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Grünes Licht für Rinderstall - BI-Buchholz

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Kreisverwaltung genehmigt Bauvorhaben / Initiative kündigt Widerstand an
Grünes Licht für Rinderstall
17.10.2014
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© Wieters
Buchholz - Von Jens Wieters. Alle Proteste der Buchholzer Bürgerinitiative gegen den
geplanten Aufzuchtstall für mehr als 1000 Rinder unmittelbar vor ihrer Haustür haben
offenbar nichts genützt. Im Rotenburger Kreistag wurde vom Kreisrat Torsten Lühring
gestern bekannt gegeben, dass die Verwaltung das Bauvorhaben des Kükenmoorers Onno
Bremer genehmigt habe.
„Das ist schon ein dickes Ding“, schimpfen Hildegard und Gerd Ehlers von der Buchholzer
Initiative. Sie kündigen an, dass der „Widerstand selbstverständlich aufrecht erhalten bleibt“
und alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft würden, um den Stall zu verhindern. „Als
erstes werden wir natürlich Widerspruch gegen die Genehmigung einlegen“, so Hildegard
Ehlers.
Und sie steht natürlich nicht alleine da. „Wir haben vier Wochen Zeit, um entsprechend aktiv
zu werden“, sagt Bärbel Steinkamp-Bittrich, eine von den rund 15 Gegnern der RinderstallBaupläne. „Wir wollen vor allem Akteneinsicht, die uns bisher verweigert wurde“, so
Steinkamp-Bittrich, die davon ausgeht, dass ihre Widersprüche aufschiebende Wirkung
haben. Eines sei jedenfalls klar: „Unser Widerstand wird nicht erlahmen, sondern wir werden
alle Hebel in Bewegung setzen, um dieses Vorhaben zu verhindern.“
Eine engagierte Mitstreiterin haben die Buchholzer offenbar auch innerhalb der CDUFraktion des Kreistags gefunden, denn die Kirchwalsederin Dr. Gabriele Hornhardt übte
gestern harsche Kritik an der Verfahrensweise der Genehmigung.
Dabei ging es vor allem um ein Gutachten, das vom Landkreis auf Drängen Hornhardts in
Auftrag gegeben wurde. Die Kirchwalsederin kritisierte unter anderem, dass dem Gutachter
Knut Haverkamp nicht die gesamte Verfahrensakte mit dem Ergänzungsgutachten des
Antragstellers, nach dem die Anlage zulässig sei, übersandt wurde.
„Das beantragte Vorhaben bewegt sich nach meinen Informationen aufgrund seiner Größe
schon jetzt am Rande des immissionsschutzrechtlich Erlaubten. Daher ist entscheidend für die
Genehmigung, ob es in Buchholz eine Vorbelastung durch landwirtschaftliche Betriebe gibt“,
so Hornhardt gestern. So habe der Gutachter festgestellt, dass „die Geruchszusatzbelastung
der beantragten Anlage nicht irrelevant im Sinne der Geruchsimmissionsrichtlinie“ sei.
Laut Hornhardt steht die Verwaltung auf dem Standpunkt, dass eine weitere Prüfung aufgrund
der Abstände nicht gefordert werden dürfte. „Wo bitte steht, dass der Abstand das maßgeblich
Kriterium ist? Entscheidende Parameter sind die Größe der Anlagen, die Windrichtung und
die Beschaffenheit des Geländes“, so Hornhardt, der auch klar ist, dass der Antragsteller einen
Rechtsanspruch auf den Bau hat, wenn der Stall zulässig ist. „Diese Frage ist aber aus meiner
Sicht nicht abschließend beantwortet worden.“
Hornhardt will sich jetzt schriftlich an alle Kreistagspolitiker wenden, um die Akten in die
Hände zu bekommen. Das ist bei einzelnen Mitgliedern nämlich nur möglich, wenn ein
Viertel der Abgeordneten oder eine Fraktion oder Gruppe dies verlangt. Der CDU-Frau stößt
auch sauer auf, dass „Entwicklungen der landwirtschaftlichen Betriebe in Buchholz und eine
bauliche Vergrößerung der Ortschaft selbst nicht mehr möglich sind, wenn die Anlage erstmal
steht“.
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Bildung
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