close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Dlshs - IndaBook

EinbettenHerunterladen
Nr. 4 | Oktober 2014
www.myplace-meilen.ch
Das Kundenmagazin der Priora
Standpunkt
Architekturwettbewerb
Interview
Schneller. Höher. Besser?
Rekordzeiten, Rekordhöhen
Design to Cost
Eine Chance
Fredy Hasenmaile
Immobilienmarkt
Inhalt
Editorial
3
Schneller. Höher. Besser?
4
Interview mit Fredy Hasenmaile
6
«First District»
9
Termindruck und Qualität
10
Wir stellen vor
11
Personalentwicklung
14
Die Bürowelt der Zukunft
17
Licht, Wasser, Wind und Stein
18
Eine Vision nimmt Formen an
20
Life-Cycle-Orientierung
22
Design to Cost
24
Subunternehmer
28
Farnek Services LLC
30
Voll des Lebens
32
Neue Aufträge
34
Kurz notiert
36
Priora Events
38
Menschen – wir sind Priora
39
Priora Geschäftsstellen
40
Impressum
Priora View ist an Kunden, Partner,
Planer, Unternehmer und Freunde des
Hauses adressiert.
Herausgeberin
Priora AG
Balz-Zimmermann-Strasse 7
CH-8302 Kloten
marketing@priora.ch
Redaktionsleitung
Claudia Aepli
Priora AG | Marketing & Kommunikation
Grafik, Design und Gestaltung
Daniela Weilenmann
Priora AG | Marketing & Kommunikation
Fotos und Bildmaterial
Robert Hausmann, eventfotografen.ch
Priora Archiv
iStockphoto
Weiteres Bildmaterial stammt aus unseren Unternehmensreferenzen. Die Bildrechte
liegen beim jeweiligen Auftraggeber
(Bauherrn, Architekten, Planer).
Illustrator / Comic
Max Spring, Bern
Titelbild
«My Place», Meilen (raumgleiter gmbh)
Druck
Somedia Production, Chur
Auflage
9000 Exemplare
2
Priora View | Oktober 2014
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser
Die Baubranche in der Schweiz boomt. Vor allem die Investitionen in Neubauten konnten gemäss
Bundesamt für Statistik ein solides Wachstum verzeichnen. Ein Gegentrend zum Bauboom ist derzeit
nicht in Sicht, was für Priora sehr erfreulich ist. Dennoch müssen insbesondere zwei Entwicklungen
im Auge behalten werden.
Einerseits werden mancherorts Stimmen laut, dass zu viel gebaut werde und wertvoller Boden verloren gehe. Die Annahme der Zweitwohnungsinitiative zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung dem
achtlosen Bauen kritisch gegenübersteht. Die Baubranche ist sich der umstrittenen Thematik bewusst und weiss, dass dem Verlust von Kulturland und Grünflächen mit verdichtetem Bauen entgegengewirkt werden kann. Das Bauen in die Höhe ist eine Möglichkeit, wie diese Verdichtung erreicht
werden kann. In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick nach Dschidda, Saudi Arabien, wo vor Kurzem mit dem Bau eines kilometerhohen Wolkenkratzers begonnen wurde.
Andererseits sind die Entwicklungen auf dem Hypothekarmarkt weiterhin genau zu beobachten. Mit
Fredy Hasenmaile, Immobilienexperte der Credit Suisse, sprach ich über die Hypothekenvergabe, die
Warnungen der Schweizer Nationalbank SNB, den Eigenkapitalanteil beim Immobilienerwerb, die
Hotspots und die Mietpreisentwicklung.
Neben diesen beiden Fokusthemen informieren wir Sie in der bereits vierten Ausgabe unseres
Kundenmagazins «View» auch über das einmalige Vorhaben in Vals, den aktuellen Stand des
«First District», unsere spannenden Projekte der Generalunternehmung, unsere Facility Management Tochtergesellschaft in Dubai und vieles mehr.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit der Lektüre.
Herzlichst, Ihr
Hans-Peter Domanig
Präsident des Verwaltungsrats
Priora View | Oktober 2014
3
Schneller. Höher. Besser?
Die Erde dreht sich nicht schneller – auch wenn es oft den Anschein
macht. Alles dreht sich immer schneller – schnellere Autos, rasantere
Kommunikation – und wir bauen immer schneller. Nicht nur schneller,
sondern auch höher. Können Sie sich ein Gebäude von 1 Kilometer
Höhe vorstellen? Trotz kreativem Vorstellungsvermögen fällt mir dies
schwer.
der Bächtelenpark sind weitere Beispiele unserer Zeit. Wir sind schnell,
müssen wir ja, denn die Termintreue ist eine der drei wichtigsten Faktoren,
an welchen wir täglich, bei jedem Projekt, gemessen werden. Die Bauherren wollen und erwarten immer kürzere Bauzeiten. Kaum geplant, soll
schon eingezogen werden.
Die Chinesen können es schneller als die Berliner.
Schneller.
In Rekordzeit von nur elf Monaten haben die Chinesen in der Stadt
Yangshou am Jangtse ihren neuen Flughafen in Betrieb genommen. Dies
ist zwar «nur» ein Regionalflughafen, welcher aber stolze zwei Millionen
Passagiere pro Jahr abfertigt. Chinas Luftfahrt ist im Aufwind – und so ist
der Flughafen Yangshou nur ein Beispiel von vielen, welcher im Eiltempo
im Reich der Mitte erstellt wurde.
Twitter, Google, Facebook, WhatsApp – bestimmen unsere Zeit. Wir sind
die moderne High-Speed-Gesellschaft – atemlos und dauernd unter Stress.
Schneller Konsum, da und dort – überall. «Ich habe dir vor drei Stunden
eine Mail geschickt – hast du sie nicht erhalten» – unsere modernen Kommunikationsmittel lassen erwarten, dass Antworten binnen zwei Stunden
auf dem Frage-Account aufpoppen. Wartezeiten sind unpopulär, dies gilt
in der New Age Generation überall – ausnahmslos.
Und was machen die Berliner? Nicht viel, und dies noch in einem Tempo,
wo sogar meine alte Grossmutter wie ein T-Zug wirkt. Seit 1990 wird der
Berliner Hauptstadtflughafen geplant, vor acht Jahren wurde der erste
Spatenstich getan. 30 Millionen Passagiere hätten nach der prognostizierten Bauzeit von sechs Jahren jährlich befördert werden sollen. Sie
warten und warten – und müssen sich noch in Geduld üben.
Und wie sieht das Tempo in der Bau- und Immobilienbranche aus?
Ganz klar – auch hier muss der Turbo stets eingeschaltet sein. In Rekordzeit
entstehen ganze Wohnsiedlungen, ja sogar ganze Stadtquartiere, wenn
wir an die Zürcher Europaallee denken. Der Glattpark, das Limmatfeld und
Höchste Gebäude der Welt
900m
828 m
800m
700m
601 m
600m
553 m
527 m
509 m
500m
452 m
443 m
421 m
400m
416 m
391 m
384 m
370 m
374 m
369 m
355 m 346 m
346 m
344 m
300m
200m
4
Priora View | Oktober 2014
Jo
h
n
Ha
k
C
Ch en
ica ter
go ,
nc
oc
go
r,
H
Th
e
Ce
nt
e
nt
e
Ce
n
Ao
on
gk
on
g
i
ca
ub
a
r,
C
hi
er
,D
ng
ko
ng
To
w
Ho
a,
ira
Em
Ba
nk
te
s
of
Of
Ch
fic
e
in
ex
S
Ka ky T
oh ow
siu er
ng ,
Tu
nt
ao
B
Sh uild
In
an in
te
gh g,
rn
Ce at
ai
nt ion
re al
,
Ho Fin
Ci
tic
ng an
ko ce
Pl
az
ng
a,
Sh
Gu
un
an
gz
Hi
ho
ng
u
Sq
ua
re
,S
h
Ce
en
nt
zh
ra
en
lP
la
za
,H
on
gk
on
g
M
Tw
o
Jin
e
B
Ne uild
w in
Yo g,
rk
at
St
pi
re
10
1,
Ta
i
pe
i
Pe
tro
Ku na
al s T
a ow
Lu e
m rs
pu ,
r
pe
i
go
ca
hi
er
,C
Ta
i
is
To
w
er
,T
or
on
to
To
w
CN
W
ill
Em
Ro
ya
lC
lo
Bu
rj
ck
Kh
al
To
w
ifa
,D
ub
ai
er
H
M ote
ek l,
ka
100m
Rekorde
Petronas Towers, immer noch die höchsten Twin-Towers der Welt
Le Lignon, Vernier – grösstes Wohngebäude Europas
Höher.
Der Burj Khalifa ist nicht nur das höchste Gebäude der Welt – wohl auch
das bekannteste. Nach sechs Jahren Bauzeit wurde der 828 Meter hohe
Wolkenkratzer am 4. Januar 2010 eingeweiht und bekam den Namen des
Staatspräsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate.
Der Burj Khalifa ist durch seine Grösse zum Zentrum eines neuen Stadtentwicklungsgebiets mit dem Namen Downtown Dubai geworden. Hier wurden eine breite Mischung verschiedener Funktionen wie Handel, Wohnen,
Büros, Hotels, Einkaufen, Unterhaltung und Freizeit zusammengeführt und
in den letzten Jahren 20 Milliarden US-Dollar investiert.
Eine Vielzahl von Superlativen. In schwindelerregender Höhe kann im
122. Stockwerk im Restaurant At.Mosphere gespeist werden. Auch für
Menschen mit einer grossen Geldbörse und ohne Höhenangst befindet
sich die höchste bewohnte Etage im 163. Stockwerk auf 584,5 Metern.
Und wo gibt es Geldautomaten, an welchen Goldbarren von bis zu einer Unze «herausgelassen» werden können? Im Burj Khalifa. Wer aber
auf die höchste Aussichtsplattform steigen möchte, muss nach Shanghai
fliegen, hier wird der Dubai Tower nur noch vom World Financial Center
übertroffen.
Umso stolzer sind wir, dass unsere Tochtergesellschaft, die Farnek Services LLC, sämtliche Facility Services im bekanntesten Hochhaus der Welt
ausführt.
Die 1000-Meter-Marke wird bald geknackt.
Den Nationen verleihen Wolkenkratzer an Grösse und Macht – und sind
neben Brücken, Kirchen und Stadien häufig Wahrzeichen von grossen
Metropolen. Das nächste Wahrzeihen – die Saudis bauen einen Kilometer
hohen Wolkenkratzer. Ursprünglich war geplant, diesen Giganten eine
Meile in den Himmel ragen zu lassen, aber davon hat man wieder Abstand genommen – vermutlich auch besser so. Im März dieses Jahres haben die Bauarbeiten des Gebäudekolosses mit dem treffenden Namen
Kingdom Tower in Dschidda in Saudi-Arabien begonnen. Nach seiner geplanten Fertigstellung im Jahr 2018 soll das höchste Haus der Welt den
Burj Khalifa um 172 Meter überragen.
bäude Europas. Die Siedlung verinnerlichte in den 60er-Jahren geradezu
den Glauben an eine verheissungsvolle Zukunft. Ganz im Sinne von
Le Corbusier «unité d’habitation» gebaut, ist es noch heute ein eindrückliches Wahrzeichen in der Schweiz.
Und heute sind es die Hochhäuser, welche uns das unendlich Machbare
signalisieren sollen. Sie sehen, gross können wir auch – aber mit der Höhe
klappt es noch nicht so. Wenn wir die zehn höchsten Gebäude der Schweiz
aufeinanderstellen, kämen wir auf eine Gesamthöhe von 947 Metern.
Besser?
Die neuen und modernen Gebäude sollen ja auch in Windeseile vermietet
werden. Und bezogen werden – bei uns im Keller steht seit über einem
Jahr ein Luftentfeuchtungsgerät, und dort wird es auch noch eine Weile
bleiben. Wer mag schon Schimmel an seinen Schuhen, Kleidern und allem,
was in so einem Keller in einer Wohnüberbauung verstaut wird. Leider
bleibt oft und unweigerlich ein Stück Qualität auf der Strecke. Risse im
Mauerwerk oder im Verputz, undichte Dampfsperren, mangelhafte Isolierungen, schlecht verarbeitete Böden – das muss nicht sein.
In der Schweiz ist 2013 für die Rekordsumme von 63,1 Mrd. Franken gebaut worden. Gegenüber dem Vorjahr haben die Bauausgaben um weitere
1,8 Prozent zugenommen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) vermeldet.
Letztmals rückläufig waren die Bauausgaben Ende der 1990er-Jahre gewesen, wie aus dem Statistischen Lexikon des BFS hervorgeht.
Eine Gegenbewegung zum Bauboom ist nicht in Sicht: Der Arbeitsvorrat für
2014 erhöhte sich gegenüber 2013 um 0,3 Prozent auf 42,7 Mrd. Franken.
Dies sind doch ganz erfreuliche Nachrichten! In diesem Sinne werden wir
weiterhin viele neue Gebäude errichten dürfen – und dies ganz schnell –
und vielleicht auch hoch, aber auf jeden Fall besser.
Und wo stehen wir – ein Vergleich.
Die Tausend-Meter-Marke haben wir in den 60er-Jahren bereits geknackt, nicht in der Höhe, zugegeben, dafür in der Länge. 1963 entstand
in Vernier die Wohnsiedlung «le lignon», eine gigantische Wohnmaschine von 1016 Meter Länge. Ein polygonaler Gebäudezug, welcher mit
zwei Hochhäusern endet, von 29 respektive 34 Stockwerken. Geplant für
1000 Einwohner, beherbergt er heute 5700 Personen. Ein Einkaufszentrum, verschiedene Sportplätze und ein Schwimmbad auf der Hochhausterrasse sind Teil dieser einmaligen Überbauung – das grösste Wohnge-
Claudia Aepli
Leiterin Marketing & Kommunikation
Priora AG
Quellen:
BFS Bundesamt für Statistik | Wikipedia | Weltwoche | Bild
Priora View | Oktober 2014
5
Immobilienmarkt
Sanfte Landung!?
Immobilienexperte Fredy Hasenmaile von der Credit Suisse spricht im Interview mit Hans-Peter
Domanig, VRP der Priora, über den Immobilienmarkt, die Warnungen der SNB, Hotspots und
was Hauskäufer beim Erwerb eines Objekts unbedingt beachten sollten.
Hans-Peter Domanig: Herr Hasenmaile, kürzlich kritisierte der Direktor des Hauseigentümerverbands Schweiz (HEV), Ansgar Gmür, in einem Interview mit der Handelszeitung, die Bankiervereinigung (SBVg)
und die Schweizerische Nationalbank (SNB), da diese die Bankinstitute erst jetzt vor einer zu lockeren Hypothekenvergabe warnen. Was
halten Sie von dieser Aussage?
Fredy Hasenmaile: Die Hypothekenvergabe ist nicht der Kern des Problems. Im Unterschied zum Immobiliencrash der frühen 1990er-Jahre, als
die Immobilienpreise und die Aktienmärkte plötzlich stark fielen und die
Zinsen anstiegen, arbeiten die Banken in diesem Zyklus sehr viel seriöser.
Man ist über die Bücher gegangen und hat von der Vergangenheit gelernt. Die Zahlen sprechen für sich: In den 1980er-Jahren hatten wir über
Jahre hinweg ein Hypothekarwachstum von zehn bis zwölf Prozent. In
den letzten Jahren betrug das Wachstum rund fünf Prozent und heute
sind wir unter vier Prozent. Die Banken haben heute eine andere Kultur.
Wie gehen die Banken mit den sinkenden Margen um?
Der Wettbewerb im Hypothekarmarkt ist sehr hart. Vor allem inlandorientierte Banken, welche nicht in diversen Geschäftsfeldern tätig sind,
spüren die sinkenden Margen. Das verleitet dazu, das Volumen auszudehnen. Die Lehre aus der Krise führte aber auch dazu, dass heute viele Banken das Frontgeschäft von der Risikobeurteilung trennen. Es sind
heute zwei separate Sparten, die erst im Topmanagement wieder zusammentreffen. Dort wird schlussendlich entschieden, ob Hypotheken
vergeben werden oder nicht. Innerhalb der Organisation kann mit diesem Kontrollmechanismus das Risiko gut gesteuert werden. Auf sinkende
Margen muss mit Effizienzsteigerungen reagiert werden und nicht mit
einer Ausweitung der Risiken.
Die SNB warnt vor einem Immobiliencrash. Womit begründet die Nationalbank ihre Bedenken? Sind diese gegenüber den Banken gerechtfertigt?
Hier gilt es, die spezifische Situation der Nationalbank zu verstehen. Als
der hohe Franken unsere Industrie bedrohte, hat sie mit der Festlegung
6
Priora View | Oktober 2014
des Mindestwechselkurses einen super Job gemacht. Damit hat sich die
SNB jedoch auch ein Problem eingehandelt, denn die unmittelbare Folge
dieser Massnahme sind die tiefen Zinsen, die den Immobilienmarkt anheizen. Die SNB muss am Mindestwechselkurs festhalten, wünscht sich
aber gleichzeitig eine Abkühlung des Marktes. Denn würde hier etwas
anbrennen, wird die Nationalbank dafür verantwortlich gemacht. Aus
dieser Interessenlage ist die Warnung nachvollziehbar, wobei ich deren
Dringlichkeit nicht teile.
«Wir sind auf Kurs einer sanften Landung.
Trotzdem darf noch lange keine Entwarnung
gegeben werden.»
Wo sehen Sie persönlich die Risiken im Immobilienmarkt?
Die Risiken kommen hauptsächlich von den hohen Immobilienbewertungen. Diese wiederum sind auf die sehr tiefen Zinsen zurückzuführen. Die
Interview
Hotspots Zürich und Genf
lange Lebensdauer einer Immobilie sowie der damit einhergehende langfristige Ertragsstrom sorgen über die Rückkapitalisierung dafür, dass die
Zinsen grosse Bewegungen im Markt auslösen können. Die Bewertungen
sind am oberen Limit, was ein Risiko bedeutet. Spekulative Entwicklungen
konnten bisher jedoch gut umschifft werden und mittlerweile korrigieren
die Immobilienpreise gewisse Teile der Schweiz bereits.
hängen. Ab dem Zeitpunkt, wo die Zinsen steigen, wird es zu gewissen
Korrekturen kommen. Wir gehen momentan davon aus, dass es hinnehmbare Korrekturen sein werden, mit denen der Markt gut umgehen kann.
Die Situation wird sich demnach entspannen?
Grundsätzlich befürworte ich, dass Hauskäufer mehr Eigenkapital investieren müssen. Das reduziert automatisch die Nachfrage und fungiert als
Risikopuffer. Man nehme als Beispiel Spanien oder die USA, beides Länder
mit zuletzt gravierenden Immobilienkrisen. Die Eigentumsquote liegt dort
bei rund 70 Prozent. Für eine Volkswirtschaft ist das meines Erachtens
klar zu hoch und ein Warnsignal. So viele Leute können gar nicht über die
nötigen Mittel verfügen, um sich Eigentum zu leisten. In der Schweiz sind
wir diesbezüglich an einem besseren Punkt. Mehr Eigenkapital auf den
Tisch legen zu müssen, hilft den Immobilienmarkt abzukühlen.
Wir sind auf Kurs einer sanften Landung. Trotzdem darf noch lange keine Entwarnung gegeben werden. Zuerst müssen wir von den hohen Bewertungen wegkommen. Wenn die Einkommen wachsen und die Erträge zunehmen, wird die Relation langsam wieder hergestellt. Ziel ist es,
dass die Werte wieder gerechtfertigt sind – auch bei höheren Zinsen. Alle
schnellen Änderungen bedeuten Stress für das System. Vor allem stark
ansteigende Zinsen könnten Schaden anrichten und die Werte rasch herunterziehen. Dies ist aber ein Szenario, das wir als sehr unwahrscheinlich
taxieren. Wir haben daher Zeit, um daraus herauszuwachsen.
Werden die Hotspots überbewertet oder sind sie einfach ein Teil des
Problems?
Überbewertung ist die richtige Bezeichnung. Denn abgesehen von Genf
sprechen wir nirgends von einer Blase. Dort erwarten wir früher oder später
recht deutliche Preisrückgänge. Bei anderen Hotspots sprechen wir ebenfalls von Überbewertungen, die aber eng mit den tiefen Zinsen zusammen-
Es werden Stimmen laut, die von Hauskäufern 15 Prozent «echtes»
Eigenkapital fordern – statt bisher zehn Prozent. Würde diese Massnahme zur Stabilisierung des Immobilienmarktes beitragen?
Bundesrat Alain Berset hat vorgeschlagen, den Vorbezug von Pensionskassenbeiträgen künftig zu verbieten. Wie ist Ihre Haltung?
Den Kapitalbezug einzuschränken, finde ich übertrieben. Die Freiheit des
Einzelnen wird mit dem Verbot zu stark eingeschränkt. Es handelt sich
immerhin um Geld, das der potenzielle Käufer selber gespart hat. Mit
der vorgeschlagenen Massnahme verbietet man gewissen Leuten Wohneigentum zu erwerben, die durchaus die nötige Sparfähigkeit mitbringen
würden. Es gibt andere Vorschläge, um eine Abkühlung herbeizuführen. Ein Paradeinstrument ist beispielsweise die direkte oder indirekte
Amortisation. Auf diese Weise können die Gelder aus der Pensionskasse
genutzt werden, die Käufer sind aber gleichzeitig dazu angehalten zu
sparen und den Konsum einzuschränken. Ein verantwortungsvoller und
bewusster Umgang mit den Geldern ist auf diese Weise gewährleistet.
Fallen die Mietpreise mit dem kürzlich beschlossenen Zuwanderungskontingent?
Ich denke, es wird einen spürbaren Effekt auf die Nachfrage geben. Denn
ob die Zuwanderung 60 000 oder 80 000 beträgt, ist ein Unterschied,
den man bemerken wird. Ich erwarte aber, dass dies erst mittelfristig
eintreffen wird. Jeder Akteur hat noch genügend Zeit, um zu reagieren,
und das dürfte letztlich nur zu wenigen Friktionen führen.
Was empfehlen Sie als Markt- und Immobilienexperte den Schweizern beim Häuserkauf? Zuwarten oder zugreifen?
Priora View | Oktober 2014
7
Die tiefen Zinsen haben den Immobilienmarkt beflügelt
Es kommt auf das Motiv an. Aus einer reinen Anlageperspektive ist es
nicht der richtige Zeitpunkt, jetzt noch in den Wohneigentumsmarkt einzusteigen. Ausser an wenigen ausgewählten Orten in der Schweiz, wo
beispielsweise stark in die Infrastruktur investiert wird. Anders sieht es
aus, wenn jemand für den Eigengebrauch ein Objekt sucht. Der Zeitpunkt ist zwar immer noch nicht ideal, das wird er aber auch in den
nächsten zwei Jahren nicht sein. Ich empfehle vier oder fünf Jahre zu
warten, was jedoch gerade für Familien mit dem Wunsch nach Eigentum
und Garten keine Option ist. Deshalb mein Rat: Man kann kaufen, sollte
sich jedoch auf mehreren Ebenen absichern.
«Es wäre schön ein bezahlbares Wohnobjekt
in der Stadt zu finden ...»
grossen Firma mit vielen Mitarbeitenden ist Knowledge Management eine
Kernaufgabe und zentral für den Geschäftserfolg. Bauchweh bereitet mir
der Bereich Stockwerkeigentum, wo der bereits erwähnte wichtige Landanteil klein ist, die Bewertungen aber teilweise stark übertrieben sind.
Wenn Sie drei Wünsche offen haben …
Ich wünsche mir, dass die Zinsen schön graduell wachsen, damit die Abkühlung eine Fortsetzung erfährt. Zweitens wünsche ich mir sogar eine
kleine Immobilienkrise, die gewisse Übertreibungen korrigiert, aber keine
grösseren Schäden im Markt anrichtet. Und schliesslich wäre es schön, ein
bezahlbares Wohnobjekt in der Stadt zu finden, was heute leider kaum
mehr möglich ist.
Herr Hasenmaile, herzlichen Dank für das angenehme Gespräch.
Auf welche Weise?
Das Objekt sollte von Fachleuten beurteilt werden, damit der Preis gerechtfertigt und nicht überteuert ist. Die persönliche finanzielle Lage
des Käufers sollte so stabil sein, dass er nicht gezwungen ist, bei einer
Scheidung, Jobverlust oder anderen Schadensfällen des Lebens zu einem
ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen. Es wird künftig Phasen geben, wo Hauskäufer Wertrückgänge wegstecken müssen. Ich bin aber
überzeugt davon, dass der Wert langfristig wieder erzielt werden kann.
Ausserdem rate ich den Käufern als Absicherung so viel wie möglich Boden zu erwerben, obwohl er teuer ist. Als knappes Gut ist Boden auch
künftig gefragt im Markt.
Was hat Ihnen in den letzten zwei, drei Jahren beruflich Freude und
was Bauchschmerzen bereitet?
Wir haben bei der Credit Suisse Prozesse implementiert, um intern das
vorhandene Immobilien-Know-how bestmöglich zu nutzen. Bei einer so
8
Priora View | Oktober 2014
Fredy Hasenmaile
Leiter Real Estate Research,
Credit Suisse AG
Fredy Hasenmaile arbeitet als
Managing Director bei der
Credit Suisse. Ihm obliegt die
Leitung der Researchbereiche
Regionen Schweiz, Immobilien Schweiz und Immobilien
Global. Seit acht Jahren zeichnet er verantwortlich für alle Immobilien- und Baupublikationen der Credit Suisse und hat sein
Wissen bei den Analysen diverser grosser Immobilienprojekte
eingebracht. Fredy Hasenmaile ist verheiratet und Vater von vierjährigen Zwillingen.
Flughafenprojekt
«First District»
Entwicklung einer Airport-City am Flughafen Zürich
Die Weichen sind gestellt. Die Priora schwenkt in Sachen «First District»Masterplanung am Standort Airport Zürich auf die Zielgerade ein.
In der letztjährigen View-Ausgabe 2013 hatten wir einem breiten Publikum
die vorbereitenden Raumplanungsmassnahmen im Detail erläutert. Das
Zusammenspiel zwischen Politik und Wirtschaft trägt mittlerweile Früchte
und zahlreiche Kooperationen im Wirtschaftsnetzwerk der Flughafenregion Zürich (www.flughafenregion.ch) konnten eingegangen werden.
Die grundsätzliche Planung und langfristige Bereitstellung von Immobilienprojekten mit Gewerbe- und Geschäftsflächen in unmittelbarer Nähe
grosser Flughäfen deckt einerseits ein Grundbedürfnis zahlreicher Unternehmen ab, die moderne und gut erschlossene Mietflächen in Nähe internationaler Drehkreuze (Hubs) suchen. Andererseits besteht in den kommenden Jahren die grösste Herausforderung darin, die kritische Grösse
zu erreichen, damit die Struktur einer Airport-City entstehen kann. Das
raumplanerische Konzept des «First District» baut auf dem Grundprinzip
auf, gezielten Branchen und Wirtschaftssektoren Raum zur Entwicklung
zu bieten und gleichzeitig dem Flughafen Zürich selbst sämtliche Entwicklungsmöglichkeiten offenzulassen.
Nachdem im Jahr 2013 die notwendigen Richtlinien zur baulichen, verkehrstechnischen, sowie ver- und entsorgungstechnischen Entwicklung
ausformuliert wurden, konnten im 2014 verfahrenstechnische Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es uns erlauben, die Vision dieses
städtischen Entwicklungsvorhabens nun konkret umzusetzen. Auf dieser
Basis werden nun seit mehreren Monaten konkrete Verhandlungen mit
potenziellen Nutzern aus den Segmenten geführt.
Die Leistungsbereitschaft der Priora, während zwei Jahren Startinvestitionen in Raumplanung und Infrastruktur zu tätigen, um ein wettbewerbsfähiges Umfeld zu schaffen, ist einmalig und wird vom Wirtschaftsnetzwerk
dementsprechend anerkennend wahrgenommen. www.first-distrtict.ch
Michel Kempter
Leiter Portfolio Management
Priora AG | Airport Immobilien
Priora Airport Immobilien
«First District» Area
Priora View | Oktober 2014
9
Termindruck und
Qualität
Ein permanentes Spannungsfeld
Die Qualitätsansprüche steigen. Der Termindruck steigt – und
nicht zuletzt auch der Kostendruck. Es gilt, mit qualifizierten
Mitarbeitenden das hohe Qualitätsverlangen der Auftraggeber und gleichzeitig auch die Forderung nach nachhaltigen
Gebäuden – mit einem partnerschaftlichen Selbstverständnis
gegenüber den Subunternehmern – erfolgreich umzusetzen.
Die anspruchsvollen Bauten der Investoren verlangen nach qualifiziertem Fachpersonal mit Erfahrung, jedoch herrscht in der
Baubranche ein akuter Fachkräftemangel. Durch das grosse anhaltende Bauvolumen und zu wenigen Nachwuchskräften ist es
schwierig, genügend qualifiziertes Personal im Bausektor zu finden, dies im Generalunternehmergeschäft wie auch bei unseren
installierenden Lieferanten. Aus diesem Grund sind wir gefordert, den jungen Bau- und Projektleitern nicht nur spannende
Projekte und attraktive Arbeitsplätze zu bieten, sondern ihnen
auch eine zeitgerechte Entlöhnung zu offerieren.
Wir müssen uns heute nicht nur auf das operative Tagesgeschäft fokussieren, sondern auch mittel- bis langfristig die aktuelle Marktentwicklung und die Wirtschaft verfolgen, um deren
Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und die notwendigen
Massnahmen zu treffen.
Nur mit qualitativ guten Bauten können wir eine hohe Kundenzufriedenheit erreichen, was ein Hauptziel einer jeder Dienstleistungsunternehmung ist. Aus diesem Grund haben wir Ende
August 2014 eine Befragung bei knapp 400 Kunden durchgeführt – im Bestreben, uns ständig zu verbessern.
Raffael Brogna
Managing Director Dienstleistungen
Mitglied der Konzernleitung
10
Priora View | Oktober 2014
Generalunternehmung
Wir stellen vor
Spannende Projekte aus verschiedenen Regionen
Bächtelenpark, Wabern
Wohnüberbauung mit Gewerbefläche
Zwischen dem Berner Hausberg Gurten und der Aare, mit Sicht auf
die Berner Altstadt, gehört Wabern zu den schönsten Wohnlagen um
Bern. Die Ruinen einer Römervilla, der keltische Ursprung sowie prähistorische Funde zeigen, dass es den Menschen schon in alten Zeiten
gut in Wabern gefallen hat. Der Blick in die Alpen unterstreicht die
einmalige Lage.
Per Tram, S-Bahn, Bus und Postauto sind die Zentren Bern und Köniz in
nur wenigen Minuten erreichbar. Die Seftigenstrasse als Hauptverkehrsachse gewährleistet raschen Zugang zu den Autobahnanschlüssen Richtung Westschweiz, Zürich oder Berner Oberland.
Einkaufsmöglichkeiten, bequem und sicher erreichbare Kitas, Kindergärten und Schulen, vielfältige gastronomische Angebote und zahlreiche
Vereins-, Sport- und Freizeitaktivitäten komplettieren die vielen Vorzüge
von Wabern als bevorzugter Lebens- und Wohnort.
25 Reiheneinfamilienhäuser, drei Einstellhallen mit 189 Abstellplätzen
sowie 23 Aussenparkplätze realisiert.
Baufeld A: Ein gut 50 Meter hohes, schlankes Hochhaus mit 16 Ge-
schossen
(Architekt: Buchner Bründler Architekten AG, Basel)
Baufeld B: Eine fünfgeschossige Hofbebauung
(Architekt: LVPH Architectes Sàrl, Fribourg)
Baufeld C: Eine abgewinkelte Zeilenüberbauung mit vier Geschossen (Architekt: Graber & Steiger Architekten GmbH, Luzern)
Baufeld D: Eine zweigeschossige Reihenhausbebauung
(Architekt: UNDEND Architektur AG, Zürich)
Baufeld E: Eine siebengeschossige Randbebauung
(Architekt: mlzd Architekten, Biel)
Die Bauherrschaft, Dr. Hans Widmer, Oberwil-Lieli erstellt einen Teil der
Wohnungen im Stockwerkeigentum und die übrigen Wohneinheiten
werden vermietet.
Projektdaten Bächtelenpark, Wabern
Siedlungskonzept
Der Bächtelenpark ist ein Blickfang, eine einzigartige architektonische
Komposition: Belebende Vielfalt statt Gleichförmigkeit, lautet das Credo.
Die Überbauung setzt sich aus fünf Baufeldern zusammen, auf denen
unterschiedliche Gebäudetypen erstellt werden. Das Gesamtkonzept
gibt dem Bächtelenpark sein unverwechselbares Gesicht.
Auf einer 24 000 Quadratmetern grossen Parzelle wird ein fünfteiliges
Quartier entstehen. Es werden vier Wohnhäuser mit 158 Wohnungen,
Auftragsvolumen: CHF 91 Mio.
Grundstücksfläche: 24 000 m2
Gebäudegrundfläche: 4740 m2
Umgebungsfläche: 19 260 m2
Geschossfläche: 26 220 m2
Rauminhalt SIA 416: 125 288 m3
Bauzeit: rund 28 Monate – bezugsbereit ab Herbst 2015
Visualisierungen Bächtelenpark, Wabern
Priora View | Oktober 2014
11
Wohnüberbauung und Altenpflegeheim «Birspark Basel»
Casa Falveng ©Birchmeier Uhlmann Architekten GmbH, Zürich
Wohnüberbauung und Altenpflegeheim «Birspark Basel»
Alters- und Pflegeheim Casa Falveng, Domat/Ems
Mietwohnungen, Alters- und Pflegeheim sowie Gewerbeflächen
Erweiterung, Neubau und Sanierung
Die Wohnüberbauung «Birspark Basel» wird auf dem Areal des ehemaligen «Kestenholz Truck-Center» in Basel an der Birsstrasse erstellt
und besteht aus insgesamt 105 Mietwohnungen, einem Alters- und
Pflegeheim mit 63 Pflegeplätzen, Büro- und Dienstleistungsflächen
im Erdgeschoss sowie einer Autoeinstellhalle mit 87 Stellplätzen. Die
Wohnüberbauung umfasst insgesamt zehn Wohnbauten, welche in der
Mitte einen kleinen Park umsäumen.
Die Bauherrschaft, die Stiftung Alters- und Pflegeheim Casa Falveng,
Domat/Ems, wird mit der Erweiterung, dem Neubau und der Sanierung den Bewohnerinnen und Bewohnern ein neues Zuhause mit fachgerechter Beziehungs- und Individualpflege anbieten. Dabei achten
sie auf Respektierung der Persönlichkeit, Sicherheit und Wahrung der
Privatsphäre.
Die Blockrandbebauung mit fünfgeschossigen Bauten und einem Attikageschoss wird im südlichen Parzellenbereich durch das Zurückversetzen
eines Gebäudes aufgebrochen. Der dadurch entstehende Freiraum dient
als Zugangs-, Vorfahrts- und Aufenthaltsbereich für das Alters- und Pflegeheim «Casavita».
Der Hofbereich der Anlage gliedert sich in einen privaten, ruhigen Wohnhof und einen halb öffentlichen Zugangshof. Trotz der unterschiedlichen
Nutzungen wird das Fassadengestaltungskonzept bewusst bei allen Bauten für ein einheitliches Erscheinungsbild angewendet.
Im Neubau werden 36 neue Bewohnerzimmer realisiert. Im Erdgeschoss
befinden sich die Cafeteria mit Speisesaal, eine Grossküche und der Haupteingang mit der Verbindung zum bestehenden Gebäude. Im Obergeschoss
befinden sich die Bewohnerzimmer mit Aufenthalts- und Gruppenräumen,
Stations- und Pflegeräume sowie die notwendigen Technikräume. Der Neubauteil wird durch einen zentralen Lift- und Treppenhauskern erschlossen.
Im Altbau werden sämtliche Nasszellen der Bewohnerzimmer komplett
saniert sowie drei weitere bestehende Zweibettzimmer in Einzelzimmer
umgewandelt. Des Weiteren wird eine Demenzstation mit angegliedertem
Tagesheim eingerichtet.
Zur Standardausrüstung der Bewohnerzimmer gehören Schwesternruf,
Einbauschrank, Safe, Fernseh- und Telefonanschluss. Auf allen Etagen befinden sich helle Aufenthaltsräume und Gemeinschaftsbalkone, welche
vielfach nutzbar sind und den individuellen Bedürfnissen von Bewohnerinnen und Bewohnern entsprechen.
Im prachtvoll angelegten und grossräumigen Garten mit Teich und
Aufenthaltsplätze gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich zu verweilen
oder kleine Spaziergänge zu unternehmen.
Projektdaten Altenpflegeheim «Birspark Basel»
Projektdaten Casa Falveng, Domat/Ems
Auftragsvolumen: CHF 44,6 Mio. | Nutzfläche: 8815 m2
Rauminhalt SIA 116: 73 186 m3
Anzahl Gebäude: 10 | Anzahl Wohneinheiten: 105
Anzahl Pflegeplätze: 63
Tiefgaragenplätze: 87
Büro- und Dienstleistungsflächen im EG
Bauzeit: bis April 2016
Bauherrschaft: Baukonsortium Bellevue Basel,
Grundstücksfläche: 6585 m2
Gebäudegrundfläche: 918 m2
Geschossfläche/Neubau: 4305 m2
Nettogeschossfläche/Neubau: 3838 m2
Nutzfläche/Neubau: 2876 m2
Verkehrs- und Funktionsfläche: 962 m2
Rauminhalt SIA 416: 3272 m2
Bauzeit: 25 Monate
Bauherrschaft: Stiftung Alters- und Pflegeheim Casa Falveng,
TERSA Rheinfelden AG / ETRA AG Basel
Architekt: Otto + Partner AG, Liestal (Generalplaner)
12
Priora View | Oktober 2014
Domat/Ems
Generalunternehmung
Europaallee Zürich – Baufeld H, e2a eckert eckert architekten ag, Zürich
Familienwohnungen Sennwies, Schaffhausen
Europaallee Zürich – Baufeld H
Familienwohnungen Sennwies, Schaffhausen
Nachhaltigkeit und durchmischte Nutzung
Modern und grosszügig
Im Rahmen des Gesamtprojekts Europaallee realisiert Priora für die
SBB das Baufeld H. 2017 sollen ein Designhotel mit 170 Zimmern, 40
Wohnungen, sechs Kinosäle sowie Büros, Restaurants und Detailhandelsgeschäfte bezugsbereit sein.
Die Weichen sind gestellt – und bereits im November 2014 wird
mit dem Bau der fünf Mehrfamilienhäuser Sennwies begonnen. Die
fünfgeschossige Überbauung befindet sich im Quartier HochstrasseGeissberg, an leichter Hanglage, welche nach Süden ausgerichtet ist.
Das Baufeld H ist die fünfte von acht Etappen des bis 2020 neu entstehenden Stadtteils. Für das Projekt mit dem Schwerpunkt «urbane Nachhaltigkeit» zeichnet sich e2a eckert eckert architekten ag, Zürich, verantwortlich. Hauptkriterien sind dabei Energieeffizienz, Integration ins bestehende
Quartier und die Förderung einer umweltfreundlichen Mobilität.
Das bewilligte Bauprojekt wurde vom Architekten Albert J. Eisele konzipiert – und soll moderne Familien ins Quartier bringen. Um die neue
Wohnüberbauung ist eine grosse Garten- und Parkanlage mit Spielplätzen geplant. Kitas befinden sich im Quartier und auch verschiedene Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden. Die Wohnüberbauung «Sennwies»
ist verkehrstechnisch gut erschlossen und leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Der Hauptbau besteht aus zwei unterschiedlich hohen Türmen (Sockelbauten). Im einen dieser Türme werden rund 40 Wohnungen und im anderen moderne Büroräumlichkeiten realisiert. Im Sockel sind mit KOSMOS
ein Kinokomplex mit sechs Sälen, ein Restaurant, ein Veranstaltungslokal
und eine Buchhandlung vorgesehen. Ebenfalls in dieses Gebäude wird
die Privatschule Juventus einziehen. An der Ecke Langstrasse/Lagerstrasse
markiert das geplante 25hours Hotel in seiner Solitärstellung die Verbindung zum Langstrassenquartier.
Die 71 Mietwohnungen verfügen über grosszügige Grundrisse, sind modern und familienfreundlich konzipiert und werden mit einer kontrollierten
Wohnraumlüftung gebaut. Grosse Balkone mit teilweise einer beeindruckenden Weitsicht (Südhang), grosse Fensterfronten, welche Sonne und
Wärme in die Räume strömen lassen und zeitgemässe Parkettböden machen die neue Wohnüberbauung Sennwies attraktiv und interessant.
Projektdaten Europaallee Zürich – Baufeld H
Projektdaten Sennwies, Schaffhausen
Retail/Gastronomie/Kino: ca. 5000 m2
Dienstleistung: ca. 10 000 m2
Mietwohnungen: ca. 4600 m2/ca. 40 Wohnungen
Designhotel 25hours: ca. 5300 m2/170 Zimmer
Bauzeit: Juli 2014 – 2017
Auftragsvolumen: CHF 160 Mio.
Bauherrschaft: Schweizerische Bundesbahnen SBB, Bern
Bauherrenvertretung: Ernst Basler & Partner AG, Zürich
Grundstückfläche: 11 887 m2
Anzahl Baukörper/MFH: 5
Anzahl Mietwohnungen: 71 Wohnungen (2,5 bis 4,5 Zimmer)
Bauzeit: November 2014 – August 2016
Auftragsvolumen: CHF 27 Mio.
Bauherrschaft: Priora Immobilien AG, Chur
Priora View | Oktober 2014
13
Personalentwicklung
Ein wichtiger Baustein des Unternehmenserfolgs
Die permanente Weiterbildung und die persönliche Entwicklung der
Mitarbeitenden sind für Priora von grösster Bedeutung. Wir haben
aus diesem Grund verschiedene Möglichkeiten geschaffen und verfolgen diese und weitere Ideen konsequent weiter.
Motivierte, kompetente Mitarbeitende sind die Grundpfeiler eines jeden
Unternehmens und die Basis für unseren Erfolg. Die berufliche Weiterbildung bei Priora erfolgt kompetenzorientiert und deckt den Entwicklungsbedarf hinsichtlich Fach-, Handlungs-, Sozial-, Führungs- und Persönlichkeitskompetenzen ab.
Vom Bauleiter zum Projektleiter
In den letzten vier Jahren haben über 40 Priora Mitarbeitende eine Weiterbildung mit anerkanntem Abschluss absolviert. Besonders beliebt und geschätzt ist im Geschäftsbereich Generalunternehmung die Ausbildung zum
eidg. dipl. Bauleiter. Der Vorbereitungskurs auf die Höhere Fachprüfung
wird von verschiedenen Institutionen angeboten. Die Weiterbildung dauert
in der Regel vier bis sechs Semester. Immer grösserer Popularität erfreut
sich zudem das Certificate of Advanced Studies (CAS) in Projektmanagement Bau. Diese Ausbildung dauert rund ein Jahr und wird modulartig angeboten. Der Lehrgang wird mit einer Projektarbeit abgeschlossen, in der
konkrete Fragestellungen aus dem beruflichen Umfeld erarbeitet werden.
Mehrfach besucht wurde zudem die Ausbildung zum Projektleiter Bauindustrie oder die Ausbildung zum dipl. Techniker HF Hochbau. Neben den
externen Weiterbildungen absolvierten über hundert Mitarbeitende diverse
interne Kurse.
Seminarmodule
Strategisches Denken & Handeln
• 3 Seminartage
• 9 Priora Edu Credits (PEC)
Marketing, Kundenorientierung, Verkauf
• 3 Seminartage
• 9 Priora Edu Credits (PEC)
Finanzen & Controlling
3 Seminartage
• 9 Priora Edu Credits (PEC)
Modul 1
Modul 2
FM spezifische Weiterbildungen
Im Bereich des Facility Management stehen Aus- und Weiterbildungen
mit sehr konkretem und spezifischem Zusammenhang zur Aufgabe im
Fokus. Sei dies im Bereich Elektro, HLKKS oder Bewirtschaftung.
Priora unterstützt auch Mitarbeitende aus den Dienstleistungsbereichen
Assistenz, Finanzen und Controlling, Marketing, Informatik oder Human
Resources.
Priora mini MBA
Ergänzend zu externen Schulungsangeboten wurde in Zusammenarbeit
mit dem SGMI Management Institut St. Gallen ein firmeneigenes Priora
mini MBA entwickelt. Die Ausbildung fördert das Erkennen von bereichsübergreifenden Gesichtspunkten und das übergeordnete Verständnis für
betriebswirtschaftliche Zusammenhänge, immer in Anlehnung an unsere
Rahmenbedingungen und Philosophien. In vier Modulen wird spannender
Lehrstoff in den Themenfeldern Strategie, Marketing und Verkauf, Finanzen und Controlling sowie Leadership vermittelt. Zudem wird in der Gruppe
eine firmenspezifische Fragestellung im Rahmen einer Projektarbeit erarbeitet. Die erste Durchführung wird Anfang November 2014 abgeschlossen.
Ein neuer Lehrgang ab Frühjahr 2015 befindet sich in Planung. Wer Motivation verspürt, die Ausbildung zu ergänzen, dem werden die erlangten
Priora Edu Credits an den Besuch des «SGMI Master of Management» oder
«SGMI Executive Master in General Management» angerechnet.
Mit unserer aktiven Unterstützung für interne und externe Aus- und
Modul 3
Modul 4
Präsentation
miniMBA
•
12 Seminartage
= 9 Priora Edu Credits
•
Projektarbeit und
Projektpräsentation
= 9 Priora Edu Credits
•
Leadership
3 Seminartage
• 9 Priora Edu Credits (PEC)
45 Priora Edu Credits
•
Projektarbeit
9 Priora Edu Credits (PEC)
•
14
Priora View | Oktober 2014
Priora
miniMBA
Personalentwicklung
Weiterbildungen fördern wir den Weitblick für das Ganze und den Austausch mit Gleichgesinnten. Das Priora mini MBA steht entwicklungsbereiten Mitarbeitenden mit «high potential» offen.
auf über 20 Mitarbeitende ausgebaut. Nun gilt es, die geschaffenen Strukturen und Prozesse zu festigen. Entsprechend hat sich auch meine Aufgabe verändert. Heute stehen die Mitarbeiterführung und die Projektteamunterstützung weit mehr im Vordergrund als zu Beginn der Anstellung.
Lernende
Priora engagiert sich auch in der Ausbildung von kaufmännischen Lernenden. Wir freuen uns, Jugendlichen eine gute und fundierte Ausbildung für
das Leben mitzugeben. Die Lernenden wechseln regelmässig nach einem
Durchlaufplan die Teams, um einen lückenlosen Überblick in die Welt des
Kaufmanns resp. der Kauffrau zu erhalten. Selbstverständlich kümmern
sich in allen Teams erfahrene Praxisbildner um unsere Lernenden.
Es ist nicht nur für die Mitarbeitenden persönlich wichtig, dass sie sich stetig weiterbilden, sondern auch für die Entwicklung eines Unternehmens.
Sie sind Teilnehmer der ersten Durchführung des Priora mini MBA. In
welchen Bereichen haben Sie sich am meisten entwickelt?
Aufgrund dieser und auch anderen betriebswirtschaftlichen Weiterbildungen fällt es mir leichter, die diversen Aufgabenstellungen gesamtheitlich zu betrachten. So steht heute viel mehr die Betrachtung der «ganzen
Immobilie» im Vordergrund als die rein baulichen Lösungen. Dies ermöglicht mir, die Bedürfnisse der Investoren und Bauherren früher zu erkennen und dadurch nötige Entscheide herbeizuführen.
Was war Ihr Berufswunsch als Teenager?
Ich hatte mich bereits als Teenager entschieden, dass die Architektur- und
Bauwelt meine Zukunft prägen werden. Nach wie vor finde ich eine Befriedigung darin, dass wir nicht nur des Geldes wegen arbeiten, sondern
auch noch etwas erschaffen.
Cornelia Hess
Leiterin Human Resources
Priora AG
Claudia Weber, Legal Counsel, lic. iur., Rechtsanwältin
Priora AG | Kloten
Stefan Leuenberger, Leiter Ausführung
Priora AG | Generalunternehmung | Bern
Seit wann arbeiten Sie bei Priora
und was ist Ihre Aufgabe?
Wann sind Sie bei Priora eingetreten? In welcher Funktion?
Ich bin am 11. April 2011 als Leiter
Ausführung in die Geschäftsstelle
Bern bei der Generalunternehmung
eingetreten.
Was hat Sie damals motiviert, unser Stellenangebot anzunehmen?
Ich sah es als Gelegenheit, beim Aufbau der Geschäftsstelle Bern und der
Priora mitzuwirken und in dem jungen Unternehmen noch einiges bewirken
zu können, da die Prozesse und Strukturen noch nicht festgefahren waren.
Wie hat sich Ihre Aufgabe seit Stellenbeginn bis heute verändert?
Inwieweit lassen sich die Projekte/Arbeit von damals mit jenen von
heute vergleichen?
Seit April 2011 haben wir die Geschäftsstelle Bern von vier Mitarbeitenden
Ich arbeite seit November 2012
bei Priora. Meine Aufgabe als Legal Counsel ist die Unterstützung
und Beratung des Managements
und der Projektverantwortlichen in allen rechtlichen Belangen. Letzteres beinhaltet u.a. zentrale rechtliche Fragestellungen in Projekten der
Generalunternehmung und des Facility Managements von der Vertragsprüfung über das Erteilen von Rechtsauskünften bis hin zum Führen von
Rechtsstreitigkeiten. Viel Spass macht mir auch das Referieren an internen
fachspezifischen Weiterbildungsveranstaltungen, an welchen wir primär
unsere Frontmitarbeiter/innen in rechtlichen Themen schulen.
Wie beurteilen Sie das Priora mini MBA, an welchem Sie zurzeit teilnehmen?
Für mich ist die Teilnahme am Priora mini MBA eine grossartige Chance,
mein Wissen aus dem Wirtschaftsgymnasium und dem Studium aufzufrischen sowie weiter zu vertiefen. Der Unterrichtsstoff der einzelnen Module
ist anspruchsvoll und Vorkenntnisse sind klar von Vorteil. Der dozierte
Priora View | Oktober 2014
15
Lehrstoff wird mittels praktischen Übungsbeispielen aus dem Priora Arbeitsalltag gefestigt und vertieft. Dabei kommt es vor, dass wir punktuelle
Optimierungsmöglichkeiten erkennen, welche wir anschliessend angehen.
Ein grosses Plus ist auch die Erweiterung der firmeninternen Kontakte.
Wie können Sie das Gelernte in Ihrem Arbeitsalltag umsetzen?
Die interdisziplinäre und ergebnisorientierte Denkweise ist für einen Unternehmensjurist ein Muss. Durch das Strategiemodul wurden mir die Entscheide des Managements verständlicher. Interessant war auch die Analyse
der Priora Jahresrechnungen, deren Interpretationen sowie der Mitbewerbervergleich anlässlich des Finanzmanagementmoduls.
Im Vergleich zu anderen Ihnen bekannten Unternehmungen: Wie schätzen Sie die Förderung der persönlichen Entwicklung bei der Priora ein?
Priora ist ein junges Unternehmen mit rund 650 Mitarbeitenden. In Anbetracht dessen engagiert sich Priora meiner Meinung sehr, um ihren Mitarbeitenden Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten; von firmeninternen
Schulungen über individuelle Weiterbildungsvereinbarungen bis hin zum
Priora mini MBA. Auch im Alltag werden die Mitarbeitenden gefördert:
Rückblickend stelle ich fest, dass mir mein Vorgesetzter schrittweise interessantere und bedeutendere Dossiers zur selbstständigen Bearbeitung
zuteilte. Bereichernd ist auch der Meinungsaustauch mit erfahrenen
Teamkollegen, wodurch man stetig dazu lernt.
Was wollten Sie als junges Mädchen werden?
Im Laufe der Jahre änderte sich mein Berufswunsch verschiedentlich – es
gibt so viele interessante Bereiche. Wie mir meine Eltern erzählen, wollte
ich als Erstes Buschauffeuse werden. Dies aus damaliger Sicht deshalb,
weil ein Buschauffeur den ganzen Tag «in der Welt herumkomme».
Priora AG | Generalunternehmung | Bern
Seit wann arbeiten Sie bei Priora
und was ist Ihre Aufgabe?
Anfang November 2013 habe ich
bei der Priora Generalunternehmung in Bern begonnen. Ich bin
als Junior-Bauleiterin (noch wenig
Berufserfahrung) angestellt worden. Meine Aufgabe ist das Bauleiter-Handwerk Schritt für Schritt zu erlernen in Zusammenarbeit mit meinem Bauleiterkollegen.
Bitte erzählen Sie uns etwas über Ihre jetzige Weiterbildung!
Priora View | Oktober 2014
Wie stehen Sie «Ihren Mann» im Arbeitsalltag – als junge Frau in einer
Männerdomäne? Hilft hier die Schule?
Die Schule half mir bis jetzt nicht wirklich. Zu einem späteren Zeitpunkt
haben wir ein Modul «Führungslehre», auf welches ich mich schon sehr
freue. Was mich unterstützt, ist die Arbeit im Team – wir sind zwei Bauleiter und ein Projektleiter. Es ist für mich ein gutes Gefühl, dass diese
«Herren» hinter mir stehen und mich jederzeit unterstützen. Weiter ist
es sicher auch von Vorteil, wenn man kommunikativ ist und sich getraut
vor anderen Personen zu sprechen. Am besten ist es, einfach sich selber zu sein und bei fehlendem Wissen dies auch zugibt respektive aktiv
nachfragt.
Wie sehen Sie Priora als Arbeitgeber?
Priora als Arbeitgeber finde ich gut. Als Junior-Bauleiterin wirst du unterstützt, habe ich Fragen, kann ich mich an alle meine Kollegen wenden.
Auch was die Weiterbildung betrifft, ist es sehr positiv, man wird finanziell unterstützt und erhält auch einen Teil der benötigten Studienzeit. Im
Vergleich zu meinen Klassenkameraden habe ich wirklich ein Glücklos
gezogen.
Was wollten Sie als kleines Mädchen werden?
Da hatte ich viele Vorstellungen, aber mein grösster Wunsch war es immer
Flight-Attendant zu werden, denn diesen Beruf hat meine Mutter schon
ausgeübt. Inzwischen bin ich froh, in der Baubranche tätig zu sein, bei
Priora zu arbeiten und nebenbei noch eine super Ausbildung zu machen.
Jasmin Otth, Junior-Bauleiterin
16
Berufsbegleitend mache ich die Technikerschule HF Architektur an der
GIB Bern. Die gesamte Studiendauer beträgt acht Semester – wobei das
erste Semester ein Vorkurs ist, wo sich jedermann/-frau anmelden kann.
Am Ende dieses Vorkurses gibt es Prüfungen, welche entscheiden, wer
definitiv zum Studiengang zugelassen wird. Meine Weiterbildung besuche ich am Abend und habe auch jeweils am Samstag Unterricht. Inzwischen bin ich im dritten Semester.
Bürotrend
Die Bürowelt der Zukunft
Interview mit Erwin Fischer, WSA
Herr Fischer, Sie haben vor 33 Jahren begonnen, Bürowelten zu planen
und auszustatten. Wie viele Firmen haben Sie bereits durch diesen Prozess begleiten dürfen?
Mitarbeitende kommunizieren zunehmend in nichtformellen Meetingzonen unterschiedlichster Art. Selbst die alte Cafeteria lebt den Wandel zum
News- oder Work-Café.
Die Frage nach dem «Wieviel» hat uns noch nie wirklich beschäftigt. Das
Was ist mit dem Wohlfühlfaktor? Steigt die Leistung der Mitarbeitenvielseitige WSA-Team ist konsequent auf die moderne Büro- und Komden in einer angenehmen Büroumgebung? Wie ist dies messbar?
munikationswelt ausgerichtet. Die Frage nach der Zukunft beschäftigt
Die Frage, wie gut arbeiten Mitarbeitende, die Spass am Unternehmen und
uns täglich, dabei hilft allerdings die Erkenntnis, dass sich das Büro in
am Job haben, im Vergleich zu deden letzten drei Jahren schneller
nen, die einfach ihren Job erfüllen,
und intensiver gewandelt hat, als
Der moderne Arbeitsplatz – vergleichbar
will niemand – auch keine Hochdie 30 Jahre davor.
mit einem Cockpit, «alles in Sicht- und
schule – in Prozenten ausdrücken.
Der Unterschied muss aber giganUnternehmen suchen gezielt BeGriffweite zu haben».
tisch sein. Unternehmenskultur bewegungsfreiheit, Räume und Einginnt am Empfang, da spürt man die Atmosphäre des Unternehmens. Für
richtung dürfen dabei nicht im Wege stehen. Im Gegenteil.
viele Stellenbewerber – namentlich für Talente – erübrigt sich das Gespräch,
Was sind die grössten Veränderungen und Trends, die man über die
bevor es begonnen hat.
Jahre beobachten kann?
Mit dem wachsenden Verständnis «Mitarbeitende sind Partner» kommt die
Erkenntnis, dass Menschen jeden Tag, jede Stunde mehr kosten, als Raum,
Einrichtung und Hardware. Täglich sind immer mehr Unternehmen bereit,
mehr in Raum und Raumqualitäten zu investieren. Die Wahrnehmung, dass
Menschen, die gerne ihrem Job nachgehen, zwangsläufig Leistungsträger
werden und sich ständig weiterentwickeln, weitet sich aus.
In unserem Unternehmen ist ein Anstellungsverhältnis eine Partnerschaft.
«Es muss Spass machen, bei WSA zu arbeiten!» ist ein wichtiger Wertfaktor. So avanciert auch im Markt das Thema «Wohlfühlen im Unternehmen»
zum Planungsthema. Die Unternehmensführung – egal ob Weltkonzern
oder KMU – formuliert die Ziele dazu. Glückliche Mitarbeitende identifizieren sich mit ihrem Unternehmen. Daraus entsteht Leistung.
Neue Projekte folgen meistens dem Wunsch nach mehr Offenheit. Zum
Teambüro. Das moderne Open Space ist aber nicht mehr nur offen, sondern gut strukturiert und die Raumwerte zu Licht, Luft und Akustik stimmen. Arbeitsplätze werden kleiner, kompakter und schneller. Wir nennen
den modernen Arbeitsplatz Cockpit, vergleichbar mit dem Cockpit des
Flugzeuges oder auch des Autos – «alles in Sicht und Griffweite».
Sollten Bauherren oder Architekten bei der Planung eines Bürogebäudes von vornherein dieser Entwicklung Rechnung tragen? Wie?
Denken Sie, dass diese Entwicklung so weitergeht oder kommt wieder
eine Kehrtwende? Wie könnte das Büro der Zukunft aussehen?
Das Tempo, wie sich unsere Art zu arbeiten verändert, ist gewaltig. Denken
wir an die Kommunikation, an die Vielfalt der Medien. Unsere klare Erkenntnis: Menschen arbeiten da, wo es der Job erfordert …, ab und zu am
eigenen Arbeitsplatz. Im Klartext: Die physische Anwesenheit am eigenen
Arbeitsplatz sinkt laufend.
Der Büroplaner wird für führende Geschäftshausarchitekten zum Fachplaner. Immer mehr testen wir in Planung stehende Projekte auf unterschiedlichste Nutzungs- und Vermarktungschancen. Die Nutzer von Büroflächen
sind immer in Bewegung. Neue Gebäude sollten konsequent auf Veränderung und auf schnelle Fremdvermietung ausgelegt werden.
Wir stehen erst am Anfang einer rasanten und faszinierenden Entwicklung.
Unsere konsequente Ausrichtung in die Zukunft treibt uns voran.
Immens sind heute die Unterschiede. Während weltweit führende Unternehmen in der dritten oder vierten Generation «Desk Sharing» leben, ist
das Thema für die Mehrheit der Unternehmen – sinnvollerweise – noch
nicht angekommen. Keinen eigenen Arbeitsplatz mehr zu haben, ist eine
Frage der Unternehmenskultur.
Mit der Wahrnehmung, dass wir immer weniger am Schreibtisch sind,
kommt auch natürliche und ergonomische «Bewegung» in den Alltag.
www.wsa.ch
Priora View | Oktober 2014
17
Licht, Wasser, Wind
und Stein
Die 7132 AG hat den weltbekannten japanischen Architekten Tadao Ando mit dem Projekt «im Boda» beauftragt.
Ando nennt das Projekt «one of the most significant projects in Europe».
Der Auftrag für die Ausarbeitung eines Projekts wurde weit
gefasst, um die Kreativität des Architekten nicht einzuengen.
So beinhaltet das Projekt eine architektonische Interpretation
der Naturelemente «Licht, Wasser, Wind und Stein». Konkret
können es Gebäude sein, wo die Begegnung mit Wasser ein
zentrales Thema ist (Vals, das Tal des Wassers), wo sich eine
Bibliothek befindet, wo aber auch kulturelle Events stattfinden
können. Das ganze Projekt umspannt eine sehr grosse Fläche
«im Boda» mit rund 40 000 Quadratmetern, von welcher ein
grosser Teil als Parkanlage und Garten geplant wird. Hier hat
jedermann freien Zutritt.
Andos Architektur wurde einmal mit der japanischen Teezeremonie verglichen: «Beide sind umschlossen, konzentriert,
verdichtet. Beide haben bewusst eine einfache Erscheinung.
Beide sind besonnen, ruhig und rein. Beide sind sanft, karg
und klar in ihrer Stimmung. Beide sind Licht und Dunkelheit zugleich. Beide geben ein Gefühl der Ausdehnung, trotz der bescheidenen Grösse. Obwohl oft in der Stadt situiert, sind beide
ländlich in ihrer Natur. Obwohl beide künstlich, sind sie zugleich
natürlich.»
Quelle: Vals online
18
Priora View | Oktober 2014
7132 AG, Vals
Priora View | Oktober 2014
19
Eine Vision nimmt Formen an
7132 AG, Vals
Vals kennt man vom gleichnamigen Wasser – und von Peter Zumthors
legendärer Therme. Die Valser (nein, nicht Walser, sondern Valser mit
V wie Vater) sprechen Deutsch, obwohl die Ortschaft ja mitten in der
rätoromanischen Surselva des Kantons Graubünden liegt. In Vals gibt es
knapp 1000 Einwohner, 1000 Schafe und 1000 Gästebetten. Und rund
600 Arbeitsplätze.
Das wirtschaftliche Rückgrat der Gemeinde ist, wie praktisch überall in
den Alpen, der Tourismus. 60 Prozent des Volkseinkommens stammen
direkt oder indirekt aus diesem Wirtschaftszweig. Die Gäste schätzen in
Vals vor allem die Ruhe, die intakte Natur, die Bergwelt und die Authentizität des Dorfs und seiner Bewohner. Das Klima ist sehr angenehm
und das schneesichere Skigebiet
ein regelrechter Geheimtipp.
Hotelangebot realisieren. Dieses Angebot soll Freude bereiten und sich an
den Träumen von «Tausendundeiner Nacht» orientieren. Wir sprechen hier
von einer Art «New Deal» des alpinen Tourismus im Berggebiet.
Für die Umsetzung unserer Vision sind aktuell zwei Projekte von zentraler
Bedeutung: Der Bau eines neuen Hotels im «Fünf Sterne plus»-Segment
und die Realisierung des vom japanischen Stararchitekten Tadao Ando konzipierten «Valser Garten» im Talboden.
Andos Garten und das neue 7132 Hotel werden nicht nur neue Massstäbe
setzen, sondern für eine deutliche Belebung des Dorfs sorgen.
Ein sportliches Vorhaben
Für die Realisierung zweier so anspruchsvoller Projekte rechnen wir
mit einem Zeithorizont von plus/
minus fünf Jahren. Darum galt es
zunächst das bestehende Haupthaus und das Nebenhaus «Selva»
für die Übergangszeit so zu sanieren und auszubauen, dass sie
den Bedürfnissen anspruchsvoller
Gäste entsprechen. In einem sehr
sportlichen Zeitfenster zwischen
April und Juli 2014 wurden allein
im Zusammenhang mit dieser Sanierung über 16 Mio. Franken investiert.
Vom Badehaus zur Felsentherme
Saisonunabhängig ist die Therme
Vals ein eigentlicher Besuchermagnet. 1891 wurde die warme Mineralquelle erstmals gefasst und zwei
Jahre später, im Sommer 1893, die
Kur- und Badeanstalt Therme Vals
mit 60 Betten und einem Badehaus
eröffnet. Ab 1964 baute Kurt Vorlop die alte Therme zu einem Kurzentrum mit Wellenbad aus, das im
Mai 1970 feierlich in Betrieb geDas Interior Design im Haupthaus, im öffentlichen Bereich sowie in den 13 Hotelzimmern
nommen wurde. 1983 erwarb die
im Haus «Selva» wurde vom japanischen Stararchitekten Kengo Kuma entworfen.
Gemeinde dann das Kurhotel und
Im Wesentlichen umfassten die
erweiterte es um ein neues Bad, mit dem Anspruch, einen Ort des WohlSanierungsmassnahmen den Um- bzw. Neubau von Küche, Abwäscherei,
befindens zu schaffen. Geplant und realisiert wurde das Grossprojekt mit
Anlieferung und Entsorgung, den Neubau des Speisesaals für die Hoteldem weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannten Architekten Peter
angestellten (inklusive der sanitären Anlagen und diverser Nebenräume),
Zumthor.
die Erneuerung der Nasszellen in den Hotelzimmern, den Ersatz bzw. die
Vergrösserung der Aufzüge, die Sanierung der Fassade des Haupthauses
Eine Vision entsteht
sowie den Umbau von Personal- zu Hotelzimmern.
Heute gehört die Therme Vals der 7132 AG und die verfolgt eine langfristige Strategie der gezielten Weiterentwicklung. Es werden weder EigenFür das Interior Design im Haupthaus, im öffentlichen Bereich sowie in
tumswohnungen erstellt oder zur Finanzierung verkauft, noch arbeitet
den 13 Hotelzimmern im Haus «Selva» konnte der japanische Stararchitekt
man mit Investoren einer Hotelkette zusammen. Bauherrin, Geldgeberin
Kengo Kuma gewonnen werden.
und Betreiberin ist die 7132 AG.
Hotel-Ranking: Top 5 in the World
Die Vision des Unternehmens ruht auf den vier Pfeilern Architektur, Gastronomie, Kultur und Gäste.
Mit dem geflügelten Wort «The Sky is the Limit» wollen wir das (land)wirtschaftliche Potenzial des Tals aufzeigen und dabei ein aussergewöhnliches
20
Priora View | Oktober 2014
Damit die Vision, den Hotelneubau im Ranking der «Top 5 in the World» zu
platzieren, umgesetzt werden kann, braucht es selbstverständlich architektonisch aussergewöhnliche Ideen.
Um dieses Ziel zu verwirklichen, startete am 23. Juni 2014 der Studienauf-
7132 AG, Vals
Visualisierungen des künftigen Valser Parks im «Boda»: der Stelen-Weg von Tadao Ando
Tadao Ando
Er wurde am am 13. September 1941 in Minato-ku, Osaka,
geboren. Ando hält Vorträge
in aller Welt, die Tausende von
Zuschauern anziehen.
Ando wuchs im Nachkriegsjapan bei seiner Grossmutter
auf. Schon als Kind begann er
als Zimmermann zu arbeiten.
Seine bewusste Auseinandersetzung mit der Architektur begann, als er im Alter von 15 Jahren
auf ein Buch über Le Corbusier stiess.
In seiner Jugend wurde er Profiboxer. Er hat nie Architektur studiert. Als Autodidakt eröffnete Ando 1969 in Osaka ein eigenes
Atelier, das er Tadao Ando Architect & Associates nannte. Er ist
zurzeit der wohl bekannteste Architekt Japans. Ando unterrichtete an verschiedenen Universitäten in den USA, Yale, Columbia,
Harvard, an der IAA in Sofia und an der Universität Tokio.
Quelle: Wikipedia
trag mit acht renommierten Architekturbüros aus aller Welt. Ende August
2014 fand in Vals die Zwischenbesprechung statt. Im November 2014 wird
die Beurteilung der eingereichten Projekte stattfinden, sodass der Gewinner noch in diesem Jahr bekannt gegeben werden kann.
Aufgabe der Architekturbüros ist es, eine Projektstudie auszuarbeiten, die
einen architektonisch wegweisenden Hotelneubau präsentiert, der nicht
nur höchsten gestalterischen und gebäudetechnischen Ansprüchen genügt, sondern auch wirtschaftlich ist. Die Zimmer und Suiten sollen nicht
nur durch die atemberaubende Sicht, sondern eben auch durch ihren absolut herausragenden Ausbaustandard überzeugen. Im Vorschlag enthalten
sein werden auch die neue Ankunftssituation mit einer optimalen Führung
der Hotelgäste und Thermebesucher sowie eine gewinnende Aussenraumgestaltung.
Meister der Verbindung von Umwelt und Architektur ist der 73-jährige Japaner Tadao Ando, ein absoluter Topstar seiner Gilde, der bereits
1995 mit dem Architektur-Oscar, dem renommierten Pritzker-Preis, ausgezeichnet wurde.
verdichtetes Bauen propagiert wird, lässt sich die 7132 AG von Professor
Tadao Ando eines Besseren belehren und einen modernen Garten errichten. Einen einzigartigen Garten. Einfach so.
Auf einer Fläche von rund 40 000 Quadratmetern wird – wie Ando es formuliert – eines der «wichtigsten Projekte Europas» realisiert werden: eine
für jedermann frei zugängliche architektonische Interpretation der Elemente Licht, Wasser, Wind und Stein. Und mittendrin das lang gezogene Museum des Lichts, durch dessen streng geometrische Öffnungen die Sonne
den Raum verzaubert. Ein Quadrat, ein Dreieck, ein Kreis. Mehr nicht.
«Man leiht sich den Ort, an dem man baut,
von der Natur aus.» (Tadao Ando)
Oberstes Ziel all seiner Gestaltung sei das «Finden zu sich selbst» und
die «Förderung der seelischen Erholung», sagt Ando. Sein Valser Garten
kombiniert die japanische Tradition mit den Ansprüchen der Moderne und
gründet auf streng asketischen Prinzipien.
Andos Valser Garten wird einzigartig werden. Ganz egal, ob man einfach
nur da steht und Sonne tankt und die Valser Bergluft geniesst, in einem
der Gewässer die Beine baumeln und die Gedanken treiben lässt oder den
schnurgeraden Säulenweg entlanggeht. Ganz egal, ob man dieses erlesene Kunstwerk reglos auf sich wirken lässt oder im Winter gar auf Schlittschuhen über die Eisflächen gleitet; in Andos Garten vergisst man die Zeit.
In Andos Garten zählt der Moment.
Ando ist übrigens der einzige Architekt, der die vier wichtigsten internationalen Preise seiner Branche gewonnen hat: den erwähnten PritzkerPreis, den Praemium Imperiale, den Carlsberg-Architekturpreis und den
Kyoto-Preis.
Dass Professor Tadao Ando nun in Vals für uns seinen Garten baut, ist ein
Geschenk. Danke.
Ernst Senteler
Verwaltungsrat
Priora Projekt AG
Andos öffentlich zugänglicher Garten ist ein Anachronismus. In einer Zeit,
in der niemand für niemanden und nichts mehr Zeit hat, in einer Zeit, in der
Priora View | Oktober 2014
21
Life-Cycle-Orientierung
Hemmnisse in der Bauwirtschaft
In seinem Bericht «Factor Five» an den Club of Rome identifiziert Ernst
Ulrich von Weizsäcker die Nachhaltigkeit als den Megatrend des kommenden Innovations- bzw. Technologiezyklus – und die Steigerung der Ressourceneffizienz als den wesentlichen Treiber zu mehr Nachhaltigkeit. In der
Schweizer Immobilienwirtschaft kursiert ein vergleichsweise bodenständiger, jedoch sehr stichhaltiger Begriff von Nachhaltigkeit, wonach nachhaltige Immobilien in der Lage sind, mit den Folgen langfristiger Entwicklungen
umzugehen, und damit das Risiko reduzieren, an Wert zu verlieren.
Obwohl der Bedarf für Nachhaltigkeit und mehr Lebenszyklusorientierung quasi «common sense» ist, gibt es offenbar wesentliche Hemmnisse,
welche die erfolgversprechenden Konzepte in der Nachhaltigkeits- und
Life-Cycle-Thematik der Immobilienwirtschaft verhindern:
Traditionelle Beschaffungsstrukturen mit investitionskostenorientierter Ausschreibungspraxis:
Die wahrscheinlich grösste Barriere sind die etablierten und zweifelsohne bewährten Beschaffungsprozesse bei Investoren und Nutzern, die
noch sehr oft auf die Investitionskosten fokussieren und den Bauprozess
entsprechend beeinflussen. Das Honorar richtet sich bei Planungen nach
SIA meist nach dem Bauinvestitionsvolumen. Dieser Ansatz bietet keinen
Anreiz, die Lebenszykluskosten zu optimieren. Planer müssen in einem
lebenszyklusorientierten Bauprojekt mehr in die Verantwortung, auch für
die Nutzungsphase, genommen werden.
In der Umsetzung wiederum entscheiden oft minimale Investitionskosten
über den Realisierungserfolg eines Projekts. Nicht jede «Einsparmassnahme» wird dabei immer auch auf ihre Konsequenzen für die Nutzungsphase hin überprüft. Dabei besteht die Gefahr, dass gute Ansätze aus der
Planung aufgegeben werden.
22
Priora View | Oktober 2014
Klassische Rollenverteilung und Verantwortlichkeiten im Bauprozess:
Ein weiterer Faktor ist das klassische Modell der Rollenverteilung und der
Verantwortlichkeiten im Bauprozess. Planer beaufschlagen ihre Konzeptionen oft mit Sicherheitszuschlägen, um das Risiko von Planungsfehlern
zu vermeiden, dies kann jedoch zu überdimensionierten Anlagen führen.
Bauunternehmen optimieren die Investitionskosten, wobei die Gefahr besteht, dass gute Ansätze aus übergeordneten Konzepten verloren gehen.
Und Betreiber/Nutzer, die das Ergebnis des Bauprozesses «ausbaden»
müssen und ein Gebäude möglichst günstig betreiben sollen, schieben
einen möglicherweise suboptimalen Betrieb auf vermeintliche Fehler in
der Realisierungsphase.
Der klassische Bauprozess ist offensichtlich geprägt von Abgrenzungen
zwischen den Lebenszyklusphasen, die mit dem Life-Cycle-Ansatz eigentlich überwunden werden sollen.
Fehlende strukturierte Datenbasis über Life-Cycle-Kosten:
Drittens ist die Datenlage bezüglich Lebenszykluskosten vorsichtig ausgedrückt noch eher dünn. Zwar können wir heute mit hoher Sicherheit
Aussagen über die Investitionskosten eines Bauprojekts machen, jedoch
sind die Kostenprognosen für die Nutzungsphase von Gebäuden oft nur
sehr vage oder sogar riskant. Ein Grund ist sicherlich fehlendes Knowhow im Umgang mit den Risiken der über einen langen Zeitraum in der
Zukunft zu machenden Nutzungskosten. Ein weiterer Grund sind darüber
hinaus die fehlenden Daten und die entsprechenden Kennzahlen über die
Kosten in der Nutzungsphase. Zwar wird heute über IT-basierte Gebäudemanagementsysteme eine grosse Menge an Daten gesammelt, jedoch
stehen kaum Ressourcen zur Verfügung, diese Daten zu strukturieren und
auszuwerten, um dann entsprechende Richtwerte nutzbar und zugänglich zu machen.
Life-Cycle
An einem einfachen Beispiel lässt sich dieses Manko illustrieren: So können
die meisten Autofahrer mit grosser Selbstverständlichkeit den Verbrauch
ihres Fahrzeugs problemlos angeben, aber wer weiss schon, wie viel Wärme oder Strom (in kWh) er im letzten Jahr in seiner Wohnung oder seinem
Büro verbraucht hat? Dabei liegen diese Daten vor, wir nutzen sie aber
(noch) nicht.
«… aber wer weiss schon, wie viel Wärme oder
Strom (in kWh) er im letzten Jahr in seiner
Wohnung oder seinem Büro verbraucht hat?»
Performance Contracting ist ein überzeugender Ansatz aus der Energiewirtschaft. Der Ansatz räumt mit den Hemmnissen auf, indem er die Gesamtlebenszykluskosten dem Wettbewerb unterstellt und in die Verantwortung des Contractors übernimmt. Dies erfolgt, indem der Contractor
für den Optimierungserfolg seiner Einsparmassnahmen garantiert, diese
plant, realisiert und betreibt, und erst im Erfolgsfall an den aus den Einsparungen generierten Erträgen partizipiert. Er hat somit ein wesentliches
Interesse, sein Einsparversprechen auch mittel- bis langfristig zu halten. Es
erscheint deshalb sehr vielversprechend, die Mechanismen dieses Ansatzes
auf die Immobilie zu übertragen.
Factor Five
In der einfachen Formel Faktor
Fünf steckt das Konzept einer
zukunftssicheren, umweltverträglichen Wirtschaftspolitik.
Wenn wir die Rohstoffe fünfmal
besser nutzen als bisher, lässt
sich ein deutlicher Zuwachs an
Wohlstand und Lebensqualität
herbeiführen. Dieses ehrgeizige
ökologische Ziel ist wegweisend für den technologischen
Fortschritt und für nachhaltiges
Wachstum.
Ernst Ulrich Michael Freiherr von Weizsäcker (25. Juni 1939
in Zürich geboren) ist ein deutscher Naturwissenschaftler und
Politiker (SPD). Von 1998 bis 2005 war er Mitglied des Deutschen Bundestags.
Seit 2012 ist Weizsäcker Präsident des mittlerweile in Winterthur
ansässigen Club of Rome.
Priora ist bereit, die Kostenverantwortung für den kompletten Life-Cycle
von Immobilien zu übernehmen und so die Voraussetzungen für innovative
Beschaffungsprozesse professioneller Bauherren zu schaffen.
Dr. David Lunze
Leiter Industrielle Medien &
Life-Cycle-Contracting
Priora Facility Management AG
Priora View | Oktober 2014
23
Design to Cost
Eine Chance für erstklassige Areal- und
Projektentwicklungen
Nur drei Dinge braucht die gute Arealentwicklung: Eine zündende
Idee, den Fokus auf das Wesentliche und den Willen, es zu tun.
In Kilchberg, Kanton Zürich, liegt das 10 000 Quadratmeter umfassende
Grundstück «Schlimberg» in einer noch unbebauten Mischzone W2b/
WG2, mit der Chance zur Realisation einer erstklassigen Mietwohnsiedlung mit rund 62 Wohneinheiten. Die ausgezeichnete Lage in der Zürcher
Agglomerationsgemeinde Kilchberg mit Blick auf den Zürichsee spricht
für die Positionierung im gehobenen Marktsegment.
Die Bauträgerschaft hat sich für drei Grundsätze entschieden: Erstens:
Lead durch Priora; zweitens: eingeladener zweistufiger Studienauftrag
nach SIA 143 (Wettbewerb) und drittens: Realisierung des Bauwerks im
Totalunternehmermodell mit Preis-, Termin- und Qualitätsgarantie.
Sechs Architekten waren am Start. Aus den fünf selektionierten Projekten
erkor die Jury die Dachtler Partner AG Architekten, Zürich als Wettbewerbssieger. Nach der Überarbeitung des Siegerprojekts wird die Arealüber-
bauung Anfang Januar 2015 bei den Behörden zur Bewilligung eingereicht.
Fazit: ein sehr gutes Ergebnis für die Bauherrschaft. Der Baustart für das
57 Mio. Franken schwere Projekt wird voraussichtlich Mitte 2016 sein.
Das Modell «Basel II» von Priora folgt dem Prinzip Design to Cost –
von der Projektdefinition bis zur Realisierung.
Die Bauherrschaft suchte nach einem tragfähigen, flexiblen Planungsund Realisierungsmodell. Massgeschneidert soll das Bauwerk auf dem
Grundstück in Kilchberg nach klar vereinbarten Kriterien und Kennwerten geplant, bewilligt und realisiert werden. Dabei gilt der Grundsatz
Design to Cost.
Was ist Design to Cost (DTC)?
Oft laufen Bauprojekte auf dem Markt bereits im Rahmen der Entwicklung
kostenmässig aus dem Rahmen. Aufwendige Korrekturmassnahmen werden nachträglich notwendig, um Kostensenkungspotenziale zu erschliessen. Es macht somit Sinn, das Kostenmanagement – also eine gezielte
Weiter auf Seite 27
Arealentwicklung Wohnsiedlung Kilchberg ZH | Priora Modell «Basel II»
Phase 0
Phasen
Inhalte
Phase 1
Phase 2
Nutzungsstudie
Definition
Arealentwicklung
Architekturwettbewerb
Arealplanverfahren
Realisierung
Nutzungsdichte klären
Marktpositionierung
Projektdefinition
Architekturwettbewerb
Vorprojekt mit KV I
Realisierung mit
TU-Modell
Mögliche Alternativen
Behörden Engineering II
Wahl Siegerprojekt
mit Auflagen
Entwurf Arealplan
Projekt
Total Quality
Management
Behörden Engineering I
Architekturwettbewerb
Vorgaben
Arealplan und
Baueingabe
Inbetriebsetzung
Approximative
Kostenschätzung I
Projektvorgehen
Kostenvorgaben
Projekt mit KV II
Abschluss
Mängelbehebung
Überarbeitung
Siegerprojekt
Kostenschätzung II
Vorgaben Vorprojekt
Arealplan
Zeit
ca. 6 Monate
Vorgabe Realisierung
ca. 6 – 8 Monate
ca. 18 – 23 Monate
Pakete
zum
Erfolg
Vorgaben
Entwickeln und positionieren
Planen und bewilligen
Realisieren
Verträge
LOI / Priora
Dienstleistungsvertrag I
Dienstleistungsvertrag II
TU-Vertrag GU
Schema «Basel II»
24
Phase 3
Priora View | Oktober 2014
Entwicklungen
Die Jury
Eine professionelle Jury beurteilte die Ergebnisse und das
Potenzial der eingereichten Projekte
Jury Beurteilungsgremium:
•
Fritz Schumacher, Kantonsbaumeister Basel-Stadt, Vorsitz
Jürg Toffol, dipl. Architekt ETH/SIA,
Itten Brechbühl AG, Basel
•
Andreas Herbster, dipl. Architekt ETH/SIA,
Wohnstadt, Basel
•
Andrea Giubbini, dipl. Architekt ETH/SIA,
Giubbini Architekten, Chur
•
Andrea Anliker, eidg. dipl. Marketingplanerin und
Immobilientreuhänderin, Anliker Immobilien, Kloten
•
Das Wort der Jury
Einmal mehr hat sich gezeigt,
dass ein sorgfältig vorbereiteter Studienauftrag als Konkurrenzverfahren ein ideales
Instrument ist, um anspruchsvolle Aufgaben erfolgreich zu
lösen.
Deshalb gilt der Dank allen
teilnehmenden Teams, die
mit hoher Professionalität
und Engagement mit ihren
Projektideen dem Beurteilungsgremium (Jury) geholfen haben,
das Potenzial des Areals zu erkennen und die Möglichkeiten eines ortsbezogenen Wohnungsbaus zu beurteilen.
Ein Lob geht aber auch an das konstruktiv argumentierende Beurteilungsgremium und an das Vorbereitungsteam der Priora.
•
Gerhard Läuchli, Priora AG | Entwicklungen, Basel
•
Christian Bandi, Priora AG | Entwicklungen, St. Gallen
•
Bauherrschaft (zwei Sitze)
Experten:
Projektökonomie, Baurecht, Nachhaltigkeit
«Unsere hohen Erwartungen an einen
flexiblen GU-Partner konnte Priora ab
Start unter Beweis stellen. Der Priora
Ansatz zu Design to Cost (DTC) gibt uns
als Investor die Gewissheit, dass
vereinbarte Ziele erreicht werden.»
Arboretum Management AG, Kilchberg
Die im ganzen Prozess engagierte Eigentümerschaft hat eindrücklich gezeigt, dass sie in ihrer Rolle als Bauherrin die Verantwortung für dieses grosse Bauvorhaben souverän leistet.
Fritz Schumacher, Kantonsbaumeister Basel-Stadt
Vorsitzender der Jury
Visualisierung des Siegerprojekts von Dachtler Partner AG Architekten, Zürich
Priora View | Oktober 2014
25
Im Norden über die Kreuz-, im Osten über
die Schlimberg- und im Süden über die
Gartenstrasse ist die Überbauung
grosszügig erschlossen und strahlt die
nötige Offenheit aus. Einfahrt und
Parkplätze befinden sich an der
Kreuzstrasse. Alle Wege bestehen aus
Asphalt mit Kiesanteil aus Andeerer-Splitt.
Durch wegkratzen des Bitumens nach dem
Einbau, bleibt ein grünlicher,
terrazzoähnlicher Belag sichtbar. In der
Fliessrichtung des anfallenden
Eine langfristig nachhaltige
Bewirtschaftung, flexible
Nutzungsmöglichkeiten, sowie geringe
Lebenszykluskosten, werden in erster Linie
durch die Systemtrennung von Bauteilen
der Primär-, Sekundär- und Tertiärstruktur
erreicht. In zweiter Linie erfolgt dies durch
die Materialisierung mit hochwertigen
Baustoffen.
Flugaufnahme der unbebauten Lage in Kilchberg
au
Neub
se
as
str
uz
Kre
Tödiweg
ogonal zueinander gesetzte
bespielen das Grundstück und
n einen zentralen Aussenraum.
det das Herzstück der Siedlung.
man sich, tauscht sich aus und
Gemeinschaft. Die privaten
äume der Erdgeschosswohnungen
h Hecken und Bäume
rmt. Nicht ein grosser begrünter
, sondern differenzierte
ereiche für unterschiedliche
en, prägen den Aussenraum der
berbauung. Sowohl Gemeinschaft
Privatheit sollen gleichermassen
sein.
Konstruktionsart basieren. Dabei werden
die Materialien nach ökologischen und
ökonomischen Grundsätzen eingesetzt. Die
Gebäude könnten als Element- Holzbau mit
massivem Vertikalkern und betoniertem
Untergeschoss konzipiert sein.
Denkbar ist auch eine traditionelle
Massivbauweise mit hinterlüfteten
Holzelementen. Die unterschiedlichen
Konstruktionsarten müssen in einem
nächsten Schritt genauer analysieren und
gegenüber gestellt werden.
e
ss
ra
st
rg
be
m
hli
Sc
hogonal zueinander gesetzte
e definieren das Herzstück der
g - Gemeinschaft und Privatheit
eichermassen gewahrt sein
In Anlehnung an traditionelle Landhäuser
prägen die grosszügigen verandaähnlichen
Aussenbereiche die Erscheinung der
Gebäude. Durch einen Sockel leicht von
der Umgebung abgehoben, wird mit
Fassadenelementen aus Holz und
grösszügigen Fassadenöffnungen eine
gehobene Wohnlichkeit mit ländlichem Flair
erreicht.
e
EKTUR UND LANDSCHAFT
Perspektive Innenraum
Gesamtsituation
Siegerprojekt: Fünf orthogonal zueinander gesetzte Gebäude
0 2 5 10
Situation
Dachrand
+8.84 = 499.59 m ü. M.
Z
B
TH
Z
K/E
Z
W/E
Z
TH
Z
Z
W/E
Fahrradabstellraum
Z
TH
Fahrradabstellraum
Z
Z
E
E
Z
Erdgeschoss
±0.00 = 490.75 m ü. M.
K
TH
Untergeschoss
-2.88 = 487.57 m ü. M.
Ergebnisse aus dem Studienauftrag der anderen beteiligten
Architekturbüros
Mehrgenerationen-Wohnen an bester Lage in Kilchberg
Westfassade 1:600
Studienauftrag Wohnsiedlung Schlimberg in Kilchberg, Zürich
- 20 -
Das Projekt ist auf das anspruchsvolle Mietersegment ausgerichtet. Ein Kinderhort sowie das Wohnen im Alter sind Teil der
Überbauung und ermöglichen ein Mehrgenerationen-Wohnen.
Menzi Bürgler Architekten AG, Zürich
Die Innenräume sind lichtdurchflutet
Jakob Steib Architekten AG, Zürich
Aussenraum ist prägender Teil der Siedlung
Der Aussenraum dient der Gemeinschaft aber gezielt und zugewiesen auch der Privatheit. Der zentrale Platz ist Ort der Begegnung. Schirmförmig geschnittene Platanen bieten Schutz durch
lichten Schattenwurf. Die Gehwege sind verkehrsfrei.
BDE Architekten GmbH, Winterthur
Priora View | Oktober 2014
1. Obergeschoss
+2.88 = 493.63 m ü. M.
Müller Sigrist Architekten AG, Zürich
Technik
K
2.88
2.88
K / Schutzraum
Längsschnitt 1:600
26
Z
Erdgeschoss
±0.00 = 490.45 m ü. M.
Wa/Tr
Das Team Dachtler Partner AG Architekten, Zürich:
Roberto Pelizzari, Micha Vogt, Oliver Strebel, Urs Schwab (v.l.)
E
2.88
2.88
K/E
Drei Gebäude an der Hangkante – oberhalb der Schlimbergstrasse – verstärken die bestehende Topografie. Das ermöglicht
den maximalen Ausblick auf den See und das Gebirge. Über ein
grosszügiges Entrée betritt man die Wohnungen und gelangt in
den lichtdurchfluteten Wohnbereich. Dieser teilt sich in ineinanderfliessende Zonen: Wohn-, Ess- und Kochbereich.
E
1. Obergeschoss
+2.88 = 493.33 m ü. M.
Untergeschoss
-2.88 = 487.87 m ü. M.
Fünf orthogonal zueinander gesetzte Gebäude bespielen das
Grundstück und definieren einen zentralen Aussenraum. Dieser
bildet das Herzstück der Siedlung. Hier trifft man sich.
W
Attikageschoss
+5.76 = 496.51 m ü. M.
Z
Z
2.88
2.88
Z
Erdgeschoss
±0.00 = 490.75 m ü. M.
Fünf orthogonal zueinander gesetzte Gebäude
E
3.08
3.08
W/E
Attikageschoss
+5.76 = 496.21 m ü. M.
K/E
1. Obergeschoss
+2.88 = 493.63 m ü. M.
Im Gebiet «Schlimberg», mitten in der Gemeinde Kilchberg ZH,
liegt das Grundstück mit Blick auf den Zürichsee. An bester Lage
entsteht eine neue Mietwohnsiedlung mit 62 Wohneinheiten.
Dachrand
+8.84 = 499.59 m ü. M.
Dachrand
+8.84 = 499.29 m ü. M.
Z
Attikageschoss
+5.76 = 496.51 m ü. M.
Das Siegerprojekt
20
Untergeschoss
-3.17 = 487.58 m ü. M.
Entwicklungen
Visualisierung des Siegerprojekts von Dachtler Partner AG Architekten, Zürich
Kostensteuerung – schon zu Beginn einer Projektentwicklung einzusetzen. Der Priora DTC-Ansatz ist ein systematisches schrittweises Vorgehen.
Er bietet die Möglichkeit, bereits während der gesamten Entwicklung die
Kosten so zu steuern, dass die vertraglich festgesetzten Ziele erreicht werden. Damit wird ein proaktives Kostenmanagement betrieben.
Zwischenbesprechung der Teams mit der Jury schaffte Klarheit und
optimierte Lösungen
An der Zwischenbesprechung präsentierten die Teams der Jury ihren
Stand des Projekts und stellten Fragen. Eine wertvolle Sache! Die einzelnen Lösungen wurden im Dialog optimiert, dies zeigte das Schlussresultat deutlich.
Vorgaben und Kosten werden in jeder Projektphase kritisch geprüft
In jeder Phase des Projekts werden die Kennwerte, so insbesondere auch
die Kosten auf die Zielvorgaben, überprüft. Wenn notwendig, wird das
Projekt getrimmt und erforderliche Anpassungen werden vorgenommen. Das ist ein sehr wichtiger Prozess im Hinblick auf den Projekterfolg.
Guter Städtebau, überzeugendes Konzept, marktgerechte Kosten
und Erträge als integrale Vorgabe
Städtebaulich und konzeptionell wird eine überzeugende Arealüberbauung im gehobenen Mietsegment geplant. Schlussendlich wird das Bauwerk mit Preis-, Termin- und Qualitätsgarantie, im Rahmen der BenchmarkVorgaben gebaut. Die Rendite für das Objekt wird so langfristig gesichert.
Nach Vorliegen der rechtskräftigen Baubewilligung wird das Bauwerk im
Totalunternehmermodell realisiert, das heisst, die Bauträgerschaft hat einen Ansprechpartner und einen Garantiegeber. In allen Phasen des Projekts fällen die Projektpartner alle wichtigen Entscheide, immer im Rahmen
der vereinbarten Vorgaben Design to Cost. Das Modell hat klare Spielregeln
mit grossen Gestaltungsspielräumen.
Klare Vorgaben im Wettbewerbsprogramm: Der erste Meilenstein
zum Erfolg
Folgende Kriterien wurden für die Beurteilung der Projekte festgelegt:
Städtebaulich und architektonisch überzeugende Lösung mit einer guten Aussenraumgestaltung
• Wirtschaftlich vorbildliche Lösung (Erstellungskosten, Betrieb und Unterhalt, marktübliche Bruttorendite)
• Innovative Wohnungen
• Energiebewusstes, nachhaltiges Projekt
•
Jury nahm sich Zeit für eine faire und korrekte Evaluation
des Siegerprojekts
Zwei Tage nahm sich die Jury Zeit, um das Siegerprojekt zu evaluieren.
Vor und zwischen den Jurytagen prüfte das Vorprüfungsteam die Beiträge der Architekten auf Herz und Nieren. Alle Projekte wurden überdies
im Hinblick auf die Realisierung kalkuliert.
Baukommission Kilchberg hat Siegerprojekt positiv zur Kenntnis
genommen
Kritische Punkte der Wettbewerbsprojekte wurden mit den Behörden
vorsorglich bezüglich Bewilligungsfähigkeit geklärt. Die Zusammenarbeit
mit den Behörden war und ist sehr wertvoll. Die Baukommission von
Kilchberg hat das Bauvorhaben positiv zur Kenntnis genommen.
Dachtler Partner AG Architekten, Zürich, sind Sieger des
Wettbewerbs
Das Resultat der Jury war einstimmig. Dachtler Partner AG Architekten,
Zürich, sind Sieger des Studienauftrags. Ihre Lösung konnte städtebaulich,
gestalterisch, konzeptionell und wirtschaftlich am meisten überzeugen.
Die anderen vier Architektenteams haben die Anforderungen an den
Wettbewerb ebenfalls erfüllt und erhalten den Sockelbetrag plus ein
durch die Jury festgelegtes Preisgeld. Ein Team hat auf die Schlussabgabe
des Projekts verzichtet.
Auf den Punkt gebracht: Es wurden sehr gute und wertvolle Beiträge
eingereicht.
Entscheidender Faktor für die Ausarbeitung des Programms ist insbesondere die klare Positionierung des Projekts am Markt (Mieterklientel,
Machbarkeit und Tragfähigkeit).
Evaluieren von geeigneten Architektenteams für den Wettbewerb
Gerhard Läuchli
Es wurde ein eingeladener Studienauftrag gemäss SIA Norm 143 mit Zwischenbesprechung gewählt. Dazu wurden sechs Teams eingeladen.
Mitglied der Geschäftsstellenleitung
Priora AG | Entwicklungen, Basel
Priora View | Oktober 2014
27
Subunternehmer
Bausteine für den gemeinsamen Erfolg
niziert, informiert und vor allem koordiniert. Auch sind die vorgegebenen
Zeitfenster von allen einzelnen Arbeitsgattungen unbedingt einzuhalten.
Somit werden auch die Kosten kontrollierbar.
Was sind für Sie die wichtigsten Treiber, um wettbewerbsfähig zu
sein und zu bleiben?
Interview mit Peter Meier-Kopp, Präsident des Verwaltungsrats
Gut ausgebildetes Personal mit einer stetigen Weiterausbildung bleibt innovativ und wendet auch neue Technologien an. Ebenfalls ist ein flexibles
Change Management wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Es gibt immer mehr Auflagen und Vorschriften betreffend Umwelt
und Sicherheit. Wie stark beeinflussen diese Vorgaben die Qualität?
Wo kann Ihrer Meinung nach die Zusammenarbeit zwischen den Generalunternehmern und den Sublieferanten verbessert werden?
Grundsätzlich sollten Auflagen zu einer besseren Qualität führen.
Manchmal fragt man sich schon, ob bei der Planung die Machbarkeit,
Wirkung und Verhältnismässigkeit solcher Auflagen (Bürokratie?) der Realität entsprechen.
Die Subunternehmer als Fachkraft wahrnehmen und viel früher in den
Prozess einbinden, da viel Know-how vorhanden ist. Mehr freie Verantwortung im Bereich konzeptioneller und auch materialtechnischer Anpassungen.
Wie stark ist die Qualität, Ihrer Meinung nach, abhängig vom Zeitdruck?
Sehr stark; wenn bei einem Projekt von Beginn an Zeitdruck herrscht,
ist es sehr schwierig, eine hohe Qualität einzuhalten. Alle Parteien in
der Wertschöpfungskette (Planung, Produktion, Ausführung, Unterhalt)
müssen ihre Zeit für die Arbeit nutzen können.
Welche Faktoren (Material, Personal, Kosten etc.) haben den grössten Einfluss, wenn es um eine tadellose Leistungserbringung geht?
Um eine tadellose Leistungserbringung zu liefern, ist es entscheidend,
dass das Personal bei einem Projekt von Beginn an miteinander kommu-
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Meier-Kopp AG
28
Priora View | Oktober 2014
Über Meier-Kopp: Kompetenz über alle Lebensphasen von Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen
In allen Phasen bietet Meier-Kopp eine optimale Qualität, orientiert sich am Projekt- und Anlagenmanagement und berücksichtigt konsequent die Bedürfnisse ihrer Kunden. So wird ein
Mehrwert geboten und gleichzeitig werden die Kosten auf ein
Minimum reduziert.
Unternehmer
Bilder mit freundlicher Genehmigung von 4B Fenster
Interview mit Bernhard Merki, CEO
Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit
mit den Generalunternehmungen?
Die Zusammenarbeit ist geprägt von der
Grösse und der Komplexität der Projekte
sowie von den meistens anspruchsvollen terminlichen und finanziellen Vorgaben. Ausschlaggebend für den gemeinsamen Erfolg
der Projekte ist trotz allem immer das gegenseitige Vertrauen zwischen
den Parteien.
Durch den oftmals sehr sportlichen Zeitrahmen eines Projekts müssen die
meisten Aufgaben in sehr kurzer Zeit erledigt werden. Dies birgt die Gefahr
einer höheren Fehlerquote auf allen Seiten. Es ist deshalb von zentraler Bedeutung, dass relevante Informationen transparent und eindeutig zwischen
den Partnern ausgetauscht werden.
Aufgrund der Grösse der Objekte und der Vielzahl der Gewerke stellen wir
oft fest, dass es dem GU-Mitarbeiter in der Regel nicht möglich ist, sich bis
ins Detail jeder Produktgruppe einzulesen und mit uns Subunternehmen zu
diskutieren. Aus diesem Grund ist ein Vergleich der Leistungen durch den
GU-Mitarbeiter teilweise schwierig vorzunehmen. Falls gewünscht, sind wir
gerne bereit, mit unserem spezifischen Fensterwissen dazu beizutragen,
dass bereits im Vorfeld der Projekte wichtige Abklärungen mit dem GU und
dem Architekten gemacht werden können. Damit könnte z.B. eindeutiger
definiert werden, was gerechnet werden soll. Für die Generalunternehmung hätte dies den Vorteil, dass sie in der Leistung besser vergleichbare
Angebote erhalten würde.
Was ist für Sie die grösste Herausforderung auf den Baustellen?
Die grösste Herausforderung ist das Verständnis für eine allseitig optimale
Baustelleninfrastruktur. Für uns ist im Speziellen die Sorgfaltspflicht eines
jeden einzelnen Mitarbeiters auf der Baustelle von hoher Bedeutung. Da
unsere Fenster sehr früh auf der Baustelle montiert werden, besteht eine
grosse Gefahr der Beschädigung während der Restbauzeit. Trotz der allgegenwärtigen Hektik auf den Baustellen muss alles daran gesetzt werden,
dass Termine eingehalten, die Bausubstanz die hohe Qualität behält und
damit die Wirtschaftlichkeit der Projekte erhalten bleibt.
Noch nie wurde so viel gebaut. Wie stellen Sie die Qualität sicher?
Konsequente Kundenorientierung, hohe Innovationskraft und kompromissloses Qualitätsdenken prägen die Geschäftsphilosophie von 4B seit jeher.
Beratung, Planung, Produktion, Montage und Service kommen aus einer
Hand. Engagierte und kompetente Mitarbeitende setzen sich tagtäglich für
unsere Kunden ein. Dies alles sind Bausteine, die massgeblich zur hohen
Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen beitragen. Daneben unterliegen alle relevanten Prozess- und Arbeitsschritte einer strengen kontinuierlichen Qualitätskontrolle. Qualitätsbestimmend ist weiter auch die optimale Kooperation zwischen den verschiedenen Partnern intern und extern.
Haben Sie genügend qualifiziertes Fachpersonal?
Bei 4B arbeiten sehr viele qualifizierte und engagierte Mitarbeitende, die
sich in hohem Mass mit dem Unternehmen und ihrer Aufgabe identifizieren. Wir unterstützen unsere Mitarbeitenden mit verschiedenen Massnahmen, um ihre Fähigkeiten und Kompetenzen kontinuierlich auszubauen.
Ein Schwerpunkt bildet dabei die interne Aus- und Weiterbildung. Für die
Mitarbeiter im Bereich Projektabwicklung haben wir beispielsweise ein spezielles internes Aus- und Weiterbildungsprogramm mit Schwerpunkt Projektmanagement im Fensterbau entwickelt und erfolgreich implementiert.
Obwohl der Fachkräftemangel deutlich spürbar ist und der Markt an qualifizierten Fachkräften beinahe ausgetrocknet ist, sind wir in der Lage,
notwendige Rekrutierungen von Fachpersonal erfolgreich durchzuführen.
Unsere Kontinuität in der Unternehmenspolitik und eine nachhaltige Personalpolitik unterstützen unsere Rekrutierungsaktivitäten offensichtlich
sehr positiv.
Es wird häufig von guter Schweizer Qualität gesprochen. Was bedeutet
für Sie Swissness?
Swissness bedeutet für mich, dass unsere Produkte und Dienstleistungen
die klassischen Schweizer Werte wie Qualität, Präzision, Pünktlichkeit,
Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit und Innovation von A–Z widerspiegeln. In
Kombination soll diese von uns gelebte Swissness zu einem optimalen Kundennutzen führen.
Über die 4B: Mit über 700 Mitarbeitenden und einem Umsatz
von CHF 199,1 Mio. zählt die 4B Gruppe mit Sitz in Hochdorf zu
den führenden Herstellern von Fenstern und Fassaden. Innovative
Produkte, überzeugende Dienstleistungen und eine konsequente
Qualitätsausrichtung machen 4B zum integralen Partner für intelligente transparente Gebäudeelemente. Nebst den Produktionsstandorten Hochdorf und Emmen garantieren elf Niederlassungen in der Deutsch- und Westschweiz sowie im Tessin eine maximale Kundennähe.
Priora View | Oktober 2014
29
Farnek Services LLC
Facility Services in den
Vereinigten Arabischen Emiraten
Farnek ist ein führendes Dienstleistungsunternehmen in
den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) im Bereich Total
Facility Management. Seit der Übernahme durch Priora im
Jahr 2006 wurde das Unternehmen mit Schweizer Know-how
kontinuierlich weiterentwickelt – mit der klaren Vision, die
Marktführerschaft für Total Facility Management Services in
den UAE zu übernehmen.
Farnek Services LLC wurde 1980 in Dubai gegründet und hat
sich auf die Bereiche Reinigung, Sicherheitsdienste, technischer
Gebäudeunterhalt und Energiemanagement spezialisiert. Das
Unternehmen ist mit Standorten in Dubai, Abu Dhabi und Ras
Al Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten präsent
und beschäftigt heute mehr als 2000 Mitarbeitende.
Namhafte Kunden und prestigeträchtige Projekte
Unter den rund 2500 Objekten, die unter der Obhut von Farnek
stehen, gibt es einige prestigeträchtige Grossaufträge. So ist das
Unternehmen seit 2010 zuständig für den technischen Unterhalt
des höchsten Gebäudes
der Welt – des Burj Kha«Die hohe Qualität wird von unseren lifa in Dubai. Auch letztes
anspruchsvollen Kunden geschätzt.» Jahr konnte Farnek zwei
namhafte Projekte in sein
Portfolio aufnehmen. So
schloss Farnek einen Dreijahresvertrag für Facility Management
Leistungen mit der führenden Telekom-Firma in den UAE sowie
einen Unterhalts- und Energiemanagement-Vertrag für das grösste Shoppingcenter der Welt – die Dubai Mall mit über 75 Mio.
Besuchern im Jahr.
Neben prestigeträchtigen Objekten verfügt Farnek über ein
namhaftes Kundenportfolio mit führenden Unternehmen aus
den Branchen Luftfahrt, Telekommunikation, Banking, Detailhandel, Büro- und Wohngebäude sowie öffentliche Institutionen. Zu den Kunden von Farnek zählen beispielsweise Emirates
Airlines, Etihad Airways, Mövenpick Hotels & Resorts, Jumeirah
Group, Reuters und die Barclay Bank.
30
Priora View | Oktober 2014
Facility Services
Dienstleistungen der Farnek Services LLC
Auszeichnung für Farneks Nachhaltigkeits- und Energiemanagement
Hohes Qualitätsbewusstsein
Ein wichtiger Grund für das Vertrauen, das Farnek seitens seiner Kunden
geniesst, liegt im ausgeprägten Qualitätsbewusstsein der Mitarbeitenden und des Top-Managements. Davon zeugen zahlreiche Qualitätszertifikate. Zentral für eine qualitativ hochstehende Leistungserbringung
ist einerseits, dass alle Services durch eigene Mitarbeitende erbracht
werden. Viele Mitbewerber lagern Leistungen an Dritte aus und können
damit die Qualitätsstandards nur
bedingt garantieren.
Fahrzeugen und bedienen dabei unsere Kunden, wie zum Beispiel im
Burj Khalifa, CO2-neutral. Die Büroräumlichkeiten von Farnek sind
ausgestattet mit LED-Leuchten, Wassersparventilen sowie Energiesparmodulen bei der Kälteproduktion, und der Abfall wird getrennt
entsorgt. Für ihr Nachhaltigkeits- und Energiemanagement wurde Farnek mehrmals ausgezeichnet, unter anderem mit dem Emirates Energy Award, dem Green FM Company of the Year Award 2012
und 2014 sowie dem Sustainability Initiative Award 2014.
Für ihr Nachhaltigkeits- und Energiemanagement wurde Farnek mehrmals
ausgezeichnet.
Andererseits legt Farnek grossen
Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden. Ein
firmeneigenes Trainingscenter für
die Reinigungs- und Unterhaltsabteilung ermöglicht es, die Mitarbeitenden kontinuierlich intern aus- und weiterzubilden. «Die hohe Qualität
wird von unseren anspruchsvollen Kunden geschätzt», weiss Markus
Oberlin, CEO von Farnek. Die Auszeichnung mit dem Lieferantenpreis
«Partnership in Excellence» im Juni 2014 durch Etihad Airways ist nur ein
Beleg dafür.
Das Know-how in diesem Bereich
stellt Farnek auch seinen Kunden
zur Verfügung. Diese profitieren
von einem professionellen Energiemanagement und erhalten volle Transparenz bezüglich ihres CO2-Haushalts
und möglicher Einsparpotenziale. Dabei werden firmeneigene internetbasierte Energiemanagement- und Benchmark-Tools mit dem Namen «Optimizer» eingesetzt. Per Ende 2014 wird Farnek seinen Kunden ein neues
Online-Tool anbieten, mit welchem Verträge, Zahlungen und Energieverbrauch abgefragt werden können. Mit einem einfachen Mausklick können
auch neue Aufträge erteilt werden. Dieses integrative Tool stellt für den
Kunden eine wesentliche Vereinfachung dar und verbessert gleichzeitig die
Kundenführung.
Optimistischer Ausblick
Farnek ist dank des ausgezeichneten Qualitätsmanagements für die Verwirklichung ihrer Vision, die Marktführerschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Bereich Total Quality Management zu übernehmen, gut
aufgestellt. Mit der gezielten Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Energiemanagement ist Farnek vor dem Hintergrund einer steigenden Sensibilität
für ökologische Anliegen auch für die Zukunft bestens positioniert.
Dubai Mall mit über 75 Mio. Besuchern im Jahr
Nachhaltigkeit und Energiemanagement als Differenzierungsmerkmal
Markus Oberlin
Nicht nur Qualität, sondern auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit
werden bei Farnek grossgeschrieben. Wir kompensieren als erstes Unternehmen im Mittleren Osten die CO2-Emissionen von firmeneigenen
Farnek Services LLC
CEO Chief Executive Officer
Priora View | Oktober 2014
31
Voll des Lebens
Ausflug mit der Stiftung Pigna
Wann haben Sie das letzte Mal inbrünstig jemandem ein Lied vorgesungen? Sich ohne Worte unterhalten und doch verstanden? Oder sind
einfach dem Alltag entflohen, um eine andere Welt kennenzulernen?
Unsere Mitarbeitenden haben dieses Abenteuer gewagt und einen Tag
voller Lebendigkeit erlebt.
Im Rahmen unserer letztjährigen Weihnachtsspende wollte Priora nicht nur
eine soziale Einrichtung finanziell unterstützen, sondern mit einem Ausflug
auch Zeit und ein unvergessliches Erlebnis schenken. 32 Menschen mit Behinderungen aller Art der Klotener Stiftung Pigna genossen einen Ausflug
auf den Hohen Kasten im Appenzell, welcher durch Priora organisiert, finanziert und betreut wurde.
Berührungsängste? … Denkste!
Bestimmt war der eine oder andere unserer zwölf Mitarbeitenden, welche
sich im Vorfeld aus eigenem Antrieb für diesen Ausflug anmelden
«Unsere Interessen konnten, gespannt auf diesen Tag.
galten allem anderen Eine nicht alltägliche Aufgabe erwartete sie an diesem sonnigen 11.
als sich selbst.» Juni 2014. Die Eins-zu-eins-Betreuung, die durch die beiden ausgebilWalter Bossert, Baukostenplaner
deten Pigna-Gruppenleiter KathariPriora AG | Generalunternehmung
na und Dave initiiert wurde, sorgte
für eine gute Durchmischung aller
Teilnehmenden und ermöglichte, rasch und einfach in Kontakt zu kommen.
Unsere Ausflugsgäste betrieben «Networking» auf hohem Niveau. Da
könnte sich der eine oder andere Geschäftsmann vermutlich eine Scheibe
Gruppenfoto der Ausflügler
32
Priora View | Oktober 2014
abschneiden. Ohne viel Überlegen kamen sie auf uns zu, stellten Fragen,
lächelten oder boten einem den Platz neben sich im Car an. Flugs ist aus
den beiden Firmen eine Gemeinschaft entstanden, bei der man sich ausgelassen hänselte, Lebensgeschichten erzählte, zusammen lachte oder wie in
Kurts Fall, sich auf Anhieb in eine unserer Mitarbeiterinnen verliebte. David,
unser Leiter Industrielle Medien, erfuhr Einzelheiten aus Andreas Leben,
welches ihn seit einem Unfall an den Rollstuhl bindet. Doch er hatte auch
Glück im Unglück: Im Spital lernte er eine Krankenschwester kennen und
lieben. Heute sind sie verheiratet und haben zwei gesunde Kinder.
Immer wieder stellte der Buschauffeur Quizfragen zu den Orten und Sehenswürdigkeiten, an denen wir vorbeifuhren. Rasch war der Quizkönig
auserkoren. Adrian beeindruckte uns alle mit seinem enormen Wissen
über die Schweiz. Auf den Meter genau konnte er die Höhe des Säntis
nennen oder wusste detailliert, welche ÖV-Verbindungen man beispielsweise von Herisau nach Kloten wählen musste, um termingerecht am Ziel
einzutreffen.
Ohne Hemmungen
Wir kennen alle Mani Matters Lied «Hemmige», in dem er singt: «S'git
Lüt, die würde alletwäge nie es Lied vorsinge so win ig jitz hie, eis singe
um kei Prys, nei bhüetis nei, wil si Hemmige hei.» Ach, und ob! Kadri, der
sämtliche Lieder der aktuellen Charts auswendig kennt, stand bei unserem
Zwischenhalt in Appenzell plötzlich auf und sang leidenschaftlich einen aktuellen englischen Hit. Die Backgroundmusik lieferte ihm – wie es sich für
einen jungen Erwachsenen gehört – sein Smartphone. Begeistert wurde
mitgeklatscht und ihm zugejubelt. Es war ein Vergnügen zu sehen, mit
welcher Leichtigkeit und ohne Hemmungen er sein Talent zum Besten gab.
Wie viel Überwindung dies unsereins nur kosten würde?
Über Pigna
Engagement
Pigna bietet in verschiedenen Wohnformen 105 Wohn- und 43 Tagesstättenplätze sowie in zwei Werkstätten und einem Dienstleistungsbetrieb insgesamt 170 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung
an. Das Gasthaus Hans im Glück nimmt im Angebot von Pigna einen
besonderen Platz ein. Gastronomieprofis mit und ohne Behinderung
verwöhnen die Gäste an 365 Tagen im Jahr.
www.pigna.ch
Peter, Ralf und Kurt von der Stiftung Pigna
Von der Freude an kleinen Dingen
Unerwartetes geschehen lassen
Den einen war es anfangs vermutlich nicht geheuer, als wir uns zuoberst
auf der Spitze des Hohen Kastens ins Drehrestaurant setzten, und andere
konnten es kaum glauben, dass sich das Restaurant langsam einmal um
seine eigene Achse drehte, während wir unser Mittagessen genossen. Die
beiden temperamentvollen Südländerinnen Sara und Julia hielten jedes Detail auf ihren Smartphones in Form von Bildern (Selfies!) und Videos fest. Es
war reichlich Zeit, die kleinen Bergseen und die Alpendohlen zu bestaunen,
welche ohne einen Flügelschlag im Wind um die Bergspitze kreisten. Doch
plötzlich schlich sich eine freudige Unruhe in die Gruppe ein: «Wann öffnet
endlich der Souvenirshop seine Tore?» Tatsächlich tat er dies in gleicher
Minute und fast die gesamte Gruppe schwärmte aus, um ein Erinnerungsstück zu ergattern. Sämtliches mitgebrachtes Sackgeld wurde verwirtschaftet, wobei auf die Meinung unserer Mitarbeitenden bei der Auswahl der
Andenken grossen Wert gelegt wurde.
Aus der Eventorganisation sind wir uns gewohnt, den geladenen Gästen einen voll bepackten und durchgeplanten Event zu bieten. Doch wurden wir
im Vorfeld seitens Pigna darauf hingewiesen, dass ein dichtes Programm
nicht nötig sei; der Ausflug an sich genüge schon fast. Umso gespannter
waren wir, wie sich dieser Tag entwickeln würde. Der Ausflug verlief nahezu
perfekt und war geprägt von Spontanität und viel Lebensfreude. Das
«Danke für das Interesse
Zusammensein stand im Vorderan der Stiftung Pigna und
grund, wurde überaus geschätzt
und mit viel Freude verdankt. Auch
die geduldige, offene Art.»
für unsere Mitarbeitenden war es
Julia, Stiftung Pigna
eine wertvolle Erfahrung. Sie sehen
den eigenen Alltag aus einem anderen Blickwinkel, Alltagssorgen haben sich relativiert und einige konnten
auch über sich hinauswachsen. Sicher haben aber alle eines gelernt und wir
könnten es nicht schöner ausdrücken als Goethe einst: «Auch mit Steinen,
die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.»
Die Zeit verging wie im Flug und unser Abstecher in die Ostschweiz neigte
sich bereits wieder dem Ende zu. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto
stiegen alle etwas müde in den Bus ein. Im Gegensatz zum Morgen waren
alle still und liessen den Tag innerlich Revue passieren. Nur die Spanierin
Sara und der Strahlemann Ralf ergriffen nochmals das Wort und des Chauffeurs Mikrofon und bedankten sich mit viel «Emoción» bei Priora. Zurück
in Kloten verabschiedeten wir uns schliesslich mit ausgiebigem Winken und
letzten Abschiedsgrüssen von unseren Gästen.
«Es ist unglaublich, wie viel Zufriedenheit mir die Stunden mit den Menschen der Pigna gegeben haben – eine interessante und bereichernde Erfahrung. Die spontane und ehrliche Art werden mir in bester Erinnerung
bleiben», schwärmt Raffael Brogna, Managing Director Konzernbereich
Dienstleistungen, welcher den Ausflug begleitete.
Julia und Sara, unsere zwei «Selfies»-Königinnen
Ursina
Rambold
Projektleiterin
Marketing &
Kommunikation
Anna-Sophia
Gerber
Lernende, 2. Lehrjahr,
Marketing &
Kommunikation
Hindernisfreier Ausflug auf den Hohen Kasten
Priora View | Oktober 2014
33
Schulanlage «Am Marbach», Oberwil
Wohnüberbauung «Marie-Louise Blösch-Weg», Biel
Neue Aufträge
Auszug
Priora AG | Entwicklungen
Wohnüberbauung Bruderholzallee, Basel
Bauherr: C&S Immobilien AG
Anlagevolumen: CHF 7,3 Mio.
Baubeginn: Herbst 2014
Wohnüberbauung Grammetstrasse, Liestal
Anlagevolumen: CHF 60 Mio.
Baubeginn: Sommer 2016
Wohnüberbauung Brunnmatt, Liestal
Bauherr: Paul Schwob Stiftung, Liestal
Anlagevolumen: CHF 8 Mio.
Baubeginn: Sommer 2015
Wohnüberbauung Kronenmatt, Menznau
Bauherr: Parzello GmbH
Anlagevolumen: CHF 15 Mio.
Baubeginn: Frühjahr 2015
Wohnüberbauung «Schlimberg», Kilchberg
Bauherr: Arboretum Management AG, Kilchberg
Anlagevolumen: CHF 57 Mio.
Baubeginn: Juli 2016
34
Wohnüberbauung Sennenwies, Schaffhausen
Bauherr: Priora Gruppe
Anlagevolumen: CHF 27 Mio.
Bauzeit: November 2014 – Dezember 2016
Wohnüberbauung webipark.ch, Aarburg
Bauherr: Fortimo Invest AG, St. Gallen
Anlagevolumen: CHF 73 Mio.
Bauzeit: Oktober 2014 – August 2017
Wohnüberbauung Riedmattli, 2. Etappe, Oberägeri
Bauherr: Wohnbauförderung der Gemeinde
Anlagevolumen: CHF 13,4 Mio.
Bauzeit: November 2014 – Mai 2016
Wohnüberbauung/Altenpflegeheim «Birspark Basel»
Bauherr: Baukonsortium Bellevue, Basel
Anlagevolumen: CHF 44,6 Mio.
Bauzeit: bis April 2016
Schulanlage «Am Marbach», Oberwil
Bauherr: Gemeinde Oberwil
Anlagevolumen: CHF 15,9 Mio.
Bauzeit: April 2014 – Oktober 2015
Priora AG | Generalunternehmung
Wohnüberbauung «Marie-Louise Blösch-Weg», Biel
Bauherr: Credit Suisse Anlagestiftung
Anlagevolumen: CHF 13,9 Mio.
Bauzeit: April 2014 – September 2015
Baufeld H Europaallee, Zürich (verschiedene Nutzungen)
Bauherr: SBB Immobilien, Bern
Anlagevolumen: CHF 160 Mio.
Bauzeit: Juli 2014 – Februar 2017
Wohnüberbauung Bahnhofstrasse, Pieterlen
Bauherr: Credit Suisse Anlagestiftung
Anlagevolumen: CHF 15,7 Mio.
Bauzeit: Mai 2014 – Oktober 2015
Priora View | Oktober 2014
Neue Aufträge
Wohnüberbauung Stämpfliareal, Langnau i.E.
Facility Management, Kälte- und Wärmetechnik
Wohnüberbauung «Ergolzhof», Sissach
Bauherr: Priora Gruppe
Anlagevolumen: CHF 10,5 Mio.
Bauzeit: Januar 2014 – Oktober 2015
Gesamtsanierung «Lochäcker», Kloten
Bauherr: UBS Fund Management (Switzerland) AG, Basel
Anlagevolumen: CHF 25 Mio.
Bauzeit: September 2014 – Juli 2016
Wohnüberbauung «Waisenhausstrasse», Wädenswil
Bauherr: Hangenmoos AG
Anlagevolumen: CHF 13,9 Mio.
Bauzeit: Dezember 2013 – August 2015
Umbau Bahnhofstrasse 53, Zürich
Bauherr: AXA Leben AG, Zürich
Bauzeit: September 2014 – Oktober 2017
Wohnüberbauung Stämpfliareal, Langnau i.E.
Bauherr: GVB Gebäudeversicherung des Kantons Bern
Anlagevolumen: CHF 13,8 Mio.
Bauzeit: März 2014 – August 2015
Wohnüberbauung Bächtelenpark, Wabern
Bauherr: Dr. Hans Widmer, Oberwil-Lieli
Anlagevolumen: CHF 91 Mio.
Bauzeit: März 2014 – Juli 2016
Alters- und Pflegeheim Casa Falveng, Domat/Ems
Bauherr: Stiftung Alters- und Pflegeheim Casa Falveng, Domat/Ems
Anlagevolumen: CHF 17,3 Mio.
Bauzeit: Mai 2014 – Mai 2016
Umbau/Sanierung Schulhaus Burggarten, Bottmingen
Bauherr: Gemeinde Bottmingen
Anlagevolumen: CHF 7,2 Mio
Bauzeit: Juli 2014 – August 2015
Sanierung Haupthaus und Selva, Therme Vals
Bauherr: 7132 AG, Vals
Anlagevolumen: CHF 16,3 Mio.
Bauzeit: April 2014 – August 2014
Wohnüberbauung Baarermattpark, Los 3, Baar
Bauherr: Landis Bau AG, Zug
Anlagevolumen: CHF 16 Mio.
Bauzeit: September 2014 – Juli 2016
Priora Facility Management AG
Auftraggeber: SBB Immobilien AG
Objekt: Überbauung Westlink, Zürich-Altstetten
Leistung: Nebenkostenabrechnung für die gesamte Liegenschaft
Dauer: Vertrag für 2 Jahre
Auftraggeber: Swiss International Air Lines
Leistung: Post und Logistikauftrag für die Swiss
Auftraggeber: Swissport International, Zürich-Flughafen
Leistung: Postdienstleistungen
Auftraggeber: DSM Nutritional Products, Kaiseraugst
Leistung: Diverse Facility Management Services
Auftraggeber: SR Technics, Zürich-Flughafen
Leistung: Diverse Facility Management Services
Priora View | Oktober 2014
35
Kurz notiert
Priora Business Center
Flexibel, individuell und sympathisch.
up-Unternehmen bis hin zu Weltkonzernen passend eingerichtete Büroräume und Services zu flexiblen Konditionen an.
Conferencing
Domizilservice / Virtual Office
Ob bilaterale Besprechung oder Grossveranstaltung: Unsere Konferenz-,
Schulungs- und Besprechungsräume stehen Ihnen mit moderner Infrastruktur zur Verfügung.
Für Ihren Firmensitz haben wir die optimale Lösung, auch wenn Sie kein
eigenes Büro brauchen. Firmenschild, Telefonservice und Postservice geben
Ihrer Firma einen professionellen Auftritt, und bei Bedarf können Sie jederzeit Tagesbüros und Konferenzräume mieten.
Businessräume / Büro
Sie wollen sich auf Ihre Arbeit konzentrieren und auf eine zeitgemässe
Büroinfrastruktur und Services nach Bedarf zugreifen: Wir bieten für Start-
www.bc.priora.ch | bc@priora.ch | T +41 58 269 99 99
Stabswechsel im Präsidium des VSGU
Dr. iur. Martin Schmid löst Hans-Peter Domanig als Präsident im Verband
Schweizerischer Generalunternehmer VSGU ab. Schmid ist Rechtsanwalt und Ständerat und leitet den
VSGU mit seinen sieben Vorstandsmitgliedern. Hans-Peter Domanig
lenkte seit 2008 die Geschicke des
Verbands.
Mehr Infos unter:
www.vsgu.ch
Foyer im Priora Business Center
36
Priora View | Oktober 2014
VSGUASEG
Kurz notiert
Wir sind umgezogen!
Wir informieren Sie, dass die Priora Generalunternehmung Geschäftstelle
St. Gallen am 8. September 2014 in ihre neuen Räumlichkeiten an die
Lerchentalstrasse 2a, St. Gallen umgezogen ist. Am Eingang der Stadt
St. Gallen liegen die neuen Büroräumlichkeiten in unmittelbarer Nähe der
Autobahnzufahrt Neudorf, gut sichtbar an der A1. Die Eigenentwicklung
ist als viergeschossiges, multifunktionales Gebäude konzipiert, das sich
durch sehr grosszügige Büroräume und viel Glas auszeichnet.
SEIN. LEBEN.
ENTFALTEN.
www.myplace-meilen.ch
Gerne heisst Sie das Priora GU Team St. Gallen in der neuen Geschäftsstelle herzlich willkommen.
Ein Projekt von:
Priora View | Oktober 2014
37
Priora Events
Impressionen von unseren Veranstaltungen (Auszug)
Vierte Priora Networking Night
Neues kommt, Bewährtes bleibt. Am 29. Januar 2014 lud Priora zum vierten Mal zur bereits traditionellen Priora Networking Night im Balsberg in Kloten ein.
Über 200 geladene Gäste aus der Immobilienbranche genossen einen ungezwungenen Abend mit Fachkollegen.
Baustellen-Talk «Hochhaus Schweizer Obstverband» in Zug
Rund 100 Gäste sind der Einladung gefolgt und haben am 14. März 2014 im «Hochhaus Schweizer Obstverband» in Zug einen spannenden Vormittag
mit verschiedenen Referaten erlebt. Der anschliessende Apéro riche lud zum Austausch mit den Experten und Branchenkollegen ein.
Grundsteinlegung «Werk 3», Winterthur
Mit der Bauherrschaft SWICA Versicherungen AG, Swisscanto Anlagestiftung und dem Stadtpräsidenten Michael Künzle wurde am 4. Juni 2014 der
Grundstein für das grosse Winterthurer Bauvorhaben «Werk 3» gelegt.
Grundsteinlegung
38
Priora View | Oktober 2014
Grundsteinlegung
Grundsteinlegung
Grundsteinlegung
Grundsteinlegung
Menschen
Menschen – wir sind Priora
Abrecht Alan, Adobati Luca, Aellig Paul, Aepli Claudia, Aeschbach Rodin, Afonso Mestre Nathalie, Ahmad Edris, Aigroz Philippe, Albrecht Rolf, Al-Gaddooa Feisal,
Alkhazraji Ali, Ammann Brigitte, Ammann Lior, Andreou Susan, Aussem Hendrik, Axt Robert, Bachmann Roger, Bachmann Yvonne, Badalamenti Moreno, Baertschi
Annemarie, Bajt Boris, Bappel Marie, Baptiste Michael, Barberio Andrea, Bardini Tamara, Barro José, Battaglia Barbara, Baumann Claudia, Bausch Dan Aurel, Bediji
Belinda, Belli Samet, Berchtold Peter, Berclaz Pascal, Berger Beat, Bergling Marie, Berliat Stephan Dominique, Bernard Luana, Bernard Marion, Bernasconi Janine,
Bernhart Patrick, Besco Mauro, Bieri Stefan, Bösch Marcel, Bossert Walter, Botanch Sara, Bouchat Stéphane, Boulassel Louniss, Boussami Haikel, Bracher Monika,
Brichon Thomas, Broggi Sandro, Brogna Raffael, Broillet Gagliardi Lara, Brühlmann Paul, Brun François, Brutschin Marcel, Bryner Larissa, Bucher Tobias, Bucher Urs,
Bucher Werner, Buchmann Emil, Buclin Suzanne, Burgy Jean-Marie, Burlessas Andrea Alessandro, Bütler André, Büttiker Lukas, Cajochen Andreas, Caloz Véronique,
Cancela José Valentin, Capaul Patrik, Carigiet Walter, Carracedo Bruno, Carvalho de Oliveira Mario, Cazorla Gérard, Cekaj Mimoza, Cesaro René, Chambers
Benjamin, Christ Andreas, Christ Silvan, Cirjak Ivan, Colain Anne, Conte Giuseppe, Conte Jean-Marie, Crema Sylvain, Crettenand Christophe, Cruz Jean-Gabriel,
Cudia Giuseppe Mauro, Czeslik Heinz, da Costa Eduardo Joaquim, Da Silva Manuel, Danko Zvonko, Danninger Ilona, Däster Karin, De Almeida Gramoso Christophe,
De Jesus Louro Helder, de Montaigne Mathieu, De Vitis Daniele, Del Castillo Nogales Edwin, Denzler Yves, Doan Hoa, Döbelin Barbara, Doerflinger Rainer, Domanig
Hans-Peter, Domanig Stefan, Döring Laura, Dos Santos Mendes Fernando, Dubrit Caryl, Duft Elisabeth, Dumel Romain Charles Roger, Dupin Barbara, Durr Priscilla,
Dürrmüller Maja, Eberhart Rino, Eberle Roland, Elias Katrin, Estraviz Juan Ramon, Evison Susanne, Fabian Sherman, Fahimi Abderazake, Fecker Doris, Feger Dara,
Fehr Marco, Fehr-Lienhard Regina, Ferdi Catherine, Fernandez Juan, Ferndriger Camille Noël, Ferreira Rodrigues Susana, Firat Veli, Fischer Laurent, Fitzek Bernd,
Flükiger Milena, Fontolliet Pierre-André, Forster Thomas, Franssen Markus, Frey Erich, Frieden Marcel André, Friedli Philipp, Froehli Felix, Froehlich Kurt, Galinaz
Oliver, Galvagno-Gallo Paola, Galvan Deogracia, Gasser Manuel, Gees-Michel Marion, Gemperle Roland, Geneux Valérie, Genoud Pascal, Genoud-Prachex Florent,
Gerber Anna-Sophia, Giaquinto Daphné, Giger Sonja, Gisler Anton, Glanzmann Oskar, Goetschi Emilia, Gondeau Dominique, Graber Andreas, Graf Elisabeth, Graf
Markus, Green Cornelia, Greis Reto, Grenacher Donat, Grischott Curdin, Grizzetti Daniel, Grob Werner, Grütter Denise, Guillermin Aline, Gyr Samantha, Gysin
Jonas, Habib Linda, Hasler Jasmine, Hausegger Roberto, Heimgartner Peter, Heinimann Bernard, Henz Ernesto, Hermosilla Carmen, Hess Cornelia, Hilpertshauser
Georges, Hitziger Christian, Hofer Ronald, Hofmann Mira, Huber Franz, Hugel Dieter, Huguenin Yann, Hunziker Urs, Hürlimann Felix, Iff Franz, Integlia Grazia, Isselé
Emmanuel, Jablonowski Dahlia, Jansen Marcellino Josephus, Jean Charles Cyril, Jean-Alphonse Daniel, Jeisy Thomas, Joos Peter, Jovanovic Marija, Jungo Pierre,
Kaempf Verena, Kairis Aristidis, Kalala Jean-Blaise, Kalfass Timo Christian, Kara Linda, Käser Beat, Kehrli Andreas, Kelcic Ruzica, Kempter Michel, Kerkhof Arnoud,
Kern Ralf Andreas, Kesavan Venkatachari, Kessler Christian, Khan Mehdi, Kiefer Albert Hans, Klein Ursula, Kllokoqi Ismet, Klotz Roger, Knellwolf Michael, Knellwolf
William, Kocher Marvin, Kocher Pascal, Kofmehl Merlin, Kongjinda Phanupong, Kornmaier Ernst, Korotusch Christoph, Koutsogiannakis Fotini, Krähenbühl Alain,
Krebs Barbara, Kreuzer Andreas, Krüger Torsten, Krusha Anila, Kugler Irène, Kuhn Marcel, Kull Sabrina, Kunz Jaeglé Isabelle, Kuolt Christian, Laake Torsten,
Labhart Kurt, Lachavanne Jean-Claude, Landolt Adrian, Landolt Andrea, Landös Aljoscha, Lanfranchi Christa, Lang Stefan, Lardi Bruno, Läuchli Gerhard Heinrich,
Lauszat Stefan, Lazzoi Fabio, Leboeuf Christophe, Leconte Morgan, Lecoultre Claude, Lehner Christoph, Leimgruber Sara, Leitao Cunha Paulo, Leitao Marques
Mario, Lenoir Thierry, Leonhard Rolf, Leuenberger Stefan, Lhakang Norbu-Tenzin, Limacher Jürg, Lindegger Andrea, Litsinskyy Dmytro, Llagostera Paula, Locatelli
Frédéric, Locher Nick, Loose Armin, Lorentz Gregory, Lötscher Josef Stefan, Loureiro Manuel, Lunze David, Maniglio Nathalie, Manz Sonja, Marchetti Sandro,
Marin Christophe, Markesch Dätwyler Sven, Marti Bernhard, Martin Laura, Masche Sven, Mattle Markus, Maury Danièle, Mauti Walter, Mehera Beatrix, Meier
Stephan, Merkli Thomas, Metali Marieta, Metzler Birgit, Meury Manfred, Meyer Gaston, Meyer Karl, Meyer René, Michel Sandra, Mihajlovic Maja, Milic Samuel,
Minio Rosario, Minuto Lagorio Julie, Moleiro Celestino, Morais Lacerda Jose Carlos, Morgenweck Maren, Müller Pascal, Müllner Mohabeer Florence, Munuve
Severin, Nahieh Nejad Nourifar Maryam, Nastasi Leonardo, Neeracher Franz Alexander, Neidhart Amanda, Nenz Beatrix, Neto Flauzino Jaime André, Neuhaus
Robin, Neukum Joachim, Neziri Ismet, Nicoletti Fabio, Nussbaumer Robert, Nützi Andreas, Oehlrich Jens, Oesch Monica, Oetliker Marcel, Ognjanovic Radomir,
Oliveira Garcia Rui, Otth Jasmin, Özcakmak Yener, Palma Angelo, Parachini Patricio, Parga Sergio, Pasquier Damien, Paula Carlos, Peixoto de Castro Raquel, Pereira
de Oliveira Jorge, Perilli Sébastiano, Petrone Gabriella, Pfammatter Ralf, Pfister Sacha, Pisa Martin, Planta Elsbeth, Pohl Herwarth, Prapopoulos Philip, Proietto
Michele, Raco Domenico, Rambold Ursina, Ramosaj Elita, Rava Christian, Regard Dominique, Renggli Timon, Rieprich Sina, Ries Martial, Rinaldi Steven, Rodrigues
Costa Samuel, Roll Adrien, Roth Nancy, Rother Christin, Rousselot Nicolas, Rüetschi Werner, Sadiki Agim, Santander Ruiz Luis Fernando, Saraiva da Cruz Helder,
Scarso Giovanni, Schaffhauser Manfred, Schaller Bruno, Schaumann Jochen, Schellenberg Andres, Schenk Pierre, Scherschel Stefan, Schindler Marc, Schlegel
Roland W., Schluchter Tanja, Schmid Martina, Schmocker Arnold Friedrich, Schmocker Christian, Schmuck-Schröder Antje, Schnider Claudia, Schnyder Stefan,
Schoenenberger Esther, Schubiger Roksana, Schulthess Fabian, Schumann Nicole, Schüssler Marco, Schwendener Thomas, Seidel Wolf Sebastian, Seiler Roger,
Senteler Ernst, Sesiano Geneviève, Shahadat Zanil, Smiljanic Jasna, Spartà Giuseppe, Spichty Andrea, Spillmann Beni, Spinnler Hansrudolf, Stadelmann Tony, Städtler
Thilo, Stalder Peter, Stamm Beat, Stäubli Christoph, Stegerer Vincenza, Steiger Ralph, Steiner Cornelia, Steiner Myrjam, Stocker Xenia, Stoffel Remo, Strähl Christian,
Strahm Therese, Strebel Daniel, Stroppolatini Huber Rosanna, Studerus Pia, Stüssi Louis, Süsstrunk Linda, Sutter Jasmin, Thoma Kajo, Thomas Sibille, Tiefenauer
Albert, Tran Duy Khim, Trcek Marjeta, Trivellin Irene, Trovato Concetta, Tschudi-Hagmüller Verena, Tschuppert Alexander, Udry Damien, Ulas Ali, Ulrich Robin, Vali
Bahram, Vassaux Fabienne, Vauvrecy Estelle, Vazquez Diego, Venancio Julio Manuel, Vetter Fabrizio, Veuthey Bernard, Villiger Hans-Peter Heinz, Villiger Patrik,
Wagner Daniel, Wagner Hans-Rudolf, Walter Karin, Waltert Rolf, Walther David, Weber Claudia, Weber Daniela, Weber Dominique, Weber Esra, Weilenmann
Daniela, Welti Tanja, Werner Inka, Widmer Roger, Wieland Marianne, Willfratt Daniel, Williamson Claudia, Wintermantel Holger, Wittwer Alain, Wüthrich Stefan,
Yildirim Halidun, Zeidler Lydia, Zellweger Roger, Zenhäusern Sandro, Zgraggen Richard, Zimmermann Norbert, Zollet Patrick, Zuest Maria, Zymberi-Suka Emina
Priora View | Oktober 2014
39
Priora Geschäftsstellen
Priora AG | Hauptsitz
Balz-Zimmermann-Strasse 7
CH-8302 Kloten
T +41 58 269 90 00
Geschäftsstelle Zug/Luzern
Priora Airport Immobilien AG
Park 6
CH-6039 Root D4
T +41 41 414 34 34
Balz-Zimmermann-Strasse 7
CH-8302 Kloten
T +41 58 269 93 00
Priora AG | Entwicklungen
Geschäftsstelle Basel
Geschäftsstelle St. Gallen
Priora Projekt AG
Lerchentalstrasse 2a
CH-9016 St. Gallen
T +41 71 280 80 80
Bahnhofstrasse 21
CH-7000 Chur
T +41 81 286 86 00
Geschäftsstelle Zürich
Priora Business Center
Schärenmoosstrasse 77
CH-8052 Zürich
T +41 43 495 90 00
Balz-Zimmermann-Strasse 7
CH-8302 Kloten
T +41 58 269 99 99
Umbau
Avireal SA, Suisse Romande
Balz-Zimmermann-Strasse 7
CH-8302 Kloten
T +41 58 269 91 18
Route de l’Aéroport 29–31
Case postale 776
CH-1215 Genève
T +41 22 799 30 91
Centralbahnplatz 12
CH-4051 Basel
T +41 61 205 90 60
Geschäftsstelle Zürich
Balz-Zimmermann-Strasse 7
CH-8302 Kloten
T +41 58 269 99 22
Priora AG | Generalunternehmung
Geschäftsstelle Basel
Margarethenstrasse 38
CH-4002 Basel
T +41 61 277 07 07
Geschäftsstelle Bern
Jubiläumsstrasse 93
CH-3005 Bern
T +41 31 320 20 80
Priora Facility Management AG
Balz-Zimmermann-Strasse 7
CH-8302 Kloten
T +41 58 269 99 66
Kloten
Basel
Zürich
Geschäftsstelle Chur
Zug/Luzern
Ringstrasse 34
CH-7000 Chur
T +41 81 258 20 80
Bern
Chur
Genf
Priora AG | Hauptsitz
Balz-Zimmermann-Strasse 7, CH-8302 Kloten | Postadresse: Postfach, CH-8058 Zürich-Flughafen
T +41 58 269 90 00, F +41 58 269 99 28 | www.priora.ch
Dienstleistungen | Immobilien
40
Priora View | Oktober 2014
St. Gallen
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
397
Dateigröße
5 558 KB
Tags
1/--Seiten
melden