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- Biotronik

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Presseinformation
Datum:
März 2015
Seite:
1/4
BIOTRONIK SE & Co. KG
Woermannkehre 1
12359 Berlin
Tel +49 (0) 30 68905-1414
Fax +49 (0) 30 68905-961466
www.biotronik.com
BIOTRONIK Home Monitoring: Fragen und Antworten
Was ist BIOTRONIK Home Monitoring?
BIOTRONIK Home Monitoring® ist eine Technologie zur drahtlosen Fernnachsorge von
Implantatpatienten. Dieser Service steht vielen Trägern von Herzschrittmachern,
implantierbaren Defibrillatoren (ICDs) und Implantaten zur kardialen
Resynchronisationstherapie zur Verfügung. Die Technologie ermöglicht es dem Arzt,
jederzeit und unabhängig vom Aufenthaltsort des Patienten sowohl dessen klinischen
Status als auch dessen Implantatstatus kontinuierlich und zuverlässig im Blick zu
behalten. Home Monitoring benachrichtigt den Arzt automatisch über Trends und
medizinische Ereignisse – zeitnah und präzise.
Wie funktioniert BIOTRONIK Home Monitoring?
Das Patientengerät, der CardioMessenger®, empfängt Daten vom Implantat. Diese
schickt es über das Mobilfunknetz (GPRS) von T-Mobile an das Home Monitoring Service
Center von BIOTRONIK. Von dort werden die Daten an den behandelnden Arzt
weitergeleitet.
Patient mit
BIOTRONIK
Home Monitoring
Patientengerät
CardioMessenger
Datenübertragung
Gesicherter
Medizinische
via Mobilfunk
Datenzugang
Beurteilung
über das Internet
durch den Arzt
Implantat
Der Arzt kann frei wählen, ob er per E-Mail, SMS oder Fax über Ereignisse informiert
werden möchte. Die Patientendaten werden in einer Ampel-Übersicht dargestellt, in der
Ereignisse nach Relevanz sortiert und markiert sind. Die Verantwortung für die
Datenauswertung liegt nach wie vor vollständig beim Arzt.
Zur täglichen Übertragung von Daten mit Hilfe von BIOTRONIK Home Monitoring wird ein
einmaliger Identifizierungscode verwendet. Dieser enthält keine persönlichen Daten wie
zum Beispiel den Namen oder die Adresse des Patienten. Die Vertraulichkeit von
Patientendaten bleibt gewahrt. Außerdem befolgt BIOTRONIK die deutschen
Datenschutzgesetze, die zu den strengsten weltweit zählen, sowie die Vorschriften der
US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC).
Was macht BIOTRONIK Home Monitoring so besonders?
BIOTRONIK Home Monitoring ist das einzige Fernnachsorgesystem weltweit, das von der
US-amerikanischen Behörde FDA und dem TÜV zugelassen wurde. Dies bezieht sich auf
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den Ersatz konventioneller Implantatabfragen im Rahmen von Nachsorgeterminen in
Klinik und Praxis und zur Früherkennung von klinisch relevanten Ereignissen.
Es ist das einzige System, das die Daten vollautomatisch überträgt. Eine Mitwirkung des
Patienten ist nicht erforderlich, sodass die größtmögliche Therapietreue gewährleistet ist.
Wie unterscheiden sich Standardimplantate von solchen mit BIOTRONIK Home
Monitoring?
Implantate mit Home Monitoring verfügen über eine kleine Antenne und zusätzlichen
Speicherplatz. Die Antenne sendet die Daten täglich an das Home Monitoring Service
Center, je nach Dringlichkeit und Anlass auch häufiger. Home Monitoring hat keinen
negativen Effekt auf die Batterielebensdauer.
Wo ist Home Monitoring verfügbar?
Home Monitoring ist in nahezu allen Ländern der Welt zugelassen. Es kann klinisch ohne
Einschränkungen eingesetzt werden. Die Klinik, die Nachsorgeuntersuchungen
durchführt, muss mit der Internet-basierten Technologie vertraut sein. Weltweit wurden
bereits mehr als 800.000 Systeme in über 60 Ländern implantiert. Patienten, die sich für
Home Monitoring interessieren, sollten sich an ihren behandelnden Arzt wenden, um zu
besprechen, ob es für sie in Frage kommt.
Sind die Patienten durch Home Monitoring ortsgebunden?
Mit BIOTRONIK Home Monitoring sind die Patienten nicht ortsgebunden. Sie können ihren
Alltag leben, immer mit der Sicherheit, dass ihre Herzdaten regelmäßig und zuverlässig
an ihren Arzt geschickt werden.
Dürfen die Patienten reisen?
Ja, solange am Heimatort und am Zielort Mobilfunknetzabdeckung (GPRS) besteht und
sie ihren CardioMessenger mitnehmen. Genau wie ein Handy zeigt der CardioMessenger
an, ob er einsatzbereit ist. Während des Fluges muss das Gerät ausgeschaltet sein. Wenn
der Patient für längere Zeit auf Reisen ist, sollte die Nummer, unter der er telefonisch
erreichbar ist, beim Arzt hinterlegt werden. Auf der Webseite von BIOTRONIK sind
deutschsprachige Reisebestimmungen für Patienten erhältlich.
Welche Daten werden an den Arzt übertragen?
Der Arzt kann Ereignisse definieren, über die er automatisch per E-Mail, SMS oder Fax
informiert werden möchte, und sich die Ereignisse nach Relevanz sortiert anschauen. Die
regelmäßige Aufzeichnung von Daten ermöglicht eine Analyse signifikanter Trends und
unterstützt den Arzt dabei, den Zustand jedes einzelnen Patienten einzuschätzen und die
Behandlung entsprechend anzupassen. Der Arzt erhält innerhalb weniger Minuten
Diagnostikdaten über die Herzfrequenz des Patienten und die abgegebenen Therapien.
Bei Defibrillatorpatienten zum Beispiel wird der Arzt über Vorhofflimmern, abgegebene
Therapien zur Beendigung einer Tachykardie und Schockabgaben informiert. Zusätzlich
erhält er tägliche Informationen über den technischen Status des Implantatsystems,
etwa zu den Elektroden und zur Batterie.
Benötigt der Arzt eine spezielle Ausrüstung?
Der Arzt benötigt lediglich einen Computer mit Internetzugang, eine E-Mail-Adresse und,
falls gewünscht, ein Faxgerät.
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Ersetzt Home Monitoring den Arztbesuch?
Es finden nach wie vor Nachsorgeuntersuchungen in der Klinik statt. Mit Home Monitoring
kann der Arzt Nachsorgetermine auf die Bedürfnisse seiner Patienten abstimmen. In
Ausnahmefällen können Patienten auch eine reguläre Präsenznachsorge ausfallen lassen.
So kann sich der Arzt dann um seine Patienten kümmern, wenn Bedarf besteht, statt
nach einem festgelegten Terminplan.
Wie empfinden die Patienten Home Monitoring?
Klinische Studien haben gezeigt, dass Home Monitoring dazu beiträgt, dass Patienten sich
sicherer fühlen und so ihre Lebensqualität verbessert wird. 92 Prozent der befragten
Patienten gaben an, dass Home Monitoring ihnen ein Gefühl der Sicherheit vermittele;
98 Prozent waren der Meinung, dass das System eine positive Wirkung auf ihre
Gesundheit habe.1
Es ließ sich außerdem klinisch belegen, dass Home Monitoring:
 die Mortalität von Herzinsuffizienzpatienten um mehr als 50 Prozent senkt,2
 die Anzahl an Hospitalisierungen aufgrund von atrialen Arrhythmien oder
Schlaganfällen bei Herzschrittmacherpatienten um 66 Prozent reduziert,3
 Nachsorgeuntersuchungen in der Klinik um 45 Prozent reduziert4 und
 das Risiko für die Abgabe inadäquater Schocks um 52 Prozent und die
Hospitalisierungsrate aufgrund solcher Schocks um 72 Prozent verringert.5
Müssen die Patienten das System aktiv bedienen?
Die Patienten müssen sicherstellen, dass der CardioMessenger geladen und eingeschaltet
ist. Dank der gut beleuchteten Tasten ist das Gerät leicht zu bedienen. Der Abstand
zwischen Gerät und Patient muss 20 cm bis 2 m betragen.
Die Patienten können den CardioMessenger zur täglichen Datenübertragung entweder bei
sich tragen oder ihn aufstellen. Der Vorteil des Tragens am Körper besteht darin, dass
Benachrichtigungen über bestimmte Ereignisse an den Arzt geschickt werden können,
sobald diese auftreten. Der CardioMessenger wiegt nur 127 g und misst 13 x 6,7 x
1,7 cm. Die elektromagnetische Strahlung des Geräts liegt weit unter dem zulässigen
Grenzwert von 25 W. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der
Gebrauchsanweisung.
Viele Patienten stellen den CardioMessenger zu Hause auf, zum Beispiel auf ihrem
Nachttisch. Alle Daten zu den wichtigen Ereignissen, die im Laufe des Tages aufgetreten
sind, sowie die Trenddaten werden nachts übermittelt, während die Patienten schlafen.
Wie lassen sich Patienten für Home Monitoring anmelden? Gibt es technischen
Support?
Die Patienten können online zum BIOTRONIK Home Monitoring angemeldet werden. Es
gibt eine Telefon-Hotline für alle technischen Fragen.
Warum ist Home Monitoring kein Notfallsystem?
Die Home-Monitoring-Daten werden per Mobilfunknetz (GPRS) übertragen. Dabei kann es
zu Verzögerungen kommen. Im Notfall wählen Sie bitte die Notrufnummer.
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Quelle
1
Ricci et al., Europace (2010), 12: 676.
2
IN-TIME-Studie, Hindricks et al., The Lancet (2014), 384: 583-590.
3
COMPAS-Studie. Mabo et al., European Heart Journal (2012), 33: 1105.
4
TRUST-Studie. Varma et al., Circulation (2010), 122: 325.
5
ECOST-Studie. Guedon-Moreau et al., European Heart Journal (2013), 34: 605-614.
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