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2015-03 - HAC 1905 eV

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Markt
Trendthemen
rückblick auf die expopharm 2014
Text: Gabi Kannamüller und Ruth Ney
Sie ist nicht nur ein wichtiger Branchentreffpunkt, sondern seit jeher auch ein Marktplatz für Innovationen: die
Expopharm, die in diesem Jahr turnusmäßig wieder in
München zu Gast war. Auf dem Gelände der Neuen Messe
präsentierten etwa 500 Aussteller innovative Produkte
und Konzepte, die Fachbesucher konnten darüber hinaus
an einer Reihe von Ausstellerseminaren teilnehmen oder
Vorträge in der Pharma-World anhören. APOTHEKE +
MARKETING bietet in dieser und der Novemberausgabe einen Querschnitt des Messegeschehens.
Im klassischen bayerischen Weiß-Blau präsentierte sich an den
vier Expopharm-Tagen der Himmel über München. Sonne und
Spätsommerwärme ließen den einen oder anderen Aussteller
jedoch auch mutmaßen, dass so mancher Fachbesucher statt
der Messehallen lieber Seen und Berge im Münchner Umland besucht hatte: Zumindest am ersten Tag der Expopharm
ging es in den Messehallen eher entspannt zu, Gedränge gab
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es kaum. Ausnahme: die bewährten Besuchermagnete. Dazu
zählen neben den EDV-Unternehmen u.a. die Anbieter von
Kosmetika, die Fachverlage und, in diesem Jahr besonders auffällig, der International Meeting Point.
Messe in Bewegung
Bereits in den vergangenen Messejahren war es zu beobachten: Eine Reihe von großen Arzneimittelunternehmen bleiben
der größten europäischen pharmazeutischen Fachmesse fern.
Auch ist die Zahl der aufwändig dimensionierten Messestände
mittlerweile überschaubar – nicht wenige Unternehmen haben
ihre Standfläche über die Jahre reduziert.
Mitten drin-- Ausgebaut wurde dagegen das Programm rund
um die Diskussionsplattform Pharma-World. Zentral gelegen,
hat sie die Funktion eines Marktplatzes übernommen, der nahezu kontinuierlich bespielt wird – mit Diskussionen sowie
Vorträgen, die den Zuhörern neben fachlichem Wissen auch
die Möglichkeit bieten, Fortbildungspunkte zu erwerben. Und:
Die Hersteller nutzen zunehmend die Chance, dort Neuheiten zu präsentieren – Produkte ebenso wie Konzepte – und die
Zuhörer direkt in den Messehallen „abzuholen“.
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Fokus Technik
Die Technikbranche nutzt die Expopharm seit jeher dafür, den
Apothekenleitern Produktneuheiten bzw. verbesserte EDVLösungen zu präsentieren. Themenschwerpunkte in München
waren z. B. das Rezeptscannen (u. a. mit dem Ziel der Zeit- und
Kosteneinsparung sowie als Schutz vor Retaxierungen) sowie
die Kommunikation mit den Kunden via mobilem Endgerät.
Im Folgenden: eine Auswahl.
awinta: zur e-ffizin jetzt auch aFon
Das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen präsentierte
auf der Expopharm mit dem aT1® ein all-in-one ApothekenTerminal, das alle Funktionen der Warenwirtschaft zentral
in einem Gerät integriert – vom Rezeptscan und Verkauf bis
zur automatischen Rezeptprüfung. Dies vereinfache nicht
nur die komplexen Abläufe am HV, sondern steigere zugleich
Qualität und Handlungssicherheit in der Apotheke, heißt es
dazu von awinta. Dort hat man zudem nach der Einführung
des Online-Bestellsystems e-ffizin mit aFon eine weitere
Onlinelösung entwickelt: Alle Funktionen von e-ffizin sind
jetzt auch eins zu eins in einer apothekeneigenen App ver-
fügbar, anwendbar auf iPhone oder Android-Handy. Zudem
kann über die Handykamera das Rezept fotografiert werden.
Per App lässt es sich anschließend über eine verschlüsselte und
sichere Datenverbindung vorab an die Apotheke übermitteln.
Pharmatechnik: Rezeptscanner und mehr
Die Benutzerfreundlichkeit im Alltag zu erhöhen und noch
mehr Zeit für das Beratungsgespräch zu schaffen, hat sich Pharmatechnik zum Ziel gesetzt. Und präsentierte deshalb auf der
Messe u. a. einen neuen Rezeptscanner für Ixos sowie xt. Ist
ein Kommissionierautomat installiert, wird das Medikament
automatisch an den HV gebracht. Stichwort Kommissionierer: Das Starnberger Unternehmen kooperiert künftig mit der
Mach4 Automatisierungstechnik GmbH, Bochum, und bietet
neben den beiden Geräten K2 und K2-s eine weitere kleinere
Automatenfamilie an (K2-m).
ADG: Kompaktkasse – technisch ausgefeilt
Im Mittelpunkt des Messeauftritts der ADG stand die neue
Kompaktkasse Adgrayce T. Das innovative Kassensystem ermöglicht einen sekundenschnellen Rezeptscan (das Unter-
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Markt
nehmen nennt 1,1 Sekunden pro Rezept), der
alle relevanten Rezeptdaten erfasst. Zudem bietet es die Möglichkeit zweier Bedienkonzepte
– klassisch oder als Tablet – etwa dann, wenn in
der Beratung der Bildschirm keine Barriere zum
Kunden darstellen soll.
CareFusion | Rowa: virtuell unterwegs
Die virtuelle Sichtwahl war in München einer
der Schwerpunkte von CareFusion | Rowa. Statt
realer Sichtwahlpackungen in den Regalen werden OTC- und Freiwahlprodukte den Kunden
auf großen Bildschirmen präsentiert. Sie lassen
sich per Touch steuern und sind mit dem Rowa-Kommissioniersystem gekoppelt. CareFusion | Rowa realisiert das Sichtwahlkonzept zusammen mit dem Unternehmen View’n’Vision,
das das Know-how für Technologie und Produktentwicklung
einbringt. Darüber hinaus präsentierte das Unternehmen aus
der Eifel – u. a. in einem Vortrag auf der Pharma-World – mit
ApoCheck ein neues Beratungsangebot. Kerngedanke dabei:
die Prozessabläufe in der Apotheke zu analysieren und festzustellen, an welcher Stelle in einem Prozess Probleme auftauchen. Das neue Programm liefert dem Apotheker anschließend
konkrete Handlungsvorschläge zur Optimierung der Abläufe.
PTA des Jahres 2014-- Nach einem spannenden Finale des Wettbewerbes „PTA des
Jahres 2014“ auf der Expopharm in München
stand die Siegerin fest: Lorena Denoville aus
der Ring-Apotheke in Neumünster.
Lauer-Fischer: vernetzt in die Zukunft
Eine vernetzte Plattform für die Apothekenführung der Zukunft hat Lauer-Fischer vorgestellt. Mit CGM Metis möchte das Softwarehaus über die bisher in Apotheken genutzten
Analysetools hinausgehen. So sollen neben statistischen Auswertungen – wahlweise auf Basis eigener Daten oder der Vergleichsdaten aus einem Apothekenpool – auch Prognosen durch
eine „Was-wäre-wenn-Simulation“ zu Aktionen oder Preisänderungen möglich sein. Die Auswertung liefere fundierte Entscheidungskriterien und Vorschläge, hieß es in einem Vortrag
in der Pharma-World, bei dem Metis vorgestellt wurde. Darüber hinaus sollen Plattformnutzer auch von der Kooperation
mit externen Beratern aus den Bereichen Mitarbeiterführung
und Steuern profitieren.
Jahr der Jubilare
Auf der Expopharm fanden sich auch eine Reihe von Jubilaren.
So gibt es ben-u-ron inzwischen seit 55 Jahren, bei awinta feierte man anlässlich der Expopharm fünfjähriges Bestehen, und
Linda blickt auf mittlerweile zehn Jahre zurück.
Linda: mit Pharmazie in die Zukunft
Für MVDA-Vizepräsident Ulrich Ströh war das zehnjährige
Bestehen von Linda Anlass, im Gespräch mit APOTHEKE +
MARKETING nicht nur auf die Erfolge der Apothekenko-
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operation zurück-, sondern auch nach vorne zu blicken. Mit
dem Projekt Linda 2020 will die Dachmarke ihre Mitglieder
auf dem Weg in eine „exzellente Zukunft“ begleiten. Ein Weg,
auf dem auch das Thema Pharmazie eine herausragende Rolle
spielen wird. So präsentierte die Kooperation auf der Messe
ein EDV-Tool, mit dessen Hilfe sich Arzneimittelinteraktionen per Knopfdruck festhalten, in einer Datenbank systematisch erfassen und auswerten lassen. Ziel ist u. a. das Erstellen
einer laufend fortgeschriebenen Dokumentation, die es dem
Apotheker ermöglicht, seine Patienten im Hinblick auf Interaktionen noch intensiver zu betreuen.
Messe-Schlaglichter
Auffällig gut vertreten waren auf der Messe neben den Anbietern von Kosmetika – hier in hohem Maße auch Naturkosmetik – und von Präparaten zur Nahrungsergänzung auch Unternehmen rund um die Mund- und Zahnpflege. Eine Novität
bot hier beispielsweise Dr. Liebe mit seiner neuen, verbesserten
Pearls & Dents. Sie enthält jetzt Perlen auf rein natürlicher
Basis, die vollständig biologisch abbaubar sind.
Selber testen-- Trendthema darüber hinaus: Selbsttests für
Kunden, die eine rasche Information über diverse persönliche
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Lesehilfen, die künftig auch in den Apotheken für
Durchblick sorgen wollen.
Gestochen scharfes Sortiment
Gesundheitsparameter ermöglichen. So präsentierte beispielsweise Stada Diagnostik die
Palette seiner Selbsttests und informierte die
Messebesucher zudem über Neuheiten wie den innovativen
DNA-Test Diagnostik Antidepressiva, der den Arzt u. a. bei
Wirkstoffwahl und Dosisfindung unterstützen soll.
Durchblick-- Zu den Trendsortimenten gehört offenbar auch
das der Gleitsichtbrillen: Wer durch die Messehallen bummelte, traf auf eine ganze Reihe von Anbietern bunter, moderner
Last but not least: Wie auf der Expopharm üblich, kamen auch all jene Messebesucher auf ihre Kosten, die Ungewöhnliches für ihr Apothekensortiment suchen – etwa eine Metallspirale zur
Haarentfernung oder Fußwärmepflaster, die, in
Socken geklebt, die Füße fünf Stunden warm halten. Und sie konnten sich zum Nischengebiet Tattoos kundig machen. Denn der erste Weg vom Tätowierer, so war an einem Messestand zu erfahren,
führe oftmals in die Apotheke – um sich zur Desinfektion und Nachbehandlung des neu erworbenen Hautschmucks beraten zu lassen. Mittlerweile
gibt es auch Spezialprodukte die dafür sorgen, dass
die Tattoos auch optisch ansehnlich bleiben. Mutige hatten
übrigens die Chance, sich gleich vor Ort eine dauerhafte Erinnerung an die Expopharm in München stechen zu lassen.
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