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Aktuelle Ausgabe 01/2015

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Kommunales
Statistisches
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Neues vom KOSIS-Verbund 01/2015
Rundschreiben Nr. 97 vom 9. April 2015
DUVA-Workshop zur Auswertung der Zensus-Einzeldaten findet in Experimentierlandschaft des phæno in Wolfsburg statt
Am 12. und 13. März 2015 trafen sich in Wolfsburg 24
Anwenderinnen und Anwender aus 18 DUVA-Mitgliedsstädten, um sich über die Möglichkeiten zur Auswertung
der Zensus-Einzeldaten mit dem Informationsmanagementsystem DUVA zu informieren. Die Statistikstelle
der Stadt Wolfsburg organisierte dieses Treffen im auch
weit über die Grenzen Niedersachsens hinaus bekannten Science Center phæno – einer Experimentierlandschaft mit über 350 Exponaten und wechselnden Sonderausstellungen, die zum Ausprobieren einladen und
den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern so einen spannenden Einblick in die faszinierende Welt der
Naturwissenschaften vermitteln. In dieser innovativen
und inspirierenden Umgebung, in der sonst Schulklassen, Kinder mit ihren Eltern und neugierig gebliebene Erwachsene spielerisch die Naturgesetze und die Grenzen
ihrer Sinneswahrnehmung entdecken können, beschäftigten sich die aus ganz Deutschland angereisten Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalstatistik mit den
technischen Möglichkeiten, die DUVA bei der Auswertung der Zensus-Einzeldaten bietet.
Bereits im Februar hatte die Stadt Freiburg als geschäftsführende Stelle der KOSIS-Gemeinschaft DUVA
die vollständigen Dateibeschreibungen zu den 18 von
den Landesämtern an die kommunalen Statistikstellen
übermittelten Einzeldatenpaketen erstellt und als Importdateien zum Download angeboten. Auf der Grundlage dieser Beschreibungen können DUVA-Anwenderinnen und -Anwender auch ohne Datenbankerfahrung und
Programmierkenntnisse unmittelbar nach dem Einlesen
der Einzeldaten erste Auswertungen vornehmen und die
von den Landesämtern erstellten Gemeindeblätter mit
dem Auswertungsassistenten weitestgehend nachvollziehen. Doch das Nachbilden von Gemeindeblättern auf
der räumlichen Ebene der Städte und Kreise reicht den
meisten kommunalen Statistikstellen, die sich mit den
Zensusdaten befassen, bei weitem nicht aus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops waren sich
schnell einig, dass das nur ein erster Schritt sein kann:
Viel interessanter ist eine kleinräumige und die einzelnen Zählungsteile kombinierende Auswertung der Zensusdaten.
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„Aufgrund seiner räumlichen Komplexität erschließt sich die Architektur des phæno nicht auf den ersten Blick. Das Gebäude will schrittweise
entdeckt und erkundet werden.“ (phæno gGmbH, Wolfsburg (Hrsg.): phæno – Science Center Wolfsburg). Welch ein inspirierender Rahmen
für einen kommunalstatistischen Workshop, bei dem es um die Erkundung der ebenfalls nicht auf den ersten Blick zu erschließenden ZensusDaten geht.
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Einzeldaten sind das „Salz in sungen. So lernten die Teilnehmerin- • „Einhaltung von Datenschutz
und Statistikrecht bei der Veröfnen und Teilnehmer des Workshops
der Suppe“
Mit den Einzeldaten stehen den Statistikstellen erstmals seit der Volkszählung von 1987 themenübergreifende Informationen zu Gebäuden
und Wohnungen sowie den darin
lebenden Menschen in ihren Familien- und Haushaltsstrukturen zur
Verfügung. Während die Kommunalstatistik sonst nur einen Blick auf
die Daten aus einzelnen Beobachtungsfeldern werfen kann und – allein schon aus rechtlichen Gründen
– kaum die Möglichkeiten zur Kombination von Daten aus unterschiedlichen Datenquellen bekommt, bieten
sich nun einzigartige Möglichkeiten
einer Zusammenführung von Informationen aus den unterschiedlichen
Zählungsteilen, Modellrechnungen
und Registerauswertungen des Zensus 2011. So lassen sich die Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung mit den Ergebnissen der
Haushaltegenerierung und demografischen Registermerkmalen kombinieren.
Durch die Verschneidung der verschiedenen Zählungsteile lassen
sich Fragen beantworten, die sonst
nur durch aufwendige Befragungen
erhoben werden können (Beispiele):
• Wer wohnt wie?
• Steht Familien mit Kindern ausreichend Wohnraum zur Verfügung
oder werden die großen Wohnungen von Alleinstehenden und kinderlosen Paaren belegt?
• Wie viel Wohnfläche belegen Seniorenhaushalte?
• Welche Wohnungen stehen Personen und Familien mit Migrationshintergrund zur Verfügung?
DUVA bietet Lösungen an ...
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Zur Beantwortung dieser und vieler
weiterer Fragen bieten die Module
des Informationsmanagementsystems DUVA vielfältige technische Lö-
eine ebenso einfache wie effektive
Methode zur Zuordnung der kleinräumigen Gliederung der Einzeldaten mit dem DUVA-Auswertungsassistenten kennen. Darüber hinaus
befasste sich der Workshop mit den
erforderlichen Filtern zur Auszählung
in den einzelnen Dateien sowie mit
den unterschiedlichen Möglichkeiten
der Kombination von Merkmalen aus
den verschiedenen Zählungsteilen:
beispielhaft wurden Wohnungen je
Gebäude nach bestimmten Kriterien
gezählt und mit Gebäudemerkmalen kombiniert oder die Anzahl der
Nachkommen nach Altersgruppen
bestimmt und in den Zusammenhang mit ihren Haushaltsmerkmalen
gestellt.
... auch wenn an Auswertungskonzepten noch gearbeitet
wird
Da Auswertungskonzepte auf der
kommunalen Ebene noch nicht vollständig ausgearbeitet worden sind,
konnten den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern im Workshop noch keine fertigen Lösungen präsentiert
werden. Dennoch wurden Wege
aufgezeigt, die den DUVA-Anwenderstädten einen Einstieg in die Erschließung und Auswertung der
Zensusdaten ermöglicht. Und diese Wege sollen – trotz der vielerorts
angestimmten Kritik der Erhebungsund Hochrechnungsmethoden und
der in vielen Städten augenscheinlichen Unplausibilitäten – auch nach
dem Workshop weiter verfolgt und
ausgebaut werden.
Zum Ende des Treffens in Wolfsburg
fand sich unter den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern die Bereitschaft zur
Weiterarbeit an folgenden Auswertungskonzepten:
• „Gebäude und Wohnungen“,
• „Wohnungen und Haushalte“,
• „Erwerbstätigkeit und Bildung“ sowie
fentlichung der Zensusdaten vor
SAFE“.
Das Ziel dieser interkommunalen Zusammenarbeit ist die Entwicklung von
übersichtlichen und weitestgehend
redundanzfreien Basisdateien für die
einzelnen Zählungsteile als Grundlage der weiteren Auswertungen sowie
ein Konzept zur sinnvollen zählungsteilübergreifenden Kombination von
Gebäude-, Wohnungs- und Haushaltsmerkmalen. Darüber hinaus sollen die Möglichkeiten zur (kleinräumigen) Auswertung der im Rahmen der
Haushaltsstichprobe erhobenen Daten untersucht werden. Die im Workshop und im Anschluss erarbeiteten
Ergebnisse werden im Rahmen der
KOSIS-Tagung in Frankfurt am Main
im Juni 2015 präsentiert.
DUVA-Geschäftsstelle
Herr Arno Schiffert
Tel.: 0761/201-5517
duva@stadt.freiburg.de
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KOSIS-App - Version 2.0 fertiggestellt
Inzwischen wurde die Version 2.0 der bei der KOSISTagung in Augsburg vorgestellten „KOSIS-App“ fertiggestellt. Neben vielen kleineren Änderungen, Anpassungen und Verbesserungen am Quellcode der Oberfläche
wurde vor allem die Verwendung der Datenbasis optimiert. Da sich die Integration (Plausibilisierung, Anpassung, Import, Beschreibung etc.) „individueller Städtedaten“ als zu aufwändig herausgestellt hatte, wurde die
Anwendung komplett auf Datenbank-Abfragen auf einen reduzierten IRB-Datenbestand umgestellt. Dadurch
stehen prinzipiell für knapp 50 Großstädte zum Teil ab
2002 kleinräumige Daten zur Verfügung, die jährlich
über ein Routine vergleichsweise einfach aktualisiert
bzw. um die neuen IRB-Daten ergänzt werden können.
So sieht sie aus - die
Oberfläche der KOSISApp. Die Zahl bzw. Anordnung der Features
erlaubt auf einer Vielzahl an Endgeräten
eine passgenaue Darstellung.
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rend auf dem aktuellen Entwicklungsstand soll bei der
KOSIS-MV in Chemnitz über die Gründung einer KOSISGemeinschaft „KOSIS-App“ abgestimmt werden. In Absprache mit dem KOSIS-Vorsitzenden wurde dies als Tagesordnungspunkt der KOSIS-Mitgliederversammlung in
Chemnitz aufgenommen. Zur Einstimmung wird am Tag
davor die App im Städte-Café gezeigt.
Um zusätzliche Entwicklungen (wie z.B. die Darstellung
von Anteilen oder von Zeitreihen) bezahlen zu können,
wird für Mitglieder dieser KOSIS-Gemeinschaft ein jährlichen Wartungskostenbeitrag von ca. 200,- Euro angestrebt. Dieser kann auch direkt vom jährlichen Bereitstellungentgelt vom BBSR abgezogen werden, so dass die
Städte keine Ausgabe verbuchen müssen sondern nur
etwas geringere Einnahme aufzuweisen haben.
Die App liegt auf dem DUVA-Server und kann direkt
oder als Weiterleitung über die Städtestatistikseite für
Tests und zur Beurteilung der Datennutzung über einen
Browser vom Smartphone aber auch am PC aufgerufen
werden. Die eigentliche App ist im ‚Google Playstore‘ für
Endgeräte mit Android-Betriebssystem herunterladbar.
Wir freuen uns über Rückmeldungen zur App oder Anmerkungen zur angestrebten KOSIS-Gemeinschaft „KOSIS-App“. Interessierte IRB-Städte können sich gerne
auch schon vor der KOSIS-MGV informieren. Als Ansprechpartner stehen zur Verfügung:
Allerdings werden nur Daten aus den Teilnehmerstädten
verwendet, die entsprechend der IRB-Vorgaben die Verwendung dieser Daten formell für die App freigegeben
haben. Außerdem werden von den Städten auch die zugehörigen Geometrien benötigt.
technische Details und Umsetzung
Michael Fendt
(Tel.: 0821/324-6870),
fachliche Betreuung
Benedikt Unger
(Tel.: 0821/324-6858).
Bisher haben fünf IRB-Städte die Datenfreigabe und die
zugehörigen Geometrien für die App übermittelt. Dieser
Städte wurden bereits in die App aufgenommen. Basie-
Verbund Kommunales Statistisches
Informationssystem –
KOSIS-Verbund
Vorsitzender: Wolf Schäfer
Stadt Nürnberg
Amt für Stadtforschung und Statistik
für Nürnberg und Fürth
Unschlittplatz 7a
90403 Nürnberg
Tel. +49(0)911 231-2840
Fax +49(0)911 231-2844
E-Mail: kosis@stadt.nuernberg.de
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09.-11.06.2015
09./10.07.2015
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