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Sitzungsvorlage
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
TOP: 5
Sitzung des Ausschusses für städtisches Leben
am 27.10.2014
Amt/Abteilung:
theater itzehoe
Empfehlung zur Beratung des TOP:
vertraulich
nicht vertraulich
Aktenzeichen:
Seite:
Art der Behandlung:
Beschlussempfehlung an die Ratsversammlung
endgültige Beschlussfassung
Anhörung/ Information
Anlagen:
200.07
Betreff:
theater itzehoe
hier: Kosten- und Leistungsrechnung: Jahresabschluss 2013 und Vergleich mit dem
Vorjahr
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für städtisches Leben nimmt vom Jahresabschluss der Kosten- und Leistungsrechnung für das theater itzehoe des Jahres 2013 und den Kennzahlenvergleichen
Kenntnis.
Abweichender bzw. ergänzender Beschluss/ Empfehlung:
Verweisung an andere Ausschüsse:
Mitwirkung anderer Ämter?
Nein
Ja:
Beratungsergebnis:
Nein
Ja: Amt für Finanzen
Gegenzeichn.
Amtsleiter
o.V.i.A.
in das Berichtswesen aufzunehmen
einstimmig
öffentlich
lt. Beschlussvorschlag
nichtöffentlich
abweichender/ergänzender Beschluss
mit Stimmenmehrheit:
Ja-Stimmen
Nein-Stimmen
Enthaltungen
Freigabe der Sitzungsvorlage für die Internetpräsentation durch
den Bgm. o.V. Amtsleiter
Nein
Ja
Itzehoe, Datum
Unterschrift Bürgermeister/Amtsleiter
18.09.2014
Gez. Schanko
Beglaubigt:
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
Erläuterungen
Seite ____
Ausschuss für städtisches
Leben am 27.10.2014
TOP: 5
Nachfolgend wird der Jahresabschluss der Kosten- und Leistungsrechnung für das theater itzehoe des Jahres 2013 im Einzelnen erläutert.
Hierbei werden die Kennzahlen des Jahres 2013 mit den Werten des Jahres 2012 verglichen,
um positive oder negative Entwicklungen aufzeigen zu können.
Gemäß § 6 der Dienstanweisung für das theater itzehoe ist die Sitzungsvorlage in 3 Teilbereiche untergliedert:
Teilbereich A (Allgemein) befasst sich mit der allgemeinen Darstellung des Zahlenwerkes.
Im Teilbereich B (Erläuterungen, Auswertungen, Vorschläge) werden die Auswertungen
zum theater itzehoe des abgelaufenen Jahres erläutert und Verbesserungsvorschläge unterbreitet.
Der Teilbereich C (Kostenträger) beschäftigt sich mit den Kostenträgern des theater itzehoe.
Teilbereich A: Allgemein und
Teilbereich B: Erläuterungen, Auswertungen, Vorschläge
In der Sitzung des Schul- und Kulturausschusses vom 29.11.2000 wurden für das theater itzehoe folgende Ziele festgelegt:
1. Erzielung eines 25%igen Gesamtkostendeckungsgrades unter Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten und
2. Erzielung eines 35%igen Gesamtkostendeckungsgrades ohne Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten
Anmerkung:
Der Gesamtkostendeckungsgrad gibt das prozentuale Verhältnis der Gesamterlöse zu den Gesamtkosten an.
Diese Zielfestsetzung wiederholte der Finanzausschuss anlässlich der Haushaltsberatungen
vom 18.11.2002 durch Beschluss. Die Ziele sollen aufgrund der finanziellen Situation des theater itzehoe bis zum Haushaltsjahr 2006 wieder erreicht werden.
Im Abschlussjahr 2013 wurden vom theater itzehoe die folgenden Kennzahlenwerte erzielt:
1. Kennzahlenvergleich des Betriebsgewinnes/-verlustes und des
Kostendeckungsgrades unter Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten
Gesamtergebnis des Betriebsverlustes
2013
2012
2.115.932,87 €
2.258.335,83 €
Dieses bedeutet eine Verlustreduzierung im Jahre 2013 um 142.402,96 € oder 6,31 %.
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Ausschuss für städtisches
Leben am 27.10.2014
TOP: 5
Gesamtergebnis des Kostendeckungsgrades
2013
2012
22,62 %
18,98 %
Dies ergibt eine Steigerung des Kostendeckungsgrades um 3,64 %-Punkte.
Damit ist die 1. Zielvorgabe des Schul- und Kulturausschusses bzw. Finanzausschusses
aus dem Jahre 2000 bzw. 2002 für das Abschlussjahr 2013 vom theater itzehoe knapp
verfehlt worden.
2. Kennzahlenvergleich des Betriebsgewinnes/-verlustes und des
Kostendeckungsgrades ohne Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten
Betriebsverlust ohne kalkulatorische Kosten
2013
Kalk. Kosten
2.115.932,87 €
- 632.400,00 €
1.483.532,87 €
2012
2.258.335,83 €
- 622.900,00 €
1.635.435,83 €
Dieses bedeutet eine Verlustreduzierung im Jahre 2013 um 151.902,96 € oder 9,29 %.
Kostendeckungsgrad ohne kalkulatorische Kosten
2013
2012
29,43 %
24,46
Dieses bedeutet eine Steigerung des Kostendeckungsgrades um 4,97 %-Punkte.
Damit ist auch die 2. Zielvorgabe des Schul- und Kulturausschusses bzw. Finanzausschusses aus dem Jahre 2000 bzw. 2002 für das Abschlussjahr 2013 vom theater itzehoe verfehlt worden.
3. Veranstaltungsbezogene Erlöse und Kosten
In der gemeinsamen Sitzung des Schul- und Kulturausschusses mit dem Finanzausschuss am
15.09.2005 wurde unter TOP 3 folgender Beschluss zur Festlegung eines Kostendeckungsgrades zur Deckung der veranstaltungsbezogenen variablen Kosten gefasst:
„Die Theaterdirektion wird beauftragt, den Spielplan künftig so zu gestalten, dass die variablen
Kosten der Veranstaltungen, die nicht dem Kinder- und Jugendtheater zuzuordnen sind, spätes-
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Ausschuss für städtisches
Leben am 27.10.2014
TOP: 5
tens nach einer Übergangszeit von zwei Jahren (ab der Spielzeit 2007/2008) zu 100% durch die
Einnahmen gedeckt sind.
Falls künftig gegenüber den variablen Kosten bei den Einnahmen Überschüsse entstehen sollten, sollen diese zu 60% an das Theater und zu 40% an den allgemeinen Haushalt gehen.
Sollte trotz aller Bemühungen ein Unterschuss entstehen, führt dies zu einer entsprechenden
Kürzung der Produktionshaushaltsstelle in der folgenden Spielzeit“.
Hierzu gibt es mittlerweile einen aktuelleren Beschluss des Finanzausschusses vom
11.10.2010, der ab 2011 einzuhalten ist: „Der Deckungsbeitrag des theater itzehoe wird bei den
variablen veranstaltungsbezogenen Aufwendungen von bisher 100% auf 110% erhöht. Sollte
das theater itzehoe einen Überschuss erwirtschaften (mehr als 110%) erfolgt eine Teilung des
Überschusses
nicht
mehr
im
Verhältnis
von
60:40,
sondern
zu
50:50.“
Veranstaltungsbezogene variable Erlöse und Kosten
2013
2012
Entgelt für Garderobenbenutzung
Entgelte aus Theaterbetrieb und Veranstaltungen
Entgelte aus Beteiligungen
Einnahmen aus Parkscheintausch
Mieten für Spielbetrieb
Gesamterlöse
5.467,00 €
275.777,92 €
117.335,12 €
10.054,26 €
107.268,65
515.902,95 €
8.847,00 €
266.114,79 €
62.421,40 €
9.098,42 €
87.531,78 €
434.013,41 €
Parkgebühren
Einkauf von Produktionen für theater itzehoe
Einkauf von Beteiligungsproduktionen
Gesamtkosten
8.260,69 €
320.570,18 €
82.435,64 €
411.266,51 €
5.519,00 €
326.405,77 €
39.448,44 €
371.373,21 €
Überschuss
104.636,44 €
62.640,20 €
Damit hat das Theater die geltende Zielvorgabe aus dem Jahr 2010 (110 %) für das Jahr
2013 mit 125,44 % deutlich überschritten und ist somit im Bonussystem.
Seite ____
Ausschuss für städtisches
Leben am 27.10.2014
TOP: 5
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Der Bürgermeister
Erläuterungen
4. Kennzahlenvergleich der Besucher- und Veranstaltungsanzahl
2013
Gesamtbesucherzahl
Gesamtveranstaltungen
Ø Besucherzahl
Besucherzahl bei Veranstaltungen im Gr. Haus
2012
Veränderungen
50.714
202
251
49.767
203
245
+ 947
-1
+6
43.245
40.330
+ 2.915
5. Kennzahlenvergleich der Erlöse und Kosten
2013
Erlöse
Kosten
Betriebsverlust
618.575,95 €
2.734.508,82 €
2.115.932,87 €
2012
529.120,79 €
2.787.456,62 €
2.258.335,83 €
Veränderungen
+ 89.455,16 €
- 52.947,80 €
- 142.402,96 €
6. Kennzahlenvergleich der Leistungsstunden und Personalkosten der Poolkräfte
2013
Leistungsstunden
Personalkosten
5.379 Std.
114.512,96 €
2012
4.766 Std.
100.473,07 €
Veränderungen
+ 613 Std.
+ 14.039,89 €
Somit eine Personalkostensteigerung im Bereich der Poolkräfte um 13,97 %-Punkte. Dies ist
insbesondere auf die Stundenerhöhung zurückzuführen.
7. Eingeleitete Maßnahmen und Zielsetzungen
Wie im Positionspapier geschildert, wird nach wie vor versucht, durch ein vielfältiges Programm und neue Marketingideen neues Zuschauerpotential zu erreichen.
Veranstaltungen mit Künstlern wie z. B. Axel Prahl, Al di Meola oder Shows wie „Black or white
– A tribute to Michael Jackson“ ziehen viele Besucher aus der gesamten Region ins Haus, unter
denen ein hoher Anteil Fremdbesucher ist. Da nach solchen Veranstaltungen regelmäßig viel
Werbematerial (Abohefte, Leporellos) nachgefüllt werden müssen, ist davon auszugehen, dass
Interesse – auch für einen erneuten Besuch – geweckt wurde.
Die graphische Linie – wieder erkennbar und doch in jeder Spielzeit immer wieder neu – findet
allgemein Anklang und trägt auch dazu bei, Interesse zu wecken.
Marketingideen wie der Kulturbeutel, den wir in dieser Saison anbieten, bringen ebenfalls positive Resonanz und wir hoffen, auch durch die Eigenproduktion „Karteileichen“ im Oktober
2014 noch einmal zusätzlich Zuschauer zu locken.
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
Erläuterungen
Seite ____
Ausschuss für städtisches
Leben am 27.10.2014
TOP: 5
Regelmäßige Werbung bei Busunternehmen sowie in Landfrauenverbänden für das Sonntagnachmittag-Angebot oder die speziellen Programme in der Vorweihnachtszeit tragen langsam
Früchte.
Neubürgerführungen und Präsenz / Ansprechbarkeit während der Veranstaltungen tragen
dazu bei, eventuelle Schwellenängste abzubauen und Kunden enger zu binden. In diesem Zusammenhang sind auch Serviceleistungen wie die jährliche Spielplanpräsentation, Einführungen oder die Neuausrichtung der Foren zu sehen.
Diese Ansätze sollen weiter ausgebaut und durch immer wieder neue Ideen ausgeweitet werden.
Bei den Vermietungen für Abi-Bälle wird an einem „Rundum-Sorglos-Paket“ gearbeitet, da die
Schüler oft mit der Organisation und Kalkulation vieler Einzelfaktoren (Theater mieten, Sicherheitsdienst ordern, Essen bestellen, Musik organisieren) überfordert sind.
Im Bereich des Jugendtheaters gehen wir, um das Interesse der Schüler für Theater insgesamt
und individuelle Theaterbesuche außerhalb des Klassenverbandes zu wecken, ab dieser Spielzeit mit der Einrichtung von Partnerschulen und Theater-Scouts ebenfalls neue Wege.
Eine Vernetzung mit anderen Einrichtungen / Veranstaltungen der Stadt (z.B. KrimiNordica)
trägt zudem dazu bei, das Theater in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger präsent zu machen und zu verankern.
Abo-System
In den letzten Jahren ist im Bereich der Abos ein deutlicher Trend hin zum Wahl-Abo abzulesen. Abgesehen vom Abo K (klassische Konzerte) ist die Zahl der Abonnenten in den anderen
Ringen leicht rückläufig. Als Kündigungsgründe werden Krankheit oder Alter angegeben. Die
vom Alter her mittleren Besucherschichten legen sich nicht mehr auf ein Abo fest, sondern entscheiden sich für das Wahl-Abo, bei dem sie sich Termine und Stücke nach eigener Vorliebe
zusammenstellen können.
Diese Entwicklung wird in den nächsten Jahren im Auge zu behalten sein mit der Fragestellung,
ob – und wenn ja, wann – Festabos ggf. aufgelöst werden zugunsten eines reinen Wahl-AboSystems.
Derzeit scheint eine solche Umstellung aus folgenden Überlegungen noch nicht geboten:
- Die Fest-Abonnenten sind überwiegend langjährige Kunden, die Wert auf Ihren Stammplatz legen. Sie würden dem Theater bei Umstellung auf das Wahl-Abo vermutlich zum
großen Teil verloren gehen.
- Die festen Abos machen einen nicht unerheblichen Teil der Einnahmen aus, mit denen
das Theater sicher rechnen kann und auf die daher nicht leichtfertig verzichtet werden
sollte.
- Das Abo ON (Operette und Musical am Sonntagnachmittag) zählt zu den Alleinstellungsmerkmalen des theater itzehoe in der Region.
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Der Bürgermeister
Erläuterungen
Seite ____
Ausschuss für städtisches
Leben am 27.10.2014
TOP: 5
Teilbereich C: Kostenträger
Ergänzend zum Gesamtergebnis sollen in diesem Teilbereich die Kostenträger (Veranstaltungen) näher betrachtet werden. Im Wesentlichen werden die Kosten- und Erlösarten und die
Zielsetzung der Organisationseinheit dokumentiert. Das Ziel ist künstlerisch ansprechendes
Theaterprogramm mit finanziell vertretbaren Mitteln zu sichern.
Die unter Punkt 3. dargestellten veranstaltungsbezogenen Erlöse und Kosten belegen, dass
einerseits das Theaterprogramm mit finanziell vertretbaren Mitteln (Erfüllung der Zielvorgabe
aus 2010 (110 %) mit 125,44 %) und anderseits ein künstlerisch mehr als ansprechendes Theaterprogramm angeboten wurde.
Finanzielle Auswirkungen
Siehe Haushaltsplan 2015
X
ja (bitte erläutern)
nein
Sitzungsvorlage
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
TOP: 6
Sitzung des Ausschusses für städtisches Leben
am 27.10.2014
Amt/Abteilung:
Hauptamt
Empfehlung zur Beratung des TOP:
vertraulich
nicht vertraulich
Seite:
Art der Behandlung:
Beschlussempfehlung an die Ratsversammlung
endgültige Beschlussfassung
Anhörung/ Information
Aktenzeichen:
Anlagen:
10
Schreiben der Theaterleitung vom 15.09.2014
Betreff:
Anhebung der Stundenzahl für die Planstelle der Theaterpädagogin
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für städtisches Leben empfiehlt der Ratsversammlung, die Planstelle für die
Theaterpädagogin am theater itzehoe von derzeit 30 Stunden wöchentlich auf 39 Stunden
wöchentlich zu erhöhen und im Stellenplan für das Jahr 2015 eine entsprechende Anpassung
vorzunehmen.
Abweichender bzw. ergänzender Beschluss/ Empfehlung:
Verweisung an andere Ausschüsse:
Nein
Ja:
Beratungsergebnis:
Mitwirkung anderer Ämter?
Nein
Ja:
Gegenzeichn.
Amtsleitung
o.V.i.A.
Mitwirkung Amt 10
in das Berichtswesen aufzunehmen
einstimmig
öffentlich
lt. Beschlussvorschlag
nichtöffentlich
abweichender/ergänzender Beschluss
mit Stimmenmehrheit:
Ja-Stimmen
Nein-Stimmen
Enthaltungen
Freigabe der Sitzungsvorlage für die Internetpräsentation durch
den Bgm. o.V. Amtsleitung
Nein
Ja
Itzehoe, Datum
Unterschrift Bürgermeister
14.10.2014
Gez. Dr. Koeppen
Beglaubigt:
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
Erläuterungen
Seite ____
Ausschuss für
städtisches Leben
27.10.2014
TOP 6
Die Theaterdirektorin Frau Schanko hat mit Schreiben vom 15.09.2014 beantragt, die wöchentliche Stundenzahl der Theaterpädagogin von derzeit 30 Stunden auf 39 Stunden anzuheben. Auf das beiliegende Schreiben wird verwiesen.
Frau Schanko steht für Rückfragen während der Sitzung zur Verfügung.
Finanzielle Auswirkungen
X
ja (bitte erläutern)
nein
Die Anhebung der Planstelle von derzeit 30 Stunden wöchentlich auf 39 Stunden wöchentlich ist
mit einer Erhöhung der Personalkosten um 12.500 € verbunden.
Sitzungsvorlage
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
TOP: 7
Sitzung des Ausschusses für städtisches Leben
am 27. Oktober 2014
Amt/Abteilung:
Empfehlung zur Beratung des TOP:
vertraulich
Amt für Bildung/
Abt. Sport und
Kultur
nicht vertraulich
Seite:
Art der Behandlung:
Beschlussempfehlung an die Ratsversammlung
endgültige Beschlussfassung
Anhörung/ Information
Aktenzeichen:
Anlagen:
420.01
Schreiben der Wenzel-Hablik-Stiftung vom 20.08.2014
Betreff:
Wenzel-Hablik-Museum
hier: Gewährung von Zuschüssen für die Jahre 2014 und 2015 - Wiedervorlage
Beschlussvorschlag:
Wird in der Sitzung formuliert.
Abweichender bzw. ergänzender Beschluss/ Empfehlung:
Verweisung an andere Ausschüsse:
Nein
Ja: Finanzausschuss
Beratungsergebnis:
Mitwirkung anderer Ämter?
Nein
Ja:
Gegenzeichn.
Amtsleitung
o.V.i.A.
Mitwirkung Amt 10
in das Berichtswesen aufzunehmen
einstimmig
öffentlich
lt. Beschlussvorschlag
nichtöffentlich
abweichender/ergänzender Beschluss
mit Stimmenmehrheit:
Ja-Stimmen
Nein-Stimmen
Enthaltungen
Freigabe der Sitzungsvorlage für die Internetpräsentation durch
den Bgm. o.V. Amtsleitung
Nein
Ja
Itzehoe, Datum
24 .09.2014
Unterschrift Bürgermeister
Gez. Dr. Koeppen
Beglaubigt:
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
Erläuterungen
Seite ____
Ausschuss für
städtisches Leben
27.10.2014
TOP 7
Inhaltlich wird auf das Schreiben der Wenzel-Hablik-Stiftung vom 20. August 2014 Bezug
genommen.
Der Finanzausschuss der Stadt Itzehoe hat in seiner Sitzung am 24.10.2012 der Ratsversammlung empfohlen, den jährlichen Zuschuss an die Wenzel-Hablik-Stiftung für die Jahre
2013 bis 2017 auf 45.000 EUR festzusetzen.
Für das laufende Kalenderjahr wurde der Zuschussbetrag bereits in zwei Teilbeträgen in
Höhe von jeweils 22.500 EUR zum 19.03.2014 und 18.07.2014 an die Stiftung ausgezahlt.
Der vom Finanzausschuss empfohlene Zuschussbetrag für das kommende Haushaltsjahr
wurde im Kulturbudget 2015 entsprechend mit 45.000 EUR veranschlagt.
Der Ausschuss für städtisches Leben hat die Angelegenheit in seiner letzten Sitzung am
08.09.2014 zur Beratung an die Fraktionen verwiesen.
Finanzielle Auswirkungen
X
ja (bitte erläutern)
nein
Im Falle einer zusätzlichen Zuschussgewährung Mehraufwendungen in den Kulturbudgets für
die Haushaltsjahre 2014 und 2015 in Höhe des gewährten Zuschusses.
Sitzungsvorlage
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
TOP: 8
Sitzung des Ausschusses für städtisches Leben
am 27. Oktober 2014
Amt/Abteilung:
40/420
Empfehlung zur Beratung des TOP:
vertraulich
nicht vertraulich
Aktenzeichen:
Seite:
Art der Behandlung:
Beschlussempfehlung an die Ratsversammlung
endgültige Beschlussfassung
Anhörung/ Information
Anlagen:
420.02 /
41-22-01
Betreff:
Gedenkstunde Atombombenabwurf Hiroshima und Nagasaki
Beschlussvorschlag:
Wird in der Sitzung formuliert.
Abweichender bzw. ergänzender Beschluss/ Empfehlung:
Verweisung an andere Ausschüsse:
Nein
Ja:
Beratungsergebnis:
Mitwirkung anderer Ämter?
Nein
Ja:
Gegenzeichn.
Amtsleitung
o.V.i.A.
Mitwirkung Amt 10
in das Berichtswesen aufzunehmen
einstimmig
öffentlich
lt. Beschlussvorschlag
nichtöffentlich
abweichender/ergänzender Beschluss
mit Stimmenmehrheit:
Ja-Stimmen
Nein-Stimmen
Enthaltungen
Freigabe der Sitzungsvorlage für die Internetpräsentation durch
den Bgm. o.V. Amtsleitung
Nein
Ja
Itzehoe, Datum
02.10.2014
Unterschrift Bürgermeister
Gez. Dr. Koeppem
Beglaubigt:
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
Erläuterungen
Seite ____
Ausschuss für
städtisches Leben
27.10.2014
TOP 8
Am 06. sowie am 09. August 1945 wurden von den USA auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki Atombomben abgeworfen.
1989 beschloss die Ratsversammlung der Stadt Itzehoe den Beitritt der Stadt zu der friedenspolitischen Initiative „Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel
der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen“.
Im Eingangsbereich des städtischen Theaters wurde eine Buche als „Mahn-Buche“ gepflanzt
sowie eine Mahntafel aufgestellt, um an die Opfer der Atombombenabwürfe sowie an die
Opfer von Atomwaffenversuchen in aller Welt zu erinnern.
Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) organisierte jahrelang eine
jährliche Gedenkstunde. Diese Organisation ist seit 2012 auf Anregung des Schul- und Kulturausschusses Aufgabe der Stadt Itzehoe.
Trotz Aufruf in der Presse und auf der städtischen Internetseite findet die Gedenkstunde leider keinen großen Zulauf. Zudem wurde für August 2014 kein Redner gefunden, sodass die
Gedenkstunde ausfallen musste.
Vor diesem Hintergrund ist zu entscheiden, ob an dieser jährlichen Gedenkstunde festgehalten werden soll.
Sitzungsvorlage
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
TOP: 9
Sitzung des Ausschusses für städtisches Leben
am 27.10.2014
Amt/Abteilung:
Empfehlung zur Beratung des TOP:
vertraulich
Amt für Bildung/
Abt. Sport und
Kultur
nicht vertraulich
Seite:
Art der Behandlung:
Beschlussempfehlung an die Ratsversammlung
endgültige Beschlussfassung
Anhörung/ Information
Aktenzeichen:
Anlagen:
40.01
Schreiben K 9 – Koordination für regionale Kultur vom September 2014
Sachstandsbericht (Stand September 2014)
Betreff:
K 9 - Koordination für regionale Kultur
hier: Unterstützung der kulturellen Netzwerkarbeit und Einrichtung eines
Kulturknotenpunktes in Itzehoe
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für städtisches Leben begrüßt die kulturelle Netzwerkarbeit und geplanten
Einrichtung eines Kulturknotenpunktes der Initiative K 9 – Koordination für regionale Kultur in
Itzehoe, sieht aber auf Grundlage des vorliegenden Eckwertebeschlusses des Finanzausschusses vom 23.06.2014 keine Möglichkeit einer personellen und finanziellen Unterstützung
der Maßnahme.
Abweichender bzw. ergänzender Beschluss/ Empfehlung:
Verweisung an andere Ausschüsse:
Nein
Ja: Finanzausschuss
Beratungsergebnis:
Mitwirkung anderer Ämter?
Nein
Ja:
Gegenzeichn.
Amtsleitung
o.V.i.A.
Mitwirkung Amt 10
in das Berichtswesen aufzunehmen
einstimmig
öffentlich
lt. Beschlussvorschlag
nichtöffentlich
abweichender/ergänzender Beschluss
mit Stimmenmehrheit:
Ja-Stimmen
Nein-Stimmen
Enthaltungen
Freigabe der Sitzungsvorlage für die Internetpräsentation durch
den Bgm. o.V. Amtsleitung
Nein
Ja
Itzehoe, Datum
14.10.2014
Unterschrift Bürgermeister
gez. Dr. Koeppen
Beglaubigt:
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
Erläuterungen
Seite ____
Ausschuss für
städtisches Leben
27.10.2014
TOP 9
Die Initiative K 9 hat sich im vorangegangenen Ausschuss für städtisches Leben kurz vorgestellt und ist bereits seit längerem über den „Runden Tisch Kultur“ in Itzehoe aktiv. Der Ausschuss für städtisches Leben hat signalisiert, in einer der nächsten Sitzungen mehr über die
Arbeit von K 9 erfahren zu wollen. Hierzu hat die Initiative der Verwaltung umfassendes Informationsmaterial zukommen lassen. Zugleich wird in dem beigefügten Schreiben dafür
geworben, die Arbeit der Initiative K 9 zu unterstützen.
Die gewünschten Unterstützungsleistungen beziehen sich auf die Netzwerkarbeit der Initiative und die Einrichtung eines Kulturknotenpunktes Steinburg/Dithmarschen in Itzehoe. Die
Vorstellungen und Anträge der Initiatoren – insbesondere zu den finanziellen Aspekten und
die von K 9 gewünschte Begleitung durch die Stadt – werden in der Sitzung von K 9 erläutert.
Der von der Stadt initiierte Runde Tisch „Kultur in Itzehoe“ zielt darauf ab, den regionalen
Kulturschaffenden die Möglichkeit zu verschaffen, sich selbst im kulturellen Raum zu vernetzen. Zugleich ist es Ansinnen der Stadt über den Runden Tisch den Akteuren die Gelegenheit zu bieten die Bedeutung regionaler Kulturangebote in der öffentlichen Wahrnehmung zu
fördern. Nicht zuletzt ist der Runde Tisch als Forum eines Ideen- und Informationsaustausches für die Kulturschaffenden gedacht.
Die von der Initiative K9 vorgelegte Konzeption eines Kulturbüros geht weit über diese Zielstellungen hinaus und wird von der bisherigen politischen Beschlusslage nicht abgedeckt.
Seitens der hauptamtlichen Verwaltung stehen gegenwärtig für eine begleitende Unterstützung der von K 9 angebotenen Leistungen keine personellen oder räumlichen Ressourcen
zur Verfügung.
Die im Falle einer Unterstützung entstehen Mehraufwendungen können aufgrund der finanzpolitischen Beschlusslage aus dem Kulturbudget nicht gedeckt werden. Folglich wären vom
Fachausschuss Kürzungen bei bereits vorhandenen kulturellen Angeboten vorzunehmen,
wenn eine Förderung der Initiative K 9 durch die Stadt Itzehoe gewünscht wird. Angesichts
eines steigenden Finanzbedarfs in anderen kulturellen Bereichen und absehbarer Konsolidierungsbemühungen im Personal- und Sachkostenbereich wird hierfür von der Verwaltung
kein Potential gesehen.
Finanzielle Auswirkungen
X
ja (bitte erläutern)
nein
Im Falle einer Unterstützung: Zuschussleistungen in Höhe von bis zu 4.000 € jährlich sowie
Personalkosten für eine unterstützende Begleitung der Initiative in bisher nicht bekannter Höhe.
K|9
K|9
Koordination für regionale Kultur
Postfach 1603
25506 Itzehoe
04825.901943 tel
04825.901965 fax
admin@k9-kultur.de
Koordination für regionale Kultur
Kultur| Kommunikation | Kreativität | Konzept| Kooperation | Kommune | Kohäsion | Kompetenz | Konnexion
K|9 Kultur • Postfach 1603 • 25506 Itzehoe
Liebe Freunde guter Kultur!
Itzehoe, im September 2014
Rund ein Jahr Vorbereitungsarbeit von K|9 für die Region hat die Basis geschaffen für ein Kulturbüro - mit der
Zielsetzung von Koordination kreativer Aktivitäten und kultureller Daseinsvorsorge im ländlichen Raum.
Ob am „Runden Tisch Kultur“ in Itzehoe über mehr als eineinhalb Jahre, bei der Regionalkonferenz zur „Kulturellen
Bildung“, beim „KulturDialog“ im Landeshaus Kiel, auf der Konferenz zur „kulturellen Bildung“ in Rendsburg und vielen
Veranstaltungen mehr – K|9 hat teilgenommen, hat sich eingebracht, diskutiert und Ideen entwickelt, wie über Kultur in
den ländlichen Räumen ein größerer Positiv-Impuls zur Daseinsvorsorge gestaltet werden kann.
In dem beiliegenden Dossier hat K|9 einen weiteren Sachstandsbericht zur Konzeption des Koordinationsbüros verfasst,
das künftig als „KulturKnoten“ für die Westküste kreisübergreifend Dithmarschen und Steinburg verknüpfen kann. Das
kürzlich im Parlament in Kiel verabschiedete erste Kulturkonzept des Landes "Kulturperspektiven Schleswig-Holstein"
sieht solche Kulturknotenpunkte als wegweisend für die zukünftige Vernetzung des kreativen Potentials und der
dazugehörenden Einrichtungen in unserem Bundesland an.
Über eine Vielzahl an Unterstützern unter den Kreativen, über Partnerschaften mit Kultur-Häusern und Institutionen
sieht K|9 sich als Mittler, Verstärker und Brücke für Projekte und Konzepte, als Beweger und Motivator, als
Informationszentrum und Impulsgeber für Kultur-Schaffende, Kultur-Konsumenten, Kultur-Verwalter und Kultur
interessierte Wirtschaft in der Region.
K|9 arbeitet gemeinnützig und setzt auf Verbündete und Unterstützer in allen Bereichen, appelliert an das
Verantwortungsbewusstsein für den Erhalt des kulturellen Erbes genauso wie für den gesellschaftlichen Freiraum für das
Gedeihen von Kreativität im Raum von Kunst, Musik, Literatur, Theater, Film und vielen "Zwittern", ohne diese alle
unser Raum zum Wohnen und Arbeiten arm bliebe.
Bitte unterstützen Sie uns für die Bewerbung bei der Geschäftsstelle "KulturDialog" im Landesministerium um die
Einrichtung des ersten Kulturknotenpunkts in Dithmarschen und Steinburg.
Mit freundlichen Grüßen
Ingrid Ebinal und Thomas Engel
K|9
K|9
Koordination für regionale Kultur
Postfach 1603
25506 Itzehoe
04825.901943 tel
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admin@k9-kultur.de
Koordination für regionale Kultur
Kultur| Kommunikation | Kreativität | Konzept| Kooperation | Kommune | Kohäsion | Kompetenz | Konnexion
Erläuterungen – insbesondere zu der finanziellen Ausstattung / Kalkulation - werden mündlich während der
Sitzung den Ausschussmitgliedern vorgetragen.
Auf das anliegende Schreiben und das Dossier zum Thema wird verwiesen.
Vorstellung K|9 und Anträge K|9 Koordination für regionale Kultur Itzehoe Netzwerk zur Vermittlung zwischen Kulturschaffenden, Kultureinrichtungen und Kulturnutzern -­‐ professionell besetzt durch Mitarbeit aus Kultur, Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft Koordination für Projekte und Partnerschaften, , die den Mehrwert der Kultur durch gemeinsame Vermarktungsstrategien in der Region erhöhen. Kulturperspektiven des Landes Schleswig-­‐Holstein IdentiJizierung der Bedeutung von Kultur für die regionale Entwicklung -­‐ Netzwerke sind pragmatische Instrumente für die Regionalentwicklung Förderung des kulturellen und sozialen Zusammenhalts in der Gesellschaft -­‐ Förderung der öffentlichen Wahrnehmung von Kultur im ländlichen Raum Kulturknotenpunkt der Kreise Steinburg/Dithmarschen Die im KulturDialog erarbeitete Zielsetzung im neuen Landeskulturkonzept wird durch die Einrichtung von Kulturknotenpunkten in die Region getragen. K|9 erfüllt die Anforderungen für einen künftigen Kulturknotenpunkts für die Region Steinburg und Dithmarschen. Geschäftsführung Standort Stadt Itzehoe A u s s c h u s s f ü r S t ä d t i s c h e s L e b e n I t z e h o e – S i t z u n g a m 2 7 . O k t o b e r 2 0 1 4 K |9
Koordination für regionale Kultur Kultur| Kommunikation | Kreativität | Konzept| Kooperation | Kommune | Kohäsion | Kompetenz | Konnexion
N e t z w e r k K|9
Netzwerke gehören zu den positiven Standortfaktoren im Wettbewerb regionaler Entwicklung. Zielsetzung der Netzwerkarbeit in
K|9 ist, den Standort der Region Itzehoe als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt für Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende
und kreativwirtschaftlich tätige Personen zu stärken. K|9 versteht sich als Zukunftsgestalter an der Schnittstelle Politik-KulturÖkonomie und engagiert sich für eine erfolgreiche Stadtentwicklung mit regionaler Strahlkraft. Bedeutende Instrumente hierfür
sind der Ideenreichtum und die Innovationsbereitschaft der Kulturakteure in der Region.
Entstanden ist die Idee zu K|9 im Mai 2013 - hervorgegangen aus der Vernetzungsdiskussion am "Runden Tisch Kultur"
(RTK) in Itzehoe - wiederum initiiert vom Bürgermeister der Kreisstadt und vom Amt für Bildung, Abt. Sport und Kultur, Itzehoe.
Erste Projekte sind in der konkreten Ausarbeitung:
(1)
(2)
(3)
(4)
KulturLoge Westküste mit Sitz in Itzehoe
KulturSchiene – ÖNV goes ART - in Zusammenarbeit mit der Metropolregion und den Wirtschaftsbetrieben Schiene
Kultur in den Häusern der Stadt - partizipative Kulturgestaltung und öffentliches Angebot in Privathäusern Itzehoes
KulturKnotenpunkt Steinburg/Dithmarschen (gemäß Vorgaben des Landesministeriums) – mit Sitz in Itzehoe
Die K|9-Akteure arbeiten ehrenamtlich.
ANTRAG 1
K|9 beantragt, der Ausschuss für städtisches Leben in Itzehoe möge beschließen:
Der Ausschuss begrüßt die Einrichtung des Koordinationsbüros K|9 in Itzehoe und empfiehlt der Stadt die
Unterstützung der Arbeit von K|9. Insbesondere empfiehlt der Ausschuss, die Stadt möge sich für einen festen jährlichen
Zuschuss für den Unterhalt und Betrieb des Büros in Höhe von 4.000 € aussprechen – zum Teil auch kompensierbar durch
die Bereitstellung einer zentral gelegenen Räumlichkeit in der Stadt zur unentgeltlichen Nutzung.
Weiter spricht sich der Ausschuss für die Empfehlung einer Mitgliedschaft der Stadt im gemeinnützigen Verein „K|9
Koordination für regionale Kultur“ aus.
K|9
Koordination für regionale Kultur
Kultur| Kommunikation | Kreativität | Konzept| Kooperation | Kommune | Kohäsion | Kompetenz | Konnexion
Kulturknotenpunkt
K|9 hat sich an der Diskussion um das neue Kulturkonzept des Landes beteiligt, den Kulturperspektiven Schleswig-Holstein.
Kultur ist Handlungsfeld der Daseinsvorsorge und steht in strukturellem wie ökonomischem Nutzen für die Region.
K|9 Koordination für regionale Kultur ist aufgefordert, mit dem künftigen Kulturknotenpunkt Ziele und Ansprüche der
„Kulturperspektiven Schleswig-Holstein“, dem neuen Kulturkonzept der Landesregierung, im Kreis übergreifenden
Verflechtungsraum Steinburg/Dithmarschen umzusetzen. Für den laufenden Betrieb stehen K|9 u.a. die wichtigsten
genrespezifischen Netzwerke als auch wissenschaftliche Beteiligungen zur Verfügung.
Für die Realisation des ersten Kulturknotenpunkts im Land hat K|9 Strategie und Konzept für Steinburg/Dithmarschen
ausgearbeitet. Als Sitz dieses ersten Kulturknotenpunkts hat sich K|9 für die Kreisstadt Itzehoe ausgesprochen.
Das Landesministerium für Justiz, Kultur und Europa in Kiel fördert die Einrichtung des Kulturknotenpunkts im ländlichen Raum
mit jährlich 20.000 € - über einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren = 100.000 €.
Die Arbeit des ersten KulturKnotenpunkts in Steinburg/Dithmarschen wird am 01. Januar 2015 aufgenommen.
ANTRAG 2
K|9 beantragt, der Ausschuss für städtisches Leben in Itzehoe möge beschließen:
Der Ausschuss begrüßt die Einrichtung des ersten Kulturknotenpunkts Steinburg/Dithmarschen durch K|9 in Itzehoe und
empfiehlt der Stadt, die Realisation im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten stufenweise begleitend zu unterstützen.
K|9
Koordination für regionale Kultur
2. Sachstandsbericht
SSeepptteem
mbbeerr 22001144
Berichterstatter: Ingrid Ebinal & Thomas Engel
Punkt im Quadrat
K| 9
Koordination für regionale Kultur
Kultur| Kommunikation | Kreativität | Konzept | Kooperation | Kommune | Kohäsion | Kompetenz | Konnexion
Mitglied in den Lokalen Aktionsgruppen (LAG)
AktivRegion Dithmarschen und AktivRegion Steinburg
Der Tagesspiegel
K|9 Koordination für regionale Kultur
SONNABEND, 2. JUNI 2012 / 68. JAHRGANG / NR. 21 349
PUNKT IM QUADRAT 2014
UNIVERSITÄT ROSTOCK
Seite 2
Seite 2
BEILAGE ZUR PROFILLINIE WISSEN – KULTUR – TRANSFORMATION
„Der Denker“ von Auguste Rodin
Punkt im Quadrat
MYTHEN in Antike und Moderne – DEUTUNGSMACHT:
2. Sachstandsbericht
Warum wir sie zur Orientierung in
der
Welt brauchen
Seite B 4
©
K|9 Koordination
für regionale–Kultur
September 2014
Postfach 1603
25506 Itzehoe
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Wer darf sagen,
wo es lang geht? – Seite B 5
NEUE
FORMEN
DER RELIGION
– SEITE B6
K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
Seite 3
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Vorbemerkung
Punkt im Quadrat
Die Städte und Gemeinden in unserer Region stehen vor erheblichen Herausforderungen - entwicklungsstrategisch und
finanziell. Es steht nicht gut um die Wettbewerbsfähigkeit - denn
"Im Kampf um Unternehmensansiedlungen, Fachkräftegewinnung und -sicherung sowie Einwohnerzuwachs hat sich gezeigt,
dass die Region Steinburg kein Profil hat. Dabei ergeben sich aus der Lage in der Metropolregion gute Entwicklungschancen."
(Bilanziert durch die LAG AktivRegion Steinburg)
K|9 beteiligt sich an der Diskussion möglicher Ansätze für die Umsetzung einer attraktiven Gestaltung des Lebensraums in
unserer Region, indem der Kultur eine essentielle Antriebskraft für die Regionalentwicklung zuerkannt wird - denn
"Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kreise und Städte gründet auf deren innovativer und kreativer Stärke. Kultur ist zum harten
Standortfaktor für eine stabile Regionalentwicklung geworden."
(SH-Kulturministerin Anke Spoorendonk, 2012)
In dem jetzt vorliegenden 2. Sachstandsbericht 2014 sind Inhalte und Kontexte der Aktivitäten seit dem vergangenen
Rechenschaftsbericht dargestellt sowie die bis jetzt von K|9 diskutierten Bezüge einer auf Kultur und Wissen basierten
Regionalentwicklung in besonderer Berücksichtigung der jetzt im Landesparlament verabschiedeten "Kulturperspektiven
Schleswig-Holstein". Wir haben den Bericht in Form eines Dossiers verfasst. Wir nennen es "Punkt im Quadrat".
K|9 Koordination für regionale Kultur
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Titel: Programm| Fotograf: OiMax
PUNKT IM QUADRAT 2014
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K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
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Inhalt
Vorbemerkung
Punkt im Quadrat
Inhalt
03
05
01
Einleitung
Einblicke und Einordnung in das
Kulturkonzept Schleswig-Holsteins
06
02
Leute • Leute
Besuche & Kontakte
egeb • AktivRegion • Amt & Ausschuss
08
03
Kulturelle Bildung
Konferenzen Itzehoe & Rendsburg
11
04
KulturDialog Kiel
Lebenslanges Lernen • Plenum Landeshaus
• Kulturperspektiven • Besuch in IZ
15
05
Zwischenfazit
13 Schritte zu Strategie & Handeln
20
06
Wissen &
Transformation
Denkfeste • Resilienz •
TraceLab • Innovation
22
07
Projektübersicht
Beispiele & Effekte
29
08
Begriffe • Begriffe
Die Welt der Ks
32
09
Resümee
Daseinsvorsorge • Raumnutzung •
Wettbewerb • Regionalentwicklung
33
Nachweise
38
PUNKT IM QUADRAT 2014
K|9 Koordination für regionale Kultur
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01 | Einleitung
Einblicke und Einordnung in das Landeskonzept "Kulturperspektiven Schleswig-Holstein"
Kultur ist gleichwertig zum Wissen eine unverbrauchbare Ressource und gestaltender Faktor in der Stadt- und
Regionalentwicklung. Vor diesem Hintergrund gilt es, die tatsächliche Relevanz und auch öffentliche Wahrnehmung von
Kultur im Regionalgefüge zu erhöhen. In diesem Sinne setzt sich K|9 ein für Kooperation, Vernetzung als auch das
Sichtbarmachen und die Verstetigung des Kreativpotentials in der Region.
Aufbau
d Kulturbüro K|9 Der gemeinnützig ausgerichtete Verbund von Akteuren aus Kultur und Wissenschaft, Bildung und sozial engagiertem Umfeld
deen
hat in dem hier dokumentierten Zeitraum des aktuell vorliegenden Sachstandsberichtes teilgenommen an einer Vielzahl
ve Konzept
gt Bündnisse für die wichtiger
Projekte Veranstaltungen und Fachtagungen auf Kreis- und Landesebene zu Themen der Kultur und Kulturellen Bildung.
Zusammenarbeit Allein auffällig ist die Disparität in der Teilnehmerschaft der einzelnen Kreise an diesen Ereignissen. Hier ist ein starkes Gefälle
ngsmöglichkeiten
zu Ungunsten
Steinburg und unbedingter Handlungsbedarf zu identifizieren. Gerade der ländliche Raum benötigt
Kommune, Kreis, Land,
Hochschuledes
undKreises
Wirtschaft
Umsetzung der Projekte
Impulse, um Plattform für Austauschprozesse zu bleiben und auch neu zu schaffen.
it den Medien
Neben
anderen
Faktoren ist
hier Kreisen
insbesondere
das und
kulturelle
Handeln wieder zu entdecken - denn Kreativität und Kunst
tenzzentrum auf - den
kulturellen
KnotenPunkt
in den
Steinburg
Dithmarschen
erzeugen:
• Vielfalt - Regionen benötigen gerade diese Vielfalt, damit Neues entsteht
• Inspiration - nur „Inspirierte“ können Veränderungen initiieren
• Toleranz - die Auseinandersetzung mit Kunst begünstigt Toleranz
it ist es, als gemeinnützige Initiative aus der Region den kulturellen und sozialen Zusammenhalt in der
ng, Integration und bürgerschaftliches Engagement und die Relevanz und öffentliche Wahrnehmung von
ellschaft zu fördern. Anlässlich der aktuellen Kulturdiskussion in Schleswig-Holstein gab es Gelegenheit, am Rande des Kulturplenums im
Landeshaus Kiel im Februar dieses Jahres auf die Entwicklung und Ziele vom Koordinationsbüro für regionale Kultur im
ländlichen Raum um die Kreisstadt Itzehoe für den Kreis Steinburg aufmerksam zu machen. Die Diskussion im Kulturplenum
Anspruch
Ziel der K|9-Arbeit ist es, als gemeinnützige Initiative aus der
Region den kulturellen und sozialen Zusammenhalt in der
Gesellschaft, Bildung, Integration und bürgerschaftliches
Engagement und die Relevanz und öffentliche Wahrnehmung von
Kultur in der Gesellschaft zu fördern.
markiert das vorläufige Fazit aus dem vom Ministerium
für Justiz, Kultur und Europa initiierten KulturDialog mit
den Kreativkräften des Landes. Dieser Dialog bereitete
die
Empfehlungen
der
jetzt
verabschiedeten
"Kulturperspektiven
Schleswig-Holstein"
der
Landesregierung
welche
die
vor,
Schwerpunkte
Kulturpolitik im Land künftig verfolgen soll. Dafür wird der Kulturdialog als Impulsgeber fortgeführt. Die Akteure von K|9
freuen sich, in strategischer Ausrichtung und Zielvorgaben die den Kreis Steinburg und auch Kreis übergreifend jetzt schon
wesentliche Anforderungen und Erwartungen der neuen Kulturpolitik in Schleswig-Holstein zu erfüllen. Der für unsere
Kultur im Aufbau
Interessensausrichtung und Kompetenz relevante Bezugsrahmen in den Kulturperspektiven Schleswig-Holstein spiegelt sich
im Schwerpunkt der Das
Verstetigung
einer
verbesserten
Netzwerk und
Kulturbüro
K|9 kulturellen Infrastruktur wider - mithin in der Stärkung des
• entwirft Projektideen
Kulturstandortes.
• erarbeitet kreative Konzept
• initiiert und festigt Bündnisse für die Projekte
• koordiniert
die Infrastruktur
Zusammenarbeit
"Um eine flächendeckende
kulturelle
zu fördern, sollen regionale 'kulturelle Knotenpunkte' unter Einbeziehung
• sucht Finanzierungsmöglichkeiten
vorhandener
Kultur-mit
undKommune,
Bildungseinrichtungen
werden.und
Deren
Aufgabe ist insbesondere die Förderung von Kooperation und
• kooperiert
Kreis, Land,gebildet
Hochschule
Wirtschaft
• unterstützt die UmsetzungVernetzung
der Projekte
auf regionaler Ebene."
• kommuniziert mit den Medien
(Kulturperspektiven
SH, Seitein22)
• baut ein Kompetenzzentrum auf - den kulturellen
KnotenPunkt
den Kreisen Steinburg und Dithmarschen
In beiden Sachstandsberichten hat K|9 Ausrichtung und Aufgaben des Koordinationsbüros dargelegt, die als Kooperation und
• initiiert und festigt Bündnisse für die Projekte
• koordiniert die Zusammenarbeit
• sucht Finanzierungsmöglichkeiten
• kooperiert mit Kommune, Kreis, Land, Hochschule und Wirtschaft
• unterstützt die Umsetzung der Projekte
K|9 Koordination
für regionale
• kommuniziert
mit den Kultur
Medien
• baut ein Kompetenzzentrum auf - den kulturellen KnotenPunkt in den Kreisen Steinburg und Dithmarschen
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PUNKT IM QUADRAT 2014
Anspruch
Vernetzung auf lokaler/regionaler Ebene ausgeführt sind. K|9 bildet in Verbindung mit seinen Kooperationspartnern aus
Ziel derund
K|9-Arbeit
ist es, alsMusikschule
gemeinnützige
ausein
derprofessionell
Region den kulturellen
sozialenzur
Zusammenhalt
Bildung, Wirtschaft
Wissenschaft,
undInitiative
Museum
betreutes und
Netzwerk
Vermittlung in der
Gesellschaft, Bildung, Integration und bürgerschaftliches Engagement und die Relevanz und öffentliche Wahrnehmung von
zwischen Kulturschaffenden,
Kulturnutzern,
Kulturvermittlern und Kultureinrichtungen. Die gemeinsame Arbeit der K|9
Kultur in der Gesellschaft
zu fördern.
angeschlossenen Kultur- und Medienfachkräfte, Soziologen und Stadtplaner fokussiert die Entwicklung und den Ausbau von
Modellen zur individuellen Förderung kultureller Partizipation ebenso als konkrete Teilhabe-Systeme wie die KulturLoge für
den Kreis Steinburg und angrenzende Kreise. Hier werden, gekoppelt an eine Beratungsstelle, nicht verkaufte Eintrittskarten
Anspruch
für Lesungen, Theateraufführungen, Ausstellungen, Kino und Konzerten an Menschen mit geringen Einkommen weiter
Ziel der K|9-Arbeit ist es, als gemeinnützige Initiative aus der
gegeben. Es handelt sich um eine K|9-Umsetzung, wie sie in den "Empfehlungen" aus dem KulturDialog (Seite 15/16) ausgeführt
Region den kulturellen und sozialen Zusammenhalt in der
ist. K|9 initiiert und koordiniert Beteilungsprozesse (partizipativ
undBildung,
diskursiv)
unterschiedlicher
Gruppen, Organisationen,
Gesellschaft,
Integration
und bürgerschaftliches
Engagement und die Relevanz und öffentliche Wahrnehmung von
Einrichtungen und Institutionen von Kultur (kommunikative und kooperative Prozesse), sowie die Priorisierung von
Kultur in der Gesellschaft zu fördern.
kulturpolitischen Zielen (K|9-Sachstand 2013).
Dementsprechend erfüllt K|9 für die Kreise Steinburg und Dithmarschen bereits jetzt die Voraussetzung für einen "kulturellen
Knotenpunkt", wie er in den Empfehlungen und der Konzeptfassung der Kulturperspektiven Schleswig-Holstein
gekennzeichnet ist. Auch ist in diesem aktuellen K|9Sachstandsbericht
2014
Grundlagenforschung
die
zur
Ausrichtung
Kultur
und
der
Wissen
basierten Stadt- und Regionalentwicklung dargestellt.
Die hier beschriebene Arbeit ist ausgerichtet auf die
Suche nach Instrumenten zu Kreativitätstechniken in
der Kommunikation und Wissensbildung, um über die
gestalterische Innovationskraft von Kunst und Kultur
auf besondere Weise Image und Identität der Region
Kultur im Aufbau
Das Netzwerk und Kulturbüro K|9
• entwirft Projektideen
• erarbeitet kreative Konzept
• initiiert und festigt Bündnisse für die Projekte
• koordiniert die Zusammenarbeit
• sucht Finanzierungsmöglichkeiten
• kooperiert mit Kommune, Kreis, Land, Hochschule und Wirtschaft
• unterstützt die Umsetzung der Projekte
• kommuniziert mit den Medien
• baut ein Kompetenzzentrum auf - den kulturellen KnotenPunkt in
den Kreisen Steinburg und Dithmarschen
zu verstetigen.
Gewählt ist von den K|9-Akteuren für ihr Forschen das Entwicklungsmodell
eines ThinkTanks (K|9-Sachstand 2013) und TraceLabs (K|9-Sachstand 2014)
- "seeking for traces of the future in the present".
Die Denkrichtung ist somit hinreichend gekennzeichnet - es wird nach in die Zukunft weisenden Spuren in der Gegenwart
gesucht. Voraussetzung hierfür ist die Öffnung künstlerischer, sozialer, historischer, urbaner und auch unternehmerischer
Konzepte und die Vernetzung dieser miteinander.
Dies entspricht einer weiteren Forderung aus den Kulturperspektiven Schleswig-Holstein zur
Einrichtung eines übergreifenden Kulturlabors
"im Sinne eines ständigen Dialogforums ... , innovative Ideen für das Land zu entwickeln und Herausforderungen aufzugreifen, um
wichtige Impulse in die Kulturszene und Kulturpolitik zu setzen".
(Kulturperspektiven SH, Seite 20)
Es bleibt zu wünschen, dass die Anstrengungen des Landesministeriums, Kulturarbeit in der Region stärken und ausbauen zu
wollen, auch tatsächlich die regionalen Akteure erreichen - insbesondere die, die wirklich etwas Neues umsetzen wollen.
Hierzu gehört auch die SozioKultur. Manch eine weitreichende Formulierung aus dem Empfehlungspapier des KulturDialogs
ist doch in der Endfassung des Kulturkonzepts jetzt so eingekleidet, dass letztlich die sowieso bereits geförderten und
chronisch unterfinanzierten traditionellen Institutionen wie VHS und Musikschulen (wenn sie denn nicht privat geführt sind)
on top und vorrangig von den Änderungen profitieren würden. Dies wäre fatal.
K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
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02 | Leute • Leute
Besuche & Kontakte
Die ersten Monate des Berichtjahres 2014 sind abermals geprägt von einer ausgiebigen und sehr unterschiedlich
ausgerichteten Tournee durch Institutionen und Kontakthöfe unserer näheren Umgebung - immer dem Angebot auf der Spur
nach potentiellen Partnerschaften und kommunikativen Anregungen für die Zukunft. Klare Maßgabe an K|9: rauszuwagen aus
dem inneren Zirkel hinein in die pulsierende Wirklichkeit der großen kleinteiligen Zwänge. Dennoch: Die Provinz lebt!
Titel: Subway | Fotograf: Cliff
2.1
Wirtschaftsförderung • AktivRegion
K|9 wird sich mit den eigenen Ansätzen und Beiträgen zu einer Kultur basierten Regionalentwicklung auch an der
Gestaltungsdiskussion in den Lokalen Aktionsgruppen (LAG) Steinburg und Dithmarschen beteiligen und bemüht sich um die
Unterstützung aus diesen Kreisen. Zu diesem Zweck waren wir zu Gast - nach Zusendung unseres 1. Sachstandsberichtes zunächst in den Geschäftsräumen der LAG im Hause der egeb Wirtschaftsförderung Steinburg. Bedauerlicherweise findet sich
in
Förderpraxis und Aufteilung der Handlungsfelder die Kultur in der gerade abgelaufenen Förderperiode der LAG
AktivRegion Steinburg lediglich in Gesellschaft der Naherholung. Hierzu zählen dann Maßnahmen für eine Radbrücke in
Neuendorf und die Kriminale in Itzehoe gleichermaßen wie Förderungen zum Parkfriedhof in Horst oder zur Binnendüne in
PUNKT IM QUADRAT 2014
K|9 Koordination für regionale Kultur
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Nordoe. Auch im aktuellen Ansatz der Integrierten Entwicklungsstrategie der LAG AktivRegion Steinburg für die Periode
2014-2020 ist die Kultur weder als Kernbereich noch als Handlungsfeld aufgenommen.
Die Empfehlungen der Landesministerien sagen etwas anderes. Hier spricht man sich offen dafür aus, dass das Thema Kultur
in den ländlichen Räumen "noch mehr zum Brennen gebracht wird", als das heute der Fall ist.
Die Widmung gilt den AktivRegionen und stammt von Hermann-Josef Thoben, Referatsleiter im Ministerium für
Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Die aus seinem Haus den LAGs zur Verfügung gestellten EUMittel sollen effektiver für die Kultur im ländlichen Raum eingesetzt werden. Nicht anders ist der Appell an die Akteure zu
verstehen, künftig der AktivRegion zum Thema Kultur tüchtig "einzuheizen". Die K|9-Akteure freuen sich über den Anfang
eines ersten informativen und konstruktiven Gesprächs mit den LAG-Geschäftsstellenverantwortlichen Herrn Holst (egeb)
und Herrn Prüss (RegionNord). Das Ergebnis fiel für das weitere Vorgehen von K|9 durchaus ermutigend aus: Förderung ab
2015 ist grundsätzlich möglich - Holst hat unseren Bericht zweimal "voller Begeisterung" gelesen. Er rät uns, jetzt schon für
2015 ein auf mehrere Jahre ausgelegtes Konzept zur Arbeit von K|9 einzureichen - das sei jetzt durch die Neuerung der
Richtlinien möglich. Wichtig sei jedoch, dass K|9 für beide Kreise - Dithmarschen und Steinburg - ausgerichtet ist, da die egeb
für beide Kreise zuständig ist. Dementsprechend ausgerichtet fanden die bisherigen K|9-Gespräche statt - weitere folgen.
Das gegenständliche K|9-Antragspapier für die Förderung wird in Kürze eingereicht. K|9 ist zwischenzeitlich bereits als
Mitglied in beiden Lokalen Aktionsgruppen (LAG) Steinburg und Dithmarschen aufgenommen worden und wird intensiv
darauf hinwirken, dass die Kultur als weiteres Kernthema in den Entwicklungsstrategien beider LAGs implantiert wird.
2.2
Amt • Ausschuss
Eines der ersten konkret in den städtischen Etagen Itzehoes
vorgestellten Projekte ist die geplante
Realisation einer
KulturLoge für Steinburg, folgend auch für Dithmarschen und die Westküste. K|9 hat Konzept und Zielsetzung dieses ersten
Projekts erarbeitet. Hiernach sollen überzählige Tickets für Kulturveranstaltungen an Menschen mit geringem Einkommen
verteilt werden. Die Arbeit folgt einem ähnlichen Prinzip wie dem der Tafeln - nur
dass
statt
überzähliges
Brot
und
Gemüse
nicht
verkaufte
Tickets
für
Kulturveranstaltungen weiter geleitet werden. So soll die Teilhabe am kulturellen
und gesellschaftlichen Leben von Einzelpersonen und Familien mit geringem
Einkommen verbessert werden. Dieses Projekt setzt sich ein für das Menschenrecht
auf Kultur. Das Projekt "KulturLoge Westküste" ist exemplarisch konkreter
Gegenstand für Kontaktierungen mit Stadtvertretern in Itzehoe gewesen.
Angesprochen sind das Kreissozialamt und der Ausschuss für städtisches Leben - jeweils kontaktet über die Leiterinnen
trägheit | kunstkrempel
http://kunstlehrerin.wordpress.com/2011/05/02
beider Einrichtungen. Allein die Empathie für dieses soziale und strukturwirksame Projekt für die Region fehlte noch vorerst
auf deren Seite - eine generelle Erfahrung, die K|9 bereits bei der ersten "Ochsentour"
im vergangenen Berichtszeitraum
kunstkrempel
mehrfach bei städtischen Vertretern machen musste. Mit dem Kreissozialamt ist immerhin ein Austausch tatsächlich zustande
gekommen - wenn auch nur mit bescheidenen Anknüpfungspunkten, da formale Auflagen
im Amtsgefüge keine allzu große
trägheit
Bewegungsfreiheit erlauben. Dennoch wird es hier weitergehen. Dagegen herrscht im
Veröffentlicht am Mai 2, 2011
für das städtische Leben Itzehoes zuständigen Ausschuss zu den von K|9 entwickelten
Themen
bis jetzt noch Schweigen im Karton.
Bleibt zu hoffen, dass hier nicht
Bürger-Engagement weggeparkt wird ... oder hat man tatsächlich dazu nichts zu sagen? Hier ist echter Handlungsbedarf.
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K|9 wird auf jeden Fall die KulturLoge umsetzen und hierdurch noch viel Freude verbreiten. Auch interessiert sich die
Peugeot 207
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Landesarbeitsgemeinschaft Kultur der Grünen in der Landeshauptstadt für das KulturLogen-Projekt. K|9 ist eingeladen für
eine Präsentation im Kieler Rathaus.
zur verbreitung:
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K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
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Die Idee, Kulturtickets an sozial schwach abgesicherte Menschen zu vermitteln, stammt ursprünglich aus dem hessischen
Marburg und wird seitdem sehr erfolgreich in den meisten Bundesländern umgesetzt. In Schleswig-Holstein ist dieser Ansatz
noch neu. Die erfolgreiche Gewinnung potentieller Gäste der KulturLoge beruht weitgehend auf persönlicher Ansprache in
den sozialen Einrichtungen. Um die anstehenden Ziele zu leisten, streben wir ein enges Zusammenwirken u.a. mit den
Sozialämtern, karikativen Verbänden und den Tafeln sowie Teilen der Armutsnetzwerke an. Die Arbeit der KulturLoge mit
Sitz in Itzehoe strahlt über den Kreis Steinburg hinaus und richtet sich auf Aktivitäten der gesamten Westküste. Die Aufgaben
und Tätigkeiten der "Kulturloge" werden überwiegend durch den Einsatz ehrenamtlicher MitarbeiterInnen erledigt. Die
„Kulturloge“ ist nicht gewerblich betrieben und hat keine Gewinnerzielungsabsicht. Ziel ist es, auch in diesem Fall die
Anerkennung der Gemeinnützigkeit zu erreichen.
Die „Kulturloge“ ist politisch, kulturell und weltanschaulich unabhängig und baut auf Partnerschaften mit anderen örtlichen
Initiativen und Trägern sozialer Aufgaben. In diesem Zuge legt K|9 großen Wert darauf, insbesondere das Kreissozialamt, die
Agentur für Arbeit und die Sozialträger für eine Kooperation zu gewinnen. Die KulturLoge ist ein Beitrag zur
interkommunalen Zusammenarbeit und besitzt eine positive strukturwirksame Bedeutung.
Ein Hoch auf die Neuauslegung alter Schenkkulturen!
Potlach der Klallam, Aquarell (1850) von James Gilchrist Swan (1818-1900)
[ Angehörige des Klallamstammes beim Verteilen von Geschenken beim Potlach-Fest in Port Townsend ]
K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
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03 | Kulturelle Bildung
Konferenzen Itzehoe & Rendsburg
Der Begriff kulturelle Bildung umfasst sämtliche Angebote ästhetischer Bildung und Erziehung in formalen und nichtformalen
Lernzusammenhängen. Sie findet in Kultur-, Bildungs- und Jugendeinrichtungen statt aber auch in Familien und in der Freizeit.
Oft sind die Projekte und Vorhaben der kulturellen Bildung von der Initiative Einzelner abhängig und erfordern einen
zusätzlichen Einsatz von Künstlerinnen und Künstlern sowie von den beteiligten Institutionen.
Das „Jahr der kulturellen Bildung 2014“ will diese vielen herausragenden Aktivitäten sichtbar machen und in das Bewusstsein
der Öffentlichkeit rücken. Das „Jahr der kulturellen Bildung 2014“ thematisiert den Rang und den hohen Wert der kulturellen
Bildung für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Dies würdigt auch das Engagement der Beteiligten, drückt die
Wertschätzung zugunsten der Projekte und Vorhaben aus und erhöht deren
Anerkennung.
(aus dem Memorandum zum Jahr der Kulturellen Bildung von den
Ministerinnen Anke Spoorendonk, MJKE Prof. Dr. Waltraud „Wara“ Wende, MBW Kristin
Alheit, MSGFG)
K|9 beteiligt sich an der Diskussion um die "Kulturelle Bildung" und hat hierzu
an der Regionalkonferenz in Itzehoe und aktuell an der Konferenz im
Nordkolleg Rendsburg teilgenommen.
3.1
Regionalkonferenz Kulturelle Bildung Itzehoe (3/14)
Itzehoe ist mit der "Kulturellen Bildung" gut zu Fuß, hat doch die Ratsversammlung bereits im Herbst 2010 die Ziele der
Entwicklung einer Kommunalen Bildungs- und Erziehungslandschaft in der Kreisstadt wie folgt formuliert und verabschiedet:
•
Allen Menschen in Itzehoe werden gleichberechtigt individuelle Wege zur umfassenden Bildung angeboten und gezeigt.
Unabhängig von Herkunft, Sozialraum oder Geschlecht haben alle Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche vielfältige
Möglichkeiten, Bildungsangebote in Itzehoe zu nutzen und erfolgreiche Bildungserfahrungen zu machen.
•
Die AkteurInnen der Bildungslandschaft Itzehoe begreifen Bildung als eine ganzheitliche Aufgabe im Gemeinwesen und
entwickeln ihre Arbeit im Netzwerk. Dabei nutzen Sie gegenseitige Ressourcen und entwickeln neue Angebote und
Problemlösungsstrategien. In Itzehoe entwickelt sich aus dem Netzwerk von Zuständigkeiten ein Netzwerk von Verantwortungen.
Dies sei positiv vorangestellt. Insbesondere die hierzu 2011 vom städtischen Amt für Bildung, Carsten Roeder, verantwortete
Stadtbildungskonferenz in Itzehoe hatte seinerzeit intensiv und vorausschauend zur Findung und Umrissschärfung der Themen
beigetragen. Nun also in Itzehoe die vom Landesministerium für Justiz, Kultur und Europa initiierte Regionalkonferenz
anlässlich des Jahres der Kulturellen Bildung 2014. Auf den insgesamt vier Regionalkonferenzen in Schleswig, Mölln, Itzehoe
und Plön hatten die Akteure vor Ort die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und ein Netzwerk der kulturellen Bildung in
der Region zu knüpfen. In Itzehoe (Kulturhof) trafen Künstler und Pädagogen auf Menschen aus den unterschiedlichsten
Bereichen: Kindertagesstätten, Schulen und Jugendtreffs, aus Familienbildungsstätten und Senioreneinrichtungen. Zur
Kontaktaufnahme wurde ein sogenanntes Börsenhandbuch erstellt. Die Darstellung hierin zu K|9 ist nachfolgend abgebildet.
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K|9 Koordination für regionale Kultur
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[ Auszug aus dem Börsenhandbuch zur Regionalkonferenz "Kulturelle Bildung" in Itzehoe ]
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Die Bedeutung kultureller Bildung für die regionale Zukunftsfähigkeit und den Wissenserwerb, für Persönlichkeitsbildung,
Kreativität und Nachhaltigkeit wird immer noch häufig unterschätzt.
!
PUNKT IM QUADRAT 2014
K|9 Koordination für regionale Kultur
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K|9 unterstützt die Zielsetzung, Kunst und Kultur stärker in unserem Bildungssystem zu verankern und es damit im Hinblick
auf eine neue Lehr- und Lernkultur zu verändern. Das nachfolgende Kurzprotokoll fasst tabellarisch und im Telegrammstil die
Beiträge aus dem Kreis Steinburg zusammen.
Regionalkonferenz Kulturelle Bildung
Itzehoe 17. März 2014 - Ergebnisprotokoll
!
1
Vortrag
Kulturstiftung
Itzehoe:
„Sprache fördern“
Dr. Mechthild
HoblFriedrich
2
Vortrag
Ernst Barlach
Museumsgesellschaft:
„GO YOUNG“
Ole Stark
(statt Heike
Stockhaus)
Ziel: Schüler sollen Museumsbotschafter werden.
Projekt: in einer Grundausbildung über ! Jahr mit ca. 50 Stunden haben Schüler der Oberstufe an Wochenenden die
Museumsführung gelernt. Etwa 15 Schüler machen jetzt die Ausbildung zum Ausbilder, um weitere Schüler zu motivieren.
Wochenend-Workshops unter fachlicher Beratung und Anleitung haben es ermöglicht, dass die Schüler ein Zeugnis bekommen
wie eine Praktikums-Bescheinigung.
Dazu gehörte auch, wie man eine eigene Ausstellung konzipiert und organisiert, ein Werbefilm wurde hergestellt, ein Rap-Song
geschrieben, alles mit Unterstützung der FH Wedel (Kommunikation und Film)
Probleme: Haftung, Versicherung, Koordination der diversen Schulen.
Neues Ziel: mehr Projekte in den normalen Unterricht einbinden.
3
Vortrag
Einwandererbund
Elmshorn:
„Kultur macht
stark“
Horst Marn
(ehemaliger
Lehrer,
Schauspieler,
Regisseur)
Der Verein Einwandererbund gegen Rassismus veranstaltet Integrationskurse, bietet Rat und Hilfe an, Nachhilfe, macht Theater
u.a. Aktionen, z.B. „Papa, was ist ein Fremder?“
35 Mitarbeiter aus allen Nationalitäten. Verein hat Probleme, von großen Organisationen anerkannt zu werden.
Projekt: „Interkulturelle Kompetenzen“ soll 10-16-Jährige Schüler in Rollenspielen zum Theater motivieren. Ziel: eigenes
Theaterstück zur Aufführung bringen als Integrationsidee. Methoden: gemeinsames Lesen, Dialoge, aber große Schwankungen der
Teilnehmer. Nach ! Jahr jetzt abgebrochen. Neues Halbjahr: neue Gruppe, neuer Versuch. Sehr schwierig.
4
Vortrag
Bühne frei – Die
KiWis
„Tausendfüßler /
DeFacto“
Susanne
Jacobs
(Film)
3.2
Initiative des Schriftstellers Günter Kunert an Mechthild Hobl-Friedrich: „Sprache Fördern“ als Projekt an Schulen.
• Thema: Briefe schreiben: 9-12-Jährige schreiben per Hand Briefe an jemanden nach Wahl. Die Briefe wurden dann als Buch
veröffentlicht
•Thema: Gedichte selbst schreiben: Grundschüler schreiben zu Themen nach Wahl, ist als Broschüre veröffentlicht und im
Theater vorgestellt worden. Schüler haben selbst die Jury übernommen.
• Thema: Heimat: wird zur Zeit an diversen Schulen bearbeitet.
• Die Themen 1 und 2 sind auch von anderen Schulen übernommen und bearbeitet worden
Theatergruppe die Kiwis aus Lübeck und Künstleratelier haben gemeinsames Projekt entwickelt. Im Norderstedter KünstlerAtelier des Grafikers Helmut Papst hat die Gruppe anlässlich ihrer Vernissage der eigenen Bilder eine szenische Einführung zur
Ausstellung entwickelt. Vorher hatten sie die Gelegenheit, an einer Druckerpresse die Technik der Radierung zu lernen und
waren überrascht über die Ergebnisse, als sich ihnen die Gelegenheit bot, diese in einer eigenen Ausstellung zu zeigen.
Der Prozess der Herstellung der Radierungen und die Aufführung bei der Vernissage wurden in einem Film dokumentiert.
Konferenz Kulturelle Bildung Rendsburg (9/14)
!
Den Volkshochschulen wird bekanntlich ein Selbstverständnis nachgesagt, die „Definiteure“ der kulturellen Bildung zu sein.
Jedenfalls ist dies den Teilnehmern auf der Tagung zur Kulturellen Bildung als Methode in der Erwachsenenbildung am dritten
September im Nordkolleg Rendsburg so in etwa vermittelt
worden. Insbesondere die Vertreter der Volkshochschulen
in
ihrem
gesellschaftspolitischen
Auftrag
der
Erwachsenenbildung fühlten sich sichtlich wohl, Stellung zu
beziehen zu den Anforderungen an die kulturelle Bildung
aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen. K|9 nahm an
dieser
Veranstaltung
Rendsburg
teil
-
des
auch
KuMi
im
Kiel
im
Hinblick
Nordkolleg
auf
künftige
Partnerschaften aus Kultur und Bildung.
Nordkolleg Rendsburg
Im Fokus der Veranstaltung stand die Frage nach der Anwendung von Methoden der kulturellen Bildung auf andere Bereiche
der Weiterentwicklung im Berufsleben und in der Persönlichkeitsentwicklung der Menschen. Thematisiert wurde zudem die
Auseinandersetzung mit Ästhetik und Kreativität über den reinen Kulturbereich hinaus - angewendet in der
K|9 Koordination für regionale Kultur
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Erwachsenenbildung als Cross-Over-Ansatz. In einem Impulsreferat skizzierte Prof. Dr. Max Fuchs (ehem. Vorsitz Akademie
Remscheid, Dt. Kulturrat Vorsitz) die Problematik der instabilen Definition des Begriffes Kulturelle Bildung, obwohl sie
bereits in vielen Gesetzen verankert sei. Inzwischen gehe es mehr um Begriffe wie Ästhetik und Leidenschaftsbereitschaft,
Improvisationsfähigkeit und Flexibilität und ihre Verankerung im schulischen Lernen. Fähigkeiten wie Kreativität oder
Emanzipation würden bereits durch die Institution selbst erschlagen. Teamfähigkeit müsse als Emanzipationshilfe zur AktivWerdung eingesetzt werden und ästhetische Fachbereiche sollten unabhängig werden. In Übertragung dieses Ansatzes auf die
Fortbildung im Berufsleben kann den Veränderungen durch ständig neue Aufgaben und Herausforderungen mit kulturellen
Methoden zur Entwicklung und zur Bewältigung begegnet werden.
Inwieweit sich kulturelle Methoden als Instrumente in der Praxis anwenden lassen, wurde in Beispielen des Projektes "Dialog:
KulturWirtschaft" des Nordkollegs vorgestellt: Künstler erarbeiten mit Mitarbeitern eines überregional tätigen Betriebes eine
Landkarte des Gesamtfirmennetzes in Gestalt einer Comic-Zeichnung. Oder: Ein Produktionsteam erarbeitet per KreativAnleitung mit einer Betriebsabteilung einen Selbstdarstellungsfilm über die Firma und ihre eigenen Arbeitsabläufe. Kreativität
und Improvisation werden so von Mitarbeitern als Bereicherung erfahren und als mögliche Komponenten für den eigenen
Arbeitsalltag erlebt.
Kann die Kultur also einen Koffer voller Methoden anbieten, mit deren Hilfe sich Fortbildung in den unterschiedlichsten
Bereichen als kulturelle Bildung einsetzen lässt? Mit welchen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen ist die
kulturelle Bildung konfrontiert? Dies zu erörtern, wurden für die Salongespräche fünf Thesen an fünf Tischen/Salons
vorgegeben:
(1) Künstlerische Intervention zwischen Kultur und Bildung sowie Wirtschaft gibt es bereits!
(2) Wäre wichtig und geht auch: Kulturelles Lernen als Methode!
(3) Methoden der kulturellen Bildung als Instrumente gesellschaftlichen Lernens können Gesellschaft grundlegend verändern!
(4) Perspektiven auf die künftige Entwicklung der kulturellen Bildung in ihrer gesellschaftlichen Relevanz müssen grundlegend
verändert werden!
(5) Das Lernen mit Methoden der kulturellen Bildung muss in die Aus- und Fortbildung der Erwachsenenbildung Einzug
halten!
Alle Themengespräche zeigten im Ergebnis eine Vielfalt im Herangehen. Sowohl die theoretische Ästhetik-Diskussion als auch
der praktische Erfahrungsaustausch zeigten Wege in neue mögliche Handlungsfelder für die Kultur, zeigten ihre methodischen
Stärken in der Anwendung und ihre Bedeutung für das lebenslange Lernen (LLL) in beruflichen Zweigen, die nicht unmittelbar
dem Kreativ-Bereich zugeordnet werden.
Kultur als Bildungsauftrag an alle Felder des gesellschaftlichen Lebens - ein Postulat, das in vollem Umfang den Zielsetzungen
in der K|9-Arbeit entspricht.
K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
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04 | KulturDialog
Lebenslanges Lernen in Schleswig-Holstein
Ein Hamburger ist - rein kulturell betrachtet - so viel wert wie 5,5 Kieler. Dies ergibt ganz aktuell ein Ranking des Hamburger
Wirtschaftsinstituts zu öffentlichen Ausgaben für die Kultur der 30 größten Städte in Deutschland. Kiel liegt mit einem
Engagement von gerade mal 34 € pro Einwohner auf dem letzten Platz - Hamburg mit 187 € pro Einwohner auf Platz 2.
Diesen Misstand nicht zu kaschieren, ihn vielmehr als Impuls für eine behutsame Kulturwende in Schleswig-Holstein zu
begreifen, hat das Kulturministerium um die zuständige Ministerin Anke Spoorendonk den sogenannten KulturDialog
ausgerufen. Ziel ist es gewesen, in Expertenrunden und Plenumsdiskussionen genügend Vorschläge für eine neue Kulturpolitik
im Land zu erhalten.
Im Sommer ist
das als Kulturperspektiven des Landes apostrophierte neue Kulturkonzept fertig gestellt und vom
Landesparlament in Kiel abgesegnet worden für die Anwendung an der Basis. Die Stärkung des Kulturstandorts SchleswigHolstein, der Ausbau des Kulturtourismus und die Förderung der Kreativwirtschaft sind erklärte Ziele des neuen Konzepts
des Kieler Kabinetts. K|9 hat sich in den KulturDialog des Landes eingebracht und auch an der abschließenden PlenumsSitzung
im Kieler Landtagsgebäude im Februar teilgenommen. Der KulturDialog wird auch nach Fertigstellung der
"Kulturperspektiven Schleswig-Holstein" fortgesetzt.
K|9 hat an den grundlegenden Diskussionen um die Bedeutung von Kultur und Bildung im regionalen Kontext teilgenommen
und die Empfehlungen der jetzt verabschiedeten "Kulturperspektiven Schleswig-Holstein" frühzeitig zu den eigenen Ansätzen
in Abgleich gebracht, sie nutzbringend für die Kultur in der eigenen Region einzubringen.
Die Fortführung des öffentlichen Dialogs des Landes mit den Kreativ-Akteuren bezieht die Kultur in der Erwachsenenbildung
mit ein und hinterfragt Methoden der Kreativen als Instrumente für Fort- und Weiterbildung im Rahmen des Lebenslangen
Lernens (LLL). Im Nordkolleg Rendsburg sind in Vorträgen und Salongesprächen zum Thema aktuell neue Perspektiven
zusammengetragen worden. Wir haben diese Ergebnisse in diesem Bericht bereits vorgetragen. Gerade über
Netzwerkarbeiten in die Regionen gebracht, können hieraus wertvolle Konzepte erwachsen.
"Was möchten wir mit der Kulturkonzeption erreichen?
Nicht mehr und nicht weniger als eine Richtschnur für die Kulturpolitik der nächsten Jahre.
Uns ist bewusst, welche große Rolle das reichhaltige und vielfältige Kulturleben für unser Land spielt",
kommentiert Ministerin Anke Spoorendonk.
Frühere Landesregierungen hätten da weniger Interesse für die Kultur gezeigt. Dementsprechend habe sich "Frustration und
Resignation" im Kulturbereich breit gemacht. Sie wolle dies ändern. "Schleswig-Holstein braucht eine innovative und
zukunftsweisende Kulturpolitik", heißt es in einem Grundsatzpapier Spoorendonks zum Kulturdialog. Eine Forderung auch an
die Regional- und Lokalpolitik, sorgfältig mit der Ressource Kultur und pfleglich umzugehen.
PUNKT IM QUADRAT 2014
K|9 Koordination für regionale Kultur
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4.1
KulturPlenum Landeshaus Kiel
Im Februar sind die Akteure von K|9 nach Kiel zum KulturPlenum ins
Landeshaus gereist. Ziel ist es, unter Präsidialvorsitz u.a. von Bernhard
Schwichtenberg - Künstler, Kulturpreisträger der Stadt Kiel und emeritierter
Professor der Muthesius Kunsthochschule Kiel - die Vorlage für das künftige
Kulturkonzept der Landesregierung dem Landtag zur Beratung vorzubereiten.
Es handelte sich um eine 8-stündige Diskussion mit über dreißig Redebeiträgen.
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang: Die Landesaktivität in Sachen Kultur
will gar nicht so recht passen zu den gerade parallel stattfindenden politischen
und
planerischen
Findungsanstrengungen
einer
Fortschreibung
der
überholungsbedürftigen Landesentwicklungsstrategie Schleswig-Holstein. Die
hat mit Kultur nämlich bisher nicht so ganz viel am Hut und schreibt scheinbar
Hamburg die komplette Kulturversorgung Schleswig-Holsteins zu. SchleswigHolstein als Wiese hinter Hamburg ...
K|9 unterstützt die Anstrengungen, dass spätestens jetzt die Kultur auch als Maxime der Kommission zur Entwicklung einer
Fortschreibung der Landesentwicklungsstrategie für Schleswig-Holstein Einzug findet.
Die Teilnahme K|9s an der abschließenden Plenumssitzung des KulturDialogs eröffnete weitere Chancen zur Sondierung von
Fördermöglichkeiten der eigenen Arbeitsvorhaben und zum Netzwerken - insbesondere auf landes- und kreispolitischer
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K|9 Koordination für regionale Kultur
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Ebene. Aus den zahlreichen Gesprächen ergab sich die zusätzliche Aushändigung von K|9-Materalien an PolitikerInnen und
auch an die Ministerin Anke Spoorendonk sowie BehördenvertreterInnen.
K|9 konnte erneut auf die Entwicklung und Ziele der neuen Initiative im ländlichen Raum um die Kreisstadt Itzehoe
aufmerksam gemacht werden. Verabredungen wurden getroffen und bereits bestehende Kontakte aus der Vergangenheit in
den Kreis Nordfriesland hinein neu belebt. Unseren Kollegen aus Nordfriesland wünschen wir ganz viel Erfolg bei der jetzt
anstehenden Durchführung ihres wirklich stimmig konzeptionierten Kreisfestival "Kultur21" in Husum.
4.2
Besuch bei K|9 im Innovationszentrum Itzehoe
Die Feder führende Stabsstelle des Landesministeriums für Justiz, Kultur und Europa ist auf unser Konzept aufmerksam
geworden und hat uns im April zu einem ausführlichen Gespräch im Innovationszentrum Itzehoe aufgesucht. Damit wurde
Bezug genommen auf die Gründung von K|9 und die Diskussion des
Konzeptes auf der Basis des Sachstandsberichtes 2013. Vorgestellt
wurde der aktuelle Entwicklungsstand und eine Kurzfassung der
gewachsenen
Fortschreibung,
ergänzt
durch
die
besondere
Einschätzung der egeb und AktivRegion Steinburg - wie zu Beginn
dieses Berichts dargestellt. Die Vertreter des Kieler Ministeriums
erläuterten die im KulturDialog erarbeitete Zielsetzung im
Landeskulturkonzept
über
die
Einrichtung
von
KulturKnotenpunkten, die als Pilotprojekte über das Land verteilt
wirken sollen.
Gänseblümchen mit Besuch | Foto: ICEMAN 123
K|9 wäre eine solcher KulturKnotenpunkt, dies ist das erfreuliche Ergebnis dieses Gesprächs: Ziele und Strategie von K|9, wie
sie im ersten Sachstandsbericht 2013 ausgeführt und jetzt im vorliegenden Dossier "Punkt im Quadrat" fortgeschrieben
werden, entsprechen
den Vorstellungen des Ministeriums für die anstehende Neuordnung einer Dialog geführten
Kulturarbeit im Land, wie sie erst in den Empfehlungen aus dem KulturDialog und jetzt in der Endfassung des Kulturkonzepts
„Kulturperspektiven für Schleswig-Holstein“ festgehalten sind. Daher befände sich "K|9 Koordination für regionale Kultur" bei
der Empfehlung eines zukünftigen KulturKnotenpunkts in der Region auf jeden Fall in einer (Originalton) "Pool-Position". Im
Förderbereich soll projektweise die Idee einer Kontraktförderung über mehrere Jahre umgesetzt werden, die den
Empfängern mehr Planungssicherheit und dem Land mehr Steuerungsmöglichkeiten gibt.
K|9 erfüllt die Anforderungen eines künftigen "Kultur-Knotens" unserer Region mit Sitz in Itzehoe. Dies weiter zu erörtern
mit der Stadt und den Kreisen sowie den zuständigen Ausschüssen steht jetzt an. Die künftigen Termine werden - wenn
sinnvoll - gemeinsam mit Vertretern aus dem Ministerium wahrgenommen. Ergänzend werde man die Informationen zu K|9
dem Arbeitskreis Kultur, Hamburg Randkreise, der Metropolregion Hamburg weiterleiten. K|9 ist im Gespräch - jetzt sind
Stadt- und Kreispäpste gefragt, ein Netzwerk zu unterstützen, das die Region weiter bringt.
4.3
Kulturperspektiven
Im Juli hat das Landesparlament die Vorschläge zu flächendeckenden Kulturperspektiven im Land in Form eines neuen
Kulturkonzeptes verabschiedet - erstmals in der Geschichte Schleswig-Holsteins. Aus den Reihen der Kulturabteilung des
Landesministerium Justiz, Kultur, Europa in Kiel ist zu hören, dass die „Kulturperspektiven Schleswig-Holstein“ dazu angetan
K|9 Koordination für regionale Kultur
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seien, über 2017 hinaus wichtige Impulse für die Kultur im Land und für die Kunstförderung zu setzen. Dazu erläutert Anke
Spoorendonk: Dies sei das Ergebnis eines erfolgreichen Kulturdialogs. "Wir hatten angekündigt, mit der Kulturszene und mit
Interessierten darüber ins Gespräch zu kommen, welche Schwerpunkte unsere Kulturpolitik künftig haben soll." Das sei
ihrem Ministerium überzeugend gelungen. Abzuwarten hingegen wird die Segnung der praktischen und pragmatischen
Umsetzung sein und die Zielgenauigkeit der zu erwartenden Ausschüttungen, auch wenn Kultur mehr ist als nur finanzielle
Förderung. Die „Kulturperspektiven Schleswig-Holstein“ benennen neben Inhalten und Strategien eine Reihe konkreter Ziele
für die Kulturpolitik, die kurz- bis langfristig umgesetzt werden sollen. „Wenn wir über Schwerpunkte der kulturellen Arbeit
sprechen, sagen wir auch etwas darüber aus, wie wir im Land künftig zusammenleben wollen“, ist aus dem Landeshaus zu
hören.
Die Schwerpunkte sind
• Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes
• Förderung ästhetischer Bildung und kultureller Teilhabe
• Stärkung des Kulturstandorts
• Sicherung der Kulturförderung
Jetzt sind die Akteure gefordert - die Erwartungen sollten allerdings seitens der Kreativköpfe nicht zu hoch ausfallen.
Kulturpolitische Konzepte sind nur so gut, wie sie auch anwendbar und bedienbar sind auf und durch die SozioKultur, dem
meist vernachlässigten Nervensystem einer Kulturregion. Soziokultur ist außergewöhnlich, dynamisch, unangepasst, laut und
tonangebend. Die Pragmatik in tatsächlichen Gesellschaftsbezügen soll sich also erst beweisen. Vorerst werden die tradierten
Kultureinrichtungen auf Grundlage der Kulturperspektiven Konzepte entwickeln und Handlungsschritte einleiten - hoffentlich
auch mit gesunder Skepsis: da sitzen nur Politiker auf der anderen Seite, die stets viele Worte aber wenig bis gar kein Geld
haben und manchmal auch über ein schlechtes Erinnerungsvermögen verfügen.
Die praktische Umsetzung der Vorhaben sollte ursprünglich bereits ab Herbst 2014 an den verschiedenen Orten und auf
verschiedenen Ebenen beginnen.
Bereits im kommenden Jahr will das Land die ersten zwei Kulturknotenpunkte einrichten und fördern. Weitere werden
folgen. K|9 verspricht sich als strukturell starke Einrichtung die Berücksichtigung für die strukturschwache Region.
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Fotograf: Stefan Malzkorn
K|9 Koordination für regionale Kultur
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05 | Zwischenfazit
13 Schritte zu Strategie und Handeln in der Region
Kultur findet in der Landesentwicklungsplanung Schleswig-Holstein immer noch nur unzureichend statt. KulturDialog und
neues KulturKonzept auf Landesebene wollen hier Abhilfe schaffen. Was das alles kosten darf und im Rahmen der neuen
Kulturplanung auch wirklich der regionalen Kultur zu Gute kommt - oder aber ob das alles
aufgrund fehl geleiteter
Förderpraxis entweder im Billigsegment auf dem Grabbeltisch eines Kulturkaufhauses endet oder auf dem großen Haufen der
angewandten Methoden der traditionell geförderten Einrichtungen ... Man darf gespannt sein auf die anstehenden zwei Jahre.
In diesem Spannungsfeld möglicher Entwicklungen und Praxistauglichkeit der Kieler Kulturperspektiven hat sich K|9 für den
iterativen Weg im Zugang zur Kultur im Kreis entschieden, um in "13 Schritten zu Strategie und Handeln auf lokaler und
regionaler Ebene" zu gelangen. In der gezielten Förderung von Kultur und der Vernetzung mit dem Tourismus und der
Wirtschaft wird aus dem weichen zunehmend ein harter Standortfaktor, der in den ländlichen Regionen und an den Rändern
der Metropolregion zu höherer Attraktivität im Wettbewerb und zu verstärkter Außenwirkung führt. Die Provinz am Rande
einer Metropolregion ist potentiell immer ein starker Verflechtungsraum für Wissen und Kultur. K | 9 versteht sich als
Koordinationsbüro in diesem Verflechtungsraum für Projekte und Partnerschaften, die den Mehrwert der Kultur durch
gemeinsame Vermarktungsstrategien in der Region erhöhen. Für die ansässige Wirtschaft ergeben sich aus neuen
Kooperationen die Ergänzung der Image-Komponenten um den Faktor hochwertiger Kultur und damit auch Anreize für die
Bindung potentieller Fachkräfte in der Region. Die Analyse dieser Zusammenhänge steht am Anfang des iterativen Prozesses
der Auslegung und Verankerung von K|9 als Koordinationsbüro für regionale Kultur. Die vollständige Wirkungskette in der
Entwicklung des Kulturbüros, wie es in beiden Sachstandberichten 2013 und 2014 ausgeführt ist, fasst nachfolgendes Schaubild
schematisiert zusammen.
Eigene Darstellung: Iterativer Prozess der K|9-Entwicklung als Netzwerk und Koordinationsbüro für regionale Kultur
K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
Seite 21
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Der schematisch abgebildete iterative Prozess ist notwendige Vorleistung aber auch fortwährende Verpflichtung für die
weitere Diskussion möglicher Werkzeuge zur Herausarbeitung lokaler und regionaler Besonderheiten. Hierzu gehört auch
die Erarbeitung von Grundlagen für eine Einbindung der Kultur- und Kreativwirtschaft in räumliche Planung und
wirtschaftliche Standortentwicklung. Dieser Ansatz führt zu Visionen und Chancen interdisziplinärer Kooperationen mit
Künstlern und anderen Kreativen der Region. K|9 richtet sich an alle, die an der kreativen Zukunftsgestaltung in unserer
Region für unsere Region interessiert sind. K|9 empfiehlt den nachfolgenden - in 13 Schritten aufgezeigten - Weg:
Perspektiven
01
Eigene Stadtprofile entwickeln
Für eine erfolgversprechende stadtentwicklungspolitische Strategie ist es
unerlässlich, für die Stadt "ihr eigenes Profil" für die mittel- und längerfristige
Zukunft zu erarbeiten. Nur auf der Grundlage eines begreifbaren
Entwicklungspfades (Woran lässt sich anknüpfen?), origineller Ideen für die
Zukunft (Wo wollen wir hin?) ist Kreativität als Leitbild der Stadt- und
Regionalentwicklung tauglich.
Räume
02
Neue, niedrigschwellige Orte
schaffen
Kreative Räume können nicht systematisch geplant, aber sehr wohl konstruktiv
gestaltet werden. Der Aufbau und die Förderung eines Kreativnetzwerks, die
Entwicklung eines gebiets- und themenbezogenen Standortmarketings als auch
das Angebot temporärer Nutzung von leerstehenden Räumen und Gebäuden
können die Ansiedlung und Verstetigung kreativer Marktteilnehmer in der Stadt
ermöglichen.
03
Räume aktivieren
Durch Ankauf und zur Verfügungstellung von brachgefallenen Gewerbe- und
Industrieflächen (verbunden mit einem Nutzungskonzept durch kreative
Protagonisten) können neue Räume hergestellt und dadurch eine Ansiedlung
von kreativen Branchen erreicht werden.
04
Fördermöglichkeiten in die Szene
kommunizieren
Die Erschließung und Aktivierung existierender Liegenschaften kann durch
Fördermittel auf den unterschiedlichen Ebenen Land, Bund und EU ebenso wie
durch die Nutzung von Fördeinitiativen wie EFRE, Nationale
Stadtentwicklungspolitik bis in die AktivRegion hinein erfolgen. Gerade der
Ausbau einer Infrastruktur für kleinräumige Kultureinrichtungen in öffentlicher
und privater Trägerschaft stellt ein wichtiges Gelenk zwischen Kultur und
Wirtschaft af Stadtebene dar.
05
Mikrokredite
Mit Hilfe von Mikrodarlehen können Impulse für die Kultur- und Kreativwirtschaft
einer Stadt gesetzt werden. Eines der wichtigsten Handlungsfelder ist eine auf
die Kleinteiligkeit und Dynamik vieler kreativer Projektverläufe ausgerichtete
Kapitalmittelbeschaffung.
06
Zugang zu großräumigen Märkten
ermöglichen
Um neue Märkte zu erschließen, kann die Stadt ihre kreativen Akteure mit
Gemeinschaftspräsentationen auf unterschiedlich ausgerichteten Plattformen
wie Messen und Kongresse vorstellen.
07
Netzwerk initiieren
Die Installation von Netzwerken bündelt Interessen und fördert die
Kooperationsmöglichkeiten der Akteure untereinander genauso wie die
Schnittstellen zwischen Kultur, Wirtschaft und Politik.
08
Innovationsangebote
kommunizieren
Gründerfonds und Förderprogramme können den Innovationsgehalt der
Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft stärken und die Akteure
ermutigen, die Wirtschaftlichkeit ihrer Projekte zu prüfen.
09
Neue Plattformen schaffen
Insbesondere das Messewesen kann durch Einbeziehung der KreativKöpfe der
Stadt zu einer Überregionalisierung des Kulturanspruchs einer Stadt beitragen.
Hierzu gehören auch Künstlerreisen auf auswärtige Messen und Ausstellungen.
10
Aktualisierung von
Verwaltungshandeln
Das alltägliche Verwaltungshandeln in der Stadt muss stärker auf die Belange,
Praktiken und Verfahrensweisen der Kultur- und Kreativwirtschaft abgestellt
werden. Das politisch-administrative System der Stadt muss sich angesichts
des verschärften Standortwettbewerbs als relevanter Akteur auf die Stadt-,
Wohn- und Arbeitsqualitäten der Kulturszene besinnen.
11
Neue Kompetenzen in
Verwaltungen
Vermittler zwischen Markt und Stadt/Staat gewinnen an Relevanz. Es bedarf
einer Professionalisierung kultureller Intermediäre. Dies können Beauftragte
der Kreativwirtschaft sein ebenso wie städtische Institutionen wie
Stadtmarketing.
12
Neue Dialogformate einrichten
Zur Stabilisierung des Netzwerks und der Wirtschaft sind kommunikative
Formate enorm wichtig. Durchzuführende Maßnahmen sind hier
Weiterbildungen, Seminare, Qualifizierungen und Tagungen, die zu einer
Verbesserung der wirtschaftlichen Orientierung im Kulturbereich führen.
13
Preise und Wettbewerbe
Regionale wie standortbezogene Preise und Wettbewerbe werten
Spitzenleistung der Stadt auf und verhelfen dem Standort zu einer erhöhten
Sichtbarkeit.
Förderung
Netzwerke und
Plattformen
Administration und
Verwaltungshandeln
Kommunikation
und Dialog
!
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K|9 Koordination für regionale Kultur
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06 | Wissen - Kultur - Transformation
TraceLab • Denkfeste • Resilienz • Innovation
Die aktuell in diesem zweiten und ebenso bereits im Herbst des vergangenen Jahres ersten K|9-Sachstandsbericht
vorgetragenen Gedanken umreißen Facetten interaktiver Diskussionsprozesse zu einer der Region verpflichteten und aus der
Region mit Selbstbewusstsein ausgestatteten Kulturpraxis. K|9 vertritt die Überzeugung, dass auch die Kulturpolitik in unserer
ländlichen Region konzeptuell auszurichten ist in Beteiligung ihrer kreativen Akteure als auch in Orientierung an
gesellschaftlichen Veränderungen. Notwendig ist ein veränderter Blick auf die gerade in ländlichen Regionen noch verbreitete
"einseitige" bzw. nicht dialogisch geführte Planungskultur. Insofern leistet K|9 auch ein Stück befreiender Zukunftsforschung
für den ländlichen Raum und ist Ansprechpartner für Interessierte und Akteure in der Region - ganz unideologisch und fest
die Chancen und Gefahren des aktuellen Kreativitäts-Hypes abwägend. Auch schließt sich K|9 dem Ansatz der Kultur als
wirkungsvolle Transformation des städtischen und regionalen Klimas an - ohne sich freilich einem zur Zeit in der Kulturszene
und Sozialforschung viel diskutierten "Regime des Neuen, Originellen und Unorthodoxen" (Andreas Reckwitz) anschließen zu
wollen. Ein Kulturverständnis, belegt durch Moden und Trends, ist daher unsere Sache nicht. Vielmehr propagiert K|9 die
Kraft der gesellschaftlichen und kulturellen Wandlung, die in unterschiedlicher Stärke und Radikalität ein Umdenken
bisheriger Orientierung in unserer Region ermöglicht und sich konstruktiv einbringt in die Stadt- und Regionalentwicklung.
K|9 interessiert sich für Praktiken und Kompetenzen der Akteure, die zirkulierenden Energien der kulturellen Felder, die
interdisziplinär erlebt und gestärkt werden. Hierzu gehören neben der Balance gelegentlich auch die Verweigerung und das
Widerstehen.
6.1
Denkfeste und Resilienz
Der Begriff der "Resilienz" stammt ursprünglich aus der Materialforschung und zielt auf das Elastizitätsphänomen ab, die
Fähigkeit eines Materials nach Wegnahme einer Spannung unbeschadet in das Ausgangsgleichgewicht zurückfedern zu können.
Ein schönes Bild für die Situation der Kultur - wird mit der Kultur nicht pfleglich umgegangen, nehmen wir ihr die Spannung
und fehlt ihr gar die Förderung, geraten nicht nur Spannkraft und Elastizität einer Region in arge Nöte. Von Strahlkraft dann
schon bald keine Spur mehr - alles schlaff und langweilig, die Spannung ist eben verloren. Dabei stellt die Resilienzforschung
durchaus in Aussicht, gerade Kunst und Kultur als Faktoren für eine Wende um die vielerorts beklagte Verödung und
Verdämmerung zur Attraktivitätssteigerung der Lebensräume zu etablieren. Über diesen Weg könnte ein verloren
gegangenes Profil vielleicht auch in der Kreisstadt Itzehoe wieder aufzubauen möglich sein, die Stadt wieder spannender zu
machen. Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und innere Stärke sind die Grundmotoren für die ersehnte Aufbruchstimmung weniger
dagegen
Jahrmarktsumzüge
Geschäfts-
Ereignisse
oder
oder
in
wie
Stadtfeste,
Straßenfesten
Kaufhauseröffnungen
zelebrierte
-
mit
gastronomischen Angeboten von Pizza über Bratwurst und
Pommes Frites bis hin zu Crèpes. Natürlich gehört dies alles
zum öffentlichen Leben und bringt vielleicht auch tatsächlich
Spaß, doch liegt hier auch ein Missverständnis vor - es geht
doch
wohl
lediglich
um
angewandte
Freizeit-
und
PUNKT IM QUADRAT 2014
K|9 Koordination für regionale Kultur
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Unterhaltungskultur, ausgestattet mit dem Follower-Automatismus im Stile von Twitter und Facebook sowie Indikation für
ein Wohlgefühl für eine begrenzte Zeit. Kulturelle Angebote, die nur Klischees transportieren, werden bei Nutzerinnen und
Nutzern keinen tieferen Eindruck hinterlassen und keine Lust auf eine weitere Entdeckung der Region wecken. Hieran
erinnert man sich bestenfalls, dies auch ohne über Eigenschaften und Kenntnisse zur Bewältigung übergreifender
Entwicklungsdefizite und Entwicklungsaufgaben im regionalen Gefüge zu verfügen. Da existiert bei Anspruch und Qualität
noch reichlich Luft nach oben. Das vom Künstlerbund Steinburg im vergangenen Jahr realisierte Kunstfest in Itzehoe ist
hierfür ein hervorragendes und uneingeschränkt positives Beispiel, ein lokales Kulturereignis inhaltlich stark ausgerichtet in die
Region zu implantieren. Kultur ist Wissen um Kultur - Kulturvermittlung ist Wissenstransfer.
K|9 setzt sich für die Beschleunigung dieses Wissenstransfers gerade in der ländlichen Region ein und fungiert so als
KulturForum, das gemeinsam mit den Akteuren Kulturformen entwickelt und gleichermaßen sich der Vermittlung von Wissen
um Kultur verschrieben hat.
Den
inhaltlichen
Rahmen
ziehen
die
Themen
Wissen,
Kultur
und
Transformation
-
willkommen
in
der
Informationsgesellschaft! Geplante Denkfeste in Itzehoe und Brunsbüttel initiieren gemeinsame Visionen für eine Kulturarbeit
der Zukunft im ländlichen Raum. Dieser Prozess bereichert das Grundkapital für Innovation und Entwicklung. Chancen und
erfolgreiche Entwicklung der Region über Wissen um Kultur manifestieren sich schlussendlich auch in ihrer
Wettbewerbsfähigkeit und schaffen Vorsprung. Ausgestaltung, Erweiterung und Vermarktung signifikanter Wissens- und
Standortmerkmale begründen das Unterscheidungskriterium zu anderen Regionen. Gerade in einer Zeit, da tradierte
Kulturformen und das Bewahren des Kulturerbes ein in sich geschlossenes System bilden und in sich ruhen, eröffnet der
weiter oben vorgetragene Wissenstransfer um Kultur die Chance auf eine effiziente Form der Kulturentwicklung.
6.2
TraceLab
Der Begriff "Transformation" denotiert einen gesellschaftlichen und kulturellen Wandlungstyp von unterschiedlicher Stärke
und Radikalität – ein Wandel, der den Betroffenen ein Umdenken bisheriger Orientierungen abfordert. Die Eigenschaften von
K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
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Elastizität und Spannungslosigkeit aber auch Widerstandsfähigkeit, Toleranz und Optimismus sind unter dem Begriff Resilienz
diskutiert. Das sozial-kulturelle Programm, das diese Orientierung möglich macht und formuliert, ist als mentales Muster in
uns abgelegt, ist zugleich fordernd, doch formbar und stets in Veränderung, sich neu aufstellen zu müssen. In den
Laboratorien der Märkte wird daher ständig nach Instrumenten für die Überführung konkreter Ansprüche und Ideen in
effiziente Realisierung gesucht - beispielsweise für die Stadt- und Regionalentwickelung. K|9 beteiligt sich an dieser Suche nach
den Instrumenten zu Kreativitätstechniken in der Kommunikation und Wissensbildung, um über die gestalterische
Innovationskraft von Kunst und Kultur auf besondere Weise Image und Identität der Region zu verstetigen. Gewählt wurde
von den K|9-Akteuren für ihr Forschen das Denkmodell eines TraceLabs - "seeking for traces of the future in the present".
Die Denkrichtung ist somit hinreichend gekennzeichnet - es wird nach in die Zukunft weisenden Spuren in der Gegenwart
gesucht. Hierbei gilt es, Gesetzmäßigkeit von Zustandsveränderungen und Prozessabläufen unter Aspekten einer Steuerung
und Regelung näher zu untersuchen und wirksam - auch durch sogenanntes Laienwissen - für die Regionalentwicklung nutzbar
zu machen. Ansatz und Inspiration bezieht sich auf das Prinzip des unterschätzten Wissens der Laien in der modernen Citizen
Science Bewegung, die in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung erlebt: wissenschaftliches Arbeiten, das durch
die Unterstützung vieler Freiwilliger erst möglich wird. „Viele Augen, Ohren und Hände sehen, hören und tun mehr als die
500 000 hauptberuflichen Wissenschaftler, die es in Deutschland gibt“, sagt Johannes Vogel, Chef des Berliner
Naturkundemuseums und Leiter der European Citizen Science Association. In zehn Jahren soll es an jeder Uni und jeder
Forschungseinrichtung ein Büro für Bürgerwissenschaften geben, fordert er.
K|9 ist TraceLab und auch ein solches offenes Büro der so beschriebenen Bürgerwissenschaften. Eingeladen ist jeder
Interessierte, gemeinsam mit K|9 Ansätze, Visionen und Umsetzung einer auf Kultur basierten neuen Stadt- und
Regionalentwicklung zu erforschen. Gesucht sind die jetzt schon gegenwärtigen Spuren, die sich in den Stand eines
"Futurzwei" transformieren. Die Bedeutung des Gefundenen wird versuchsweise als ein in der Zukunft bereits Realisiertes in
Bedeutung und Strahlkraft zurück in die Gegenwart gedacht. Wesentliche Gründungsspuren dieser in Tempi verschachtelten
Weltsicht und Forschungsgrammatik führen auch nach Schleswig-Holstein. Prof. Dr. Harald Welzer lehrt u.a. seit 2012 als
Honorarprofessor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg und steht überaus originell der in Berlin ansässigen
gleichnamigen Stiftung Futurzwei vor. Gleich ein Beispiel - sprachlich passend aus der Perspektive der stattgefundenen
Zukunft - stellt er sich wie folgt vor:
!
!
"Harald Welzer wird nach langer Zeit als Hochschullehrer, Galerist, Forscher und universeller Dilletant Direktor von
!
!
Hier finden wir auch ein Zukunftsarchiv. Besucht man die dazugehörende WebSite, wird einem sofort das Versprechen
FUTURZWEI.Stiftung Zukunftsfähigkeit gewesen sein und mit dieser Aufgabe viel Spaß gehabt haben."
abgenommen, dem reinen Konsumverhalten abzuschwören und sich zu verpflichten, mindesten eine der hier begegneten
Geschichten weiterzuerzählen. Dies ist umso notwendiger, da Welzers 2013 erschienener "Zukunftsalmanach, Geschichten
!
!
!
2012 hat er eine Professur für das von
ihm neu geschaffene Fach
Transformationsdesign an der Universität
Flensburg angetreten. Seine Stiftung
Futurzwei unterstützt nachhaltige
Projekte mit Vorbildcharakter. Welzer
besitzt ein Flachbild-Fernsehgerät, dafür
aber kein Möbelstück, das jünger als 40
Jahre ist.
vom guten Umgang mit der Welt" längst vergriffen ist ...
Mithin
kommt
man
auf
dem
Weg
zu
einer
"zukunftsfähigen und enkeltauglichen" Gesellschaft so
oder so um Prof. Dr. Welzer in Flensburg nicht herum.
Für das Gottlieb Duttweiler Institute - renommierte
Denkfabrik und ältester ThinkTank der Schweiz gehört er zu den 100 wichtigsten Vordenkern der Welt.
K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
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Titel: Deichstraße, Nikolaifleet Hamburg | Fotograf: Zeppelin
6.3
... und es werde Licht!
Im Kanon der Instrumente aus Ansätzen der Kultur für eine lebendige Region sieht K|9 das Licht als ein Leitthema.
Illuminationen sind ein relativ einfaches und doch sehr effektives Instrument, öffentlichen Raum zu erschließen und
wiederzubeleben. Durch unsere Diskussion der Ziele und Arbeit der Stiftung "Lebendige Stadt" haben wir gelernt, wie allein
die Frage nach Profil und Ausstrahlung einer Stadt oder Region wie Itzehoe oder Brunsbüttel zu der Überzeugung führen
kann, dass Farbe eine ähnlich positive Wirkung auf den Ort haben kann wie Licht und Grün. Farbgebung sorgt nicht nur für
Urbanität und Lebendigkeit, sondern hat auch psychologische und Identität stiftende Funktion. Dafür ist u.a. die aktuelle
künstlerische Ausgestaltung der Wartehäuschen an den Bushaltestellen im ländlichen Bereich wirkungsvolles Indiz. Denkbar
ist aber auch der mögliche Nutzen eines angepassten Lichtkonzeptes für die Neuentdeckung einer lebendigen Atmosphäre im
Innenstadtbereich der Kreisstadt oder im Industriepark Brunsbüttel - ergänzend natürlich und als Optimum im
Zusammenspiel mit den notwendigen Ansätzen einer Neuausrichtung und Neubelegung des merkantilen Nervensystems in
den Zentren.
In der Praxis hat sich allerdings immer wieder gezeigt, dass sich die strategische Farbgestaltung von Innenstädten und
Stadtquartieren als schwierig erweist. Regelwerk und ableitbare Erfahrungen im strategisch inszenierten Lichtspiel eines Ortes
liegen noch nicht umfänglich vor. Zudem sind der Region nicht unbedingt die finanziellen Mittel gegeben, die Einsätze
künstlerischer Illuminationen wie beispielsweise in der Hamburger Speicherstadt, des Berliner Reichstagsgebäudes und des
Kölner Rheinufers auf die örtlichen Verhältnisse anpassen könnten. Dennoch möchte K|9 jetzt schon - insbesondere
perspektivisch auf ein Kunstfest der Lumentektur in unserer Region - eine ressortübergreifende ambitionierte Diskussion
anregen, den aktuellen Stand der Lichtpraxis im Land zu beschreiben und mögliche Lösungen auch für unsere Kreise
aufzuzeigen - schrittweise vielleicht sogar einen praktikablen Farbleitplan bzw. Farbmasterplan als Teil einer integrativen
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PUNKT IM QUADRAT 2014
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Regional- und Stadtentwicklung zu kreieren. Klingt nach Utopie - nein, wir meinen, hier mit den kreativen Akteuren eine
realisierbare Vision entwerfen zu können. Auf jeden Fall freut sich K|9 darauf, diesen Themenkomplex in der Diskussion
anstehender Zukunftskonferenzen und planerischer Plattformen um die kulturelle Gestaltung in und für unsere Region
wiederfinden zu dürfen. Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung muss - in Einbeziehung der Kreativkräfte und Künstler
der Region - über die üblichen Aspekte von Architektur und Funktionalismus hinaus denken und immer schon den Raum als
Katalysator für die den Lebenswert in der Region unterstützenden Aktivitäten nutzbar machen. Licht und Farbe sind hier
wesentliche Kriterien mit Relevanz für Dorf, Kleinstadt bis hin zu Metropolen gleichermaßen. An all diesen Orten stellt sich
die Frage, wie lebendige Atmosphäre, Profil konstituierende Identität oder ein formalästhetisch innovativer Stadt- und
Regionalraum durch die ergänzenden Planungsaspekte Farbe und Licht zukunftsfähig inszeniert, gesteuert und codiert werden
kann. Entwurf und Umsetzung einer der Kultur verpflichteten regionalen Entwicklungsstrategie ist hier einer vernetzten
Steuerungsstelle verpflichtet.
K|9 hält die Einrichtung einer intermediären Organisationsform mit Brückenfunktion für notwendig - die in ihrer Funktion als
Kommunikations-, Koordinations- und Kooperationseinheit auch in den jetzt vom Land verabschiedeten "Kulturperspektiven
Schleswig-Holstein" erkannt wurden. Hier ist Handlungsbedarf in der Politik auf lokaler und regionaler Ebene zu identifizieren.
K|9 wünscht sich einen regelmäßigen Interessensausgleich in der Planung und Ausgestaltung im örtlichen Interaktionsgefüge
aus Politik, Kultur und Ökonomie.
6.4
Innovation
Im Zuge einer "Archäologie des guten Lebens" (Prof. Dr. Harald Welzer) versteht K|9 den demografischen Wandel als
Chance für Innovationen. Das Grundkapital für Innovation und Entwicklung aber ist das Wissen und dessen Vermittlung in
Form eines lebenslangen Lernens (LLL). Insofern ist die Forderung nach kultureller Bildung mit ihren Methoden zu
unterstützen und der Eigenwert von Kultur und Bildung anzuerkennen. Innovationsstifter sind Formen der Kooperation - die
im Kulturbereich weit über die lediglich wirtschaftliche Gestalt einer strategischen Partnerschaft hinausgehen.
Strategische Ziele von K|9
Im Fokus von K|9 stehen unterschiedliche Projektentwicklungen, die mit einer variablen Geometrie dennoch einen
großräumigen Bezug besitzen, unterschiedliche Teile auf lokaler, Kreis- aber auch Landesebene verbinden und über die
spezifische Projektaktivität einen Mehrwert für die Raumentwicklung erzeugen und damit einen Beitrag zum
Zusammenwachsen der Kreise beitragen. Ziel ist es somit, einen starken Projektverbund zu installieren und zu etablieren –
auf kultureller wie auch politischer Ebene.
Mithin steht das gemeinsame innovationsgeprägte Agieren im Fokus. Aufgrund der Komplexität von Innovationen ist es
jedoch für einzelne Akteure hinderlich, allein die benötigten Kompetenzen und ausreichenden Ressourcen für die
strategischen Ziele bereitzustellen. Um kooperativ und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Anpassungsleistungen erbracht
werden, wodurch sich oftmals die Notwendigkeit vervielfacht, die eigenen Fähigkeiten und das Know-how mit dem von
anderen Akteuren, insbesondere mit dem von Wettbewerbern und Anbietern von komplementierenden Kompetenzen sowie
Ressourcen, zu kombinieren. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen künstlerischen Individualitäten mit dem Corporate
Design der Stadt/Region ist dann Ziel führend für Innovation. Insofern gelten Netzwerke mit Koordinationsqualität als
adäquate Instrumente der Innovationsförderung. Sie sind für die Zukunftsgestaltung gerade in ihrer Moderations- und
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PUNKT IM QUADRAT 2014
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Koordinationsfunktion unverzichtbar und auch entwicklungspolitisch zu beachten. Der innovationspolitische Ansatz der
regionalen Netzwerkbildung ist übrigens bereits über 20 Jahre alt. Bilanziert wird schlussendlich der Generierungsstand einer
Wissens- und Kulturregion durch die Qualität ihrer Netzwerkbildung und der Clusterarbeit. Die Herausforderung ist, die auf
dieser und der vorangegangenen Seite abgebildeten strategischen und operationellen Ziele erfolgreich umzusetzen und nach
außen wie innen sichtbar zu machen.
Operationelle Ziele von K|9
1. Entwicklung unterschiedlicher Projekte mit einem hohen Bekanntheitsgrad und hohem Engagement der beteiligten
Akteure
2. Anerkennung und aktive Nutzung des Projektnetzwerkes von außen, so dass auch neuartige Projektvorschläge von
außen an K|9 herangetragen werden
3. Fördermitteleinwerbung für gemeinsame Projekte und neuartige Aktivitäten im Verflechtungsraum
Metropolregion/ländliche Region
4. Einrichtung einer Schnittstelle Kultur und Bildung als Forum für Information, Diskussion und Beratung
Dabei ist die Konstruktion der Koordinationstelle K|9 selbst die Generierung einer organisatorischen und systemischen
Innovation und einzuordnen als Innovationsprojekt anhand nachstehender Differenzierungskriterien.
[ K|9 als Projekt der Innovation ]
Differenzierungskriterium
Kernfrage
Einordnung von K|9
K|9 als Projektnetzwerk kann als eine organisatorische Innovation
identifiziert werden. Mit ihr wird eine neue Organisationseinheit geschaffen, die
Gegenstands-bereich
Worauf beziehen
sich Innovationen?
erstmalig in Schleswig-Holstein eine Projektentwicklung mit Kreisgrenzen
übergreifendem Bezug fokussiert und dabei eine informelle Testplattform für
neuartige Projektideen darstellt. K|9 liefert zusätzlich mit seiner Kontaktvergabe
von Finanzmitteln den angestrebten Aktivitäten eine solide Basis, auf der mit dem
Engagement der Akteure ein hoher Anwendernutzen generiert werden kann.
Wodurch wird die
Auslöser
Innovation
veranlasst
K|9 kann als zweckinduzierte Innovation angesehen werden, die privat für
eine Beteiligung an der Regionalentwicklung der Kreise Steinburg und
Dithmarschen initiiert wurde mit dem Ziel, die Kultur stärker in die strategischen
Überlegungen zu implantieren.
K|9 als Förderungs-Vermittlungsplattform und innovativer Projektverbund
Erneuerungsgrad
Wie neu ist eine
Innovation?
repräsentiert eine Verbesserungsinnovation, denn K|9 eröffnet eine neue
(großräumige wie auch finanzielle) Ebene der Projektförderung. Hierdurch erreicht
K|9 einen größeren Raum als ein Stadtmarketing. Dieses ist ins Netzwerk mit
einzubinden.
K|9 Koordination für regionale Kultur
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Seite 28
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[ Der Denker eingefroren oder Aufforderung zu unverfrorenem Denken? ]
K|9 Koordination für regionale Kultur
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07 | Projektübersicht
Beispiele & Effekte
K|9 ist nicht etwa eine neue "Event-Agentur", wie immer wieder in unseren Gesprächen vermutet wurde. K|9 organisiert
nicht einfach Veranstaltungen oder führt diese gar als "Agentur" in fremdem Auftrag durch. Vielmehr entwirft K|9 mit den
Kreativpartnern Projektideen, entwickelt Konzepte für den regionalen Verflechtungsraum am Rande der Metropolregion. K|9
ist Kulturvermittler - und das in einem doppelten Sinn: Leistungen aus dem Kreativnetzwerk können vermittelt werden und
das Wissen um regionale Kultur wird vermittelt und transformiert in großräumige Projektanwendung. Das Koordinationsbüro
arbeitet hier als Kybernetiker
-
beteiligt sich mithin an der Beschleunigung des Wissenstransfers um Kultur in alle
gesellschaftlichen Bereiche hinein. Es gilt, ein strahlenderes Licht auf die regionale Kultur durch eine verstärkte öffentliche
Wahrnehmung in der Gesellschaft zu werfen. Damit wird automatisch die Bedeutung der Kultur auch für die regionale
Entwicklung identifiziert. Allein die Politik ist auf lokaler und regionaler Ebene an diesem Punkt noch nicht angekommen.
Dabei ist sie es, die durch Kooperation, Vernetzung und das Sichtbarmachen des regionalen Kreativpotentials wertvolle
Positivmeldungen in den sonst durch Dämpfung und Flaute geprägten politischen Erfolgsszenarien in der Region verwerten
kann. Bedeutende Instrumente hierfür sind der Ideenreichtum und die Innovationsbereitschaft der Kulturakteure in der
Region. Insbesondere setzt sich K|9 für die Wahrung und Förderung der Interessen der regionalen Kulturakteure im
kulturpolitischen Diskurs mit der Öffentlichkeit, Verwaltung und Politik ein. Die Akteure von K|9 haben erste Entwürfe für
Projekte an der Schnittstelle von Kultur und Bildung konzipiert. Das inhaltliche Spektrum ist nachfolgend exemplarisch
dargestellt. Ebenso sind bereits mögliche Partner und erwartete Effekte berücksichtigt.
7.1
Arbeitstitel "KulturLoge"
Wie bereits an anderer Stelle in diesem Bericht vorausgegriffen, starten wir konkret mit unserem ersten Projekt der
"KulturLoge" (Arbeitstitel), die überzählige Tickets für Kulturveranstaltungen an Menschen mit geringem Einkommen verteilt.
Unsere Arbeit folgt einem ähnlichen Prinzip wie dem der Tafeln - nur dass statt überzähliges Brot und Gemüse nicht
verkaufte Tickets für Kulturveranstaltungen Einzelpersonen und Familien mit geringem Einkommen verteilt werden, um so die
Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Mit diesem Projekt setzen wir uns ein für das
Menschenrecht auf Kultur. Über diesen Ansatz verfolgt K|9 auch das Ziel, neue Interessengruppen für die Kultur zu gewinnen.
Die Idee, Kulturtickets an sozial schwach abgesicherte Menschen zu vermitteln, stammt ursprünglich aus dem hessischen
Marburg und wird seitdem sehr erfolgreich in den meisten Bundesländern umgesetzt. In Schleswig-Holstein ist dieser Ansatz
noch neu. Die erfolgreiche Gewinnung potentieller Gäste der KulturLoge beruht weitgehend auf persönlicher Ansprache in
den sozialen Einrichtungen. Um die anstehenden Ziele zu leisten, streben wir ein enges Zusammenwirken u.a. mit den
Sozialämtern, karikativen Verbänden und den Tafeln sowie Teilen der Armutsnetzwerke an. Die Arbeit der KulturLoge mit
Sitz in Itzehoe strahlt über den Kreis Steinburg hinaus und richtet sich auf Aktivitäten der gesamten Westküste. Die Aufgaben
und Tätigkeiten der "Kulturloge" werden überwiegend durch den Einsatz ehrenamtlicher MitarbeiterInnen erledigt. Den
Grundsätzen und Leitlinien der "KulturLogen" in Deutschland folgend darf die "KulturLoge" nicht gewerblich betrieben
werden und keine Gewinnerzielungsabsichten verfolgen. Die "KulturLoge" ist gemeinnützig ausgerichtet. Die WestküstenInitiative ist politisch, kulturell und weltanschaulich unabhängig und baut Partnerschaften mit anderen örtlichen Initiativen und
Trägern sozialer Aufgaben auf. Die Schirmherrschaft wird einer Persönlichkeit des öffentlichen/politischen Lebens in der
Region angetragen. Nachfolgende Übersicht bietet eine erste Einordnung der KulturLoge Westküste (Arbeitstitel) in die
bestehenden Hauptmodelle dieser Art im Bund.
Das vorgestellte Westküstenprojekt fokussiert den Kreis übergreifenden Verflechtungsraum am Rande der Metropolregion.
!
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K|9 Koordination für regionale Kultur
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Seite
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30
Modell Marburg
Name
Kulturloge Marburg
Organisation
!
e.V.
!
Gründung
!
!Mitarbeiter
2010
Kulturloge Hamburg
Einordnung
des
e.V.
Zielgruppe
Gästezahl
Kulturpartner
Sozialpartner
Ausgeschlossen
Vermittelte Plätze p.a.
Angebot
Zielgruppe
Anbieter
e.V.
2011
2010
in die gängigen
Kulturlogen-Modelle
15
Gästezahl
Name
Kulturpartner
Organisation
Sozialpartner
Gründung
Vermittelte Plätze p.a.
Mitarbeiter
Modell Berlin
!
!
Kulturloge Berlin
!
Westküsten-Projekts
Modell Hamburg
Modell Marburg
1522 (davon 520 Kinder +
Jugendliche)
Kulturloge Marburg
50
e.V.
25
2010
8000 bis 2012
15
Sozialhilfeempfänger, Senioren in
Grundsicherung,
1522 (davon 520Alleinerziehende,
Kinder +
Familien
mit kleinem Einkommen
Jugendliche)
(Kreis-JobCenter,
AA) und psych.
50
Kranke in therapeutischen Wohngr.
25
Studenten
8000 bis 2012
Lesung, Konzert, Kino, Kabarett,
Theater
Sozialhilfeempfänger, Senioren in
Erhalten
einen Aufkleber,
der sie als
Grundsicherung,
Alleinerziehende,
Partner
auszeichnet
Familiender
mitKulturLoge
kleinem Einkommen
(Kreis-JobCenter, AA) und psych.
Kranke in therapeutischen Wohngr.
40 Ehrenamtliche
in 7 Teams
Modell Hamburg
1500 (davon 369 Kinder + Jugendliche)
Kulturloge Hamburg
47
e.V.
20
2011
3000 (in 2011)
1557
i.1.Qu. 2012
40 Ehrenamtliche
in 7 Teams
ALG I und II, Grundsicherung mit Rente,
Niedriglöhner,
Selbstständige
und
1500 (davon 369
Kinder + Jugendliche)
Freiberufler mit geringem Einkommen,
Azubis
47
72 überwiegend Ehrenamtlche
20
70
3000 (in 2011)
Nicht
- sonst
1557 Kino
i.1.Qu.
2012alles
22.000
Nicht
Kino - sonst alles
(in 2012)
ALG I und II, Grundsicherung mit Rente,
Staatliche
+ private
Kultur z.B.und
Niedriglöhner,
Selbstständige
ThaliaTheater,
Schauspielhaus,
Freiberufler mitDt.
geringem
Einkommen,
Kunsthalle,
Kampnagel, Planetarium,
Azubis
LiteraturHaus, Winterhuder Fährhaus,
Bucerius Kunstforum
ALG I und II, Grundsicherung, Rente,
Keine
staatlichen
Kulturhäuser,
nur
Niedriglöhner,
Selbstständige
und
private
Anbieter!
Freiberufler
mit geringem Einkommen,
Azubis
Modell Berlin
6000
Kulturloge Berlin
180
e.V.
70
2010
22.000
(in
72 2012)
überwiegend Ehrenamtlche
ALG I und II, Grundsicherung, Rente,
Niedriglöhner,
Selbstständige und
6000
Freiberufler mit geringem Einkommen,
Azubis
180
Modell Itzehoe + Westküste
"KulturLoge" (Arbeitstitel!) Westküste
e.V. zu gründen - Komplementär K|9
2014/15
tba
Modell Itzehoe + Westküste
tba
"KulturLoge" (Arbeitstitel!) Westküste
in Ermittlung
e.V. zu gründen - Komplementär K|9
in Ermittlung
2014/15
tba
Sozialhilfeempfänger, Senioren in
Grundsicherung,
Alleinerziehende, Familien
tba
mit kleinem Einkommen (JobCenter,
Sozialamt)
in Ermittlungund psych. Kranke in
therapeutischen Wohngruppen
in Ermittlung
Studenten
Lesung, Konzert, Kino, Kabarett, Theater,
Ausstellung, Festivals
Sozialhilfeempfänger, Senioren in
Staatliche
und private
Kultur
Grundsicherung,
Alleinerziehende,
Familien
mit kleinem Einkommen (JobCenter,
Sozialamt) und psych. Kranke in
therapeutischen Wohngruppen
Ausgeschlossen
Studenten
Angebot
Lesung, Konzert, Kino, Kabarett,
Theater
Nicht Kino - sonst alles
Nicht Kino - sonst alles
Lesung, Konzert, Kino, Kabarett, Theater,
Ausstellung, Festivals
Anbieter
Erhalten einen Aufkleber, der sie als
Partner der KulturLoge auszeichnet
Staatliche + private Kultur z.B.
ThaliaTheater, Dt. Schauspielhaus,
Kunsthalle, Kampnagel, Planetarium,
LiteraturHaus, Winterhuder Fährhaus,
Bucerius Kunstforum
Keine staatlichen Kulturhäuser, nur
private Anbieter!
Staatliche und private Kultur
Studenten
!
!!
!
!
Modell Marburg
Modell Hamburg
Modell Berlin
Konzept
Institutionen übernehmen
Registrierung, Loge ruft die Kunden an
und hinterlegt die Tickets an der AK.
Zahl + Alter der Kinder und persönliche
Vorlieben hinterfragt.
Leitlinien von LAIB & SEELE (s. Berliner
Tafel e.V.)
Persönliche, individuelle Kulturvermittlung
Gast plus Begleitung ist wichtig.
!
Leitlinien von LAIB & SEELE (s. Berliner
Tafel e.V.)
Persönliche, individuelle
Kulturvermittlung
Leitlinien von LAIB & SEELE (s. Berliner
Tafel e.V.)
Persönliche, individuelle Kulturvermittlung
Begleitservice in besonderen Fällen
Anmeldung
Vermittlung durch Sozialinitiativen und
–Institutionen, keinesfalls bei der Loge
direkt, keineModell
Einkommensobergrenze
Marburg
Konzept
Abholung
Institutionen übernehmen
Abholung
der Tickets
nurdieanKunden
der an
Registrierung,
Loge ruft
Abendkasse,
Nachweise
und hinterlegtohne
die Tickets
an der AK.
Zahl + Alter der Kinder und persönliche
Vorlieben
hinterfragt.
Ja,
auch Kinder,
wenn angemeldet
!
Bei Sozialträgern oder direkt KulturLoge
für 1 Jahr ff,
ObergrenzenModell
des Einkommens
Hamburg 900,- !
plus Kinder
Leitlinien von LAIB & SEELE (s. Berliner
Abholung
Tafel e.V.)der Tickets nur an der
Abendkasse
Nachweise
Persönliche, ohne
individuelle
Kulturvermittlung
Gast plus Begleitung ist wichtig.
Ja, auch Kinder, wenn angemeldet
Bei Sozialträgern oder direkt Kultur!oge
möglich, aber nicht zwingend - wollen
auch Bedürftige
erreichen,
Modell
Berlindie nicht bei
Sozialträgern erfasst sind.
Leitlinien von LAIB & SEELE (s. Berliner
Abholung
Tafel e.V.)der Tickets nur an der
Abendkasse,
ohne Nachweise
Persönliche, individuelle
Kulturvermittlung
Ja, auch Kinder, wenn angemeldet
Bei Sozialträgern oder direkt KulturLoge
für 1 Jahr
ff,
Einige
Hauptamtliche,
meist
Obergrenzen des Einkommens 900,- !
Ehrenamtliche.
Engagement
und
Leidenschaft
und
plus Kinder
Kenntnisse für Kultur
Abholung der Tickets nur an der
BAG
(Bundesarbeitsgemeinschaft)
Abendkasse
ohne Nachweise
www.kulturlogen-deutschland.de
www.kulturlogenforum.de
Ja, auch Kinder, wenn angemeldet
loser Zusammenschluss
Bei Sozialträgern oder direkt Kultur!oge
möglich,
aber nicht zwingend
Einige
Hauptamtliche,
meist - wollen
auch Bedürftige erreichen, die nicht bei
Ehrenamtliche.
Sozialträgern und
erfasst
sind.
Engagement
Leidenschaft
und
Kenntnisse für Kultur
Abholung der Tickets nur an der
BAG
(Bundesarbeitsgemeinschaft)
Abendkasse,
ohne Nachweise
www.kulturlogen-deutschland.de
www.kulturlogenforum.de
Ja, auch Kinder, wenn angemeldet
loser Zusammenschluss
Bei Beratungs- und Leistungsstellen oder
direkt KulturLoge möglich, aber nicht
zwingend
- wollen
auch +Kunden
erreichen,
Modell
Itzehoe
Westküste
die nicht bei Sozialträgern erfasst sind.
Leitlinien von LAIB & SEELE (s. Berliner
Abholung
Tafel e.V.)der Tickets nur an der
Abendkasse,
ohne Nachweise
Persönliche, individuelle
Kulturvermittlung
Begleitservice in besonderen Fällen
Ja, auch Kinder, wenn angemeldet
Begleitung für eingeschränkte Kunden
Bei Beratungs- und Leistungsstellen oder
direkt KulturLoge
möglich,
nicht
Einige
Hauptamtliche,
meistaber
Ehrenamtliche.
zwingend - wollen
auch Kunden
erreichen,
Verlässlichkeit,
Diskretion,
Sorgfalt
die nicht bei Sozialträgern erfasst sind.
?Einige Hauptamtliche, meist
Ehrenamtliche.
Mitgliedbeiträge
Spenden über
Engagement undund
Leidenschaft
und
„betterplace“
Kenntnisse fürPlattform
Kultur
?Einige Hauptamtliche, meist
Ehrenamtliche.
Mitgliedsbeiträge
Spenden und
Engagement und und
Leidenschaft
Kenntnisse für Kultur
in
Ermittlung
Einige
Hauptamtliche, meist Ehrenamtliche.
Verlässlichkeit, Diskretion, Sorgfalt
Mitgliedbeiträge, Fördergelder und Spenden
über „betterplace“ Plattform
Begleitung
Anmeldung
Bedingungen an die
ehrenamtlichen
Mitarbeiter
Vermittlung durch Sozialinitiativen und
–Institutionen, keinesfalls
der Loge
Verlässlichkeit,
Diskretion,bei
Sorgfalt
direkt, keine Einkommensobergrenze
Abholung
Dach-Organisation
Abholung der Tickets nur an der
Bundesverband
Deutsche
Kulturloge
Abendkasse, ohne
Nachweise
e.V.
Vergibt
„Lizenzen“
und
Vorschriften
Ja, auch Kinder, wenn angemeldet für
Satzung
Begleitung
Modell Itzehoe + Westküste
!
Abholung der Tickets nur an der
BAG
(Bundesarbeitsgemeinschaft)
Abendkasse,
ohne Nachweise
www.kulturlogen-deutschland.de
www.kulturlogenforum.de
Ja, auch Kinder, wenn angemeldet
loser
Zusammenschluss
Begleitung
für eingeschränkte Kunden
Mitgliedsbeitrag
Bedingungen an die
(Verein)
ehrenamtlichen
Finanzierung
Mitarbeiter
12,! p.a.
Verlässlichkeit,
Diskretion, Sorgfalt
Werbung
Dach-Organisation
70
% über persönlich
in sozialen
Bundesverband
Deutsche
Kulturloge
Einrichtungen,
20 % Flyer, 15 % über
e.V.
Zeitung
Vergibt „Lizenzen“ und Vorschriften für
Satzung
Auch
direkte Ansprache bei den „Tafeln“
BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft)
„Informationsund Anmelde-Flyer“
www.kulturlogen-deutschland.de
www.kulturlogenforum.de
loser Zusammenschluss
70
über persönlich in sozialen
BAG% (Bundesarbeitsgemeinschaft)
Einrichtungen,
20 % Flyer, 15 % über
www.kulturlogen-deutschland.de
Zeitung
www.kulturlogenforum.de
loser Zusammenschluss
Werbung
und Direktansprachen über
BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft)
Verbände
und Vereine. Kirche und Tafeln
www.kulturlogen-deutschland.de
und
Sozialeinrichtungen + Medienpartner
www.kulturlogenforum.de
loser Zusammenschluss
12,- ! p.a.
?
?
in Ermittlung
Mitgliedsbeitrag
(Verein)
Finanzierung
Aktuell
führt
K|9
Mitgliedsbeiträge und Spenden
Mitgliedsbeiträge
und Spenden
die
Gespräche
mit
den
Mitgliedbeiträge und Spenden über
Sozialeinrichtungen
und
!
„betterplace“ Plattform
Mitgliedsbeiträge undzur
Spenden
Mitgliedbeiträge,
und Spendenwie
Sozialträgern
Ausgestaltung
der Fördergelder
strategischen
über „betterplace“ Plattform
operationellen
Partnerschaften
für die KulturLoge
Westküste. Auch auf Landesebene
ist das Projekt
ausdrücklich gewollt.
Werbung
70 % über persönlich in sozialen
Auch direkte Ansprache bei den „Tafeln“
70 % über persönlich in sozialen
Werbung und Direktansprachen über
Einrichtungen, 20 % Flyer, 15 % über
Zeitung
„Informations- und Anmelde-Flyer“
Einrichtungen, 20 % Flyer, 15 % über
Zeitung
Verbände und Vereine. Kirche und Tafeln
und Sozialeinrichtungen + Medienpartner
K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
Seite 31
Seite 31
Titel: Dükerwand | Fotograf: Stefan Malzkorn
7.2
Arbeitstitel "KulturSchiene"
Als zweites konkretes Projekt verfolgt K|9, ebenfalls ausgerichtet auf den Kreis übergreifenden Verflechtungsraum am Rande
der
Metropolregion,
künstlerische
Gestaltungsformen
in
Bahnhöfen
und
Schienenverkehr
in
der
Region
Steinburg/Dithmarschen bis hinein nach Nordfriesland. In Niedersachsen rollt bereits Kunst über 300 Bahnkilometer von
Hamburg durch die Lüneburger Heide über die niedersächsische Landeshauptstadt bis nach Göttingen und Kassel. Hier hat
sich eine neuartige Zusammenarbeit von großen und kleinen Städten entwickelt. Im Mittelpunkt steht das Bahnfahren als
klimafreundliche und komfortable Form des Reisens. Bahnhöfe sollen stärker in den Fokus der Stadt- und Ortsentwicklung
rücken und funktionale Erweiterungen erhalten. Bahnhöfe werden (wieder) zum Zentrum der Mobilität. Die Kunstschiene in
Niedersachsen wird von der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg getragen und mit verschiedenen
Kooperationspartnern ständig ausgebaut. Dieses bereits funktionierende Projekt ist die Modellvorlage für eine auf regionale
Verhältnisse unserer Regionen hier in Schleswig-Holstein angepasste Variante. Zu verschiedenen Arbeitsforen sollen die
Kreativkräfte unserer Regionen eingeladen werden, eine Vorauswahl bestehender Verbindungen und Objekte für mögliche
Kunstaktionen zu diskutieren. Mit den Wirtschaftsvertretern der NOB, Metronom und der Deutschen Bahn steht K|9 in
Kontakt - ebenso mit der Metropolregion Hamburg. Weitere Wirtschaftsteilnehmer werden akquiriert.
K|9 sieht in diesem sehr komplexen Konzept den Mehrwert für unsere Region insbesondere in dem Aspekt der
interkommunalen Zusammenarbeit mit den regionalen Künstlern und mit der Wirtschaft. Projektiert ist ein zweijähriges
Arbeitsprogramm für die Vorbereitung und eine Gestaltungs- und Realisationsperiode von weiteren drei Jahren.
K|9 Koordination für regionale Kultur
PUNKT IM QUADRAT 2014
Seite 32
Seite 32
08 | Die Welt der Ks
Kultur
Der Genuss und die Anwendung künstlerischen Schaffens gehört zu den
wirklichen Bereicherungen des menschlichen Lebens. Kultur ist Teil der
Daseinsvorsorge.
Kommunikation
Ein Platz für kulturelle Dialoge und Visionen, eine Werkstatt für neue
Konzepte und Strategien im Kulturmanagement, ein Ort zur Qualifizierung
und Weiterbildung dienen der Kommunikation.
Kooperation
Initiierung von strategischen und operationellen Partnerschaften für Projekte
und deren Durchführung
Kommune
Die Region braucht eine innovative und zukunftsweisende Kulturpolitik für
eine zukunftsfähige Gestaltung der Kulturförderung und Unterstützung der
kulturellen Infrastruktur. Fehlende finanzielle Ressourcen, geringere Mobilität
und unzureichende Kommunikationsmöglichkeiten sind die
Herausforderungen im kulturell strukturschwachen Raum.
Kompetenz
Im Kulturbüro versammeln sich Menschen mit Perspektiven jenseits des
Tellerrands ohne Betriebsblindheit. Hier wird um die Ecke gedacht – nicht
nur, wenn die Gerade nichts mehr herzugeben scheint.
Konzept
Künstlerische Aktivitäten bündeln und kulturelle Identifikationsanker
entwickeln, um so die kulturellen Stärken der Region sichtbarer zu machen.
Konnexion
Allianzen sind Grundvoraussetzung einer funktionierenden gesellschaftlichen
Entwicklung. Vernetzung schafft Synergien und sogenannte Dependenzen
gemeinsamer Interessen.
Kreativität
Kreative Räume können nicht systematisch geplant, aber sehr wohl
konstruktiv gestaltet werden.
Kohäsion
Die Förderung der Vernetzung und die Unterstützung der Kulturakteure sind
zwingend notwendig für die Gestaltung des regionalen Kulturstandortes. Ein
leichterer Zugang zu kulturellen Angeboten und zur ästhetischen Bildung
fördert und festigt das Gemeinwohl, die Identifikation und die eigene
Kreativität - mithin den gesellschaftlichen Zusammenhalt über individuelle
Schwächen hinweg.
PUNKT IM QUADRAT 2014
K|9 Koordination für regionale Kultur
Seite 33
Seite 33
09 | Resümee
Daseinsvorsorge • Raumnutzung • Wettbewerb • Regionalentwicklung
Wir leben in Zeiten des permanenten Übergangs. Das macht die gelebte Gegenwart so schnell - das führt zu
Ermüdungserscheinungen, die ein Innehalten und die Pause notwendig machen. Dauert die Ruhephase zu lange, sind
Wiederaufnahme und Anschluss an das Geschehen umso
beschwerlicher. Manchmal geht sie auch dauerhaft in
Spannungslosigkeit, Langeweile und Vergessenheit über, die dann in kleinteiligen aber auch komplexeren sozialen Gebilden
oftmals als Gemütlichkeit gelebt wird. Im Einzelfall handelt es sich aber auch nur um Faulheit. Wenn die Reize ausbleiben,
führt dies unweigerlich in ein provinzielles Leben - mit allerhand "nix los hier!". Gerade ländliche Räume benötigen daher
Impulse, um Plattformen für Austauschprozesse zu bleiben. Neben anderen Faktoren ist hier auch die Forderung nach
kulturellem Handeln zu nennen.
Netzwerke sind in den beiden letzten Jahrzehnten zu einem pragmatischen Instrument der Regionalentwicklung geworden.
Die Bedeutung von Netzwerken, ihre Charakteristika, ihr ökonomischer und struktureller Nutzen ist erkannt worden.
Netzwerke gehören zu den positiven Standortfaktoren im Wettbewerb der Städte und Regionen. Die regionale
Kompetenzbündelung durch die Kulturschaffenden und die Aufdeckung der Innovationsstärken ist erklärtes Ziel auch im
ländlichen Raum. Die Prozinz lebt.
Kurz gefasst sind die erklärten Handlungsfelder einer lebendigen und Ziel gerichteten Arbeit von "K|9 Koordination für
regionale Kultur":
Initiierung und Weiterentwicklung des Netzwerkes
Entwicklung und Definition einer gemeinsamen Netzwerkstrategie
Projektakquisition und Finanzierung
Projektinitiierung, Projektmanagement und Information über Förderinstrumente
Information und Kommunikation
Kommunikationspflege und Information zu regionalen Wertschöpfungsketten
Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
Angebot themenspezifischer Seminare und Vorträge
Unterstützung bei der Kooperation
Partneridentifikation und Information zu Kooperationsbereitschaften
Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Vertretung und Präsentation des Kompetenznetzes im Außenfeld
Gleichzeitig fördert und fordert K|9 als Koordinationsstelle für regionale Kultur ein neues Bewusstsein zur Kultur als
Grundwert im Kontext der Daseinsvorsorge. Es geht um die Gewährleistung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Kultur gehört
zur Daseinsvorsorge und trägt bei zu einer neuen Vermessung der Regionalentwicklung über Kultur und Wissen. K|9 schließt
sich somit für den Kompetenzbereich Kultur den drei Zielbereichen der Regionalentwicklung an, wie sie durch das
Aktionsprogramm "Modellvorhaben der Raumordnung" (MORO) vom Bundesministerium für Verkehr und digitale
Infrastruktur (BMVI) handlungsleitend proklamiert sind:
Wettbewerbsfähigkeit stärken
Daseinsvorsorge sichern
Raumnutzung steuern
PUNKT IM QUADRAT 2014
K|9 Koordination für regionale Kultur
Seite 34
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Die Kulturpolitische Gesellschaft erklärte bereits 2011 die Bewahrung der Lebensgrundlagen zur kulturellen Aufgabe. Wie
kann der hierfür notwendige Bewusstseinswandel kulturell in unseren Lebensstilen wie kulturpolitisch in unseren
Institutionen, Gremien und Verfahrensprozessen praktisch werden? K|9 unterstützt die regionale Beantwortung dieser
Fragen.
Es gilt, den sozialen und kulturellen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken. Bildungsarbeit, Integration und
bürgerschaftliches Engagement sind hier unabdinglich. Die Relevanz und öffentliche Wahrnehmung von Kultur sind daher
unbedingt zu fördern. Kultur ist unverbrauchbare Ressource und Entwicklungsfaktor in ländlichen Räumen - eine Erkenntnis,
die das Kulturministerium des Landes Schleswig-Holstein dazu bewogen hat, der Landesregierung eine neue Kulturpolitik zu
empfehlen.
Die Akteure von K|9 bereiten sich darauf vor, an der jetzt anstehenden Umsetzung dieser neuen Kulturpolitik in der
Anwendung auf regionaler Ebene sich zu beteiligen - und zwar kreisübergreifend in Steinburg/Dithmarschen. K|9 avisiert den
KulturKnotenpunkt in unserem Kreis übergreifenden Verflechtungsraum am Rand der Metropolregion. K|9 versteht sich als
Koordinationseinheit für regionale Kultur mit Brückenfunktion zu den Kreativakteuren, der Wirtschaft und Politik.
Mithin unterstützt K|9 die regionale Zukunftsgestaltung an der Schnittstelle Politik-Kultur-Ökonomie und schafft als
Kybernetiker in der Wissens- und Kulturvermittlung Effekte für die Region. Es geht um die Beschleunigung des
der gemeinsamen Begriffsfindung
Wissenstransfers um Kultur. K|9 engagiert sich für eine erfolgreiche
Kultur basierte Stadt- und Regionalentwicklung. Hierbei
1 | Die Taktung
sind im Folgenden dokumentiert.
Vernetzung und Selbstverständnis
schlägt insbesondere
das soziokulturelle Herz von K|9, denn als Netzwerk steht das Wissen um Kultur und deren
01 | Status (Evaluation)
Vermittlung im Fokus.
Die Erfahrungen, die wir anlässlich
Im Wettbewerb um den Zuzug von
des "Runden Tisch Kultur" in der
Menschen, die Ansiedlung von
Diskussion mit der Kreisstadt Itze-
Unternehmen
nicht zuletzt
um
Die nachfolgende
Übersicht fasst die Grundpositionierung der
K|9 und
noch
einmal
tabellarisch zusammen.
hoe und dem Kreis Steinburg der
vergangenen
Monate
Touristen in der Region ist es un-
sammeln
verzichtbar, für den Ort ein eigenes
konnten, decken sich mit denen
aus anderenKoordination
Regionen für
insofern,
als
K|9
regionale Kultur
Kultur| Kommunikation | Kreativität | Konzept| Kooperation | Kommune | Kohäsion | Kompetenz | Konnexion
der Aufbruchgedanke, die Kultur
Schnittstelle
für die Identität der Stadt/Region
!
Markenimage zu entwerfen und zu
Innovationsbereitschaft der Kultur-
und ihrer Bürger stärker in den
01
K|9Vordergrund
Ziele, zu
abzustimmen.
| 04
Gerade in Hinblick auf die Leben-
(1) Ziele
rücken, überall
K|9 setzt sich ein für Kooperation, Vernetzung und das
digkeit der Stadt kommt der Kultur
Die Erfahrungen, die wir anlässlich
"Runden Tisch
in der Diskussion mit der Kreisstadt Itzehoe
Gestalt des
annimmt.
SoKultur"
unterschied2 | Mai 2013
und dem Kreis Steinburg der vergangenen Monate sammeln konnten, decken sich mit denen
aus anderen Regionen insofern,
als der
Aufbruchgedanke, die Kultur
für die Identität der Stadt/Region
lich die
Vorgehensweisen
durchund ihrer Bürger stärker in den Vordergrund zu rücken, überall Gestalt annimmt. So unterschiedlich die
Planung
& Ansätze
durchaus
ist doch die
ausVorgehensweisen
sind, ist doch
die sind,
Vernetzung
Ausrichtung, Nutzen,
maßgeblich eine Schlüsselrolle
zu. Kreativpotentials in der Region
Sichtbarmachen
des
Schritt für Schritt
In diesem Sinn zielt die Evaluation
Netzwerktypus
bestehender Aktivitäten mit Blick auf
Vernetzung der Kulturschaffenden das tragende Fundament
derfür Kulturschaffenden
die diversen Initiativen, die das
daraustragenentstehen.
Professionalität und Wirkung auf
de Fundament für die diversen
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
K|9 versteht sich als Zukunftsgestalter an der Schnittstelle Politik-Kultur-Ökonomie und engagiert sich für eine
darausBedeutende
entstehen.
erfolgreiche StadtentwicklungInitiativen,
mit regionalerdie
Strahlkraft.
Instrumente hierfür sind der Ideenreichtum
und die Innovationsbereitschaft der Kulturakteure in der Region. Die Basis für
"#$%#&!
K|9 !
+)&%,-./0%!
'($)%)*!
pflegen und die Kommunikation
Kurzübersicht &
K|9
bzw. Charakteristik
Öffentlichkeitsarbeit darauf
akteure in der Region.
Ziel der K|9-Arbeit ist es,
Imagekulturellen
und die Identität der
•dasden
und sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft,
das zu gründende
Stadt Itzehoe sowie auf die Beteili-
Netzwerk mit Koordinationsbüro für
gung und Akzeptanz der Bevölke-
Kultur in der Region Itzehoe wurde
rung der Stadt. So wird es erstmals
in der Vorbereitungsphase in wö-
für Itzehoe ein umfassendes Kul-
chentlichen Sitzungen erarbeitet.
turmonitoring geben, welches so-
Die Initiatoren von K|9 diskutierten
wohl die kulturelle Angebotssituati-
den gemeinsamen Ansatz und die
on in der Stadt als auch eine Bevöl-
theoretische Grundlage für die
kerungsumfrage zum Thema hat.
• Bildung, Integration und bürgerschaftliches Engagement
• und die Relevanz und öffentliche Wahrnehmung von Kultur in
der Gesellschaft zu fördern.
Bedingungen und Wirkweisen von
K|9 kooperiert mit den lokalen Akteuren aus Bildung, Wirtschaft, Kommunalverwaltung, Vereinen und
Verbänden, mit den Kreativakteuren
Bürgern. Ziel ist es, ein positives Imagepartnerschaftlicher
der Region zu
Abb.: Tripleund
Helixmit•den
3 Komponenten-Modell
verstetigen und den Standort der Region als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt für Künstlerinnen und Künstler,
Kulturschaffende und kreativwirtschaftlich tätige Personen zu stärken.
02 | Summe der Lebensformen
K|9
arbeitet in einem TraceLab
Kultur.
(Tradition und Innovation)
Der hier erzielte diskursive Konsens
!
(2) Ausrichtung
K|9 - die K|9
unabhängige
Gestaltungs- dient
und als Grundlage eines gemeinverstehtund
sichgemeinnützige
als ZukunftsgeKoordinationsplattform für Künstler und Kreative in der Region Itzehoe
stalter an der Schnittstelle Politik-
samen
Sprachgebrauchs
nach
formt
und System
das
Insbesondere setzt sich K|9 für die Wahrung und Förderung der Interessen der regionalen Kulturakteure im
innen und außen. Er
und undengagiert
kulturpolitischen DiskursKultur-Ökonomie
mit der Öffentlichkeit, Verwaltung
Politik ein. Studierte Fachleute aus der
Kulturwirtschaft, Stadtplanung, Soziologie und Medien bieten u.a. sachkundige Beratung der Kulturakteure in der
Selbstverständnis und
sich
für eine
erfolgreiche
StadtentRegion sowie Beratung der
Stadtpolitik
und deren
Verwaltung zur
Bedeutung der Kultur in der Stadt- und
Regionalentwicklung. K|9 agiert als Kompetenzpartner im Dialog mit der städtischen Kulturpolitik.!
dient als
-> seeking for traces of the future in the present
Kultur ist das verbindende Element
->zwischen
gedanklich
nahe
dem FuturZwei von Harald Welzer
den Menschen.
Ohne
gemeinsame kulturelle Identitäten
(Soziologe, Prof. für Transformationsdesign Uni Flensburg)
wäre Europa gar nicht denkbar. Die
wicklung mit regionaler Strahlkraft.
Voraussetzung der Ausgestaltung
Enquete-Kommission
Bedeutende Instrumente hierfür
einer zukünftigen Arbeit von K|9.
Deutschland« hat, auf dieser Er-
sind der Ideenreichtum und die
Die wesentlichen Schritte (1-10)
kenntnis basierend, Kultur als
!
»Kultur
in
"!
PUNKT IM QUADRAT 2014
K|9 Koordination für regionale Kultur
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in der Stadt. Der öffentliche Raum
Ansichten der Orte zu entwerfen.
Folgende Chancen für die Kultur in
ist Gestaltungs- und Erlebniswelt für
Hierbei
Medium Licht
der Region Itzehoe und die Politik
eine lebenswerte Stadt.
helfen, den bebauten - aber auch
im Kreis manifestieren sich in der
Erfolgreiche städtische Kulturarbeit
grünen Raum der Stadt als kulturel-
Arbeit von K|9:
fokussiert diese Räume und defi-
les Ereignis zu inszenieren. Durch
niert sie als Angebot an die Kultur-
Lichtkunst erfahren
die städtische
(3) Nutzen
schaffenden
Architektur und ihre öffentlichen
-
auch
deren
Leer-
stände.
kann
das
1
Sichtbarmachen und Auswertung des
Kreativpotentials und der Kreativwirtschaft
in der Region
2
Förderung der Innovationsbereitschaft und
Dialog der Akteure und der Politik
3
Gemeinsinn statt Wettbewerb in der
Projektentwicklung
4
Mehrwert für die Kultur und zielgerichtete
Öffentlichkeit
5
Projektentwicklung insbesondere für
genreübergreifende Kultur
6
Partizipation an Prozessen der Stadtpolitik
und der Kulturellen Bildung
7
Finanzierungsmodelle schaffen und
transparent machen
8
Dialog und Beratung zu kulturellen
Themenclustern
9
Praxisorientierte Moderation der drei
Ebenen Kultur - Wirtschaft - Politik
Räume besondere Ansichten.
In Beteiligung vielfältiger Bereiche
10 Ausblick
der Kulturschaffenden in Itzehoe ge-
Ansichten der Stadt: Kulturfest
staltet und feiert die Stadt ihr Fest:
Lichtkunst + Architektur = Lumen-
Leitbilder für die Gestaltungsarbeit
einer
lebendigen
Stadt
-
tektur: Das neue Kulturfest Itzehoes.
mithin
auch für die Kulturarbeit in Itzehoe entstehen
aus
den
Handlungs- und
des
gesamten
wesentlichen
Wirkungsfeldern
Stadtgefüges.
3
Die
| Nutzen & Ziele
besondere Eigenart und geschichtlich-kulturelle Prägung der
Kern-
stadt, des Klosters sowie anderer
Die Zielsetzung der Arbeit von K|9
Ortsteile
ist es, den
dürfen
nicht
verloren
Standort der
Region
gehen. Erweiternd zu den bisheri-
Itzehoe als Lebens- und Arbeitsmit-
gen
telpunkt
und
nicht
ausreichenden
für
Künstlerinnen
und
Kulturschaffende
und
Kulturanstrengungen in der Stadt
Künstler,
gilt es, neue Perspektiven auf die
kreativwirtschaftlich tätige Personen
Region
zu stärken und zu verstetigen.
und
außergewöhnliche
!
"!
(4) Netzwerktypus
K|9 ist ein Innovatives Netzwerk - es arbeitet in Form eines
Endogenen Top-Down-Netzwerks (12 % aller Netzwerke)
• Projektarbeit orientiert sich an vorzufindenden politischen und
ökonomischen Vorgaben
• Aktivitäten, die sich nicht nur für das Kompetenznetzwerk positiv
auswirken, sondern im Dienste für die gesamte Region gerichtet
sind (Standortmarketing)
Netzwerkverbund und Regionalentwicklung
Der Verbund als grundlegendes Instrument und Element für die
Generierung einer Kultur- und Wissensregion in Kreis- und
Landesgrenzen. Hierbei sind die kreativwirtschaftlichen Cluster das
generative Merkmal der kulturellen Wissensregion.
Das kulturelle Netzwerk stellt das strategische Ziel in Form einer
Kompetenzbündelung in der Region dar.
Identitätsanker in der Region werden sichtbar gemacht und dem
Wissen um eine eigene Kultur zugeordnet. K|9 wirkt mit an einer
auf Wissen und Kultur basierten Regionalentwicklung im Kreis.
02
Regionalentwicklung
• Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist Teil einer Wissen und
durch Innovation
Content orientierten Gesellschaft und übernimmt eine
Vorreiterrolle auf dem Weg in eine wissensbasierte Ökonomie in
Deutschland.
• Die Branche erweist sich als wichtige Quelle für originäre
Innovationsideen. Eine Innovations- und Wirtschaftspolitik mit dem
Ziel der Unterstützung und dem Ausbau der Innovationskraft in
Deutschland muss daher die Entwicklung der Querschnittsbranche
Kultur- und Kreativwirtschaft in ihre wirtschaftspolitische
Ausrichtung integrieren.
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Governance
Als Steuerungsinstrument für die qualifizierte Interaktion innerhalb
der regionalen Kulturallianzen ist die Einrichtung einer
Koordinationseinheit mit Brückenfunktion entwickelt. K|9 nimmt
die Funktion eines KulturKnotenpunkts ein.
03
Kultur konkret -
Projekte
Projektarbeit
(1) KulturLoge - die „Tafel“ zur Teilhabe sozial Schwacher am
kulturellen Leben
(2) KulturSchiene - Interkommunale Zusammenarbeit entlang des
Schienennetzes in Kooperation mit regionalen Kulturschaffenden
Vorbereitung
(3) Universitätswoche - Vortragswoche zu aktuellen Themen aus
unterschiedlichen Fakultäten in Kooperation mit den Hochschulen
des Landes und Hamburgs
(4) Kultur in den Häusern der Stadt - Konzert, Lesung, Diskussion
in Privathäusern und Firmen in der Region
Das Kulturkonzept der Landesregierung "Kulturspektiven Schleswig-Holstein" hat die Einrichtung von sogenannten
KulturKnotenpunkten angekündigt und will ein beratendes KulturForum im kommenden Jahr installieren.
K|9 setzt jetzt den Punkt im Quadrat.
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Bildnachweise
Seite 2
"Der Denker" von Auguste Rodin
All rights reserved, bpk, Staatliche Kunstsammlungen Dresden,
Werner Lieberknecht
Seite 4
Programm | Fotograf: OiMax
Some rights reserved - www.piqs.de“
Seite 8
Subway | Fotograf: Cliff
Some rights reserved - www.piqs.de
Seite 10
Auarell "Potlach der Klallam von James Gilchrist Swan
Seite 13
Nordkolleg Rendsburg
Seite 16
o) Sitzung KulturPlenum Landeshaus
(u) Flyer Professor Bernhard Schichtenberg / KulturDialog
Seite 17
Gänseblümchen mit Besuch | Fotograf: ICEMAN 123
Some rights reserved - www.piqs.de
Seite 18
Kulturpolitische Gesellschaft Kongressankündigung
Seite 19
Exponat aus der Serie "Salzwedel" | Fotograf: Stefan Malzkorn
All rights reserved
Seite 23
Penguin Computerspiel Screenshot
Seite 25
Deichstraße, Nikolaifleet Hamburg | Fotograf: Zeppelin
Some rights reserved - www.piqs.de
Seite 28
Titelmontage - Quelle unbekannt
Seite 31
Dükerwand | Fotograf: Stefan Malzkorn
All rights reserved
Seite 37
Exponat aus der Serie "Salzwedel" | Fotograf: Stefan Malzkorn
All rights reserved
Ratsfraktion Itzehoe
Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen zur Sitzung des Ausschusses für städtisches
Leben am 27.10.2014
Der Ausschuss möge folgendes beschließen:
Die Stadt Itzehoe entwickelt eine Planung für eine kommunale Willkommenskultur
Begründung:
Zuwanderung birgt viele gesellschaftliche Potentiale, gleichzeitig bedeutet sie aber auch eine
Herausforderung für die jeweils zuständigen Kommunen.
Kommunale Willkommenskultur braucht transparente Strukturen, offene Grundhaltungen und
für alle beteiligten Akteure einen weitestgehend verlässlichen Rahmen für ein gemeinsames
Handeln.
Wir als Stadt Itzehoe sollten gemeinsam mit den beteiligten Stellen eine kommunale
Handlungsempfehlung entwickeln, die dann mit ihrer Umsetzung für unsere zugewanderten
Menschen ein sichtbares Zeichen setzt sich in der neuen Umgebung wohl zu fühlen und sich
von Anfang an besser zurecht zu finden.
Itzehoe, den 10.10.2014
Eva Gruitrooy
Vorsitzende des
Ausschusses für städtisches Leben
Karl-Heinz Zander – Fraktionsvorsitzender  Eva Gruitrooy – Stellvertreterin  Henning Wendt
c/o Karl-Heinz Zander, Schillerstr. 5, 25524 Itzehoe, Tel: 01578/7786585, Mail: fraktion@gruene-itzehoe.de
Ratsfraktion Itzehoe
Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen zur Sitzung des Ausschusses für städtisches
Leben am 27.10.2014
Der Ausschuss möge folgendes beschließen:
Die Stadt Itzehoe beruft eine/n ehrenamtliche/n Beauftragte/n für Menschen mit
Migrationshintergrund
Begründung:
Die Zahl der Menschen die als Flüchtlinge in unsere Stadt kommen, nimmt stetig zu. Hieraus
ergeben sich vielfältige Aufgaben, die nur in gut funktionierenden Netzwerken gelingen
können.
Ein ehrenamtlich Beauftragter für Menschen mit Migrationshintergrund stellt ein wichtiges
Bindeglied zwischen den beteiligten Stellen, den Flüchtlingen und der Bevölkerung dar.
Itzehoe, den 10.10.2014
Eva Gruitrooy
Vorsitzende des
Ausschusses für städtisches Leben
Karl-Heinz Zander – Fraktionsvorsitzender  Eva Gruitrooy – Stellvertreterin  Henning Wendt
c/o Karl-Heinz Zander, Schillerstr. 5, 25524 Itzehoe, Tel: 01578/7786585, Mail: fraktion@gruene-itzehoe.de
Sitzungsvorlage
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
TOP: 12
Sitzung des Ausschusses für städtisches Leben
am 27.10.2014
Amt/Abteilung:
50/500
Empfehlung zur Beratung des TOP:
vertraulich
nicht vertraulich
Aktenzeichen:
Seite:
Art der Behandlung:
Beschlussempfehlung an die Ratsversammlung
endgültige Beschlussfassung
Anhörung/ Information
Anlagen:
500.01
Betreff:
Förderung sozialer Projekte im Haushaltsjahr 2014
Hier: pro familia - Wiedervorlage
Beschlussvorschlag:
Wird in der Sitzung formuliert.
Abweichender bzw. ergänzender Beschluss/ Empfehlung:
Verweisung an andere Ausschüsse:
Mitwirkung anderer Ämter?
Nein
Ja:
Beratungsergebnis:
Nein
Ja:
Gegenzeichn.
Amtsleiter
o.V.i.A.
in das Berichtswesen aufzunehmen
einstimmig
öffentlich
lt. Beschlussvorschlag
nichtöffentlich
abweichender/ergänzender Beschluss
mit Stimmenmehrheit:
Ja-Stimmen
Nein-Stimmen
Enthaltungen
Freigabe der Sitzungsvorlage für die Internetpräsentation durch
den Bgm. o.V. Amtsleiter
Nein
Ja
Itzehoe, Datum
Unterschrift Bürgermeister/Amtsleiter
13.10.2014
Gez. Dr. Koeppen
Beglaubigt:
STADT ITZEHOE
Der Bürgermeister
Erläuterungen
Seite ____
Ausschuss für
städtisches Leben
27.10.14
TOP 12
Im städtischen Haushalt 2014 stehen Mittel in Höhe von 9.000,00 € für die Förderung sozialer Projekte zur Verfügung. Aus diesem Etat werden 2.800,00 € zur Durchführung des Wohltätigkeitskonzertes im Rahmen des Weihnachtshilfswerkes am 11.11.2014 benötigt, da Theatermiete und Verpflegung des Musikkorps nicht aus Spenden und Eintrittsgeldern des Konzertes bestritten werden sollen. Die benötigten Mittel setzen sich zusammen aus 1.900,00 €
Theatermiete, 750,00 € Verpflegung der ca. 50 Musiker und 150,00 € GEMA-Gebühren.
Somit stehen noch 6.200,00 € zur Verteilung an Organisationen und Vereine zur Verfügung.
Mit Bewilligungsbescheid im September 2013 wurden alle Förderungsempfänger gebeten,
bis zum 30.06.2014 ihre Förderanträge 2014 zu stellen.
Unter Bezug auf die dem Sozialausschuss empfohlenen Leitlinien bei der Vergabe von Fördergeldern sollen die Antrag stellenden Institutionen und Vereine einen finanziellen Zuschuss erhalten,
 die Hilfs- und Beratungstätigkeiten (keine reine Unterhaltung) anbieten,
 weitgehend ehrenamtlich arbeiten und
 deren Angebot sich vorwiegend an Itzehoer Bürgerinnen und Bürger richtet.
In der Sitzung des Ausschusses für städtisches Leben am 08.09.2014 wurde die Mittelfreigabe für folgende Projekte beschlossen:
KIBIS/Teestube e. V.
2.000,00 €
Itzehoer Tafel
1.100,00 €
Hospiz-Förder-Verein
1.100,00 €
Wohltätigkeitskonzert WHW 2.800,00 €
Gesamt
7.000,00 €
Eine Entscheidung hinsichtlich der Förderung von „Pro familia“ wurde bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für städtisches Leben zurückgestellt. Allen Mitgliedern sollten zunächst die für die Verteilung der Mittel maßgebenden Leitlinien und der sog. „ Wille der
Selbstverwaltung“ zur Kenntnis gegeben werden.
Beides wurde dem Protokoll zur Sitzung des Ausschusses für städtisches Leben vom
08.09.2014 beigefügt.
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