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- Gewerkschaft Berufsschule

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berufsschule
www.goed-
.at
Foto: IStock
B u n d e s l e i t u n g 1 2 – G e w e r k s c h a f t B e rufsschul e
VORRÜCKUNGSSTICHTAG
Propaganda und
Fakten
LEBENSRAUM
EMBELGASSE 46
4
6
8
Der Vorrückungsstichtag
Zerreißprobe
Sozialpartnerschaft?
für die
Folge 1 • März 2015
xxxxx
leitartikel
Judith Roth,
Vorsitzende der
Gewerkschaft
Berufsschule
Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen!
„Die Angelegenheit kann sich zu einer
Kampfsituation auswachsen“ sagt unser
GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer
über die gesetzlichen Änderungen zum
„Vorrückungsstichtag“ – eine Gesetzesänderung, die das Besoldungssystem im
Öffentlichen Dienst auf eine neue Basis
stellen soll. Dieses neue Besoldungssys­
tem darf auf keinen Fall zu Verschlechterungen in der Lebensverdienstsumme der
Kolleginnen und Kollegen führen. Besonders bemerkenswert und Anlass zur Sorge
ist allerdings der Umstand, dass diese Änderungen ohne sozialpartnerschaftliche
Einigung und ohne Begutachtungsverfah-
Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen!
Wir von der Bundesleitung sind bemüht
und verhandeln ununterbrochen mit den
Dienstgebervertretungen über die noch
offenen Punkte beim neuen Dienstrecht.
Ebenso versuchen wir immer noch die Freistellung für ein Hochschuljahr zu erhalten.
Der § 4 des LVLPgesetzes, der eine Freistellung für ein Jahr auf der Pädagogischen
Hochschule beinhaltete, wurde entfernt. Die
Kolleginnen und Kollegen im Berufsschulbereich müssen ihre Pädagogische Ausbildung neben einer vollen Lehrverpflichtung
erfüllen. Sie werden erst nach einer ausgezeichneten Dienstbeschreibung auf die
Hochschule entsandt. Nur ausgezeichnete
Lehrpersonen können die Lehramtsprüfung
für Berufsschulen erreichen. Hier wird somit ein Qualitätsmanagement vollzogen, das
auf höchster Ebene stattfindet.
Nun wurde aber diese Freistellung für das
Hochschulstudium gestrichen und wir
müssen damit rechnen, dass keine gut qualifizierten Kolleginnen und Kollegen aus der
Wirtschaft nachrücken. Der Rechnungshof
stellte fest: Das Berufsschulwesen – mit
2
ren durchgeführt wurden. Der Weg der
österreichischen Sozialpartnerschaft ist
viel gerühmt und hat nicht unwesentlich
dazu beigetragen, dass Interessensgegensätze durch Konsenspolitik gelöst werden
können und offene Konflikte eingedämmt
werden. Ein Gesetz zu beschließen, ohne
die Betroffenen um ihre Meinung zu fragen und ihren Sachverstand zu nutzen, ist
für mich ein deutliches Abwenden von
demokratischen Grundregeln! Was will
die Regierung der Bevölkerung damit
sagen? Wenn demokratische Entscheidungsprozesse nicht zum gewünschten
Ergebnis führen, dann diktieren wir sie
halt?
Reden wir noch über Unabhängigkeit
bzw. Abhängigkeit! Laut Duden bedeutet „unabhängig“: 1. nicht von jemandem
abhängig. 2. für sich bestehend, losgelöst.
Die Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter – kurz FCG
– hat das Ziel, Gewerkschaftsarbeit nach
der christlichen Soziallehre (Prinzipien
der katholischen Soziallehre und der
evangelischen Sozialethik) zu leisten. Die
FCG ist keine Teilorganisation der ÖVP
– auch wenn da und dort gemeinsame
ideologische Werte bestehen. Die FCG ist
ein unabhängiger Verein, der nur seinen
Gewerkschaftsmitgliedern verpflichtet ist
und durch Mitgliedsbeiträge finanziert
wird. Netzwerken hilft, die Interessen der
Mitglieder zu vertreten! Wir sind von niemandem abhängig, aber nicht allein. Vielleicht sollten wir das in Zukunft öfter betonen, damit klar ist, dass wir mindestens
ebenso unabhängig sind, wie all jene, die
diesen Begriff als Eigennamen führen.
seinem integrierten Qualitätsmanagement
– ist ein Best-Practice-Modell für effiziente
Ausbildung. Wenn auf unsere Forderung
nicht eingegangen wird, kann das zur Vernichtung des dualen Ausbildungssystems
führen. Wenn die Bundesregierung nicht
erkennt, dass die arbeitenden Menschen in
Österreich unterstützt werden müssen, wird
dies auch zu einem Vertrauensverlust beitragen. Die Regierungsverantwortlichen müssen jene Bevölkerungsschichten fördern, die
Systemerhaltend für Österreich tätig sind. In
den letzten Jahren wurde von der Bundesregierung vor allem freizeitorientiert für eine
Spaß-Gesellschaft Unterstützungen angeboten. Wichtig ist aber die Förderung von
Bildung, Wissenschaft und Gesundheit für
die österreichische Gesellschaft. Aus einer
niveauvollen Bildung heraus und aus einem
gut abgesicherten Wohlstand kann die Bevölkerung eine sinnerfüllte, persönlichkeitsfördernde Freizeitgestaltung für ihre positive
Weiterentwicklung organisieren. Ein großer
Teil des Wohlstandes wird von kleinen und
mittelständischen Betrieben geschaffen.
Das duale Ausbildungssystem und hier
vor allem die Berufsschulen trugen in der
Vergangenheit sowie auch heute zu diesem
Wohlstand in Österreich bei. Wir von der
FSG arbeiten überparteilich mit allen Fraktionen zusammen und lassen uns auch nicht
von der jeweiligen Bundesregierung negativ
beeinflussen und kämpfen für die wohl erworbenen Rechte unserer Kolleginnen und
Kollegen. Ich habe auch schon persönlich
bei den Dienstrechtsverhandlungen gegen
sozialdemokratische
Regierungsverantwortliche Stellung genommen. Wir agieren
überparteiisch, haben aber immer noch genug Beziehungen zu Verantwortlichen im
österreichischen Parlament, um für unsere
Klientel Vorteile heraus zu verhandeln.
Eure
Judith Roth
Gerhard Herberger
Gerhard Herberger,
VorsitzenderStellvertreter
der Gewerkschaft
Berufsschule
aktuell
Fotos: WITT/BS FMP
Neugierig?
Die Ausstellungen waren und sind zu
sehen:
Emotions on Display „Angst“ (2013/14)
Kunsthalle Wien, Juni 2014
Medicus (2014/15) Kunsthalle Wien,
voraussichtlich Juni 2015
Haarspaltereien (2014/15) Kunsthalle
Wien, voraussichtlich Juni 2015.
p[ART]
Die Berufsschule für Frisur, stehen und in einem ansprechenden
Maske und Perücke erhält eine
großen Rahmen präsentiert werden.
Teilnahme bei p[ART] – Partner- Unter 150 Bewerbern wurde nun die
schaften zwischen Schulen und Berufsschule für Frisur, Maske und Perücke in Wien als eine von zehn Teil-
Kultureinrichtungen. nehmern ausgewählt und entwickelt
Die Berufsschule für Frisur, Maske und
Perücke hat sich im Frühjahr 2014 beim
Kulturkontakt Austria an einem Wettbewerb teilgenommen. Dort hat man
ein Kulturvermittlungsprojekt namens
p[ART] ins Leben gerufen, um die Kulturvermittlung in Bezug auf Lehrlinge
zu fördern.
Jede ausgewählte Schule arbeitet mit
einer Kultureinrichtung in einer mehrjährigen Partnerschaft zusammen und
findet so Zugang zur jeweils anderen
Lebenswelt.
In Zusammenarbeit mit Künstlern und
Künstlerinnen sollen eigene Werke ent-
gemeinsam mit der Kunsthalle Projekte. Die Kunsthalle stellt Künstler und
Künstlerinnen zur Verfügung, die uns
bei der Umsetzung beraten und künstlerische Inputs geben.
Durch diese Zusammenarbeit soll nicht
nur der Zugang zu anderen Lebenswelten erleichtert, sondern auch die
Kompetenzen der Lehrlinge gefördert
werden: soziales Handeln, Teamfähigkeit und Kreativität.
Von Michaela Pokorny, BEd
Berufsschulleiterin
Berufsschule für Frisur, Maske
und Perücke
1160 Wien, Kreitnergasse 32
Perückenknüpfen für das Kunstprojekt Unsere Kompetenz!
3
aktuell
Am 21. Jänner 2015 wurde vom
Nationalrat eine „Gesetzesreparatur“ bezüglich „Vorrückungsstichtag“ beschlossen.
Ausgangslage:
Das Besoldungssystem mit einem altersabhängigen „Vorrückungsstichtag“ wurde
vom Europäischen Gerichtshof (EuGH)
als europarechtswidrig erkannt, weshalb
eine Gesamtumstellung des Einstufungsund Vorrückungsstichtagssystems notwendig geworden ist.
4
Dazu hält die GÖD und die Gewerkschaft
Berufsschule fest:
zeiten und praktische Erfahrungen vorhanden.
• Die „Gesetzesreparatur“ mit grundlegenden Änderungen im Besoldungsrecht
wurde vom Bundeskanzleramt ohne sozialpartnerschaftliche Einigung und
ohne Begutachtungsverfahren eingebracht.
• Ursprünglicher Auslöser des ersten EUGH-Urteils war, dass die Arbeitszeiten
vor dem 18. Lebensjahr nicht berücksichtigt wurden. Dieser Umstand wird
weiterhin nicht berücksichtigt. Besonders im Berufsschulbereich gibt es viele
Kolleg/innen die bereits nach der Pflichtschule in einem Arbeitsverhältnis waren
und berufliche Erfahrungen sammelten.
• Die GÖD hat auf die zahlreichen Mängel und auf drohende Verluste für Kolleg/innen – trotz gegenteiliger politischer
Zusagen – hingewiesen und diese auch
belegt.
• Bei Neueinstellungen werden max. 10
Jahre Vordienstzeiten berücksichtigt
(§12). Im Berufsschulbereich sind oftmals längere facheinschlägige Vordienst-
• Die vom EUGH kritisierte Altersdiskriminierung durch den Vorrückungsstichtag, wurde durch die neue Gesetzeslage
nicht verbessert.
Beispielberechnungen wurden von der
Bundesleitung durchgeführt, dabei wurde
Foto: Wavebreak Media
„Vorrückungsstichtag“:
Information zum Parlaments­beschluss
vom 21. 1. 2015
xxxxx
festgestellt, dass es zu Verlusten in der
Lebensverdienstsumme kommen kann.
Jeder Einzelfall muss dabei im Speziellen
betrachtet und berechnet werden.
Lehrerinnen und Lehrer mit Sondervertrag bzw. Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand sind von dieser Gesetzesänderung nicht betroffen.
Von der GÖD wird der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzesentwurf abgelehnt, da gravierende Mängel
vorhanden sind und in der Lebensverdienstsumme Verluste und Nachteile
greifen können.
Detaillierte
Informationen
finden Sie auf unserer Homepage
www.goed-berufsschule.at
Die GÖD wird Verhandlungen mit der
zuständigen Staatssekretärin führen,
um jegliche Benachteiligung und Einbußen in der Lebensverdienstsumme
auszuschließen.
Was heiSSt das nun für uns
Berufsschullehrer/innen?
Statt dem EU-widrigen Vorrückungsstichtag wird nun das Besoldungsdienstalter eingeführt. Anrechnungen erfolgen nun nach der Erfahrung und nicht
nach dem Alter. Für im Dienst stehende
Kolleg/innen in L2a2 (pragmatisierte
Lehrer/innen) und l2a2 (Vertragslehrer/
innen im alten System) wird sich vorerst
nicht allzuviel ändern.
Es gibt ab März 2015 neue Gehaltsstaffeln – im GehG für beamtete Lehrer/innen, im VBG für Vertragslehrer/innen.
Diese Gehaltstabellen haben jeweils eine
Gehaltsstufe weniger als die bisherigen,
die Gehälter sind aber höher. Bei den
pragmatisierten Lehrer/innen gibt es
nach Erreichen der höchsten Gehaltsstufe (jetzt Stufe 16) noch eine kleine
Dienstalterszulage (kleine DAZ) und
eine große Dienstalterszulage (große
DAZ). Bisher musste man vier Jahre in
der Gehaltsstufe 17 ausharren, bis man
zur DAZ vorrückte, nun beträgt der
Vorrückungszeitraum jeweils zwei Jahre.
Ab März erfolgt die Überstellung in die
nächstniedrige Gehalts- oder Entloh-
nungsstufe (niedrigerer Betrag!!) der
neuen Gehaltsstaffel. Um die Differenz
auszugleichen, wird eine ruhegenussfähige Wahrungszulage ausbezahlt und
zwar bis zur nächsten Vorrückung. Am
Gehalt wird sich also vorerst nichts ändern, auch die von der GÖD ausverhandelte Gehaltserhöhung von 1,77 % wird
plangemäß durchgeführt.
Bis zur nächsten geplanten Vorrückung
nach dem alten Stichtag bleibt man in
dieser Stufe. Bei Akademikerinnen und
Akademikern (auch L2a2 und l2a2)
wird der übernächste Vorrückungstermin zwecks „Wahrung der Erwerbsaussichten“ um 1 Jahr und 6 Monate vorgezogen, erfolgt also bereits nach 6
Monaten.
Beispiel L2a2: bisher Gehaltsstufe 16 (€
3.920,40), ab 1. 3. neue Gehaltsstufe 14
(€ 3.810,– + € 110,40) – nächste geplante
Vorrückung am 1.7.2016 in neue Gehaltsstufe 15 (€ 3.959,–) – vorgezogene
Vorrückung am 1.1.2017 (statt 1.7.2018)
in Gehaltsstufe 16 (€ 4.074,–). Mit dieser
Vorrückung gelangen die Betroffenen
dann in die sogenannte Zielstufe – ab
dann Vorrückung alle zwei Jahre. (zur
leichteren Nachvollziehbarkeit wurden
hier die Beträge ohne Berücksichtigung
der Gehaltserhöhung verwendet). Für
all jene, die sich bereits in der DAZ befinden, sollte es zu keinen Nachteilen
kommen.
Für die Jubiläumszuwendungen gelten
die bisherigen Jubiläumsstichtage, hier
bleiben die bisherigen Anwartschaften
gewahrt.
Zurzeit werden von der GÖD Berechnungen durchgeführt. Es gibt Fälle, in
denen Nachteile in der Lebensverdienstsumme eintreten, daher sind Nachverhandlungen dringend notwendig!
Aus den vorliegenden Gesetzestexten
dieser Besoldungsreform ergeben sich
noch viele Fragen, die in den nächsten
Wochen und Monaten von Juristen abgeklärt werden müssen. Die Bundesleitung der Gewerkschaft Berufsschule
wird euch auf dem Laufenden halten.
Von Werner Brenner, Michael Hanzmann, Ing. Franz Pleil, Judith Roth
Blick in das Stoffprüflabor der Berufsschule
Neues Stoffprüflabor
in der Berufsschule
Gmunden 1
Nachdem bereits 2011 ein Labor für Papier- und Kartonprüfung in der Berufsschule eingerichtet wurde, konnte im
heurigen Jahr zudem ein Labor zur Stoffprüfung in Betrieb genommen werden.
Da in der Berufsschule die Sanierung
eines Raumes mit Nässeschaden notwendig war, bot sich die Gelegenheit,
diesen Bereich für ein „Nasslabor“ heranzuziehen. Nach genauer Planung und
Berücksichtigung aller Erfordernisse für
ein solches Stoffprüflabor wurde in den
Sommerferien 2013 mit den Arbeiten
begonnen. Dabei wurden sämtliche
Beleuchtungen, Wasser- und Elektroinstallationen den neuen Anforderungen
angepasst.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Für diesen Teil des praktischen Unterrichtes kann jetzt ein über 100 m²
großes Labor genutzt werden, in dem
die Grundlagen der Stoffprüfung (Stoffdichte, Mahlgrad etc.) vermittelt werden.
Darüber hinaus stehen zwei Blattbildneranlagen inklusive Trockner zur Verfügung. Außerdem sind im Labor neben
Flotationszellen und einem Fraktioniergerät Messgeräte zur Bestimmung des
Zeta-Potentials und der Ladungsdichte
vorhanden. Bei Mahlversuchen werden
die Stoffe einer Behandlung in einer sogenannten „Jokro-Mühle“ unterzogen.
Ein besonderer Dank gilt der Papier- und
Zulieferindustrie – nur durch deren Unterstützung war es möglich, ein solches
Labor mit den zur Verfügung stehenden
finanziellen Mitteln vollständig auszustatten.
Vielen Dank!
Von Ing. Gerhard Thaller, BEd MAS
gastkommentar
Paul Kimberger,
Vorsitzender
ARGE Lehrer/innen
Propaganda und Fakten
„Österreich leistet sich eines der
teuers­ten Bildungssysteme dieser
Welt!“ Dieses Märchen ist nicht
neu und jetzt wieder Bestandteil
des Revolutionspapiers der Industriellenvereinigung zur Lage der
Bildungssituation in Österreich
.
Ich erlaube mir, nicht auf die Inhalte dieses Papiers einzu­gehen, weil sogar der
„Bildungsexperte“ Bernd Schilcher in der ZiB 2 am 19. November 2014 meinte,
dass in diesem neuen Bildungskonzept „nichts Neues zu finden sei und alles auch
wenig mit Bildung zu tun habe“.
Doch die Intention der Industriellenvereinigung ist klar. Neben der Interessenvertretung der Großindustriellen soll wieder einmal der Boden für zukünftige
Sparmaßnahmen aufbereitet werden. Das Bildungssystem Österreichs als „eines
der teuersten dieser Welt“ zu bezeichnen, stellt allerdings die Wirklichkeit auf den
Kopf und verdient die Bezeichnung „Lüge“!
(http://neustart-schule.at/irrtuemer)
Die Fakten
Anteil der Gesamtausgaben für das Schulwesen inkl.
postsekundärer Bildung am BIP (Stand 2011):
1.
Neuseeland
5,4 %
2.
Island
4,9 %
3.
Norwegen
4,9 %
4.
Großbritannien
4,7 %
5.
Irland
4,6 %
6.
Dänemark
4,4 %
OECD-Mittelwert
3,9 %
Österreich
3,6 %
22.
6
Unter den 32 OECD-Staaten, deren Investitionen ins
Schulwesen in der aktuellen OECD-Statistik ausgewiesen werden, belegt Österreich den 22. Rang. Um
zumindest OECD-Mittelmaß zu erreichen, müsste
jährlich über eine Milliarde zusätzlich in Österreichs
Schulwesen investiert werden (Quelle: OECD, Education at a Glance 2014 – OECD Indicators 2014, Chart
B2.2).
Redaktionsschluss
für die nächste Ausgabe:
4. Mai 2015
Telefonische Adressen­
berichtigung
01/534 54-131 oder 132
Öffentliche Ausgaben für das Schulwesen als Anteil aller
öffentlicher Ausgaben (Stand 2011):
Auch was den Anteil der Investitionen ins
Schulwesen an allen öffentlichen Ausgaben betrifft, liegt Österreich weit unter
dem OECD-Mittelwert. Auch das müsste
Organisationen wie der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung
eigentlich bekannt sein (Quelle: OECD,
Education at a Glance 2014 – OECD Indicators 2014, Chart B4.1).
Entwicklung des Anteils der Bildungsausgaben am BIP
zwischen 1995 und 2011:
Österreichs Investitionen in das Bildungswesen nehmen (gemessen am
BIP) ab, während sie OECD-weit deutlich steigen. Umso empörender sind
Behauptungen wie die der Initiative
„Neustart Bildung“, deren Intention unübersehbar ist (Quelle: OECD, Education at a Glance 2014 – OECD Indicators
2014, Chart B2.2).
Österreichs Kinder und Jugendliche würden sich eine Bildungspolitik verdienen, die sich nicht auf dumme Propaganda beschränkt, sondern sich auf Basis von Fakten für das Gelingen von Schule und Bildung einsetzt. Uns Lehrerinnen und Lehrer
hätte eine solche Politik gewiss auf ihrer Seite.
7
leitartikel
„www.goed-berufsschule.at“ ist die Zeitschrift der
Bundesleitung der Gewerkschaft Berufsschule in der
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst.
Herausgeber und Medieninhaber: GÖD Wirtschaftsbetriebe GmbH, Teinfalt­straße 7, 1010 Wien. Redaktion:
Werner Brenner ­(Leitung), Schenkenstraße 4/5, 1010
Wien, Tel.: 01/534 54-451. Konzeption und Produktion:
Modern Times Media Verlagsges.m.b.H., 4020 Linz, Büro
Wien: 1030 Wien, Lagergasse 6, Tel.: 01/513 15 50. Druck:
Niederösterreichisches Presse­haus, Druck- und Verlags­
ges.m.b.H., 3100 St. Pölten. DVR-Nr.: 0046655. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen die Meinung des
Autors dar, die sich nicht mit der Meinung der Redaktion
decken muss.
OFFENLEGUNG
GEMÄSS MEDIENGESETZ § 25
Wirtschaftsbetriebe Ges. m. b. H. der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, 1010 Wien, Teinfaltstraße 7.
Unternehmens­gegenstand: Führung der wirtschaftlichen Tätigkeiten, insbesondere der Wirtschaftsbetriebe der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst. Geschäftsführung: Otto Aiglsperger. Einziger Gesellschafter: Bildungs- und Presseverein der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst. Sitz: Wien. Betriebsgegenstand:
Herstellung und Verarbeitung sowie Verlag literarischer Werke aller Art. Die Blattlinie entspricht jenen
Grundsätzen, die in den Statuten und der Geschäftsordnung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (Fassung gemäß Beschluss durch den 16. Bundeskongress der GÖD) festgehalten sind.
Foto: Votava/PID
Lebensraum Embelgasse 46
„Transparent und Offenheit“ – das
Motto der neuen Berufsschule
Die Übersiedelungsarbeiten der Berufsschule für Verwaltungsberufe wurden erfolgreich
mit Ablauf der Semesterferien abgeschlossen und seit dem Beginn des Sommersemesters arbeiten wir nun am neuen Schulstandort Embelgasse 46. Der dritte Pädagoge,
nämlich der Schulraum, – Zitat nach Loris
Magaluzzi – wurde vom gesamten Team der
Berufsschule für Verwaltungsberufe herzlich willkommen geheißen.
Freundlich und offen
Transparenz und Offenheit prägen das
Erscheinungsbild unserer neuen Berufs-
schule. Gleich im Erdgeschoß befindet
sich ein Frontoffice, in dem die Schüler
und Schülerinnen betriebswirtschaftliche
Projektarbeiten durchführen können. Ein
Mehrzwecksaal, geeignet für Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und Diplomfeiern mit dem Zugang zum Hofbereich mit
Außenfitnessgeräten darf nicht fehlen und
ein Turnsaal erfreut unsere Klassen, die
Bewegung und Sport zum Freigegenstand
gewählt haben. Über ein großzügiges Foyer gelangen die Jugendlichen in den Verwaltungsbereich und in den gemütlichen
Leseraum. Einen Stock höher beginnen die
95 Quadratmeter großen Unterrichtsräume,
die in einen Arbeitsbereich mit PCs und
einen Kommunikationsbereich geteilt sind.
Interaktive Whiteboards eröffnen neue didaktische Möglichkeiten und auch auf den
P.b.b. • GZ 03Z035305M • Teinfaltstraße 7, 1010 Wien • nicht retournieren
Ein Ersuchen des Verlages an den Briefträger:
Falls Sie diese Zeitschrift nicht zustellen können, teilen Sie uns bitte
hier den Grund und gegebenenfalls die neue oder richtige Anschrift mit.
Name
StraßeNr.
Postleitzahl
Ort
Gängen gibt es genügend Arbeitsbereiche
oder Plätze zum Zurückziehen und Ausruhen.
Dem Ziel nahe
Ein ruhiges Arbeiten ist nun auch den Lehrkräften vergönnt, denn das neue Lehrkräftezimmer bieten für jeden Kollegen/jede Kollegin einen eigenen Arbeitsplatz mit PC. Ein
Besprechungsraum für Beratungen mit Erziehungsberechtigten und Lehrberechtigten
ist gleich nebenan.
Unserem Ziel, Schule immer mehr zum Lebensraum zu machen, sind wir wieder einen
Schritt näher gekommen!
Von BD Daniela Kirnbauer
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