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DEUTSCH 3.0: Wie spricht die Wissenschaft zur - Goethe-Institut

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DEUTSCH 3.0: Wie spricht die Wissenschaft zur Gesellschaft?
Arbeitskreis Deutsch als Wissenschaftssprache tritt für Mehrsprachigkeit ein
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe DEUTSCH 3.0 des Goethe-Instituts
veranstaltet der Arbeitskreis Deutsch als W issenschaftssprache (ADAW IS)
einen Vortragsabend m it Podium sdiskussion über „Die Sprache von Forschung
und Lehre: Bindeglied der W issenschaft zu Kultur und Gesellschaft?“. W ie viel
Erkenntnis geht verloren, wenn sich der „English only“-Trend an deutschen
Universitäten fortsetzt? Reißen Forschung und Lehre die Brücke zur
Gesellschaft ein, wenn sie über ihre Ergebnisse nicht mehr in der eigenen
Sprache reden können? Podiumsteilnehmer sind der Germanist und ehem alige
Bundestagspräsident W olfgang Thierse oder der Politologe Heinrich
Oberreuter. (Donnerstag, 16. Oktober 2014, ab 18.00 Uhr; Einstein-Saal der BerlinBrandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Berliner Gendarmenmarkt, Eintritt frei,
Informationen unter www.deutsch3punkt0.de)
„Das Englische leistet im internationalen Kontext unschätzbare Dienste“, räumt Professor Dr.
Ralph Mocikat, Erster Vorsitzender des Arbeitskreises Deutsch als Wissenschaftssprache
(ADAWIS) e.V., ein. Er hält es jedoch für problematisch, dass sich viele Wissenschaftler an
deutschen Universitäten inzwischen auch in der Kommunikation untereinander und in der
Lehre auf Englisch umgestellt haben: „Verschiedene Sprachen strukturieren die Wirklichkeit
jeweils unterschiedlich, und daher braucht selbst naturwissenschaftliches Arbeiten
mehrsprachige Kommunikation, wenn es nach umfassender Erkenntnis strebt.“
Wissenschaftliches Denken ist kulturkreisspezifisch und durch Traditionen geprägt. Die
Sprache eines Wissenschaftlers definiert demnach auch seine Denkwelt, mit unterschiedlich
aufgeladenen Begriffen und unterschiedlichen Argumentationsstrukturen. Doch wie wirkt
sich das Verschwinden unserer Landes- und Alltagssprache aus Forschung und Lehre auf die
Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft aus? Wie kann eine Gesellschaft über
Ziele und Nutzanwendungen der Wissenschaft noch mitbestimmen, wenn sie hierzu keinen
sprachlichen Zugang mehr besitzt? Diesen Fragen soll die Diskussion an der
Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften nachgehen.
Mit seinem Impulsvortrag wird Christian Fandrych vom Herder-Institut Leipzig die beiden
Szenarien beleuchten: „Monolingualer Habitus oder wissenschaftliche Mehrsprachigkeit?“ Am
Beispiel internationaler Studienprogramme erörtert er die Rolle der Sprache in der
Hochschullehre. Über mögliche gesellschaftliche Folgen des Verschwindens unserer
Landessprache aus Hochschulen und dem wissenschaftlichen Diskurs diskutieren
anschließend der Germanist und ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, Gerhard
Schäfer von der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, der frühere Direktor der
Akademie für Politische Bildung Tutzing Heinrich Oberreuter, der Wissenschaftstheoretiker
und Autor von „Citizen Science“ (Bürgerwissenschaft) Peter Finke sowie Hermann H. Dieter,
Toxikologe und Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Deutsch als Wissenschaftssprache.
Moderiert wird die Diskussion von dem Politologen und Journalisten Andreas Vierecke.
Die Veranstaltungsreihe DEUTSCH 3.0 befasst sich mit der Zukunft der deutschen Sprache
und geht auf eine Initiative des Goethe-Instituts zurück, das den Duden-Verlag, das Institut
für Deutsche Sprache und den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft als Partner
gewonnen hat. Der Arbeitskreis Deutsch als Wissenschaftssprache (ADAWIS) e.V. ist einer
der Kooperationspartner.
Hintergrund:
Unsere Sprache und unsere Kommunikationsgefüge sind im Wandel begriffen. Vor diesem
Hintergrund hat das Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit Duden, dem Institut für Deutsche
Sprache und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft die internationale
Veranstaltungsreihe DEUTSCH 3.0 initiiert. DEUTSCH 3.0 bietet – in Zusammenarbeit mit
Akteuren aus Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft – das
Reflexionsfeld für einen breiten Diskurs zur deutschen Sprache. Durch gemeinsame
Überlegungen sollen neue Erkenntnisse gewonnen, der Orientierungsprozess unterstützt und
die Zukunftsfähigkeit der deutschen Sprache gesichert werden. Medienpartner sind
Deutschlandradio Kultur und ZDF aspekte. Weitere Informationen sind unter
www.deutsch3punkt0.de abrufbar.
Kontakt:
Prof. Dr. med. Ralph Mocikat
Erster Vorsitzender
Arbeitskreis Deutsch als
Wissenschaftssprache
(ADAWIS)
Tel. +49 89 893 09 666
RMocikat@gmx.de
Viola Noll
Richard Tigges
Pressereferentin
Kommunikation "DEUTSCH
Goethe-Institut Hauptstadtbüro 3.0"
Tel.: +49 30 25906 471
TOPTEXT Medienservice
noll@goethe.de
Tel.: +49 162 493 493 7
presse@deutsch3punkt0.de
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