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Programm
Trauma und Entwicklung – Traumata in den
Entwicklungsstufen des Kindes und altersspezifische
notfallpädagogische Interventionsansätze
Notfallpädagogische Jahrestagung 2015
10.–12.04.2015, Parzival Schulzentrum, Parzivalstr. 1 , Karlsruhe
www.freunde-waldorf.de
Liebe Teilnehmerinnen, liebe Teilnehmer,
wir freuen uns, dass Sie an unserer vierten notfallpädagogischen
Jahrestagung in Karlsruhe teilnehmen.
Unter dem Motto Trauma und Entwicklung. Traumata in den
Entwicklungsstufen des Kindes und notfallpädagogische
Interventionsansätze legen wir in diesem Jahr den Fokus auf die
altersspezifischen Symptome traumatischer Erfahrungen und
geben Werkzeuge an die Hand, wie diesen Symptomen altersgerecht begegnet werden kann. Wir nähern uns daher der Thematik
aus unterschiedlichen Blickwinkeln und laden Sie ein, in den
ange­botenen Workshops praxisnahe Erfahrungen zu sammeln.
Wir freuen uns, dass wir die diesjährige Tagung in Zusammenarbeit
mit der Medizinischen Sektion am Goetheanum in
Dornach durchführen können und der Berufsverband für Anthroposophische Kunsttherapie e.V.
Fortbildungspunkte für Tagung vergibt.
Ihnen viel Freude und viele anregende Gespräche.
Herzlich Ihr,
Bernd Ruf und Lukas Mall
Zeit
Freitag 10.04.2015
Samstag 11.04.2015
08.00
09.00
Vortrag: Traumata im S
Georg Soldner (Kinderarz
09.15
10.45
Workshops
11.15
12.30
13.00
14.30
Anreise
Einführung: Notfallpädagogik für Interessierte
Kristina Wojtanowski und Lukas Mall (Koordination
Notfallpädagogik)
Workshops
Pause
16.00
16.30
18.00
19.30
Konferenzeröffnung: Traumata und Entwicklung
Bernd Ruf (Sonderpädagoge, Geschäftsführender
Vorstand Freunde der Erziehungskunst)
Gastvortrag: Psychosozi
bei Kindern und Jugendli
Ereignissen
Dipl.-Psych. Thomas Web
Abendessen
Vortrag : Three wars in six years: Psychosocial support
interventions for Palestinian children in the Gaza Strip
Reem Abu Jaber Gaza Streifen (Direktorin Nawa Centre for
Culture and Arts, Gaza Streifen)
Vortrag: Trauma im zw
transgenerationelle Wei
Dr. phil. psych. Henriette
Koordination anthroposo
der Medizinischen Sektion
Sonntag 12.04.2015
Frühstück
Anfangskreis
Säuglings- und Kindesalter
zt München)
Vortrag:Traumata im Jugendalter
Dr. med. Christian Schopper (Psychiater, Psychotherapeut, Chefarzt
der psychosomatischen Fachklinik Sonneneck, Badenweiler)
Pause
Workshops
Abschluss der Tagung
Bernd Ruf
Mittagessen
ziale Notfallversorgung
ichen nach trauma­tischen
ber
weiten Jahrsiebt und die
itergabe
e Dekkers (Internationale
ophische Psychotherapie an
n Dornach)
vorträge
Trauma und Entwicklung: wie sehen die Auswirkungen
von Traumatisierungen auf die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Kinder aus und was kann getan werden.
Bernd Ruf
Als Sonder- und Waldorfpädagoge ist
Bernd Ruf sowohl Mitbegründer der Freien
Waldorfschule Karlsruhe als auch Mitbe­
gründer und Schulleiter des Parzival-Kompetenzzentrums für Bildung. Neben seiner
internationalen Vortrags- und Seminartätigkeit engagiert er sich seit 1993 in verschiedenen Gremien und Organisationen zur
Förderung der Waldorfpädagogik. Außerdem ist er seit 1987 geschäftsführender Vorstand der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners
e.V. 2006 kam mit dem Aufbau und der Leitung notfallpädagogischer
Kriseninterventionen in Kriegs- und Katastrophenregionen ein
weiteres Aufgabengebiet hinzu.
2
Freitag, den 10.04.2015, 16.30 –18.00 Uhr
Traumata und Entwicklung
Wie Traumata zu Entwicklungsstörungen führen und wie die Waldorfpädagogik als Notfallpädagogik helfen kann
Traumata fixieren den Menschen in der Vergangenheit und
verstellen seine Zukunftsperspektiven. Entwicklungsprozesse
werden nach­haltig gestört. Reifungs- und Entwicklungsverzögerungen sowie -verzerrungen sind die Folge. Ausgehend von der
anthroposophischen Entwicklungspsychologie sollen die spezifischen Traumafolgen in den verschiedenen Entwicklungsstadien von
Kindern und Jugendlichen dargestellt und hilfreiche notfall- und
traumapädagogische Interventionsansätze aufgezeigt werden.
3
Reem Abu Jaber
Reem Abu Jaber ist Partnerin der Notfallpädagogik in Gaza. Als Direktorin des Qattan
Centre for the Child (A.M. Qattan Foundation)
hat sie zwölf Jahre eines der größten Bibliotheks- und Kulturzentren in Gaza geleitet
sowie viele Jahre für UNRWA gearbeitet und
unterschiedliche Organisationen im Gazastreifen und in Frankreich beraten.
Aktuell baut sie die Nawa for Culture and Arts Association auf, die
sich um benachteiligte Kinder und Familien in ländlichen Gegenden
von Gaza kümmert und Fortbildungen im Bereich der Kinder- und
Jugendarbeit für Experten anbietet.
4
Freitag, den 10.04.2015, 19.30 – 21.00 Uhr
Three wars in six years: Psychosocial support
for Palestinian children in the Gaza Strip
Reem Abu Jaber berichtet über die notfallpädagogische Arbeit im
Gazastreifen und erläutert, wie notfallpädagogische Methoden
basierend auf der Waldorfpädagogik Rudolf Steiners für traumati­
sierte Kinder im Gazastreifen genutzt werden können.
5
Georg Soldner
Nach seinem Zivildienst in einer Psychiatrie
absolvierte Georg Soldner sein Medizinstudium, auf welches ein Studium der Anthroposophischen Medizin und Homöopathie
folgte. 1991-1994 leitete er die Sprechstunde
für Naturheilverfahren an der Kinderklinik
der Technischen Universität München,
danach gründete er eine Praxisgemeinschaft
mit Markus Sommer und Andreas Korselt. Seit 1990 ist er fortwährend Mitglied in verschiedenen Gremien zur Förderung Anthroposophischer Medizin.
6
Samstag, den 11.04.2015, 09.15–10.45 Uhr
Traumata im Säuglings- und Kindesalter
In Schwangerschaft und früher Kindheit lebt das Kind normaler Weise
in enger Verbundenheit mit seiner Mutter/ seinen Eltern. Traumati­
sierungen in diesem Alter sind oft nicht zu trennen von entsprechenden
Erfahrungen, Erlebnissen, aber auch Verhaltensweisen der Eltern und
prägen sich besonders tief in die Leiblichkeit des Kindes ein. Wie
können wir entsprechende Störungen der kindlichen Entwicklung
erkennen, verstehen, behandeln? Der Vortrag versucht aus kinderärztlicher Perspektive zu einer Antwort auf diese Fragen beizutragen.
7
Thomas Weber
Dipl.-Psych. Thomas Weber ist sowohl
Geschäftsführer des Zentrums für Traumaund Konfliktmanagement (ZTK) als auch Leiter
der mittelfristigen psychologischen Nachsorge
nach den Amokläufen von Winnenden und
Emsdetten für den gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Er entwickelte ein interdisziplinäres Konzept der mittelfristigen Nachsorge
für Gewalt- und Unfallopfer. Des Weiteren betreut er eine Hilfsorganisation weltweit im Bereich Stressmanagement und Nachsorge nach
traumatischen Erfahrungen.
8
Samstag, den 11.04.2015, 16.30–18.00 Uhr
Psychosoziale Notfallversorgung
bei Kindern und Jugendlichen nach
traumatischen Ereignissen
Traumatisierende Ereignisse wie zwischenmenschliche Gewalt,
Unfälle und Naturkatastrophen ereignen sich plötzlich und unerwartet. In diesem Moment scheint für Betroffene die Zeit still zu stehen,
alles scheint durcheinander, nichts normal. Entsprechend dominieren bei Betroffenen Gefühle der Angst, Ohnmacht und Hilflosigkeit.
Das Sicherheitsgefühl geht verloren. Oftmals werden insbesondere
beim Umgang mit Kindern und Jugendlichen die Gefühle der
Ohnmacht und Hilflosigkeit auf die Helfer übertragen. Der Vortrag
gibt Hinweise, wie Betroffene und Helfer jeweils mit der eignen
Hilflosigkeit umgehen können.
9
Dr. phil. psych. Henriette Dekkers
Jurastudium, leitende Juristin, klinisches
Psychologiestudium in den Niederlanden.
Schwerpunkt: Persönlichkeits- und
Entwicklungsstörungen, Psycho-Analyse,
Ecclestische Psychotherapie und Psychiatrie.
Als psychologische Psychotherapeutin
in unterschiedlichen u.a. anthroposophischen
Einrichtungen tätig. Supervisions-, Vor­trags- und Unterrichts-Tätigkeiten im In- und Ausland. Fortbildungstätigkeiten im Rahmen der Internationalen Koordination der Medi­
zinischen Sektion am Goetheanum.
10
Samstag, den 11.04.2015, 19.30–21.00 Uhr
Trauma im zweiten Jahrsiebt und die transgenerationelle Weitergabe
Themen und Fragen des Vortrags:
Das Schulalter als Auffassungsorgan für die soziale Prägung. Das
rhythmische System als Quelle des moralischen Gewissens.
Die Physiologie und die Reifung des rhythmischen Systems aus der
Perspektive der Entwicklung der Brustmuskulatur. Wie sich emo­
tionale Beängstigung und Gewalt in diese Brustmuskulatur hineinwebt. Zeichen und Symptome der frühkindlichen Depression.
Transgenerationelle Weitergabe der Traumatisierung im zweiten
Jahrsiebt. Wie Opfer zu Täter werden. Anthroposophische Gesichtspunkte aus dem sog. „Votum zur Psychiatrie“ Rudolf Steiners.
11
Dr. med. Christian Schopper, Zürich
Nach seinem Medizinstudium in Tübingen
absolvierte Dr. med. Christian Schopper die
Facharztausbildung in Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Von 1994 bis heute
übernahm er verschiedene leitende Funktionen
im Bereich der Psychologie und Neuromedizin.
Er hat einen Lehrauftrag für Anthroposophische
Medizin an der Universität Zürich im Referat
Naturheilkunde. Neben seiner ausgedehnten Publikations- und
Vortragstätigkeit im In- und Ausland begleitete er einen notfallpädagogischen Einsatz der Freunde der Erziehungskunst im Gazastreifen.
12
Sonntag, den 12.04.2015, 9.15–10.45 Uhr
Traumata im Jugendalter
Das Kinder - und Jugendalter und insbesondere die Zeit des 2. und 3
Jahrsiebtes sind bezüglich Traumata Risikoperioden. Es besteht zum einen
eine besondere Vulnerabilität, zum anderen jedoch auch die Möglichkeit
der Veranlagung lebenslanger Resilienz. Mit beiden Phänomenen werden
wir uns im Vortrag und in den Arbeitsgruppe beschäftigen.
13
Workshops
Im gemeinsamen Arbeiten Annäherungen in unterschied­­lichen
Bereichen an das Tagungsthema durch Ihre Fragen, Gedanken
und Ihr Tun finden – das wüschen wir uns von den Workshops.
15
Traumapädagogin Minka Görzel-Straube
Minka Görzel-Straube ist Waldorflehrerin,
Traumapädagogin, Heilpraktikerin für
Psychotherapie, Poesie- und Tanztherapeutin.
Sie hat bislang an 16 Auslandseinsätzen
der Freunde der Erziehungskunst
teilgenommen.
16
Raum: 8 KSS
Bewegung zur Lösung innerer Blockaden
In diesem Workshop werden die Grundlagen der Traumapädagogik
vertieft. Traumapädagogik ist Pädagogik mit gezielter Anwendung
selektiver pädagogischer Elemente, wodurch der therapeutische Aspekt
verstärkt wird. Vertieft wird das Thema anhand der Wirkung des
Spielens. In diesem Workshop wird viel gespielt.
17
Arzt und Ausbilder Martin Straube
Martin Straube ist seit 30 Jahren als anthropo­
sophischer Arzt in verschiedenen Zusammenhängen tätig, u. a. als Schularzt und als
Ausbilder von HeilpädagogInnen und heilpädagogischen LehrerInnen. Die Behandlung
traumatisierter Menschen ist ein Schwerpunkt
seiner Arbeit. Insgesamt hat er drei notfallpädagogische Einsätze unterstützt (Gaza, Philippinen).
18
Raum: Klasse 9 e
Der Rhythmus
Die Bedeutung des Rhythmus, die Zerstörung des Rhythmus im Trauma
und der Wiederaufbau des Rhythmus durch Traumapädagogik
Rhythmus ist ein fragiles System und leicht zu zerstören. Aber
im Rhythmus liegen die Quellen der Kraft, der Anpassungsfähigkeit
und der Gesundheit. In der Traumaarbeit kommt dem Aufbau der
Rhythmen eine herausragende Bedeutung zu. In dem Workshop wird
die Bedeutung von Rhythmus im traumatischen Kontext diskutiert
und durch praktische Übungen ergänzt werden.
19
Anna Holz
Anna Holz studierte Theaterpädagogik (FH) in
Lingen, Sie ist Zirkus-und Erlebnispädagogin.
Zirkus-und Spielpädagogik sind Ihre Steckenpferde
womit Sie in ihrer freiberuflichen Tätigkeit mit
diversen Zielgruppen gearbeitet hat, u.a. in Namibia
und mit der Notfallpädagogik zwei Mal auf den
Philippinen.
Seit 2011 ist Sie bei den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners
e.V. im Bereich der Freiwilligendienste in Deutschland tätig.
Katharina Kraul
Katharina Kraul studierte Schauspiel an der
Akademie für darstellende Kunst Ulm. Seit über
acht Jahren ist sie als Zirkuspädagogin tätig, unter
anderem in internationalen Projekten in Polen,
Argentinien und Guatemala. Im Jahr 2014 nahm sie
an drei notfallpädagogischen Einsätzen der Freunde
der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. teil.
20
Raum: Spielturnen
Erlebnispädagogik
„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch
ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
Das Spielen ist ein wesentliches Element aus der Erlebnispädagogik –
im Workshop werden wir Spielen – Spielen – Spielen. Die Spiele
reichen von kurzen Energizern – New Games – Vertrauensspielen bis
zu kleinen Kooperationsspielen. Primär möchten wir aus dem Erleben
Bezüge zur Menschenkunde, zur Arbeit mit verschiedenen Altersgruppen und zur Traumapädagogik herstellen. Auszüge aus der Spieldidaktik und Spielpädagogik runden den Workshop ab.
21
Kunsttherapeut Kristian Stähle-Ario
Kristian Stähle-Ario absolvierte eine Ausbildung
zum Maler und Lackierer. Nach seiner Tätigkeit an der Klinik Öschelbronn auf der
Pflegestation absolvierte er ein Studium der
Kunsttherapie an der FH Ottersberg Seit 1994
ist er an der Freien Kulturschule e.V. in
Karlsruhe tätig und seit 2005 unter anderem als
Kunsttherapeut am Parzival Zentrum in
Karlsruhe. Er ist Mitglied im BVAKT (Berufsverband für anthroposophische Kunsttherapie) und nahm an drei Einsätze der Freunde der
Erziehungskunst im Gazastreifen teil.
22
Raum: Klasse 7 e
Aspekte des plastischen Gestaltens
Die vier basalen Sinne sind bei einem traumatisierten Menschen belastet.
Plastizieren ist Gestalten nach Gesetzen des Physischen und mit Kräften
des ätherischen Leibes. Schockwirkungen können durch Plastizieren
erkannt und behandelt werden. Im Workshop werden wir zu den vier
unteren Sinnen arbeiten und Übungen, die sich daraus ergeben, erfahren
und erleben. Dabei fließen Erfahrungen aus den Notfalleinsätzen mit ein.
23
Kuntstherapeutin Heidi Wolf
Heidi Wolf arbeitet seit 2006 als Kunstthera­
peutin und Lehrerin am Parzival-Schulzentrum,
Karlsruhe. Seit 2009 nimmt sie regelmäßig an
den notfallpädagogischen Einsätzen der Freunde
der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. teil.
24
Raum: 7 KSS
Formenzeichnen
Bewegen – Innehalten – Lösen mit Formenzeichnen und Wasserfarbenmalen. Der Workshop bietet außerdem Raum für Berichte und
Erfahrungen der vergangenen notfallpädagogischen Einsätze und für
Austausch über das kunsttherapeutische Instrumentarium.
25
Waldorfkindergärtnerin Zoe Besand
Zoe Besand studierte Grundschulpädagogik und
arbeitete im Waldorfkindergarten in Berlin
Kreuzberg. Seit Sommer 2014 ist sie in der Krippe
am Parzivalzentrum Karlsruhe beschäftigt. Sie
hat an zwei notfallpädagogischen Einsätzen in
Kurdistan-Irak teilgenommen.
Waldorfkindergärtnerin Sabine Romero
Sabine Romero ist seit 1992 Waldorfpädagogin
mit unterschiedlichen Erfahrungen im Krippenund Waldorfkindergartenbereich. Seit November
2013 hat Sie an drei notfallpädagogischen
Einsätzen der Freunde der Erziehungskunst
Rudolf Steiners e.V. auf den Philippinen teilgenommen.
26
Raum: Kinderhaus
Kleinkindpädagogik
Wie kann ich Kinder verstehen, die in einer Kultur leben, die mir fremd
ist? Wie spreche ich mit Kindern, deren Sprache ich nicht mächtig bin
und wie begegne ich einem Kind, das Unfassbares erlebt haben muss?
Diesen und anderen Fragen werden wir in dem Workshop auf den Grund
gehen. Wir nehmen die Teilnehmenden mit auf eine Reise in verschiedene Krisengebiete und erarbeiten gemeinsam Grundlagen, wie traumatisierten Kleinkindern mit den Methoden der Waldorfpädagogik geholfen
und heilsame Freude gebracht werden kann. Theorie und Praxis
wechseln sich ab.
27
Dr. phil. psych. A. Henriette Dekkers-Appel
Henriette Dekkers-Appel, Jurastudium, leitende
Juristin, klinisches Psychologiestudium in den Niederlanden. Schwerpunkt: Persönlichkeits- und Entwicklungsstörungen, Psycho-Analyse, Ecclestische
Psychotherapie und Psychiatrie. Als psychologische
Psychotherapeutin in unterschiedlichen u.a. anthroposophischen Einrichtungen. Supervisions-, Vortragsund Unterrichts-Tätigkeiten im In- und Ausland. Fortbildungstätigkeiten im
Rahmen der Internationalen Koordination der Medizinischen Sektion
am Goetheanum.
Dr. phil. psych. Ad Dekkers
Ad Dekkers ist Psychologe und Psychotherapeut in
Privatpraxis. Internationale Ausbildungen auf dem
Gebiet der anthroposophischen Psychotherapie.
Koordinator der niederländischen Ausbildung für
anthroposophische Psychotherapie. In der Psychiatrie
tätig seit 1969. 1990-2003 Mitarbeiter an der Bernard
Lievegoed Klinik, Holland. Besonderes Interesse an
psychotherapeutisch-methodischen Fragestellungen. Behandlungsspezialgebiet: Sektenopfer. Momentan Internationaler Koordinator der Anthroposophischen Psychotherapie an der Medizinischen Sektion am Goetheanum.
28
Raum: 8 b
Trauma im zweiten Jahrsiebt und die trans­
generationelle Weitergabe
Vertiefung der Vortragsthemen
1. Das Schulalter als Auffassungsorgan für die soziale Prägung. Das
rhythmische System als Quelle des moralischen Gewissens.
2. Die Physiologie und die Reifung des rhythmischen Systems aus der
Perspektive der Entwicklung der Brustmuskulatur. Wie sich emotionale
Beängstigung und Gewalt in diese Brustmuskulatur hinein webt.
Zeichen und Symptome der frühkindlichen Depression.
3. Transgenerationelle Weitergabe der Traumatisierung im zweiten
Jahrsiebt. Wie Opfer zu Täter werden. Anthroposophische Gesichtspunkte aus dem sogenannten „Votum zur Psychiatrie“ Rudolf Steiners.
29
Dr. med. Christian Schopper, Zürich
Nach seinem Medizinstudium in Tübingen
absolvierte Dr. med. Christian Schopper die
Facharztausbildung in Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Von 1994 bis heute
übernahm er verschiedene leitende Funktionen
im Bereich der Psychologie und Neuromedizin.
Er hat einen Lehrauftrag für Anthroposophische
Medizin an der Universität Zürich im Referat
Naturheilkunde. Neben seiner ausgedehnten Publikations- und
Vortragstätigkeit im In- und Ausland begleitete er einen notfallpädagogischen Einsatz der Freunde der Erziehungskunst im Gazastreifen.
30
Raum: 8 a
Traumata im Jugendalter
Das Kinder - und Jugendalter und insbesondere die Zeit des 2. und 3
Jahrsiebtes sind bezüglich Traumata Risikoperioden. Es besteht zum einen
eine besondere Vulnerabilität, zum anderen jedoch auch die Möglichkeit
der Veranlagung lebenslanger Resilienz. Mit beiden Phänomenen werden
wir uns im Vortrag und in den Arbeitsgruppe beschäftigen.
31
Friedhelm Klose
Friedhelm Klose war Mitglied mehrerer Bühnengruppen in den 1990er Jahren. Als Waldorf­
pädagoge und Eurythmielehrer ist er seit 1994
tätig. Nach Fortbildungen in Den Haag und
Ägypten in Sozialeurythmie oder Eurythmie im
Arbeitsleben, ist er nebenberuflich immer wieder
tätig im Management Coaching und Mentoring.
Er gab Gastepochen auf den Philippinen und
beteiligte sich an notfallpädagogischen Einsätzen der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners. Er lebt und arbeitet zurzeit in der Schweiz.
32
Raum: Kinderhaus Eurythmieraum
Eurythmie
Wie kann Eurythmie dem traumatisierten Menschen helfen sich in
seiner Mitte wiederzufinden, zu harmonisieren und regenerieren und
dann wieder eine sinnvolle, vertrauensvolle Beziehung zu seiner
Umwelt einzugehen? Diese Fragen sollen im Hintergrund des Workshops stehen.
33
Dr. Tankred Stöbe, Vorstandsvorsitzender
von Ärzte ohne Grenzen
Dr. Tankred Stöbe war 2002 als Arzt in Thailand/
Myanmar zum ersten Mal mit Ärzte ohne
Grenzen tätig. Er gehört er seit 2004 dem
Vorstand von Ärzte ohne Grenzen Deutschland
an und ist seit 2007 Präsident der Deutschen
Sektion. Er arbeitet als Spezialist für Innere- und
Intensivmedizin am Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Weitere Einsätze mit Ärzte
ohne Grenzen führten ihn nach Nepal, Liberia, Indonesien, Palästina,
Sudan, Pakistan, Somalia, Syrien, Irak, Philippinen und Westafrika.
34
Sonntag, Raum: 6 KSS
Seelische Traumatisierung durch tödliche
Ebola-Infektion: Auch dafür gibt es keine Impfung
Über ein Jahr wütet die tödliche Epidemie bereits und erfasste alle
Strukturen in den drei am stärksten betroffenen westafrikanischen
Ländern: Die Patienten selbst, ihr familiäres Lebensumfeld aber auch die
gesamte soziale Infrastruktur. Wie gehen die Betroffen damit um, wie
die Familien? Was kann humanitäre Hilfe leisten? Welche Aufgaben
stehen jetzt zur Bewältigung an?
35
IMPRESSUM
Freunde der Erziehungskunst
Rudolf Steiners e.V.
Abteilung Notfallpädagogik
Neisser Str. 10
76139 Karlsruhe
Tel. +49 (0) 721-354806-155
E-Mail: notfallpaedagogik@freunde-waldorf.de
Layout: Viktoria Holzheimer
E-Mail: info@holzheimerdesign.de
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