close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Arbeitsvertrag - lauterbachpartner

EinbettenHerunterladen
Arbeitsvertrag
zwischen
___________________________________
– Arbeitgeber –
und
___________________________________
– Arbeitnehmer –
§ 1 Aufgabengebiet und Arbeitsort
(1)
Der Arbeitnehmer wird als _______________________ eingestellt. Tätigkeitsort ist
derzeit ____________________________.
(2)
Der Arbeitgeber ist berechtigt, dem Arbeitnehmer aus betrieblichen Gründen unter
Wahrung der Interessen des Arbeitnehmers eine andere, gleichwertige Tätigkeit oder
ein anderes Arbeitsgebiet zu übertragen soweit dies den Fähigkeiten und Kenntnissen
des Arbeitnehmers entspricht, oder auch gleichermaßen den Arbeitnehmer an einem
anderen Ort einzusetzen.
§ 2 Beginn und Befristung auf die Probezeit
(1)
Der Arbeitnehmer erklärt sich nach seiner Wahl mit einer werks- oder
vertrauensärztlichen Untersuchung zur Feststellung der körperlichen und
gesundheitlichen Eignung für den Arbeitsplatz einverstanden. Der Arbeitnehmer
entbindet den untersuchenden Arzt von der ärztlichen Schweigepflicht, soweit die
Auskünfte dazu erforderlich sind, die Eignung für die Tätigkeit zu beurteilen. Die
Wirksamkeit des Arbeitsvertrags steht unter der auflösenden Bedingung, dass die
Einstellungsuntersuchung nicht den Nachweis einer uneingeschränkten körperlichen
und gesundheitlichen Eignung für die Tätigkeit gemäß § 1 Abs. 1 ergibt.
(2)
Das Arbeitsverhältnis beginnt am _____________________ nicht jedoch, bevor der
Nachweis der uneingeschränkten Eignung gemäß Abs. 1 erbracht ist.
(3)
Der Arbeitnehmer ist berechtigt, das Arbeitsverhältnis bereits vor diesem Datum zu
jedem Termin ab dem _____________ nach einer schriftlichen Vorankündigung
gegenüber dem Arbeitgeber von mindestens einer Woche aufzunehmen. In diesem
Fall beginnt das Arbeitsverhältnis mit der tatsächlichen Aufnahme der Tätigkeit; für die
Beurteilung der Betriebszugehörigkeit ist im Zweifel derjenige Tag maßgebend, für den
erstmals eine Vergütung gezahlt wird. Die Tätigkeit kann allerdings dann erst
aufgenommen werden, wenn der Nachweis über die uneingeschränkte Eignung nach
Abs. 1 erbracht ist.
(4)
Vor Beginn des Arbeitsverhältnisses ist eine ordentliche Kündigung ausgeschlossen.
(5)
Der Arbeitsvertrag wird zunächst auf die Dauer von sechs Monaten befristet zur Probe
abgeschlossen. Das Arbeitsverhältnis endet daher, ohne dass es einer Kündigung
bedarf, am _________________, im Fall der vorzeitigen Arbeitsaufnahme gemäß § 2
Abs. 3 aber genau sechs Monate nach der tatsächlichen Aufnahme der Tätigkeit, wenn
nicht der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer etwas anderes vereinbaren. Während der
Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen von beiden
Seiten ordentlich gekündigt werden.
§ 3 Arbeitszeit
(1)
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt __________________ Stunden
ausschließlich der Pausen.
(2)
Die Verteilung der Arbeitszeit auf die Werktage richtet sich nach den jeweiligen
Vorgaben des Arbeitgebers. Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit und der
Pausen richten sich nach den betrieblichen Erfordernissen und jeweiligen Regelungen.
(3)
Dienstreisezeiten, die nicht in den vereinbarten Arbeitszeiten liegen, gelten unabhängig
vom Verkehrsmittel nur dann als Arbeitszeit, wenn während der Reise über die
Fortbewegung hinaus Arbeitsleistungen erbracht werden, zB Vorbereitung auf
Besprechungen, Telefonate oder andere Arbeiten.
(4)
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, auf Anforderung ggf. auch Über- und Mehrarbeit,
sowie Wochenend-, Sonn- und Feiertagsarbeit im gesetzlich zulässigen Rahmen zu
leisten.
(5)
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich und erklärt sich bereit, auf entsprechende
Anordnung des Arbeitgebers hin auch Kurzarbeit zu leisten für den Fall, dass die
Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld erfüllt sind; bei der
Anordnung von Kurzarbeit hat der Arbeitgeber gegenüber dem Arbeitnehmer eine
Ankündigungsfrist von vier Wochen einzuhalten. Die Kurzarbeit kann nur für die Dauer
von bis zu 12 Monaten und nur mit Kurzarbeit von mindestens 50 % der bisherigen
Arbeitszeit angeordnet werden und nur dann, wenn entweder der ganze Betrieb oder
zumindest die Betriebsabteilung des Arbeitnehmers betroffen sind und die in Satz 1
genannte Voraussetzung erfüllt ist.
§ 4 Vergütung
(1)
Der Arbeitnehmer erhält für seine Tätigkeit ein Monatsentgelt in Höhe von brutto EUR
_____________________, das am Ende eines jeden Monats nach Abzug der
gesetzlichen Steuern und Abgaben auf ein vom Arbeitnehmer zu benennendes Konto
überwiesen wird.
(2)
Darüber hinaus erhält der Arbeitnehmer eine Jahres-Sondervergütung (Tantieme)
gemäß gesonderter Tantiemenvereinbarung, die Bestandteil dieses Arbeitsvertrages
ist.
(3)
Soweit der Arbeitgeber über die Zahlungen gemäß Abs. 1 und Abs. 2 hinaus
Gratifikationen, Boni oder sonstige Sonderzahlungen neben dem laufenden
Arbeitsentgelt gewährt, handelt es sich hierbei um freiwillige Leistungen des
Arbeitgebers aufgrund einer von ihm jeweils gesondert zu treffenden Entscheidung. Ein
Rechtsanspruch auf die wiederholte oder dauerhafte Gewährung derartiger eventuell
gewährter freiwilliger Leistungen für die Zukunft entsteht auch nach mehrmaliger
vorbehaltsloser Zahlung nicht.
(4)
Eine Abtretung oder Verpfändung der zu gewährenden Bezüge ist nur mit vorheriger
schriftlicher Genehmigung durch den Arbeitgeber zulässig. Der Arbeitnehmer hat in
jedem Fall die hierdurch dem Arbeitgeber entstehenden Kosten zu tragen bzw. zu
erstatten. Der Arbeitgeber ist berechtigt, für jede Pfändung, erlaubte Verpfändung und
erlaubte Abtretung 3 % des jeweils einbehaltenen und an den Gläubiger
abzuführenden Betrages als Ersatz der entstehenden Kosten zu berechnen und
einzubehalten.
Dieser Anspruch gilt jeweils als vor der Gehaltszahlung entstanden. Dem Arbeitnehmer
bleibt der Nachweis gestattet, dass dem Arbeitgeber überhaupt kein Schaden
entstanden ist oder ein niedrigerer Schaden als die 3 % des jeweils einbehaltenen und
an den Gläubiger abzuführenden Betrags.
(5)
Für den Fall einer irrtümlichen Gehaltsüberzahlung an den Arbeitnehmer ist dieser
verpflichtet, alle überzahlten Beträge zurückzuzahlen. Der Einwand der Entreicherung
ist ausgeschlossen, wenn die rechtsgrundlose Überzahlung so offensichtlich war, dass
der Arbeitnehmer dies hätte erkennen müssen, oder wenn die Überzahlung auf
Umständen beruht, die der Arbeitnehmer zu vertreten hat.
(6)
Mit der Vergütung gemäß Abs. 1 sind sämtliche Tätigkeiten des Arbeitnehmers aus
diesem Vertrag inklusive Über- und Mehrarbeit abgegolten, soweit die Mehrarbeit
monatlich 10 Stunden nicht überschreitet. Zuschläge für Mehr-, Wochenend- oder
Feiertagsarbeit werden nicht gezahlt, sie sind in den Bezügen mit enthalten.
§ 5 Aufwendungen und sonstige Leistungen
(1)
Reisekosten und sonstige Aufwendungen im Interesse des Arbeitgebers werden dem
Arbeitnehmer gegen Nachweis im Rahmen und nach Maßgabe der jeweils
anwendbaren betrieblichen und gesetzlichen (insbesondere steuerrechtlichen)
Vorschriften erstattet.
(2)
Der Arbeitnehmer erhält eine monatliche Zulage zu vermögenswirksamen Leistungen
in Höhe von brutto EUR _________________.
(3)
Die Versteuerung eines mit den in Abs. 1 bis Abs. 2 genannten Leistungen eventuell
verbundenen geldwerten Vorteils erfolgt nach den jeweils geltenden steuerrechtlichen
Regelungen im Rahmen des Lohnsteuerabzugsverfahrens und ist vom Arbeitnehmer
zu tragen.
§ 6 Dienstfahrzeug
(1)
Der Arbeitnehmer erhält vom Arbeitgeber ein Dienstfahrzeug, welches er auch privat
nutzen darf, vorausgesetzt, dass hierüber ein gesonderter Kfz-Überlassungsvertrag30
abgeschlossen wurde, der diesem Arbeitsvertrag als Anlage beigefügt ist. Die Nutzung
des Dienstfahrzeugs erfolgt ausschließlich entsprechend den Regelungen dieses
Vertrags und des Kfz-Überlassungsvertrags. Der geldwerte Vorteil der Privatnutzung
liegt deutlich unter 25 % der Vergütung.
(2)
Die private Nutzung kann vom Arbeitgeber widerrufen werden, wenn der Arbeitnehmer
das Dienstfahrzeug vertragswidrig benutzt oder wenn das Arbeitsverhältnis gekündigt
ist und der Arbeitgeber den Arbeitnehmer berechtigt von seiner Verpflichtung zur
Arbeitsleistung freigestellt oder suspendiert hat. Dasselbe gilt, wenn der Arbeitnehmer
eine neue Tätigkeit übernimmt, bei der er im Gegensatz zur bisherigen kein
Dienstfahrzeug benötigt. Ein Anspruch des Arbeitnehmers wegen des Entzugs der
privaten Nutzung besteht in diesen Fällen nicht.
(3)
Die Versteuerung des mit der privaten Nutzung verbundenen geldwerten Vorteils
erfolgt nach den jeweils geltenden steuerlichen Regelungen im Rahmen des
Lohnsteuerabzugsverfahrens und ist vom Arbeitnehmer zu tragen.
(4)
Im Übrigen gelten die Regelungen des Kfz-Überlassungsvertrags.
§ 7 Arbeitsverhinderung
(1)
Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, der vom Arbeitgeber hierfür vorgesehenen Stelle,
ansonsten dem Vorgesetzten, jede Arbeitsverhinderung und ihre voraussichtliche
Dauer unverzüglich nach Kenntnis, möglichst vor dem Zeitpunkt der erwarteten
Arbeitsaufnahme telefonisch anzuzeigen, sowie auf Verlangen des Arbeitgebers die
Gründe der Arbeitsverhinderung mitzuteilen. Ist der Arbeitnehmer hierzu selbst nicht in
der Lage, hat er in gleicher Weise die Informationen des Arbeitgebers durch Dritte zu
veranlassen.
(2)
Vor Ablauf des dritten Tages der Arbeitsunfähigkeit ist ein ärztliches Attest über die
Arbeitsunfähigkeit vorzulegen. Aus diesem soll sich auch die voraussichtliche Dauer
der Arbeitsunfähigkeit ergeben. Dauert die Arbeitsunfähigkeit über die angegebene
Zeit hinaus, hat der Arbeitnehmer den Arbeitgeber unverzüglich zu unterrichten und
unverzüglich ein Anschlussattest vorzulegen. Der Arbeitgeber kann im Einzelfall auch
eine frühere Vorlage des Attests verlangen.
§ 8 Urlaub
(1)
Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf einen gesetzlichen Mindesturlaub von _______
Arbeitstagen pro Kalenderjahr. Der Arbeitgeber gewährt dem Arbeitnehmer zusätzlich
zu dem gesetzlichen Mindesturlaub einen vertraglichen Urlaub von weiteren ________
Arbeitstagen. Der Urlaub ist möglichst zusammenhängend zu nehmen. Bei der
Gewährung von Urlaub wird zuerst der gesetzliche Urlaub eingebracht. Für den
vertraglichen Urlaub gilt abweichend von dem gesetzlichen Mindesturlaub, dass der
Urlaubsanspruch nach Ablauf des Übertragungszeitraumes auch dann verfällt, wenn er
wegen Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers nicht genommen werden kann. Der
gesetzliche Mindesturlaub verfällt in einem solchen Fall 15 Monate nach Ablauf des
Urlaubsjahres.
(2)
Der Arbeitnehmer kann Urlaub erst dann antreten, wenn dieser vom Arbeitgeber
schriftlich genehmigt oder festgelegt ist.
(3)
Im Übrigen gelten die jeweiligen betrieblichen Urlaubsregelungen.
(4)
Der Arbeitgeber ist berechtigt, Betriebsurlaub anzuordnen, der dann jeweils auf die
dem Arbeitnehmer zustehenden Urlaubstage anzurechnen ist.
§ 9 Nebentätigkeiten, Wettbewerb und Beteiligungen
(1)
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, ohne vorherige Zustimmung des Arbeitgebers
keine Nebentätigkeiten aufzunehmen. Der Arbeitgeber hat seine Zustimmung zu
geben, wenn nicht seine berechtigten Interessen dagegen sprechen.
(2)
Während des Bestehens dieses Arbeitsvertrages ist es dem Arbeitnehmer untersagt,
direkt oder indirekt (zB als Leiharbeitnehmer), als freier Mitarbeiter oder als
Arbeitnehmer für ein mit dem Arbeitgeber in Wettbewerb stehendes Unternehmen zu
arbeiten oder eigene unternehmerische Tätigkeiten zu entfalten, die mit dem
Arbeitgeber in Konkurrenz treten könnten.
(3)
Während dieser Zeit ist es dem Arbeitnehmer nicht gestattet, sich direkt oder indirekt
(zB über Dritte) an einem im Wettbewerb zu dem Arbeitgeber stehenden Unternehmen
zu beteiligen. Ausgenommen hiervon sind bloße Finanzbeteiligungen.
§ 10 Geheimhaltung
(1)
Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse sowie
betriebliche Angelegenheiten vertraulicher Natur, die als solche von der
Geschäftsleitung schriftlich oder mündlich bezeichnet werden bzw. offensichtlich als
solche zu erkennen sind, geheim zu halten und ohne ausdrückliche Genehmigung der
Geschäftsleitung keinen dritten Personen zugänglich zu machen. Diese Pflicht
erstreckt sich auch auf Angelegenheiten anderer Gesellschaften, mit denen der
Arbeitgeber wirtschaftlich oder organisatorisch verbunden ist. Die Geheimhaltung ist
sowohl gegenüber Außenstehenden, als auch gegenüber anderen Mitarbeitern des
Arbeitgebers, die mit dem betreffenden Sachverhalt nicht unmittelbar befasst sind, zu
wahren.
(2)
Die Geheimhaltungspflicht beginnt mit Unterzeichnung dieses Vertrags und gilt auch
über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus fort.
(3)
Der Arbeitnehmer wird allgemeinen und speziellen Anweisungen des Arbeitgebers zur
Geheimhaltung Folge leisten. Im Zweifelsfall wird der Arbeitnehmer eine Weisung des
Arbeitgebers zur Vertraulichkeit bestimmter Tatsachen einholen.
(4)
Vorträge oder Veröffentlichungen, welche die Interessen, Geschäftsfelder oder
Produkte des Arbeitgebers berühren, bedürfen der schriftlichen vorherigen Einwilligung
des Arbeitgebers.
§ 11 Telefon-, EDV- und E-Mail-Nutzung
(1)
Die betrieblichen EDV-Einrichtungen (Computer, Geräte und Programme),
Telekommunikationseinrichtungen (Telefone, Telefax) und Kopiergeräte dürfen nur zu
arbeitsvertraglichen Zwecken genutzt werden. Kurze dienstlich veranlasste
Privattelefonate sind zulässig, jedoch auf das unbedingt erforderliche Maß zu
beschränken.
(2)
Die Verpflichtung zur ausschließlich dienstlichen Nutzung gilt insbesondere für die
Nutzung von E-Mail und Internet. Sollte der Arbeitnehmer E-Mails privaten Inhalts
erhalten, sind diese unverzüglich und vollständig zu löschen.
§ 12 Dauer und Beendigung des Arbeitsverhältnisses
(1)
Sofern das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der vereinbarten Probezeit ausdrücklich oder
stillschweigend von beiden Seiten fortgesetzt wird, wird es nach den Bestimmungen
dieses Vertrages fortgesetzt.
(2)
Nach Ablauf der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis ordentlich, mit den gesetzlichen
Kündigungsfristen,
gekündigt
werden.
Gesetzliche
Verlängerungen
der
Kündigungsfristen gelten nicht nur für den Arbeitgeber, sondern in gleicher Art und
Weise auch für den Arbeitnehmer. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt
unberührt.
(3)
Jede Kündigung bedarf der Schriftform.
(4)
Der Arbeitgeber kann im Fall einer Kündigung den Arbeitnehmer im Rahmen von
bestehenden und noch entstehenden Urlaubsansprüchen oder sonstigen
Freizeitausgleichsansprüchen und in konkreter Anrechnung auf solche freistellen.
Darüber hinaus ist der Arbeitgeber berechtigt, den Arbeitnehmer im Fall einer
Kündigung bis zum Ausscheiden unter Fortzahlung der Bezüge ganz oder teilweise
von der Arbeit freizustellen, soweit sein Interesse hieran das des Arbeitsnehmers an
der Weiterbeschäftigung überwiegt.
(5)
Das Arbeitsverhältnis endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf, mit Ablauf des
Monats, in dem der Arbeitnehmer die Voraussetzungen für den Bezug einer
ungekürzten Rente wegen Alters aus der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt hat.
(6)
Wird durch den Bescheid eines Rentenversicherungsträgers festgestellt, dass der
Arbeitnehmer die gesetzlichen Voraussetzungen zum Bezug einer Rente wegen voller
Erwerbsminderung erfüllt, so endet das Arbeitsverhältnis mit Ablauf des Monats, in
dem der Bescheid dem Arbeitnehmer zugestellt wird, sofern der Arbeitnehmer eine
Versorgung durch eine Versorgungseinrichtung erhält, zu der der Arbeitgeber Mittel
beigesteuert hat. Das Arbeitsverhältnis endet jedoch nicht, wenn der Arbeitnehmer an
einem anderen, seiner Erwerbsminderung entsprechenden und freien Arbeitsplatz
weiter beschäftigt werden kann, soweit dringende betriebliche Gründe nicht
entgegenstehen und der Arbeitnehmer dies innerhalb von zwei Wochen nach Zugang
des Rentenbescheids schriftlich beantragt. Das Vorstehende gilt entsprechend, wenn
dem Arbeitnehmer eine befristete Rente wegen voller Erwerbsminderung bewilligt wird.
Nach Wiederherstellung der vollen Erwerbsfähigkeit wird der Arbeitnehmer auf seinen
Antrag hin wieder eingestellt werden, wenn beim Arbeitgeber ein für ihn geeigneter
Arbeitsplatz frei ist. Soweit der Arbeitnehmer schwerbehindert im Sinne des SGB X ist,
endet das Arbeitsverhältnis jedoch nicht vor Zustellung des Zustimmungsbescheides
des Integrationsamtes. Der Arbeitnehmer hat die Schwerbehinderung dem Arbeitgeber
unverzüglich offenzulegen.
(7)
Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, den Arbeitgeber binnen zwei Wochen darüber zu
informieren, wenn er die gesetzlichen Voraussetzungen zum Bezug der ungekürzten
gesetzlichen Altersrente erfüllt oder wenn ihm ein Bescheid über die Feststellung einer
vollen Erwerbsminderung zugestellt wird. Er verpflichtet sich auch, den Arbeitgeber auf
Anfrage stets über den Stand von eigenen Anträgen auf Alters- oder
Erwerbsminderungsrente zu informieren und auch Kopien hiervon oder von dem
dazugehörenden Schriftwechsel zu übermitteln.
§ 13 Herausgabe von Arbeitsmitteln und Unterlagen
(1)
Der Arbeitnehmer hat auf Verlangen des Arbeitgebers - aber auch bei längerer
Abwesenheit im Unternehmen wie im Falle von Kündigung, Freistellung oder
Ähnlichem - sämtliche Arbeitsunterlagen, - mittel und -ergebnisse, insbes. auch
Unterlagen, Urkunden, Aufzeichnungen, Notizen, Entwürfe oder hiervon gefertigte
Durchschriften oder Kopien, gleichgültig auf welchem Datenträger, an den Arbeitgeber
zurück- bzw. herauszugeben. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat er dies
unaufgefordert zu tun.
(2)
Dieselbe Verpflichtung gilt hinsichtlich sämtlicher weiterer Sachen und Gegenstände,
die im Eigentum des Arbeitgebers stehen, wie beispielsweise Firmenfahrzeug,
Berechtigungskarten, Schlüssel, Mobiltelefon, Laptop oder Ähnliches.
§ 14 Vertragsstrafe bei Herausgabeverweigerung
(1)
Verstößt der Arbeitnehmer vorsätzlich oder grob fahrlässig gegen die
Herausgabepflicht von Arbeitsmitteln und Unterlagen bei Beendigung des
Arbeitsverhältnisses gemäß § 13, verpflichtet er sich zur Zahlung einer Vertragsstrafe
in Höhe eines Bruttomonatsgehalts (§ 4 Abs. 1).
(2)
Der Arbeitgeber kann gegen den Arbeitnehmer auch einen weitergehenden Schaden
geltend machen. Auf den insgesamt entstandenen Schaden ist die Vertragsstrafe
anzurechnen.
§ 15 Ausschlussfristen / Verfallklausel
(1)
Alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis müssen innerhalb einer Frist von drei
Monaten nach Fälligkeit schriftlich geltend gemacht werden. Erfolgt dies nicht, verfallen
diese Ansprüche.
(2)
Lehnt der Leistungspflichtige den Anspruch schriftlich ab oder erklärt er sich hierzu
nicht innerhalb eines Monats nach Geltendmachung des Anspruchs, so verfällt dieser,
wenn er nicht innerhalb von drei Monaten nach der Ablehnung oder nach dem
Fristablauf gerichtlich geltend gemacht wird.
(3)
Die Haftung für vorsätzliches Verhalten bleibt von dieser Ausschluss- und
Verfallklausel unberührt.
§ 16 Schriftformerfordernis
(1)
Änderungen, Ergänzungen und die Aufhebung dieses Vertrags bedürfen zu Ihrer
Wirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für die Änderung dieser Schriftformklausel
selbst. Ausgeschlossen sind damit insbesondere Vertragsänderungen durch
betriebliche Übung. Das vorstehende Schriftformerfordernis findet keine Anwendung
bei Abreden, die nach Vertragsschluss unmittelbar zwischen den Parteien mündlich
getroffen werden.
(2)
Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.
§ 17 Salvatorische Klausel
(1)
Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrags ganz oder teilweise unwirksam sein
oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(2)
Die Vertragsparteien sind im Falle einer unwirksamen Bestimmung verpflichtet, über
eine wirksame und zumutbare Ersatzregelung zu verhandeln, die dem von den
Vertragsparteien mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten wirtschaftlichen Zweck
möglichst nahe kommt.
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
11
Dateigröße
221 KB
Tags
1/--Seiten
melden