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Ausgabe vom 24.03.2015

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Dienstag, 24. März 2015
AZ 8355 Aadorf
Nr. 35 / 42. Jahrgang
/
Amtliches Publikationsorgan für die Gemeinden Elgg, Hagenbuch und Hofstetten – Lokalzeitung für die Gemeinde Aadorf
Redaktion: 052 511 27 27 / 052 511 27 29, Fax 052 511 27 28, Mail: redaktion@elgger-zeitung.ch – Inserate 052 511 27 19, Mail: verkauf@elgger-zeitung.ch, Fax 052 366 12 84, Mail: info@elgger-zeitung.ch
HEUTE AKTUELL
Wahlen
KANTON ZÜRICH – Die Stimmbürger
des kantons Zürich sind am 12. April aufgerufen, den Regierungsrat zu wählen.
SEITE 2
Jahresversammlung
HÄUSLENEN-AAWANGEN – An der
Jahresversammlung der Elektra-Korporation Häuslenen-Aawangen wurde
Walter Wizemann für seine 40-jährige
Tätigkeit geehrt.
SEITE 2
«Ächt
Schwiizerisch»
AADORF – Am Dienstag und Mittwoch,
24. und 25. März, gastiert der Zirkus Stey
unter dem Motto «Ächt Schwiizerisch»
in Aadorf.
SEITE 3
«Im Marsch um
die Welt»
HAGENBUCH – Unter diesem Motto
führte der Gemischte Chor Schneit ihren
alljährlichen und gut besuchten Unterhaltungsabend in der Mehrzweckhalle
Hagenbuch durch. SEITE 5
Erfreulich
AADORF – An der 71. Generalversammlung der Frauenriege fanden die 68
Frauen das prägende Element bestätigt,
nämlich den guten Zusammenhalt, die
Fröhlichkeit und die Dynamik unter den
turnenden Frauen.
SEITE 6
Grosse Bühne für die Ettenhauserin Astrid Keller
Die Aadorfer Anerkennungspreise 2013/14 wurden erstmals nach einem
zweijährigen Turnus verliehen. Die Jury wählte mit
Astrid Keller auch erstmals eine Frau zur Persönlichkeit des Jahres und
hatte damit zweifellos eine
gute Hand bewiesen.
AADORF – «Sie ist eine waschechte Ettenhauserin, sie ist über 30 Jahre in der
dortigen Bürgermusik, sie ist seit acht
Jahren Präsidentin des örtlichen Dorfvereins…» Dieser bekannten Klaviatur
musste sich Moderator Andreas Marti
gar nicht bedienen, um künstliche Spannung im Gemeindesaal zu erzeugen.
Der Name der Gewählten war nämlich
im Vorfeld bekannt. Nicht allen bekannt
waren hingegen die immensen und vielseitigen Tätigkeiten, die Astrid Keller seit
Jahrzehnten zum Gemeinwohl Aadorfs
ausübt. Rita Meier, langjährige Weggefährtin in einer Flötengruppe, hatte die
Ehre, bei der Laudatio mit der Aufzählung all der Ämter fortzufahren. In An-
betracht des Umfangs die stark gekürzte
Version: 27 Jahre Vizedirigentin der Bürgermusik, Ausbildnerin von Jungbläsern,
in diversen OK’s und Institutionen, in der
Musikschulkommission, im Pfarreirat, in
den Schulbehörden von Ettenhausen
und Aadorf. Verständlich, dass das Publikum nach Erwähnung so vieler Verdienste herzhaften Beifall folgen liess, die
Kleinen aus der Musikschule ein Ständchen brachten und die Bürgermusik Ettenhausen stramm konzertierte. Astrid
Keller bedankte sich auf alle Seiten, besonders auch bei ihrem Mann André, der
die Mutter dreier Töchter bei ihren häufigen Abwesenheiten jeweils entlastet.
Beim darauf folgenden Unterhaltungsteil
zauberte das Duo «Gemeinsam» eine artistische, akrobatische und theatralische
Note auf die Bühne.
Joel Untersee und Louis Hirst
Weil der Anlass letztes Jahr ausgefallen
war, erhöhte sich mit der Anzahl der Nominationen auch deren Qualität. Für die
Jury keine leichte Aufgabe, auch wenn
alle Nominierten ein Preisgeld in unterschiedlicher Höhe entgegen nehmen
durften. In der Kategorie «Erwachsene
Einzel» hatte der Fussballer Joel Unter-
Moderator Andy Marti stellte Astrid Keller, Persönlichkeit des Jahres 2015, unversehens ins Rampenlicht.
see die Nase vorn. Über Winterthur, FC
Zürich und Juventus Turin landete er
beim Super-League Verein FC Vaduz,
wo er sich einen Stammplatz erkämpf-
te. Seine Zukunft ist indessen ungeklärt.
Überraschend hingegen sein spontan gefällter Entscheid, das Preisgeld von 500
Franken dem SC Aadorf zu schenken.
Bilder: Kurt Lichtensteiger
Sozusagen als Dank an den Verein, von
wo seine beachtliche Karriere seinen Anfang nahm. Eine vorbildliche Geste.
FORTSETZUNG AUF SEITE 4
«Eine mega-coole Sonnenfinsternis»
Auf der Sternwarte
Eschenberg verfolgten
am Freitag rund 500 Gäste, darunter allein 100
Primarschülerinnen und
-Schüler von Klassen aus
Winterthur Seen das angekündigte Naturschauspiel
bei schönstem Wetter.
WINTERTHUR – Das sechsköpfige Demonstratorenteam der Sternwarte hatte
sich sorgfältig auf die gross angekündigte Sonnenfinsternis vorbereitet, bot
neben den beiden fest installierten Publikumsfernrohren zusätzlich im Garten
der Sternwarte mit kleinen Instrumenten weitere Beobachtungsmöglichkeiten
und beantwortete unzählige Fragen.
Auch ein soziales Meeting
Die Gäste erwiesen sich als sehr diszipliniert und standen für ihr Beobachtungserlebnis geduldig an. Das grosse Kontingent
an Sonnenfinsternisbrillen, die auf dem
Eschenberg zum Selbstkostenpreis abgegeben wurden, war zwar auch sehr rasch
aufgebraucht, doch mit gut-zwischenmenschlichem «Brillen-Sharing» kamen
wohl die meisten Gäste zumindest für
einige Augenblicke in den Genuss eines
persönlichen Augenscheins – und erst
noch zu anregenden Kontakten... Schön
war auch, dass sich zu dieser Sonderführung der Winterthurer Sternwarte ein äusserst gemischtes Publikum einfand. Von
den Zweitklässern aus Winterthur-Seen,
über Familien mit noch kleinen Kindern
Für die Beobachtung des seltenen Naturschauspiels waren auf dem Gelände der Sternwarte
Bild: agw
Eschenberg verschiedene Zusatzgeräte aufgebaut. bis zu gestandenen Seniorinnen und Senioren waren einfach alle Altersgruppen vertreten, sozusagen ein Generationentreffen
aus natürlichem Anlass... Für die Schulen
gab es noch je einige Bastelsets für die von
der Uni Bern geplante Forschungssonde
«Cheops», die ab 2017 Ausschau nach extrasolaren Planeten halten soll. Die Kinder
sind im Rahmen dieser Aktion vom Astronomischen Institut der Uni zusätzlich
zu Zeichnungen eingeladen: 3 000 dieser
Kinderzeichnungen sollen dann in miniaturisierter Form auf einer Plakette mit in
den Weltraum reisen.
Telefonanrufe im 5-MinutenTakt
Markus Griesser, der langjährige Leiter
der Sternwarte Eschenberg, berichtete
von harten Zeiten, die er in den letzten Tagen «himmelsbedingt» durchzustehen hatte: «Erst kam die Sonntags-
ternde Feedbacks – sogar von Kindern.
Die Teilnahme an der So-Fi sei «megacool», meinte ein kleines Mädchen, wobei nicht ganz klar wurde, ob damit jetzt
das Naturschauspiel oder einfach nur die
ausgefallene Schulstunde gemeint war…
– Immerhin wird es in Winterthur besonders geschätzt, dass sich eine wissenschaftliche Organisation wie die lokale
Astronomische Gesellschaft uneigennützig und mit rein ehrenamtlich tätigen
Mitarbeitenden für die breite Öffentlichkeit engagiert und mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis für die
ganz unterschiedlichen Gäste auch einen
solchen Grossanlass meistert, meinte ein
Die maximale Verfinsterung trat um 10.34 Uhr
ein. Am Sonnenrand sind an mehreren Stellen
Gasauswürfe, sogenannte Protuberanzen, zu
erkennen. Bild: Gianni Tiloca, Sternwarte Eschenberg
begeisterter Teilnehmer beim Abschied.
MARKUS GRIESSER
nacht, in der ich wegen des um 20.45
Uhr mutmasslich in der Innerschweiz
gefallenen Meteoriten durch die vielen
Telefonanrufen sogar aus dem angrenzenden Ausland gar nicht mehr ins Bett
kam», berichtet er. Doch am Mittwoch
und vor allem auch am Donnerstag sei
dann nochmals ein heftiges Anruf-Gewitter über ihn hereingeprasselt, diesmal
durch die vielen Interessenten für die ja
praktisch überall ausverkauften Sonnenfinsternisbrillen. «Die Telefonanrufe
kamen zeitweilig im 5-Minuten-Takt.
«Doch da ich ja Leiter einer Sternwarte und kein Brillenhändler bin, musste
ich die meisten Interessenten auf unsere
Sonderführung vertrösten», lacht er.
Viel Lob für ehrenamtliche
Arbeit
Griesser und sein Team erhielten während der Sonderführung viele aufmun-
Der Ablauf der Sonnenfinsternis, dokumentiert in einer Collage.
Bild: Dani Luongo, Sternwarte Eschenberg
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