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Pressemeldung, 24.10.2014
GERK Vollversammlung am 22.10.2014
GESUNDE ERNÄHRUNG UND GEBÜHRENMODELL IM MITTELPUNKT
In der Vollversammlung am 22. Oktober 2014 haben sich die anwesenden Elternbeiräte und
Eltern klar dafür ausgesprochen, als GERK die bestehende Elterninitiative zu Cook + Chill zu
unterstützen. Ziel ist es, unbedenkliche Alternativen zu den aktuell eingesetzten
Plastikverpackungen für die Mahlzeiten zu erarbeiten und möglichst schnell umzusetzen. Solange
nicht klar sei, welche schädlichen Substanzen in welcher Menge von den Folien in die
Mahlzeiten übergehen, dürften Kinder nicht als Versuchskaninchen benutzt werden - vor allem,
wenn sichere und erprobte Alternativen zur Verfügung stünden.
Dass dies möglich ist zeigte die Stadtverwaltung im September, als sie auf steigenden Druck
zahlreicher betroffener Eltern mit der Umstellung der Erwärmung der Mahlzeiten auf
Edelstahlbehälter reagierte. Dies, so die Meinung der Eltern, sei jedoch nur ein Anfang, solange
die heißen Mahlzeiten nach wie vor in Plastikfolie abgefüllt und gelagert würden, bestehe
weiterhin Handlungsbedarf.
Dr. Isabell Mack, Elternbeirätin in der Pestalozzistraße und Ernährungswissenschaftlerin wies
außerdem darauf hin, dass Eltern in den Einrichtungen mit 40- und 50-Stundenbausteinen keine
Wahl und keine Alternativen zum Essen in Plastikverpackungen hätten. Hinzu komme, dass in
den kommenden Jahren alle betroffenen Einrichtungen mit Warmessensangebot auf Cook + Chill
umgestellt würden, es seien dann also noch mehr Kinder davon betroffen sein als heute. Die
Teilnehmer der GERK-Vollversammlung fordern die Stadtverwaltung auf, schnellstmöglich und
in engem Dialog mit den Eltern an sicheren Alternativen zu arbeiten und diese auch umzusetzen.
Ein weiteres Schwerpunktthema des GERK in 2015 wird die Einführung eines neuen
Gebührenmodells sein. Die Vorschläge des GERK dazu liegen auf dem Tisch und wurden mit
den Fraktionen diskutiert. Ziel ist es, ein sozial gerechtes Modell einzuführen, das die
ungewollten Mehreinnahmen beseitigt und dieses Modell in eine elternfreundliche
Benutzerordnung einzubetten. Hier müssen die benachteiligenden Regelungen beseitigt werden,
so z.B. das Bruttoeinkommen als Berechnungsgrundlage, die Rückwirkungsregelung bei
Beitragsnachforderungen während elternbegünstigende Beitragsanpassungen erst ab
Antragsstellung berücksichtigt werden etc. Entsprechende Anträge der SDP-Fraktion liegen vor
und werden vom GERK unterstützt. Im aktuellen Haushaltsplan seien nach wie die bestehenden
Mehreinnahmen eingeplant, so der GERK-Vorstand. Deshalb sei es weiterhin notwendig, bei
Fraktionen und Verwaltung auf die Entwicklung und Einführung des neuen Modells zu drängen.
Neben den Schwerpunktthemen stellte sich die Initiative Kidz'n'Biz in der Vollversammlung vor.
Sie möchte in Reutlingen eine Co-Working-Einrichtung nach dem Eltern-Kind-Büro-Prinzip
aufbauen. Dort können Eltern einen Arbeitsplatz mieten, während ihre Kinder in unmittelbarer
Nähe professionell betreut werden. Dies soll insbesondere für Selbstständige oder Eltern mit
flexiblen Arbeitsbedingungen entgegenkommen, denen die bestehenden Betreuungsbausteine in
Reutlingen nicht ausreichen oder die ihr Kind nicht dauerhaft in einer Einrichtung betreuen lassen
wollen. Die Präsentation fand großes Interesse bei Eltern – auch wenn sie noch in den
Kinderschuhen steckt.
Die Klammer der Vollversammlung bildeten jeweils ein Blick zurück mit den Höhepunkten des
erfolgreichen Jahres 2014 und der Ausblick auf das Jahresprogramm 2015. Dort wird der GERK
dann ohne sein langjähriges Vorstandmitglied Katja Anton-Kalbfell arbeiten müssen. Sie schied
zur Vollversammlung aus privaten Gründen aus dem Vorstand aus. Die Vorstandsmitglieder
dankten Katja Anton-Kalbfell für ihr großes Engagement. Die Lücke wird jedoch bald gefüllt
werden können, am 22. November findet in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die
Wahl einer Nachfolgerin statt.
In der Vollversammlung waren mit über 30 Teilnehmern mehr als 20 Einrichtungen
unterschiedlicher Träger vertreten. Sicher auch ein erster Erfolg der aktuell laufenden Besuche
des GERK-Vorstands in den Reutlinger Einrichtungen. Die Kontakte zwischen Eltern,
Einrichtungen und dem GERK sollen weiter vertieft werden.
Info:
Der Gesamtelternbeirat Reutlinger Kindergärten und Kindertagesstätten (GERK) e.V. – in
Gründung – ist die übergreifende Interessensvertretung aller Eltern, deren Kinder eine
Reutlinger Kindertageseinrichtung besuchen. Rund 4.400 Betreuungsplätze stehen zur
Verfügung, die von über 2.200 Familien genutzt werden. Das gemeinsame Ziel der
Elternvertreter, Eltern, Einrichtungen und Träger ist die Sicherstellung und Weiterentwicklung
einer hochwertigen, kind- und familiengerechten Kinderbetreuung in Reutlingen.
Der GERK setzt sich dafür intensiv gegenüber Trägern und politischen Gremien ein. Er arbeitet
überparteilich und überkonfessionell. Als Vorstände sind Cornelia Freidel, Claus Mellinger,
Veronika Pucchio, Tamara Matuz, Eckhard Schönhart und Rohit Noheria noch bis 2016 gewählt.
www.gerk-info.de
www.facebook.com/gerk.reutlingen
info@gerk-info.de
Pressekontakt: Claus Mellinger, Telefon 0172-7798874
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Bildung
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