close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

2014 über mein Schaffen. - Licht + Raum idee Iwan Zurfluh

EinbettenHerunterladen
SPIELRAUM
2
3
1
4
5
6
1_Seit 18 Jahren erfolgreicher Lichtgestalter:
Iwan Zurfluh. 2 + 3_Mit der Pendelleuchte
«Parallel» lancierte er vor zehn Jahren sein
erstes Produkt auf dem Markt, das auch heute
noch erhältlich ist. 4 + 5_Zu seinen Arbeiten
zählen nicht nur Neuentwürfe, sondern
auch Umbauten. Der Kronleuchter, vormals
nur als dekoratives Objekt im Raum, wurde
mit LED-Platinen ausgestattet und kann
nun auch tatsächlich als Lichtquelle genutzt
werden. 6_Die Leuchten von Iwan Zurfluh
werden betriebsbereit geliefert. Die Stehleuchte «Cavus» überzeugt mit Halogenlicht. Leuchtenexperte Iwan Zurfluh arbeitet gern allein. Einzig Werkzeug, Zeichenstift und seine Gedanken sind in seinem
Atelier willkommen. Manchmal lässt er die Kunden aber auch über seine Schulter schauen und live dabei sein, wenn
ihnen «ihr» Licht aufgeht.
von Katrin Montiegel
«Ich bin Lichtbauer, nicht Leuchtenbauer», erklärt Iwan Zurfluh,
beim Besuch in seinem Werksatt-Atelier in Baar. Draussen ist es
grau und trübe, also das perfekte Wetter, um sich über Licht und
Leuchten zu unterhalten. Sein Atelier spiegelt die essentielle und
perfektionierte Nutzbarmachung seiner Lichtkonzepte wider: aufgeräumt, übersichtlich, auf das Wesentliche reduziert. «Zuerst kommt
für mich die Lichtkomponente, dann die Designkomponente – form
follows function, ganz klassisch». Das Bedürfnis nach optimaler und
insbesondere individueller Problemlösung zieht sich als roter Faden
durch sein Berufsleben. Nach einer Schreinerlehre spezialisierte er
sich auf Messebau, wo sein Interesse für Licht geweckt wurde. Im
Anschluss daran absolvierte er noch eine kaufmännische Ausbildung
und startete dann in die Selbstständigkeit. Um sein Know-how weiter
zu vertiefen, absolvierte er parallel zur täglichen Arbeit, einen der
ersten ZHAW Nachdiplomkurse für professionelle Lichtgestaltung in
der Architektur, den er erfolgreich abschloss.
36
Raum und Wohnen 10/14
Her mit dem Problem
«Ich liebe es, Probleme zu lösen, technische und gestalterische», so
Iwan Zurfluh, «in der Regel folge ich dem Prinzip, ‹ich weiss noch
nicht im Detail, wie ich´s mache, aber ich weiss, dass ich´s kann›».
Darin besteht auch der Vorteil seines Einmannbetriebes. Jahrelange
Erfahrung und die Möglichkeit, in seiner Werkstatt viel selbst auszuprobieren, zu testen und schliesslich zu produzieren, ermöglichen
eine optimale Entwicklung von Lichtkonzepten. «Deshalb heisst mein
Unternehmen auch ‹Licht + RaumIDEE›». Individualisierung von Licht
sei ein immer grösseres Thema und darüber hinaus auch effektiver
für Produktion und Kunden. «Natürlich muss man in meiner Situation
auch abwägen, wann es sinnvoll ist, einen Entwurf nach der Entwicklung
ausserhalb in Produktion zu geben, aber in der Regel fertige ich alles,
was möglich ist, selbst in meiner Werkstatt.» Ungefähr zwei Jahre hat
er an seinem ersten Entwurf getüftelt: «Parallel» ist eine Pendelleuchte mit Halogenlicht, blendfrei und dimmbar. «LED ist keinesfalls
die Antwort auf alle Fragen, es muss im Einzelfall entschieden werden,
welche Technik die effizienteste und nachhaltigste ist.» Auch das sei
ein Vorteil seines Solistentums, sich die Zeit nehmen, den individuellen Anforderungen jeder einzelnen Beleuchtungssituation gerecht zu
werden. Nicht ohne Grund hält sich «Parallel» seit über zehn Jahren
erfolgreich auf dem Markt. «Die Raumgestaltung übernehmen Möbel
und Accessoires, Leuchten halten sich im Hintergrund und schaffen
mit ihrem Lichteinfluss die perfekten Rahmenbedingungen für ungestörtes Wohlfühlen.»
Entscheidender Schritt zurück
Mit seiner eindeutigen Gewichtung auf die Technik nimmt sich Iwan
Zurfluh auch bewusst einen Schritt zurück vom oftmals schnell und
inflationär gebrauchten Begriff des Designers. «Die Frage ist, welches
Licht möchte ich wo und in welcher Qualität.» Wenn dies technisch
gelöst worden ist, widmet er sich sozusagen der Verpackung, die
letztlich zwar ebenfalls Teil des Ganzen, aber eben nur sekundär
wichtig ist. Seine Modelle sind daher auch sehr klar und geradlinig,
weniger organisch, schon gar nicht opulent verschnörkelt. «Nicht die
Leuchte selbst soll ins richtige Licht gesetzt werden, sondern das
beleuchtete Objekt.»
w w w.iwanzurfluh.ch
Leserdienst127
Das perfekt Solo
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
6
Dateigröße
172 KB
Tags
1/--Seiten
melden