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BA Europäische Ethnologie / Volkskunde im Hauptfach - Universität

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—1—
BA Europäische Ethnologie / Volkskunde im Hauptfach (85 ECTS)
Anmeldung zu den Seminaren und Einführungsveranstaltungen.
Die Veranstaltungen müssen elektronisch belegt werden (SB@Home).
Dies geschieht in zwei Phasen:
1. Anmeldefrist: 22.09.-29.09.2014,
in der ersten Anmeldefrist entscheidet das Losverfahren. Der Anmeldezeitpunkt spielt hier
keine Rolle. Nach Ablauf der Frist werden die Teilnehmerlisten zur Gleichverteilung der
Studierenden auf die Veranstaltungen überarbeitet. Die nach der Bearbeitung entstandenen
freien Plätze können in der zweiten Anmeldefrist belegt werden.
2. Anmeldefrist: 02.10.-12.10.2014,
hier werden die noch freien Teilnehmerplätze nach Eingang vergeben. Eine frühzeitige
Eintragung sichert somit die Teilnahme.
Bei Mehrfacheintragungen in die Listen behalten wir uns Streichungen vor. Dies kann dazu
führen, dass Sie dann an einer Lehrveranstaltung teilnehmen müssen, deren Besuch Sie gar
nicht eingeplant hatten oder die sich mit einem anderen Termin überschneidet. Tragen Sie
sich bitte daher nur für diejenige Lehrveranstaltung ein, die Sie tatsächlich besuchen
möchten.
Für alle Studierenden im BA-Studiengang: Falls Sie keinen Platz für eine BALehrveranstaltung zugelost bekommen haben, wenden Sie sich bitte an Frau Susanne Dinkl
M.A. (susanne.dinkl@uni-wuerzburg.de).
Für Informationen zu den Kursen (vorab und im laufenden Semester) ist es unbedingt
notwendig, dass Sie regelmäßig Ihre Uni-Emailadresse abfragen.
Wichtig: Wer ohne Angabe von Gründen an der ersten Sitzung nicht teilnimmt, kann
nur in begründeten Ausnahmefällen und nach persönlicher Benachrichtigung in das
Seminar aufgenommen werden. Diese Regelung wurde infolge der erheblich gestiegenen
Studierendenzahlen erforderlich. Wer aus persönlichen oder anderen Gründen (z.B.
Lehrveranstaltung eines anderen Faches zum selben Termin) an der angemeldeten
Veranstaltung nicht teilnehmen kann, muss sich persönlich beim betreffenden Dozenten /
Lehrbeauftragten abmelden.
Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Europäischen Ethnologie /
Volkskunde (www.volkskunde.uni-wuerzburg.de).
Einführungsveranstaltung der Europäischen Ethnologie/Volkskunde (2 SWS)
Veranstaltungsart: Einführungsveranstaltung
0406603
Inhalt
Di 09:00 - 11:00
Einzel
07.10.2014 - 07.10.2014 HS 3 / Phil.-Geb.
Lauterbach
Einführung in das Wintersemester 2014/15 mit Vorstellung des Lehrangebots und Ergänzungen zum vorliegenden Vorlesungsverzeichnis.
Einführung in die Europäische Ethnologie / Volkskunde - 04-EEVKEinf (Pflichtbereich 1. + 2. Semester bzw. 1. Jahr)
Teilmodul 1: Fachgeschichte, Theorien, Grundbegriffe 1 - 04-EEVKEinf-1
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Fachgeschichte, Theorien, Grundbegriffe (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 3)
Veranstaltungsart: Übung
0406620
Inhalt
Hinweise
Literatur
Mi 14:00 - 16:00
wöchentl.
08.10.2014 - 21.01.2015
ÜR 11 / Phil.-Geb.
01-Gruppe
Kestler
Do 08:00 - 10:00
wöchentl.
09.10.2014 - 22.01.2015
ÜR 11 / Phil.-Geb.
02-Gruppe
Kestler
Mi 14:00 - 16:00
Einzel
28.01.2015 - 28.01.2015
Kestler
Diese Übung macht die Studierenden grundsätzlich mit den Problem- und Forschungsfeldern sowie den Arbeitsweisen des Faches Europäische
Ethnologie / Volkskunde vertraut. Neben einem Überblick über die Fachgeschichte widmet sie sich ausgewählten Arbeitsgebieten und thematisiert
aktuelle Forschungstendenzen bzw. -perspektiven. Zugleich werden notwendige Grundkenntnisse volkskundlicher Arbeitstechniken und Methoden
vermittelt.
Studierende im Magisterstudiengang Europäische Ethnologie / Volkskunde, die noch keinen GK I absolviert haben, können diese Übung ersatzweise
besuchen, müssen aber zusätzlich zur Klausur und im Gegensatz zu den BA-Studenten noch ein Referat übernehmen.
Harvolk, Edgar: Wege der Volkskunde in Bayern. Ein Handbuch. Würzburg 1987; Brednich, Rolf Wilhelm (Hg.): Grundriss der Volkskunde. Einführung
in die Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie. 3., überarb. und erw. Aufl. Berlin 2001; Göttsch, Silke / Lehmann, Albrecht (Hg.): Methoden
der Volkskunde. Positionen, Quellen und Arbeitsweisen der Europäischen Ethnologie. Berlin 2001.
Lektürekurs zur Fachgeschichte (1 SWS, Credits: BA-HF+NF: 2)
Veranstaltungsart: Übung
0406659
Mo 08:00 - 09:00
Inhalt
Mo 09:00 - 10:00
wöchentl.
13.10.2014 - 19.01.2015 ÜR 24 / Phil.-Geb.
02-Gruppe
Kestler
In diesem Kurs sollen die in der Lehrveranstaltung „Fachgeschichte, Theorie, Grundbegriffe“ erarbeiteten Themenfelder ergänzend behandelt
werden. Durch konzentrierte Lektüre, Analyse und Kritik wissenschafts- und fachgeschichtlicher Texte zur Europäischen Ethnologie / Volkskunde
wird ein fundierter Einblick in die Themenfelder, Geschichte, Theorien und kontroversen Standpunkte zur Entwicklung des Faches vermittelt.
wöchentl.
13.10.2014 - 19.01.2015
ÜR 24 / Phil.-Geb.
01-Gruppe
Kestler
Teilmodul 2: Alltagskulturforschung - 04-EEVK-Einf-2
Kommunikationskultur. Inhalte, Formen, Medien, Funktionen (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 2; MA: 2)
Veranstaltungsart: Vorlesung/Übung
0406601
Inhalt
Literatur
Di 10:00 - 12:00
wöchentl.
14.10.2014 - 20.01.2015 1.012 / ZHSG
Lauterbach
Kommunikation ist im Sinne Max Webers eine Form von sozialem Handeln, dies mit einem bestimmten Sinn und mit einem bestimmten Zweck.
Im Kommunikationsprozess werden Botschaften vermittelt, welche über eine bestimmte Bedeutung verfügen, für die Kommunikationspartner, für
ihre soziale Umwelt, für eine ganze Gesellschaft. Wir haben es daher bei der Analyse des Forschungsfelds „Kommunikation“ stets mit inhaltlichen,
formalen, medialen und funktionalen Aspekten zu tun und stellen dazugehörige Fragen: Was wird vermittelt, wie wird vermittelt, in welchen Medien
wird vermittelt, für wen wird vermittelt, in welchen Kontexten wird vermittelt, warum wird vermittelt und welcher Nutzen wird daraus gezogen? In
den Blick genommen werden gleichermaßen die Produktion, Distribution und Rezeption bestimmter Botschaften. Die Vorlesung gibt einen historisch
ausgerichteten und gegenwartsbezogenen Überblick über dieses komplexe Forschungsfeld, das so unterschiedliche Gegenstandsbereiche
zusammenführt wie: Alltagserzählungen und Formen der Volkspoesie, Druckmedien und Rundfunk- sowie Fernsehsendungen, Werbung und
Propaganda, Telephonie und Photographie, Musik und Internet, Überlieferungsprozesse in den Bereichen der materiellen Kultur und der sozialen
Organisationen, um nur einige wenige zu benennen.
Knoblauch, Hubert: Kommunikationskultur. Die kommunikative Konstruktion kultureller Kontexte. Berlin, New York 1995. S. 1-9, 72-84; Lehmann,
Albrecht: Bewusstseinsanalyse. In: Göttsch, Silke, Albrecht Lehmann (Hg.): Methoden der Volkskunde. Positionen, Quellen, Arbeitsweisen der
Europäischen Ethnologie. Berlin 2001. S. 233-249; Schilling, Heinz: Medienforschung. In: Brednich, Rolf W. (Hg.): Grundriss der Volkskunde.
Einführung in die Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie. Dritte Auflage Berlin 2001. S. 563-585.
Europäische Kulturen und Gesellschaften - 04-EEVK-EKG
(Pflichtbereich 1. + 2. Semester bzw. 1. Jahr)
Teilmodul 1: Ethnografie europäischer Kulturen - 04-EEVK-EKG-1
Belegbar nur für Bachelorstudierende im Hauptfach Europäische Ethnologie /
Volkskunde!
Exkursionsvorbereitendes Seminar (2 SWS, Credits: BA-HF: 3)
Veranstaltungsart: Seminar
0406630
Inhalt
Hinweise
Do 18:00 - 20:00
wöchentl.
09.10.2014 - 22.01.2015
ÜR 16 / Phil.-Geb.
Kestler-Joosten/
Reichel
Das Seminar bereitet die Exkursion ins Ruhrgebiet im Sommersemester 2015 vor. Es wendet sich daher ausschließlich an potenzielle
Exkursionsteilnehmer/innen. Ohne Belegung des vorbereitenden Seminars kann an der Exkursion im SoSe 2015 nicht teilgenommen werden. Im
gleichen Maße ist die Teilnahme an der Exkursion zum Abschluss des gesamten Moduls verpflichtend. Für die Exkursion werden Reise- und
Übernachtungskosten anfallen, eine Bezuschussung kann nicht garantiert werden.
Exkursionstermin: 19.03.-25.03.2015
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Teilmodul 2: Alltagskulturen und Lebenswelten Europas 1 - 04-EEVKEKG-2
Vom "Hütchenspiel" zum "Online-Poker". Glücksspiel in Vergangenheit und Moderne (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 2; EWS:
2-3; GWS: 3; GaF: 3)
Veranstaltungsart: Seminar
0406623
Inhalt
Hinweise
Literatur
Mi 08:00 - 10:00
wöchentl.
08.10.2014 - 21.01.2015 ÜR 13 / Phil.-Geb.
Dinkl
Glücksspiele können auf eine Geschichte von über 5000 Jahren zurückblicken. Sie kommen in allen Kulturen und Gesellschaften vor und stellen
somit einen Spiegel der Welt und des menschlichen Handelns dar. Sie sind im religiösen, staatlichen als auch alltagskulturellen Bereich integriert und
lassen keineswegs eine eindimensionale Verortung im Suchtmilieu zu. Vielmehr bedarf es eines größeren Rahmens, um Geschichte, Funktion und
Nutzen des Glücksspiels und all seiner daran beteiligten Akteure zu erfassen. Im Verlauf des Seminars soll das Glücksspiel von verschiedenen Seiten
beleuchtet werden. Neben einer kulturgeschichtlichen Betrachtung über Ursprung, Genese und Wandel bis in die heutige postmoderne Gesellschaft
steht die alltagskulturelle wie sozialgeschichtliche Bedeutung im Mittelpunkt. Analysen geführter Diskurse um und wegen des Glücksspiels, welche
einem steten Wandel unterzogen waren, sollen das Themenfeld ergänzen und abrunden.
Achtung: Diese Lehrveranstaltung ist im Rahmen der Lehramtsstudiengänge (GWS- oder Freier Bereich) ein Teil des Moduls „Erforschung
von Alltags- und Popularkulturen“, das insgesamt 5 ECTS umfasst. Deshalb sollte sie nur dann belegt werden, wenn zeitgleich die
Veranstaltung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegt wird.
Wenn Sie 3 ECTS aus der Europäischen Ethnologie / Volkskunde in den GWS- bzw. Freien Bereich einbringen wollen, müssen Sie
stattdessen die Übung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Judith Kestler M.A. oder Sebastian Kestler-Joosten M. A.
Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hg.): Volles Risiko! Glücksspiel von der Antike bis heute. Sonderausstellung des Badischen Landesmuseums
Karlsruhe vom 12.4.-17.8.2008. Leinfelden-Echterdin 2008; Bauer, Günther G. (Hg.): homo ludens. Der spielende Mensch. Internationale Beiträge
des Instituts für Spielforschung und Spielpädagogik an der Hochschule „Mozarteum“ Salzburg. Bd. I-IX. Salzburg 1991-1999; Bausinger, Hermann
(Hg.): Zauberei und Frömmigkeit. Tübingen 1966; Girtler, Roland: Randkulturen. Theorie der Unanständigkeit. Wien u.a. 1995; Nutt, Harry:
Chance und Glück. Erkundungen zum Glücksspiel in Deutschland. Frankfurt/Main 1994; Schädler, Ulrich (Hg.): Spiele der Menschheit. 5000 Jahre
Kulturgeschichte der Gesellschaftsspiele. Darmstadt 2007; Schmid, Carola: Glücksspiel. Über Vergnügen und Sucht von Spielern. Opladen 1994.
Steinbruch, Spielplatz, Sehnsuchtsort - Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Ruinen und Verfall (2 SWS, Credits:
BA-HF+NF: 2; GaF: 3; EWS: 2-3; GWS: 3)
Veranstaltungsart: Seminar
0406621
Inhalt
Hinweise
Literatur
Di 16:00 - 18:00
wöchentl.
14.10.2014 - 20.01.2015 2.006 / ZHSG
Reichel
Verfall und Vergänglichkeit sind häufig negativ konnotiert und mit Tod oder Gewalt verknüpft. Ruinen jedoch gelten in westlich geprägten Kulturen
spätestens seit dem 18. Jahrhundert auch als pittoresk und schön, als „erhabene Zeugen“ einer vergangenen Epoche. Das war jedoch nicht
immer so, wie ein Blick in Mittelalter oder frühe Neuzeit zeigt, wo Ruinen als Steinbrüche genutzt wurden und so meist erst ihre heutige Gestalt
erhalten haben. Nach den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts, in denen die Bausubstanz vieler Städte nahezu vollständig zerstört wurde,
konstatierten Wissenschaftler und Philosophen wiederum ein Ende der „Ruinenlust“ der westlichen Zivilisation. Doch die Globalisierung und der
wirtschaftliche Wandel der letzten 50-60 Jahre produzieren gänzlich neue, „moderne“ Ruinen, die ebenso kontrovers wie begeistert rezipiert werden.
Das Seminar möchte diesen unterschiedlichen Stationen der Faszination für Verfall und Ruinen nachspüren und ihre Ausprägungen in Literatur,
Malerei, Fotografie, Film und Populärkultur einem kulturanalytischen Blick unterziehen. Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist dabei
die Bereitschaft, entsprechende Quellen (Texte, Filme usw.) und Sekundärliteratur für die wöchentlichen Sitzungen vorzubereiten. Entsprechende
Materialien werden rechtzeitig über WueCampus zur Verfügung gestellt.
Achtung: Diese Lehrveranstaltung ist im Rahmen der Lehramtsstudiengänge (GWS- oder Freier Bereich) ein Teil des Moduls „Erforschung
von Alltags- und Popularkulturen“, das insgesamt 5 ECTS umfasst. Deshalb sollte sie nur dann belegt werden, wenn zeitgleich die
Veranstaltung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegt wird.
Wenn Sie 3 ECTS aus der Europäischen Ethnologie / Volkskunde in den GWS- bzw. Freien Bereich einbringen wollen, müssen Sie
stattdessen die Übung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Judith Kestler M.A. oder Sebastian Kestler-Joosten M. A.
Assmann, Aleia / Gomille, Monika / Rippl, Gabriele (Hg.): Ruinenbilder. München 2002; Böhme, Hartmut: Die Ästhetik der Ruinen. In: Kamper/Wulf
(Hg.): Der Schein des Schönen. Göttingen 1989, S. 287-304; Edensor, Tim: Industrial Ruins. Spaces, Aesthetics and Materiality. Oxford/New York
2005; Ginsberg, Robert: The Aesthetics of Ruins. Amsterdam u.a. 2004; Macaulay, Rose: The Pleasure of Ruins. London 1953; Simmel, Georg: Die
Ruine. In: Meyer, Ingo (Hg.): Jenseits der Schönheit. Schriften zur Ästhetik und Kunstphilosophie. Frankfurt a.M. 2008, S. 34-41; Trigg, Dylan: The
Aesthetics of Decay. Nothingness, Nostalgia, and the Absence of Reason. New York u.a. 2006; Woodward, Christopher: In Ruins. London 2002
—4—
Materialisierung des Glaubens - Religiöse Objekte zwischen Kuriosum und Faszinosum (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 2;
EWS: 2-3; GWS: 3; Freier Bereich: 2; GaF: 3)
Veranstaltungsart: Seminar
0406622
Inhalt
Hinweise
Literatur
Mo 16:00 - 18:00
wöchentl.
13.10.2014 - 19.01.2015 1.005 / ZHSG
Ramming
Vom 25. Bis zum 27. September 2014 findet in der Würzburger Residenz eine volkskundlich-ethnologische Tagung zum Thema „Reine
Glaubenssache?“ statt, die versucht, scheinbar religiöse Phänomene auch auf andere – säkulare – Hintergründe hin zu untersuchen. Von den dort
referierten aktuellen Ansätzen zu einer modernen Spiritualitätsforschung ausgehend möchte sich das Seminar bewusst den katholisch geprägten
Frömmigkeitsformen zuwenden, wie sie früher im Mittelpunkt volkskundlichen Interesses standen. Denn was in der gegenwärtigen Glaubenspraxis
europäischer Christen kaum noch eine Rolle zu spielen scheint, begegnet europäischen Ethnologen weiterhin in großer Menge in frömmigkeitsund lokalgeschichtlichen Museen und Sammlungen: Materialisierte Glaubensvorstellungen, deren Bedeutung und Verwendung nur unter großen
Mühen entschlüsselt werden können. Im Seminar möchten wir uns zunächst anhand konkreter musealer Sammlungen einen Eindruck von der
Vielfalt solcher Objekte verschaffen: Reliquien, Votive, Mirakelbilder, Rosenkränze Tischsärge, Schabmadönnchen, Walburgisöl und und und… Die
Vorstellung, Untersuchung und Erklärung solcher Objekte soll im Seminar jedoch nur den Ausgangspunkt für eine auf die Gegenwart gerichtete
Diskussion werden, die danach fragt, welche Erkenntnisse solche Gegenstände für unsere heutigen spirituellen Welterklärungsmodelle haben, und
inwiefern sich gegenwärtig Bedeutungsäquivalente zu den scheinbar veralteten Glaubenspraxen finden lassen.
Achtung: Diese Lehrveranstaltung ist im Rahmen der Lehramtsstudiengänge (GWS- oder Freier Bereich) ein Teil des Moduls „Erforschung
von Alltags- und Popularkulturen“, das insgesamt 5 ECTS umfasst. Deshalb sollte sie nur dann belegt werden, wenn zeitgleich die
Veranstaltung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegt wird.
Wenn Sie 3 ECTS aus der Europäischen Ethnologie / Volkskunde in den GWS- bzw. Freien Bereich einbringen wollen, müssen Sie
stattdessen die Übung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Judith Kestler M.A. oder Sebastian Kestler-Joosten M. A.
Brückner, Wolfgang: Frommes Franken. Kult und Kirchenvolk in der Diözese Würzburg seit dem Mittelalter. Würzburg 2008; Knoblauch, Hubert:
Populäre Religion. Auf dem Weg in eine spirituelle Gesellschaft. Frankfurt 2009; Kriss-Rettenbeck: Ex Voto. Zeichen, Bild und Abbild im christlichen
Votivbrauchtum. Zürich und Freiburg 1972; Mohrmann, Ruth E. (Hg.): Alternative Spiritualität heute. Münster u.a. 2010; Scharfe, Martin: Über die
Religion. Glaube und Zweifel in der Volkskultur. Köln u.a. 2003; Schöne, Anja / Groschwitz, Helmut (Hg.): Religiosität und Spiritualität. Münster
u.a. 2014.
Kulturwissenschaftliche Arbeitstechniken und empirisches
Forschen - 04-EEVK-KAEF (Pflichtbereich 3. + 4. Semester bzw. 2.
Jahr)
Teilmodul 1: Methoden und Arbeitstechniken - 04-EEVK-KAEF-1
Bilder und Bildlichkeit (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 4)
Veranstaltungsart: Seminar
0406661
Inhalt
Literatur
Do 08:00 - 10:00
wöchentl.
09.10.2014 - 22.01.2015 ÜR 21 / Phil.-Geb.
Kestler-Joosten
Bilder sind allgegenwärtige Bedeutungs- und Informationsträger: In visuellen Codes übermitteln sie unterschiedliche Inhalte, die – je nach kulturellem
Kontext von Produzenten und Rezipienten – auf verschiedene Arten und Weisen erst lesbar gemacht werden müssen. Die Wirkmacht von
Bildern erstreckt sich dabei über eine große Bandbreite kultureller und gesellschaftlicher Felder, etwa Religion, Naturwahrnehmung, Weltbilder,
Kulturkontakte, Konsumvorstellungen, Unterhaltungskontexte, Politik oder gesellschaftliche Positionierungen von Individuen. Im Seminar sollen
historische und gegenwärtige Bildkulturen gemeinsam analysiert werden.
Bachmann-Medick, Doris: Iconic Turn. In: Dies.: Cultural Turns. Neuorientierung in den Kulturwissenschaften (Rohwolts Enzyklopädie). Reinbek
bei Hamburg 2006, S. 329–380; Bischoff, Christine / Oehme-Jüngling, Karoline / Leimgruber, Walter (Hg.): Methoden der Kulturanthropologie.
Bern 2014; Brednich, Rolf Wilhelm: Bildforschung. In: Ders. (Hg.): Grundriß der Volkskunde. Einführung in die Forschungsfelder der Europäischen
Ethnologie. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Berlin 2001, S. 201–220; Bringéus, Nils-Arvid: Volkstümliche Bilderkunde. München 1982;
Gerndt, Helge/Haibl, Michaela (Hg.): Der Bilderalltag. Perspektiven einer volkskundlichen Bildwissenschaft (Münchner Beiträge zur Volkskunde, Bd.
33). Münster u. a. 2005; Hartinger, Walter: Volkskundlicher Umgang mit Bildquellen. In: Göttsch, Silke / Lehmann, Albrecht (Hg.): Methoden der
Volkskunde. Positionen, Quellen, Arbeitsweisen der Europäischen Ethnologie. Berlin 2001, S. 79–98; Schenda, Rudolf: Bilder vom Lesen, Lesen
von Bildern. In: Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 12 (1987), S. 82–106.
Weitere Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.
Einführung in das Arbeiten in Archiven (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 4)
Veranstaltungsart: Seminar
0406644
Inhalt
Hinweise
Literatur
Di 11:00 - 13:00
Einzel
07.10.2014 - 07.10.2014 ÜR 23 / Phil.-Geb.
Schindler
In dieser Veranstaltung erfahren Sie, wie man in Archiven recherchiert. Anhand des Bestandes „Bürgerspital Würzburg“ werden Grundlagen in den
historischen Hilfswissenschaften und Archivkunde vermittelt. Zugleich erfolgt eine praktische Einführung in das Lesen der deutschen Kurrentschrift.
Die Sitzungen finden mittwochs von 18-20 Uhr im Stadtarchiv (Neubaustr. 12) statt.
Brenner-Wilczek, Sabine / Cepl-Kaufmann, Gertrude / Plassmann, Max: Einführung in die moderne Archivarbeit, Darmstadt 2006; Beck, Friedrich /
Henning, Eckart (Hg.): Die archivalischen Quellen. Mit einer Einführung in die historischen Hilfswissenschaften, 4. Aufl. Köln 2004.
Identitäten und Lebensstile - 04-EEVK-IUL (Pflichtbereich 3. + 4.
Semester bzw. 2. Jahr)
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Teilmodul 1: Symbole, Normen, Ordnungssysteme - 04-EEVK-IUL-1
Kulturwissenschaftliche Zugänge zum Nationalismus und zur Mittelalterrezeption im 19. Jahrhundert (2 SWS, Credits:
BA-HF+NF: 3; GaF: 3; EWS: 2-3; GWS: 3)
Veranstaltungsart: Seminar
0406616
Inhalt
Hinweise
Literatur
Mo 12:00 - 14:00
wöchentl.
13.10.2014 - 19.01.2015 ÜR 24 / Phil.-Geb.
Lossin
Das 19. Jahrhundert gilt als Zeitalter des Nationalismus, in dem auch auf Grundlage einer germanischen Kontinuitätsprämisse, eine Altertums- und
Mittelalterrezeption einsetzte. Dabei wurden historische Texte und Figuren wiederentdeckt, nationalen Bestrebungen angepasst, instrumentalisiert
und breiten Bevölkerungsschichten zum Beispiel im Theater, in der Kunst und in Erinnerungsorten bzw. Denkmälern vorgeführt und vergegenwärtigt.
Damit stehen die Dekodierung anstehender Diskurse dieser Zeit in Form herrschaftlicher Förderungen, politischer Absichten und Interventionen
einer hoch interessanten Epoche sowie soziokulturelle Wandlungserscheinungen und die Rolle der sich konstituierenden Volkskunde im Zentrum
der Themenstellung für diese Veranstaltung. Von erheblichem Einfluss waren unterschiedliche Adaptionen und Figurationen des Nibelungenliedes,
das als mittelhochdeutscher Text des beginnenden 13. Jahrhunderts vor dem Hintergrund des Nationalismus nicht nur durch Richard Wagners
vierteiligem „Ring des Nibelungen“ eine Aktualisierung erfuhr. In Kooperation mit dem Seminar 0406123 „Nibelungenlied und Nibelungenrezeption“
von Stefan Tomasek der Abteilung für Ältere Deutsche Philologie, finden hierzu drei gemeinsame Abendveranstaltungen statt, in denen
die Nibelungenliedrezeption und ihre Instrumentalisierung im 19. Jahrhundert im Fokus stehen. Abschließend findet eine Exkursion zum
Nibelungenmuseum in Worms statt.
Die Teilnahme an beiden Seminaren wird empfohlen. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, das jeweilige Parallelseminar und die Exkursion im
Freien Bereich Lehramt bzw. im ASQ-Bereich zu belegen. Eine alleinige Belegung des jeweiligen Seminars ist selbstverständlich ebenfalls möglich.
Achtung: Diese Lehrveranstaltung ist im Rahmen der Lehramtsstudiengänge (GWS- oder Freier Bereich) ein Teil des Moduls „Erforschung
von Alltags- und Popularkulturen“, das insgesamt 5 ECTS umfasst. Deshalb sollte sie nur dann belegt werden, wenn zeitgleich die
Veranstaltung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegt wird.
Wenn Sie 3 ECTS aus der Europäischen Ethnologie / Volkskunde in den GWS- bzw. Freien Bereich einbringen wollen, müssen Sie
stattdessen die Übung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Judith Kestler M.A. oder Sebastian Kestler-Joosten M. A.
Fichte, Johann Gottlieb: Reden an die deutsche Nation. Hamburg 1978; Hartwich, Wolf-Daniel: Deutsche Mythologie. Die Erfindung einer nationalen
Kunstreligion (Kulturwissenschaftliche Studien; Bd. 3). Berlin 2000; Heinzle, Joachim: Die Nibelungen. Ein deutscher Wahn, ein deutscher Alptraum;
Studien und Dokumente zur Rezeption des Nibelungenstoffs im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt/Main 1991; Noa, Miriam: Volkstümlichkeit
und Nationbuilding. Zum Einfluss der Musik auf den Einigungsprozess der deutschen Nation im 19. Jahrhundert (Populäre Kultur und Musik; Bd.
8). München u.a. 2013; Salmi, Hannu: Imagined Germany. Richard Wagner's national utopia (German life and civilization; Bd. 29). New York
1999; Sievertsen, Dirk: Die Deutschen und ihre Germanen. Germanendarstellungen in Schulgeschichtsbüchern von 1871 bis 1945 (Osnabrücker
Forschungen zu Altertum und Antike-Rezeption; Bd. 18). Rahden 2013; Spohr, Stephan: Das deutsche Denkmal und der Nationalgedanke im 19.
Jahrhundert (Studies in European culture; Bd. 7). Weimar 2011; Simon, Michael: Episteme der Romantik. Volkskundliche Erkundungen (Mainzer
Beiträge zur Kulturanthropologie, Volkskunde; Bd. 8) Münster 2014; Welzbacher, Christian: Schinkel als Mythos. Kanonisierung und Rezeption eines
Klassikers ; 1841 bis heute. Berlin 2012.
Fotografie als Quelle und Methode in der Europäischen Ethnologie (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 3; GaF: 3; EWS: 2-3; GWS:
2-3; Freier Bereich: 2)
Veranstaltungsart: Seminar
0406632
Inhalt
Hinweise
Literatur
Mi 12:00 - 14:00
wöchentl.
08.10.2014 - 21.01.2015 ÜR 13 / Phil.-Geb.
Reichel
Nicht erst seit Einführung der Digitalfotografie und der Etablierung des Internets als Massenmedium sind Fotos ein alltägliches Phänomen. Schon
seit der Entwicklung der Technologie ‚Fotografie‘ im 19. Jahrhundert wurden Fotos zur scheinbaren Abbildung von Realität genutzt, als Beweis,
Erinnerung, Sehnsuchtsobjekt. In der volkskundlichen Forschung wurden sie dabei lange als reines Dokumentationsmedium gesehen, ihr Wert als
Quelle unterschätzt. Erst in den letzten Jahren werden Fotos im Kontext ihrer Einbindung in Alltag und gesellschaftliche Diskurse systematisch in
den Blick genommen und Systeme zur kritischen Auseinandersetzung entwickelt. „Ein Foto wird meistens nur angeschaut – selten schaut man in es
hinein.“ So sagte es der einflussreiche US-amerikanische Fotograf Ansel Adams. Das Seminar wird in diesem Sinne in den Forschungsgegenstand
‚Fotografie‘ einführen und zeigen, wie Fotos mit Bedeutung aufgeladen werden, wie sie Macht in Diskursen zugewiesen bekommen und wie sie
dazu beitragen, Vorstellungen von der Welt zu konstruieren.
Achtung: Diese Lehrveranstaltung ist im Rahmen der Lehramtsstudiengänge (GWS- oder Freier Bereich) ein Teil des Moduls „Erforschung
von Alltags- und Popularkulturen“, das insgesamt 5 ECTS umfasst. Deshalb sollte sie nur dann belegt werden, wenn zeitgleich die
Veranstaltung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegt wird.
Wenn Sie 3 ECTS aus der Europäischen Ethnologie / Volkskunde in den GWS- bzw. Freien Bereich einbringen wollen, müssen Sie
stattdessen die Übung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Judith Kestler M.A. oder Sebastian Kestler-Joosten M. A.
Hägele, Ulrich: Foto-Ethnographie. Die visuelle Methode in der volkskundlichen Kulturwissenschaft; mit einer Bibliographie zur visuellen
Ethnographie 1839-2007. Tübingen 2007; Overdick, Thomas: Photographing Culture. Anschauung und Anschaulichkeit in der Ethnographie. Zürich
2010; Starl, Timm: Kritik der Fotografie. Marburg 2012; Ziehe, Irene / Hägele, Ulrich (Hg.): Digitale Fotografie. Kulturelle Praxen eines neuen Mediums.
Münster u.a. 2009.
Teilmodul 2: Gruppenkulturen und Geschlechtsidentitäten - 04-EEVKIUL-2
"Unterwelten der Kultur" (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 3; GaF: 3; EWS: 2-3; GWS: 3)
Veranstaltungsart: Seminar
0406638
Hinweise
Di 14:00 - 16:00
wöchentl.
14.10.2014 - 20.01.2015 2.012 / ZHSG
Lossin/Risse
Achtung: Diese Lehrveranstaltung ist im Rahmen der Lehramtsstudiengänge (GWS- oder Freier Bereich) ein Teil des Moduls „Erforschung
von Alltags- und Popularkulturen“, das insgesamt 5 ECTS umfasst. Deshalb sollte sie nur dann belegt werden, wenn zeitgleich die
Veranstaltung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegt wird.
Wenn Sie 3 ECTS aus der Europäischen Ethnologie / Volkskunde in den GWS- bzw. Freien Bereich einbringen wollen, müssen Sie
stattdessen die Übung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Judith Kestler M.A. oder Sebastian Kestler-Joosten M. A.
—6—
Fans und Fandom – Gemeinschaft und Leidenschaft (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 3; GaF: 3; EWS: 2-3; GWS: 3)
Veranstaltungsart: Seminar
0406636
Inhalt
Hinweise
Literatur
Do 14:00 - 16:00
wöchentl.
09.10.2014 - 22.01.2015 ÜR 21 / Phil.-Geb.
Risse
Der Prozess der Rezeption ist ein kultureller und ästhetischer. Die produktive Medienaneignung (Rainer Winter) äußert sich in vielfältigen
Phänomenen. In diesem Seminar werden wir uns unter anderen mit Trekkies, Crossplay als auch Fanfiction befassen. Wir nähern uns
dem Prozess der Medienaneignung mittels Texten der Wirkungsforschung, Medientheorie und Simulationstheorie (Baudrillard) sowie Halls
Kommunikationsmodell. Ziel ist es, mittels einer medien- und kulturwissenschaftlichen Herangehensweise diese populären Erscheinungen des
Alltags zu ergründen.
Achtung: Diese Lehrveranstaltung ist im Rahmen der Lehramtsstudiengänge (GWS- oder Freier Bereich) ein Teil des Moduls „Erforschung
von Alltags- und Popularkulturen“, das insgesamt 5 ECTS umfasst. Deshalb sollte sie nur dann belegt werden, wenn zeitgleich die
Veranstaltung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegt wird.
Wenn Sie 3 ECTS aus der Europäischen Ethnologie / Volkskunde in den GWS- bzw. Freien Bereich einbringen wollen, müssen Sie
stattdessen die Übung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Judith Kestler M.A. oder Sebastian Kestler-Joosten M. A.
Fritzsche, Bettina: Pop-Fans. Studie einer Mädchenkultur. Wiesbaden 2011; Hall, Stuart: Kodieren/Dekodieren. In: Bromley, Roger / Göttlich, Udo /
Winter, Carsten (Hg.): Cultural Studies. Grundlagentexte zur Einführung. Lüneburg 1999, S. 92-110; Jenkins, Henry: Fans, Bloggers, and Gamers.
Exploring Participatory Culture. New York 2006; Jenkins, Henry: Textual Poachers. Television Fans and Participatory Culture. London 1992; Roose,
Jochen / Schäfer, Mike S. / Schmidt-Lux, Thomas (Hg.): Fans. Soziologische Perspektiven. Wiesbaden 2010; Winter, Rainer: Der produktive
Zuschauer. Medienaneignung als kultureller und ästhetischer Prozess. Köln 2010.
Erforschung und Vermittlung materieller Alltagskulturen - 04EEVK-EVA (Pflichtbereich 5. + 6. Semester bzw. 3. Jahr)
Teilmodul 1: Ausstellungspraxis - 04-EEVK-EVA-1
Kunst und Kultur im öffentlichen Raum – das 2. Aschaffenburger Bildhauersymposion (2 SWS, Credits: BA-HF: 3)
Veranstaltungsart: Übung
0406613
Inhalt
Hinweise
Mo 10:00 - 12:00
wöchentl.
13.10.2014 - 19.01.2015 2.003 / ZHSG
Hasenstab
Die Museen der Stadt Aschaffenburg organisieren im Sommer 2015 zum zweiten Mal ein Bildhauersymposion. KünstlerInnen der Region werden
dabei auf einem öffentlich zugänglichen Gelände Werke zu einem vorgegebenen Thema erstellen. Dabei steht neben dem künstlerischen Schaffen
selbst vor allem der Austausch mit Besuchern im Vordergrund.
Im ersten Teil des Seminars werden wir allgemeinen Fragen von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum nachgehen und dabei verschiedene Formen
wie beispielsweise Denkmäler, Graffitis oder auch Straßenkünstler untersuchen.
Der zweite Teil des Seminars, der im Sommersemester 2015 folgen wird, wird sich dann mit der konkreten Vorbereitung und Umsetzung des
Bildhauersymposions befassen.
Dieses zweisemestrige Projekt findet im SoSe 2015 seine Fortsetzung. Die Teilnahme daran setzt daher unbedingt den regelmäßigen
Besuch beider Lehrveranstaltungen (WS 14/15 + SoSe 2015) voraus.
Angejahrt! Neukonzeption der Dauerausstellungen zu Büttner, Schäfer und Ziegler (2 SWS, Credits: BA-HF: 3+2)
Veranstaltungsart: Übung
0406640
Inhalt
Hinweise
Di 11:00 - 12:00
Einzel
07.10.2014 - 07.10.2014 ÜR 24 / Phil.-Geb.
Schindler
Im Fränkischen Freilandmuseum stehen drei Dauerausstellungen zu ländlichen Handwerken und Berufen zur Neukonzeption und Neueinrichtung
an. Dabei werden eine neu errichtete Büttnerei mit einer Werkstattinszenierung versehen, die bestehende Ausstellung einer Schäferei zeitgemäß
erneuert und das bislang nicht gezeigte Zieglerarchiv als Schausammlung eingerichtet. Im ersten Modul erarbeiten sich die Studierenden die
inhaltlichen und methodischen Grundlagen, welche im folgenden Sommersemester praktische Umsetzung in den drei genannten Ausstellungen
erfahren werden. Ziel des zweisemestrigen Angebots ist die Erprobung einer praxisnahen Ausstellungsplanung.
Vorbesprechung am 07.10.2014, mit Bekanntgabe der Sitzungstermine. Für alle Seminarteilnehmer verpflichtend!
Dieses zweisemestrige Projekt findet im SoSe 2015 seine Fortsetzung. Die Teilnahme daran setzt daher unbedingt den regelmäßigen
Besuch beider Lehrveranstaltungen voraus.
Teilmodul 2: Museologie und Ausstellungswesen - 04-EEVK-EVA-2
—7—
Orte der Erinnerung - Orte des Vergessens (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 2; GaF: 3; EWS: 2-3; GWS: 3)
Veranstaltungsart: Seminar
0406637
Inhalt
Hinweise
Do 18:00 - 20:00
wöchentl.
09.10.2014 - 22.01.2015 ÜR 17 / Phil.-Geb.
Fuchs
Gedächtnis – Gedenken – Erinnerung. Dieser Begriffsdreiklang ist zentraler Bestandteil der Funktion von Denkmalen und Erinnerungsorten. Dass
ein "Erinnerungsort" im Umkehrschluss auch Exklusion bedeuten und somit das "Vergessen" fördern kann, wird im Rahmen von "Erinnerungsarbeit"
gerne übersehen. Es existieren zahlreiche Erinnerungsorte, die sich über die materielle Darstellung hinaus offenbaren. So unterscheidet A. Assmann
das ›Gedächtnis der Orte‹ zum einen als ›genetivus objectivus‹, also als Gedächtnis "an" die Orte eines Geschehens, zum anderen in den ›genetivus
subjectivus‹, also ein Gedächtnis, das den Orten des Geschehens innewohnt. (Assmann, 1999, S. 309). Das Seminar widmet sich der Frage nach
der Konstruktion, Produktion, Distribution und Codierung von Denkmalen und Erinnerungsorten und untersucht das suggestive Potential, das solche
Stätten beinhalten.
Achtung: Diese Lehrveranstaltung ist im Rahmen der Lehramtsstudiengänge (GWS- oder Freier Bereich) ein Teil des Moduls „Erforschung
von Alltags- und Popularkulturen“, das insgesamt 5 ECTS umfasst. Deshalb sollte sie nur dann belegt werden, wenn zeitgleich die
Veranstaltung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegt wird.
Wenn Sie 3 ECTS aus der Europäischen Ethnologie / Volkskunde in den GWS- bzw. Freien Bereich einbringen wollen, müssen Sie
stattdessen die Übung „0406624: Grundlagen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Judith Kestler M.A. oder Sebastian Kestler-Joosten M. A.
Die kulturelle Dimension der Nachhaltigkeit (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 2)
Veranstaltungsart: Seminar
0406617
Inhalt
Literatur
Mo 18:00 - 20:00
wöchentl.
13.10.2014 - 19.01.2015 ÜR 13 / Phil.-Geb.
Wagner
Der Terminus der Nachhaltigkeit erscheint in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion häufig als neues Leitbild und in seinem geradezu
inflationären Gebrauch hinreichend phrasenhaft. Um Aufmerksakeit in jeder Hinsicht zu erzeugen, wird allzu sorglos das übergestreifte "Mäntelchen
der Nachhaltigkeit" akzeptiert. Dieses Phänomen hängt eng mit der Werte-Diskussion zusammen, die sich einer ähnlichen Beliebigkeit erfreut:
"Wertig" muss eine Handlung, ein Produkt, eine Haltung, ein gesellschaftlicher Prozess sein. Die kulturelle Dimension der Nachheiltigkeit lässt sich
vielfach hinterfragen: Einerseits als allgemeine Haltung einer Gruppe, andererseits als Analyse kultureller Veränderungen, die nachhaltiges Handeln
erst bewirkt (z.B. im ökologischen Bereich), also wie verändert sich beispielsweise unser Alltag durch veränderte Ordnungen. Schließlich lässt sich
auch ein kulturaler Begriff erarbeiten, indem die Rolle der Nachhaltigeit im Kulturbereich als ästhetische Auseinandersetzung oder konzeptioneller
Ansatz z.B. im Museumsbereich hinterfragt wird. In diesem Seminar soll hinterfragt werden, on "Kulturelle Vielfalt" neben der "Verantwortung für die
Umwelt", der "wirtschaftlichen Gesundheit" und der "sozialen Gerechtigkeit" tatsächlich als vierte Säule der Nachhaltigkeit gelten kann.
Gekeler, Moritz: Konsumgut Nachhaltigkeit. Bielefeld 2012; Mitschele, Kai / Scharff, Sabine (Hg.): Werkbegriff Nachhaltigkeit. Resonanzen eines
Leitbildes, Bielefeld 2013; Baumert, Stefanie / Schlütter, Kathleen / Stoppe, Sebastian / Zlotowski, Marc: Nachaltigkeit. Auf den Spuren eines Begriffs
und seiner Bedeutung im universitären Kontext. Münster 2013; Mitschele, Kai / Scharff, Sabine (Hg.): Werkbegriff Nachhaltigkeit. Resonanzen eines
Leitbildes. http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/projekte/nachhaltigkeit_und_zukunft/ .
Dinge in Bewegung. Aspekte materieller Kultur in Zeiten hoher Mobilität (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 2)
Veranstaltungsart: Seminar
0406642
Inhalt
Hinweise
Literatur
Di 18:00 - 20:00
Einzel
07.10.2014 - 07.10.2014 ÜR 24 / Phil.-Geb.
Depner
Wenn Menschen sich bewegen, geraten auch Dinge in Bewegung. Die Schnittstellen zwischen den Objektbiographien und den Biographien
ihrer Besitzer treten beim Wechsel des Wohnortes besonders deutlich hervor. Ein durchschnittlicher deutscher Haushalt beispielsweise zieht alle
acht Jahre einmal um – das entspricht einer Zahl von 8.415.032 Personen jährlich. Dabei werden Dinge sortiert, ausgewählt, mitgenommen,
weitergegeben oder weggeworfen. Nach welchen Kriterien geschieht das? Wie gehen die einzelnen Akteure mit ihren Dingen um? Welche
Bewältigungsstrategien entwickeln sie, wenn es nicht möglich ist, bestimmte Dinge zu behalten – oder zu entsorgen? Welche Ding-Beziehungen
werden bei der Mobilisierung des Sachbesitzes erst sichtbar? Neben „gewöhnlichen Umzügen“ sollen auch temporäre Ortswechsel (berufsbedingte
Wochenendpendler), gewerbliche/institutionelle Umzüge (in einen neuen Laden, ein neues Amtsgebäude etc.) und (temporäre) transnationale
Umzüge (Arbeitsmigration, Auswanderung) in ihrer Spezifik betrachtet werden. Die Translozierung sonst immobiler Dinge (Häuser, Denkmale) dient
als ergänzendes Beispiel.
Vorbesprechung am 7.10.2014 mit Bekanntgabe der Blocktermine. Die Teilnahme ist für die Seminarteilnehmer verpflichtend. Die Sitzungen werden
an drei Samstagen stattfinden (10-17 Uhr c.t.).
Hartman, Hans Albrecht / Haubl, Rolf: Von Dingen und Menschen. Eine Einführung. In: Dies. (Hrsg.): Von Dingen und Menschen. Funktionen und
Bedeutung materieller Kultur. Wiesbaden, Westdeutscher Verlag 2000, S. 7-12; Kopytoff, Igor: The Cultural Biography of Things. In: Appadurai,
A. (Hg.): The Social Life of Things. Commodities in Cultural Perspective. Cambridge 1986, S. 64-91; König, Gudrun M.: Zum Lebenslauf der
Dinge. Autobiographisches erinnern und materielle Kultur. In: DIES.: Sachkulturforschung. Gesammelte Beiträge der Tagung der Arbeitsgruppe
Sachkulturforschung und Museum in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde vom 15. bis 19. September 1998 in Bad Windsheim (= Schriften
und Kataloge des Fränkischen Freilandmuseums, Bd. 32, hg. v. Bedal, Konrad). Neustadt a.d. Aisch 2000, S. 72-85; Simon, Michael: Der Umzug
als volkskundliches Thema. In: Volkskunde in Rheinland-Pfalz 19/2 (2004), S. 20-27. (Wird in der ersten Sitzung besprochen!); Rohnstock, Katrin
(Hg.): Der letzte Neubeginn. Senioren erzählen vom Umzug in ihr Altersdomizil (= Rohnstock Biographien, Bd. 4). Opladen 2010; Teuteberg, Hans
Jürgen: Betrachtung zu einer Geschichte des Wohnens. In: DERS./ BORSCHEID, Peter (Hgg.): Homo habitans. Zur Sozialgeschichte des ländlichen
und städtischen Wohnens in der Neuzeit (= Studien zur Geschichte des Alltags, Bd. 4). Münster 1985, S. 1-23; Windmüller, Sonja: Die Kehrseite
der Dinge. Müll, Abfall, Wegwerfen als kulturwissenschaftliches Problem (= Europäische Ethnologie, Bd. 2, zugl. Diss. an der Philipps-Universität
Marburg). Münster 2004.
Medien- und Kommunikationskulturen - 04-EEVK-MUK
(Pflichtbereich 5. + 6. Semester bzw. 3. Jahr)
Teilmodul 1: Formen alltäglicher Kommunikation - 04-EEVK-MUK-1
—8—
Von Arbeit, Krieg und Langeweile – Alltägliches Erzählen aus der Perspektive der Europäischen Ethnologie (3 SWS,
Credits: BA-HF+NF: 3+2)
Veranstaltungsart: Übung/Seminar
0406615
Inhalt
Literatur
Do 14:00 - 17:00
wöchentl.
09.10.2014 - 22.01.2015 ÜR 16 / Phil.-Geb.
Kestler-Joosten
Seit dem 19. Jahrhundert befasste sich die Volkskunde vor allem mit kanonisierten Formen so genannter Volkspoesie, wie etwa Märchen, Sagen
und Legenden. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts rückten alltägliche Erzählsituationen in den Fokus des Faches. Was und wie erzählen
Menschen in unterschiedlichen sozialen Situationen? Welche Themen verhandeln sie wann, mit wem, und auf welche Weise? Wie konstruieren sie
so z.B. durch den Vorgang des Erzählens Biografien, Identitäten und Sozialstrukturen? Im Seminar sollen unterschiedliche Zugänge zur Analyse
alltäglichen Erzählens gemeinsam erarbeitet und diskutiert sowie von den Teilnehmern am Beispiel eigener Erhebungen erprobt werden.
Bischoff, Christine / Oehme-Jüngling, Karoline / Leimgruber, Walter (Hg.): Methoden der Kulturanthropologie. Bern 2014; Hengartner, Thomas /
Schmidt-Lauber, Brigitta (Hg.): Leben – Erzählen. Beiträge zur Erzähl- und Biographieforschung. Festschrift für Albrecht Lehmann. Berlin / Hamburg
2005; Lehmann, Albrecht: Bewußtseinsanalyse. In: Göttsch, Silke / Lehmann, Albrecht (Hg.): Methoden der Volskunde. Positionen, Quellen,
Arbeitsweisen der Europäischen Ethnologie. Zweite, überarb. u. erw. Aufl. Berlin 2007, S. 271–288. Röhrich, Lutz: Erzählforschung. In: Brednich,
Rolf-Wilhelm (Hg.): Grundriß der Volkskunde. Einführung in die Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie. Dritte, überarb. u. erw. Aufl. Berlin
2001, S. 515–542; Sutter, Ove: Erzählte Prekarität. Autobiographische Verhandlungen von Arbeit und Leben im Postfordismus (Arbeit und Alltag.
Beiträge zur ethnographischen Arbeitskulturenforschung, 7). Frankfurt / New York 2013, S. 79–119.
Weitere Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.
Stammtisch, Chatroom, Mailbox und Co. - Orte alltäglicher Kommunikation (3 SWS, Credits: BA-HF+NF: 3+2)
Veranstaltungsart: Übung/Seminar
0406618
Inhalt
Di 16:00 - 19:00
wöchentl.
14.10.2014 - 20.01.2015 1.003 / ZHSG
Hasenstab
Verschiedene Formen der Kommunikation wie beispielsweise persönliche Gespräche, Briefwechsel oder Telefonate durchziehen den Alltag. Doch
wie beeinflusst der Ort die Art und Weise der Kommunikation? Wie unterscheiden sich Akteure, Themen und Kommunikationsmedien, je nachdem,
ob im Büro, am Schalter oder im Wirtshaus kommuniziert wird? Und welche Rolle spielt beispielsweise Marc Augés Theorie der „Nicht-Orte“? Diesen
und weiteren Fragen werden wir im Seminar nachgehen.
Wahlpflichtbereich mit Angeboten der Europäischen Ethnologie/
Volkskunde
Aus den unten aufgeführten sechs Modulen des Wahlpflichtbereichs müssen im 85-HFBA drei dieser Module innerhalb des BA-Studiums bestanden/belegt werden. (Empfohlen
wird je ein Modul jeweils im 3., 4., und 5. Semester zu je 5 ECTS Punkten zu belegen.)
Forschungsfeld Kultur - 04-EEVK-FFK (Wahlpflichtbereich 4. + 5.
Semester bzw. 2./3. Jahr)
Teilmodul 1: Tradition und Moderne - 04-EEVK-FFK-1
"Hybris der Germanophilie?" Feste und Feiern im Nationalsozialismus (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 2)
Veranstaltungsart: Seminar
0406619
Inhalt
Di 10:00 - 12:00
wöchentl.
14.10.2014 - 20.01.2015 2.012 / ZHSG
Dinkl
Das Seminar beschäftigt sich mit der Entstehung und Konstruktion einer vermeintlich germanischen Vorgeschichte im Dritten Reich. Dabei gilt
es u.a. Fragen nachzugehen, auf welche Weise diese Umsetzung erfuhr oder in den Alltag einer bis dato christlichen Bevölkerung eingespeist
werden konnte. Da nichts ex nihilo entsteht gilt es zu klären, welche Tendenzen und Strömungen bereits vorher sowohl im gelehrten als auch
gesellschaftlichen Diskurs vorhanden waren, die letztlich zur Konstruktion einer germanischen Weltgeschichte führten und eine darauf aufbauende
„deutsch-germanische Kunstreligion“ erschufen. Hierzu gilt es weit in die Vor- und Fachgeschichte der Fächer Altertumskunde und Volkskunde
zurück zu gehen, um alle Bausteine und Etappen sichtbar zu machen, die in der Gleichung „Germanisch gleich Deutsch“ gipfelten. Zur Abrundung:
des Seminars wird der Bogen bis hin zu aktuellen Germanisierungstendenzen gespannt, die nicht nur in rechter Szene und Esoterik beheimatet sind,
sondern im Alltäglichen immanent existieren, wenn etwa populäre Medien wie bspw. Schulbücher nahezu jeden Brauch als urgermanisch ausweisen.
Literatur
Beck, Heinrich u.a. (Hg.): Germanen, Germania, germanische Altertumskunde. Berlin 1998; Cornelius, Nadja: Genese und Wandel von
Festbräuchen und Ritualen in Deutschland von 1933-1945. Köln 2003; Emmerich, Wolfgang: Zur Kritik der Volkstumsideologie. Frankfurt/Main
1971; Focke-Museum Stuttgart (Hg.): Graben für Germanien. Archäologie unterm Hakenkreuz. Stuttgart 2013; Gerndt, Helge: Volkskunde und
Nationalsozialismus. Referate und Diskussionen einer Tagung (Münchner Beiträge zur Volkskunde 7) München 1987; Der.: Volksideologie
und Volksforschung. Zur nationalsozialistischen Volkskunde. In: Zschr. f. VK 61 (1965), S. 177-204; Hermann, Jost: Der alte Traum vom
neuen Reich. Völkische Utopien und Nationalsozialismus. Frankfurt/Main 1988; Jacobeit, Wolfgang u.a. (Hg.): Völkische Wissenschaft. Gestalten
und Tendenzen der deutschen und österreichischen Volksunde in der ersten Hälfte des 20. Jh. Wien u.a. 1994; Nielsen-Sikora, Jürgen
(Hg.): Kulturwissenschaften und Nationalsozialismus (HMRH 72). Stuttgart 2008; Wiwjorra, Ingo: Der Germanenmythos. Konstruktion einer
Weltanschauung in der Altertumsforschung des 19. Jh. Darmstadt 2006.
—9—
Seminar zum Forschungskolloquium Europäische Ethnologie/Volkskunde und Museologie (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 2;
Wahlpflichtbereich:2)
Veranstaltungsart: Seminar
0406614
Inhalt
Hinweise
Literatur
Mi 18:00 - 20:00
wöchentl.
08.10.2014 - 21.01.2015 HS 6 / Phil.-Geb.
Kestler
Die Lehrveranstaltung beinhaltet die Vortragsreihe, die im Rahmen des Forschungskolloquiums zum Thema "Europäische Ethnologie. Neuere
Perspektiven II" stattfindet, sowie ein Seminar, das die Gastvorträge inhaltlich vor- und nachbereitet. Die Prüfungsleistung im Seminar besteht aus
einem Referat mit Handout. Voraussetzung für das erfolgreiche Bestehen dieses Kurses ist darüber hinaus der Besuch der Gastvorträge.
Gastvorträge:
05.11.2014 Prof. Dr. Christine Aka
17.12.2014 Prof. Dr. Ove Sutter
14.01.2015 Dr. Moritz Ege
Das Seminar findet im selben Zeitfenster wie die Gastvorträge statt.
Literaturhinweise werden zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Teilmodul 2: Raum und Zeit - 04-EEVK-FFK-2
Facebook, Twitter & Co. - Identität und Selbstdarstellung im Internet (2 SWS, Credits: BA-HF+NF: 3; BA-Wahlpflichtbereich: 3;
GaF: 3; EWS: 2-3; GWS: 3)
Veranstaltungsart: Seminar
0406653
Inhalt
Hinweise
Literatur
Mo 12:00 - 14:00
wöchentl.
13.10.2014 - 19.01.2015 1.010 / ZHSG
Risse
Die Nutzung des Social Web ist für viele ein fester Bestandteil des Alltags geworden. Ganz nach dem Motto „broadcast yourself“ entstehen durch
die Teilnahme am Medienproduktionsprozess im Web 2.0 diverse Möglichkeiten der Selbstdarstellung. Ich kann Ich sein, muss es aber nicht, so
können Identitätsentwürfe durch Feedbackprozesse getestet oder verworfen werden. Anhand von Erving Goffmans Überlegungen zur Darstellung
des Selbst im Alltag werden wir uns im Rahmen des Seminars solchen Prozessen im digitalen Alltag nähern.
Achtung: Diese Lehrveranstaltung ist im Rahmen der Lehramtsstudiengänge (GWS- oder Freier Bereich) ein Teil des Moduls „Erforschung
von Alltags- und Popularkulturen“, das insgesamt 5 ECTS umfasst. Deshalb sollte sie nur dann belegt werden, wenn zeitgleich die
Veranstaltung „0406624: Genese, Grundbegriffe und Gegenstandsbereiche der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegt wird.
Wenn Sie 3 ECTS aus der Europäischen Ethnologie / Volkskunde in den GWS- bzw. Freien Bereich einbringen wollen, müssen Sie
stattdessen die Übung „0406624: Genese, Grundbegriffe und Gegenstandsbereiche der Europäischen Ethnologie/Volkskunde“ belegen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Judith Kestler M.A. oder Sebastian Kestler-Joosten M. A.
Goffman, Erving: Interaktionsrituale. Über Verhalten in direkter Kommunikation. Frankfurt a.M. 1986; Goffman, Erving: Wir alle spielen Theater. Die
10
Selbstdarstellung im Alltag. München 2011; Hahn, Alois: Identität und Selbstthematisierung. In: Ders. / Kapp, Volker (Hg.): Selbstthematisierung
und Selbstzeugnis. Frankfurt a.M. 1987, S. 9-24; Hahn, Alois / Bohn, Cornelia: Selbstbeschreibung und Selbstthematisierung: Facetten der Identität
in der modernen Gesellschaft. In: Willems, Herbert / Hahn, Alois (Hg.): Identität und Moderne. Frankfurt a.M. 1999; Mönkeberg, Sarah: Das Web als
Spiegel und Bühne: Selbstdarstellung im Internet. In: APuZ 63 (2013), S. 25-30; Reichert, Ramon: Das narrative Selbst. Erzählökonomie im Web
2.0. In: Gächter, Yvonne u.a. (Hg.): Erzählen – Medientheoretische Reflexionen im Zeitalter der Digitalisierung. Innsbruck 2008; Tillmann, Angela:
Doing Identity: Selbsterzählung und Selbstinszenierung in virtuellen Räumen. In: Dies. / Vollbrecht, Ralf (Hg.): Abenteuer Cyberspace. Jugendliche
in virtuellen Welten. Frankfurt a.M. u.a. 2006; Turkle, Sherry: Leben im Netz. Identität in Zeiten des Internets. Reinbeck bei Hamburg 1999; Willems,
Herbert / Pranz, Sebastian: Vom Beichtstuhl zum Chatroom. Strukturwandlungen institutioneller Selbstthematisierung. In: Burkart, Günter (Hg.): Die
Ausweitung der Bekenntniskultur – neue Formen der Selbstthematisierung? Wiesbaden 2006.
Aktuelle Forschungsbereiche der Europäischen Ethnologie/
Volkskunde - 04-EEVK-AFB (Wahlpflichtbereich 5./6. Semester
bzw. 3. Jahr)
Dieses Modul 04-EEVK-AFB kann nur von Studierenden belegt werden, die
beabsichtigen, ihre BA-Thesis im Fach Europäische Ethnologie/Volkskunde
anzufertigen!
Teilmodul 1: Aktuelle Forschungsbereiche der Europäischen
Ethnologie/Volkskunde - 04-EEVK-AFB-1
Kolloquium aktuelle Forschungsbereiche der EE/VK (2 SWS, Credits: 5)
Veranstaltungsart: Kolloquium
0406650
Hinweise
Di 18:00 - 20:00
14.10.2014 - 20.01.2015 4.U.6 / Phil.-Geb.
Lossin
Diese Veranstaltung kann nur von Studierenden belegt werden, die beabsichtigen, ihre BA-Thesis im Fach EE/VK anzufertigen!
— 10 —
Praktikum im Kultur- und Museumssektor - 04-EEVK-PKM
(Wahlpflichtbereich 4. + 5. Semester bzw. 2./3. Jahr)
Teilmodul 1: Praktikum im Kultur- und Museumssektor - 04-EEVKPKM-1
Wahlpflichtbereich Import aus anderen Fächern (Museologie und
Indologie)
Einführung in die Museumwissenschaft und Ausstellungspraxis 04Mus-Einf-MuA-1
Museumswissenschaft und Ausstellungspraxis - vertieft 04-Mus-EinfMuAV-1
Ausgewählte Aspekte indischer Geistes- und Kulturgeschichte (Bitte
beachten: Wird nicht jedes Semester angeboten!) 04-IB30-1
Wissenschaftliches Arbeiten und Vermitteln - 04-EEVK-WAV
(Fachspezifische Schlüsselqualifikationen 1. + 2. Semester bzw. 1.
Jahr)
Teilmodul 1: Recherchieren und Präsentieren - 04-EEVK-WAV-1
Wissenschaftliches Recherchieren und Schreiben (1 SWS, Credits: BA-HF: 2)
Veranstaltungsart: Übung
0406602
Sa 09:00 - 16:00
Einzel
11.10.2014 - 11.10.2014
ÜR 9 / Phil.-Geb.
Dinkl/Krämer/
Sa 09:00 - 16:00
Einzel
18.10.2014 - 18.10.2014
ÜR 9 / Phil.-Geb.
Hammer
Dinkl/Krämer/
Inhalt
Hinweise
Hammer
Wie bearbeite ich ein Referatsthema? Wie kann ich effizient nach Literatur recherchieren? Wie finde ich relevante Titel in der (Teil-)Bibliothek?
Wie halte ich ein mündliches Referat? Wie schreibe ich eine Hausarbeit? Was muss ich beim Zitieren beachten? Warum braucht man überhaupt
Fußnoten? Zu diesen und weiteren Fragen bietet die Lehrveranstaltung Hilfestellung und Übungsmöglichkeiten. Der Kurs gibt eine grundlegende
Einführung in die Praxis wissenschaftlichen Arbeitens in komprimierter Form.
Der Besuch der Übung "Wissenschaftliches Recherchieren und Schreiben" ist verpflichtend für alle Hauptfachstudierenden der Europäischen
Ethnologie / Volkskunde im ersten Studienjahr, steht aber auch Interessenten aus höheren Semestern oder aus dem Nebenfach offen.
Teilmodul 2: Vermittlungs- und Präsentationstechniken - 04-EEVKWAV-2
— 11 —
Vermittlungs- und Präsentationstechniken (1 SWS, Credits: BA-HF: 1)
Veranstaltungsart: Übung
0406626
Inhalt
Do 12:00 - 14:00
wöchentl.
09.10.2014 - 20.11.2014
ÜR 24 / Phil.-Geb.
01-Gruppe
Haller
Do 12:00 - 14:00
wöchentl.
27.11.2014 - 22.01.2015 ÜR 24 / Phil.-Geb.
02-Gruppe
Köhler
Ein verständlicher Vortrag, ein Interesse weckendes Referat in einem Seminar, eine überzeugende Projektpräsentation sind – leider allzu oft –
selten. Dabei ist die Präsentation von Forschungsarbeiten oder eines Projektes in der freischaffenden Kulturarbeit von großer Wichtigkeit, etwa
zur finanziellen Förderung. Wie aber lassen sich komplexe Sachverhalte ansprechend darstellen, welche Möglichkeiten bieten sich, Inhalte anhand
von Bildern, Textabschnitten, Grafiken etc. sinnvoll, zielgerichtet und ergebnisorientiert wiederzugeben, durch welche rhetorischen oder gestischen
Tricks können Sie die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer und Zuschauer bannen und halten? Selbst gewählte Themen werden in den Sitzungen von ihnen
vorgetragen, von unterschiedlichen Medien gestützt präsentiert und daraufhin einer gemeinsamen – freilich stets konstruktiven – Kritik unterzogen.
Praxiseinheit Europäische Ethnologie / Volkskunde im
Wissenschaftsbetrieb - 04-EEVK-FSQ (Fachspezifische
Schlüsselqualifikationen 2. Semester bzw. 1. Jahr)
Belegbar nur für Bachelorstudierende im Hauptfach Europäische Ethnologie /
Volkskunde!
Teilmodul 3: EE/VK im Wissenschaftsbetrieb - 04-EEVK-FSQ-3
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