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Erst in den Simulator, dann auf die Gleise - ePaper - Berliner

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SCHÜLER MACHEN MEDIEN
MONTAG, 17. NOVEMBER 2014 | BERLINER MORGENPOST
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Quizmal
19
Die „help!community“ ist eine Internetplattform für junge Menschen, die sich sozial engagieren wollen. Das Netzwerk ist deutschlandweit im Aufbau: „www.help-community.de“.
Der populärste Jungenname war 2013:
Am 19. November ist Welttoilettentag: Er erinnert daran, dass rund 2,5 Milliarden Menschen keinen Zugang
zu Toiletten haben. Das ist ein Riesen-Hygieneproblem. Infos:
„www.unwater.org/worldtoiletday“.
Paul
Maximilian
Ben
Auflösung: www.morgenpost.de/schueler
Schüler machen Medien ist ein Projekt der Berliner Morgenpost, an dem sich Klassen aus Grund- und Oberschulen beteiligen können.
Junge Journalisten sind eingeladen, Artikel für diese Seite und für Morgenpost Online zu schreiben.
„Maze Runner – die Auserwählten im
Labyrinth“ heißt ein amerikanischer
Film, der zurzeit im Kino läuft. Er basiert auf dem ersten Teil einer von James
Dashner geschriebenen Roman-Trilogie.
Wie es der Titel verspricht, geht es in
dem Science-Fiction-Film um auserwählte Jugendliche, die auf einer Art
Lichtung gefangen sind. Der einzige Weg
nach draußen führt durch das Labyrinth,
in dem sehr viele gefährliche Kreaturen
lauern.
Thomas, ein Neuankömmling, der wie
alle anderen aus unerfindlichen Gründen auf diese Lichtung geschickt wurde,
spielt dabei die Hauptrolle. Er ist auch
der Grund, warum sich innerhalb kürzester Zeit alles verändert. Und warum
die Geheimnisse der mysteriösen Lichtung nach und nach ans Licht kommen.
Der Film ist vor allem für Jugendliche
ein Kino-Muss. Die Spannung wird in
diesem 114 Minuten langen Film durchgehend aufrecht erhalten, was ihn so interessant macht.
Einige Zuschauer sagten jedoch auf
Nachfrage, dass ihnen die Machart des
Films aus anderen Spielfilmen wie etwa
„Die Tribute von Panem“ schon bekannt
sei. Die Inszenierung sei deshalb nicht
außergewöhnlich. Jedenfalls ist der Film
von Regisseur Wes Ball auch in Deutschland sehr erfolgreich und hält sich weit
oben in den Kinocharts.
Chantal Schultz, Klasse 8b, GerhartHauptmann-Gymnasium, Köpenick
Jugendorchester
Euphoria spielt
Weihnachtsmusik
Das Jugendorchester Euphoria Berlin ist
ein besonderes Streichorchester: Es besteht aus fünfzehn jugendlichen Musikern verschiedener Schulen zwischen 11
und 18 Jahren, die komplett ohne Erwachsene zusammen musizieren. Dirigent Jakob Douvier ist erst 15 Jahre alt.
Viele der Stücke, die sie spielen, werden von den jungen Mitgliedern für Kammerbesetzung selbst arrangiert. Das
nächste Konzert des Orchesters findet
am 23. November um 16 Uhr in der Grunewaldkirche an der Bismarckallee 28b
statt. Zu hören sind Vivaldis Cellokonzert, Corellis Weihnachtskonzert, Air von
J. S. Bach sowie bekannte Weihnachtslieder. Der Eintritt ist frei. „Wir sind allerdings auf neugierige Zuhörer, ob Klassikliebhaber oder gerne auch Familien, angewiesen, um dieses Projekt weiter erhalten
zu können“, so die jungen Musiker.
Maya Oppitz, Klasse 10, Heinz-Berggruen-Gymnasium, Charlottenburg
Vom Surfbrett zum Wellenkraftwerk
Erfolgreiche Berliner
bei „Jugend forscht“ –
jetzt anmelden zur
neuen Runde des
Bundes-Wettbewerbs
T VON CONSTANZE NAUHAUS
So ein Strandurlaub kann ja sehr inspirierend sein, aber dass er gleich zu einem
Sonderpreis bei „Jugend forscht“ führt,
ist eher außergewöhnlich. So erging es
aber drei Berliner Schülern, die sich
beim Surfen auf Föhr dachten: „Mmh,
das Holzbrett schwimmt also auf dem
Wasser. Und die Wellen sind ganz schön
kräftig. Können wir aus diesem Umstand
nicht irgendwie Energie gewinnen?“
Das konnten sie. Mit ihrem Projekt „eWave“ gewannen Jonas Scholz, Nils
Weinberg und Matties Kleesiek, die in
diesem Jahr ihr Abitur an der Luise-Henriette-Oberschule in Tempelhof gemacht haben, einen Sonderpreis im Bereich Physik beim Bundeswettbewerb
Jugend forscht 2014, dem größten Jugendwettbewerb im Technik- und Naturwissenschaftsbereich im europäischen Raum. 2015 feiert Jugend forscht
seinen fünfzigsten Geburtstag, bis Ende
November 2014 können sich Interessenten für die neue Runde anmelden. In 50
Jahren hat der Wettbewerb viele außergewöhnliche und wegweisende Projekte
in die Öffentlichkeit gerückt, wie 1966 einen „elektronischen Rechenapparat“
oder jüngst einen 3-D-Rotationsdrucker.
Oder das Projekt e-Wave. „Wir wollten ein Wellenkraftwerk entwickeln, das
komplett schwimmt“, erzählt Matties
Kleesiek, 19. „Und das seine Energie
nicht durch Strömung gewinnt, sondern
durch Wellenbewegung.“ Der 18-jährige
Jonas Scholz erklärt das Konzept des
kleinen, selbst entwickelten Wellenkraftwerks: „Unsere Ausgangsidee war,
dass wir zwei schwimmende Teile haben.
Das eine bewegt sich langsamer mit den
Wellen als das andere, und so wird Strom
erzeugt.“ Ein Laie muss sich das so vorstellen: Eine zylinderförmige Kupferspirale schwimmt auf dem Wasser. In der
Mitte hat sie ein Loch, in das ein langer
Magnet eingesetzt ist, mit Auftriebskörpern unter Wasser, damit er nicht untergeht. Dieser bewegt sich nun mit den
Wellen innerhalb der Spirale und erzeugt so Spannung, sprich Energie. Mit
diesem Konzept konnten die drei zunächst im Berliner Regional- und im
Landeswettbewerb überzeugen, wo sie
einen Preis im Bereich Erneuerbare
Energien bekamen. Für den Bundessieg
reichte es dann zwar nicht, aber einen
Sonderpreis haben die Berliner für ihr
überzeugendes Konzept erhalten.
Offensichtlich erkannte auch die Jury
das Potenzial, das in e-Wave steckt.
JUGEND FORSCHT
„Maze Runner“ bietet
114 Minuten
Kino-Spannung
Tempelhofer Jungforscher Jonas Scholz (l.), Nils Weinberg, 18, und Matties Kleesiek, 18 (r.) haben ein umweltfreundliches Wellenkraftwerk namens „E-Wave“ entwickelt
Denn Meereswellen enthalten so viel
Energie, dass sie eigentlich den gesamten Stromverbrauch der Menschheit decken könnten, das stellten die drei Jungforscher gleich zu Anfang ihrer Projektbeschreibung klar. Allerdings sind die
entsprechenden Ansätze und Techniken
bisher zu unausgereift. Das ist natürlich
auch e-Wave, denn es handelt sich um einen Prototypen. Beziehungsweise um
mehrere Prototypen, denn im Verlauf
des Wettbewerbs haben die drei Jungforscher ihre Technik immer weiter entwickelt. „Im Verlauf vom Regional- zum
Landes- und dann zum Bundeswettbewerb konnten wir die gewonnene Watt-
zahl stetig vergrößern“, freut sich der 18jährige Nils Weinberg. Ausprobiert haben die Nachwuchsphysiker ihr schwimmendes Kraftwerk in Zusammenarbeit
mit der Technischen Universität (TU).
„Die Umstände waren natürlich wenig
realistisch“, räumt Jonas ein. „E-Wave
schwamm in einem kleinen, künstlichen
Kanal mit idealisierten Wellen.“ Für den
Großeinsatz müsse an e-Wave, bisher für
Wellen von etwa zehn Zentimetern Höhe geeignet, also noch ein wenig gefeilt
werden. Doch der Vorteil an e-Wave sei,
dass man es flexibel überall einsetzen
könne, erklären die Jung-Forscher. „Bei
anderen Kraftwerken muss aufwendig
montiert werden. Unseres aber
schwimmt von selbst und wird nur mit
einem Anker befestigt.“ Bisher ist e-Wave handgefertigt, aber auch in größerem
Maßstab sei es einfach zu produzieren.
Richtig Zeit, sich der Revolution der
Stromgewinnung zu widmen, hat gerade
keiner der drei. Jonas studiert nun Chemie in Zürich und Nils Jura an der Humboldt-Universität. „Ich bin ganz raus aus
den Naturwissenschaften“, sagt er. So
richtig drin sei er nie gewesen. Jonas und
Matties lachen, die beiden kennen sich
bereits aus der Grundschule. „Nils war
der Schreiber unserer Gruppe“, verrät
Jonas. „Wir wurden immer gelobt, dass
wir keinerlei Rechtschreibfehler in unserer Bewerbung hatten“, fügt Matties hinzu. Er hingegen ist dem Fachbereich treu
geblieben und studiert Verkehrswesen
an der TU. Später will er sich auf maritime Systeme spezialisieren. Vielleicht
wird er sich dann der Weiterentwicklung
von e-Wave widmen.
Doch auch jetzt ist das kleine Kraftwerk schon von Nutzen. „Am Ende
konnten wir 1,2 Watt erzeugen“, sagt
Nils lachend. Mit 35 e-Waves könnte man
also immerhin eine 40-Watt-Glühbirne
betreiben. . . Mehr Infos zum Wettbewerb und den Anmeldebedingungen unter: „www.jugend-forscht.de“.
Jung-Forscher entwickeln Bike-Radar für sicheres Radeln
Mit einem Fahrrad-Radar haben Max
Hentges und Nigel Rising aus der John
F. Kennedy School den Landessieg in
der Jugend-forscht-Kategorie Technik
geholt. Max beschreibt für die Morgenpost, was hinter der Idee steckt.
„Auf dem Weg zur Schule mit meinem Fahrrad hatte ich plötzlich diese
Idee: Die Autos in meiner Straße fahren
viel zu nahe an mir vorbei. Der seitliche
Sicherheitsabstand, den Autofahrer von
Fahrrädern halten müssen, beträgt in
Deutschland 1,5 Meter. Auch in vielen
anderen Ländern gibt es solche Vor-
schriften für seitliche Sicherheitsabstände. Viele Autofahrer scheinen diese
Vorschriften aber nicht zu kennen oder
nicht zu beachten. Daher fragte ich
mich, ob ich nicht ein Gerät bauen
könnte, das mich warnt, sobald Autos
zu nahe an meinem Fahrrad vorbeifahren. Und das automatisch solche Situationen aufzeichnet und Gefahrenstellen etwa auf dem Schulweg markiert.
Daher habe ich mit meinem Freund
Nigel ein „Fahrrad-Radar“ entwickelt
und das Gerät bei Jugend forscht eingereicht. Da wir erst in der achten Klasse
und 13 Jahre alt waren, sind wir im
Wettbewerb „Schüler experimentieren” für Jugendliche bis 14 angetreten.
Im Regionalwettbewerb in Adlershof
wurden wir in die Kategorie der älteren,
also bei „Jugend forscht” eingestuft.
Wir holten den Landessieg und nahmen
so auch am Bundeswettbewerb teil.
Das Fahrrad-Radar ist ein Gerät, das
die tägliche Fahrt mit dem Rad zur
Schule sicherer machen soll. Es warnt
Radfahrer mit einem optischen und
akustischen Signal, wenn ein Auto zu
nahe an ihm vorbeifährt. Die wichtigs-
ten Bestandteile sind ein Entfernungssensor, ein Arduino-Microcontroller
sowie daran angeschlossene optische
und akustische Signalgeber. Weiterhin
können Datenkarte und GPS-Empfänger angeschlossen werden, um die
Fahrt aufzuzeichnen. So lassen sich mit
dem Gerät gefährliche Stellen auf dem
Schulweg herausfinden. Es gibt auch
Tipps für sicherere Wege. Für das Produkt haben wir ein Patent beantragt.“
Max Hentges, Kl. 9, John F. Kennedy
School, Zehlendorf
Herzlich willkommen! Diese Klassen sind jetzt beim Morgenpost-Projekt Schüler machen Medien dabei
Lauter Nachwuchsleser Die Projektschüler der Klasse 8d aus dem Werner-von-SiemensPRIVAT
Gymnasium, Zehlendorf
Köpenicker Auch die Schüler der Klasse 8b aus dem Gerhart-HauptmannPRIVAT
Gymnasium nehmen an „Schüler machen Medien“ teil
Die GESOBAU AG ist Partner von „Schüler machen Medien“. Das städtische Wohnungsunternehmen fördert
junge Reporter mit Themen rund um Leben im Kiez, Nachbarn, Integration und Energie sparen.
Wissen, was passiert Das wollen die Schüler
PRIVAT
der 7b des Canisius-Kollegs, Tiergarten
Nachrichten lesen Die Zeitungslektüre gehört derzeit zum Unterrichtsalltag der Klasse 8.2 der Berlin International School, Dahlem
KONTAKT Online: jugend@morgenpost.de, im Internet findet Ihr weitere Schülerartikel und Bildergalerien unter www.morgenpost.de/schueler
Adresse: Redaktion Berliner Morgenpost, Schüler machen Medien, Andrea Huber, Kurfürstendamm 21-22, 10 874 Berlin, Telefon: 25 91-73 627, Fax: 25 91-33 627
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