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06-21-006 lang DIN Flyer Wandern .indd - Alzheimer Forschung

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Sicher wohnen:
Wenn Alzheimer-Patienten
weglaufen
Ein Ratgeber
der Alzheimer Forschung Initiative
Inhalt
Vorwort
3
Dem Weglaufen vorbeugen
5
Wenn eine Person vermisst wird
8
Weitere Hilfen für Pflegende
2
11
Vorwort
Eine der gefährlichsten Verhaltensweisen,
die bei der Alzheimer-Krankheit auftreten, ist das Weglaufen. Alzheimer-Patienten sind orientierungslos und vergesslich. Deshalb ist ein Erkrankter, der allein
unterwegs ist, in Gefahr. Er verirrt sich
leicht, ist verunsichert und verwirrt und
kann im Winter sogar erfrieren, wenn er
nicht schnell gefunden wird. Besonders
im mittleren Stadium der Krankheit ist
es enorm wichtig, Schutzmaßnahmen zu
treffen, die dem Weglaufen vorbeugen.
Betreuer sollten genau wissen, was zu tun
ist, wenn der Alzheimerkranke vermisst
wird.
Wenn man herausf indet warum der
Patient diesen Drang verspürt, kann man
besser vorbeugen. Häufige Gründe sind
zum Beispiel:
• Verwirrung: Der Patient realisiert nicht,
dass er zu Hause ist und möchte hinaus,
um sein „Heim“ zu suchen.
3
• Irrglaube: Der Patient glaubt, eine
wichtige Aufgabe erfüllen zu müssen,
die er vor langer Zeit hatte, zum Beispiel zur Arbeit zu gehen oder ein Kind
abzuholen.
• Fluchtversuch vor einer realen oder
empfundenen Gefahr. Eine laute Umgebung kann den Patienten genauso ängstigen wie ein fremder Besucher oder
auch die Befürchtung, dass seine Pflegeperson ihn schlagen wolle.
• Erregung ist ein bekanntes Symptom
der Alzheimer-Krankheit und kann
durch verschiedene Medikamente noch
verstärkt werden.
• Ruhelosigkeit bricht aus, wenn keine
Aufgabe oder Stimulation da ist, die den
Patienten beschäftigt und fordert.
• Suchen: Der Patient glaubt fest daran,
eine Person oder eine Sache verloren zu
haben und sucht danach.
4
Dem Weglaufen vorbeugen
Dem Weglaufen
vorbeugen
Ein Alzheimer-Patient, der ruhelos ist und
umherwandert, sollte nie alleine gelassen
werden. Doch selbst wenn er rund um
die Uhr betreut wird, sollten Pflegende
bestimmte Vorkehrungen treffen, um zu
verhindern, dass der Patient alleine das
Haus verlässt. Zum Beispiel sollten Sie
folgendes beachten:
• Geben Sie dem Patienten genügend
freien Raum zum Umherlaufen. Räumen Sie Teppiche, Vorleger und sonstige
Hindernisse aus dem Weg und schaffen
Sie so Platz zum stolperfreien Laufen.
• Beschäftigen Sie den Patienten mit sich
wiederholenden Dingen, zum Beispiel
Schaukeln in einem Schaukelstuhl, lassen Sie ihn den Flur fegen oder Wäsche
zusammenlegen.
5
• Bringen Sie Türriegel an allen Außentüren an und bewahren die Schlüssel an
einem sicheren Ort auf, wo der Patient
sie nicht finden kann.
• Installieren Sie Sicherheitsscharniere,
z. B. aus dem Baumarkt, an allen
Fenstern, damit diese nur bis zu einem
gewissen Grad geöffnet werden können.
• Installieren Sie Klingeln oder Alarmsysteme, die sofort melden, wenn eine
nach außen führende Tür geöffnet wird.
Entsprechende Vorrichtungen können
Sie in Baumärkten und Fachgeschäften
kaufen.
• Stecken Sie dem Patienten eine Karte
mit Namen, Adresse und einer Notfallrufnummer in die Tasche, auf der der
Satz „Bitte helfen Sie diesem AlzheimerPatienten, nach Hause zu kommen“
vermerkt ist.
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• Errichten Sie, wenn möglich, einen
Zaun mit abschließbarem Eingangstor
rund um das Grundstück.
• Informieren Sie Ihre Nachbarn, dass
Ihr Angehöriger den Hang zum Weglaufen hat und bitten Sie sie, Ihnen sofort
zu berichten, wenn sie Ihren Schützling
draußen alleine sehen.
• Es gibt spezielle Produkte für die
Pflege und Betreuung von AlzheimerPatienten wie Bewegungsmelder, elektronische Pieper, spezielle Klinken und
weitere Hilfsmittel, die Sie dabei unterstützen, Ihr Heim sicher für den Alzheimer-Patienten zu gestalten.
• Tarnen Sie Türen mit Postern, um
sie zu verdecken. Ein Motiv könnte
beispielsweise ein Bücherregal sein.
Fototapeten sind im Handel erhältlich.
Türen können auch in derselben Farbe
gestrichen werden wie die Wände, um
sie optisch „verschwinden“ zu lassen.
7
Wenn eine Person vermisst wird
Wenn eine Person
vermisst wird
Auch wenn Sie alle genannten Schutzmaßnahmen getroffen haben, bleibt das
Risiko, dass Ihr Angehöriger unbemerkt
hinausschlüpft. Für diesen Fall sollten
Sie Schritte vorbereiten, die Ihnen helfen,
Ihren Patienten so schnell wie möglich
wieder zu finden:
8
• Informieren Sie die Polizei. Rufen
Sie die Notrufnummer 110 an. Ein
vermisster Alzheimer-Patient sollte
aufgrund der Gefährdung immer als
Notfall behandelt werden.
• Halten Sie einige aktuelle und gute Fotos
der Person bereit, die Sie der Polizei,
Nachbarn und allen geben können, die
sich an der Suche beteiligen.
• Sie sollten eine Liste (mit entsprechenden Kopien) vorbereitet haben, die
Informationen wie Alter, Geschlecht,
Größe, Gewicht und andere körperliche
Merkmale, Blutgruppe, Gesundheitszustand, Medikamente, Zahnstatus,
Diätvorschriften und weitere relevante
Informationen über den Alzheimer-Patienten für die Suchmannschaft enthält.
• Geben Sie der Polizei für die Suchhunde ein ungewaschenes Kleidungsstück
des Patienten, das in einer Plastiktüte
aufbewahrt war. Benutzen Sie beim
Verpacken Plastikhandschuhe, damit
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Ihr eigener Geruch nicht an das Kleidungsstück kommt. Tauschen Sie das
Kleidungsstück monatlich aus, damit
der Geruch möglichst intensiv ist.
• Halten Sie eine Liste mit allen gefährlichen Plätzen in Ihrer Nachbarschaft
bereit, wo zuerst gesucht werden sollte.
Zum Beispiel: Stark befahrene Kreuzungen, naheliegende Brücken, Bäche
und Überführungen, ein Abflussgraben
oder abschüssiges Gelände.
• Erstellen Sie eine Liste mit den Plätzen,
die der Patient gerne besucht. Zum
Beispiel Einkaufszentren, die Kirche, ein
Park, in dem er spazieren gehen könnte
oder andere bekannte Plätze.
Bedenken Sie: Je mehr Menschen über
den Zustand und den Drang des Alzheimer-Patienten zum Weglaufen Bescheid
wissen, desto mehr Unterstützung erhalten Sie. Unterstützung, die helfen kann,
dass Ihr Angehöriger gar nicht erst verloren geht.
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Weitere Hilfen
Preventing
für Pflegeleistende
Wandering
Weitere Hilfen
für Pflegeleistende
Staatliche Hilfseinrichtungen und Angehörigen-Selbsthilfegruppen verfügen über
viel Erfahrung mit dem Thema, helfen
Ihnen mit guten Tipps und unterstützen
Sie bei Ihrer schweren Aufgabe. Auch die
Alzheimer Forschung Initiative e. V. hält
auf ihrer Internetseite www.alzheimerforschung.de weitere Informationen für
Sie bereit, oder rufen Sie einfach gebührenfrei an: Telefon 08 00-2 00 40 01.
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E-Mail Adresse
Telefonnummer
PLZ, Ort
Straße, Nr.
Name, Vorname
Absender
40213 Düsseldorf
Grabenstraße 5
Alzheimer
Forschung Initiative e.V.
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frankieren
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Helfen Sie mit, die Alzheimer Forschung voranzutreiben. Wir garantieren, dass nur die besten
Forschungsprojekte gefördert werden. Mit Ihrer
Fördermitgliedschaft tragen Sie dazu bei, dass
viel versprechende Projekte realisiert werden
und wir die Alzheimer-Krankheit schneller
bekämpfen können.
Ich unterstütze die Arbeit der Alzheimer Forschung Initiative e.V. durch meine Fördermitgliedschaft. Senden Sie mir bitte eine
Aufnahmebestätigung und regelmäßig Informationen zu.
Zutreffendes bitte ausfüllen
• Ich ermächtige die Alzheimer Forschung
Initiative e.V. widerruflich meinen
Monatsbeitrag in Höhe von
❑ € 5,00 (Mindestbeitrag)
❑ € 10,00
❑ € 15,00
❑ € . . . . . . . . . (nach eigenem Ermessen)
von meinem Konto
Nr.
.............................
BLZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
bei der . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
..................................
einzuziehen.
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