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Vom
Stress
zum
Burn-Out
 Ganzheitliche Psychotherapie
 Entspannungspädagogik
 Entspannungsmassagen
 Traumarbeit
Therapie  Coaching  Seminare
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
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Vom Stress zum Burn-Out
Vom Stress zum Burn-Out 11/2009-10/2013
Monika Ströhlein
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Telefon: 09805/9338988
www.soul-balance.de
Fotos:
www.fotalia.com
Satz:
LinguaSite, Peter Ehlig
www.linguasite.de
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
Vom Stress zum Burn-Out
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Vom Stress zum Burn-Out
 Was ist Stress überhaupt? ....................................................................... 4
 Wie machen wir uns selbst Stress?......................................................... 5
 Zwei Wege, die nach unten führen........................................................... 5
 Zwei Wege, die nach unten führen........................................................... 6
 Emotionen und Gedanken unterhalten sich – jedoch nicht immer ....... 7
 Die Stressreaktion aus Sicht der Evolution ............................................ 8
 Was passiert im Körper während einer Stressreaktion?........................ 9
 Körperliche Langzeitfolgen .................................................................... 11
 Emotional-kognitive Folgen von Langzeitstress .................................. 12
 Krankheiten, die heute als mögliche Folgen gelten ............................. 13
 Burn-Out! Nichts geht mehr ................................................................... 14
 Wer ist gefährdet?................................................................................... 15
 Was kann man tun? ................................................................................ 16
 Stressbewältigung .................................................................................. 17
 Entspannungsverfahren ......................................................................... 18
 Gesundheit als höchstes Gut des Menschen ....................................... 20
 Literaturverzeichnis ................................................................................ 23
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
Vom Stress zum Burn-Out
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Was ist Stress überhaupt?
ls „gestresst“ bezeichnen wir uns heute in den verschiedensten alltäglichen und
beruflichen Situationen. Äußere Einflüsse wie Zeitdruck, zu viel Arbeit, ein
schlechtes Arbeitsklima, Geldnot, Familienprobleme oder körperliche Beschwerden können uns „stressen“.
A
Aber zum Beispiel auch Faktoren wie Hitze, Kälte oder Hunger können Auslöser dafür sein, dass ein Mensch unter Stress gerät. Diese Faktoren wirken von außen auf uns ein und wir nehmen sie als die Auslöser, ja die Ursache für entstehenden Stress schlechthin war. Nicht immer haben wir direkten Einfluss darauf, oder die
Möglichkeit, etwas an diesen Umständen zu ändern, sehen uns daher als hilflose
Opfer der Umstände.
Stress wird aber oft auch als „Statussymbol“ anerkannt, das die eigene
Wichtigkeit und Unentbehrlichkeit gegenüber anderen betonen soll. Wer gestresst ist, ist eine wichtige Persönlichkeit, daher angesehen und hat keinen Erholungsbedarf. Denn das wäre ja dann Schwäche.
Der Mediziner Hans Selye hat den Betriff „Stress“ 1936 erstmals aus der Physik entlehnt. Dort wird der Begriff in der Werkstoffkunde verwendet und bedeutet:
„Druck oder Zug auf ein Material“
Es bleibt die Frage zu beantworten, warum Menschen unter der Einwirkung
dieser äußeren Stresseinflüsse so unterschiedlich reagieren. Denn schließlich gerät
jeder Mensch im Alltag immer wieder in Situationen, die gemeinhin als „stressig“
bezeichnet werden.
Doch was für den einen belastend ist, kann für den anderen geradezu eine
Herausforderung sein, die ihn zu noch mehr Leistung anspornt.
Wo also liegen die tatsächlichen Gründe dafür, ob ein Mensch eine bestimmte
Situation positiv oder eher negativ erlebt? Die Antwort dafür findet man in dem
Stressmodell von Richard Lazarus (1974). Demnach fließen zu den von außen einwirkenden „Stressoren“ (Zeitdruck, soziale Probleme) zusätzliche eigene Bewertungs- und Denkmuster des einzelnen Menschen mit ein, nach denen er eine bestimmte Situation positiv oder eher negativ (stressig) bewertet.
(Abb. auf S. 5)
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
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Vom Stress zum Burn-Out
Wie machen wir uns selbst Stress?
Situation „äußere Stressoren“






Arbeits- und Zeitdruck
neue Aufgabenbereiche
Familien- und Beziehungsprobleme
Geldnot
Krankheit
Mobbing
Stressverstärkende Denkstile:
Innere Einstellungen und Werte
 alles auf sich beziehen
 Mücke zum Elefanten machen
 Selektive Wahrnehmung
 Alle sind immer gegen mich
...
 Wenn das nicht klappt, passiert …
 Es ist bestimmt wie damals
als …usw.





Perfektionismus
Einzelkämpfertum
Alle müssen mich mögen …
Überhöhte Selbstansprüche
Unrealistische Vorstellung der
eigenen Leistungsgrenzen
 Nicht „nein“ sagen können
 Alte, übernommene Werte
und Normen
Unbewusste Bewertung der Situation durch das Abrufen von inneren Bildern und
vergangenen Erfahrungen und die Frage „Bin ich dem gewachsen?“
Wenn nein  Gedankenkarussell
Stressreaktion
körperliche und psychische Stressreaktion
dementsprechendes Verhalten
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
Vom Stress zum Burn-Out
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Zwei Wege, die nach unten führen
Perfektionismus
H
ier geht es um Kontrolle. Perfektionisten möchten
gerne sich selbst und alles in ihrer Umgebung unter
Kontrolle haben. Fehler (vor allem die eigenen) können
nicht toleriert werden, da sie zum Kontrollverlust führen
würden. Perfektionisten erle-digen am liebsten alles
selbst, und wenn der Druck zunimmt, sind sie auch
schlechte Teamarbeiter. Diese Menschen übernehmen
auch bereitwillig neue und schwierige Aufgaben, bzw. werden von anderen dazu
herangezogen.
Auf Schwierigkeiten oder Leistungsgrenzen reagieren sie ungeduldig, gereizt und irritiert. Perfektionistische Menschen gestehen sich auch nicht das Bedürfnis nach Erholung zu bzw. nehmen dies bei sich selbst kaum wahr. Die Kontrolle hier einmal beiseite
zu lassen erscheint ihnen als Katastrophe.
Oft wird eine solche Lebenseinstellung vom Umfeld gefördert. Sind dies doch Menschen, auf die man sich verlassen kann, die alles „im Griff“ haben. Kommt ein Perfektionist hier irgendwann an seine Energie- und Leistungsgrenzen, kann es ausgesprochen
kritisch werden, wenn er dann noch mit einer für ihn nicht kontrollierbaren Situation konfrontiert wird.
Durch den unrealistischen und übersteigerten Selbstanspruch und das mangelnde
Vertrauen in die Unterstützung von außen kann in undefinierbaren Situationen eine gefährliche Stressspirale in Gang kommen, die unter Umständen im Zusammenbruch endet.
Arbeitssucht
A
rbeitssüchtige arbeiten permanent. Wenn sie nicht arbeiten, dann denken sie an
die Arbeit und darüber nach, dass sie eigentlich arbeiten sollten. Dabei arbeiten
sie nicht unbedingt effektiv, tun dies aber dafür viele Stunden am Tag. Nicht jeder,
der viel und lange arbeitet, ist arbeitssüchtig. Aber ein solcher Mensch definiert seinen Selbstwert und seine Identität allein durch die Arbeit. Leider Gottes wird auch
dieses Verhalten von der Gesellschaft im Allgemeinen anerkannt und gefördert, sind
sie doch unermüdliche und verlässliche Arbeitstiere. Auch dann, wenn die Kollegen
früher Feierabend machen.
Arbeitssüchtige bagatellisieren ihr zwanghaftes Verhalten oft als Notwendigkeit,
sind unfähig sich ausreichend zu entspannen und pflegen in der sog. Freizeit ein
schlechtes Gewissen. Oft werden sogar Arbeitsvorräte angelegt und die Arbeit mit
nach Hause genommen. Das Wohnzimmer ist gleichermaßen Arbeitszimmer, bei
fehlender Arbeit kann es zu Entzugserscheinungen und nervösen Zuständen kommen. Wie bei jeder Sucht kommt es auch hier zu rücksichtsloser Zerstörung der
eigenen Person, sowie der engen Bindungen des Arbeitssüchtigen. Kinder und
Partner nerven, wobei diese oft über lange Zeit in einer „Co-Abhängigkeit“ Verständnis aufbringen.
Oft steht dahinter eine tiefe Sehnsucht nach persönlicher Anerkennung, die
Flucht vor einer inneren Leere oder ungelösten, persönlichen Problemen. Menschen
die hier an ihre Leistungsgrenzen kommen, entwickeln dann einen Burn-Out oder
depressive Störungen.
Die beiden inneren Schemata „Perfektionismus“ und „Arbeitssucht“ überlappen
sich häufig und sind nicht immer gänzlich voneinander zu unterscheiden. Allerdings
sind beide, einzeln oder gemeinsam auftretend, zwei Hauptursachen für die Entstehung und Aufrechterhaltung dauerhafter Stresssymptome.
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
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Vom Stress zum Burn-Out
Emotionen und Gedanken unterhalten sich – jedoch nicht immer
V
iele Menschen kennen sicherlich Situationen, in denen plötzliche Angstgefühle,
Schweißausbrüche oder Zittern geradezu reflexhaft eintreten, ohne dass man
sich in diesem Moment erklären könnte, wieso. Dies liegt daran, das die alten, gespeicherten Emotionen im limbischen System eine akute körperliche Stress-reaktion
auslösen können und somit unser Denkgehirn quasi per Kurzschluss umgangen
wird.
Bei den im limbischen System gespeicherten Mustern und Einstellungen handelt es sich selten um bewusste, willentlich abgerufene Informationen, so dass diese
im allgemeinen Tagesbewusstsein normalerweise nicht offensichtlich sind. Allerdings sind auch diese Schemata einer bewussten Reflexion zugänglich.
Nach einer solchen Kurzschlusshandlung ist es also durchaus möglich, im
Nachhinein die unbewussten Vorgänge herauszufiltern und wenn möglich, umzuwandeln.
Ein erster Schritt in diese Richtung ist die „innere Achtsamkeit“
(Kabat-Zinn,1998; Linehan, 1996)
Hierbei geht es um eine Haltung, bei der automatisch ablaufende emotionale
und körperliche Reaktionen erst einmal beobachtet und nicht bewertet oder verändert werden. Mit der Zeit kann ein innerer Ort errichtet werden, der außerhalb des
akuten Stressgeschehens liegt und von dem aus die eigene Situation aus der Distanz heraus beobachtet werden kann.
Ein Trainieren dieser Haltung führt zur inneren Achtsamkeit und zum Erkennen
der eigenen unbewussten Denkvorgänge. Diese können dann, durch „Zuschalten
des Denkhirns“ überprüft und verändert werden.
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
Vom Stress zum Burn-Out
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Die Stressreaktion aus Sicht der Evolution
D
er Ursprung für unser Stressempfinden und unsere Reaktionen auf Stress muss
in der Evolution gesucht werden. Um das Überleben eines Individuums bzw.
einer Rasse zu sichern, ist es notwendig, dass bei Lebensgefahr blitzschnell reagiert und gehandelt werden kann.
Wenn also ein Braunbär aus der Höhle kommt, in die man gerade einziehen
wollte, so ist es unbedingt nötig, dass der Verstand glasklar funktioniert, das sympathische Nervensystem Adrenalin ausstößt, der Blutdruck steigt und so die nötige
Energie bereitgestellt wird, um sich verteidigen oder davonlaufen zu können.
Der amerikanische Psychologe Walter Cannon prägte hierzu im Jahre 1915
den Begriff „Fight or Flight“ „Kampf oder Flucht“. Während der „Fight or Flight“- Reaktion veranlasst das Gehirn die schlagartige Freisetzung von Adrenalin (Noradrenalin), das Herzschlag, Körperkraft und Atmungsfrequenz erhöht. Umgehend werden vom Körper Glukose und Fette bereitgestellt, der Körper stellt sich auf eine
kurze aber heftige Abwehrreaktion und auf mögliche Verletzungen ein.
Unser Körper unterscheidet nicht, ob wir vor einem Bären flüchten oder
nur der Chef aus seiner Höhle kommt. Die körperlichen Reaktionen sind von der
Steinzeit bis heute gleich geblieben. Bei andauernder Belastung mit Stress ist es,
als würden wir einige Jahre unablässig vor Bären davonlaufen und um unser Leben
fürchten.
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
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Vom Stress zum Burn-Out
Was passiert im Körper während einer Stressreaktion?
N
ehmen wir über unsere Sinnesorgane einen Reiz wahr (Situation, Mensch, …),
wird in drei Teilen unseres Gehirns darüber entschieden, ob eine Stressreaktion ausgelöst wird oder nicht. Alle Informationen laufen zunächst im Thalamus
zusammen, der sich ein erstes, noch ungenaues Bild von der Situation macht. Der
Thalamus wird oft auch als „Tor zum Bewusstsein“ bezeichnet, weil er darüber entscheidet, was wichtig genug ist, dem Großhirn mitgeteilt zu werden.
Wird die aufgenommene Situation hier als eine mögliche Gefahr wahrgenommen, läuft sie über den Kortex (Denkhirn) in die tiefer gelegenen Hirnareale des
limbischen Systems aus. Hier liegen die Amygdala (Mandelkern), in dem alte
Emotionsprogramme gespeichert sind. Angst, Wut oder Trauer können somit der
ursprünglichen Information „beigemischt“ werden und gelangen dann in den „blauen
Kern“ des Gehirns, der sofort das Stresshormon Noradrenalin ausschüttet.
In eindeutigen Gefahrensituationen kann in diesem Prozess sogar unser Denkgehirn umgangen und eine sofortige Stressreaktion eingeleitet werden. Hier redet
der Volksmund dann von sog. „Kurzschlusshandlungen“, die auch durch ein eindeutiges Gefahrensignal des limbischen Systems ausgelöst werden können.
Schockphase, Vorbereitung auf „Kampf oder Flucht“
Herzschlagrate steigt, Gänsehaut, Körpertemperatur sinkt, Verstand reagiert
glasklar, die Niere hält Harn zurück, vermehrte Durchblutung in den Skelettmuskeln
(Körperkraft), arterieller Blutunterdruck, Unterzuckerung des Blutes, Erhöhung der
Abwehrzellen, Ruheorgane (Verdauung, Sexualorgane) werden gehemmt. Der Körper ist auf überleben programmiert.
Verschwindet der Stressreiz nach dieser Phase wieder, beruhigt sich der Körper schnell. Ist das nicht der Fall, sondern bleibt der Alarmzustand aufrecht erhalten,
geht der Körper in die Widerstandsphase über.
Widerstandsphase, durchhalten und anpassen
Durch eine Hormonkaskade, an deren Ende letztendlich das Stresshormon
Kortisol steht, wird der Körper an den bleibenden Stresszustand angepasst. Zur
dauerhaften Erhöhung des Grundumsatzes wird Glukose aus der Leber, freie Fettsäuren aus Leber, Muskeln und Fettgewebe freigesetzt. Atmung und Herztätigkeit
werden stimuliert, der Blutdruck erhöht sich, die Schilddrüse schüttet Wachstumshormone aus. Die Körpertemperatur steigt, Schweiß wird vermehrt gebildet, die Ruheorgane (Verdauung, Sexualorgane) bleiben gehemmt, Schlaf-Wachrhythmus ist
gestört, ebenso der Rhythmus für die Nahrungsaufnahme. Kognitive Fähigkeiten,
Konzentration und Gedächtnisleistungen verlangsamen und verschlechtern sich.
Erschöpfungsphase, alle Kräfte aufgezehrt
Hält der Stress jetzt weiterhin an, kommt es schließlich zur Erschöpfungsphase,
die im schlimmsten Fall mit dem Zusammenbruch des Organismus und dem Tod
enden kann.
Drei-Phasen-Modell von Hans Selye („Das Salz des Lebens“)
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
Vom Stress zum Burn-Out
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Energiezufuhr ankurbeln
Kortex
Limbisches System
_
Thalamus
Hypothalamus
Hypophyse
Blauer Kern
Stammhirn
Adrenalin/Noradrenalin: Stresshormone, steigern sekundenschnell die Herz-Kreislauf Funktionen
und versetzen Gehirn und Sympathikusnerv in
Alarmzustand.
Noradrenalin wirkt schmerzhemmend.
CRH-Hormon: Vom Hypothalamus ausgeschüttet, regt es die Ausschüttung von
ACTH in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse)
an.
ACTH-Hormon: Regt die Nebenniere zur
Ausschüttung von Kortisol an.
Reaktion beschleunigen
Tyroxin: Greift in den Stoffwechsel ein, aktiviert. Fördert Wärmeentwicklung, erhöht Sauerstoff-verbrauch, steigert Kohlehydrataufnahme,
Zuckerumwandlung und Fettfreisetzung sowie
Cholesterinaufbau-Abbau
Schilddrüse
Trockener/nervaler Weg,
sofortiger Ruf zu den Waffen
Sympathikusnerv: Nach Aktivierung schüttet
dieser Nerv ebenfalls Noradrenalin aus und setzt
alle peripheren Organe in Gang. Stimuliert die
Nebennieren, vermehrt Adrenalin auszuschütten.
Sympathikus/ZNS
Leistung dauerhaft aufrechterhalten
Kortisol: Baut Eiweiß aus Muskulatur, Haut und
Fettgewebe ab. Abbau von Fettgewebe aus den
Fettdepots, freie Fettsäuren gelangen ins Blut.
Nieren/ Nebennieren
Förderung der Zuckerumwandlung der Leber,
Erhöhung des Blutzuckers, antientzündlicher Effekt, immunsuppressiver Effekt durch Hemmung
der Abwehrzellen, antiallergischer Effekt, hemmt
die Freisetzung von CRH und ACTH (negative
Rückkopplung).
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Vom Stress zum Burn-Out
Körperliche Langzeitfolgen
er Vater der Stressforschung, Hans Selye, formulierte es einmal so: „Stress ist
die Würze des Lebens“. Und so sind kurzzeitige Stressreaktionen, auf die immer wieder eine ausreichende Entspannungsphase folgt, keineswegs gesundheitsschädlich, sondern ein Umstand, der das Leben spannend macht und lebendig
hält. Die langfristig gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Stress sind daher an
anderen Stellen zu suchen:
D
Unverbrauchte Energiereserven
Der Körper reagiert beim Einleiten einer Stressreaktion mit dem sofortigen Bereitstellen von Energiereserven wie Zucker aus der Leber (Glukoneogenese) und
Fetten aus den Fettdepots (Lipolyse), um dem Menschen ein schnelles Handeln
(Kampf oder Flucht) zu ermöglichen. Da heute stressige Situationen allerdings eher
auf der sozialen und psychischen Ebene stattfinden, müssen wir selten kämpfen
oder davonlaufen, um so die bereitgestellte Energie zu verbrauchen.
Das Überangebot bleibt also im Körper vorhanden, Zucker, Fette und verklumpende Blutplättchen können die Blutbahnen verstopfen und so zu Arterio-sklerose
und Infarkten in Herz, Lunge und Gehirn führen.
Anpassung an chronischen Stress
Über längere Zeit anhaltende Belastungen ohne ausreichende Entlastung
durch Erholungsphasen bewirken, dass sich der Körper mit der Zeit an ein höheres
Stressniveau anpasst. Die spürbaren Stresssymptome verschwinden, der Organismus hält unter einem enormen Energieaufwand die erhöhten Leistungs-werte aufrecht, bis er schließlich unter der zu lange anhaltenden Belastung zusammenbricht.
In dieser „Erschöpfungsphase“ kann es unter anderem zu ernsten Organerkrankungen kommen. Die Fähigkeit des Körpers, sich selbst nach einer Belastung wieder zu regulieren, geht mit lang anhaltendem Stress verloren. Das heißt,
dass er dann auch zum Beispiel nach Feierabend oder im Urlaub nicht mehr zu ausreichender Entspannung und Erholung fähig ist. Die Gefäße können sich nicht mehr
weiten, es kommt zu bleibendem Bluthochdruck. Es treten weitere Beschwerden
auf, wie dauerhafte Muskelverspannungen (die kaum mehr zu lockern sind) und so
wird die permanente Anspannung zusätzlich begünstigt.
Das Stresshormon Kortisol bleibt im Körper langfristig erhalten, die Selbstregulation des Hormonhaushaltes bleibt gestört. Kortisol vermindert wiederum die Wirkung von Insulin, die Bauchspeicheldrüse produziert ebenfalls weniger davon. So
kommt es zu einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel, der das Diabetesrisiko
erhöht.
Schwächung des Immunsystems
Während einer akuten Stressreaktion wird zunächst die Anzahl der Abwehrzellen im Blut erhöht, um bei Verletzung den Körper vor Infektionen zu schützen.
Bei einer länger anhaltenden Belastung und dem dadurch freigesetzten Hormon Kortisol kommt es allerdings zu einer Unterdrückung der Immunabwehr, unter
anderem um allergische Reaktionen zu verhindern. So kann das Immunsystem geschwächt bleiben, wir werden anfälliger für Virusinfektionen der oberen Atemwege
sowie Herpesviren. Neuere Forschungen zeigen auch einen Zusammenhang zwischen dem Wachstum von Tumorzellen, Autoimmun-erkrankungen und Langzeitstress.
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Vom Stress zum Burn-Out
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Emotional-kognitive Folgen von Langzeitstress
W
enn wir über längere Zeit unter Stress stehen, bzw. unsere
verinnerlichten Einstellungen und Denkmuster zusätzlich zur
Aufrechterhaltung dieses Zustandes beitragen, zeigen sich relativ
bald die ersten Anzeichen einer Überlastung.
Die Verhaltensweisen, die wir und unser Umfeld erkennen können sind:
 ein ungeduldiges und hastiges Verhalten
 (Essen herunterschlingen, Pausen fallen aus)
 Flucht in vermehrten Konsum von Tabak, Alkohol, Tabletten
 vergraben in Arbeit
 vernachlässigen sozialer Kontakte
 schnelles, abgehacktes Sprechen
 unkoordiniertes Arbeiten, mehrere Dinge gleichzeitig tun
 ungenügende Planung, Fehler machen
 Dinge verlegen oder verlieren
 Vergesslichkeit
 aggressives Verhalten, Gereiztheit
 verspannte Mimik
 Sprachverarmung
 Schlechtere Aufnahme von Informationen
Diese Verhaltensweisen tragen ebenfalls dazu bei, das eine eventuell
schon angespannte Situation noch schwieriger wird und erhöht so den
Stressfaktor.
Emotional und kognitiv fühlen wir uns dabei:
 innerlich unruhig und nervös (gehetzt)
 unzufrieden mit uns und der Situation
 Angst vor Versagen oder vor Blamage
 hilflos und in der Defensive
 Gedanken drehen sich im Kreis
 Selbstvorwürfe, Selbstzweifel
 Leere im Kopf
 blockiertes Denken
 Verzweiflung
Diese Verhaltensweisen und emotionalen Vorgänge tragen in großem Maße
zur Aufrechterhaltung und Verstärkung der Stressreaktion bei. Ein niederes
Selbstbild wird durch die „Fehler“ bei der Arbeit noch verstärkt – „ich bin unbrauchbar“ – und durch die vielleicht ablehnende Haltung unseres Umfeldes auf unsere
gesteigerte Aggressivität oder unser Fluchtverhalten erleben wir dann auch die Bestätigung unseres Selbstbildes. Dieses Gedankenkarussell ist ein sich selbst bestätigender Teufelskreis, ausgelöst durch unsere eigenen Denkprozesse und den
daraus resultierenden Folgen. Ein innerer Kampf gegen sich selbst beginnt, in
dem wir beweisen wollen, dass wir es doch schaffen. Die Unfähigkeit, eigene Leistungsgrenzen zu akzeptieren, Einzelkämpfermentalität und Geltungssucht sind oft
auslösende Schemata, die bei einem eingetretenen oder befürchteten Misserfolg
oder fehlender Anerkennung solche Kreisläufe in Gang bringen.
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Vom Stress zum Burn-Out
Krankheiten, die heute als mögliche Folgen gelten
V
erhaltensweisen unter Dauerstress (Rauchen, Trinken, Drogen und Tablettenkonsum, ungesunde Ernährung) können Versuche sein, die Belastungen zu
bewältigen, sie vermindern allerdings zusätzlich die allgemeine Belastbarkeit,
schwächen weiter das Immunsystem und wirken sich direkt gesundheitsschädlich
aus.
Somit sind auch die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Dauerstress äußerst vielfältig und spielen bei einer Vielzahl von Erkrankungen eine Rolle.
Beispiele für Folgeerkrankungen:
 Einschränkung der kognitiven Leistung und des Gedächtnisses
 Durchblutungsstörungen im Gehirn (Hirninfarkt)
 Essentielle Hypertonie (Bluthochdruck)
 Herzerkrankungen, Herzinfarkte
 Engegefühl in Hals und Brust, Herzstechen
 Schlafstörungen
 Hörsturz
 Schlaganfall
 Kopf- und Rückenschmerzen,
Muskelverspannungen
 Weichteilrheumatismus
 Verdauungsprobleme (Reizdarm,
Magengeschwüre)
 Diabetes
 Erhöhter Cholesterinspiegel
 Schwaches Immunsystem
 Allergien, Autoimmunerkrankungen
 Asthma
 Erhöhte Schmerzempfindlichkeit
 Verminderung oder Verlust der Libido
 Störungen des Zyklus
 Burn-Out Syndrom
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Vom Stress zum Burn-Out
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Burn-Out! Nichts geht mehr
C
hronischer Stress hat weitreichende Folgen auf die psychische Gesundheit des
Menschen. Der Zusammenhang zwischen depressiven Verstimmungen und der
Überaktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse, an deren Ende
das Stresshormon Kortisol steht, ist mittlerweile ausreichend belegt (Nemeroff
1999). Bei depressiven Menschen ist der Kortisolspiegel dauerhaft erhöht.
Durch einen Defekt des Hypothalamus (oder einer übergeordneten Hirnregion)
bleibt diese Stressachse dauerhaft aktiv, das natürliche Selbstregulationsprogramm des Körpers greift nicht mehr.
„Mit dem „Burn-Out-Syndrom“ wird ein psychovegetatives Erschöpfungssyndrom infolge einer chronischen, beruflich bedingten Beanspruchungsreaktion bezeichnet.“ (Burisch, 1994)
Wie zeigt sich das Burn-Out-Syndrom?
 Körperliche Erschöpfung und Energiemangel
 Chronische Müdigkeit und Schwächegefühle
 Kopf- und Rückenschmerzen
 Magen- Darmbeschwerden
 Herz-Kreislaufbeschwerden
 Schlafstörungen
 Emotionale Erschöpfung
 Niedergeschlagenheit
 Hoffnungslosigkeit, Ausweglosigkeit
 Innere Leere, ein Gefühl von Abgestorben sein
 Reizbarkeit, Ärger, Schuldzuweisungen
 Geistige Erschöpfung
 Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit
 Abbau der Kreativität
 Negative Einstellung zur eigenen Person/ Arbeit
 Negative Einstellung zum Leben allgemein
 Zynismus
 Gefühl der Sinnlosigkeit und existenziellen Verzweiflung
 Soziale Erschöpfung
 Gefühl, von anderen ausgesaugt zu werden
 Andere Menschen nerven und werden als Belastung erlebt
 Verlust der Empathie (Verständnislosigkeit für andere Menschen)
 Nicht zuhören können
 Verlust des Interesses an anderen
 Sozialer Rückzug (beruflich und privat)
Das Burn-Out-Syndrom ist kein fest umschriebenes Krankheitsbild und es gibt
viele Überschneidungen der Symptome mit depressiven Verstimmungen und psychosomatischen Störungen. Oft bleibt ein Burn-Out unerkannt. Hier handelt es sich
um eine lange andauernde Energieabgabe ohne ausreichenden Nachschub.
Der Akku ist leer und kann nicht mehr nachgeladen werden. Trotzdem soll er
aber Höchstleistung erbringen.
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
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Vom Stress zum Burn-Out
Wer ist gefährdet?
D
ie ersten Berufsgruppen, bei denen das Burn-Out Syndrom definiert wurde,
waren meist helfende Berufe wie Sozialarbeiter, Krankenschwestern, Ärzte und
Lehrer. Als Grund wird hier die Erschöpfung aufgrund emotionaler Belastung durch
Helfen ohne adäquate Belohnung genannt.
Inzwischen sind auch Menschen vieler anderer Berufsgruppen von dem BurnOut-Syndrom betroffen: Polizisten, Manager, Stewardessen, Journalisten, EDVSpezialisten und Architekten.
Burn-Out-Symptome treten aber nicht nur im Zusammenhang mit Erwerbstätigkeit auf. Wichtiger als die Bestimmung einzelner Berufszweige ist die Erkenntnis,
dass ein Ausbrennen vor allem auch durch ein Übermaß an körperlicher, emotionaler, kreativer oder pflegerisch erbrachter Leistung ohne eine ausreichende Entlohnung im Sinne von Anerkennung, Bezahlung oder dem beruflichen Aufstieg anerkannt wird.
Ausbrennen kann nur, wer schon einmal gebrannt hat!
Einzelunternehmer oder engagierte Mitarbeiter einer Firma, die sich jahrelang
für den Erfolg eingesetzt haben, der aber nicht oder unzureichend eintritt, verlieren
irgendwann die Leidenschaft und sehen keinen Sinn mehr in ihrem Tun.
Gerade aber der Sinn einer Arbeit ist es, der die Menschen nachhaltig zu Leistungen anspornt und zu einem erfüllten und gesunden Leben beiträgt. Geht dieser
Sinn verloren, beginnen die Zweifel an sich und seinem Tun.
Betroffen sind hier also erwerbstätige Menschen genauso wie Personen, die
einen pflegebedürftigen Angehörigen oder Kinder betreuen. Einen Burn-Out kann
also heute jedermann erleiden, unabhängig von Alter, Stand oder Geschlecht.
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
Vom Stress zum Burn-Out
Seite 16 von 24
Was kann man tun?
V
orbeugen ist besser als heilen. Und deshalb gibt es auch viele verschiedene
Möglichkeiten zur Stressreduktion und Stressbewältigung, und einige davon
sind wohl den meisten Menschen bekannt. Nach dem Stressmodel von Lazarus
(1974) gelten auch die Strategien als Lösungsversuche, die möglicherweise nicht
sehr wirksam sind. Zum Beispiel versuchen manche durch übermäßiges Rauchen,
Trinken oder Konsum von Medikamenten Stress zu bewältigen. Andere ziehen vielleicht die Verdrängung oder gelegentliche Wutanfälle als Bewältigungsstrategie vor.
Das alles sind Lösungsversuche des Menschen, die Situation zu ertragen oder zu
verändern. Sie sind zwar oft nicht sonderlich effektiv, aber es sind Versuche.
Möglichkeiten zur Stressbewältigung






Zeitplanung strukturieren und verbessern
Fortbildungen besuchen, Arbeitsaufgaben verteilen
„Nein“ sagen
Unterstützung holen/zulassen
Klärungsgespräche suchen
Persönliche Prioritäten klären
Durch das Erkennen und Annehmen der eigenen Leistungs- und Kompetenzgrenzen oder durch die Erweiterung der eigenen Kompetenzen kann Druck vermindert werden, die Angst vor dem Versagen wird reduziert.





eigenen Perfektionismus kritisch hinterfragen, Leistungsgrenzen annehmen
Schwierigkeiten und neue Aufgabengebiete als Herausforderung ansehen
„Innere Achtsamkeit“, Ruheort schaffen, Vogelperspektive aneignen
nicht im alltäglichen Kleinkrieg verlieren, Blick für das Wesentliche wahren
auch auf kleinere Erfolge und Positives achten, Lob und Anerkennung annehmen
 nicht an unangenehmen Gefühlen hängen bleiben, diese loslassen und
vergeben
 weniger festgefahrene Vorstellungen von der Umwelt pflegen, Realitätssinn
 sich selbst weniger wichtig nehmen, falschen Stolz ablegen, Demut lernen
Das erkennen und reflektieren von inneren Denkmustern und Motiven (persönliche Stressverstärker) bewirkt eine andere Bewertung des momentanen „IstZustandes“ und des vermeintlich perfekten „Soll-Zustandes“ (Werte und Ziele).
Durch realistische Einschätzung der eigenen Veränderungsmöglichkeiten und deren
Grenzen entsteht so ein realistischeres Bild der Situation sowie der eigenen Person.
Übersteigerte Selbstansprüche können damit der Realität angeglichen werden.
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
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Vom Stress zum Burn-Out
Stressbewältigung
Kurzfristige Stressbewältigung




Ablenkung (Fernsehen)
Körperliche Aktivität
Entlastende Gespräche
Sich etwas gönnen
Langfristige Stressbewältigung




einem Hobby nachgehen
soziales Netzwerk aufbauen/pflegen
Regelmäßige Entspannungsübungen
Sport treiben
Grundsätzlich kann man sagen, am wirkungsvollsten sind die alltäglichen Erholungsmomente, die mit positiven und erfüllenden Gefühlen verbunden sind. Eine
halbe Stunde bewusster Zeit, vielleicht bei einer Tasse Kaffee und einem Gespräch
mit einem Freund/einer Freundin ist weitaus entspannender als die sogenannten
„low activity“ Tätigkeiten (nach Feierabend vor den Fernseher fallen und sich berieseln lassen).
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
Vom Stress zum Burn-Out
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Entspannungsverfahren
Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
Ziel ist es hier, durch bewusste Anspannung und Entspannung verschiedener Muskelgruppen, eine dauerhafte
Entspannung des ganzen Körpers zu erreichen. Dieser Effekt
kann dann auch schnell und effektiv im Alltag angewandt
werden.
Anwendungsbereiche








Spannungskopfschmerzen
Ein- und Durchschlafschwierigkeiten
Rheuma, chronische Schmerzen
Bluthochdruck
Nervosität, Hyperaktivität
Gereiztheit, Aggression
Lernschwierigkeiten, Prüfungsangst
Alltagsstress
Außerdem kann die Progressive Muskelentspannung zur Prävention von
(Spannungs-) Krankheiten eingesetzt werden. Sie dient dem allgemeinen Wohlbefinden und der persönlichen Entwicklung (angenehmes Körpergefühl, mehr Ruhe
und Gelassenheit).
Autogenes Training von H. Schultz
Auch genannt „konzentrative Selbstentspannung“. Autogenes Training ist eine
auf Autosuggestion (Mentaleingaben, Training des Unterbewusstseins) basierende
Entspannungstechnik und wird heute verbreitet in der Stressbewältigung eingesetzt.
Durch die „Gedankenformeln“ ist Autogenes Training in der Lage, auf fest einprogrammierte Schemata Einfluss zu nehmen.
Anwendungsbereiche
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Herz/Kreislauf (Arrhythmien des Herzens, Bluthochdruck)
Gefäßtraining (Blutflussstörungen, Varizen, Migräne)
Stress
Psychosomatik (Neurodermitis, Colitis Ulcerosa, Asthma)
Entwicklung der Persönlichkeit
Soziale Probleme (Kontaktprobleme, Durchsetzungsvermögen)
Körpertherapien
Lernen (Prüfungen, Hausaufgaben, Lernängste)
Immunsystem (Spezifischer/Unspezifischer Einfluss)
Vegetative Störungen (Magen/Darm, Schlafstörungen, Unruhe)
Zwangsstörungen
Sport (bei gleichem technischen Stand entscheidet der mentale Faktor)
Liebe und Sexualität
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
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Vom Stress zum Burn-Out
Klangschalenmassage
Hier werden mehrere Klangschalen auf den bekleideten Körper gelegt und
nacheinander angeschlagen. Die feinen Vibrationen breiten sich in konzentrischen
Kreisen im ganzen Körper aus, lösen Blockaden, regen die Selbstheilungskräfte an
und wirken auf die Flüssigkeit in den menschlichen Zellen – eine „innere Massage“.
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Bringt Ruhe und Entspannung
Wirkt ausgleichend und energetisierend
Innere Blockaden werden sichtbar
Reise ins Innere
Qigong
Qigong ist eine uralte Selbstheilungsmethode, die vielfältige Bewegungsübungen und Entspannungsmethoden beinhaltet. Qigong ist neben der Akupunktur
ein wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, nach der die Lebensenergie, auch Qi genannt, in einem System von Leitbahnen im Körper strömt.
Der freie Fluss des Qi ist danach die Grundlage für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden.
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Fördert Gesundheit und Wohlbefinden
Beugt Krankheiten vor
Stärkt das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte
Lindert Beschwerden
Unterstützt Therapie und Rehabilitation
Erweitert die Beweglichkeit
Reguliert und harmonisiert Blut-, Lymph- und Energiefluss
Wirkt regulierend auf das gesamte Nervensystem
Fördert die Konzentrationsfähigkeit bei gleichzeitiger Entspannung
Verbessert die Stimmungslage und beeinflusst mentale und emotionale Aktivitäten
 Fördert Sensibilität und Selbstwahrnehmung
 Wirkt prophylaktisch und begleitend bei vielen Zivilisationskrankheiten, u.a.
Rückenbeschwerden, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Rheuma, …
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
Vom Stress zum Burn-Out
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Gesundheit als höchstes Gut des Menschen
as Thema Gesundheit ist heutzutage ein In-Thema – ob
in den Medien oder bei den Krankenkassen. Es gilt die
„machbare“ Gesundheit, als moralischer Wert und als eine
Leistung, die man zu erbringen hat. Ist man dazu nicht in der
Lage, indem man psychisch oder physisch erkrankt, hat man
offensichtlich nicht korrekt und diszipliniert gelebt und ist somit ein Versager.
„Gesund sein“ wird gleichgesetzt mit „Erfolg“ und
krank sein ist gleichbedeutend mit „Versagen“.
Ein neues Verständnis von Gesundheit geht davon aus, dass die individuelle
Gesundheit weit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit. Ein seelisch gesunder
Mensch ist daher, wer in ausreichendem Maße Fähigkeiten wie Realitätssinn, Anpassungsfähigkeit, inneres Gleichgewicht und eine gesunde Widerstandsfähigkeit
gegenüber Stress besitzt. Er ist in der Lage, sich und seinen Körper nach Belastungen wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sich frei von aufgezwungenen Normen
und Wertvorstellungen zu entwickeln und sich daher als autonomen und selbstverantwortlichen Menschen zu erleben. Ein gesunder Mensch kann seinem Leben
selbst in schwierigsten Lebenssituationen einen Sinn zu geben.
Dies beschreibt der österreichische Neurologe und Psychiater Viktor Frankl, der
bei seinem Aufenthalt als Insasse eines Konzentrationslagers beobachtete, wie
Menschen in Extremsituationen ihren Lebenswillen und ihre Leidensfähigkeit bewahrten und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber psychischen und physischen Erkrankungen entwickelten.
Persönliche Werte und Einstellungen sowie das Erleben von Liebe und Genuss
sind nach Frankl genauso ausschlaggebend für das gesundheitliche Wohlbefinden
wie die Fähigkeit, unausweichliche Schicksalsschläge und Leiden anzunehmen und
zu verarbeiten.
Gesundheitsförderung muss daher mehr beinhalten als das bloße behandeln und abschaffen von Krankheiten. Sie sollte den Menschen stärken, mit äußerlichen Faktoren wie Stress und belastenden Situationen selbstverant-wortlich
umzugehen, seine körperliche und psychische Widerstandskraft, seine Lebenseinstellungen und Bewältigungsmöglichkeiten zu erkennen und sozialen Rückhalt zu
nutzen.
Gerade in der heutigen Zeit, in der nicht mehr Infektionskrankheiten, sondern
vor allem Herz-Kreislauferkrankungen, bösartige Neubildungen, degenerative Muskel- und Skeletterkrankungen sowie psychische und psychosomatische Erkrankungen im Fordergrund stehen (Statistisches Bundesamt 1998), die gerade auch Menschen jüngeren Alters betreffen, sollte ein persönliches und gesell-schaftliches Umdenken in der Gesundheitsförderung stattfinden. Falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Rauchen erhöhen das Krankheitsrisiko genauso, wie zum Beispiel Arbeitsunsicherheit, hohe Verantwortung bei geringer Entscheidungsfreiheit oder ein
schlechtes Betriebsklima, wie große epidemio-logische Studien zeigen. Die Fähigkeit zur Bewältigung dieser Einflüsse und sogar Verhaltensweisen wie Trinken,
Rauchen oder das Naschen von Süßigkeiten- in gewissen Grenzen genossen,
können das persönliche Wohlbefinden fördern und tragen somit zur persönlich erlebten Gesundheit bei.
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„Sieht man ein Übel, so wirkt man unmittelbar darauf, das heisst, man kuriert
unmittelbar aufs Symptom los.“ (J. W. v. Goethe)
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
Vom Stress zum Burn-Out
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Angebote für Körper, Geist und Seele
Autogenes Training mit Gedankenformel
Einheit: 60 Minuten
Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
Einheit: 60 Minuten
Entspannungsmassagen
Einheit: 30,60 oder 90 Minuten
Phantasiereisen für Erwachsene und Kinder
Einheit: Erwachsene 60 Minuten, Kinder 30 Minuten
Lebensberatung und Coaching
Einheit: 90 Minuten
Genusstraining
Beratungsgespräch 60 Min., Erlebnistag Genuss und Lebensfreude
Systemische Aufstellungen
Einzelsetting: ca. 2 Std. 60 Euro
Mehr unter www.soul-balance.de
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Vom Stress zum Burn-Out
Literaturverzeichnis
Kaluza Stressbewältigung, Springer Medizin Verlag, 2009
Hautzinger Kognitive Verhaltenstherapie bei Depressionen, 2003
IEK Stuttgart Lehrmittelverzeichnis, 2009
Monika Ströhlein  Heilpraktikerin für Psychotherapie  www.soul-balance.de
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