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1613 Filmhaus-Programm 10-14 v3.1.indd - KunstKulturQuartier

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FILMHAUS 10/14
HOMMAGE AN ASTA NIELSEN
DIE FILMPRIMADONNA
Königstraße 93 · 90 402 Nürnberg
filmhaus.nuernberg.de · T: 2317340
siehe Rückseite
DER ERSTE WELTKRIEG IM FILM
Vor 100 Jahren hatte die Katastrophe des ersten Weltkrieges gerade begonnen. In die allgemeine Kriegsstimmung mischten sich 1914 auch zunehmend Intellektuelle,
die einen Krieg als „Reinigung und Befreiung“ (Thomas
Mann) herbeisehnten. Als sich herausstellte, dass es sich
bei dem Krieg weniger um einen heroischen Kampf als
vielmehr um eine Vernichtungsindustrie handelte, suchten
die Künstler das wahre Gesicht des Monstrums Krieg zu
offenbaren. Sie beschäftigten sich mit dem Bösen im Krieg
und stellten es den Menschen gegenüber. Werke, Tagebücher, Briefe und Dokumente spiegeln wieder, wie Krieg,
Verwundung und Desillusionierung auch in die Biografien
STUMMFILM DES MONATS – HOMMAGE AN ASTA NIELSEN
DIE FREUDLOSE GASSE
Deutschland 1925, 151 Min., Blu-ray, FSK: k.A., Regie: Georg Wilhelm Pabst,
mit: Asta Nielsen, Greta Garbo, Werner Krauß, Agnes Esterhazy, Valeska Gert u.a.
Einer der großen Klassiker des deutschen Stummfilms, der
einzige Film, der die beiden Stars Asta Nielsen und Greta
Garbo vor der Kamera vereint.
DIE FREUDLOSE GASSE thematisiert die Inflationszeit
nach dem Ersten Weltkrieg. Während Spekulanten und
Kriegsgewinnler in Luxus schwelgen, bleiben die Verlierer
auf der Strecke. Die Melchiorgasse in Wien vereint Luxus
und Elend zu einer bitteren Melange: Hier treffen sich Gewinner und Verlierer, Mizzis und Freier. Die Bewohner sind
den neuen „Besitzenden“ hilflos ausgeliefert, dem Metzger,
der seine Ware gegen sexuelle Dienste herausgibt, und Frau
Greifer, in deren Etablissement mittellose Mädchen verkuppelt werden. Zu diesen zählt Maria, die eines Abends die
heimliche Geliebte ihres Verlobten aus Eifersucht tötet. Im
selben Viertel wohnt Grete, die tugendhafte Tochter des
verarmten Hofrats Rumfort. Wie Maria droht sie in die Abhängigkeit von Frau Greifer zu geraten …
G.W. Pabsts hochkarätig besetztes und episodenhaftes
Meisterwerk um vier weibliche Hauptfiguren verlässt die
hermetische Welt des expressionistischen Kammerspiels und
öffnet sich mit Wucht der sozialen Realität.
Musikbegleitung: Wilhelm Höges (Flügel)
So., 26.10. um 19.15 Uhr
KURZFILMTAGE OBERHAUSEN ZU GAST – CARTE BLANCE FÜR HERBERT SCHWARZE
Herbert Schwarze ist Mitglied in der Auswahlkommission
der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen und stellte
speziell für Nürnberg ein Programm aus Filmen der Kurzfilmtage 2013 und 2014 zusammen.
IMRAAN, C/O CARROM CLUB (D 2014, 13‘30 Min.,
DCP, OmeU, Regie: Udita Bhargava): Der elfjährige Imraan
kümmert sich um einen „Carrom Club“ in Mumbai. Hier
versammeln sich Männer jedes Alters zum Carromspiel.
EXORCIZE ME (Singapur 2013, 3 Min., DCP, kein Dialog,
Regie: Sookoon Ang) beschäftigt sich mit den Ängsten des
Erwachsenwerdens und der verwirrenden Phase zwischen
Kindheit und Erwachsensein. In A MILLION MILES AWAY
(USA 2014, 28 Min., DCP, OF, Regie: Jennifer Reeder) durchleben zeitgleich eine erwachsene Frau am Rande des Scheiterns und eine Horde Teenagerinnen eine übernatürliche
Spielart des Erwachsenwerdens. RIVER PLATE (A 2013, 16
Min., DCP, kein Dialog, Regie: Josef Dabernig) spielt entlang
der Schotterbank eines Flusses im nördlichen Italien, wo sich
an einem heißen Sommertag eine Gruppe von Badenden
zusammengefunden hat. XX-XX-XX-GEWOBENES PAPIER
(D 2014, 6‘30 Min., DCP, kein Dialog, Regie: Michel Klöfkorn): „Ich wollte einen Film über das Entweben machen
… ist hier nicht viel zu viel verstrickt verworren verwoben?
Ich schickte große Plakate in den Aktenvernichter, um sie
in Streifen schneiden zu lassen.“ SIEBEN MAL AM TAG BEKLAGEN WIR UNSER LOS UND NACHTS STEHEN WIR AUF,
UM NICHT ZU TRÄUMEN (D 2014, 18 Min., DCP, OmeU,
Regie: Susann Maria Hempel): Ein filmisches Andachtsbuch.
Basierend auf Interviews mit einem leidgeprüften Erwerbsunfähigen (und seiner Leidensgenossen), der in Ostdeutschland auf dem Land lebt, 1989 sein Gedächtnis verloren hat
und seitdem in verschiedenen Albträumen erwacht ist.
Mo., 13.10. um 21.15 Uhr
zu Gast: Herbert Schwarze (Kurator)
der damaligen Künstler eingegriffen haben und wie die
Suche nach den Ursachen ihre Werke beeinflussten. Der
Film war ein neues künstlerisches Ausdrucksmittel. Aus
der Fülle der Filme zum Thema wählte das Filmhaus drei
Spielfilme aus, die Filmgeschichte schrieben, darunter
auch eine Literaturverfilmung von Arnold Zweig, die zu
Unrecht in Vergessenheit geriet. Hinzu kommt ein Portrait
des Künstlers Otto Dix, das von einer Lesung begleitet
wird – eine Hommage an Asta Nielsen, ein poetisches
Dokumentarfilmwerk und eine moderierte Filmcollage
zum Thema Kunst und Erster Weltkrieg.
Alle Filme siehe Rückseite
NIHRFF-WEEKENDER – 9. BIS 14.10.2014
Großes Kino zu großen Themen: Das Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte präsentiert ein Wochenende mit den spannendsten Filmen des letzten Jahres.
FIRST CLASS ASYLUM (D 2014, 75 Min., OmU, Regie:
Niklas Hoffmann, Nina Wesemann, Alexandra Wesolowski)
dokumentiert den Flüchtlingshungerstreik in München 2013
aus größter Nähe. Am 9.10. im Anschluss Gespräch mit
Teilnehmern und Unterstützern des Nürnberger Hungerstreiks und den Filmemachern, Do. 9.10 & So.,
12.10. AMERICAN VAGABOND (DK/FIN/USA 2013,
90 Min., OmU, Regie: Susanna Helke) nimmt uns mit in die
USA, wo der schwule Teenager James auf der Straße lebt,
weil seine homophoben Eltern ihn nicht akzeptieren wollen.
Fr., 10.10. – In Shirley Clarkes Independent-Meisterwerk
PORTRAIT OF JASON (USA 1967, 105 Min., OmU) ist
der Hausdiener und Stricher Jason Holliday schwarz und
schwul. Im Gespräch mit der Regisseurin entspinnt sich ein
Spiel um Wahrheit und Identität, das die Grenzen des Dokumentargenres sprengt. Fr., 10.10., & Sa., 11.10. Das Kurzfilmprogramm ANA HUNNA – ICH BIN HIER! erzählt in
drei Spiel- und Dokumentarfilmen von arabischen Frauen,
die arbeiten wollen oder müssen, und damit an die Grenzen traditioneller Geschlechterrollen stoßen. Sa., 11.10.,
zu Gast: Laila Samy El Balouty (Ägypten), eine der
Regisseurinnen. Im preisgekrönten Film CONCERNING
VIOLENCE (S/USA/DK/SF 2014, 85 Min., OmU) mixt Regisseur Göran Hugo Olsson Auszüge aus Frantz Fanons Manifest
Die Verdammten dieser Erde mit Filmmaterial der afrikanischen
Unabhängigkeitskriege der 60er und 70er Jahre. So., 12.10.,
im Anschluss Diskussion mit Ulf Vierke (Universität
Bayreuth). Der rumänische Regisseur Corneliu Poromboiu
schaut in THE SECOND GAME (RO 2014, 97 Min., OmU)
gemeinsam mit seinem Vater die verschneite Fernsehübertragung eines Fußballspiels aus dem Jahr 1988, das im Gespräch
der beiden zur brillanten Allegorie auf das Ceaușescu-Regime
wird. Ein Film über Fußball, Diktatur und die Schönheit des
Spiels. So., 12.10.
Ausführliche Infos unter: www.nihrff.de
PORTRAIT OF JASON
FILMSEMINARE DES FILMBÜRO FRANKEN
DREHBUCHSCHREIBEN IN
DEUTSCHLAND – EIN PROFI ERZÄHLT
Die neue Seminarreihe beginnt mit dem Drehbuchautor Christian Limmer. Er hat unter anderem die Drehbücher für SAU NUMMER VIER von Max Färberböck,
verschiedene Folgen von TATORT und POLIZEIRUF 110
sowie DAS ENGELSGESICHT von Oliver Hirschbiegel geschrieben.
Sa., 4.10. um 16 Uhr, Filmhaus Nürnberg,
Glasbau im 2. OG; Dauer: 2 bis 3 Stunden,
Eintritt: 12 Euro, Filmbüro-Mitglieder 8 Euro
GRUNDLAGEN DER FILMPRODUKTION
Samstag: „Der Filmproduzent“: Welche Stoffe eignen
sich? Was kostet mein Film und wie finanziere ich diesen?
Was tun, wenn mein Film fertig ist? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten?
Sonntag: „Produktions- und Aufnahmeleitung“: Welches Team und welche Technik benötige ich? Welches
Teammitglied hat welche Aufgaben/Funktionen? Wie organisiere ich einen Drehtag (Drehplan, Tagesdispos etc.)?
Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten bei den
Dreharbeiten?
Seminarleiter Frank Becher produziert seit 1993 Filme. Für
die Produktion des Kurzfilms DER SCHÜLER erhielt er 2003
den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold. 2007 erschien sein
Buch Kurzfilmproduktion. Er unterrichtet Filmproduktion an
der DEKRA Hochschule.
Sa., 11.10. & So., 12.10.
jeweils 10 bis 18 Uhr, Weißer Saal
Gebühr: 80 € für beide Tage, 50 € für einen Tag
Anmeldung bis 4.10. per Banküberweisung und auf
Anfrage unter seminare@filmbuero-franken.de
Weitere Infos unter www.filmbuero-franken.de
ERSTAUFFÜHRUNGEN
LIKE FATHER, LIKE SON
SOSHITE CHICHI NI NARU, Japan 2013, 120 Min., DCP, FSK:
k.A., jap. OmU, Regie: Hirokazu Kore-eda, mit: Masaharu Fukuyama,
Machiko Ono, Lily Franky, Yoko Maki u.a.
„Ist Keita wirklich nicht unser Kind?“ Die Nonomiyas sind schockiert, als sie erfahren, dass der
Sechsjährige nicht ihr leiblicher Sohn ist. Er wurde im Krankenhaus mit einem anderen Kind vertauscht. Als die wohlhabende, moderne Familie die
armen, aber warmherzigen Eltern kennenlernt, die
ihren biologischen Sohn aufziehen, treffen zwei
Welten aufeinander. Langsam nähern sie sich einander an, die Kinder werden für ein Wochenende
getauscht und die Familien versuchen herauszufinden, ob Blut wirklich dicker ist als Wasser. Denn im
ANDERSON
Deutschland 2014, 90 Min., DCP, FSK: ab 0, Regie: Annekatrin
Hendel
Der Schriftsteller Sascha Anderson, in den 80ern
Fixstern und Popstar des kreativen DDR-Undergrounds, wird 1991 als Stasizuträger ersten Ranges enttarnt. Ein Skandal. Vom Nachnamen blieb
nur noch das „A“, und nicht wenige ergänzten:
„rschlosch“. Der Film erzählt vom wildbewegten
Doppelleben des Sascha Anderson zwischen Dissidententum und Verrat – und was es bedeutet,
mit Lüge, Vertrauensmissbrauch und dem nicht
abwaschbaren Stempel des Verräters zu leben.
LAMENTO
Deutschland 2013, 83 Min., DCP, FSK: k.A., dt./schwed./engl. OmU,
Regie: Jöns Jönsson, mit: Gunilla Röör, Hendrik Kraft u.a.
Magdalena hat eine existenzielle Krise zu bewältigen: Ihre Tochter Sara beging vor einiger Zeit Selbstmord. Die Trauer sitzt tief und will nicht vergehen.
Doch wie sehr das Ereignis sie auch aus der Bahn
geworfen hat, im Alltag funktioniert Magdalena reibungslos: Sie versucht, Saras Hund Truls zu verkaufen, holt den Sohn ihrer zweiten Tochter vom Klavierunterricht ab, isst mit seiner Familie zu Abend,
besucht eine spirituelle Sitzung und geht in eine Bar.
Alles Dinge, die sie sonst auch getan hat. Strikte Alltagsrituale lassen ihren Schmerz nicht an die Oberfläche. Erst als Saras ehemaliger Freund zu Besuch
kommt, bahnt sich die Trauer einen Weg durch Verleugnung, Sprachlosigkeit und Schuldgefühle.
NINE SCENES FROM THE ANTI-IMPERIALISTIC SELFDEFENSE, Schweden/USA/Dänemark/Finnland 2014, 85 Min.,
DCP, FSK ab 12, OmU (Engl./Schwed./Franz./Port.), Regie: Göran
Hugo Olsson
CONCERNING VIOLENCE setzt sich mit den afrikanischen Befreiungsbewegungen der 60er und
70er Jahre auseinander. Neu entdecktes Archivmaterial des antikolonialen Kampfes wird kombiniert
mit Zitaten aus Frantz Fanons polarisierendem Text
Die Verdammten dieser Erde, die die Musikerin Lauryn Hill mit ihrer Stimme eindrucksvoll zum Leben
erweckt. Als ein kinematografischer Essay, der Fanons Text, Hills Stimme, das Archivmaterial sowie
Musik verbindet, setzt der Film die komplexen theoretischen Ideen in eine emotionale Filmerfahrung
Österreich 2014, 94 Min., DCP, FSK: ab 0, Regie: Johannes
Holzhausen
Eines der bedeutendsten und faszinierendsten
Museen der Welt ist das Kunsthistorische Museum
in Wien (KHM). Regisseur Johannes Holzhausen
hat sich über zwei Jahre dort umgesehen. In aufmerksamem Direct-Cinema-Stil – kein Off-Kommentar, keine Interviews, keine Begleitmusik – beobachtet er die vielgestaltigen Arbeitsprozesse, die
daran mitwirken, der Kunst ihren rechten Rahmen
zu geben. Die Kette ineinander greifender Rädchen
reicht von der Direktorin zum Reinigungsdienst,
von den Transporteuren zur Kunsthistorikerin.
DAS GROSSE MUSEUM wurde auf den Berliner
Filmfestspielen 2014 mit dem Caligaripreis aus-
Deutschland 2012, 72 Min., Blu-ray, FSK: k.A., span. OmU, Regie:
Gudrun Gruber, Alexander Hick, Michael Schmitt
Inmitten der größten Gemüseanbaufläche der
Welt, dem „Mar del Plastico“, liegt das andalusische
Dorf San Agustín. Für die Plantagenbesitzer steht die
aktuelle Saison im Zeichen der Krise: Ein seltsames
Virus bedroht die Ernte und die Behörden sind hinter
den illegalen Arbeitskräften in den Gewächshäusern
her. Bauer José Maria möchte sowieso lieber umgeben von Pflanzen als von anderen Menschen leben
und Familie Crespo, die auf ihrem Hof aus der Zeit
gefallen zu sein scheint, versucht gleichzeitig mit
FILMPREMIERE
Deutschland 2013, 80 Min., DCP, Regie: Philipp Hartmann
Ein Film über die Zeit, genauso vielschichtig wie
diese selbst. Eigenwillig und erfrischend originell
vermischt er Dokumentarisches, Fiktionales und
Kommentare des Filmemachers zu einem ebenso
philosophischen wie unterhaltsamen Essay. Wie in
einer Collage ergeben sich überraschende Bezüge –
zwischen Schaltsekunden bei der deutschen Atomuhr und einer betrunkenen Diskussion über Einstein;
21.15 Erstaufführung
*21.15 Kommkino e.V.
Erstaufführung
FREITAG 3.10.
15.00 Kinderkino
16.45 Erstaufführung
19.00 1. Weltkrieg Annekatrin Hendel hat die, die nicht mehr miteinander reden, zum Reden bewegt und sie virtuell
wieder an den Tisch gesetzt, an den Anderson seit
fast 25 Jahren nicht mehr eingeladen wird. Noch
immer ist kein Gras über die Sache gewachsen.
ANDERSON ist der zweite Teil der „Verrats-Trilogie“ von Annekatrin Hendel. Wie zuvor VATERLANDSVERRÄTER (Grimme-Preis 2013) zeichnet
auch ANDERSON ein ungewohnt vielschichtiges
Bild von der Situation der Künstler in der DDR, das,
25 Jahre nach dem Mauerfall, einen neuen Blick
auf alte, allzu verhärtete Diskussionen wirft.
Do., 2.10. bis Mi., 15.10.
zwischen der Zeitpsychologie von Kindern und literarisch inszenierten Erinnerungen; zwischen der Chronophobie des Filmemachers und spielerischen Experimenten in der bolivianischen Salzwüste. Schließlich
finden wir uns wieder in einer veritablen Zeitmaschine. All dies wird unaufdringlich zusammengehalten
durch die sehr persönliche und zugleich universell
übertragbare Geschichte des Filmemachers.
Mo., 13.10. um 19 Uhr, zu Gast:
Philipp Hartmann (Regisseur),
Herbert Schwarze (Dramaturg)
21.15 Erstaufführung
SAMSTAG 4.10.
15.00 Kinderkino
17.00 Erstaufführung
19.00 Erstaufführung
21.15 Erstaufführung
SONNTAG 5.10.
15.00 Kinderkino
17.00 1. Weltkrieg *19.00 Erstaufführung
19.15 1. Weltkrieg
Lesung und Film Im Anschluss: 21.15 Erstaufführung
*21.15 Kommkino e.V.
MONTAG 6.10.
*19.00 Erstaufführung
19.00 1. Weltkrieg 21.15 Erstaufführung
*21.15 Kommkino e.V.
DIENSTAG 7.10.
*19.00 Erstaufführung
19.00 1. Weltkrieg 21.15 Erstaufführung
*21.15 Kommkino e.V.
MITTWOCH 8.10.
11.00 Preview
*19.00 Erstaufführung
19.15 Cinema italiano
21.15 Erstaufführung
DONNERSTAG 9.10.
19.00 NIHRFF-Weekender
*19.15 Erstaufführung
21.15 Erstaufführung
um und zeigt überraschende Parallelen zur heutigen Realität im Verhältnis des Nordens zum globalen Süden.
CONCERNING VIOLENCE wurde auf der diesjährigen Berlinale mit dem CINEMA fairbindet
Filmpreis ausgezeichnet. Der Verleih sowie die
Roadshow von CONCERNING VIOLENCE werden
ermöglicht durch den entwicklungspolitischen
Filmpreis CINEMA fairbindet, finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (BMZ).
Am So., 12.10. um 17 Uhr im Rahmen des
NIHRFF-Weekenders. Zu Gast: Ulf Vierke
(Universität Bayreuth)
Do., 16.10. bis Mi., 22.10.
gezeichnet – in der Jurybegründung heißt es: „Ein
Mann fährt, verfolgt von einer wunderbar dahingleitenden Kamera, auf einem Tretroller durch die endlosen Gänge des Kunsthistorischen Museums Wien
– und stoppt vor einen Kopierer. Sinnlicher kann man
den Spagat zwischen Kultur und Bürokratie kaum
visualisieren. Und der Film ist voll solch ironisch
gebrochener Anspielungen, liebenswert gezeichneter Protagonisten, die mit Herzblut Kunstobjekte
bewahren. Dem Regisseur gelingt ein informativwitzig-intelligenter Blick hinter die Kulissen eines
großen Museums, das sich im internationalen Wettbewerb behaupten muss.“
Sa., 18.10. um 19.15 Uhr, zu Gast:
Johannes Holzhausen (Regisseur)
Do., 16.10. bis Mi., 29.10.
SAN AGUSTÍN –
EBBE IM PLASTIKMEER
DIE ZEIT VERGEHT WIE EIN
BRÜLLENDER LÖWE
DONNERSTAG 2.10.
19.00 Erstaufführung
„LAMENTO ist das beeindruckende Spielfilmdebüt des schwedischen Regisseurs Jöns Jönsson,
der an der Hochschule für Film und Fernsehen
‚Konrad Wolf‘ in Potsdam studiert hat. In der
Hauptrolle glänzt die bekannte schwedische
Schauspielerin Gunilla Röör, deren Spiel Zerbrechlichkeit und Fragilität erkennen lässt, gleichzeitig
aber auch Entschlossenheit und Trotz. Immer findet Jönsson die richtigen Bilder für die richtige
Stimmung, verzichtet an vielen Stellen auf Dialoge, konzentriert sich auf Blicke, Gesten, die Atmosphäre der jeweiligen Handlungsräume. LAMENTO ist ein bewegender Film über Trauer und das
Loslassen danach. Ein erstaunlich starkes Debüt.“
Filmbewertungsstelle Wiesbaden
Do., 9.10. bis Mi., 15.10.
CONCERNING VIOLENCE
DAS GROSSE MUSEUM
PROGRAMM OKTOBER 2014
Raum steht die Frage, ob sie und das andere betroffene Elternpaar die vertauschten Söhne wirklich
gegeneinander eintauschen wollen?
Hirokazu Kore-eda (NOBODY KNOWS, STILL
WALKING) ist ein Meister im Betrachten von familiären Situationen und einer, der es wie wenige versteht, mit Kindern zu arbeiten und von Momenten
der Kindheit zu erzählen. Beim Festival von Cannes
begeisterte LIKE FATHER, LIKE SON Publikum und
Medien gleichermaßen; der Film wurde mit dem
Prix du Jury geehrt und hat inzwischen von San
Sebastian bis Vancouver Publikumspreise gewonnen – eine universell gültige Geschichte.
Do., 2.10. bis Mi., 8.10.
Gemüse, Ziegenzucht und einem riesigen Komposthaufen über die Runden zu kommen. Nichts Neues
für Paco, den Besitzer der Dorfkneipe, der die Probleme seiner Kundschaft nur zu gut kennt.
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER wirft
einen ungewöhnlichen Blick auf die Dinge an einem Ort, der als Europas Gemüsegarten, nicht erst
seit der Gurkenkrise, mit seiner eigenen Existenz zu
kämpfen hat. Zwei Familien, eine Dorfkneipe und
viel Gemüse. Eine außergewöhnliche Ernteperiode
in neun Kapiteln.
So., 26.10. um 17 Uhr, zu Gast: Gudrun
Gruber und Michael Schmitt (Regisseure)
Do., 23.10. bis Mi., 29.10.
*21.15 Kommkino e.V.
LIKE FATHER, LIKE SON
J 2013, 120 Min., OmU, Regie: Hirokazu Kore-Eda
ANDERSON
D 2014, 90 Min., Regie: Annekatrin Hendel
AMERICAN MUSCLE
USA 2014, 77 Min., OmU, Regie: Ravi Dhar
LIPPELS TRAUM
ab 8, D 2009, 100 Min., Regie: Lars Büchel
LIKE FATHER, LIKE SON
DIE GROSSE ILLUSION
F 1937, 117 Min., OmU, Regie: Jean Renoir
Einführung in die Filmreihe: Christiane
Schleindl, Christoph Hertel
ANDERSON
LIPPELS TRAUM ab 8
ANDERSON
LIKE FATHER, LIKE SON
ANDERSON
LIPPELS TRAUM ab 8
DIE GROSSE ILLUSION
LIKE FATHER, LIKE SON
LESUNG MIT ULLA SPÖRL AUS DEM ROMAN
Das Kornfeld auf der Lehmgrube
ZEHNMAL DIX – DER MALER OTTO DIX
CDN/D 2011, 52 Min., Regie: Jennifer Alleyn
ANDERSON
AMERICAN MUSCLE
LIKE FATHER, LIKE SON
DIE GROSSE ILLUSION
ANDERSON
AMERICAN MUSCLE
LIKE FATHER, LIKE SON
DIE GROSSE ILLUSION
ANDERSON
AMERICAN MUSCLE
LAMENTO
D 2013, 83 Min., OmU, Regie: Jöns Jönsson
LIKE FATHER, LIKE SON
BELLISSIMA
I 1951, 115 Min., OmU, Regie: Luchino Visconti
ANDERSON
FIRST CLASS ASYLUM
D 2014, 75 Min., OmU, Regie: Niklas Hoffmann, Nina
Wesemann, Alexandra Wesolowski;
Zu Gast: Niklas Hoffmann (Regisseur), Alexander
Thal (Bayer. Flüchtlingsrat) & Vertreter/innen
des Nürnberger Flüchtlingshungerstreiks
ANDERSON
LAMENTO
MYSTERIEN DER PORNOGRAPHIE
USA 1969, 81 Min., DF, Regie: Alexander Maxwell
FREITAG 10.10.
15.00 Kinderkino
OTTO IST EIN NASHORN
ab 5, DK 2013, 76 Min., Regie: Kenneth Kainz
17.00 Erstaufführung
ANDERSON
LAMENTO
*18.00 Erstaufführung
19.00 NIHRFF-Weekender AMERICAN VAGABOND
DK/SF/USA 2013, 90 Min., OmU, Regie: Susanna Helke
LOLITA AM SCHEIDEWEG
*20.00 Kommkino e.V.
Deliria-Italiano-Forentreffen E 1980, 77 Min., DF, Regie: Jess Franco
21.15 NIHRFF-Weekender PORTRAIT OF JASON
USA 1967, 105 Min., OmU, Regie: Shirley Clarke
JUNGLE HOLOCAUST
*22.15 Kommkino e.V.
Deliria-Italiano-Forentreffen I 1980, 92 Min., DF, Regie: Ruggero Deodato
SAMSTAG 11.10.
LE NOTTI DEL TERRORE
*14.15 Kommkino e.V.
Deliria-Italiano-Forentreffen I 1980, 85 Min., DF, Regie: Andrea Bianchi
15.00 Kinderkino
OTTO IST EIN NASHORN ab 5
17.00 NIHRFF-Weekender PORTRAIT OF JASON
L‘ALDILÀ
*17.15 Kommkino e.V.
Deliria-Italiano-Forentreffen I 1981, 87 Min., DF, Regie: Lucio Fulci
19.00 NIHRFF-Weekender ANA HUNNA – KURZFILMPROGRAMM
FRAUEN UND ARBEIT ET/MA 2013, 3 Filme,
ca. 64 Min.; Zu Gast: Laila Samy El Balouty
(Regisseurin, Ägypten)
ANDERSON
*19.30 Erstaufführung
21.15 Erstaufführung
LAMENTO
MYSTERIEN DER PORNOGRAPHIE
*21.15 Kommkino e.V.
SONNTAG 12.10.
11.00 NIHRFF-Weekender FIRST CLASS ASYLUM
15.00 Kinderkino
OTTO IST EIN NASHORN ab 5
17.00 NIHRFF-Weekender CONCERNING VIOLENCE
S/USA/DK 2014, 85 Min., OmU, Regie: Göran Hugo
Olsson; Zu Gast: Ulf Vierke (Iwalewahaus,
Universität Bayreuth)
ANDERSON
*19.00 Erstaufführung
19.15 NIHRFF-Weekender THE SECOND GAME
RO 2014, 97 Min., OmU, Regie: Corneliu Porumboiu
21.15 Erstaufführung
LAMENTO
MYSTERIEN DER PORNOGRAPHIE
*21.15 Kommkino e.V.
MONTAG 13.10.
DIE ZEIT VERGEHT WIE EIN BRÜLLENDER
*19.00 Filmpremiere
LÖWE D 2013, 79 Min., Regie: Philipp Hartmann
Zu Gast: Philipp Hartmann (Regisseur)
19.15 Cinéma français
YVES SAINT LAURENT
F 2013, 104 Min., OmU, Regie: Jalil Lespert
21.15 Erstaufführung
LAMENTO
*21.15 Oberhausen on Tour KURZFILMFESTIVAL OBERHAUSEN ON TOUR
Zu Gast: Herbert Schwarze (Kurator
Kurzfilmtage Oberhausen)
DIENSTAG 14.10.
19.15 Cinéma français
YVES SAINT LAURENT
ANDERSON
*19.15 Erstaufführung
21.15 Erstaufführung
LAMENTO
MITTWOCH 15.10.
11.00 Preview
DAS GROSSE MUSEUM
A 2014, 94 Min., Regie: Johannes Holzhausen
19.15 Cinéma français
YVES SAINT LAURENT
ANDERSON
*19.15 Erstaufführung
21.15 Erstaufführung
LAMENTO
DONNERSTAG 16.10.
CONCERNING VIOLENCE
*19.00 Erstaufführung
19.15 1. Weltkrieg & Asta Nielsen DIE BÖRSENKÖNIGIN
D 1916, 53 Min., Regie: Edmund Edel
Vorfilm: DIE ARME JENNY
D 1912, 31 Min., Regie: Urban Gad
Musikbegleitung: Dieter Meyer (Flügel)
21.15 Erstaufführung
DAS GROSSE MUSEUM
BEGEGNUNGEN NACH MITTERNACHT
*21.15 Kommkino e.V.
Erstaufführung
F 2013, 93 Min., OmU, Regie: Yann Gonzalez
EINTRITT: 6,50 € • MIT FILMHAUS-FREUNDE-KARTE (15 €/JAHR) ODER NÜRNBERG
STUMMFILM MIT PIANO 8,00 € • GRUPPEN AB 10 PERSONEN 4,90 € • KINDER-KI
IMPRESSUM: Filmhaus Nürnberg • Königstraße 93 • 90402 Nürnberg • Tel. (0911) 2 31-58 23 Fax 2 31-83 3
Redaktion: Stephan Grosse-Grollmann, Christiane Schleindl, Hans-Joachim Fetzer, Mikosch Horn, M
Filmbüro Franken Tel. 660 3709 • NIHRFF – Int. Filmtage der Menschenrechte Tel. 231 8329 • Medienladen
KINDERKINO
LIPPELS TRAUM
FREITAG 17.10.
15.00 Little Big Films
17.00 Little Big Films
*17.15 Erstaufführung
*19.00 Asta Nielsen
19.00 Erstaufführung
21.00 Asta Nielsen *21.15 Kommkino e.V.
SAMSTAG 18.10.
11.00 Little Big Films
15.00 Little Big Films
17.00 Little Big Films
19.00 Erstaufführung
21.15 Erstaufführung
*21.15 Kommkino e.V.
SONNTAG 19.10.
10.30 Little Big Films
15.00 Little Big Films
17.00 Little Big Films
*19.00 Erstaufführung
19.15 Asta Nielsen
Vorfilm:
21.00 Erstaufführung
*21.15 Kommkino e.V.
MONTAG 20.10.
*19.00 Erstaufführung
19.15 Asta Nielsen
21.00 Erstaufführung
*21.15 Kommkino e.V.
DIENSTAG 21.10.
19.00 Erstaufführung
21.15 Erstaufführung
*21.15 Kommkino e.V.
Tuesday Trash Nights
MITTWOCH 22.10.
11.00 Preview
DER JUNGE UND DIE WELT
ab 12, BR 2013, 80 Min., ohne Dialog, Regie: Alê Abreu
BEKAS
ab 9, S/F/IRQ 2012, 92 Min., DF, Regie: Karzan Kadar
CONCERNING VIOLENCE
VORTRAG UND FILM „ASTA NIELSEN & DER
1. WELTKRIEG“ Zu Gast: Karola Gramann &
Heide Schlüpmann (Kinothek Asta Nielsen,
Frankfurt)
DAS GROSSE MUSEUM
DAS MÄDCHEN OHNE VATERLAND
D 1912, 30 Min., Regie: Urban Gad
VORDERTREPPE UND HINTERTREPPE
D 1914, 28 Min., Regie: Urban Gad
Musikbegleitung: Dieter Meyer (Flügel)
BEGEGNUNGEN NACH MITTERNACHT
D 2009, 100 Min., DCP, FSK: ab 6, empf. ab 8, Regie: Lars Büchel
ANTBOY – DER BISS DER AMEISE
ab 6, DK 2013, 77 Min., DF, Regie: Ask Hasselbach
RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN
ab 6, D 2014, 94 Min., Regie: Neele Leana Vollmar
Zu Gast: Anton Petzold (Hauptdarsteller)
REUBER
ab 8, D 2013, 70 Min., Regie: Axel Ranisch
Zu Gast: Tadeus Ranisch (Hauptdarsteller)
DAS GROSSE MUSEUM
Zu Gast: Johannes Holzhausen (Regisseur)
CONCERNING VIOLENCE
BEGEGNUNGEN NACH MITTERNACHT
Dänemark 2013, 76 Min., DCP, FSK: ab 0, empfohlen ab 5,
Animationsfilm, Regie: Kenneth Kainz
QUATSCH UND DIE NASENBÄRBANDE
ab 4, D 2014, 82 Min., Regie: Veit Helmer
Zu Gast: Veit Helmer (Regisseur)
FELIX
ab 9, ZA 2013, 97 Min., deutsch eingesprochen, Regie:
Roberta Durrant
PUBLIKUMSPREISVERLEIHUNG
CONCERNING VIOLENCE
ENGELEIN
D 1913, 40 Min., Regie: Urban Gad
DIE FILMPRIMADONNA
D 1913, 17 Min., Regie: Urban Gad
Musikbegleitung: Dieter Meyer (Flügel)
DAS GROSSE MUSEUM
BEGEGNUNGEN NACH MITTERNACHT
CONCERNING VIOLENCE
UNMÖGLICHE LIEBE
D 1932, 88 Min., Regie: Erich Waschneck
DAS GROSSE MUSEUM
BEGEGNUNGEN NACH MITTERNACHT
*= Kommkino
OmU
OF
OmeU
DF
= Originalfassung mit deutschen Untertiteln
=Originalfassung
= Originalfassung mit englischen Untertiteln
= deutschsprachige Synchronfassung
30 • www.filmhaus.nuernberg.de • e-mail: filmhaus@stadt.nuernberg.de • Mitglied bei: EUROPA CINEMAS
Matthias Fetzer, Janine Binöder, Kinga Fülöp • Druck: City Druck • Layout: Information und Form
n Tel. 2059154 • Komm-Kino e.V. Treffen: jeden Dienstag, 20 Uhr • Kartenreservierung: Tel. (0911) 2 31-73 40
Wir freuen uns sehr, euch erstmals zu Little Big
Films, den Kinderfilmtagen im Filmhaus einladen zu
können. Organisiert von 13 Kindern aus Nürnberg
gibt es drei Tage lang großes Kino mit neuen Filmen und vielen Gästen. Dank der starken Kooperations- und Förderpartner ist der Eintritt für alle
Besucher von Little Big Films frei! Genaueres gibt
es in einem extra Flyer.
OTTO IST EIN NASHORN
Der zehnjährige Topper lebt mit seinen Eltern
in einem kleinen verschlafenen Dorf. Als er eines
Tages einen Bleistift findet, zeichnet er damit ein
Nashorn an die Wand seines Kinderzimmers, das
plötzlich lebendig in seinem Kinderzimmer steht.
Damit wird das Dorfleben ganz schön auf den Kopf
gestellt, und ein großes Abenteuer beginnt …
Fr., 10.10. bis So., 12.10. um 15 Uhr
MOMO
BRD/Italien 1986, 104 Min., Blu-ray, FSK & empfohlen ab 6, Regie:
Johannes Schaaf
In den Ruinen eines Amphitheaters lebt das kleine
Waisenmädchen Momo und führt mit ihren Freunden ein ruhiges und friedvolles Leben, bis merkwürdige „graue Herren“ auftauchen und den Menschen
vorrechnen, wie viel Zeit sie für Liebe und Freundschaft „vergeuden“. Doch Momo kommt mit Hilfe
der Schildkröte Kassiopeia und Meister Hora hinter
das Geheimnis der grauen Männer ...
Fr., 24.10. bis Di., 28.10. um 15 Uhr
Am Mi., 29.10. um 14.30 Uhr
im Gemeinschaftshaus Langwasser
BEKAS
Den Auftakt bildet der wunderschön animierte Film DER JUNGE UND DIE WELT (ab 12),
in dem der Junge Cuca aus dem brasilianischen
Hinterland, seinen Vater vermissend, die Welt für
sich entdeckt. – In BEKAS (ab 9) begeben sich
zwei irakische Brüder auf dem Rücken von „Michael Jackson“ auf die Reise in das Land, in dem
Superman lebt. Werden sie dort ankommen? – In
ANTBOY – DER BISS DER AMEISE (ab 9)
wird aus dem ganz normalen und etwas schüchternen Jungen Pelle „über Nacht“ ein Superheld.
– RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN
(ab 6) erzählt von zwei Freunden, dem „tiefbegabten“ Rico und dem „hochbegabten“ Oskar, die
ein glückliches Leben in Berlin führen, bis … - In
REUBER (ab 8) flüchtet Rico in den Wald, weil er
zuhause Mist gebaut hat. Dort trifft er auf finstere
Gesellen, die ihn zum Räuber ausbilden wollen. –
QUATSCH UND DIE NASENBÄRBANDE (ab
4) spielt in Bollerdorf, wo eines Tages uniformierte
Männer auftauchen. Sie wollen das Dorf „durchschnittlich“ machen. Die sechs Kindergartenkinder
der Nasenbärbande finden das langweilig, und so
beginnt ein lustiges und aufregendes Abenteuer. –
FELIX (ab 9): Der 14-jährige Felix lebt in Südafrika
in armen Verhältnissen. Sein größter Wunsch ist,
wie sein Vater Saxophon zu spielen, aber genau
das will seine Mutter verhindern.
Unter den Gästen ist Anton Petzold aus RICO,
OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN. Anton alias
„Rico“ wird das verfilmte Kinderbuch von Andreas Steinhöfel persönlich vorstellen. Auch zu Gast
ist der junge Schauspieler Tadeusz Ranisch. Er
spielt den „Robbi“ in REUBER. Der Film QUATSCH
UND DIE NASENBÄRBANDE ist ganz neu, deshalb
kommt sogar sein Regisseur Veit Helmer zur Vorabpremiere bei Little Big Films!
Bei der Publikumspreisverleihung am Sonntag,
den 19.10. um 17 Uhr wird der Preisträgerfilm bekannt gegeben und ein weiteres Mal gezeigt.
In Kooperation mit JiG und KJR, in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Jugend und Film
e.V. im Rahmen von „Movies in Motion - mit Film
bewegen“ und „Kultur macht stark. Bündnisse für
die Bildung“, gefördert vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung.
REUBER
CINEMA ITALIANO
BELLISSIMA
Italien 1951, 115 Min., 35 mm, FSK: ab 12, ital. OmU, Regie: Luchino
Visconti, mit: Anna Magnani, Tina Apicella, Walter Chiari u.a.
CONCERNING VIOLENCE
DAS GROSSE MUSEUM
H.O.T.S. – AMERICAN TEENS
USA 1979, 96 Min., DF, Regie: Gerald Seth Sindell
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
D 2012, 72 Min., OmU, Regie: Gudrun Gruber,
Alexander Hick, Michael Schmitt
CONCERNING VIOLENCE
*19.00 Erstaufführung
19.15 Afrikanische Kinowelten N – THE MADNESS OF REASON
B/D/NL 2014, 102 Min., OmeU, Regie: Peter Krüger
Einführung: Irit Holzheimer, Matthias Fetzer
21.00 Erstaufführung
DAS GROSSE MUSEUM
DONNERSTAG 23.10.
19.00 Erstaufführung
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
20.30 Erstaufführung
DAS GROSSE MUSEUM
DECODER
*21.15 Kommkino e.V.
Wiederaufführung
BRD 1984, 87 Min., Regie: Muscha
FREITAG 24.10.
15.00 Kinderkino
MOMO
ab 6, BRD/I 1986, 104 Min., Regie: Johannes Schaaf
17.30 Erstaufführung
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
19.00 1. Weltkrieg
THE HALFMOON FILES
D 2007, 87 Min., OmU, Regie: Philip Scheffner
Vorfilm: DER ALEXANDERZUG NACH INDIEN
D 2010, 3 Min., Regie: Alexander Kluge
Zu Gast: Philip Scheffner (Regisseur, angefragt)
DAS GROSSE MUSEUM
*19.15 Erstaufführung
21.15 Erstaufführung
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
DECODER
*21.15 Kommkino e.V.
SAMSTAG 25.10.
15.00 Kinderkino
MOMO ab 6
DAS GROSSE MUSEUM
*16.00 Erstaufführung
17.00 1. Weltkrieg
THE HALFMOON FILES
Vorfilm: DER ALEXANDERZUG NACH INDIEN
19.15 1. Weltkrieg
WEGE ZUM RUHM
USA 1957, 87 Min., OF, Regie: Stanley Kubrick
21.15 Erstaufführung
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
SONNTAG 26.10.
11.00 1. Weltkrieg
KUNST UND KRIEG – SZENISCHE FILMCOLLAGE
Vortrag: Christiane Schleindl und Christoph
Hertel (Filmhauskino)
15.00 Kinderkino
MOMO ab 6
JUNGE FRAU VON 1914
*16.00 1. Weltkrieg
DDR 1969, Teil 1: 77 Min., Teil 2: 79 Min., Regie: Egon
Günther
Vorfilm: JUNGE FRAU VON 1914
D 2010, 3 Min., Regie: Alexander Kluge
17.00 Erstaufführung
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
Zu Gast: Gudrun Gruber und Michael Schmitt
(Regisseure)
19.15 Stummfilm des Monats DIE FREUDLOSE GASSE
Asta Nielsen
D 1925, 151 Min., Regie: Georg Wilhelm Pabst
Musikbegleitung: Wilhelm Höges (Flügel)
DAS GROSSE MUSEUM
*19.15 Erstaufführung
DECODER
*21.15 Kommkino e.V.
MONTAG 27.10.
15.00 Kinderkino
MOMO ab 6
17.30 Erstaufführung
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
DAS GROSSE MUSEUM
*19.00 Erstaufführung
19.15 Cine español
OFFENE TÜREN, OFFENE FENSTER
RCH/RA/NL 2011, 99 Min., OmU, Regie: Milagros
Mumenthaler
21.15 Erstaufführung
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
DECODER
*21.15 Kommkino e.V.
DIENSTAG 28.10.
15.00 Kinderkino
MOMO ab 6
17.30 Erstaufführung
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
DAS GROSSE MUSEUM
*19.00 Erstaufführung
19.15 Cine español
OFFENE TÜREN, OFFENE FENSTER
21.15 Erstaufführung
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
MITTWOCH 29.10.
DAS GROSSE MUSEUM
*19.00 Erstaufführung
19.15 Cine español
OFFENE TÜREN, OFFENE FENSTER
21.15 Erstaufführung
SAN AGUSTÍN – EBBE IM PLASTIKMEER
GPASS: 4,50 €
INO 3,60 €
Der elfjährige Lippels muss eine Woche allein mit
der neuen Haushälterin Frau Jakob verbringen, die
sich als Kinderschreck entpuppt. Der Gipfel ist die
Beschlagnahmung von Lippels Märchenbuch. Doch
er entkommt der Tyrannei, indem er sich nachts in
ein orientalisches Abenteuer hineinträumt, in das
er seine Alltagserlebnisse verwebt. Als es im fantastischen Orient gelingt, Frau Jakob buchstäblich
in die Wüste zu schicken, setzt Lippel alles daran,
seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen …
Fr., 3.10. bis So., 5.10. um 15 Uhr
LITTLE BIG FILMS – 1. KINDERFILMTAGE, 17.-19.10.2014
Weil sie keine Möglichkeit sieht, durch Arbeit je
einen Ausweg aus ihrer Lage in einem Armenviertel Roms zu finden, opfert eine Mutter Kraft und
Ersparnisse, um ihre siebenjährige Tochter zum
Kinderstar aufzubauen. Sie sieht ihre große Chance
gekommen, als in den berühmten Cinecittà-Filmstudios der Talentwettbewerb La bellissima di Roma,
das schönste Kind Roms, ausgerufen wird.
Viscontis dritter Film ist eine Reise durch die
Milieus von Rom und die Lächerlichkeiten der
Filmbranche – zwischen Drama und Satire angesiedelt und getragen von einer grandios spielenden
Anna Magnani. Psychologisch genau beobachtet,
verbindet der Film seine humane Aussage mit
entlarvender Kritik am Filmbetrieb und „kommentiert, wie sich das Kino zum Leben verhält und
umgekehrt.“Harry Tomicek
Mi., 8.10. um 19.15 Uhr
CINEMA FRANÇAIS
YVES SAINT LAURENT
Frankreich 2013, 104 Min., DCP, FSK: ab 12, franz. OmU, Regie: Jalil
Lespert, mit: Pierre Niney, Guillaume Gallienne, Charlotte Le Bon u.a.
Paris 1957. Der gerade einmal 21-jährige Yves
Saint Laurent ist einer der talentiertesten Nachwuchsdesigner Frankreichs und die rechte Hand
des Modeschöpfers Christian Dior. Als dieser unerwartet stirbt, wird Yves künstlerischer Leiter einer
der renommiertesten Modemarken der Welt. Seine
erste Kollektion, von der Welt der Haute Couture
mit großer Skepsis erwartet, wird für den jungen,
genialen Modeschöpfer zu einem triumphalen Erfolg und macht ihn über Nacht weltberühmt. Während einer Modenschau trifft der schüchterne Yves
Saint Laurent auf Pierre Bergé, eine Begegnung,
die sein Leben von Grund auf verändern wird. Die
beiden werden Lebens- und Geschäftspartner und
gründen keine drei Jahre später unter enormem Risiko ihr eigenes, legendäres Modelabel „Yves Saint
Laurent – YSL“. Doch Yves’ Kreativität nimmt über
die Jahre immer selbstzerstörerische Züge an, die
sowohl seine Beziehung zu Pierre, der Liebe seines
Lebens, als auch die Zukunft seines Unternehmens
gefährden. Regisseur Jalil Lespert zeichnet ein bewegendes Porträt dieser einzigartigen Persönlichkeit und führt mitten hinein in die brodelnde Welt
der Mode der 60er und 70er Jahre mit ihrem Lebensgefühl, Machtkämpfen und Musen.
Mo., 13.10. bis Mi., 15.10. um 19.15 Uhr
CINE ESPAÑOL
OFFENE TÜREN, OFFENE FENSTER
ABRIR PUERTAS Y VENTANAS, Chile 2011, 99 Min., DCP, FSK:
k.A., span. OmU, Regie: Milagros Mumenthaler, mit: Maria Canale,
Martina Juncadella, Ailin Salas u.a.
Buenos Aires im Spätsommer. Die drei Schwestern
Marina, Sofía und Violeta leben alleine in der Villa
ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter, bei der sie
aufgewachsen sind. Sowohl das geräumige Haus
als auch die jungen Frauen wirken in dieser neuen
Situation leer und verloren. Sie sind gezwungen,
sich neu auszurichten, erwachsen zu werden: Marina organisiert den Haushalt und widmet sich gewissenhaft ihrem Studium, verfällt aber immer wieder in starke Melancholie. Einziger Lichtblick ist der
Nachbar Francísco. Sofia dagegen ist hauptsächlich
In Kooperation mit: Nürnberger Initiative für Afrika (NIfA),
KUF – Kulturelle und politische Bildung
AFRIKANISCHE KINOWELTEN
N – THE MADNESS OF REASON
Belgien/Deutschland/Niederlande 2014, 102 Min., DCP, FSK: k.A.,
OmeU (Franz., Bambara, Dioula, Sénoufo, Sonhoy, Agni), Regie:
Peter Krüger
Der Franzose Raymond Borremans (1906–1988)
brach im Alter von 23 Jahren nach Afrika auf und
verbrachte dort sein ganzes Leben. Über Marokko
und die Sahara reiste er durch Westafrika, bis er
sich in der Elfenbeinküste niederließ; er verdingte
sich als Banjospieler, tingelte mit einem mobilen
Kino durch die Dörfer der Savanne und sammelte
lebenslang Geschichten und Material für eine große Enzyklopädie Afrikas. Vier Bände sind erschienen, nach dem Buchstaben N starb er, zwei Jahre
vor seinem Tod. Das heißt, er konnte nicht sterben.
Er steckt fest in einem Zwischenreich, nicht mehr
lebend aber auch noch nicht tot. Eine afrikanische
Frau, die ihn hören und sehen kann, versucht ihm
zu helfen, indem sie mit ihm Stationen oder Bilder
seines Lebens zurückruft, damit er sich endlich befreien kann. Nie sind sie zu sehen, man hört nur
mit ihrem Äußeren beschäftigt und geht viel aus.
Die künstlerische Violeta wiederum wandelt teilnahmslos im Haus umher. Ab und zu bekommt sie
Besuch von einem Liebhaber. Das Leben in der Villa
wirkt schwerelos und isoliert. Bis zu dem Herbsttag,
an dem Violeta plötzlich verschwindet.
Mit traumwandlerischer Leichtigkeit erzählt der
Film von drei jungen Frauen im zeitlosen Raum
zwischen Unschuld und Verantwortung und davon,
wie die drei Schwestern um ihre Eigenständigkeit
kämpfen, trauern, loslassen und im Leben weitergehen lernen. Ausgezeichnet mit dem Goldenen
Leopard auf dem Festival de Locarno.
Mo., 27.10. bis Mi., 29.10. um 19.15 Uhr
ihre Stimmen. Nachdenklich, leise, unterhalten sie
sich über Musik, Geister, Film, den Kolonialismus.
Man fliegt, fährt, schwebt, tanzt mit ihnen durch
Afrika wie ein Geist. Dazwischen hört man Afrikaner: Weggefährten Borremans, Heiler, Lehrer, Schüler, Soldaten, die ihre Sicht der Dinge darlegen. Es
geht um das, was man nicht sehen kann. Und um
die Schuld, die die Europäer auf sich luden, als sie
ihre Klassifizierungssysteme nach Afrika brachten
und damit das Sicht- und Zählbare in den Rang
einer Theologie erhoben.
Peter Krügers beeindruckendes Filmpoem, das in
Zusammenarbeit mit dem nigerianischen Schriftsteller Ben Okri entstand, reflektiert über Kultur
und Identität, Vergangenheit und Gegenwart
jenseits dokumentarischer Konventionen. Wir zeigen den Film in einer Preview vor dem deutschen
Kinostart.
Einführung: Irit Holzheimer, Matthias Fetzer
Mi., 22.10. um 19.15 Uhr
DER ERSTE WELTKRIEG IM FILM
DIE GROSSE ILLUSION
Es geht um die Vertuschung von Fehlern und Schuld,
um die Überheblichkeit und die Rolle der Militärjustiz,
die Unschuldige zum Tode verurteilt, damit keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Autoritäten aufkommen.
Weil einige Kriegsveteranen den Film als antifranzösisch
einstuften, lief er in Frankreich erst 17 Jahre nach seiner
Premiere an.“ Philipp Stiasny
Sa., 25.10. um 19.15 Uhr
LA GRANDE ILLUSION, Frankreich 1937, 117 Min., DCP, FSK: ab 12,
franz./dt./engl./russ. OmU, Regie: Jean Renoir, mit: Pierre Fresnay, Erich von
Stroheim, Jean Gabin u.a.
Jean Renoir erzählt in DIE GROSSE ILLUSION von einer
Art Freundschaft zwischen zwei Männern, die sich gerade noch als Feinde bekämpft haben: dem gefangengenommenen französischen Offizier de Boeldieu und dem
deutschen Lagerkommandanten von Rauffenstein. Jean
Renoir formuliert hier eine klare Absage an Nationalismus, Krieg und Klassen- und Rassenunterschiede. So
enthält er sich auch strikt einer einseitigen Wertung. Entstanden kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, wurde DIE GROSSE ILLUSION zunächst in Frankreich wegen
Deutschfreundlichkeit durch die Zensur stark gekürzt, in
Deutschland wegen des dargestellten Pazifismus verboten. Heute gilt er international als Meisterwerk der Filmgeschichte. Renoir sagt in seiner Autobiographie: „Mein
Hauptthema war eines der Ziele, die ich anstrebe, seit ich
Filme mache: die Vereinigung der Menschen.“ Doch die
Geschichte zeigte nur zwei Jahre nach Fertigstellung des
Films, dass auch dies eine große Illusion war.
Fr., 3.10. um 19 Uhr, Einführung in die Filmreihe:
Christiane Schleindl, Christoph Hertel.
So., 5.10. bis Di., 7.10.
KUNST UND KRIEG –
SZENISCHE FILMCOLLAGE
D 2010 – 2014, u.a. mit Filmen von Alexander Kluge und Heinz Bütler, ca. 90 Min.
Alexander Kluge eruiert mit seinen Expertengesprächen
die Gründe für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges, die
Folgen und Wahrscheinlichkeit einer globalen Kriegsgefahr im 21. Jahrhundert und die Auseinandersetzung mit
dem Ersten Weltkrieg in Literatur, Musik, Theater und
Film.
Wir zeigen eine szenische Auswahl aus ihren Interviews
und Alexander Kluges experimentellen Filmsequenzen.
Vortrag und Zusammenstellung: Christiane Schleindl
und Christoph Hertel
So., 26.10. um 11 Uhr
JUNGE FRAU VON 1914
DDR 1969, Teil 1: 77 Min., Teil 2: 79 Min., Beta SP, FSK: ab 12, Regie: Egon
Günther, mit: Jutta Hoffmann, Klaus Piontek, Manfred Krug u.a.
OTTO DIX – LESUNG UND FILM
Die aus Nürnbergs Partnerstadt Gera stammende Autorin Ulla Spörl liest aus dem zweiten Teil ihres Romanzyklus über den Künstler Otto Dix: Das Kornfeld auf der
Lehmgrube. Ihr Roman beleuchtet die Studentenjahre,
den Fronteinsatz und die kreative Blütezeit des Künstlers.
Anschließend:
ZEHNMAL DIX – DER MALER OTTO DIX
Kanada/Deutschland 2011, 52 Min., DVD, FSK: ab 0, Regie: Jennifer Alleyn
Otto Dix (1891 – 1969) zählt zu den bedeutendsten
deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg und später Zeuge des aufkommenden Nationalsozialismus reagiert er in seinen Bildern
auf die Verheerungen und Schrecken des Krieges. Aber
auch die grotesken Abgründe der Großstadt im Berlin
der 20er Jahre sind ihm ein wichtiges Thema. Nach seiner Kriegsgefangenschaft wird Dix ab 1949 zum Pendler
zwischen den beiden deutschen Staaten und ihren Kunstideologien, zwischen der westdeutschen Nachkriegsmoderne und dem sozialistischen Realismus der DDR.
ZEHNMAL DIX – DER MALER OTTO DIX beleuchtet sein
Leben und Werk in zehn Kapiteln.
In Kooperation mit dem Amt für Internationale
Beziehungen.
So., 5.10. um 19.15 Uhr,
zu Gast: Ulla Spörl (Autorin)
WEGE ZUM RUHM
THE HALFMOON FILES
Deutschland 2007, 87 Min., Blu-ray, FSK: k.A., OmU, Regie: Philip Scheffner
Ausgangspunkt ist die Tonaufzeichnung eines Kriegsgefangenen aus Indien, der zur Zeit des Ersten Weltkriegs
im „Halbmondlager“ in Wünsdorf bei Berlin interniert war.
Knisternd erklingt seine Stimme, die eine unter Hunderten
von Stimmen von Kolonialsoldaten ist, welche damals aus
wissenschaftlichen Gründen aufgenommen wurden. Philip
Scheffner folgt in seiner außergewöhnlichen Spurensuche
diesen Stimmen an den Ort ihrer Aufnahme.
„So entsteht aus den akribischen Daten der Ethnologen, Anthropologen und ihrer Phonographen, den Stimmen der indischen und nordafrikanischen Kriegsgefangenen, dem Lautarchiv der Humboldt-Universität und dem
Prozess des Suchens selbst, ein vielschichtiges Geflecht
von Stimmen und Bildern: eine faszinierende Reise durch
die Sinne, die tastend beginnt wie ein Suchspiel mit verbundenen Augen, dann schnell Fahrt aufnimmt und eine
Geschichte erzählt, die vom Kolonialismus handelt, von
der Wissenschaft und der Kunst – und davon, dass nicht
wahr sein muss, was wir für wirklich halten.“ Constanze
von Bullion, Süddeutsche Zeitung.
Vorfilm: GAB ES EINE CHANCE FÜR EINEN ALEXANDERZUG NACH INDIEN?
D 2010, 3 Min., DVD, Regie: Alexander Kluge
Fr., 24.10. um 19 Uhr, zu Gast: Philip Scheffner
(Regisseur, angefragt)
Sa., 25.10. um 17 Uhr
WEGE ZUM RUHM
PATHS OF GLORY, USA 1957, 87 Min., DCP, FSK: ab 12, OF, Regie: Stanley
Kubrick, mit: Kirk Douglas, Ralph Meeker, Adolphe Menjou u.a.
„Im März 1915 befiehlt ein französischer General einer schon stark dezimierten Kompanie zum wiederholten
Male, eine deutsche Stellung in der Nähe von Reims anzugreifen. Als sich die Soldaten weigern, will der General die Kompanie von der eigenen Artillerie unter Feuer
nehmen lassen. Die von Humphrey Cobb in seinem Antikriegsroman Paths of Glory (1935) geschilderte Episode
greift Stanley Kubrick in seinem Film auf, der die Auseinandersetzung zwischen dem Protagonisten, Colonel Dax
und der intriganten Führungsebene beleuchtet.
„München 1914. An der Universität verlieben sich die
Studenten Leonore Wahl und Werner Bertin ineinander.
Doch Leonores reiche Eltern haben etwas gegen Werner,
dessen liberale Ansichten sie ablehnen. Nach Kriegsausbruch wird das Paar durch Werners Einberufung gewaltsam getrennt. Gerade jetzt erfährt Leonore, dass sie
schwanger ist. Auf verschiedene Weise lernen beide das
Grauen des Krieges kennen: Werner als Soldat in Verdun,
Leonore als Krankenschwester, die sich um Schwerverwundete kümmert.
Entstanden nach dem gleichnamigen Roman von
Arnold Zweig aus dem Jahr 1932, schildert JUNGE FRAU
VON 1914 den Verlust der anfänglichen patriotischen
Ideale der jungen Leute. Egon Günther, der in ERZIEHUNG VOR VERDUN (1973) die Geschichte von Werner
weitererzählt, gelang mit JUNGE FRAU VON 1914 ein außerordentlich differenziertes Porträt der wilhelminischen
Gesellschaft im Krieg samt ihrer Gegensätze und Konflikte. Vom Durchschnitt der DDR-Fernsehproduktion hob
sich Günthers Film auch durch seine Erzählweise, visuelle
Ästhetik und das Schauspiel, etwa Jutta Hoffmanns, deutlich ab.“ Philipp Stiasny
Vorfilm: JUNGE FRAU VON 1914
D 2010, 3 Min., DVD, Interview Alexander Kluge mit Jutta Hoffmann
So., 26.10., um 16 Uhr mit 15 Minuten Pause
HOMMAGE AN ASTA NIELSEN
Durch Asta Nielsen fand das deutsche Kino am Vorabend des Ersten Weltkrieges zu einer ersten Blüte. Als
Schauspielerin war sie zuvor Teil der skandinavischen
Theateravantgarde. Doch wirklich berühmt ist sie bis
heute als erste Diva aus der Frühzeit der Filmgeschichte.
Asta Nielsen (1881 – 1972) wurde in Dänemark geboren. Nach ihrem ersten Kinowelterfolg ABGRÜNDE kam
sie 1911 mit dem Regisseur Urban Gad nach Deutsch-
land. Dort entstanden ihre meisten Filme. Mit Intelligenz
und Leidenschaft nahm sie Einfluss auf die Herstellungsprozesse, was für Frauen damals längst nicht selbstverständlich war, und formte die Charaktere der Rollen nach
ihren Vorstellungen. Ihre einzigartige Ausdruckskraft
schafft es bis heute, die Zuschauer zu faszinieren.
Wir freuen uns sehr, dass Karola Gramann und Heide
Schlüpmann von der Kinothek Asta Nielsen in Frankfurt
für uns eine Hommage an die Ausnahmekünstlerin mit
sieben seltenen Archivkopien kuratiert haben, die teilweise noch nie in Nürnberg zu sehen waren.
Die Kinothek Asta Nielsen macht es sich seit 15 Jahren
zur Aufgabe, die „Filmarbeit von Frauen in Geschichte und
Gegenwart aufzufinden, zu dokumentieren und öffentlich
zugänglich zu machen.“ Beide Filmwissenschaftlerinnen
sind wahre Expertinnen zum Thema Asta Nielsen. Ihre
Besuch kommt, muss die mittlerweile 17-Jährige, die der
Schrecken ihres Pensionats ist, eine Zwölfjährige darstellen. Das geht so lange gut, bis sie romantische Gefühle
für ihren Onkel entwickelt und sich ihm als erwachsene
Frau offenbaren will. „Pures Vergnügen bereitet die Komödie ENGELEIN. Die über 30-jährige Asta Nielsen spielt
eine 17-Jährige, die eine Zwölfjährige spielen muss und
deshalb in Haarmasche und Hängekleidchen gesteckt
wird.“ Kinothek Asta Nielsen
DIE BÖRSENKÖNIGIN
Deutschland 1916, 63 Min., 35 mm, viragiert, Regie: Edmund Edel, mit: Asta
Nielsen, Aruth Wartan, Otto Gebühr u.a.
Helena ist Besitzerin des Kupferbergwerks „Glückauf“,
das vor dem Ruin steht. Da entdeckt ihr Ingenieur eine
ergiebige Erzader, und sie kauft die fast wertlosen Aktien
auf, um sich finanziell zu sanieren. Der Ingenieur wird ihr
Geliebter und Mitinhaber der Firma. Als er sich in ihre
junge Nichte und Gesellschafterin verliebt, bricht Helenas
Glück zusammen. „Ein Jahr vor Gründung der Ufa mithilfe des Kapitals der deutschen Schwerindustrie, spielt Asta
Nielsen die Inhaberin und Leiterin eines Kupferbergwerks.
Was zunächst wie ein Manifest weiblicher Emanzipation
aussieht, zeigt am Ende, dass wirkliche Emanzipation
nicht mit der Übernahme traditionell männlicher Machtpositionen identisch ist.“ Kinothek Asta Nielsen
DIE FILMPRIMADONNA
Deutschland 1913, 17 Min., 35 mm, englische Zwischentitel, Regie: Urban
Gad, mit: Asta Nielsen, Paul Otto, Fritz Weidemann u.a.
Asta Nielsen als gefeierter Filmstar, als Filmprimadonna, die in zerstörerische Leidenschaften verstrickt ist. Von
dem Film ist nur ein Fragment erhalten, das aber eine der
schönsten Sequenzen der Filmgeschichte enthält: Asta
Nielsen im Filmlabor und am Schneidetisch, die Szenen
eines Films begutachtend.
Musikbegleitung: Dieter Meyer (Flügel)
So., 19.10. um 19.15 Uhr
DIE ARME JENNY
Deutschland 1912, 31 Min., 35 mm, Regie: Urban Gad, mit: Asta Nielsen u.a.
„Jenny vom Hinterhaus lässt sich vom Herren aus dem
Vorderhaus verführen, das bittere Ende ist voraussehbar.
Doch die Nielsen spielt immer gegen das Schicksal und
für das Menschenrecht.“ Filmarchiv Austria
Musikbegleitung: Dieter Meyer (Flügel)
Do., 16.10. um 19.15 Uhr
ASTA NIELSEN UND DER ERSTE
WELTKRIEG
Vortrag mit Filmbeispielen von Karola Gramann und Heide Schlüpmann
(Kinothek Asta Nielsen, Frankfurt)
Am zweiten Asta-Nielsen-Abend führen die Filmwissenschaftlerinnen Karola Gramann und Heide Schlüpmann mit vielen Bild- und Filmzitaten in das Werk der
faszinierenden Künstlerin ein, wobei ein Fokus auf ihr
Leben und Arbeiten vor und während des Ersten Weltkrieges gelegt wird.
Asta Nielsen feierte in Deutschland gerade einen Film­
erfolg nach dem anderen, als der Krieg ausbrach: „Der
Erste Weltkrieg bedeutete in vieler Hinsicht einen Bruch
in der Filmarbeit der Asta Nielsen: Als Ausländerin musste
sie ihr geliebtes Berlin verlassen und damit einen ganzen
künstlerischen, kulturellen und ökonomischen Zusammenhang, in dem sie sich zu einem Weltstar entwickelt
hatte. 1916 gelang es ihr sogar, für ein Jahr unter dem
Publikationen Unmögliche Liebe. Asta Nielsen, ihr Kino
und Nachtfalter. Asta Nielsen, ihre Filme sind Standardwerke.
Mit unserer Hommage an Asta Nielsen, den ersten
internationalen Filmstar, lassen wir vom 16. bis 26. Oktober einen ganz besonderer Stern auf der Leinwand des
Filmhauskinos erstrahlen. Alle Filme werden musikalisch
am Flügel von Dieter Meyer begleitet.
UNMÖGLICHE LIEBE
DAS MÄDCHEN OHNE VATERLAND
Namen Neutral Film eine eigene Filmproduktion in Berlin
zu eröffnen, mit der sie acht Filme drehte.
Musikalische Begleitung: Dieter Meyer (Flügel)
Zu Gast: Karola Gramann, Heide Schlüpmann
Fr., 17.10. um 19 Uhr
wird sie selber von der eigenen Leidenschaft ergriffen. Am
Ende bleibt nur die helle Trauer ausgeschlossenen Lebens
und Liebens.“ Filmarchiv Austria
DAS MÄDCHEN OHNE VATERLAND
„Selbstbewusst und voller Witz probiert die Tochter aus
dem Hinterhaus, wie weit sie es mit dem feschen Offizier
vom Vorderhaus bringen kann. Es reicht gerade bis zum
Maskenball, auf dem sie sich als Libelle verkleidet köstlich
amüsiert und zugleich das falsche Getue der ,feinen Gesellschaft’ offenbar wird.“ Kinothek Asta Nielsen
Musikbegleitung: Dieter Meyer (Flügel)
Fr., 17.10. um 21 Uhr
Deutschland 1912, 30 Min., 35 mm, Regie: Urban Gad, mit: Asta Nielsen,
Paul Meffert, Max Wogritsch u.a.
In den Gebirgswäldern am Balkan liegt eine kleine,
aber wichtige Grenzfestung, die der Feind zur Eroberung
ausspionieren möchte. Als Spionin von durchschlagender
Wirkung wird Zidra eingesetzt, die schönste Blüte eines
„Zigeunerstammes“. „In einer Szene balanciert die Nielsen hinreißend leichtfüßig auf einem Kanonenrohr – diese Einstellung ist emblematisch für den ganzen Film. Die
,Zigeunerin‘ Zidra spielt mit den Insignien und Repräsentanten einer militärischen Gesellschaft. Es ist ein Spiel
zwischen Verlachen und Verführung. Doch während sie in
ihrem Spielzeug, dem Leutnant, das Begehren entfacht,
VORDERTREPPE UND HINTERTREPPE
Deutschland 1914, 28 Min., 35 mm, Regie: Urban Gad, mit: Asta Nielsen u.a.
ENGELEIN
Deutschland 1913, 40 Min., 35 mm, Regie: Urban Gad, mit: Asta Nielsen u.a.
Aus Zeitmangel heiratete der Redakteur Schneider
die Mutter seiner Tochter Jesta erst fünf Jahre nach der
Geburt. Als der reiche und prüde Onkel aus Amerika zu
VERA HOLGK UND IHRE TÖCHTER, Deutschland 1932, 88 Min., 35 mm,
Regie: Erich Waschneck, mit: Asta Nielsen, Ery Bos, Ellen Schwanneke u.a.
In Ihrem ersten Tonfilm, der zugleich ihr letzter Spielfilm
werden sollte, spielt Asta Nielsen eine alternde Bildhauerin, die trotz ihrer zwei erwachsenen Töchter auf das eigene Leben nicht verzichten will. Sie liebt einen berühmten
Bildhauer, gerät dadurch in Konflikt mit den Mädchen und
resigniert später. Lange zweifelte die Filmkritik, ob Asta
Nielsen den Sprung in die Tonfilmära bestehen würde.
Dazu Siegfried Kracauer: „Sie behandelt den Stoff auf
herkömmliche Weise. Aber gleichviel, der Film gibt Asta
Nielsen die Möglichkeit, alle Zweifler schlagend und endgültig zu widerlegen. Nicht zuletzt dank ihrer Stimme,
deren schmiegsame Herbheit sich in den verschiedenen
Situationen leicht anpasst und mit dem Gesamtspiel wie
selbstverständlich zusammenwächst. Gerade das Ineinander von Mimik und Sprache ist Frau Nielsen wunderbar gelungen.“
Mo., 20.10. um 19.15 Uhr
Hinweis: auch im Stummfilm – siehe Titelseite –
DIE FREUDLOSE GASSE am So., 26.10. um 19.15 Uhr
spielt Asta Nielsen eine Hauptrolle.
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Seele and Geist
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