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Beurteilung - IKK classic

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Herzlich
IKK classic Unternehmenspräsentation 2010
Max Mustermann • 01.01.2010
Grundlagen der Sozialversicherung
Online-Seminar – 24. März 2015
1
Seite 1
Mediaplan
Herzlich Willkommen!
Ihr Referent
Stefan Jung
Seite 2
Online-Seminare: Übersicht 2015
Grundlagenseminar
Einführung in die Sozialversicherung
Aufbauseminare

Aushilfen, Werkstudenten und Praktikanten (Di., 21.04.2015, 15-17 Uhr)

Wissenswertes zum Melderecht (Di., 22.09.2015, 15-17 Uhr)

Beitragsberechnung von A-Z (Di., 13.10.2015, 15-17 Uhr)

Umlage von A-Z (Di., 10.11.2015, 15-17 Uhr)
Anmeldung: www.ikk-classic.de/webinare
Seite 3
Inhalt
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Die Sozialversicherung
Beurteilung von Versicherungspflicht und -freiheit
a.
Höherverdienende Arbeitnehmer
b.
geringfügige Beschäftigungen
Versicherungsrecht Werkstudenten und Praktikanten
Beitragsberechnung und -abführung
Krankenkassenwahlrechte
Meldeverfahren
Entgeltfortzahlungsversicherung
Seite 4
Mediaplan
1. Die Sozialversicherung
Seite 5
Die Sozialversicherung
Gründe und Wege der Sozialversicherung


Abminderung des Risikos durch die Wechselfälle des Lebens
Schutz bei wirtschaftlicher Belastung durch Krankheit,
Pflegebedürftigkeit, Erwerbsminderung, Unfall, Alter und Tod
Pflegeversicherung
Krankenversicherung
Rentenversicherung
Die Sozialversicherung
Arbeitslosenversicherung


Unfallversicherung
Die Krankenkassen sind die Einzugsstellen für die KV, PV, RV, ALV
Die Unfallversicherungsträger erhalten die Beiträge direkt
Seite 6
Mediaplan
2. Beurteilung von
Versicherungspflicht und
-freiheit
Seite 7
Beurteilung von Versicherungspflicht und -freiheit
Personenkreis
Versicherungspflichtig sind z.B.:
Versicherungsfrei sind z.B.:

Arbeitnehmer


Auszubildende


Studenten/Praktikanten

Behinderte

Rentner

Arbeitslose



beschäftigte Rentner
beschäftigte Selbstständige
Personen, die das 55. Lebensjahr
vollendet haben (unter bestimmten
Voraussetzungen)
Beamte/Richter
Soldaten auf Zeit und
Berufssoldaten
Geschäftsführende Gesellschafter und beschäftigte Familienangehörige
benötigen eine gesonderte Überprüfung seitens der Clearingstelle der RV.
Seite 8
Beurteilung von Versicherungspflicht und -freiheit
Versicherungspflichtige Arbeitnehmer
Voraussetzungen:
Arbeitnehmer
+
Beschäftigung
+
Arbeitsentgelt
Arbeiter, Angestellte und zur Berufsausbildung
Beschäftigte
1. nichtselbstständige Arbeit
2. durch Bestimmung von Art, Ort, Zeit und
Weise der Arbeit in den Betrieb eingegliedert
=> Weisungsgebundenheit
1. alle Einnahmen aus oder im Zusammenhang
mit einer Beschäftigung
2. gleichgültig unter welcher Bezeichnung
3. gleichgültig in welcher Form
4. mit oder ohne Rechtsanspruch
Seite 9
Mediaplan
2.a Höherverdienende
Arbeitnehmer
Seite 10
Höherverdienende Arbeitnehmer
Versicherungsfreie Arbeitnehmer
Versicherungsfreiheit durch Überschreitung der JAEG
Arbeitnehmer, deren regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die jeweils gültige
Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt, sind kranken- und
pflegeversicherungsfrei.
Die allgemeine JAEG für das Jahr 2015 beträgt 54.900 €.
Die besondere JAEG beträgt im Jahr 2015 beträgt 49.500 €.
In der Rentenversicherung und Arbeitsförderung bleibt die
Versicherungspflicht unabhängig von der Höhe des Einkommens bestehen.
Wird die Grenze in einer laufenden Beschäftigung überschritten, endet die
Versicherungspflicht mit dem Kalenderjahr des Überschreitens, wenn auch
die Jahresarbeitsentgeltgrenze des folgenden Kalenderjahres überschritten
wird.
Seite 11
Höherverdienende Arbeitnehmer
Versicherungsfreie Arbeitnehmer
Lohn, Gehalt
Überstunden, wenn sie mit
festem Pauschalbetrag ständig
vergütet werden
laufendes Monatsentgelt
+
Provisionen
nicht fest vereinbartes Entgelt =
gewissenhafte Schätzung
regelmäßige
Sonderzahlungen
Voraussetzung: Zahlung
mit hinreichender
Sicherheit mindestens
einmal jährlich
Urlaubsgeld
Weihnachtsgeld
Seite 12
Höherverdienende Arbeitnehmer
Versicherungsfreie Arbeitnehmer
Ermittlung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgeltes
Grundsatz
Zeitpunkt
jährliches Arbeitsentgelt des
Arbeitnehmers
abzüglich unregelmäßiges
Arbeitsentgelt
= regelmäßiges jährliches
Arbeitsentgelt
abzüglich Familienzuschläge
= regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt
Seite 13


Beginn der Beschäftigung
Änderung der Einkommensverhältnisse
 Jahreswechsel
(Änderung der JAEG)
Höherverdienende Arbeitnehmer
Versicherungsfreie Arbeitnehmer
Beispiel – Ermittlung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgeltes
Berechnung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgeltes (2015):
Bruttoentgelt 4.000 € x 12 =
48.000 €
Urlaubsgeld
3.900 €
Weihnachtsgeld
3.800 €
regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt
55.700 €
Beurteilung: Die Jahresarbeitsentgeltgrenze des Jahres 2015 (54.900 €)
wird überschritten. Die Beschäftigung ist krankenversicherungsfrei und damit
pflegeversicherungsfrei.
Seite 14
Höherverdienende Arbeitnehmer
Unterschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze
Beispiel
01.01.2014
30.06.2014 01.07.2014
Vollzeitarbeitsverhältnis
mtl. 4.800 €
Jahresarbeitsentgelt =
57.600 € (12 x 4.800 €)
Teilzeitarbeitsverhältnis
mtl. 2.400 €
Jahresarbeitsentgelt =
28.800 € (12 x 2.400 €)
Beurteilung: Ab 01.07.2014 ist durch die Reduzierung auf Teilzeit eine neue
Prüfung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts vorzunehmen. Die JAEG
2014 wird unterschritten. Ab 01.07.2014 tritt Krankenversicherungspflicht ein.
Seite 15
Höherverdienende Arbeitnehmer
Befreiung von der Krankenversicherungspflicht
Auf Antrag kann sich z.B. befreien lassen, wer versicherungspflichtig wird
1. wegen Erhöhung der JAEG;
2. durch den Bezug einer Leistung der Arbeitsagentur, wenn er in den
letzten fünf Jahren nicht gesetzlich versichert war;
3. durch die Aufnahme einer Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit;
4. durch die Herabsetzung der wöchentlichen Arbeitszeit während der
Pflegezeit;
5. weil seine Arbeitszeit auf die Hälfte oder weniger der regelmäßigen
Wochenarbeitszeit reduziert wird und er seit mindestens fünf Jahren
wegen Überschreitens der JAEG versicherungsfrei ist.
Seite 16
Mediaplan
2.b Geringfügige
Beschäftigungen
Seite 17
Geringfügige Beschäftigungen
Geringfügig entlohnte Beschäftigungen
450-Euro Grenze (Achtung Mindestlohn beachten!)
 Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das
durchschnittliche Monatsentgelt maximal 450,00 € beträgt (Wert lt.
Arbeitsvertrag, bei schwankendem Entgelt schätzen).
 Bei der Berechnung ist das laufende monatliche Arbeitsentgelt
heranzuziehen und sind mindestens einmal jährlich gezahlte
Einmalzahlungen anteilig zu berücksichtigen.
 Jahresgrenze von 5.400 € darf nicht überschritten werden.
 Die 450-Euro-Grenze gilt auch in Teilmonaten bei Beginn oder Ende der
Beschäftigung (= keine anteilige Grenze bilden).
 Grenze bei Beschäftigung von weniger als einem Zeitmonat:
450 € : 30 x Kalendertage
Seite 18
Geringfügige Beschäftigungen
Geringfügig entlohnte Beschäftigungen
Befreiung von der Rentenversicherungspflicht
Grundsatz: Geringfügig entlohnte Beschäftigungen sind
kranken-, pflege- und arbeitslosenversicherungsfrei,
aber rentenversicherungspflichtig.
Seite 19
Geringfügige Beschäftigungen
Geringfügig entlohnte Beschäftigungen
Befreiung von der Rentenversicherungspflicht
 schriftlicher Befreiungsantrag des Beschäftigten beim Arbeitgeber
 Weiterleitung an Minijob-Zentrale (Anmeldung gilt als Befreiungsantrag)
 Wenn kein Widerspruch der Minijob-Zentrale innerhalb eines Monats:
 Befreiung gilt ab Beschäftigungsbeginn bei Antrag mit der ersten
folgenden Entgeltabrechnung (spätestens innerhalb von sechs
Wochen),
 bei späterer Meldung vom Beginn des auf den Ablauf der
Widerspruchsfrist folgenden Monats,
 gilt für diese und alle daneben ausgeübten Minijobs und kann nicht
widerrufen werden.
Hinweis: Der Befreiungsantrag ist zu den Entgeltunterlagen zu nehmen und
mit dem Datum des Eingangs zu versehen.
Seite 20
Geringfügige Beschäftigungen
Pauschalbeiträge



Krankenversicherung
gesetzlich/familienversichert:
nicht gesetzlich versichert:
Rentenversicherung
versicherungspflichtig:
versicherungsfrei oder -befreit:
Pflegeversicherung/
Arbeitslosenversicherung
Pauschbeiträge 13 %
(Privathaushalt 5 %)
keine Beiträge
Allgemeine Beiträge
(AG: 15 %, im Privathaushalt 5%;
AN: 3,7 %, im Privathaushalt 13,7 %)
Pauschbeiträge 15 %
keine Beitragspflicht
Seite 21
Geringfügige Beschäftigungen
Rentenversicherungspflicht
Beispiel
 Beschäftigung einer familienversicherten Hausfrau ab 01.02.2015;
monatliches Arbeitsentgelt 400 €
Beurteilung:
Krankenversicherung:
Arbeitgeberbeitrag:
400 € x 13 % = 52,00 €
Rentenversicherung:
Arbeitgeberanteil:
400 € x 15 % = 60,00 €
Arbeitnehmeranteil:
400 € x 3,7 % = 14,80 €
74,80 €
Pflege- und Arbeitslosenversicherung: keine Beiträge
Seite 22
Geringfügige Beschäftigungen
Zusammentreffen von Beschäftigungen
Es liegt eine Hauptbeschäftigung vor
nein
ja





Die erste geringfügige
Beschäftigung bleibt sv-frei*
Jede weitere Beschäftigung
ist
sv-pflichtig, außer in der
Arbeitslosenversicherung
Gilt auch, wenn Minijobs
zusammen unter 450 €

*) Ausnahme: Rentenversicherung
Seite 23
Zusammenrechnung erfolgt
Summe der Entgelte > 450 € =
SV-Pflicht ab Zeitpunkt des
Überschreitens zu allen
SV-Zweigen aus allen
Beschäftigungen
Summe der Entgelte ≤ 450 € =
Beschäftigungen sind
sv-frei, aber Pauschalbeiträge*
Geringfügige Beschäftigungen
Zusammentreffen von Beschäftigungen
Beispiel
Eine Altenpflegerin arbeitet regelmäßig seit Jahren beim Arbeitgeber A
gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von 1.200 €.
Seit dem 01.07. nimmt sie zusätzlich beim Arbeitgeber B gegen ein
monatliches Arbeitsentgelt von 230 € eine weitere Beschäftigung auf.
Zusätzlich zum 01.09. nimmt sie beim Arbeitgeber C gegen ein monatliches
Arbeitsentgelt von 190 € ihre dritte Beschäftigung auf.
Beurteilung:
Beschäftigung A : volle SV-Pflicht
PG 101 BGR 1 1 1 1
Beschäftigung B : Minijob sv-frei
PG 109 BGR 6 1/5 0 0
Beschäftigung C : SV-Pflicht ohne ALV
PG 101 BGR 1 1 0 1
Seite 24
Geringfügige Beschäftigungen
Kurzfristige Beschäftigungen
Voraussetzungen
Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn sie
 innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens drei Monate oder 70
Arbeitstage nach ihrer Eigenart oder im Voraus vertraglich begrenzt ist
und
 nicht berufsmäßig ausgeübt wird.
Folge:
Die Beschäftigung ist frei in der KV, PV, RV und ALV.
Seite 25
Geringfügige Beschäftigungen
Kurzfristige Beschäftigungen
Addition mehrerer kurzfristiger Beschäftigungen
kurzfristige
Beschäftigung
+
kurzfristige
Beschäftigung
=
Prüfung der
Zeitgrenze
drei Monate/
70 Arbeitstage
Hinweise: Wird eine der Beschäftigungen an weniger als fünf Tagen in der
Woche ausgeübt, ist auf 70 Arbeitstage abzustellen.
Kurzfristige und geringfügig entlohnte Beschäftigungen werden nicht
zusammengerechnet.
Seite 26
Geringfügige Beschäftigungen
Kurzfristige Beschäftigungen
Berufsmäßigkeit
Berufsmäßig wird eine Beschäftigung dann ausgeübt, wenn sie nicht
von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist.


Berufsmäßigkeit ist z.B. zu prüfen bei:
Rentnern, Hausfrauen, Nichterwerbstätigen, Beschäftigungen zwischen
Schule und Studium
Berufsmäßigkeit liegt stets vor bei:
Arbeitslosengeldbeziehern, bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend
Gemeldeten, Arbeitnehmern während eines unbezahlten Urlaubes,
Schulabgängern zwischen Schulabschluss und Aufnahme eines
Berufsausbildungsverhältnisses, Arbeitnehmern während einer Elternzeit
Seite 27
Melderechtliche Besonderheiten und Nebenpflichten
Personalfragebogen
Beim Beschäftigungsbeginn sollten alle wichtigen Daten in einem
Personalfragebogen festgehalten werden, u.a.
 Persönliche Daten der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers
 Krankenkasse der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers
 Status (z.B. Schüler/Hausfrau/Arbeitsuchender/Selbstständiger)
 bei 450-Euro-Jobs: Weitere Haupt- oder geringfügig entlohnte
Beschäftigungen
 bei befristeten kurzzeitigen Beschäftigungen: Weitere Haupt- oder
befristete Beschäftigungen
 bei 450-Euro-Jobs: Ggf. Befreiung von der Rentenversicherungspflicht
 Unterschrift
Seite 28
Arbeitsrechtliche Besonderheiten
Mindestlohn – Aufzeichnungspflichten für alle Minijobber





Dokumentationspflichten bei geringfügig beschäftigten Mitarbeitern
ab dem 1.1.2015 sind spätestens nach sieben Tagen in deutscher
Sprache aufzuzeichnen und zu dokumentieren
Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit
die Aufzeichnungen sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren
Ausnahmen gelten nur für geringfügige Beschäftigungen in
Privathaushalten, hier entfällt die Dokumentationspflicht
Seite 29
Mediaplan
3. Versicherungsrecht
Werkstudenten und
Praktikanten
Seite 30
Versicherungsrecht Werkstud., Praktikanten, Diplomanden
Versicherungsrecht – Werkstudenten
Krankenversicherung
Pflegeversicherung
gemeinsame Beurteilung
Arbeitsförderung
Rentenversicherung
separate Beurteilung
Seite 31
Versicherungsrecht Werkstud., Praktikanten, Diplomanden
Versicherungsrecht – Werkstudenten
Versicherungsfreiheit als Werkstudent in der Kranken- und
Pflegeversicherung sowie in der Arbeitsförderung besteht, wenn
 wöchentlich nicht mehr als 20 Stunden gearbeitet wird
 ausschließlich während der vorlesungsfreien Zeit gearbeitet wird
 über 20 Stunden wöchentlich gearbeitet wird, überwiegend abends,
nachts oder an den Wochenenden
 über 20 Stunden wöchentlich gearbeitet wird, längstens für zwei Monate
Seite 32
Versicherungsrecht Werkstud., Praktikanten, Diplomanden
Versicherungsrecht – Werkstudenten
Beurteilung bei mehreren Beschäftigungen
Zusammenrechnung der Arbeitszeiten
> 20 Std./Woche
≤ 20 Std./Woche
Arbeitnehmer
Werkstudent
Seite 33
Versicherungsrecht Werkstud., Praktikanten, Diplomanden
Versicherungsrecht – Werkstudenten
Versicherungsfreiheit als Werkstudent in der Rentenversicherung
kurzfristige Beschäftigung
geringfügig entlohnte
Beschäftigung
Befristung auf nicht mehr als drei
Monate (70 Arbeitstage)
innerhalb eines Kalenderjahres
regelmäßiges monatliches
Arbeitsentgelt
maximal 450,- €
Versicherungsfreiheit
Versicherungspflicht mit
Befreiungsmöglichkeit
Seite 34
Versicherungsrecht Werkstud., Praktikanten, Diplomanden
Versicherungsrecht – Praktikanten
Unterscheidung der Praktika nach zeitlichen Gesichtspunkten:
 Vorpraktika: Ableistung der Praktika vor Beginn der
Ausbildung/Aufnahme des Studiums.
 Zwischenpraktika: Praktika während der Ausbildung/des Studiums.
 Nachpraktika: Ableistung der Praktika nach Ende der Ausbildung/des
Studiums.
Seite 35
Versicherungsrecht Werkstud., Praktikanten, Diplomanden
Versicherungsrecht – Praktikanten
Entscheidende Bedeutung für die Beurteilung haben darüber hinaus:
 der Personenstatus zum Zeitpunkt des Praktikums,
 die Art des Praktikums (vorgeschrieben oder nicht vorgeschrieben),
 die Zahlung von Arbeitsentgelt.
Für die Beurteilung von vorgeschriebenen Praktika sind die Regelungen zu
geringfügigen Beschäftigungen nicht anwendbar!
Seite 36
Versicherungsrecht Werkstud., Praktikanten, Diplomanden
Excurs: Versicherungsrechtliche Beurteilung von
Praktikanten – Übersicht
Vorgeschriebenes
Praktikum
Vorgeschriebenes
Praktikum
Nicht vorgeschriebenes Praktikum
Nicht vorgeschriebenes Praktikum
Zwischenpraktikum
Vor/Nachpraktikum
Zwischenpraktikum
Vor/Nachpraktikum
Während des
Studiums besteht für
das eine Praktikum
keine SV-Pflicht.
Versicherungspflicht
als zur Berufsausbildung Beschäftigter,
wenn Arbeitsentgelt
gezahlt wird; wird kein
Arbeitsentgelt gezahlt,
Versicherung in der
KV, PV als Praktikant,
in der RV, AF als zur
Berufsausbildung
Beschäftigter.
Es besteht keine RVPflicht, wenn kein
Entgelt gezahlt wird,
sonst
Versicherungspflicht.
Versicherungspflicht
zur KV, PV, RV, AF,
wenn Arbeitsentgelt
gezahlt wird.
In der KV, PV, AF
gelten die Regelungen
der Werkstudenten (20
Stunden Grenze).
Seite 37
Versicherungsfreiheit
KV, PV, AF, wenn die
Beschäftigung
geringfügig ist.
Arbeitsrechtliche Änderungen
Mindestlohn – kein Anspruch von Praktikanten, wenn:

Praktikanten, die aufgrund ihrer Schul-, Ausbildungs- oder
Studienordnung ein Pflichtpraktikum ableisten müssen
 Praktikanten, die ein maximal dreimonatiges Vorbereitungspraktikum zur
Orientierung für eine spätere Berufsausbildung oder ein Studium
absolvieren
 Praktikanten, die parallel zu ihrem Studium oder ihrer Berufsausbildung
ein maximal dreimonatiges Praktikum ableisten mit inhaltlichem Bezug
zur jeweiligen Ausbildung
Seite 38
Mediaplan
1. Fragerunde
Ihre Fragen an uns
Seite 39
Mediaplan
4. Beitragsberechnung und
-abführung
Seite 40
Beitragsberechnung und -abführung
Seite 41
Beitragsberechnung und -abführung
Einmalzahlung – Ermittlung anteilige Jahres-BBG
Berechnungsgrundlage
laufendes
Arbeitsentgelt
+
Einmalzahlung
laufendes
Arbeitsentgelt
+
Einmalzahlung
≤
>
monatliche Beitragsbemessungsgrenze
laufendes Arbeitsentgelt in
voller Höhe
Einmalzahlung in voller Höhe
monatliche Beitragsbemessungsgrenze
anteilige Jahres-BBG
=
Gesamtsumme
laufendes AE
Differenz
Seite 42
Einmalzahlung bis zur Höhe
der Differenz
Beitragsberechnung und -abführung
Beispiel: Beitragsberechnung aus Einmalzahlungen zur
Kranken- und Pflegeversicherung 2015
Monat
Lfd. Entgelt in €
Januar
3.800
Februar
März
3.800
3.800
Urlaubsgeld in €
April
3.800
Mai
Juni
3.800
3.800
2.500
Monat Juni: Gesamtentgelt von 6.300 € übersteigt Monats-BBG von
4.125,00 €
2. Anteilige Beitragsbemessungsgrenze:
4.125 € x 6 = 24.750 €
3. Bisheriges beitragspflichtiges Entgelt:
3.800 € x 6 = 22.800 €
4. Differenz zwischen 2. und 3.
= 1.950 €
Von der Einmalzahlung sind zur Kranken- und Pflegeversicherung Beiträge
nur aus 1.950 € zu berechnen.
1.
Seite 43
Beitragsberechnung und -abführung
Gleitzone
Entgelte zwischen 450,01 und 850,00 €
Ausnahmen: z.B. Auszubildende, Praktikanten, Teilnehmer an dualen
Studiengängen, Bezieher von Kurzarbeitergeld
 Besondere Beitragsberechnung mit vermindertem Entgelt
 Komplizierte Berechnungsformel
 Vereinfachte Berechnungsformel:
Beitragspflichtige Einnahme = 1,2716875 x tats. AE – 230,934375
 Vermindertes Arbeitsentgelt wird gemeldet
 Keine Arbeitgeberersparnis
 Option: Reduzierungsverzicht in der Rentenversicherung


Seite 44
Neues Beitragsrecht in der ges. Krankenversicherung
Neues Beitragsrecht
ab 1.1.2015:
 allgemeiner Beitragssatz beträgt 14,6 % (bislang 15,5 %)
 ermäßigter Beitragssatz beträgt 14,0 % (bislang 14,9 %)

Abschaffung des Sonderbeitrages für Versicherte in Höhe von 0,9 %
 einkommensunabhängiger Zusatzbeitrag und steuerfinanzierter
Sozialausgleich entfallen
 Zusatzbeitragssatz als prozentualer Satz von den beitragspflichtigen
Einnahmen möglich
 krankenkasseninterner Finanzausgleich wegen unterschiedlich hoher
Durchschnittseinkommen
Seite 45
Neues Beitragsrecht in der ges. Krankenversicherung
Neuer Zusatzbeitragssatz








einkommensunabhängige Zusatzbeiträge und Prämienzahlungen
entfallen
ab 2015 Einführung kassenindividueller, prozentualer Zusatzbeitragssatz
erstmalige Erhebung/Änderung des Zusatzbeitragssatzes jederzeit
möglich
neuer Zusatzbeitragssatz ist originärer Bestandteil des KV-Beitrages
es gelten die allgemeinen Beitragsberechnungsregelungen
Abzug des Zusatzbeitragssatzes vom Lohn/Gehalt
Fälligkeit zusammen mit dem übrigen Gesamtsozialversicherungsbeitrag
neuer Datensatz Beitragsnachweis mit Felder ZBP und ZBF
Seite 46
Neues Beitragsrecht in der ges. Krankenversicherung
Neuer Zusatzbeitragssatz
Zusatzbeitrag der IKK classic 0,8 % (15,4%)
Seite 47
Neues Beitragsrecht in der ges. Krankenversicherung
Neuer Zusatzbeitragssatz
Die IKK classic 2015:
Vertrauen – Kontinuität – Service
Die IKK classic plant – dank ausreichender finanzieller Vorsorge –
dauerhaft einen Zusatzbeitrag unter dem Durchschnitt der gesetzlichen
Krankenkassen.
 Versicherte der IKK classic werden entlastet – für sie ist es seit
1.1.2015 günstiger als bisher.
 Die umfassenden Leistungen der IKK classic bleiben auch zukünftig auf
hohem Niveau. Die Zusatzleistungen wie Gesundheitskonto und
Bonusprogramm bleiben unverändert.

Seite 48
Neues Beitragsrecht in der ges. Krankenversicherung
Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz 0,9 % für 2015
Mitgliedergruppen für den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz:
 Bezieher von Arbeitslosengeld II
 Auszubildende in außerbetrieblichen Einrichtungen
 behinderte Menschen in anerkannten Werkstätten usw.
 Wehrdienstleistende, Eignungsübende
 Auszubildende mit einem Arbeitsentgelt bis 325 Euro im Monat
 Teilnehmer, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen
Bundesfreiwilligendienst leisten
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz gilt nur für die den jeweiligen
versicherungs-rechtlichen Status prägenden beitragspflichtigen Einnahmen
(tatsächlicher kassen-individueller Zusatzbeitragssatz unerheblich).
Für weitere beitragspflichtige Einnahmen (z.B. Rente, Versorgungsbezüge) gilt der
kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz.
Seite 49
Neues Beitragsrecht in der ges. Krankenversicherung
Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz - Beispiel
Der Friseursalon Schmitter beschäftigt eine Friseurin (Entgelt 1.600 €)
und eine Praktikantin, die eine Förderung über das Arbeitsamt erhält
(EQJ-Maßnahme).
Als Ausbildungsförderungsbetrag wird hier 218 € bezahlt.
Lösung:
Für die Gesellin wird der tatsächliche Zusatzbeitrag der Krankenkasse
abgeführt, für die Praktikantin muss Frau Schmitter den durchschnittlichen
Zusatzbeitragssatz aller Krankenkassen anwenden.
Seite 50
Beitragsberechnung und -abführung
weitere Beitragssätze der Sozialversicherung 2015






Rentenversicherung
18,7 %
Arbeitslosenversicherung
3,0 %
Pflegeversicherung
2,35 %
Zusatzbeitrag Pflegeversicherung
für Kinderlose
0,25 %
Insolvenzgeldumlage
0,15 %
individuelle Umlagesätze Ausgleichskasse U1 und U2
Seite 51
Beitragsberechnung und -abführung
Beitragsabführung








Arbeitgeber weist den GSV-Beitrag bis zum fünftletzten Bankarbeitstag
eines Monats auf Beitragsnachweis nach
ggfs. Schätzung des Restmonats
Korrektur der Schätzung im nächsten Monat
Zusammenfassung für alle gemeldeten Arbeitnehmer
Dauerbeitragsnachweis ist möglich
Zusammenstellung des Beitragsnachweises gehört in die
Entgeltunterlagen
Umlagebeiträge nur arbeitgeberfinanziert
eventuell Verrechnung EFZ
Seite 52
Mediaplan
Kurzumfrage
Seite 53
Mediaplan
5. Krankenkassenwahlrechte
Seite 54
Krankenkassenwahlrechte
Wahl der Krankenkasse/Bindungswirkung
Freie Wahl der Krankenkasse
 jederzeit auch unterjährig möglich
 Kündigung muss schriftlich erfolgen
 nach Ablauf von 2 Kalendermonaten nach Kündigungseingang
Bindungswirkung
 Mitgliedschaft mindestens 18 Monate
 bei Wahltarifen 36 Monate
 bei Einführung/Erhöhung Zusatzbeitrag Sonderkündigungsrecht
Bei einer Versicherungslücke von mind. 1 Tag kann auf eine Kündigung und
auf die Bindungswirkung verzichtet werden.
Seite 55
Krankenkassenwahlrechte
Ablauf Kassenwechsel
schriftliche Kündigung bei der bisherigen Kasse
bisherige Kasse stellt Kündigungsbestätigung aus
Kündigungsbestätigung und Beitrittserklärung an neue Krankenkasse
neue Krankenkasse stellt Mitgliedsbescheinigung aus
Mitgliedsbescheinigung an Arbeitgeber
Mitgliedschaft in der neuen Krankenkasse
Seite 56
Mediaplan
6. Meldungen
Seite 57
Meldungen
Meldetatbestände









Anmeldung
Abmeldung
Jahresmeldung
Unterbrechungsmeldung
Änderungsmeldung
Stornierungsmeldung
Sondermeldung
Sonstige Meldungen
GKV-Monatsmeldung
Seite 58
Meldungen
Meldetatbestände
Arbeitgeber
systemgeprüftes
EDV-Programm
Daten der
Beschäftigten
Krankenkasse (Prüfung und Überwachung)
Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung,
Arbeitsförderung (Speicherung)
Rechtsgrundlage:
DEÜV (Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung)
Seite 59
maschinelle
Ausfüllhilfe
Mediaplan
7. Entgeltfortzahlungsversicherung
Seite 60
Entgeltfortzahlungsversicherung
Entgeltfortzahlungsversicherung
U 1: Aufwendungen bei Krankheit
U 2: Aufwendungen bei
Mutterschaft
Grds. Arbeitgeber mit
bis zu 30 Arbeitnehmern
Grds. alle Arbeitgeber
Erstattung 50 v.H.: Beitragssatz 1,6 v.H.
Erstattung 65 v.H.: Beitragssatz 2,6 v.H.
Erstattung 100 v.H.:
Beitragssatz 0,39 v.H.
Hinweis: Die Erstattungs- und Beitragssätze ergeben sich aus der Satzung Ihrer Kasse.
Seite 61
Entgeltfortzahlungsversicherung
Nichtumlagepflichtiges Entgelt
Arbeitsentgelt von Arbeitnehmern ohne Entgeltfortzahlungsanspruch
Einmalzahlungen
Keine Beitragspflicht zur Umlageversicherung
Seite 62
Mediaplan
2. Fragerunde
Ihre Fragen an uns
Seite 63
Mediaplan
webinare@ikk-classic.de
Seite 64
Herzlich
IKK classic Unternehmenspräsentation 2010
Max Mustermann • 01.01.2010
Vielen Dank für Ihre Teilnahme!
65
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