai eine repräsentative Werkschau von Designs und Einrichtungsgestaltungen von EOOS.
w www.mak.at, www.eos.com
Inhorgenta Munich:
Der „geschmückte Mann“
Eine Reihe von Schmuckmessen haben sich unter anderem dem
Thema „Männerschmuck“ verschrieben. In diesem Bereich liegt noch großes,
unausgeschöpftes Potential, das mit entsprechenden Aktivitäten und PR genutzt werden kann.
Das Angebot an Männerschmuck wird 2015 immer größer und vielfältiger wie auch auf der Messe in
München in der zweiten Februar-Hälfte zu sehen war. Gold ist ebenso im Trend wie opulente Ringe, Amulette
und Uhren. Klassiker treffen auf extravagante Statement-Stücke und zeitloses Design aus Materialien-Mix.
Saison haben auch schwere Panzerketten-Armbänder und üppiger Handschmuck.
Auf den Schmuckmessen, wie der INHORGENTA MUNICH, haben sich einige Aussteller gezielt auf
Männerschmuck spezialisiert, während andere diesen Bereich stärker in ihre aktuellen Kollektionen aufgenommen haben. Der Markt hierfür wächst in den letzten Jahren kontinuierlich
und wird zunehmend salonfähig.
In den achtziger Jahren galt die Goldkette für den Mann als modischer Schick. Dabei war
der Leopard auf der Brust ebenso in Mode, wie die goldene Medusa von Versace. Seit dieser
Zeit hat sich in diesem Bereich einiges getan, und Männerschmuck wurde en vogue. Vorwiegend prominente Männer haben ausgefallenen, wie auch schlichten Schmuck gesellschaftsfähig gemacht.
Da die Auswahl immer größer wird, muss Mann sich entscheiden, welcher Look für ihn maßgeschneidert
ist. Den Herbst-/Wintertrends im Schmuck- und Uhrenbereich entsprechend, lassen sich für 2015 zwei
Strömungen, neben der klassischen Linie, feststellen: das moderne, klare Design unterstützt durch Materialien
wie Titan, Stahl, Carbon und Keramik und der naturverbundene Vintagelook, der durch den Einsatz von Holz,
Leder oder Steinen die Persönlichkeit des Trägers unterstreicht.
w www.inhorgenta.com
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
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kultur41
Wilhelm Wagenfeld:
Konsequent funktional
Teetassen des
Services 639
mit Platinrand
Wilhelm
Wagenfeld
Zum 25. Todestag von Wilhelm Wagenfeld widmet die Porzellanmanufaktur Fürstenberg
dem großen Bauhaus-Klassiker die Ausstellung „Täglich in der Hand – Wilhelm Wagenfeld
und das moderne Porzellandesign“ im Museum auf dem Schlossgelände in Fürstenberg.
Außerdem lässt Fürstenberg die Designklassiker des Bauhaus-Künstlers in der Edition
Wagenfeld „Klassiker des 20. Jahrhunderts“ wieder aufleben. Diese Edition umfasst
zahlreiche Geschenkartikel, die in Materialität, Funktionalität und
Gestaltung der Bauhausbewegung folgen und so eine klare und
formschöne Einheit bilden.
Was 1919 mit der Gründung des Staatlichen Bauhauses in
Weimar begann, prägt auch heute noch die Gestaltung von Bauwerken, Möbeln und Accessoires. Durch ihren Purismus, ihre
Schnörkellosigkeit und ihre
schlichte Eleganz bleibt die Formensprache des Bauhauses bedeutend und zeitlos modern.
So gelten auch die 1934 entworfenen Porzellanstücke, die
Wilhelm Wagenfeld mit und für die Porzellanmanufaktur
Fürstenberg gestaltete, heute noch als Meilenstein. In
unveränderter und originaler Form führen die Geschenkartikel der Edition „Klassiker des 20. Jahrhunderts“ den
Leitgedanken des Bauhauses „Form folgt Funktion“ konsequent fort – klassisch schön und in ihrer geradlinigen
Form immer aktuell. Ebenso aktuell ist das „Service
639“, das Wagenfeld 1934 entwarf. Ob schlicht weiß,
mit Platinrand oder schwarzer Kontur – die Tassen,
Teller, Platten, Schüsseln etc. oder auch die Kaffeekanne
fügen sich noch heute ästhetisch in jede gedeckte Tafel.
Die berühmte
Doppeldose
w www.fuerstenberg-porzellan.com
ausstellungen
„TANZENDE SCHATTEN“
MUSEUM DER VÖLKER, SCHWAZ/TIROL
BIS 6. JUNI 2015
„KUNST UND MAGIE IN SILBER UND SEIDE“
MUSEUM LAXENBURG
BIS 12. APRIL 2015
„UNITED NATIONS EXTENDED“
MUSEUMSQUARTIER 21
BIS 30. APRIL 2015
Die Studiengalerie des
Museums der Völker
zeigt eine Sammlung
von Puppen und
Marionetten, die von
Gert Chesi in den letzten Jahren von seinen
Reisen nach Java, Thailand, Burma und China
mitgebracht wurden. Durch sie werden
Mythen und Legenden wachgerufen.
Die Ausstellung präsentiert
den berühmten Silberschmuck und die Textilien
des Volkes der Miao in Südchina. Prunkstücke sind die
mit Silber applizierten
Jacken und Gewänder. Sie alle stammen aus
einer Zeit, in der die Völker großer Teile Asiens,
noch vom Tourismus abgeschirmt, ihre
autochtone Kultur in den Bergen pflegten.
Im Rahmen der Ausstellungsreihe „freiraum quartier21 international“ wird
anläßlich des 60. Jahrestages des Beitritts Österreichs zu den Vereinten
Nationen die Ausstellung
„united nations extended“ eröffnet. Sie zeigt
aktuelle künstlerische Positionen, die mit
der Sammlung der Vereinten Nationen und
dem Standort Wien verknüpft sind.
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42 schrä
GABRIELE KAISER
Farbe & Co.
Oder: Der große Test kann beginnen!
U
Überhaupt sollten
alle Hersteller von
GPK-Artikeln in
Zukunft intensiv
mit Universitäten
zusammen
arbeiten, damit
alle Neuheiten
streng nach wissenschaftlichen
Grundsätzen hergestellt werden.
DIE VITRINE 327 MÄRZ-APRIL 15
nd wieder sagt uns eine Studie, wie wir uns
in dieser oder jener Situation verhalten, wenn
dieses oder jenes Accessoire uns dabei hilft.
Diesmal geht es um Studien, die ergeben haben, dass
die Farbe der Teller, von denen man speist, einen
großen Einfluss darauf haben, wie viel man isst. Denn
Wissenschaftler der Universität Oxford haben in Tests
herausgefunden, dass Menschen von roten Tellern
weniger essen als von andersfarbigen. Man geht
davon aus, dass unser Unterbewusstsein die Farbe
Rot als Stoppfarbe wahrnimmt und daher von roten
Tellern weniger gegessen wird. Auch Beispiele für
den Einsatz dieser Teller sind schon bekannt: Angeblich verwenden Restaurants, die mit dem Slogan
„Eat as much as you can“ ihre Gäste ins Haus locken,
rote Teller … und auch bei roten Tabletts soll das
funktionieren (da wäre der Einsatz in Hotels beim
Frühstücksbuffet ideal, wo sich manch ein Zeitgenosse
unter dem Aspekt „Wer weiß, ob es in 15 Minuten
noch etwas gibt“ das Tablett belädt, als gelte es eine
zu erwartende Hungersnot zu überwinden).
Andere Wissenschaftler machten Versuche mit
Studenten und ließen diese Wein aus roten oder
blauen Gläsern schlürfen. Und aus welchen Gläsern
wurde weniger getrunken? Erraten, aus den roten.
Dass die nicht von Heurigenwirten eingesetzt werden,
liegt auf der Hand, aber bei willensschwachen Menschen, die gerne über den Durst trinken, ohne dies
zu wollen, wären also rote Gläser ideal.
Und vor wenigen Tagen las ich auch noch ein Interview mit Charles Spence, einem britischen Pionier
der Geschmacksforschung. Er will herausgefunden
haben, dass Desserts auf weißen Tellern süßer schmecken als auf schwarzen. Selbst die Formen der Teller
machen einen Unterschied: Runde Formen werden
mit Süßem assoziiert, eckige eher mit anderen Geschmacksqualitäten. Auch Spence bestätigt, dass rote
(aber auch auch blaue!) Teller den Appetit hemmen.
Und er stellte auch fest, dass das Arrangement von
Speisen die subjektive Wahrnehmung beeinflusst. So
mögen wir angeblich ein Pizzastück weniger, wenn
es auf uns zeigt, als wenn es weggerichtet ist. Spence
führt dies auf uralte Wahrnehmungsmuster zurück.
So haben Hirnscans gezeigt, dass unser Gehirn Dreiecke und Winkel als Bedrohung interpretiert, weshalb
es Hungrige lieber haben, wenn ihr Pizza- oder Tortenstück von ihnen weg zeigen. Außerdem bevorzugen
die Menschen symmetrische Orientierungen auf ihrem
Teller: Wenn zum Beispiel das gesamte Essen nur
auf einer Seite des Tellers liegt, kommt das beim
Speisenden nicht gut an. Spence unterstreicht in dem
Zusammenhang, dass Küchenchefs immer öfter mit
Wissenschaftlern zusammenarbeiten, um ihre Vorstellungen bezüglich der Arrangements von Speisen
auf den Tellern zu überprüfen. Derzeit zum Beispiel
testet er, ob die Zahl der auf dem Teller präsentierten
Dinge eine Rolle spielt, und ob es da Unterschiede in
den westlichen und in den östlichen Kulturen gibt.
Im Westen nämlich ist es eher üblich, ungerade
Zahlen zu nehmen, in Asien könnte es aber umgekehrt
sein, da gerade Zahlen dort für Harmonie stehen.
Warum ich das schreibe? Nun, auf der diesjährigen
„Ambiente“ wurden wieder viele Neuheiten vorgestellt, die man unter diesen Aspekten untersuchen
sollte. Oder haben Sie gewusst, dass Schnellesser, so
genannte „Schlinger“, ihre Speisen nur mit kleinen
Gabeln zu sich nehmen sollten? Da könnten doch alle
Anbieter von Bestecken neben Gabeln in normaler
Größe und Kuchengabeln auch „Schlingergabeln“ anbieten – sechsteilig, schön in einer Geschenkbox verpackt. Hersteller, die rote Teller, Tabletts, Töpfe
(warum sollte der Abnehm-Effekt nicht auch dabei
funktionieren?) anbieten, könnten dies mit der Werbeaussage „Garant für die neue schlanke Figur“ tun.
Und Pizzateller hätten dann am Boden eine Vertiefung,
damit man ganz genau weiß, wie das dreieckige
Stück der italienischen Köstlichkeit auf den Teller
platziert werden soll.
Überhaupt sollten alle Hersteller von GPK-Artikeln
in Zukunft intensiv mit Universitäten und Wissenschaftlern zusammenarbeiten, damit alle Neuheiten,
die auf den Messen vorgestellt werden, streng nach
wissenschaftlichen Grundsätzen hergestellt werden.
Dass diese Testreihen etwas kosten, ist ganz klar,
und dass die Hersteller das auf die Preise aufschlagen
müssten, ist auch klar, aber das würde einen Endverbraucher, der doch niemals Billigprodukte für Tisch
und Küche kauft, nicht stören, wenn er dafür sicher
ist, dass alle Produkte, die er erwirbt, wissenschaftlich
getestet sind. Und das mit Zertifikat …
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