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JUSTUS-LIEBIGUNIVERSITÄT
GIESSEN
Fachbereich Rechtswissenschaft
Prof. Dr. Dr. h. c. Walter Gropp
Wiss. Mitarb. Sebastian Hoffmanns
Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im Wintersemester 2014/2015
Hausarbeit
Bearbeitungszeit: 01.08. – 15.10.2014
A und B waren seit ihrer gemeinsamen Schulzeit gut befreundet. Allerdings ist B, nachdem er
sich vergeblich um eine Ausbildungsstelle bemüht hatte, auf die schiefe Bahn geraten und hat
sich an einem Bankraub beteiligt. Als er A davon erzählt, verlangt dieser, dass B sich
umgehend bei der Polizei stellt. Ansonsten werde A ihn anzeigen. B hält davon überhaupt
nichts und verlässt A mit den Worten „Das wird Dir noch leidtun, Du Verräter!“.
Am nächsten Tag ruft B bei A an und gibt vor, sich für den Vorfall entschuldigen zu wollen.
Hierzu schlägt er vor, dass sie sich am Abend bei einer abgelegenen Grillhütte im
Naherholungsgebiet, die während ihrer Jugend ihr Lieblingstreffpunkt war und die den Winter
über geschlossen hat, treffen, um nochmal in Ruhe über die Angelegenheit vom Vortag zu
sprechen. A ist einverstanden und fährt mit dem Taxi zum vereinbarten Treffpunkt. Um auf
die Versöhnung anzustoßen, hat B eine Flasche Wodka mitgebracht, die die beiden
gemeinsam ungefähr zur Hälfte leertrinken. Der nicht so trinkfeste A ist danach sichtlich
betrunken (0,7‰ BAK) und auch B ist mit einem BAK von 0,8‰ nicht mehr ganz nüchtern,
allerdings aufgrund seiner Trinkgewohnheiten nicht so betrunken wie A. Nun zieht B ein
Messer aus der Tasche und fordert A auf, ihm sein Smartphone und seine Jacke zu übergeben.
A, der B zwar körperlich überlegen ist und ihm das Messer aus der Hand schlagen könnte,
will dieses Risiko aufgrund seiner Trunkenheit nicht eingehen und kommt B’s Aufforderung
nach. B wirft, wie von Anfang an geplant, das Smartphone auf den Boden und tritt so lange
darauf herum, bis es zerbricht. Die Jacke zieht er sich über, schwingt sich auf sein Fahrrad
und lässt den A desorientiert bei -8°C an der Grillhütte stehen. Hierbei ist er sich bewusst,
dass es für den alkoholisierten A lebensgefährlich sein kann, die Nacht ohne Jacke im Freien
zu verbringen. Nachdem A eine Stunde orientierungslos umhergeirrt ist, entdeckt ihn der
zufällig vorbeikommende Nachtwanderer N und ruft dem stark unterkühlten A einen
Rettungswagen.
Nachdem sich A wieder vollständig erholt hat, beschließt er, sich an B zu rächen und ihn zu
verprügeln. Dazu wartet er vor Bs Haustür auf B. Als B herauskommt und A sieht, läuft er vor
ihm weg. A ruft ihm zu „Mal sehen, wie weit Du kommst, bevor ich Dir die Beine breche“
und läuft hinterher. Beim Laufen stolpert B über eine Unebenheit auf dem Gehweg und fällt
auf die Straße, wo er von P’S Auto erfasst wird und regungslos auf dem Boden liegen bleibt.
A denkt, dass B sich nur leicht verletzt hat und aus eigener Kraft wieder aufstehen kann. Er
gibt sein Vorhaben, B zu verprügeln, auf, da er der Meinung ist, dass B seine Lektion gelernt
hat und geht nach Hause. Tatsächlich ist B lebensgefährlich verletzt und verstirbt nach kurzer
Zeit am Unfallort. Auch ein sofort herbeigerufener Arzt hätte ihn nichtmehr retten können.
Prüfen Sie die Strafbarkeit aller Beteiligten nach dem StGB.
Umfang der Bearbeitung:
Die Arbeit darf den Umfang von 25 DIN A4 Seiten nicht überschreiten. Hiervon ausgenommen sind
Deckblatt, Sachverhalt, Literaturverzeichnis und Gliederung, die der Fallbearbeitung voran zu stellen
und mit römischen Ziffern zu nummerieren sind. Auf der linken Seite ist ein Korrekturrand von 1/3 der
Seite frei zu lassen. Der Rand an den übrigen Seiten sollte 1,5 cm betragen. Im Übrigen sind die
formalen Hinweise für die Anfertigung von Prüfungshausarbeiten, die im Downloadbereich der
Webseite des Prüfungsamtes abrufbar sind, einzuhalten.
Abgabe der Arbeit:
15.10.2014, bis spätestens 10:00 Uhr Abgabe an der Professur Gropp (Licher Straße 76, 35394
Gießen) oder Einwurf ins Postfach der Professur Gropp bzw. per Post. Bei der Zusendung per Post ist
das Datum des Poststempels entscheidend. Eine Verlängerung der Abgabefrist ist nicht möglich.
Neben der schriftlichen Ausarbeitung ist die Hausarbeit zur o. g. Frist als elektronische Fassung (Nur
eine Datei; Benennung: IhrNachname.IhrVorname.doc, .docx oder .pdf) abzugeben. Verwenden Sie
hierfür bitte den „Abgabeordner für digitale Fassungen der Hausarbeit“ im Dateienbereich der
Übung in Stud.IP. Ihre Datei kann nicht von anderen Studierenden heruntergeladen werden. Mit der
Abgabe erklären Sie Ihr Einverständnis, dass die elektronische Fassung bei Bedarf auf Plagiate
überprüft wird.
Sonstiges:
Der Sachverhalt ist urheberrechtlich geschützt, insb. das Einstellen in Foren oder soziale Netzwerke
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Sport
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