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ISL-TagungAnlageWorkshops - Gender Studies

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YOUNG DISABILITY PRIDE: 7.- 8. November 2014 in Berlin
Humboldt-Universität, Campus am Hegelplatz, Dorotheenstr. 24, 10117
Berlin, (U/S Friedrichstraße)
Beschreibung zu den Workshops
Wir haben sechs Workshops für euch vorbereitet. Hier findet ihr die genaue
Beschreibung zu den Workshops:
Workshop 1: Yoga - "Ohne Widerstand im Lebensfluss"
Zunächst werden wir in einem Gespräch die alltäglichen individuellen Stressfaktoren
der Teilnehmer und Teilnehmerinnen feststellen und dann Techniken auf der
Grundlage des Yoga erarbeiten, um diese auflösen zu können. Stressfaktoren müssen
nicht zu Hilflosigkeit und Überforderung führen, denn wir haben unser Leben in der
Hand.
Dies erfolgt über Atemtechniken, Meditation und Energiearbeit. Auch Ernährung und
ayurvedische Prinzipien finden Erwähnung, um die alltägliche Stresstoleranz zu
erweitern. Zum Abschluss werde ich zu einer Chakrameditation einladen, bei der alle
staunend durch ihren eigenen Körper reisen.
Workshop für Menschen mit und ohne Behinderungen
Workshopleitung: Carolin Hartmann
Diplomstudium der Juristerei, heute freie Yoga-Lehrerin in Berlin, aufgrund einer
diagnostizierten neurologischen Erkrankung auf den Rollstuhl angewiesen
Workshop 2: Stolz und Behinderung
Da saß sie nun so stolz, als ob sie in einer Staatskutsche führe…
„dummer Knirps“, sagte der Prinz ganz stolz, „das brauchst du nicht zu wissen!“…
Seine Wangen brannten vor Zorn über die stolze Prinzessin… „wir sind ganz stolz auf
uns, weil wir einen richtig guten Job gemacht haben!“…
Stolz hat verschiedene Gesichter, aber was ist Stolz wirklich? Ein Lebensgefühl? Eine
Haltung? Etwas Verbotenes? Und was hat Stolz mit Behinderung zu tun?
-2Wir machen uns auf die Suche nach dem Stolz. Auf die Behinderung eingehend
probieren wir spielerisch unterschiedliche Möglichkeiten aus wie sich Stolz anfühlt,
wie er aussieht und wie er sich anhört. Wir experimentieren mit verschiedenen
Materialien und machen den Stolz sichtbar. Wir geben ihm eine Form, eine Gestalt
und machen ihn greifbar, begreifbar.
Workshopleitung: Nati Radtke, kreative Kunst- und Leibtherapeutin,
www.natiradtke.de
Workshop 3: Gemeinsam recherchieren für den Deaf-Atlas Gebärdensprache und Gehörlosenpolitik
Weltweit leben mehrere Millionen Menschen, die aufgrund ihrer Hörbeeinträchtigung
eine Gebärdensprache als ihre erste Sprache benutzen. Sie bilden mit anderen
Menschen in der gleichen Situation Gemeinschaften, die eine Sprache, eine Tradition
und eine Kultur teilen. Das online Projekt Deaf-Atlas sammelt Informationen über die
visuellen Sprachen, die Geschichte und die Ausbildungschancen der gehörlosen
GebärdensprachbenutzerInnen in jedem Land der Erde.
Im Workshop werden wir gemeinsam drei aktuelle Themen der deutschen
Gehörlosenpolitik kennenlernen und diskutieren. Die Schlussfolgerungen des
Workshops werden als Grundlage für den Deaf-Atlas-Artikel über die Gehörlosen in
Deutschland benutzt. Wir werden Antworten suchen auf die Fragen:
• Welche Ausbildungswege gibt es für gehörlose Menschen und sind sie aktuell
gefährdet?
• Was braucht Barrierefreiheit für gehörlose Menschen?
• Was bedeuten pränatale Untersuchungen und neueste Hörprothesen-Technik für
die Gehörlosenkultur?
Workshop für Menschen mit und ohne Hörbeeinträchtigung (in DGS gedolmetscht)
Workshopsleitung: Dr. Alejandro Oviedo (Venezuela, 1966), Gebärdensprachlinguist, Initiator des Deaf-Atlas (http://www.deaf-atlas.org/). Seit 1998 hat er
verschiedene Forschungs- und Aufklärungsprojekte in Bereich Deaf Studies meistens
in spanischsprachigen Raum geleitet.
Workshop 4: Das Leben ist kein langer, ruhiger Fluss!
Ein Empowerment-Workshop
Vor dem Hintergrund ihres Ausbildungsprogramms für Psychiatrieerfahrene mit dem
Namen "EXperienced INvolvement", an dem die beiden DozentInnen ein Jahr selbst
teilgenommen haben, wird der Begriff "Empowerment" gemeinsam thematisiert.
Was bedeutet Empowerment? Welche Hilfesysteme sind bekannt? Hilfe zur
Selbsthilfe in Krisen! Weg von dem defizitären hin zu einer resscource-orientierten
-3Gestaltung des eigenen Lebensweges! Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, in
Kleingruppen und im Plenum selber konkrete Schritte zu formulieren und damit zu
experimentieren.
Uns ist wichtig, zwei Aspekte von Empowerment, nämlich den persönlichbiografischen sowie den sozial-politischen zu verdeutlichen und die Grundlage für
eine selbstbestimmte Teilhabe an der Gesellschaft zu erarbeiten.
Workshop offen für alle Interessierten
Workshopleitung: Susanne Ackers, promovierte Kunsthistorikerin, als Forscherin,
Dozentin und Managerin im Bereich Neue Medien bis 2009 tätig. Heute
Bezugsbegleiterin im Netzwerk integrierte Gesundheitsversorgung Pinel / FID Spandau
und zunehmend skeptisch gegenüber der Entwicklung der „Brave New World“.
Vladimir Bojic , als Musik- und Künstlermanager im elektronischen Musik- und
Eventbereich selbständig gewesen. Heute Heilpraktiker für Psychotherapie, Dozent
und Genesungsbegleiter, unter anderem im Bereich der tiergestützten Therapie, lebt
und arbeitet in Berlin.
Workshop 5: Dem Erfahrungskanon auf der Spur. Ein Forum für
People of Color
Vielleicht hast du das auch schon erlebt: du tauschst dich mit Freund_innen über
Situationen aus, in denen ihr als (nicht-)behinderte, verrückte, kranke Personen of
Color schlecht behandelt werdet. Und auf einmal haben alle deine Freund_innen
sehr, sehr ähnliche Erfahrungen, nur deine scheinen gar nicht mehr zu passen. Was
jetzt? Ich glaube, dass in diesen Momenten etwas Entscheidendes auftaucht: der
Erfahrungskanon.
In diesem Forum für behinderte und nichtbehinderte People of Color möchte ich
gemeinsam mit euch über solche Momente der ähnlichen und/oder ungleichen
Erfahrung sprechen und dazu basteln. Ihr könnt wählen, ob ihr Plakate malen,
Fühlschachteln ausstatten oder eigene Gedichte und Texte aufnehmen wollt. Was der
Erfahrungskanon ist und was wir als Personen of Color tun können, wenn er uns
schnappt, erfahrt ihr im Workshop.
Workshop für behinderte und nichtbehinderte Personen of Color
Workshopleitung: Christiane Hutson, Hetera of Color, war zwischen 14 und 34
Jahren sichtbar krank. In dieser Zeit hat sie Wissen darüber gesammelt, wie
Behindertenfeindlichkeit/ Ableismus die Erfahrungen von Rassismus erweitert. Und
wie Rassismus die Erfahrungen von Behindertenfeindlichkeit/ Ableismus erweitert.
-4Workshop 6: Behindert und verrückt raus auf die Straße –
Aktivismus im öffentlichen Raum
Du bist genervt von Barrieren, Normen, Ausschlüssen und der „Gesamtsituation“?
Du willst deine Meinung unter viele Leute bringen?
Du willst auf deine Forderungen aufmerksam machen ohne große Reden zu
schwingen?
Oder einfach nur Behinderung und/oder Verrücktheit zum Ausdruck bringen?
Du findest kreative Aktionen auf der Straße super und Demos, Flashmobs, Streetart,
Plakate oder Aufkleber sind genau dein Ding?
Oder hast du noch ganz andere Ideen für Aktionen auf der Straße ?
….dann komm zu unserem Workshop!
Denn wir denken: auch ohne Großdemos kann Einiges bewegt werden! Wir wollen
zusammen Ideen entwickeln, die ihr umsetzen könnt. Außerdem werden wir ein
bisschen etwas zu rechtlichen Rahmenbedingungen erzählen.
Workshop für alle Menschen
Workshopleitung:
Antje Barten, Sven Drebes und Ly* Antwerpen vom „behindert und verrückt feiern“ –
Pride Parade Bündnis (http://www.pride-parade.de/)
ISL e.V., Krantorweg 1, 13503 Berlin, Tel.: 030/4057 1409,
Fax: 030/4057 3685, email: info@isl-ev.de Web: www.isl-ev.de
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