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1 FEATURE INFORMATIONEN April 2015 I. AUS DER

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FEATURE INFORMATIONEN
I.
April 2015
AUS DER REDAKTION
Stereo ist überbewertet
S. 2
II.
HINWEISE DES MONATS
S. 3
III.
DAS PROGRAMM:
IV.
SWR 2 Feature am Sonntag (14.05 Uhr)
S. 4
SWR 2 Essay (Montag, 22.03 Uhr)
S. 6
SWR 2 Literatur (Dienstag, 22.03 Uhr )
S. 8
SWR 2 Feature (Mittwoch, 22.03 Uhr)
S. 10
IMPRESSUM
S. 12
Bitte beachten Sie auch unser Internet-Projekt
www. dokublog.de
Außerdem informieren wir Sie gerne mit unserem newsletter per e-mail über das aktuelle
Feature-Programm der jeweils kommenden Woche. Sie können ihn im Internet bestellen
unter www.swr2.de/feature. Manuskripte der Sendungen können Sie ebenfalls auf unseren
Internetseiten einsehen, Sende-Mitschnitte bei SWR Media Services bestellen: 76522
Baden-Baden; Tel: 07221-929 26030; Fax: 07221-929 24511
1
I. AUS DER REDAKTION
Stereo ist überbewertet
Helmut Kopetzky schrieb am 25.Februar im Radiobolg auf dokublog.de:
Schallwellen erreichen beide Ohren und entsprechend die nach Links und Rechts
lauschenden Kapseln unseres Stereo-Mikrophons niemals gleichzeitig.
Ein Mono-Signal, bei dem alle Klang- und Richtungsanteile des Originaltons in einem Punkt
zusammengestaucht sind, gleicht dagegen einem Soundknödel, einem dumpfen akustischen
Schleimklumpen. Die größte Errungenschaft der Stereo-Technik heißt: Transparenz. Der
Knoten wird entwirrt. Wir können eintauchen in einen vielschichtigen Klang, der unserer
wahrgenommenen "Wirklichkeit" nahekommt.
Nun lässt sich aber die "wahrheitsgetreue" Wiedergabe einer bestimmten, vom Autor
erlebten akustischen Situation selten mit einer einzigen Tonaufnahme erreichen. Das
einfältige Mikrophon liefert immer nur die Summe aller vorhandenen Einzelgeräusche.
Womöglich müssen wir also die "Originalklänge" im Studio neu erschaffen: das, was uns
typisch erscheint; was wir über diesen Ort, diese Situation aussagen möchten; was uns
beeindruckt hat; was wir als Summe unserer Eindrücke noch "im Ohr haben". Gutes Radio,
Feature zumal, ist Rekonstruktion und bedeutet auch fast immer komprimierte Zeit.
Tom Heithoff kommentierte diesen Beitrag am 26. Februar
Stereo ist meiner Meinung nach völlig überbewertet. Das Streben in die Breite führt zu immer
einzwängenderen Entwicklungen wie Surround. Die Lautsprecher schreiben mir vor, wie und
wo ich was zu hören habe. Das mag genießen, wer will. Mono bedeutet keineswegs
"Soundklumpen". Mono ist an sich schon ein "künstlerischer" Eingriff. Genauso wie das
dreidimensionale Augenbild auf der zweidimensionalen Leinwand nicht verliert, sondern
gewinnt (nämlich an Verdichtung, künstlerischer Reduktion und Konzentration), sehe ich
Mono nicht als Mangel. Entscheidend sind, da bin ich mit Ihnen einig, Montage und
Klangmischung. Mit Monoaufnahmen lässt sich genauso gut ein subtiler Klangraum mischen.
Und möglichweise entsteht dann ein Raum, der zwar weniger Breite entwickelt, aber dafür
mehr Tiefe.
Nachzulesen im Radioblog, nachzuhören in Mehrspur. Radio reflektiert 47 auf
www.dokublog.de
2
II. HINWEISE DES MONATS
Mittwoch, 8.4.2015, 22.03 Uhr
Svalbard
Norwegens Joker im Run auf die Arktis
Von Harald Brandt
Svalbard - "kühle Küste" wird die Inselgruppe auf norwegisch genannt. Der 1920 in Paris
unterzeichnete Spitzbergenvertrag gesteht Norwegen die volle Souveränität über den
gewaltigen Archipel im Polarmeer zu. Allerdings muss Norwegen allen 40
Unterzeichnerstaaten die gleichen Rechte bei der Ausbeutung von Bodenschätzen
gewährleisten, über die es selbst verfügt. Und nicht nur die vermuteten Öl- und
Gasvorkommen im Norden sind begehrt: Auf Svalbard beginnt der Run auf die Arktis. Etwa
2000 Menschen leben in der Hauptsiedlung Longyearbyen, über ein Viertel sind Studenten
aus aller Welt. In Barentsburg kommen noch etwa 400 russische Minenarbeiter und
Wissenschaftler dazu. Norwegen verfügt zwar über die Souveränität, aber wird es den
Wettlauf gewinnen?
(Produktion SWR/BR)
Sonntag, 12.04.2015, 14.05 Uhr
"Ich schrieb das schnell auf"
Rolf Dieter Brinkmann und die Suche nach dem Unmittelbaren
Von Norbert Hummelt
Vielleicht sei es ihm "manchmal gelungen, Gedichte einfach genug zu machen,
wie Songs, wie eine Tür aufzumachen, aus der Sprache und den Festlegungen
raus", schrieb Rolf Dieter Brinkmann zu seinem letzten Gedichtband Westwärts 1
und 2, der im Mai 1975 posthum erschien. Kurz zuvor war der gerade 35-jährige
Dichter in London von einem Bus überfahren worden. Der Versuch, unmittelbar
an die Dinge, an den Augenblick, an das Leben heranzukommen, zeichnete sein
Schreiben von Beginn an aus. Dazu entwickelte er die Snap Shots, ganz kurze
Gedichte, die sich fotografisch an den Moment heften. Kommen wir heute, 40
Jahre nach Brinkmanns Tod, noch an die erloschenen Augenblicke heran? Was
empfinden wir, wenn wir seine Stimme hören wie in seiner letzten Aufnahme, die
kurz vor seinem Tod in Cambridge aufgezeichnet wurde? Finden wir in seinen
Gedichten noch eigene Erfahrungen oder sind sie schon weit abgerückt?
Sonntag, 26.4..2015, 19.30 Uhr
Mehrspur.Radio reflektiert
mit Wolfram Wessels
Dokublogthema: Lügen Presse
Christine Werner: docusound
Guido Graf bloggt
Christiane Renye: Nachrichten aus dem Off
3
III. DAS PROGRAMM
Sonntag: SWR2 Feature am Sonntag, 14.05 – 15.00 Uhr
05.04.2015
Die Ismael-Trilogie
SWR2 Spielraum extra
Ismael und der Auftritt der Seekühe
Hörspiel nach dem gleichnamigen Jugendroman von Michael Gerard Bauer
12.04.2015
"Ich schrieb das schnell auf"
Rolf Dieter Brinkmann und die Suche nach dem Unmittelbaren
Von Norbert Hummelt
Vielleicht sei es ihm "manchmal gelungen, Gedichte einfach genug zu machen,
wie Songs, wie eine Tür aufzumachen, aus der Sprache und den Festlegungen
raus", schrieb Rolf Dieter Brinkmann zu seinem letzten Gedichtband Westwärts 1
und 2, der im Mai 1975 posthum erschien. Kurz zuvor war der gerade 35-jährige
Dichter in London von einem Bus überfahren worden. Der Versuch, unmittelbar
an die Dinge, an den Augenblick, an das Leben heranzukommen, zeichnete sein
Schreiben von Beginn an aus. Dazu entwickelte er die Snap Shots, ganz kurze
Gedichte, die sich fotografisch an den Moment heften. Kommen wir heute, 40
Jahre nach Brinkmanns Tod, noch an die erloschenen Augenblicke heran? Was
empfinden wir, wenn wir seine Stimme hören wie in seiner letzten Aufnahme, die
kurz vor seinem Tod in Cambridge aufgezeichnet wurde? Finden wir in seinen
Gedichten noch eigene Erfahrungen oder sind sie schon weit abgerückt?
19.04.2015
"Ich glaube, dass wir sowieso politisch sind"
Geschichten von Leuten, die sich einmischen
Von Günter Rohleder
Demokratie ist ein Prozess und muss täglich neu errungen werden. Sie lebt davon, dass
Menschen hinsehen und aufbegehren, wenn sie auf Unzumutbares und Ungerechtes
stoßen. Doch Temperament, Mut und Handlungsbereitschaft fallen sehr unterschiedlich aus.
Wie ticken Menschen, die sich einmischen? Was treibt sie zum Handeln? Und wann werden
Wut und Empörung gefährlich? Neun Menschen, die sich einmischen über ihre Motive und
ihre Zweifel.
4
26.04.2015
Im Widerstand zu Hause sein?
Eine Erkundung zur Kritik als Lebensform
Von Angelika Brauer
Die Dramen der Vergangenheit, die Schieflagen der Gegenwart, die Kluft
zwischen Arm und Reich - jeder weiß Bescheid. Man kann sich empören,
solidarisieren, als Wutbürger auf die Straße gehen und sein Nein demonstrieren.
Ist dieser spontane Widerstand - anlassbezogen, zielgerichtet und so schnell,
dass er verschwindet, bevor er ökonomisch vereinnahmt wird - nicht der einzige,
der heute überhaupt noch zur Freiheit der Selbstbestimmung passt? Eine
prinzipielle Frage. Mit Antworten von Philosophen und Künstlern.
5
Montag: SWR2 Essay, 22.03 – 23.00 Uhr
06.04.2015
Essay Musik
Von Tinnitus bis Taubheit
Wenn Musiker gehörkrank werden
Von Jens Hagestedt
Rousseau war dem Schicksal dankbar für die Ohrgeräusche und die Schwerhörigkeit, die ihn
im Alter von 24 Jahren plötzlich überfielen und seine diversen Aktivitäten auf dem Gebiet der
Musik ohne Zweifel behinderten: Die Krankheit, meinte er, habe ihn zu einem besseren
Menschen gemacht. Beethoven musste sich seit seinem 26. Lebensjahr an sein
allmähliches, später mit Tinnitus verbundenes Ertauben gewöhnen. Der Verlust des Gehörs
setzte seinem Wirken als Pianist und Dirigent ein Ende, hinderte ihn aber nicht am
Komponieren. Smetana wurde innerhalb eines Vierteljahres völlig taub, hörte aber ein
Dröhnen, Kreischen und Pfeifen in den Ohren, das ihm die Arbeit an neuen Werken oft
unmöglich machte. Den pfeifenden Ton hat er in einem Streichquartett bei Mit- und Nachwelt
angeprangert. Die schottische Perkussionistin Evelyn Glennie, seit ihrem zwölften
Lebensjahr fast völlig gehörlos, hat einen Weg gefunden, ohne Hörgerät und avancierte
Hörhilfen wie Cochlea- oder Hirnstammimplantat professionell Musik zu machen.
Was macht ein krankes Gehör mit dem musikalischen Menschen? Jens Hagestedts Essay
geht dieser Frage nach.
13.04.2015
Synästhesie
Die Vereinigung der Sinne in der entzauberten Welt
Von Christian Hermann
Wir hören mit unseren Ohren, sehen mit den Augen und wenn jemand behauptet, dass man
nur mit dem Herzen gut sieht, dann haben wir es mit einem Poeten oder Philosophen zu tun.
Auf bis zu fünf Prozent schätzt man den Anteil der Menschen, bei denen mindestens ein
Sinnesorgan vielseitiger ist. Dann sind Töne mit farbigen Erscheinungen oder Eindrücken
verbunden, die wir sonst nur über unseren Tastsinn erfahren und Farbiges hat plötzlich einen
Klang. Das Phänomen heißt Synästhesie. In der Ästhetik ist damit auch der Anspruch der
Kunst gemeint, durch eine Verbindung von Musik und Wort, Bild und Darstellung nicht nur
eine äußerliche Summe von Erlebnissen unterschiedlicher Sinnenhaftigkeit zu gewinnen,
sondern ein qualitativ neues Gesamterlebnis, eine Steigerung von Sinnlichkeit und Sinn.
20.04.2015
Die Gewalt der Zeit und die Zeit der Gewalt
Von Jochen Hörisch
Zeit und Gewalt stehen in einem intimen wie angespannten Verhältnis zueinander. Wer
gegenüber einem Menschen Gewalt ausübt, indem er ihn physisch und/oder psychisch
verletzt, raubt ihm gesunde, erfüllte Lebenszeit. Wer gar einen Menschen tötet, macht sich
zum Herrn seiner Lebenszeit. Totschläger, Mörder, Terroristen, Gewaltverbrecher aller Art
spüren die perverse Genugtuung, die Gewalt der Zeit zu personalisieren, ja ihrer in gewisser
Weise Herr zu werden. Der Gewalttäter unterliegt zwar selbst der Gewalt der Zeit, auch er
6
wird älter werden und zu einem unbestimmten Zeitpunkt sterben. Aber er hat sich, einen
anderen Menschen tötend, dem Phantasma hingeben können, Herrscher über die
Lebenszeit eines anderen sein zu können.
27.04.215
Politik des Fleisches
Gewalt und Literatur im 20. Jahrhundert
Von Volker Demuth
Aus guten Gründen herrschte am Beginn des 20. Jahrhunderts die allgemeine Zuversicht,
dass nun die Früchte der wissenschaftlich-technischen Moderne geerntet werden könnten.
Doch spätestens mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs tritt ein beispielloses Maß an Gewalt
und Zerstörung in Erscheinung. Dabei bringt die Geschichte jene neue Qualität hervor, die
man als Politik des Fleisches bezeichnen kann. Sie taucht im Lauf des 20. Jahrhunderts in
unterschiedlichen Formen auf und besitzt einen einheitlichen Gegenstand: das Individuum in
seiner verletzbaren Physis. Die Literatur wird zu seinem vielleicht klarsten, beunruhigendsten
Spiegel.
7
Dienstag: SWR2 Literatur, 22.03 – 23.00 Uhr
07.04.2015
Die SWR-Bestenliste
Aus der Jury diskutieren die Literaturkritiker Eberhard Falcke
und Jochen Hieber über ausgewählte Bücher
Moderation: Ursula März
(Aufzeichnung aus dem SWR-Studio Mannheim)
14.04.2015
Anne Weber: Ahnen
Anne Weber im Gespräch mit Katharina Borchardt.
(Aufzeichnung vom 8. April im Literaturhaus Stuttgart)
Ein Zeitreisetagebuch hat Anne Weber ihren neuen Roman "Ahnen" genannt. Denn darin
begibt sie sich auf eine sehr persönliche historische Spurensuche. Sie spürt ihrem
Urgroßvater Florens Christian Rang (1864 - 1924) nach, der Jurist und Pfarrer in Posen war.
Rang schrieb viel, korrespondierte mit Hugo von Hofmannsthal und war befreundet mit
Martin Buber, Walter Benjamin und Gershom Scholem. Anne Weber recherchierte intensiv
für ihren Roman: Sie reiste nach Posen und studierte Rangs Schriften, die heute im WalterBenjamin-Archiv in Berlin liegen.
Doch: Wie nah kann man einem Verstorbenen überhaupt noch kommen? Diese Frage
beschäftigte Anne Weber auch schon in früheren Romanen. In "Ahnen" umkreist sie nun
schreibend ihren Urgroßvater, den sie im Buch Sanderling nennt.
21.04.2015
Kann Lyrik die Welt retten?
Gary Snyder - Ein Porträt
Von Grace Yoon
(Produktion: DLF 2014)
Der Dichter und Übersetzer Gary Snyder war einer der Gründerväter der Beat Generation.
Als Japhy Ryder porträtierte ihn Jack Kerouac in seinem Roman Dharma Bums. In San
Francisco geboren, ging Snyder als junger Mann für zwölf Jahre nach Japan, um ZenBuddhismus und Japanisch zu studieren. Zurück in Amerika, baute er sich ein Haus in einem
Indianerreservat und wurde Professor in Kalifornien. Die Auszeichnungen mit dem
renommierten Pulitzer- und dem Bollingen-Preis haben den Dichter und Ökoaktivisten nicht
versöhnlich gestimmt. Snyder ist auf seine Art radikal geblieben. "Die Welt ist Natur", schreibt
er, "und auf lange Sicht ist sie unweigerlich wild, denn das Wilde ist eine Ordnung der
Unbeständigkeit. Auch unser Geist ist wild. Wir müssen lernen, wie wir ihm folgen können."
8
28.04.2015
SWR2 LiteraturEN
Das Literaturmagazin mit Berichten, Reportagen, Porträts, Features, Gesprächen und vielem
mehr
In SWR2 LiteraturEN porträtiert heute Silke Merten die Comic-Autorin Birgit Weyhe. Ulrike
Almut Sandig sendet uns einen "Gruss aus der Küche". Arndt Peltner berichtet über eine in
den USA erschienene Anthologie deutschsprachiger Literatur zwischen 1850 und 1914. Über
Blumios "Rap da News"-Projekt erzählt uns Sascha Verlan und Eva Karnofsky erinnert an
den salvadorianischen Dichter Roque Dalton. Zum Schluss die Kolumne von Dorian
Steinhoff.
9
Mittwoch: SWR2 Feature, 22.03 - 23.00 Uhr
01.04.2015
Die Stadt, der Cop, die Fehlurteile
Justizskandal in New York
Von Simone Hamm
In den 80er-Jahren war New York die Hauptstadt der Kriminalität. Drogenhändler
beherrschten die Straße, Morde waren an der Tagesordnung. Die Polizei brauchte dringend
Erfolge und Detektive Louis Scarcella lieferte sie. Er brachte Mörder gleich dutzendweise auf
die Anklagebank. Die Staatsanwälte glaubten ihm gerne, dass Augenzeugen gleich mehrere
Morde gesehen haben wollten, fiel ihnen nicht auf und niemand fragte, warum etliche
Angeklagte auf ihrer Unschuld beharrten. Sie wurden verurteilt und erhielten langjährige
Haftstrafen. New York schien wieder sicher. Nach über 20 Jahren stellt sich heraus, dass
viele unschuldig im Gefängnis saßen. Über 70 Fälle werden jetzt neu aufgerollt, die ersten
Häftlinge wurden inzwischen freigelassen. Wie konnte es dazu kommen? Verurteilte
kommen zu Wort, Anwälte, Politiker und Bürgerrechtler, die zu erklären versuchen, wie
Fehlurteile in diesem Ausmaß überhaupt möglich waren. Es zeigt sich: Louis Scarcella ist
nur Teil eines sehr viel größeren Problems.
08.04.2015
Svalbard
Norwegens Joker im Run auf die Arktis
Von Harald Brandt
Svalbard - "kühle Küste" wird die Inselgruppe auf norwegisch genannt. Der 1920 in Paris
unterzeichnete Spitzbergenvertrag gesteht Norwegen die volle Souveränität über den
gewaltigen Archipel im Polarmeer zu. Allerdings muss Norwegen allen 40
Unterzeichnerstaaten die gleichen Rechte bei der Ausbeutung von Bodenschätzen
gewährleisten, über die es selbst verfügt. Und nicht nur die vermuteten Öl- und
Gasvorkommen im Norden sind begehrt: Auf Svalbard beginnt der Run auf die Arktis. Etwa
2000 Menschen leben in der Hauptsiedlung Longyearbyen, über ein Viertel sind Studenten
aus aller Welt. In Barentsburg kommen noch etwa 400 russische Minenarbeiter und
Wissenschaftler dazu. Norwegen verfügt zwar über die Souveränität, aber wird es den
Wettlauf gewinnen?
(Produktion: SWR/BR)
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15.04.2015
"9 to 5" – Nein Danke
Selbstbestimmt Arbeiten 2.0
Von Regina Burbach
Sie sind um die 30, haben Studium und Ausbildung hinter sich und sind gut gerüstet, um in
der Wirtschaft an den größeren Rädern zu drehen. Sie hatten auch schon mal einen Fuß in
der Tür, saßen an diversen Schreibtischen als High Potential mit Festvertrag und
Urlaubsgeld. Aber die Zweifel kamen: Soll das alles gewesen sein und immer so
weitergehen? Von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr, "9 to 5", ein Leben lang und fremdbestimmt? Nein, haben sie gesagt und einen anderen Weg gewählt, einen mit viel mehr Risiko, und teils
zum Unverständnis ihrer Freunde und Bekannten. Sie haben Start-Ups gegründet, sind
mutig ihren eigenwilligen Ideen gefolgt. Das Porträt einer neuen Generation.
22.04.2015
das ARD radiofeature
Raubgräber
Von Günther Wessel
(Produktion: NDR 2015)
Ägypten wird geplündert. Metertief führen ungesicherte Stollen in Wüstengräber. Kinder
kriechen hinein, bringen Nachschub für den internationalen Antikenmarkt. Auf sechs bis acht
Milliarden Euro pro Jahr schätzen Fahnder den Umsatz aus dem Verkauf illegal erlangter
Kulturgüter weltweit. Tendenz steigend. Nur mit Drogen und Waffen wird noch mehr Geld
gemacht. Die Gier der Sammler, Grabräuber und Händler zerstört nicht nur die
Vergangenheit von Völkern, sondern finanziert auch Terrornetzwerke wie den IS. Hehler
schaffen das Raubgut ins Ausland und schließlich nach Westeuropa: nach London, Brüssel
oder München. Auktionshäuser, Privatleute, Galerien oder Internethändler verkaufen die
Ware mit gefälschten Zertifikaten weiter. Vor allem in Deutschland kann der Markt
ungehindert florieren.
29.04.2015
Vor 70 Jahren: Das Ende des Zweiten Weltkriegs
1945. Zeitenwende
Das Jahr im Radio
Collage von Wolfram Wessels
Ein letztes Mal wurde im Januar noch des Tages der nationalsozialistischen
Machtübernahme gedacht, Hitler hält seine übliche Rede und ruft zum Entscheidungskampf.
Im Februar wird Dresden bombardiert, im März werden Kinder mobilisiert, im April berichtet
das Radio erstmals ausführlich über die Gräuel in den KZs, im Mai vom Selbstmord Hitlers
und der Kapitulation. Im Juni und Juli beginnen die Versuche, eine desorientierte
Bevölkerung zur Einsicht zu bringen, im August endet der Zweite Weltkrieg nach den
Angriffen auf Hiroshima auch im Pazifik, im Oktober werden erste Schlüsse aus der
Niederlage gezogen, im November beginnen die Nürnberger Prozesse und im Dezember ist
das einzige Weihnachtsgeschenk der Deutschen: Frieden. Mit O-Tönen ausschließlich aus
den jeweiligen Monaten folgen wir dem Lauf dieses außergewöhnlichen Jahres in 12
Collagen.
11
IV. IMPRESSUM
SWR 2 Feature am Sonntag
Dr. Walter Filz
(walter.filz@swr.de)
07221 929-23121
Eva Herr (Red.Ass.)
(eva.herr@swr.de)
07221 929-22721
SWR 2 Literatur
Dr. Walter Filz
(walter.filz@swr.de)
07221 929-23121
Sabine Bauknecht (Red.Ass.)
(sabine.bauknecht@swr.de)
07221 929-23878
Dr. Stephan Krass
(stephan.krass@swr.de)
07221 929-23675
Dr. Gerwig Epkes
(gerwig.epkes@swr.de)
07221 929-26343
SWR 2 Essay
Dr. Stephan Krass
(stephan.krass@swr.de)
07221 929-23675
Christiane Meyer (Red.Ass.)
(christiane.meyer@swr.de)
07221 929-22257
SWR2 Feature
Dr. Wolfram Wessels
(wolfram.wessels@swr.de)
07221 929-23215
Annette Schmid (Red.Ass.)
(annette.schmid@swr.de)
07221 929-22104
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