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NOVEMBER 2014 Erfolgsmodell
SCHWEIZERISCHES
DIE ZEITUNG GEGEN DIE ABSCHAFFUNG DER PAUSCHALBESTEUERUNG
PAUSCHALBESTEUERUNG – Die von der Alternativen Linken geforderte Abschaffung führt zu
Steuerausfällen von über 1 Milliarde Franken. Bluten müssten der Mittelstand und die KMU.
22 000 Arbeitsplätze bedroht
SOLIDARITÄT MIT BERGREGION
Die Initiative zur Abschaffung der Pauschalbe­
steuerung bricht Berg- und Randregionen das Ge­nick: Gerade in diesen Teilen der Schweiz sind KMU,
Gemeinden und Institutionen besonders auf die
Steuereinnahmen und Investitionen der Pauschalbe­
steuerten angewiesen. Eine Annahme der Initiative
hätte dort schlimmste Konsequenzen: Zahlreiche
Arbeitsplätze müssten gestrichen werden, was bis
zur Abwanderung der Bevölkerung führen würde.
Deshalb zählen gerade viele Berggemeinden am
30. November auf die Solidarität der Schweizerinnen
und Schweizer.
SEITE 2
INHALT
STEUERABZÜGE BEDROHT –
Die Initianten haben es
auf unser Portemonnaie
SEITE 3
abgesehen. Familie Gygax aus Bern fürchtet sich vor Arbeitsplatzverlust und zählt am 30. November auf die Solidarität der Stimmbevölkerung.
Rund 5500 wohlhabende ausländische Personen werden in der Schweiz
pauschalbesteuert, weil sie keine Erwerbstätigkeit in der Schweiz ausüben. Sie bezahlen Steuern in der
Höhe von über 1 Milliarde Franken.
Sie erhalten rund 22 000 Arbeitsplätze. Und sie finanzieren zahlreiche
gemeinnützige Projekte mit jährlich
rund 470 Millionen Franken.
Was, wenn die alle weg sind?
Für die Schweizer Volkswirtschaft ist
die Pauschalbesteuerung ein Segen.
Dennoch fordert die von der Alternativen Linken (AL Schweiz) lancierte
und von der SP und Gewerkschaften
mitgetragene Volksinitiative «Schluss
mit den Steuerprivilegien für Millionäre» deren Abschaffung. Abgestimmt wird am 30. November 2014.
Wird die Pauschalbesteuerung verboten, setzen wir die genannten Vorzüge fahrlässig aufs Spiel. Denn: Pauschalbesteuerte sind äusserst mobil
– sie können schnell wegziehen. Die
allermeisten von ihnen haben einen
Zweitwohnsitz im Ausland. Andere
Staaten werden sie mit Handkuss aufnehmen; dort sind ihre Steuergelder
hochwillkommen. Und zahlreiche
Länder auch in Europa umwerben
solche Steuerzahler bereits heute aktiv. Dem Schweizer Mittelstand und
den KMU drohen der Abbau von Arbeitsplätzen und höhere Steuern für
weniger Leistung. Insbesondere viele Berg- und Landregionen müssten
schwere Konsequenzen tragen: Die
lokale Wirtschaft und die dortigen
Arbeitsplätze wären stark gefährdet,
vor allem in den Sektoren Detailhandel, Gastronomie, Tourismus und
Bauwirtschaft. Für zahlreiche gemeinnützige Projekte sowie Kulturund Sportveranstaltungen wäre die
Abschaffung der Pauschalbesteuerung das finanzielle Ende.
Am 30. November gibt es daher bloss
eine Antwort:
– NEIN zu höheren Steuern für
Mittelstand und KMU
– NEIN zur Gefährdung von
KMU und zur Vernichtung von
Arbeitsplätzen
– NEIN zu massiven Einschnitten
bei sozialen Institutionen
und Kulturveranstaltungen
– NEIN zur Entmündigung der
Kantone
– NEIN zur Schwächung
der Berg- und Randregionen
VEREINT DAGEGEN –
Warum die Abschaffung
der Pauschalbesteuerung
SEITEN 4 & 5
schadet.
www.hoehere-steuern-nein.ch
CO-PRÄSIDIUM DES KOMITEES NEIN ZUR PAUSCHALBESTEUERUNGS-INITIATIVE
Ja zu Stabilität – Nein zu Experimenten!
Der Schweiz geht es gut: Im Vergleich
zum Ausland verfügen wir über hohe
Einkommen, die Arbeitslosigkeit ist
rekordtief und die sozialen Verhältnisse
sind stabil. Das Ausland beneidet uns
um diese Stabilität. Und wir Schweize­
rinnen und Schweizer haben uns in der
jüngsten Vergangenheit immer wieder
für Stabilität und gegen sozialistische
Experimente ausgesprochen: Das mehr
als deutliche NEIN zur 1:12-Initiative
und das noch klarere NEIN zu staatlich
verordneten Mindestlöhnen sind noch in
bester Erinnerung. Doch die linke
Zwängerei geht weiter: Dieses Mal mit
der Initiative zur Abschaffung der
Pauschalbesteuerung, über die wir am
30. November abstimmen werden. Sie
reiht sich nahtlos ein in die Reihe von
Versuchen, das Erfolgsmodell Schweiz zu
Fall zu bringen.
Erfolgsmodell bewahren
Bundesrat und Parlament lehnen die
Initiative der Alternativen Linken ganz
klar ab. Warum sollten wir – freiwillig
und ohne Not – auf Steuereinnahmen
von einer Milliarde verzichten? Weshalb
sollten KMU und Mittelstand zusätzlich
geschröpft werden? Und: Wollen wir
tatsächlich die Kantone bevormunden?
Die Initiative tritt den Föderalismus mit
Füssen. Es ist unsolidarisch und kurzsich­
tig, den Kantonen ihre Entwicklungs­
chancen zu verbauen. Die «Abschaffung
der Pauschalbesteuerung» wäre ein
fatales Eigentor und würde das Erfolgs­
modell Schweiz nachhaltig erschüttern.
Das dürfen wir nicht zulassen! Helfen
Sie mit, das Erfolgsmodell Schweiz
zu erhalten und stimmen Sie am
30. November NEIN zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung!
Rime, Jean-François
Darbellay, Christophe
Amstutz, Adrian
Chevalley, Isabelle
Feller, Olivier
Hassler, Hansjörg
Hess, Lorenz
Maier, Thomas
Niederberger, Paul
Pantani, Roberta
Schmid, Martin
Nationalrat
Nationalrat
Nationalrat
Nationalrätin
Nationalrat
Nationalrat
Nationalrat
Nationalrat
Ständerat
Nationalrätin
Ständerat
(SVP/FR)
(CVP/VS)
(SVP/BE)
(GLP/VD)
(FDP/VD)
(BDP/GR)
(BDP/BE)
(GLP/ZH)
(CVP/NW)
(Lega/TI)
(FDP/GR)
ZUKUNFT IN GEFAHR –
Jugendliche sehen
damit ihre Lehrstellen
und Existenz bedroht
SEITE 8
2
Erfolgsmodell
SCHWEIZERISCHES
November 2014
DIE ZEITUNG GEGEN DIE ABSCHAFFUNG DER PAUSCHALBESTEUERUNG
DAS AUS FÜR DIE SCHULE
«Im schlimmsten Fall
müssten wir die Schule
schliessen.»
In St. Stephan gehen heute 70 Schulkinder und
20 Kindergartenkinder täglich ein und aus. «Wir
sind eine kleine Schule, jede Schülerin und jeder
Schüler ist für uns extrem wichtig», betont die
Schulleiterin Petra Krebs. In St. Stephan haben
auch viele Eltern einen Job, der direkt von Investitionen und Aufträgen von Pauschalbesteuerten
abhängt. Wird die Initiative angenommen,
verlieren viele von ihnen ihre Arbeit. «Die Verunsicherung und Angst vor dieser Abstimmung sind
bei uns in der Region fast mit den Händen
greifbar. Es gibt hier nicht viele Alternativen für
eine andere Anstellung. Der Verlust der Arbeitsstelle würde für viele Familien bedeuten, dass sie
hier keine Zukunftsperspektiven mehr haben und
wegziehen müssten», so Krebs. Für die Schule und
das ganze Dorf wäre dies katastrophal. «Ziehen
Familien weg, wird es sehr bald kaum mehr
möglich sein, die Schule sinnvoll zu organisieren.
Klassen müssten zusammengelegt und im
schlimmsten Fall müsste die Schule gar ganz
geschlossen werden. Die Kinder, die es dann
noch hat, müssten dann in einer anderen Gemeinde zur Schule gehen», so Krebs. «An dieses
Szenario will ich noch gar nicht denken müssen.
St. Stephan würde aussterben ohne die Kinder
und Jugendlichen.»
ABWANDERUNG – Viele Berggemeinden wie St. Stephan im Berner Oberland sind besonders
stark auf die Steuereinnahmen und Investitionen von Pauschalbesteuerten angewiesen.
Sie zählen am 30. November 2014 auf die Solidarität der Schweizerinnen und Schweizer.
«Wir bitten um Solidarität
mit den Berggebieten»
Für die kleine Gemeinde St. Stephan
im Berner Oberland mit ihren rund
1400 Einwohnern wird der Urnengang am 30. November zu einer
Schicksalsabstimmung. Wie viele andere Berggemeinden und ländliche
Kantone ist St. Stephan stark vom
Tourismus abhängig. «Abgesehen
vom Tourismus gibt es kaum wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten in unserer Region», beteuert Gemeindepräsident Albin Buchs. «Die
Pauschalbesteuerten in unserer Regi-
St. Stephan
«Viele Arbeits­stellen gibt es
nur dank Pauschalbesteuerung.»
on sind enorm wichtig für die Wirtschaft.» St. Stephan profitiert heute
stark von den Investitionen und Aufträgen der reichen ausländischen
Steuerzahler an die lokalen Firmen.
Diese investieren heute in Gebäude,
beschäftigen Berater, nutzen Dienstleistungen wie Coiffeur oder Zahnarzt, besuchen Restaurants, unterstützen den Tourismus und kaufen
bei Bäckereien und Metzgereien ein.
«Viele Einwohnerinnen und Einwohner von St. Stephan haben eine Arbeit, die es nur gibt, weil pauschalbesteuerte Personen bei uns investie-
Die Annahme der Initiative hätte für die Gemeinde St. Stepan verheerende Konsequenzen. Deshalb hofft
die 1400-Seelen-Gemeinde am 30. November auf die Solidarität der Stimmberechtigten.
ren und konsumieren. So sichern sie
diverse Arbeitsplätze», erklärt Buchs.
Sollte die Pauschalbesteuerung verboten werden, ziehen diese Leute
weg. Das ist für Albin Buchs so sicher
wie das Amen in der Kirche. Mit ihnen würden Arbeitsplätze und wirtschaftliche Perspektiven für die Gemeinde und für das ganze Tal verschwinden. «Wir müssen alles daran
setzen, diese Arbeitsplätze zu erhalten», so Buchs. «Wenn die Aufträge
«Bitte lasst uns hier
leben und arbeiten.»
der Pauschalierten ausbleiben, wird
unsere Gemeinde längerfristig aussterben und zu einem Biotop oder zu
einer wirtschaftlichen Brache werden», befürchtet er. Buchs appelliert
an die Solidarität der Schweizerinnen
und Schweizer: «Bitte lasst uns hier
leben und arbeiten und lasst die Pauschalbesteuerungs-Initiative nicht
das Leben und den Geist unserer Gemeinde und Region zerstören!»
Ja zu Stabilität – Nein zu Experimenten! Sagen Sie deshalb am 30. November 2014 NEIN zur Pauschalbesteuerungs-Initiative!
ARBEITSPLÄTZE BEDROHT – 22 000 Arbeitsplätze drohen zu verschwinden, wenn die Initiative zur Abschaffung der
Pauschal­besteuerung angenommen wird. Auch im Tessin müssten Angestellte entlassen werden.
«Arbeitszeiten kürzen oder Stellen streichen»
Dario Gabella leitet die Firma Smart
Property & Facility Sercices SA in Vezia im Tessin. Um die Zukunft des
Betriebs mit seinen rund 60 Angestellten macht er sich grosse Sorgen.
Das Unternehmen arbeitet im Unterhalt und in der Pflege von Immobilien. Zu den Kunden zählen neben Unternehmen und Ferienhausbesitzern
auch eine steigende Zahl an pauschalbesteuerten Ausländern, die
sich im Tessin niedergelassen haben.
Für sie pflegt Dario Gabella mit seinen Mitarbeitenden die Umgebung,
führt Reparaturarbeiten durch und
schaut im Haus nach dem Rechten.
«Die Pauschalbesteuerten sind für
«Wir würden wichtige
Kunden und Auträge
verlieren.»
Das KMU im Tessin, die «Smart Property& Facility Services SA»
lebt von den pauschalbesteuerten Ausländer und möchte
sich diese einmalige Chance am 30. November nicht kaputt
machen lassen.
uns ein wichtiges Marktsegment.
Schaffen wir die Pauschalbesteuerung ab, verlieren wir diese wichtigen
Kunden. Für unseren Betrieb hätte
das fatale Folgen», sagt Gabella. Im
Tessin befinden sich zahlreiche ver-
mögende Ausländer, die dort mit ihren Familien wohnen. Diese haben
meistens die finanziellen Mittel, zeitaufwändige Arbeiten nach aussen zu
vergeben. Das gibt Aufträge und Einkommen für zahlreiche Firmen wie
die Smart Property & Facility Services
SA. Und es gibt willkommene Arbeitsplätze für deren Angestellte.
Umsatzverluste und erhebliche
Einschnitte beim Personal
Etwa zehn der insgesamt sechzig Mitarbeitenden von Gabella betreuen die
derzeit steigende Anzahl von pauschalbesteuerten Ausländern. «Sollte
die Volksinitiative Erfolg haben, würde unser Unternehmen einen bedeutenden Umsatzverlust erleiden. Wir
wären zu erheblichen Einschnitten
gezwungen, die letztlich unser Personal treffen würden. Wird die Pauschalbesteuerung abgeschafft, müssen wir Arbeitszeiten kürzen und sogar Mitarbeitende entlassen», befürchtet Gabella. «Der Wegfall dieses
Kundensegments wäre mit einschneidenden Verlusten nicht nur für unser
Unternehmen verbunden, das sich
gerade in diesem Bereich einen neuen interessanten Absatzmarkt aufbaut. Sondern auch zahlreiche ande-
re Firmen und Handwerksbetriebe,
welche von den Ausgaben und Investitionen der in unserem Kanton lebenden Pauschalbesteuerten täglich
profitieren, wären stark getroffen.»
Gabella ist überzeugt davon, dass die
Pauschalbesteuerten auch indirekt
«Wir profitieren
massgeblich von der
Pauschalbesteuerung.»
sehr wichtig sind für die Betriebe,
deren Angestellten, aber auch für die
ganze Bevölkerung im Tessin. Sie
zahlen bei den Gemeinden, aber auch
beim Kanton erhebliche Steuerbeträge. Das sind Mittel, mit denen wiederum Investitionen getätigt und
Leistungen erbracht werden, von denen alle Bürgerinnen und Bürger profitieren. «Die vor Ort lebenden pauschalbesteuerten Ausländer erhöhen
die Lebensqualität der Bevölkerung.
Wir sollten uns daher diese einmalige Chance, die für uns Gold wert ist,
nicht kaputtmachen!»
Kinderabzüge auch betroffen
Wird die Initiative der Alternativen Linken angenommen,
dürfte der einfache Steuerzahler seine heutigen Abzüge
nicht mehr geltend machen. Das heisst, dass sämtliche
«Das schweizerische
Steuersystem ist gefährdet.»
Steuerprivilegien für natürliche Personen unzulässig wären. Davon betroffen sind neben Abzügen für Beiträge
in die Säule 3a, private Schuldzinsen und Beiträge für
Krankenversicherungen auch Fahrkosten, auswärtige Verpflegung, Kinderabzüge sowie diejenigen Abzüge für
freiwillige Geldleistungen an gemeinnützige Institutionen. Das sind alles «Steuervergünstigungen», die die eidgenössische Steuerverwaltung in einer Studie aus dem
«Die Linken haben es auf unser
Portemonnaie abgesehen.»
Jahr 2011 zusammen mit der Pauschalbesteuerung in
ein und derselben Liste angibt. Machen wir uns nichts
vor: «Wenn die Initiative angenommen wird, würden die
Pauschalbesteuerten unser Land verlassen und eine riesige finanzielle Lücke hinterlassen», konkretisiert Kenel.
Diese müssten die stimmberechtigten Bürgerinnen und
Bürger aus dem eigenen Sack bezahlen. Gleichzeitig wird
die Linke eine regelrechte Kampagne gegen Steuerabzüge lostreten, sollte die Pauschalbesteuerung verboten
werden. Unter dem Schlagwort und Vorwand «Steuerprivilegien» werden sämtliche Abzüge in Frage gestellt und
angegriffen, die der Ideologie der Alternativen Linken
und ihren Verbündeten nicht passen. Auch hier werden
es Mittelstand und KMU sein, die am Ende mehr Steuern
bezahlen werden. Ihnen wird mit der Initiative das Geld
aus dem Sack gezogen.
Sie wollen
Ihr Geld
«Nach Annahme der Initiative durch
das Volk wird es darum gehen, die
gesamten Steuern natürlicher Personen zu screenen, um festzustellen,
wo die aktuelle politische Mehrheit
Privilegien zu Ungunsten von Bevölkerungssegmenten geschaffen hat»,
sagte kürzlich Carlo Sommaruga, SPNationalrat.
Dieser Mann will IHR Geld. IHRE
Steuerabzüge sollen verboten werden.
Die Initiative zur Abschaffung der
Pauschalbesteuerung ist der erste
Schlag im Feldzug der Linken gegen
die sogenannten «Steuerprivilegien».
Treffen wird es uns alle.
Der linke Steuervogt
Carlo Sommaruga stell diverse
Steuerabzüge in Frage und
reisst uns allen damit das Geld
aus den Händen.
Kinderabzüge
Die Initiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung
betrifft jede und jeden von uns. Wir verzichten bei einer
Annahme nicht nur auf eine Milliarde Steuereinnahmen,
welche wohlhabende Ausländer in der Schweiz bezahlen,
sondern auch auf unsere Steuerabzüge. «Die Initiative
beeinflusst in erster Linie unsere Steuerprivilegien», betont
Philippe Kenel, Steueranwalt und Spezialist im Fachgebiet
Pauschalbesteuerung. «Das schweizerische Steuersystem
ist dadurch stark gefährdet», weiss der Experte. «Bei dem
linken Vorhaben geht es um mehr als nur um die Abschaffung der Pauschalbesteuerung», ist Kenel überzeugt.
STEUERABZÜGE BEDROHT – Wird die PauschalbesteuerungsInitiative angenommen, zahlen wir alle am Ende mehr. Sie glauben dies
nicht? Wir liefern Ihnen den Beweis!
3. Säule a
Bald keine
Steuerabzüge
mehr
DIE ZEITUNG GEGEN DIE ABSCHAFFUNG DER PAUSCHALBESTEUERUNG
Privatschulden
STEUERPRIVILEGIEN –
Mit der PauschalbesteuerungsInitiative wollen die Linken
diverse wichtige Steuerabzüge
in Frage stellen und angreifen.
3
Erfolgsmodell
SCHWEIZERISCHES
1 Milliarde Steuereinnahmen aufs Spiel setzen? Höhere Steuern für Mittelstand und KMU? Am 30. November NEIN zur schädlichen Pauschabesteuerungs-Initiative!
November 2014
Es ist das erklärte Ziel der Initianten
der Pauschalbesteuerungs-Initiative
unter dem Schlagwort «Steuerprivilegien», eine regelrechte Kampagne
gegen Steuerabzüge loszutreten.
Schritt für Schritt sollen diese erfasst
und dann abgeschafft werden. So ist
es schwarz auf weiss im Protokoll
des Nationalrats festgehalten. Die
Urheber der PauschalbesteuerungsInitiative wollen nichts weniger als
IHR Geld.
So werden Sie
zur Kasse gebeten:
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s sind Menschen und Familien aus
dem Mittelstand, die in die Altersvorsorge der Säule 3a einzahlen
und dies von den Steuern abziehen
können. Jährlich sparen Schweizerinnen und Schweizer gemäss
Schätzungen der Eidgenössischen
Steuerverwaltung ESTV so 830 Millionen Franken. Geld, auf das die
Initianten nicht länger verzichten
wollen.
– Für private Schuldzinsen ziehen
Schweizerinnen und Schweizer
jährlich 25 Millionen Franken von
den Steuern ab. Geld, dass sich
Herr Nationalrat Sommaruga und
die Alternative Linke holen wollen.
– Auf derselben Liste der «Steuervergünstigungen» wie die Pauschalbesteuerung listet die ESTV auch die
Kinderabzüge auf. 710 Millionen
Franken ziehen Schweizer Familien
für dieses «Steuerprivileg» ab. Auch
sie sind vor der Kahlschlagstrategie
der Alternativen Linken nicht mehr
sicher.
– 400 Millionen Steuerabzüge machen Schweizerinnen und Schweizer jährlich für auswärtige Verpflegung geltend. Gemäss der Strategie
der Alternativen Linken wohl ein
Privileg gegenüber der Bevölkerungsmehrheit, das abgeschafft
werden muss.
– Abzug der Fahrkosten: 600 Millionen jährlich werden von der ESTV
als Steuervergünstigung genannt.
Wenige Zeilen später ist die Pauschalbesteuerung auf derselben
Liste aufgeführt.
4
MEINUNGEN IN DEN REGIONEN
Erfolgsmodell
5
SCHWEIZERISCHES
November 2014
DIE ZEITUNG GEGEN DIE ABSCHAFFUNG DER PAUSCHALBESTEUERUNG
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Alle verlieren und niemand gewinnt!
tHuRGau:
Hier habens Pauschalbesteuerte einfach:
Ins Auto setzen und in
Österreich niederlassen.
Für sie bleibt alles beim Alten.
Aber für den Kanton? Wer gleicht
Mindereinnahmen aus?
Der Mittelstand!
Die Familien!
Diese neue NEID-Initiative lenkt von Tatsachen ab und SCHADET ALLEN
Die schädliche Pauschalbesteuerungs-Initiative ist eine weitere sozialistische Zwängerei zur DEMONTAGE DER SCHWEIZ.
Sie ist ein Extremeingriff in die Kantonsautonomie, eine Bevormundung der Regionen. Sie führt zu enormen Steuer-Verlusten
und vernichtet Arbeitsplätze. Interessant ist: Die RADIKALE LINKE (rot-grünes Lager; AL, SP, Grüne, PdA, attac, Juso ...) verweigert die Auskunft, wer die Steuer- und Konsum-Ausfälle ausgleichen soll. Der Mittelstand, Familien und die KMU nämlich!
CHECK-IN
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5 Kanto
Pauschalbesteuerte sind mobil und
entscheiden schnell. In den fünf
Kantonen wo die Pauschalbesteuerung aufgegeben wurde (etwa
ZH und BL), haben gut 50 % der
Betroffene den Kanton verlassen
und die Steuerausfälle berappen
jetzt andere.
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Baselland:
Nach Annahme der
Initiative 2012 haben 50 %
der Betroffenen den Kanton
verlassen. Heute muss
der Kanton sparen.
Meier MODE
luZeRn und
InneRsCHWeIZ:
Nebst direkten und indirekten
Steuereinnahmen werden auch im
Landeszentrum Erwerbstätige in
KMU (Detailhandel, Tourismus/
Gastronomie, die Bauwirtschaft)
für den linken Populismus
bluten.
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SALE
Über 6'000 Gärtner/innen, Raumpfleger/innen,
Köch/innen und Nannys
sind betroffen.
GRauBÜnden:
35 Mio gehen bachab.
Das entspricht 3 % Steuererhöhung. Wo einsparen?
Arbeitsplätze und Zukunft
in Randgebieten vernichten?
Die Landflucht fördern?
GastRonomIe:
Viele Erwerbstätige
würden verlieren.
Z
WIT
ab
Genf
müsste auf 160 Mio
verzichten! So viel wie er für
Alters- und Pflegeheime ausgibt.
Was dann? Leistungen für
die Schwächsten kürzen?
Und den Mittelstand
noch mehr melken?
Die Linke
N EWS
dIe Waadt
verlöre 154 Mio!
Entspricht den gesamten
Ausgaben des Kantons für den
heute schon überlasteten ÖV!
Wo einsparen? Mehr Steuern
für Mobilität? Familien
und KMU noch mehr
belasten?
tessIn:
Pauschalbesteuerte fördern
Entwicklungsmöglichkeiten.
Ohne ihre Investments würden
Abstriche in Sozialwesen, Bildung
und Wohnungsbau unumgänglich!
Oder wo einsparen?
KMU belasten, Arbeitslose
produzieren?
Bergbahnen
Tageskarte
50.-
100.-
touRIsmus
Pauschalbesteuerte und
ihre Gäste gehören zu den
treusten Nutzern der
touristischen Infrastrukturen.
Ihr Wegzug würde die
betreffenden Randregionen
schwer treffen.
sport
SALE
Die Pauschalbesteuerung wurde 1862 in der Waadt eingeführt, 1934 dann in der
ganzen Schweiz. Sie erlaubt es, Vermögende, die hier keiner Erwerbstätigkeit
nachgehen, in die Schweiz zu holen. Diese nehmen hier Wohnsitz (meist in ländlichen und wirtschaftsärmeren Gebieten) und bezahlen Steuern nach einem klaren
und effizienten System. Anstelle des Einkommens wird aufgrund der Ausgaben
bemessen (jetzt mind. 350'000, ab 2016 mind. 400'000 Franken). Dabei werden die
gleichen Tarife angewendet wie für alle Steuerpflichtigen!
bäckerei
ge
fertig
lustig
sa
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!
sponsoRInG von
KultuR und
spoRt-events:
Viele Projekte müssten
gestrichen werden.
Keine lle
ste
Lehr
Altersheim
Vorteil Pauschalbesteuerung hat
150 Jahre Tradition!
Warum soll die Schweiz auf Pauschalsteuer-Milliarden
verzichten?! Sind wir blöd? Nicht mal die EU stellt Pauschalbesteuerung in Frage, sie schafft sogar vergleichbare
Modelle! Österreich bietet das Gleiche wie die CH. Portugal
hat eine noch vorteilhaftere Variante! In GB, Irland, Malta,
Singapur u.a.m. wird gar nur das lokal generierte Einkommen versteuert! Und Italien, Belgien und Holland kennen
keine Vermögenssteuer.
Kanton BeRn:
Der Kanton kämpft
schon heute mit 25 Mio,
die er in der Spitalversorgung
sparen müsste. Mit dem
Aufgeben der Pauschalbesteuerung würde sich
der Sparauftrag fast
verdoppeln! Wie macht
man das?
Überfüllt
öV
Niemand macht Druck!
Reine linksradikale Ideologie!
uhren
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Geschlossen
SALE!
R
G rR
ZÜRICH
hat 2009 die Pauschalbesteuerung aufgehoben.
50 % der Betroffenen sind
gegangen, die Gebliebenen
bezahlen weniger als zuvor!
Dumm gelaufen!
WallIs
nimmt 62 Mio ein.
Entspricht dem jährlichen
Polizeibudget! Wie einsparen?
Mit weniger Sicherheit?
Nein, der Mittelstand wird
für die linke Zeche
bezahlen!
Pauschalbesteuerte unterstützen Sport und Kultur!
Pauschalbesteuerte sind sehr gute Steuerzahler
und auch spendable Gönner und Sponsoren.
Jährlich geben sie zusätzlich etwa CHF 100'000/
Person für Kulturanlässe, Sportevents und
öffentliche Infrastrukturprojekte in Form von
Sponsoring/Schenkungen aus. Viel regionale und
nationale Projekte hätten ohne sie keine Chance!
Der sgv empfiehlt am 30. November ein deutliches NEIN einzulegen
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DIE ZEITUNG GEGEN DIE ABSCHAFFUNG DER PAUSCHALBESTEUERUNG
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Menuhin
Pauschalbesteuerung für kulturelle Vielfalt Auch zu der Erstdurchführung und
Weiterentwicklung des Caprices Festival in Crans-Montana haben die Pauschalbesteuerten massgeblich beigetragen. «Die Entwicklung des Caprices Festival in Crans-Montana
gelang uns dank der Hilfe von pauschalbesteuerten Personen. Im Jahr 2003 hatte eine
Gruppe Jugendlicher das Konzept entworfen, um die Station zu verjüngen. Das Caprices
Festival untersteht einer Partnerschaft mit dem Montreux Jazz Festival. Seit seiner ersten
Durchführung haben uns die Gemeinden unterstützt. Die Pauschalbesteuerten helfen
bei der Finanzierung massgeblich mit.» David Bagnoud, Gemeindepräsident Lens
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Massive
Einschnitte:
Pauschalbesteuerte
sind bei sozialen
Institutionen und
Veranstaltungen
unverzichtbare
Sponsoren
470 Millionen Franken
würden fehlen!
Jedes Jahr zahlen pauschalbesteuerte Personen rund 470 Millionen Franken als Unterstützungsbeiträge an Kultur- und
Sportveranstaltungen oder an wohltätige Institutionen. Dies entspricht einem freiwilligen Beitrag von fast 100 000 Franken
pro Steuerzahler. Viele wohltätige Institutionen, Stiftungen und Vereine kämen in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten,
würde die Pauschalbesteuerung abgeschafft. Künstler, Sportler, behinderte Menschen, Kinder, ältere Personen oder Hilfsbedürftige sind die grossen Verlierer, wenn mit der Abschaffung der Pauschalbesteuerung diese wichtigen Geldgeber aus
dem Land verjagt werden.
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Ballonfestiva
Spital für die Bevölkerung im Tal Langjährige Unterstützung von Pauschalbesteuerten erhält auch das
Spital Oberengadin. «Pauschalierte sind enorm wichtig für die Finanzierung von sozialen Einrichtungen. Unser
Spital Oberengadin – und damit die ganze Bevölkerung im Tal – profitiert vom gemeinnützigen, langjährigen
Engagement dieser Personen.» Gian Duri Ratti, Kreispräsident Oberengadin und Kommissionspräsident des Spitals sowie des Alters- und Pflegeheims
Engagement für
Alters- und Pflegeheim
Mit einer Million Franken beteiligten sich die Pauschalbesteuerten am Bau des Alters- und Pflegeheims Maison Claudine Pereira. «Auf das soziale Engagement der pauschalbesteuerten Personen im Amtsbezirk Saanen
könnten wir nicht verzichten: Pauschalbesteuerte haben sich mit einer Million Franken stark am Bau des Altersund Pflegeheims Maison Claudine Pereira und früher schon an den Einrichtungen des Akutspitals Saanen und
am Spitexverein Saanenland beteiligt. Sollte die Pauschalbesteuerung abgeschafft werden, werden die pauschalbesteuerten Leute zwar ihre Immobilien bei uns behalten, aber ihren Wohnsitz und damit das Steuergeld
in ein anderes europäisches Land verschieben.» Bethli Küng, Präsidentin des Maison Claudine Pereira
«Das Budget um einen Fünftel aufstocken» Auch das internationale Ballonfestival Château d’Oex profitiert von der Präsenz der Pauschalbesteuerten.
«Das Sponsoring ist ein wichtiger Teil bei der Finanzierung des Ballonfestivals.
Dadurch können wir unser Budget regelmässig um einen Fünftel aufstocken», präzisiert Charles-André Ramseier, Gemeindepräsident von Château d’Oex.
Kulturelle An
in Frage gestegebote
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«Kunst und Kultur nehmen in der Gesellschaft einen hohen und wichtigen Stellenwert ein. Tausende
profitieren jedes Jahr von verschiedenen Angeboten
und Infrastrukturen, wenn sie unsere Ausstellungen
besuchen. Solche kulturellen Angebote würden mit
der Annahme der Pauschalbesteuerungs-Initiative in
Frage gestellt. Deshalb: Stimmen Sie Nein und sagen sie Nein zu massiven Einschnitten bei sozialen
Institutionen und Kulturveranstaltungen!» Leonard
Gianadda, Präsident der Fondation Gianadda
November 2014
7
Erfolgsmodell
SCHWEIZERISCHES
DIE ZEITUNG GEGEN DIE ABSCHAFFUNG DER PAUSCHALBESTEUERUNG
FALL ZÜRICH:
Ein Warnschuss
für die Schweiz
Der Kanton Zürich hat die Pauschalbesteuerung
2009 per 1. Januar 2010 abgeschafft. Fast die
Hälfte der 2010 pauschalbesteuerten Personen
haben danach den Kanton innerhalb von zwei
Jahren verlassen. «Diese Entwicklung zeigt, dass
die Abschaffung der Pauschalbesteuerung ein
fatales Eigentor wäre», sagt der in Affoltern
a. A. wohnhafte sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler.
Unmittelbar nach der Abstimmung stiegen die
Steuereinnahmen aus der betreffenden Personengruppe im Kanton Zürich minim an, danach ging
es in den Keller. Heute müssen die Zürcherinnen
und Zürcher für jene Einnahmen aufkommen,
die vorher pauschalbesteuerte Personen bezahlt
haben. «Die Wirtschaftsmetropole Zürich kann
derartige Abgänge notfalls verkraften», so Bigler
– «für ländliche Gegenden oder Berggebiete sind
sie existenzbedrohend.»
GERINGERES STEUERPOTENZIAL – Der Präsident der Finanzdirektorenkonferenz
Peter Hegglin warnt vor der schädlichen Initiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung.
«Das Ausland nimmt
sie mit Handkuss»
Einst war er Landwirt mit eidg. Meisterdiplom, heute ist er Zuger Regierungsrat und Präsident der Finanzdirektorenkonferenz. Peter Hegglin
weiss also, wovon er spricht. Der Finanzfachmann aus dem Herzen der
Schweiz warnt vor einer Abschaffung
der «Besteuerung nach dem Aufwand», wie die Pauschalbesteuerung
auch genannt wird. «Weder verteilt
der Fiskus hier Geschenke noch handelt es sich um eine Mauschelei der
Steuerbehörden», so Hegglin. «Das
Verfahren, nach dem gut 5500 wohlhabende Steuerpflichtige besteuert
werden, ist klar, transparent – und es
hat eine lange Tradition. Sie reicht in
der Waadt bis 1862 und im Kanton
Genf bis 1928 zurück.»
Den Letzten beissen die Hunde …
Würde die Pauschalbesteuerung abgeschafft, so entstünden nicht bloss
Steuerausfälle, sondern es komme
«Reiche Kantone
müssten den finan­
ziell weniger gut ge­
betteten Kantonen
noch stärker unter
die Arme greifen.»
auch zu anderen negativen Auswirkungen auf die Volkswirtschaft.
«Wenn Aufwandbesteuerte wegziehen, investieren und konsumieren sie
auch weniger in der Schweiz», so
Hegglin. Arbeitsplatzverluste wären
die Folge. Die Zeche zahlen müssten
Vertreiben wir die Pauschalbesteuerten, müssen Schweizerinnen und Schweizer Milliardenlöcher zahlen.
die zurückbleibenden Einwohnerinnen und Einwohner: mit höheren
Steuern für weniger Leistungen der
öffentlichen Hand.
Hegglin stellt fest: «Der internationale Wettbewerb um mobile Steuerzahler ist gross.» Die Aufwandbesteuerung sei international gesehen nichts
Besonderes. «Staaten wie Monaco,
Grossbritannien oder Portugal werden diese Personen mit Handkuss
aufnehmen, wenn wir sie hier vertreiben.» Kurz und gut: «Die Aufwandbesteuerung ist ein Instrument,
um für ausländische Steuerpflichtige
interessant zu sein. Die Abschaffung
der Pauschalbesteuerung würde uns
unnötigerweise eines erfolgreichen
Instrumentes berauben.»
«Viele Staaten
werden diese Perso­
nen mit Handkuss
aufnehmen,
wenn wir sie hier
vertreiben.»
«Die negativen volks- und regionalpolitischen Effekte einer Abschaffung
der Pauschalbesteuerung, die ganz
besonders in den Berg- und Tourismuskantonen zu erwarten sind, lassen tatsächlich ein geringeres Steuerpotential in diesen Kantonen erwarten», sagt Hegglin. «Dies wirkt
sich sowohl auf ressourcenschwache
als auch ressourcenstarke Kantone
aus.» Im Klartext: «Reiche» Kantone
müssten den finanziell weniger gut
gebetteten Kantonen noch stärker unter die Arme greifen, als dies schon
heute der Fall ist.
Keine Jobs ohne Pauschalierte
GLACIER 3000 – Die Pauschalbesteuerten retteten
die 70 Arbeitsplätze des Gletscher­skigebiets im Berner
Oberland und stärkten so die Attraktivität der Region.
Nicht nur diverse kulturelle Institutionen und Angebote würden bei Annahme der Pauschalbesteuerungs-Ini­
tiative finanziell bedroht, sondern
auch sportliche Einrichtungen. Eine
der von den Auswirkungen betroffenen sportlichen Anstalten ist der Glacier 3000. Zwischen den Kantonen
Bern und Waadt auf einer Höhe von
3000 Metern liegt dieses spektakuläre und attraktive Gletscherskigebiet.
Er ist ein überregionales Highlight
und beliebtes Ausflugsziel für Jung
und Alt, dies sowohl im Sommer als
auch im Winter.
«Die Pauschal­
besteuerten haben
70 Arbeitsplätze
gerettet!»
«Im Jahr 2005 hatte das Unternehmen
enorme finanzielle Schwierigkeiten»,
informiert Bernhard Tschannen, CEO
von Glacier 3000. «Dass es dieses für
die Region attraktive Angebot heute
noch gibt, ist zu einem entscheidenden Teil der Unterstützung durch
pauschalbesteuerte Personen zu verdanken. Sie haben die entscheidenden Investitionen in die Tourismus-
infrastruktur getätigt, als andere
Geldgeber noch nicht an den Erfolg
von Glacier 3000 glaubten.» Gesamthaft hat die Institution im Winter 70
«Pauschalbesteuerte
investieren in
unsere Tourismusinfrastrukturen.»
Arbeitsplätze zu vergeben und ist damit in der Region ein gefragter und
wichtiger Arbeitgeber. Mit der Initiative, über die am 30. November abgestimmt wird, soll die Pauschalbesteuerung allerdings verboten werden.
«Die pauschalbesteuerten reichen
ausländischen Steuerzahler unterstützen Glacier 3000 mit ihren Investitionen massgeblich. Nur dank ihrer
Unterstützung können wir zur Attraktivitätssteigerung des Produktes
beitragen.» Dazu gehören beispielsweise der höchstgelegene Alpine
Coaster oder die im November eröffnende Hängebrücke Peak Walk, welche als erste zwei Gipfel miteinander
verbindet.
Bernhard Tschannen,
CEO von Glacier 3000:
«Wir sind auf
die Pauschalbesteuerten
angewiesen.»
AUSWIRKUNGEN IM KANTON GRAUBÜNDEN
Die Konsequenzen wären fatal
Ob Sport, Kultur oder Kunst: Viele Institutionen in der Schweiz sind von Pauschalbesteuerten abhängig. Für das gesamte Graubünden würde sich bei Annahme der Pauschalbesteuerungs-Initiative einiges ändern. «Die
pauschalbesteuerten Ausländer tragen
gerade in den abgelegenen Regionen
ausserordentlich viel zur Wertschöpfung bei.
Sie sind bereit, hohe Investitionen für den
Tourismus zu tätigen und geben viel Geld in
der Region aus. Mit ihrem Engagement
schaffen und erhalten sie wertvolle Arbeitsplätze, die bei einer Abschaffung verloren
gingen», betont Marcel Friberg, Präsident
Graubünden Ferien in Brigels. Dies bestätigt
auch Martin Aebli, Gemeindepräsident von
Pontresina: «Das langjährige Engagement
der pauschalbesteuerten Personen im
Oberengadin ist für die touristische Infrastruktur von unschätzbarem Wert. In unserem Dorf wurde zum Beispiel die Erneuerung des Grand Hotels Kronenhof zwischen
2004 und 2007 mit hohen Beträgen
unterstützt.» Es sei wichtig, die Pauschalbesteuerten nicht mit Füssen zu treten, findet
auch Sigi Aspiron, Gemeindepräsident von
St. Moritz. «Sie engagieren sich in unserer
Region mit Herzblut für gemeinnützige
Vereine sowie Kultur- und Sportveranstaltungen und zeigen damit eine hohe Verbundenheit mit dem Engadin und der Schweiz.»
8
Erfolgsmodell
SCHWEIZERISCHES
November 2014
DIE ZEITUNG GEGEN DIE ABSCHAFFUNG DER PAUSCHALBESTEUERUNG
«ICH BIN DOCH NICHT BLÖD…» – Die Abstimmung am 30. November
beschäftigt auch den politischen Nachwuchs. Er will sich von den Befürwortern der
Initiative seine Zukunft nicht kaputtmachen lassen.
«Die Pauschalbesteuerung
abzuschaffen ist so blöd wie …»
« …einen Lottogewinn
nicht anzunehmen.»
Stefanie Gasser,
Wahlkreispräsidentin
JSVP Oberaargau
« …freiwillig
Steuern zu be höhere
zahlen.»
Andreas Ger
Vorstandsmit ber,
glied
JSVP Bern
«… eine Ausschaffungs­
Initiative für reiche
statt kriminelle
Ausländer.»
Jean-Pascal Ammann,
Präsident JCVP Schweiz
« … am Ast zu sägen,
auf dem man sitzt.»
« … einen Trum
pf
im Ärmel
zu verspielen.»
Géraldine Här
Präsidentin JCing,
VP
Baselland
Alain Illi,
Vizepräsident
JF Schweiz
« … eine nation
Erbschaf tssteu ale
er.»
Maurus Zeier,
Präsident JF
Schweiz
« …freiwillig auf ein
korrekt erzieltes Tor
zu verzichten.»
Anian Liebrand,
Präsident JSVP
Schweiz
Jugendliche und Büezer wehren sich
«Die Folge: Wegziehen
und alles verlieren»
«Die Pauschalbesteuerungs-Initiative ist definitiv auch bei uns in der Romandie ein grosses Thema. Viele Gemeinden wären von den Auswirkungen der
Initiative betroffen. Ich bin Familienvater und habe drei Kinder. Zur Zeit
sorge ich mich um meine Zukunft. Ich denke, dass ich hier in Chateau d’Oex
keine neue Stelle mehr finden würde. Das heisst, ich müsste mit meiner
Familie aus der Gegend wegziehen und mir anderswo ein komplett neues
Leben aufbauen. Das wäre eine Katastrophe! Seien Sie also solidarisch mit
den kleinen Gemeinden und stimmen Sie am 30. November Nein.»
Xavier Ecoffey, Mitarbeiter Colin Karlen, Chateau d’Oex
FÜR ARBEITSPLÄTZE – Bereits 2012 mussten sich
Berner Büezer gegen die Gewerkschaften wehren.
Diese wollten im Kanton Bern mit der Pauschalbesteuerung auch tausende Arbeitsplätze abschaffen. Das Volk
sagte Nein. Doch schon 2014 erfolgt von denselben
Gewerkschaften der zweite Angriff. Diesmal auf 22 000
Arbeitsplätze schweizweit. Die Gewerkschaften greifen
die eigene Basis an. Und es ist eine Zwängerei, wenn
sich die Arbeitnehmer schon wieder gegen
dieselbe schädliche Forderung wehren müssen.
www.facebook.com/sgvusam
«Ich will meine
Lehrstelle behalten»
«Ich bin jetzt hier in der Firma im zweiten Lehrjahr. Wenn ich daran denke,
dass aufgrund der Pauschalbesteuerungs-Initiative meine Lehrstelle gestrichen werden kann, bekomme ich Panik. Ich möchte nicht den Lehrbetrieb
wechseln. Vor allem müsste ich dann in eine andere Region arbeiten gehen.
Ich möchte aber auch nach der Lehre im Obersimmental, wo ich aufgewachsen bin, arbeiten. Dies wird durch die Initiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung in Frage gestellt.»
Florian Rufener, Lernender 2. Lehrjahr,
Boss & Schopfer AG, St. Stephan
«Die Region
würde einschlafen»
«Wir sind eine Unternehmung mit rund 50 Mitarbeitenden. Viele arbeiten
bereits seit Jahren für den Betrieb. Die Pauschalierten stellen einen nicht zu
unterschätzenden Wirtschaftsfaktor in unserer Gemeinde dar und investieren
häufig wiederkehrend in ihre Liegenschaften. Somit lösen sie ein regelmässig grösseres Bauvolumen und damit Aufträge für unsere Transportunternehmung aus. Das gibt uns finanzielle Sicherheit und macht möglich, dass wir
der einheimischen Bevölkerung Arbeitsplätze anbieten können. Die Absicht
zur Abschaffung ist eine Attacke gegen ein 150 Jahre altes, bewährtes
System. Wenn die Initiative von der Schweizer Bevölkerung angenommen
wird, müssen wir aufgrund hoher Umsatzeinbussen einige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Bisher hatten wir hier in den Bergen sehr
wenig Arbeitslose. Ich befürchte, dass aufgrund der Initiative viele Bewohnerinnen und Bewohner keine neuen Arbeitsstellen mehr finden würden. So
weit darf es unter keinen Umständen kommen. Die heute lebendigen und
engagierten Berggebiete und ländlichen Kantone drohen entvölkert und
langsam zur wirtschaftlichen Brache zu werden.»
Ruth Addor, Geschäftsinhaberin, Addor Tiefbau
und Transporte, Lauenen
Die Initianten treten die kantonalen
demokratischen Entscheide mit Füssen: Bereits 18 Schweizer Kantone
haben sich für die Beibehaltung der
Pauschalbesteuerung ausgesprochen.
Vielfach hatte das Volk das letzte
Wort. So auch im Kanton Bern. Statt
Arbeitsplätze zu schützen und die
Interessen der Arbeitnehmenden
ernst zu nehmen, opfern die Gewerkschaften tausende Stellen der realitätsfremden Ideologie ihrer Funktionäre. Wie 2012 gehen die Büezer wieder für ihre Arbeitsplätze auf die
Strasse. Sie fordern ein Nein zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung.
Mit demselben Erfolg wie im Jahr
2012 wollen sie den erneuten Angriff
auf das Erfolgsmodell Schweiz abwehren.
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Kein Gehör für di
tsbosse
af
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Die Gewerksch
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