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In dieser Ausgabe

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150 Jahre
SD Update
Newsletter Sustainable Development
1/2015
März
In dieser Ausgabe
Erster Bericht nach GRI G4 Seite 2
Impuls für ein industrieweites Rahmenwerk zur
nachhaltigen Steuerung von Portfolios Seite 3
Start der Creator Space™ Tour in Mumbai zum Thema Wasser
Seite 4
BASF und Save the Children entwickeln gemeinsam Lösungen
Seite 5
Bau eines Innovation Campus in Mumbai
Seite 5
Intelligente Energie für eine nachhaltige Zukunft
Seite 6
Recyceln hat auch bei Fast Food Priorität
Seite 7
Optimierte Reinigungswirkung: der Vier-Wege-Katalysator Seite 7
Master Builders Solutions® leisten Beitrag zu nachhaltigem Bauen Seite 8
Premiere für Weinkühler auf der Consumer Electronics Show 2015
Seite 8
BASF erhält Award von Shanghai General Motors
Seite 9
Jahrbuch des Deutschen Global Compact Netzwerks mit BASF-Beitrag
Seite 9
2
Newsletter Sustainable Development
1 / 2015
Über diese Ausgabe
2015 ist ein besonderes Jahr für
BASF, denn wir blicken auf 150 Jahre Unternehmensgeschichte zurück.
Das gesamte Jahr über findet weltweit eine Vielzahl von Aktivitäten und
Veranstaltungen unter dem Motto „Co-Creation und Celebration“
statt – das heißt, es wird gefeiert und
gemeinsam an Lösungen rund um
die Zukunftsthemen „Städtisches Leben“, „Intelligente Energie“ und „Ernährung“ gearbeitet. Dabei kommen
Impulse von BASF-Mitarbeitern, Kunden, Wissenschaftlern und Vertretern
aus der Öffentlichkeit zusammen.
Ganz in diesem Sinne haben wir zu
Beginn des Jahres zu einer internatio­
nalen Konferenz für die nachhaltige
Portfoliosegmentierung nach Berlin
geladen. In dieser Ausgabe finden
Sie spannende Eindrücke von dieser Konferenz sowie vom Start der
Jubiläumstour ­
Creator Space™ in
Mumbai, wo sich internationale Experten zum Thema „Nachhaltiger
Umgang mit Wasser“ ausgetauscht
haben. Dabei kamen innovative Formate wie das sogenannte Jamming
zum Einsatz, bei dem – ähnlich wie
im improvisierten Zusammenspiel
in der Jazzmusik – in gemeinsamen
Sessions Ideen zu einem bestimmten Thema generiert werden. Außerdem berichten wir vom Wissenschaftssymposium in Ludwigshafen
zum Thema „Intelligente Energie für
eine nachhaltige Zukunft“.
Wir stellen Ihnen darüber hinaus den Biokunststoff ecovio® PS
1606 vor, der es ermöglicht, dass
auch bei Fast Food recycelbares
Ver­
packungsmaterial zum Einsatz
kommen kann, und geben weitere spannende Beispiele dafür, wie
Chemie zu einer nachhaltigen Zukunft beiträgt.
Zusätzliche Informationen sowie
­interessante Terminankündigungen
finden Sie in unserer Rubrik „Weiterlesen“.
Eine anregende Lektüre
wünscht Ihnen
Ihre Redaktion
Erster Bericht nach GRI G4
BASF hat ihren integrierten Bericht
erstmals nach der umfassenden
(„comprehensive“) Option der G4Leitlinien der Global Reporting Ini­
tiative (GRI) ausgerichtet. Der Bericht 2014 wurde zur Bilanz-Pressekonferenz Ende Februar veröffentlicht.
„Die Nutzung der anspruchsvollen
umfassenden Option der G4-Leitlinien ist für unseren integrierten, geprüften Bericht ein weiterer wesentlicher Entwicklungsschritt – sowohl
in puncto Transparenz nach außen
als auch mit Blick auf integriertes
Denken nach innen“, so Thorsten
Pinkepank, Director Sustainability
Relations.
BASF engagiert sich zusammen mit
anderen Stakeholdern bereits seit
2003 in der Global Reporting Initiative. Daneben beteiligt sich BASF seit
2012 als Pilotunternehmen an der
Ausarbeitung des Rahmenwerks
für integrierte Berichterstattung des
International Integrated Reporting
Council (IIRC). 2014 ist BASF dem
IR Business Network beigetreten,
um die eigenen Erfahrungen mit anderen Stakeholdern zu diskutieren
und gleichzeitig Impulse für die Weiterentwicklung der Berichterstattung zu geben und zu erhalten.
Der Bericht dokumentiert die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Leistung der BASF im
Im Labor der
BASF-Tochter
Deutsche
Nanoschicht
GmbH forschen
wir an der
nächsten
Generation
supraleitender
Bandleiter
Jahr 2014. Anhand von Beispielen
wird verdeutlicht, wie Nachhaltigkeit
zum langfristigen Unternehmens­
erfolg beiträgt und wie BASF als
Unternehmen Wert schafft für Mitarbeiter, Aktionäre, Geschäftspartner,
Nachbarn und die Öffentlichkeit.
Zum Onlinebericht geht es hier.
3
Newsletter Sustainable Development
Partnerschaften
1 / 2015
Impuls für ein industrieweites Rahmenwerk zur
nachhaltigen Steuerung von Portfolios
Produkte und
Lösungen
Ressourcen und
Ökosysteme
Ende Januar setzte BASF als Initiator
und Gastgeber einer internationalen Konferenz mit Unternehmen
und Kunden sowie Vertretern aus
Politik, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und der Finanzwelt ein
sichtbares Zeichen für eine nachhaltige Zukunft. Ziel des zweitägigen Treffens in Berlin war es, die
Diskussion zu einem gemeinsamen
Rahmenwerk anzustoßen, mit dem
Unternehmen ihre Portfolios unter
Nachhaltigkeitsaspekten bewerten
und steuern können.
Mit einem einheitlichen Rahmenwerk können die Nachhaltigkeitsleistungen der Produkte der chemischen
Industrie transparenter und nachvollziehbarer beschrieben werden.
Durch bessere Vergleichbarkeit wird
eine erhöhte Nachfrage nach nachhaltigen Produkten erwartet und
damit die verstärkte Forschung und
Entwicklung dieser Produkte unterstützt.
Wasser
„Life Cycle Assessment“ (Lebenszyklusanalyse) oder die CO2-Bilanz
ihrer Produkte. Einen allgemeinen
Industriestandard, anhand dessen
Unternehmen den Nachhaltigkeitsbeitrag ihres gesamten Portfolios
messen und gezielt steuern können,
gibt es bis jetzt allerdings nicht.
Aufgrund ihrer jahrzehntelangen
Erfahrung beim Thema Nachhaltigkeit und der wachsenden Anforderungen von Kunden, Politik und
Gesellschaft nimmt die chemische
Industrie auf dem Weg zu einer
nachhaltigen Zukunft eine Schlüsselrolle ein.
BASF hat bereits im September
2014 ein eigenes Verfahren – das
Sustainable Solution Steering –
vorgestellt. Das extern validierte
Verfahren erlaubt, das Produktportfolio noch besser zu steuern und
aktiv auf die sich wandelnden Erwartungen und Bedürfnisse der Kunden
und Stakeholder zu reagieren. BASF
hat bereits mehr als 60.000 spezifische Produktanwendungen ihres
Portfolios analysiert.
Mit Unterstützung des Weltwirt­
schaftsrats für Nachhaltige Entwick­lung (World Business Council for
Sustainable Development, kurz:
WBCSD) soll ab Mai ein gemeinsames Rahmenwerk für die
Steuer­ung von Unternehmensportfolios unter Nachhaltigkeitsaspekten entwickelt werden.
Über 140 Experten und Entscheidungsträger von über 50 internationalen Industrieunternehmen sowie
Vertreter aus Politik, Gesellschaft
und der Finanzwelt tauschten sich
in Berlin über nachhaltige Portfoliosegmentierung aus. Darüber hinaus
diente das Treffen den Unternehmen
auch als Plattform, um mehr über
die Erwartungen ihrer Partner und
Kunden an eine standardisierte
Methode zur nachhaltigen Portfo­
liosegmentierung zu erfahren.
Die Industrie setzt schon seit einigen
Jahren auf standardisierte Messmethoden für einzelne Lösungen wie das
Impressionen von der Partnerschaftskonferenz u. a. mit den BASF-Rednern Margret Suckale
(Mitglied des Vorstands), Saori Dubourg (President Unternehmensbereich N
­ utrition & Health)
und Dr. Dirk Voeste (Vice President Corporate Sustainability Strategy)
4
Wasser
Newsletter Sustainable Development
1 / 2015
Start der Creator Space™ Tour
in Mumbai zum Thema Wasser
Zum 150-jährigen Jubiläum verbindet BASF weltweit Menschen
und Ideen mit ihrem Jubiläumsprogramm Creator Space™. Im
Januar startete die Creator Space™
Tour in Mumbai. Der thematische
Schwerpunkt bei den Aktivitäten
in Indien lag auf dem nachhaltigen
Umgang mit Wasser.
Bei der einwöchigen Veranstaltung
bestehend aus einem F
­ achkongress,
kulturellen ­Veranstaltungen, Wettbewerben und Workshops setzten sich
mehr als 250 Experten zum Thema
Wasser, darunter Fachleute aus
Wirtschaft und Forschung, Vertreter von NGOs sowie interessierte
Bürger, mit den wichtigsten Fragen
rund um die Herausforderungen
Mumbais auseinander. Der Zugang
zu sauberem Wasser ist dabei eine
der drängendsten Herausforderungen für die schnell wachsende
Metropole. Fast ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt in Indien, aber das
Land hat lediglich Zugang zu 4 %
des weltweiten Frischwasservorkommens.
Diskutiert wurden Ideen zur Verbesserung des Zugangs zu Wasser
und der Wasserqualität, zur Politik
und dem Verhalten im Umgang mit
Wasser, die unter anderem in Innovations-Workshops zusammen mit
Kunden und anhand von Jamming
Sessions mit Mitarbeitern und der
Öffentlichkeit entwickelt wurden.
„Die 150-jährige Geschichte der
BASF zeigt, dass die Chemie
Impulsgeberin für neue Ideen und
Lösungen ist und diese ermöglicht.
Beim ersten Stopp der Creator Space™ Tour in Mumbai lag der Fokus auf dem nachhaltigen Umgang mit Wasser, wie auch das Gewinnerbild des Kindermalwettbewerbs
in der Kategorie 8. - 10. Klasse von Sejal Gupta zeigt
In unserem Jubiläumsjahr wollen
wir verstärkt Menschen und Ideen
verbinden, mit dem Ziel, einen
gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, ganz im Einklang mit unserem
Unternehmenszweck: ‚We create
chemistry for a sustainable future‘“,
sagte Sanjeev Gandhi, Mitglied des
Vorstands der BASF SE.
Die Creator Space™ Tour ist Teil
des globalen BASF Co-CreationProgramms Creator Space™. Sie
wird durchgeführt von lokalen interdisziplinären Teams von BASF und
Vertretern aus Bereichen wie Architektur, Kunst, Design, Naturwissenschaften, Politik, Technologie
und Nachhaltigkeit. Jeder Halt der
Creator Space™ Tour widmet sich
einem für den Standort relevanten
Thema. Im Anschluss an den ersten
Halt in Mumbai wird die Tour mit
unterschiedlichen Themenschwer­
punkten nach Schanghai, New York,
São Paulo, Barcelona und Ludwigshafen weiterziehen. Die Ergebnisse
der Diskussionen im Rahmen der
Creator Space™ Konferenz in
Mumbai dienen auch als Basis für
ein gemeinsames Projekt mit Save
the Children.
Der Zugang zu sauberem Wasser ist in
Mumbai eine drängende Herausforderung
5
Newsletter Sustainable Development
Wasser
BASF und Save the Children
entwickeln gemeinsam Lösungen
Ziel der Partnerschaft zwischen
BASF und Save the Children ist,
Lösungen zur Verbesserung des
Zugangs und der Qualität von
Wasser in Mumbai sowie der
Nahrungs- und Nährstoffsicherheit
in der Region Turkana in Kenia zu
entwickeln.
Das Projekt greift auf eine Co-Creation-Methode zurück, bekannt als
„Empathic Design“, ein Forschungsund Entwicklungsverfahren, das
die eingehende Betrachtung einer
Fragestellung und die Interaktion
mit den Zielgruppen beinhaltet.
Mithilfe dieser Methode wollen die
Projektpartner passgenaue Lösungen für die größten Herausforderun-
Beschäftigung und
Beschäftigungsfähigkeit
1 / 2015
gen in den betroffenen Gemeinden
entwickeln.
Teil des Programms ist eine einwöchige Feldphase eines Expertenteams von BASF, der BASF Stiftung
und Save the Children: Die Experten
arbeiten gemeinsam mit Vertretern
aus mittleren und unteren Einkommensklassen in verschiedenen
Stadtteilen von Mumbai an Lösungen für die Herausforderungen im
Bereich der Wasserversorgung. In
Kenia arbeitet das Team gemeinsam an Lösungen zur Verbesserung
der Ernährungslage in den durch
Ackerbau und Viehzucht geprägten Gemeinschaften von Turkana.
Die Ergebnisse dieser Projekt­
Bau eines Innovation
Campus in Mumbai
Energie und
Klima
Ernährung
Im Dezember 2014 wurde mit dem
Bau eines Innovation Campus in Navi
Mumbai begonnen. Der Innovation
Campus wird zu einem wichtigen
Zentrum für das globale Forschungsund Entwicklungs (F&E)- Netzwerk
der BASF und, neben Schanghai,
zum zweiten großen F&E-Standort
der BASF in Asien-Pazifik.
Der Innovation Campus wird globale Forschungs- sowie regionale und
lokale Entwicklungsaktivitäten umfassen und etwa 300 Wissenschaftlern Platz bieten, die in den Bereichen Pflanzenschutz, Prozessentwicklung und Polymerforschung ar-
Verantwortungsvolle
Produktion
Partnerschaften
beiten werden. Durch die Kombination von Entwicklungsaktivitäten mit
globaler Forschung wird der Campus den Austausch von Fachwissen
und Ideen über aktuelle Technologien und Methoden fördern, den Zugang zu moderner Ausstattung ermöglichen sowie Synergien im Bereich Forschung und Entwicklung
schaffen.
Das neue Gebäude wird über besondere Merkmale zur Minimierung des
Energieverbrauchs verfügen, darunter
zum Beispiel eine zweite Außenfassade, ein reflektierendes Dach,
Wasserkühler für die Klimaanlage und
Gops Pillay, President South & East Asia,
ASEAN and Australia/New Zealand der
BASF, und Dr. Sudeep Singh Gadok,
Director des Programms Save the
Children India, bei der Unterzeichnung
der Projektpartnerschaft „Empathic
Design“
entwicklung werden auf einer globalen Fachkonferenz in Ludwigshafen
im November 2015 präsentiert.
Produkte und
Lösungen
Ressourcen und
Ökosysteme
Forscher im Organic Synthetic Labor in
Mumbai
Photovoltaik-Panels. Natürliches Licht
wird optimal ausgenutzt, indem ein
Atrium mit einem Glasdach das
Tageslicht in den Gebäudekern lenkt.
Der BASF Innovation Campus in
Mumbai soll 2017 eröffnet werden.
W
6
Energie und
Klima
Newsletter Sustainable Development
1 / 2015
Intelligente Energie
für eine nachhaltige Zukunft
Ernährung
Verantwortungsvolle
Produktion
Ein Bestandteil des weltweiten
Creator Space™ Programms im
­
Jubiläumsjahr der BASF sind drei
Wissenschaftssymposien, bei denen
hochkarätige Wissenschaftler aus
aller Welt die Gelegenheit haben, ihre
Erkenntnisse rund um die drei zentralen Jubiläumsthemen „Intelligente
Energie“, „Ernährung“ und „Städ­
tisches Leben“ auszutauschen. Am
9. und 10. März fand in Ludwigshafen das erste Wissenschaftssymposium statt, bei dem mehr als 600
Experten aus Wissenschaft und
Industrie die ganze Bandbreite des
Titelthemas „Intelligente Energie
für eine nachhaltige Zukunft“
diskutierten. Dabei gingen die
rund 40 Referenten auf innovative
Möglichkeiten zur Speicherung und
nachhaltigen Nutzung von Energie ein und erläuterten Wege einer
energieeffizienten Chemieproduktion. Außerdem beschäftigten sie
sich mit einer zukunftsfähigen Mobilität, neuen Materialien für Energietechnologien sowie der zukünftigen
Energieversorgung.
„Innovative Chemie ist die Grundlage für den nachhaltigen Umgang
mit Energie. Das zeigt sich beispielsweise, wenn es darum geht, bezahlbare Energie aus erneuerbaren
Quellen zu gewinnen“, betonte Dr.
Andreas Kreimeyer, Mitglied des
Vorstands der BASF und Sprecher
der Forschung, in seinem Auftakt­
referat. „Wir sind mehr als nur ein
Zulieferer von neuen Materialien.
Unsere Experten integrieren diese
Materialien in komplexe Systemlösungen und stellen sicher, dass
diese Systeme maßgeschneidert
Partnerschaften
Produkte und
Lösungen
Ressourcen und
Ökosysteme
Wasser
sind für unterschiedliche Anwendungen“, erläuterte Kreimeyer.
Der Nobelpreisträger P
­
rofessor
Steven Chu von der Stanford
University referierte unter dem Titel
„Energie, Klimawandel und wie der
Übergang zu einer nachhaltigen
Welt gelingt“ über Möglichkeiten zur
Abmilderung der Risiken des Klimawandels durch technischen Fortschritt. Eine innovative Lösung zur
nachhaltigen Energienutzung stellte
Professor Ekkes Brück von der TU
Delft vor, der über magnetokalorische Materialien für energieeffiziente
Wärmepumpen sprach (mehr Informationen über den Prototypen eines
Kühlgerätes, das diese innovative
Technologie nutzt, auf Seite 8).
Neben der Tagung in Ludwigshafen
wird es im Jubiläumsjahr 2015 in
anderen Teilen der Welt noch zwei
weitere Wissenschaftssymposien
geben. In Chicago steht am 23. und
24. Juni das Thema nachhaltige
Ernährung zur Diskussion und in
Schanghai am 10. und 11. November die Zukunft des städtischen
Lebens. Die Symposien markieren
damit Höhepunkte in der langen
Reihe der Co-Creation-­
Aktivitäten,
Dr. Andreas Kreimeyer, Mitglied des Vorstands der BASF und Sprecher der Forschung, beim Wissenschaftssymposium
Nobelpreisträger Professor Steven Chu
von der Stanford University stellte seinen
Plenarvortrag unter den Titel „Energie,
Klimawandel und wie der Übergang zu
einer nachhaltigen Welt gelingt“ vor
mit denen BASF Menschen und
Ideen rund um den Globus vernetzt,
um gemeinsam neue Lösungen
für globale Herausforderungen zu
finden.
Mehr als 600 Experten aus Wissenschaft und Industrie kamen in Ludwigshafen zusammen
7
Ressourcen und
Ökosysteme
Newsletter Sustainable Development
Recyceln hat auch
bei Fast Food Priorität
Wasser
Kunden wünschen sich recycel- UV-Druckfarbenkomponenten in
bare Verpackungsmaterialien für Nah­rungsmittel verhindern. Anstelle
Fast Food. Bislang ist die Wieder- klassischer Beschichtungen aus
verwendung von Lebensmittel-­ Polyethylen oder Polypropylen
Verpackungskartons jedoch mit kommt ecovio® PS 1606, ein hocheiner Einschränkung verbunden: wertiger und vielseitiger BiokunstBeim Recyceln von Papier verblei- stoff von BASF, zum Einsatz.
ben Druckfarbenreste, die später
aus der Verpackung in Fast-Food-­ In einem ExtrusionsbeschichtungsLebensmittel übergehen können.
verfahren wird ecovio® PS 1606 auf
Recyclingkarton aufgebracht. Die
BASF und das Feinpappenwerk Kunststoffschicht ist dabei um ein
Gebr. Schuster arbeiten deshalb an Vielfaches dünner als ein menschlieiner Lösung für eine kombinierte ches Haar. Dennoch verleiht sie der
Migrations- und Fettbarriere auf Verpackung eine hervorragende
Recyclingkartons. Diese soll einen Schutzbarriere bei gleichzeitig hoher
Übergang von Mineralölen, Weich- Fett- und Flüssigkeitsdichte. Der
machern und Rückständen von besondere Vorteil: ecovio® ist über-
Produkte und
Lösungen
1 / 2015
Ressourcenschonende Verpackung mit
dem Biokunststoff ecovio® PS 1606
wiegend biobasiert und gemäß
amerikanischem Standard ASTM
6400 sowie europäischer Norm EN
13432 biologisch abbaubar; die so
hergestellten Kartons sind zu über
90 % recyclingfähig und industriell
kompostierbar.
Optimierte Reinigungswirkung:
der Vier-Wege-Katalysator
Ressourcen und
Ökosysteme
Wasser
Die Euro-6-Norm der Europäischen
Kommission setzt neue Richtlinien
für saubere Luft. Partikelemissionen
von Benzinmotoren werden stärker
kontrolliert. Der Vier-Wege-Katalysator der BASF, kurz FWC™ (fourway conversion catalyst), hilft, die
Vorgaben einzuhalten.
Hierzu haben BASF-Forscher den
Drei-Wege-Katalysator weiterentwickelt und dessen Reinigungswirkung optimiert: „Der FWC™ vereint
alle wichtigen Eigenschaften auf einem Bauteil und benötigt weniger
Platz“, betont Dr. Klaus Harth, verantwortlich für die Forschung an Automobilkatalysatoren bei der BASF.
Auch baut der FWC™ nur geringen
Gegendruck für durchströmendes
Gas auf – in der Automobilindustrie
ein wichtiger Aspekt: Unter starkem
Widerstand für Abgasströme leiden
die Leistungsfähigkeit des Motors
und der Kraftstoffverbrauch.
Katalysatoren bestehen aus einem
speziellen Keramikträger, dem sogenannten Monolithen. Beim FWC™
werden die porösen Innenwände
des Monolithen gezielt mit katalytisch aktiven Partikeln beschichtet.
Diese sorgen dafür, dass Kohlenmonoxid, unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Stickoxide in Wasser, Stickstoff und Kohlendioxid
umgewandelt werden. Die Monolithwand fungiert zudem als Ruß-
Der Vier-Wege-Katalysator besteht aus
einem Keramikträger, der mit Edelmetallen
beschichtet ist
partikelfilter. Auch nach über 160.000
Fahrkilometern säubert der FWC™
Abgasströme innerhalb der strengen
Emissionsvorgaben einwandfrei.
Das 2013 vorgestellte System befindet sich nun in der Entwicklungsund Testphase bei den Automobilherstellern – immer mit Blick auf die
Serienproduktion: „In wenigen Jahren wird unser System zur gängigen
Technologie zählen“, so Harth.
8
Produkte und
Lösungen
Newsletter Sustainable Development
Master Builders Solutions®
leisten Beitrag zu
nachhaltigem Bauen
Ressourcen und
Ökosysteme
Wasser
Mehr als 100 Jahre Erfahrung in
der Baubranche: Unter der Marke
Master Builders Solutions® bündelt
BASF Lösungen aus der Chemie für
Neubau, Instandsetzung, Sanierung
und Renovierung. Drei Beispiele
zeigen, dass die Produktforschung
Hand in Hand mit einer nachhaltigen
Entwicklung geht.
Winterliche Bauarbeiten bedeuten
besondere
Herausforderungen:
Fällt die Temperatur unter 5 °C,
härtet Beton langsamer aus. Daher
muss Wärme zusätzlich zugeführt
werden – eine zeitintensive und teure
Methode. Das Betonzusatzmittel
Master X-Seed beschleunigt das
Aushärten und sichert gleichzeitig
die Dauerhaftigkeit des Betons.
Indem es Beton von innen erwärmt,
werden gas- oder dieselbetriebene
Energie und
Klima
1 / 2015
Wärmequellen überflüssig. Das spart
Kosten und senkt den CO2-Ausstoß.
Beim Ausbau der Pyhrn Autobahn
in Österreich ermöglicht das Hochleistungsfließmittel MasterGlenium
SKY neben anderen Master Builders Solutions® Produkten reibungslose Betonarbeiten. Bei der Erweiterung der Steyrbrücke war Nachhaltigkeit ein wichtiges Kriterium:
So sollte der Gehalt an Bindemitteln, deren Herstellung wesentlich die CO2-Bilanz des Bauwerkes
bestimmt, möglichst gering sein.
Mit M
­ asterGlenium SKY wurde ein
Frischbeton mit optimiertem Bindemittelgehalt hergestellt.
Die Vorteile der elastischen Dichtschlämme MasterSeal 6100 FX
basieren auf einer Kombination
In Livigno wurden mit MasterSeal 6100
FX Aquädukte abgedichtet
­leistungsstarker Bindemittelsysteme und pulverförmiger Polymere.
Das Produkt wurde mit Blick auf eine LEED-Zertifizierung („Leadership
in Energy and Environmental Design“) für ökologisch leistungsstarke Gebäude konzipiert: Nach diesem Standard sammelt MasterSeal
6100 FX Pluspunkte für die Verwendung wiederverwerteten Materials,
regionaler Rohstoffe und emissionsarmer Materialien. MasterSeal 6100
FX kommt bei Abdichtungen zum
Einsatz: Im italienischen L
­ivigno
wurden damit Aquädukte außen
und innen abgedichtet, so dass kein
Wasser eindringt und Korrosionsschäden vorgebeugt wird.
Premiere für Weinkühler auf der CES 2015
Ernährung
Verantwortungsvolle
Produktion
Auf der International Consumer
Electronics Show (CES) in Las Vegas haben BASF, der Haushaltsgerätehersteller Haier und der Technologiekonzern Astronautics Corporation of America den ersten Prototypen eines Weinkühlers präsentiert, bei dem eine magnetokalorische Wärmepumpe Kälte erzeugt.
Die Apparatur nutzt wasserbasierte,
flüssige anstelle gasförmiger Kühlmittel, spart Energie und reduziert
Betriebsgeräusche. Die Wärmepumpe – eine Kühlapparatur basierend auf magnetokalorischen
Materialien – ist die ideale Alterna-
Partnerschaften
Produkte und
Lösungen
tive zur kompressorbasierten Kühltechnologie. Magnetokalorische Ma­
terialien erwärmen sich, wenn sie in
ein Magnetfeld gebracht werden,
und kühlen sich ab, wenn das Magnetfeld entfernt wird.
Die Pumpe des Weinkühlers kühlt
den Innenraum, indem sie Wärme
mithilfe eines wasserbasierten Kühlmittels an die umgebende Luft abgibt. Dazu wird das Kühlmittel zwischen den magnetokalorischen Materialien hin und her bewegt, während sich diese in das Magnetfeld
hinein- und herausschieben.
Ressourcen und
Ökosysteme
Wasser
Die Schlüsselkomponente ist eine
von BASF und der Technischen
Universität Delft/Niederlande entwickelte Klasse funktionaler Materialien: Die auf Mangan und Eisen
basierenden Materialien bestehen
aus breit verfügbaren und kostengünstigen Rohstoffen und zeichnen
sich durch optimale magnetokalorische Eigenschaften über den gesamten für die Kühlung relevanten
Temperaturbereich aus. BASF wird
die Materialien unter dem Markennamen Quice® vertreiben. Hier finden Sie ein Video zur Funktionsweise des Weinkühlers.
9
Newsletter Sustainable Development
Partnerschaften
BASF erhält Award von Shanghai General Motors
Produkte und
Lösungen
Ressourcen und
Ökosysteme
Für nachhaltige Produktionsprozesse
in der Automobilindustrie bietet BASF
ihren Kunden individuelle Beschichtungslösungen an. BASF Shanghai
Coatings Co., Ltd. wurde von Shanghai General Motors (SGM) in China
mit dem „Excellent Supplier 2014:
Leading Technology Award“ ausgezeichnet. BASF Shanghai Coatings
war der einzige Lacklieferant, der
den jährlichen Award gewonnen hat
und hob sich damit von etwa 4.000
SGM-Zulieferern ab. „Mit der innovativen Beschichtungstechnologie von
BASF haben wir den Verbrauch von
Lösungsmitteln und die Emission von
flüchtigen organischen Verbindun-
Partnerschaften
1 / 2015
Wasser
Dr. Qu Jianqiang Qu, Senior Key Account Manager BASF Shanghai Coatings
(2. von rechts), nahm die Auszeichnung entgegen
gen in unseren Lackieranlagen reduziert und unsere Automobilproduktion
nachhaltiger gestaltet“, sagte Adam
Chang, Senior Manager Purchasing
Department von SGM.
Bereits seit 1998 ist BASF Partner
von SGM und liefert ein breites Sortiment an Produkten für die Automobillackierung. Dazu gehören Was-
serbasislacke und der kathodische
Tauchlack CathoGuard® 800. Die
neueste KTL-Produktreihe CathoGuard® 800 enthält kein Zinn und wird
für ihren niedrigen Lösemittelgehalt
geschätzt. Seit mehr als 17 Jahren ist
BASF Shanghai Coatings ein erfolgreich bestehendes Joint Venture zwischen der BASF-Gruppe und Shanghai Huayi Fine Chemical Co., Ltd.
Jahrbuch des Deutschen
Global Compact Netzwerks
mit BASF-Beitrag
Produkte und
Lösungen
Ressourcen und
Ökosysteme
Global Compact ist eine Wirtschaftsinitiative der Vereinten Nationen zu
unternehmerischer Verantwortung.
Durch den Beitritt verpflichten sich
Unternehmen, ihre Geschäftsstrategie an zehn Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten.
BASF ist Gründungsmitglied und
unterstützt bereits seit 2000 den UN
Global Compact.
Das jetzt erschienene Jahrbuch des
Deutschen Global Compact Netzwerks (DGCN) „Global Compact
Deutschland 2014“ widmet sich
den Themen Compliance, Berichtspflicht, Daten- sowie Klimaschutz
und blickt auf zehn Jahre DGCN
Wasser
zurück. Der Beitrag der BASF zeigt
am Beispiel der aktiven Steuerung
des Produktportfolios in Richtung
Nachhaltigkeit, wie BASF die Prinzipien des Global Compact umsetzt.
Das
Jahrbuch
„Global
Compact
Deutschland
2014“
BASF ist Mitglied im neuen Gremium des
brasilianischen Global Compact Netzwerks
André Oliveira, Director Legal bei BASF S. A., vertritt BASF in dem
neuen Gremium des brasilianischen GCN. Neben BASF wurden vier
weitere Unternehmen für den Zeitraum 2015 bis 2016 gewählt:
­Beraca, ­Grupo Abril, Libra Group und Itaú Unibanco. „Unser Ziel ist,
Wissen und alltagstaugliche Konzepte in den Bereichen Unternehmensführung, Werte und Grundsätze bereitzustellen“, sagte Oliveira.
„Wir sind davon überzeugt, dass wir als Teil des Komitees unsere
Partner und andere Unternehmen, den öffentlichen Sektor sowie die
Wissenschaft für diese Initiative gewinnen können“, betonte er weiter.
10
Newsletter Sustainable Development
1 / 2015
Termine mit BASF-Präsenz:
09. März
–
30. Juni
Anmeldung zum internationalen Wettbewerb der BASF „Catch the Wind“ für Masterstudenten und
Doktoranden zum Thema Windenergie. Mehr Informationen hier
27. – 28.
April
Sustainable Brands Conference in Barcelona
01. Mai
–
31. Okt.
Expo Milano 2015 – Weltausstellung 2015 in Mailand
05. Mai
econsense Impulse für Nachhaltigkeit – Berliner Forum 2015 „Globale Wert(e)Schöpfung –
Unternehmerische Verantwortung weltweit“
01. – 04.
Juni
Sustainable Brands Conference in San Diego
23. – 25.
Juni
Global Compact +15: Business as a Force for Good – 15-jähriges Jubiläum des UN Global Compact
in New York, mit Themenschwerpunkt „Nachhaltige Entwicklung“
Weiterlesen:
BASF startet Open-Innovation-Wettbewerb zum Thema Energiespeicherung
Neue Produktionsanlage für Chemiekatalysatoren in Caojing/China
BASF führt die nächste Generation der katalytischen Beschichtungstechnologie PremAir® NXT ein
Größter BASF-Standort für kosmetische Inhaltsstoffe erhält GMP-Zertifizierung
Wesentliche Aspekte
Basierend auf den Ergenbissen einer Stakeholderbefragung und internen Workshops wurden acht wesentliche Aspekte für BASF identifiziert.
Energie und
Klima
Ernährung
Wasser
Ressourcen und
Ökosysteme
Verantwortungsvolle
Produktion
Produkte und
Lösungen
Partnerschaften
Kontakt
Haben Sie Fragen oder Kommentare?
Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.
BASF SE
Communications & Government Relations
BASF Group
Julia Stehlin, Nadja Boxheimer
E-Mail: sustainability@basf.com
Internet: www.basf.com/nachhaltigkeit
Bildnachweis
Titel; S. 2-8: BASF
S. 9: BASF; macondo publishing GmbH
Beschäftigung und
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