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Ausgabe 6 | 26. März 2015
Inhalt
Dax-Treasurer werden CFO
2
9
CFOs aus dem Treasury bleiben aber Mangelware
Die Karriereoption CFO bleibt für Treasurer spannend. Erst kürzlich wechselten einige prominente Treasury-Chefs in diese Position. So übernimmt
Henner Böttcher eine Position als CFO von Lehigh Hanson, einer Tochter
von HeidelCement in Nordamerika. CFO zu werden kann für einige der
logische nächste Schritt auf der Karriereleiter sein. Allerdings sind CFOs mit
Treasury-Hintergrund an der Spitze des Dax-80 (MDax und Dax) weiterhin
die Ausnahme. Lediglich 3 Prozent haben nach einer Analyse von F­ INANCE
im vergangenen Herbst, dem Schwestermagazin von ­DerTreasurer, diesen
Background. Kam der CFO-Nachwuchs in der Vergangenheit stark aus dem
Controlling, hat inzwischen eine andere Zunft die Nase vorn.
3
10
So lief der Ratingprozess von SAP
Der frischgebackene SAP-Treasury-Chef Steffen
Diel sprach mit uns über das erste Rating des
Dax-Konzerns und die neue Anleihe.
Würth automatisiert RMB-Cash-Pooling
Der Schraubenhersteller führt ein automatisiertes
grenzüberschreitendes Renminbi-Cash-Pooling
ein und erhofft sich davon mehr Effizienz.
BSH: Schrickel wird US-CFO
Nach rund 20 Jahren im Finanzressort wird Kai
Schrickel CFO in Nordamerika. Ein Nachfolger
wird demnächst bekanntgegeben.
Aufmacher
Software
Personen & Positionen
2
6
9
SAP löst Tranche von ConcurBrückenkredit ab
Der neue SAP-Treasury-Chef Steffen Diel
über das erste Rating des Dax-Konzerns
9
Aktuelle Stellenangebote
Dax-Treasurer werden CFO
Cash Management
3
Würth automatisiert RMB-Cash-Pooling
Litreca: Zahlungsverkehr in SAP
Mit Ltc|Bank soll der Zahlungsverkehr direkt
aus dem SAP-System heraus gesteuert
­werden / Compliance-Risiken reduziert
6Veranstaltungen
Finanzen & Bilanzen
Risiko Management
5Top-Finanzierung
8
Merck begibt Yankee-Bonds über 4
Milliarden US-Dollar
5
Heideldruck senkt Zinslast
Druckmaschinenhersteller begibt
Wandelschuldverschreibung
5Finanzierungsticker
Schweiz vor Einführung von EmirÄquivalent
Schweiz lernt aus Emir-Fehlern und macht es
Unternehmen dennoch schwer
10 BSH: Schrickel geht in die USA
Nachfolger wird demnächst bekanntgegeben
10 Treasurer-Wechsel bei HeidelCement
Asset Management
12 Anlagealternative Mischfonds
Zuletzt schwache Performance / Absicherung
in Krisen
Aufmacher 2
Wavebreakmedia/Thinkstock/Getty Images
Ausgabe 6 | 26. März 2015
Der Weg nach oben ist beschwerlich - besonders wenn es über die Treasury-Abteilung hinausgehen soll.
Dax-Treasurer werden CFO
CFOs aus dem Treasury bleiben aber Mangelware / Talent-Management gefordert
D
ie Karriereoption CFO bleibt für Treasurer
spannend. Erst kürzlich wechselten einige
prominente Treasury-Chefs in diese Position. So übernimmt Henner Böttcher eine Position
als CFO von Lehigh Hanson, einer Tochter von
HeidelCement in Nordamerika. Zufälligerweise
fast zeitgleich wechselt der langjährige TreasuryChef der BSH Hausgeräte, Kai Schrickel, ebenfalls
nach Nordamerika. „Der Wechsel ins operative
Geschäft war für mich ein logischer Schritt nach
20 Jahren im Finance-Bereich“, sagt Schrickel
(vgl. Seite 10). Die Mehrheitsübernahme durch
Bosch hat Schrickel genutzt, um die nächste
­Karrierestufe zu erklimmen.
Bereits im vergangenen Herbst hat Matthias
Heiden den Schritt gewagt, CFO von SAP Deutschland zu werden. SAP suchte einen Nachfolger für
den Deutschland-CFO Rouven Morato, der ein
sechsmonatiges Sabbatical plante und danach
eine neue Rolle im Konzern einnehmen wollte.
Heiden bewarb sich für den Posten und machte
das Rennen: „Das war die Chance, vom Stab wieder in das operative Geschäft zu wechseln und
das, was ich als CFO im kleinen Schweden schon
trainiert hatte, nun in Deutschland zu vertiefen“,
sagt Heiden (vgl. Titelgeschichte Print 1-2015).
Auch Lanxess-Treasurer Christoph Koch tritt in
diesen Tagen seine neue Rolle als CFO an. Im Gegensatz zu den vorgenannten übernimmt er keine
Rolle als Regional-CFO innerhalb des Konzerns,
sondern wechselt in den Mittelstand: als CFO
des wesentlich kleineren Chemieunternehmens
Hüttenes-Albertus in Düsseldorf. Es lockte die gesamtkaufmännische Herausforderung: Koch wird
in der zweiköpfigen Geschäftsführung für die Finanzressorts Treasury, Controlling und Accounting
verantwortlich sein. Hinzu kommen Recht und IT,
aber auch Personal, Einkauf, Beteiligungen und
Strategie. „Das ist der Reiz der neuen Aufgabe“,
erklärt Koch seinen Wechsel gegenüber DerTrea-
»»Jetzt war es an der Zeit, den
nächsten Schritt als CFO zu
machen.«
Christoph Koch, ab 1.4. Hüttenes-Albertus
surer. „Ich war zehn Jahre im Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank und über zehn Jahre
im Treasury bei Lanxess. Jetzt war es an der Zeit,
den nächsten Schritt als CFO zu machen.“
CFO zu werden kann für einige der logische
nächste Schritt auf der Karriereleiter sein. Allerdings sind CFOs mit Treasury-Hintergrund an der
Spitze des Dax-80 (MDax und Dax) weiterhin die
Ausnahme. Lediglich 3 Prozent haben nach einer
Analyse von FINANCE im vergangenen Herbst,
dem Schwestermagazin von DerTreasurer, diesen Background. Ein Großteil der CFOs stammt
weiterhin aus dem Controlling, wie etwa beim
jüngsten Wechsel bei Lanxess, wo ControllingChef Michael Pontzen Anfang April die Nachfolge
von CFO Bernhard Düttmann antreten wird.
Allerdings hat ebenfalls nach der FINANCEErhebung inzwischen ein anderer Berufszweig
dem Controlling, das vor wenigen Jahren mit 35
Prozent der Dax-80-CFOs noch klar führend war
(heute 20 Prozent), den Rang abgelaufen. Berater
von McKinsey & Co. übernehmen inzwischen häufiger den CFO-Posten. Ihr Vorteil: Sie haben bei
vielen verschiedenen Mandanten Erfahrungen gesammelt, die sie für die Unternehmenssteuerung
einsetzen können. „Manche Unternehmen wählen auch bewusst einen externen Kandidaten, um
einen Kulturwandel herbeizuführen“, sagt Karl
Markel, Geschäftsführer bei der Personalberatung
Treasury Executives 53°. Allerdings sieht er die
Unternehmen in der Verantwortung, eigene Talente zu fördern. „Ein guter Treasurer oder Controller ist noch lange kein guter CFO, dieser Schritt
bedarf einer intensiven Vorbereitung.“ Als CFO
fielen rund 80 Prozent der Aufgaben als ­Treasurer
weg, die Verantwortung für neue Bereiche kommt
hinzu. Wer auf die CFO-Posten kommen will, muss
das planen und sich coachen lassen, betont Markel. „Autodidakten, denen alles in die Wiege fällt,
sind eher die Ausnahme.“ mad
Cash Management 3
Ausgabe 6 | 26. März 2015
News
Würth automatisiert Renminbi-Cash-Pooling
Zahlungsverhalten:
Bargeld dominant
HSBC führt automatisiertes grenzüberschreitendes Renminbi-Cash-Pooling ein
GTB: Banken im Nahen
Osten holen auf
Banken aus dem Nahen
Osten könnten ihren Anteil
am globalen TransactionBanking-Markt in den
kommenden zehn Jahren um
mehr als 25% steigern. Das
erwartet die Mehrheit der von
der Internetplattform iGTB
befragten Banker der Region.
Wie hoch ihr GTB-Anteil derzeit ist, teilte iGTB nicht mit.
D
ie Würth-Gruppe wird in Kürze
als eines der ersten deutschen
Unternehmen eine vollautomatisierte
Lösung zum grenzüberschreitenden
Cash Pooling in Renminbi in Betrieb
nehmen. Ein entsprechendes Mandat
hat der Schraubenhersteller jetzt der
HSBC erteilt: „Seit dem vergangenen
August übertragen wir unser Renminbi-Cash bereits manuell über die
Landesgrenzen hinweg und steuern es
damit zentral“, sagt Philip Guzinski,
Head Treasury Services Würth Finance:
„Jetzt folgt die Automatisierung.“
Und damit mehr Effizienz, bessere
Transparenz und höhere Sicherheit im
Cash Management.
Würth hat einen Sitz in der Freihandelszone in Schanghai. Zwar ist
grenzüberschreitendes Cash Pooling
seit letztem November landesweit
erlaubt. Den dafür notwendigen Mindestumsatz von 5 Milliarden Renminbi
(730 Millionen Euro) in China erfüllen die Schwaben aber nicht. „Dass
Würth innerhalb der Freihandelszone
Shanghai sitzt, hat das Projekt erleich-
tert“, sagt Gabriele Schnell, Head of
Payments und Cash Management der
HSBC in Deutschland. Grundsätzlich
bietet HSBC jetzt aber allen deutschen
Kunden unabhängig vom Standort der
chinesischen Töchter das vollautomatisierte Renminbi-Cash-Pooling an.
Würth
Bargeld ist in Deutschland
weiterhin das meistgenutzte
Zahlungsmittel beim Einkauf.
Das geht aus einer aktuellen Studie der Bundesbank
hervor. Privatpersonen begleichen demnach 53% ihrer
Einkäufsumsätze mit Cash,
genauso viel wie 2011. Es
folgt die girocard mit 30%
der Umsätze. Mobile Bezahlverfahren haben sich noch
nicht durchgesetzt.
Vorreiter in China: die Würth-Gruppe
So funktioniert das System bei Würth:
In der Freihandelszone befindet sich
das Masterkonto des chinesischen
Cash Pools. Am Ende eines Arbeitstages werden die Konten der 28
chinesischen
Würth-Gesellschaften
über dieses Konto glattgestellt. Das
Masterkonto wiederum wird über ein
spezielles deutsches Konto von Würth
ausgeglichen, inzwischen automatisiert. „In Bezug auf Cash Management ist China für uns damit nun fast
ein Land wie jedes andere“, sagt Guzinski. Ausnahme: Es gibt Obergrenzen für die Kapitalzu- und abflüsse,
die über den Cash Pool laufen dürfen.
„Diese Limits werden zwischen Kunde
und Bank festgelegt und orientieren
sich an Kennzahlen wie dem Working
Capital und dem Eigenkapital“, sagt
Schnell. Bei Cash Pools außerhalb der
Freihandelszone in Schanghai müsste
auch die PBoC den Limits zustimmen.
Für Würth stellen die Quoten kein
Problem dar: „Sie schränken uns nicht
ein“, sagt Guzinski. Der Schraubenkonzern will in China weiter wachsen.
Außerdem stellt er die Bezahlung der
chinesischen Lieferanten sukzessive
auf den Renminbi um. Perspektivisch
werde man die Quoten daher anpassen können, meint Schnell: „Dass die
chinesische Zentralbank PBoC die
Kontrolle über die Kapitalflüsse völlig
aufgibt, kann ich mir im Moment aber
nicht vorstellen.“deb
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Ausgabe 6 | 26. März 2015
News
Top-Finanzierung
Enterprise Holdings
begibt neuen Bond
Merck begibt Yankee-Bonds über 4 Milliarden US-Dollar
yangphoto/iStock/Thinkstock
VW International
Finance begibt Hybrid
Neuer Hybrid-Bond für VW
Volkswagen hat über seine
niederländische Finanzierungsgesellschaft eine Hy­brid­­
anleihe über 2,5 Mrd. Euro
begeben. Die erste Tranche
über 1,1 Mrd. Euro wird mit
2,5% verzinst. Der zweite
Bond über 1,4 Mrd. Euro hat
einen Kupon von 3,5%. Die
erste Tranche hat die früheste
Rückzahlungsmöglichkeit
im März 2022, die zweite
im März 2030. BNP Paribas,
Commerzbank, JP Morgan
und Bank of America Merrill
Lynch haben VW bei der
Transaktion begleitet.
Demire stockt Anleihe
auf
Die Demire Deutsche Mittelstands Real Estate hat
einen im September 2014
begebenen Bond um 50
Mio. Euro auf 100 Mio. Euro
aufgestockt. Die Aufstockung
erfolgte im Rahmen einer
reinen Privatplatzierung bei
institutionellen Investoren.
Die Anleihe hat eine Laufzeit
bis September 2019 und wird
mit 7,5% verzinst. Die Anleihebedingungen gelten fort.
M
erck setzt die Finanzierung
der geplanten Übernahme des
US-Konzerns Sigma-Aldrich fort. Für
den größten Zukauf der Firmengeschichte des Darmstädter Chemieund Pharmaunternehmens mit einem
Kaufpreis von 17 Milliarden US-Dollar
hat der Konzern jetzt eine Anleihe über
4 Milliarden US-Dollar (rund 3,6 Milliarden Euro) platziert. Es war die erste
Emission einer Yankee-Anleihe für den
Darmstädter Konzern.
Merck wurde bei der Transaktion
von Clifford Chance beraten, die Hausbanken waren als Bookrunner mandatiert. Die Emission erfolgte über die
US-Tochtergesellschaft EMD Finance
und war nach Angaben des Unternehmens überzeichnet. An den Papieren
zeigten sich vor allem US-Investoren
interessiert. „Diese erste US-Anleihe
in der Unternehmensgeschichte von
Merck zeigt, dass wir mit unserer
konservativen Finanzpolitik auch außerhalb Europas auf großes Interesse
stoßen“, sagt Merck-CFO Marcus
Kuhnert. Das Unternehmen wird derzeit von Moody’s mit Baa1 bewertet
Merck KGaA, Darmstadt Deutschland
Der Versicherer mit Sitz in
Gibraltar begibt einen neuen
Bond mit einem Volumen von
85 Mio. Euro. Die Anleihe
wird mit 7% verzinst und
läuft fünf Jahre lang. Enterprise Holdings war das erste
ausländische Unternehmen,
das einen Mini-Bond über
den Entry Standard an der
Deutschen Börse platziert hat.
Für diese Mittelstandsanleihe
läuft gleichzeitig zur Neu­
emission ein Umtauschangebot. 35 Mio. Euro des
Volumens sind für Inhaber
der 2017 fällig werdenden
Anleihe reserviert.
Merck begibt den ersten Yankee-Bond.
und hält ein A flat-Rating von S&P. Der
Ausblick der Ratings ist allerdings negativ.
Die Investmentgrade-Schuldverschreibung ist in fünf Tranchen mit
Laufzeiten zwischen zwei und zehn
Jahren unterteilt. Die erste Tranche
mit einer Laufzeit von zwei Jahren
hat ein Volumen von 250 Millionen
US-Dollar. Sie wird variabel mit 0,35
Prozent über dem dreimonatigen USDollar-Liborsatz verzinst. Alle weiteren
Tranchen sind festverzinst. Die dreijährige Tranche über 400 Millionen USDollar wird mit 1,7 Prozent verzinst.
Die fünfjährige 750 Millionen Dollar
schwere Tranche hat einen Kupon von
2,4 Prozent. Die größten Tranchen sind
die Bonds mit den längsten Laufzeiten.
Die Tranche mit sieben Jahren Laufzeit
hat ein Volumen von 1 Milliarde USDollar, die zehnjährige Tranche umfasst sogar 1,6 Milliarden US-Dollar.
Sie werden jeweils mit 2,95 Prozent
und 3,25 Prozent verzinst.
Im vergangenen Dezember hatte
der Pharmakonzern für die Finanzierung des M&A-Deals bereits eine Hybridanleihe mit zwei Tranchen über
1,5 Milliarden Euro begeben. Das Unternehmen erwartet, die Übernahme
des US-Life-Science-Konzerns SigmaAldrich Mitte 2015 abschließen zu
können.ako
Heideldruck senkt Zinslast
Druckmaschinenhersteller begibt Wandelschuldverschreibung
H
eidelberger Druckmaschinen arbeitet daran, die Finanzierungsstruktur zu verbessern. Dazu hat das
SDax-Unternehmen eine unbesicherte
und nicht nachrangige Wandelschuldverschreibung mit einem Volumen
von 58,6 Millionen Euro platziert. Das
teilte der Druckmaschinenhersteller
am Mittwoch mit. Die Wandelschuldverschreibung hat eine Laufzeit von
sieben Jahren, das Bezugsrecht der
Aktionäre ist ausgeschlossen. Der
Kupon beträgt 5,25 Prozent. Damit
zahlt der Druckmaschinenhersteller
deutlich weniger als im Jahr 2013,
als das damals noch angeschlagene
Unternehmen 8,5 Prozent für einen
Wandler über 60 Millionen Euro mit
einer Laufzeit von lediglich vier Jahren
(Juli 2017) hinlegen musste.
Die Wandelschuldverschreibung
wurde innerhalb weniger Stunden bei
institutionellen Investoren außerhalb
der USA platziert, hieß es. Die Zeichner
haben das Recht, zu einem späteren
Zeitpunkt ihre Anteile in Aktien umzuwandeln. Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei 3,11 Euro.
Bei dem neuen Papier räumt sich
der Druckmaschinenhersteller selbst
eine Call-Option ab Ende April 2018
ein, von der er Gebrauch machen
kann, wenn der Wert der zugrunde liegenden Aktien über einen festgelegten Zeitraum den Referenzkurs um 30
Prozent übersteigt. Die Zeichner der
Wandelschuldverschreibung haben ihrerseits das Recht, ab Ende März 2020
eine vorzeitige Rückzahlung zum
Nennbetrag zu verlangen. Begleitet
wird die Finanzierung von der Deutschen Bank, der BNP Paribas und der
LBBW als Joint Bookrunner und Joint
Lead Manager. Mit den Erlösen aus
der Emission will der Vorstand um CFO
Dirk Kaliebe das aktuelle Niedrigzins-
umfeld nutzen, um die Finanzierungsstruktur und das Fristigkeitenprofil von
Heideldruck zu verbessern. Die Erlöse
sollen auch zur teilweisen Rückzahlung eines High-Yield-Bonds eingesetzt werden, der im April 2018 fällig
wird und mit 9,25 Prozent verzinst ist.
Heideldruck hat nach mehreren
Jahren harten Sparens vor kurzem die
Weichen wieder auf Wachstum gestellt. Im vergangenen Jahr schaffte es
den Sprung zurück in die Gewinnzone;
erst vor wenigen Wochen kündigte der
Vorstand die Übernahme des niederländischen Unternehmens für Druckereibedarf PSG an.san
Finanzierungsticker
+++ Senator Entertainment begibt Anleihe über 11,8 Mio. Euro +++ Nanogate
fließen durch Kapitalerhöhung 11,6 Mio. Euro zu +++ Brenntag erhält Baa3Langfristrating von Moody‘s, Ausblick stabil +++ Alstria Office Reit sammelt mit
Kapitalerhöhung 102,7 Mio. Euro ein +++ Tui kündigt Rückzahlung der 300 Mio.Euro-Hybrid-Anleihe an +++ BBG erhält stille Beteiligung von BayBG +++ SeniorRatings der Volkswagen Financial Services und der Volkswagen Bank verbessern sich bei Moody’s von A3 auf A2 +++ Ratingausblick von BMW verbessert sich
bei Moody‘s von stabil auf positiv +++
Software 6
Ausgabe 6 | 26. März 2015
Litreca: Zahlungsverkehr in SAP
News
Fintech-Award für
Bellin
L
Flughafen München
nutzt Technosis
Der Flughafen München hat
sich Anfang März im TreasuryBereich für die TechnosisSoftware entschieden. Außerdem wil die HX Holding,
der ehemalige Gea-Bereich
Heat Exchangers und heute
in Besitz des PE-Fonds Triton,
im Treasury mit Technosis
arbeiten. In den Bereichen
Cash Management und
automatische Verbuchung
(SAP-Anbindung) wird die
HX Holding künftig ATAQProdukte einsetzen.
itreca hat eine neue Lösung für den
Zahlungsverkehr entwickelt. Mit
dem Modul Ltc|Bank wird der gesamte
Zahlungsverkehr direkt aus einer
SAP-Anwendung heraus abgewickelt.
„Dadurch benötigen Unternehmen
keine E-Banking-Systeme mehr, die
zwischengeschaltet sind“, sagt Martin
Hasenberg, Vorstand der Litreca AG.
Für das Unternehmen habe das zweierlei Vorteile: Einerseits entfällt ein
Rechner, der bei E-Banking-Modulen
vorgehalten werden muss. Andererseits erhöhe sich auch die Sicherheit.
„Die Zahlungsdateien werden direkt
in SAP generiert und dann an die
Hausbank weitergeleitet“, erklärt Hasenberg. „Das ist sicherer, als wenn
die Daten noch zwischengespeichert
werden, und unterstützt das Thema
Compliance.“
Die Bankkommunikation ist laut
Unternehmensangaben als Folgeaktivität klassischer Transaktionen der
Finanzbuchhaltung angelegt, es handelt sich daher um eine Erweiterung.
GMT Global Market Touch aus Norderstedt (bei Hamburg) zusammengegangen sind.
Während Sax sich besonders
auf Lösungen in SAP spezialisiert
hatte, hatte GMT eine eigenständige
Treasury-Lösung im Angebot. „Heute
können wir sowohl Kunden in SAP
oder auch Non-SAP bedienen“, erklärt
Martin Hasenberg. mad
Litreca
Bellin hat bei den ersten
FinTech Innovation Awards
den Preis für das beste
Treasury-ManagementSystem 2015 gewonnen. Der
Anbieter wurde von Swift
für den Award nominiert, die
Verleihung des Preises fand
in London statt.
Mit Ltc|Bank soll der Zahlungsverkehr direkt aus dem SAP-System heraus gesteuert
­werden / Compliance-Risiken reduziert
Litreca-Vorstand Martin Hasenberg
Alle integrierten Hausbanken werden
automatisch für die Konfiguration vorgeschlagen. Für die Freigaben gibt es
einen Workflow. Litreca bietet das Produkt als integriertes Modul oder als
Stand-alone-Lösung an.
Für Litreca ist das Modul Ltc|Bank
die erste Neuentwicklung nach der
Fusion vor rund einem Jahr. Dieses
hatte der Anbieter bereits gegenüber
DerTreasurer angekündigt, als das Sax
Systemhaus mit Sitz in Stuttgart und
Veranstaltungen
30.-31.03., in Frankfurt am Main
Finanzmathematik für das
Risikomanagement
07.-08.04., in Hamburg
Devisenmanagement
14.-15.04. in Wien
Treasury Operations
06.05., in Köln
3. Cash Management Campus
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3. CAS H
MANAGEMENT
CAMPU S
Austausch auf Augenhöhe
6. MAI 2015 – WOLKENBURG, KÖLN
Der Jahrestreff für Treasurer & Cash Manager geht in die 3. Runde!
VERANSTALTER
Die Impulsthemen 2015
China öffnet sich:
die Renminbi-Liberalisierung nutzen
Standardisierung im Zahlungsverkehr:
der Siegeszug von ISO20022 XML
Niedrigzinsen:
Wie Firmen ihr Cash jetzt anlegen können
Geopolitische Risiken:
Cash Management in schwierigen Märkten
PARTNER
Die Impulsgeber 2015
Dr. Sigurd Dahrendorf,
Leiter Konzernfinanzierung,
Knorr-Bremse AG
Dr. Klaus Gerdes,
Head of Corporate
Finance/Treasury,
ALTANA AG
Roland Mittenhuber,
Head of Corporate
Finance & Treasury,
OSRAM Group
Peter Radtke,
Head of Corporate
Finance & Treasury,
KUKA Aktiengesellschaft
Programm- und Referentenauszug
Programmdownload: www.cash-management-campus.de
FÖRDERER
7 | DerTreasurer | Ausgabe 6 | 26. März 2015ANZEIGE
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Risiko Management 8
Ausgabe 6 | 26. März 2015
News
Schweiz vor Einführung von Emir-Äquivalent
Schutz vor
Insolvenzanfechtung
Schweiz lernt aus Emir-Fehlern und macht es Unternehmen dennoch schwer
Prokon-Forderung über
Debitos verkauft
Über die Forderungsbörse
Debitos hat ein Gläubiger
in dem Insolvenzverfahren
des Windparkprojektierers
Prokon eine Forderung von
11,3 Millionen Euro verkauft.
Er erzielte dabei eine Quote
von gut 30%. Über die
Insolvenzquote herrscht noch
Unsicherheit.
D
ie erste Hürde hat das Schweizer
Finanzmarktinfrastrukturgesetz
(FinfraG) genommen: Am vergangenen Freitag stimmte der Nationalrat
dem Gesetz zu, mit dem die Eidgenossen ihre Regeln für den außerbörslichen Derivatehandel den internationalen Standards anpassen wollen.
Das FinfraG ähnelt der EU-Derivateregulierung Emir – allerdings
mit entschärfter Reportingpflicht für
die Unternehmen der Realwirtschaft,
den sogenannten NFCs. Sie müssen
konzerninterne
Derivategeschäfte
nicht melden. Eine entsprechende
Ausnahme bewilligte jetzt der Nationalrat. Deutsche Treasury-Abteilungen
können daher durchatmen. „Aufgrund
dieser Ausnahme rechnen wir nicht
damit, dass deutsche Unternehmen
mit Schweizer Tochtergesellschaften
von der Meldepflicht gemäß FinfraG
betroffen sind“, sagt Martin Sadleder, Gründer der Treasury-Beratung
Treamo. Entsprechend dem ursprünglichen FinfraG-Entwurf hätte die
deutsche Mutter ein konzerninternes
Geschäft nach Emir melden müssen –
und zusätzlich die Schweizer Tochter
nach FinfraG. Die Meldung nach FinfraG fällt nun weg.
Darüber hinaus liegt die Meldepflicht für externe Transaktionen nur
Sean/iStock/Thinkstock/Getty Images
Der Kreditversicherer Coface
bietet jetzt eine Versicherung
gegen Insolvenzanfechtung
an. In einigen Fällen ist die
Absicherung durch die klassische Kreditversicherung
ausreichend. Da Anfechtungen aber bis zu zehn Jahre
rückwirkend möglich sind,
können Forderungsverluste
in Millionenhöhe entstehen.
Diese Deckungslücke soll die
neue Anfechtungsversicherung schließen.
Das bessere Emir: Die Schweiz arbeitet daran.
bei der Bank: „Schließt eine Schweizer
NFC ein Geschäft mit einer Schweizer
Bank (FC) ab, so ist diese zur Meldung,
auch für die NFC, gesetzlich verpflichtet“, so Sadleder.
Damit räumt die Schweiz zwei Erleichterungen ein, die deutsche Corporates kürzlich in Bezug auf Emir eingefordert haben (DerTreasurer 03/2015).
Martin Schneider von der Schweizer
Treasury-Beratung Tomato Finance+IT
würde sich dennoch eine stärkere
Anlehnung von FinfraG an Emir wünschen: „Europaweit einheitliche inhaltliche Vorgaben würden Schweizer Unternehmen das Reporting erleichtern.“
Für ihre EU-Töchter müssen Schweizer
Firmen ohnehin bereits nach Emir
melden. Eine weitere Schwierigkeit:
Schließt ein Schweizer Unternehmen
Derivate mit Banken außerhalb der
Alpenrepublik ab, gilt die Befreiung
von der Meldepflicht nicht generell,
sagt Treamo-Berater Sadleder: „Das
Unternehmen müsste zunächst in Erfahrung bringen, ob die Bank nach
FinfraG meldet.“ Falls nicht, muss es
dies selbst übernehmen. Das dürfte in
der Praxis zu Problemen führen.
FinfraG wird wohl frühestens Anfang 2016 in Kraft treten. Nun muss
der Ständerat abstimmen. „Wir sind
gespannt, welche Anpassungen am
Entwurf noch vorgenommen werden“,
sagt Schneider. Anschließend wird die
Finanzmarktaufsicht Finma Ausführungsbestimmungen erlassen. deb
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Personen & Positionen 9
Ausgabe 6 | 26. März 2015
Lanxess
Bernhard Düttmann verlässt den
Chemiekonzern Lanxess
nach vier
Jahren als
Finanzchef
überraschend. Bis Ende März
ist er noch als CFO bei den
Kölnern tätig. Düttmann
wolle sich neuen beruflichen
Herausforderungen widmen,
heißt es. Sein Nachfolger wird
der bisherige ControllingChef Michael Pontzen.
Heinz-Hermann Hellen
wird neuer Finanzchef der
Deutschen Leasing. Der
bisherige Leiter Controlling
soll künftig unter anderem
die Ressorts Finanzen,
Treasury und Controlling
verantworten. Hellen übernimmt das Amt von Paul
Dillenberger, der die Deutsche
Leasing Ende März verlässt
und sich in den Ruhestand
verabschiedet. Der 65-jährige
Dillenberger war seit 1985
für die Leasinggesellschaft
tätig und gehörte seit 2000
der Geschäftsleitung an.
Mark Johnson ist von dem
Softwareanbieter Reval zum
Managing Director für den
Bereich EMEA Sales berufen
worden. Zuletzt agierte er
als Head of Sales bei dem
US-Dienstleistungsunternehmen Broadridge Financial
Solutions.
Küppersbusch
Der Küchengerätanbieter
Küppersbusch hat seine
Geschäftsführung erweitert
und Petra Fischer zum CFO
berufen. Sie
verantwortet
die Finanzen
seit Februar,
wie das
Unternehmen
erst vor kurzem mitteilte. Die
44-jährige Österreicherin war
zuvor in verschiedenen
Führungspositionen als
Geschäftsführerin, Leiterin
Finanzen und Controllerin in
mittelständischen Unternehmen und internationalen
Konzernen tätig.
SAP löst Tranche von Concur-Brückenkredit ab
Der neue SAP-Treasury-Chef Steffen Diel über das erste Rating des Dax-Konzerns
S
AP hat erneut am Bondmarkt zugeschlagen: Der Softwarekonzern
platzierte gestern eine Anleihe über
1,75 Milliarden Euro. Der Bond besteht aus einer Zweijahrestranche über
500 Millionen Euro, die mit 17 Basispunkten über dem Dreimonats-Euribor
verzinst wird, einer Fünfjahrestranche
über 650 Millionen Euro (30 bps über
dem Dreimonats-Euribor), sowie einer 600-Millionen-Euro-Tranche über
zehn Jahre mit einem fixen Kupon
von 1 Prozent. „Das ist der niedrigste
10-Jahres-Kupon eines deutschen
Emittenten gemeinsam mit BMW“,
erklärt der seit vergangenen Oktober
amtierende Treasury-Chef Steffen Diel.
Damit hat der Dax-Konzern die
Tranche A der Brückenfinanzierung für
die Übernahme des Cloudspezialisten
Concur über 4 Milliarden Euro nun
komplett abgelöst. Bereits im November 2014 hatte SAP zu diesem Zweck
eine Anleihe über 2,75 Milliarden Euro
platziert. Die Tranche B der Brückenfinanzierung über 3 Milliarden Euro
läuft drei Jahre. 500 Millionen Euro
konnte SAP mit dem jetzt platzierten
Bond bereits refinanzieren.
Auch die Emission eines US-Bonds
hatten die Walldorfer geprüft, sich
aber dagegen entschieden. Dank des
im vergangenen September veröffentlichten Ratings steht dem Konzern
diese F­ inanzierungsquelle nun zur Verfügung. Das Ratingprojekt hatte die
Jens Küsters
News
SAP-Treasury-Chef Steffen Diel
SAP-Führung bereits Anfang des Jahres 2014 auf Vorschlag der TreasuryAbteilung angestoßen. „Es war eine
strategische Entscheidung und hatte
nichts mit der Concur-Übernahme zu
tun“, sagt Diel, der vor seiner Beförderung zum SAP-Treasury-Chef rund
acht Jahre für den Bereich Treasury
­Finance zuständig war.
Der Dax-Konzern ist jahrelang
ohne Rating gut gefahren: Die Debütanleihe im März 2010 über 1 Milliarde
Euro war mehrfach überzeichnet, die
vierjährige Tranche wurde mit 2,5
Prozent, die siebenjährige mit 3,5 Prozent verzinst – für damalige Verhältnisse ein günstiger Kupon. Es folgten
weitere Anleihen. „Trotz sehr guter
Finanzierungskonditionen haben wir
dennoch regelmäßig 20 bis 25 Basispunkte mehr gezahlt, als es unserer
Kreditwürdigkeit entsprach“, erklärt
Diel. Der angepeilte „Business Case“,
mit dem Rating die Finanzierungskosten zu senken, ging auf: „Als wir
die Ratings – A von S&P und A2 von
Moody’s – im September veröffentlicht
haben, sind im Sekundärmarkt unsere
Spreads sofort um 20 bis 25 Basispunkte zurückgegangen“, sagt Diel.
Dass der Ratingprozess und die
Mega-Übernahme parallel abliefen,
hatte Konsequenzen: Die Verschuldung von SAP schwoll im Zuge der
Concur-Akquisition auf 11 Milliarden
Euro an. „Darauf wollten wir die Ratingagenturen vorab vorbereiten“,
sagt Diel. Auf anonymisierter Basis
– der geplante Deal sollte keinesfalls
frühzeitig durchsickern – hatte die
Treasury-Abteilung zuvor die Implikationen für die Kapitalstruktur und die
zusätzliche Verschuldung mit Moody’s
und S&P durchgesprochen. „So konnten wir sicherstellen, dass das Rating
die geplante Verschuldung aufgrund
des Deals schon berücksichtigt.“ Eine
Herabstufung oder ein negativer Ausblick kurz nach der Veröffentlichung
wäre bei den Investoren wohl nicht
gut angekommen.deb/mad
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Personen & Positionen 10
Ausgabe 6 | 26. März 2015
BSH: Schrickel geht in die USA Treasurer-Wechsel
Nachfolger wird demnächst bekanntgegeben
bei HeidelCement
K
H
ai Schrickel wird neuer
in den vergangenen Jahren
CFO North America der
viele unterschiedliche ProBSH Hausgeräte GmbH. Ab
jekte. Zu den Highlights
1. April wird der 51-Jährige
zählen aus seiner Sicht die
am Standort Irvine, KaliforEuro-Einführung bei BSH, die
nien, als regionaler CFO für
Implementierung und WeiThemenbereiche wie Contterentwicklung von Finanzrolling , Rechnungswesen, IT, Kai Schrickel
software (unter anderem
HR, Recht und Compliance
als Co-Innovationspartner
verantwortlich zeichnen. „Der Wech- von SAP) im Finanzbereich und die
sel ins operative Geschäft war für mich Renminbi-Anleihe-Transaktionen, bei
ein logischer Schritt nach 20 Jahren denen BSH ebenfalls zu den Vorreitern
im Finance-Bereich“, sagt Schrickel. zählte (siehe Titel DerTreasurer WinterEin Nachfolger stehe schon fest und ausgabe 2011).
wird demnächst bekanntgegeben. Der
Als Entwicklungskunde von SAP
Konzern, der lange ein Gemeinschafts- stand BSH auch Pate für das Finanzunternehmen der Robert Bosch GmbH planungssystem, das demnächst an
und Siemens AG war (Umsatz 2013: den Markt gebracht wird. M&A-seitig
10,5 Milliarden Euro), war im vergan- war Schrickel an Akquisitionen in der
genen September komplett von Bosch Türkei und in Polen sowie am Verkauf
übernommen worden.
von Aktivitäten in Südamerika beteiKai Schrickel hat das Treasury bei ligt. „Besonders die Erfahrungen im
der BSH ab 1994 aufgebaut und ver- M&A-Bereich, in dem ich sehr schnell
antwortete seit 1998 als Group Trea- Unternehmen ganzheitlich beurteilen
surer den Bereich Finanzen. Als Senior und Zukunftsstrategien entwickeln
Vice President, Corporate Finance, In- musste, helfen bei der neuen Rolle“,
surance and M&A begleitete S­ chrickel sagt Schrickel. mad
enner Böttcher (Foto) hat seinen
Posten als Treasury-Chef bei HeidelCement abgegeben und ist jetzt
Senior Vice President und CFO von
Lehigh Hanson. Unter deren Dach
hat der Heidelberger Baustoffkonzern
seine Nordamerika-Aktivitäten gebündelt. Böttcher war bereits seit Juni
2006 Group Treasurer bei Heidelberg
Cement.
Seine Nachfolge als Group
Treasurer
wird
Severin Weig antreten. Er war zuletzt Director of
Treasury, Tax, Risk
Henner Böttcher
and Insurance bei
Hanson Building
Products, die HeidelCement inzwischen verkauft hat. Davor war Weig
seit 2012 als Treasury Manager bei
Heidelberg Cement und für Nordamerika, Osteuropa, Indien, Bangladesch
und Israel zuständig.ako
Mehr über den Wechsel lesen Sie
Online.
HeidelbergCement
50Hertz
Udo Giegerich verlässt
50Hertz nach
etwas mehr
als vier
Jahren als
CFO. Wie der
Übertragungsnetzbetreiber mitteilte,
wolle der Manager sich im
Herbst einer neuen Herausforderung im F­ inanzbereich
widmen. Giegerich hatte den
Finanzbereich bei 50Hertz
nach dem Verkauf des Unternehmens durch Vattenfall
maßgeblich mit aufgebaut
und eine IT-Abteilung etabliert, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Sein
Nachfolger steht bereits fest:
Marco Nix, bislang Leiter
Controlling, übernimmt die
Position Anfang Juli. Der
40-Jährige soll dann das
Capex-Programm von
50Hertz umsetzen. Die Berliner wollen in den kommenden zehn Jahren 5 Mrd. Euro
investieren.
BSH
News
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Ausgabe 6 | 26. März 2015
News
Anlagealternative Mischfonds
Weitere Zuflüsse im
ETF-Markt
Zuletzt schwache Performance / Absicherung in Krisen
Starke Nachfrage nach
High Yield
Das QE-Programm beflügelt
den High-Yield-Markt. In den
ersten zwei Monaten des
Jahres hat sich der European
High Yield Index der BofAML
um 3,1% bezogen auf den
Euro verbessert. Nach Einschätzung von Chris Bullock
von Henderson Global Investors liegt dies an den engeren
Spreads, die durch die stärkere Nachfrage entstehen.
Verlag
FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH
Der F.A.Z.-Fachverlag
Frankenallee 68–72, 60327 Frankfurt am Main
E-Mail:verlag@frankfurt-bm.com
HRB Nr. 53454, Amtsgericht Frankfurt am Main
Geschäftsführer: Dr. André Hülsbömer, Jürgen Kiehl
D
ie Performance von Mischfonds für diese Fonds aber schwieriger werließ in den vergangenen fünf den“, sagt Jan Tille. Findet die Hausse
Jahren zu wünschen übrig. Durch die am Aktienmarkt ein Ende, dann könguten Entwicklungen am Aktien- und nen Multi-Asset-Fonds profitieren, die
Anleihemarkt verschlechterte die Bei- auch in andere Anlageformen, wie
mischung von anderen Anlageklas- Rohstoffe, Immobilienfonds und struksen oder -strategien die Rendite. Zu turierte Produkte investieren. Darüber
diesem Ergebnis
hinaus gibt es
kommt eine akauch alternative
tuelle
Analyse
UCITS-regulierte
des
ResearchFonds. Sie invesund Beratungstieren in unterhauses Absolut
schiedliche AnResearch. „Das
lageklassen und
Marktumfeld ännutzen zusätzlich
dert sich jedoch
mit derivativen
bereits, was ge- Multi-Asset-Fonds setzen auf die richtige Mischung. Finanzinstrumenrade Mischfonds
ten Long/Shortgut ausgleichen können“, sagt Fonds- Strategien und Leverage. „Diese liquianalyst Jan Tille von Absolut Research. den alternativen Fonds haben gerade
Innerhalb des Segments der in Krisenzeiten mehr Möglichkeiten,
Mischfonds haben in den vergange- um flexibel zu reagieren“, sagt Tille.
nen fünf Jahren Balanced Fonds, also Allerdings gebe es bei den einzelnen
Aktien-Renten-Mischfonds, am bes- Fonds individuelle Managerrisiken,
ten abgeschnitten. „Da seit einigen und es könne dadurch unter UmstänMonaten kaum noch Renditen am den auch bei steigenden Märkten zu
Anleihemarkt zu holen sind, wird es Verlusten kommen.ako
Jean Images/Thinkstock/Getty Images
ETFs verzeichneten in Europa
im Februar Zuflüsse über
10,3 Mrd. Euro. Die stärksten
Zuflüsse gab es laut Deutsche Bank Research mit 6
Mrd. Euro in Aktien-ETFs.
Auf Länderebene erhielten
Aktien-ETFs auf dem deutschen Aktienmarkt mit 1,1
Mrd. die höchsten Zuflüsse. 4
Mrd. Euro flossen in Europa
im Februar Renten-ETFs zu.
IMPRESSUM
Geschäftsleitung: Bastian Frien
Redaktion: Markus Dentz (mad, verantwortlich),
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Herausgeber: Boris Karkowski
Mitherausgeber: BNP Paribas, Deutsche Bank,
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treasury executives 53° gmbh
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Jahresabonnement: kostenlos
Erscheinungsweise
zweiwöchentlich (24 Ausgaben im Jahr)
Layout: Daniela Seidel, FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH
© Alle Rechte vorbehalten.
FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH, 2015.
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