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Allgemeiner Marktkommentar und Ausblick - Renten

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Rentenmarkt-Kommentar März 2015
Allgemeiner Marktkommentar und Ausblick
Im Februar 2015 kannten die Spreads am Corporate Bond Markt nur eine Richtung: nach unten. Der
iTraxx Main Index engte sich von 59 BP auf 49 BP ein – relativ gesehen sind das fast 20%. Zwar
gab es im Vorfeld der EU-Entscheidung Unsicherheiten über die Verlängerung des GriechenlandProgramms, was zu erhöhter
Volatilität führte; aber letztlich war auch dies nur ein
vorübergehendes Phänomen. Zusätzlich sorgte das Waffenstillstandsabkommen in der Ukraine
für eine höhere Risikobereitschaft der Investoren.
Die EZB hat durch ihre Entscheidung, ab März 2015 jeden Monat 60 Mrd. Euro Staatsanleihen und
Sub-Sovereigns zu kaufen, einen wahren Kaufrausch ausgelöst. Mittlerweile handeln 33% aller
ausstehenden Staatsanleihen der Euro-Länder mit negativer Rendite, bei Bundesanleihen sind es
sogar 66% und die Rendite ist bis zu 7 Jahren negativ. Das veranlasst viele Investoren verstärkt
Unternehmensanleihen (sowohl Investment Grade als auch High Yield) zu kaufen. Die „Flow-ofFunds“-Statistik für die ersten zwei Monate des Jahres zeigt eine Verdoppelung der Zuflüsse im
High Yield -Segment. Die Suche nach Rendite führt auch dazu, dass Neuemissionen extrem stark
nachgefragt sind. Die Orderbücher übersteigen das Emissionsvolumen um ein Vielfaches.
Entsprechend wurden viele Anleihen zu einem Spread am Markt platziert, der z.T. bis zu 20 BP
unter dem anfänglichen „Initial Price Talk“ lag. Beispielsweise platzierte Total S.A. eine
Hybridanleihe in zwei Tranchen mit einem sehr großen Volumen von 5 Mrd. Euro, das Orderbuch
belief sich auf über 20 Mrd. Euro.
Ein weiteres aktuelles Phänomen ist die verstärkte Emissionstätigkeit von US-Unternehmen am
Euro-Markt. Hintergrund ist zum einen der günstigere Spread und zum anderen der günstige USDEUR Basis-Swap. Dieser Trend wird wohl weiter anhalten, da eine Zinserhöhung in den USA noch
in diesem Jahr erwartet wird. Auch im BB-Segment gab es weniger Neuemissionen als von den
Investoren nachgefragt und auf Nettobasis aufgrund der hohen Rückzahlungen einen Rückgang des
ausstehenden Volumens. Insgesamt zeigte sich der Markt sehr positiv und legte um 0,7% zu.
Bestes Segment im Februar waren erneut Nachranganleihen, sowohl auf der Industrial-Seite (1,5%)
als auch bei den Versicherungen (1,6%). Somit konnten allein im Februar 2015 Crossover-Mandate
um rund 2 zulegen. Im gesamten Kalenderjahr verzeichnen die Ampega Crossover-Mandate bereits
einen Wertzuwachs von knapp über 4 Prozent.
Bisher waren in diesem Jahr BB-Anleihen und Industrielle Hybridanleihen die mit Abstand besten
Performer, im Verhältnis zu ihrer Volatilität. Daher wird die Nachrangquote auch weiterhin – je nach
Möglichkeit der Anlagegrenzen - stark ausgenutzt bleiben.
Das volkswirtschaftliche Ampega-Hauptszenario lautet weiterhin „Aus dem Takt“. Die
heterogene globale Entwicklung wird sich auch 2015 fortsetzen. Der Konjunkturzyklus ist aus dem
Takt. Mittlerweile findet man die unterschiedlichsten Konjunkturphasen über alle großen
Volkswirtschaften verteilt wieder. Die Eurozone dürfte sich in 2015 mit 1,5 Prozent leicht erholen.
Die Inflationszahlen dürften im Kalenderjahr 2015 leicht über null Prozent liegen. Mit einer AmpegaWachstumsprognose von 3,5 Prozent für die USA in 2015, ist diese mittlerweile in der zweiten
Halbzeit ihres Superzyklus angekommen. Zu einer ersten Zinserhöhung durch die FED dürfte es
– abhängig von der Datenlage – daher in 2015 kommen.
Das fundamentale Umfeld, die anhaltenden geopolitischen Risiken sowie die deutliche, expansive
Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) lassen auch mittelfristig ein niedriges Zinsumfeld
erwarten. Fast alle Zinskurven der EU zeigen absolute Tiefstände, auch Bundesanleihen folgten
dieser Entwicklung.
Zehnjährige Bund-Renditen bei 0,22 Prozent; 30 Jährige Laufzeiten bei 0,66 Prozent!
Solange keine gravierenden geopolitischen Entwicklungen eintreten, wird von RentenAnlageklassen mit Risikoaufschlägen - insbesondere aus der Peripherie - für das erste Halbjahr
Ampega Investment GmbH
Charles-de-Gaulle-Platz 1
50679 Köln
Tel.
Fax
+49 221 790 799-620
+49 221 790 799-4620
marketing@ampega.de
www.ampega.de
Ampega Investment
Rentenmarkt-Kommentare
Köln, den 24.03.2015
2015 eine Outperformance erwartet, auch wenn die Performanceunterschiede in den letzten
Monaten deutlich gesunken sind. In 2015 erwarten wir weiterhin einen sehr aktiven Primärmarkt. Ein
anhaltend hoher Anlage- und Renditebedarf, kaum Anlagealternativen, die Erwartung weiterer
unterstützender Zentralbankmaßnahmen aus den Kaufprogrammen der EZB sowie auf der
fundamentalen Seite eine Entlastung der Banken in Bezug auf die Liquiditätsanforderungen,
unterstützen die positive Markterwartung im Ampega Basisszenario.
Grundsätzlich ist jedoch eine umfassende und regelmäßige Titelanalyse unabdingbar. Auch wenn
die zukünftigen Ausfallraten nicht maßgeblich ansteigen sollten, können zwei bis drei Ausfälle im
Portfolio bereits die komplette Jahresperformance vernichten. Das Risiko von Blasen bei
einzelnen Vermögenswerten könnte perspektivisch zunehmen. Die EZB wird dieses Umfeld nicht
bis in alle Ewigkeit prägen können. Entsprechende Adhoc-Marktvolatilität ist bekanntlich bereits
zur Normalität geworden.
Ausführliche Informationen zur Ampega Rentenexpertise, zu unseren Investment- und
Risikomanagementprozessen sowie zu aktuellen Portfoliozusammensetzungen finden Sie auch auf
unserer Website www.renten-expertise.de
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Stefan Höhne
Ampega Investment GmbH
Telefon: 0221-790799-613
Email: stefan.hoehne@talanx.com
Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen und Prognosen sind allein diejenigen der Ampega. Die Informationen und Meinungen
sind datumsbezogen und können sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern. Ampega hat den Inhalt dieses Dokumentes erstellt
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