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LESESTOFF: 60 JAHRE MC DONALD'S – EIN MYTHOS VERBLASST | WIRTSCHAFT
FreiePresse
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 14. April 2015
Einzelpreis 1,10 Euro
LOKALES
MÜHLENTAL
Der Tod des
Blechtrommlers
Räte wollen die
Bürger befragen
Drei Mühlentaler Gemeinderäte
haben eine Bürgerbefragung über
die Zukunft der Gemeinde beantragt. Dabei sollen die Einwohner
am 7. Juni abstimmen, ob Mühlental eigenständig bleiben soll
oder eine Eingemeindung angestrebt wird, heißt es im Antrag
von Sandro Wilfert, Arnold Gläsel
und André Gerstner. Wilfert hat
bereits mehrere Anträge gestellt,
sieht sich dabei aber im Vergleich
zu Gemeinderat Kai Peter benachteiligt. Dessen Antrag, wonach der
Gemeinderat Gespräche über eine
Eingemeindung aufnimmt, hatte
2014 eine deutliche Ratsmehrheit
Seite 9: Bericht
erhalten. (hagr)
„Die Blechtrommel“ ist sein
wohl berühmtester Roman,
1959 erschienen, 1979 verfilmt, und 1999 wurde dessen
Autor mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet: Günter
Grass. Der 1927 in Danzig geborene Schriftsteller erzählt
darin die Geschichte eines
Kleinwüchsigen, der gegen die
Welt der Großen antrommelt.
Gestern starb Grass in seiner
Wahlheimat Lübeck. Einen
Nachruf lesen Sie auf der Seite
Zeitgeschehen.
EUBABRUNN
FOTO: MAURIZIO GAMBARINI/DPA
Museum zeigt
altes Handwerk
Im Freilichtmuseum Eubabrunn
ist noch bis zum Wochenende eine Sonderschau zu sehen. Sie widmet sich dem fast vergessenen
Handwerk der Rastelbinder und
der Volkskunst, die daraus entstand. Rastelbinder brauchten keine Werkstatt, nur wenige Werkzeuge – unter anderem Drillbohrer, Flachzange, Drahtschere, Ahle, Loheisen und Handamboss, die
in einem Rucksack verstaut wurSeite 11: Bericht
den. (eso)
IN DIESER AUSGABE
Sachsen Vielen Hauseigentümern läuft die Zeit für
Abwasser-Umrüstung davon
Aus aller Welt Der umstrittene Götterforscher von
Däniken wird heute 80 Jahre
Ratgeber 65-Jährige bekommt Vierlinge – Ärzte halten das für unverantwortlich
Geert Wilders beschert Pegida
nicht den erhofften Zulauf
Anstatt der angekündigten
30.000 Teilnehmer wollten
gestern Abend schätzungsweise 10.000 Menschen
den niederländischen
Rechtspopulisten zuhören.
DRESDEN/CHEMNITZ — Zu einer Pegida-Kundgebung mit dem niederländischen Rechtspopulisten Geert
Wilders sind gestern Abend in Dresden deutlich weniger Menschen gekommen als von den Veranstaltern
erwartet. Anstatt der angekündigten
30.000 Teilnehmer versammelten
sich am Abend Beobachtern zufolge
schätzungsweise rund 10.000 Menschen auf dem Veranstaltungsgelände am Rande der Dresdner Innenstadt. In Spitzenzeiten mobilisierte
die Pegida-Bewegung im Januar
rund 25.000 Anhänger.
Wilders lobte in seiner auf
Deutsch gehaltenen, rund 30-minütigen Rede unter anderem die Pegi-
da-Anhänger als „Helden“, weil sie
mit ihrem Einsatz die abendländische Kultur verteidigen würden. Außerdem betonte der bekannte Islamkritiker, der Islam gehöre nicht zu
Deutschland.
Nach Polizeiangaben protestierten am späten Nachmittag und am
Abend knapp 3000 Bürger auf mehreren Veranstaltungen und Demonstrationen gegen den Auftritt
des Rechtspopulisten. Darunter waren auch der Grünen-Vorsitzende
Cem Özdemir und die Parteichefin
der Linken, Katja Kipping. Die Lage
sei insgesamt friedlich gewesen, so
ein Polizeisprecher. Das Dresdner
Bündnis „Nazifrei“ hatte im Vorfeld
zu Blockaden der Zufahrtswege zum
Pegida-Veranstaltungsgelände, der
sogenannten Flutrinne im Ostragehege, aufgerufen. Diese seien aber
unterbunden worden, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt waren 1564
Polizisten im Einsatz.
Das Bündnis „Nazifrei“ hatte im
Vorfeld davor gewarnt, dass Dresden
das „Zentrum einer neuen Rechten“
werden könnte. Die Vernetzung in
ganz Europa sei längst im Gange.
Auch der FDP-Politiker Dirk Hilbert,
der seit dem Rücktritt von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU)
die Amtsgeschäfte im Rathaus führt,
warnte davor, dass Dresden zu einem „Wallfahrtsort für die europäische Rechte“ wird. Nach Ansicht
von Hilbert haben die seit Oktober
nahezu wöchentlich stattfindenden
Demonstrationen von Pegida zu einem „dramatischen Imageproblem“
für die Stadt geführt.
In Chemnitz nahmen am Abend
rund 150 Bürger an einem Protestmarsch des Pegida-Ablegers teil.
Seite 4: Das Thema
(epd/dpa/fp)
Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders gestern vor Anhängern des
islamkritischen Pegida-Bündnisses.
FOTO: SEBASTIAN KAHNERT/DPA
152.000
Einbrüche im
Jahre 2014
Regierung denkt über
härteres Strafmaß nach
BERLIN — Die Anzahl der Wohnungseinbrüche ist auf den höchsten Wert seit 16 Jahren gestiegen.
Nachdem jetzt aus allen Bundesländern die Statistiken vorliegen, zeichnet sich für 2014 eine Steigerung gegenüber 2013 von knapp zwei Prozent ab. Insgesamt wurden im Vorjahr bundesweit mehr als 152.000
Fälle erfasst. Die Wohnungseinbrüche bereiten Ermittlern und Innenpolitikern zunehmend Kopfzerbrechen. Die Union im Bundestag will
mit dem Koalitionspartner SPD ein
härteres Vorgehen gegen Einbrecher
vereinbaren. Fraktionschef Volker
Kauder (CDU) schlug am Wochenende eine deutliche Verschärfung
des Strafmaßes vor. Wohnungseinbruch solle generell mit der geltenden Haftstrafe von sechs Monaten
bis zehn Jahren geahndet werden.
Die bisherige Ausnahmeregelung
für minderschwere Fälle mit einem
Strafmaß von drei Monaten bis fünf
Jahren sollte entfallen. (dpa)
Neuer Krimi aus Dresden
WETTER VOR ORT
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Ausführliches Wetter: Ratgeber
20016
ASYLDEBATTE
Tierischer Therapeut
Ein Kita-eigener Hund in Halle-Neustadt hilft benachteiligten Kindern, sprechen zu lernen
Balu sitzt inmitten einer Kindergruppe und hört zu. Es wird gesprochen, gesungen, aber auch gespielt
und gekuschelt. Balu ist ein Therapiehund. In der Gruppe genießt Balu
volles Vertrauen. Die vier bis sechs
Jahre alten Kinder sprechen mit
ihm, und er macht ganz selbstverständlich bei den Übungen mit.
Seit der Golden Retriever vor vier
Jahren auf die Welt kam, lebt er in
der Kindertagesstätte „Froschkönig“
in Halle-Neustadt. „Einen ständigen
Therapiehund in der Kita, das ist in
Deutschland einmalig“, sagt Constanze Stock, die Leiterin der Einrichtung. Das Bundesfamilienministerium unterstützt das Projekt aus dem
seit 2011 laufenden Pilotprojekt
„Frühe Chancen“ für SchwerpunktKitas in ganz Deutschland. Zwei
ausgebildete Sprachtherapeutinnen
Kuscheln und lernen mit Balu.
Morddrohung gegen
Bodo Ramelow
ERFURT — Im Zusammenhang mit
begleiten das Programm. Zugleich
läuft eine wissenschaftliche Studie.
Untersucht wird dabei, was Balu den
Kindern wirklich bringt. Damit die
Ergebnisse wissenschaftlich fundiert sind, arbeitet eine Gruppe mit
Hund, die andere ohne. Bis September soll das Ergebnis der Untersuchung vorliegen. Die Erzieherinnen
jedenfalls sind vom Erfolg des Modells überzeugt.
Gearbeitet wird in einer Gruppe
von sechs Kindern, jeweils eine
Stunde in der Woche über einen
Zeitraum von einem halben Jahr.
Die übrige Zeit ist Balu einfach nur
da und spielt mit. Aber er hat auch
seine Rückzugsmöglichkeit. Sein
Körbchen steht in einem Zimmer,
das für kleine Zweibeiner tabu ist.
(dpa)
Thomas Schöne
der Diskussion über die Unterbringung von Flüchtlingen hat es Morddrohungen gegen Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow
(Linke) gegeben.
Sie seien schriftlich, unter anderem per E-Mail, eingegangen. Thüringen verfügt bisher
über zwei Erstaufnahmeeinrichtungen in Eisenberg
und in Suhl, in denen rund 1500
Flüchtlinge untergebracht sind.
Derzeit wird ein Standort für eine
dritte Erstaufnahmeeinrichtung für
Flüchtlinge gesucht. Heute will das
Kabinett entscheiden (dpa)
FOTO: WALTRAUD GRUBITZSCH/DPA
» www.freiepresse.de/fotogalerie
Seite 4: Leitartikel; Seite 5: Bericht
FOTO: MARTIN SCHUTT/DPA
„Die Wallensteins“ heißt eine
neue Krimireihe, die am Samstag
im ZDF startet. Dabei gibt es ein
Novum: Mutter (Anja Kling) und
Tochter (Lisa Tomaschewski) ermitteln als Kommissarinnen-Gespann. Mehr heute in der „rtv“.
4 190932 801106
Die Zeitung im Internet:
www.freiepresse.de
53. Jahrgang, Nr. 86, VERLAG UND REDAKTION:
09111 Chemnitz, Brückenstraße 15, Tel. 0371 6560
SERVICE-TELEFON: 0800 80 80 123
MONTAG BIS FREITAG: 6.00–18.00 Uhr | SAMSTAG: 6.00–13.00 Uhr
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2 Freie Presse
SACHSEN
Dienstag, 14. April 2015
Erste Arbeiten
am Harthkanal
im Neuseenland
NACHRICHTEN
VOGTLAND
Neue Bahnlinie nach
Zwickau geplant
Mit einem Rüttelgerät (rechts) ha-
PLAUEN — Zwischen Bad Brambach
ben Arbeiter an der A 38 im Süden
von Leipzig damit begonnen, den
Baugrund für den neuen Harthkanal zu verdichten. Die 800 Meter
lange künstliche Wasserstraße soll
den Cospudener und den Zwenkauer See verbinden. Diese Arbeiten
sollen in einem Jahr abgeschlossen
sein. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) investiert dafür
12,6 Millionen Euro. Voraussichtlich bis 2018 soll dann der eigentliche Kanal fertiggestellt werden, zu
dem eine Schleuse und zwei Brücken gehören. Wie hoch die Kosten
dafür sind, steht laut LMBV noch
nicht fest. Mit dem Bau des Kanals
wird der Seenverbund im Leipziger
Südraum weiter Gestalt annehmen.
Bereits jetzt können Wassersportler
vom Cospudener See bis nach Leipzig paddeln. Die Flutung des Zwenkauer Sees soll noch in diesem Jahr
abgeschlossen werden. Mit rund
970 Hektar wird er dann das größte
Gewässer im Leipziger NeuseenFOTO: JAN WOITAS/DPA
land sein.
und dem Zwickauer Zentrum soll ab
dem 14. Juni eine neue Bahnlinie in
Betrieb gehen. Das ist das Ziel der
Nahverkehrsverantwortlichen im
Vogtland. Die Vogtlandbahn würde
dabei alle zwei Stunden verkehren
und bis Neumark an allen Bahnhöfen entlang der Strecke halten. Besonderheit: Zwischen Plauen und
Zwickau rollen die Züge dabei nicht
direkt in die Muldestadt, sondern
ziehen eine Schleife über Werdau.
Dort besteht direkter Anschluss an
die Mitteldeutsche S-Bahn nach
Leipzig. Vor allem für die Staatsbäder verbessert sich dadurch die Anbindung an die Messestadt. Im Gegenzug entfällt der VE 16 zwischen
Hof und Werdau. Die ÖPNV-Verbandsversammlung muss den Plänen noch zustimmen. (tb)
AUTOBAHN 13
Reisebus mit
Jugendlichen brennt
ORTRAND — Ein dänischer Reisebus
mit 38 Menschen an Bord ist auf der
Autobahn 13 nahe Ortrand an der
brandenburgisch-sächsischen Landesgrenze in Brand geraten. Die
meisten Reisenden seien Jugendliche im Alter von etwa 16 Jahren, teilte die Polizei in Dresden mit. Verletzte gebe es nach ersten Erkenntnissen nicht. Das Feuer sei im Heckbereich ausgebrochen, vermutlich
durch einen Defekt. Der Fahrer
konnte rechtzeitig anhalten. (dpa)
GENEHMIGUNG
Sondermülllager
noch nicht in Betrieb
REICHENBACH — Ein neues Sonderabfallzwischenlager in Schneidenbach
im Vogtlandkreis bleibt vorerst ungenutzt. Die Landesdirektion Sachsen hat nach langem Tauziehen einen Bescheid erlassen, der die Inbetriebnahme grundsätzlich gestattet,
um die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Jedoch dürfen in dem
für 300 Tonnen ausgelegten Sondermülllager zunächst maximal 90
Tonnen gelagert werden – das entspricht der Kapazität der bisherigen
Anlage. Ferner muss sich die Landesdirektion mit Argumenten des
BUND beschäftigen, der für die an
Wohnbebauung angrenzende Anlage die Anwendung einer strengen
Störfall-Richtlinie fordert. (ur)
ANGRIFF
Junger Syrer
niedergeschossen
LEIPZIG — Ein 20 Jahre alter Syrer ist
am Wochenende in Leipzig niedergeschossen und lebensbedrohlich
verletzt worden. Die Hintergründe
der Tat seien noch völlig unklar, teilte die Polizei gestern mit. Der Mann
liege auf der Intensivstation. Passanten entdeckten den bewusstlosen
Mann auf einem Trampelpfad hinter einem Supermarkt. Er hatte eine
Schussverletzung am Hals. Die
Schüsse sollen aus einer Personengruppe heraus gefallen sein. (dpa)
240.000 Sachsen läuft beim
Abwasser die Zeit davon
Das Umweltministerium
macht Druck: Bis zum
Jahresende müssen die
Betroffenen reagieren,
sonst drohen Sanktionen.
Doch viele werden den
Termin nicht einhalten.
VON OLIVER HACH
DRESDEN — Wenige Monate vor Ab-
lauf der Umsetzungsfrist entsorgen
noch Hunderttausende Einwohner
in Sachsen ihr Abwasser nicht nach
dem Stand der Technik. Das ergaben
aktuelle Berechnungen des Umweltministeriums in Dresden. Das Ministerium verweist auf den noch unveröffentlichten Lagebericht 2014
zur Beseitigung von kommunalem
Abwasser und Klärschlamm im
Freistaat Sachsen. Danach entsprach Anfang vergangenen Jahres
bei 92 Prozent der Bevölkerung die
Abwasserentsorgung den Vorschriften. Inzwischen habe es weitere Umrüstungen von Anlagen gegeben,
sagte Ministeriumssprecher Frank
Meyer. „Wir gehen aktuell von
94 Prozent der Einwohner aus, bei
denen der Stand der Technik erreicht ist.“ Sechs Prozent, also etwa
240.000 Einwohner, fehlten noch.
Für den Vollzug der Kleinkläranlagenverordnung sind die Landratsämter zuständig. Die bekommen
jetzt noch einmal Druck von der
Landesregierung. „Die Unteren Wasserbehörden haben Recht und Gesetz durchzusetzen“, betonte der
Sprecher des Umweltministeriums.
Nur in Ausnahmefällen, etwa wenn
eine bestellte Anlage nicht rechtzeitig geliefert wurde oder wenn das
Haus wegen eines Braunkohletagebaus aufgegeben werden soll, könnten die Behörden zeitweise einen
rechtswidrigen Zustand dulden.
Die Landesdirektion stellte klar,
ab Anfang 2016 könne der Betrieb
der illegalen Anlagen jederzeit unterbunden werden, „gegebenenfalls
unter Verschluss der bestehenden
Anlage“. Zudem drohten empfindliche Geldbußen. Auch der Landkreistag kündigte Sanktionen an. „Bürger, die keinerlei Anstrengungen
unternehmen, um ihren Rechtspflichten nachzukommen, müssen
mit Konsequenzen rechnen“, sagte
Referentin Yvonne Sommerfeld.
„Viele Betroffene
haben kein Geld
für eine neue Kläranlage. Es ist ein
soziales Problem.“
Ulrich Pötzsch Geschäftsleiter des
Abwasserzweckverbands ZWA in Hainichen
Bei den Abwasserverbänden
glaubt man indes nicht, dass der Termin 31. Dezember 2015 gehalten
werden kann. „Bei uns müssen noch
7500 Kleinkläranlagen umgerüstet
werden. Das ist nicht zu schaffen“,
sagte Henning Scharch, Geschäftsführer des Zweckverbands Wasser
und Abwasser Vogtland. Im Rekordjahr 2014 habe man 1000 Anlagen
umgerüstet. Scharch bezweifelt
Ab 2016 gilt: Biologische Reinigung oder abflusslose Grube
Nach der im Jahr 2007 verabschiedeten Kleinkläranlagenverordnung,
mit der im Freistaat Sachsen das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes und
die europäische Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt werden, müssen bis
31. Dezember 2015 alle bestehenden
Kleinkläranlagen mit einer biologischen Reinigungsstufe ausgerüstet
sein. Bei allen anderen Anlagen erlischt automatisch das Wasserrecht.
Es droht die Zwangsstilllegung.
Einzige Alternative ist eine abflusslose Grube, in der das gesamte Abwasser des Haushalts gesammelt
wird, das dann regelmäßig von einem
Abwasserwagen abgeholt werden
muss. Der Entsorger ZWA in Hainichen hat dafür bereits Preise kalkuliert: Pro Kubikmeter ist demnach mit
18 bis 19 Euro zu rechnen. Sinnvoll
wäre das höchstens für Alleinstehende. Für eine vierköpfige Familie fielen
im Jahr um die 2000 Euro an. (oha)
Toleranz-Schlappe in Zwickau
auch, dass Abflussrohre ohne weiteres zwangsweise verschlossen werden können: „Um das Recht zu erlangen, das Grundstück zu betreten,
dauern Gerichtsprozesse Monate,
wenn nicht Jahre.“
Rund 6000 Euro kostet in Sachsen eine vollbiologische Kleinkläranlage. Der Freistaat fördert sie noch
bis Jahresende mit 1500 Euro. Die
Preise, so berichtet Ulrich Pötzsch,
technischer Geschäftsleiter des mittelsächsischen Abwasserentsorgers
ZWA in Hainichen, seien trotz gestiegener Nachfrage stabil geblieben. Aber er beklagt: „Viele Betroffene haben kein Geld für eine neue
Kläranlage. Es ist ein soziales Problem.“ Es gebe Dörfer in seinem Verbandsgebiet, wo noch 40 Prozent der
Haushalte investieren müssen. Bei
den meisten fehle das Eigenkapital.
Pötzsch befürchtet zugleich Frust
bei denen, die investierten, während
andere nichts taten. Er berichtet von
einem Familienvater, der vier Jahre
auf seine Kläranlage sparte. „Der
zeigte mir seinen Lohnzettel. Da
stand eine dreistellige Zahl drauf.“
Von der Landesregierung verlangt der ZWA-Chef, auch über die
Abgaben Anreize für private Investitionen zu schaffen. Die Kleineinleiterabgabe, die Haushalte ohne moderne Kläranlage bisher für die Einleitung von Schmutzwasser in Gewässer zahlen müssen, sei mit 17,90
Euro pro Einwohner und Jahr viel zu
niedrig. Pötzsch fordert: „Die müsste
mindestens doppelt so hoch sein.“
Mehr junge
Leute fangen
Studium an
Ingenieurwissenschaften
mit mehr Zulauf
KAMENZ/DRESDEN — Die Zahl der Stu-
dienanfänger in Sachsen steigt.
21.395 Studenten lernten im Jahr
2014 erstmals an einer der 26 Hochschulen im Land – knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr, wie das
Statistische Landesamt gestern mitteilte. Gleichzeitig sank die Zahl der
Studierenden allerdings leicht auf
nun 112.574. Der Frauenanteil lag
insgesamt bei 45 Prozent. Die meisten ausländischen Studierenden kamen aus China und Österreich.
Die beliebteste Fächergruppe der
Neueinsteiger waren die Ingenieurwissenschaften. Zuletzt waren dort
32.247 Studenten eingeschrieben,
darunter 6882 Frauen. Waren es
2003 noch 22,8 Prozent der Studenten, die sich für ein Fach in diesem
Bereich entschieden, stieg der Anteil
im vorigen Jahr auf 28,6 Prozent.
„Die Steigerung der Studierendenzahl in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen ist beachtlich
und ein tolles Ergebnis, da gut ausgebildete Fachkräfte in diesem Bereich gebraucht werden“, sagte Wissenschaftsministerin
Eva-Maria
Stange (SPD). Allerdings müsse es
gelingen, mehr junge Frauen für ein
solches Studium zu begeistern. Unter den 6500 Studienanfängern in
den Ingenieurwissenschaften seien
nur 1600 Frauen. Die „Studienerfolgsstrategien“, die mehrere
Hochschulen derzeit erarbeiten, sollen auch darauf eingehen. (dpa)
Affennachwuchs in Wiesenbad
PETITION
Kiffen auf
Stadtrats-Beschluss
PLAUEN — Eine Gruppe aus Plauen
will beim Stadtrat einen Club zum
legalen Haschischrauchen beantragen. Eine Petition dafür erklärt auf
fünf Seiten, wie das Modellprojekt
aussehen soll. Ein Punkt dabei ist
unter anderem die Gründung eines
gemeinnützigen Vereins, der mit seinen Einnahmen soziale Projekte in
der Stadt unterstützt. Ähnliche Vorstöße sind bereits in mehreren Städten gescheitert. Auch die Plauener
dürften damit gegen die Wand laufen. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) beruft sich auf das Betäubungsmittelgesetz und sieht weder Handlungsbedarf noch Möglichkeiten. Für Mai ruft die Gruppe zur
Hanf-Demo in Plauen auf. (manu)
Die Stadt hat gestern ihre
Tage der Demokratie eröffnet – ohne die DDR-Bürgerrechtlerin Lengsfeld,
die man ausgeladen hatte.
VON CHRISTIAN GESELLMANN
ZWICKAU — Die Abwesende ist ges-
tern allgegenwärtig gewesen: Vera
Lengsfeld hätte eigentlich den Eröffnungsvortrag der Tage der Demokratie und Toleranz in Zwickau halten sollen. Das veranstaltende Bündnis hat die 62-jährige Publizistin
aber kurz vorher wieder ausgeladen,
weil diese „sich offensichtlich Positionen angeeignet (hat), die das Bündnis nicht akzeptiert“, wie es in einer
Presseerklärung vom Freitag hieß.
Deutlicher will das Bündnis nicht
werden. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass es dabei um die vermutete Nähe der einstigen DDRBürgerrechtlerin zu Pegida geht.
Seither steht das Bündnis unter
Kritik. Beirat und Ex-Oberbürgermeister Rainer Eichhorn sagte, dass
mehr als 250 E-Mails von LengsfeldUnterstützern beim Bündnis eingegangen seien. Und Lengsfeld selbst?
„Ich bin gar keine Pegida-Sympathisantin“, sagte sie gestern der „Freien
Presse. „Vor allem nicht, seit dort
Leute wie der Rechtspopulist Geert
Wilders eingeladen werden.“ Sie fordert „eine umfassende Rehabilitation“. Diese beinhalte, dass sie ihren
Vortrag doch noch halten darf. „Und
ich will eine öffentliche Entschuldigung. Ich werde diesen Makel nicht
auf mir sitzen lassen.“ Die 62-Jährige
nannte die Ausladung eine „pani-
sche“ Reaktion auf einen offenen
Brief der „Grass Lifter“. Die Künstlergruppe hatte Lengsfeld als „PegidaVersteherin“ bezeichnet. „Es ging
uns aber nie darum, dass sie ausgeladen wird – sondern nur, dass es eine
kritische Gegenrede gibt“, sagte
„Grass Lifter“ Franz Knoppe gestern.
Eichhorn sieht für eine Entschuldigung keinen Anlass. Lengsfeld
könne gern ihren Vortrag halten.
„Aber im Rahmen einer Diskussionsrunde, in der auch Widerspruch
möglich ist.“ Oberbürgermeisterin
Pia Findeiß (SPD) sagte: „Natürlich
hat sich Frau Lengsfeld angreifbar
gemacht“, und zitierte aus einem
Ende Januar veröffentlichten Aufsatz der Publizistin: „Nicht Pegida
spielt mit dem Feuer, von Pegida
hört man differenzierende Standpunkte, die man bei Politik und Medien so schmerzlich vermisst.“
Allerhand tierischen Nachwuchs gibt es im Tropenhaus in Thermalbad
Wiesenbad (Erzgebirge). Die beiden im März geborenen Mini-Weißbüschelaffen zeigen sich nun auch mal allein den Besuchern. Nachwuchs
gibt es auch bei Erdmännchen und Wachteln. Das Haus im Kurpark hat
FOTO: BERND MÄRZ
täglich (außer montags) von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
ZEITGESCHEHEN
Dienstag, 14. April 2015
Freie Presse
3
DAS THEMA: TRAUER UM GÜNTER GRASS
Der Tod des Blechtrommlers
Günter Grass war einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch Äußerungen zur Politik hat
der Nobelpreisträger nie gescheut. Gestern ist er im Alter von 87 Jahren gestorben – nicht zuletzt in seiner Geburtsstadt Danzig wird er fehlen.
VON ULRICH HAMMERSCHMIDT
UND MATTHIAS ZWARG
Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass, fotografiert in Paris 2001. Sein Credo war: „Ein Schriftsteller, der das
Einverständnis mit den Herrschenden sucht, ist verloren.“
FOTO: IMAGO/LEEMAGE
LÜBECK — Ihre Freundschaft begann
1990, im Jahr der deutsch-deutschen
Wiedervereinigung, die sie sich beide anders gewünscht hätten: sanfter,
respektvoller, gleichberechtigt. Damals fanden Christa Wolf, die große
DDR-Schriftstellerin, und Günter
Grass, der große bundesdeutsche
Autor, im Geiste zueinander, einem
Geist, der Grenzen längst überschritten hatte, als sie noch in Beton, Stacheldraht und ideologischen Vorurteilen existierten. 2011 hat Günter
Grass der ostdeutschen Kollegin eine wunderbare, kämpferische Grabrede gehalten. Gestern ist Günter
Grass in Lübeck gestorben – nach einem langen, kämpferischen Leben.
„Unsereins darf nie zu den Zuschauern gehören. Unsereins muss
auf die Bühne, in die Arena. Unsereins muss vorspielen und die Handlung bestimmen, sonst wird unsereins von jenen da behandelt. Und jene da spielen uns allzu gerne übel
mit.“ Dies bekommt der kleinwüchsige Oskar Matzerath von seiner
ebenso kleinwüchsigen ZirkusFreundin im berühmtesten GrassRoman „Die Blechtrommel“ gesagt.
Grass hat nie nur zu den Zuschauern
gehört, hat sich in die Arena gestellt,
hat angegriffen – und ist angreifbar
geblieben bis zu seinem Tod.
Im Anfang war das Wort – „Die
Blechtrommel“, die 1959 erschien.
Dann kam 1999 der Nobelpreis für
diese Literatur. Und die Worte, welche Grass, der Ausgezeichnete, fortan spricht, haben an Wert und Gewicht gewonnen. Wo er auftaucht
bei der Buchmesse in Frankfurt am
Main, verdichten sich die Menschenmassen, als wäre gerade der
Messias erschienen. Der Kanzler in
Halle 7. Gleich daneben der Bundespräsident. Na und? Grass ist der Beherrscher der Messe, Deutschlands
Stimme, der liebe Gott aus dem
Himmel, dem Olymp der Literatur.
Da thront er, Günter Grass, am
Stand des Deutschen Taschenbuchverlags, dessen sämtliche Grass-Bücher innerhalb einer Stunde nach
Bekanntgabe des Nobelpreises vergriffen waren. In der Hand die Pfeife,
er jongliert sie wie ein Zepter, stellt
er sich den Danksagungen des Verlages und den Fragen der Leser, seiner
Untertanen. Für alle, so scheint es,
ist er ab sofort zuständig für sämtliche Probleme der Welt und der Republik. Lieber Grass, hilf!
Zum Beispiel: Wie lässt sich die
Teilung Koreas überwinden? Und so
spricht der Herr: Schaut sie euch an,
all die Fehler, die bei der Wiedervereinigung Deutschlands gemacht
worden sind, und versucht, diese
Fehler zu vermeiden. Oder: Wie
kann man ein guter Schriftsteller
werden? So rät er dem schreibenden
Nachwuchs, „die großen Verwerfungen“ zu thematisieren, eine Literatur
zu kultivieren, die nicht nur Unterhaltung sei, sondern eine Zumutung
auch, eine Provokation.
Seine Biografie ist mehr als nur
der Hintergrund für die schriftstellerischen wie für die bildkünstlerischen Arbeiten von Günter Grass. Er
wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig als Sohn eines protestantischen
Lebensmittelhändlers und einer kaschubischen Katholikin geboren. Er
erlebte eine Kindheit in einfachen
Verhältnissen. Er wurde Messdiener,
geriet als Jugendlicher unter den
Einfluss der NS-Ideologie, obwohl er
nach eigenen Angaben von der Hitlerjugend nicht begeistert war.
Die späten Diskussionen um seine eigentlich schon früh bekannte
Einberufung zur Waffen-SS sind
noch in Erinnerung. Gemessen am
Jahrhundert waren diese Verwerfungen, die Grass im Sommer 2006
thematisierte, relativ gering. Und
doch brachte seine Autobiografie
„Beim Häuten der Zwiebel“ einen
Thron ins Wanken. Jung war er, 17
Jahre alt, ein dummer Junge. Mehr
hat Grass damals nicht gestanden.
Aber die Moralkeule zu schwingen
gegen einen Moralapostel wie Grass,
das war eine Genugtuung für viele.
„Leute mit Mut
und Charakter
sind den anderen
Leuten immer
sehr unheimlich.“
Hermann Hesse Schriftsteller
Auf einen mit dem Finger zu zeigen,
der seinen Zeigefinger oft genug gegen Vergangenheitsverdränger erhob, ist verständlich. Damit musste
er nun weiterleben, der 78-Jährige,
nach mehr als 60 Jahren des Schweigens. „Mein Blick vom Grubenrand
ist der Blick auf eine offene, nicht
mehr verheilende Wunde“, soll er
beim Besuch eines Braunkohletagebaus mal gesagt haben. So war es,
Kumpel. Warum er erst so spät zur
Feder griff, das ist die Frage, die ihn
angreifbar machte. Schreiben ist
auch Um-Verzeihung-Bitten.
Eine offene Wunde. Da ging es
um das Dritte Reich und das zweite
Leben einer Leitfigur der deutschen
Literatur und der politisch linken
Szene. Grass unterstützte oft die SPD
in den Wahlkämpfen, so beispielsweise Willy Brandt, den er 1961 kennenlernte, wurde 1982 Parteimitglied, nach dem Asylkompromiss
zwischen CDU/CSU und SPD trat er
1993 wieder aus. Mit seinen Ansichten eckte er auch innerhalb der SPD
oftmals an: „Ein Schriftsteller, der
das Einverständnis mit den Herrschenden sucht, ist verloren.“
Grass hat nie für die Galerie geschrieben, die schöne Unverbindlichkeit war seine Sache nicht. Bei
der Verleihung des Nobelpreises
1999 sagte er: „Entsetzt sehen wir,
dass der Kapitalismus, seitdem sein
Bruder, der Sozialismus, für tot er-
klärt wurde, vom Größenwahn bewegt ist und sich ungehemmt auszutoben begonnen hat.“
„Leute mit Mut und Charakter
sind den anderen Leuten immer
sehr unheimlich“, hat Hermann
Hesse für solche Fälle vorhergesagt.
Grass hat dies zu spüren bekommen. 1990 sprach er sich gegen eine
schnelle deutsche Wiedervereinigung und für eine Konföderation
der beiden deutschen Staaten aus,
um dem Osten die Möglichkeit zu
geben, „sich wirtschaftlich und demokratisch (zu) festigen“. Andererseits hatte er schon in seiner Erzählung „Das Treffen in Telgte“ über ein
fiktives Dichtertreffen im Dreißigjährigen Krieg „die Einheit von Sprache und Dichtkunst als Vorgriff auf
die Einheit des zerrissenen Vaterlands“ beschworen, wie Rolf Schneider damals in einer Rezension
schrieb. Freilich ging am Ende ein
entsprechendes Manifest in Flammen auf, mitsamt der Tagungsstätte.
Da werden es die Plastiken des
Günter Grass, der nach 1945 bei einem Steinmetz in die Lehre ging,
vielleicht leichter haben zu überleben. Man kann die Plastiken und Bilder des Wahl-Lübeckers nicht sehen,
ohne seine Bücher gleichsam mit zu
lesen … „Als Zeichner und Bildhauer
bin ich gelernter, als Schriftsteller
ungelernter Künstler“, sagt Grass
von sich selbst. In seinen Büchern
gibt es sprechende Fische, Menschen, die nicht wachsen wollen, er
schreibt gegen das Vergessen.
,,Ich habe von der Arbeitsweise
des Bildhauers sehr viel übernommen für das Schreiben: dies in langen Zeiträumen Denken, den Spaß
am Ändern und auch das Wissen,
dass, wenn ich am Knie etwas ändere, ich demnächst am Ohr etwas ändern muss, weil die Proportionen
zusammenhängen.“
So ausschweifend seine Prosa, so
reduziert seine Kunst. Es gibt kleine
Plastiken von Grass, die von der
Schönheit des Lebens erzählen, von
der Zweisamkeit, die so vieles erträglich macht. In seinen Büchern, etwa
„Die Rättin“ oder „Der Butt“, hat er
dagegen auch die Apokalypse beschworen, um schließlich doch festzustellen: „Und dennoch war der
Mensch in seinen Resten schön.“
Was bleibt – das hatte er seiner
Kollegin Christa Wolf 2011 am Grab
gesagt: „Sie ist es gewesen, die während einer Zeit, in der sich Ost und
West waffenstarrend und ideologisch verhärtet gegenüberstanden,
grenzüberschreitende, die Grenzen
überwindende Bücher geschrieben
hat, die von Dauer sind. Die großen,
gleichnishaften Romane, der leibhaftige Bericht über Krankheit und
Schmerz.“ Im Ton anders, im Geist
ähnlich waren die Bücher von Günter Grass. Und sie werden bleiben
über seinen Tod hinaus.
EIN VIDEO zum Tod von
Grass können Sie sehen, wenn
Sie diesen Code mit Tablet
oder Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/grass
„Unser Landsmann“ – auch Polen stolz auf Grass
Trauer in Gdansk, seiner Geburtsstadt Danzig, wo der Schriftsteller für viele Menschen eine Brücke in die Vergangenheit war
VON EVA KRAFZCYK
DANZIG — Für den Danziger Bürger-
meister Pawel Adamowicz war Günter Grass „einer von uns. Er war unser Landsmann“. Der Tod des deutschen
Literaturnobelpreisträgers
war gestern das beherrschende Thema auch in polnischen Medien. Die
Nachrichtenportale titelten mit
Grass-Porträts, umgeben von einem
Trauerrand – ganz so, als sei einer
der Großen des polnischen Kulturlebens gestorben. Wenige Stunden
nach der Todesnachricht wurde in
der nach Günter Grass benannten
Städtischen Galerie ein Kondolenzbuch ausgelegt. Adamowicz war der
Erste, der sich eintrug. „Das ist das
Ende einer Epoche“, schrieb er.
Der gebürtige Danziger Grass repräsentierte für mehrere Generationen polnischer Leser das „bessere“
Deutschland. „Er hat mehr für die
Verbesserung der deutsch-polnischen Beziehungen getan als ganze
Horden von Politikern“, sagte sein
polnischer Schriftstellerkollege Pawel Huelle gestern. Huelle schrieb
das Theaterstück „Im Krebsgang“
nach dem Werk von Grass.
Das Lebenswerk des Schriftstellers wurde für die Mehrheit der Polen auch nicht überschattet, als vor
neun Jahren seine einstige Mitgliedschaft in der Waffen-SS bekanntwurde. Zwar forderte damals der
Friedensnobelpreisträger Lech Walesa Grass zur Rückgabe der Ehrenbürgerschaft von Danzig auf. Doch
prompt kritisierte der bekannte
Journalist und frühere Bürgerrechtler Adam Michnik, es sei unfair, die
Lebensbilanz eines großen Schriftstellers so zu reduzieren. Auch Walesa äußerte sich gestern versöhnlich.
„Er wird Danzig fehlen“, sagte er.
Seit mehreren Jahren schon wird
Grass in Danzig mit dem Kulturfestival „Grassomania“ geehrt, zahlreiche Grafiken und Skulpturen werden in der Grass-Galerie ausgestellt.
Grass war seit 1993 Ehrenbürger
und regelmäßig Gast.
„Für Danzig hatte er eine ungeheure Bedeutung, nicht nur wegen
seiner großen Werke, die hier ihren
Schauplatz haben“, sagt Iwona Bigos, Direktorin der Günter-GrassGalerie in der Altstadt. Für die Nachkriegsgeneration, die im polnischen
Gdansk aufgewachsen ist, war er eine Brücke zur Vergangenheit ihrer
Stadt. „Er war unser Führer durch
das existierende und das nicht existierende Danzig“, sagt Adamowicz,
und auch Huelle betont: „Dank ihm
konnten wir über die Stadt lesen, die
es nicht mehr gibt.“ In ganz Polen ist
Grass als einer der Intellektuellen
bekannt, die die deutsch-polnische
Versöhnung und die Ostpolitik von
Willy Brandt begleiteten.
Fast alle Bücher von Grass sind
ins Polnische übersetzt worden.
Während der kommunistischen
Zeit erschien „Die Blechtrommel“
erst 1983 offiziell, obwohl die Übersetzung schon 1969 vorlag. Sie er-
schien 1979 im Untergrund und
wurde von Hand zu Hand gereicht.
Ein Denkmal wollte die Stadt
Grass schon zu Lebzeiten setzen,
doch das war ihm gar nicht recht. In
einem Park im Stadtteil Wrzeszcz,
dem einstigen Langfuhr, sitzt deshalb auf einer Bronzebank seine berühmteste Romanfigur – der „Blechtrommler“ Oskar Matzerath. (dpa)
EIN VIDEO über Grass und
sein Verhältnis zu Danzig sehen Sie, wenn Sie den Code
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» www.freiepresse.de/danzig
KOMMENTAR & HINTERGRUND
Dienstag, 14. April 2015
LEITARTIKEL
IM FOKUS
Grenzen sind
gefallen
Seitenwechsel beim
Betreuungsgeld
STEPHAN LORENZ
ÜBER DIE DROHUNGEN
GEGEN POLITIKER
Staatssekretär Kleindiek tritt in Karlsruhe
gegen Klage an, die er selbst mitverfasst hat
FOTO: HANNIBAL HANSCHKE/DPA
4 Freie Presse
stephan.lorenz@freiepresse.de
E
in Ungeist geht (wieder) um:
Politiker müssen um Leib
und Leben fürchten. Weil sie
sich um eine humanitäre Flüchtlingspolitik bemühen und Unterkünfte für Flüchtlinge und Asylsuchende bereitstellen. Sie werden zudem – nicht nur, aber vor allem im
Netz – aufs Übelste beleidigt und erhalten Morddrohungen.
Zuletzt war der ehrenamtliche
Bürgermeister von Tröglitz wegen
übelster Anfeindungen zurückgetreten, der Fall sorgte bundesweit für
Schlagzeilen. Gestern machte Thüringens linker Ministerpräsident Bodo Ramelow die gegen ihn gerichteten Morddrohungen öffentlich.
Offensichtlich wiederholt sich
Geschichte doch. In der Weimarer
Republik kämpften Politiker einen
schier aussichtslosen Kampf gegen
den rechten und linken Terror, einige von ihnen bezahlten ihren Einsatz für die zerbrechliche Demokratie mit ihrem Leben: der damalige
Außenminister Walther Rathenau,
Finanzminister Matthias Erzberger
oder der bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner. Sie wurden Opfer
von rechten Attentaten. Nicht zu
vergessen Rosa Luxemburg und Karl
Liebknecht. Mögen die Motive unterschiedlich gewesen sein, unvorstellbarer Hass auf die Republik und
ihre Repräsentanten waren der
Nährboden der Gewalt.
Die heutigen Drohungen gegen
Politiker und die unsäglichen Hasstiraden im Netz – nicht nur gegen
die Flüchtlingspolitik – offenbaren,
wie dünn der zivilisatorische Mantel der Deutschen noch heute ist,
wie weit verbreitet Hass, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz immer
noch oder wieder sind. Die Herabwürdigung des Politischen, die Negierung des Sozialen und die Präferenz von Twitter, Facebook und Co.
führen ins Unheil. Die Politikerverdrossenheit, mag sie noch so berechtigt sein, darf nicht dazu führen, dass
Teile der Gesellschaft spontan bereit
sind, jede Menschlichkeit fallen zu
lassen. Mit den Drohungen gegen
Politiker ist endgültig eine Grenze
überschritten, gegen diese Art von
demokratischen Kulturbruch muss
sich der Rechtsstaat wehren.
Wie demokratisch ist eigentlich
die vielbeschworene Mitte der Gesellschaft, braucht das Internet endlich mehr Regeln? Letzteres zeigt leider allzu oft, wie dünn der Firnis der
Zivilisation ist. All dies muss endlich gesellschaftsübergreifend diskutiert werden.
IMPRESSUM
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Besuch auf der Hannover-Messe
KARIKATUR: TOMICEK
Fachliche Qualifikation wird ihm
niemand abstreiten: Staatssekretär
Ralf Kleindiek (SPD), der die Bundesregierung heute in Sachen Betreuungsgeld vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe vertritt, ist promovierter Jurist. Von 2002 bis 2007
leitete er das Büro der damaligen Justizministerin Brigitte Zypris (SPD),
auch unter deren Nachfolgerin Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger
(FDP) blieb der Mann aus Hameln in
leitender Position im Ministerium.
Dann aber zog es Kleindiek (49)
nach Hamburg, wo er als Staatsrat
die Klage gegen das Betreuungsgeld
mit ausarbeitete, die er nun – inzwischen Staatssekretär im Bundesfa-
milienministerium – begründet zurückweisen soll. Im „Spiegel“ hieß es
vor kurzem: „Der SPD-Mann gilt
nicht nur als großes Schlitzohr: Er
ist auch der Erfinder der Klage, über
die jetzt verhandelt wird.“
Familienministerin
Manuela
Schwesig (SPD), die den großen
Blonden mit der Brille Anfang 2014
aus Hamburg nach Berlin zurückholte, ist als Gegnerin des von der
CSU in der Großen Koalition durchgesetzten Betreuungsgeldes bekannt. Nun schickt sie also Kleindiek. „Der Staatssekretär vertritt die
gesamte Bundesregierung“, betonte
eine Sprecherin Schwesigs gestern
sicherheitshalber. (dpa)
DAS THEMA: WILDERS BEI PEGIDA
Die Internationale von rechts
Deutlich weniger Menschen als erwartet verfolgten den Auftritt des niederländischen Islamgegners Geert Wilders in
Dresden. Gelingt es Europas Rechtspopulisten, ein neues Bündnis zu schmieden?
VON TINO MORITZ
DRESDEN — Viel Zeit hat der Stargast
nicht. Aus Düsseldorf ist der Holländer eingeflogen, mit der Linienmaschine von Germanwings. Für Pegida-Chef Lutz Bachmann gibt es einen freundlichen Händedruck auf
offener Bühne, dahinter später noch
ein Erinnerungsfoto. Dann ist Geert
Wilders auch schon wieder weg, unterwegs in einer Wagenkolonne zurück zum Dresdner Flughafen.
Bachmann hat sich in Schale geschmissen und auch Pegida weder
Kosten noch Mühe gescheut: Die
Montagsbewegung zog um, weg von
der Altstadt auf eine große Wiese an
der Dresdner Messe, die Flutrinne,
üblicherweise genutzt für Rockkonzerte oder Elbehochwasser. Dieses
Mal sollten bis zu 30.000 PegidaSympathisanten das extra eingezäunte Gelände fluten, sogar eine Videoleinwand wurde installiert.
Auf der taucht dann auch Geert
Wilders auf, 26 Minuten lang. Von
der Bühne aus kann er die Sprechchöre gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere „Volksverräter“ gut hören, immer noch ziemlich
viele Deutschland-Fahnen sehen,
aber eben auch die großen Lücken
an den Rändern.
Eine offizielle Zahl nennt die Polizei nicht, Beobachter gehen von etwa 10.000 Menschen aus, die den
Auftritt des niederländischen Politi-
kers ungestört erleben. Für echte
Blockadeversuche bleibt Gegendemonstranten schon im Ansatz keine
Chance, die knapp 1600 Polizeibeamten haben die Lage gut im Griff.
Wilders schmeichelt seinen Zuhörern. Nicht nur, wenn er sagt, dass
„Dresden zeigt, wie’s geht“. Sondern
auch, wenn er in der Wir-Form
spricht: „Wir sind das Volk“ und
„Wir sind die Wende“ sagt er. Oder
auch, dass „wir“ in der Tradition von
„Kant, Schiller und Stauffenberg“
heute hier und eben besorgt seien
„weil wir den Koran gelesen haben“.
„Kein Hass“ auf Muslime
Für seine zuweilen eher sanften Töne bekommt Wilders ein bisschen
Applaus. „Wir kämpfen für unsere
Freiheit und haben deshalb ein großes Problem mit dem totalitären Islam“, aber „keinen Hass“ auf Muslime. Den meisten Beifall erntet er
dann aber doch, als er die Wiedereinführung der Grenzkontrollen
fordert. Oder als er sagt, dass zwar
nicht alle Muslime Terroristen seien, „aber die meisten Terroristen
sind Muslime“.
Wilders nennt es „weit wichtiger“, für die Sicherheit in den eigenen Ländern zu sorgen, statt den Islamischen Staat zu bekämpfen.
Dem hätten sich in den vergangenen Monaten Tausende in Westeuropa lebende jugendliche Muslime
angeschlossen. „Wir sind besorgt,
weil viele dieser Dschihadisten wie-
der nach Europa zurückgekehrt
sind. Und die meisten sind nicht verhaftet. Sie wandern nun auf unseren
Straßen umher wie tickende Zeitbomben.“ Mit dieser Botschaft reist
Wilders seit Jahren durch die Welt –
und das unter erschwerten Bedingungen: Seit 2004 lebt er unter ständigem Polizeischutz und kann sich
nicht frei bewegen. „Ich stehe auf
der Todesliste von Al Kaida“, sagt er
auch in Dresden.
Dass die Pegida-Proteste einmal
in einen Wilders-Auftritt münden
würden, galt Beobachtern schon Ende 2014 als mögliches Szenario.
Schließlich stand Pegida schon da-
mals als Abkürzung für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung Europas“ – seit Jahren die Herzensangelegenheit von Wilders. Im
Januar wurde bereits ein Grußwort
von ihm verlesen. Sein echtes Erscheinen sorgt in Dresden für einen
durchaus beachtlichen Nebeneffekt.
Mit Eva-Maria Stange (SPD), Dirk
Hilbert (FDP) und Markus Ulbig
(CDU) treten die vermutlich aussichtsreichsten Oberbürgermeisterkandidaten zusammen vor die Presse. Ausgegangen war diese Dreier-Initiative vom amtierenden Rathauschef Hilbert. Man sorgt sich ums
Image der Landeshauptstadt, zudem
Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann (l.) begrüßte gestern auf der Kundgebung den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders. FOTO: JAN WOITAS/DPA
ist sich das Trio einig, dass Pegida
mit der Einladung an Wilders eine
Grenze überschritten habe. „Das ist
kein guter Tag für Dresden“, sagt sogar Ulbig, der als Innenminister vor
drei Monaten noch zwei Pegida-ExOrganisatoren persönlich traf.
Selbst Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) ruft der WildersAuftritt auf den Plan. „Fremdenfeindliche oder rassistische Ausfälle
durch Redner werden wir nicht dulden und konsequent gegen die Veranstalter vorgehen“, warnt er vorab,
obwohl die Einhaltung der Strafprozessordnung eher keine Regierungsangelegenheit ist. Was Sachsens
Linksfraktionsvize Klaus Bartl zum
Anlass nimmt, Tillich auf das Prinzip der Gewaltenteilung hinzuweisen. Und was Wilders in der Flutrinne zum Anlass nimmt, Tillichs Namen zu erwähnen, was wiederum
die Pegida-Anhänger mit lauten
Buhrufen quittieren.
Pegida fordert Pressekonferenz
Dass Wilders in seiner Heimat kaum
noch eine Rolle spielt, nennt Bachmann „Blödsinn“. Am Rednerpult
spricht der Pegida-Chef von „Lügenpresse“ und „Propagandamethoden“. Die Berichterstattung interessiere ihn eh nur einen „lauen Furz“.
Etwa 40 Minuten später, Wilders ist
schon weg, steht Pegidas Oberbürgermeisterkandidatin Tatjana Festerling auf der Bühne und fordert eine Pressekonferenz. Von der Presse.
Kennenlernen ohne Schulterschluss
Europas bekanntester Rechtspopulist Wilders schmiedet an kontinentalen Allianzen – Pegida machte er aber kein Angebot zur Zusammenarbeit
VON UWE KUHR
DRESDEN — Der
51-jährige Geert
Wilders aus dem niederländischen
Venlo sollte mit seinem Auftritt den
„Patriotischen Europäern gegen die
Islamisierung des Abendlandes“ eine Art Ritterschlag geben. Daraus
wurde nicht viel. Das lange Zögern
des bekannten Rechtspopulisten, Pegida in Sachsen öffentlich anzuerkennen, nahm diesem Akt eines europäischen Schulterschlusses mit
Brüdern im Geiste den Glanz. Zwar
sprach Wilders gestern bei der Pegida-Kundgebung, ein Angebot zur
Zusammenarbeit unterbreitete er
den Demonstranten aber nicht.
Nach den ersten Kontakten zu
Wilders im vergangenen Dezember
hatte Pegida zu schnell an Zugkraft
verloren. Gründe sind innere Zerwürfnisse in der Führung um die
Leitfigur des mehrfach vorbestraften Lutz Bachmann, eine Abspaltung und nicht zuletzt ein Rechts-
ruck. Das verprellte zahlreiche Anhänger, der Zulauf blieb seitdem unter den Erwartungen. Ostermontag
kamen nur gut 7000 „Spaziergänger“, viel weniger als auf dem Höhepunkt mit 25.000.
Wilders‘ Strahlkraft lässt nach
Auch der scharfmacherische Islamkritiker Wilders ist von seiner einstigen Strahlkraft im Land der Windmühlen weit entfernt. Dort hatte er
2010 den bisherigen Zenit seiner
Laufbahn am politisch rechten bürgerlichen Rand erreicht: Seine Partei
für die Freiheit (PVV) wurde drittstärkste Kraft in den Niederlanden.
Für etwa zwei Jahre hielt sie mit ihren Stimmen eine christlich-liberale
Minderheitsregierung an der Macht.
Inzwischen sinken die PVV-Zustimmungswerte. Der platinblonde Niederländer setzt den Koran mit Hitlers „Mein Kampf“ gleich und stellt
den Islam als „totalitäre Ideologie“
mit Nationalsozialismus und Kommunismus auf eine Stufe. Da sich
Wilders aber gleichzeitig als Freund
Israels und der Juden ausgibt, ist er
unter Rechten umstritten. Auch gestern in Dresden blieb nach seinem
Bekenntnis zu Israel die Pegida-Gefolgschaft auffallend still.
Oberflächlich gesehen sprangen
sich in Dresden zwei politisch Geschwächte zur Seite. Doch Wilders
kam vor allem als Netzwerker. Er
versucht seit Jahren, europa- und zuwanderungskritische Bewegungen
zusammenzubringen. Als Durchbruch galt eine strategische Allianz
mit dem französischen Front National (FN). Beide hatten in Den Haag
ihren Kurs besonders zu mehr Nationalstaatlichkeit ohne EU festgelegt. Nach der Europawahl 2014 war
dieser Traum bereits ausgeträumt.
Die in sich politisch tief gespaltene
europäische Rechte scheiterte an
sich selbst, im Europaparlament eine eigene, radikal europakritische
Fraktion zu bilden.
Etliche rechtspopulistische Bewegungen Europas teilen Wilders‘
radikale Ansichten nicht mehr bedingungslos. Einige Parteien sind
stattdessen bemüht, sich eher
rechtsnational statt rechtsextrem zu
geben. So soll sich ihre Wählbarkeit
im bürgerlichen Lager verbessern.
Der Front National hat sich deshalb
jüngst sogar von Parteigründer
Jean-Marie Le Pen getrennt: Die eigene Tochter Marine setzte den Vater
wegen wiederholter antisemitischer
Ausfälle vor die Partei-Tür. Die FNChefin will erklärtermaßen 2017
den jetzigen französischen Präsidenten François Hollande im Amt beerben.
Bekanntester Strippenzieher
So marschieren Europas rechtspopulistische Organisationen weiterhin getrennt. Wilders bleibt aber ihr
größter Strippenzieher. Er profitiert
von exzellenten Beziehungen zu
gleichgesinnten Islamkritikern in
den USA und zur Freiheitlichen Partei Österreichs. Seine Fäden reichen
nach Belgien zum Vlaams Belang
(Flämische Interessen), zur Lega
Nord in Italien, zur britischen AntiEuropa-Partei Ukip und zu ebenjenem Front National.
Aber Wilders und Deutschland,
das passte zumindest bislang nicht
so recht zusammen. Schon öfter hat
es der katholisch erzogene Sohn einer Indonesierin und eines Niederländers versucht, im großen Nachbarland Fuß zu fassen. So unterstützte er vor vier Jahren im Berliner
Landtagswahlkampf die Partei „Die
Freiheit“, die dennoch mit einem
Prozent deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte und bis heute
nur ein Nischendasein fristet.
Auch bei der Alternative für
Deutschland (AfD) bekam Wilders
bisher keinen Fuß in die Tür. AfDBundeschef Bernd Lucke erklärte,
dass er sich eine Zusammenarbeit
nicht vorstellen könne. Ob diese
Meinung von politisch weiter rechts
stehenden Parteikreisen in Ostdeutschland geteilt wird, kann aber
bezweifelt werden.
POLITIK
Dienstag, 14. April 2015
Freie Presse
Großeinsatz
bei G7-Treffen
in Lübeck
NACHRICHTEN
FLÜCHTLINGSKOSTEN
Länder fordern
Gipfel beim Bund
Bevor die Außenminister der großen
westlichen Industrienationen (G7)
von heute an zwei Tage lang in Lübeck beraten, waren gestern die Sicherheitskräfte gefragt. Polizisten
sperrten den Bereich um den Neubau des Hansemuseums ab, in dem
das Treffen der Außenminister
stattfindet. In der Hansestadt geht
es um die Vorbereitung des G7-Gipfels der Staats- und Regierungschefs,
der am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau in Bayern stattfindet. Deutschland hat zurzeit die G7-Präsidentschaft. Im Zentrum der Beratungen
in Lübeck dürfte der Konflikt in der
Ukraine stehen. Erwartet wird ein
Appell an die Konfliktparteien, die
Friedensvereinbarungen von Minsk
in vollem Umfang einzuhalten.
Weitere Themen sind unter anderem der Atomstreit mit dem Iran,
die Lage im Jemen sowie der Kampf
gegen die islamistischen Terrorgruppen. Auch Ebola soll eine Rolle
FOTO: MARKUS SCHOLZ/DPA
speilen.
BERLIN — In der Diskussion über die
Kosten für Flüchtlingshilfe erhöhen
Länder und Gemeinden den Druck
auf die Bundesregierung und streben ein Spitzentreffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will den Bund finanziell
und organisatorisch bei der Betreuung und Unterbringung der vielen
Flüchtlinge in die Pflicht nehmen.
Die Bundesregierung müsse dies zu
einem „Gemeinschaftsthema“ zwischen Bund, Ländern und Kommunen machen, sagte der CSU-Chef
gestern in München. Geklärt werden müssten Fragen wie schärfere
Grenzkontrollen, die Verteilung der
Flüchtlinge auf die einzelnen EULänder und die Beschleunigung der
Asylverfahren. „Da geht es uns nicht
nur um Geld, sondern vor allem
auch um strukturelle Fragen.“ (dpa)
RUSSLAND
Putin liefert Iran
Raketenabwehr nach
MOSKAU — Kremlchef Wladimir Pu-
tin hat einen 2010 verhängten Lieferstopp des modernen Flugabwehrsystems S-300 an den Iran aufgehoben. Der Präsident habe eine entsprechende Verordnung unterschrieben, teilte der Kreml gestern
in Moskau mit. Der Ukas trete unverzüglich in Kraft. Russland hatte
das Geschäft damals wegen der UNSanktionen gestoppt. Teheran verklagte Moskau daraufhin wegen
Vertragsbruchs auf vier Milliarden
US-Dollar (rund 3,8 Milliarden
Euro). Der Kreml hatte in den vergangenen Tagen mehrfach gefordert, Sanktionen gegen das islamische Land aufzuheben. Als Grund
nannte Russland die Fortschritte in
den Atomverhandlungen mit dem
Iran. (dpa)
NIGERIA
2000 Frauen von
Terroristen entführt
ABUJA — Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat in Nigeria
nach Angaben von Amnesty International seit 2014 mehr als 2000
Frauen und Mädchen entführt. Viele
von ihnen würden von den sunnitischen Extremisten als Sexsklaven
gehalten, zwangsweise verheiratet
oder zum bewaffneten Kampf gezwungen, hieß es in einem gestern
veröffentlichen Bericht der Menschenrechtsorganisation. Unicef zufolge sind bereits 800.000 Kinder auf
der Flucht vor der Gewalt im Nordosten Nigerias. Die Berichte von
Amnesty und Unicef kamen genau
ein Jahr nach der Entführung von
mehr als 200 überwiegend christlichen Schülerinnen aus dem Ort Chibok durch Boko Haram. Sie wurden
bislang nicht gefunden. Einer Augenzeugin zufolge wurden die meisten Mädchen gezwungen, zum Islam überzutreten. (dpa)
BELGIEN
Cyberattacke auf
Mediengruppe
BRÜSSEL — Nur einen Tag nach ei-
nem schweren Hackerangriff ist die
Internetseite der belgischen Tageszeitung „Le Soir“ erneut Opfer einer
Cyber-Attacke geworden. Gegen
19 Uhr sei die Seite „als Vorsichtsmaßnahme“ fünf bis sechs Minuten
vom Netz genommen worden, sagte
der Chef der Zeitung, Didier Hamann. Der Angriff habe nicht die
Ausmaße der massiven Attacke vom
Vortag auf die belgische Mediengruppe Rossel gehabt. Auch die Online-Auftritte der Zeitungen „La Libre Belgique“ und „La Dernière Heure“ waren gestern gestört. Über den
Hintergrund der Angriffe gab es zunächst keine Angaben. Die Redaktion von „Le Soir“ machte nach der Attacke vom Sonntag aber klar, dass
nichts auf eine Verbindung zum Cyberangriff auf TV5 Monde hindeute,
zu dem sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt hatte. (dpa)
5
Bedroht und beschimpft –
Anfeindungen gegen Politiker
Hass-Mails und Drohbriefe: Politiker werden angepöbelt und eingeschüchtert, weil sie sich für
Flüchtlinge einsetzen, sich
gegen Rechtsextreme stellen – oder auch nur , weil
sie einen fremd klingenden
Namen haben. Was ist los
mit Deutschland?
VON CHRISTIANE JACKE
BERLIN/ERFURT — Bei Petra Pau fing
es vor langer Zeit an mit den Pöbeleien. Die Linke-Politikerin setzt sich
seit vielen Jahren für Flüchtlinge ein
und kämpft gegen Rechtsextremismus. Im Bundestag saß sie im Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der NSU-Morde. Bei Neonazis
ist sie verhasst. Schon seit den 90erJahren hat Pau es mit offenen Anfeindungen zu tun – mit SchmähMails, Drohbriefen und Hetztiraden
in sozialen Netzwerken, aber auch
mit Drohungen aus nächster Nähe
bei Veranstaltungen. In den vergangenen Monaten habe sich das Problem verschärft, meint die Bundestags-Vizepräsidentin. „Seit dem
Herbst erlebe ich eine absolute Zuspitzung.“
Dass Politiker beschimpft und
eingeschüchtert werden, das gab es
schon immer. Doch dieser Tage häufen sich die Meldungen über Aggressionen gegen Abgeordnete und
Amtsträger. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow bekam
mehrere Morddrohungen. In einer
Erfurter Gaststätte drohte ihm jemand sogar angeblich Schläge an.
Erst vor wenigen Wochen trat der
Bürgermeister von Tröglitz, einer
kleinen Gemeinde in Sachsen-Anhalt, zurück, weil er sich und seine
Familie durch Rechtsextreme bedroht sah. Der Oberbürgermeister
von Magdeburg, Lutz Trümper
(SPD), steht nach mehreren Morddrohungen unter Personenschutz.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) legte wegen Beleidigungen seine Facebook-Seite vorerst still.
Die Flüchtlingsbeauftragte der
Bundesregierung, Aydan Özoguz
(SPD), bot zuletzt Einblick in ihr
Postfach. Dort landen Briefe und
Mails mit Botschaften wie: „Du gehörst am nächsten Baum aufgehängt.“ Auch SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi verlas öffentlich
einen Brief, den sie mitten in der Debatte über die nationalistische Pegida-Bewegung bekam. Die Anrede
darin: „Frau Ausländerdrecksau“.
Auch andere Politiker berichten
über gehäufte Anfeindungen in letzter Zeit – und oft geht es dabei um
das Thema Asyl. Die wachsende
Zahl an Flüchtlingen sorgt für hitzige Debatten.
Ja, Anfeindungen habe es schon
immer gegeben, sagt Pau. Aber mit
den jüngsten Diskussionen und
dem Auftauchen der Pegida-Bewegung habe sich die Situation verschärft. „Da ist eine Hemmschwelle
gefallen.“ Das bekommt die LinkeAbgeordnete selbst zu spüren.
Vor ein paar Monaten wurde ihre
Privatadresse im Internet veröffentlicht, dazu gab es den Aufruf zu
„Hausbesuchen“ und konkrete
Morddrohungen. Vor einigen Wochen, an einem Montag, marschier-
ten dann etwa 100 Rechtsextreme
vor ihrem Wohnhaus in Berlin auf
und grölten rassistische Parolen und
Hetze gegen Asylbewerber. Pau war
zu Hause und beobachtete den Aufzug aus ihrer Wohnung. „Ich fand
das gespenstisch und bedrohlich.“
Auch den Nachbarn habe es große
Angst gemacht, „dass auf einmal so
ein Mob vor dem Haus steht“. Inzwischen geht Pau zu öffentlichen Veranstaltung nur noch mit Personenschutz.
Petra Pau
Linke-Politikerin und
Vizepräsidentin des
Bundestages
FOTO: OLE SPATA/DPA
Omid
Nouripour
Grünen- Abgeordneter
im Bundestag
FOTO: HANNIBAL HANSCHKE/DPA
Was macht das mit einem Menschen – und mit einem Politiker? So
etwas lasse niemanden unberührt,
sagt Pau. Sie macht sich auch Gedanken über ihre Familie und deren Sicherheit. Das bringt Einschränkungen im Privatleben mit sich. „Mich
ärgert das maßlos“, klagt Pau. Aber
man dürfe sich von solchen Anfeindungen nicht steuern lassen. „Bei
mir steigert das eher die Wut im
Bauch und den Drang, mich noch
mehr zu engagieren.“ Ans Aufgeben
habe sie nie gedacht. Aber Pau befürchtet, dass derartige Einschüchterungsversuche andere von politischer Arbeit abhalten könnten. „Die
Menschen überlegen sich dreimal,
ob sie sich ehrenamtlich oder in einer Partei für Flüchtlinge engagieren sollen.“
Auch Omid Nouripour kennt solche Anfeindungen nur zu gut. Der
39-Jährige stammt aus dem Iran und
sitzt für die Grünen im Bundestag.
Er bekommt regelmäßig SchmähMails und bösartige Botschaften auf
seiner Facebook-Seite. Auch bei ihm
waren schon einige Morddrohungen dabei. „Es sind nicht nur Islamophobe, die mich beschimpfen“, sagt
er. Die Schmähungen kämen von
verschiedensten Seiten: von Neonazis, Fremdenfeinden, Islamisten
oder iranischen Hardlinern.
Über manche Beleidigungen –
mit mieser Rechtschreibung, Grammatik und kruden Inhalten – kann
Nouripour nur lachen. „Das ist teilweise so doof, dass es schon wieder
lustig ist.“ Aber bei Volksverhetzung
und Drohungen hört bei ihm der
Spaß auf - und dann, wenn jemand
nicht nur ihn angreift, sondern auch
seine Familie. „Das trifft einen immer.“
Auch Nouripour hat in den vergangenen Monaten einen Wandel
beobachtet. Die Masse an Anfeindungen habe zugenommen. „Das
liegt an der unglaublich niedrigen
Hemmschwelle im Internet.“ Und
viele Beschimpfungen kämen
durchaus nicht mehr nur anonym.
Die Leute fühlten sich zunehmend
im Recht. Dass das irgendwann enden wird, glaubt Nouripour nicht. Er
hat sich mit der Lage arrangiert.
„Das auszuhalten, gehört zur Job-Beschreibung als Politiker. Das wird
nicht aufhören.“ (dpa)
EINEN LEITARTIKEL zu diesem Thema lesen Sie auf Seite 4.
Wahlkampf:
Rubio will für
Republikaner
kandidieren
Latino-US-Senator folgt
im Bewerberrennen auf
Demokratin Clinton
WASHINGTON — Einen Tag nach der
demokratischen früheren US-Außenministerin Hillary Clinton hat
sich der konservative republikanische Senator Marco Rubio in das
Rennen um das Präsidentenamt der
USA geworfen. Das teilte ein Berater
Rubiosgestern mit. Die Republikaner begannen zudem eine aggressive Kampagne gegen Clinton. Rund
anderthalb Jahre vor der Wahl am 8.
November 2016 geht das Rennen
um das Weiße Haus damit in eine
erste heiße Phase.
Marco Rubio
US-Senator
FOTO: SHAWN THEW/DPA
Rubio ist nach seinen Senatskollegen Ted Cruz aus Texas und Rand
Paul aus Kentucky der dritte Republikaner, der offiziell seine Kandidatur erklärt. Der 43-jährige Senator
aus Florida steht für eine konservative Politik und umwirbt nicht nur
die im Wahlkampf wichtigen Latinos, sondern auch den rechten Flügel seiner Partei. Der in Miami geborene Sohn zweier Exil-Kubaner fordert eine umfassende Reform des
Einwanderungsrechts und lehnt die
diplomatische Annäherung Washingtons an Havanna vehement ab.
Er gilt als Freund des deutlich erfahreneren Parteikollegen Jeb Bush, der
ebenfalls kandidieren könnte. (dpa)
Merkel und Gabriel starten Bürgerdialog
Mit Diskussionsrunden
will die Bundesregierung
herausfinden, was für die
Deutschen im Leben zählt.
Kritiker fürchten: Es geht
um „Pseudo-Beteiligung“.
VON JÖRG BLANK UND BASIL WEGENER
BERLIN — Die Bundesregierung will
die Wünsche der Menschen in
Deutschland stärker als bisher in ihre Politik einbeziehen und so für
mehr Lebensqualität sorgen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und
SPD-Chef Sigmar Gabriel starteten
dazu gestern in Berlin eine Reihe
von etwa 150 Diskussionsveranstaltungen. „Wir sind neugierig“, sagte
Merkel. Die Kanzlerin und Gabriel
wiesen Befürchtungen von Kritikern auch aus der Opposition zurück, es gehe lediglich um Wohlfühlveranstaltungen der Regierung.
Gabriel sagte, es werde „keine Konsenssoße“ herauskommen.
Schwarz-Rot will in dem Bürgerdialog unter dem Motto „Gut leben
in Deutschland – Was uns wichtig
ist“ herausfinden, was für die Menschen Lebensqualität bedeutet. 2016
sollen Wissenschaftler die Ergebnisse auswerten, bis Ende der Legislaturperiode 2017 soll mit der Umset-
zung eines Aktionsplans begonnen
werden. Die Bundesregierung will
so auch gegen eine verbreitete Politikverdrossenheit angehen.
Merkel sagte, die Ergebnisse würden von unabhängigen Wissenschaftlern ausgewertet, damit sie
nicht „durch die Parteibrille gefärbt“
würden.
Für sie persönlich bedeute Lebensqualität, dass sie und ihre Familie gesund seien, sie Freunde und Familienangehörige habe und ihr die
Arbeit Spaß mache, sagte die Kanzlerin. Außerdem sei wichtig, „dass wir
nicht vergessen, dass wir Teil einer
Geschichte sind“, und auch an jene
gedacht werde, die in Zukunft lebten. Gabriel sagte auf die Frage, was
für ihn persönlich am wichtigsten
sei: „Ich geb‘ zu, dass für mich das Allerwichtigste meine beiden Töchter
sind.“ Es sei aber auch wichtig, „dass
man irgendwie anständig durchs Leben kommt“.
Der Politikwissenschaftler Leonard Novy sagte, der Wunsch in der
Bevölkerung nach mehr Möglichkeiten zu politischer Beteiligung
wachse. „Die repräsentative Demokratie muss darauf reagieren und in
Zukunft mehr Transparenz, mehr
Dialog und mehr direkte Beteiligung zulassen“, sagte der Co-Direktor des Kölner Instituts für Medienund Kommunikationspolitik in Berlin. Viele Menschen fühlten „Ohnmacht und Apathie“.
Bundeskanzlerin Angela Merkel
(CDU,) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) kamen zur
Auftaktveranstaltung der Bürgerdialogreihe „Gut leben in Deutschland“.
FOTO: TIM BRAKEMEIER/DPA
6 Freie Presse
WIRTSCHAFT & BÖRSE
Dienstag, 14. April 2015
Olbernhauer Firma erhält Industriepreis der Hannover Messe
NACHRICHTEN
MACHTKAMPF
Schnelle Lösung bei
VW nicht in Sicht
HANNOVER — In der Führungskrise
bei Europas größtem Autobauer
Volkswagen ist keine schnelle Lösung in Sicht. Auch am dritten Tag
nach der Attacke des VW-Patriarchen Ferdinand Piëch auf VW-Chef
Martin Winterkorn war gestern
nicht abzusehen, wie der Machtkampf ein Ende finden könnte. So
stand gestern weder eine außerplanmäßige Sitzung des Aufsichtsrats
noch ein Treffen des sechsköpfigen
Präsidiums im Raum, das die Machtzentrale des Kontrollgremiums ist.
Allerdings berichtete das „Handelsblatt“ gestern, Winterkorn und
Piëch setzten sich demnächst an einen Tisch. (dpa)
Die Mehrzahl der
Hotels hat jedoch
Personalprobleme
VON RAMONA NAGEL
EU-F ÖRDERUNG
Helmholz-Institut
erhält 10,2 Millionen
FREIBERG — Für den Neubau eines
Technikums des Helmholtz-Instituts für Ressourcen-Technologie in
Freiberg stehen dank diverser EUFörderprogramme 10,2 Millionen
Euro bereit. Das teilte Sachsens Wissenschaftsministerium gestern mit.
Der Neubau, den sich die Wissenschaftler des 2011 gegründeten Instituts seit Jahren wünschen, ist damit einen großen Schritt näher gerückt. Wann mit dem Bau begonnen
werden könnte, blieb gestern unklar. An dem Institut werden Technologien entwickelt, die helfen, mineralische und metallische Rohstoffe zu erkunden, zu gewinnen und zu
nutzen. (fhob)
AIRBUS
A380 zehn Jahre
zu früh eingeführt
PARIS — Airbus-Chef Fabrice Brégier
führt die raren Bestellungen für sein
Großraumflugzeug A380 auf eine
Fehleinschätzung des Konzerns zurück. „Das Flugzeug wurde wahrscheinlich zehn Jahre zu früh eingeführt“, sagte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte der Airbus Group
der französischen Tageszeitung „Les
Echos“. Der Markt habe sich nicht so
entwickelt wie erwartet. Vorerst gebe es jedoch Lösungen, die Maschine
mit dem Einbau von mehr Sitzen
wirtschaftlicher zu machen, ohne
den Komfort einzuschränken. (dpa)
7,4 Millionen
Gäste
besuchten
den Freistaat
Mit einem Paukenschlag begann für Torsten En-
ders die Hannover Messe 2015. Sein Unternehmen Wätas Wärmetauscher aus Olbernhau erhielt gestern für diese Meerwasserentsalzungsanlage den Industriepreis der Hannover Messe.
Die neue Anlage mit zahlreichen Patenten wird
auf der weltgrößten Industriemesse erstmals
vorgestellt. Die Anlage entsalzt Meerwasser zu
Trinkwasser. Die nötige Energie gewinnt sie aus
Abgasen von Stromgeneratoren. Eine Woche
nach der Messe stellt Wätas die Anlage in Oman
vor. Die Firma aus dem Erzgebirgskreis gehört
zu den 135 sächsischen Ausstellern die ihr technisches Know-how und ihre innovativen Pro-
dukte und Dienstleistungen für den Industriesektor in Hannover weltweit anbieten. Bereits
seit 25 Jahren ist der Freistaat auf der Messe vertreten. Die Hannover Messe ist mit etwa 6000
Ausstellern die weltweit bedeutendste Industriemesse und die größte InvestitionsgütermesFOTO: WOLFGANG SCHMIDT
se.
Bürger sollen an öffentlichen
Bauprojekten mitverdienen
Monatelang haben
Fachleute gebrütet, wie
der Investitionsstau in
Deutschland aufgelöst
werden kann.
VON TIM BRAUNE UND GEORG ISMAR
BERLIN — Zinssparen mit Autobah-
nen statt Mini-Renditen bei Lebensversicherungen: Bürger sollen sich
künftig an der Finanzierung großer
Infrastruktur-Projekte
beteiligen
und so bessere Erträge erzielen können. Diese Idee gehört zu einem
Zehn-Punkte-Plan einer Expertenkommission, die im Auftrag von
Bundeswirtschaftsminister Sigmar
Gabriel (SPD) Vorschläge erarbeitet
hat, wie der Investitionsstau von 90
bis 100 Milliarden Euro rasch aufgelöst werden kann. „Deutschland
weist heute eine signifikante Investitionsschwäche auf, sowohl im öffentlichen wie im privaten Bereich“,
sagte Kommissionschef Marcel
Fratzscher gestern in Berlin.
Die Experten wollen vor allem
Regeln lockern, damit Versicherungskonzerne und Pensionsfonds
beim Bau von Straßen, Brücken oder
Verwaltungsgebäuden mitmachen.
Die Finanzwirtschaft sucht wegen
der Mini-Zinsen an den Märkten
nach neuen Geldanlagen, um ihre
Kunden bei der Stange zu halten. Eine komplette Privatisierung von
gleichbare Energiewende-Fonds waren beim Ausbau der Stromnetze in
der Praxis aber gescheitert.
In der 21-köpfigen Gruppe gab es
auch viel Streit. Die Gewerkschaften
kritisierten, dass der Sparkurs sowie
Steuersenkungen zu Mindereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen von jährlich 45 Milliarden Euro
geführt und damit die Investitionslücke verursacht hätten. „Das Ergebnis ist verheerend: Ausgaben wurden gekürzt, viele öffentliche
Dienstleistungen sind dem Rotstift
zum Opfer gefallen.“ Gabriel lobte
die Arbeit der Kommission: „Zum
ersten Mal liegt eine Bestandsaufnahme zum Bedarf an Investitionen
in Deutschland vor, die von einem
breiten Konsens getragen ist. (dpa)
Marcel
Fratzscher
Kommissionschef
FOTO: IMAGO STOCK&PEOPLE
Bundesstraßen und Autobahnen
lehnt die Kommission jedoch ab.
Die Verbraucher sollen von Milliarden-Investitionen vor ihrer Haustür direkt profitieren können. Fratzscher – Chef des Deutschen Instituts
für Wirtschaftsforschung (DIW) –
meinte, die Politik solle Bürgerfonds
prüfen, in die Arbeitnehmer etwa
über die vom Arbeitgeber mitgeförderten vermögenswirksamen Leistungen investieren könnten. Ver-
CHEMNITZ — Sachsen hat im vergangenen Jahr erneut mehr in- und ausländische Gäste angezogen. Mit 7,4
Millionen Besucher kamen 4,5 Prozent mehr als 2013. Die Anzahl der
Übernachtungen stieg um 3,4 Prozent auf 18,9 Millionen. Auch das
laufende Jahr hat gut begonnen: Im
Januar kamen 4,7 Prozent mehr Gäste als im Vorjahreszeitraum. Nach
Einschätzung des Landestourismusverbandes behindert jedoch der
Fachkräftemangel die Unternehmen zunehmend. Jeder zweite Betrieb sucht Personal. 41,3 Prozent
der offenen Stellen können jedoch
nicht besetzt werden. „Alternativ
werden ungelernte Arbeitskräfte
eingestellt“, sagte der Präsident des
Landestourismusverbandes Sachsen und Mitglied des Bundestages,
Andreas Lämmel (CDU). Nun wollen die sächsischen Beherbergungsbetriebe ihre Mitarbeiter mit spezi-
Andreas
Lämmel
Präsident des
Tourismusverbandes
FOTO: FRANK OSSENBRINK/ARCHIV
ellen Motivationsprogrammen stärker an sich binden. „Neben dem Gehalt spielen auch Arbeitsplatzgestaltung, Mitbestimmung, Arbeitsinhalte oder Bildungsmöglichkeiten
eine entscheidende Rolle für die Zufriedenheit im Job“, meinte Lämmel.
So bieten die Unternehmen beispielsweise betriebliche Gesundheitsfürsorge an und belohnen kreative Ideen und gute Leistungen mit
Restaurant-Besuchen bei befreundeten Unternehmen. Bei Exkursionen
zu den Zulieferern erfahren die Mitarbeiter die Herkunft von Fleisch,
Obst und Gemüse.
Das sächsische Beherbergungsgewerbe zählt 200.000 Mitarbeiter.
2014 wurde ein Umsatz in Höhe von
7,4 Milliarden Euro erwirtschaftet.
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WIRTSCHAFT
Dienstag, 14. April 2015
DAS THEMA: 60 JAHRE MC DONALD’S
NACHRICHTEN
FLUGHAFEN
Aufsichtsrats-Wahl
verzögert sich
SCHÖNEFELD — Am
neuen Hauptstadtflughafen wird es vor Juli keinen neuen Aufsichtsratschef geben.
Der Vizevorsitzende des Gremiums,
Rainer Bretschneider, hat die für den
8. Mai geplante Sitzung abgesagt,
wie ein Flughafensprecher sagte. Er
bestätigte damit eine Information
des Berliner „Tagesspiegels“. Das
Gremium wolle seinen Sitzungsturnus normalisieren. Üblich seien vier
Sitzungen im Jahr. Als neuer Termin
ist nun der 3. Juli vorgesehen. Noch
im März hatte Bretschneider angekündigt, das Kontrollgremium werde im Mai auf mehreren Posten neu
geordnet. Der Vorsitz ist seit dem
Rücktritt des Berliner Regierenden
Bürgermeisters Klaus Wowereit
(SPD) vakant. (dpa)
CHINA
Außenhandel
geht stark zurück
PEKING — Ein überraschend starker
Rückgang des chinesischen Außenhandels weckt neue Sorgen über
den Zustand der zweitgrößten
Volkswirtschaft der Welt. Die Ausfuhren fielen im März drastisch um
14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, während die Einfuhren um 12,3 Prozent zurückgingen,
wie die Zollverwaltung gestern in
Peking berichtete. Experten hatten
eigentlich einen Anstieg der Exporte um mehr als zehn Prozent erwartet. Auch die starke chinesische
Währung, vor allem gegenüber dem
Euro, dürfte die Geschäfte mit der
Europäischen Union - dem größten
Handelspartner Chinas - beeinträchtigt haben. (dpa)
BILANZ
Russland-Krise
belastet Henkel
DÜSSELDORF — Die Folgen der Russ-
land-Krise werden auch in diesem
Jahr deutliche Spuren in der Bilanz
des Konsumgüterherstellers Henkel
hinterlassen. „Für das Gesamtjahr
2015 erwarten wir aufgrund des
Russland-Ukraine-Konflikts negative Effekte auf unser Ergebnis von etwa 100 Millionen Euro“, sagte Konzernchef Kasper Rorsted gestern auf
der Hauptversammlung des Unternehmens in Düsseldorf. Dennoch
will Henkel an seinem Engagement
in beiden Ländern festhalten. Russland ist der viertgrößte Markt des
Düsseldorfer Markenartikelherstellers. (dpa)
TELEFONTARIFE
Telefonieren Call by Call Übersicht
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dem Festnetz der Deut. Telekom.
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Minutentakt wurden nicht berücksichtigt. Bei einigen Anbietern kann es wegen Kapazitätsengpässen zu Einwahlproblemen kommen. teltarif-Hotline (Montag bis Freitag 9
bis 18 Uhr): 0900 1 330100 (1,86 Euro/Minute von T-Com).
teltarif.de bietet im Internet auch eine Abfrage der Auslandstarife an. Stand: 13. April 2014, 11 Uhr. Kurzfristige
Änderungen möglich. Quelle: www.teltarif.de – alle Anbieter mit Tarifansage. Alle Angaben ohne Gewähr.
Der angeschlagene Burger-Riese
Die Fast-Food-Kette ist Symbol des „American Way of Life“ – vom Tellerwäscher zum
Millionär. Doch der Mythos verblasst. Ein neues Erfolgsrezept muss her.
40 Milliarden:
Dividenden
sprudeln wie
nie zuvor
Doch nur eine Minderheit
der deutschen Anleger
profitiert davon
VON HANNES BREUSTEDT
OAK BROOKS/NEW YORK — Der Aufstieg zum Burger-Imperium begann
mit einem Imbissstand. Das Geschäft der Brüder Richard „Dick“
und Maurice „Mac“ McDonald beeindruckte den Milchshake-Vertreter Ray Kroc so sehr, dass er ihnen
die Markenrechte abkaufte, um das
revolutionäre Konzept „Fast Food“
in ganz Amerika zu verbreiten. Am
15. April 1955 eröffnete Kroc in Des
Plaines, einer Vorstadt von Chicago,
die erste Filiale der McDonald’s Corporation. Der Schulabbrecher legte
so die Basis für den weltgrößten Burger-Konzern und prägte Amerikas
Mythos „vom Tellerwäscher zum
Millionär“ mit.
60 Jahre später ist das Unternehmen mit mehr als 36.000 Schnellrestaurants in 119 Ländern vertreten –
die erste ostdeutsche McDonald’sFiliale eröffneten Brigitte und Manfred Voigt am 21. Dezember 1990 am
Klostermarkt in Plauen, die inzwischen der Adoptivsohn des Paares
führt. Zuletzt machte der Konzern
über 27 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Doch die Kette steckt in der
vielleicht schwersten Krise ihrer
Unternehmensgeschichte. Erstmals
seit mehr als zehn Jahren gingen die
globalen Verkäufe 2014 zurück. In
den USA steht der Marktführer heftig unter Druck, und auch sonst
läuft es alles andere als rund.
2015 scheint der Werbeslogan
„Ich liebe es“ nur noch ein realitätsferner Wunsch der Marketingabteilung. McDonald’s laufen die Kunden weg. In Amerika jagen die klassischen Konkurrenten wie Burger
King, Taco Bell oder Wendy’s dem
Branchenprimus Marktanteile am
unteren Ende der Preisspanne ab. Im
Premiumbereich boomen kleinere
Burgeranbieter wie Five Guys, Shake
Shack oder In-N-Out.
Insgesamt entwickelt sich der
Trend zum gehobeneren „Fast Casual Dining“ – die Gewinner sind Ketten wie Chipotle Mexican Grill oder
Panera Bread, denen es gelingt, sich
erfolgreich als Bio-Anbieter unter
den Schnellrestaurants zu vermarkten. Nachdem die Geschäfte bei McDonald’s immer schleppender liefen, gab Konzernchef Don Thompson nach nicht einmal drei Jahren
auf. Im März übernahm Nachfolger
Steve Easterbrook und rief den Krisenmodus aus. McDonald’s müsse
sich dringend den veränderten Vorlieben der Verbraucher anpassen.
Mit neuen Menü-Kreationen –
Analysten spekulieren sogar, dass
bald der in der US-Ökoszene angesagte Grünkohl auf der Speisekarte
landet – und Experimenten mit
ganztägigem Frühstück sollen Kun-
7
VON HARALD SCHMIDT
UND JÖRN BENDER
FOTO: PEER GRIMM/DPA
Eine McDonald’s-Filiale in Chicago.
Amerikas Schnellrestaurants im „Frühstückskrieg“
Mit einem bösen Kurzfilm gegen
den großen Rivalen McDonald’s
bringt die Schnellrestaurant-Kette Taco Bell den Kalten Krieg auf künstlerische Art in die Fast-Food-Branche.
Ronald McDonald herrscht in dem
Clip über die „Republic of Routine“,
ein trostloses Reich des langweiligen
Essens, in dem es jeden Tag das gleiche öde Frühstück gibt. Die aggressive Kampagne ist der vorläufigen Höhepunkt im Kampf um die Vormacht
im US-Frühstücksgeschäft.
McDonald’s schlägt zurück – allerdings nicht mit Videoclips, sondern
mit neuen Angeboten: Der Branchenprimus will sein Frühstück, das bislang – anders als beim Rivalen – nur
wenige Stunden pro Tag verfügbar ist,
in einzelnen US-Filialen testweise
ganztägig servieren.
In den USA ist Frühstück eine boomende Nische für Schnellrestaurants
– immer weniger Menschen essen die
erste Mahlzeit des Tages zu Hause.
DAS BÖSE VIDEO von Taco
Bell können Sie aufrufen,
wenn Sie den Code mit
Smartphone oder Tablet scannen.
» www.freiepresse.de/ror
den zurückgewonnen werden. Zudem ergriff Easterbrook Maßnahmen, um den ramponierten Ruf wieder herzustellen: So wurde unter anderem in den USA eine Verschärfung der Richtlinien für Antibiotika-Hühnerfleisch beschlossen.
Kritiker bewerten die Schritte jedoch als halbherzig, Mitarbeiter
wollen weiter gegen niedrige Bezahlung protestieren. McDonald’s
kämpft aber nicht nur in den USA
mit Image- und Absatzproblemen.
In Asien bremsen die Folgen des
Gammelfleischskandals eines Zulieferers den Konzern aus. In Deutschland steigt wie in den USA die Kon-
kurrenz durch Edelburger-Brater,
zudem heizen Pizza-Dienste, Sandwich- und Fischrestaurant-Ketten
den Wettbewerb an.
Im Kampf gegen den Kundenschwund verabschiedet sich McDonald’s in Deutschland sogar von einem seiner Grundsätze: Die Gäste
müssen sich nicht mehr unbedingt
am Tresen anstellen, sondern werden auch direkt an ihrem Tisch bedient. „Das ist für uns ein großer
Schritt“, sagte Deutschland-Chef
Holger Beeck jüngst bei der Wiedereröffnung des größten deutschen
Restaurants der Kette im Frankfurter Flughafen, wo sich künftig Kell-
ner um die Kundschaft kümmern.
Ob die Trendwende mit neuen Rezepten, Kellnern und Lohnplus gelingt, ist ungewiss. Zumindest für
Aktionäre hätte McDonald’s noch
einen Joker in der Reserve. Der Konzern sitzt auf einem riesigen Immobilienvermögen, ihm gehören mehr
als die Hälfte der Grundstücke und
Gebäude, die seine Schnellrestaurants nutzen. Mehr als 20 Milliarden
Dollar ist das Portfolio nach Schätzungen wert. New Yorker Hedgefonds wie Glenview Capital schielen
bereits auf diesen Schatz und fordern seine Abspaltung in einen Investmentfonds. (dpa/fp)
Darum greift nicht nur Taco Bell auf
diesem Gebiet immer aggressiver an,
auch Dunkin’ Donuts, Wendy’s oder
Starbucks tun das. Außer etwas Gratis-Kaffee hatte McDonald’s dem bisher nicht viel entgegenzusetzen. Das
soll sich nun ändern. (dpa)
FRANKFURT (MAIN) — Aktionäre können frohlocken: Die 616 börsennotierten Unternehmen in Deutschland lassen ihre Anteilseigner in diesem Jahr mit dem üppigsten Geldregen der Geschichte an ihrem Erfolg
teilhaben. Insgesamt schütten sie
nach Angaben der Deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) die Rekord-Dividende
von 41,7 Milliarden Euro aus.
Allerdings: Nur eine kleine Minderheit der deutschen Sparer kann
sich mit einer Geldanlage in Aktien
grundsätzlich anfreunden, wie
DSW-Experte Roland Klose beklagt:
„Nur knapp 19 Prozent ihres Vermögens investieren die Deutschen in
Aktien oder Investmentfonds.“ Hingegen lägen über 80 Prozent des immerhin rund fünf Billionen Euro
schweren Geldvermögens privater
Haushalte bei Lebens- und Rentenversicherern, in verzinslichen Anlagen oder würden als Bargeld gehortet. Klose ist überzeugt: „Würde hier
zusätzlich nach Vermögensgröße
der einzelnen Haushalte unterschieden, wäre ein Ergebnis mit Sicherheit, dass es insbesondere die großen
Vermögen sind, die ihr Geld an der
Börse anlegen und damit überproportional von Kurssteigerungen
und natürlich auch von Dividendenausschüttungen
profitieren.“
Und: Rund 64 Prozent der Anteile an
den Börsenschwergewichten im
Leitindex Dax gehören ausländischen Investoren.
McDonald’s Ursprung basiert auf Missverständnissen – Brüder erfanden Konzept – Vermarktet hat es ein Vertreter
Aktien haben sich 2014 gelohnt
Tatsächlich trennten sich laut Deutschem Aktieninstitut allein 2014
rund eine halbe Million Bundesbürger von Aktien oder Anteilen an Aktienfonds. Damit hatten rund 13
Prozent der Bevölkerung in
Deutschland Geld in Aktien oder
Aktienfonds angelegt. Immerhin:
Für viele dieser 8,4 Millionen Menschen hat es sich 2014 gelohnt, Aktien zu halten. Denn dank des guten
Geschäftsjahres übertreffen die Ausschüttungen der Gesellschaften die
bisherige Bestmarke aus dem Jahr
2008 von 38,2 Milliarden Euro um
9,2 Prozent. Der Vorjahreswert wird
sogar um 13,4 Prozent getoppt. „Damit legten die Dividendenzahlungen zum fünften Mal in Folge zu.
Den letzten Rückgang hatte es im
Krisenjahr 2010 gegeben“, sagt
DSW-Hauptgeschäftsführer Marc
Tüngler. Mit einem Plus von 33 Prozent erhöhten die mittelgroßen Unternehmen aus dem M-Dax ihre
Ausschüttungen besonders kräftig.
Aktionäre, die Papiere von Dax-Unternehmen halten, bekommen im
Schnitt ein Zehntel mehr als 2014:
Zusammen 29,9 Milliarden Euro.
LOS ANGELES/NEW YORK — Vor dem
Burger-Riesen McDonald’s waren
die Burger-Brüder McDonald’s: Richard „Dick“ und Maurice „Mac“ zogen Ende der 1920er Jahre vom ländlichen New Hampshire nach Kalifornien, um ihr Glück als Unternehmer zu suchen. Ihr Ziel: Die erste
Million vor dem 50. Lebensjahr machen. Das haben sie geschafft – und
auf dem Weg dahin die weltweite
Essenskultur für immer verändert.
Alles begann mit dem 15-CentHamburger. 1948 betrieben die Brüder bereits ein erfolgreiches DriveIn-Schnellrestaurant in der damals
von der Arbeiterklasse geprägten
Stadt San Bernardino. Das Geschäft
lief gut, doch es ginge noch besser,
dachten sich die McDonald’s.
Künftig verzichteten sie auf Kellnerinnen, die das Essen zu den Autos der Kundschaft brachten und
stellten die Küche auf eine vorgefertigte Angebotspalette mit Selbstbedienung um, die hinter dem Tresen
verkauft wurde. Das Konzept des
Für höhere Gewinnbeteiligung
Trotzdem sind die Aktionärsschützer der DSW nicht rundum zufrieden: „Bei den Ausschüttungsquoten
bleiben trotz hoher Gesamtsumme
selbst viele der Index-Unternehmen
hinter den Erwartungen der DSW
zurück“, betont Klose. Die DSW fordert, dass in der Regel mindestens 50
Prozent des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen.
Schließlich trügen die Anteilseigner
das Kapitalrisiko. Sie müssten angemessen am Gewinn beteiligt werden: „Doch davon sind etliche Gesellschaften erneut ein ganzes Stück
entfernt. 54,5 Prozent der Index-Unternehmen bleiben unterhalb der
50-Prozent-Ausschüttungsquote.
Bei einem Viertel liegt die Quote sogar unter 33 Prozent.“ Es bleibt also
Luft nach oben. Nach Einschätzung
der DZ Bank sprechen das solide
Wachstum der Weltwirtschaft und
die schrittweise Erholung der Konjunktur in Europa für steigende Unternehmensgewinne. (dpa)
Niemand wollte ein Fast-Food-Imperium bauen
Fast Food, das das Gastgewerbe revolutionieren sollte, war geboren.
Die Brüder orientierten sich dabei am Fordismus, der zuvor die Produktion in der Autoindustrie umgekrempelt hatte: Eine Art Fließbandfertigung wurde eingeführt. In
kleinteiligen Arbeitsprozessen steuerten Angestellte nur noch wenige
Handgriffe zum Endprodukt bei.
Das Menu wurde verkleinert,
Sonderwünsche nicht zugelassen:
Hamburger, Cheeseburger, Milchshakes und Softdrinks sowie Milch,
Kaffee, Kartoffelchips und Kuchen –
mehr gab es nicht. Pommes, heute
einer der Verkaufsschlager, wurden
erst 1949 eingeführt.
Das Konzept der Brüder entpuppte sich als revolutionär. In den 1950ern boomte das Geschäft, es gab bereits acht Schnellrestaurants im
Südwesten der USA und fast zwei
Dutzend weitere, die das System der
McDonald’s-Brüder nutzten. Die
Großaufträge für Milchshake-Mixer
zogen dann das Interesse des Han-
delsvertreters Ray Kroc auf sich. Er
nahm das Fast-Food-Phänomen in
Augenschein und erkannte das Potenzial der Geschäftsidee. Schließlich überzeugte er die McDonald’sBrüder, ihn zum Franchise-Beauftragten zu machen, um die Idee zu
verbreiten. Am 15. April 1955 machte Kroc in Des Plaines nahe Chicago
Hat das Potenzial der Geschäftsidee
schnell erkannt: McDonald’s-Gründer
und Eigentümer Ray Kroc.
FOTO: DPA
die erste Filiale der Firma auf, die
später zur McDonald’s Corporation
und damit zum weltgrößten Burger-Konzern werden sollte. 1959 gab
es bereits 100 McDonald’s-Schnellrestaurants in den USA. Mit den McDonald’s-Brüdern, die mit ihrem
Konzept gar nicht hatten expandieren wollen, hatte Kroc allerdings
wenig Freude. Sie verkauften Geschäftsrechte anderweitig, die Zusammenarbeit erwies sich als äußerst schwierig. 1961 kaufte Kroc
die beiden für 2,7 Millionen Dollar
aus dem Geschäft heraus – bereits
wenig später machte die Kette Milliardengewinne.
Die Brüder durften ihr Geschäft
anschließend nicht einmal mehr
unter ihrem eigenen Namen betreiben. Mehr noch: Kroc eröffnete einen Block weiter einen eigenen McDonald’s. Das bedeutete das Aus für
den Laden der Brüder – sie hatten
zwar ihre Millionen gemacht, scheiterten aber doch irgendwie am Erfolg ihres Konzepts. (dpa)
8 Freie Presse
Dienstag, 14. April 2015
Mutter wegen
Missbrauchs
schuldig
Zum Anbeißen
TSUNAMI
Fischtank quer über
den Ozean gespült
Weil sie Kinder verkaufte,
muss eine Frau in Haft
TOKIO — Vier Jahre nach der Tsuna-
mi-Katastrophe in Japan ist an der
Küste Amerikas ein japanisches
Schiffswrack mit einem Fischtank
voll lebender Fische angespült worden. Wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press gestern unter
Berufung auf die Behörden im USBundesstaat Oregon meldete, tummelten sich in dem Tank rund 20
Gelbschwanzmakrelen, die üblicherweise in japanischen Küstengewässern vorkommen. Der Tank habe sich im Inneren des schwer beschädigten Fischerboots befunden.
Der Tsunami vom 11. März 2011
hatte es offenbar fortgerissen. Rund
8000 Kilometer weit trieben Wrack
und Tank. (dpa)
MAGDEBURG — Sie
Zahl der Opfer
steigt weiter
ABAKAN — Bei
den verheerenden
Wald- und Steppenbränden in Sibirien sind russischen Behörden zufolge inzwischen mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Bewohner wurden medizinisch versorgt, mehr als 1000 Häuser seien abgebrannt, teilte die Regierung in der russischen Teilrepublik
Chakassien mit. Die Schäden sollen
sich auf umgerechnet rund 90 Millionen Euro belaufen. (dpa)
WAFFENUNFALL
Dreijähriger
erschießt Kind
CLEVELAND — Ein dreijähriger Junge
hat in Cleveland im US-Bundesstaat
Ohio aus Versehen einen Einjährigen erschossen. Der Junge habe in einem Haus die Pistole in die Hand genommen, die dann versehentlich
losgegangen sei, berichteten US-Medien gestern. Der Einjährige sei am
Kopf getroffen worden und später
im Krankenhaus gestorben, hieß es.
Es werde nun geprüft, woher die
Waffe gekommen sei. Dem Besitzer
droht eine Klage wegen Vernachlässigung der Fürsorgepflicht. (dpa)
WILDEREI
Rotschenklige
Kleideraffen getötet
HANOI — Ermittler in der vietnamesischen Provinz Danang haben fünf
Wilderer festgenommen, die drei
Menschenaffen einer vom Aussterben bedrohten Art getötet haben sollen. Im Falle einer Verurteilung drohen den Wilderern bis zu fünf Jahre
Haft. Wildhüter hatten drei Leichen
von Rotschenkligen Kleideraffen sowie getrocknetes Fleisch, Knochen,
Haut und Fell entdeckt. (dpa)
GEWONNEN?
Gewinnzahlen
Keno
Ziehung vom 13. April: 12, 13, 16, 21, 24,
25, 35, 36, 37, 41, 44, 49, 51, 53, 56, 58,
63, 64, 66, 70
Zusatzlotterie Plus 5: 52152
Auswahlwette
11, 13, 14, 21, 40, 43, Zusatzspiel: 25
Ergebniswette
1, 1, 0, 2, 1, 2, 1, 1, 2, 2, 0, 1, 0
Gewinnquoten
Lotto am Samstag
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: 2.859.859,80 ¤,
Kl. 3: 15.105,80 ¤, Kl. 4: 5999,20 ¤,
Kl. 5: 253,40 ¤, Kl. 6: 62,60 ¤,
Kl. 7: 24,80 ¤, Kl. 8: 13,30 ¤, Kl. 9: 5,00 ¤
Ergebniswette
Kl. 1: 37.149,70 ¤, Kl. 2: 1990,10 ¤,
Kl. 3: 187,80 ¤, Kl. 4: 29,90 ¤
Auswahlwette
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: unbesetzt,
Kl. 3: 2003,90 ¤, Kl. 4: 60,40 ¤,
Kl. 5: 21,30 ¤, Kl. 6: 4,90 ¤
Alle Angaben ohne Gewähr
Die uralte Gorilladame Fatou hat gestern im Ber-
liner Zoo ihren 58. Geburtstag gefeiert. Als sie
das Außengehege bei sonnigem Wetter betrat,
stand ihr Geburtstagsgeschenk schon parat: ein
Reiskuchen, verziert mit Himbeeren, Erdbeeren
und Bananen. Die Jubilarin begann sofort, ihn
zu verspeisen. Fatou kam im Alter von zwei Jahren 1959 aus Westafrika in den Zoologischen
Garten und brachte mit 17 Jahren ihre Tochter
Dufte zur Welt, die frühzeitig starb. Fatou ist
mit ihren 58 Jahren der zweitälteste Zoo-Gorilla
FOTO: PAUL ZINKEN/DPA
der Welt.
Den die Götter mögen müssen
Die Bundeslade war ein
Funkgerät. Moses benutzte
es, um sich mit dem Astronauten Jahwe zu verständigen. Götterforscher
Erich von Däniken glaubt
das heute noch – zu
seinem 80. Geburtstag.
VON THOMAS BURMEISTER
INTERLAKEN — Die
Götter müssen
Erich von Däniken mögen: Abgesehen von ein paar Zipperlein kann
der Schweizer Bestseller-Autor seinen 80. Geburtstag heute bei guter
Gesundheit feiern. „Dafür bin ich
unendlich dankbar“, sagt von Däniken bei einem Besuch in seiner
Werkstatt im malerischen Alpenstädtchen Interlaken. „Ich rauche
immer noch und ich kann noch jeden Abend mein Fläschchen Bordeaux genießen.“
Verdientermaßen, denn tagsüber
arbeitet Erich von Däniken immer
noch hart. Unbeirrt wie vor einem
halben Jahrhundert forscht und
schreibt er auf den Spuren der Götter. Oder besser gesagt: der Astronauten aus fernen Welten. In grauer
Vorzeit – so seine Hypothese – haben sie unseren Planeten besucht
und die Erdweibchen durch künstliche Befruchtung zu Urmüttern der
intelligenzbegabten Menschen gemacht. Intelligent, aber damals halt
noch unwissend, weshalb sie die
mächtigen Leute mit den Glashelmen über dem Kopf zu Göttern verklärten. Nachlesbar sei das doch in
etlichen Zeugnissen und Berichten
von Mythen und Mysterien. Von
den steinernen Zeugen der Mayas
und Inkas bis zu den Schriften tibetischer Lamas und vor allem der biblischen Propheten, sagt der Götterforscher, den seine weltweite Fangemeinde schlicht „EvD“ nennt.
Der Schweizer Koch, Hotelier
und damals noch Hobbyforscher
EvD verblüffte die Welt mit seiner
Deutung uralter Überlieferungen:
16 Mark kostete sein 232-SeitenBuch „Erinnerungen an die Zukunft“, das der Econ-Verlag 1968 in
den Handel brachte und damit ein
Science-Fiction-Fieber auslöste. Monatelang hielt sich EvDs Erstling in
den Bestsellerlisten. Seine Theorien
gingen um die Welt.
Schon in der Schule hatte der in
Zofingen geborene Sohn eines Kleiderfabrikanten vieles infrage gestellt, was er im Latein- und Griechisch-Unterricht bei Übersetzungen aus dem Alten Testament las. Etwa den Bericht des Propheten Ezechiel (auch: Hesekiel) über die Erscheinung Gottes auf dem Berg Sinai in einem Gebilde aus Rauch und
Feuer. „Wie konnte es denn sein,
dass ein allmächtiger Gott ein Fahrzeug brauchte, um sich fortzubewegen?“, fragt EvD in seiner Werkstatt,
wo er unter anderem Tausende von
Dias und ungezählte Aufzeichnungen rätselhafter Erscheinungen aus
aller Welt zusammengetragen hat.
Erich von
Däniken
Bestseller-Autor
FOTO: THOMAS BURMEISTER/DPA
„Du, Elisabeth, gib
mir noch ein wenig
Zeit. Aus mir wird
schon noch was.“
Für den Götterforscher war das, was
Ezechiel beschrieb, „nichts anderes,
als die Landung eines Raumschiffs“.
Was Sodom und Gomorra widerfuhr – dieser biblische Regen aus
Feuer und Schwefel, der die sündigen Städte begrub –, war laut EvD eine Atombombenexplosion. Und die
biblische Bundeslade deutet er als
Wechselsprechanlage zwischen Moses und den Astronautengöttern.
Glaubt er das alles heute noch,
mit 80 Jahren? „Vehementer denn
je“, sagt der mittelgroße, breitschultrige EvD, der gern leuchtend blaue
Sakkos trägt. „Es kommen doch immer neue Indizien hinzu.“ Die gelte
es zu deuten. Die „Dänikenitis“ mag
abgeklungen sein, aber unzählige
Menschen verschlingen alle neuen
Werke des Gottentlarvers. 38 Bücher
sind es inzwischen geworden. Mit
einer Gesamtauflage von – laut EvD
– rund 67 Millionen Exemplaren,
übersetzt in etliche Sprachen.
Für viele andere seiner Ansichten
und Hypothesen ist der Schweizer
oft massiv kritisiert und als Scharlatan oder gewissenloser Märchenonkel angefeindet worden. Dass er Fehler gemacht hat, manches ungeprüft
und kritiklos aus zweifelhaften
Quellen übernommen hat, räumt
EvD ein. „Als junger Mensch ist man
nicht selbstkritisch“, sagt er. „Doch
der Däniken von heute arbeitet anders. Man weiß, dass jedes Zitat
stimmt, dass jede Quelle stimmt,
dass man die alten Fehler nicht wiederholt.“ Sonst würden ihm wohl
auch nicht mehr so viele Menschen
zuhören. EvD füllt immer noch große Säle, fesselt sein Publikum
scheinbar mühelos stundenlang.
Die Kraft dafür tankt EvD daheim. Auf dem unweit von Interlaken gelegenen Beatenberg hat er ein
Haus mit einem göttlichen Blick
über Alpengipfel samt Dreigestirn
Eiger, Mönch und Jungfrau. „Ich bin
seit 56 Jahren mit derselben Frau
verheiratet“, erzählt er. Der gemeinsame Sonntagsbraten sei eine Familientradition. „Am Ende mache ich
immer Händchenhalten und sage zu
meiner Frau: Du, Elisabeth, gib mir
noch ein wenig Zeit. Aus mir wird
schon noch was.“ (dpa)
EINEN FILM, in dem Erich
von Däniken seine Weltsicht
erklärt, können Sie sehen,
wenn Sie diesen Code scannen.
» www.freiepresse.de/daeniken
Panne gibt Einblick hinter die Kulissen
In der Reality-Show
„Newtopia“ sollen 15 Pioniere ihre eigene Gesellschaft aufbauen. Aber
offenkundig erhalten sie
Anweisungen von außen.
VON CHRISTOF BOCK
BERLIN — Eine Panne beim Sat.1-For-
mat „Newtopia“ weckt Zweifel an
der Glaubwürdigkeit der RealitySendung. Bei einer teils hitzigen Besprechung von Kandidaten mit den
Produzenten in der Nacht zu Montag lief eine Kamera mit, an die allem Anschein nach keiner gedacht
hatte. Nun geht es um eine Frage, die
sich schon viele Zuschauer gestellt
haben: Bekommen die Bewohner
von außen Regieanweisungen?
Denn angeblich sind sie unbeeinflusst. Sat.1 bat um Entschuldigung
und bestätigte damit Angaben von
dwdl.de. Auf dem Mitschnitt spricht
eine Vertreterin der Produktionsfirma: „Ich telefoniere wirklich täglich
mit (Produzent) John de Mol.“ Und
weiter: „Es geht immer darum: noch
mehr, mehr, mehr. Natürlich gibt es
immer wieder Wünsche.“ Gefragt
seien „große Projekte“, etwa dass Bewohner ein Baumhaus bauen oder
Tätowierungen anbieten. Sat.1 warb
immer damit, dass nichts gestellt sei.
„Das Programm ist echt, es ist authentisch“, so der Sender.
Im nächtlichen Gespräch melden sich auch Kandidaten zu Wort.
Einer wirft den Machern vor, sie
würden Entscheidungen nur mit
manchen Bewohnern treffen. „Wa-
Eingangstor zum Sat.1-Filmprojekt
„Newtopia“. FOTO: ANNA RINGLE-BRÄNDLI/DPA
rum werden einzelne Leute in so eine Geschichte eingeweiht? Wenn
der Sender Regie-Anweisungen hereingibt, warum schickt er dann
nicht jemanden Verantwortlichen
herein und wir diskutieren das aus?“
Seit Februar übertragt Sat.1 sein
„TV-Experiment“ aus einem Camp
in Königs Wusterhausen bei Berlin,
bei dem 15 Aussteiger nach eigenen
Regeln leben und eine neue Gesellschaft aufbauen sollen. Die Zusammenschnitte von gut 100 Kameras
werden werktags am frühen Abend
ausgestrahlt. Die Quote ist aber im
Sinkflug – von anfangs über zwei
Millionen Zuschauern auf jetzt 1,4
Millionen.
Die „Newtopia“-Macher verbreiteten gestern über Facebook eine
Stellungnahme: „Heute in der Nacht
war eine Mitarbeiterin der ,Newtopia‘-Produktionsfirma Talpa Germany offensichtlich bei den Pionieren
in der ,Newtopia‘-Scheune. Sie hat
von sich selbst gesagt, dass sie betrunken sei, und dann mit den Pionieren über die Zukunft von ,Newtopia‘ gesprochen. Diese Aktion war
nicht mit dem Sender Sat.1 abgesprochen. Trotzdem entschuldigen
wir uns aufrichtig dafür.“ (dpa)
LEUTE HEUTE
Kim Kardashian und Töchterchen
FOTO: ABIR SULTAN/DPA
North.
Kim Kardashian (34), Reality-TVStar, hat ihre Tochter North (1) gestern in Jerusalem taufen lassen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem
Rapper Kanye West (37), besuchte
die US-Amerikanerin die Jakobuskathedrale im Armenischen Viertel
der Jerusalemer Altstadt. Zwei armenische Priester hätten North getauft,
bestätigte ein Repräsentant der örtlichen Gemeinde in Jerusalem. (dpa)
Nik Wallenda (36), Hochseilartist,
will nach den Kunststücken über
dem Grand Canyon und den Niagarafällen jetzt auf einem Riesenrad spazieren. „Das ist eine
völlig neue Herausforderung für mich
und ich freue mich
sehr“, sagte der USAmerikaner gestern in New York.
Wallenda will auf einem 120 Meter
hohen Riesenrad in Florida ganz
oben aus der Gondel klettern, eine
Weile auf dem rotierenden Rad gehen und dann wieder in eine andere
Gondel einsteigen. (dpa)
FOTO: CHRIS MELZER/DPA
STEPPENBRÄNDE
verkaufte ihre
Tochter und ihre minderjährige
Schwester zum sexuellen Missbrauch an Männer – dafür ist eine
35-Jährige aus Quedlinburg in Sachsen-Anhalt zu vier Jahren und neun
Monaten Haft verurteilt worden.
Dies teilte das Magdeburger Landgericht gestern mit. Das Urteil fiel am
Freitag nach einem Prozess hinter
verschlossenen Türen, wurde aber
erst jetzt bekannt.
Das Landgericht sprach die Frau
wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Beihilfe in
den Jahren 2010 bis 2014 für schuldig. Die Tochter war bei einem Teil
der Taten erst zehn Jahre alt, die
Schwester 15 Jahre. Laut Anklage
hatte die Frau bis zu 800 Euro erhalten, wenn sie eines der Mädchen einem Freier überließ. Das Urteil ist
noch nicht rechtskräftig.
Zwei der mutmaßlichen Freier
müssen sich derzeit vor dem Landgericht Leipzig verantworten. Die 38
und 66 Jahre alten Männer sollen
laut Anklage Missbrauchs-Videos
gedreht und ins Internet gestellt haben. Bei einer Hausdurchsuchung
war die Polizei auf die Filme gestoßen und dadurch auf die Spur zu den
Opfern gekommen. Der Prozess in
Leipzig soll am 20. April fortgesetzt
werden. (dpa)
Anke Engelke (49), Komikerin und
Schauspielerin, bringt einer Umfrage zufolge die deutschen Männer besonders zum Lachen. 19 Prozent
der 1000 befragten
Männer nannten
die Entertainerin
(„Ladykracher“) als
lustigste Frau des
Landes, wie der
„Playboy“ mitteilte.
Das Männermagazin gab die repräsentative Umfrage beim Meinungsforschungsinstitut „Mafo.de“ in Auftrag. Auf Platz zwei folge Carolin Kebekus (34) mit 14 Prozent. Den dritten Platz teilten sich demnach Moderatorin Barbara Schöneberger (41)
und Mirja Boes (43). Für sie stimmten jeweils zehn Prozent. (dpa)
FOTO: PETER STEFFEN/DPA
NACHRICHTEN
AUS ALLER WELT
OBERES VOGTLAND
Freie Presse
Dienstag, 14. April 2015
Heute von 10 - 12 Uhr
für Sie am Telefon:
ELSA MIDDEKE
03741 408-15150
red.plauen@freiepresse.de
Seite 9
Kreuzung: Plan
wird morgen
vorgestellt
MOMENT MAL
Schlafkino
Ein Uralt-Traum geistert durch Menschenhirne: Von den schönsten Dingen im Leben des Nachts auch wunderschön träumen zu können.
Klappt eher selten. Zumeist verwirrt
oder erschreckt das Schlafkino uns
Schlafmützen. Am nächsten Morgen kaum Erinnerung. Unsortierte
Filmschnipsel. Ewig rätselhaft. Leider - oder zum Glück? - lässt sich unser Schlaftraumkino vor der Nachtruhe nicht programmieren. Keine
Chance für High-Tech. Oft fällt der
„Nachtfilm“ sogar ganz aus. Was
tun? Vielleicht hilft der Sandmann
weiter. Traumsand vom TV-Knirpsen-Kumpel auch für Erwachsene?
Mal sehen! (ach)
In Markneukirchen geht es morgen
darum, wie die zentrale Kreuzung
an der früheren Post künftig aussehen soll. Zur Sitzung des Technischen Ausschusses ab 17 Uhr im
Rathaus wird die Planung für den
Verkehrsknotenpunkt vorgestellt.
Die bisherigen Pläne sehen einen
Kreisverkehr mit 26 Meter Durchmesser vor, dazu den Ausbau der
angrenzenden Stücke der Adorfer
und der Plauensche Straße (im Bild
vorn), der Breiten Straße und der
Poststraße (im Bild links) sowie der
Johann-Sebastian-Bach-Straße und
der Straße Am Rathaus. Als Option
hat die Stadt inzwischen die Genehmigung für den Abbruch des ungenutzten, im schlechten Bauzustand
befindlichen Postamtes. Dadurch
könnte der kleine Kreisel mehr
Platz erhalten und stärker in die
Ebene verlegt werden. Die Pläne der
Stadt gehen davon aus, dass Kreuzung und Straßen nächstes Jahr gebaut werden. (hagr) FOTO: HARALD SULSKI
NACHRICHTEN
SITZUNG
Oelsnitz: Beschluss
laut Amt rechtswidrig
OELSNITZ — Der Oelsnitzer Stadtrat
muss seinen Beschluss zum Verkauf
von Grundstücken für die Seniorenresidenz Voigtsberg aufheben und
zur Sitzung morgen, 18 Uhr im Rathaus neu darüber abstimmen. Die
Kommunalaufsicht des Kreises geht
davon aus, dass der Beschluss vom
25. Februar rechtswidrig ist. Der
Grund: Stadträtin Waltraud Klarner
(Die Linke) war als Vorstandsmitglied der Volkssolidarität Plauen/
Oelsnitz – Träger für das Heim –
beim Punkt befangen. Sie stimmte
nicht mit ab, hat aber laut Anwesenden in dem Punkt gesprochen. Sie
hatte auf eine Aussage von Kreisdezernentin Christina Uhlenhaut verwiesen, dass in Oelsnitz kein Asylheim geplant sei. Klarner erklärte,
keinen Diskussionsbeitrag zum Altenheim abgegeben zu haben. Da es
keine Aufzeichnungen der Sitzung
gibt, könne der Fall nicht endgültig
geklärt werden, heißt es von der
Kommunalaufsicht. Thema morgen
ist zudem die Billigung des Entwurfs
zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Altenheim. (hagr)
WINDKRAFT
Worbs: Bürgermeister
verteilt Baldrian
MARKNEUKIRCHEN — André Worbs,
Sprecher der Bürgerinitiative Hoher
Brand gegen den Bau von Windrädern, sieht in Markneukirchen eine
Politik am Werk, die „die Massen beruhigen“ soll. Bürgermeister Andreas Jacob (CDU) habe auf der Stadtratssitzung am 26. März viel Baldrian ausgeschüttet, erklärt der Freie
Wähler-Stadtrat im von der BI veröffentlichten Video. Die BI sieht darin
den Versuch, die Bevölkerung abzulenken. Worbs meint dabei die Aussage Jacobs, der Bau von Windräder
über Wald werde in Sachsen keinen
Vorrang haben. Jacob will dies aus
Kreisen der Regionalplaner erfahren
haben. Er kenne eine solche Aussage
nicht, entgegnete Worbs. (hagr)
Neue Bahnlinie: Einfacher
nach Leipzig und nach Zwickau
Eine bessere Anbindung
an die Leipziger S-Bahn ist
das Ziel einer Neuausrichtung des Bahnverkehrs in
der Region. Bereits ab
14. Juni soll es soweit sein.
VON TINO BEYER
aus den Orten südlich von Plauen
aufgrund einer schlechten LeipzigVerbindung gegeben. Insbesondere,
weil die Bahn im Oberland Anschlussbusse nicht mehr erreichte.
Dieser Fehler werde jetzt korrigiert.
Aber nicht nur das obere Vogtland profitiert von der Neuaufstel-
Neue Direktverbindung
ab 14. Juni
lung. Auch für Plauen und alle Orte
bis Neumark mit Bahnanschluss
verbessert sich die Leipzig-Verbindung, verspricht Thorsten Müller.
Weil der zweistündlich verkehrende Zug von und nach Bad Brambach
überall hält. Und weil in der verbliebenen Stunde ebenfalls eine Vogt-
weiter
mit S-Bahn
nach Leipzig
Zwickau Zentrum
Zwickau Stadthalle
OELSNITZ/BAD BRAMBACH — Mit dem
Fahrplanwechsel am 14. Juni planen
die Verantwortlichen des Nahverkehrs im Vogtland eine der größten
Veränderungen im Schienenverkehr seit Jahren. Kern ist eine neue
Direktverbindung von Bad Brambach ins Zwickauer Zentrum alle
zwei Stunden. Die Züge rollen dabei
nicht direkt in die Muldestadt, sondern ziehen eine Schleife über Werdau. Dort besteht direkter Anschluss
an die Mitteldeutsche S-Bahn nach
Leipzig. Vor allem für die Staatsbäder verbessert sich dadurch die Anbindung an die Messestadt. Im Gegenzug entfällt der VE 16 zwischen
Hof und Werdau. Die ÖPNV-Verbandsversammlung muss den Plänen noch zustimmen.
„Wir haben insbesondere wegen
der Finanzen komplett neu gedacht“, sagen Thorsten Müller, Geschäftsführer des Verbandes Öffentlicher Personennahverkehr im Vogtland (ÖPNV), und Robert Aschenbrenner von der Vogtlandbahn. Laut
Müller habe es nach Veränderungen
im Winterfahrplan zudem Kritik
Werdau
Zwickau
Hauptbahnhof
Steinpleis
Neumark
Reichenbach Oberer Bahnhof
Netzschkau
Limbach
Herlasgrün
Ruppertsgrün
Jocketa
Jößnitz
Plauen
Oberer Bahnhof
Plauen West
Plauen-Straßberg
Kürbitz
Weischlitz
Pirk
Oelsnitz
Hundsgrün
Adorf
Bad Elster
Sohl
Raun
Bad Brambach
Freie Presse
Quelle: ÖPNV-Vogtland
landbahn zwischen Plauen und Zwickau verkehrt, die alle Bahnhöfe bedient. Die Umsteigemöglichkeit in
die S-Bahn nach Leipzig besteht bei
dieser kurzen Linie in Lichtentanne.
Auch dieser Zug endet nicht am Zwickauer Hauptbahnhof, sondern
fährt weiter bis in die City. „Damit
bieten wir einen Stundentakt zwischen dem Zwickauer Zentrum und
Plauen mit allen Unterwegshalten.
Das ist sehr attraktiv und entspricht
dem Gedanken vom Drei-SchienenGleis ins Zwickauer Stadtzentrum“,
sagt der ÖPNV-Chef. Die Vogtlandbahn nutzt dort das Gleis der Straßenbahn mit. Einst ein gefeiertes Pilotprojekt, fuhren zuletzt nur die
Züge der Strecke Zwickau-Falkenstein-Kraslice in die Zwickauer City.
Müller hofft, dass so vor allem Berufspendler in die Bahn umsteigen.
Neben den stündlichen Zügen
der Vogtlandbahn zwischen Zwickau und Plauen rollt zeitlich um eine halbe Stunde versetzt auch noch
der Regional-Express auf der Sachsen-Franken-Magistrale. Plauen, Reichenbach und Zwickau sind damit
im Halbstundentakt verbunden.
Die Fahrtzeiten von Plauen nach
Leipzig bleiben mit Blick auf das Auto konkurrenzfähig. Via Werdau benötigen Reisende aus Plauen in die
Messestadt eine Stunde und 50 Minuten. Das sind nur zehn Minuten
mehr als bislang. Grund sind die
Halte entlang der Strecke. Aktuell
stoppt die Bahn nur in Reichenbach.
Zwischen Plauen Oberer Bahnhof
und dem Zwickauer Hauptmarkt
benötigt der Zug 50 Minuten.
Räte wollen
Mühlentaler
befragen
Eingemeindung: Bürger
sollen ihre Meinung sagen
MÜHLENTAL — Aus dem Gemeinderat
Mühlental gibt es eine Initiative, die
Einwohner der 1340-Bürger-Kommune zum Thema Eingemeindung
zu befragen. Die Abgeordneten Sandro Wilfert und Arnold Gläsel
(Mühlentalfreunde) sowie André
Gerstner (Feuerwehrverein Wohlbach) haben am Freitag bei Bürgermeister Dieter Weller (parteilos) eine Abstimmung beantragt. Demnach sollen die Bürger zur Bürgermeisterwahl am 7. Juni abstimmen,
ob die Gemeinde Mühlental
eigenständig bleiben soll oder eine
Eingemeindung angestrebt wird.
Am Gründonnerstag war ein früherer Antrag Wilferts zur Ratssitzung noch ablehnend beschieden
worden – für ein Bürgerbegehren
hätten mindestens drei Räte einen
Antrag unterzeichnen müssen, hieß
es vor zwei Wochen. Doch Wilfert
hatte am 5. März im Gemeinderat
ausdrücklich eine Bürgerbefragung
beantragt, betont der Unterwürschnitzer – wohl wissend, dass das
Ergebnis einer solchen Aktion für
den Gemeinderat nicht bindend ist
wie das Ergebnis eines Bürgerentscheids. Aber es sei wichtig zu wissen, was die Mühlentaler über die
Eingemeindung tatsächlich denken,
argumentiert Sandro Wilfert.
Aus seiner Sicht muss Weller den
Gemeinderat „unverzüglich einberufen“, wie es Paragraf 36 der Sächsischen Gemeindeordnung vorsieht.
Die nötigen Voraussetzungen erfülle der Antrag der drei Räte. (hagr)
Zwotaer setzen neues Spektakel in Szene
Die Tradition des Theaterdorfs findet am 1. Mai mit
der Aufführung des Stücks
„Es is ne Bach nonter“
eine Fortsetzung.
VON THORALD MEISEL
Der Zwotaer Hammerherr Jahn (rechts), gespielt von Rico Stübert, hat sich
auf einen Handel mit einem schlitzohrigen Zwotaer Handwerker, dargestellt
von Georg Carsten Eibisch, eingelassen und muss am Ende zahlen. Eine
Probenszene aus dem neuen Theaterstück.
FOTO: THORALD MEISEL
ZWOTA — Ein Hammerspektakel im
wahrsten Sinne des Wortes soll am
1. Mai in Zwota über die Bühne gehen. Mit dem Stück „Es is ne Bach
nonter“ erlebt die Tradition als Theaterdorf eine weitere Fortsetzung –
85 Jahre nach der Einweihung der
legendären Waldbühne.
Das neue Stück hat René Goram
geschrieben. Es spielt natürlich in
Zwota. Ein Hochwasser hat das Wasserrad des Hammerwerks zerstört.
Die Hammerknechte, dargestellt
von Mario Knoth und Danilo Kaune, fürchten um ihre Existenz. Hammerherr Jahn, gespielt von Rico Stübert, der mit seiner Tochter (Sophie
Sünderhauf) in Zwota weilt, geht
auf ein Angebot eines Handwerkers
(Georg Carsten Eibisch) ein, der ein
neues Wasserrad besorgen will, damit die Arbeit weitergehen kann.
Der Hammerherr hat aber scheinbar
nicht mit der Schlitzohrigkeit des
Geschäftspartners gerechnet. Die
Wirtsleute der Hammerschenke –
Esther Meinel und René Goram –
freuen sich auf jeden Fall schon auf
einen ordentlichen Umsatz.
Musikalisch umrahmt wird die
Aufführung vom Klingenthaler
Stadtorchester unter Leitung von
Rico Schneider. Dieser hat auch einen von Georg Carsten Eibisch geschriebenen Text vertont, das Lied
wird René Goram singen. Regie
führt die Zwotaerin Judith Sandner.
Das Zwotaer Hammerspektakel
erlebte seine Premiere am 1. Mai
2012, als am Gasthof zum Walfisch
nachgebaute Walfischknochen aufgestellt wurden. Der Klingenthaler
Claus Dunsch hatte damals darüber
einen Film gedreht.
Die Existenz solcher Knochen,
die einst Fuhrleute von der Nordsee
mitgebracht hatten, ist seit 1798 belegt. Später standen sie am Restaurant Neumeister (heute Landhotel
Zwota), ein Reststück kam 1908 in
den Lehrmittelbestand der Schule.
1932 besorgte Hugo Hochgeschwender Knochen aus Breslau, die bis
Ende der 1950er Jahre am Gasthof
Walfisch standen. Den Nachbau der
Wal-Knochen hatte ein Team um
Georg Carsten Eibisch realisiert.
DAS 4. ZWOTICHER HAMMERSPEKTAKEL
findet am 1. Mai an der Minigolfanlage am
Walfischteich statt. Beginn ist 14 Uhr.
10 Freie Presse
OBERES VOGTLAND
RAT & HILFE
NOTRUF
Polizei 110,
Feuerwehr und Rettungsdienst 112,
Giftnotruf 0361 730730
ALLGEMEINMEDIZIN
Adorf, Bad Brambach, Bad Elster,
Markneukirchen, Klingenthal, Oelsnitz, Schöneck, Muldenhammer:
19 - 7 Uhr, Bereitschaft, 116117
AUGENARZT
Oberes Vogtland, Plauen, Auerbach:
19 - 7 Uhr, nur nach telefonischer Vereinbarung, DM Martina Pötzsch, Klingenthal, 037467 22197, 037467 22026
KINDERARZT
Oberes Vogtland:
19 - 22 Uhr, Sprechstunde 19 - 22 Uhr,
Dr. Rainer Gebhardt, Gartenstraße 1,
Plauen, 03741 301201, 0172 1043285
APOTHEKEN
Klingenthal, Schöneck, Tannenbergsthal:
8 - 8 Uhr, Bären-Apotheke, Klingenthaler Straße 25, Tannenbergsthal,
037465 2277
Oelsnitz und Oberland:
8 - 8 Uhr, Alte Stadtapotheke, Schützenstraße 2, Adorf, 037423 5740
Plauen:
8 - 8 Uhr, Apotheke am Mendelssohnplatz, Jößnitzer Straße 153, Plauen,
03741 57100
TIERARZT
Oelsnitz:
Dr. Gerd Leonhardt, 037421 22047,
0170 9321804
Wohlhausen:
Dr. Thomas Rahm, nur Kleintiere,
037422 2152
Auerbach:
Kleintierklinik Vogtland
Dr. Roland Zeißler, Kaiserstraße 66,
03744 212471
WIR GRATULIEREN
Adorf: Gunter Möller 78 Jahre, Klingenthal: Adolf Kriese 74 Jahre, Hans
Hoyer 72 Jahre, Jörg Hornof 72 Jahre,
Klaus Eßbach 71 Jahre, Markneukirchen: Heinz Pfretzschner 74 Jahre,
Dieter Wendel 71 Jahre, Ruth Woldert
80 Jahre, Oelsnitz: Wolfgang Brückner 76 Jahre, Dieter Puchta 75 Jahre,
Wolfgang Unger 71 Jahre, Vroni Wendler 86 Jahre, Christine Wolf 91 Jahre,
Schöneck: Gudrun Gräf 73 Jahre, Sigrun Oltscher 70 Jahre, Manfred
Schmidt 81 Jahre, Eubabrunn: Martin
Adler 86 Jahre, Elfriede Schlosser 75
Jahre, Gunzen: Ursula Prinz 83 Jahre,
Raasdorf: Lena Herold 82 Jahre,
Tirschendorf: Ruth Ebert 86 Jahre,
Triebel: Rainer Keßler 70 Jahre.
Vogtländer
wollen Kiffen
legalisieren
In Plauen gibt es eine
Gruppe, die sich fürs legale Grasrauchen einsetzt.
Demnächst will sie im
Rathaus einen Kiffer-Club
beantragen. Das dürfte
scheitern. Im Mai wird
trotzdem demonstriert.
VON MANUELA MÜLLER
PLAUEN — Es ist ein Grüppchen aus
fünf Leuten, alle in den Zwanzigern.
Und jeden zweiten Samstag sitzen
sie in der Milchbar, reden übers Kiffen. Offiziell nennen sie es „Hanfgeflüster“. Demnächst will Stephan
Stemmann, der eine Umhängetasche mit Hanfmuster trägt, mit dieser Gruppe im Stadtrat vorsprechen.
Denn die fünf Plauener wollen die
Erlaubnis dafür, legal in der Stadt
Cannabis zu verkaufen.
Ihre Petition hat Stemmann, 22,
bereits geschrieben. Die Eingabe
umfasst fünf Seiten und erklärt, wie
das Modellprojekt aussehen soll: ein
Club, betrieben von einem gemeinnützigen Verein. „Wir wollen den
Hanf anbauen und dosiert an Vereinsmitglieder verkaufen“, sagt
Stemmann. Solche Cannabis Social
Clubs existieren zum Beispiel in
Spanien und in Belgien. In vielen
deutschen Städten gab es schon Versuche, die Idee zu kopieren. Sie sind
gescheitert. Auch die Plauener dürften damit im Rathaus gegen die
Dienstag, 14. April 2015
Ausstellung zeigt Partnerschaft
Wand laufen. Oberbürgermeister
Ralf Oberdorfer (FDP) beruft sich auf
das Betäubungsmittelgesetz und
sieht auf kommunaler Ebene weder
Handlungsbedarf noch Möglichkeiten. „Solange das Bundesgesetz gilt,
ist die Antwort aus dem Rathaus
klar“, sagt Oberdorfer. Wenn Stemmann mit seiner Petition kommt, erhalte er eine juristische Antwort.
Die Gruppe will trotzdem nichts
unversucht lassen. Zurzeit organisiert Stemmann eine Hanf-Demo
durch Plauen, die er bereits im Landratsamt angemeldet hat. Am 23. Mai
will er beim „Global Marijuana
March“ bis zu 400 Menschen mobilisieren, die für Cannabis in der Medizin, als Genussmittel und in der Industrie auf die Straße gehen.
Die Legalisierung von Cannabis
ist seit Jahren Thema im Bundestag.
2011 gab es einen Antrag der Linken
dazu, der gescheitert ist. Aktuell haben die Grünen den Entwurf eines
Cannabiskontrollgesetzes
eingebracht. Als Begründung heißt es unter anderem, dass das Verbot die
Konsumenten nicht abhalte. Das
Haschisch soll in Fachgeschäften
von geschulten Angestellten verkauft werden, fordern die Grünen.
Stephan Stemmann will auf seiner Demo Unterschriften sammeln
und danach zusammen mit der Petition dem Stadtrat vorlegen. „Du
kannst den Konsum nicht verhindern, nur regulieren“, sagt er. Stemmann und sein Club wollen ein
Fachgeschäft auf kommunaler Modellbasis. Pro Gramm will er acht
Euro verlangen, wovon drei Euro an
soziale Projekte gehen sollen.
Wissenschaftler Sönke
Friedreich forscht im
Stadtarchiv zur Boom-Zeit
VON RONNY HAGER
PLAUEN — Seinen Schreibtisch im In-
Ein Akkordeon aus Neuenrade, hergestellt bei Herfeld & Co., gehört zu
den Exponaten, die Alt-Bürgermeister Klaus Peter Sasse am Wochenende mit nach Klingenthal brachte. Die historische Verbindung zwischen
dem Vogtland und dem Sauerland war einst über die Harmonika entstanden. Zum 25-jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen Klingenthal und Neuenrade wird am 19. Juni im Rahmen des Stadtfestes im
Mundart-und Erlebnisraum Zwota eine Ausstellung eröffnet, auf der
sich auch die Klingenthaler Partnerstädte Graslitz/Kraslice und Castelfidardo präsentieren werden. Organisiert wird die Ausstellung vom
Heimatverein Zwota in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung KlinFOTO: THORALD MEISEL
genthal und dem Verein Pro Loco aus Castelfidardo.
Suchaktion nach einem 15-Jährigen endet glimpflich
Jugendlicher wurde nach Großeinsatz gefunden – Polizisten mit Hubschrauber und Hundestaffel dabei
NETZSCHKAU — Eine
Suchaktion
nach einem 15-Jährigen endete am
Sonntagabend glimpflich: Ein Jugendlicher aus Greiz hatte per
Whats-App einen Suizid angekündigt. Der Grund dafür war offenbar
Liebeskummer. Nach Information
der Polizeidirektion Gera schlugen
Bekannte des Jugendlichen Alarm.
Es folgte eine großflächige Suche in
der Umgebung nördlich von
Netzschkau. Neben Beamten der
Greizer Polizei-Inspektion waren
Einsatzkräfte der Thüringer Landespolizei vor Ort, die auch mit einem
Helikopter ausrückte. Ein weiterer
Plauener
Selbstbild:
Die saubere
Großstadt
Hubschrauber kam von der Bundespolizei. Außerdem wurde eine Hundestaffel eingesetzt.
Die Suchaktion dauerte über
vier Stunden. Mehrere Anwohner
und Spaziergänger verfolgten das
Treiben. Erst am Abend gegen 20.30
Uhr fanden Beamte der Bundespoli-
zei den unversehrten Jugendlichen
und übergaben ihn in die Obhut seines Vaters. Man sei froh, dass die
Suche erfolgreich koordiniert wurde und das Ereignis einen glücklichen Ausgang genommen habe,
hieß es von Seiten der Bundespolizei. (cmey)
stitut für Sächsische Geschichte und
Volkskunde tauscht der Wissenschaftler Sönke Friedreich derzeit
oft mit dem Lesesaal des Plauener
Stadtarchivs. Der Historiker und
Volkskundler erforscht, welches
Bild die Plauener von ihrer Stadt in
deren Blütezeit hatten – im späten
19. und beginnenden 20. Jahrhundert, als die Stadt zur Vogtlandmetropole und Großstadt (100.000 Einwohner 1904) wurde. Bei seinen Recherchen hat Friedreich Punkte festgestellt, die Plauen von anderen
Großstädten unterscheiden. Darüber sprach er jetzt bei einem Vortrag.
Erste These: Die Plauener sahen
ihr Plauen als saubere Großstadt:
Keine Industrie-Ghettos, keine Meere rauchender Schlote, keine dreckigen Viertel, sondern auf verschiedene Standorte verteilte Produktionsbetriebe und das Bemühen, zugleich
auch Lebensqualität zu bieten. Für
Friedreich spielen zwei weitere
Punkte mit hinein: Plauen wuchs
zwar rasant, die Einwohner versuchten aber ihre Stadt von den anonymen, unüberschaubaren, austauschbaren Großstädten andernorts in
Deutschland abzugrenzen – Friedreich nennt es die Bewahrung kleinstädtischer Werte in der Großstadt.
Und eins machte der Wissenschaftler an vielen Zeitungsbeiträgen,
Chroniken, aber auch amtlichen
Dokumenten aus: Immer wieder
wird die Verbindung zwischen Plauen und seiner Umgebung besonders
herausgestellt – die Industriestadt
mitten in einer intakten Landschaft.
Was er von solchen Zuschreibungen hält und ob er sie als plausibel
betrachtet – mit seiner Meinung
hielt sich Friedreich bei Vorstellung
seines Projekt-Zwischenstandes zurück. Er strebt für 2016 eine Veröffentlichung zum Thema an. Friedreich ist mit Enno Bünz, Christian
Ranacher und Lutz Vogel einer der
Mitherausgeber des Vogtland-Bandes in der Reihe „Kulturlandschaften Sachsens“ aus dem Jahr 2013.
A N ZE I G E
Nachlass: Notare beraten
Sachsenweiter Aktionstag zum Testament und Pflichtteil
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Schätzungen zufolge
werden in Deutschland im Schnitt
jährlich 200 Milliarden Euro vererbt. Nicht selten gibt es Streit um
den Nachlass. Um den zu vermeiden, bieten Sachsens Notare morgen
während eines Tages der offenen
Tür eine umfassende Beratung zum
Thema „Testament und Pflichtteil“
an. Einzige Teilnehmerin aus der
Region ist die Oelsnitzer Notarin
Brigitte Hirsch.
OELSNITZ —
Die Notarkammer: „Wer vorausschauend plant, kann sich und seine
Familie gut absichern.“ Fallstricke
im Erbrecht lassen sich durch richtige Gestaltung des Testamentes umgehen. In Plauen nehmen Hans
Peller, Klosterstraße 1, und Arne
Schwerd, Postplatz 2, teil. (us)
DER TAG DER OFFENEN TÜR findet morgen von 15 bis 18 Uhr im Oelsnitzer Notariat
Brigitte Hirsch, Obere Kirchstraße 1, statt.
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Vogtland
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OBERES VOGTLAND
Dienstag, 14. April 2015
NACHRICHTEN
BÜRGERDISKUSSION
CDU-Politiker in
Klingenthal zu Gast
KLINGENTHAL — Der
vogtländische
Landtagsabgeordnete Sören Voigt
und Landrats-Kandidat Rolf Keil
(beide CDU) sind am kommenden
Montag in einer Veranstaltung der
Reihe „Dialog Gesellschaft“ in der
Klingenthaler Gaststätte „Zur Alten
Schule“ zu Gast. Beide Politiker wollen mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Eingeladen haben dazu der CDU-Ortsverband Klingenthal und die Freien
Wähler. Beginn ist 19 Uhr. (tm)
Freie Presse
Echte Handarbeit: Drahtkäfige
Ein neues
Lebensgefühl
mit einem
eigenen Herd
Klein, aber fein sind die
Ausstellungen im Freilichtmuseum Eubabrunn. Die
aktuelle Schau widmet
sich dem tradierten Handwerk der Rastelbinder und
der Volkskunst, die daraus
entstand.
Seit 2013 engagiert sich
Doris Wildgrube für ein
Projekt in Marokko
VON THORALD MEISEL
ARNOLDSGRÜN/MARRAKESCH — Wenn
VON ECKHARD SOMMER
Doris Wildgube auf Marokko zu
sprechen kommt, beginnen ihre Augen zu leuchten. Seit knapp zwei
Jahren unterstützt die Arnoldsgrünerin, die oft beruflich in dem
nordafrikanischen Land zu tun hat,
eine Wohnanlage für ledige Mütter
bei der Stadt Marrakesch. 2014 hatte
sie über Spenden die Einrichtung einer Küche organisieren können.
Jetzt hat auch jede Bewohnerin der
Wohnanlage ein eigenes Bett. „Inzwischen gibt regelmäßig ein Koch
aus Marrakesch Kurse für die Frauen, damit sie später ihren Lebensunterhalt als Köchin verdienen können“, erzählte sie.
EUBABRUNN — Wenn das Gefäß aber
STIPPVISITE
Staatspräsident am
Aschberg unterwegs
SCHWADERBACH/BUBLAVA — Der
tschechische Staatspräsident Milos
Zeman ist heute im Grenzgebiet
zum Vogtland unterwegs. Auf seiner
Tour steht zunächst ein Besuch in
Graslitz/Kraslice, ehe er am frühen
Nachmittag in die Aschberggemeinde Schwaderbach/Bublava kommen
wird. Dort steht ein Besuch der Ruine des Aquaparks auf dem Programm. Das unvollendete Projekt
hatte Schwaderbach fast ruiniert.
Nun hofft die Gemeinde auf eine
Lösung für den Schuldenberg. (ts)
AUSFLUG
Wanderung auf
den Kapellenberg
BAD BRAMBACH — Zu einer Wande-
rung auf den turmgekrönten, aussichtsreichen Kapellenberg (759 Meter) ist morgen Nachmittag eingeladen. Die etwa 12 Kilometer lange,
gut dreistündige Tour beginnt
14 Uhr am Therapie- und Wohlfühlzentrum, Badstraße 47 in Bad Brambach. Unter Leitung von Bernd Gläsel geht es durch das RöthenbachSorgebachtal, über Sorge und Bärendorf zum Kapellenberg, zurück in
den Kurort über Hohendorf. Die
Teilnahme ist kostenfrei. (hagr)
KURZ GEMELDET
Blasmusik im Kurort
BAD ELSTER — Die DreiländereckMusikanten aus Markneukirchen
geben morgen ein Konzert in der
Kunstwandelhalle. Beginn ist 19.30
Uhr. Karten kosten 8 Euro. (hagr)
nun einen Sprung hat – was dann
tun? Heutzutage wird es fix weggeworfen und ein neues besorgt. Früher waren die einfachen Leute dankbar, wenn ihnen der Rastelbinder geholfen hat. Sie – auch Topfflechter
oder Hafenflechter genannt – waren
ein wandernder und seine Dienste
anbietender Berufsstand und kamen
zumeist aus Böhmen oder der Slowakei. Die Ausstellung im Freilichtmuseum Eubabrunn stellt dieses
tradierte, fast vergessene Handwerk
vor.
Rastelbinder brauchten keine
Werkstatt, nur wenige Werkzeuge –
unter anderem Drillbohrer, Flachzange, Drahtschere, Ahle, Loheisen,
Handamboss – in einem Rucksack
verstaut, um „Patienten“ gegen ein
geringes Entgelt zu heilen: vor allem
Tongeschirr mit Sprüngen oder gar
nur noch aus Scherben bestehend.
Das Gefäß wurde vor Ort mit Draht
umwickelt, der tönerne Hausrat war
wieder stabil und konnte weiter verwendet werden. Aber sie fertigten
auch Gegenstände aus Draht an:
Mausefallen zum Beispiel, Vogelkäfige, Fischreusen oder Ablagen für
Kohlebügeleisen. Daher rührt auch
der Name: Rastel gleich Drahtgitter
oder Schutzgeflecht. Wie dank der
Im Freilichtmuseum Eubabrunn wird zurzeit eine Ausstellung über das tradierte Handwerk der Rastelbinder gezeigt.
FOTO: ECKHARD SOMMER
Dazu gehören auch Gegenstände aus Draht, im Bild ein Vogelkäfig.
Ausstellung zu erfahren ist, waren
Rastelbinder im Nebenberuf oftmals
auch Wandermusikanten, verdingten sich als Tagelöhner oder Scherenschleifer. Aus Überlieferungen
weiß man, dass es sie bereits im
14. Jahrhundert gab und die letzten
Vertreter noch bis 1940 durch die
Lande zogen.
Ein einfacher Berufsstand – und
dennoch fand er Einzug in die
Kunst. Der Dichter Rainer Maria Rilke kannte ihn aus eigenem Erleben
und setzte ihm mit dem Gedicht
„Dráteník“ – so wurden die Rastelbinder in Österreich-Ungarn ge-
nannt – ein Denkmal: „Lebt nicht
vom bloßen Gelunger. Riecht an den
Türen den Braten und muss die
Pfannen doch drahten.“ Franz Lehar
komponierte die Operette „Der Rastelbinder“, die am 20. Dezember
1902 in Wien uraufgeführt wurde,
und im Österreichischen Nationalmuseum ist ein Bild des Malers Johann Baptist Reiter zu sehen, das einen Rastelbinderlehrjungen zeigt.
Ist auch das handwerkliche Können eines Rastelbinders nicht mehr
gefragt, haben sich seine Fertigkeiten doch bis in unsere Tage erhalten
und wurden neu belebt – wenn-
gleich in anderer, kreativer Weise.
Die Mitglieder des Verbandes der
Ostereimaler/innen der Tschechischen Republik pflegen neben anderen Techniken auch die des Verdrahtens von normalen Eiern zu österlichem Schmuck, und in jedem März
wird dazu von der Stadtbücherei in
Graslitz ein Treffen organisiert. Beispiele von faszinierend filigranen
Kunstwerken sind in der Ausstellung zu sehen.
DIE AUSSTELLUNG wird bis zum 19. April
gezeigt. Geöffnet ist sie Dienstag bis Sonntag
jeweils von 10 bis 17 Uhr.
Stadtkapelle Oelsnitz bereitet sich auf Jubiläum vor
Musiker führen seit 10 Jahren Probenlager in Jugendherberge am Aschberg durch – Festkonzert am 1. Mai
OELSNITZ/KLINGENTHAL — Die Stadt-
kapelle Oelsnitz besteht Anfang Mai
20 Jahre. Das Jubiläum will das
Orchester mit vielen Musikfreunden feiern. Zwei Festhöhepunkte
sind geplant: das Festkonzert am
1. Mai, 18 Uhr und ein bunter Nachmittag am 2. Mai ab 13 Uhr, jeweils
in der Vogtlandsporthalle Oelsnitz.
11
Die Vorbereitung des Jubiläumskonzertes stand auch im Mittelpunkt des traditionellen Probenlagers, das bereits zum 10. Mal in der
Klingenthaler Jugendherberge am
Aschberg durchgeführt wurde. Mit
jeder Menge gute Laune im Gepäck
machten sich kürzlich 23 Musikerinnen und Musiker auf den Weg
nach Klingenthal, um gemeinsam
zu proben. Bereits wenige Minuten
nach der Anreise hörte man die ersten Töne, da bereits am ersten Abend
eine Gesamtprobe angesetzt war.
Die teilweise neuen Stücke im Programm wurden intensiv geübt und
die letzten Feinheiten noch herausgearbeitet. Damit gehen die Musiker
gut vorbereitet in das Jubiläumskonzert. Diesmal dreht sich alles musikalisch um Helden und Legenden:
„Angefangen von bekannten Helden wie Wilhelm Tell oder Disneys
„Shrek“ bis hin zu unseren ganz persönlichen Helden an ihren Instrumenten“, sagte Orchesterleiter Henning Röder. (gsi)
Asyl für ledige Mütter
Auf die Wohnanlage war Doris
Wildgrube durch ihre Bekanntschaft mit einer Lehrerin aufmerksam geworden. In einem alten
Wohngebäude waren 14 ledige Mütter mit ihren Kindern untergebracht. Weil ledige Mütter in Marokko geächtet sind und es keine Möglichkeit gibt, eine ungewollte
Schwangerschaft legal zu unterbrechen, werden sie oft von ihren Familien verstoßen, müssen auf der Straße leben und ihren Lebensunterhalt
häufig durch Prostitution verdienen. „Mit der Wohnanlage, vergleichbar mit einem Frauenhaus,
haben mutige Frauen mit einer Organisation die Möglichkeit geschaffen, dass die Mütter ihre Kinder in
Ruhe bekommen und aufziehen
können“, so die Vogtländerin.
Spendenaktion geht weiter
Das Geld, das Doris Wildgrube der
Einrichtung in Marrakesch zur Verfügung stellen kann, stammt zum
einen aus Spenden bei Vorträgen,
die die engagierte Vogtländerin in
Museen, bei Senioren und in anderen Einrichtungen über Marokko
hält, sowie durch den Verkauf von
kleinen Küchenmessern, die die Solinger Mundartfreunde zur Verfügung gestellt haben.
A N ZE I G E
Vogtländer stellen
in Frankfurt aus
17 Musikinstrumentenbauer aus der Region sind auf
der morgen beginnenden
weltgrößten Messe der
Branche vertreten.
VON RONNY HAGER
MARKNEUKIRCHEN — Bei der Frankfurter Musikmesse sind von morgen
bis Samstag auch die Vogtländer am
Main präsent: 17 Firmen aus der Region nennt das Ausstellerverzeichnis, voriges Jahr waren es 21, 2012
noch 30 gewesen. In diesem Jahr verzichten unter anderem Hersteller
wie Buffet/B & S, Rohema, aber auch
der Musikreisen-Anbieter Erlebniswelt Musikinstrumentenbau auf die
Teilnahme. Umfangreich vertreten
ist dagegen der Adorfer Händler und
Hersteller Gewa – an mehreren
Ständen mit Teilen des Firmen-Portfolios, zu dem seit 2014 DigitalPianos gehören. Bei der Verleihung
des Deutschen Musikinstrumentenpreises am Freitag gehen die Vogtländer leer aus. Der Preis in der Kategorie b-Trompete bleibt aber in
Sachsen: Sieger ist die Meisterwerkstatt Ricco Kühn aus Oederan.
» musik.messefrankfurt.com
Aussteller aus der Region
Markneukirchen: Philipp Hammig &
Aug. Rich. Hammig Böhmflötenbau;
Migma Musikinstrumenten-Handwerker-Genossenschaft; Gebrüder
Mönnig Holzblasinstrumente;
Jens Paulus Bogenmachermeister;
H. Pfretzschner Bogenmeisterwerkstatt; Thomas Rubner (Metallbestandteile für Instrumente); Jürgen Voigt
Meisterwerkstatt für Metallblasinstrumentenbau Inhaberin Kerstin Voigt.
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Klingenthal: Harmona Akkordeon;
Herold Musikinstrumente Ursula
Herold; K.M.E. Klingenthaler Musikelektronik (Prolight & Sound); C.A.
Seydel Söhne Mundharmonikafabrik.
Adorf: Gewa (Musikinstrumente,
Taschen und Zubehör).
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Wernitzgrün: C.A. Götz jr. (Violinen,
Taschen, Zubehör): Bernd Dölling
Bogenbau.
Erlbach: Lenzner Saitenmanufaktur
Reinhard Renz.
Plauen: Terrè (traditionelle Produkte
– Djembes, Didgeridoos, Percussions).
Oberprex bei Regnitzlosau: Knoll
Streichbogen Inhaber Gerald Knoll.
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(QWELQGHQ LQ 6LFKHUKHLW XQG *HERUJHQKHLW LP .OLQLNXP 2EHUJ|OW]VFK 5RGHZLVFK
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3607451-10-1
12 Freie Presse
VORSCHAU
WOHIN
Dienstag, 14. April 2015
Maler bringen das Vogtland auf Leinwand
An drei Ausstellungsorten
in Plauen zeigen Künstler
aus Berlin, Dresden, München und Augustusburg,
wie sie die vogtländische
Landschaft sehen – und
wie farbenprächtig sie ist.
Service
Die Werkschau „Sommerbilder“ zu
den Dritten Vogtländischen Malertagen ist im Plauener Vogtlandmuseum
bis zum 13. Mai, im Vogtlandtheater
und in der Galerie des Bundes Bildender Künstler im Haus Bärenstraße 4
bis zum 23. Mai zu sehen.
Öffnungszeiten in der Galerie an
der Bärenstraße:
Freitag: 14 bis 18 Uhr
Samstag: 13 bis 17 Uhr
VON PETER ALBRECHT
KABARETT
Michael Altinger
im Malzhaus
PLAUEN — Am Donnerstag ist Mi-
chael Altinger zu Gast im Malzhaus Plauen. Neben zahlreichen
Auftritten in Kabarettsendungen
wie „Ottis Schlachthof“, „Neues
aus der Anstalt“, „Scheibenwischer“ oder „Grünwalds Freitagscomedy“ zieht Altinger mit seinen
Programmen – mal solo, mal mit
Band, mal mit Alexander Liegl –
über die Kabarettbühnen der Republik. Seine eigene Sendung „Altinger mittendrin“ läuft seit 2008
im Bayerischen Fernsehen. Seit
2013 moderiert er gemeinsam mit
Christian Springer die BR-Sendung
„Schlachthof“. Hochkarätige Preise hat er schon zuhauf eingeheimst: so das „Scharfrichterbeil“
(mit Altinger & Band, 1996), den
„Bayerischen Kabarettpreis“ in der
Kategorie Senkrechtstarter (2001)
und den „Programmpreis“ des
Deutschen Kabarettpreises (mit
Alexander Liegl, 2007).
Seit März 2014 ist Michael Altinger mit seinem neuesten Programm „Ich sag‘s lieber direkt“ unterwegs. In einer Zeit, in der ganze
Staaten per SMS regiert werden,
zeigt uns der Altinger einen Ausweg aus der Kommunikationskrise. (ike)
DER KABARETTABEND mit Michael Altinger beginnt am Donnerstag um 20 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 16 Euro, an der
Abendkasse 19 Euro.
BÜHNE
Plauen: Vogtland Theater, Theaterplatz,
Cherubino mischt sich ein oder Die verflixte Sache mit der Liebe, Kinderoper (ab 6 Jahren),
Restkarten, 10 Uhr; Cabaret, Musical, 19.30 Uhr,
03741 28134832
Reichenbach: Neuberinhaus, Weinholdstraße 7, Puppentheater Eckstein spielt „Der
Regaehase Boooo“, 10 Uhr, 03765 12188
MUSIK
Plauen: Elster Park, Äußere Reichenbacher
Str. 64, Auftritt von TV-Detektiv u. Sänger Jürgen Trovato, anschl. Autogrammstd., 11.30 Uhr
Bad Brambach: Sante Royale Hotel- und
Gesundheitsresort, Badstraße 45, Slawisches
Blut, Konzert mit dem Trio Divertimento, der
Chursächsischen Philharmonie, 20 Uhr
Bad Elster: „Waldquelle“ Restaurant &
Café, Carl-August-Klingner-Str. 5, Cafékonzert
mit dem Trio Divertimento der Chursächsichen
Philharmonie, 14.30 Uhr
PLAUEN — Leicht geschwungene hügelige Landschaft, stellenweise uriger Wald, reizvolle Täler: Die vogtländische Landschaft hat schon viele Künstler zum Zeichnen und zum
Malen angeregt. Hermann Vogel etwa, Albin Enders oder auch Paul
Söllner.
Um die Tradition der vogtländischen Landschaftsmalerei aufrecht
zu erhalten, veranstaltet der Bund
Bildender Künstler seit sieben Jahren die Vogtländischen Malertage.
Die ersten fanden in Schilbach,
Schöneck und Umgebung statt. Im
vorigen Jahr machten sich sieben
Maler auf nach Eschenbach bei
Schöneck und arbeiteten dort im
Kunsthaus Eigenregie. Was dabei
herausgekommen ist, kann seit
Samstag im Vogtlandmuseum, in
den Foyers des Vogtlandtheaters
und in der Galerie des Bundes Bildender Künstler Vogtland (BBKV)
im Haus Bärenstraße 4 in Plauen besichtigt werden.
Mandy Friedrich, Isabel Pauer
und Peter Heyn aus Berlin, Antje
Krohn aus München, Karsten Mittag aus Augustusburg sowie Katharine Probst und Bernd Rückert aus
Dresden nahmen an den Malertagen
teil und zeigen jetzt ihre Werke.
„Wenn Dresdener oder Berliner das
Vogtland malen, wird es sehr persönlich“, machte Andreas Rudloff
vom BBKV in seiner Laudatio bei der
Eröffnung im Vogtlandmuseum
deutlich. Jeder der außenstehenden
Kreativen habe also einen anderen
Blick auf diese Umgebung.
So unterschiedlich der Blick der
Maler, so unterschiedlich und so va-
riantenreich ist auch die zustande
gebrachte Kunst. „Durchsetztes Rot
in allen Varianten“, charakterisierte
Rudloff etwa die Werke von Mandy
Friedrich. Eine vogtländische Landschaft in Rot? Kann das funktionieren? „Es funktioniert wunderbar“,
gab der Plauener Künstler seinen
Eindruck wieder. „Land über
Eschenbach“, „Haus am Waldhang“,
„Feldeinwärts“, „Hochstand – Blick
übers Feld“ hat die Berlinerin vier ihrer im Museum aufgehängten Ölbilder genannt. Andere haben sattes
Grün gewählt.
Hellgelb und rot lodern die Flammen eines Lagerfeuers vor dem dunkelblauen Nachthimmel in „Sommernacht“ von Katharina Probst.
Antje Krohn arbeitet in „Himmel
Vogtland I“ mit Textilfragmenten,
die eine Art Blümchenmuster zeigen. Bernd Rückert hat sich einem
Weiher gewidmet und diesen aus
verschiedenen Blickwinkeln heraus
in Acryl auf Papier gebannt. Auch
Radierungen sind ausgestellt. Peter
Heyn verewigte das Dorf im oberen
Vogtland in „sensiblen Andeutungen“, wie Andreas Rudloff es be-
schrieb. Unter dem „Gesammelten
aus dem Eschenbacher Wald“, wie
der Laudator die Bilderschau einordnete, seien keine radikalen Abstraktionen, dafür „intensive Farbigkeiten“. Eines der Kunstwerke geht
auch auf die Historie ein, nämlich
auf den Sandmann Ernst Köhler, der
einst Sand verkaufte und dessen
Grab sich im Wald bei Landwüst befindet. Der Sand diente zum Scheuern der Dielen, zum Putzen des Geschirrs und zu anderen Zwecken.
Die nächsten Malertage kündigte
der BBKV für 2018 an.
KUNSTBETRACHTUNG
LESUNG
NACHTSCHICHT-REIHE
JAHRESTAG
VORTRAG
Stadtgeschichte
und Grassimuseum
Senior berichtet über Im Theater beißen
Kindheit im Krieg
wilde Affen um sich
Wanderung führt
zur Elstertalbrücke
Italien als
Sehnsuchtsland
PLAUEN — Wolfgang Rudloff nimmt
das 1000-jährige Stadtjubiläum
Leipzigs zum Anlass, um in der Reihe Kunstbetrachtung im Plauener
Malzhaus am Mittwoch Einblicke
in die Zeit des Mittelalters, der Renaissance (Altes Rathaus), des Barock (J. S. Bach) und die Zeit um die
Jahrhundertwende vom 19. zum
20. Jahrhundert zu geben. Im zweiten Teil geht es ums Grassimuseum.
Beginn 18.30 Uhr. (ike)
PLAUEN — Eine Lesung ist am Don-
PLAUEN — Die Naturfreunde Plauen
REICHENBACH — Beatrice Wolf-Furrer
aus Roggwil in der Schweiz hält heute, 14.30 Uhr im Neuberin-Museum
Reichenbach einen Vortrag unter
dem Titel „Dreimal Italien und zurück“. Sie vergleicht die Italienreisen der Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried
Herder und Johann Gottfried Seume. Der Vortrag findet gemeinsam
mit dem Literaturzirkel des Vogtländischen Seniorenkollegs statt. (lk)
Treff „Quartier 30“, Bahnhofstraße 30,
Keramikwerkstatt 1, 17-18.30 Uhr
Vogtlandbibliothek, Neundorfer Straße 8,
Vorlesezeit in der Kinderbibliothek, 16 Uhr
Adorf/V.: Klein Vogtland - Botanischer
Garten, Waldbadstraße 7, 10-18 Uhr
Auerbach/V: Awo Jugendzentrum High
life, Eisenbahnstraße 49, HL engagiert: Vorbereitung Bad Taste Party, 16-19 Uhr
Begegnungszentrum Zebra, Katzensteinstraße 1, Koch Kids, 16-18.30 Uhr
Familien- und Begegnungszentrum, A.Schubert-Straße 19, Eltern-Kind-Kreis, 9-12 Uhr
Jugendhaus City-Treff, Breitscheidstraße 33,
Mädels-Projekt, Veggie-Day, 15-16 Uhr,
03744 308686
Schülerfreizeitzentrum, A.-Schubert-Str. 19,
Maiplanung, 12-18 Uhr
Beerheide: Fahrbibliothek, An der Kindertagesstätte, 14.30-15 Uhr
Ellefeld: Fahrbibliothek, Grundschule,
12.45-13.45 Uhr
Falkenstein: Verein Kirche/Laden, Gartenstr. 19, Mutti-Kind-Kreis, 9-11 Uhr, 03745 751475
Hohengrün: Fahrbibliothek, Am Altenheim,
14.10-14.20 Uhr
Jößnitz: Grundschule, Gerhart-Hauptmann-Straße 6, Keramikkurs, 12-17 Uhr
Klingenthal: Café B., Auerbacher Straße 19,
Kindernachmittag, 15.30-17 Uhr
Tierpark, Amtsberg 22, 10-18 Uhr,
037467 22397
Markneukirchen: Kinder-/Jugendtreff,
Wernitzgrüner Str. 38, Treff, 13.30-19.30 Uhr
Mehltheuer: Spielplatz am Feuerwehrhaus, Spielpunkt, Freizeitangebot des Kinderland Plauen, 15-18 Uhr
Mühlleithen: Sommerrodelbahn, 13-17 Uhr
Oelsnitz: Jugendzentrum „Halle“, Alte Reichenbacher Straße 27, Offener Treff, mit Breitensportangebot, 15.30-19 Uhr; Dartsnachmittag, 16.30-18 Uhr
Kinderzentrum „Goldene Sonne“, RudolfBreitscheid-Platz 1, Offener Treff, 13-18 Uhr;
Abendessen zubereiten, 16 Uhr
Reumtengrün: Fahrbibliothek, Grundschule, 10-12 Uhr
Rodewisch: Kinder- und Jugendfreizeittreff, Busbahnhof 3, Offener Treff, 14-20 Uhr,
03744 48426
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Kabarett mit Michael Altinger gibt
es am Donnerstag im Malzhaus
FOTO: JOSEFINE DEHMEL
Plauen.
KINDER UND FAMILIE
Plauen: Falknerei Herrmann, Pfaffengutstraße 4, Flugvorführung, 15 Uhr
Freizeitanlage Syratal, Hainstraße 1,
14-18 Uhr, 0172 2882493
Jugendzentrum Oase, Dr.-Karl-Gelbke-Straße
1, Teeniebereich, offener Treff und Billardmeister gesucht, 14.30-19 Uhr; Oase-Keller, offener
Treff und Billardmeister gesucht, 15-20 Uhr
Kinder- und Jugendhaus eSeF, Seminarstraße 4, Kinderzentrum, offener Treff und Perlentiere, 13-19 Uhr; Jugendzentrum, offener Treff
mit Frühlingsquiz, 14-20 Uhr; Kinderzentrum,
offener Treff und Tanzen, 16 Uhr
Kinderklub Fünfte, Anton-Kraus-Straße 31,
Kochküche, 13-15 Uhr; Offener Treff, 13-18 Uhr;
Kindergeburtstag, 16-18 Uhr
Mehrgenerationenhaus, Am Albertplatz 12,
Gesellige Kreistänze, 9.30 Uhr; Kreativer
Kindertanz (ab 3 Jahre), 15.30 Uhr; Kreativer
Kindertanz (ab 6 Jahre), 16.30 Uhr
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3610900-10-1
Öffnungszeiten im Museum:
Dienstag: 11 bis 19 Uhr
Mittwoch: 11 bis 17 Uhr
Freitag: 13 bis 17 Uhr
(freier Eintritt)
Samstag, Sonntag und Feiertage:
11 bis 17 Uhr
Im Theater ist jeweils zu den Vorstellungen geöffnet.
„Feldeinwärts“ heißt die Arbeit, die Malerin Mandy Friedrich im Vogtlandmuseum zeigt.
nerstag, 18 Uhr im Plauener Stadtarchiv zu erleben. Der 82-jährige Walter Eckel liest dort aus seinem Buch
„Ich habe alles aufgeschrieben“. Der
Rentner, der heute in Hamburg lebt,
war einst nach Plauen kinderlandverschickt und schrieb während der
Kriegsjahre in der Spitzenstadt aus
der Sicht eines Kindes Tagebuch.
Auch Schülern will Eckel von seinen Erinnerungen berichten. (nd)
AUSSTELLUNGEN
Plauen: Akademiegalerie im Weisbachschen Haus, Bleichstraße 3, „Sehen und Wahrnehmen“, Beat Maeschi, Zürich, 14-18 Uhr
Erich-Ohser-Haus - Galerie e.o.plauen und
Archiv, Nobelstraße 7, zum Schaffen des bekannten Plauener Zeichners Erich Ohser
(1903-1944), 11-19 Uhr
Galerie im Malzhaus, Alter Teich 7 - 9, Leise
Lautstärken, Zeichnungen und Druckgrafik von
Horst Sakulowski, 13-18 Uhr, 03741 15320
Spitzenmuseum, im Alten Rathaus,
Kostbarkeiten aus Plauener Spitze, 10-17 Uhr
Stadtarchiv, Herrenstraße, Jahresausstellung
„Das Kriegsende in Plauen vor 70 Jahren“, Auswahl von Fotos und Tagebuchaufzeichnungen,
Eintritt frei, 9-18 Uhr
Humorvoll geht’s am
Donnerstag ab 21 Uhr auf der Kleinen Bühne des Vogtlandtheaters zu.
Dort steht die vierte „Nachtschicht“
der Spielzeit auf dem Programm.
Thema diesmal: das Leben in Wohngemeinschaften. In der Bühnen-WG
läuft alles perfekt – bis zwei Mitbewohner einen besonderen Spielzeugaffen mit nach Hause bringen.
Die „Nachtschicht“-Leitung übernimmt diesmal Jens Hollwedel. (nd)
PLAUEN —
Vogtlandkonservatorium, Theaterplatz 4,
„Im Unruhestand“, Werke von Wilhelm Mühsam, 10-18 Uhr
Vogtlandmuseum, Nobelstraße 9 - 13, malerische und grafische Arbeiten zur vogtländischen Landschaft; Napoleonzimmer und vogtländische Malerei, 11-19 Uhr
Adorf/V.: Klein Vogtland - Botanischer
Garten, Waldbadstraße 7, Das Klein-Vogtland
im Bild, von der Adorfer Malstube, 10-18 Uhr
Perlmuttermuseum, Freiberger Tor, Stadtgeschichte und Perlmutter, 9-12, 13-17 Uhr
Auerbach/V: Museum, Schlossstraße 11,
Sonderausstellung: Als Ostern noch eingeschult wurde.., sowie kleine Sonderschau
kunstvoll verzierter Ostereier, 13-17.30 Uhr,
03744 835513
Eubabrunn: Freilichtmuseum, Waldstraße
2 A, Osterausstellung: Den richtigen Draht haben.., Ausstellung zum Rastelbinderhandwerk
(Drahtbindergewerbe), 10-17 Uhr
Klingenthal: Musik- und Wintersportmuseum, Schloßstraße 3, vogtl. Musikinstrumentenbaus; Die Vielfalt der Kunst - Schülerarbeiten, der Gymnasien Klingenthal und Sokolov,
10-16 Uhr
Landwüst: Freilichtmuseum, Rohrbacher
Straße 4, Fachwerkmodelle; Arbeits- und Lebensweise der Landbevölkerung, 10-17 Uhr,
037422 2136
Lengenfeld: Heimatmuseum, Hauptstr. 57,
Geschichte des Tuchfärberhauses, 10-16 Uhr
Leubnitz: Schloss, Am Park 1, Ölbilder von
Jürgen Batschik; Natur- und Jagdausstellung,
9-16 Uhr
Markneukirchen: Catgut, Gewerbepark 18,
Dies und Das, vom Maltreff Bad Elster, 8-16 Uhr
Framus Museum, Adorfer Straße 25, 200 Instrumente, Produktion der Framus-Werke von
1946 bis Ende der 70er-Jahre, 10-17 Uhr
Musikinstrumentenmuseum, Bienengarten
2, Geschichte des Instrumentenbaus, 10-17 Uhr
Mehltheuer: Kleinstes Musikinstrumenten-Museum, Hohe Straße 9, 1500 Raritäten,
9-12 Uhr, 037431 4159
Morgenröthe-Rautenkranz: Raumfahrtmuseum, Bahnhofstr. 4, Raumfahrtausstellung, Exponate um die angewandte Raumfahrt,
Miniatur-Modell des Mars-Roboters, BundesBiene, 10-17 Uhr, 037465 2538
FOTO: ELLEN LIEBNER
laden für Donnerstag zu einer besonderen Zwölf-Kilometer-Tour ein:
Anlässlich 70 Jahren Zerstörung der
Elstertalbrücke führt die Wanderung zu dem Brücken-Bauwerk bei
Jocketa. Unterwegs gibt’s Wissenswertes zu erfahren. Treffpunkt ist
8.30 Uhr am Oberen Bahnhof, von
dort geht es zunächst mit dem Zug
nach Jößnitz. Zusatz-Infos bei Bernd
Petzold: Ruf 03741 132162. (nd)
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Der Kaufhaus Cop 2, ab 6 J, 14.15, 17.15,
20.15 Uhr; Der Nanny, ab 12 J, 14.15, 17, 20 Uhr;
Die Coopers - Schlimmer geht immer, 17,
20.15 Uhr; Fast & Furious 7, ab 12 J, 14, 16.45,
19.45 Uhr; Gespensterjäger, ab 6 J, 17 Uhr; Halbe
Brüder, ab 12 J, 14, 17, 20 Uhr; Home - Ein smektakulärer Trip 3D, 14.30, 17 Uhr; Honig im Kopf,
ab 6 J, 19.30 Uhr; Kingsman: The Secret Service,
ab 16 J, 19.45 Uhr; Shaun das Schaf, 14.30,
17.15 Uhr; The Boy Next Door, ab 16 J, 20.15 Uhr
Malzhaus, Alter Teich 7 - 9, 03741 15320; Wild
Tales - Jeder dreht mal durch!, ab 12 J, 20 Uhr
Auerbach: Rekordlichtspiele, Göltzschtalstraße 35, 03744 217272; Der Nanny, ab 12 J,
17.15, 20 Uhr; Fast & Furious 7, ab 12 J, 17,
20 Uhr; Shaun das Schaf, 17.30 Uhr; The Boy
Next Door, ab 16 J, 20 Uhr
3614470-10-1
Mylau: Museum Burg Mylau, Reformationsgeschichte, 11-17 Uhr, 03765 3822352
Oelsnitz: Schloss Voigtsberg, Schlossstraße
32, Tizian, Cranach und der Heilige Georg; Mineraliengewölbe Oelsnitz; Dauerausstellung
zum Lebenswerk von Buchillustratorin Regine
Heinecke; Werner Tübke - Meister im Detail,
11-17 Uhr
Teppichmuseum, Schloss Voigtsberg, Schlossstr. 32, Sonderausst. (Bild)Gewaltig - Wandteppiche aus vier Jahrhunderten, 11-17 Uhr
Zoephelsches Haus, Grabenstraße 31, Sonnen-painting mit der Sonne malen, 9-16 Uhr
Reichenbach: Neuberin-Museum, Johannisplatz 3, Österliche Kostbarkeiten, 10-16 Uhr,
03765 21131
Neuberinhaus, Weinholdstr. 7, Walter Schönenbröcher, Fotografie, 10-18 Uhr, 03765 12188
Schöneck: Zigarren- & Heimatmuseum,
Bauhofstraße 1, Heimatgeschichte, 14-17 Uhr
Zwota: Mundart- und Erlebnisraum, Kirchstraße 2, 15-jähriges Jubiläum des Baus der
Klingenthaler Eisenbahnbrücke, Fotos und
Filme, 10-16 Uhr
KINO
Plauen: Capitol Filmtheater, Bahnhofstr. 33,
03741 1469050; Asterix im Land der Götter,
14.30 Uhr; Cinderella, 14.15 Uhr;
SONSTIGES
Bad Elster: Kurhaus, Badstraße 25,
Die Azoren - das atlantische Ende Europas,
Dia-Show mit Jörg Hertel, 19.30 Uhr
Ellefeld: Gaststätte Turnhalle, Turnstr. 5,
Treffen der Freunde der Mineralogie und Geologie, Berthold Ottens stellt indische Basaltminerale sowie Land und Leute vor, 19 Uhr
Oelsnitz: Café Biene, Otto-Riedel-Straße 3,
Gaunertricks - Vortrag mit Polizeimeister
Jakob, 14 Uhr
Café Sonne, Rudolf-Breitscheid-Platz 1,
Vogtland aus der Vogelperspektive, Bildervortrag mit Helmut Schneider, 15 Uhr
Pöhl: Talsperre, Anlegestelle, Möschwitz,
Hauptstr., Rundfahrten Fahrgastschiffe, 14 Uhr
Reichenbach: Begegnungsstätte, Nordhorner Platz 3, Vogtländisches Seniorenkolleg/Zirkel Schreibende Senioren, 14 Uhr; Begegnung/Vortrag am Dienstag:, Lebensbild
Hans-Christian-Anders, 14 Uhr; Vogtländisches
Seniorenkolleg/Zirkel Musik, zum Thema:
Wolfgang Amadeus Mozart „Figaros Hochzeit“,
Opera buffa (Vorbereitung auf den Opernbesuch am 29. April), 15.30 Uhr, 03765 69327
Neuberin-Museum, Johannisplatz 3, Vogtländisches Seniorenkolleg: Zirkel Literatur,
zum Thema: Dreimal Italien und zurück - Italienreisen Goethes, Herders und Seumes im
Vergleich, 15 Uhr, 03765 21131
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 14. April 2015
NACHRICHTEN
FRÜHLINGSBOTE N
Störche sind zurück
in Weischlitz
Freie Presse
Neues Sondermülllager erhält
Erlaubnis mit Hindernissen
Beteiligung
an Flugplatz
steht erneut
zur Debatte
WEISCHLITZ — Am Samstag ist das
Weißstorchenpaar in den Weischlitzer Horst an der Uferstraße zurückgekehrt. Seit knapp 20 Jahren
zieht es dort nach der Winterreise
in den Süden immer wieder ein. Vogelkundler Werner Limmer berichtet, dieses Jahr seien die Störche am
11. April gemeinsam erschienen.
Vergangenes Jahr bezog am 31. März
erst das Männchen, am 13. April das
Weibchen das Nest. Während des
Sommers zog das Paar drei junge
Störche groß. Limmer hatte erst
vor wenigen Wochen den Horst gesäubert. Außer in Weischlitz gibt es
im Vogtland nur noch im PausaMühltroffer Ortsteil Wallengrün einen Storchenhorst. Dort lassen die
langbeinigen Gäste bisher aber
noch auf sich warten, so Werner
Limmer. (em)
Grüne fordern Ausstieg
des Vogtlandkreises aus
„finanziellem Abenteuer“
VON UWE SELBMANN
HOF/PLAUEN — Der Flughafen Hof-
Ein unscheinbarer Zweckbau in Schneidenbach: Dieses Gebäude ist als Zwischenlager für 300 Tonnen Sondermüll konzipiert, vorerst und bis zur Klärung eines BUND-Widerspruches gilt jedoch eine Begrenzung auf 90 Tonnen. Nach wie vor kann der Bau nicht in Betrieb genommen werden. FOTOS: FRANKO MARTIN/ARCHIV
PLANETENWEG
Mars-Sockel steht
auf Schlossfelsen
AUERBACH — Ein Beton-Sockel auf
dem Auerbacher Schlossfelsen unweit der Gaststätte ist ein Zeichen
dafür, dass das Netz der vogtländischen Planetenwege bald um einen
Weg reicher wird. Nach Angaben
der Stadtverwaltung wurde das
Teil dort in den vergangenen Tagen
platziert. In der Stadt wird der Mars
aufgestellt. Der Auerbacher Andreas
Krauß hatte vor über zwei Jahren
die Idee für das Wegenetz, das die
Dimensionen des Sonnensystems
maßstabsgetreu auf das Vogtland
überträgt. Mittelpunkt ist das Rodewischer Planetarium. Von dort führen Wege sternförmig zu den Planeten. Als erster Weg wurde vergangenen Herbst der zum Jupiter bei der
Wernesgrüner Brauerei eingeweiht.
In Adorf soll der Neptun aufgestellt
werden. (lh)
KURZ GEMELDET
Vortrag über Betreuung
AUERBACH — Der
Betreuungsverein
Vogtland lädt für Donnerstag,
16 Uhr ins Rathaus Auerbach zu einer Veranstaltung „Betreuungsrecht
und ehrenamtliche Betreuung“ ein.
Die Veranstaltung wendet sich an
Menschen, die Interesse an der Übernahme einer rechtlichen Betreuung
im Ehrenamt haben. (fp)
INFOS unter Telefon 03765 711577.
13
90 Tonnen ja, aber 300
Tonnen? Die Müllfirma
Glitzner will die Anlage in
Betrieb nehmen, doch der
BUND hält gegen.
VON ULRICH RIEDEL
SCHNEIDENBACH/CHEMNITZ — Die im
Auftrag des Vogtlandkreises tätige
Müllfirma Glitzner hat auf dem Weg
zur Betreibung ihres neuen Sonderabfallzwischenlagers in Schneidenbach eine Hürde genommen. Wie
gestern bekannt wurde, erließ die
Landesdirektion Sachsen nach langem Tauziehen am 24. März einen
Bescheid, der die Inbetriebnahme
grundsätzlich gestattet. Diese Erlaubnis hat aber zwei Haken: Erstens dürfen in dem für 300 Tonnen
ausgelegten Sondermülllager maximal 90 Tonnen gelagert werden –
das entspricht der Kapazität der bisherigen Anlage. Und zweitens ist die
Landesdirektion noch gar nicht auf
die Argumente des BUND eingegangen. Die Umweltschutzorganisation
hatte Widerspruch eingelegt.
Gerüchte, wonach die Firma
Glitzner die neue Anlage schon betreibt, wies Geschäftsführer Uwe
Schink zurück. „Der neu gebaute
Teil des Sondermüll-Zwischenlagers
ist noch nicht in Betrieb“, erklärte
Schink gestern und nannte zwei
Gründe: Noch steht der Widerspruch des BUND im Raum. Außer-
dem fordert die Stadt Reichenbach
die „vollständige Fertigstellung des
Regenrückhaltebeckens“. Der Notüberlauf hatte seine Feuertaufe
nicht bestanden – beim ersten Starkregen ergoss sich die Flut vom Glitzner-Areal in den Ort. Die Müllfirma
muss daher einen Kanal bauen und
rechne frühestens im Juni mit der
Genehmigung. „Es bleibt also noch
viel Zeit bis dahin“, sagt Schink.
Das zweite Problem liegt dem
Glitzner-Chef schwerer im Magen.
Die zulässige Obergrenze bleibt ein
Streitpunkt: Während Glitzner 300
Tonnen beantragt hat, halten der
BUND und andere Kritiker dies für
unzulässig, unter anderem angesichts der Nähe zur Wohnbebauung.
Glitzner hatte das Sondermülllager
im März 2012 beantragt, das Verfahren zieht sich seither in die Länge.
Beim BUND sieht man den Bescheid aus Chemnitz gelassen. Die
stellvertretende Landesvorsitzende
Franziska Heß meint, für ein Sondermülllager mit 300 Tonnen Kapazität
gebe es gar keine Notwendigkeit.
Das ursprünglich für 25 Tonnen genehmigte und mehrfach erweiterte
Lager befinde sich zu nah an Wohnbebauung. Angesichts der Historie
am Müllstandort und größerer Brände auf dem Firmengelände seien 300
Tonnen Sondermüll ein Risiko.
Wenn überhaupt, sei eine Erweiterung nur auf Grundlage der Störfallrichtlinie denkbar. „Dann müsste
Glitzner Kitas und Schulen über
Notfallpläne informieren“, erklärt
die Rechtsanwältin.
Protestaktion am 25. Juli 2013: Gegner der Müllanlage fordern eine saubere
Zukunft, Glitzner-Mitarbeiter (rechts hinten) verteidigen ihren Betrieb.
Entsorgung gesichert
KOMMENTAR
Im Bescheid der Landesdirektion
Sachsen an die Glitzner Entsorgung
GmbH, erteilt am 24. März, wird die
immissionsschutzrechtliche Genehmigung für das neue Sonderabfallzwischenlager in Schneidenbach erteilt.
Mit dieser Einschränkung: Die Lagermenge darf zunächst nicht die beantragten 300 Tonnen erreichen, sondern maximal 90 Tonnen.
Es bleibt
diffus
Der Vogtlandkreis ist öffentlichrechtlicher Entsorger gemäß Sächsischem Abfallgesetz und hat diese
Aufgabe an die Tochterfirma KEV und
deren Tochter Glitzner übertragen,
heißt es in der Begründung aus der
Behörde. „Das öffentliche Interesse
besteht darin, dass die Firma Glitzner
die geordnete Entsorgung der im
Vogtlandkreis anfallenden Schadstoffe (Sonderabfälle) vornimmt.“ Ohne
Sofortvollzug einer im Juli 2014 erteilten Genehmigung sei die „Entsorgungssicherheit im Vogtlandkreis erschwert oder sogar gefährdet“, heißt
es weiter. (ur)
VON ULRICH RIEDEL
ulrich.riedel@freiepresse.de
D
a blickt man kaum noch
durch: Ein Bescheid erlaubt
der Firma Glitzner, das umstrittene Sondermülllager zu betreiben, aber nur mit 90 Tonnen. „Sofortvollzug“, weil’s ja so wichtig ist.
Und Glitzner-Chef Schink sagt, alles
nicht so eilig. Im Juni erst beginnen
nötige Bauarbeiten. Wer braucht ein
Lager für 300 Tonnen, wenn es dann
nicht genutzt wird? Und wenn alles
so klar ist, wie Müllfirma und Behörden behaupten: Warum schleppt
sich das Verfahren seit drei Jahren
dahin? Fragen über Fragen. Das
Kernproblem ist das alte: Die MüllVerantwortlichen reden von Transparenz, praktizieren sie aber nicht.
Plauen rechnet sich einfach nicht:
2013 zählte er 3968 Fluggäste, im
vergangenen Jahr 4120 – 95 Prozent
weniger als im Jahr 2000. In dem Rekordjahr flogen über 77.000 Reisende von Hof-Plauen ab, noch bis 2009
waren es regelmäßig über 20.000
Passagiere. Das geht aus einer Auskunft von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf Anfrage der Landtagsabgeordneten Eva
Jähnigen (Grüne) hervor. Die Stadt
Plauen und der Vogtlandkreis sind
seit 1998 am Flughafen beteiligt.
Die verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert jetzt den
Ausstieg des Vogtlandkreises. Die
Betreibergesellschaft des Flughafens
sei weit davon entfernt, kostendeckend zu arbeiten. Das „finanzielle
Abenteuer“ und die „Steuergeldverschwendung“, so Jähnigen, müssten
deshalb beendet werden. Den Zahlen des Wirtschaftsministers zufolge hat die Stadt Plauen zwischen
2007 und 2013 mehr als 890.000
Euro an Betriebskostenzuschüssen
für ihre Beteiligung (10 Prozent) gezahlt. Der Vogtlandkreis (15 Prozent) schoss bisher sogar mehr als
1,2 Millionen Euro zu, kritisiert die
Abgeordnete. Die Stadt Plauen zahlt
seit 2014 auf Grund eines mehrheitlichen Stadtratsbeschlusses keine
Zuschüsse mehr.
Auch die Kreischefin der Linken,
Janina Pfau, hatte im Zuge der aktuellen Haushaltsdebatte des Vogtlandkreises die Frage aufgeworfen:
„Muss der Vogtlandkreis weiterhin
einen Flugplatz in Hof finanzieren,
obwohl dieser keinen Wert für die
vogtländische Wirtschaft hat?“ Pfau
forderte eine generelle Strukturdebatte im Vogtlandkreis: „Es gibt viele
Bereich, an den angesetzt werden
könnte, aber es muss der Wille dazu
bei den Verantwortlichen da sein.“
Der Kreistag hatte zuletzt im
März 2014 über die Beteiligung an
dem Flugplatz debattiert, letztlich
aber keine Entscheidung gefällt.
Grüne und Linke verfügen im Kreistag über 17 von insgesamt 86 Sitzen.
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3612509-10-1
3615283-10-1
14 Freie Presse
NACHRICHT
EINZELHANDEL
Wöhrl hält an
Standort Plauen fest
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 14. April 2015
Falsche Farben an Fahrzeug:
Drehleiter darf nicht ausfahren
ZDF-Experte
Harald Lesch
im Malzhaus
Wissenschaftlicher Vortrag
am kommenden Montag
PLAUEN/ZWICKAU — Hiobsbotschaft
gestern in Zwickau: Das Modehaus
Wöhrl macht im März nächsten Jahres zu. Als Grund für das Aus in der
Autostadt nennt das fränkische Familienunternehmen die Umsatzzahlen, die in Zwickau zuletzt unter
den Erwartungen geblieben seien.
Am Standort Plauen will das fränkische Unternehmen allerdings festhalten. „Wir vertrauen weiterhin auf
unsere übrigen Standorte im Osten
Deutschlands, so auch auf die Stärke
und Präsenz unserer sächsischen
Modehäuser in Dresden und Plauen“, erklärte Pressesprecherin Anke
Löffler auf Nachfrage. Das Kaufhaus
Wöhrl in Plauen war im Juni 1993
das erste der Unternehmensgruppe
im Osten Deutschlands. In der Immobilie sind auch ein Reisebüro, der
Schuhhändler Reno sowie der Innenausstatter Depot eingemietet.
Depot wechselt im Mai allerdings in
die Stadt-Galerie. (nd)
KALENDERBLATT
Vor 10 Jahren
PROTEST GEGEN WAFFENSCHAU — Eine
Gruppe von Bürgern protestiert auf
dem Festplatz an der Äußeren Reichenbacher Straße in Plauen gegen
die Luftwaffenschau der Bundeswehr. „Der Oberbürgermeister tritt
das Gedenken mit Füßen“ ist auf einem der hochgehaltenen Schilder
zu lesen. Gemeint ist das Gedenken
an die Zerstörung Plauens durch
Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg.
Der Oberbürgermeister hatte den
Termin für die Schau verteidigt und
auch dafür geworben.
Vor 50 Jahren
NEUES SCHUTZGEBIET — Per Zeitungs-
anzeige gibt der Rat des Kreises Klingenthal bekannt, dass der südliche
Teil des Kreises als Landschaftsschutzgebiet „Oberes Vogtland“ sichergestellt worden ist. Der Rat fasste den Beschluss am 11. März. Das
Gebiet erstreckt sich im Osten bis
zur Staatsgrenze zur CSSR, dann
südwärts zur Hennebachmühle. Es
ist verboten, den Charakter der
Landschaft zu verändern. Hoch- und
Tiefbauten sind nur mit Genehmigung der Bezirksnaturschutzverwaltung erlaubt.
Vor 100 Jahren
FUNTÔMAS IM KINO — Vom 14. bis
zum 16. April präsentiert das Alhambra-Kino in Plauen „den raffiniertesten, sensationellsten Detektiv-Film der Welt“, nämlich „Funtômas“. 100 Jahre später sind vor allem
die Verfilmungen der Franzosen mit
Louis de Funês in den 1960ern bekannt. Grundlage für die Streifen ist
eine französische Serie von Kriminalromanen des Autorenduos Pierre
Souvestre und Marcel Allain, die
zwischen Februar 1911 und September 1913 bei Arthème Fayard im Monatstakt mit jeweils 400 Seiten Umfang erschien. (pa)
In der Warteschleife
befindet sich das neue
Fahrzeug der Auerbacher
Feuerwehr: Vor dem
ersten Einsatz muss es
abermals beklebt werden.
PLAUEN — Der Astrophysiker, Natur-
philosoph, Wissenschaftsjournalist
und Fernsehmoderator Harald
Lesch kommt nach Plauen. Der unter anderem von den ZDF-Sendun-
Harald Lesch
Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator.
VON LUTZ HERGERT
AUERBACH — Mit großem Bahnhof
war die neue, 600.000 Euro teure
Drehleiter der Auerbacher Feuerwehr am Abend des 24. Februar am
Depot empfangen worden. Seitdem
wartet sie auf ihre Zulassung durch
den Tüv. Grund: Die orange-gelben
Leuchtstreifen an der Seite des Fahrzeugs entsprechen weder in Farbe
noch in Oberflächenstruktur den in
Sachsen zugelassenen Werten.
Der Tüv hatte das Problem bei der
Abnahme entdeckt. „Vor der Zulassung müssen die Streifen überklebt
werden“, sagt der Auerbacher Pressesprecher Hagen Hartwig. Er hört bei
dem Problem den Amtsschimmel
wiehern. Positiv sei, dass auf die
Stadt keine neuen Kosten zukämen.
Das Auswechseln übernehme die
baden-württembergische Firma, bei
der das Fahrzeug gekauft wurde.
Laut Hartwig befinden sich Fahrzeuge von mehreren sächsischen Wehren aus dem gleichen Grund in der
Warteschleife. Als Beispiel nennt er
die Bautzener Feuerwehr. Negative
Auswirkungen im Ernstfall gebe es
in Auerbach nicht, weil dann die alte Leiter ausrückt.
Spezielle Kennzeichnung
Die Stadt hatte nach Bekanntwerden des Problems den Landtagsabgeordneten Sören Voigt (CDU) eingeschaltet. „Es gibt in Sachsen eine
spezielle Kennzeichnungspflicht
für diese Fahrzeuge“, sagt der Abge-
FOTO: TOM SCHULZE/DPA
Ende Februar war die neue Drehleiter zünftig mit Rundumlicht am Auerbacher Feuerwehrdepot eingetroffen. Die LeiFOTO: JOACHIM THOSS
ter kann bis auf 30 Meter ausgefahren werden.
ordnete, nachdem er sich beim zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr informiert hat. Unverständlich ist ihm, dass die Ausrüsterfirma nicht wusste, welche
Kennzeichen im Freistaat auf Feuerwehr-Fahrzeuge geklebt werden
müssen.
Die Auerbacher Wehr geht davon
aus, dass die Umrüstung und Zulassung in den nächsten Tagen passiert,
gibt der Pressesprecher den Gerätewart Gerd Hummel wieder. Die Feuerwehrleute nutzen unterdessen die
Zeit, um sich mit der neuen Technik
vertraut zu machen. „Eine Besonderheit ist, dass die Leiter über einem
Dach geknickt werden kann. So
könnte man theoretisch auf der einen Seite eines Hauses hinauf und
auf der anderen hinunter laufen.
Das war mit der alten Technik nicht
möglich“, sagt Hartwig. Außerdem
wird das neue Gerät mithilfe mehrerer Computer gesteuert.
Ersatz für 20 Jahre alte Leiter
Die neue Leiter ersetzt ein 20 Jahre
altes Fahrzeug. Als die Reparaturen
für die Zulassungen dafür immer
teurer wurden, hatte der Stadtrat im
vergangenen Jahr den Neukauf beschlossen. Das neue Gerät hat der
Freistaat Sachsen zu 75 Prozent bezuschusst. Die Auerbacher Bürger
können sich am 20. Juni bei einem
Tag der offenen Tür von der Leistungsfähigkeit der neuen Technik
überzeugen und auch im Korb mit
hochfahren.
Bereits am kommenden Samstag
findet im Auerbacher Industriegebiet West in Rebesgrün von 9 bis
15 Uhr ein öffentlicher Großübungstag statt. Dort ist das neue
Fahrzeug noch nicht mit dabei.
Neben allen fünf Wehren aus der
Stadt und ihren Ortsteilen beteiligt
sich daran der DRK-Betreuungszug
Vogtland. In den Auerbacher Wehren gibt es derzeit 130 aktive Mitglieder. In den Jugendfeuerwehren
sind 40 Mädchen und Jungen im
Einsatz.
Jugendwoche: Band Notenläufer spielt
Abende in der Kirche mit
Popmusik – das ist Evangelisation für junge Leute
in der St.-Laurentius-Kirche zu Auerbach.
„Komm“ – das ist eine Einladung vor
allem an jene, die sonst nicht in die
Kirche gehen. „Es ist eine Evangelisationswoche, das heißt, wir wollen
das Wort Gottes vermitteln und
wenden uns an Leute zwischen 14
und 30“, so Meier. Als Gastprediger
spricht jeden Abend Heiko Wetzig.
VON HEIKE MANN
AUERBACH — Zur
Jugendwoche
„Hauptgewinn“ an der St.-Laurentius-Kirche Auerbach erklingt zur Eröffnung das Lied „Komm“, das Emile
Döschner aus Falkenstein komponiert hat. Er hat gemeinsam mit Ulrich Meier, Kantor und Kirchenmusikdirektor in Auerbach, die musikalische Leitung der Abende, die seit
gestern bis Sonntag stattfinden.
„Die Lieder sind
brandneu.“
Ulrich Meier Kantor und Kirchenmusikdirektor in Auerbach
Die Gottesdienste finden in einer lockeren Form statt. Bestandteil ist eine Musik, die sich Rock- und Popele-
menten bedient. Ulrich Meier bekennt sich dazu, dass er diese Musik
besonders mag und es für legitim
hält, sie in die Kirchenmusik einfließen zu lassen. Was die Band Notenläufer in der Jugendwoche darbietet,
steht unter dem Einfluss moderner
amerikanischer Gospelmusik oder
der Hillsong-Musik, die ihren Ursprung in einer australischen Kirchgemeinde hat. „Entweder sind die
Lieder brandneu oder nicht älter als
zwei Jahre“, versichert Meier. Viele
der Texte werden ins Deutsche übersetzt, damit man mitsingen kann.
Der Name „Hauptgewinn“ ist wie eine eigene Marke, ein Format der Jugendarbeit im Kirchenbezirk Auerbach. Laut Meier hat die Jugendwoche Gäste aus dem ganzen Vogtland
und aus dem Raum Zwickau.
Die Band Notenläufer besteht seit
vier Jahren. Neben der alle zwei Jahren stattfindenden Jugendwoche
werden auch die vier HauptgewinnJugendabende im Jahr von den Musikern ausgestaltet. Mit Akkordeon,
Geige, E-Gitarre und Bläsern ist sie
bunt besetzt. Ihre Mitglieder sind
zwischen 14 und 30 Jahre alt.
Diese Woche stehen die Musiker
jeden Abend auf der Bühne. „Meine
Anerkennung dafür ist groß, denn
sie machen das alle nach Schule und
Job und sind für Proben schon ab
vier Uhr nachmittags in der Kirche“,
macht Meier deutlich.
DIE JUGENDWOCHE „Hauptgewinn“ findet
bis 19. April in der St.-Laurentius-Kirche statt,
Beginn ist jeweils 19 Uhr.
» www.Hauptgewinn4u.de
gen „Terra-X“ und „Frag den Lech“
bekannte Professor für Physik ist
Gast im Malzhaus. Am Montag,
19 Uhr referiert er in der Galerie des
Kultur- und Kommunikationszentrums in der Reihe „Prominente im
Gespräch“ unter der Überschrift „Es
werde Licht“. Dabei geht es um die
Wissensbereiche Physik, Astronomie, Ökonomie, Theologie, Philosophie und menschliche Sinnfindung.
Musikalisch umrahmt wird der
Abend von der Greizer Jazzformation Jailbreak. Lesch ist seit 1985 Professor für Theoretische Astrophysik
an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und seit 2002 Professor für Naturphilosophie und
Theologie an der Hochschule für
Philosophie in München. Bekannt
wurde Lesch auch durch seine Fernsehsendungen „Alpha centauri“,
„Lesch & Co“, von „Alpha bis Omega“ sowie weitere Sendungen beim
ZDF. Zudem schrieb er Bücher wie
„Kant für Fußgänger“, „Big Bang 2.
Akt“, „Physik für die Westentasche“.
DIE EINTRITTSKARTEN für die Veranstaltung kosten im Vorverkauf im Geschäft Terre
am Plauener Altmarkt 8 Euro. (pa)
SCHALMEIE N
Sportverein richtet
Vogtland-Festival aus
COSCHÜTZ — Der Sportverein Coschütz erhält von der Stadt Elsterberg einen Zuschuss von 1500 Euro
für das im Mai stattfindende Sportund Heimatfest. Damit sollen gestiegene Kosten ausgeglichen werden,
die durch die Ausrichtung des Vogtländischen Schalmeienfestivals am
10. Mai entstehen. In der März-Sitzung hatte Gabriele Klug vom Landratsamt die Anforderungen für des
Fest noch einmal deutlich gemacht.
Für das Spektakel sind mehr Zeltfläche, eine größere Bühne, umfassendere Technik, ein Toilettenwagen
und ein höherer Sicherheitsaufwand notwendig. Auch das Parkkonzept musste überdacht werden.
Insgesamt schätzen die Coschützer,
dass 3000 Euro mehr als sonst benötigt werden. Die Hälfte der Kosten
davon wollen die Organisatoren
selbst stemmen. Das 60. Sport- und
Heimatfest findet vom 8. bis 10. Mai
statt. (pstp)
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3615307-20-1
LOKALSPORT
Dienstag, 14. April 2015
Freie Presse
15
Sportbund ehrt
Bad Elsteraner
NACHRICHTEN
MARATHON
Klingenthaler siegt
am Kyffhäuser
Verdiente Mitglieder der SG Medizin
Bad Elster sind am Freitagabend auf
der Jahreshauptversammlung des
Sportvereines im Vitalhotel Weiße
Elster
ausgezeichnet
worden.
Mathias Reither (hinten Mitte) und
Heike Schwab (hinten 2. von
rechts) bekamen die goldene Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen verliehen. Mit der silbernen
Ehrennadel ausgezeichnet wurden,
Peter Nicolaus (hinten links), Karin
Meyer (hinten 2. von links) sowie
Dieter Rogler (vorn rechts). Die
Ehrennadel in Bronze erhielten
Thomas Laßner (hinten rechts), Elisabeth Wende sowie Edith Veitenhansl (vorn von links). Auf der Versammlung wurde auch der Vorstand neu gewählt, wobei die Mitglieder die Verantwortlichen in ihren Ämtern bestätigten. Vereinsvorsitzender bleibt Peter Nicolaus, Gabriela Haas-Zens ist weiterhin seine
Stellvertreterin, Gabriele Weidhase
die Schatzmeisterin und Annette
Braxmeier die Jugendleiterin.
BAD FRANKENHAUSEN — Der Klingen-
thaler Holger Zander hat am Samstag überlegen den 37. internationaler Kyffhäuser-Berglauf gewonnen.
Für die Marathonstrecke, auf der
740 Meter Höhendistanz zu bewältigen waren, benötigte er 2:49:13
Stunden. Holger Zander nutzte den
Lauf zur Vorbereitung auf den
Supermarathon über 72,7 Kilometer
beim Rennsteiglauf am 9. Mai. Am
Sonntag geht der 41-jährige Klingenthaler beim Werdauer Waldlauf
an den Start. (fp)
JUDO
Bewährungsprobe
für jungen Oelsnitzer
FOTO: HELMUT SCHNEIDER
OELSNITZ/SCHMALKALDEN — Vor seiner größten internationalen Bewährungsprobe steht Judoka John Vincent Haller (Foto)
vom ASV Oelsnitz.
Er vertritt am
Wochenende Sachsen beim Internationalen Sparta-Cup
in Duisburg in der
U 16. Das Turnier
gilt als das schwerste in dieser Altersklasse. Die Generalprobe meisterte er gut. Beim
Schmalkaldener Osterturnier musste er viermal auf die Matte, die er
viermal als Sieger verließ. Auch Vereinskameradin Amelie Krause
schaffte es bis ins Finale, in dem sie
sich erfolgreich für eine in der Vorrunde erlittene Niederlage revanchierte und den Turniersieg feierte.
In der U 12 sicherte sich Lorenzo
Haller mit drei Siegen und einer Niederlage Platz 1. Jenny Hoffmann
wurde im ersten Kampf in der neuen Altersklasse Dritte. Christine Husen sicherte sich in der Altersklasse
U 18 den zweiten Platz. (volr)
TISC HTENNIS
Schöneck übernimmt
die Tabellenführung
JÖßNITZ — Im vorletzten Punktspiel
der Saison in der Vogtlandklasse gewann der TTSV Schöneck beim Tabellenführer SG Jößnitz 9:6. Mit diesem wichtigen Auswärtssieg stehen
die Obervogtländer nun selbst auf
Platz 1 der Tabelle mit einem Punkt
Vorsprung vor Jößnitz. Am letzten
Spieltag am Sonntag muss der TTSV
zum Sechsten SC Syrau II, während
Jößnitz daheim auf den Dritten
Plauen-Mitte trifft. In Syrau hatte
Schöneck 9:6 gesiegt. Nach den Doppeln lag der TTSV 2:1 in Führung.
Stoll/Damm und Hamm/ Heinze besiegten ihre Gegner jeweils 3:2, Zeidler/Roth
mussten
sich
0:3
geschlagen geben. In der ersten Einzelrunde wurden die Punkte geteilt,
für Schöneck punkteten Damm,
Heinze und Zeidler zur 5:4-Halbzeitführung. Nach der Pause gelang dem
TTSV mit drei Siegen in Folge eine
Vorentscheidung. Stoll, Damm und
Hamm besiegten ihre Gegenspieler
klar 3:1. Zeidler war es vorbehalten,
den entscheidenden Punkt zum 9:6
zu sichern. (lahr)
SCHÖNECK: Damm (2,5), Zeidler (2), Stoll,
Hamm, Heinze (je 1,5).
KURZ GEMELDET
Familiensportfest
OELSNITZ — Die Abteilung Kinder-
sport des TSV Oelsnitz lädt ihre Mitglieder am Samstag zum Familiensportfest in die Sporthalle Oelsnitz
ein. Beginn ist 15 Uhr. (tgf)
Preisskat in Zwota
ZWOTA — Der Skatverein Vogtlandwenzel Zwota lädt am Freitag zum
Preisskat in den Gasthof Zwotatal
ein. Beginn ist 19 Uhr, Anmeldung
ab 18.30 Uhr. Gespielt werden zwei
Listen mit deutschem Blatt nach
Altenburger Skatregel. Das Startgeld
beträgt zehn Euro insgesamt für beide Listen und wird komplett als
Preisgeld ausgespielt. Die Höhe der
Preise richtet sich nach der Teilnehmerzahl. (fp)
FOTO: HARALD SULSKI
Lange Gesichter nach dünner Halbzeit
Platz 3 ist für die Handballer des TSV Oelsnitz erst
einmal in weite Ferne
gerückt. Dagegen endete
für Klingenthal eine lange
Durststrecke.
1. Bezirksklasse Männer: TSV
Oelsnitz – HSG Sachsenring
Hohenstein-Ernstthal/Oberlungwitzer SV/HV Grüna 26:30 (7:15).
Für die Sperken setzte es im Kampf
um Platz 3 eine schmerzliche Heimniederlage. Sie versemmelten das
Spiel in den ersten 30 Minuten.
Zwar begann Oelsnitz mit einer 1:0Führung, das sollte jedoch auch das
einzige Mal bleiben, dass der TSV
vorn lag. Danach stand es relativ
schnell 2:6. Das blieb so über die Stationen 4:10 bis zum Pausenstand
von 7:15. Den Oelsnitzern gelang im
Angriffsspiel überhaupt nichts. Entweder spielten sie zu riskante Pässe,
die von der Abwehr abgefangen
wurden, oder sie scheiterten am gegnerischen Keeper. Zudem schwächelte die Abwehr. Immer wieder
fand die Gastmannschaft Lücken
und nutzte das eiskalt aus. Nach
dem Seitenwechsel wollten sich die
Oelsnitzer steigern. Allerdings
mussten sie zunächst eine Hiobsbotschaft verkraften. Torhüter Robert
Seidel war angeschlagen und konnte nicht mehr weiterspielen. So
musste mit Felix Bechler, in der
Jugend selbst Torhüter, ein Feldspieler in den Kasten. Er meisterte seine
Sache gut. Was auch daran lag, dass
die Hausherren nun mit mehr Biss
verteidigten. Außerdem gelang auch
Die Mienen auf der Auswechselbank sprechen Bände: Die Handballer des TSV
Oelsnitz hatten sich ihr Heimspiel gegen den Tabellennachbarn HohensteinFOTO: CHRISTIAN SCHUBERT
Ernstthal ganz anders vorgestellt.
im Angriffsspiel mehr. Der TSV
kämpfte sich langsam wieder heran.
Als sich beim Stand von 20:26 mehrfach die Chance zum Verkürzen bot,
scheiterten die Oelsnitzer aber
mehrfach am Keeper. Somit konnten die Gäste aus Westsachsen den
Sieg über die Zeit retten. Den Sperken gelang nur noch etwas
Ergebniskosmetik. Zumindest die
zweite Hälfte gewannen sie 19:15.
Daran gilt es anzuknüpfen, wenn
am Sonntag Tabellenführer Zwickauer HC Grubenlampe II nach
Oelsnitz kommt. (ixs)
OELSNITZ: Seidel – Rauh (3), P. Bechler (7/5),
Grünwald (2), Heyne (2), Stache (1), F. Bechler
(2), Weidenmüller (1), F. Schmidt (6), Puschert
(1), Görnitz (1). SR: Baumann/Kretzschmar
(Zwönitz). Strafwürfe: Oelsnitz 5/5 verwandelt, Hohenstein-Ernstthal 6/4. Strafzeiten:
Oelsnitz 4 Minuten, Hohenstein-Ernstthal 10.
Zuschauer: 80.
2. Bezirksklasse Männer: HV 90
Klingenthal - HC AnnabergBuchholz II 38:23 (20:13). Nach
einer langen Durststrecke von neun
Partien ohne Sieg hat Klingenthal
den Bock endlich umgestoßen und
sich wichtige Punkte im Abstiegskampf gesichert. Die Gäste traten
mit einer sehr jungen Mannschaft
und ohne Wechselspieler an. Jedoch
waren die Klingenthaler gewarnt,
denn in gleicher Konstellation verloren sie zu Hause gegen Claußnitz
23:38. Der HV 90 benötigte gut zehn
Minuten, um sich richtig auf die
Spielweise der Gäste einzustellen.
Über die Stationen 3:4 (5.) und 5:5
(10.) setzte sich Klingenthal auf 9:6
(15.) ab. Annaberg kam zumeist
über Einzelaktionen zum Torerfolg.
Dennoch hatte die Vier-Tore-Führung beim 13:9 (20.) und 16:12 (25.)
Bestand. Mit einem 4:1-Lauf sorgte
der HV 90 bis zum Pausenpfiff für
klare Verhältnisse. Da er in den vorangegangenen Spielen zumeist zwei
gänzlich unterschiedliche Halbzeiten bot, war er gewarnt, sich nicht in
Sicherheit zu wiegen. Trotzdem
erwischte Klingenthal keinen guten
Start in die zweite Hälfte. In der
Abwehr zu passiv und im Angriff
mit der bekannten Abschlussschwäche, kam Annaberg bis auf 21:16
(38.) heran. Bis zum 27:21 (45.) sollte
sich daran nicht viel ändern. In dieser Phase konnten sich besonders
beide Torhüter auszeichnen, die klare Chancen vereitelten. Klingenthal
bekam die Gäste aber zunehmend
besser in den Griff. Aufgrund der
nachlassenden Kräfte bei Annaberg
konnte der HV 90 am Ende einen
deutlichen Kantersieg feiern. (hvk)
KLINGENTHAL: Illner (1), Arndt, Schöfberger
(4), Ludwig (15), Reißmann (5), Hammer (2),
Pöhland (2/1), Lehmann (2), Grohmann (6/1),
Hennig (1), Hölzel, Joost. Strafwürfe: Klingenthal 2/2 verwandelt, Annaberg-Buchholz 6/4.
Strafzeiten: Klingenthal 4 Minuten, Annaberg-Buchholz eine Disqualifikation.
Kreisliga Vogtland Männer: TSV
Oelsnitz II - Rodewischer Handballwölfe II 31:35. Oelsnitz rutschte durch die Heimniederlage auf den
vorletzten Tabellenplatz. Vogtlandmeister ist bereits der HV Mylau-Reichenbach, der sich in seinem letzten
Kampfrichter sorgen für Kopfschütteln
Zwei Siege, eine umstrittene Niederlage und ein
Abbruch sind die Bilanz
der Boxer des VSV Eintracht Klingenthal bei der
Wurzener Boxnacht.
WURZEN — Martin Hermann, Tom
Soppa, Marcel Zöhke und Sissy Belter vertraten die Klingenthaler Farben am Samstag in Wurzen vor etwa
400 Zuschauern. Den Anfang machte der 17-jährige Martin Hermann in
der Altersklasse Jugend bis 64 Kilogramm. Er musste sich mit Anes
Pepic vom Boxclub Fürstenwalde
auseinandersetzen. Wie schon vor
einigen Wochen in Schwarzenberg
zeigte der Klingenthaler seine
gewachsene Schlagstärke. Schön
vorgetragene Schlagkombinationen
ließen den Boxer aus Fürstenwalde
ein ums andere Mal alt aussehen.
Nur in Runde 2 hielt Pepic das
Gefecht ausgeglichen. Deswegen
glich für die Delegation des VSV Eintracht das Urteil des Kampfgerichts
einem Witz: Der Sieg ging auch zum
Unverständnis des Trainers aus
Fürstenwalde an Pepic.
Tom Soppa boxte in der Männerklasse bis 64 Kilogramm gegen Stephan Jäger aus Weißenfels. Soppa
spielte geschickt seine Größenvorteile aus und ließ Jäger in allen drei
Runden keine Chance. Die Klasseleistung des Klingenthalers wurde
mit dem erhofften Sieg belohnt.
Im Superschwergewicht der
Männer standen sich Marcel Zöhke
und Emre Aslan aus Fürstenwalde
gegenüber. Was sich der Boxer aus
Fürstenwalde an Fouls in diesem
Kampf erlaubte, zwang den Klingenthaler Trainer Thomas Funke
dazu, kurz vor Ende der zweiten
Runde zum Schutze seines Boxers
den Kampf abzubrechen. Ständige
Innenhandschläge, Schläge in die
Nierengegend und auf den Hinterkopf ließen ihm keine andere Wahl.
Der Ringrichter ignorierte die Fouls
trotz mehrmaliger Aufforderung
der Klingenthaler Ecke, gegen diese
Unsportlichkeit vorzugehen.
Im Frauenkampf zeigten dagegen Sissy Belter und Alina Syrin, wie
schön Boxen sein kann. In der ersten
Runde war die Klingenthalerin mit
ihrer Führhand ständig zur Stelle.
Alle Angriffsaktionen ihrer Gegnerin erstickte sie im Keim. In der
zweiten Runde entwickelte sich ein
offener Schlagabtausch. Auch da
hatte die Klingenthalerin die klareren Treffer gesetzt. Die dritte Runde
war hart umkämpft. Eine noch
nicht ganz auskurierte Krankheit
und fünf Kilogramm mehr Gewicht
der Gegnerin machten sich bemerkbar. Dennoch rettete sich Sissy Belter geschickt über die Zeit. (tfu)
Trotz noch nicht ganz auskurierter
Krankheit gelang Sissy Belter ein
knapper Sieg. FOTO: MARTIN SÜNDERHAUF
Punktspiel vom VfB Lengenfeld II
31:31 trennte. Mylau hat sich für den
möglichen Aufstieg in die 2. Bezirksklasse entschieden. Ob sie dazu Aufstiegsspiele bestreiten müssen, steht
noch nicht fest. Die SG Neptun
Markneukirchen hat ihre Saison
ebenfalls beendet, muss aber noch
um Platz 2 bangen. Der Vorsprung
vor dem Dritten, Oberlosa III,
beträgt nur zwei Punkte. Die Oberlosaer haben aber noch zwei Spiele
auszutragen, das nächste am Samstag gegen Oelsnitz II. (pj)
Nachwuchs: In der Sachsenliga der
männlichen Jugend A war die NSG
Oelsnitz/Oberlosa Gastgeber für den
Tabellenzweiten NSG Westsachsen.
In einem torreichen Treffen wurden
die Gäste ihrer Favoritenrolle
gerecht und siegten 41:33. Einen
überraschenden 22:21-Auswärtssieg
landete die männliche Jugend B der
NSG Oelsnitz/Oberlosa bei der vor
ihr in der Tabelle liegenden HSG
Riesa-Oschatz. Damit sind beide
Teams nach Minuspunkten punktgleich und rangieren auf Platz 5 und
6 der Tabelle. Vor einer unlösbaren
Aufgabe stand in der Sachsenliga der
männlichen Jugend C Schlusslicht
NSG Oelsnitz/Oberlosa, das den
Tabellenzweiten SC DHfK Leipzig
empfing. Nach einer ganz starken
Leistung mussten sich die Vogtländer lediglich 29:35 geschlagen
geben. In der Bezirksliga der weiblichen Jugend B empfing die NSG
Oelsnitz/Oberlosa den Tabellennachbarn MSG Chemnitz-Limbach/
Oberfrohna II. Die Gastgeberinnen,
diesmal mit voller Kapelle, ließen
den Chemnitzerinnen keine Chance und gewannen klar 21:12. (khfr)
RADSPORT
Saisoneröffnung mit
Tour nach Pöhl
PLAUEN — Mit einer Familientour
rund um die Talsperre Pöhl hat das
Vogtländische Radsport Team Plauen (VRT) am Sonntag die Saison
eröffnet. Von der Fit-und-WellnessOase in der Hammerstraße aus ging
es für die 82 Teilnehmer über AltChrieschwitz und Möschwitz nach
Neudörfel. Dort konnte sich die Radler entscheiden, ob sie die 35-Kilometer-Strecke oder die kürzere Tour
über 25 Kilometer fahren. Gemeinsames Ziel für alle war dann wieder
in der Plauener Hammerstraße.
Ältester Teilnehmer in diesem Jahr
war der 75-jährige Rolf Warmser.
Am Sonntag, 3. Mai, lädt das VRT zur
nächsten Familienradtour ein, die
am Vogtland-Biergarten an der
Neundorfer Straße startet. Bereits
am Samstag sind einige Mitglieder
des vogtländischen Vereines beim
Spreewald-Radmarathon in Brandenburg dabei. (dhg)
16 Freie Presse
LOKALSPORT
Dienstag, 14. April 2015
Nationalmannschaft bereitet sich in Plauen auf die WM vor
SPORT IN ZAHLEN
Fußball
Kreisliga Männer Staffel 1
korrigiertes Ergebnis:
Pfaffengrün
- Rempesgrün
1. Rotschau
2. Ellefeld
3. Treuen
4. Wildenau
5. Bergen
6. R’bacher FC II
7. Morgenröthe-R.
8. Brunn
9. Rebesgrün
10. Eintr. Auerbach
11. Pfaffengrün
12. Muldenhammer
13. Rempesgrün
14. Weißensand
1:0
Sp
19
19
19
19
18
19
18
18
19
19
19
19
18
19
Tore
78:22
54:20
41:21
49:31
34:15
47:31
53:38
45:43
38:42
26:51
17:55
19:53
22:65
26:62
2. Kreisklasse Männer Staffel 1
Grünbach-Falk.
- Schreiersgrün
Oelsnitz/Theuma - VfB Auerbach
Schöneck
- Werda
Lengenfeld
- Rodewisch
Irfersgrün
- Syrau
Wernesgrün
- Stahlbau Plauen
Kottengrün
- Neustadt
1. VfB Auerbach
2. Lengenfeld
3. Kottengrün
4. Rodewisch
5. Schreiersgrün
6. Neustadt
7. Werda
8. Irfersgrün
9. Syrau
10. Schöneck
11. Oelsnitz/Theuma
12. Stahlbau Plauen
13. Wernesgrün
14. Grünbach-Falk.
Sp
19
19
19
19
18
19
19
19
19
19
19
19
18
19
Tore
132:24
59:17
72:36
51:23
62:34
60:48
36:34
34:37
33:36
30:73
37:62
30:60
20:79
21:114
P
44
44
42
36
35
34
32
29
23
15
11
9
7
5
2. Kreisklasse Männer Staffel 2
Concordia Plauen - Weischlitz
5:1
Bobenneukirchen - Conc. Plauen Urteil 0:2
Netzschkau
- Adorf
2:1
Wacker Plauen
- Lauterbach
7:0
Unterlosa
- Heinsdorfergrund 8:1
Bobenneukirchen - Coschütz
1:4
Wernitzgrün
- Straßberg
1:2
Reumtengrün
- Neumark
6:1
1. Wacker Plauen
2. Concordia Plauen
3. Coschütz
4. Neumark
5. Netzschkau
6. Straßberg
7. Weischlitz
8. Adorf
9. Reumtengrün
10. Lauterbach
11. Unterlosa
12. Heinsdorfergrund
13. Wernitzgrün
14. Bobenneukirchen
Sp
19
19
19
18
18
19
19
17
19
19
18
18
17
19
Tore
68: 28
69: 24
45: 39
48: 38
39: 30
63: 36
52: 44
37: 33
43: 37
35: 46
57: 42
36: 58
19: 67
14:103
2. Kreisklasse Männer Staffel 3
Rotschau
- Bergen
Reichenb. FC III
- Bergen
Pfaffengrün
- Rempesgrün
Eintr. Auerbach
- Rebesgrün
Brunn
- Weißensand
Muldenhammer - Wildenau
1. Rotschau
2. Reichenbacher FC III
3. Wildenau
4. Brunn
5. Ellefeld
6. Muldenhammer
7. Rebesgrün
8. Bergen
9. Weißensand
10. Pfaffengrün
11. Eintr. Auerbach
12. Rempesgrün
Sp
15
15
17
15
16
16
16
15
16
16
15
14
2. Kreisklasse Männer Staffel 4
Plauen Nord
- Mühltroff
Großfriesen
- Erlbach
Tirpersdorf
- Lok Plauen
Eichigt
- Ranch Plauen
1. Mühltroff
2. Erlbach
3. Großfriesen
4. Leubnitz
5. Lok Plauen
6. Tirpersdorf
7. Kürbitz
8. Jößnitz
9. Eichigt
10. Ranch Plauen
11. Plauen Nord
Sp
14
15
15
14
15
15
13
15
14
16
14
Sp
14
13
14
13
14
14
14
13
14
13
14
P
40
38
33
33
24
22
19
18
15
15
11
3
2:3
0:2
2:3
2:0
Tore
78:12
69:25
53:33
33:24
43:34
45:33
35:34
28:64
14:53
23:62
18:65
2. Kreisklasse Männer Staffel 5
Reuth
- Zobes
Trieb
- Post Plauen
SpuBC 90 Plauen - Rothenkirchen
VFC Reichenbach - Limbach
Ruppertsgrün
- Dorfstadt
1. Reuth
2. Taltitz
3. Limbach
4. Trieb
5. SpuBC 90 Plauen
6. Ruppertsgrün
7. VFC Reichenbach
8. Post Plauen
9. Dorfstadt
10. Rothenkirchen
11. Zobes
P
42
41
36
35
34
32
32
30
29
23
17
15
7
4
abg.
Urteil 2:0
0:2
1:2
4:1
1:7
Tore
55:22
63:17
65:32
58:29
44:40
34:47
28:38
41:37
28:40
38:59
14:35
11:83
Tore
58:24
56:20
25:19
33:22
35:26
29:36
33:44
23:31
25:43
15:39
18:46
P
37
37
29
26
25
21
18
12
10
8
5
1:2
3:0
3:0
1:2
3:1
P
30
29
28
23
23
21
18
16
11
7
6
Kegeln
Kreisliga Plauen/Elstertal Frauen
Abschlussstand:
1. Elsterberg
16.406
2. Bad Elster
16.077
3. Wacker Plauen
15.612
4. Jößnitz
15.088
5. KSV Plauen II
15.341
6. Mehltheuer II
12.153
Kreisklasse Plauen/Elstertal Frauen
Abschlussstand:
1. Straßberg
9.277
2. Straßberg II
9.076
3. Bad Elster II
8.646
4. SVV Plauen
8.324
Fußball-Landesklasse:
Plauen jetzt Schlusslicht
PLAUEN — Zu einem Novum kam es
0:8
1:5
2:2
2:1
1:1
2:1
7:2
P
48
46
40
37
33
32
26
24
23
18
15
15
9
6
16
12
10
10
10
2
8
8
6
2
Keine Gnade
für Fortuna:
16 Punkte weg
Matthias Dirnberger (Foto) und sechs weitere
Kegler der deutschen Nationalmannschaft
haben sich am Samstag auf der Kegelbahn an
der Plauener Stresemannstraße auf die nahende
Weltmeisterschaft vorbereitet. Der Kontakt
zum Team kam durch Lutz Möckel von der SG
Grün-Weiß Mehltheuer zustande. Der Markneukirchener baut Kegel- und Bowlingbahnen
und arbeitet dabei mit der Firma Pauly aus der
Nähe von Leipzig zusammen. Da auch die
WM-Anlage im bayerischen Speichersdorf von
dem Unternehmen stammt, sucht sich die Nationalmannschaft für die Vorbereitung Bahnen
des gleichen Herstellers. In Plauen verfolgten
zahlreiche Kegler wie Oliver Scholler (hinten
rechts) und Oliver Brendel (hinten 2. von
rechts) vom KSV Plauen das Training. Dabei
absolvierte jeder Spieler zunächst 300 Wurf,
nach einer Pause standen noch jeweils 120
Wurf für jeden Kegler auf dem Programm. Der
beste war Fabian Seitz vom KC Schwabsberg
mit starken 670 Kegeln. Spieler und Trainerteam der Nationalmannschaft waren von den
sehr guten Trainingsbedingungen in Plauen begeistert und freuten sich auch über die von der
Frauenabteilung des KSV vorbereiteten MittagsFOTO: ELLEN LIEBNER
versorgung. (ehyo)
am Wochenende in der Fußball-Landesklasse. Der FC Fortuna Plauen ist
trotz des 2:1-Heimerfolgs gegen den
TSV Ifa Chemnitz in der Tabelle
vom 14. auf den letzten Platz abgestürzt. Hintergrund: Der Sächsische
Fußballverband (SFV) bestätigte
nun sein Urteil von November 2014
und lehnte das Gnadengesuch von
Fortuna ab.
Das SFV-Sportgericht hat den
Vogtländern wegen fehlender
Schiedsrichter 16 Punkte abgezogen. Zudem muss der Verein 2150
Euro Strafe zahlen. Die Tabelle wurde korrigiert, die Plauener rangieren
mit nur noch sechs Punkten abgeschlagen am Tabellenende. Für diese
Entscheidung ließ sich das Sportgericht fünf Monate Zeit. „Ich werde
noch einmal mit der Verbandsspitze
Kontakt aufnehmen. Es scheint
auch innerhalb des Verbandes verschiedene Auffassungen zu diesem
Urteil geben“, sagte Vereinschef
Danny Pfeiffer. Derartige Aussagen
liegen auch „Freie Presse“ vor. (kare)
Tirpersdorf lässt Lok Plauen stolpern
In der Staffel 2 der
Fußball-Kreisliga stürmt
Mühltroff ungebremst der
Vogtlandklasse entgegen.
Platz 2 ist dagegen noch
umkämpft.
VON MIRKO MODES UND
OLAF MEINHARDT
OELSNITZ/KLINGENTHAL — Der VfB
Mühltroff hat seine Pflichtaufgabe
bei Plauen Nord souverän mit 4:0 gelöst. Da 24 Stunden später der härteste Verfolger Lok Plauen beim SSV
Tirpersdorf 0:5 baden ging, beträgt
der Vorsprung der Mühltroffer sieben Spieltage vor Saisonende schon
neun Punkte. Die Tirpersdorfer haben jetzt selbst wieder Chancen auf
Platz 2. Fünf Punkte müssen sie zu
Lok noch aufholen.
Zweiter Eichigter Saisonsieg
Zwischen beiden Vereinen rangiert
Jößnitz, das bei den abstiegsbedrohten Klingenthalern nur zu einem 1:1
kam. Noch schwächer agierte erneut der 1. FC Ranch Plauen. Beim
abgeschlagenen Schlusslicht lag er
zur Pause 2:0 vorn. Dann drehten die
Eintracht-Kicker drehten auf und
gewannen noch 3:2. Es war erst der
zweite Saisonsieg der Eichigter.
In der unteren Tabellenhälfte feierte Triebel einen wichtigen 2:1-Sieg
über Leubnitz und schob sich sogar
bis auf einen Punkt an den Gegner
heran. Wie Klingenthal (gegen Jößnitz) kam auch der VfB Großfriesen
zu einem Punkterfolg. Dabei war der
Gastgeber beim 0:0 gegen Erlbach
die diszipliniertere Mannschaft. In
der Schlussphase wurde die Partie
ruppiger. Auf Erlbacher Seite erhielten vier Spieler eine Verwarnung.
In der Kreisliga-Staffel 1 kann
man beim SV Muldenhammer erstmal durchatmen. Das 2:2 gegen Wildenau fühlte sich wie ein Sieg an.
Erstens beendete die Elf ihre Durststrecke von zuletzt sechs Pleiten in
Folge, und zweitens bewies sie nach
dem 0:2 große Moral. Den gleichen
Rückstand wies Morgenröthe-Rautenkranz in Reichenbach auf, traf
dann gleich dreimal, ehe Richter
noch zum 3:3-Endstand ausglich.
An der Tabellenspitze steht nun
wieder die SG Rotschau, die sich
aber beim 2:0-Erfolg gegen Bergen
nicht mit Ruhm bekleckerte. Zwei
Treffer nach Standards brachten den
glanzlosen Dreier. Die beiden ande-
ren Meisterschaftskandidaten standen sich vor 215 Zuschauern in
Treuen direkt gegenüber. Die Platzherren siegten 1:0 und stießen Ellefeld damit vom Thron.
Ruppertsgrün mit einem 1:1 begnügen. Zobes blieb nicht nur zum dritten Mal auswärts unbesiegt, sondern fügte den gastgebenden Reuthern die erste Heimpleite zu.
SpuBC Gewinner des Tages
Großer Gewinner des Spieltages in
der Staffel 1 der 1. Kreisklasse ist der
SpuBC Plauen. Er durfte sich beim
6:1 gegen Rothenkirchen nicht nur
über den höchsten Tagessieg freuen,
sondern auch über die Punktverluste der unmittelbaren Widersacher.
Spitzenreiter Taltitz kam beim abgeschlagenen FSV Bad Elster nicht
über ein 2:2 hinaus. Damit hat der
SpuBC nach Punkten ausgeglichen
und rückt bis auf drei Tore an Taltitz
heran. Der Vorsprung auf den Dritten Dorfstadt ist zudem auf vier Zähler angewachsen. Der musste sich in
Pausa entscheidet Spitzenspiel
In der Staffel 2 der 1. Kreisklasse gewann Pausa das Spitzenspiel in Bad
Brambach 4:2. Mit einer Gedenkminute ehrten Spieler und Zuschauer
zu Beginn des Spieles den kürzlich
verstorbenen Abteilungsleiter Fußball des SSV Bad Brambach Thomas
Zeiner. Den beiden Topteams der
Staffel bleibt die Zweite von Fortuna
Plauen auf den Fersen. Bei Grünbach-Falkenstein II gewann der
Tabellendritte 2:1 und liegt nur
noch drei Punkte hinter dem Spitzenreiter Bad Brambach und zwei
hinter Pausa.
berg (Ellefeld); Zuschauer: 40.
Triebel – Leubnitz 2:1 (2:0). Tore: 1:0 M. Hanitzsch (14./Elfmeter), 2:0 Lehnert (25.), 2:1
Bluhm (81.); SR: Gennies (Tirpersdorf); Zuschauer: 50.
Trieb – Post Plauen 1:4 (1:3). Tore: 0:1 St.
Müller (17.), 0:2 Zschach (22.), 0:3 Bräutigam
(28./Eigentor), 1:3 Amstein (39./Eigentor), 1:4
Goerke (60.); SR: Filc (Grünbach-Falkenstein);
Zuschauer: 50; Reserven: 3:0.
SpuBC Plauen – Rothenkirchen 6:1 (2:1).
Tore: 1:0 Zaretzky (4.), 1:1 Günzel (12./Eigentor), 2:1 Frank (18.), 3:1 Kirchner (50.), 4:1
Mayer (53.), 5:1 Zaretzky (72.), 6:1 Frank (85.);
SR: Zorn (Markneukirchen); Zuschauer: 50;
Reserven: 3:0.
VFC Reichenbach – Limbach 3:0 (0:0).
Tore: 1:0 Fröhlich (56.), 2:0 Leis (81.), 3:0 Reitz
(86.); SR: Meinhardt (Reuth); Zuschauer: 60;
Reserven: 1:2.
Ruppertsgrün – Dorfstadt 1:1 (1:0). Tore:
1:0 Pacholski (29.), 1:1 Luksch (80.); SR: Brückner (Lok Plauen); gelb-rote Karte: Lehmann
(Dorfstadt 62.); Zuschauer: 30; Reserven: 3:1.
Bad Elster – Taltitz 2:2 (2:1). Tore: 0:1 Mario
Hendel (19.), 1:1 Manigel (25.), 2:1 Dietz (40./
Der in der Winterpause von Stahlbau
Plauen nach Tirpersdorf gewechselte
Sebastian Döhling (rechts im Zweikampf mit Sebastian Lippert) sorgte
im Spitzenspiel gegen Lok Plauen
mit dem Tor zum 2:0 für eine Vorentscheidung. Am Ende stand es 5:0.
FOTO: CHRISTIAN SCHUBERT
Statistik
Kreisliga Staffel 2
Plauen Nord – Mühltroff 0:4 (0:2). Tore: 0:1
Kelz (11.), 0:2 P. Meggl (35./Eigentor), 0:3 Planer (57.), 0:4 Chr. Fortak (89.); SR: Henniger
(Elsterberg); Zuschauer: 60; Reserven: 2:3.
Großfriesen – Erlbach 0:0. SR: Moch (Weißensand); Zuschauer: 45; Res:: 0:2. (jöho)
Tirpersdorf – Lok Plauen 5:0 (3:0). Tore: 1:0
A. Vogel (6.), 2:0 Döhling (9.), 3:0 Fischer (37.),
4:0 Mussago (63.), 5:0 Meisel (80.); SR: Albert
(Lauterbach); Zuschauer: 60; Res.: 2:3. (chrm)
Eichigt – Ranch Plauen 3:2 (0:2). Tore: 0:1
T. Müller (26.), 0:2 Luckner (44.), 1:2 Penzel
(54.), 2:2 Schetelich (61.), 3:2 Deeg (83.); SR:
Schwab (Triebel); Zuschauer: 55; Reserven:
2:0. (rie)
Kürbitz – Oelsnitz II 3:0 (1:0). Tore: 1:0 Autrum (34.), 2:0, 3:0 Dietzel (64., 68.); SR: Söll
(Mühltroff); Zuschauer: 32.
Klingenthal – Jößnitz 1:1 (1:1). Tore: 0:1
Winkler (8.), 1:1 Burkhardt (21.); SR: Rügge-
Kreisliga Staffel 1
Reichenbacher FC II – Morgenröthe-Rautenkranz 3:3 (2:2). Tore: 1:0 R. Richter (8.),
2:0 Süß (33.), 2:1 Langhammer (35.), 2:2
Möckel (36.), 2:3 Gerber (69.), 3:3 R. Richter
(80.). SR: Hoyer (Werda). Zuschauer: 80.
Muldenhammer – Wildenau 2:2 (0:0). Tore:
0.1 S. Reinhardt (51.), 0:2 Leder (66.), 1:2, 2:2
Schmidt (69., 85.). SR: Enders (Wernitzgrün).
Zuschauer: 45. Reserven: 1:7. (iter)
1. Kreisklasse Staffel 1
Reuth – Zobes 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Adam (82.);
SR: Füger (Ruppertsgrün); Zuschauer: 30;
Reserven: 1:2.
Elfmeter), 2:2 Mart. Hendel (53.); SR: Heinrich
(Adorf); Zuschauer: 40.
1. Kreisklasse Staffel 2
Elsterberg – Großzöbern 5:1 (2:0). Tore: 1:0
Weinhold (6.), 2:0 Becker (40./Eigentor), 3:0,
4:0 Schlichting (61., 64.), 5:0 Schmeller (65.),
5:1 Falk (70.); SR: Petri (Treuen); Zuschauer:
22.
Bad Brambach – Pausa 2:4 (2:2). Tore: 1:0
Heise (1.), 1:1 Penzel (15.), 1:2 Grünler (21.), 2:2
Heise (32.), 2:3 Schmidt (68.), 2:4 Grünler
(84.); SR: Hilarius (Adorf); Zuschauer: 45. (ear)
Brunn II – Markneukirchen 2:2 (1:0). Tore:
1:0 Feller (8.), 1:1 D. Müller (55.), 1:2 Lauterbach (67.), 2:2 Stöhr (87.); SR: F. Gutjahr (VfB
Auerbach); Zuschauer: 20.
Grünbach-Falkenstein II – Fortuna
Plauen II 1:2 (0:1). Tore: 0:1 Schubert (29.),
0:2 Schneider (65.), 1:2 Bachraty (89.); SR:
Suchi (Eintracht Auerbach); Zuschauer: 25.
Oelsnitzer erweisen sich als am treffsichersten
Die vogtländischen Sportschützen haben ihre Kreismeisterschaften am Samstag in Reichenbach mit
zwei Pistolendisziplinen
fortgesetzt.
REICHENBACH — Auf dem Schießstand am Reichenbacher Walkholz
sind am Samstag die Kreismeisterschaften des Schützenkreises Vogtland in ausgetragen worden. Es wurden insgesamt 43 Starts mit Schützen aus neun vogtländischen Vereinen gezählt. Dabei gingen diesmal
auffallend viele Frauen an den Start
Die 1. Bürgerliche Schützengilde zu
Oelsnitz und der 1. Schützenverein
Reichenbach stellten jeweils drei
Frauen, sodass auch eine Mannschaftswertung möglich wurde. Die
beiden Vereine haben insgesamt elf
Frauen, die aktiv schießen. „Wir hatten immer ein, zwei aktive Schützinnen. Sechs sind schon eine erhebliche Steigerung“, sagte Frank Krause vom Vorstand des Reichenbacher
Schützenvereins. Die beiden Vereine aus Oelsnitz und Reichenbach
machten den Wettbewerb fast unter
sich aus.
In der Männerklasse siegte Aron
Fläschendräger mit nur einem Ring
vor seinem Mannschaftskollegen
Ronny Schnabel. Auch die Plätze 3
bis 6 erkämpften sich Oelsnitzer.
Mit diesem Ergebnis hatten die Oelsnitzer in der Mannschaftswertung
die beiden ersten Plätze sicher. Bei
den Frauen war es ähnlich. Patricia
Fläschendräger lag nur einen Ring
hinter der Siegerin Ute Wagenführer. Sybille Jüngel machte den Erfolg
des Trios perfekt. Etwas gemischter
ging es in der Männer-Altersklasse
zu. Dort wurde Bernd Dietzsch vom
Elsterberger Verein Zweiter hinter
dem Gastgeber Frank Krause. Auf
dem dritten Platz schaffte es André
Hendel aus Falkenstein mit nur
einem Ring Rückstand. Marion
Krause von den Gastgebern war in
der Frauen-Altersklasse allein am
Start. Mit 402 Ringen wäre sie auch
in der Frauenklasse auf einem Podestplatz gelandet. In der Disziplin
Genauigkeit war sie als einzige Frau
am Start. Als Kampfrichter kamen
Frank Krause (Reichenbach) und
Jürgen Wilczek (Rothenkirchen)
zum Einsatz.
DIE KREISMEISTER
25 Meter Pistole Einzel: Männer: Aron Fläschendräger (1. Bürgerliche Schützengilde
Oelsnitz). Frauen: Ute Wagenführer (Oelsnitz).
Männer Altersklasse: Frank Krause (1. SV Reichenbach). Frauen Altersklasse: Marion Krause (Reichenbach). Senioren: Peter Köhler
(Schützengesellschaft Elsterberg). Junioren A:
Peter Fritzsch (Oelsnitz). Junioren B: Nick
Nößler (Oelsnitz). Mannschaft: Männer: Aron
Fläschendräger, Andreas Langebach, Ronny
Schnabel (Oelsnitz). Frauen: Patricia Fläschendräger, Sybille Jüngel, Ute Wagenführer
(Oelsnitz). Männer Altersklasse: Ronny Derr,
André Hendel, Andreas Schädlich (Privilegierte Schützengesellschaft Falkenstein). Junioren: Peter Fritzsch, Nick Nößler, Domenic-Pascal Schneider (Oelsnitz).
25 Meter Pistole Genauigkeit Einzel: Männer Altersklasse: Steffen Hüttel (Oelsnitz).
Frauen: Altersklasse: Marion Krause (Reichenbach). Senioren: Jürgen Wilczek (Rothenkirchen). Mannschaft: Senioren: Roland Eichhorst, Gert Hofmann, Steffen Hüttel (Oelsnitz).
SPORT
Dienstag, 14. April 2015
Freie Presse
Hamburg holt für Olympia-Bewerbung Kiel ins Boot
KURZ GEMELDET
MOTORSPORT
Motorrad-Weltmeisterschaft
KONKURRENZ
Grand Prix von Amerika, in Austin/Texas:
Moto3: 1. Kent (England) Honda 41:32,287
min; 2. Quartararo (Frankreich) Honda 8,532
s zur; 3. Vazquez (Spanien) Honda 8,652; 4.
Bastianini (Italien) Honda 8,811; 5. Binder
(Südafrika) KTM 9,556; 6. McPhee (England/RTG Saxoprint) Honda 13,869; 7. Locatelli Honda 20,442; 8. Fenati (beide Italien)
KTM 20,611; 13. Öttl (Ainring) KTM 32,218;
16. Masbou (Frankreich/Saxoprint RTG) Honda. WM-Stand: 1. Kent 41 Punkte.; 2. Bastianini 33; 3. Quartararo 29, Masbou, 6. Mc
Phee, 15. Öttl.
Moto2 (19 Runden à 5,513 km/104,747
km): 1. Lowes (England) Speed Up
41:45,565; 2. Zarco (Frankreich) Kalex
1,999; 3. Rins Kalex 4,622; 4. Rabat (beide
Spanien) Kalex 8,975; 5. Morbidelli (Italien)
Kalex 12,976; 6. Syahrin (Malaysia) Kalex
14,168; 7. West (Australien) Speed Up
17,271; 8. Kallio (Finnland) Kalex 17,513;
13. Schrötter (Pflugdorf) Tech 3 26,016; 14.
Cortese (Berkheim) Kalex 27,456; 16. Folger
(Schwindegg) Kalex 29,889; 25. Alt (Nümbrecht) Suter 1:19,442. WM-Stand: 1. Rins 29
Pkt.; 2. Zarco 28; 3. Folger 25.
MotoGP (21 Runden à 5,513 km/115,773
km): 1. Márquez (Spanien) Honda 43:47,150;
2. Dovizioso (Italien) Ducati 2,354; 3. Rossi
(Italien) Yamaha 3,120; 4. Lorenzo (Spanien)
Yamaha 6,682; 5. Iannone (Italien) Ducati
7,584; 6. Smith (England) Yamaha 10,557; 7.
Crutchlow (England) Honda 16,967; 8. Espargaro (Spanien) Suzuki 19,025; Ausfall: Bradl
(Zahling) Forward Yamaha (4. Runde).
WM-Stand: 1. Rossi 41 Pkt.; 2. Dovizioso 40;
3. Márquez 36.
Auch Paris will
Olympische Spiele
PARIS — Paris will sich um die Olym-
pischen Spiele 2024 bewerben und
wird damit Konkurrent von Hamburg. Der Stadtrat stimmte gestern
mit breiter Mehrheit für eine Kandidatur. Bis zum Sommer sollen gemeinsam mit dem Präsidenten des
französischen Sportverbandes CFSI,
Bernard Lapasset, Details ausgearbeitet werden. „Damit sind wir
im olympischen Abenteuer“, sagte
die sozialistische Bürgermeisterin
Anne Hidalgo. Die Kosten der Spiele
in Paris werden auf 6,2 Milliarden
Euro geschätzt. Außer Paris und
Hamburg haben Boston und Rom
ihre Kandidatur angekündigt. Interesse sollen auch Doha, Budapest,
Istanbul, Baku und eine Stadt in
Australien haben. (dpa)
SCHWIMMEN
Zwei Junioren
buchen EM-Ticket
GEWICHTHEBEN
BERLIN — Mit Paulus Schön und Paul
Hentschel wurden zwei Schwimmer des SC Chemnitz im Anschluss
an die deutschen Meisterschaften in
Berlin für die EM der Junioren nominiert. „Beide haben das mit tollen
Bestzeiten auf ihren Hauptstrecken
sicher geschafft“, berichtete Trainer
Steven Krüger. Die 17-Jährigen sind
seit 2010 wieder die ersten Beckenschwimmer aus Chemnitz, die
sich für die JEM qualifizieren konnten. Paulus Schön überbot dabei
den Altersklassenrekord über 100 m
Schmetterling gleich zweimal und
belegte im A-Finale den sechsten
Rang. Er schaffte die Norm auch auf
der doppelten Distanz. Paul Hentschel hat auf beiden Lagenstrecken
geglänzt, über 400 m wurde er Fünfter, über 200 m gewann er das
B-Finale – jeweils als Schnellster
aller JEM-Mitbewerber. (mm)
WASSERBALL
Bundesliga
Frauen: Hannoverscher SV - Hamburg 10:4,
Waspo Hannover - Chemnitz 8:6, Uerdingen Heidelberg 19:6, Hannover - Chemnitz 13:6.
1. Bayer Uerdingen
173: 59 20: 0
2. Hannoverscher SV
76: 66 13: 3
3. SV Nikar Heidelberg
98: 102 10: 8
4. SV BW Bochum
80: 84 9: 7
5. Waspo Hannover
56: 100 6:12
6. SC Chemnitz
70: 101 4:16
7. ETV Hamburg
70: 11 2:18
Europameisterschaft
Die Segelregatten bei der Hamburger Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 werden
vor Kiel eingeplant. Dies gaben der Deutsche
Olympische Sportbund (DOSB), die Stadt Hamburg und der Deutsche Segler-Verband (DSV)
gemeinsam gestern bekannt. Das Rennen um
Oberliga Ost
St. A: 10. Rd.: SG Leipzig II - Löberitz 5,5:2,5,
Nickelhütte Aue II - TU Dresden II 5,5:2,5, AE
Magdeburg - Coswig 8:0, USG Chemnitz - USV
Halle 3,5:4,5, König Plauen - Grün-Weiß Dresden 4,5:3,5, Rochade Magdeburg - Hoyerswerda 4,5:3,5. 11. Rd.: Löberitz - Chemnitz
2:6, Grün-Weiß Dresden - Aue II 3,5:4,5, Coswig - Rochade Magdeburg 3:5, USV Halle - SG
Leipzig II 3,5:4,5, TU Dresden II - König Plauen
3:5, Hoyerswerda - AE Magdeburg 2,5:5,5.
Abschlussstand: 1. AE Magdeburg 20/55, 2.
König Plauen 18/53, 3. Aue II 17/50,5, 4. TU
Dresden II 12/44,5, 5. SG Leipzig 12/44, 6.
Grün-Weiß Dresden 10/45, 7. Hoyerswerda
9/45, 8. Löberitz 9/39, 9. Rochade Magdeburg 8/41,5, 10. USV Halle 7/38, 11. Coswig
6/35, 12. USG Chemnitz 4/37,5. Aufsteiger:
AE Magdeburg, Absteiger: USG Chemnitz.
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in den Küstenstädten ein Bild von allen vier
Segelrevieren gemacht. Die Hamburger sollen
im Herbst in einem Referendum endgültig entscheiden, ob sie das Großereignis in ihrer Stadt
wollen. Das IOC legt 2017 den olympischen
FOTO: REHDER/DPA
Austragungsort für 2024 fest.
HANDBALL
Champions League
Männer, VF: Hinspiele: Zagreb - FC Barcelona
23:25 (10:14), Skopje - Kielce 20:22 (11:11),
Paris St. Germain - Veszprem 24:24 (10:12),
Szeged - THW Kiel 31:29 (17:15).
Bundesliga
Frauen, 21. Spieltag: Metzingen - Bad Wildungen 38:25 (22:12), Trier - Koblenz/W.
29:23 (16:9), Berlin - Celle 26:22 (12:11),
Buxtehude - Bietigheim 39:26 (18:12), Göppingen - Blomberg-L. 26:24 (14:16).
1. Buxtehuder SV
650: 519 38: 4
2. Thüringer HC
636: 475 35: 5
3. TuS Metzingen
602: 502 31:11
4. HC Leipzig
582: 510 29:11
5. VfL Oldenburg
615: 545 28:12
6. Bayer Leverkusen
586: 555 25:15
7. HSG Blomberg-Lippe 585: 554 23:19
8. Füchse Berlin
587: 582 19:23
9. HSG Bad Wildungen
514: 628 13:29
10. Frisch Auf Göppingen 527: 585 12:30
11. SG BBM Bietigheim
523: 587 12:30
12. VL Koblenz/Weibern 513: 604 9:33
13. SVG Celle
478: 601 8:34
14. DJK/MJC Trier
511: 662 8:34
2. Bundesliga
SCHACH
den Austragungsort war ein Vierkampf: Neben
Kiel hatten sich auch Lübeck-Travemünde,
Rostock-Warnemünde und Cuxhaven Chancen
ausgerechnet. Eine Segel-Auswahlkommission
unter Leitung von DOSB-Vorstand Bernhard
Schwank hatte sich in der vergangenen Woche
Männer, 32. Spieltag: Essen - Hamm-Westfalen 30:28 (15:12,) Bittenfeld - Großwallstadt
28:24 (14:13), Dormagen - Baunatal 32:16
(15:8), Bad Schwartau - Saarlouis 30:28
(14:15), Emsdetten - Rostock 38:26 (17:14),
Henstedt-Ulzburg - Neuhausen/Erms 27:23
(13:11), Hüttenberg - Rimpar 24:28 (10:20),
Coburg - Nordhorn-Lingen 24:29 (8:16), EHV
Aue - Eisenach 29:27 (13:13).
1. DHfK Leipzig
885:756 51:11
2. DJK Rimpar
812:751 47:17
3. TV Bittenfeld
911:800 45:19
4. ThSV Eisenach
958:849 44:20
5. HSG Nordhorn-Lingen 829:774 43:21
6. ASV Hamm-Westfalen 937:883 39:25
7. TV Großwallstadt
831:788 39:25
8. HSC Coburg
869:829 39:25
9. VfL Bad Schwartau
837:805 36:28
10. EHV Aue
839:808 36:28
11. TV Emsdetten
924:903 35:29
12. TV Neuhausen/Erms 827:803 27:37
13. SV Henstedt-Ulzburg 842:882 27:37
14. HC Empor Rostock
830:901 24:38
15. TuSEM Essen
778:833 24:40
16. Bayer Dormagen
815:890 23:41
17. HG Saarlouis
852:926 21:43
18. Eintracht Hildesheim 791:881 16:46
19. TV Hüttenberg
764:839 14:48
20. Eintracht Baunatal
733:963 6:58
Frauen, 24. Spieltag: Travemünde - Dortmund 22:31 (13:17), Sachsen Zwickau - TSV
Haunstetten 27:24 (19:13), Halle-Neustadt SV Allensbach 31:23 (18:10), HSG Bensheim/Auerbach - Neckarsulm 20:33 (11:18),
FSV Mainz - Rödertal 28:30 (11:15), TV Beyeröhde - Nellingen 28:24 (16:13), SG Herrenberg - Rosengarten-Buchholz 21:28 (8:11).
1. SGH Rosengarten-B. 712:594 41: 7
2. Borussia Dortmund
681:572 35:13
3. Sachsen Zwickau
640:605 34:14
4. SU Neckarsulm
729:657 32:18
5. HSG Bensheim/A.
623:618 29:19
6. TV Nellingen
673:636 28:20
7. Union Halle-Neustadt 680:672 26:22
8. HC Rödertal
611:602 22:26
9. SG Herrenberg
590:592 22:26
10. TV Beyeröhde
666:671 21:27
11. FSV Mainz
632:672 17:31
12. TSV Haunstetten
563:652 16:32
13. SV Allensbach
583:684 10:38
14. TSV Travemünde
535:691 5:45
3. Liga Ost
Frauen, 24. Spieltag: MTV Rohrsen - HC Salzland 17:25 (7:12), HSV Minden-Nord - HSG
Union Halle 25:28 (12:13), HSV Marienberg SC Bad Salzuflen 37:32 (18:14) ,HSG Blomberg-Lippe II - HC Leipzig II 26:19 (14:10),
HSG Hannover-West - TSV Hahlen 29:25
(15:17), HSG Osterode-Harz - HaSpo Bayreuth
21:26 (9:16), Germania Fritzlar - SG Kirchhof
24:24 (12:13).
VOLLEYBALL
1. SG Kirchhof
696:550 40: 8
2. HSV Marienberg
695:580 37:11
3. Germania Fritzlar
626:504 35:13
4. HC Salzland
611:557 32:16
5. HSG Blomberg-Lippe II 658:623 27:19
6. HaSpo Bayreuth
588:609 25:23
7. HSG Hannover-West
678:682 22:26
8. HSG Osterode-Harz
623:688 21:27
9. HSG Union Halle
560:578 19:27
10. HC Leipzig II
662:666 19:29
11. SC Bad Salzuflen
599:674 18:30
12. MTV Rohrsen
560:647 15:33
13. TSV Hahlen
571:689 13:35
14. HSV Minden-Nord
618:698 11:37
Mitteldeutsche Oberliga: Männer: HCE Plauen – SG Spergau 39:27.
Sachsenliga
Männer: Lok Pirna Dresden II - HV Oberlausitz
Cunewalde 33:37, TSV Radeburg - HVH Kamenz 32:31, SG LVB Leipzig II - SV PlauenOberlosa 31:31, LHV Hoyerswerda - NHV Concordia Delitzsch 25:22, SG Leipzig/Zwenkau HSV Weinböhla 26:22, Koweg Görlitz - HSG
Neudorf/Döbeln 32:30.
1. SV Plauen-Oberlosa
581: 479 31: 9
2. LHV Hoyerswerda
596: 504 29:11
3. TSV Radeburg
560: 517 27:11
4. Concordia Delitzsch
527: 462 26:12
5. SG LVB Leipzig II
572: 557 23:17
6. SV Koweg Görlitz
552: 553 21:19
7. HVH Kamenz
583: 576 20:20
8. SG Leipzig/Zwenkau 479: 498 19:21
9. HV Cunewalde
540: 581 16:24
10. HSG Neudorf/Döbeln 559: 605 14:26
11. Lok Pirna Dresden II 537: 635 6:34
12. HSV Weinböhla
516: 635 6:34
Frauen: Sachsen Zwickau II - HV Chemnitz II
42:20, VfL Waldheim - Plauen-Oberlosa
30:31, Riesa/Oschatz - HC Leipzig III 36:30,
Pirna/Heidenau - Neudorf/Döbeln 27:32.
1. Sachsen Zwickau II
669: 456 38: 2
2. SV Plauen-Oberlosa
583: 513 31: 9
3. HSG Neudorf/Döbeln 581: 531 29:11
4. HSG Riesa/Oschatz
547: 515 23:17
5. VfL Waldheim
528: 510 22:18
6. HC Leipzig III
480: 492 18:20
7. SV Schneeberg
447: 472 16:22
8. SG Pirna/Heidenau
534: 549 14:26
9. SV Chemie Zwickau
516: 585 13:25
10. USV TU Dresden
392: 471 12:26
11. SG HV Chemnitz II
537: 633 12:28
12. HSV Mölkau
381: 468 6:30
Verbandsliga
Männer, Staffel West: SG Leipzig/Zwenkau II
- HC Annaberg-Buchholz 42:28, Zwönitzer
HSV - SV Lok Leipzig-Mitte 34:20, EHV Aue II SV Plauen-Oberlosa II 27:17, Rückmarsdorf Chemnitzer HC 25:21, Mölkau - Böhlen 29:23,
HC Plauen II - HC Glauchau/Meerane II 24:24.
1. Zwönitzer HSV
620: 509 36: 4
2. EHV Aue II JT
667: 486 34: 6
3. Glauchau/Meerane II 591: 510 33: 7
4. SG Leipzig/Zwenkau II 561: 485 28:12
5. HSG Rückmarsdorf
559: 554 20:20
6. SV Plauen-Oberlosa II 512: 490 18:22
7. SV Lok Leipzig-Mitte 525: 584 18:22
8. HSV Mölkau
551: 615 14:26
9. HC Plauen II
558: 646 14:26
10. Chemnitzer HC
508: 561 10:30
11. HV Böhlen
523: 599 10:30
12. HC Annaberg-Buchholz 512: 648 5:35
Staffel Ost: Waldheim - Niederau 36:29, Pulsnitz - Hoyerswerda 29:33, SG Zabeltitz/Großenhain - ESV Dresden 30:32, TBSV Neugersdorf - Radebeuler HV 30:29, SV Koweg Görlitz
II - HC Elbflorenz II 18:32.
1. HC Elbflorenz II
706: 501 40: 0
2. HSG Riesa/Oschatz
633: 541 33: 5
3. HSV Pulsnitz
592: 565 23:17
4. TBSV Neugersdorf
561: 551 23:17
5. Zabeltitz/Großenhain 596: 601 21:19
6. HSG Freiberg II
619: 611 19:19
7. VfL Waldheim
564: 565 18:22
8. ESV Dresden
580: 586 16:24
9. Radebeuler HV
527: 573 14:26
10. SV Koweg Görlitz II
545: 594 13:27
11. HF Hoyerswerda
515: 638 10:30
12. SV Niederau
543: 655 8:32
Frauen, Staffel West: HSG Rückmarsdorf - SC
DHfK Leipzig 22:29, SG Raschau-Beierfeld Leipziger SV Südwest 24:21, BSC Victoria
Naunhof - HC Glauchau/Meerane 22:29, Burgstädter HC - TSG Schkeuditz 19:26, Turbine
Leipzig - SC Markranstädt II 30:24, SG Lok
Wurzen - BSV Limbach-Oberfrohna 23:21.
1. HSG Rückmarsdorf
530: 408 38: 2
2. SC DHfK Leipzig
551: 452 36: 4
3. TSG Schkeuditz
515: 432 28:12
4. SC Markranstädt II
546: 485 26:14
5. Leipziger SV Südwest 500: 464 23:17
6. HC Glauchau/Meerane 489: 457 21:19
7. SG Lok Wurzen
439: 487 16:24
8. Turbine Leipzig
424: 468 15:25
9. SG Raschau-Beierfeld 411: 485 13:27
10. Burgstädter HC
385: 456 10:30
11. BSV Limbach-O.
352: 436 9:31
12. BSC Victoria Naunhof 396: 508 5:35
Staffel Ost: TSV Dresden - SG Klotzsche
17:21, SV Koweg Görlitz II - Radeberger SV
25:31, SV Rotation Weißenborn - HSV Weinböhla 27:19, TBSV Neugersdorf - Radebeuler
HV 23:17, VfL Meißen - SV Dresden Mitte
23:21.
1. Radeberger SV
505: 387 33: 3
2. VfB Bischofswerda
416: 331 27: 9
3. Rotation Weißenborn 475: 431 22:14
4. TSV Dresden
347: 365 19:17
5. VfL Meißen
390: 376 19:19
6. HSV Weinböhla
364: 363 18:18
7. SV Koweg Görlitz II
399: 418 16:20
8. SG Klotzsche
354: 399 16:22
9. SV Dresden Mitte
339: 366 14:22
10. TBSV Neugersdorf
340: 367 13:23
11. Radebeuler HV
307: 433 3:33
Bezirksliga
Männer: TSV Mittweida - Rodewisch 36:20,
HC Fraureuth - VfB Lengenfeld 30:24, VfB Flöha - HC Glauchau/Meerane III 28:39, SV Rotation Weißenborn - SV Schneeberg 25:27, HV
Oederan - EHV Aue III 35:24, Zwönitzer HSV II
- SSV Chemnitz-Rottluff 39:28.
1. SV Schneeberg
661: 538 35: 5
2. TSV Mittweida
602: 532 29:11
3. Zwönitzer HSV II
516: 475 26:12
4. HV Oederan
559: 533 22:16
5. EHV Aue III
551: 570 20:18
6. SSV Chemnitz-Rottluff 574: 576 19:19
7. VfB Lengenfeld
590: 571 18:20
8. Rotation Weißenborn 487: 468 18:20
9. HC Fraureuth
495: 495 16:22
10. Rodewisch
593: 646 15:23
11. Glauchau/Meerane III 499: 532 10:28
12. VfB Flöha
516: 707 2:36
Frauen: HC Fraureuth - SG HV Chemnitz III
24:19, SSV Lichtenstein - HC Annaberg-Buchholz 18:19, HSV Marienberg II - USG Chemnitz
37:27, HV Oederan - SG Nickelhütte Aue
21:21, Zwönitzer HSV - SV Plauen-Oberlosa II
17:18, SV Chemie Zwickau II - HSG Langenhessen/Crimmitschau 31:29.
1. HSV Marienberg II
623: 408 38: 0
2. SG HV Chemnitz III
540: 436 24:14
3. SSV Lichtenstein
434: 398 23:15
4. HSG Langenhessen/C. 492: 475 22:16
5. HV Oederan
396: 415 22:16
6. HC Annaberg-Buchholz 474: 450 19:19
7. SV Chemie Zwickau II 418: 483 17:21
8. Zwönitzer HSV
446: 490 15:23
9. HC Fraureuth
360: 417 15:23
10. SG Nickelhütte Aue
447: 485 14:24
11. SV Plauen-Oberlosa II 357: 428 12:26
12. USG Chemnitz
387: 489 7:31
Bezirksklasse
Männer: SV Grün-Weiß Niederwiesa - USG
Chemnitz 27:39, Burgstädter HC - TSV Zschopau 25:24, SV Beierfeld - SV Schneeberg II
34:17, ZHC Grubenlampe II - HSG Freiberg III
35:23, TSV Oelsnitz - HSG Sachsenring/OSV/HVG 26:30.
Frauen: TSV Claußnitz - SV Niederfrohna
14:19, TSV Penig - SG HV Chemnitz IV 33:14,
SG Raschau-Beierfeld II - SG CPSV / Stahl
Chemnitz 21:18, TSV Mittweida - VTB Chemnitz 24:17, SV Tanne Thalheim - Oberlungwitzer SV 19:25, VfB Blau-Gelb Flöha - HC
Glauchau/Meerane II 15:25.
2. Bundesliga Süd
Frauen: Sonthofen - Holz 3:0, Stuttgart II Chemnitz 3:1, Straubing - Grimma 3:0, Lohhof
- Offenburg 3:1, Engelsdorf - Erfurt 3:1, Bad
Soden - Vilsbiburg II 3:1.
Abschlusstabelle:
1. FTSV Straubing
24
72:10 70
2. SV Lohhof
24
59:29 54
3. Sonthofen
24
62:34 51
4. Vilsbiburg II
24
53:40 44
5. VV Grimma
24
45:51 32
6. SWE Erfurt
24
41:48 32
7. MTV Stuttgart II
24
39:48 32
8. VC Offenburg
24
40:51 29
9. TV Holz
24
34:51 29
10. TG Bad Soden
24
41:52 28
11. VCO Dresden
24
40:54 27
12. Lok Engelsdorf
24
38:58 27
13. Volleys Chemnitz
24
29:67 13
TISCHTENNIS
Regionalliga Süd
Herren: TTC Holzhausen - DJK Effeltrich 9:4
Damen: VfB Lengenfeld - TSV Schwabhausen
III 1:8, Lok Zwickau - TSV Schwabhausen III
2:8, TTC Birkland - SV Dresden-Mitte 8:1, Viktoria Wombach - SV Dresden-Mitte 8:2.
Oberliga Mitte
Herren: DJK Biederitz - Medizin Magdeburg
9:7, TTV Schwarzenberg - Post Zeulenroda
3:9, Post Mühlhausen III - MSV Hettstedt 3:9,
HTTC Wenigerode - Medizin Magdeburg 9:4.
Damen: Börde Magdeburg - Aufbau Schwerz
8:3, TTV Barleben - Aufbau Schwerz 8:0.
Sachsenliga
Herren: TTV Burgstädt - TTC Holzhausen II
9:6, Lok Zwickau - SV Dresden-Mitte II 9:7,
BSC Freiberg - Elbe Dresden 11:4, BSC Freiberg - TTV Burgstädt 3:12, ABS Aue - TSV Radeburg 6:9. Damen: TSV Falkenau - Motor
Wilsdruff 8:4, Unikl. Dresden - Elbe Dresden II
5:8, Lok Zwickau II - TTC Holzhausen 6:8, TTV
Hohndorf - TTC Holzhausen 1:8.
Landesliga
Herren: Krauschwitz - Penig 0:15, Pobershau
- Brandiser TTC 9:6, Pobershau - Leutzsch IV
5:10, Lengenfeld - Brandiser TTC 7:9, Brandiser TTC - Wilkau-Haßlau 7:9. Damen: Markkleeberg - Aufbau Chemnitz 8:6, Großpösna II
- Rot. Süd Leipzig 7:7.
BASKETBALL
2. Bundesliga
Pro A, Herren: Meisterschaftsrunde: Playoff
Viertelfinale: Gotha - Jena 55:51 (25:24)
(Stand: 3:1), Essen - Nürnberger BC 72:80
(37:44) (Stand: 2:2); im Halbfinale: Würzburg, Gießen; Gotha.
Oberliga
Männer: Wurzen - Zittau 58:70, BV Leipzig II Plauen 70:88, Ottendorf-Okrilla - ATSV Freiberg 72:76, Lok Dresden - BC Dresden 49:87,
SG Adelsberg - USC Leipzig II 82:71.
Landesliga
Männer: Sörnewitz - SSV Chemnitz 53:86
8:18 19:41, Leipzig Lakers - Dresden Titans III
- 56:60.
Abschlusstabelle:
1. SSV Chemnitz
18 1333: 1041 32
2. Leipzig Lakers
18 1265: 1098 26
3. BC Dresden III
17 1197: 1047 24
4. SG Adelsberg II
18 1064: 991 20
5. Dresden Titans III 18 1181: 1263 18
6. HSG Mittweida
17 1055: 1121 14
7. BV Chemnitz III
18 1117: 1222 12
8. Sörnewitz
18 1064: 1221 11
9. BC Dresden II
17 1023: 1154 10
10. MSV Bautzen
17 1133: 1274 8
Bezirksliga: Männer: Meerane - Limbach
75:57, Zwickau - Dittersbach 46:56.
in Tiflis: Frauen: -48 kg: 1. Sibel Özkan (Türkei) 179 kg (Reißen: 80 kg; Stoßen: 99); 2.
Nurcan Taylan (Türkei) 178 (81/97); 3. Genny
Pagliaro (Italien) 176 (81/95). -53 kg: 1. Julija Paratowa (Ukraine) 200 (90; 110); 2. Julia
Schwarzbach (Görlitz) 186 (83; 103); 3. Aysegul Coban (Türkei) 184 (75; 109) Reißen: 1.
Paratowa 90; 2. Atenery Hernández (Spanien)
83; 3. Schwarzbach 83; Stoßen: 1. Paratowa
110; 2. Coban 109; 3. Schwarzbach 103.
Männer: -56 kg: 1. Oleg Sirghi (Moldau) 264
(113; 151); 2. Smbat Margarjan (Armenien)
259 (113; 146); 3. Mirco Scarantino (Italien)
259 (118; 141).
-62 kg: 1. Valentin Hristov (Aserbaidschan)
295 (135; 160) kg; 2. Bunyami Sezer (Türkei)
288 (134; 154); 3. Florin Croitoru (Rumänien) 287 (134; 153).
-69 kg: 1. Daniyar Ismayilov (Turkmenien)
337 (156; 181) kg; 2. Sergej Petrow (Russland) 322 (146; 176); 3. Bernardin Kingue
Matam (Frankreich) 321 (146; 175).
FUSSBALL
Bundesliga
Frauen: Bayer Leverkusen – FFC Frankfurt
1:2, USV Jena – Wolfsburg 0:4.
Regionalliga Nordost
Frauen: FFV Leipzig II – Neubrandenburg 3:0,
Halle – Hohen Neuendorf 3:3, Fort. Dresden –
Aue 1:1, Viktoria Berlin – Marzahn 2:0, Jena II
– Beelitz 5:1.
1. USV Jena II
15
41:12 33
2. Hohen Neuendorf
15
32:16 32
3. Viktoria Berlin
14
29:11 27
4. FFV Leipzig II
15
26:18 25
5. Eintr. Leipzig-Süd
14
29:29 25
6. Fortuna Dresden
15
28:14 24
7. BSC Marzahn
14
19:19 19
8. FCE Aue
15
24:22 17
9. Blau-Weiß Beelitz
14
16:31
9
10. Hallescher FC
15
12:35
9
11. Neubrandenburg
14
5:54
1
A-Junioren: Chemnitzer FC – Aue 3:2, Markranstädt – Borea Dresden 0:3, Magdeburg –
Zehlendorf 0:0, Union Berlin – Cottbus 1:1,
Berliner AK – Halberstadt 4:1, Babelsberg –
Vikt. Berlin 1:2.
B-Junioren: Union Berlin – Aue 2:1, Hallescher FC – Rostock 1:2, Eichsfeld – RB Leipzig
II 1:4, CFC – Cottbus II 2:0, Erfurt – Union Berlin 3:2.
C-Junioren: CFC – RB Leipzig 4:3, Aue – Carl
Zeiss Jena 3:3, Hertha – Dynamo Dresden 6:1.
Landesliga
Frauen: Leipzig-Süd II – Lok Dresden 0:5,
Johannstadt – Wacker Leipzig 5:1, Thum-Herold – Fort. Dresden II 8:0, Spitzkunnersdorf –
Bischofswerda 1:5, CFC – Leipziger VB 0:8.
1. SV Johannstadt
12 57:10 34
2. Leipziger VB
12 49:12 29
3. Bischofswerdaer FV 12 30:19 24
4. Lok Dresden
12 27:27 18
5. Spitzkunnersdorf
12 31:31 17
6. Wacker Leipzig
12 18:15 14
7. Eintr. Leipzig-Süd II 12 14:41 13
8. Eintr. Thum-Herold
12 20:36 11
9. Chemnitzer FC
12
9:35
5
10. Fort. Dresden II
12 12:41
5
A-Junioren: Grimma – VFC Plauen 4:1, Eilenburg – Dresden Süd-West 4:1, Hohenstein-E. –
Weixdorf 8:1.
B-Junioren: Hohenstein-E. – Weixdorf 4:0,
FSV Zwickau – Borea Dresden 2:1, VFC Plauen
– Markranstädt 2:1.
C-Junioren: VFC Plauen – Hohenstein-E. 2:3.
Landesklasse
B-Juniorinnen: Radebeul – Cossebaude/Weinböhla 6:3, Hainsberg – Zwickau 2:13, Leipziger FC – Thum-Herold 1:1, Bad Schandau – Radeberg/Stolpen 2:2, Post Chemnitz – Heidenau 0:8.
B-Junioren, Mitte: Lok Chemnitz – Strehla
1:2, Reichenhain – Limbach-O. 1:4; West: Planitz – Oberlungwitz 1:4.
C-Junioren, Mitte: Großenhain – Mittweida
1:0. D-Junioren, West: Marienberg – Gersdorf
1:7, Hohenstein-E. – FSV Zwickau 2:5, Wacker
Plauen – Stollberg 2:4, Auerbach – Reichenbach 9:0, CFC – VFC Plauen 0:0, Annaberg –
Aue 0:0.
BILLARD
Landesmeisterschaft
5-Kegelbillard in Freiberg:
1. Steffen Exler 1,228, 2. Sven Petzke (beide
Dresden-Reick) 1,249, 3. Toni Rosenberg
1,073, 3. Eric Lorenz (beide Empor Freiberg)
1,110, 5. Michael Becker (Neschwitz) 1,091,
6. Hans-Dieter Herbst (1. CBC) 1,034.
SPORT
Freie Presse
NACHRICHTEN
FUSSBALL I
Dienstag, 14. April 2015
Jungstar stiehlt Woods die Show
HSV: Tuchel kommt Ein 21-jähriger Amerikaner
nicht als Soforthelfer war beim Masters in
HAMBURG — Trainer-Wunschkandi-
dat Thomas Tuchel steht dem abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Hamburger SV zumindest als
Soforthelfer nicht zur Verfügung.
„Thomas hat mit Mainz 05 eine Vereinbarung getroffen, die vorsieht,
dass er erst in der kommenden Saison wieder einsteigen kann. Und er
will sich an diese Vereinbarung
halten“, sagte Tuchels Berater Olaf
Meinking gestern. Der Hamburger
Rechtsanwalt, der den Coach in der
Karriereplanung berät, bestätigte
aber Tuchels generelles Interesse an
dem HSV-Trainerjob. „Wir prüfen
das mit dem HSV“, betonte der
48-Jährige. (dpa)
FUSSBALL II
Auer Frauenelf spielt
in Dresden remis
DRESDEN — Das Frauenteam des FCE
Aue spielte in der Fußball-Regionalliga bei Fortuna Dresden 1:1 (1:0).
Dabei erwischten die Erzgebirgerinnen einen verheißungsvollen Start:
Schon in der 6. Minute erzielte Sophia Barloschky das 1:0, die Gastgeberinnen glichen kurz nach der Pause (49.) aus. „Das Ergebnis geht völlig
in Ordnung und entspricht dem Verlauf. Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, Dresden in
der zweiten“, resümierte Trainerin
Sandra Eckelmann. Da Stammverteidigerin Kathleen Buchmann wegen gesundheitlicher Probleme
nach der Pause ausfiel, wirkte sich
zudem die notwendige Umstellung
negativ aus. (mm)
AUE: Nestler - Buchmann (46. Anger), Graf,
Zimmermann - Martin, Liebold - Auerswald
(70. Dehne), Zamzow, Stiehl - Barloschky (85.
Fink), Rösch.
EISHOCKEY
Heilbronner Falken
müssen absteigen
CRIMMITSCHAU —
Die Heilbronner
Falken steigen aus der Deutschen
Eishockey-Liga 2 (DEL 2) ab. Der
ESV Kaufbeuren hat das Team in der
zweiten Play-down-Serie mit 4:2-Siegen in die Oberliga geschossen. Um
den freien Platz im Eishockey-Unterhaus kämpfen ab Freitag im
Oberliga-Finale die Wölfe Freiburg
und die Füchse Duisburg. Zudem
steht auch die Finalpaarung in der
DEL 2 fest: Die Steelers BietigheimBissingen und die Fischtown Pinguins Bremerhaven ermitteln den
Meister. Bietigheim hat sich gegen
Landshut durchgesetzt, Bremerhaven schaltete Frankfurt aus. (hof)
HANDBALL
Aufsteiger sichert
sich Podestplatz
MARIENBERG — Die Handballerinnen
des HSV Marienberg dürfen schon
zwei Spieltage vor Saisonende der 3.
Liga einen beachtlichen Erfolg bejubeln. Nach dem 37:32-(18:14)-Heimsieg gegen Bad Salzuflen steht für
den starken Aufsteiger ein Platz auf
dem Podest fest. Nach dem bereits
17. Saisonsieg (nur vier Niederlagen) liegen die Erzgebirgerinnen auf
Rang zwei. Allerdings erwies sich
Bad Salzuflen als unangenehmer
Gegner. „Anders als im Hinspiel waren unsere Gäste diesmal sehr bissig,
haben leidenschaftlich gekämpft
und uns das Leben recht schwer gemacht“, berichtete Marienbergs
Trainer Robert Flämmich. Beste
Werferin bei Marienberg war Evelina Kalasauskaite mit 10 Toren. (anr)
PORTO — Franck Ribéry und Bastian
VON BRITTA KÖRBER UND HEIKO OLDÖRP
AUGUSTA — Fast schüchtern probier-
Immer die richtige Antwort
Als die Konkurrenten wie Landsmann Phil Mickelson und Justin
Rose (England) aufholten, hatte er
immer die richtige Antwort. Sein
vielleicht wichtigster Schlag war die
Annäherung über den Wassergra-
Der entthronte Titelverteidiger Bubba Watson hilft Jordan Spieth in das berühmte Grüne Jackett.
ben an der 13. „Go hard, go hard“, rief
er dem kleinen weißen Ball hinterher – sein einziger lauter Gefühlsausbruch am Sonntag. Fünf Schläge
Vorsprung auf den letzten neun
Löchern machten den Triumph von
Amerikas größtem Talent zum
Schaulaufen – am Ende siegte er mit
vier Versuchen weniger als die Verfolger. Er genoss die Ovationen an
der 18. Bahn und bedankte sich wie
ein Staatsmann.
Spieth ist Realist und setzte sich
sofort neue Ziele: „Ich will wie
Bubba sein, ich will zwei von den
Jacketts.“ Mit einem gequälten
Lächeln zog Titelverteidiger Bubba
Watson seinem Nachfolger das gute
Stück an – er selbst war chancenlos
nur 38. geworden. Bei dem Triumph
des Linkshänders im Vorjahr über
Spieth hatte die Golfwelt mit der
Zunge geschnalzt, die TV-Sender jedoch die schlechteste Quote seit
1957 verzeichnet. Nur weil Woods
fehlte.
„Tiger“ straft Kritiker Lügen
Dieses Mal war der Dauerpatient dabei und zog einen Großteil der Aufmerksamkeit auf sich. Woods glänzte bei seinem Comeback zwar zeitweise mit traumhaften Schlägen
und strafte die Kritiker Lügen bezüglich seiner mentalen Probleme. Aber
nicht alles lief rund für den 39-Jährigen: So verletzte er sich beim Treffen
einer Baumwurzel, jaulte auf und
schüttelte etwas theatralisch die
Hand. Angesichts der Vorgeschichte
FOTO: DPA/ERIK S. LESSER
mit kaum Turnierpraxis und großen
Chip-Problemen sei er ganz zufrieden mit Rang 17, betonte der
„Tiger“.“ As 101. der Welt hat er aber
einen weiten Weg vor sich.
Zumal die Zukunft der jungen
Generation gehört: Spieth machte in
der Weltrangliste einen Sprung auf
Zwei hinter dem Masters-Vierten
Rory McIlroy. Und dass der Jungstar
niemals so aus der Bahn geraten
wird wie einst Woods in seiner privaten Krise, ist ziemlich offensichtlich. Als Kind einer fünfköpfigen
Familie mit seiner an Autismus leidenden Schwester Ellie (14) wurde
er zur Bodenständigkeit erzogen.
Seit der Jugend blieb er bei Trainer
und Manager, Freundin Anna begleitet ihn aus College-Zeiten.
Schweinsteiger müssen auch für
Porto passen, trotzdem gibt Matthias
Sammer beim FC Bayern ausnahmsweise nicht den großen Mahner. In
der extrem angespannten Personalsituation mit Ausfällen von Alaba
bis Robben entdeckt der Sportvorstand beim Viertelfinal-Hinspiel der
Champions League sogar eine Chance für den Fußball-Rekordmeister.
„Eine Gruppe – klein aber fein –
kann auch sehr viel Kraft entwickeln“, sagte Sammer gestern vor
der außergewöhnlichen frühen Anreise des Bayern-Teams nach Portugal.
Der Ex-Dresdner setzt im ersten
Duell mit dem FC Porto morgen
(20.45 Uhr/ ZDF und Sky) auf einen
noch größeren internen Zusammenhalt, weil alle Profis, die dabei sind,
auch wissen, dass sie extrem wichtig
sind. Aufstellungsfragen gibt es keine, und damit auch keine Stars, denen ein Bankplatz drohen würde.
Um das Zusammenrücken noch zu
fördern, brachen die Bayern schon
zwei Tage vor dem Hinspiel nach
Portugal auf. „Es war die Überlegung
von Pep, dass wir länger zusammen
sind“, erläuterte Sammer.
Ribéry und Schweinsteiger können nicht einmal als Joker mit dafür
sorgen, in Porto den Grundstein für
den Einzug in das vierte Halbfinale
nacheinander zu legen. Den Franzosen plagen immer noch Probleme
am Sprunggelenk. „Bis zu einem
gewissen Grad ist es okay“, berichtete Sammer. Selbst ein Teilzeiteinsatz
kommt für den 32-Jährigen aber zu
früh. Ein Virus hat Schweinsteiger
nach seiner Fußblessur zusätzlich
geschwächt. Der 30-Jährige konnte
gestern ebenfalls nicht am Training
vor dem Abflug teilnehmen. Immerhin steht Jérôme Boateng nach muskulären Problem wieder als Abwehrchef neben Dante zur Verfügung. Manuel Neuer wird ins Tor zurückkehren. In der Offensive steht
in dem ebenfalls zuletzt angeschlagenen Routinier Claudio Pizarro
wieder ein Joker bereit. (dpa)
BSV Sachsen vermeldet drei Zugänge Meier fällt verletzt aus
Handball: Zweitligist Zwickau holt junge Spielerinnen aus Leipzig und Waldheim
Fußball: Torjäger von Eintracht Frankfurt vor Operation
ZWICKAU — Zwei Spieltage vor Sai-
FRANKFURT (M.) — Eintracht Frank-
sonende hat der Handball-Zweitligist BSV Sachsen Zwickau bereits
die ersten drei Neuzugänge für das
kommende Spieljahr verpflichtet.
Die 1,82 Meter große Rückraumspielerin Nicole Lederer wechselt
vom HC Leipzig an die Mulde. Die
Ex-Nürnbergerin gehörte zum Erstliga-Kader der Messestädterinnen,
bis sie sich eine Sehne in der Wurfarmschulter verletzte und für längere Zeit ausfiel. Nun will sich die
19-Jährige beim BSV weiterentwickeln. Während der kommenden
Saison wird sie zwischen Zwickau
und Leipzig pendeln, um dort ihr
Abitur abzuschließen. Ihr Vertrag ist
erstmal auf ein Jahr befristet.
Das Engagement von Rechtsaußen Christin Conrad, bisher eine
Führungsspielerin in der zweiten
Mannschaft des HC Leipzig, ist längerfristig geplant. Sie hat für zwei
Jahre unterschrieben und wird in
Zwickau eine Ausbildung absolvieren. Die 19-Jährige aus Hecklingen
(Salzlandkreis), die zuvor beim HSC
Magdeburg spielte, übernimmt die
Trikotnummer des scheidenden Kapitäns Claudia Stein. „Ich werde versuchen, so gut wie möglich an ihr
Niveau anzuknüpfen, auch wenn
ich sie als Mensch niemals ganz ersetzen kann“, ist sich Christin Conrad der Verantwortung bewusst.
Vom VfL Waldheim kommt die
1,87 Meter große Torhüterin Juliane
Klimiuk. Die 18-Jährige soll sich
über den BSV Sachsen II, der in die
Oberliga aufsteigt, für höhere Aufgaben anbieten. Sie beginnt in Zwickau eine Ausbildung als Erzieherin. „Die ersten Neuverpflichtungen
zeigen, dass unser Konzept und Umfeld für viele Talente interessant geworden ist“, freut sich Vereinsmanager Hendrick Schädlich. (tc)
furts Stürmer Alexander Meier muss
seinen Traum von der Torjägerkano-
Alexander
Meier
Fußballprofi
FOTO: IMAGO
ne wahrscheinlich begraben. Der
mit 19 Treffern derzeit erfolgreichste Spieler der Fußball-Bundesliga
wird an der Patellasehne operiert
und kann in dieser Spielzeit nicht
mehr eingreifen. „Der Ausfall von
Alex trifft uns schwer, wir hatten gehofft, dass er uns in den letzten Spielen dieser Saison mit seinen Toren
helfen könnte“, sagte Trainer Thomas Schaaf. Meier war gestern in
Basel untersucht worden, die Verletzung sei schwerwiegender als angenommen, hieß es. Der notwendige
Eingriff am Knie ist bereits für heute
vorgesehen. Der 32-Jährige führt
sechs Spieltage vor Schluss die Torjägerliste mit zwei Treffern vor dem
Bayern-Duo Arjen Robben (17) und
Robert Lewandowski (16) an. (dpa)
Márquez holt ersten Saisonsieg
Der MotoGP-Weltmeister
aus Spanien kommt auf
Touren. Der Führende
in der WM heißt jedoch
Valentino Rossi, der in
Austin Dritter wurde.
KURZ GEMELDET
Punkteteilung in Düsseldorf
DÜSSELDORF — Der 1. FC Kaiserslau-
tern befindet sich in der 2. FußballBundesliga durch das 1:1 (1:0) bei
Fortuna Düsseldorf weiter auf Aufstiegskurs. Der Düsseldorfer Liendl
egalisierte erst in der 90. Minute per
Foulelfmeter die Führung der Pfälzer durch Zoller (8.). (dpa)
Schweinsteiger und Ribéry
fehlen Bayern in Porto
Augusta nicht zu stoppen.
Jordan Spieth brach
Rekorde und gewann
das Prestigeturnier der
weltbesten Golfer.
te Überflieger Jordan Spieth das
weltweit begehrteste und gänzlich
unmoderne Grüne Jackett an, strich
liebevoll über das Revers und lächelte still. Die großen Gefühle überließ
der 21-jährige Texaner mit dem
schütteren Haar nach seinem StartZiel-Sieg beim 79. Masters Eltern,
Großvater und Freundin Anna.
Sogar die College-Clique schien
mehr aus dem Häuschen zu sein als
Spieth, der mit dem Rekord von
26 Birdies als zweitjüngster Golfer
nach Tiger Woods das legendäre Major in Augusta gewann. Mit einem
Gesamtergebnis von 270 egalisierte
er die bisherige Bestmarke des großen Woods aus dem Jahr 1997.
„Als ich meine Eltern sah, wusste
ich, das Ding ist durch. Ich werde
noch brauchen, um das zu realisieren“, sagte der bescheidene Shootingstar aus Dallas. Vielleicht werde
er erst einmal ein paar Nächte im
„Green Jacket“ schlafen. Dabei war
er im Vorjahr schon Zweiter. Diesmal fand er nachts keine Ruhe vor
Aufregung. „Es war stressig. Kein
Wunder, dass mir die Haare ausgehen“, witzelte er. Aber er brach nicht
ein. „Das war die unglaublichste
Woche meines Lebens. Es gibt
nichts Größeres in unserem Sport,
ein Traum ist für mich wahr geworden.“ Sein größter Dank ging an
seinen Kumpel und Caddie, der als
Souvenir den Fahnenstock der
18 mitgehen ließ.
Personalnot
für Sammer
eine Chance
Marc Márquez hatte allen Grund zur
Freude.
FOTO: IMAGO
AUSTIN/CHEMNITZ — Der amtierende
Weltmeister Marc Márquez hat
beim zweiten Lauf zur MotorradWeltmeisterschaft im texanischen
Austin erneut seine Stärke in einem
perfekten Rennen bewiesen. Der
Honda-Pilot fuhr am späten Sonntagabend seinen 20. MotoGP-Triumph ein und besiegte Andrea
Dovizioso (Ducati) sowie den Yamaha-Star Valentino Rossi. Für den
22-jährigen Spanier ist es der dritte
Sieg in seinem dritten Rennen in
Austin. Nach Platz fünf vor zwei Wochen in Katar stellte Márquez mit
dem Sieg seine Vormachtstellung
unter Beweis: „Ich bin über diesen
Erfolg sehr froh, habe mich an diesem Wochenende sehr gut gefühlt
und war voll auf das Rennen konzentriert“, meinte der Katalane.
Dabei gab es wieder genügend
Trubel vor dem Start. Der musste
verschoben werden, da von
einer Werbe-Brücke in der Kurve
drei Wasser auf die Strecke tropfte.
Ein schmaler Abschnitt war nass, sodass es von den Verantwortlichen
keine Freigabe für das Rennen gab.
Es verging sehr viel Zeit, bis die Stelle bestmöglich getrocknet werden
konnte.
Nach dem Start, den Márquez
noch verpasste, schoss dann ab
Runde fünf ein Trio an die Spitze, in
dem der spätere Sieger sowie die Italiener Andrea Dovizioso und Valentino Rossi mitmischten. Der Spanier
aus Cervera beherrschte diese Spitzengruppe und preschte nach 20
Runden mit einem Vorsprung von
2,354 Sekunden ins Ziel.
Valentino Rossi freute sich diebisch über Platz drei, stand er doch
das erste Mal in Austin auf dem Podium. Mit 16 WM-Punkten, die er
dafür kassierte, führt er weiter die
WM-Tabelle mit 41 Punkten vor seinem Landsmann Dovizioso (40) und
Márquez (36) an. Nach der Siegerehrung strahlte der ewig jung gebliebene neunmalige Weltmeister, dämpfte aber alle Erwartungen: „In der
WM nach zwei Rennen an der Spitze zu sein, ist nicht sehr wichtig,
denn die Weltmeisterschaft dauert
noch lange. Aber es ist trotzdem ein
gutes Gefühl für mich und mein
Team“, so der Italiener aus Urbino.
Als sich im Rennen bereits in
Runde vier eine Vorentscheidung
anbahnte, zerstob die einzige deutsche Hoffnung. Stefan Bradl stürzte
mit der Forward-Yamaha nach
einem „Streifschuss“ von Jack Miller. „Er hat mich am Hinterreifen
getroffen. Der fährt wie in der Moto3“, ärgerte sich der Zahlinger, der
noch nie so schlecht in eine WMSaison gestartet ist: null Punkte
nach zwei Rennen. Der Tross zieht
jetzt weiter: Am Wochenende wird
der Große Preis von Argentinien in
Termas de Río Hondo gestartet. (ww)
KULTUR & SERVICE
Freie Presse
Dienstag, 14. April 2015
NACHRICHTEN
UDO LINDENBERG
Denkmal in
Geburtsstadt
GRONAU — In Udo Lindenbergs Ge-
burtsstadt Gronau im Münsterland
erinnert künftig eine Bronzestatue
an den berühmten Sänger. Zur Einweihung des Denkmals am 16. Mai
wird auch Lindenberg selbst erwartet, wie die Denkmal-Initiative mitteilte. Das drei Meter hohe BronzeDenkmal, das in einem Kreisverkehr entsteht, soll Lindenberg in einer „typischen Pose“ zeigen. Der
Standort der Statue liegt unweit von
Lindenbergs Elternhaus. Finanziert
wird die Bronze-Statue den Angaben
nach durch Sponsoren. Udo Lindenberg wurde am 17. Mai 1946 in Gronau geboren. (epd)
EDUARDO GALEANO
Uruguayischer
Autor gestorben
MONTEVIDEO — Der
uruguayische
Schriftsteller Eduardo Galeano ist
tot. Der Autor des Klassikers „Die offenen Adern Lateinamerikas“ starb
gestern im Alter von 74 Jahren in seiner Heimatstadt Montevideo, wie
uruguayische Medien berichteten.
Der linke Publizist, Journalist und
Essayist erlag einem Krebsleiden.
Bis zuletzt meldete er sich zu aktuellen politischen Entwicklungen zu
Wort. Eduardo Hughes Galeano war
einer der gefeierten Autoren der lateinamerikanischen Literatur. International bekannt wurde er mit der
polemischen und parteiischen
Schilderung der Ausbeutung des
Subkontinents durch die Europäer.
„Die offenen Adern Lateinamerikas“
(1971) wurde ein Klassiker linker
Geschichtsschreibung. (epd)
AUSZEICHNUNG
Rudi Hurzlmeier
erhält Satirepreis
MÜNCHEN/GÖTTINGEN — Der Münch-
ner Maler, Zeichner und Autor Rudi
Hurzlmeier erhält in diesem Jahr
den Satirepreis „Göttinger Elch“ der
Stadt Göttingen. Die Auszeichnung
wird jährlich für ein satirisches Lebenswerk vergeben und ist mit
3.333 Euro, einer silbernen Elchbrosche und 99 Dosen „Original Göttinger Elch-Rahmsüppchen“ dotiert.
Der Preis wird Hurzlmeier nach Angaben der Stadt am 10. Mai verliehen. Am selben Tag werde im Alten
Rathaus in Göttingen eine Ausstellung mit seinen Werken eröffnet.
Die Arbeiten Hurzlmeiers bewegten
sich zwischen Extremen, begründete die Preis-Jury ihre Auswahl.
„Wenn er einen bösen Witz macht,
ist tief empfundene Philosophie
nicht weit und umgekehrt.“ Vor ihm
wurden u. a. F. W. Bernstein, Harry
Rowohlt, Otto und Georg Schramm
mit dem Preis geehrt. (epd)
Fernsehen
„16 über Nacht!“
– eine märchenhafte Komödie
mit Sophie
Schütt Seite A3
Seite A1
Kätzchen, Schätzchen, Weib!
In Annaberg-Buchholz ist
die berühmte Dolly ein
waches Weib, jung und
schön. Sie lehrt den übellaunigen Heiratskandidaten, dass es zu leben lohnt.
Große Show!
Der auch in Deutschland
sehr beliebte Schriftsteller
Peter Esterhazy wird 65
VON KATHRIN LAUER
VON MARIANNE SCHULTZ
BUDAPEST — Sein berühmtester Satz
ANNABERG-BUCHHOLZ — Die Welt hat
sich gedreht. 50 Jahre hat das gute alte Musical „Hello Dolly!“ von Michael Stewart und Jerry Herman auf
dem Buckel, und manche Aussage
von damals ist heute gründlich
überholt. Frauen backen und putzen
nicht mehr für ihren Mann, sind
nicht mehr „Kätzchen, Schätzchen,
Weib“, wie sich der Sauertopf und
Geizkragen Horace Vandergelder
seine Künftige vorstellt. Doch keine
Sorge: Er wird wachgeküsst! Das Publikum feierte die Premiere am
Sonntag mit rauschendem Beifall.
Regisseur Urs Alexander Schleiff
hat das Musical vom staubigsten
Staub der Vergangenheit befreit und
mit seinen Protagonisten prächtige
Menschlein auf der Suche nach dem
Glück auf die Bühne gebracht.
Schleiff spart nicht mit Einfällen,
die den Topf am Kochen halten, bis
hin zum blütenreinen Hausdialekt
der Gerichtssekretärin am Schluss.
Das Aufgebot macht richtig Spaß –
bis in die kleinsten Rollen. Abgesehen davon sind die Charakterrollen
auch bestens besetzt, beispielsweise
mit Könnern wie Leander de Marel
als Rudolf und Bettina Corthy-Hildebrandt als herrlich schrullige Ernestine, die sich, „Atemlos durch die
Nacht“ trällernd, auf die Bühne katapultiert.
Die große Show über zweieinhalb Stunden bleibt also nicht aus,
zumal die Choreografin Kirsten Hocke mit den Tänzern vom Extraballett das Musical als Fest für die Augen gewaltig anschwellen lässt. Der
Kellnertanz im „Harmonia Garden“
ist superwitzig, raffiniert und bringt
Tempo sowie Drive in die Komödie.
Dieter Klug als musikalischer Leiter
der Erzgebirgischen Philharmonie
gibt dem Stück beseelten professionellen Klang.
Die Bühne von Peter Cross zeigt
einen offenen Raum mit viel Platz
für das Menschliche: von leichter
Hand bemalte Wände, die die Großstadt New York in ihrem Hunger
nach Leben skizzieren. Gerahmt
wird das Ganze von bunten Papierflächen im Patchwork-Stil. Einziges
Ausstattungsstück ist eine bewegliche „Showtreppe“, die alles Mögliche darstellt: muffiges Büro von
Vandergelder, eleganter Hutladen,
Parkett für einen Tanzwettbewerb
im eleganten „Harmonia Garden“
und nicht zuletzt Knast für fast alle
Elisabeth Markstein in der Rolle der Dolly am Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz. Überaus überzeugend spielt
FOTO: DIRK RÜCKSCHLOSS/THEATER
sie eine frohe Person, eine Kämpferin, raffiniert und geschlagen mit allen Wassern.
Beteiligten. Kostümbildnerin Brigitte Golbs hat für die große Besetzung
mit Solisten, Choristen und Tänzern
wunderschöne Kostüme entworfen,
die keine Wünsche offenlassen. Dolly sieht also in sämtlichen Kleidern
– vom Kostüm bis zur Abendrobe –
einfach hinreißend aus.
Fast alle Protagonisten, nicht nur
Dolly, treibt die Sehnsucht vorwärts.
Die meisten im Stück fühlen sich im
falschen Leben und verbergen ihre
Wünsche. So möchte die Hutmacherin Irene Molloy eine ganz andere
sein, vor allem nicht brav. Ihre sündigen Träume kann sie mit dem aufbegehrenden Angestellten von Vandergelder, Cornelius Hackl, ausleben. Mit Stimmgewalt beeidrucken
Therese Fauser und Jason-Nandor
Das Stück
Das Musical „Hello Dolly!“ von
Michael Stewart und Jerry Herman
wurde 1964 in New York uraufgeführt
und wurde eines der erfolgreichsten
Stücke weltweit. Die Heiratsvermittlerin und Witwe Dolly Meyer hat endlich
den passenden Mann für sich gefunden, doch Horace Vandergelder aus
Yonkers ahnt davon nichts. Der geizi-
ge und immer schlecht gelaunte, aber
reiche Kaufmann blitzt bei sämtlichen
Heiratskandidatinnen ab, denn stets
hat Dolly ihre Hände im Spiel. (mes)
Nächste Aufführungen am 17. und
29. April, jeweils 19.30 Uhr. Kartentelefon: 03733/ 1407131.
» www.winterstein-theater.de
Tomory in ihren Rollen, ebenso das
süße Pärchen Barnaby und Minnie
(Kerstin
Maus,
Marcel-Philip
Kraml).
Mit Elisabeth Markstein als Dolly
ist dem Theater ein echter Glücksgriff gelungen. Sie bringt alles mit,
was die große Rolle der Heiratsvermittlerin braucht, die auch Gesang
und Tanz unterrichtet, Langlaufen
und Kegeln kann. Die Markstein
füllt die anspruchsvolle Rolle mit
Stimme und Furore und sieht in jeder Lage prächtig aus. Das Publikum
folgt dieser frohen Person nur allzu
gern, die ihren Vandergelder ordentlich leiden lässt. László Varga in der
Rolle des Kauzes hat zu tun, das Publikum von seiner liebenswerten Seite zu überzeugen. Aber er kann es,
mit großer Stimme und einer guten
Portion Kritik am Mann.
Geografisch falsch, aber literarisch ergiebig
Seit Shakespeare Böhmen
am Meer verortete, hat
viele Autoren dieses
Motiv inspiriert. Ein
Zwickauer und eine
Annabergerin legen dazu
ein Lesebuch vor.
VON UTA TRINKS
CHEMNITZ — Manchmal ist es die Ge-
schichte rund um die Entstehung eines Buches, die die Neugier besonders anstachelt: Selten, dass erst die
Bilder da sind, und dann das Buch
Gestalt annimmt. Denn für gewöhnlich liefert ein schon vorhandener
Text die Vorlage für Illustrationen.
Bei dem Titel „Liegt Böhmen am
Er ist ein
Meister der
ungarischen
Postmoderne
Meer?“ war es eine Ausstellung in
der Domhofgalerie Zwickau, die voranging. 2013 wollte Sylvia Graupner ihre 13 Arbeiten zu Ingeborg
Bachmanns Gedicht „Böhmen liegt
am Meer“ zeigen. Texte der österreichischen Schriftstellerin haben es
der Designerin und Illustratorin aus
Annaberg-Buchholz seit vielen Jahren angetan. Die Verse eben jenes
Gedichtes mag sie besonders, was sie
veranlasste, erstmals Grafiken allein
im eigenen Auftrag zu schaffen.
Doch der Zwickauer Ausstellungstermin fiel aus – nämlich buchstäblich ins Wasser, weil die Mulde
Hochwasser führte. Ausgerechnet,
bei diesem Thema. Reiner Neubert
begriff die Schau, die schließlich
nachgeholt wurde, als Anstoß für
ein Buchprojekt, weil er sich längst
selbst mit den literarischen Nachwehen jener fiktiv-poetischen Behaup-
von eben jenem Gedicht Ingeborg
Bachmanns, Texte von weiteren Autoren, u. a. Volker Braun und Franz
Fühmann, die in verschiedenen
Genres besagtes Motiv aufnehmen
und auf ganz eigene Weise fortführen. Sie bilden mit den farbfrohen,
poetisch-fantasievollen Bildern Sylvia Graupners eine kongeniale Einheit – ergänzt von Reiner Neuberts
erklärenden Anmerkungen. Ein anregendes Lesebuch.
DAS BUCH Reiner Neubert (Hg.), Sylvia Graupner (Illustrationen): „Liegt Böhmen am
Meer?“. Lychatz Verlag Leipzig. 147 Seiten.
19,95 Euro. ISBN 978-3-942929-90-5.
Eine der Grafiken von Sylvia Graupner zu dem Gedicht „Böhmen liegt am
Meer“ von Ingeborg Bachmann.
tung befasst hatte, die auf Shakespeare zurückgehen, der in seinem
Lustspiel „Das Wintermärchen“ be-
hauptete, dass Böhmen am Meer liege. Der Zwickauer Germanist vereint nun in einem Band, ausgehend
DAS GEDICHT „Böhmen liegt
am Meer“ von Ingeborg
Bachmann können Sie hören,
wenn Sie diesen Code scannen. » www.freiepresse.de/gedicht1404
steht am Anfang seines großen Romans „Harmonia Caelestis“, der ihm
2004 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels einbrachte: „Es
ist elend schwer zu lügen, wenn
man die Wahrheit nicht kennt.“ Damit hat Peter Esterhazy mehr als nur
ein logisches Statement formuliert,
er hat seine Poetik auf den Punkt gebracht. Der ungarische Star-Autor,
der heute 65 Jahre alt wird, badet in
seinen Texten geradezu in Geschichten, die wahr sind, auch wenn – oder
gerade weil – sie erfunden wurden.
Seine Baumaterialien sind die Geschichte Mitteleuropas, die damit
verwobene Historie seiner jahrhundertealten Adelsfamilie Esterhazy
sowie literarische Werke anderer
Autoren. Esterhazy dekonstruiert,
rekonstruiert, spielt mit Zitaten –
diese Bausteine fallen sich gegenseitig ins Wort, wie ein deutscher Kritiker einmal schrieb. Diese Intertextualität hat Esterhazy zu einem der
wichtigsten Autoren der Postmoderne gemacht – und sie hat ihm 2010
auch Plagiatsvorwürfe eingebracht.
Damals warf ihm der deutsche Autor Sigfrid Gauch vor, ein Kapitel aus
seinem Buch „Vaterspuren“ in „Harmonia Caelestis“ übernommen zu
haben. Dies löste eine heftige Debatte aus – wobei Esterhazy sich mit
dem Argument verteidigte, dass dies
nun einmal zu seiner Arbeitsmethode gehöre. Sein Berlin-Verlag führte
in einem Marginalienband 185 Autoren auf, aus denen Esterhazy zitiert hatte.
Peter Esterhazy
Schriftsteller
FOTO: ARNE DEDERT/DPA
Geboren im damals tief stalinistischen Ungarn, erlebte er mit seinen
Eltern die Verbannung in ein Dorf.
Die adligen Esterhazys galten als
Klassenfeinde. Dass seiner Familie
Besitz und Macht abhandenkamen,
bezeichnete Esterhazy oft als
Glücksfall, weil ihm dies die Rebellion gegen die Vorfahren erspart habe.
Ihnen setzte Esterhazy in „Harmonia Caelestis“ ein ironisches Denkmal. Kurz nach Veröffentlichung
des Romans fand Esterhazy heraus,
dass sein damals schon verstorbener
Vater Spitzel des kommunistischen
Geheimdienstes war. Er verarbeitete
dies in dem Band „Verbesserte Ausgabe“.
Die Familie taucht als Motiv
schon in Esterhazys Debütwerk
„Fancsiko und Pinta“ auf, das er 1976
kurz nach seinem Mathematikstudium veröffentlichte. Esterhazy sei
damit „in die im Frost des sozialistischen Realismus erstarrte ungarische Literatur eingebrochen wie der
Frühlingswind“, schrieb der ungarische Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertesz dazu. 33 Titel umfasst Esterhazys vielfach preisgekröntes
Werk mittlerweile, davon sind 24
auch in deutscher Übersetzung erschienen.
Bisweilen ist Esterhazy vorgeworfen worden, dass er nicht offen
gegen das kommunistische Regime
in seinem Land opponiert habe. Dazu sagte er, dass er damals wie viele
seiner Zeitgenossen über das Regime
nur noch „gelacht“ habe. Umso
deutlicher stellt er sich jetzt gegen
das zur Autokratie neigende Regime
des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban. (dpa)
A2 Freie Presse
ROMAN & RÄTSEL
D
ann wird die Untersuchung
eben aufgeschoben, bis sie
geborgen werden können“,
erwiderte Jean-Jacques nachdenklich. „Und uns wird man wohl so
lange beurlauben.“
„Mit dem neuen Staatsanwalt
scheint man aber doch reden zu
können.“
„Wenn nicht, wird wahrscheinlich meine Frau zuerst ihn und dann
mich erschießen“, sagte Jean-Jacques
in dem gespielt besorgten Ton, in
dem er immer seine ironischen Bemerkungen anbrachte.
Bruno schaute sich in der Grotte
um. Sie hatte kaum Schaden genommen. Nur die drei großen Stalagmiten vor dem Tunneleingang waren
umgestürzt, einer in das mit Steinbechern gefüllte Regal, direkt neben
der Leiche von Foucher, der nach
dem tödlichen Schuss des Gendarmen sofort dort zusammengebrochen war. Ein anderer hatte zwei
Tretboote, die am Ufer lagen, unter
sich begraben, und vom dritten war
nur ein Stumpf übriggeblieben, der
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Femme fatale
© 2013 by Diogenes Verlag AG Zürich – Folge 154
Bruno wie ein phallischer Wächter
am Tor der geheimnisvollen Unterwelt vorkam, die er gerne genauer
auskundschaften wollte. Er nahm
sich vor, sich bei Miko um eine Mitgliedschaft in dessen Verein zu bewerben. Jetzt aber wollte er nur
noch nach Hause, die Hühner füttern, sein Pferd ausreiten und mit
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te. Es war Ahmed, der durch die
Menge auf ihn zugelaufen kam.
„Wir hatten einen Notruf. Es
scheint um dein Haus zu gehen“,
flüsterte er Bruno keuchend ins Ohr.
„Vielleicht ist es besser, du hältst
dich eine Weile fern, bis wir endgültig Bescheid wissen. Ein Löschzug ist
schon unterwegs.“
„Soll das heißen, bei mir
brennt’s? Mein Haus steht in Flammen?“ Als er die Antwort in Ahmeds
Augen las, stieß er ihn beiseite,
sprang in den Wagen und rief dem
Baron zu, Gas zu geben. Er fragte
sich, wie und was nur geschehen
sein mochte, ahnte es aber bereits. Er
hielt Balzac fest im Arm, hörte eine
Sirene aufheulen und sah im Außenspiegel, dass Ahmed mit dem
kleinen Einsatzleitwagen folgte. Er
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„Nach Hause“, antwortete Bruno
und genoss Balzacs raue Zunge an
seinem Ohr. Als er ins Freie trat,
wunderte er sich am meisten darüber, dass es noch hell war. Die Wolken, die blauen Flecken am Himmel
und das Sonnenlicht wirkten nach
den Stunden unter Tage unglaublich frisch. Er blickte in lauter strahlende Gesichter. Seine Freunde und
Nachbarn jubelten ihm zu, und auf
dem Weg zum Auto des Barons
musste er zahllose Hände schütteln
und Wangenküsse verteilen. Als er
an Florence vorbeikam, ging er in
die Hocke und gab ihren Zwillingen
einen Kuss, dann auch der Mutter,
die ihn für den nächsten Abend zum
Essen einlud. Er wollte gerade in den
alten Citroën DS des Barons einsteigen, als er seinen Namen rufen hör-
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dem Hund spazieren gehen. Dann
würde er einen Teller Suppe essen
und sich ins Bett legen, vierundzwanzig Stunden lang. Er streifte das
Handtuch ab und zog die Sachen an,
die ihm der Baron gebracht hatte.
Wie auf ein Signal hin kam der Bürgermeister und führte ihn vor eine
der Fernsehkameras, wo man ihn
bat, das dramatische Geschehen in
der Höhle kurz zusammenzufassen.
„Nach Hause?“, fragte der Baron,
der plötzlich neben ihm auftauchte.
Er trug Balzac in der Armbeuge und
übergab ihn jetzt seinem Herrchen.
„Wenn du Hunger hast, spendiere
ich dir ein Abendessen. Aber mir
scheint, du willst jetzt lieber schlafen. Allerdings fürchte ich, dass du
draußen noch einiges über dich ergehen lassen musst.“
schaute wieder nach vorn, dachte an
sein Haus, das er mit seinen eigenen
Händen gebaut hatte, an die Enten
und Hühner und den Garten, den er
angelegt hatte, an den Wein im Keller und seine kleine Bibliothek.
Vor seinem Haus standen zwei
Spritzenwagen, aber nur noch ein
Schlauch war auf das Dach gerichtet. Die Fensterrahmen des Wohnzimmers und der Küche waren rußgeschwärzt, die Eingangstür war
aufgebrochen. Der Anbau mit den
Schlafzimmern und die Scheune
schienen verschont geblieben zu
sein und das Gehege der Enten und
Hühner ebenfalls.
„Es hätte sehr viel schlimmer
kommen können. Wir waren früh
genug zur Stelle. Ein Glück, dass jemand von der Straße aus Rauch hat
aufsteigen sehen und uns alarmiert
hat“, sagte Ahmed, der sich neben
ihn gestellt hatte. Fortsetzung folgt
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Dienstag, 14. April 2015
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FERNSEHEN & RADIO
Dienstag, 14. April 2015
IM RADIO
VENEZUELA
Auf dem Weg
zur Diktatur?
DLF 19.15 UHR
15 Jahre nach dem
Amtsantritt von Hugo Chávez, zwei
Jahre nach seinem Tod befindet sich
Venezuela in einer tiefen Krise. Im
ölreichsten Land Lateinamerikas
herrscht heute ein Mangel an Benzin und Elektrizität, an Grundnahrungsmitteln und Medikamenten.
Die Inflation beträgt rund 70 Prozent. Was ist aus der einstigen „bolivarischen Revolution“ geworden,
die einen Sozialismus des 21. Jahrhunderts verfocht? Ist der Niedergang des Landes, gegen den seine
Bürger seit Monaten protestieren,
nur der Politik des Nachfolgers von
Chávez, Nicolás Maduro, zuzuschreiben? Eine Reportage. (fp)
Freie Presse
Ein Sommernachtstraum
A3
Geiz
ist nicht
ganz sauber
Die Komödie „16 über
Nacht!“ erzählt ein
Märchen für Erwachsene:
Die 39-jährige Claire
träumt sich in ihre Schulmädchenzeit zurück.
Und aus dem Traum
wird Wirklichkeit.
ZDF-Dokumentation über
Putzfrauen und -männer
ZDF 22.15 UHR
dem Cannstatter Wasen herumtreibt, schlägt dem Fass den Boden
aus. Claire stellt den beiden nach
und verfolgt sie bis in den Probenkeller, wo man mit den Proben zu
Shakespeares
„Sommernachtstraum“ beschäftigt ist.
Als sie zu einem herumliegenden
gelben Reclam-Heftchen greift und
darin die Notiz liest: „Ich warte nach
der Aufführung auf dich!“ ist es um
sie geschehen: Claire sinkt ohnmächtig nieder. Beim Wiedererwachen ist sie in ihr 16-jähriges Alter
Ego von einst (Anna Hausburg) zu-
rück verwandel – sie war es, der die
Notiz ihres damaligen Freundes,
eben Frank, gegolten hatte.
Einst hatten sie und ihr späterer
Mann im Shakespeare-Stück Titania
und Oberon gespielt. Doch die Liebe
ging inzwischen wie sie kam, fast so
wie bei Titania und dem Esel in
Shakespeares Stück. Claire nennt
sich jetzt Tamara und versteckt sich
aus Scham vor Mann und Kindern –
nur per E-Mail hält sie noch (sehr
rührenden) Kontakt. Man muss es
den Märchenerzählern glauben:
Weder Frank noch die eigenen Kin-
der erkennen in dem jungen Mädchen die Ehefrau und Mutter wieder.
Als sich Claire (jetzt Tamara)
dann auch noch in Franks Schule
einschult, um dessen Theater-AG
und dem Geheimnis ihrer seltsamen
Verzauberung näher zu kommen, ist
das Scherzen groß. „Fack ju, Göhte“Sprüche prallen da auf mütterliche
Konventionen. Was Wunder: steckt
doch der falsche Mensch in der richtigen Haut. Lange vor dem Ende des
Alptraums fragt man sich nur noch:
Wie kommt Claire da bloß wieder
heraus? Auflösung folgt. (tsch)
Man muss es wohl so
sagen: Putzen ist ein Drecksjob.
Wirklich Spaß haben nur sehr wenige daran. Wer es sich leisten kann,
bezahlt eine Putzkraft. Und sei es
nur für die eigenen vier Wände. Das
ist auch völlig legitim. Wenn man
einen anständigen Preis für die gewollte Dienstleistung zahlt. In einer
Welt voller „Geiz ist geil“ hört der
Anstand jedoch dort auf, wo das
Geld beginnt. Online-Portale, bei denen Dienstleistungen wie eben das
Putzen „ersteigert“ werden können,
feuern diese Entwicklung an. Nur
aber: Die Auktion verlaufen nicht
wie üblich, sondern genau anders
herum. Nicht das höchste Gebot erhält den Zuschlag, das kostengünstigste Angebot kriegt den Job. Vor allem Kleinstunternehmer wie Sven
aus Berlin leiden darunter. Der
Selbstständige bekommt über ein
Online-Portal viele Aufträge. Nur
aber werden diese immer schlechter
bezahlt. Sven muss annehmen, auch
weit unter dem inzwischen gesetzlichen Mindestlohn, will er mit seinen Mini-Putzjobs über die Runden
kommen. Sven schrubbt oftmals bis
tief in die Nacht. Seine Familie sieht
er kaum mehr. Davon erzählt der
Film von Angelika Wörthmüller
und Enrico Demurray. (tsch)
VON HANS CZERNY
SAT-1 20.15 UHR
Er steckt 15
Millionen Euro in den Umbau der
Hamburger Kunsthalle. Außerdem
fördert er den Breitensport, Kultur
sowie Medizin in der Hansestadt –
Alexander Otto, der jüngste Sohn
des Versandhausgründers Werner
Otto und Chef des Einkaufszentrumsbetreibers ECE. Das Mäzenatentum liegt in der Familie. Was
treibt die Mäzene an? Dieser Frage
geht das Deutschlandradio in diesem „Länderreport“ nach. (fp)
Sat-1 liebt Komödien
frei nach dem Motto: „Liebling, ich
habe die Kinder geschrumpft“. Diesmal trifft es Sophie Schütt, die in die
Zauberküche muss. Bei Schultheater-Proben zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ verwandelt sich
die beinahe 39-jährige Claire unvermittelt in ein junges Mädchen. So
gehört die Komödie „16 über Nacht!“
(2014) zur Kategorie der Filme, in denen Manager zu Spielzeug-Männlein schrumpfen oder Bodybuilder
sich in Fettwänste verwandeln.
Diesmal kommt man allerdings ohne jeden Digitaltrick aus.
Claires (Sophie Schütt) Familienleben ist nach 20 Jahren nicht allzu
harmonisch: Ihre Ehe mit Frank (Janek Rieke), der von Beruf Lehrer ist,
steckt in der Krise, und die Kinder
Betti und Daniel gehen gerne mal
auf Distanz. Dass sich Frank dann
auch noch mit einer Schülerin auf
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REPORTAGE
Wenn Millionäre
zu Mäzenen werden
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traum“ in den Händen hält. Daraufhin passiert Unglaubliches.
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A4 Freie Presse
RATGEBER
Dienstag, 14. April 2015
Alte Mütter
NACHRICHTEN
GESUNDHEIT
Für Parkinson gibt
es Warnzeichen
MEIN GARTENTIPP
Ohne Moos
mehr los
Dr. Maren Goeckenjan von der Uniklinik Dresden zu den Risiken, mit 65 noch mal schwanger zu werden.
Gestern Abend hat sie im Fernsehen erstmals über ihre späte
Schwangerschaft gesprochen: Annegret Raunigk erwartet Vierlinge
– mit 65 Jahren! Das erregt auch
unter Ärzten Aufsehen. Die Berlinerin hat 13 Kinder und sieben Enkel. Nun, nach einer Kinderwunschbehandlung mit Eizellenund Samenspenden im Ausland
erwartet sie erneut Nachwuchs.
Das ist medizinisch möglich –
aber ein hohes Risiko für Mutter
und Kinder, sagt Dr. Maren Goeckenjan, Reproduktionsmedizinerin an der Uni-Klinik Dresden. Mit
ihr unterhielt sich Martina Hahn.
Riechstörungen oder Depressionen
können ein Frühsymptom für Parkinson sein. Auch aggressive Träume deuten auf ein erhöhtes Risiko
für diese Krankheit hin – auch
schon 10 oder 20 Jahre vor dem Ausbruch der unheilbaren Nervenkrankheit. Darauf weisen die Deutsche Gesellschaft für Neurologie
und die Deutsche Parkinson-Gesellschaft (DPG) hin. „Es gibt bisher aber
weder ein verlässliches Kriterium,
das mit Sicherheit anzeigt, dass ein
Mensch im Laufe der nächsten Jahre
Parkinson entwickeln wird, noch
Medikamente, die die Entstehung
verhindern können“, sagt Professor
Daniela Berg von der DPG. Mit Medikamenten, Gehirntraining und Bewegungstherapie könne der Verlauf
der Erkrankung aber beeinflusst
werden. (dpa)
Freie Presse: Frau Dr. Goeckenjan, wie viele Frauen kennen Sie,
die jenseits der 45 auf natürlichem Wege schwanger geworden sind?
Dr. Maren Goeckenjan: Die älteste,
von der ich definitiv weiß, dass sie
auf natürlichem Wege schwanger
wurde, war 44 Jahre alt. Die Fähigkeit der Eierstöcke, empfängnisbereite Eizellen zu produzieren, tendiert ab 45 Jahren bei den meisten
Frauen gegen null, auch wenn sich
die Frau noch sehr fit fühlt. Anders
als Spermien, die im Körper des
Mannes immer wieder neu erzeugt
werden, werden Eizellen – rund
zehn Millionen – schon vor der Geburt im Körper einer Frau angelegt.
Das heißt: Die Eizellen sind so alt,
wie die Frau ist. Das Altern und der
Verlust der Eizellen sind für viele
moderne Frau nur schwer zu ertragen. Es lässt sich aber nicht aufhalten.
Welches sind die Risiken für
Mutter und Kind bei einer späten Schwangerschaft?
Es gibt mehrere Risiken. Ältere Mütter leiden oftmals unter Bluthochdruck, Stoffwechselerkrankungen
wie Diabetes, Zustand nach Schlaganfall und Thrombosen. Man muss
sich zudem klarmachen, dass das
Herz der Mutter von Vierlingen
noch mehr pumpen und die von
vier Föten verdrängte Lunge noch effektiver arbeiten muss. Für das Kind
sind die Risiken einer Frühgeburt
mit der Gefahr einer Hirnblutung
oder eines Infekts verbunden. Auch
vorzeitige Plazentaablösung oder
Präeklampsie, früher fälschlicherweise Schwangerschaftsvergiftung
genannt, treten häufiger auf. Hier
wird der Mutterkuchen zu wenig
durchblutet, der Fötus dadurch unterversorgt. All das gefährdet das
Kind. Babys älterer Mütter sind häufig schwächer, kleiner und können
ERNÄHRUNG
Basilikum lässt sich
auf Vorrat ernten
Vom Basilikum werden immer die
Triebspitzen geerntet. Das untere
Blattpaar sollte stehen bleiben, rät
die Bayerische Gartenakademie. Aus
den Blattachseln sprießen laut Experten neue Blätter. Wird das Küchenkraut mit den Triebspitzen geerntet, wächst es immer üppiger
und buschiger und bietet lange Frisches in der Küche. Basilikum lässt
sich auch auf Vorrat ernten, und die
Blätter können eingefroren werden.
Die geschnittenen Blätter sollten in
die Behälter für Eiswürfel gelegt, mit
Wasser bedeckt und in die Gefriertruhe gelegt werden. (dpa)
INTERNET
Ein Shop für alle
Windows 10-Geräte
Microsoft wird mit dem neuen Windows 10 einen einheitlichen Online-Shop einrichten. Alle Geräte
mit Windows 10 – vom Smartphone
über den Computer bis zur Spielkonsole Xbox – sollen darauf zugreifen können. Dabei sollten sie nicht
nur Apps, sondern auch Spiele, Musik, Filme und Serien abrufen können. Die Zusammenführung der bislang getrennten Verkaufsplattformen soll mit den Marktstart von
Windows 10 vollendet sein. Bis jetzt
können nur Tester der Vorabversion
des neuen Betriebssystems eine frühe Version des Stores nutzen, heißt
es von Microsoft. (dpa)
WOLFGANG FRIEBEL
ZUR PFLEGE
DES RASENS
expertentippr@redaktion-nutzwerk.de
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RTL-Moderatorin Birgit Schrowange mit der jetzt schwangeren 65-jährigen Annegret Raunigk und ihrer jüngsten
Tochter (9) an einem See. Foto: dpa
Dr. Maren
Goeckenhahn
Reproduktionsmedizinerin
FOTO: PRIVAT
„Nicht alles, was
medizinisch
möglich ist, sollte
gemacht werden.“
infolge solcher Fehlentwicklungen
und Erkrankungen der Mutter auch
sterben. Krankheiten durch einen
Gen- und Chromosomen-Defekt
sind im Falle einer Eizellenspende
allerdings seltener bis gar kein Thema. Denn in der Regel ist die Spenderin eine junge Frau. Wie gesagt: Die
Eizellen einer Frau sind immer so alt
wie die Frau selbst. Nicht alles, was
medizinisch möglich ist, sollte gemacht werden. Schon bei einer 25Jährigen sind Vierlinge „ein katastrophales Risiko für die Gesundheit
von Mutter und Kind.
Musste die Berlinerin viele Hormone schlucken, um schwanger
zu werden?
Ich gehe davon aus, dass die Frau
„superfertil“ ist. Schließlich hat sie
schon 13 Kinder zur Welt gebracht.
Eigene Eizellen kann sie in dem Alter, also nach den Wechseljahren,
dennoch nicht mehr produzieren.
Die Berlinerin ist laut Medienberichten über eine Eizellenspende
schwanger geworden. Das bedeutet
in der Regel weniger Hormone als etwa bei einer Hormonbehandlung
mit dem Ziel eines EmbryonenTransfers nach einer In-vitro-Behandlung. Bei der wird mittels einer
höheren Hormoneinnahme ja erst
einmal die Produktion von mehreren Eizellen angekurbelt, die dann
entnommen, außerhalb des Körpers
der Frau befruchtet und wieder in
die Gebärmutter eingesetzt werden.
Das ist bei einer Eizellenspende, wie
sie hier offenbar der Fall war, anders:
Bei dieser muss die Frau zwar auch
Östrogene und Gestagene zu sich
nehmen, damit die Gebärmutterschleimhaut so vorbereitet wird,
dass sie die befruchteten Embryonen überhaupt annehmen kann.
Und sie muss weitere Monate Hormone zu sich nehmen, damit die
Schleimhaut und damit die
Schwangerschaft erhalten bleiben.
Ist die Schwangerschaft mit 65
dem Kind gegenüber verantwortungslos?
Die Frau kann durchaus eine gute
Mutter sein. Ich gehe davon aus, dass
sie sich das Ganze gut überlegt hat.
Vielleicht plant sie, dass sich ihre älteren Kinder eines Tages um die vier
Nachzöglinge kümmern. Sie selbst
wird dies ja nur begrenzt lange tun
können. Ich finde es aber wegen der
medizinischen Risiken verantwortungslos: Die Wahrscheinlichkeit,
dass die vier Babys zu früh auf die
Welt kommen, liegt bei hundert Prozent.
Väter über 50 sind gesellschaftlich akzeptiert, Mütter jenseits
der 45 ernten für ihren Kinderwunsch häufig Kopfschütteln
und Unverständnis. Verstehen
sie diese Reaktion?
Ich habe einige Mütter über 45 betreut, die nach einer Kinderwunschbehandlung gesunde Kinder zur
Welt gebracht haben. Kinder, die
heute in einer glücklichen Familie
leben. Dennoch: Das Risiko für Mutter und Kind ist hoch. Nicht alles,
was medizinisch möglich ist, sollte
gemacht werden. Es gibt schlicht einen wichtigen Unterschied zwischen Mann und Frau: Vater zu werden ist nicht schwer. Mutter hingegen schon.
ie eine Rasenfläche ist gut
durch den Winter gekommen, bei der anderen sieht
alles grau aus. Je höher die Ansprüche sind, umso mehr Pflegeaufwand
ist damit auch ab dem Frühjahr verbunden. Rasen gedeiht auf allen
nahrhaften und feuchten Böden in
sonniger Lage. An Böden und Feuchtigkeit kann man etwas verändern,
im Schatten sind die Möglichkeiten
begrenzt. Es gibt für jede Gebrauchseigenschaft und schattige Lagen besondere Saatgutmischungen. Allerdings ist in einer Schattenlage das
Wachstum begrenzt. Dort, wo der
Rasen auf dem Rückzug ist, hat
Moos Chancen. Hinzu kommt, dass
der Rasen erst bei Temperaturen
oberhalb acht Grad wachsen kann,
Moos aber schon über null Grad gedeiht. Moos besetzt so den Platz, der
vom Rasen nicht belegt ist.
In guten Rasenflächen genügen
kräftiges Ausharken von Resten des
Rasenschnitts und Laub sowie eine
Gabe Rasenvolldünger. Nur bei starker Verfilzung sollte man Vertikutieren, am besten einmal längs und
dann quer. Dazu sollte der alte Rasen
relativ kurz sein, bei langen Halmen
wartet man mit dem Vertikutieren
den ersten Schnitt ab. Der Abfall ist
zu entfernen. Dünger sollte auf trockenen Rasen gestreut und hinterher eingewässert werden. Gegen Unkraut oder Moos gibt es Dünger.
Fehlstellen im Rasen müssen nachgesät werden, damit sich nicht wieder Moos bildet. Oft ist auch stark
verdichteter Boden Ursache für den
Rückgang des Rasens. Dann kann
man in den Boden Sand einbringen.
Im Garten reicht meist das Einstechen mit einer Grabegabel und Rütteln, um Hohlräume zu schaffen. In
die rieselt der Sand ein. Der erste
Schnitt erfolgt je nach Witterung
und Wuchs. Die Halme müssen glatt
abgeschnitten werden und nicht
ausfransen. Die Schnitthöhe sollte
nicht unter fünf Zentimeter liegen.
Zu kurz geschnittenes Gras wächst
schwerer und brennt leichter aus.
WOLFGANG FRIEBEL ist Gartenmeister im
Schloss Pillnitz. Haben auch Sie eine Frage an
ihn? Schreiben Sie an Nutzwerk, 01055 Dresden oder eine Mail an expertentipp@redaktion-nutzwerk.de.
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